1894 Dienstag den 4. September Nr. 206 Gießener Anzeig er General-Anzeiger. Amts- unb Anzeigeblatt für den 'Kreis Gieren. Rkdaclicm, Expedition und Druckerei: Zchnlstraße Ar.7. Fernsprecher 51, Vierteljähriger Abonncmentsprei«: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Al«»trie«vrä1ter werdm dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelrgt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme des Montag«. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgmden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamikienbtätter. Alle Annonccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlichem Theil. Gießen, den 1. September 1894. Betr.: Die unschädliche Beseitigung von Thiercadavern. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen M die Grotzh. Bürgermeister eie« de- «reise-. Wir haben in Erfahrung gebracht, daß sehr viele Wasenplätze mit ungenügender Einfriedigung versehen sind, so daß das Eindringen von Thieren (Füchsen rc.) und das Verschleppen von Cadavertheilen mit Jnfectionsstoffen leicht möglich ist. Soweit es noch nicht geschehen ist, beauftragen wir Sie, daher für baldige Einfriedigung der Wasenplätze in der vorgeschriebenen Weise zu sorgen. Wir werden uns gelegentlich von der Befolgung dieser Verfügung überzeugen. Da es neuerdings wieder vorgekommen ist, daß Wasenplätze ohne unsere Genehmigung neu angelegt worden sind, so verweisen wir Sie dieserhalb auf § 2 unseres Amtsblattes Nr. 6 vom 24. August 1880 und erwarten für die Folge genaue Beachtung dieser Bestimmung. I. V.: Dr. Melior. In dem Dorfe Bürgeln bei Cölbe sind einige Fälle von asiatischer Cholera festgestellt worden. Da alsbald seitens der Behörde alle erforderlichen Maßnahmen gegen eine weitere Verbreitung der Krankheit getroffen worden sind, so ist zu hoffen, daß es gelingen wird, dieselbe alsbald im Keime zu ersticken. Jedenfalls liegt zur Zeit für die hiesige Bevölkerung keinerlei Grund zur Beunruhigung vor. sGroßherzogl. Kreisgesundheitsamt. Lehrer-Conferenz. Die im letzten Sonntagsblatt auf Mittwoch den 5. September angezeigte Conferenz in Grimberg kann an diesem Tage nicht abgehalten werden. Dieselbe findet statt Mittwoch, 12. September, Vormittags 10 Uhr, in Grünberg. Die Gr. Bürgermeister werden gebeten, den Herren Lehrern sogleich hiervon Kenntniß zu geben. Gießen, den 1. September 1894. Büchner, Schulrath. Bankrott und Aecord. Um der gegenwärtigen geschäftlichen Misere auf einem ihrer dunkelsten Gebiete entgegenzutreten, regen sich jetzt eine ganze Anzahl Stimmen, welche verlangen, daß bankrotten Schuldnern der Accord und zumal die Erreichung des Zwangsvergleiches mit den Gläubigern nicht erleichtert, sondern erschwert werden müsse, denn die Thatsache, daß durch eine geschickte Mache und ein dreistes Verfahren ein für den Schuldner günstiger privater Accord oder gerichtlicher ZwangS- vergletch sehr oft wider den Willen einer Anzahl Gläubiger erreicht werde, erleichtere das leichtsinnige Bankrottmachen in bedenklichster Weise und schaffe dadurch Zustände, welche daS Rechtsleben für den Kaufmann zu verwirren geeignet wären. Man muß zugestehen, daß diese Beschwerden in vielen Bankrott- und Accordfällen ihre Berechtigung haben. So gibt es eine gewisse abscheuliche Sorte von Geschäftsleuten, welche sich erst groß aufblähen, dann coloffale Credite, auf Deutsch „einen frechen, schmählichen Pump" in Anspruch nehmen und einige Jahre oder Monate darauf mit einer enorm hohen Unterbilanz Bankrott machen und dann vielleicht mit der Bagatellsumme von 6 bis 8 Procent mit ihren Gläubigern accordiren. Wenn dann in solchen Fällen oft eine Schuldenmasse von mehreren hunderttausend Mark oder doch in verhältnißmäßig sehr bedeutender Höhe vorhanden ist, so empfinden die Gläubiger einen derartigen Bankrott dann meist nicht nur als einen Vermögensverlust infolge eines geschäftlichen Unglückes, sondern sie haben häufig den Eindruck, als ob sie um ihre Forderungen mehr oder weniger betrogen worden wären. Aber wie soll gegen ein solches verwerfliches Gebühren der Bankrottmacher neben den bestehenden Strafbestimmungen noch besonders gesetzlich eingeschritten werden? Der betrügerische Bankrott mit all seinen verbrecherischen Anhängseln wird ja bereits bestraft, soweit man den Thatbestaud ausdecken kann, aber darüber hinaus laffen sich sehr schwer gesetzliche Bestimmungen treffen, um Bankrotte und Accorde zu beschränken, eS sei denn, daß jedem Gläubiger das gesetzliche Recht zugesprochen wird, sich zu jeder Zett durch einen ver- etdeten Bücherrevisor den wirklichen Vermögensstand deS Schuldners klarlegen zu lassen. Dieses in gewiffen ver- dächtigen Fällen am Platze erscheinende Verfahren würde sich indessen die große Mehrheit der Geschäftsleute dringend und mit Recht verbitten, denn jeder Kaufmann und Gewerbetreibende, Landwirth usw. braucht Credit, und eS kommen auch Fälle vor, wo er infolge der Conjunctur, aber ohne Jemanden zu schädigen, seinen Credit sehr stark in Anspruch nimmt. Daraus geht deutlich hervor, daß gesetzlich gegen Bankrott und Accord neue Gegenmittel kaum noch anwendbar erscheinen, daß aber allen Lieferanten dringend empfohlen werden muß, nicht inS Blaue hinein Credit zu geben, dann können ihnen leichtsinnige und betrügerische Schuldner nicht gefährlich werden. Deutscher Reich. Darmstadt, 2. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen gestern den Generalmajor z. D. Frhrn. v. Gemmingen-Hornberg, den Major z. D. Lauckhard, Commandeur des Landwehr-Bezirks Friedberg, den Hauptmann a. D. v. Wachter, eine Deputation des Gustav-Adolf- Festspiels, bestehend aus: Landgerichtsrath Küchler, Hofprediger Ehrhardt, Dr. Bassermann und Oberconsistorial- kalkulator Rothermel, den Rechnungsrath Eger von Mainz, den Director Schwabe von der Blindenanstalt in Friedberg, den Prof. Dr. Sell von Bonn, den Director Bär von der Bembeschen Möbelfabrik in Mainz; den Königlich Großbritannischen Geschäftsträger Mr. Buchanan- zum Vortrag den Cabinettsrath Römheld. Berlin, 1. September. Der Kaiser und die K a i s e r i n wohnten am Sonnabend nebst den sämmtlichen zur Zeit in Berlin, resp. Potsdam anwesenden Prinzen und Prinzessinnen der feierlichen Einweihung der Sarkophage weiland des Kaisers Wilhelm I. und der Kaiserin Augusta im Mausoleum zu Charlottenburg bei. Auch die Personen, die zum Hofstaate des verewigten Kaiserpaares gehört hatten, wohnten der Feier bei. — Die Frage d e r Nothwendigkeit neuer Steuern für das Reich ist in der Tagespresse unter Hinweis auf die jüngsten günstigen Abschlüsse über Zoll- und Verbrauchsabgaben vielfach verneint worden. Dieser Ansicht treten indessen die „Berl. Pol. Nachr." mit folgender anscheinend officiöser Auslassung entgegen: So freudig eine Steigerung der bisherigen Einnahmen des Reiches infolge der Belebung von Handel und Verkehr auch begrüßt werden muß, so ist doch nicht anzunehmen, daß die Entwickelung eine derartige sein wird, um die Erschließung neuer Einnahmequellen entbehren zu können, wenn auch nur das Gleichgewicht zwischen Matrikularbeiträgen und Ueberweisungen erreicht werden soll. Die gegenwärtige Finanzlage erfordert gebieterisch, nicht unbedingt nothwendige Ausgaben biß auf Weiteres zurückzustellen; eine Finanzpolitik des absoluten Stillstandes ist aber mit der Entwickelung eines lebenskräftigen Staatswesens unvereinbar. — Trotzdem scheint man es aber mit der Erschließung neuer Einnahmequellen für das Reich in den leitenden Berliner Kreisen noch nicht so eilig zu haben, wenigstens, wenn es5 richtig ist, daß die verbündeten Regierungen in der nächsten Reichstagssession mit keinen neuen Steuervorlagen kommen, sondern nur mit der Tabaksteuer-Vorlage u. s. w. wieder aufwarten wollen. — Die Untersuchung in der Berliner Anarchisten- Affaire hat es jetzt als zweifellos ergeben, daß die ursprüng- lichen Meldungen über die Bedeutung der ganzen Sache sehr übertrieben worden sind. Es liegt kein Anlaß vor, gegen die allein noch in Haft befindlichen in die Angelegenheit verwickelten Personen, Schäwe und Dräger, wegen anarchistischer Umtriebe vorzugeheu. Es soll gegen sie vielmehr nur wegen Widerstandes wider die Staatsgewalt, Körperverletzung und groben Unfuges verhandelt werden. Berlin, 1. September. Der Kaiser begab sich heute früh mittelst Sonderzuges über Frankfurt a. O. nach der Station Jacobsdorf, woselbst die Ankunft um 8^4 Uhr erfolgte. Dort verließ der Kaiser den Zug, bestieg seine mit vier Schimmeln bespannte Equipage und fuhr nach dem von der Station etwa 7 Kilometer entfernten Dorfe Treppltn, woselbst er zu Pferde stieg, um dem Manöver der beiden Garde-Jnfanterie-Divisionen zu folgen. Berlin, 1. September. Die Deutschen der Provinz Posen, so wird den „B. N. 9?.“ geschrieben, die sich zur Huldigungsfahrt nach Barzin rüsten, sind aufs Peinlichste berührt durch die Weigerung des commandirenden Generals v. Seect, einer Militärcapelle des 5. Armeecorps die Begleitung auf der Fahrt nach Barzin zu gestatten. Berlin, 1. September. Die Leiche des Fräulein Agnes Wabnitz wird am morgigen Nachmittag nicht vom Hause Rhkeftr. 37, wie dies von den Socialdemokraten ge- >lant war, sondern von der Leichenhalle des Friedhofes der reireligiösen Gemeinde aus bestattet werden. Das öffentliche Leichenbegängniß ist polizeilich untersagt worden. Berlin, 1. September. Wie die „Nationalzeitung" erfährt, ist in Bundesrath - Kreisen von der Absicht, die Steuerfreiheit des denaturirten Spiritus aufzuheben, nichts bekannt; eS gelte dort vielmehr eine derartige Maßregel als absolut ausgeschlossen. Berlin, 1. September. Die „M. P. C."-wtll wissen, daß der Ministerpräsident Graf Eulenburg zu Ende voriger Woche seinen Urlaub nur zu dem Zweck unterbrochen hat, um sich mit dem Reichskanzler noch einmal über ein preußisches Vorgehen zur Verschärfung des Vereins- und Versammlungsrechts zu verständigen, nachdem der Kaiser seine Zustimmung dazu ausgesprochen habe. Elbing, 1. September. Dem für den Besuch der Kaiserin in Elbing aufgestellten Programm zufolge wird dieselbe gleich nach Beendigung der Parade auf dem Neustädter Felde ihren Einzug in die Stadt halten, während der Kaiser noch eine Kritik auf dem Paradefelde abhält. Auf dem Friedrich-WtlhelmSplatz wird der Kaiserin von zwölf Ehrenjungfrauen ein Bouquet überreicht werden, worauf der Oberbürgermeister die Begrüßungsrede hält. Später will die Herrscherin sechs Damen ElbingS empfangen. Ars-land. Paris, 1. September. Präsident Casimir Perier wird der Truppenschau am 18. September nicht beiwohnen, sondern nur einem Angriffe auf die Befestigung von Chateaudun. Paris, 1. September. Ein französisch-chinesisscher Zwischenfall wird von der tonkinesischenGrenze ge- meldet. Der Zollcontrolleur Chatllet in Monsai wurde in der Nacht vom 26. zum 27. August von Chinesen überfallen und ermordet, die Frau und die sechsjährige Tochter Chatllet» wurden von den Schurken fortgeschleppt. Die von einer französischen Truppenabtheilung ins Werk gesetzte Verfolgung der schuldigen Chinesen blieb leider erfolglos. Der französische Gesandte in Peking ist von seiner Regierung bereits ermächtigt Morden, Vorstellungen bei der chinesischen Regierung zu erheben und darf man wohl um so eher erwarten, daß das Pekinger auswärtige Amt den Genugthuungsforderuugen Frankreichs wegen der Affaire von Monsai ftattgiebt, - als den Chinesen eine etwaige neue Verwickelung mit Frankreich in Hinblick auf ihren Krieg mit Japan doch gewiß nicht erwünscht sein könnte. — Ueber daS Befinden des Grafen von Paris besagt eine Depesche aus Buckingham (England) vom 31. August Folgendes: „In dem Zustande des Grafen von Paris ist keine Aenderung eingetreten. Derselbe ist fortdauernd bei klarem Bewußtsein. Heute wurden ihm in Anwesenheit der Familienmitglieder die Sterbesacramente gereicht." Paris, 1. September. Nach dem „Echo" steht die Begnadigung und Haftentlassung des im Panamaprozeß ver- urtheilten ehemaligen Ministers Baihaut demnächst vor. Loudon, 1. September. Mehrere Blätter melden, das von der Königin im Lande der Zulus für den Prinzen Lulu Napoleon errichtete Denkmal sei zerstört worden. Untersuchung sei eingeleitet. London, 1. September. Nach einer Meldung der „Times" aus Shanghai wird durch eine Depesche auS Tientsin bestätigt, daß 14 japanische Kriegsschiffe mit 4000 Mann an Bord Port Arthur angegriffen haben. Die chinesische Flotte habe den Befehl erhalten, mit der japanischen Flotte den Kampf aufzunehmen. Petersburg, 2. September. Die Angabe, daß die gegenwärtige Krankheit des Kaisers von Rußland in einem Nierenleiden bestehe, war von Petersburger Meldungen wiederholt als unrichttg bezeichnet worden. Jetzt aber besagt eine neuerliche Nachricht auS der russischen Hauptstadt, daß die Krankheit des Czaren, welche bislang im Wesentlichen als nervöse Abspannung bezeichnet worden sei, nach Aussagen des Profeffors Sacharjin doch ein Nierenstein- leiden sei. Ob dasselbe ungefährlich oder aber ernsterer Natur ist, darüber scheint sich Professor Sacharjin nicht weiter ausgelaffen zu haben. UebrigenS ist der Czar mit seiner Familie von Peterhos nach dem Walde von Ltelawosch abgereift. Neueste Nachrichten. Wolff« telegraphische- Correspondenz-Bureaa. Paris. 2. September. Auf Wunsch des Herzog- von Orleans wurde heute in der St.-Madeleinekirche für den Grafen von Paris eine Messe gelesen. Dem einfachen Gottesdienste wohnte eine große Anzahl Personen bei. Es kam kein Zwischenfall vor. Coc«U* prsvinzlurlle» Gietzev. den 3. September 1894. ** Ehrung. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 15. August der Katharina Müller in Kostheim die Rettungsmedaille zu verleihen. ** Ernst»Ludwig - Victoria - Melita - Stiftung. Von Interesse dürfte es für Manchen sein, zu erfahren, meldet das „Darmft. Tagebl.", daß bei Ueberreichung des Aufsätze- durch das engere Präsidium der „Hassia" Seine Königliche Hoheit der Großherzog auch gleichzeitig der Ernst-Ludwig-Bictoria« Melita Stiftung Allerhöchstseine Sanction ertheilte. Diese Stiftung, welche aus Ueberschüssen bei der Sammlung für obiges Geschenk und einem Zuschuß miß dem Verbands-Vermögen entstanden ist, bezweckt Unterstützung von Confirmanden und Erstcommunicanten, welche Kriegerwaisen find. ** Theater. Wie schon im Annoncentheil gemeldet, beginnt Herr Director Reiners die diesjährige Spielzeit mit Sonntag den 30. Sept., und hat die Direction diesmal ganz besondere Anstrengungen gemacht, um die kommende Saison zu einer außerordentlichen zu gestalten, denn nicht nur ist ein ausgezeichnetes Personal engagirt, sondern auch ganz außerordentlich berühmte Künstler zu Gastspielen verpflichtet worden. Da sind vor Allem die Schlierseer Bauern, welche Herr Reiners mit großem Risico auf 5 Abende gewonnen hat, dann weiter dürfte sich das Gastspiel des allbekannten Heldendarstellers Herrn Dr. Max Pohl als ein sehr intereffantes entwickeln, — dann sei noch das Gastspiel der Gebrüder Hartmann mit ihren Ausstattungsstücken „die Reise um die Welt in achtzig Tagen", „die Kinder des Capitän Grand", und „die sieben Raben" erwähnt. *♦ Cholera betr. Großherzogliches Kreisgesundheitsamt erlaßt im „Amtlichen Theile" eine Bekanntmachung, auf die wir hiermit aufmerksam machen. Behufs Prüfung des Lahnwassers wurden gestern und heute Proben entnommen. ** Wegen Choleragefahr sind die Manöver bei Marburg abgebrochen. Die Truppen rücken unverzüglich wieder in ihre Garnisonen. — Ein amtliches Extrablatt der „Oberhesi. Ztg." meldet: „In dem Dorfe Bürgeln (Kreis Marburg) sind einige Fälle von asiatischer Cholera festgestellt worden. Die erforderlichen Maßregeln gegen eine weitere Verbreitung der Seuche sind getroffen. Für die hiesige Bevölkerung liegt irgend ‘ein Grund zur Beunruhigung nicht vor. Doch wird empfohlen, der Art der Lebensweise und namentlich der Auswahl der Lebensmittel erhöhte Sorgfalt zu schenken. Besonders ist von dem Genuß ungekochter Speisen (Obst, Milch, Salat u. s. w.) thunlichst Abstand zu nehmen. DaS Wasser der städtischen Leitung ist aP durchaus unverdächtig anzusehen. — In dem eine Meile von hier entfernten Orte Bürgeln ist asiatische Cholera ausgebrochen. Profeffor Fränkel hat das Vorhandensein von Bazillen fest- gestellt. Zwei Personen starben bis jetzt. Eine dort während des in der Gegend stattfindenden Manövers einquartierte Schwadron der Mülhausener Ulanen wurde ausquartiert. Die Soldaten find verschont geblieben. Ueber den Ursprung der Seuche ist noch nichts bekannt." Die 13er Husaren, welche am vorigen Freitag auf dem Marsche nach der Umgebung Marburgs durch die Stadt ritten, kamen heute im Laufe des Vormittags infolge des jähen Abbruchs des Manövers wieder zurück. Einige Schwadronen nahmen ihren Weg durch die Schulstraße und Neuen ^Bäue in der Richtung nach Garbenteich, Holzheim u. s. w., die anderen setzten ihren Ritt auf der Frankfurter Straße fort. — Auch Infanterie pasfirte während des Tages mittelst Sonderzügen den hiesigen Bahnhof. *• Die Einwohnerzahl Gießens wird nach den neuesten Veröffentlichungen des Großh. Ministeriums mit 22 100 angegeben- darunter sind 2180 Mann Militär. ** Einbruch. In der Nacht vom Freitag auf Samstag wurde die am Bahnhossumbau befindliche Cantine erbrochen und eine Parthie Eßwaaren entwendet. Ein der That verdächtiger Arbeiter wurde zur Haft gebracht. ** Betrug. Bei einem hiesigen Kaufmann erschien vor einigen Tagen ein junger Mann, stellte sich als Sohn eines GeschästsfreundeS vor und suchte für ca. 800 Mk. Maaren zur Lieferung aus, nahm auch einen kleineren Posten alsbald mit. Nachdem die Maaren verpackt und zum Theil versandt waren, stellte es sich heraus, daß es sich um einen Betrug handelte. Die Person des Betrügers wurde festgestellt und wird derselbe seiner Strafe nicht entgehen. ** Eingeschlagene Fenster. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden in der Bismarckstraße und in der darauffolgenden Nacht am Neuenweg Fensterscheiben eingeschlagen. Im letzteren Falle wurden die Thäter abgefaßt und werden sich dieselben wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben. ** Der Sedautag wurde in der seit einigen Jahren üblichen Meise durch Festgeläute, Choral vom Stadtthurm, Beflaggen der Gebäude u. s. w. gefeiert. Der Kriegerverein beging den Tag durch gemeinschaftliche Theilnahme am Gottesdienst, Schmückung der Gräber und durch ein Fest- bauket im Lenz'schen Felsenkeller. (Mir werden Über diese Feier in nächster Nummer eingehend berichten. Red.) Der Beteranen-Verein, welcher dem Andenken an die Gefallenen bereits am 18. August auf dem Friedhose eine ernste Feier widmete, versammelte sich bei Concert und Vorträgen auf dem Lahnstein. ** Militärdieustuachricht. Hauptmann Hahn vom Inf.- Regiment Kaiser Wilhelm wurde als Compagniechef in das Leib - Grenadier - Regiment König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenb.) Nr. 8 in Frankfurt a. d. O. versetzt. ** § 173. Wegen Verdachts des Vergehens gegen § 173 des R.-Str.-Gesetzes wurde am vorigen Samstag ein hiesiger Metzger zur Haft gebracht. ** In Gebrauchsmustern fand folgende Eintragung statt: Pressen-Einsätze zur Herstellung von Preßnußkohlen aus getrockneter, feiner Braunkohle ober dergleichen, bestehend aus zweitheiliger Preßform mit Rinnen und Preßplatte mit eingesetzten Stempeln. Adolf Römheld, Eisengießerei und Eisenbauwerkstätte in Friedrichöhütte bei L a u b a ch, 11. Juli 1894. ** Die Geschäftsstelle des Oberhesfischen Obstbauverems versendet gegenwärtig einen Aufruf, worin sie die Mitglieder zur Betheiligung an der in diesem Herbste in Berlin stattfindenden O b st a u s st e l l u'n g auffordert. ES ist wieder, wie vorjährig in Breslau, eine Gesammtausstellung geplant, die vom Verein arrangirt wird. Die Vereinsmitglieder, die sich betheiligen wollen, sind deßhalb aufgefordert, bis zum 8. September Obst und Obstwein an die Geschäftsstelle einzusenden, wo die Auswahl, Sortenbenennung und Zusammenstellung erfolgt. Die Preisbewerbung auf der Berliner Ausstellung findet nur für die Provinz Brandenburg statt- da jedoch den Preisrichtern für gute Leistungen auswärtiger Züchter besondere Preise zur Verfügung stehen, so ist eine ehrende Auszeichnung unseres Obstbaues nicht ausgeschloffen, zumal eine Betheiligung des Vereins nur dann stattfindet, wenn etwas wirklich Gutes geboten werden kann. Hoffentlich wird das geplante Unternehmen möglich, damit unserem vorzüglichen oberhessischen, namentlich Wetterauer Obst, neue Absatzgebiete erschlossen werden. (D. Z.) ** Nach dem Genüsse von Obst stellt sich gewöhnlich Durst ein; dieser wird am besten vermieden, wenn man mit dem Obste zugleich Brod oder Brödchen genießt. Wenn man überhaupt die Kinder vor Unterleibsbeschwerden bewahren will, so gestatte man ihnen niemals, daß sie Obst ohne Brod genießen. Wenn Eltern ihre Kinder gesund, insbesondere vor Durchfall, Diarrhöe bewahren wollen, so sei ihnen dringend empfohlen, sie von klein an daran zu gewöhnen, Obst nur mit Brod zu essen. *• Einschränkung des Haufirhandels. Es wird jetzt eine Einschränkung des Hausirhandels insofern angebahnt werden, als Wandergewerbescheine nur für den Bezirk der Ausstellungsbehörde Geltung haben und nur im Falle des durch die zuständigen Behörden sestzustellenden Bedürfniffes zu ertheilen sind, daß Handelsreisende, die auf Grund des § 44 der Gewerbe-Ordnung ihre Gewerbe ohne Wandergewerbeschein ausüben, Bestellungen auf Waaren nur bei solchen Gewerbetreibenden suchen dürfen, in deren Gewerbebetrieb Maaren der angebotenen Art Verwendung finden und daß Derjenige, der an seinem Wohnorte oder am Sitze seiner gewerblichen Niederlassung von Haus zu Haus, oder an öffentlichen Orten Waaren feilbietet und verkauft, als Hausirer betrachtet und an die Erwerbung einesWandergewerbescheines gebunden sein soll. n. Lollar-Kirchberg, 2. September. Die Bekränzung des hiesigenKriegerdenkmals durch die fünf Kriegervereine des Kirchspiels fand vor dem erhebenden Festgottesdienste statt und zwar indem der Vorsitzende des Lollarer Vereins „Ludwig zur Treue" folgende Verse aus Dr. IHanS Natges trefflicher und cmpfehlenswerther Sedan-Festschrift vortrug: Es brauste der Kriegsruf vom gallischen Land Und zwang uns den flammenden Stahl in die Hand; Es galt unserm Kleinod, es galt unserm Rhein, Drum brach es wie Sturmwind auf Frankreich herein, Für Vaterland, Freiheit und Krone.j Fürs Heiligste galt es, den heiligsten Krieg, Und Gott war mit uns, und Gott gab den Sieg, Und jubelnd drangen mit Macht, mit Macht Die Deutschen vorwärts von Schlacht zu Schlacht Zum winkenden Katserthrone. Doch um zu erstreiten solch köstliches Gut, Gatts köstlichen Einsatz, galts Leben und Blut, Und Tausende lösten den bindenden Schwur, Nur mit dem Tode auf dampfender Flur, Fern ihren Theuern und Lieben. — Doch sind sie vergessen die Helden, die kühn Mit Blut einst besiegelt ibr treues Bemühn? Nein! ewiger Lorbeer bleibt denen gewahrt, Die, treu um ihr heiliges Banner geschaart, Für Deutschlands Ehre'geblieben! Drum sei auch heute der Todten gedacht, Die mannhaft und tapfer gehalten die Wacht! — Ja, lasset uns schmücken, wo beute im Glück Wir rufen den glorreichsten Tag uns zurück, Ihr Denkmal mit schwellendem Kranze! Und ob auch die Zeit mag im Sturme vergehn, Nie kann sie die Namen der Braven verwehn. Und Ihr die Ihr muthig in heiligem Krieg Halft Deutschland erstreiten den herrlichen Sieg, Lebt fort in hellleuchtendem Glanze! -sä. Butzbach, 3. September. Bei herrlichstem Wetter wurde gestern hier das Sedanfest, verbunden mit dem Jugend fest, gefeiert. Gegen 3 Uhr Nachmittags bewegte sich der Zug der Kinder durch die reich mit Fahnen ge- schmückten Straßen der Stadt nach dem Festplatze. Dort angekommen, hielt Herr Reallehrer Dr. Siebert die Festrede, indem er mit trefflichen Worten auf die Bedeutung des Sedantages hinwies. Sein Hoch galt Kaiser und Reich und unserem geliebten Fürftenhause. Darauf begannen die Spiele der Kinder, wobei ein Reigen der höheren Knaben- und Mädchenschulklaffen, unter Leitung des Herrn Lehrer Wämser, besonders gefiel. So schwanden die Stunden schnell dahin und um */z8 Uhr bewegre sich der Zug nach dem Marktplatz, wo er sich nach Absingen einiger Lieder auflöste. Abends sand sich in der Festhalle die „ältere Jugend" ein, wo man sich bei Concert und Liedervorträgen der vereinigten Chöre des Gesangvereins „Orpheus" und des Turnvereins bis spät in die Nacht noch recht gut amüsirte. D. Daueruheim, 2. September. Einem hiesigen Ein- wohner wurden auf rasfinirte Weise 1200 Mark, lauter Silbergelb, gestohlen. In dem anstoßenden Zimmer schlief ein Bewohner, ber von dem Einbrüche nichts merkte. Man fahndet nach dem Einbrecher. -b- Blofeld, 2. September. Man liest oft in den Blättern: Hütet die Kinder! und meint damit meistens: Vorsicht bei den Maschinen. Die Warnung soll sich aber auch auf Vorsicht bei dem Vieh beziehen, mit dem sich die Kinder zu schaffen machen und dabei zu Schaden kommen, wie ein gestern hier vorgekommenes Beispiel beweist. Ein kleiner Junge von 4 bis 5 Jahren kam einem Pferde zu nahe- das Thier schoß auf den Knaben los und biß ihm^die Oberlippe durch. Es war ein schrecklicher Anblick. Der herbeigerufene Arzt mußte vier Nadeln einlegen, um die Bißwunde zusammenzuheften, wobei der kleine Bursche entsetzlich stöhnte und jammerte. Darum hütet die Kinder auch bei dem Umgang mit Vieh, daß die Kleinen nicht zu Schaden kommen. * Köln, 31. August. Das Gesimse des im Bau begriffenen Waisenhauses in dem benachbarten Kalk stürzte ein und verschüttete mehrere Arbeiter. Ein verheiratheter Maurer wurde tödtlich verletzt. * Wien, 31. August Joseph Ratzenboeck, Statt- Halterei-Beamter in Salzburg, ist gestern auf dem Moser- boden ab gestürzt- er wurde im Zisendbach tobt auf- gefunben. _______________ Eingesandt. Gieße«, 3. September 1894. Wie der „Gießener Anzeiger" in Nr. 204 unv 205 meldete, hat unter dem Vorsitze des Directors der Großh. Centralstelle für Gewerbe, Negierungsrath vr. Hesse, die Generalversammlung der Mitglieder des Landesgewerbevereins stattgefunden. Von dieser Versammlung wurde beschlossen, die nächste Generalversammlung in AilSfeld abzuhatten und soll bei dieser Gelegenheit eine Provinztal- Gewerbe-Ausstellung stattfinden. Nun soll im Sept^e.1895 äse: ä ä nur alle 15 Jahre in einer Provinz wiederkehrt, ist umsomehr auf einen großen Andrang aller Interessenten zu rechnen. Es wäre daher zweckmäßig, mit dieser Ausstellung am biefigen Platze eine Gewerbe- und Jndustrte-AuSstellnng zu verbinden. Vielleicht ließe sich die für Alsfeld projeciirie Generalversammlung und Aus» stellung des Landesgewerdevereins noch nach Gießen verlegen und sollten^sofort Schritte bei den maßgebenden Persönlichkeiten erfolgen. Seit 30 Jahren hat hier eine industrielle AuSstellungnichtstatt- gesunden und fand auch damals unter ganz anderen Verhältniffen, als eine Local-Ausstellung, statt. Inzwischen daben andere Plätze, welche im Gewerbebetrieb und in der Industrie weit hinter dem hiesigen Platz zurückstehen, erfolgreiche Ausstellungen veranstaltet° — Soweit uns bekannt geworden ist, ist auch sowohl bei hiesiger Handelskammer als sonst hierbei noch in Betracht kommenden Behörden und Personen eine dahingehende Anregung erfolgt, ob mit Erfolg ist jedoch nicht bekannt geworden. Es dürste daher vorzugsweise eine Aufgabe der Industriellen und Gewerbetreibenden des hiesigen Platzes sein, durch Umfrage wegen einer eventtiellen Betheiligung und Einberufung einer Versammlung der Mitglieder des Localgewerbeoer eines die Stimmung, kennen zu lernen. So bald ist eine ebenso passende Gelegenheit für eine erfolgre che Ausstellung nicht wieder zu erwarten und ohne Säumen sollte die Angelegenheit betrieben werden. Alle hierbei in Betrach kommenden Fragen dürften durch eine Besprechung der Interessenten leicht ihre Erledigung finden. ____ Verkehr, Land- nnd Volksm§rthsehaft. «rünbera, 1. September. Fruchtpreise. Weizen12,06- Korn X 13,64, Gerste X 10,00, Hafer 10,12, Erbsen -^ 00,00» Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00 Samen X 19,80. - «ommerfche Hypotheken - «letten - Bank. Wie aus dem Jnseratentheile unserer heutigen Zeitung ersichtlich, werden die am 1. October er. fälligen Pfandbrief - Coupons bereits vom 15. September er. ab eingelöst. Barometerstand. i Thermometer: min. + 8° R., max. 4- 9° R. ? Hygrometer: Neigung s. nasses Wetter. 61 witternngsansfichten am 3. September Morgens 8 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Lahn-Temperatur zwischen 11—12 Vorm.: 4- llVs0 R. (Luft: ff-H VM-) Anmerkung: Die punktirte Linie bei der Barometerscala gibt den Stand des vorhergehenden Tage- an. 8. Ca. 6000 Stück Seidenstoffe - ab tigent« Fabrik — schwarze, weiße u. farbige v. 75 Pst bis Mik. 18.66 pr Meter — glatt, gestreift, farriert, gemustert, Damaste re. (ettea 240 versch. Qual, und 2000 versch- Farben, Dessins re.) 0T Porto- «nd steuerfrei inS Haub l l Catalog und Muster umgehend- [122 G, Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u. k. Hoft), Zürich. — Ein Wein, welcher zur Wiederherstellung gesunkener Körper- kräfte Verwendung finden soll, muß von guter Qualität und wohlschmeckend, von absoluter Reinheit und vor allem auch gut abgelagert sein. Daß solcher Wein nicht für einige 50 Pfg. geliefert werden kann, dürfte auch dem in dem Weinfache weniger Kundigen einleuchten. Es kann daher nur mit Freuden begrüßt werden und alle Anerkennung finden, daß die unter der Mitwirkung der königlich italienischen Staatsregierung gegründete Deutsch-Italienische Wein- Import-Gesellschaft Daube, Donner, Kinen u. Co. in ihren Rothwetn - Marken Maroa Italia, Vino da Pasto No. I, für Stärkungsbedürfttge einen Wein in den Verkehr gebracht hat, der nach den Gutachten ber Aerzte alle jene Eigenschaften besitzt, welche man an einen Stärkungswetn zu stellen berechtigt ist und der dabet zu einem so mäßigen Preise zu haben ist, daß selbst dem weniger Bemittelten die Beschaffung dieses werthvollen Mittels zur Wiederherstellung gesunkener Körperkräfte ermöglicht wird. Man wende sich in Gießen an eine der nachfolgenden Verkaufsstellen: G & A. Wallenfel», Carl Schwaab, Wilh. Schomber, Eberh. Dort. 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OMn-CvWiis 7182 Müssig schnell, P 7220 Die tiefbetrübten Kinder. Gießen, den 3. September 1894. 7227 Vereinfachte Stenographie Mch 0. Publikum mitzuthei!en, bnfi die Spielzeit, Achten, Prospecte rc. werden daselbst unentgeltlich verabfolgt, mit Sonntag den 30. Sept, beginnt.' ,.7-, . e m . tn Der Vorstand Weitere« erfolgt durch die nächste An- b7bl ____________________de« Vereins für „Vereins. Steno kündigung., 7160 .-------------------------------------- be« Verein« für „Vereins. Stenographie" Gießen. Wohnungsveränderung vorlegt habe. 7211 GaslkitNM Hochachtungsvoll Adam Reiners Dienstag Abend bei Pelsin st, ^icncmueß. Da mir, wie in den Vorjahren, so auch für diesjährige Winierfpielzeit von der Grofchcrzoglichen Behörde die Grlaubntß crtbdlt wurde, für die Monate October bl« April 1895 in hiesiger Stadt Theater- Ausführungen veranstalten zu dürfen, bade ich die Evrc, dem hochverehrten ... .Der Unterzeichnete eröffnet am Mittwoch den 5. 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Mr die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unserer unvergeßlichen lieben Mutter Dorothea Oswald sowie für bie reichlichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank Johanna dolberg* welches wir Freunden und Bekannten tiefbetrübt anzeigen. Karlstadt a. Main vorm. Ludwig Roth In Karlstadt a. M. Grössten Ceinentwerk Bayerns mnpflohlt Ihr vomügHohoe b'nbrikat unter Garantie lür höohnto Kontlgkclt und unbedingte ZuvcrlllHRigkoit. Produktlonsfiihlflkelt der Fabrik t 250.000 Fmrn pro Jahr. I Unktlioho und gleiclunilHtdgn ÄuHfllhrung auch dor grönton Auftrltgo wird raigowlehort. Tolegramm-jkdrceio: Cementfabrlk Karlstadtmain. unter Leitung be« Herrn «. Server qeprüfier Lehrer der Vereins. Stenographie, «nie»» lnc6,(ncr?QT^n? b;,° llncl. Lehrmittel) sind bet Herrn Vrnst ®?L.!.,en)^.a“??uyfl',.l°Llu c 1,6,1 llnterzcichneten zu haben. System , Ueber- Alters und Kinder Versorgung. 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