^rein, Ntm# Abends Nr. 78 Erstes Blatt. DonnerStaa den 5. April 1894 S b.i d« Drr •M«« >Mrt«al(ltiirilht »ertrn ban Bajrtfet -»«chenilich bc«i*el bn|He|L Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. VierlaliadNtz«» 2 «erf 20 W ■* Bringkrloh«. Duach bu Poft txpfHi J «art 50 Pß,. ÄcUetwn. »pebtrt* unb Drudcrfl: >4e<|rei« JU.1. S. ien angestellten semi« nnd Rang. ganze Philippika von irthode an den Gy», "gen Enichtuug eines bah die Regierung ihr ag flit dir Lehrer noch dnlrgt eine Reihe v« Schmidt fireisteu ii n Gymnasien so hlch terer und Abg. Friek- n. Morgen srlih 9 L «t d°"° s .1«6 i(d)t a“B n 1«$* St»«*«« Hl. •?£ er3' *S» * ! ;»*?>« s*r** tM161 ^«68 5UÄ Gießen U W iobl.re sr?Ä sÄse rs'-ti sä«; enden ..^zßigl^ n seiner am29.ttk| der mit der Hl ah» chästigt. ES vnndn e au« der Einführung . Wagenklasie und Er- Mit«!, di! Ml", Orte grdirnt Haven, «bl« rot*' tholt versucht habe, d« m dazu zu W ta btenirb!»««» * W* M ist fir jede Fahrt (Hin- ober Rückfahrt) eine halbe Fahrkarte 4. Klasse zuzulösen. DaS Antragschreibeu ift von der Fahrkarten Ausgabestelle abzuftempeln und an den Führer des AuSflugS zurückzugeben, welcher dasselbe dem Fahrpersonal auf Verlangen vorzuzetgen hat. Den academiichen Anstalten in Bezug auf die Bewilligung von Fahrpreisermäßigungen gleich zu achten sind: Bergschulen, Kunstschulen und Kunstgewerbeschulen. C. Schulfahrten. Die Vergünstigung für Schulfahrten hat eine Erweiterung dahin erfahren, daß die Fahrpreisermäßigung schon bei einer Theilnehmerzahl von inSgesammt 10 Personen, einschließlich der begleitenden Lehrer, Lehrerinnen oder deS SchulinspectorS, bewilligt wird. De» »eiteren ist die Vergünstigung auch den Fortbildung- und Baugewerkschulen zugestanden. •• Akademisch gebildete Siseabahningenieure werden zu Vorarbeiten und dem späteren Bau von Nebenbahnen gesucht, ferner tüchtige Sisenconstructeure für das bautechnische Bureau de» Ministeriums. Schriftliche Meldungen sind unter Bei- lüaung eines Lebenslaufes und der Zeugnisse über den Studiengang, etwaige Prüfungen und bisherige Praxis, sowie mit Angabe der GehaltSansprüche bei dem Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Eisenbahnwesen in D a r m st a d t, ei izureichen. r ?ei bpoziergange» in Walde ist gegenwärtig wieder große Vorsicht mit Feuer geboten. DaS dürre Laub ist durch die Ost- und Nordwinde an vielen Stellen vollständig auSgetrocknet und daher bei der geringsten Unvorsichtigkeit mit Feuer ein Waldbrand zu befürchten. Darmstadt, 3. April. Seitens der Firma I. G l ü ck e r t, Hofmödelsabrik, Bleichstraße hier, wurden heute zwei Holz- pl.sondS zur Verladung gebracht, welche für da« neue NeichStagSgebäude bestimmt sind. Diele Zimmerdecken sind mst reicher Bildhauerarbeit verziert und wunderschön ausge- arbeitet. Auch ein Theil der Möblirung für daS Reichstags« jebiube wurde obiger Firma zu Theil. Da die Arbeiten für da- ReichStagSgebäude nicht in Submission vergeben werden, sondern nur an die bestrenommirtesten Firmen, so ist b-eS wiederum ein ehrender Beweis für die Industrie in hiesiger Stadt. Stainj, 3. April. Der ehemalige Capellmeister Kern *om 118. Infanterie-Regiment, der kürzlich von dem Kaiser begnadigt wurde, ist vor einigen Tagen nach Amerika ouSgewandert. • Frankfurt a. M., 2. April. Gestern Nachmittag nürzte ein in der Schnurgasse wohnhafter Tagelöhner, welcher verheirathet, aber kinderlos ist, unterhasb de- hiesigen Winterhafen- beim Sohlenousladen in den Main und ertrank. — Als gestern ein Arbeiter deS Zoologischen Garten-, um sich cm Geldstück anzueignen, den Zwinger de- Elephanten „«Iben" betreten wollte, wurde er von dem Thiere erfaßt und vermochte sich nur mit zerrissenen Kleidern und auS mehreren lrichten Verletzungen bluiend zu retten. Da der ^beiter gegen das ausdrückliche Verbot der Direction gehandelt hatte, wurde er sofort entlassen. • Der größte Wann de8 bayerischen Heere- hat mit Ende deS vorigen Monats feine Uniform abgelegt und die E,oil« kleidung angethan, um seinem Studium nachzugehen. Der betreffende Einjährige, welcher beim 9. Infanterie-Regiment -U Würzburg diente, stammt aus Eoblenz. Er hat die respectableHöhe von 198.7 Zentimeter, d. h. ohne Fußbekleidung. Mühlhausen i. Th., 30. März. Heute Nachmittag ist hier die ossicielle Depesche eingetroffen, wonach das Thüringische Ulanen-Regiment Nr. 6 zum 1. October d. I. nach Hanau verlegt wird und die hier gemieteten Wohnungen sofort zu kündigen sind. '»rüffel, 3. April. Die Polizei entdeckte gestern irnKeller eines Hauses in Molenbeck eine geheime Branntweinbrennerei. Der Besitzer schädigte den FiscuS täglich um 1800 Francs. Das Material wurde beschlagnahmt, der Besitzer verhaftet. Aus dem Bundesamt für das Heimathweseu. W. Der OrtSarmenverband Gießen hat die beiden in Ladenburg Baden beim Großvater in Pfleae befindlichen Kinder deS im Jabre 1883 verstorbenen und bitz dahin in Gießen ortsangehörigen Schuhmachers Decker bi« zum Jahre 1890 im Wege der Armen- pfiege unterstützt. Die- ist derartig geschehen, daß der OrtSarmenverband Ladenburg an deü Groß- beim. Pflegevater der Kinder an- sänglich pro Jahr 100 Mk, später 125 Mk. an Pflegegeld zahlte und diesen Betrag am Schluffe eine« leben Rechnungsjahres vom Sinnen« verband Gießen erstattet erhielt. So ist auch da« Pfleaegeld für ganze Rechnungsjahr 1889/90 vom Armenverband Gießen im Mai 1890 an den Armenverband Ladenburg gezahlt wordm. Gießen verlangt im ootliegenben Prozeß nunmehr von dem für da« Jahr 1889/90 gezahltem Pflegegelde einen Betrag von 55 Mk. 50 Pig. von Ladenburg unter der Behauptung zurück, daß er diesen Betrag über seine Verpflichtung hinaus gezahlt habe. Es stehe, so führt der K äser auS, unstreitig fest, daß die Mutter der beiden Pfleglinge im October 1889 einen in Seckbach bei Bockenheim ortsangehörigen Mann geheirathet habe, sie fei dort alfo durch diese Verheirathung ebenfalls ortdangehörig geworden und diesen Unteistühungswohnfltz der Mutter teilten auf Grund der gesetzlichen Vorschriften die Kinder. Der eingeklagie Betrag fei derjenige, der vom Oktober 1889 bi« zum Schluß de« Rechnungsjahres 1889/90 für die Pfleglinge aufgewendet worden sei. Er habe Ccntelben nicht mehr zu zahlen gehabt, weil eben Gießen damals aufgehö-t habe, Unterstühungswohnsitz der Kinder ju sein. Ladenburg müsse diesen Betrag deshalb zurück,ahlen. Durch Urtheil des Großherzoglich Badischen BezirkSrathS zu Mann- i Abweisung der Klage erkannt wordm, dagegm »er- lLC ®°b«fflicht bezüglich der jür die »xaer lchen Kinder gemachten Aufwendungen anerkannt und den Üx2?.n?.m Zablungsmodus vereinbart habe, lediglich al« Bevoll- Klager« und nicht al« vorläufig fütsorgkpfl'chtig.r b übereinstimmend dahin au«: Ein «tmmoerdand rönne überhaupt n.emal« die Rolle -eine« Prtvatbeoollmächtigten für einen anberen «rmenoerband übernehmen Es fei im vorliegenden Falle E°"br daoon auszugeben daß Ladenburg in Erfüllung einer gesetz- 8e6anbelt unb von Gießen für eine Zeit bte für die Decker schen Kinber aufgewendetcn Beträge erstattet erhalten habe, für welche Gießen zur Zahlung nicht mehr verpflichtet gewesen sei. Wöchentliche lleberstcht der TsdeHfälleUietzrÄ? 13. Woche. Dom 25 März bi« 31. März 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Milltär). SterbltchkettSztffer: 25,88°/« bezw.21,17nach «u«schl. ber Ortsfremden. _ _ , Kinber ES starben an: Zusammen: Erwachsene: hn vom Dtphtheritis 1. Lebensjahr: 2.-15 Iah«: 2 (1) — — 2 (1) Lungentuberkulose 1 1 — Lungenentzündung Sonstige entzündliche 1 1 — — Erkrankungen der AihmungS-Organe 1 1 Neubildungen Sonstige benannte 1 1 — — Krankheftm 4 (1) 3 (1) — 1 Gewaltsamen Tobe« 1 1 — — Summa: 11 (2) 8 (1) — 3 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen. — Warum ist ttpotheker «. Fiügge» Mtzrrhr« •) da» beste Mittel bei de« verschiedenste« Hamtteide« ««» Hautverlrtzungen k Weil seine antncpttfajen, neubtlbenben und bedenben Eigenschaften sich in keinem der anderen bisher gebräuch» lichen Mittel wie Vaseline, Glycerine, Coldcteam, Zink-, Bor-Saide, Lanolin vereinigt finden. 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Georg Engel Musketier in der Leib-Compagnie Insant.-Kegts. Kaiser Wilhelm sind mir von den Herren Offizieren, Aerzten und Kameraden des Verstorbenen so viele Beweise der Theilnahme, insbesondere auch durch reiche Blumenspenden, zu Theil geworden, daß ich nicht umhin kann, Ihnen Allen auf diesem Wege meinen aufrichtigsten Dank auszusprechen. Reimenrod bei Grebenau, 1. April 1894. [3000 Joh. Georg Engel ]llte$ricfinarhfn!^-^"i. [1370] Empfehle mich im Bügeln (Glanzbügeln) firtxu g. Raab, Neuen-BSue 7. Comsbericht ne* E. WasserscMeben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 4. April 1894. 1 Uhr 15 Min. Gute Schülerpension mit wirklicher Aussicht [2278 Gymnastall Dr. Roge, Ludwigftr. 27,p. 2863] Für einen taubst. Jungen, der das Schneiderhandw. erl. will, wird ein Meister gesucht. Nähere Auskunft über Lehrgeld u. s. w Teufelslustgärtchen 20,1 1913] Ei« Glaferlehrling gesucht. Ludw. Schmitt. 299o] Wegen Versetzung des Herrn Dr. Stoericko sind 2 mbl. Ztm (Woün- u. 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Amts- und Anzeineblutt für den Ureis <6ie^en. chratisöeifage: chießener Kamikienkkätter Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger« entgegen. «nuahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Dag erscheinenden Nummer bi» Vorm. 10 Uhr. Vergebung von Bauarbeiter». Die zur (Erbauung eines Rathhauses in Heuchelheim erforderlichen Arbeiten und Lieferungen und zwar: Maurer-Arbeiten JL 3488.76 Steinhauer Arbeiten „ Zimmer-Arbeiten „ Dachdecker-Arbeiten „ Spengler-Arbeiten „ Blitzableiter-Anlage „ Schloffer-Arbeiten Glaser Arbeiten „ Schreiner-Arbeiten „ Weißbinder-Arbeiten „ Tapezier-Arbeiten feifen» u. Rührenlieferung „ «erden am 905.80 1737.14 645.34 366.55 250.- 459.90 646.74 2291.61 1998.83 18.90 459.— Montag den 9. April l. Js., Nachmittags 3 Uhr, im Gemeindehaus daselbst im Sub- misstonsweg vergeben. Voranschlag. Pläne und Bedingungen liegen bei Großh. Bürger- meistel ei Heuchelheim zur Einsicht offen. Gießen, am 30. März 1894. Der Kreisingenieur. 2895_____________Stahl. Die Lieferung von 400 Stück Baumpfählen und zwar 200 Stück nach Trohe 200 „ Gießen wird am Dienstag, den IO. April l. Js. Bormittags 9 Uhr im Amtszimmer des Kreismgenieurs, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen und die Angebote ein- zvreichen sind, vergeben. Gießen, am 30. März 1894. Der Kreisingenieur ___________Stahl._______2894 Die Lieferung des zum Einwalzen von Decksteinen erforderlichen »iidematerial» (Airs beim. Snob) und -war ca. 150 cbm auf die Kreisstraße Gicsten-Krosdorf ra. 45 cbm auf die Kreisftraße in Maiuzlar ca. 90 cbm auf die Kreisstraße Mainzlar-Treis a. Lda. ca. 165 cbm auf die Kreisftraße Treis a. Lda. Allendors a. Lda. ca. 155 cbm auf die Kreisftraße Allendors a. Lda.-Londorf wird am Dienstag, den RO.April I. IS. Bormittags 10 Uhr im LmtSzimmer des Unterzeichneten, woselbst die Angebote einzureichen find und die Bedingungen zur Einsicht itfen liegen, vergeben. Gießen, am 30. März 1894. Der Kreisingenieur ____Stahl._______2892 Corsetten NI »en neuesten Fayons für Damen, Konfirmanden und Kinder, in großer Auswahl empfiehlt Robert Haas, Seltersweg 18. NB. Zurückgesetzte Corsetts sehr billig. [2243 Schellfisch etc. Wtafte frische SBaare, in SiSpackung Wtiwoch und Donnerstag eintreffend, Ä 25 H per Pfd. im Rebfts«. (2982 Holrverkauf. Aus den Waldungen der Gemeinde 'Allendorf a. Lda. District Thal, Lausköppel und Streitkopf sollen circa 60 fm Nadel-Bauholz und .. 119 fm Nadel-Grubenholz im Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungen liegen auf hie sigem Bürgermeisterei - Büreau zur Einsicht offen. Angebote sind bis zum IO. April l. I, Vormittags 10 Uhr mit der Aufschrift versehen „Submission auf Bau- oder Grubenholz" an uns einzureichen. Kaufliebhaber, welche daS Holz besichtigen wollen, wollen sich an Forstwart Peter dahier wenden. Allendorf a. Lda., am 31. März 1894 Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. Lumda 2885________Rein.___________ Bonnrretag, 5. 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