Öfen feinen ^erenJ?» i über A^nna bn Miß' b'-« ^über ist Äty bereu I’nnttbln aH?d° b»h J eine ÄtSSh’1 $n» ^noWung nicht =n der SejJJlJ? ^°n,- SKL ZZLr '^SsL w *** L "düng detz 2flbV «iiutatloö verlausen finh »®runbt^ SWBjS^.ewg Berlin und ?ünhnn «ntftanb hieran, bi'fij Sn ^bezahlt werben, an iu wtsten. Jti?5te*Wi,n dreht. Kv°U Nachdem bn verstaute die ftnltung. b ü) ttoa ii/, @ulben " daß eine Dec Rückgang oon deulschen Lankaklien nicht n haben. die schweizerischen istsm- hn stark begehrl. Obwohl '4 einzelne Z-HIm in die rtreffen. Auch Wlharb ogl> Aus Zura-Zimplon l man glaubt, dag die ilunfl verworsen werden Cholera Nachrichten and linzelne lyvradiiche rMadnaetien wurde aut cht, in welchem namentlich elllchasl hervotgehohm ist von vier Gulden, wovon steuer Marlies wieder va- rungen des Präsidenten in üniprocenligen Pciorilitea indnih der Regierung on ing die Arbeit der Durch- oachsen würde. eine rechte malle hckun, die schlechten Brächte über -Ausweis der Selsenkirche- Auch wollte man willen, zu heftigen Auseinander- gt war. Gelsenkirchener von zwei Procenl gegen- mer GMahl und Soü- Mich dedmlet blieben, leiden Erstgenannten gegen igbegrtnjlen Geschält nicht nur geringe Ansorderungm nahezu unviränbe.l. Börse. OttPI vom 25.J 11 S.ü ttÄOi 4615 Um ^u"’ 61.30 64.40 lOl.U 84.65 Ä.SSu.SS rb. Sold- isenbahn- 6LL.1. )ltg.!880r «.Lil. 0. sold-M. 3236 61.80 64- 10185 84.20 99.45 «* 64.10 215h Mr en 194-05 W' 103.55 10390 99- 62.80 101.25 101.85 79 80 4880 52 80 104.20 98.« 62.90 101.21 102- 79.60 48.65 53.99 99.30 139.90 SO-SO 9 > .Lombarden do- do. Ä LS bahn ■ ' £ blend' ->k«S.E S ’fli . . ' ' 77.50 W* Ui* ' Mt-'/ 98.50 ' che SrM' 102’4 JL nk-Ler^ j 1-850 106 20 10^ Nr. 129 Erstes Blatt. Mittwoch den 6 Juni 1894 Gießener Anzeiger Keneral-ZCnzeiger. Fernsprecher 51. Rttarhon, Lxprdulon und Druckern: BieNettLtzriger AOtinnfefebprrl» r 2 Mark 20 Psg. mit Bringer lohn. Durch die P»ft bezöge« 2 Mark 50 Psg. Die Gießener AamtstenAtLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlegt. Ter chießeuer Anzeiger erscheint täglich, Wit Ausnahme deS Montags. Zlints- und 2lnzeigeblutt für den Urei* Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den lohenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. chratisbeikage: Gießener Iamikienblätter. Alle Annoneen-Bureaux de» In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Hmtlid?cr Lycil. Bekanntmachung, betr. Schafräude in Stangenrod. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß b i der Herde des August Bönig in Stangenrod die Räude fest» gestellt worden ist, wir haben die Sperre der Herde verfügt. Derselben wird durch Gr. Bürgermeisterei Stangenrod ein bestimmter Weidebezirk angewiesen werden, welchen sie nicht überschreiten darf. Ferner haben wir die polizeiliche Beobachtung der Herde des Kilian Ulrich in Stangenrod angeordnet, da diese Herde der Ansteckung verdächtig erscheint. Es ist deßhalb bis auf Weiteres die Ausführung von Schafen aus der Gemarkung Stangenrod nur zum Zweck sofortiger Abschlachtung und nur mit unserer jedesmal besonders einzuholenden polizeilichen Erlaubniß zulässig. Gießen, den 4. Juni 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 4. Juni 1894. Betreffend: Die Bermindernng der Herbstzeitlose. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen sm die «rosth. Bürgermeister eie« des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auslage vom 11. April l. Js. — Anzeiger Nro. 86 — noch nicht nach- gekommen sind, erinnern wir an Erledigung derselben mit Frist von 8 Tagen. v. Gagern. Gießen, den 4. Juni 1894. Betreffend: Verfälschung von Schweineschmalz. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gieße« an Gr. Polizeiawt Gießen und die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Es sind in neuerer Zeit wiederholt Klagen darüber laut geworden, daß die Verfälschungen des Handelsartikels „Schweineschmalz" — an manchen Orten auch „Schweinefett" genannt — in bedenklicher Weise überhand nehmen. Schon weithin soll der Mißbrauch obwalten, daß reines Schweineschmalz mit anderen, zum Theil minderwerthigen Thierfetten (Rinder-, Hammel-, Kalbs-, Wurst- oder Schafsfett) oder mit Pflanzenölen (Baumwollensamen', Rüb-, Palm-, Erdnuß- rc. Del) und mit Stearin vermischt, zuweilen auch mit Wasserzusatz versehen, mit Mineralien (GypS, Schwerspach, Kreide) oder Pflanzenstoffen (Stärke, Mehl rc.) vermengt wird. Solche Mischproducte werden in der Regel unter Verschweigung dieser chrer Beschaffenheit zu dem nämlichen Preise wie unverfälschte Waare verkauft, nicht selten auch unter Bezeich- nungen, wie „Raffinirtes Schmalz", „Bratenschmalz", „Amerikanisches Schweinefett", oder ähnlichen Namen feil* geboten. Um diesem Mißbrauch wirksam entgegenzutreten, dürfte die bestehende Gesetzgebung in ausreichendem Maße geeignet sein. Insoweit die in Frage stehenden Fettgemische als gesundheitsschädlich zu gelten haben, bietet das Nahrungsmittel- gesetz vom 14. Mai 1879 in den Bestimmungen der §§ 12, 14 und 15 eine geeignete Handhabe zu strafrechtlichem Ein- schreiten. Insoweit dagegen die erwähnte Voraussetzung nicht gegeben ist, vielmehr lediglich eine mit Gefahren für die menschliche Gesundheit nicht verbundene Verschlechterung des Schweineschmalzes durch Beimischung minderwerthiger Fettsubstanzen vorliegt, wird in den meisten Fällen auf Grund der Bestimmungen der §§ 10, 11 und 15 Absatz 1 des bezeichneten Gesetzes vorgegangen werden können. Zur Abstellung der vorbezeichneten Mißstände beauftragen wir Sie, die Verkaufsstälten für Schweineschmalz und ähnliche Fettsorten einer polizeilichen Eontrolle zu unterstellen, zeitweise unvermuthete Revisionen daselbst vornehmen, in verdächtigen Fällen die entnommenen Proben durch dar chemische Uniersuchungsamt der Provinz Oberhesien untersuchen zu taffen und gegebenen Falls Strafantrag zu stellen. Neber die Ausführung dieser Verfügung, sowie deren Erfolg wollen Sie uns bis zum 1. August d. Js. Bericht erstatten. v. Gagern. ________________ Bekanntmachung. Herr Obstbautechniker Metz aus Friedberg wird an den angegebenen Tagen folgende Orte des Kreises Gießen besuchen, Vorträge halten und praktische Unterweisungen an Obstbäumen ertheilen. Mitglieder des Obstbauvereins sowie alle Freunde des Obstbaues werden zur Betheiligung eingeladen. Die Herren Gr. Bürgermeister werden besonders benachrichtigt. Freitag, 8. Juni, Gießen, Abends 8 Uhr, im oberen Saale der „Stadt Gaffel", Kaplaneigaffe (P. König). Samstag, 9. Juni, Lich. Sonntag, 10. Juni, Langsdorf. Montag, 11. Juni, Bettenhausen. Dienstag, 12. Juni, Muschenheim. Mittwoch, 13. Juni, Birklar. Donnerstag, 14. Juni, Hungen. Freitag, 15. Juni, Langd. Samstag, 16. Juni, Rodheim. Sonntag, 17. Juni, Steinheim. Montag, 18. Juni, Inheiden. Dienstag, 19. Juni, Trais-Horloff. Mittwoch, 20. Juni, Utphe. Der Vorsitzende des Bezirksvereins Gießen des Oberheff. Obstbauvereins. Dr. Wallau. Nro. 26 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. v. Mts., enthält (Nro. 2179.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichühaushalts-Etat für das Etatsjahr 1894/95. Vom 22. Mai 1894. (Nro. 2180.) Verordnung, betreffend die Regelung der Verwaltung und Rechtspflege in den zu den Schutzgebieten nicht gehörigen Theilen der deutschen Interessensphären in Afrika. Vom 2. Mai 1894. (Nro. 2181.) Der gegenwärtigen Nummer des Reichs- Gesetzblatts ist als besondere Beilage die Bekanntmachung, betreffend Abänderung und Ergänzung der Aichordnung und der Aichgebühren-Taxe vom 8. Mai 1894, beigefügt. Gießen, den 4. Juni 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsche» Reich. Darmstadt, 4. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden bis auf Weiteres Mittwochs und SamStagS im Grohherzoglichen Residenzschloffe hier Audienzen ertheilen, sowie Meldungen und Vorträge entgegennehmen, ausgenommen nächsten Mittwoch den 6. Juni, an welchem kein Empfang stattfindet. Nerscfte Nachrichten. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 4. Juni. Der „Reichsanzeiger" meldet: Die Jury für die mit dem elften internationalen medicinischen Congreß in Rom verbunden gewesene wissenschaftliche Ausstellung ertheilte den höchsten Preis, ein großes Ehrendiplom, dem deutschen GesundheitSamte für deffen um- fassende wiffenschaftliche CollectivauSstellung. Bon 35 Ehrendiplomen entfielen 18 auf deutsche Aussteller, von 31 goldenen Medaillen erhielten deutsche Aussteller 9, von 128 silbernen 56, von 107 Broncemedaillen 26, welche Zahlen von keiner anderen Nation außer Italien übertroffen wurden. Berlin, 4. Juni. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Im Laufe der letzten Woche find in Myslowitz (Oberschlefien) 7 Eholerafälle, davon 6 mit tödtlichem Ausgange, festgestellt worden. Auch in Schi Uno sind zwei Arbeiter, sowie der Sohn eines davon an der Cholera gestorben. Zweckentsprechende Schutzmaßregeln wurden sofort ergriffen. Der UeberwachungSdienst auf der Weichsel ist eingerichtet. Der „Reichsanzeiger" erklärt, daß derartige Borkommniffe keinerlei bedrohliche Bedeutung für die Allgemeinheit haben, da eS nach den Erfahrungen deS Vorjahres den Behörden wohl gelingen werde, ein weiteres Umsichgreifen der Seuche zu verhindern. Bern, 4. Juni. DaS von den Socialdemokraten ein* gebrachte Jnitiativbegehren nach Garantie deS Rechtes auf Arbeit durch die Bundesverfassung wurde in der heurigen Volksabstimmung mit etwa 290,000 gegen 71,000 Stimmen abgelehnt. In keinem (Santoa waren die Stimmen, die sich für das Begehren aussprachen, in der Mehrheit. Depeschen deS Bureeu .Herold*. Berlin, 4. Juni. Der „Reichsanzeiger" theilt mit, daß zur Durchführung der am 1. April 1895 eintretenden Neuordnung der StaatSeisenbahnverwaltung unter Aufhebung von Eisenbahnbetriebsämtern und der Eisenbahn- direction der rechtsrheinischen Eisenbahn in Köln neue Eisen- bahndirectionen errichtet werden sollen in Königsberg, Danzig, Stettin, Posen, Kattowitz, Halle, Kassel, Münster, Essen, S:. Johann und Saarbrücken. Budapest, 4. Juni. Der Kaiser ist heute Morgen hier eingetroffen. Trotzdem jeder Empfang verbeten worden war, hatten sich doch mehrere Abgeordnete der cledcalen und oppositionellen Partei eingefunden, welche jedoch vom Kaiser vollständig ignorirt wurden. Derselbe sprach nur den Ober- bürgermeister, den Obergespan und den StaatSbahnpräfidenten. Nach seiner Ankunft in der Ofener Hofburg empfing der Kaiser zuerst den Grafen Khuen - Hsderväry in längerer Audienz. Hsderväry erklärte, er habe die Versuche zur Neubildung des CabinetS aufgegeben, weil er jetzt überzeugt sei, daß nur eine parlamentarische Lösung der KrifiS möglich sei. — Wekerle erklärte int Abgeordnetenhause, sein Demissionsgesuch sei noch nicht unterzeichnet- deßhalb könne er auS Courtoifie die Gründe für seinen Rücktritt nicht mittheilen. Er ersuchte um Vertagung der Sitzung, welche unter großer Bewegung geschlossen wurde. In parlamentarischen Kreisen herrscht allgemein die Annahme, daß noch heute Schritte der Krone wegen Anknüpfung neuerlicher Unterhandlungen mit Wekerle erfolgen werden. Dieser hat jedoch Freunden gegenüber erklärt, er gedenke in keinem Falle in die Regierung zurückzukehren. Budapest, 4. Juni. In der Steinbrücher Pulverfabrik hat eine furchtbare Dynamit-Explosion stattgefunden. Zwei Arbeiter sind verbrannt. Mehrere Personen wurden schwer verletzt. Paris, 4. Juni. Der „GauloiS" veröffentlicht ein Interview mit König Alexander von Serbien, worin der König energisch gegen die Blättermeldung pro* teflirt, daß fremde Einflüsse die jüngsten Ereignisse in Serbien hervorgerufen hätten. Paris, 4. Juni. Nach dem „Siöcle" find gestern in Paris vier Personen an Cholera nostras gestorben. Sofia, 4. Juni. Gestern kam eS wiederum zu kleinen Zusammenstößen mit GenSdarmen. DaS Gerücht erhält sich, daß das abgetretene Cabinet Stambulow in den Anklagezustand versetzt werden solle. DaS Organ StambulowS, die „Swoboda", ist seit Dienstag nicht mehr erschienen. Petersburg, 4. Juni. Der Großfürst-Thronfo(ger wird am Mittwoch auf der Kaiseryacht „Polarstern" die Reise nach London zum Besuche seiner Braut antreten. Die Dauer deS Aufenthalts in England ist noch unbestimmt. Ter Liegener Bankkrach vor Gericht, n. W. Siegen, 4. Juni. Die Verhandlung begann heute um 10 Uhr. Der Platz und die Straßen vor dem Gerichtsgebäude waren allerdings auch heute von einer großen Menschenmenge ungefüllt, indeß verhielt sich dieselbe im Ganzen ruhig und gab eS kein Johlen und Brüllen, wie im März. Die Angeklagten sehen wohl und munter auS, besser als in voriger Verhandlung. Der Zuhörerraum, für den Karten auSgegeben find, ist nicht sonderlich stark besetzt. Für die Vertreter der Presse find wiederum gute und bequeme Plätze reservirt. Vorsitzender deS Gerichtshofes ist AmtsgerichtSrath Kobbe-Siegen- Vertreter der öffentlichen Anklagebehörde ist Staatsanwalt S a v e l S - ArnSberg; Dertheidiger sind: für Brüggemann Rechtsanwalt Dr. Sil b er ft ei n-Berlin, für Kölsch Rechtsanwalt L üb k e - ArnSberg, für Schröder Rechtsanwalt Lenzmann-Hagen und für Franz Rechtsanwalt Dr. Scheele-ArnSberg. Der Angeklagte Brüggemann ist 41 Jahre alt, einmal wegen Beleidigung mit 20 Mk. bestraft und eS hat gegen ihn im Jahre 1887 ein Verfahren wegen Betruges am Bankverein geschwebt, daS jedoch eingestellt wurde. Kölsch ist 38Jahre alt, Schröder 45Jahre und Franz 48 Jahre, alle drei sind unbestraft- alle vier Angeklagte sind evangelisch, verheirathet und Väter von 2 bis 3 Kindern. ES find 35 Zeugen und 5 Gutachter geladen. Der Er- öffnungSbeschluß enthält die bereits erwähnten Straftaten, wie sie auch in voriger Verhandlung angeführt wurden - indeß ist nunmehr eine Strasthat bezüglich deS Brüggemann hinzugekommen und ist dieser noch beschuldigt, im Januar 1893 den Kaufmann G. Berger zu Erntebrück betrogen zu haben. Nach Feststellung der Personalien erfolgt die Vernehmung der Angeklagten. Brüggemann ist seit 1884 Director der Bank, die ihr Actiencapital von 2 Millionen Mark durch 2000 Actien A 100 Mk. erhob. Aus der Banktnstruction geht hervor, daß die Angeklagten Creditüberschreitungen der Kunden nur mit Bewilligung des AufsichtSrathes gestatten durften und daß, waS für die Anklage wichtig, Tratten der Kunden nur nach Eingang des Geldes als Deckung für die Bank anzusehen waren. Die Firma Franz & Co. zu Weidenau (Inhaber Angeklagter Franz) hatte einen Credit bei der Bank von 600 000 Mk. Mit Ende 1890 stand das Conto Franz zu Buch mit 782 638 Mk., mithin war daS Conto bereits um ein Geringes überschritten- indeß betrug die Credit- überschrettung in Wirklichkeit noch 561810 Mk. mehr und war dieses Plus scheinbar ausgeglichen durch Wechsel, die ebenfalls, wie die späteren, Scheinwechsel waren. Dies wird angenommen daraus, daß dem Conto Franz die große Summe am 27. December 1890, also kurz vor der Revision, gutgeschrieben ist und sie dem Conto Mitte Januar wieder belastet wird- die Angeklagten geben in diesem Falle allerdings keine Verschleierung zu, vielmehr soll es sich um ganz reelle, keine sogenannten „Kundenwechsel" handeln. (Die Sache soll noch näher aufgeklärt werden- in voriger Verhandlung war 1890 nicht berücksichtigt worden.) — Ende 1891 stand das Conto Franz laut Buch aus 630 721 Mk. Saldo, während dieser in Wirklichkeit um 453 774 Mk. höher stand. Kurz vor der Revision waren aus der Bank Tratten in diesem letzteren Betrage von Franz da, die sich später als werthlos erwiesen. Angeklagter Brüggemann: Die Annahme der Tratten von Franz geschah, um daS Conto herunterzubringen. Ich nahm die Wechsel in der Ueberzeugung, daß Franz noch große Vorräthe habe, die er versprochenermaßen an Kunden verkaufen wollte und ich habe durchaus nicht gewußt, daß die Wechsel nicht acceptirungSfühig waren- ich glaubte, daß Franz thatsächlich für Verkäufe an Getreide Forderungen hatte. Allerdings waren mir die hohen Wechsel, 11 an der Zahl, ausfallend und es wäre besser und richtiger gewesen, wenn ich sie wenigstens nicht eher als Deckung eingetragen hätte, als nach Eingang deS Geldes. — Angekl. Franz: Am 31. December 1891 kam Brüggemann zu mir nach dem Contor und verlangte Deckung für 453000 Mk. Als ich hierfür keine Deckung hatte, bestand Brüggemann daraus, daß ich Wechsel aus Kunden ausstcllen solle, obschon ich ausdrücklich erklärte, daß ich keine Forderungen an Kunden habe. Ich habe mich dann in meiner Dummheit bereden lassen, die Wechsel nach dem Die tat Brüggemanns auszustellen. — Brüggemann bestreitet diese Darstellung und betont, daß Franz durchaus nicht eine Schädigung des Bankvereins beabsichtigt habe - wenn die Wechsel in Wirklichkeit nichts werth gewesen wären, so hätte Schröder alS Revisor dieselben nicht passiren lassen. An dieser Stelle wird nun aus die Vorkommnisse bei der Revision 1891 eingegangen und diesmal sind die Aussagen des Kölsch und Brüggemann für Schröder so günstig, daß Rechtsanwalt Lenzmann erklären kann, es falle nunmehr jede Belastung seines Clienten weg. Die Quintessenz der beiden Aussagen geht dahin, daß die Angeklagten nicht mehr genau wtsien, ob Schröder die Scheinwechsel als solche erkannt hat, insbesondere können sie sich nicht mehr erinnern, daß Schröder gesagt habe, „eigentlich muß ich die Sache zur Anzeige bringen". — Rechtsanwalt Dr. Scheele: Hat denn Brüggemann die Wechsel, die Franz selbst als Scheinwechsel bezeichnet, wirklich für gut gehalten? — Brüggemann: Gewiß- Franz hatte ja große Vorräthe, er hätte nie versprochen, zu verkaufen. — Staatsanwalt: Wieso kommt es denn, daß dennoch, wenn Brüggemann die Wechsel für gut hielt, diese Wechselsumme in gleicher Höhe zu Lasten des Franz durch die Bücher baß ganze Jahr hindurch läuft? — R.-A. Lenzmann: Diese angeblichen Scheinwechsel sind ja durch gute FuchS'sche Wechsel ersetzt worden. — R.-A. Dr. Scheele: Franz gibt also zu, sich an dem Schwindel mit Scheinwechseln aus Zureden des Brüggemann betheiligt zu haben- cs würde sich nur um die Feststellung handeln, ob eine wirkliche Schädigung Der Bank durch die Scheinwechsel stattsand, oder ob für die schlechten Wechsel später gute Wechsel gegeben wurden. — Franz: Ein Umtausch der Wechsel hat nicht stattgesunden- die Scheinwechsel wurden mir später zurückgegeben und unter den Briesschasten aufbewahrt. — Gutachter Director Gronau kann im Hinblick auf die erörterten Thatsachen die Wechsel nur als Scheinwechsel ansehen. — Gutachter Director Siever von der deutschen Genossenschaftsbank in Berlin betont, daß die dem Auf sichtörath gegenüber geschehene Täuschung darin beruhe, daß die Wechselforderung in Contocorrcntfordcrung umgewandelt wurde und umgekehrt, durch welche Manipulation die Creditüberschrcitung deS Franz, wofür von diesem eben keine sichere Deckung vorlag, verborgen blieb, ohne daß sich Aktiva und Passiva deS Contos änderten. Gutachter hält die Wechsel zweifellos für Scheinwechsel- daS gehe schon aus ihrer Höhe hervor, wie es denn überhaupt nicht üblich sei, über solche hohe Summen unaccep« tirte Wechsel zu geben- er ist auch der Ansicht, daß bereits 1890 dieselbe Manipulation mittels Scheinwechseln vorgenommen sei. — R.-A. Lenzmann: Für meinen Clienten Schröder ist nur die Feststellung der Thatsache wichtig, daß Franz 1891 große Vorräthe hatte, daß Schröder solches bekannt war und daß er im Hinblick auf diese Thatsachen die Scheinwechsel als solche keineswegs zu erkennen vermochte. — Angeklagter Franz: Ich hatte damals allerdings große Vorräthe. Es handelt sich nun um den Fall vom Jahre 1892. Das Conto Franz stand vor der Revision mit 820 951 Mk. zu Buch, der Credit war also ohnehin schon stark überschritten. Thatsächlich aber stand daS Saldo des Franz auf 1 518781 Mk.s wie der Gutachter herauögerechnet hat. Um das Conto hcrabzudrückcn, gab Franz wieder 22 Scheinwechsel über 1 434 600 Mk. Für diese Summe und noch einige andere [ Summen, die auch nicht einmal mit Wechseln gedeckt wurden, war das Conto Franz erst 1893 anstatt 1892 belastet. Im Juli 1893 vor Ausbruch des Concurses hatte das Conto Franz die Höhe von 2 921 917 Mk. erreicht. DaS entspricht ungefähr den Verlusten des Bankvereins. Es tritt nunmehr eine Pause ein. Nach Wiedereröffnung der Sitzung wird in der Vernehmung der Angeklagten sortgesahren. — An dem angegebenen Saldo des Franz mit fast 3 Millionen Mk. werden nun Seitens der Firma Franz u. Co. diverse Posten, die sich nicht in den Büchern der Firma vorfinden, bestritten, im Ganzen 1 007 410 Mk., so daß immer noch 1 914 000 Mk. etwa zugestanden werden. Die bestrittene Summe setzt sich zusammen aus den Summen, welche der Bankverein in Berlin verspeculirt hat. Brüggemann behauptet nun, daß die Bank die Speculationen mit dem Gelde der Bank und auf den Namen der Bank für die Firma Franz gemacht habe und zwar im Auftrage des Franz. Gerade dieses bestreitet Franz und damit erklärt sich das Bestreiten der großen Forderung Seitens der Firma Franz u. Co. In den Büchern dieser Firma finden sich keine Notizen und Buchungen über diese Börsendifferenzgeschäfte, was daher kommen soll, daß Franz gebeten hatte, diese Art Geschäfte vor dem Comptoir-Personal zu verheimlichen. Aus diesem Bestreiten der Bankvereins- sorderung durch Franz resultirt nun die strafrechtliche Frage: für wen sind die Börsengeschäfte gemacht worden, refp. wer trägt die Schuld für die enormen Verluste? — Brüggemann und Kölsch geben zu, daß sie behufs Verdeckung der Börsendifferenzgeschäfte in den Büchern des Bankvereins theils gar keine, theils falsche Eintragungen gemacht haben. Sicher scheint zu sein, daß wenigstens in den letzten beiden Jahren die Börsendifferenzgeschäfte gemacht wurden, um das Conto Franz herabzufetzen. Brüggemann selbst gibt an, daß 1888 die Speculationen und zwar im Auftrage des Franz begonnen wurden. — Es wird bekanntlich dem Brüggemann zum Vorwurf gemacht, daß er durch Drohungen den Kaufmann Fuchs in Tiefenbach, Schwager des Franz, mit in das Verderben hinein gezogen habe - Brüggemann bestreitet das entschieden und will nur einfach das Recht der Bank gewahrt haben. Es liegen Briefe des Brüggemann an Fuchs vor, in. welchen von der Mißwirthfchaft des Franz gesprochen wird und mit Rücksicht auf enorme Wechsel desselben mit dem „Ende vom Liede" und dem Concurse gedroht wird, wenn Fuchs nicht für Franz eintrete - außerdem soll Brüggemann direct und persönlich auf Fuchs eingewtrkt, ihn in Furcht versetzt und so zu dem Eintreten für Franz veranlaßt haben. Brüggemann bestreitet jeden Zwang und Drohung und meint, Fuchs mache nur solche Ausreden, um das Vertrauenmißbrauchen der Firma Fuchs u. Co., die durch Fuchs ruinirt worden, zu rechtfertigen und zu beschönigen. — Ein weiterer Vorwurf, der dem Brüggemann gemacht wird, betrifft den Betrug, dessen Thatbestand von ihm im Ganzen zugegeben wird. Anfang 1892 hat der Kaufmann Berger zu Erndtebrück die Absicht bekundet, vom Bankverein 10 bei diesem liegende Actien zu kaufen, er fragte jedoch vorher bei Brüggemann wegen deS Standes des Bankvereins an- Brüggemann gab die Auskunft, daß eine Dividende von 7 pCt. vertheilt würde und daraufhin kam der Kauf zu Stande. — Brüggemann bleibt auch beständig dabei, daß er noch kurz vor dem Con- curfe Franz für gut und noch leistungsfähig gehalten und Verluste des Bankvereins nicht befürchtet habe. — Sehr merkwürdig ist es, daß weder Brüggemann noch Kölsch wissen, woher die 10 Actien kamen, die Berger kaufte- die Actien hätten auf dem Banktische gelegen und der Erlös, pro Actie 1080 Mk., sei dem Verkäufer der Actien, der beiden Angeklagten unbekannt ist, ausgehändigt worden. — Es wird auf Veranlassung des R.-A. Lenzmann festgestellt, daß die Höhe deö Credits für die Kunden der Bank ein Sechstel ihres angenommene^ Vermögens betrug und ferner wird festgestellt, daß die beiden Angeklagten Kölsch und Brüggemann ihre eigenen Bankactien nicht verkauft haben, woraus ihre bona fides bei Beurtheilung des Standes des Bankvereins geschlossen werden soll. ES wird ferner festgestellt, daß die AngeklagtenBrüggemann und Kölsch der Generalversammlung insofern gefälschte Bilanzen vorgelegt haben, als sic in diesen keine Differenzgeschäste ausgenommen hatten. Ferner geben beide Angeklagte zu, daß sie alle schriftlichen Beweismittel, aus denen ihr Verhältniß zu Franz hervorging, insbesondere die Aufzeichnungen, in denen Franz mit den Differenzgeschäften einverstanden war, vernichtet haben, nachdem ein schriftliches Anerkenntniß über die ganze Schuld deö Franz an die Bank seitens des ersteren vorlag- dieses Anerkenntniß befindet sich in einer Bilanz, indeß will Franz hierüber sich noch später äußern. Aus der Vernehmung des Angeklagten Schröder geht Folgendes hervor: Er hatte die Bilanz zu prüfen, ebenso Kasse und Wechselvorrath. Die Wechsel Controlle machte Schröder in der Weise, daß er die Wechselsumme mit dem Wechsel-Journal verglich- er will in feiner Weise Bedenken wegen der Bonität der Wechsel gehabt haben, insbesondere bestreitet er entschieden, daß er die Aeußerung „ich müßte eigentlich Anzeige machen" gethan habe. Die Angeklagten Brüggemann und Kölsch schwächen heute ihre frühere, Schröder so belastende Aeußerungcn stark ab und wissen, namentlich über die compromtttircnde Rede-Art nicht mehr so sicher zu bekunden. Eigenthiimlich ist es auch, daß Franz, der früher auch ähnliche Aeußernngen Schröders gekannt haben wollte, nichts Genaues mehr weiß. Dagegen muß Brüggemann zugeben, daß er einmal dem Schröder habe sagen lassen, Schröder solle sich nur nicht mausig machen, er solle an die Wechsel denken. — Gutachter Director Sievert betont, daß die von Schröder vorgenommene Revision der Bestand-Aufnahme im Bankverein galt, auf Grund welcher die Bilanz ausgenommen wurde. Es sei nicht die vornehmliche Aufgabe Schröders gewesen, die Bonität der Wechsel zu prüfen, auch sei eö wohl möglich gewesen, daß Schröder i es übersah, daß die Wechsel von Franz & Co. nicht acceptirt waren. — Auch darüber finden Erörterungen statt, daß Schröder gewußt habe, daß es mit Franz & Co. schlecht stehe, daß er deshalb die persönliche Geschäftsverbindung mit Franz abgebrochen habe. Es soll nämlich klar gestellt werden, daß das richtig sei, was früher bereits erwähnt worden: daß Schröder nämlich solange über die faulen Franz'schen Wechsel geschwiegen habe, bis er selbst sein Geschäft in der Verbindung mit Franz gesichert hatte. Es sei zum Verständniß der ganzen Sachlage noch Folgendes bemerkt: Der Kaufmann Fuchs zu Tiefenbach war sowohl Theilhaber der Firma Franz & Co. wie der Firma Fuchs & Co. Dadurch, daß er sich verleiten ließ, mit Wechseln von „Fuchs & Co." für Franz einzutreten, ist die Firma Fuchs & Co. auch zu Grunde gegangen und die Theilhaber dieser Firma, die eigentlich mit der ganzen Bankkrach-Geschichte gar nichts zu thun hatten, sind urplötzlich, ohne vorher eine Ahnung gehabt zu haben, an den Bettelstab gebracht worden. Die Millionen, die hierdurch noch ver- posamentirt worden, sind noch nicht klar in die Erscheinung getreten, kommen aber später noch vor. —Ferner: die Firma Schröder L Jung, Agentur- und Commisfionsgeschüft in Siegen, — Schröder ist auf der Anklagebank, — machte für Franz viele Geschäfte und konnte immerhin wissen, wie es mit Franz stand- dafür, daß Schröder es wußte, sprechen einzelne Geschäftsmanipulationen, bei denen Schröder vermittelnd eintrat, ja sogar schon 1891 soll dieser gehört haben, daß eine Antwerpener Firma den Concurs gegen Franz beantragen wollte. Schröder, seine heute günstigere Position würdigend, leugnet Alles ab und will Franz damals, als er die Scheinwechsel bemerkte, noch für ganz gut gehalten Haden. Die Sitzung wird nach Vernehmung Schröders auf morgen vertagt. Soll der Schul-Unterricht in den höheren Schnlen im Sommer nm 7 oder um 8 Uhr anfangen? Diese Frage soll zur Zeit in Frankfurt a. M. entschieden werden. Die Mehrzahl der Lehrer hat sich für 7 Uhr entschieden, schon mit Rücksicht auf die Hitze in den Mittagsstunden während des Sommers. Dagegen circulirt in Frankfurt jetzt bei den Eltern der Schüler höherer Schulen ein Gesuch an die Schulbehörde, den seitherigen 7 Uhr-Beginn auf 8 Uhr zu verlegen. Die dem Gesuche beigegebene Begründungsschrift hat so allgemeines Interesse, daß wir cs für nützlich erachten, aus ihr nach der „Franks. Ztg." die Hauptgesichtspunkte hervorzuheben: „Während bet Erwachsenen das Schlafmaß großen individuellen Schwankungen unterliegt und Erwachsene auch über die Zeiteintheilung des Schlafes gebieten können, sind Kinder, auch die normal entwickelten, vollkommen machtlos gegen den Schlaf- sie werden vom Schlaf Abends übermannt und gefesselt gehalten, bis sie am Morgen wieder ausgeruht und fähig sind zu erneuter körperlicher und geistiger Arbeit. Dieselbe wird nur frisch und freudig verrichtet, wenn der Schlaf nicht gestört war, wenn das Erwachen von selbst eintrat, und eS unterliegt keinem Zweifel, daß die tägliche Unterbrechung des Schlafes schädlich wirkt auf die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes- denn wäre das lange Schlafen bei Kindern nur eine Gewohnheit, so ließe es sich in kurzer Zeit abgewöhnen. Sehen wir aber, daß bei Kindern monate-, ja jahrelang zu einer frühen Morgenstunde, zu der sie das Bett verlassen sollen, daß Straßen- oder Zimmer-Geräusch nicht hinreicht, um den Schlaf zu unterbrechen, daß die Kinder mehr oder weniger energisch geweckt, d. h. aus ihrem Schlafe herausgeriffen werden müffen, dann tst es doch klar, daß die nothwendige Ruhepause gekürzt wird und Körper und Geist in noch müdem Zustand anö Tagewerk gehen. Es ist überflüssig, die schädlichen Folgen solcher gewaltsamen Abkürzung des Schlafes für das Kind auszumalen. Einsichtige werden sie ohne Weiteres begreifen und Eltern mit offenen Augen sehen und erleben sie alltäglich. Durch eine sehr ausgedehnte Umfrage bei den Eltern jüngerer, schulpflichtiger Kinder, hauptsächlich solcher im Alter von 8 bis 14 Jahren, aber auch noch älterer stellten wir fest, daß nicht nur jetzt, seit Einführung der mitteleuropäischen Zeit, sondern auch schon in früheren Jahren die Kinder, deren Schule um 7 Uhr beginnt, fast ausnahmslos zwischen halb 6 bis 6 geweckt, d. h. daß die nöthige Ruhezeit gewaltsam gekürzt werden mußte, daß daß Selbsterwachen derselben zu den seltensten Außnahmen gehörte und daß daß Wachbleiben bei vielen Kindern erst durch künstliche Mittel — durch Waschen beß Kopfes und Gesichtes mit kaltem Wasser — ermöglicht wurde. Und waS muß in dieser frühen Morgenstunde bis zum Schulbeginn Alles vorgenommen werden? Die Kinder müssen sich waschen, kämmen, die Zähne putzen, sich ankleiden, frühstücken, ein am besten auf die Morgenstunde zu verlegendes Bedürsniß verrichten und einen mehr oder weniger weiten Weg in die Schule zurücklegen. Eine Stunde reicht zu allen diesen Verrichtungen, wenn sie leidlich ordentlich vorgenommen werden sollen, nicht hin. Daraus folgt, daß, wenn man die Kinder um 6 Uhr weckt, dieselben entweder ungenügend gereinigt sind, oder daß sie daS nothwendigste Bedürsniß übergehen, oder baß Frühstück im Stiche lassen unb in Hast in bie Schule rennen. So beginnt nicht nur ber Tag mit Unbehagen, sonbern eß wirb auch schon früh ber Keim zu Ver- bauungSstörungen gelegt. Ganz ausgeschlossen ist bei solcher Zeiteintheilung bie Möglichkeit für bie Kinder, vor dem Fortgehen von Hause noch einmal die Schulaufgaben kurz durchzugehen, doS AuSwendiggelernte zu wiederholen. So gefeilt sich zu dem körperlichen Unbehagen noch das seelische, unb wenn sich solche Erregung oft Wieherholt, muß sie schließlich zu einer abnormen Gemüthsstörung, zu b em Zustanbe führen, unter bcm unser Zeitalter so schwer in beu hohem oder um 8 Ur i & ffn , Ho, teu-, b«E S-Z ÄS".*«"« MÄ » 4 tawJjJ hu?? nitii h?" iÜ'jM '" di- ÄSj **53;; ~ ®* für Fr-m !’* «njtlne @e. 6et »mrittttotmtrg. ^a6cR/ daß eint &nl, rR beantragen wollte. 7 toüJ^enb, leugnet 8 er die Scheinwechsel haben. hmung Schröders ans Frankfurt a. M. tnt= ehrer hat fich für IW | : Hitze in den Mittags« Dagegen cvtculiti ii chüler höherer Schuler eitherigen 7 Uhr-Begiuu besuche beigegebene Ne- Jnteresse, daß wir ii der „Franks. Ztg/ die Schlafmaß großen indi- id Erwachsene auch über n könnet// find Sin der, ttn, vollkommen "te wrbtn vom Schlaf en, bis sie am Morgen rnenteNdrMtzerMd M md ^reMg ver« war, wenn das Erwachen keinem Zweifel, daß dischädlich wirkt aus die ' des Kindes- denn wäre jt eine Gewohnheit, '■ nen. Sehen wir obn, *1J» -ton * ff turlaflen I* “ himlicht, iinta®*« t ober W*r*P ulgerlffffli«'«*™; 4 *” “ Hi WM W n-« L ohne Mnei W* ’nb erlebt« t beiben®««"*'i M w W* gern >st *ö. *Sl6e« i» *Ä B«*6™ und ML , __ durch ben? Jä* W- „ »erleg®1* zenstnndc J« mehr oder ^jcht zu alle" to‘ 2 °°--°°""dle ich olde"', „.gg ffan die 'felgt S®8*nlZ - *jjm «ö «ÖS? •rÄ'J sol°>e v, -joer Ali* 3»f’’" 4« ff.*’** leid et und den man mit dem allgemeinen Ausdruck „Nervosität" bezeichnet. 68 gibt kein besseres Mittel, die Kinder bloß und schmal werden zu lassen, ,hre körperliche und geistige VciftungS» sähigkeit herabzusetzen, als wenn man den für sie ersorder« lichen Schlaf verkürzt. Nun werden die eifrigsten Anhänger des 7 Uhr-Anfangs nicht verlangen, daß die jüngeren Kinder früher als halb 8 bis 8 Uhr, die älteren früher als 8 oder halb 9 Uhr zu Bett gehen sollen tm Sommer. Man begeht schon damit an heißen Sommertagen einen Frevel an den Kindern, da man sie um den Genuß der erst in den Abendstunden erfrischenden freien Luft nach der Schwüle des Tages bringt. Sie kommen dann in ein Schlafzimmer, dessen Fenster am Tage zum Schutz gegen die heißen Sonnenstrahlen verschlossen gehalten werden mußten und sür deren Lüftung gerade jetzt erst gesorgt werden kann. Geht doch nach der mitteleuropäischen Zeit die Sonne im hohen Sommer erst um halb 9 oder 9 Uhr unter! Und wann sollen die Litern, wann soll namentlich der Vater, den sein Beruf bis Abends 7 oder 8 Uhr vom Hause fernhält, mit den Kindern verkehren? Ja, er kann sie oft gar nicht mehr sprechen, denn sie müssen, da Morgens die Zeit dazu nicht reicht, gründlich gewaschen oder gebadet werden, ehe sie zu Bett gehen, für den Gebrauch der hygienisch so wichtigen kalten Abwaschungen deS ganzen Körpers eine viel ungeeignetere Zeit als die Morgenstunde nach dem Verlassen des Bettes. Bon gemeinschaftlichem Nachtessen kann gar keine Rede fein. Es wäre aber in hohem Grade bedauerlich, wenn die Pädagogen sich der Einsicht verschlössen, daß der Verkehr von Vater und Kindern nothwendig und von großer erziehlicher Bedeutung ist." Cocains und provinzielle» Sieben, den 5. Juni 1894. ** Oefseutliche Sitzung des ProviozialavSschuffes der Provinz Oderhefien vom 2. Juni 1894. 1) Enteignung deS zum Umbau und zur Erweiterung deS Bahnhofs Gießen erforderlichen Geländes. Das Kgl. Eisenbahnbetriebs- amt in Cassel stellte im Januar d. I. Antrag auf Enteignung gegen 52 Grundbesitzer - mit dem größten Theile der letzteren wurde indeß im Verlaufe des Vorverfahrens auf gütlichem Wege eine Verständigung herbeigeführt, fo daß das Enteignungsverfahren nur noch gegen vier Grundeigenthümer durchzuführen ist. Diese letzteren sind Philipp Größer III, Georg Ferdinand Gails Erben, Karl Ludwig Gimbel Wittwe von Gießen und Karl Weber in Straßburg. Für das von PH. Größer abzutretende Gartengelände — 408 qm — waren 8 Mk. per qm beansprucht, seitens der Eisenbahnbehörde jedoch nur 1 Mk. 50 Pf. geboten worden. Die Sachverständigen haben den Werth auf 3 Mk. per qm geschätzt und zugleich für 13 Obstbäume eine Entschädigung von 150 Mk., für die Verlegung deS Bleichplatzes eine solche von 50 Mk. und für die das Besitzthum abschließende Weißdornhecke eine Vergütung von 7 Mk. pro lausenden Meter als angemessen erachtet. Mit diesem Gutachten hat sich auch die Local Commission einverstanden erklärt. — Von dem Gail scheu Besitz werden inSgesommt 4418 qm beansprucht, wofür per qm 4 Mk. verlangt, vom Eisenbahn Betriebsamt aber nur 70 Pf. geboten wurden. Die Sachverständigen taxirten 2 Mk. per qm, während die Localcvmmission eine Entschädigung von 1 Mk. per qm für ausreichend hielt. — Bei p. Gimbel Wittwe handelte eS sich um die Hofraithe, sowie ursprünglich um einen The'l deS Grabgartens- auf Verlangen der Eigen- thümerin wird nunmehr die Enteignung auf den ganzen Grabgarten ausgedehnt. 18 000 Mk. forderte die Wittwe Gimbel, daS Gebot deS Unternehmers betrug 12000 Mk. und die Schätzung der Experten 14000 Mk. Seitens der Localcommission wurde der Werth des Hauses einschließlich deS ursprünglich beanspruchten GartenthetlS aus 13 000 Mk. berechnet. — Für den Abschnitt des Weber'schen Grundstücks — 152 qm — wurden 5 Mk. per qm gefordert, geboten jedoch nur 70 Pf., welche Entschädigung auch die Local- commission für angemessen erachtete, während die Sachverständigen 1 Mk. 50 Pf. taxirten. Für Deformation wurden vom Unternehmer 30 Mk. geboten, diese Entschädigung auch seitens der Localcommission angenommen, während die Experten 50 Mk. schätzten. Die Expropriaten wurden durch die Rechtsanwälte Justizrath Dr. Reatz und Grünewald vertreten, Oberbürgermeister Gnauth als Mitglied der Local- commission, sowie die Experten Gutsbesitzer Schlenke, Stadt- verordneter L. Flett und L. Kauf erteilten die weiter nöthi^e Auskunft über den Werth der zu expropiirenden Parzellen. Der Provinzialausschuß erkannte, daß folgende Entschädigungen zu zahlen sind: 1) an PH. Größer 3 Mk. per qm, ferner 150 Mk. für Obstbäume, 50 Mk. für Verlegung deS Bleichplatz s und 280 Mk. für 40 laufende Meter Weißdornhecke, zusammen sonach 1704 Mk.- 2) den Gail schen Erben 1 Mk. per qm, insgesammt 4418 Mk.- 3) der Wittwe Gimbel 14 000 Mk. und 4) dem Karl Weber 70 Pf. per qm, sowie 30 Mk. für Deformation, im Ganzen 136 Mk. 40 Pf. Der Ausspruch der Enteignung ist binnen vier Wochen zu beantragen; die Kosten deS Verfahrens fallen nach gesetzlicher Vorschrift dem SssenbahnfiScuS zur Last. — 2) In der Sache Antrag der Stadt Gießen auf Enteignung des dem Hch. BeUof gehörigen HauseS Nr. 26 in der Sonnenstraße wurde, nachdem von Seiten der Stadt der Nachweis bei Zahlung der festgesetzten Entschädigungssumme erbracht worden ist, die Enteignung deS fraglichen H-uiseS zu Gunsten der Stadt Gießen ausgesprochen. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Ber- ftmmlnng Donnerstag den 7. Juni 1894, Nach- mit tags 5 Uhr. 1. Herstellung einer Omnibusverbindung zwischen dem Wallthor und den Bahnhöfen- hier: Beitritt der Stadt zu der dafür gebildeten Omnibus - Gesellschaft, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, Darlehensvertrag mit derselben und Wahl eines Vorstands- Mitgliedes. 2. Wirthschaftplan für die Waldungen der Stadt Gießen für 1895/96. 3. Gesuch deS Heinrich Hahn zu Gießen um Conceffion zum WirthschastSbetrieb. ** Spielrasen. An der vom (Somite für die Errichtung eines Spielrasens aus gestern Abend einberufenen Sitzung im (Safe Ebel nahmen die Vertreter einer Anzahl Vereine, der Schulen und sonstige Interessenten Theil. Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr legte, nachdem er das Bedürfniß zur Errichtung eines Spielrasens für unsere Stadt von verschiedenen Gesichtspunkten aus betont, die Gedanken dar, nach denen sich practisch und finanziell daS Project durchführen laßt. Als geeignetes Gelände bezeichnete Herr Dr. Fuhr die im Winter als Eisbahn benutzten, ca. 15 Morgen umfassenden Wiesen oberhalb der Molkteftraße. — Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärte, auS persönlichem Interesse an den Verhandlungen Theil nehmen zu wollen, um sich über daS geplante Unternehmen unterrichten und belehren zu lassen, ohne sich irgend in seiner Stellung als Vertreter der städtischen Interessen von vornherein engagiren zu wollen. Er hoffe und wünsche, daß sich daS Unternehmen stützen könne auf freiwillige M:t- hülfe von Vereinen, Schulen und privaten Stiftungen, daß sich das Project verwirklichen lasse ohne Gründung eines durch Mitgliederbeiträge funbirten Vereins. — Die übrigen anwesenden Vertreter der Vereine, Schulen -c., (Realschule, Gymnasium, Stadtschulen, Turnverein, Eisverein, Männer-Turnverein) Rudergesellschaft, Deutsch-Oesterreich. Alpenverein) erklärten, daß man dem Unternehmen volle Sympathie entgegenbringe und dasselbe nach Straften unterstützen werde. Besonders waren es die Vertreter der Schulen, die unter Darlegung der Mängel unserer Schulhöfe die Errichtung eines staubfreien Spielplatzes für die Jugend warm befürworteten. Im Lause der Verhandlungen wurde wiederholt betont, daß man einen Spielrasen schaffen wolle, der nicht nur den bemittelten Klassen zur Erholung geöffnet sein soll, sondern gerade den unbemittelten, weshalb auch Rücksicht darauf zu nehmen fein werde, einen Theil der Spielstunden auf den Abend zu verlegen. — Es wurde schließlich eine Commission gewählt, welche über alle einschlägigen Fragen einer weiteren Versammlung demnächst Vorlage machen soll- in die Commission wurden gewählt folgende Herren: Rechtsanwalt Dr. Fuhr, Oberlehrer Hahn, W. Herbert (1. Sprecher des Turn- vrreinS), I. Kirch, Director Dr. Landmann, Dr. PIoch, Realschuldirector Dr. Rausch, Geh. Oberschulrath Professor Dr. Schiller, Stadtbaumeister Schmandt. Die Vereinigung soll den Namen: „Verein zur Förderung der Jugend- und VolkSspiele" erhalten. ** lieber die Verhandlungen des Schwurgerichts können wir erst in nächster Nummer berichten, da der bisherige Verlauf in der auf mehrere Tage berechneten Strafsache wider Heinrich Münch Ehefrau und sieben Genossen einen Ueberblick noch nicht ermöglicht. ** Verunglückt. Gestern Abend wurde ein junger Bergmann aus Sielbach in die hiesige Klinik übergeführt, welchem bei einer Sprengung im Schieferbergwerk ein Arm weggerissen und daS Gesicht verletzt worden war. *• Ertrunken. An der Universitäts-Waschanstalt befand sich gestern Nachmittag ein 8jähriger Junge in einem an- geschlossenen Nachen aus der Lahn und schaukelte sich. Plötzlich fiel der Stnabe in die Lahn. Von den in der Nähe befindlichen Geschwistern Nau, welche beide deS Schwimmens kundig sind, sprang daS jüngere Fräulein alsbald mit den Kleidern in daS Wasser, um den Jungen zu retten- dieser hatte daS Fräulein aber sofort am HalS gefaßt und mit in die Tiefe gezogen. Nunmehr sprang auch das ältere Fräulein Nau in die Lahn und brachte die Schwester noch glücklich ans Ufer, während der Junge ertrank. Einige hinzugekommene Arbeiter holten den Jungen dann aus dem Wasser- die Bemühungen mehrerer Assistenzärzte auS der Klinik^ den Jungen ins Leben zurückzurufen, blieben erfolglos. ♦ * Die Sommerferien der Herren G e b r. Kruse ermöglichen eS, die Quartettgenossen, bestehend aus der fo sehr seltenen Vereinigung von Vater und drei Söhnen, zu bestimmen, wieder ihre seit drei Jahren hier eingeführten, wirklich eckt künstlerischen «biuneeentLOencerte am nächsten Freitag den 8. Inni beginnen zu lassen. Die Herren Kruse sind nicht nur hier, sondern weit über Deutschlands Grenzen als Künstler ersten Ranges angesehen und ist c« einem besonderen Glückfall zu verdanken, einer guten Kammermusik, vermischt mit hervorragenden Solovorträgen, bei herrlichem Grün im Freien, oder bei schlechtem Wctter im neuen Saale lauschen zu können. Außerdem haben sich, wie wir hören, Freunde von dem Röntgt Kammermusiker, Herrn H. Kruse, bereitwilligst aut rein persönlichem Anhang erboten, all Solisten in der diesjährigen Saison mitzuwirken, u. A. die König!. Hofopernsängerinnen Fräulein Bornhos und Busch und die Herren Bartmann, Kitzmann. Dieses wird nicht verfehlen, ein kunftliebendeS Publikum zu veranlassen, die Darbietungen, welche nur im Dienste der Kunst bei einem verhältnißmäßigen bescheidenen Entro stehen, durch zahlreichen Besuch zu beehren. Zu bemerken sei noch, daß die klassische Musik den Hörer erst nach öfterem Besuch in die geheimsten Schatzkammern derselben führt und so demselben den höchsten Genuß gewährt. Friedberg, 4. Juni. Die Abhaltung deS Stiftungsfestes unserer freiwilligen Feuerwehr ist auf den 24. Juni festgesetzt. Da voraussichtlich eine große Anzahl Gäste von auswärts eintreffen werden, die hier vorhandenen Räumlichkeiten in Gartenwirthschaften zur Ausnahme aller Festtheilnehmer aber nicht auSreichen würden, so ist der Hof des Großh. Schlosses, auf ein Gesuch hin, bereitwilligst zur Verfügung gestellt worden. Bad-Nauheim, 4. Juni. In der vorigen Woche sind 616 Kurfremde, im Ganzen jetzt 2900 Personen, hier eingetroffen. A Mainz, 4. Juni. Die schon verschiedentlich geänderten DiSposttionen über die Hierherkunft deS Großherzogs haben neuerdings wieder eine Aenderung erfahren, indem laut Mittheilung von Darmstadt der Lande-fürst mit feiner jungen Gemahlin nur vier Tage hier zu bleiben gedenkt. Die Ankunft hier ist auf den 14. Juni festgesetzt und soll die Abreise bereits am 17. Juni stattfinden. Arn Tag der Ankunft findet in dem Stadttheater mit mehreren berühmten Solisten ein großes Festconcert statt, welchem sich den anderen Tag eine Rheinfahrt und am Abend des dritten Tages eine große Fackelserenade anreihen. Den Schützenfestzug wird der Großherzog von dem Balcon des Schlosses ansehen. — Am 2. Juli findet hier die diesjährige Generalversammlung der im Jahre 1862 gegründeten „Ludwig- und Alice- Stiftung" (WohlthätigkeitSstiftung für Volksschullehrer) statt. Vermifcbtci. ♦ Stuttgart, 4. Juni. In vergangener Nacht steckte im BürgerhoSpital ein Tobsüchtiger seine Zelle in Brand und erstickte. DaS Umsichgreifen deS FeuerS wurde rechtzeitig verhindert. * Bonn, 4. Juni. Der Hund als — Hammel. Diese Metamorphose machte ein Jagdhund durch, der sich letzthin zu Euskirchen verirrte und dort dem Metzger Wilhelm Ley in die Finger gerieth. Dieser bereitete dem Köter ein vorzeitiges Ende durch Abschlachten und verkaufte dann dessen Fleisch alS — Hammelfleisch. Die Sache wurde bekannt und der Metzger wegen Diebstahls des Hundes und wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz in der letzten Straskarnmersitzung hierselbst inSgesammt zu acht Monaten Gefängniß verurtkeilt.__________________________________ Verkehr, Land- nnd VoLkrrvirlkschaft. Wiefcen, 5. Juni. Marktbericht. Aut dem beutln i Dochei markt toftete: Butter pr. Psd. X 0,90 -0,00, Hühnere'.! r 1 Stück 5 X 2 Stück 10-11 X KLse pr. 6t. 5—8 X Jt&femr c pr. 6t 8 H, Erbsen pr. Liter 17 X Linsen pr. Liter 28 X tauLr-. pr. Paar * 0,85—1,10, Hühner pr. Stück A 1,20—1,40, Hahtun pr. 6t X 1,50-2,00, Enten pr. 6t X. 1,80 bi« 2 20, Ochsenflrtch pr. Pfd- 70-74 X Kuh- u. Rindfleisch pr. Psd. 60-64 H, 6chweir . fleisch pr. Psd. 60—70 X Kalbfleisch pr. Psd 60—66 4, Hamme> fleisch pr. Psd. 56 -68 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50-4,50 A, Weißkraut pr. Stück---A, Zwiebeln pr. Centn er 8,00—9,00 X, Milch pr. 8ti?r 16-20 X Enteneier 2 6t 11 X GSnseeier 10 X Kirschen pr. Pfd. 26-30 X___________________________________ Tuch- und Buxkinstoffe ä Mk. 1.75 Pfg. P.Mtr. versenden in einzelnen Metern birect an Jedermann. Erste« Deutsches Tuchoersandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Fabrik-Depot. Muster umgehend franco. 936 rWW.ad) den Beobachtungen fceroorranenber fcautänfe und amt: lieber Chemiker ist die vorzügliche Wirkung der Doering'» r ▼ Seife mit der Eule auch bet Denjenigen heroorzuheden, die eine zarte empfindliche Haut haben. Durch den Gebrauch dieser vortrefflichen Seife springt die Haut nicht aus, sie wird glatt und zart, man empfindet nicht das lästige Spannen und Brennen nach de« Waschen und außerdem übt sie den günstigsten Einfluß auf Schönheit deS Teint« und srischeS Aussehen der Haut. Käuflich für 40 Pfg. Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemefftn am 5. Juni, »wischen 11 und 12 Uhr: Wasser 15, Lust 16°. Rübsamen'sche Badeanstalt. 9 Heugras - Versteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 11. und Dienstag, den 12. d. Mts., jedesmal Vormittags 9 Uhr be ginnend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, den 11. Juni, von den Wiesen vor der Neustadt (einschließlich der Wiese des Hospitals am Wolsssurt, von welcher das Gras um 9 Uhr an der Rübsamenschen। Badeanstalt ausgeboten wird), am Neuenwegenthor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthal (einschließlich der HoSpitalwiese in der Gemarkung Wieseck, von welcher das Gras um 1 Uhr im Philosophenwald zum Ausgebot kommt), im Heegstrauch,: von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof, Dienstag, den 12. Juni, von den Ochsenwiesen, den Wiesens im Stolzenmorgen, UterSbrunnen, Altentssch, Nachmittags ,/»2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen^ Nachmittags Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Altenbuseck; Nachmittags >/,4 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen- buseck. Die Zusammenkunft ist Montag, den 11. Juni, am Neuftädterthor und Dienstag, den 12. Juni, in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, PorstchendeS in chren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, 4. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4759 Gnauth. I 20 20. Größte in Bekanrrnnachimg. Nachdem der Wiesenvorstand auf Grund des Art. 20 der Wiesen- Polizeiordnung Bestimmung dahin getroffen hat, daß die Aberntung solcher Wiesen der hiesigen Gemarkung, auf welche der Wiesenbesitzer unmittelbar (d. h. ohne den Grundbesitz anderer zu betreten) nicht gelangen kann, erst vom 15. Juni ab vorgenommen werden darf, bringen wir dies zur Kenntniß der betreffenden Wiesenbesitzer. Gießen, den 4. Juni 1894. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. [4744 Ieikgevotenes. Stachelbeeren rum Einmache« und zum Rohesten stets zu habe«. Näh, in Exped. Ladeneinrichtung für Kurz-, Wall- und Weitz« waaren-GeschLfte paffend, billia zu verkaufe«. Off. unter 0 L. 727 an die Expedition d. Bl. 4746 Neue Vollhäringe, „ Matjeshäringe, ächte Frankfurter Würstchen, neue Malta-Kartoffeln, eingemachte grüne Gurken empfiehlt 4764 Carl Schwaab, __Delicateffenbandlung._________ 4760] Reue Bollhäringe (die erste Sendung), «eue MatjeshLringe wieder eingetroffev bet C. G. Uleiuhen«. „ Ia- Schellfische, Cabliau, Hecht, Zander, achten Rbein-Salm, 1894r junge Hahnen, Enten, Gänse, Tauben, Hühner rc. stets zu haben. Aecht. Edamer, Matwaare, eingetr- 4738] Gut erhaltene MSbel wegzugshalber zu verkaufen. Ludwigstratze Rr. 35. Wermiettzungen. 4747] Schöne Mansarden - Wohnung Liebigstraße 59, Neubau, per 1. 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Nachträgliche Grat«latio«. Wir gratuliren Dir zu Deinem 20jährigen Wiegenfeste, daß es in der Hammstraße schallt und in der Süd- Anlage widerhallt. 4748 __Kastee-Clad I. 4736] In einer anständigen Familie finden zwei Schüler gute Pension- _______________Ludwigstratze 35. 4737] Ein ehrliches nettes Mädchen als LaufmLdche« gesucht auf sofort. _______________Alicestraße 22, 2. Stock. 4549] Junges Mädchen von außerhalb sucht das Kochen zu erlernen. Offerten mit Preisangabe unter L. K. 100 bittet man an die Expedition d. Bl- zu richten. IMrthdtttt mit guten Zeugnissen, suchen Stelle auf sofort durch 4756 Frau Seybicke, Babnhofftr- 43. 4757] Ein Mädchen, in allen Näharbeiten bewandert, sucht Beschäftigung. Näh, bei Germann, Bäcker, Neuenweg 2. 4758] Für ein hiesiges Ctgarrengeschäst wird zum alsbaldigen Eintritt eine tüchtige zuverlässige BerkLuferi« ges«cht. Off- unter M. G. an die Expedition d- Bl. 4762] «in Wagnergeselle und ein Lehrling gesncht. Wagnermeister Mühlich, Dammstraße. 4763] «in kräftiger, stadtkundiger Laufbursche wird zu sofort gesucht. Wo? sagt die Expedition d- Bl-_______________________ 4743] Ein Schreinergeselle sofort ge- sucht. Ehr. Euler, Ludwigstr. 14. Weißbindergesellen S gesucht. R. Schmall, gr. Mühlgaffe 10. Deutsche Dertags-Anstalt in Stuttgart. Jeher Kunlie. jcicm Zireund einer qulnr Anlerkallunasteklüre zu empleklen! Bringt jährlich etwa * W 10 bis 12 neue Worncrne der ersten deutschen Schriflsteller für vxerteltiiltrlidj luaw. (für 12 Wochen.Pummern) oder 35 Pfennig pro Dest, so daß jeder Roman den Abonnenten durchschnittlich nur 70 bis 80Pfennig kostet, demnach kaum mehr als in der Leihbibliothek allein für daS Lesen zu zahlen wäre. Die „Deutsche Romanbibliothek' ist die billigste und wertvollste Unterhaltungs - Zeitschrift! ISOF" Die erste Nummer ober das erste Dest ist durch jede Luchhandlung zur Anstcht zu erhalten. "3BG. = Abonnements-- in allen Buchhandlungen und Postaustalten. Steins Garten. "3M Donnerstag, den 7. Juni: I. Abonnement Concert. Anfang i/2S Uhr. — Entree 50 Pfg. Die Liste liegt noch an der Kaffe zum Abonniren offen. 4745______________________________Kransse, Großh. Musikdirector. jConcerthaus Lahnstein. Freitag den 8. Juni, Abends 8 Uhr präcis: I. Abonnements - Quartett - Soiree. Entree 50 Pfg. 4754 IO Abonnementsbillets für 3 Mk. sind auf dem Lahnstein zu haben. Ergebenst ladet ein Qa KfUSCb Oberhessischer Geschichtsverein. Sonntag den IO. Juni: Familienausflug nach Wetzlar. Programm: Abfahrt: 245 Nachm. Besichtigung des Kaismunt: Herr Rector Luerssen „Mittheilungen über den Kaismunt". Abends 5*/z Uhr im „Römischen Kaiser“ Vortrag: Herr Oberpfarrer Roebenacke „Zur Geschichte des Doms in "Wetzlar“. Rückfahrt ab Wetzlar 82h oder 1133 Abends._____________________Der Vorstand. Kunftverein — Section Gietzen. Die Ausstellung bleibt bis zum Bezug des neuen Ausstellungslocalk auf dem Brandplatz geschloffen. — Der Tag der Wiedereröffnung wirk demnächst bekannt gegeben. Gießen, 4. Juni 1894. Der Vorstand: 4766]________________________________ Gnauth._________ Obstbauverein Giessen. Nächsten Freitag Nachmittag von 3 Uhr ab wird Herr Obstbautechniker Metz aus Friedberg in meinem Garten am Nahrungsberg zu practischm Unterweisungen anwesend sein, wozu die Mitglieder des Vereins und Freunde des Obstbaues freundlichst eingeladen sind. Abends schließt sich der im amtlichen Theile dieses Blattes angekündigte Vortrag an. __________________________________ A. Scheyda. S« Gießener Freiw. Feuerwehr. Freitag den 8. Juni, Abends 8V2 Uhr: M MM- Hauptübung. 'M Wir verweisen auf § 17 der Satzungen. Sjjjty 4761]___________________Das Commando. Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Borschutz-- Vereins II, eingetr. Genossensch. m. u. Haftpfl., in Beuern^ werden zu der Freitag den 15. Juni er., Nachmittags 1 Uhr, in der Wohnung des Rechners stattfindenden außerordentl. Heneratversammlung, unter Hinweisung auf die besondere Zuschrift, ergebenst eingeladen.. Beuern, den 5. Juni 1894. Der Director: Der Rechner: 4751 Otto. Lind e n st r u t Cafe - Restaurant Leppla. 85 Seltersweg 85. 4668 Vorzügliches Dortmunder und Münchener Bier. Berliner Weißbier. — Feine Weine. Schöner Garten. -Vorzügliche Küche.-§este Kedienung. welches tiefbetrübt anzeigen in Steinau, den 4. Juni 1894. 4755 Familie Kaiser Steinau, Friedeihausen und Osnabrück. Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. Juni, Nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause in Steinau statt. Heute Abend 10 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden im 78. Lebensjahre auf Hofgut Friedeihausen unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater der Königliche Oberamtmann Jacob Kaiser Domänenpächter in Steinau j ReLllcttonr Ä. Scheyd«. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieße«. Aie heutige Yummer umfaßt 6 Seiten.