1894 9lt. 3 Freitag den 5. Januar Der Hietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamikienvlälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Siebener Anzeig er Kenerat-Unzeiger. Vierteljähriger Abonnementspreir« 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.?. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamitienbkälter. " " -■ - ' -— 1 — Alle Annoncen-Bureaux des Jn< und Auslande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche* LKeil. Gießen, den 2. Januar 1894. Betr.: Obstbaumwärter-Cursus zu Friedberg im Jahr 1894. Der Dircctor des landw. Bezirksvereins Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Ich benachrichtige Sie hierdurch ergebenst, daß der land- wirthschaftliche Bezirksverein Gießen in dem Voranschläge pro 1893/94 eine Subvention von 600 Mark für junge Leute, welche an einem Obstbaumwärter Cursus theilnehmen, in Ausgabe vorgesehen hat. Der Betrag von 300 Mark ist dem landwirthschaftlichen Bezirksverein von der Sparkasse zu Grünberg unter der Bedingung zur Verfügung gestellt worden, daß auch jungen Leuten aus den zum Sparkassebezirk Grünberg gehörenden Orten zum Besuche eines Obstbaumwärter-Cursus die entsprechende Subvention bewilligt wird. Bewerber um Bewilligung dieser Subvention aus den zum Kreise Gießen und den zum Sparkassebezirk Grünberg gehörenden Gemeinden der Kreise Alsfeld und Schotten werden zur alsbaldigen Einreichung ihrer Gesuche und etwaiger Zeugnisse bei der betreffenden Bürgermeisterei unter dem Anfügen aufgefordert, daß unter mHreren Bewerbern die Priorität der Anmeldung Anspruch auf vorzugsweise Berücksichtigung gibt und daß die Subvention namentlich unbemittelten Personen zugewendet werden wird. Der Lehr - Cursus für Obstbaumwärter zu Friedberg dauert 10 Wochen. Von diesen 10 Wochen fallen 6 Wochen auf das Frühjahr, 2 Wochen auf den Sommer und 2 Wochen auf den Herbst. Der Unterricht beginnt den 4. März 1894. Junge Leute, welche an dem rubr. Obstbaumwärter-Cursus theilnehmen, erhalten eine Subvention von je 70 Mark aus der Bezirksvereinskaffe. Die Großh. Bürgermeistereien werden ersucht, dieser Bekanntmachung die thunlichste Verbreitung zu verschaffen, Anmeldungen entgegen zu nehmen und dieselben unter Begutachtung der Gesuche an Großh. Kreisamt Gießen bis zum 10. Februar l. I. einzusenden, damit die Gesuche dem Aus- schuffe zur Prüfung und Genehmigung rechtzeitig vorgelegt werden können. Zugleich ersuche ich Sie weiter, geeignete Zöglinge für den genannten Cursus ausfindig zu machen und zur Anmeldung zu veranlassen. Carl Jost. Deutsches Reich. Darmstadt, 3. Januar. Gestern Abend 6 Uhr sand im Weißen Saale des Großherzoglichen Schlosses die Neujahrs-Galatasel statt, wozu an die Spitzen der Civil- und Mtlitärbehöroen, sowie an die Großherzoglichen Hofstaaten \ gegen 70 Einladungen ergangen waren. Der K. K. Oester- ! reichisch'Ungarische Gesandte Okolicsanyi von Okolicsna, der ; Königlich Preußische Gesandte Freiherr v. Plessen und der | Königlich Großbritannische Geschäftsträger Mr. Buchanan j nahmen daran Thetl. Nächsten Samstag, Abends 8 Uhr, ) findet im Großherzoglichen Palais am Louisenplatz der erste - H o f b a l l statt. Berlin, 3. Januar. Kaiser Wilhelm hat sich beim * diesjährigen Neujahrsempfang am Berliner Hofe jeder * officiellen Ansprache und ostenstat>ocn politischen Kundgebung enthalten. Dagegen soll sich der Monarch beim Empfange der Generalität befriedigt über die Entwickelung des deutschen Heerwesens im abgelaufenen Jahre geäußert haben. Außerdem ist es allseitig sehr bemerkt worden, daß bet der großen Glückwunsch- und Defilircour im Berliner Residenzschlosse der Kaiser von der Throneftrade herabstieg, als sich der Reichskanzler nahte und demselben unter gnädigen Worten die Hand reichte- in gleicher Weise zeichnete auch die Kaiserin den ersten Beamten des Reiches aus. Vielleicht 'darf man diesen allerhöchsten Huldbeweis, welcher dem Grafen Caprivi so öffentlich zu Theil geworden ist, als ein Zeichen betrachten, daß die Stellung des leitenden Staatsmannes des Reiches durch die Krisen und Differenzen der jüngsten Zeit keinerlei Erschütterung erlitten hat. Uebrigens nahm der Kaiser am Dienstag im Neuen Palais bei Potsdam die gemeinsamen Vorträge des Reichskanzlers und des Staatssecretärs v. Marschall entgegen, während das preußische Staalsmini- sterium am gleichen Tage abermals eine Sitzung abhielt. — Nächsten Dienstag nimmt der Reichstag nach Ablauf der parlamentarischen Weihnachtspause seine Arbeiten wieder auf und wird es sich nun bald zeigen, ob und inwieweit die Aussichten der großen Steuervorlagen in der weihnachtlichen Ruhepause eine Verbesserung erfahren haben. Eine solche würde zweifellos zu verzeichnen sein, falls die von der clericalen „Reichszeitung" in Bonn zuerst gebrachte Meldung sich als richtig erweisen sollte, wonach das Gros des Centrums angeblich bereit wäre, für die Steuervorlagen zu stimmen. Trotzdem aber das genannte Blatt seine überraschende Nachricht aus sicherer Quelle haben will, bleibt deren Bestätigung doch noch abzuwarten, galt es doch bis jetzt als gewiß, daß die Tabakfabrikatsteuer und die Weinsteuer gerade in den Reihen des Centrums mit die meisten Gegner zählten- auch | läßt sich vorläufig kein plausibler Grund auffinden, der die ! signalisirte Schwenkung in der steuerpolitifchen Haltung der Centrumspartei erklärlich machen würde. — Der neugeborene Sachsenprinz und zweite Großneffe König Alberts hat am Dienstag in Gegenwart eines glänzenden Kreises von Fürstlichkeiten die heilige Taufe empfangen. Der jüngste Sprößltng des erlauchten Wettiner Königshauses ist auf die Rufnamen Friedrich Christian getauft worden. — lieber einen bevor st ehenden neuen Erlaß an die preußischen Beamten erfährt die „B. B.-Ztg.": „Man signalisirt uns das demnächstige Erscheinen eines weiteren Erlasses an die Beamten. Man will den Landräthen nicht das Recht beschränken, als Mitglieder dem „Bunde der Landwirthe" anzugehören, man will aber verhindern, daß sie ihre Autorität dem Bunde dienstbar machen — darum wird der Erlaß den Beamten disciplinarisches Einschreiten in Aussicht stellen, wenn sie sich in Gegensatz zur Politik des Kaisers stellen würden, was ja thatsächlich Corruption wäre. Gespannt wird man angesichts dessen darauf sein müssen, wie sich die Landräthe und Mitglieder des Bundes der Landwirthe, die zugleich Parlamentarier sind, bei Abstimmungen verhalten werden?" — Die Meuterei der schwarzen Polizeitruppe in Kamerun stellt sich nach eingegangenen weiteren Nachrichten in der That als ein nicht unbedenklicher Vorgang dar. Die Empörer bemächtigten sich nicht nur des Regierungsgebäudes, sondern auch der Factoreien und behaupteten sie sich neun Tage in diesen Stellungen, aus welchen sie dann endlich durch die gelandeten Mannschaften der „Hyäne" wieder verjagt wurden. Von den Meuterern fielen eine ganze Anzahl bet diesen Kämpfen, eine noch größere Anzahl wurde verwundet, der Rest entkam einstweilen in den Busch, mit Ausnahme von vier Mann, die gefangen genommen und ohne viel Federlesens gehängt wurden. Seitdem sind noch 18 der meuterischen Polizisten, unter ihnen die Rädelsführer, von Eingeborenen aufgegriffen und an das Gouvernement abgeliefert worden. Ausland. Paris, 3. Januar. Den französischen Anarchisten ist mit dem großen Kesseltreiben, welches die Regierung auf die Dynamitbolde im ganzen Lande veranstalten ließ, eine „angenehme" Ueberraschung zum neuen Jahre bereitet worden. Im Ganzen waren 2000 Befehle zu Haussuchungen bei de« Anarchisten ausgefertigt worden und die Durchführung dieser bis zum letzten Augenblick geheim gehaltenen Maßnahme beanspruchte nicht nur den Neujahrstag, sondern auch noch den nächstfolgenden Tag. lieber die Ergebnisse der beton« Feuilleton. Ein Nnndgsng durch die neuen Kliniken Gießen. Von Dr. med. H. Leyden. (Schluß.) Ganz speziell erwähnungswerth bleibt vor allem aber der imposante, große, auf drei Seiten von mächtigen Fenstern erleuchtete Operationssaal im Mittelhausbau, der den Ansprüchen der Anti- und Aseptik vollständig entsprechend eingerichtet und mit allen Erfordernissen zur sachgemäßen Aufbewahrung der Instrumente und von Verbandmaterial aus- gestattet ist. Zum Schluß haben wir uns noch dem pathologischen Institute zuzuwenden, welches neben den geeigneten Sälen und Räumlichkeiten für Sectionen, der einfachen, aber gleichwohl würdevoll ausgestatreten Capelle in gleich ausgezeichneter Weise, sowohl in räumlicher Anlage wie in Ausstattung mit den neuesten technischen Hilfsmitteln den Lehrzwecken und wissenschaftlichen Beobachtungen vollkommen Rechnung trägt. Außer dem großen, Hellen Microseopirsaal mit seiner, man könnte fast sagen eleganten Einrichtung, dem Auditorium, sowie einer Reihe von großen Sälen für eine bedeutende und reichhaltige Sammlung von Präparaten, enthält er verschiedene einzelne Untersuchungszimmer mit allem Zubehör für jederlei Untersuchungen, daneben Vivisections- und bakterio- logische Zimmer, kleinere Microscopirsäle, abgesehen von den Arbeitsräumen des Directors und der Assistenten. Ist nun auch den hygienischen Anforderungen bei dem Bau dieser Kliniken vollste Berücksichtigung geworden, so wären gleichwohl ihre bisherigen Leistungen zweifelhafte vielleicht gewesen, falls nicht gleichzeitig ein noch fast wichtiger er Factor, die Organisation und die Leitung, eine muster- giltige wäre. In richtiger Erkenntniß der Bedeutung der sachgemäßen Verwaltung für ein Krankenhaus, finden wir dieselbe hier in der Hand eines bewährten, ärztlichen Directors, welchem zugleich die volle Freiheit im Handeln und alle die Mittel zu Gebote stehen, um das Beste, was die Medicm zur Zeit leistet, für die Kranken, wie für die Studirenden nutzbar zu machen. Von gleich segensreichem Einfluß sür die Anstalten ist die Krankenpflege, welche säst ausschließlich von den Schwestern des Aliceordens in selbstloser Hingebung für die Patienten ausgeübt wird. Durch exacte Schulung mit allen Pflichten einer sorgfältigen Krankenwartung vertraut, übt ihr stilles Wirken einen ebenso wohlthuend beruhigenden Einfluß auf die Patienten, wie einen erziehenden auf das ihnen unterstellte Wartepersonal aus und überhebt den Arzt so mancher Sorge und Controle. Ueberall begegnet. dem musternden Blick hier eine zweckmäßige Ordnung und eine bis auf das Kleinste sich erstreckende Sauberkeit, ohne daß dadurch die Behaglichkeit der Kranken beeinträchtigt wäre. In herrlichster Entfaltung kommt dieses Walten und dieser Geist der Anstalten zum Ausdruck beim Weihnachts- feste, dessen Feier wohl Jedem, ,bem es vergönnt war, einer solchen beizuwohnen, unvergeßlich bleiben dürfte, wie in auf- opsernder Liebe für jeden einzelnen gesorgt wird, und jeder wieder in der Hingabe für das Ganze seine vollste Zufrieden- heit findet. Nur unter solchen Verhältnissen kann naturgemäß eine Klinik, in welcher auch der Kranke erkennt, daß für ihn in jeder Hinsicht auf das Beste gesorgt ist, allseitig beffer helfen und größere Heilerfolge verzeichnen, als jede häusliche Pflege. Daß diese Thatsacke auch von einem stets größeren Kreise erkannt wird, zeigt sich wohl am offenkundigsten bei Vergleichung der Zunahme der Krankenaufnahme, welche die Kliniken in ständig wachsenden Zahlen seit ihrer Eröffnung im Jahre 1890 bis jetzt erfahren haben. In engstem Zusammenhang hiermit stehen auch zugleich die Vortheile, welche sich für den Studirenden von solchen Instituten ergeben. Bei der verhältnißmäßig kleinen Zahl von angehenden Medicinern ist jedem die Gelegenheit geboten, an einem reichen Krankenmaterial am Krankenbette selbst seine practischen Erfahrungen zu schöpfen und nicht, wie an den großen, überfüllten Universitäten, durchs Fernglas auf den Kranken höchstens herniederschauen zu dürfen. Er lernt aus nächster Nähe so eine sachgemäße Krankenpflege und das Umgehen überhaupt mit Patienten, wie durch das ständige Voraugenhaben einer maßgebenden Krankenhauseinrichtung sozusagen unbewußt den richtigen Begriff für alles, was er später in der Ausübung der Krankenbehandlung nach dieser Richtung hin zu beobachten und zu verlangen hat. Daneben fällt noch der Frauenklinik speziell die bedeutungsvolle Aufgabe zu, eine Lehrstätte zu fein für Hebammen und Wärterinnen, sowie als Fortbildungsschule zu dienen für ältere Hebammen durch Abhalten von periodisch wieder- kehrenden practischen Repetitionscursen, welche letztere segensreiche Institution bisher nur im Großherzogthum Hessen durchgeführt ist. Wahrlich ein erhabenes und schönes Werk edler Menschlichkeit ist hier geschaffen worden, welches in lebendigen Worten sür die hochherzigen Humanitätsbeftrebungen deS hessischen Staates spricht. Möge dasselbe wie bisher der leidenden Menschheit alle Zeit schnellste Hilfe, den heranreifenden Aerzten eine allseitig vollendete Ausbildung und der forschenden Wissenschaft neue bahnbrechende Entdeckungen zum Wohle des gesammten deutschen Vaterlandes sichern. falteten Anarchiflenrazzia wird aus Paris gemeldet, daß dieselbe zur Verhaftung von mehreren Hundert Individuen führte und daß hierbei an einer Reihe von Orten Explosivstoffe und zahlreiche Schriften beschlagnahmt worden sind- die große Mehrzahl der verhafteten Anarchisten ist inzwischen bereits wieder entlassen worden. Ueberhaupt muß »es als fraglich bezeichnet werden, ob die ganze vorgenommene Anarchistenjagd der Mühe entsprechen wird, welche vom Ministerium Casimir-Perier hierauf offenbar verwendet worden ist. — Der Präsident Peixoto von Brasilien soll einen e n t- scheidenden Schlag gegen die Insurgenten mit Hilfe der von ihm zusammengebrachten neuen brasilianischen Flotte planen. Er hofft, das Geschwader, das dem Vernehmen nach aus zehn Torpedobooten, fünf Kanonenbooten und zwei Kreuzern bestehen wird, Mitte Januar zusammenzuhaben und mit ihm dann die Jnsurgentenflotre vor Rio de Janeiro zum entscheidenden Kampfe zu zwingen. Die Insurgenten-Admiräle de Mello und de Gama sollen sich bereits auf diese Seeschlacht, die jedenfalls ebenso blutig wie interessant zu werden verspricht, vorbereiten. Neueste 2lad?rid?tcit» Wolffs telegraphisches Eorrespondenz - Bureau. Rom, 3. Januar. Der „Exercito Jtaliano" meldet, infolge Ermächtigung des Königs wird die gesammte Klaffe der Dispositions-Urlauber der ersten Kategorien von 1869 einberufen. Nachdem vom Kriegsminister schon zwölf« tausend Mann zum 5. Januar einberufen sind, werden noch weitere 12,000 auf den 8. d. Mts. einberufen, wodurch die Garnison Siciliens auf 40,000 Mann verstärkt ist. Rom, 3. Januar. Nach Meldungen aus Trapani brachen am Dienstag in einigen Gemeinden der Provinz Trapani neue Tumulte gegen Gemeinderäthe aus, die Ruhestörungen wurden aber unterdrückt. In Trapani sammelten sich etwa 200 Personen gestern Abend vor der Mairie an, sie schleuderten Steine gegen das Eingangsthor und warfen Fensterscheiben ein. Als die Municipalpolizisten einschritten, entflohen die Ruhestörer. Abends 11 Uhr explo- dirten zwei Petarden vor einer Wagenremise des Palais des Senators Dali, sie richteten aber nur unbedeutenden Schaden an. Rom, 3. Januar. Es wird bestätigt, daß die Audienz des Tiraspoler Bischofs Zerr beim Papste mit den Schwierigkeiten zwischen Vatican und Rußland zusammenhängt. Man schließt daraus, daß die offiziellen diplomatischen Begehungen wieder ausgenommen werden und folgert, daß die Veröffentlichung einer Kundgebung des Papstes über die Lage der Katholiken in Polen nicht erfolgt. Depeschen des Bureau „Herold". Berkin, 3. Januar. Die gestrige Staatsministersitzung, an der auch der Reichskanzler und der Kriegsminister theilnahmen, dauerte wieder fünf Stunden. — Finanzminister Miquel hat zum 9. Januar den Reichskanzler, sämmtliche Minister und einige Reichstagsmitglteder zum Diner geladen. — In der heutigen Versammlung der Kut.scher der Taxameterdroschken wurde constatirt, daß 450 Kutscher striken- die kleinen Fuhrwerksbesitzer sind gleichfalls für den Strike. Die Fuhrunternehmer erklärten, die ausständigen Taxameterdroschkenkutscher nicht einzustellen. Seitens der Fuhrwerksbesitzer wird eine Petition an den Polizeipräsidenten behufs Zurücknahme der Verfügung, betr. das Tragen der weißen Chlinderhüte, vorbereitet. Seit Montag werden Unterstützungen an die Ausständigen gezahlt. Berlin, 3. Januar. Der Vorsitzende zu den deut sch- russischen Zollverhandlungen, Baron Thiel- mann, wird heute von seinem Weihnachtsurlaub zurückerwartet und werden alsdann weitere Sitzungen der beider- seit.gen Unterhändler statlfinden. Berlia, 3. Januar. Von unterrichteter Seite wird uns mitgetheilt, die Meuterei in Kamerun sei veranlaßt, weil der Theil der Dahomeyleute, welcher s. Z. von Graven- Ieuth aus der Gefangenschaft ausgelöst worden war, so lange keinen Syl- erhalten sollte, bis die Leute ihre Freikaufssumme abverdient hätten. Berlin, 3. Januar. Wie verlautet, wird Zimmerer von seinem Posten als Gouverneur von Kamerun zurücktreten. Als Nachfolger werden Lieutenant Morgen oder Stetten genannt. Frankfurt a. M., 3. Januar. In der „Franks. Ztg." veröffentlicht Graf Arnim-Schlagenthin einen von ihm am 8. December an den Fürsten Bismarck gesandten Brief, in welchem er den Fürsten ersucht, die gegen seinen Vater in dem bekannten Blum'schen Buche: „Das deutsche Reich zur Zeit Bismarcks" erhobenen Beschuldigungen zu dementiren, dezw. den Fall Arnim klarzustellen. Wilhelmshafeu, 3. Januar. Der Befehl zur Entsendung des Kreuzers „Prinzeß Wilhelm" ist ausgehoben, dafür gehen 120 Seesoldaten auf Privatdampfern nach Kamerun ab. Liegnitz, 3. Januar. Regierungspräsident Prinz Handjery hat den bekannten Erlaß des Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg in den Amtsblättern den ihm unterstellten Beamten bekannt gemacht. München, 3. Januar. Bei der heutigen Berathung des Eisenbahnetats im Finanzausschuß beantragten Ratzinger und Maison, die Pacht der Bahnhofsrestaurationen zu erhöhen. Sagau, 3. Januar. Die schwarzen Pocken greifen immer weiter um sich. Neuerdings sind in Zessend orf einige Todesfälle an schwarzen Pocken vorgekommen. Neustadl (Oberschlesien), 3. Januar. Die Genickstarre tritt im hiesigen Kreise epidemisch aus. Ratibor, 3. Januar. Die hiesige Kaufmannschaft beschloß, durch eine Bittschrift für den russischen Handelsvertrag und gegen die Stempelquittungssteuer emzutreten. Wien, 3. Januar. Die „Polit. Corresp." erfährt aus Berlin, daß sich demnächst mehrere Delegirte dortiger Bankinstitute nach Rom begeben, um daselbst die Recon- struetion des in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Credito Mobiliare in die Hand zu nehmen. Wien, 3. Januar. Aus Sofia eingelaufene Meldungen besagen, die bulgarische Regierung gehe mit der Absicht um, das Deficit im Budget, welches 10,020,711 Francs beträgt, durch Erhöhung der Abgaben auf Tabak, sowie durch den bei der Auftreibung von Silbermünzen im Betrage von 12 Millionen sich ergebenden Coursgewinn zu decken. Paris, 3. Januar. General Do dds schiffte sich gestern in Cotonu mit 9 Offizieren und etwa 100 erkrankten Soldaten nach Frankreich ein. Madrid, 3. Januar. Durch Haussuchungen bei Anarchisten wurden Correspondenzen entdeckt, welche ergeben, daß in Saragossa, Valladolid, Leres, Barcelona, San Sebastian und Toledo anarchistische Geheim - verbände bestehen, welche ihre Parole von Madrid aus verlangen. Cocote* unb Gießen, 4. Januar 1894 ** Die strenge Kälte, die durch einen ziemlich heftigen Sturm noch empfindlicher gemacht wurde, hat mancherlei Verkehrsstörungen zur Folge. Besonders im Eisenbahnbetrieb wird über Zugverspälungen berichtet. Besonders hinderlich ist die Kälte für den Verkehr auf den Wafferstraßcn geworden. Alle Flüsse führen, soweit sie nicht schon ganz zugefroren, Treibeis. Auf dem Rhein ist an sämmtlichen Traject - Verbindungen, so zwischen Rüdesheim und . Bingen, Bonn und Oberkassel der Personen- und Güterverkehr eingestellt worden. Personen- und Güterzüge werden auf Umwegen nach ihren Bestimmungsorten geleitet. ** Fernsprechbeirieb betreffend. Das Kaiserliche Postamt sieht sich veranlaßt, die Theilnehmer an der Fernsprechleitung darauf aufmerksam zu machen, daß ein ordnungsmäßiger Fernsprechbetrieb nur dann möglich ist, wenn alle in der Anweisung zur Benutzung der Stadtfernsprecheinrichtung (Seite 4 und 5 des Theilnehmer-Verzeichniffes) enthaltenen Vorschriften pünktlich erfüllt werden. Namentlich ist unbedingt erforderlich, daß die Anruf- und Schlußzeichen genau den bezeichneten Vorschriften entsprechend abgegeben werden. Hierzu wird bemerkt, daß zum Anruf des Vermittelungsamtes ein einziger kurzer Druck auf den Weckknopf genügt, um die Signalkloppe zum Fallen zu bringen, wiederholtes oder längeres Knopfdrücken und Trommeln aber ganz zwecklos ist und nur zu Jrrthümern und Derzögelungen Veranlassung giebt. Das von einem Theilnehmer abgegebene Schlußzeichen kann bei dem Vermittelungsamt nur dann wahrgenommen werden, wenn der andere Theilnehmer den Fernhörer schon eingehängt hat und umgekehrt muß das von dem anderen Theilnehmer abgegebene Schlußzeichen den Wecker des einen dreimal zum Anschlag bringen. ** Eine für das reifende Publikum wichtige Anordnung ist Seitens der Eisenbahn-Verwaltungen getroffen worden. Es ist häufig der Fall vorgekommen, daß Reisende bei Antritt der Fahrt den Schalter geschlossen fanden und deßhalb ohne Fahrkarte in den Zug einsteigen mußten. Die Reisenden haben dann auf den Zielftationen für die zurückgelegten Strecken nachträglich Fahrkarten gelöst, jedoch nur für einfache Fahrt, während sie die Hin- und Rückreise auf Rückfahrkarten zu unternehmen beabsichtigt hatten. Für die Folge soll in derartigen Fällen nach der Anweisung der Eisenbahn-Direc- tionen dem Anträge der Reisenden auf nachträgliche Ausfertigung einer Rückfahrkarte stets stattgegeben werden, vorausgesetzt, daß sie den Schaffner oder Zugführer von dieser ihrer Absicht unterrichten. Der Zugführer macht hiervon dem dienstthuenden Stationsbeamten der Zielstation Mittheilung, der seinerseits dieHahrkarten-Ausgabe entsprechend benachrichtigt. Diese hat sodann für die Strecke von der Reiseantrittstation nach der Zielstation und zurück eine Blanco-Rückfahrkarte auszufertigen und sie für die bereits zurückgelegte Fahrt zu entwerthen. Der Zuschlag von einer Mark darf in solchen Fällen nicht erhoben werden. ** Verhaftet. Ein in Wetzlar wohnhafter Bildhauer, gebürtig aus Wesel, wurde gestern wegen Betrugsversuchs und Urkundenfälschung gefänglich hier eingebracht. Der Schwindler traf am vergangenen Dienstag mit einem Herrn aus Oppershofen am Bahnhof in Butzbach zusammen und wurde mit demselben gesprächsweise bekannt, wobei er denn auch erfuhr, daß jener feinen in Gießen wohnenden Sohn besuchen wolle. Noch an demselben Tag erhielt die Ehefrau des Oppershofener Herrn ein Telegramm von ihrem in Gießen sich befindlichen Ehemann, worin dieser um sofortige telegraphische Zusendung von 150 Mark bat, worauf jedoch die Frau kluger Weise nicht einging, weil sie wußte, daß ihr Mann Geld nicht benöihigte. Auf Erstattung der Anzeige wurde der Schwindler durch einen hiesigen Schutzmann verfolgt, in Wetzlar unter feinem richtigen Namen ermittelt und zur Haft gebracht.' * * Märkte in der Provinz Oberheffen und Umgegend im Monat Januar 1894. 16. Gießen (Viehmarkt), Darmstadt (Viehmarkt), 22. Herborn (Kram- und Viehmarkr), 30. Gießen (Viehmarkt), Darmstadt (Viehmarkt), 31. Schlitz (Viehmarkt). * * Schuldienst-Nachrichten. Am 4. December wurde dem Schulverwalter Alb. Schütz zu Wies Oppenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Horchheim, — am 6. December wurde dem SchnlamtsaSpiranten Aug. Law all aus Erbes-Büdesheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Oppenheim, — am 9. December wurde dem Schullehrer Georg Heinrich H o f f e r b e r t h zu Kreidach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Seeheim, — am 12. December wurde dem Schullehrer Johannes Lahr zu Gensingen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Alzcy, — am 14. De- I cember wurde dem Schuloerwalter Heinrich Borgerding I zu Ruhlkirchen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst, am 20. December wurde dem Schullehrer Johannes Knaup zu Egelsbach die Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Heldenbergen übertragen. * * Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Die mit einem evangel. Lehrer zu -besetzende Lehrerstelle au der Gemeindeschule zu Schadges mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Lectorendienst verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Richen mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- dienst verbunden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Crumstadt mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900-1000 Mk. Mit der Stelle ist ein Theil des Organistendienstes verbunden. * * Briefmarkensammler dürfte es interessiren, zu erfahren, daß die Localpost zu T s ch i f u neue Werthzeichen herausgegeben hat. Das Motiv der Briefmarke ist dem „Ostas. Lloyd." zufolge eine Ansicht der Signalstation und des Ausblicks in der Tschifuansiedlung, und die Marken haben fünf Farben: grün (für i/2 Cent), roth (für 1 Cent), blau (für 2 Cents), gelb (für 5 Cents) und braun (für 10 Cents). Butzbach, 2. Januar. Die Zellen straf anstatt Butzbach geht ihrer Vollendung entgegen. Ein stattlicher Complex von Gebäuden erhebt sich nordwestlich der Stadt auf einer sanft ansteigenden Anhöhe und bildet ein kleines Dorf für sich. Außer der eigentlichen Strafanstalt mit der Kirche in der Mitte des Hauptgebäudes, mit zwei Zellenflügeln, finden sich Wohnungen für den Director, den Arzt, die Geistlichen beider Consessionen, den Rechner, den Oeconomen, den Werkmeister, den Lehrer und 24 Gefangenenaufseher vor. Ucberall finden sich Gärten bei den Wohngebäuden. Die Erbauung eines dritten Zellenflügels und von zwei weiteren Wohngebäuden für je 4 Aufseher ist für die nächste Finanzperiode in Aussicht genommen und sind an Kosten für diese Bauten und die Jnventarausstattung 390000 M. ins Staatsbudget eingestellt. Die Eröffnung der Anstalt ist zum 1. April 1894 in Aussicht genommen. 334 Sträflinge sollen zur Hälfte aus dem Landeszuchthaufe in Marienschloß, zur anderen Hälfte aus den beiden Gefängnissen Darmstadt und Mainz hierher gebracht werden. Es wird dadurch in Marienschloß die not tz- wendige bessere Vertheilung der verbleibenden Gefangenen ermöglicht, in den beiden Gefängnissen aber der andauernd bestehenden Ucberfüllung darum nicht abgeholfen werden können, weil die zu längeren Gesängnißstrafen Verurtheilten, die seither in den Haftlocalen untergebracht werden mußten, in die Gefängnisse zurückzukehren haben. Die Erbauung des dritten Zellenflügels ast der Zellenstrafanstalt Butzbach ist darum zur Ermöglichung eines geordneten Strafvollzugs nothwendig. D. Ztg. Büttelborn, 31. December. Bei den Meliorationsarbeiten im sogen, alten Neckarbette dahier wurde gelegentlich des Aushebens eines Grabens in der Tiefe von 2 Metern ein schönes Steinbeil (Donnerkeil) gefunden. Diese Funde gehören in hiesiger Gegend nicht zu den Seltenheiten- aber ihr verhältnißrnäßig zahlreiches Vorkommen in hiesiger Gemarkung ist doch merkwürdig. Innerhalb 4 Jahren ist es das 17. Exemplar, welches Einsender dieses übergeben wurde. Die meisten dieser zum Theil sehr schönen Steinwerkzeuge sind an competente Stellen abgeliefert worden. Leider wurden in früheren Zeiten dem Vernehmen nach zahlreiche solcher Gegenstände durch auswärtige Händler verschleppt. Jedenfalls sind die Steingeräthe ein Zeugniß dafür, daß sich hier in prähistorischer Zeit schon menschliche Ansiedelungen befanden. Vermischtes. * Ohlenbostel, 3. Januar. Durch ein Dynamit- Attentat wurde in der Neujahrsnacht das Haus des Steigers Kefe beschädigt. Vermuthlich liegt Rache vor. * Cottbus, 3. Januar. Infolge Zusammenbruchs der Eisdecke der Schießhauslache versanken 25 Kinder, davon sind 5 ertrunken. * Breslau, 3. Januar. Ein Ministerial-Erlaß versagte einem Beschlüsse der hiesigen Stadtbehörden, den bisherigen Zoll von 6 Mark für den Bruttocentner ausländisches Schmalz aufzuheben, die Genehmigung. * Graz, 1. Januar. Graf Hartenau hat einen Mar st all von 12 Pferden hinterlassen, die nun sämmtlich zum Verkaufe gelangen. Die drei schönsten derselben, sämmtlich englischer Zucht, sind um den Preis von 12 000 sl. in den Besitz des Kaisers von Oesterreich übergegangen. — Gräfin Hartenau, welche vom Bureau der Sobranje telegraphisch von dem Beschlüsse, der ihr eine Pension gewährt, benachrichtigt wurde, hat an den Präsidenten folgendes Telegramm gesendet: „Wollen Sie der Regierung und der Sobranje meinen Dank für den hochherzigen Act aussprechen, der mich umsomehr rührt, als er in der Erinnerung an ihren ersten Fürsten geschah, der mit seinem ganzen Herzen dieser ruhmvollen Nation ergeben war." * „Royal Baron of Bees." Am 23. December wurde in Windsor in feierlicher Weise der „Royal Baron os Bees" ausgestellt, das ist der Rinderbraten, der am ersten Weihnachtstage auf dem Tische der Königin Victoria prangen sollte. Er wog nicht weniger als 160 Pfund. Der Ochse, der die Ehre gehabt hat, den prächtigen Braten zu liefern, war ein in einem der Musterställe der königlichen Güter geborenes und erzogenes Thier. Königin Victoria brachte das Weihnachtsfest in Osborne zu, wo der „Royal Baron of Beef" gegessen wurde, nachdem er in der großen Küche des Schlosses zu Windsor gebraten war. * Brav geworden. Ein Lebenszeichen von sich gegeben hat ein Defraudant, dessen Flucht aus Berlin vor etwa 12 Jahren Aufsehen erregte. Derselbe, damals ein vierzehnjähriger Lehrling Namens Salomon, hatte seiner Zeit, als Literatur und Aunst. Nückel. 131 Seltersweg 19. 125 [107 Vertreter: MZMZMMWZWMWM 132 Aeikgeöotenes. Schellfische u. Cabliau im »Rebstock^ Bester [151 MMUWZMMZ.MMUW8 Niederlagen zu erfahren durch Türk & Pabst, Frankfurt a. M, | S ® rg S ® d» es T. fa ® > ® ■M s Nauheimer Eis-Thausalz anerkannt schärfstes und leichtlöslichstes Salz, stets vorräthig bei dem alleinigen allgemeine Annahme war bisher, daß das Petroleum einen gemeinsamen Ursprung mit der Steinkohle habe und aus den Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Georgi. Zur Enthebung von Neujahrs-Gratvlntions- befuchen hat nachträglich Herr Amtmann Dr. Wallau unserer Anstalt noch eine Gabe zugewendet, für die wir auch herzlich danken. Gießen, am 4. Januar 1894. Der Vorstand der Kleinkinder Bewahranstalt. Dr. Naumann. er sich auf dem Wege nach der Reichsbank befand, woselbst I er im Auftrage seines Chefs 7200 Mark einzahlen sollte, | eine Mädchenkneipe besucht und in lüderlicher Gesellschaft einige Hundert Mark verpraßt- als der Rausch verflogen, wagte der Leichtsinnige es nicht mehr, nach Hause oder ins Geschäft zurückzukehren, er ergriff die Flucht und es gelang ihm auch, zu entkommen. Der geschädigte Prinzipal, Herr Cohn, der in der Spandauerstraße ein Tuchgeschäst betrieb, hatte im Laufe der darauf folgenden Jahre den größten Theil seines Vermögens verloren, gab das Geschäft in Folge deffen auf und verzog nach Hannover, wo er als Agent lebt. — Am Freitag voriger Woche erschien bei C. ein junger Mann, der sich Fuchs nannte, sich als Compagnon eines Herrn S. zu New-York bezeichnete und Herrn C., der längst den ungetreuen Lehrling vergeffen, die Summe von 8000 Mark auf den Tisch legte, die der reuige Defraudant als Capital nebst Zinsen dem geschädigten Prinzipal zurücksandte. Der frühere Lehrling war auf seiner Flucht nach Hamburg gekommen, war dort mit einem Matrosen zusammengetroffen und hatte sich auf Grund dem Seemanne abgekauster Papiere an Bord eines englischen Segelschiffes nach Amerika begeben, wo es ihm durch Fleiß und Ausdauer gelang, in New-York ein Tuchgeschäft zu begründen, welches ihm nunqiehr gestattete, das obenerwähnte Capital durch seinen Socius an den Ge- Ichädigten zurückzusenden. * Eine interessante Wette kam dieser Tage zum Austrag. In einem Gasthof zu Bamberg stritt man darüber, seit wann es den englischen Soldaten erlaubt sei, auf der Straße zu rauchen; von einer Seite wurde behauptet, diese Erlaub- niß sei ihnen erst seit dem 1. Januar 1891 ertheilt. Man wandte sich an das englische Kriegsministerium. Umgehend erfolgte die Antwort, das Rauchen auf der Straße sei den englischen Soldaten seit Juni 1886 erlaubt, vorher aber verboten gewesen. * Der Ursprung des Petroleums. Zu denjenigen Naturerzeugnissen, die uns in unserem Haushalt unentbehrlich geworden, über deren Ursprung sich aber die Wissenschaft immer noch nicht klar geworden ist, gehört das Petroleum, das uns ja gerade im Winter so vortreffliche Dienste lerster. Die Frische Schellfische eir getroffen. Restauration Fourier, 145J Neustadt 11. Bekanntmachung. Der am 1. k. Mts. leihfällig werdende Keller unter dem Schulhause an der Schulstraße soll Dienstag den 9. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Bureau der Bürgermeisterei anderweit verpachtet werden. Gießen, den 3. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Georgi. 143 „ Flüssiges Fteischextract ergibt dureh Zusatz r#n Steissen Wasser eine rarzügZie/te SouiZZengZeic/t guZ einer/rZse/ien/ZeZschZrtiZie. Festes FleischexiräcFlsZdasZilZi^Ze ft ford JnnZgs en der ersten Chem Iker den ZzesZen JfarAen eZienZzZirZig. Fleisch’Pepton 'hathZc/tsZen. “ EiwEissHihalt, angenehmsten ZZe- se/zmaeh & is t ats dzreeZassuniZin »ar wnerstenmedicin.Auforitaten anerkannt. /Zranhen, Tteei/nraZes ernten & aZZen an se/ueae/zerienZazn ungZeizZemZen Wärmste em/z/izZzZen. these ausgestellt worden, die einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit für sich hat. Der russische Chemiker Madelejeff führt nämlich das Petroleum auf einen mineralischen Ursprung zurück. Nach seiner Ansicht soll das Petrokeum dadurch entstehen, daß im Erdinnern Wasser auf glühende Kohlenstoff- Eisenverbindungen trifft. Hierdurch wird ein Zersetzungs- proceß bewirkt, durch den neben oxydischen Eisenv-rbindungen flüchtige Kohlenwasserstoffe gebildet werden. Wenn diese Kohlenwasserstoffe durch Geb-rgsspalten oder Bohrlöcher einen Ausweg finden, so entweichen sie als Naturgas. Bekanntlich i wird dieses Naturgas in Pennsylvanien in zahlreichen Bohr- । löchern zu Tage geleitet, so daß ganze Städte durch dasselbe erleuchtet und großartige Fabrikanlagen mit ihm in Betrieb ' gesetzt werden. Finden die flüchtigen Kohlenwasserstoffe keinen Abzugscanal aus dem Erdinnern, so verdichten sie sich, wenn \ sie während ihres Emporsteigens mit den kälteren, höheren . Schichten der Erdkruste in Berührung kommen und schlagen sich als Petroleum nieder. Es kann aus verschiedenen Gründen angenommen werden, daß im Erdinnern große Mengen von ; Kohlenstoff-Eisenverbindungen vorhanden sind. Die ölführenden Regionen liegen gewöhnlich in der Nähe von Gebirgen, wie in Amerika beim Alleghanygebirge, in Peru bei den Anden und in Rußland beim Kaukasus. Gerade aber in den Gebirgen ist durch die tiefgehenden Verwerfungen und Spalten die Möglichkeit gegeben, daß die Sickerwässer tief in den Erdkern eindringen. Also auch die Voraussetzung des Zutritts von Wasser wurde durch die örtliche Lage der Petroleum- districte bestätigt. Madelejeff ist zu seiner Hypothese dadurch gekommen, daß es ihm gelang, Petroleum auf künstlichem Wege herzuftellen, das sich durch Nichts von dem natürlichen Oel unterschied. Er ließ nämlich unter hohem Druck Dampf von hoher Temperatur auf Niederschläge von Eisen einwirken und erzielte dadurch sein Kunstöl. Er wandte also dieselben Mittel an, die nach seiner Ansicht auch die Natur zur Erzeugung des Petroleums gebraucht. Sollte seine Erklärung der Wirklichkeit entsprechen, so hätte das den Vortheil, daß die Petroleumquellen nie versiegen würden, da sich ja dann Petroleum immer von Neuem im Erdinnern bilden muß. Versteigerung. Samstag de« 6. Januar d. IS., Nachm. 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz Nr. 20 dahier (im Adler) gegen Baarzahlung: 1) 2 Schweine, ca. 100 Liter verschied- Spirituosen, I 2) 3 Pferde, ferner 8 Oelgemälde, ver-: schied. Porzellan. HauSmobiliar,! als: Betten, Schränke, Tische, Com-: mode, Stühle, Sophad, Bilder, - sowie 2 goldene und 1 silberne; Taschenuhr und sonst. Goldwaaren. Versteigerung ad 1 findet bestimmt statt, ad 2 theilweise. Born, 144 Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß, daß der Plan über die von der Stadtverordneten-Versammlung beschloffene und von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigte Feststellung einer Baufluchtlinie von der Ludwigsstraße ab längs der Oberhessischen Eisenbahnen bis zur verlängerten Bleichstraße aus dem Stadtbauamt zur Einsicht offen liegt. Gießen, den 20. December 1893. Medicinal-Leberlhran in der Adler Drogerie von Otto Schaaf. 112] Gut erhalt. Damen Mabken- Anzug billig zu verk. Rodheimerstr. 12. - - _ . — Jllustrirte Zeitung. Verlag von I. I. Weber in Leipzig, untergegangenen Urwäldern entstanden sei. In jüngster Zett yM haben schon des öfteren dieser prächtigen Zeitschrift gedacht, ist nun über den Ursprung des Petroleums eine neue Hypo- welche zufolge ihres reichlichen textlichen wie auch bildlichen Inhaltes Dienstag den 9. lfd. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen im Betten- hausener Markwald beim Pflanzgarten versteigert werden: 1. Nadelschnittholz, 23 Stück, 16 fm, 2. Bauholzschnittholz, 127 St., 71 fm, 3. 27 rm Nutzknüppel, 16 fm, 4. 17 „ Nadel-Knüppel, 5. 90 „ „ -Reisig, 6. 25 „ „ -Stöcke. Bettenhausen, am 2. Jan. 1894. Gr. Bürgermeisterei Bettenhausen. Lanolin X™: Lanolin der Lanolintabrik, Martinikenfelde b. Berlin. Vorzüglich und Wunden, . /VnS'-''1 VorzOgUchÄr^SS^1 besonders 6ci Meinen Kindern. Za haben in Zinntuben ä 40 Pf., in Blechdosen ä 20 und 10 Ps. in der Hirschapotheke, in der Velikanapotheke u. in der Engel UniverfitLtSapothekr, sowie in den Drogerien von Benner «. Krumm7 von Emil Fischbach und von Vito Schaaf. s!24 wohl die hervorragendste Stelle aller in Deutschland erscheinenden de-artigen Zeitschriften einnimmt und tonnen dieses Urthett auch auf die uns vorliegenden Nummern des verflossenen ^.uartals aus- bebnen und dieselben allen Freunden einer gediegenen lUuitrtrten Zeitschrift empfehlen. __ Billige Bilder (Stiche) zum Einnahmen. J. Ricker’sche Buchhandlg. 123 Zwei gebrauchte Leder-Landauer sowie mehrere offene Wagen billigst abzugeben. A. Kilbinger, Freitag, 2. Februar 1894, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Friedrich GrooS Eheleute« in Gießen g hörige Hofraithe: Flur 34 Nr- 586*/io — 801 qm zwischen dem Wäldchen und dem Schießhaus öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 21. December 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A-: Vogt. 121 Ein deutsches Familienblatt mit Illustrationen und den Beilagen: AuS der Zeit — für die Zeit schildert in Wort und Bild wichtige Ereignisse aus der Gegenwart; Frauendaheim flint unter bewährter weiblicher Leitung eine Fülle van Anregungen und Ratbschlägeu für das bäettltche Leben, für die stille Frauenthatigkrit, und pflegt besonders den Meinungsaustausch zwischen den Lefermnen; Hausmusik ist der Pflege der edlen Tonkunst am häuslichen Herd gewidmet; HauSgarten gibt poetische Winke für den Gartenbau und die Ztmmergärtnerei. Dem deutschen Hause sei das Daheim» zum Abonnement empfohlen, das sich mit heiterm und ernstem Wort und in trefflichen Bildern die Förderung eines edlen deutsche« Familienlebens auf dem Fundamente christlicher Weltanschauung zur Aufgabe ifetlt und die mannigfaltigen Bedürfnisse der Familie nach unterhaltender und anregender Lecture mtt den gebiegenflen Erzeugnissen der Gegenwart auf dem Gebiete der Litteratur und schonen Künste zu befriedigen sucht. Preis: Dierteljührl 2M.. auchi» dreiwSchentl. HestensSO Pf. Man abonnirl bet allen Buchhandlungen oder Postämtern. Karpfen 138]im »Rebstock* Scknffsnaeh richten. Der Postdampfer „Nhynlond" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 31. December wohlbehalten in icew- york angekommen. „ . Q, . Der Dampfer „Illinois" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 31. December wohlbehalten in Philadelphia angekvmmen.__ verkehr, Land, «nd volkrwirthtchast. Grünberg, 2. Januar. Auf den fünf Grünberger Frucht- märkten im December 1893sind verlaust worden: 354,50 Doppel- Eentner Weizen. 59,00 D. - E Korn, 20,25 D. - E. Gerste und 124,75 D. E. Hafer. Die Durchschnittspreise für je 100 Kilogramm betrugen bei Wetzen 14 Mk. 60 Pf-, Korn 13 Mk. 90 Pf., Gerste 13 Mk. 30 Pi- und Hafer IG Mk. 20 Pf. Besonders stark war auf den letzten Märkten die Nachfrage nach Hafer, der gegenwärtig von allen Getretdearten am höchsten im Preise steht. Limburg, 3. Januar. Fruchtmarkt. Rother Weizm JL 12.15. weißer Weizen A 00.00, Korn JL 10.00, Gerste JL 8.2o, Hafer «H 7 30. Bekanntmachung. Die Benutzung des Schweinemarktplatzes zur Förderung des in der Lahn gewonnenen Eises soll für diesen Winter Freitag, 5. Januar1894, Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verpachtet werden. Gießen, den 3. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _______I. V.: Georgi._____97 Submission. Die Füllung des Eiskellers unserer Kliniken soll auf dem Wege der Submission vergeben werden. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 8. Januar d. I., Vormittags 12 Uhr, aus dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Bedingungen liegen auf letzterem offen. Der Zuschlag erfolgt zwei Tage nach Eröffnung der Offerten. Gießen, den 2. Januar 1894. Großh. Verwaltungs-Direction der chirurg. - ophthalm. Univ.-Klinik. Bose. Vossius. 98 Freitag," 2. Februar 1894, Nachmittags 2'/, Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die bin Ludwig Scheid zweiter Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 33 Nr. 2436/io — 200 qm Hofraithe am Nahrungsberg, Flur 33 Nr. 2433/10 — 2037 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 21. December 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I- A.: Bogt.120 NMttdbmst der israelitischen Keligionsgesellschast. Freitag Abend 415 Ubr, Samstag Vormittag 8« Uhr, Samstag Nachmittag 3°» Uhr, Samslag Abend 5«- Uhr. Ca. 1500 Stück Ball-Seidenstoffe - ab tigener Fabrik - v. 75 Pf. bis 18.65 p. Met. - sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe v. 75 Pf. bis Mk. 18.65 per M^er — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste ?c. (ca-^° verseh. Qual, und 2000 verfch. Farben, Dessins zc.) Seid. Masken- Atlaffe 75 Pf. p Mtt. jß®- Porto- und steuerfrei in» Ha«S ! I Eatalog und Muster umgehend. , t122 G, Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u.k.Hofl.), Zürich. Carl Bieler, Kreuz 6. Gundersheimer Sauitätskäse. ___________________(34J____________________ Eine gut gehende ■■ ™ Baokerei an hiesigem Platze ist Familienverhältn. halber zu verkaufen. Refleetanten erhalten nähere Auskunft Krenz- platz 6 im Laden. 32 10504] Ein neuer Wagen. für Oeconomie- und sonstiges Fuhrwerk tauglich, billig zu verkaufen bei Schmied Weimer __________in Daubringen. Neujahrs-Probe-Nummer gratis in allen Buchhandlungen. 30. Jahrgang 1894 Ailas-Cacao. Atlas-Cacao wird auch vom geschwächtesten Magen leicht vertragen. Er ist insbesondere für Kinder das gesündeste und nahrhafteste Getränk. Statt Kaffee sollte man Kindern ausschliesslich Atlas-Cacao zu trinken geben. Atlas-Cacao ist in allen bezüglichen Geschäften Deutschlands vorräthig in 1/2, V* und i/g Kilo-Büchsen. In Giessen erhältlich bei Emil Fischbach, Otto Schaaf, Gustav Walter, Mäusburg 13. [118 _ e welche den Artikel Cacao wirklich ver- ■ ASTI Hl Ql4 stehen, die also zur Qualitätsbeurtheilung UdLrili I 9I881B8 ■ oompetent sind, erklären einstimmig, dass VUUUU II IIIIIVI J ihnen am besten schmeckt «-»! Salmiok-@'trptnlin=$if|mirtfrift - Diese Seife eignet sich in Folge außerordentlicher Waschkraft vorzüglich zum Einweichen urb zur Vorwüsche. Der Schmutz löst sich mit Leichtigkeit los; die Wäsche wird blendend weiß und dabei dock nicht im Geringsten angegriffen. (126 P. J. Mobs 18j Wohnung, 4 Zimmer, auf sofort zu vermietben. Alicestraße 23. 43] Frankfu^terstr. 43 schöne Parterre- Wohnung, vier Zimmer mit Zubehör, Gartenantheil rc, per 1. April zu ver- miethen_________________________ 40] Aitcestraße 26 ist der erste Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, neu bergerich'et, zu vermiethkN Frau Prof. Tasche Wwe. GlüadttgelWrde-Ncrßlhmiigs-Umii. Die Besichtigung der Pferde findet Samstag den 6 Jannar 1894, Vormittags 10 Uhr, auf der Gießener Straße dahier statt. Die Mitglieder werden auf § 21 der Statuten aufmerksam gemacht. Neubeitretende wollen ihre Pferde zu derselben Stunde vorführen. Grünberg, den 27. December 1893. 130] Der Direetor: G. Keil. Akademischer Gesangverein. Die Legitimationskarten zum Besuch des Coneerts «m Sonntag den 7. d. M. sind diesmal in der Musikalienhandlung de» !Herrn Ernst Challier von unseren Mitgliedern in Empfang zu nehmen. Die nächste Probe findet Montag den 8. Januar statt. [14> E. A. V. Sonntag den 7. Januar, Abends S1/» Uhr: Vortrag über die „Wohnungsfrage" Mäusburg. Seifenfabrik. Mäusburg. Desiillations - Nusscokes wird wegen seiner Reinheit und Härte den Anthracitkohlen vielfach oorgezogen, für alle Füllöfen passend pr- Ctr-1 v* 20 H frei ins Haus, »rauntohlenbrifet» (natürliche), welche eine große Festigkeit, Sauberkeit, erhöhte Hnzkraft, Ascheng-Halt nur 6°/0, dagegen alle anderen 12 bis 13%, kein Rußansetzen, kein Geruch, daher für Schlaf, und Krankenzimmer besonders zu empfehlen, per 100 Stück 70 H, per 10t. 0 Stück 6 Mk. 50 Pfg. frei ins Haus. [127 €Jg. Unverzagt, Kaplansgasse. Heute [152 Schellfische bei____________Emil Orbig. vorzügliches und billige- Geschenk- doch für Christen beider Confe'fionen. Der Fürst aus dem Hause Davids oder: Drei Jahre in der heil. Stadt. Don I H. Jngraham, Pfarrer zu Holly Springs in Mississippi. Vollständige deutsche Ausgabe. 30 Bogen. Sehr eleg. gebd. mit Jllustr. 8 Mark. Mit heiliger Scheu und tiefer Ehrfurcht, in dem Bewußtsein, daß er sich auf „heiligem Boden" befindet, hat Verfasser nach den vier Evangelien die aufetnanoer folgenden Ereignisse der wunderbaren Geschichte, deren Jahrtausende nicht ihresgleichen auf Erden haben, entwickelt . . . (Aus „Vorwort") In allen Buchhandlungen vorräthig. Gegen Einsendung von 3 Mk. 20 Pfg. in Marken auch direct von Hugo Andres L Co., Verlag, Frankfurt a. v- 1191 Lonystratze 20 r ein Logis, sechs flr. Simmer j£,jujpcnnteilen.__ 114] Schönes Logis, 4 Zimmer^, mit allem Zubehör, zu vermietben _________________Aipp, Ostanlage 9 134] In dem Burckhardt'scheu Hause (Ecke der Reuen Bäue und Sonnenttr ), ist der zweite oder dritte Stock, je 5 bis 6 Zimmer mit Zubehör, per 1- April anderweit zu vermiethen. Auskunft ertheilt Frau Thr» Fr. Noll Wwe., Neuen Bäue 2. 11. __G. Patz 142] In meinem Neubau, Ludwigs- ftraße 42, ist der 3. Stock, bestehend aus 7—8 Zimmern mit allem Zubehör, zu vermiethen. Wilhelm Seipp 1., Ludwigsstroße 28. 141] Kleines Logis zu vermiethen. ________________Große Mühlgaffe 6. 140] Eine kl. Familienwobnung zu vermietben.________________Kirchstraße 13. 15] In meinem Hause, Asterweg 53, ist der zweite Stock, ö Zimmer, 1 Man- sardenzimmer u. s. w, alsbald ob später Dermietßnngen. 14] Ein schönes Familienloqis, sechs Zimmer mit Zubehör, per 1. Avril 1894 zu vermiethen Löberstraße 5. zu vermiethen I. Boeck, Wallthorstraße 18. 19] In meinem Neubau in der Weserstraß« find mehrere Logis von je 3 Zimmern mit Zubehör iu vermiethen. Louis Hellmold. ■ Toves-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige I Mittheilung, daß unser lieber Sohn I Karl ■ nach langem, schweren Leiden vorgestern Abend sanft entschlafen ist. Wißmar, den 4. Januar 1804. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen ■ Ludwig Lantz. I Die Beerdigung findet Freitag den 5. Januar, Nachmittags 2 Uhr statt. 135 13] Eine. Parterrewohnung in der Nordanlage zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.__________ 12] Ludwtgsstraße 32: mittlerer Stock, besteh, aus 8 Zimmern, Badeztm. u. s w, auf 1. April zu vermiethen. Näheres Bahnhofstraße 26.__________ 11] Der mittl. Stock, 6 Zimmer, Badez. n- all Zubeh., ist pr. 1. April 1894 an eine ruhige Fauulie zu vermiethen. _____________________Bahnhofstraße 71. 22] Schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Weidengasse 1 HI, Ecke Neuen Bäue- 20] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Ehr. Frutig, Asterwea 5. 21J Ein möblirtes Zimmer mit 6a* binet zu vermietben. Kreuwlatz 13. 150] Laden mit Logis per sof. zu ver- miethen Ludw. Orth, 9teuen Baue 11 1)3] «ost und LogiS für zwei Herren. Näheres in der Exped. d- Bl. Vermischte Anzeigen. Giessener Concertverein. Drittes Concert (102. Vereinsjahr) Sonntag, den 7. Januar 1894, Abends 5 Uhr, im Saale des GeaelleohafteVereins. Ausführende: die Herren Benno Walter, Kgl. Concert- meister und Professor (I. Violine), Hans Ziegler, Kgl. Hofmusiker (II. Violine), Ludwig Vollnhals, Kgl. Hofmusiker (Viola; und Franz Bennat. Kgl. Kammermusiker (Violoncell) aus München. Programm. 1) Jos. Haydn: Op. 64 Nr. 3, Quartett in B-dur. 2) L. van Beethoven: Op 132, Quartett in A-moll. 3) Franz Schubert: Op. 29, Quartett in A-moll. Eintrittskarten Tür Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50), sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachf.j, für Studirende auch bei Hrn. Hausverwalter Storck zu ermässigtem Preise zu haben. (82 Am Concerttuge findet von 3*/i Uhr Nachmittags an der Billetverkauf nur am Eingänge des Concertsaales statt. NeuesTheäter, Giessen. Freitag den 5. Januar: m Hochdrastische Neuheit Charleys Tante. Schwank in 3 Acten von Brandon Thomas. Nächste Vorstellung: | j Sonntag den 7. Januar: Ml Auf Wunsch Die Haubenlerche. Statt jeder besonderen Anzeige. Schmerzerfüllt machen wir die Mittheilung, dass unser guter Vater, Grossvater und Schwiegervater Herr SaBomon Mayer, Lehrer i. P. heute früh nach kurzem Leiden sanft verschieden ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: I>r. Max Mayer, Grossh. Landgerichtssecretär, Moritz Mayer und Frau Mathilde, geb. Scherer nebst Kind. Darmstadt, Frankfurt a. M., 3. Januar 1894. Die Beerdigung findet statt: Freitag, 5. Januar, Vormittags 9Uhr, zu Frankfurt a. M., vom Sterbehause (Königswarterstrasse Nr. 3) aus. [128 mit besonderer Beziehung auf die vom Friedberger Verein erbauten Häuser. 117 Der Vorstand. Büroer-Club Die für nächsten Samstag bestimmte Unter- Haltung fällt vorerst ans. ne Der Vorstand. Turnverein. Vereinsmitglieder, welche an Gruppenaufführungen zum Maskenball the lzunehmen beabsichtigen, wollen sich nächsten Dienstag Abend m )er Turnhalle einfinden. 149]___________________________________Der Vorstand. Gießener Mndvieh-Afiecuranz. Generalversammlung Samstag den 6. Januar, Abends 8 Uhr im Gasthaus „zum Schwanen". Tagesordnung: Nechnungsablage, Vorstandswahl. 109 ____________________Der Borstand. WegenReparatnr bleibt die Bade- Anstalt bis Nächsten Montag ge« schloffen iss Andr. Euler. •vow Rechnungen, Facturen, Quittungen, Briefköpfe Wechselforiniilare etc. in Schwarz- und Buntdruck werden rasch und zu mässigen Preisen angefertigt in der Brühl’sch en Druckerei Schulstrasse 7. werden stets angekauft. [23 Keßler, Roßschlächter. Mosse, Frankfurt a. M. Gebrüder Scheel 104] der Gehaltsanspiüche sind tn der Exped. CZZj 5./1. A. 8^2 U. ©bl. [102 d. Bl sub ti. 6UU niederzulegen. 1 —m— 139) Eine bttfifle Eigarrenfabrik sucht per sofort einen angehenden CommiS zu engagiren- Gefi. Offerten nebst Angabe > Nachhiilfeunterricht in allen Fächern (außer Griechisch) er- Ibeilt stud. math. Offerten sub Nr. 10413. an die Exped- b- Bl. (10411 Nebenverdienst Mark 3600 jährlich festes Gehalt können Personen jeden Standes, welche in ihren freien Stunden sich beschäftigen wollen, verdienen. Offerten unt. Z. 5291 an Rudolf 133] Eine wollens Decke von Krofdorf noch Gießen verloren. Abzugeben gegen Belohnung bei Gebrüder Rosenbaum. Pferde zum Schlachten Für Schneider. 105] Tüchtige Arbeiter für Uniformen und Herren-Garderobe suchen __________________S«eel & Eie. 611 Ordentliches Dienstmädche« gesucht.____Kühn, Seltersweg 36. 24] Ein junges braves Mädchen sofort gesucht. Marburgerstraße 29. 148] Zar tägliche« Reinigung von GeschäftSlocalitäten wird eine zuverlässige Arn« gegen guten Lohn auf sogleich gesucht. _____________________Seltersweg 38. 115] Ein Mädchen für einige Stunden des Tages auf sofort gesucht. _________________Bismarckstraße 16, I. 48) Orb. Mädchen sucht leichte Stelle in kl Haushalt Näh. Koplansgasse 14. 129] Eine gebildete altere Dame sucht zum 1. April eine gebildete Mitbewoh« nerin für eine kleine Etage, möglichst im südl. Stadttheil. Ansr unt. A. Z. an die Exped. b- Bl Gesucht 144 | für sofort ein braves, tüchtiges, erstes i Mädchen aus guter Fam. für HaushaL. u- Geschäft Gefl. Off be». b. Exp b. Bl. 103] Ein gewandter junger : Mann für Comptoir und Reife ! von einer hiefigen Cigarren« । und Tabakfabrikfofortgefucht. Schriftl. Offert, sub A. M. 1 an die Exped. d. Bl._______ Zwei Küfergesellen gefucht von Küfermeister Kreiling Heuchelheim._______________M Ein Junge vom Lande als Hausbursche gesucht. RcbatftjHv S, — Druck und Äerkatz ^rAhl'schW! Srarfrrr? 'Fr. Thr. Pietsch) in