9014 rstand. tc Sonntag Wvfik teilst entlobet Leyerer. ■iey 'M izenbah-Siktzen. tückkalk. ^n:hhdraol. BerfiuflfaH), 2376 ntt Klinker). n Wit. $ Wen wat- irputzwclke ganz i|jg und ßemcnt. erfügung. für den k Hellen »gerbiere inen ft> en Sufi' an uns 891T 1894 Dienstag den 6. November Der Anitr- niid Zlnzeigeblatt für den Urei» Gieren. chratisöeikage: Gießener Jamilienötätier. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den jolgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Bismarck abgelehnt worden fei, dann erst sei der kaiserliche Rus an den Fürsten Hohenlohe ergangen. Vielfach wird gemuthmaßt, daß der Kriegsminister Bronsart von Schellen-. dorff diese Persönlichkeit gewesen sei- indessen dementirt jetzt der „Reichsanzeiger" die letztere Vermuthung. — Exkanzler Leist hat für seine „Kameruniaden" nun auch von der preußischen Generalsynode einen gehörigen Rüffel erhalten. Diese hochansehnltche Versammlung genehmigte in ihrer Freitagssitzung eine Resolution, welche >te Vorgänge in Kamerun, wie sie sich durch den Proceß Leist darstellen, scharf tadelte, da dieselben den christlichen Namen schädigten und die Erfolge der christlichen Mission erschwerten. irr Berlin, 3. November. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, .nach welcher der für den Zusammentritt des Reichstags bestimmt gewesene Termin aufgehoben und der Reichstag auf den 5. December d. I. etnberufen wird. Ä :-l lÄÖi Berlin, 3. November. Der Minister des Innern v. Köller, der sich am 31. v. Mts. nach Straßburg i. E. zurückbegeben hat, um dort seine früheren dienstlichen Ver- lältnisse zu ordnen, wird voraussichtlich in etwa acht Tagen nach Berlin zurückkehren. Berlin, 3. November. Die zum Zweck der Verstärkung der staatlichen Machtmittel gegen die Umfturzpropaganda ausgearbeitete Vorlage ist in der letzten Staatsministerial- rtzung in ihren wesentlichsten Punkten gutgeheißen worden. Nachdem sie noch im Einzelnen überarbeitet ist, wird, wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, die Ermächtigung des Kaisers zur Einbringung des Gesetzentwurfs als Präsidtalvorlage im Bundeörath eingeholt werden. Berlin, 3. November. In der Capelle der Kaiserlich Russischen Botschaft fand heute Vormittag 11 Uhr aus Anlaß der Thronbesteigung Sr. Majestät des Kaisers Nikolaus II. ein feierliches Te Deum für die Mitglieder der Kaiserlichen Botschaft und der hiesigen russischen Kolonie statt. Da für heute im gelammten russischen Reiche die Landestrauer für weiland Kaiser Alexander III. aufgehoben war, so wehte die Kaiserlich russische Flagge auf der Botschaft auch nicht Halbmast, sondern war Ganzstock gehißt. Berlin, 3. November. Als muthmaßlicher Nachfolger des Justizministers Dr. v. Schelling werden von einem Berichterstatter der Präsident der Reichsbank, Dr. Koch, und der Ober-Reichsanwalt Tessend orff genannt.^ Gleich- zeitig wird gemeldet, daß für die künftige Leitung der Reichskanzlei an Stelle des Geh. Raths Dr. Göring der Staats- secretär v. Putt kam er aus Straßburg i. E. in Frage komme. t ftiel, 3. November. Heute im Laufe des Vormittags feuerten sämmtliche Kriegsschiffe den Trauersalut für den verstorbenen Czaren als Admiral der deutschen Flotte ab. München, 3. November. Der Prinzregent von Boyern hat anläßlich deS Todes des russischen Kaisers eine vierwöchige Hoftrauer angeordnet. Dresden, 3. November. Anläßlich deS Todes des russischen Kaisers legt der Hof auf drei Wochen Trauer an. Schwerin i. Mecklenb., 3. November. Der Hof legt wegen des Todes des russischen Kaisers auf sechs Wochen Trauer an. _____ Nr. 260 Erstes Blatt Biertegähriger Avonnementspretsr 2 Mart 20 Psg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstrahe;Hr.7. Fernsprecher 51. Rußlands. Die beiden großen Nationen erinnern sich,?daß gestern vor einem Jahre Kaiser Alexander III. jencS Tele« gramm an den Präsidenten Carnot richtete, welches die Bande zwischen den beiden Völkern noch mehr festigte. Ich bin gewiß, im Namen Frankreichs zu sprechen, wenn ich den Gefühlen der Achtung und des Schmerzes Ausdruck gebe, tue Aller Herzen beleben. ES ist mir ein Bedürfniß, Ew. Majestät die erneute Versicherung zu geben, daß ich lebhaften Antheil nehme an dem Verluste, der Sie betroffen hat. Paris, 3. November. Man erwartet am nächsten Montag sehr stürmische Sitzungen in der Kammer an- äßlich der Berathung deS socialtstischen Antrags. Der An- trag, welcher eine Million Franken Credtt für die ArbeitS- ofen im Norddepartement fordert, hat wenig ^Aussicht auf Bewilligung. — Noch immer stehen die Ereignisse in Rußland vor- wiegend im Mittelpunkt des europäischen TageSinteresseS. Verhältnißmäßig rasch haben sich die mit der Thronbesteigung des Czaren Nikolaus II. verbundenen Formalitäten abgespielt, wie die Vereidigung der Truppen, her Marine, der Beamten u. s. w. Alsbald nach der Thronbesteigung des neuen Czaren ist auch daS schon an- gekündigte Manifest deffelben erschienen. — Die Bei- etzung der Leiche des verewigten Czaren in Petersburg lürfte nicht vor dem 20. November erfolgen. Zu derselben >at sich von auswärtigen Monarchen König Alexander von Serbien angesagt, dessen Taufpathe Kaiser Alexander war. Ueber das Befinden der infolge der Sorgen der letzten Zett schon leidend gewesenen und nun durch das Hinschetden ihres Gemahls aufs Tiefste erschütterten Kaiserin-Wittwe Maria Feodorowna kommen bedenkliche Nachrichten aus Ltvadia, es heißt, die Kaiserin liege ernstlich krank darnieder. — Im Uebrigen wird die weitere Entwickelung der Dinge in Rußland infolge des Thronwechsels und dessen Wirkung nach außen noch völlig abzuwarten sein, denn so lange noch keine scharf erkennbaren Eigenschaften deS jugendlichen Czaren Nikolaus als Herrscher und Politiker hervortreten, so lange wird man nur auf Vermuthungen über den ferneren Ent- wickelungsgang der Gesammtpolitik Rußlands angewiesen sein. Petersburg, 3. November. Hinsichtlich des Tages des Leichenbegängnisses des Czaren sind bis jetzt feste Bestimmungen noch nicht vorhanden. Der neue Katser trifft bereits nächste Woche hier ein, alsdann dürften erst end- giltige Verfügungen getroffen werden. In eingeweihten Kreisen herrscht vielfach die Ansicht, Pobjedonoszew werde seine dowinirende Stellung bei Hofe aufgeben und nach Moskau übersiedeln müssen. „ r, ir Petersburg, 3. November. In hiesigen Hofkreisen wtrd daS Eintreffen des Deutschen Kaisers zur Beisetzung als wahrscheinlich bezeichnet. Nachdem das Begräbniß am 20. November stattgefunden hat, wird die Vermählung Nikolaus II. am 26. November vollzogen werden, welcher bestimmt Katser Wilhelm beiwohnen wird. Petersburg, 3. November. Wie aus Ltvadia gemeldet wird, wurde gestern den ganzen Tag über in der dortigen Capelle Gottesdienst abgehalten. Anläßlich der Thron- besteigung des Kaisers Nikolaus II. fand ein besonderes ^6 Dsum statt, dem der Czar, die Czarin-Mutter und die übrigen Mitglieder der kaiserlichen Familie bewohnten. — Gestern Abend wüthete in Livadia ein schrecklicher Orkan, der die Wellen des Meeres haushoch emportrieb. Es herrscht winterliche Kälte. Petersburg, 3. November. Finanzmimster Witte hat beschloffen, zur Förderung des russischen Getreide-ExportS in Odeffa, Kiew, Moskau, Orel, Riga, Libau und Warschau Getreidebörsen zu errichten. — Zwischen Peru und England droht ein ernster Conflict auszubrechen und zwar infolge eines gewalt- thätigen Angriffs der peruanischen Insurgenten auf das englische Viceconsulat in Chidayo. Fünf britische Kriegssch ffe gingen nach Callar ab, um auf jeden Fall Genugthuung für diesen Vorgang zu fordern. - Vom ostafiatischeu Kriegsschauplätze wtrd abermals ein bedeutender Waffenerfolg der Japaner gemeldet. Dtt- selben haben nach einer Meldung auS Uokohama die chinesische Seefestung Port Arthur genommen, womit die Japaner einen starken Stützpunkt für ihre weiteren Operationen auf chinesischem Boden gewonnen haben werden. Zwar kommt zur gleichen Zeit eine Nachricht von chinesischer Seite, wonach die Chinesen Kin lien-Cheng wieder erobert und den Japanern hierbei einen Verlust von 3000 Mann beigebracht haben sollen. Das wird aber wohl bloS eine der Üblichen chinesischen „Enten" sein. Gießen, den 2. November 1894. Betr.: Die Fleischbeschauordnung und die Instruction für Fleischbeschauer vom 10. April 1880 (Reg.-Bl. Nr. 11 und 12 von 1880.) Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unserer Versügung vom 12. October d. Js. — Anzeiger Nr. 241 im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 3 Tagen erinnert. v. Gagern. Deutsches Reich. Darmstadt,2. November. Czar Nicolaus II. sandte auf das Beleidstelegramm des hiesigen Oberbürgermeisters seinen tiefgefühltesten Dank. Berlin, 3. November. Die „Nationalztg." widerspricht der gestrigen Meldung, wonach Prinz Heinrich den Kaiser bei der Leichenfeier vertreten werde. Sie meint, der Kaiser werde höchstwahrscheinlich selbst nach Petersburg IC^Cn®erlin, 3. November. DaS Armee- und daS Marineverordnungsblatt veröffentlichen CabinetsordreS, wonach Trauer für den verewigten Czaren anzulegen ist. Berlin, 3. November. Das Wohnhaus Sacharjins wird polizeilich vor dem Moskauer Pöbel geschützt. Berlin, 3. November. Mit begreiflichem Jntereffe wird den ersten wichtigeren Kundgebungen und Acten des „neuesten C urs es" entgegengesehen, man möchte doch überall gern wissen, wie der Regierungswind unter dem Regime Hohenlohe eigentlich wehen wird. Doch liegt in dieser Hinsicht zuvörderst noch nichts Erwähnenswertheres vor- allerdings soll das preußische Staatsministerium in seiner vorige Woche unter Borsitz deS Fürsten Hohenlohe abgehaltenen Sitzung endgiltige Beschlüsse über Gestaltung und Inhalt der zur Bekämpfung der Umsturzbestrebungen bestimmten Reichstagsvorlage gefaßt haben, aber Authentisches ist hierüber noch nicht bekannt. So wird man wohl die vor der Thür stehende Eröffnung der Reichstagssession abzuwarten haben, ehe man über die Richtung des „neuesten Curs" eine erste Aufklärung erfährt. Inzwischen laufen noch mancherlei Glossen und Gerüchte über die jüngste Kanzlercrisis um. U. A. heißt es, der Kaiser habe den vacant gewordenen Reichskanzler- und Ministerpräsidentenposten ursprünglich einer jüngeren politischen Persönlichkeit angeboten, von welcher aber die ehrenvolle Berufung in sehr offenherziger Weise unter Hinweis auf die noch immer ihre Rolle spielende gewaltige Persönlichkeit des Fürsten Ausland. Wien, 3. November. Das Manifest deS Czaren hat in den hiesigen officiellen und finanziellen Kreisen, so- wie in der gesammten Presse lebhafte Befriedigung hervorgerufen. Man betrachtet das Manifest als besonders feierliche Friedenskundgebung. Brüssel, 3. November. Telegramme auS Madrid, Nom, London, Paris besagen, daß das Manifest deS Czaren Nikolaus Garantie für die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens biete. Italienische Blätter bemerken noch, daß der Dreibund unter Nikolaus ebenso wie unter Alexander sein Friedenswerk fortsetzen kann. Paris, 2. November. Kaiser Nikolaus hat an den Präsidenten Casimir Perier folgende Depesche gerichtet: „Ich habe die schmerzliche Pflicht, Ihnen von dem grausamen Verluste Mittheilung zu machen, den ich und Rußland in der Person meines geliebten Vaters, welcher heute verschieden ist, erlitten habe. Ich bin sicher, daß daS gesammte sran- zöfische Volk lebhaften Antheil an unserer nationalen Trauer nimmt" Der Präsident Casimir Perier hat dem Kaiser Nikolaus geantwortet: „Ew. Majestät lassen in der Mit- theilung von dem grausamen Verluste, denjSie erlitten haben, daS französische Volk Theil nehmen an der nationalen Trauer Lehm-Conferenz des Conserenzbezirks Grüuberg. Montag den 12. November, Vormittags 10 Uhr, in Grünberg. Lieder 190, 175, 59. Des Conserenz-Bezirks Gießen. Mittwoch den 14. November, Vormittags 10 Uhr, in Gießen. Lieder 163, 194. Gießen, den 5. November 1894. . Büchner, Schulrath. Amtlicher Theil. Gießen, den 2. November 1894. Betr.: Vertilgung des Frostnachtspanners. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen ew die »rotzh. Bürgermeistereien de» «reise». Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Erledigung unserer Verfügung vom 2. October l. Js. — Anzeiger 232 — im Rückstände sind, werden hieran erinnert. v. Gagern. Gießen, 2. November 1894. Betr.: Den Rundgang der Feldgeschworenen. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung unserer Verfügung vom 2. October l. Jrs. Anzeiger Nr. 232 — im Rückstände sind, werden hieran erinnert. v. Gagern. x Gießener Anzeiger 5$i55rs$ Amera^-Mnzeiger. Neueste Nachrichten. Wolff» telegraphische» Eorrespörrdenz-Burttm. Petersburg, 4. November. Nach einer Meldung aus löivadia werden an der Leiche des verewigten Kaisers täglich zweimal feierliche Seelenmessen gelesen, welchen der Kaiser Nikolaus, die Kaiserin-Wittwe und andere Mitglieder des Kaiserlichen Hauses beiwohnen. Sobald der Sarg aus Petersburg in Livadia eingetroffen ist, wird die Leiche aufgebahrt werden und alsdann Jedermann zu Ehrfurchtsbezeugungen zugänglich sein. Petersburg, 4. November. Der gestern erfolgte Schluß des internationalen Pomologen-Congresses, welcher hier tagte, gab den auswärtigen Congreßmitgliedern Gelegenheit, ihre Sympathie sürg.Rußland zu beweisen. Dieselben wohnten einer für den verewigten Kaiser abgehaltenen Seelenmesse bei. Coostautiuopel, 4. November. Der Sultan sandte auf die Nachricht vom Tode des Kaisers von Pußland sofort den Minister des Auswärtigen, Said Pascha, nach der russischen Botschaft mit dem Auftrage, dem Botschafter sein tiefstes Beileid auszusprechen. Depesche» des Bure« „Herold". Berlin, 4. November. Eine auf heute Vormittag einberufene Anarchistenversammlung, die sich mit dem Frankfurter Parteitag der Socialdemokraten zu beschäftigen gedachte, wurde vor der Eröffnung polizeilich aufgelöst wegen Ueberschrettung der zwischen der Anmeldung und Eröffnung gelegenen Frist. Paris, 4. November. Zur Entsendung der 15,000 Mann nach Madagaskar werden am Dienstag in der Kammer nicht 30, sondern 50 Millionen verlanget werden. Die Debatte wird von der Jury persönlich eröffnet. Man erwartet einstimmige Bewilligung des verlangten Credits. Petersburg, 4. November. Laut Kaiserlichem Manifest hat gestern die Salbung der Prinzessin Alix stattgefunden. Anläßlich der Salbung wurde heute ein feierliches Tedeum in der JsaakSkirche abgehalten, welchem die Notabilitäten, Generalität und Offiziercorps beiwohnten. CoeoU« ttnö KeovLitzKeUes. Gießen, den 5. November 1894. i * * Empfang. Seine Königliche Hoheit der Grotz- herzog empfingen am 3. November u. A. den Oberstlieutenant a. D. Winter aus Gießen, eine Deputation der Kreis- und Land-Gemeinden, bestehend aus dem Provinzialdirector Geheimerath v. Marquard, dem Provinzialdirector Geheimerath Rothe, dem Bürgermeister Steinhäuser von Friedberg, dem Bürgermeister Allmann von Bingen und dem Bürgermeister van Gries von BenSheim. * • WB. Das große Loos der preußischen Klaffeulotterie ist auf Nr. 158086 gefallen. * * Studenten Versammlung. Dem in unserer Nummer vom 1. November abgedruckten Aufrufe des Gießener D. C. — Einladung der Gießener Studentenschaft zu einer auf den 2. November festgesetzten Studentenversammlung im Cafe Leib zwecks Beschlußfassung über den Antrag der Bonner Commilitonen, dem Fürsten Bismarck zu deffen achtzigsten? Geburtstage eine Ehrengabe der gesammten akademischen Jugend zu überreichen — hatten fast sämmtliche Corporationen und Vereine der Universität Folge geleistet. Nicht erschienen waren die katholische Studentenverbindung Haffo-Rhenania und die Corps. Nachdem eine Anfrage des v. C. „ob sich die Versammlung zur Beschlußfassung im Namen der Gießener Studentenschaft für competent erachte" bejaht war, entwickelte sich eine kurze Debatte über die auf der Tagesordnung stehenden Anträge, deren Resultat war, daß sich die Versammlung prinzipiell mit der Bonner Idee vollkommen einverstanden erklärte und zwecks Regelung der weiter zu treffenden Maßnahmen einen Ausschuß wählte. . Der Vertreter 6e8‘V. d. St. (Vereins deutscher Studenten) sprach zum Schluffe der Versammlung dem D. C. für dessen Mühewaltung bei Anregung der Sache den Dank der Versammlung aus. ** Eislauf. Dor Beginn des Winters mit seinem fröhlichen Schlittschuhlaufen auf unserer Eisbahn dürsten die folgenden Angaben über Beginn, Ende und Dauer des Eislaufs in den letzten 7 Jahren von allgemeinem Interesse sein und unserem thätigen Eisverein neue Freunde und Mitglieder zuführen: Winter 1887/88 (18. Novbr. bis 27. Febr.): 27 Eistage, „ 1888/89 (10. „ , 4. März): 49 „ „ 1889/90 ( 3. Dec. „ 2. März): 55 „ „ 1890/91 (28. Novbr. „ 21. Jan.): 45 „ „ 1891/92 (20. Dec. „ 21. Febr.: 24 „ „ 1892/93 (27. Novbr. „ 7. Febr.: 38 „ „ 1893/94 ( 9. Dec. „ 23. Febr.: 23 „ * * Freisinniger Verein. Die auf Dienstag Abend anberaumte außerordentliche Generalversammlung, in welcher die Herren Dr. Gutfleisch und Rechtsanwalt Grünewald weiteren ausführlichen Bericht über den Eisenacher Parteitag erstatten wollten, kann wegen unvorhergesehener Hinderniffe erst am Dienstag den 20. lf. Mts. stattfinden. * * Wiener Concert. Die gestern im „Gießener Fest- faale" (Cafe Leib) unter Leitung des Herrn Gothov Grünecke abgehaltenen „zwei lustigen Wiener Concert e" fanden vor fast ausverkauftem Hause statt. Das äußerst gewandte und fesche Auftreten der Damen, sowie ihre graziösen Bewegungen im Verein mit den gut geübten und mit Präzision zu Gehör gebrachten Liedern trugen wesentlich zu dem in jeder Beziehung durchschlagenden Erfolge bei. * * Gesangverein Harmonie. Vergangenen Samstag feierte der Gesangverein Harmonie im Saale des Cafe Leib sein 48jährigeS Stiftungsfest. Ein schön ausgeführtes ' , Programm, bestehend in den Gesangsvorträgen des Vereins und einem von den Mitgliedern aufgeführten Theaterstück, wurde mit großem Beifall ausgenommen. Der sich hieran anschließende Ball hielt Mitglieder und Gäste noch bis zu frühester Stunde beisammen. **. Dem Staatsexamen für Kreisveteriuarärzle, welches am Donnerstag voriger Woche in Darmstadt stattfand, unter» zog sich diesmal nur ein einziger Examinand, nämlich Herr Veterinärarzt Menger aus Guntersblum. Am gleichzeitig stattfindenden Examen für Kreisärzte betheiligten sich dagegen 6 practische Mediziner. ** Zur Erbauung von Nebenbahnen im Großherzogthum Hesieu wurden bereits 26 450 000, Mk. bewilligt. Nun verlangt die Großh. Regierung zur Ergänzung bezw. theilweisen Abänderung des Gesetzes vom 15. November 1890, die Herstellung von Nebenbahnen betr., von den Landständen weitere 5 050000 Mk., so daß insgesammt 31500000 Mk. zur Erbauung von .Nebenbahnen vorgesehen sind. In der Provinz Oberhessen sollen folgende Nebenbahnen zur Ausführung gelangen: von Nieder-Gemünden bis Nieder - Osleioen bezw. bis zur Laudesgrenze bei Nieder - Ofleiden (900 000 Mk.), von Laubach nach Station Mücke (1 325000 Mk.), von Lauterbach nach Grebenhain-Crainfeld (2100000 Mk.), von Grebenhain - Crainfeld nach Gedern (1208000 Mk.), von Friedberg über Beienheim nach Hungen (2 400000 Mk.), von Beienheim über Salzhaufen nach Nidda (1 700 000 Mk.). * * Schuldienst-Nachrichten. Am 9. October wurde dem Schulamtsaspiranten Franz Heil aus Mainz die zweite Lehrerstelle an der Geuicindeschule zu Oppershofen, Kreis Friedberg, — am 16. October wurde dem Schulamts-? aspiranten Georg Hubertus aus Horchheim, Kr. Worms, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst übertragen- — am 17. October wurde der von dem katholischen Pfarrer und dem Ortsoorstand zu Oppershofen, Kr. Friedberg, auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst prüfen- tirte Schullehrer Johannes Kempf zu Nieder-Mörlen für diese Stelle, — an demselben Tgge wurde der von dem Herrn Fürsten zu Isenburg Birftein auf eine Lehrerftelle an der Volksschule zu Offenbach präsentirte Schulamtsaspirant Friedrich Schläger aus Wendelsheim für diese Stelle bestätigt, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Ludwig Kömpf zu Heblos eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lauterbach übertragen. ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Commis Hermann Fellenberg aus Elberfeld, zuletzt in Mainz, wegen Unterschlagung- Ladnerin Maria Johanna Brixner aus Dünkelsbühl, zuletzt in Worms, wegen Unterschlagung- Taglöhner Gg. W. Karl Schmidt aus Biedenkopf, zuletzt in Mainz, wegen Unterschlagung- die drei Genannten von der Staatsanwaltschaft zu Mainz- Taglöhner Konrad Böcher aus Rudingshain von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit - Maurer Konrad Busch III. aus Groß-Karben von derselben Behörde wegen des gleichen Delictes: Sackträger Julius Fernkorn aus Offenbach a. M. vom Amtsanwalt in Friedberg wegen Unterschlagung- Arbeiter August Handrich aus Heinrichfeld vom Polizeiamt Gießen wegen Unterschlagung - Maschinenführer Peter M oh rhar dt aus Stockstadt a. Rh. vom Amtsgericht Offenbach wegen Strafvollzugs- die Dirne Johanna Schwab aus Mühlheim vom Arbeitshause in Dieburg- Maurer Georg Ludwig Weber aus Frankfurt a. M. vom Polizeiamt Darmstadt und Polizeipräsidium Frankfurt a. M. wegen Diebstahles. Friedberg, 2. November. Auf Einladung des Großh. Bürgermeisters Steinhäuser waren gestern Abend die Kaufleute und Großindustriellen der hiesigen Stadt zu einer Besprechung wegen Errichtung einer Handelskammer am hiesigen Platze auf dem hiesigen Rathhause versammelt. Herr Steinhäuser, der die Versammlung leitete, führte in der ihm eigenen practischen Weise aus, wie der blühende Handel und die leistungsfähige Industrie der Stadt bloß durch eine Vertretung der Interessenten aus eigenem Kreise die gewünschte Anregung und Förderung finden könne, wobei er auch auf die gesetzlichen Erfordernisse zu sprechen kam. Herr Kaufmann Fertsch führte diesen Gedanken durch Bekanntgabe von Material aus den Geschäftsberichten verschiedener hessischer Handelskammern weiter aus. Dabei wurden die Verdienste der Handelskammer zu Gießen, die die ganze Provinz Oberhessen vertritt, besonders auch von Friedberg, in vollem Umfange anerkannt und gewürdigt. Man sprach zugleich die Hoffnung aus, daß die Großherzogl. Regierung, gleichwie in Bingen, das Project durch eine Jahressubvention von 1000 Mark unterstützen werde. Unsere Kreishauptstadt, die Metropole und zugleich der geschäftliche Mittelpunkt der reichen Wetterau und der Sitz einer blühenden Industrie (Biere, Lacke, Zucker, Bettstellen, Photo- graphienpapiere u. s. w.) wäre in der That zum Sitze einer ihre geschäftlichen Interessen aus eigener Anschauung vertretenden Handelskammer ganz besonders geeignet. Der Schlußantrag, bei der Großherzogl. Regierung um Errichtung einer Handelskammer in Friedberg für den gleichnamigen Kreis vorstellig zu werden, fand die ungetheilte Zustimmung der zahlreichen Versammlung. Zum Schluffe wurde auch noch eine Eingabe an die Kaiserliche Oberpost- direction in Darmstadt um Anschluß an die links - mainifche Telephonverbindung für Friedberg beschlossen und sollen die Städte Butzbach und Bad-Nauheim um Anschluß ersucht werden. Mehrere Firmen und Behörden meldeten sich sofort als Abonnenten. Darmst. Ztg. W. Au8 der Wetterau, 1. November. Unsere Wetterauer Kleinbauern suchen und wissen den ungünstigen Getreide- conjuncruren die beste Seite dadurch abzugewinnen, daß sie die weniger guten Getreidesortimente nicht bloß zur Schweinemast benutzen (was ja anderwärts auch geschieht), sie verlegen sich auch mit Eifer auf die Geflügelmast. Bekanntlich gibt Deutschland noch viele Millionen für Geflügel, vorzugsweise an Frankreich und Italien ab. Hier kann der , kleine Landwirlh etwas daöon profitiren und der Gesammtheld- nutzen. Einsender kennt tu seinem Wohnorte eine Parthie kleine Landwtrthe, welche nicht bloß eine größere Anzahl Gänse onÖ ?nten ? gezüchtet haben, sie kauften diefer Tage noch 2U' mehr Gänse und Enten dazu und mästen diese nun mit ihren unverkäuflichen Körnerfrüchten. Eine derartige Mast gibt bessere Braten, als wenn die Gänse künstlich gestopft würden, und fette Gänse sind immer gesucht. qi/ nT Darmstadt, 3. November. Gestern Morgen um 8/2 Uhr fand in dem Gebäude der Landesbaugewerkschule in Anwesenheit sämmtOcher Schüler die Eröffnung des 19. Jahrescurses dieser Schule durch den Director Pros. Müller statt. Hierzu hatte sich der Präsident der Großh. Centralstelle für die Gewerbe, Reg.-Rath Dr. Hesse, Bau- ratt) Wies sei, Secretär Reuter, Landtagsabgeordneter Dr. Schröder, sowie die Lehrer der Anstalt eingefunden. Director Prof. Müller gedachte in einer trefflichen Eröffnungsrede zunächst der Verdienste des verst. früheren Präsi- denten der Centralstelle, Herrn Geh.-Rath Fink, indem er dessen Pflichttreue und Schaffensfreudigkeit den Schülern als leuchtendes Beispiel vor Augen führte. Jederzeit gezieme eS sich, dieses hoch verdienten Mannes mit warmem Dank zu gedenken, dem jeder hohle Schein ein Greuel gewesen sei und dem Nichts höher gestanden Hobe, als das Ziel, rechtschaffene und tüchtige Handwerker zu erziehen. Zum Schluß seiner Rede ermahnte er die Schüler zu Fleiß und Anstand innerhalb und außerhalb der Schule, gab denselben aber auch bekannt, daß Jeder, der gegen diese Gesetze verstoße, unnach- sichtlich aus der Schule entfernt werde. — Das Lehrerpersonal ist auch in diesem Jahr dasselbe geblieben. Als neue Lehrer sind in den Lehrkörper eingetreten. Herr Architect W e b e r und Architect Silber sowie Herr Lehrer S ch as f n i t. Zum Neueintritt tu die Schule hatten sich 212 Schüler angemeldet, von welchen jedoch nur 192 wegen Raummangel Berücksichtigung finden konnten. Außerdem waren noch nach dem Meldetermin 32 Anfragen eingelaufen, welche keine Berücksichtigung finden konnten. Von den Schülern sind 159 aus Starkenburg, davon 60 aus Darmstadt, aus Rheinhessen 12, Oberhessen 13, Baden 1, Bayern 1, Preußen 6. Hierauf wurde mit dem Unterricht sofort begonnen. Seligenstadt, 2. November. Dem Viehhändler und Metzger Abraham Bacharach IV. hier entsprang, wie s. Zt. berichtet, am 22. October er. aus der Hofraithe eine werthvolle Mastkuh. Das rasende Thier inte seitdem in verschiedenen Waldungen unserer Gegend umher- erst heute Vormittag gelang es Herrn Förster Kunkel zu Froschhausen, die entflohene Kuh, die vielfach Menschen gefährdete, im dortigen Walde zu erschießen. Lampertheim, 1. November. Eine verhängnißvolle Störung erlitt heute Morgen die Hochzeitsfahrt eines jungen Brautpaares aus Hüttenfeld, das behufs Eheschließung in Begleitung zweier Trauzeugen hierher fuhr. Ein 17jähriger Bursche von hier, der dem ihm bekannten Paare „zur Hochzeit schießen" wollte, führte seinen mit scharfen Patronen geladenen Revolver derart ungeschickt, daß die Kugel einen der Zeugen, den Feldschützen Ehret von Hüttenfeld, in die Brust traf. Dem Vernehmen nach soll die Lunge verletzt und der Zustand des E., der bei hiesigen Verwandten Unterkunft fand, bedenklich sein. • Darmst. Ztg. Alzey, 1. November. Dieser Tage wurde hier ein Diebstahl vollführt, wie er in unserer Stadt noch nicht vorgekommen ist, indem von dem am hiesigen Stadthause ausgehängten Publicationsbrett die sämmtlichen daselbst angeschlagenen „Aufgebote" fortgenommen wurden und mußten dieselben, damit die heirathslustigen Paare in den Hafen der Ehe einlaufen können, neu angefertigt werden. Vermischtes. * Herbora, Bez. Wiesbaden, 4. November. Gebildeten Damen in der Krankenpflege einen für das Ganze werthvollen, sie persönlich befriedigenden und ihren Unterhalt sichernden Beruf zu gewähren, dieses Programm des „Ev. Diaconievereins" hat die lebhafteste Sympathie der gebildeten Frauenwelt, sowie größerer Krankenanstalten gefunden. Nach halbjährigem Bestehen hat der Verein bereits mehr als 30 Damen zur Ausbildung in der Krankenpflege in seinem „Diaconie-Seminar", einem Organismus von gegenwärtig fünf, in vier Norddeutschen Städten bestehenden Anstalten, die theils in her allgemeinen Krankenpflege unterrichten, theils eine Specialausbildung (psychische Kranken-,Frauenkranken', Wochenpflege) gewähren. Die Curse find größtentheils unentgeltlich - die durch dieselben gebotene Ausbildung schließt keinerlei Verpflichtung in sich, während denjenigen vom Verein ausgebildeten Pflegerinnen, die die Krankenpflege zum Beruf machen, aber nicht in eines der bestehenden Mutterhäuser eintreten wollen, ein genossenschaftlicher, ihre Tüchtigerhaltung und materielle Sicherstellung gewährleistender Verband geboten wird. Der Vorstand des Ev. Diaconievereins in Herborn (Bez. Wiesbaden) giebt gegen Erstattung des Portos gern Auskunft. Zur „Diaconie an der Frauenwelt" hat der Verein in Kassel im October ein Töchterheim ins Leben gerufen. Geleitet nach dem Grundsätze „Mädchen müssen so erzogen werden, daß sie tüchtige Hausfrauen und Mütter sein können, aber auch zu selbständigem Erwerbsleben befähigt sind" will die den Vereinsmitgliedern zum Selbstkostenpreis dargebotene Anstalt ihre Zöglinge zu sittlicher und wirthschaftlicher Selbstständigkeit erziehen, indem sie die erziehlichen Vortheile von Familie, Pensionat und Haushaltungs- und wiffenschastlicher Schule zu verbinden sucht. * Wiesbaden, 3. November. In der verflossenen Nacht wurde hier ein großer Uhrendieb st ahl verübt. DaS Schaufenster einer an der Kirchgasse gelegenen Uhrenhandlung wurde erbrochen und vollständig außgerüumt. Der Werth der gestohlenen Uhren soll 5000 Mk. übersteigen. * Berlin, 30. October. Eine Prob ebeleuchtung des Reichstagsgebäudes durch electrif che s Licht der al» als von von seinen Bewohnern verlassen und wahrscheinlich während nächsten Schießübungen kriegsmäßig beschossen werden. ♦ Da» Jahreseinkommen des Fürsten Hohenlohe in Petersburg nicht nur regelmäßig besuchte, sondern auch immer durch den Ankauf theurer Bilder unterstützte. Für Literatur hatte der Czar eine gewisse Vorliebe, wenigstens pflegte er viel Romane zu lesen, russische und andere. Die Wissenschaft ließ den Kaiser ziemlich kalt, mit Ausnahme der russischen Geschichte, in die er sich gern und fleißig vertiefte." «rechliche Anzeigen -er evang. Gemeinde. Donnerstag den 8. November, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der neuen Stadtknabenschule Bibelfiunde. (DaS Gleichniß vom verlorenen Schaf und verlorenen Groschen, Luc. 15, 1—10.) Pfarrverwalter Dr. Grein- sand gestern Nachmittag statt. Die Zuführung de- Stromes geschieht durch neun Kabel, die sich gleichmäßig nach dem Süden, Osten und Norden vertheilen. Drei Kabel führen jedesmal zu einem Hauptvertheilungs-Schalterselde, von dem dann Abzweigungen nach den einzelnen Stockwerken gthen. Die für die Lampen nothwendigen Drahtleitungen find 40000 m lang- dazu kommen 6000 m aSphaltirte Kabel. In dem Gebäude befinden sich 62 Bogenlampen, von denen 16 mit einer Leuchtkraft von 15 000 Kerzen auf den großen Sitzungssaal entfallen. Außerdim umfaßt die Beleuchtung 5000 Glühlichte. Der zuaeleitete Strom hat eine Stärke von 3600 AmpöreS oder eine Gesammlstärke von 360 Pferde« krästen- davon werden 300 Pferdekräste für die Beleuchtung, 60 für 14 Ventilatoren gebraucht. Wird der ganze Strom in Anspruch genommen, so entstehen dadurch etwa 200 Mk. Kosten für die Stunde. Da- ganze HauS kann durch drei Schläge auf einmal erhellt werden. Am Montag waren nur 16 Bogenlampen und 4000 Glühlichte in Thätigkeit- die übrigen Beleuchtungskörper werden bis zum 8. k. Mts. auf« gestellt werden. • Gottbug, 31. October. In der hiesigen katholischen Kirche gerieth in dem Augenblick, als der Geistliche eine Trauung vornahpr, der Schleier der Braut, die eine brennende Kerze in der Hand hielt, in Brand. Die Braut war bald in Flammen gehüllt. Der Geistliche und die anwesenden Trauzeugen leisteten zwar rasch Hülfe, doch trug die Braut lebensgefährliche Brandwunden davon und wurde bewußtlos aus der Kirche geschafft. * Aus dem Königreich Sachsen, 2. November. Der sächsische Artillerieschießplatz bei Zeithain wird auf das Doppelte vergrößert und eine Gesammtlänge von 8000 Meter erhalten. Das Dorf Gohrisch wird am 1. April n. I. nicht schmerzen bei seinem großen Vermögen, welches noch vor Kurzem durch eine große Erbschaft seiner Gattin in Rußland eine Vermehrung erfahren. * Die Lebensweise des Kaisers Alerauber III. Neben den reinpolitischen Erörterungen über den Tod des Kaisers von Rußland gehen auch solche her, die sich dem Character und dem Privatleben deS verstorbenen Czaren zuwenden und zahlreiche intime Züge von ihm zu erzählen- wissen. So dürfte ein längerer Aufsatz von Interesse sein, der sich in der „Straßb. Post" mit der Ueberschrist findet: „Persönliches über Ezar Alexander III." Folgendes sei daraus hervorgehoben: . Der Czar gehört zu den vielbeschästigsten Leuten, die es gibt. Gerade weil er Selbstherrscher ist, hatte er sich um alle möglichen kleinen und großen Dinge zu kümmern, die in einem andern Lande gar nicht in den Bereich des Kaisers, sondern in den Wirkungskreis der verschiedenen Ministerien und sonstigen Behörden fallen. Der Czar hat jeden Tag ganze Berge von kaiserlichen Ukasen, Erlassen und Befehlen zu lesen, zu prüfen und zu zeichnen, und die Zahl der Briefe und Bittschriften, die an ihn gelangen, ist größer als in irgend einem anderen Lande. Daneben laufen Dorträge der geistlichen, bürgerlichen, militärischen und städtischen Behörden ein. Alles das erledigte der Czar stets mit der größten Regelmäßigkeit und Gewiffenhaftigkeit. Er bediente sich dabei nicht einmal eines SecretärS, sondern schrieb alle seine Bemerkungen und Anregungen mit eigener Hand nieder. Der Versuch, einem vertrauten Beamten zu dietiren, scheiterte, weil der Kaiser sich unbehaglich fühlte, noch einen anderen Menschen im Zimmer zu wiffen, wenn er ruhig arbeiten wollte. Um 1 Uhr wurde im Familienkreise daS Frühstück eingenommen, das regelmäßig aus drei Gängen bestand. Vorher wurde stets Suppe gereicht, die der Czar liebte und wovon er gewöhnlich mehrere Teller aß, obgleich die Aerzte ihm bei seiner Neigung zur Fettleibigkeit von dem Genüsse der Suppe abgerathen. Der Kaiser vermochte eS nicht über sich zu bringen, der Suppe zu entsagen, wie er auch nicht stark genug war, den Rath deS Arztes zu befolgen, bei dem Essen nicht zu trinken. Er war nicht daS, was der Franzose einen „Gourmet" nennt, sondern er war einfach ein starker Effer, der in gewiffem Sinne mehr auf Quantität als auf Qualität sah und russischen National- spetsen, wie Kohlsuppe usw., wie sie auch der russische Kleinbürger ißt, vor den rafsinirten Gerichten der feinsten Kochkunst bei Weitem den Vorzug gab. Beim Effen trank er gewöhnlich eine Flasche Champagner. Nach dem Frühstück machte der Czar entweder einen Spaziergang im Garten oder eine Ausfahrt- dann arbeitete er und nahm Audienzen und Vorträge entgegen bis um 8 Uhr Abends. Um diese Stunde wurde gespeist, gewöhnlich wieder im engeren Familienkreise. Während alle anderen Mitglieder der kaiserlichen Familie, auch die Damen, immer zum Diner in Abendtoilette erschienen, liebte es der Kaiser sehr, nach Beendigung der Audienzen die Uniform auszuziehen und sich in die einfache russische Blouse zu hüllen, die ein Ledergürtel umschloß. In diesem Anzug erschien er auch sehr häufig nach dem Effen noch in den Gemächern der Kaiserin, die um diese Zeit regelmäßig einen großen Empfang abzuhalten pflegte, während deffrn Thee genommen wurde. Spätestens um 10 Uhr pflegte der Czar sich zurückzuziehen. So war das Leben in Gatschina- in der Stadt pflegte der Czar um 2 Uhr zu Mittag zu essen und Abends gegen 7 Uhr ein kaltes Souper einzunehmen - hernach fuhr er dann gewöhnlich in das Theater. Das war die einzige Art, den Abend außer dem Haufe zuzubringen, der er Geschmack abzugewinnen vermochte. Der Oper gab er den Vorzug vor dem Schauspiele, wie er überhaupt die Musik liebte und zuweilen ausgezeichnete Künstler in den Palast einlud, um sich Quartette Vorspielen zu laffen. Für Malerei vermochte er sich nicht besonders zu erwärmen, obgleich er die alle Jahre stattfindenden Gemälde-Ausstellungen Reichskanzler beläuft sich auf 54000 Mark, während er Statthalter für Elsaß-Lothringen ein Jahreseinkommen 170000 Mark bezog. Indessen karrst ihn der Einnahmeverlust Briefkasten. Paris. Rue du TrSsor. Besten Dank für den Brief. Leider schon überholt durch andere Meldungen. Gruß. Red. Seidenstoffe» direkt aus der Fabrik von VOfi Elten & KßUSSfln, Crefßld, in jedem Maatz zu beziehen. Schwarze, farbige u. weiße Seidenstoffe. Sammtc, Plüsche und Beweis. Man verlange Muster mit Angabe deS Gewünschten. Vekamrtmachrmg. Aufschrift der Postsendungen. Äer Sicherung schneller Beförderung und vestelluaZ der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmung»- ort so genau bezeichnet fein, bafijeber Ungewißheit oorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift bte Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stet» an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe deS Bestimmungsortes, erfolge. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung deS Empfängers, der Postbezirk (0., Kn NO. ec.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung „Berlin"' zu vermerken. 3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr als maßgebend anzufehen find, ergibt fich au» dem „Verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautmber Post- orte*, baS zum Preise von 10 Pf. burch Vermittlung jeder RetchS-Postanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Retchs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al» allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es fich, die Lage deS Orts in der Aufschrift der Sendung noch de» Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten be» politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem ber Bestimmungsort belegen ist, ober auch bte Angabe von größeren Flüssen ((Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) «-L ober von Gebirgen ((Harz), (Riesenaebirge) k.J Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), «ic.1 für den Zweck geeignet tfenoungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffend« Land bez. der LandestheU auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird »ur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunst ber Sendungen an den Empfänger wesenUich beitragen, und eS liegt daher tm eigenen Jntereffe ber Absorber, die Aufschriften ber Salbungen hiernach genau aniufertigen. Verkehr, Lantz, «nd volksrnirthschaft. s. Hürtgen- 2.November Der biesjährige Allerbeiligenmarkt war begünstigt durch schönes Wetter. Auf bem Viehmarkte waren angetrieben eine große Anzahl Ferkel und Läufer unb würbe bei lebhaftem Hanbel fast alles vei kauft. Die Preise stellten sich für Ferkeln auf 25-40 JL, je nach Alter unb Qualität, für Läufer ent; sprechen!» höher. Auch ber Krämermarkt war gut besucht unb wurden belangreiche Einkäufe, namentlich in Winterartikeln, gemacht. Der Allerheiligenmarkt ist immer einer ber verkehrsreichsten hiestgen Jahrmärkte. Gründer«, 3. -November. Fruchtpreise. Weizens 11,50, Korn X 11,30, Gerste X 10,06. Hafer .*10,46, Erbsen JL 9,00, Linsen 00,00, Wicken vM 00,00, Lein JC 00,00, Kartoffeln JL 0.00, Samen 18,00. - Webet bielneue Kutlerpstauze »LalhyruS-. In Bezug auf diese wegen ihres hooen FutlerwertheS und reichen Ettrages sonst sehr zu empfehlende Pflanze müssen die Lanbwirthe, um keine Mißgriffe zu begehen, darauf aufmerkiam gemacht werden, daß schwerer Boden, Lehm, undurchlassender Boden mit Unterwasser absolut für den Anbau dieser Pflanze nicht zu empfehlen ist, denn derartige Versuche mißglücken unb führen bazu, baß ber Sache mehr geschaht als genützt wirb. Die Pflanze bebarf zum S-beihlichen Wachsthum unbebingt Luft unb Licht unb einen durchlassenben «oben ohne Grunbwafser, bamtt bie Wurzeln einbringen können. Der beste Boben für den Anbau der „Lathyruspflanze" ist alsoSandboben, Geröll, Mergel, steile Abhänge, Kalk-, Basalt- und Granitgerollboden, bie bisher nicht auszunutzen waren. Daß bie Pflanze auf derartigen letztgenannten Bobenarten in Sachsen unb in allen Lanbern vorzüglich gebeiht, bestätigen Berichte hauptsächlich auch aus Sachsen vom Jahre 1893 und 1894 unb zwar aus: Mittweida-Markersbach, Laußnitz bei Königsbrück, Herschdorf, Orlamünde o. S., Wabendorf, Berthelsdorf, Lauter, Zwickau, Wettersdorf. Alle weiter gewünschten Aufschlüsse giebt gerne die landwirtbschafUiche Gesellschaft „Lathyrus" München. ( Betreibe» ttnb Mehlpreise. Gegenüber den sehr billigen Getreidepreisen, welche fett dem November 1891 ^nen ununterbrochenen Rückgang erfahren Haben, ist es, lehrreich festzustellen, wie sich dieser Thatsache gegenüber die Mehlpreise verhalten haben. Es ist nun an ber Hanb ber statistischen Untersuchungen nachweisbar, daß mit bem Sinken ber Getreibepreise fich auch ein entsprechenber Rückgang der Mehlpreise im Kleinhandel vollzogen hat. Im Ganzen hat sich von dem höchsten bis zum niedrigsten Stande folgende Preisbewegung herausgestellt. Der Preisrückgang für 1 Kilogramm vom November 1891 bis September 1894 betrug bei Weizen 10,6 Pf., bei Weizenmehl 15 Pf., bet Roggen 12,5, bei Roggenmehl 17 Pf. Der Preisrückgang »st hiernach am stärksten bei Roggen gewesen, titeratar unb Annst. -Jll«st-irte Weltgeschichte für da« Volk von I. G.Dogt, Verlag von E. Wiest. Leipzig. In wöchentlichen Lieferungen L lOPfg. zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Colporteure. Lief. 50—5V. — Die uns vorliegenden Hefte behandeln die römische Geschichte in überaus klarer und fesselnder Darstellung, wobei die wirthschaftlichen Triebfedern in überzeugender Weise zur Würdigung gelangen, ein Hauptvorzug dieses Geschichtswerkes überhaupt. Die gewaltigen Kämpfe zwischen Rom und Karthago haben ihren rein wirthschaftlichen Untergrund in den Hanbelsinteresfen unb der Heber macht der beiden Völker an d,n Küsten deS miltelländischen Meeres. Die Karthager zogen ihren ganzen Reichthum, ihre ganze Macht auS dem Handel in diesen Gebieten unb eS war in Spanien, wo biete Handelsinteressen von bcn Römern zum ersten Male gefährbet würben. So lange bie panischen Feldherrn glücklich waren, schürten bie karthagischen Krämerseelen den Krieg nach Kräften, als aber die Lage Hannidals in Italien mißlich wurde und diele Krämerseelen Opfer an Geld unb Gut bringen sollten, Idjeuten Jte vor den letzteren zurück und ließen ihren größten Helden elendiglich im Stiche. Sie hatten es mit ihrem Untergänge zu büßen Wenn ber Verfasser solchergestalt auch fortwährend die wirthschaftlichen Triebfedern betont, so ist er doch nicht einseitig genug, sie al8 bte einzigen maßgebenden F^cloren im geschichtlichen Geschehen aufzufassen. Persönlicher Ehrgeiz, Vaterlandsliebe, religöse Begeisterung u. f. w. sind Triebfedern, bie nicht weniger ihre Berücksichtigung fordern. Wenn auf karthagischer wie römischer Seite unzweifelhaft die materiellen Interessen den ersten Impuls zum Kriege gaben, so wird man auf ber anberen Seite ebenso unzweifelhaft zugeben müssen, baß z. B. Hannidal eine rein ideale Gestalt ist, die mit den Handelsinteressen der karthagischen Krämerseelen nichts gemein hatte. Seinen Handlungen schieben wir nur glühende Vaterlandsliebe und unauslöschlichen Römerhatz unter. Wir empfehlen unseren Lesnn bas an geschichtspbilosophischen Gefichtspunkten so überaus reiche Werk aufs Angelegentlichste, es bietet eine Fülle neuer Anregungen unb ist ohne Zweifel bazu bestimmt, eine ber hervorragenbsten Stellungen unter ben mobernen Gefchichtswerken einzunehmen. - .Deutscher Soldatenhort", iHuftrirtc Zeitschrift für baS beutsche Heer unb die Marine. Herausgeber: General-Lieutenant z. D- H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl S i e g i s m u n b. Berlin W., Mauerstratze 68. VI. Jahrgang Heft 3 erschien soeben. — De» «indes Sprache und Sprachfehler. Gesunbheits- lehre ber Sprache für Estern, Erzieher und Aerzre von Dr. H. Gutz- mann, Specialarzt für Sprachstörungen. Preis 3 Mk., in Originals ßeinenbanb 4 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. D e unglückliche Rolle, die der Stotterer in ber Regel im gesellschaftlichen Verkehr spielt, ist Jedem bekannt. Das Verdienst, dieses bisher recht stiefmütterlich behandelte Gebiet in zielbewußter Weise ausgeschlossen zu haben, gebührt in erster Linie bem Verfasser bes vor- liegenbcn Buches. Er hat sich seit Jahren nicht nur theoretische fonbern vor allen Dingen auch praktisch mit ber Beseitigung ber Sprachfehler beschäftigt unb viel erreicht. — Kaiserlieder und andere vaterländische Gedichte von Karl Ludwig!, kl. 8°, XIV und 170 ©eiten, elegant und vornehm geheftet, Preis 1.50 Mk., IGaisbach bei Oberkirch (Baden), Selbstverlag des Verfassers. Diese Gedichtsammlung vereinigt patriotische Wärme mit geschichtlichem Gehalt und Kraft der Sprache mit poetischem Schwung unb wird darum unzweifelhaft in jed.m vaterländisch gesinnten Hause mit Freuden begrüßt werden. Wir wünschen derselben eine recht große Verbreitung, namentlich durfte bie Sammlung für Schüler-unb VolkSbtbliotheken, Militärvereine rc. sehr geeignet fein. __________ Bei der Redaction eingegangene Bücher re.: — Die Berliner Revue. Deutsche Monatsschrift für öffentliches Leben. Heransaegeben von Emil Dominik. PreiS eines Heftes 1 Mk., vierteljährlich 3 Mk. Verlag von Thormann & Goetfch, Berlin SW. Die Berliner Revue roenbet sich an bie geistig Hoch- fiebenben in unserem Vaterlande, an bie Männer, bie im öffentlichen Leben mttthun, an Alle, welche sich nach ben Pflichten des Berufs auf bem Gesarnmtgebiete ber beutschen Culturbestrebungen orientiren wollen. ___ Ball-Seidenstoffe v. 60 Pfg. bis 18.65 p. 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D e Statistik ermittelt auf ben gleichen Grunblagen für Getreide die Preise des Großhandels, für Mehl die Preise deS Kleinhandels. Diese Statistik e, giebt demnach auch, daß die Preisbewegung, die im Getreide-Großhandel eingetreten, im Mehl Kleinhandel voll zur Wirkung gelangt ist, daß ber starke Rückgang ber Getreidepreise auch dem Eonsumenten in entsprechender Ermäßigung der Meyi- preise zu Gute gekommen ist. — Sega« de« Rothlaus der Schweine. Mit der Pasteur'schen Schutzimpfung gegen Schweine-Rothlauf hat Der scretfl- tbierant W. Jacobi in Obornik in den letzten fünf Jahren günstige Ergebnisse erzielt. Er impfte im Ganzen 1036Schweine und betrug der Jmpfverlust nur 1,4 pCt. Daran ändert auch bte thatsache nichts, baß an ben geimpften Schweinen zuweilen einB unter hundert Stück an Jmpfrothlauf stirbt, und baß nur selten ein Schwein m ber Mast nach ber Impfung zurückbleibt. Der Impf schütz soll minbestens mehrere Monate wirken, also gewöhnlich so lange, di» bie Mastzeit vorbei ist unb bie Schweine geschlachtet werden können. Universität» - Nachrichten. Bonn, 2. November. Heute Mittag wurden die beiden Prinzen Friedrich Heinrich unb'Joachim Albrecht an der Unioersi Lt feierlich immatricultrt. Der Gouverneur der Prinzen, der Rector der Universität unb ber Senat waren zugegen. Der Rector übergab nach der üblichen Ansprache den Prinzen den akademischen Bürgerbrief. Das Universttätsgebäude war aus Anlaß dieser Feier beflaggt. Lpielplau -er vereinigten frankfurter Lta-ttheater Opernhaus. v Dienstag den 6. November Fidelio. Mittwoch ben 7. November: Der Obersteiger. Donnerstag ben 8. November: Die Meistersinger. Freitagben 9.November: Wallenstein« Lager. Piccolomini. Samstag ben 10. November: Die Walküre. Sonntag den 11. November, Nachmittags 31/» Uhr: Obersteiger. Abenbs 7 Uhr: Tell (Oper). Montag ben 12. November: Wallensteins Tob. «chauspielhauS. Dienstag den 6. November: Heimath. Mittwoch ben 7. November: Schmetterlingsschlacht. Donnerstag ben 8. November: Schmetterlingsschlacht. Freitag ben 9. November geschloffen. Samstag ben 10. November: Braut von Messina. Sonntag ben 11. November, Nachmittags 37, Uhr: < Mabame SanS-GSne. Abenbs 7 Uhr: Schmetterlingsjagb. Montag ben 12. November: Boccaccio. in allen Ausgaben zu haben bei 9090 Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) Giessener jConcertver ein Deutsches Reichspatent 57792 ERSTES COHCERT getrieben durch 8 Electromotoren, fteht dem geehrten Publikum von heute ab zur gefälligen Be- Nutzung. Abends feenhafte elektrische Beleuchtung. [9076] Der Besitzer. ▲__(|io|3/jverTnsjthrT * 94^4^4^^4444^444444^4^4^* Sonntag,^den}! Lj No vember, gAbendsg5 Uhr — - ▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼ W irnJSaaleJdes^Gesellschaftsverems versteigere ich in ^meiner '«Weffentlilhe EeioerKslhafts-UerslimmlNg!äer Königl.Jsächs.JKammersängerin Frau MarleJWittichJaus^Dresden. im Ip;r\o g;kia NM Ausverkauf 9087 Kemmer, Pfandmeister, 9082 ä 7.— JL u 0.50 Wermietßungen. CO gesucht. Carl HaaS jr. cti vermischte Anzeigen. j Steins Saalbau Samstag den 10. Novbr.: HimAAbellii ar [Leipzig. Sänger aus dem Crystall-Palast „ „ Zu Leipzig. 1887 Cornelius Botz. «s x- m CD 103.50 94.50 102.95 103.50 103.76 N ** cö © *» fa © US v R- s :s Ma V 08 'S S V v d C. Kerber Bahnhofstraße 8, 2 Tr. 81.86 100.40 26 40 67.50 34.20 101.20 105.- 8988] Kleine, schöne Wohnung, 4 bis 5 Zimmer, abgejchlossener Corridor nebst Wasserleitung, per sofort zu vermiethen. ______________________Bleichstraße 24. 8901] Schönes Familienlogis. bestehend aus 3 Zimmern, Küche, abgeschlossenem Corridor und Bodenkammer, zu oer- mietben. Preis 22 per Monat. 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Das Vorzeichnen, sowie Anfertigen aller Stickereien wird schnellstens und billigst besorgt. « & CO M 2 A z« ^pblle des Infanterie - Pegiments Kaifer Wilhelm (2. Grosih. Hessisches Nr. 116) erlaubt sich hierdurch zu einem Cnclus von Abonnements-Coneerten einzuladen. Die Concerte finden im Festfaal des Caf6 Leib statt. Dieselben werden mit Streichmusik ausgeführt, wozu ein musik- und kunst- liebendes Publikum ergebenst eingeladen wird. Der Abonnements-Preis für 6 Concerte beträgt: Familienbillets bis zu 4 Personen . Anfang 8 W. Kallenpreis 75 Pf. Billets: 60 Pf. vorher bei Herrn Friseur Gerhardt. 9021 Neues, brillantes Programm. .*•3 1. Dritte Symphonie (Eroica) op. 55 in Es-dur . 2. Arie der Gräfin: „Heil’ge Quelle“ aus „Figaro1 Abonnements-Concerte Cafe Leib — Festsaal. ISWHVlUlV i 3o/o Oesterr. Staatsbahn v. 1885 Lustspiel in 4 Acten von F. v. Schönthan. 3o/» Jtal. staatsaar. Etienb. 87.1014o/o Eisenb. Rentenb. 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Trajutmann-Frankfurt. -----IMW Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger), für Studirende auch bei Herrn Hausverwalter Storck zu ermässigtem Preise zu haben. [9094 3Vs% DeutscheReichsanl. 3<>/o Preuß. Consols 3