ne zu [er W8Q laus. l'/2 Uhr. .RI Hauses Kaiser Wilhelm arl Krause. •*on 30 Pfg, L Pracis, mluttg. Sscheidendeu Ml« 3941 'ang der nächsten m wir um fernere rt der Alice-schule Mitglieder. Für les wirklichen M ter plan । Giessen, Friedberg, •nz, Deutz. Stockheim, imenden und on 20 Pf Auzeigei“ jLrch die Aue Vorstand. btn 6. Mai, erhaltung. ft. Häuftr. Mst. t. itt W -kB 71.56 22.93 35J0 86 - 38SL? 219.1» 165$ 110$ 114$ 848° 1« iS 9tt, 104 Zweites Blatt. Sonntag den 6. Mai 1894 Da •Mfrwr >*|€inzn§«r mschotluh fcitieel brtt^L Gießener Anzeig er • Kenerat-Unzeiger. Btrrteljlbrifa As«mm M m 5P Oi»s 2 Mark 90 Psg. ■» Vrmgerlah». Durch die Poft benagel S Karl 60 Pt» •eUrtian. *TP**W und Drudfrei: >4»lh‘l< WM» 0 d- und forstwirthschaftliche Berufs- genossenschaft für das Großherzogthum Hessen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen •* die «rstzb. Nüraermeittcreie« deS AretfeS. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen lassen. Unter Bezugnahme auf $ 5 und 10 der Verordnung vom 11. Juli 1888, die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen betr., und unser Ausschreiben vom 17. Juli 1889 (Anzeigeblatt Nr. 167) machen wir Sie noch darauf aufmerk, sam, daß die Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz nicht selbst bewirthschaften, bei der Anmeldung das Rechts- verhältniß (z. B. Pacht rc.) und die Pachterträgnisse der einzelnen Loose anzugeben haben. Heber die gestellten Anträge haben Sie ein Register nach der Zeitsolge der Anträge in vorschriftsmäßiger Form (cf. Formular A. zu der Verordnung vom 17. Juli 1889, S. 93 des Regierungsblattes) zu führen und dies Register spätestens bis zum 15. Juni l. I. unter Anschluß der gestellten Anträge und der dazu gehörigen Nachweise an uns einzusenden. Innerhalb gleicher Frist sind die Anmeldungen ein* getretener Befreiungsgründe von der Beitragspflicht (cf. $ 10 der allg. Verordnung) mit dem von Ihnen zu führenden Antragsregister uns mitzutheilen. Die Anträge sind von Ihnen zu prüfen und nach Befund als richtig zu bescheinigen. Sodann weisen wir Sie unter Bezugnahme auf § 14 und 15 der genannten Verordnung hierdurch an: 1) Verzeichnisse her in den Gemeinden etwa vorhandenen landwirthschaftlichen Nebenbetriebe (z. B. von Fuhrwerks, Drescherei, Brennerei , Molkerei-, Steinbruchs-, Sandgruben-, Lehmgruben-, Torfstich-, Ziegelei-, Kalköfen-, Kellerei Betrieben rc ), soweit diese Betriebe nicht bereits nach dem gewerblichen NnfallversicherungS- gesetz vom 6. Juli 1884 versichert sind, 2) Verzeichnisse der außerhalb des Großherzog- thums gelegenen Grundstücke, welche zu einem landwirthschaftlichen Betrieb im Großherzogthum gehören, mit Angabe dieser Grundstücke nach der Katasterbezeichnung, der Größe und des Eigenthümers, an den Vorstand der land- und forstwirthschaftlichen BecufS- genosienschaft, Herrn Regierungsrath Nover in Darmstadt, bis Ende Juni l. I. einzusenden. I. V.: Dr. Melior. Cocains und provinzielles. Gießen, den 6. Mai 1894. •* In Amerika verstorbene Hessen. Newyork City: N. A.: Philipp Junker, 53 Jahre alt, aus Gedern; Nikolaus Winkler, 73 Jahre alt, aus Viernheim; Dr. Peter Baumann, 54 Jahre alt, auS Groß-Gerau; Elise KlemenS geb. Neckermann, 32 Jahre alt, aus Offenbach a. M. Brooklin, N. D.: John Oestreich, 43 Jahre alt, aus Lauterbach. Jersey City, N. I.: Karl Metz, 57 Jahre alt, auS Mainz. R hine, WtS.: Friedrich Geffert, 68 Jahre alt, auS Nierstein. Smithon, Jll.: Katharine, Gattin von Leonhard Kunkelmann, 76 Jahre alt, aus Erbach. Toledo, O.: Konr. Jäger, 40 Jahre alt, auS Pfungstadt. Town Jackson, Washington Co, WiS.: Christian Schowalter, 81 Jahre alt, auS Wallertheim. *♦ Im Jahre 1893 ergingen im Großherzogthum Hessen 2747 rechtSkrästige Bestrafungen von Landstreichern und Bettlern (Starkenburg 1058, Oberheffen 498, Rheinhessen 1191). In den letzten fünf Jahren (1889 bis 1893) hat Im Verhältniß zur Bevölkerung betrachtet, entfällt hiernach auf 10,000 Einwohner die nachstehende Anzahl Bestrafungen von Landstreichern und Bettlern: die Anzahl der Bestrafungen in den drei Provinzen und im Großherzogthum betragen : in 1889 1890 1891 1892 1893 Starkenburg 1202 850 1223 1304 1058 Oberhessen 594 510 468 552 498 Rheinhessen 1106 876 908 1194 1181 im Großh. Hessen 2902 2236 2599 3043 2747 in 1889 1890 1891 1892 1893 Starkenburg 29,42 20,03 29,14 30,66 20,69 24,79 Oberhessen 22,69 19,16 17,60 18,04 Rheinhessen 36,57 28,39 29,54 37,87 37,92 im Großh. Hessen 29,83 22,48 26,18 30,25 27,25 W. Aus der Wetterau, 3. Mai . Die Gänsezüchter machen dieses Jahr ähnliche Erfahrungen, wie die Züchter von Biurncu, Gräser- und Waldsämereien, nämlich es sind ziemlich taube, unbefruchtete Eier, beziehungsweise Samen vorhanden, was wohl mit dem heißen, dürren Sommer 1893 zusammenhängt. Einsender dieses erzielte von zwölf Eiern nur sechs junge Gänse. Ein Nachbar brachte von neun Eiern nur ein Junges und ein anderer sogar von vierzehn Eiern nur ein Junges davon, obgleich die betreffenden Brutgänse sehr tüchtige, fleißige Brüterinnen sind. Schreiber dieser Zeilen legte die Gänseeier einer Truthenne unter, welche bekanntlich vortreffliche Brülermnen sind, und trotzdem ergab eS ein ungünstiges Resultat, woraus folgt, daß die Eier mangelhaft waren. DaS nasse, frostige Wetter ist bekanntlich dem jungen Geflügel nicht zuträglich. Wer keine Verluste erleiden will, lasse das Gethier im warmen Raume. -e. Reu. Ulrichstein, 1. Mai. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro April 1894. Ende ? April 1894 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos I 72 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- * herzogthum Hessen 14, Regierungsbezirk Kassel 12, Regierung-- Feuilleton Mnftr Garten im Msi. „Ihr Grübler, die ihr, fern verloren, Traumwandelnd irrt auf trüber Bahn — Wacht auf, die Welt ist neu geboren, tote zeigt euch Wunder, nehmt sic an!" (Seibel. Der Mat ist da! Dem Sonnenstrahl gleich, der sich rüstet, dm köstlichen thauglitz-.rnden Morgen einer im srischm Jugendschmuck prangenden Natur zu vergolden, will das Pfingstfest durch blüthen- schwere Thore einziehen. Und wie wenige wachen auf — wie wenige kennen die überwälitgmde Schönheit, die kleinen Wunder eines lachenden Maimorgens im Garten! UnS treibt eS heute früh heraus. Noch ist e« Stacht und stied- Uche Stille umlagert das weltferne Heim, unseren Garten. Wir treten durch das Hlnterpjöitchen, aus dem mit Epheu traulich umsponnenen Vorplatz, in die frische Kühle hinaus. Alles noch grau irr grau; kaum em bleicher Lichtschein deutet am Himmel den Osten an. lieber unS funkeln noch die Sterne. Je länger wir in das unergründliche All hinaufsehen, desto mehr scheint das Funkeln an Lebhaftigkeit zuzunehmen. Sollte dies Flimmern und Winken, nach altem Seemannsglauben, uns baldigen Regen bringen .' Es ist die immer feuchter und deshalb durchsichtiger werdende ßuft; die ersten Hahnenschreie mahnen den eben sich bildenden Frühlhau, sich in seinem geheimnißoollen Weben zu sputen! Wir treten hinunter auf die grau verschleierte Rasenfläche, über die, fast geisterhaft, mit unhörbarem Fluge eine Eule wegstreicht. Im ersten Grauen erkennen wir schwach vor dunkelem Buschwerk bleiche Liliensterne, deren süßer Nachtdust im Thau leise erstirbt. Es sind B e r m u d a , Orterlilien; den diesmal so frühen Äuferftebung8tag haben sie versäumt: nun aber blicken sie uns. träumerisch ernst, mit ihren fast potaunenförmigen Blüthen inS Gesicht. Wollt ihr uns erzählen von eurer fernen Heimath im Ccean, von den furchtbaren Meeresstürmen, die euere Blülhentage so häufig umtosen, vom verzweifelten Ringen der zum Spielball der Orkane gewordenen Schiffe, vom harten Seemannstod manch tapfern jungen Blutes? — wie ihr auf hohem Meeresstrand erblüht, die Trost- und Ruhelilien für manch verzweifelte- Mutter Herz schon geworden?'. Immer dichter webt der Thau. ES ist, wie wenn drei Schichten im Luftmeer über dem schlummernden Garten lägen: die jungen Fichten hier, daneben der blühende Quitter bäum, sie strahlen ihre Erdwärme leise 'in die oberste Schicht. Das führt zur Abkühlung ihrer Umgebung. Es sinken die abgekühlten Lufitheilchen, lammt Wassergehalt, in die tiefere, mittlere Rcgion. Hier ist die Vegetation durch niederes Buschwerk, durch Stauden, andere Blurnen- pflanzcn und Gemüse, noch reicher oertreten : sie strahlt ebenfalls fortgesetzt ihre Wärme aus, dadurch, wir fühlen es deutlich, wird die Luft noch mehr abgekühlt: der Thaupunkt ist perfect — Milliarden Dunstkügelchen verdichten sich, taumeln in lebhaftem Frühreigen hin und her und hängen sich an Blätter und Blüthen. Inzwischen sinkt die gekühlte Luft noch mehr herab, in die unterste Schicht, bis auf den Boden. Dieser erwärmt sie, führt ihr aber auch zugleich einen Theil feiner entfliehenden Feuchtigkeit zu. Die erwärmten LuflthUlchen fliehen aufwärts. biS »n die oberste Schicht, um von dort den Weg erneut und immer wieder zurück- zulegen, bis das erwärmende TageSgeftirn der Ausstrahlung ein Ziel setzt. Wehe, wenn die Ausstrahlung bei völlig klarem Himmel und gesunkener Temperatur eine zu intensive wird: bann regieren die Eisheiligen, die diesmal im Kalender gerade zu Pfingsten dräuen — der Nachtfrost ist da! Und nun dämmert der Morgen herauf. Zuerst in kaum sichtbar zarter H-lle, bann in unbeschreiblich feierlicher Glorie, zeigen sich leichte Schleierwolken über bem östlichen Horizont. Es ist, wie wenn von ihnen aus das leuchtende Signal zum Morgen, zum Erwachen der ganzen Natur, erstrahlte. Der Ausgang röthet sich sanft, besäumt feine Morgenwolke mit überirdischem Licht — die sanfte Röthe ftrahll schüchtern hinauf zum Sternenzelt, erlöscht das Gesunkel leise und läßt das Grau des südlichen, und westlichen Himmelsgewölbes, nach einem vorübergehenden rosigen Hauch, in morgenfrischem Azur leuchten. Jetzt werden zuerst leise, dann frohlockende Stimmen im nahen Parkwäldchen wach. AuS dem geräumigen Etarenkästchen im noch blühenden Apfelbaum sieht zuerst ein gelber Schnabel, wie nach bem Wetter spähend; dann fLegt der Star heraus, gewandt hinaus auf die höchste Spitze der ihm gesetzten Stange. Er bläst sich auf, flüchtig glättet er sein Gefieder, j tzt schwatzt cr, prälubtrt und gehr bann jutelnb in sein Loblied des auftauchenden Moraens über. Nun wird es auch im Häuschen lau': das Piepen und Schwatzen der Brut. Am Himmelfahrtstage sollte sie nach dlm alten Volksalauben ausfliegen, dazu reichte es aber in diesem Jahre nicht. Bald wirds sicher geschehen, das totarenpäichen sorgt eifrigst dafür. Beide sind jetzt da. Unter Geschwätz und fröhlichem Flügelfchlagen geht eS auS und ein. Bald ist der Herr Gemahl drüben in Der Wiese, mit zierlichem Kopfnicken einherstolzirend, um den eben sich auS der Bodennacht ins Frühlicht herausarbeitenden Maikäfer abzufasfen, bald wackelt Frau Stärin durchs Salatbeet, einen Schnabel voll schmackhafter Drahtwürmer heroorzuziehen. Dann gehts in schwirrendem Flug zurück, die Mäuler zu stopfen, nicht zu rasten und zu ruhen, bis die Pflicht aethan : zwiefache, Elternpflicht gegen die nimmer* satte Brut, DankeSpflicht gegen den Schöpfer deS geliebten Sommer- häuSchenS! . Inzwischen umlagert eine unendliche Weihe Baum und Strauch: ein feierliches Licht überkommt von oben her die alte Pappel; das zwischen Fruchtbäumen fast versteckte ferne Kirch- thürmchen strahlt plötzlich vergoldet, dann taucht eS herab, das goldme herrliche Licht, umfließt Garten und Gegend, um Myriaden von Lebewesen von Neuern zu beglücken — majestätisch, hinter purpurner filberumsaßter Wolkenbank taucht Allstegerin Sonne langsam auf! Schwalben, die am Hausdach fröhlich zwitschern, fliegen auf, baden sich im leichten Morgenwind die Flügel und im nahen Felde steigt eine Lerche senkrecht jubelnd zum Himmel, um in innigem Loblied Sonne und Maimorgen zu begrüßen. Nun wird es überall wach; Tausende von Blüthen, die sich linge. Wirkung hat nur, w.nn dem Käfer auf der ganzen Linie der Krieg erklärt wird und hinreichende und wohlfeile Truppen können nur die Lehrer und die Schuljugend stellen. Die Regierung hat mit den für das laufende Frühjahr getroffenen Anordnungen zum Käfersammeln den richtigen Weg gewählt; leider scheint er nicht überall betreten zu werden. So gut wie im Interesse der Landwtrthschast „@rntefetien* und „Kartoffelferien" gehalten werden, müßten auch „Maikäferfertm" angeordnet werden und zwar im Interesse der Landescultur. EL würde schon genügen, wenn die Schulstunden vor 10 Uhr im Mai ausfielen ober Nachmittags nachgehalten würden, um zum Käfersammeln billige Arbeitskräfte zu erhalten. Der Engerling bat in Deutschland, namentlich auch in den Wäldern, eine höchst gefährliche Verbreitung gewonnen, welche den Bodenertrag jährlich um Millionen schädigt. Die Gemeindeoorstände sollten sich daher durch die vier- bis fünfjährigen Flugjahrpausen nicht einschläfern und abhalten lassen, Alles zur Vertilgung des Käfers zu thun, wa« nur in ihren Kräften steht, wo und sobald er erscheint. Br prima MffchlenI derben pr in Tausch Gr; io, Au8| Jedem Ste F|gure ""Ser ’ ra8se 30 6ildhau •fitrtr L°? 6lt,es yfr:,'- ?,e Motta J "* M •84 !* ‘US ’,e,n d-- M ? £ “«rttrttn ®oSnten, I„. ** «c ‘«™» Ml Itin 6tfd)ii ereilt. ~a8tS Dom 6®, 7 b«6 f-S-olon. ‘«i freiem Seit, *« Strafte »°liw $am,6 e’lWn Geld, als n dn Anstrengung lcn ihn als Schlaffem er fein^T; m als Schanklocal 111 einigen buqtiatn iDirth hatte öh$ lifetrauen entgegen- 'M nächsten Morgen i haben, wenn sich Nachricht im Doch r Hexenmeister aus Zauberivagen" im öer Reisende seine lens' Arme zu sin- eugierigen Bauern r Hand, der das le, um die in dem- I zu machen. Dann der Wirth zu hin liestlich der verdäck Stücke zerschlagen, ch seine Reise not :(btu Angesicht- !c. >, daß für ijc nn ar, nichts luitrti zur nächst« Bahn nun über Soniian kehrt, ybtnlt aber •n den Pia» einer SwegS auszugeben. ikMchr chrn Details auf ein amerikallüchel z fin de siede! - e zu Berge staute- lief. Der Bericht n, die sich in W iuf den Staupla? zu einem Brei zu- gurloS verschwunden. :flner unversehrt vor. (folgt der Nm ' daß die Shre der var." ige. MtiMd.nl au« g inle-m ist de. Nlemuns. W ;m sichren * -,nn auch F5&S riÄj i"tS »2®»’ftd)W® elIen,1? ffltiiis 6IIti e kncisi «mnvlt \ gi der^ ^ndimen nUTS tUpPLbattnl>^J itn ij® J» betreten I1 e der ßfltnioHit* tdern, im (ÄtlWJL sirnde 1 4I etofJWJj Spitzcnuinhäng'c, seidene Capes und Stanbmäntel, iu grösster Auswahl in allen Preislagen neu eingetroffen. 3683 Jaquets und Regenmäntel verkaufe wegen vorgerückter Saison zu bedeutend herabgesetzten Preisen. _S. Weimersheim Nachfolger. 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