166 ’*’*cn Ütfiraitt ^ktract * ift üta 4,1 »erbau, Mohoi, » M - Leni,115 ^Lchhandlima AA ,,,, !*SMl2Mt r Sv~—■ MU 64, r «!°4garw- i. Walte 'U «f * ».rtev ,u verv«<6«" u u^Äerma""- WS- M«« Aböl ää^l jtillea Hlittrt* W >o«b«rgtt' -odeaer' W , sistak- «£&****: »iirzen unb Ä f n b e r in b« wos, ilngsschurze» pohn Auswahl er. 1873 , H. Fuhr. SonntnftrühJ£_ ÜL^etri V.4 MS omhauseDa^' emderhtiULiari. 8a?aEL Mmer )a '«uSgabe. 30 Beim llt Zllustr. 3 «art. mb tiefer ^rfindt, baß n sich auf M bat Verfasser nach 1 die auseinander lob btt wunderbaren A- riausrnde nicht haben, eniwickeit... Qhi6 Horwort'). Handlungen voriLibix i von 3 Mk. 20 $fg. NI ct von rrS & Co., Verleg, idferta. v. . Zaflee L60, 1.70, 1.80, 2.0. [895 rtvhl, Neustot/ j. rersheiwer itätskäse. J4]_________ \ge, Caviar Ww^rinjt , Lardellen Brachärmtze. Nr« 29. Erstes Blatt. Sonntag den 4. Februar 1894 Der HieHener -«jtiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aa mi lien d kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Melmer Anzeiger Kenerat-Anzeizer. BierteljLhriger Abonnemcutsprcis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamitienökätter. Alle Annonccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Tbeil. Nr, 4 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. v. M., enthält: (Nr. 2142.) Erklärung, betreffend die Verlängerung deS bestehenden Handelsprootsoriums zwischen dem Reich und Spanien (Reichs-Gesetzblatt S. 109) auf die Zeit bis einschließlich zum 31. März 1894. Vom 22. Januar 1894. (Nr. 2143.) Bekanntmachung, betreffend den Markenschutz in Bulgarien. Vom 27. Januar 1894. Gießen, 3. Februar 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gefunden: 1 Trauring, 1 Brosche, 1 Uhrgehäng, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Handtasche und 1 Schulbuch. Gießen, den 3. Februar 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Berlin, 2. Februar. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte am Donnerstag in Fortsetzung der zweiten EtatSlesung zunächst den umfangreichen Spezialetat der landwirthschaftlichen Verwaltung unter Genehmigung sämmtlicher Positionen deffelben. In der Discussion hierüber kamen zahlreiche Wünsche der Vertreter der landwirthschaftlichen Interessen zum Ausdruck, daneben gelangten besonders die Viehseuchen und der Futtermangel zur eingehenden Behandlung. Außer dem genannten Etat wurden noch eine ganze Reihe kleinerer Etats der Domänenverwaltung und des ItrtegSministeriumS genehmigt. In der auf den 6. Februar anberaumten nächsten Sitzung beginnt die erste Lesung der Vorlage über die Landwirthschaftskammern. Ausland. — Der Prager Omladma Prozeß hat in seinem Fortgänge erneut ein bezeichnendes Streiflicht auf die Verwickelung der jungczechischen Partei in das Treiben der Omladinisten geworfen. In der Donnerstags-Verhandlung wurde einer der verhörten Zeugen, der 22jährige Korbflechter Schmid, wegen falschen ZeugniffeS in Haft genommen. Nach seiner Inhaftnahme widerrief Schmid die von ihm gemachten falschen Angab cn und bestätigte, daß die Haupt- angeklagten, Dr. Rassin und Sokel, bei einer Versammlung der Jungczechen aufrührerische Reden gehalten haben. Dann gestand Schmid, daß er zur Abgabe seines falschen Zeugnisses zu Gunsten Dr. Rasfins und Sokels durch den als Vertrauens- mann anwesenden Candidaten der Medicin, Großmann, verleitet worden sei. Hierauf folgte ein bis spät in die Nacht hinein dauerndes Verhör des Polizeileiters der Voruntersuchung, Polizeicommiffars Olic. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Budapest, 2. Februar. Der JustizauSschuß des Abgeordnetenhauses verhandelte über einige unerledigt gebliebene Paragraphen deS Ehrechtsgesetzentwurfes. Das von Polnyt beantragte Mißtrauensvotum gegen den Justizmtnister Szilagyi wurde mit allen gegen die Stimme Polonyis abgelehnt. Petersburg, 2. Februar. Das Befinden des Czaren hat sich soweit gebessert, daß er das Bett für einige Zeit verlassen konnte. Die Ausgabe von Bulletins ist nunmehr eingestellt. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 2. Februar. Die Budget-Commission des Reichstags hat die allgemeine Debatte über die Verhältnisse in den deutschen Schutzgebieten beendet und tritt am nächsten Donnerstag in die Specialberathung des Colonial- etatS ein. — Zu dem am 5. Februar bei Caprivi stattfindenden Diner find Einladungen ergangen an die Spitzen der Reichsverwaltung, an die Inhaber der höchsten preußischen Staatsämter, an die Vorstände des Reichstages und beiden Häuser des Landtages und an mehrere Abgeordnete verschiedener Fractionen. — Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich wegen Abgrenzung der Kameruncolonie macht wenig Fortschritte, weil die Franzosen stets neue Forderungen stellen. Besonderes Gewicht scheint man in Paris auf die Verträge zu legen, welche Maistre zwischen Schari und Banne abgeschlossen hat. — Die Verhandlungen über die Feststellung deS Textes zu den einzelnen Tarifpositionen deS deutsch-russischen Handelsvertrags sind in der letzten Zeit so gefördert worden, daß der Abschluß unmittelbar bevorsteht. Sobald der Vertrag unterschrieben ist, geht er unverzüglich dem Bundesrathe zu und wird gleichzeitig im „Reichsanzeiger" veröffentlicht werden, was voraussichtlich schon in der nächsten Woche erfolgt. Der Bundesrath wird den Vertrag schnellstens erledigen und dann baldigst dem Reichstage zugehen lassen. Berlin, 2. Februar. Von besonderer Seite wird unS eine interessante Aeußerung des Kaisers mit* getheilt, welche derselbe auf dem letzten Hofballe einem hohen Reichsbeamten gegenüber gethan hat. Der Kaiser unterhielt sich mit demselben angelegentlichst über englische und amerikanische Verhältnisse und gab den lebhaften Wunsch zu erkennen, Amerika aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Die Unterhaltung des Kaisers schloß mit der Bemerkung, er sei der Ansicht, daß die Nationen germanischer Rasse auf der Erde zusammenhalten müßten. Berlin, 2. Februar. In der letzten Zeit hat sich zwischen dem Kaiser und dem Professor Begas ein lebhafter Verkehr entspannen. Wie es heißt, werden nach den jetzt getroffenen Dispositionen die Gestalten Bismarcks und MoltkeS wirkungsvoll am Kaiser - Wilhelm-Denkmal zur Erscheinung kommen. Mannheim, 2. Februar. Der Staatsanwalt lehnte es ab, Wilhelm MaaS gegen die angebotene hohe Caution auf freien Fuß zu setzen. Brüssel, 2. Februar. Der Chef des CongostaateS Romel ist bei einem Ausstande in Kwilu von Eingeborenen ermordet worden. London, 2. Februar. In parlamentarischen Kreisen hat die Antwort, welche Gladstone auf die Meldung der „Pall Feuilleton. „Maoni Kovalski". Es giebt viele sogenannte „Wunderkinder", welche durch frühzeitig erlernte Technik in Staunen setzen; doch nicht zum zweiten Male begegnet man wohl in unserem Jahrhundert einer Erscheinung, wie der des kleinen Claviervirtuosen und Componisten KoezalSki! — Man steht hier vor einem fast unlösbaren Rathsei, denn nichts ist gemacht, nichts eingedrillt an diesem kräftigen, munteren Knaben! Kein schablonenhaft einstudierteS Bravourstückchen wird den Zuhörern geboten, nein, ein selbstdenkender, selbstempfindender Künstler giebt seinem GenluS auf dem großen Coneert-Flügel Schwingen. Raoul KoezalSki wurde am 5. Januar 1885 in Warschau geboren. Sein Vater ist Rechtsgelehrter, seine Mutter eine ausgezeichnete Pianistin, einstige Schülerin des Warschauer Conservatoriums. Im Hause des Dr. von KoezalSki trieb man von jeher viel Musik. Als Raoul noch ein kleines Tragekindchen war, dem daS Durchbrechen der Zähnchen Schmerzen verursachte, vermochte man ihn nicht leichter zu beruhigen, als durch Clavlerspiel. Seine ersten Lausversuche strebten dem Flügel zu, und oft verkroch er sich unter denselben, wenn seine Mama darauf spielte. Als zweijähriges Baby fing er schon an, mit dem Zeigefingerchen auf den Taften herum zu tippen. Im nächsten Jahre nahmen die Eltern den Dreijährigen zum ersten Mal in die Oper mit. Sie waren sehr gespannt, wie Raoul diesen musikalischen Genuß wohl aufnehmen würde? Es wurde „Faust" von Gounod aufgeführt- das kleine Kind lauschte still. Als es bann aus der Oper wieder daheim anlangte, lief es sofort an's Clavier und suchte sich mit erstaunlicher Sicherheit, aber natürlich in einfach-kindlicher Art, die Töne zu dem Marsch und der Walzerarie zusammen. Don nun ab ertheilte ihm die Mutter regelrechten Unterricht im Clavierspiel. Er machte unfaßbare Fortschritte. Mit 3*/2 Jahren nahm ihn Professor Julius GadomSki, vom Warschauer Conservatorium, als seinen Schüler auf. Unter seiner Leitung machte das eminent veranlagte Kind Czerny, Bertini und Cramer durch, soweit eS die Spannkraft der kleinen Händchen zuließ. Professor Gadomski war voll Staunen. Er unterrichtete Raoul acht Monate lang täglich eine Stunde - das Kind wollte auch noch außerdem, am liebsten den ganzen Tag am Clavier sein. — Als er kaum 4 Jahre alt war, sand in Warschau eine große Musikausstellung statt. Auch der kleine Raoul wurde hingeführt, und ließ alsbald seine prüfenden Blicke über die aufgestellten Flügel schweifen. Mit dem, ihm am Schönsten dünkenden, schloß er sofort nähere Bekanntschaft. Er stellte sich davor hin und fing an zu spielen. Sein hübsches Köpfchen überragte kaum die Claviatur - — da hob ein Vertreter der Clavierfirma ihn auf einen verstellbaren Stuhl, richtete das Pedal zurecht, — und das Kerlchen ist zufrieden und phantasiert los. Die Vorübergehenden bleiben verwundert vor ihm stehen- auch aus den anderen Sälen kommen die Ausstellungsbesucher herbei, — schließlich ist er von einer Menge umgeben. Das Kind fühlt sich nicht im Mindesten belästigt. Es ist unermüdlich im Spielen und sein Publikum befindet sich in Hellem Entzücken! Rauschender Applaus um ihn herum. Am folgenden Tage las man in allen Warschauer Zeitungen von dem unerhörten Talent des kleinen Wunderkindes Raoul Koczalski'S, das sich so ungeniert im AusstellungSsaal hören ließ! — Kurze Zeit darauf drang man so lange in den Vater, bis dieser ihm erlaubte, in einem Concert zur Wohlthätigkeit mitzuwirken. Abermals erzielte der vierjährige Pianist einen geradezu sensationellen Erfolg. Nicht lange darnach befindet sich Raoul mit den Seinen auf einer Conzertreise durch Rußland! Das klingt Alles fast unglaublich, aber man darf versichern, daß diese Aufzeichnungen durchaus wahrheitsgetreu sind. Seine ersten Concerte gab er in Petersburg, wo er auch Peter Tschaikowski und Anton Rubinstein entzückte. Von Petersburg aus reifte Raoul nach Moskau. Dann ging es weiter durch das ganze Reich, bis nach Perm und Jekaterynburg. Auch am Kaukasus war er, in Tisflis und Baku am kaspischen Meer. Nach dieser ersten Concertreise nahm die Familie Koc- zalSki in Lemberg ihren Wohnsitz. Dort erhielt der kleine Künstler den bekannten Musiker und Componisten Ludwig Marek zum Lehrer. Im Alter von 5 Jahren componirie Koczalski sein erstes Stück, den „Raoul-Dalse". In demselben Alter machte er auch die Bekanntschaft des Schahs von Persien. Aber nicht im Orient, sondern in dem Badeorte Spaa in Belgien. Dort weilte der kleine Virtuose zu seiner Erholung, als ihn der ebenfalls dort anwesende Schah zu sich einlud. Raoul spielte ihm in Begleitung seiner Eltern mehrmals vor. Er begeisterte den Beherrscher Persiens derartig, daß dieser ihn zum „Hospianisten" ernannte. Außerdem verlieh er ihm das Ritterkreuz des Sonnen- und Löwen-Ordens, und setzte ihm eine lebenslängliche Rente von 3000 FrcS. fest. Zur Weltausstellung begab sich der geniale Shmbe nach Paris. Er erntete in Frankreich außerordentlichen Beifall. — Auch in Rumänien war der kleine Mufikheld, und wurde dort ebenfalls zu Hofe befohlen. Die kunstsinnige, königliche Dichterin „Carmen Sylva" war entzückt von dem prächtigen Hellen Blondkopf mit den ausdrucksvollen, braunen Augen! Ebenfalls erhielt Raoul von dem Sultan einen türkischen Orden, wofür er diesem eine seiner Compofitionen widmete. Bis zu seinem achten Jahre verfaßte Koczalski nicht weniger als 51 Compositionen, von denen bis jetzt etwa 15 im Handel erschienen. Da er einige davon auch in seinen Concerten ein flicht, kann man sich überzeugen, weich' großes Talent zum Componiren in diesem rätselhaften kleinen Men- schenkinde wohnt. Weich' tiefes Gemüth, weich' feines Mufik- verständniß hat seinen Sitz in diesem blonden Knabenköpfchen! — Hegt Jemand Zweifel, ob er die Sachen ohne Hilfe com- ponirt habe, so höre er den kleinen Raoul phantasiren. DaS thut er nämlich noch viel lieber als Stücke spielen! Ebenso bereitwillig und unbefangen spielt er aber auch eine ihm absolut unbekannte Piece vom Blatte ab, worin ihn schon mancher Kunstkritiker prüfte. Als der junge Pianist im Sommer 1892 in Gmunden am See weilte, wurde er von dem König von Dänemark ausgezeichnet. Die königlich dänische Familie hatte dort zur Erholung Wohnsitz genommen. Der kleine Koczalski erhielt eine Einladung, in dem Prioatzirkel der Majestäten zu spielen. Nach den Borträgen fragte König Christian feinen kleinen Gast, was er sich wohl am allermeisten wünsche? Raoul erwiderte in seiner frischen, aufrichtigen Art, daß er sich „Noten" am meisten wünsche — und zwar die Werke von Händel! Man denke sich: ein 7^ - jähriges Stinb, und „Handel"! — Der König von Dänemark schenkte dem „Musiker Koczalski" denn auch 50 Bücher. Aus Dankbarkeit widmete Raoul der Königin Louise seine reizende Gavotte Op. 43, und der Herzogin Thyra von Cumberland seine Mazurka, Op. 44. Im Winter 1891 concertirte der hochbegabte kleine Künftlerknabe in Oesterreich. Er feierte in Wien Siege, wie sie eigentlich nur den Ersten und Großen zukommen. Die Professoren Hanslick und Hirschfeld zollten dem seelen- vollev, und dabei energischen Spiel des Siebenjährigen größtes Staunen und Anerkennung. „Was bedeuten die Clavier- Mall Gazette" ertheilte, sehr entmuthigend gewirkt, da man der Ansicht war, daß Gladstone noch wenigstens zwei bis drei Jahre am Ruder bleiben müsse, um die Homerule-Bill durchzubringen. Sofia, 2. Februar. Auf das Glückwunschtelegramm des Oberbürgermeisters von Coburg dankte Fürst Ferdinand für die andauernde Anhänglichkeit seiner Vaterstadt, welche -sich auch jetzt wieder bet der Geburt eines Erbprinzen erweise. Der Prinz werde nach den Traditionen seiner Ahnen und in der Liebe zum Coburger Lande erzogen werden. Petersburg, 2. Februar. In der Krankheit des Kaisers scheint jcyl ein Stillstand eingetreten zu sein, so daß wirkliche Gefahr nicht mehr vorhanden ist. Die Kaiserin pflegt ihren Gemahl mit höchster Aufopferung, ebenso Professor Sacharin, dessen Diagnose die einzig richtige gewesen ist. Unmittelbar nach der Genesung dürfte die Uebersiedelung nach Gatschina erfolgen- ebenso wird die Abreise nach der Krim diesmal früher als sonst avgetreten werden. Cöcofci ttirö PrsVLirzteves. Gieße», 3. Februar 1894. ** Vermählung des Großherzogs. Nach der „Vosfischen Zeitung" wird die Trauung Sr. Königl. Hoheit des Groß- Herzogs mit der Prinzessin Victoria von Sachsen- Kob urg in der dritten Woche des April in Gegenwart des deutschen Kaisers und der Königin von England und des Prinzen von Wales stattstnden. **Z. Neues Theater. „Der Pfarrer von Kirchfeld", Volksstück in 4 Acten von Ludwig Anzengruber. — Im Allgemeinen ist die Zeit der Volksstücke mit ihrem kindlich- nawen Lachen und dem officiellen herzbrechenden Weinen vorbei und dahin. Nur wenigen Autoren ist es beschieden, ihre Werke dauernd auf dem Repertoire der guten deutschen Bühnen fernerhin zu erhalten, unter diesen wenigen nimmt aber Anzengruber unstreitig einen der ersten Plätze ein. Der Grund, weshalb dies so ist, dürfte besonders in der Echtheit und Natürlichkeit zu suchen sein, mit welcher jener Autor die einfachen Leute aus dem Volke auszustatten wußte, die seinen Stücken ein besonderes Characteristikum geben. Freilich die Tendenz der Stücke ist nicht immer nach Jedermanns Geschmack, indessen davon zu reden, ist hier nicht der Ort, das Eine mag nur gesagt werden, daß an den Stellen, wo der Dichter dieselbe besonders hervorkehrt, gerade die Wahrheit der sonst so genial geschaffenen Charactere leicht eine Einbuße erleidet, jedoch trösten dafür hundert, andere Stellen, wo der Verfasser auch die kleinsten Einzelheiten den von ihm zu schildernden Dolkstypen abgelauscht und mit vollendeter Meisterschaft zu seinen Zwecken verwandt hat. Mit welcher Lieblichkeit und Anmuth hat er in dieser Weise jenes einfache Naturkind Anna, „das Dirndl aus St. Jakob in der Einöd", gemalt, wie wenig zeigt diese Figur von unseren modernen Affecten und Leidenschaften und doch, wie unmittelbar und mächtig ist ihre Wirkung. Frl. Grohmann hatte sich die Verkörperung dieser Rolle zu ihrem Benefiz erwählt, eine Wahl, die dem Geschmack der jungen Dame sowohl, als dem Verständniß für ihre Fähigkeiten alle Ehre macht. Fräulein stücke des kleinen Mozart, gegen die technischen Schwierigkeiten dieses modernen Repertoirs?!" schreibt der erstere. — Im Herbst vorigen Jahres gab dieser Concerte in Dresden. Ludwig Hartmann schrieb völlig hingerissen von dem „Clavier- poeten" Koczalski. Als der König von Sachsen von diesem hörte, besuchte er mit seinem Gefolge Raouls nächstes Concert. Er zeigte llch höchst überrascht über seine Leistungen. Gleich dem König von Sachsen war es auch die Herzogin von Schleswig-Holstein, Mutter der deutschen Kaiserin, welche dem Knaben ihr regstes Interesse bekundete. — Nach seinen Dresdener Con- certen ließ sich der kleine Hofpiantst in Leipzig hören. Auch hier entzückte er an mehreren Abenden. Von Leipzig aus reiste er weiter, und spielte in verschiedenen Städten Deutschlands, wie z. B. Erfurt, Magdeburg u. s. w. „Ueberall dieselbe Bewunderung dieses Naturspieles, welches uns in so frischer, kindlicher Gestalt vor Augen tritt!" Im Februar vorigen Jahres begrüßten wir Raoul in Berlin. Eine ganze Anzahl Concerte veranstaltete der Achtjährige in dec Singacademie, sowie Philharmonie, und zwar alle allein, ohne jede Mitwirkung. Die Sicherheit seines Auftretens ist geradezu verplüffend! Die Singacademie war bis auf den letzten Podiumplatz ausverkauft, obwohl kein Freibillet vergeben werden durfte. Dies gentrte den Kleinen nicht im geringsten. Er kann die Zeit kaum erwarten, bis er hervor darf. Wohlgemuth läuft er dann in seinem blauseidenen Blusenanzug mit einigen seiner Ehrenzeichen geschmückt, dem Flügel zu. Vor jeder Piece beginnt er in überraschender und stets neuer Art zu präludiren. Er will sein Publikum zur Ruhe bringen. Man ist gerade neugierig, wie er diese freien Phantasien vielleicht fortsetzen wird, — da plötzlich hält er inne, — ein gebieterischer Blick über den Saal, und erst nachdem Alles mäuschenstill ist, spielt er das programmmäßige Stück. Selbst die schwersten Solopiecen trt>?VLQU6l^n^mOor' Anschlag ist entzückend weich und dufttg. Im Gegensatz entwickeln die kleinen Händchen aber auch eine erstaunliche Kraft. Seine Läufer sind per- . V “ un^ doch muß man sagen, daß seine Technik nicht m dem Grade bedeutend ist, wie seine, für sein Alter unbegreifliche Auffassungsgabe. Wiederum ein Beweis daß es nicht Dressur, sondern eine ungewöhnliche Kraft ist, die hier das Ungewöhnliche zeitigt. Wer dieses gottbegnadete Kind aufmerksam beim Spielen beobachtete, dem wird es unvergeßlich bleiben. Raoul ist im Privatleben ein sehr lebhafter Junge. Am Flügel wird er mit einem Male anders - — Me „Geister der Töne" scheinen ihn zu ergreifen, er oeräth in nne Art künstlerische Extase- — er vertieft sich in die großen Werke der Meister mit Hingabe seiner ganzen Seele. Das bezeugen seine seltsamen, oft wehmüthigen Mienen! — Grohmann besitzt nicht nur alle Mittel, welche zur Darstellung jener liebenswürdigen Dichtergestalt erforderlich sind: Jugend, natürliche Anmuth und ein besonders in den tieferen Lagen recht sympathisches Organ, sondern weiß dieselben auch mit feinem Verständniß zu gebrauchen. So konnte es denn nicht fehlen, daß ihre gestrige Leistung von einem vollkommenen Erfolg begleitet war, was von dem Publikum nicht nur durch lebhaften Hervorruf, sondern auch durch prächtige Blumenspenden anerkannt wurde. Die Rolle des Pfarrers wurde von Herrn Reiff recht tüchtig wiedergegcben, nur das Costüm hätte etwas „clericaler" sein dürfen. Gerade dieser letzte Uebelstand fiel auch bet dem sonst sehr gut gespielten „Pfarrer von St. Jakob" des Herrn Majewski unangenehm auf. Man denke sich einen katholischen Pfarrer im modernen Jacket! — Ganz vorzüglich war Herr Niem ei er als „Wurzelsepp". In Maske, Sprache und Spiel verstand es der Künstler, jene knorrige, trotzige Gestalt so prächtig und packend zu geben, daß er das Publikum zu wiederholtem Beifall fortriß. Auch über Frau Wehns „Brigitte" läßt sich nur Gutes berichten. Herrn Raschigs „Graf Peter von Finsterberg" hätte entschieden gewonnen, wenn er etwas mehr Sicherheit im Auftreten, dem Pfarrer gegenüber gezeigt haben würde. — Der Dialect wurde im Großen und Ganzen leidlich beherrscht, nur Herr Stückel (Michl) zeigte etwas sehr viel „Schneide". Der Besuch der Vorstellung war ein recht reger, das Haus war fast vollständig besetzt, eine Thatsache, die der jugendlichen Benefiziantin beweisen dürfte, daß sie in Gießen viele Sympathien besitzt. ** Gießener Omnibus-Gesellschaft. Die gestern Abend im Cafe Ebel stattgehabte Versammlung der Antheilzeichner kam zu einem Beschlüsse über die Form der Gesellschaft nicht. Es wurde eine aus fünf Herren bestehende Commission gewählt, welche einer demnächst abzuhaltenden weiteren Versammlung darüber Vorschläge unterbreiten wird, ob die Gesellschaft die Fassung einer Actiengesellschaft, einer Genossenschaft oder einer freien Vereinigung erhalten soll. * * Bank für Süddeutfchland. Wie die „N. H. V." melden, hat der Aufsichtsrath der Bank für Süddeutschland beschlossen, der Generalversammlung die Bertheilung einer Dividende von 4^2 P®t. oder 13 Mk. per Actte für das Geschäftsjahr 1893 (gegen 3,70 pCt. für das Geschäftsjahr 1892) vorzuschlagen. * * Ernennung. Der Director der Realschule und des Progymnasiums zu Friedberg Dr. Georg Windhaus wurde zum Director des Gymnasiums Fridericianum zu Laubach und der Lehrer an dem neuen Gymnasium zu Darmstadt, ProfessorDr. Theodor Goldmann zum Director der Realschule und des Progymnasiums zu Friedberg, beide mit Wirkung vom 1. April l. I. an, ernannt. * * Ruhestands-Versetzung. Am 31. Januar wurde der Director des Gymnasiums Fridericianum zu Laubach Dr. Ernst Ritsert auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. April I. I. an, in den Ruhestand versetzt. * * Stiftungen und Vermächtnisse. In dem abgelaufenen Jahre hat der Großherzog 36 354 Mk. an Stiftungen und Vermächtnissen genehmigt- davon kommen auf die katholische Bei einer besonders poetischen, gedankenreichen Stelle zuckt es um den rosigen Mund- — bald darauf verdüstert sich das volle Kindergesichtchen, — seine Lider zwinkern. Zuweilen beugt sich das blonde Köpfchen über die Claviatur, als woye er die Töne mit den Augen herausholen- dann wieder bei rein technischen Stellen schweift sein Blick ruhig im Saal umher. Der empfängliche Zuhörer ist starr, daß es ein Kind ist, welches die poesieretchen Melodien eines Chopin, die „Ungarischen Rhapsodien" von Liszt, und die großen Concerte eines „Beethoven" so ausdrucksvoll wieder- giebt. Und wie reizend spielt er die feinen Stimmungsbilder von Schumann. — Auch die Physische Ausdauer des kleinen Raoul ist ungewöhnlich. Er spielt z. B. einschließlich der Zugaben 18 Stücke an einem Abend, und jedes Concert bringt ein neues Programm. Er macht sich von seinem Vater, der ihm stets auf dem Podium nahe ist, los, und spendet dem ihm förmlich zu Leibe rückenden Publikum vergnügt lächelnd noch mehr! Seine Mutter wünschte nicht, daß er zu anhaltend arbeite- so wirthschaftete er denn mit der kleinen Halina im Zimmer herum. Ebenfalls sei zur Beruhigung gesagt, daß Raoul Koczalskt einige Monate im Jahre überhaupt nicht concertirt. Im Sommer stärkt er stch in den Bädern. — Nach Marets Tode wurde der Componist Leschetitzki sein Lehrer. Die Chopin'schen Werke, Harmonie und Kontrapunkt studiert der kleine Künstler bei Mikuli in Lemberg, der wieder als letzter Schüler Chopins die Traditionen dieses großen polnischen Klavierpoeten als theures Vermächtniß weiter Pflegt, Instrumentation bei Director Heinriä) Jarecki in Lemberg. Den wissenschaftlichen Unterricht erhält er zu Hause. Lesen, Rechnen und Schreiben lernte er spielend- seine Handschrift ist schon jetzt auffallend ausgeschrieben. Auf seine 18 Ehrenzeichen, die er bisher empfing, scheint er Gottlob nicht gerade besonders stolz zu sein, obwohl sich darunter viele Kunstmedaillen von Musikvereinen u. s. w. befinden. Man könnte noch Manches von dem Knaben, sowie dem Künstler Koczalski erzählen. Wir wollen aber schließen. „Noch viele empfängliche Herzen mag dieses räthselhafte Phänomen wohl entzücken- — aber er wird auch vor Allem fleißig weiter lernen, um einst zu einem großen Meister heranzuwachsen!" „Möchte es diesem Genie gelingen, ferner den ihm von der Vorsehung bezeichneten Pfad zu verfolgen!" „Möge er in seiner Kunst erstarken, wie ja so viele der großen Meister, die auch einst als Kinder austraten!" Er hat alle Anwartschaft auf ein Künstlerthum von Gottes Gnaden; — möchte der allmächtige Vater und die Muse ihn gnädig schützen — — Kirche 13873 Mk., die evangelische Kirche 3121 Mk., die israelitischen Religionsgemeinden 600 Mk., Hospitalanstaltew 12300 Mk., für Arme 5200 Mk. und sonstige Schenkungen 1200 Mk. * * Gemeindesteuern betr. Der Abg. Ripp er hat bei der Zweiten Kammer den Antrag gestellt, die Großh. Regierung zu ersuchen, die Beträge von 1 Mark Normalsteuer- capital für Gemeinde-Umlagen nicht 40 Pfg. übersteigen zu lassen und alle größeren Lasten der Gemeinden, wenn solche nicht zu vermeiden sind, auf die.Staatskasse zu übernehmen.. * * Hessische Staatsschulden. Nach einer Rechnung über die Staatsschulden-Verwaltung für das Jahr 1891/92 betrugen die Activa 5412580 Mk. und die Passiva 35813 773.03. Mk. * * Fabrikiuspectoren betr. Die Landtagsabgeordneten Cramer und Müller haben den Antrag gestellt: Bei Capitel 69 des Voranschlags Fabrikinspektoren betreffend, die Aufsichtsbeamten zu vermehren, eventuell mehr Hilss- beamte anzustellen, damit es den Fabrikinspectoren ermöglicht wird, jeden Betrieb ihres resp. Bezirks alljährlich einmal persönlich zu controlliren. * * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt r Schlosser Heinrich Christ aus Oberzwehren von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls und Unterschlagung Schreinergeselle Heinrich Seile aus Darmstadt, zuletzt in Wiesbaden, und ein dem Namen nach unbekannter Mitschuldiger von der Polizeiverwaltung in Kastel wegen Ein- bruchsdtebstahls- Dienstmagd Emilie Höhr von Babenhausen von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls-^ Handarbeiter Frdch. Kolb aus Ungstein (Pfalz), zuletzt in Worms, von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen schweren Diebstahls- Maurer Joh. Julius Lamby von Ober-Hilbersheim von derselben wegen gleichen Vergehens- Elise M'üller von Ranstadt vom Amtsanwalt in Friedberg wegen Diebstahls- Maurer Friedrich Bachmann aus Jxheim von demselben wegen Unterschlagung- Erdarbeiter Josef Saccant aus Italien, zuletzt in Groß-Breitenbach t. O., von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen Diebstahls- Müllerbursche Johann. Schlicht aus Geisenfeld, zuletzt in Worms, von derselben wegen gleichen Vergehens- Elise Weber von Wald-Michelbach von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Urkundenfälschung. D. Ztg. E. Echzell, 2. Februar. In °dem nur wenige Minuten von hier entfernt liegenden Dorfe Bisses wurde eine Familie schwer geprüft. Kurz vor Weihnachten wurden derselben zwei Knaben im Alter von 10 und 11 Jahren in wenigen Stunden durch die Diphteritis geraubt und gestern beerdigte man daS dritte Kind, welches einer Lungenentzündung zum Opfer fiel. Der Schmerz der hartgeprüften Eltern ist schwer zu schildern. — Der Keuchhusten grassiert immer noch heftig in unsrer Gegend. Das naßkalte Welter leistete der Plage Vorschub. Der Schnee, welcher Ende Januar gefallen war,, verging sofort wieder und die Felder sind vollständig kahl. Einen ähnlichen schneelosen, regnerischen Winter hatten wir im Jahre 1868 auf 1869. Das Frühjahr brachte dann Spätfröste und verdarb die Aussichten auf Wein und Obst. Was die Obstaussichten pro 1894 betrifft, so har Einsender eine größere Anzahl von Bäumen auf Tragknospen untersucht und dabet gefunden, daß sie wenig zahlreich vorhanden sind. Nach den Erträgnissen des Jahres 1893 ist diese .'rscheinung sehr begreiflich, sogar wünschenswerth, denn die Bäume würden sich erschöpfen, wenn sie so weiter tragen würden, wie es- der Fall war. Butzbach, 1. Februar. Die Verlegung unserer Garnison scheint nur noch eine Zeitfrage zu sein. Dem Stadtrath wurde auf eine Anfrage vom Generalcommando - des 11. Armeecorps mitgetheilt, die Verlegung der Garnison sei allerdings in Aussicht genommen, der Zeitpunkt jedoch noch nicht bestimmt, doch werde man darauf sehen, daß die Stadt möglichst wenig Schaden erleide. Rockenberg, 2. Februar. Am letzten Sonntag Abend spielten zwei Sträflinge Dambrett zusammen. Ueber einen Zug geriethen sie in Streit, in dessen Verlauf einer der Sträflinge das gerade zur Hand liegende Brodmesser ergriff und dem anderen dieses in den Hals stieß, wodurch er ihm die Schlagader durchschnitt, was den augenblicklichen Tod des Gestochenen zur Folge hatte. Friedberg, 2. Februar. In der Suppenküche wurden vom 2. bis 31. Januar an Suppe verabreicht 238 D/g Liter d. i. im Durchschnitt täglich 79 Liter. An Brod kamen 125 Laib zur Bertheilung. Einschließlich der Ueberzahlungen und Zuschüsse wurden 14.15 Mk. vereinnahmt. Darmstadt, 2. Februar. Vorgestern fanden zwei Knaben beim Holzsammeln in der „Tanne" in einer Lapinshöhle eine Cassette mit circa 2000 Mark Inhalt. Die Cassette war vor einigen Monaten aus der Wohnung eines in der Heidelbergerstraße wohnenden Offiziers gestohlen und jedenfalls von den Spitzbuben an dem Fundort versteckt worden. Möglicherweise hat der Dieb dann den Platz, wo er seinen Raub verborgen hatte, selbst nicht mehr aufgefunden, bis er dann zufällig durch die erwähnten Knaben entdeckt wurde. A Mainz, 2. Februar. Die Mitglieder der Centrums- fra cti on haben in der Zweiten Hessischen Kammer folgenden Antrag eingebracht: „Die Hohe Kammer wolle an die Groß- herzogliche Regierung das Ersuchen richten: Den hessischen Vertreter im deutschen Bundesrath dahin zu instruiren, daß er im gegebenen Falle im Sinne der Aufhebung des sogen. Jesuitengesetzes wirke und stimme." In der Begründung sagen die Antragsteller: Wir fühlen uns zu obigem Antrag umsomehr veranlaßt, als jüngst die evangcl. Landessynode es für angemessen erachtet hat, in dieser vollständig außerhalb ihrer Competenz liegenden Frage durch einen Beschluß im gegentheiligen Sinne einen Einfluß auf die Regierung aus- üben zu wollen. — Der Feldwebel Köhler vom Fuß- Art.-Reg. Nr. 3 hat sich gestern in der Weisenauer Kloster- fajerne hier erhängt. DaS Motiv zu dem Selbstmord ist unbekannt. Mainz. 2. Februar. Weil der Gymnasiast Nassauer selbst Hand an sich gelegt hat, ist vom Eremarorium zu Heidelberg die Leiche zur Feuerbestattung nicht angenommen worden. Sie wurde deßhalb nach Gotha verbracht. ♦ Halle, 2. Februar. Heute Vormittag erschoß hier- selbst der Kaufmann Lotze sich und seine Geliebte, die Tochter seines Prinzipals. ♦ Promotion eine? Blmden. Aus Marburg, 1. Febr., wird der „Franks. Ztg." geschrieben: Hier promovirte heule mit trefflichem Erfolg ein blinder Candldat der neueren Philologie, Herr W. Potthofs aus Bielefeld, nachdem er hier im December das Staatsexamen mit Ehren bestanden hatte. Seine Disiertation: „Stilistische Archaismen bei Lafontaine", hatte der Blinde mit der Schreibmaschine geschrieben. D>e Interpretation im Seminar konnte er verfolgen, indem tr die vor- gelesenen Texte in seine Blindenschrift übertrug. Der junge Gelehrte ist seit seinem neunten Jahre erblindet. ams den *tanfce>amt#r/, Jahre, starb den 25. Januar zu Darmstadt. Dm 31. Januar. Emilie Schäffer, ledig, Prtvatin, alt 57 Jahre, starb dm 29. Januar. Verkehr, £anb- und Volkswirthschast. Sietze«, 3. Februar. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochmmurtt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—1,05, Hühnereier 1 Stück 6— A. 2 Stück 13- A, Käse pr. Et. 5-8 A, Käsematte pr. St. 3 A. Erbsen vr. Liter 18 A, Linsen pr. Liter 30 H, Tcmbev pr. Puar X 0,70—0,80, Hühner pr. SÜick X 1,00—1.20, Hahnen pr. St- X 1,20-1,40, Enten pr. St. X 1,80 bis 2,20, Ochserrfleisch pr. Pfd 62—68 A- Kuh- und Ritürfleisch pr. Pfd. 50—56 A. Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 50-56 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 40-60 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00—5,00 X, Weißkraut pr Stück 4 -10 A, Zwiebeln pr. Gärtner 7,00-8,00 X, Milch pt. Liter 16 20 A, Gänse pr. Pfd. 50-60 A- S »«s de« «reise «Isfeld, 2. Februar. Je näher wir dem Frübltng entgrgengehm, desto mehr macht stck eine Besserung der Preise beim Rindvieh evident bemerkbar. Mtnimalpreise kommm ja vereinzelt immer noch vor, allein sie erklären sich von selbst auch durch eine überaus schlechte Qualität der betreffenden Exemplare. Und letztere resulttrt wieder auS der mageren Fütterung, die ost gmug alS eine Rothiütlerung bezeichnet werden muß. Drssmungeachtet ist eine Vorwärtsbewegung zum B-sseren in den Preisen bet dem Rindvieh bemerkbar. UnS ist z. B. dn Fall bekannt, bei dem für eine junge Kuh im Herbste nur 90 Mk. geboten mürben, j-tzt ist dieselbe, zur Kalbin geworden, mit einem Preis von über 200 Mk. verkauft worden. Die einmal iw Steigen begriffenen Preise werden sicher weiter steigen mit dm Aussichten auf ein nahes und futter- reiches Frühjahr. Diese Aussichten müssen schon jetzt bezüglich des Futterwuchses als durchaus günstig bezeichnet weiden, indem die ursächliche Grundbedingung: eine gehörige Bewässerung, vollauf gegeben ist. Für die kleineren Landwirthe ist indessen die Fütterung des VieheS bis zum Eintritt deS Grünfutters eine schwere Ausgabe. Sie find vielfach gezwungen, Strohankäufe zu machen, was auch schon jetzt geschieht. Der Gentner Stroh wird durchschnittlich mit 4 Mark bezahlt: von Heupreisen kann man eigentlich gar nichts sagen, da solches weder ge- noch verkauft wird, doch gtebt man den Preis mit 7 Mk. für den Gentner an. Die Heuhändler, die sonst aus dem Ohmthal das Heu brachten, mußten in diesem Winter ihr Geschäft etnstellen. Vielen Landwirlhen ist durch den Ausfall deS H uverkaufS eine gute Einnahme verloren gegangen. Um dem Futtermangel im Frühjahre begegnen zu können, empfiehlt sich ein sofortiges AuSsäen mit Futtersämeretm, sobald der Ackerboden bausähtg erscheint. Eingesandt. Gießen, 3. Februar 1894. Anläßlich der interesianten Veröffentlichung deS hiesigen KretS- gefundheitsamts über den Gesundheitszustand und die Sterblichkeit in der Stadt Gießen im Jahre 1893 drängt eS mich, auf einen längst empfundenen Mißstand aufmerksam zu machm. Während in den wöchentlichen Veröffentlichungen dieser Behörde in Ihrem geschätzten Blatte stets bemerkt ist, wie viele einheimische und wie viele von auswärts hierher gebrachte Kranke hier gestorben find, geschieht dies in den Mtttheilungm unserer Centralstelle für Statistik nicht, es wird in diesen vielmehr nur die Gesammtfterblichkeit angeführt und dadurch auswärts eine völlig unrichtige Vorstellung über die Gesundheitsverhältnisse unserer Stadt herbetgeführt. So las Einsender vor Kurzem in einer weit verbreiteten Zeitung eine Zusammenstellung der wöchentlichen Sterbsälle in einer Anzahl größerer Städte Westdeutschlands, in der Gießen mit 38°/« und fteben an Diphtherie Gestorbenen die höchste Stelle einnahm. Dem mit den erwähnten Verhältnissen Unbekannten muß unsere Stadt somit in sanitärer Beziehung den allerungünsttgsten Eindruck machen und dieses nothwendiger Weise in manchen Fällen bei der Wahl des Wohnortes zum Nachtheile Gießens ausschlaggebend sein. Nachdem nun das hiefiige KretSgesundhettsamt in obiger Veröffentlichung anerkannt hat, daß zur richtigen Beurlheilung der Gesundheilsverhält- nisie Gießens der Ausschluß der Ortsfremden, die hier sterben, unbedingt nothwendia ist, wird hoffentlich diese Anregung dazu beitragen, daß obige Behörde sich nach Möglichkeit bemüht, diesem Mißstand abzuhelfen. Sie wurde damit der Wahrheit und unterer Stadt dienen. Holz-Versteigerung im Steinbacher Gemrindewalb. Donnerstag den 8. Februar soll in dem hiesigen Gemeindewald, District Helgenwald und Gesäng nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 177 Fichten- und Lärchenftämme von 15—34 cm Durchmesser, 11 —17 m Länge, 77 fm, 18 Eichen-Stämmevon 15—54cm Durchmesser, 6—14 m Länge, 10 fm, für Wagner und Glaser geeignet, 17 Eichen-Stämmevon 22—37 em Durchmesser, 4—12 m Länge, 8,50 fm, 3 Eichen-Stämme von 47—69 orn Durchmesser, 6—10 m Länge, 6 fm, 6 Kiefern-Stämme von 23—38 cm Durchmesser, 4—10 m Länge, 4,20 fm, 370 Fichten-Derbstangen, bis 11 m Länge, 28 fm, 220 Fichten-Reisftangen, bis 9 m Länge. Sodann kommen Freitag den 9. Februar in denselben Diftricten zur Versteigerung: 40 rm Buchen-Knüppel, 4200 starke Buchen - Durchfoi ftungs- wellen, 3600 erste Eichen- und Buchen-Durch- sorftungswellen, 68 rm Eichen-Knüppel, 20 rm Eichen-Stöcke, 1800 Fichten-Wellen, 10 rm Fichten-Stocke. Der Anfang an beiden Tagen Dkorgens von O1/» Uhr und zwar am ersten Tage im Helgenwald und am zweiten Tage im Gesäng. Steinbach, am 2. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 999 Krämer. Cognac Franzos, und Deutsch. Aerztlich empfohlen. 1009 F. Schott, Bahnhofstr. 23. Ecke der Löweng. Die am 25. Januar d. I. abge- haltens Holzversteigerung in den Waldungen der Freiherrlich von Nordeck zur Rabenau'schen Nachlaßverwaltung des Reviers Friedelhausen ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 12. d. Mts. an bei Waldkassenrechner Stephan in Staufenberg in Empfang genommen werden. Ueberweisung des Holzes sindet Dienstag den 13. ds. Mts., Vormittags 9 Uhr, statt. Friedelhausen, am 1. Februar 1894. 966 Schneider. Holzversteigerung. Donnerstag, den 8. u. Freitag den 9. Februar, jedesmal von Vormittags 91/2 Uhr an, kommt im Oppenroder Gemeindewald folgendes Holz zur Versteigerung: 45 Eichen-Stämme von 4 bis 13 m lang, von 13 bis 25 cm mittlerem Durchmesser. 198 Fichten- und Kiefern - Stämme von 8 bis 18 m lang, von 13 bis 39 cm mittler. Durchmesser. 244 Fichten-Derbstangen von 10 bis 13 m lang, von 8 bis 13 cm mittlerem Durchmesser. 212 Fichten-Reisftangen, 13 Schlaghaufen Fichten zu Spalier- und Bohnenstangen. Brennholz: 18 rm BucheN'Scheit, 10 „ Buchen- und Eichen Knüppel, 57 „ Nadel-Knüppel. 22 „ Stöcke, 3100 Nadel-Wellen, 550 Buchen- und Eichen-Wellen. Bemerkt wird, daß das Bau- und Werkholz am ersten und das Brennholz am zweiten Tage zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist bei der Seifwiese an der Straße von Oppenrod nach Albach. Oppenrod, 1. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 987 1003] Eine Schrotmühle preiswürdig zu verkaufen.Rtttergasse 23. 1006] Ein Saffaschraok zu verkaufen. __Bismarckstraße 10, 1. 816] Ein Zweirad, sowie neun Bände Brehm» Thierlebe« billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d- Bl- Gcminde- HolMßtigrriingen. 1 Am Mittwold de« 7. dS. Mts., von Borm. 9 Nhr ab, bei Wirth Weber zu Atzbach. Es kommen zum Verkauf: 62.94 fm Eichen, 24,90 fm Kiefern- und Fichten- Etämme, 51,5 rm Eichen-, 86 rm Buchen- und 52 rm Kiefern- und Fichten-Scheit' und Knüppelholz, 2410 rm Reiser, 62,5 rm Stöcke. Das Holz liegt im Gemeindewald von Atzbach 2 . Am Donnerstag de« 8. d. Mts., von Vor«». 10 Uhr ad. in der Wtrthschast von Wwe. Schneider zu Dorlar. Es werden verkauft: 35,67 fm Elchen- und 15,95 fm Nadelholz-Stämme, 10 rm Eichen-, 1 rm Buchen-Nutzholz, 20 rm Elchen-, 47 rm Buchen- und 7 rm Kiefern- Scheit- und Knüppelholz, 927 rm Reiser, 25 rm Stöcke und 4 Eichen-Haustöcke Das Holz liegt im Gemeindewald von Dorlar. Krofdorf, den 1. Februar 1894. Der Bürgermeister: 986 Kleine. Jeilgeöolenes. Friseur- Geschüftseinricht««», sehr elegant, geg. Baar zu oerk Der Laden ist 0.16. März, event. auch früher, zu Denn. Gefl. Offert, unter M. M. an die Exped. d. Bl. [995 Holzversteigerung.; Mittwoch den 7. und Donners-' tag den 8. d. M., jedesmal Morgens von 9 Uhr an, sollen in dem Reiskirchener Gemeindewald, District Reitzberg rc., folgende Holzsortimente versteigert werden: 18 rm Buchen-Scheitholz, 6 „ ,, Prügel, 351 „ Nadel „ 300 Wellen Buchen-Reiser, 1750 n Eichen- ,, 6410 „ Nadel- „ 41 rm Nadel-Stöcke, 5 Nadel-Stämme mit 0,88 fm, 714 „ Derbstangen mit 19,70 fm, 1545 „ Reisstangen „ 18,13 „ 141 rm Nadel-Knüppel, 5020 Wellen Nadel-ReiSholz. Bemerkt wird, daß das Bau- u.Werk- holz am ersten Tage zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist am Weg nach Beuern. Reiskirchen, den 2. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. 994 «7 Depot: A. Welz, vorm. F. E. Winter Nacht Ecke Lindenplatz—Wallthorstraße 798 Lindenplatz 4. 445] J. F. Kolb) tW tw. Wächtersbach Dampffärberei u. ehern. Reinigungs- Anstalt. — Gegründet 1794. —— Empfiehlt ihre Dampffarberei u. ehern. Waschanstalt im Färben u. ehern. Reinigen von Damen- und Herren - Garderoben, in zertrenntem und unzertrennlem Zustande, sowie Möbel- u. 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Nocturne Es - dur (V erzierungen d. Gavotte A-moll . e. Preludio E-moll . f. Ungarische Rhapsodie. . . Fastnachtsdienstag von 4 bis 11 Uhr: Maskenball holder . . . Wagner-Liszt. . . . B. Godard. . . . Schubert-Liszt. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50), sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), für Studirende auch bei Hrn. Hausverwalter Storck zu ennässig- tem Preise zu haben. Im Hinblick auf die Sonntagsruhe findet am Concerttage ein Billetverkauf von 3 Uhr Nachmittags ab nur im Concert- Der Stadtauflage der heutigen Nr. d. Bl. liegt eine Extrabeilage von Maggi’s Nahrungsmittel-Fabrik, A.-G., über Suppenwürze und Fleisch-Extract bei. 98i N eues Theater, Giessen Sonntag den 4. Februar: Robert und Bertram. Posse mit Gesang rh 5 Acten v. G. Räder. Geschäfts-Empfehlung. Den geehrten Herrschaften die ergebene Mittheilung, daß ich an hiesigem Platze ein Bermieth-Bureau für weibliche Dienstboten errichtet habe, und halte mich zu werthen Aufträgen bestens empfohlen. Achtungsvoll von Chopin) c. Valse As-dur 3. a. 0 du mein ] Abendstern . b. Mazurka . . c. Ständchen Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr, vom Sterbehause, Neuenweg 36, aus statt. 998 ausgeführt von der Capelle des 2. Grotzh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 116 (Kaiser Wilhelm) unter Leitung des Mufikdirectors Herrn Krautze. Anfang 5 Uhr. Entree »» Pfg. nnnnn H u u . 1015 SNF AUSVERKAUF in Weiß-, Wall-, Kurzwaaren, Kricotagen, Kteiderstoffeu, Wuckskins und vielen anderen Artikeln zu noch nie dagewesenen billigen Preisen. Der Verkauf beginnt Freitag den 9. d. M. »ad dauert nur 7 Tage J. L«. Halbreich aus Heldenbergen, 882 zur Zeit: Gietzen, Kahnhofstraße 50, im Kaufe des Herr* Kaumeister Mer;. Wirthschafts Empfehlung. Einem verehr!- Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich mit Heutigem meine Wirthschaft Wolfstraße 9, Eide Gründergerstkißr wieder selbst übernommen und bitte um zahlreichen Zuspruch bei Versicherung bester Bedienung. - Im «uSschankr Pa. Actienbier. 1021 Hochachtungsvoll H c h. Schmidt II. Zitherclub Verein). Nachmittags 463 Mia.: Fünftes Concert (102. Vereinsjahr) Sonntag den 11. Februar1894, Nachmittage 4 Uhr, im Saale des Gesellsohaftavereins. Au sführen der: Raoul Koczalski ans Warschau. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte Tochter, Braut, Nichte und Cousine Anna Lehrmund nach langem Leiden, geduldig und gottergeben, heute Mittag 12 Uhr, in noch nicht vollendetem 22. Lebensjahre, zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bitten Für die trauernd Hinterbliebenen: Carl Lehrmund Wittwe, Robert Schüler. Giessen, den 2. Februar 1894. H. «chetztze. — Druck und Berta« ta VrM'schas Sntdtrri (Fr. Ihr. Pietsch) tu Gießen, Die hantige St»M»er umfaßt 10 Geita*^ Dienstag: Carnevalistische Abendunterhaltung. Entree frei. [981] Anfang 8 Uhr. Club.: ■ ■— KleinkinderBewahranftalt. Von nächster Woche an werden die Beiträge für unsere Anstalt für das erste Vierteljahr d. I., mit denen zugleich der Gesammt-Jahresbeitrag gezahlt werden kann, erhoben werden durch unsere Vereinsdienerin EliseWerner. Indem wir dies den Wohlthätern und Freunden der Anstalt mit- theilen, richten wir an dieselben die herzliche Bitte, uns auch in diesem Jahre freundlichste Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben für nahezu 200 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen und sind hierbei zumeist auf Liebesgaben angewiesen. Gießen, den 3. Februar 1894. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. Giessener (WohlthätigkeitS- Dicustag, b.6. Februar, | Raoul Koczalski. . F. Liszt. W. frische KreWl Kaffeekuchen, ff. Kranzkuchen, Thee- und Weingebäck, verschiedene Torten, geschmackvolle Tafelaufsätze und Baumkuchen liefert billigst in nur guter Qualität die Couditorci Lud. Döll Marktstraße 32. [439 1) Giaerl-Marsch (Wagner). 2) Ouvertüre z. Optte. „Mannschaft an Bord" iZaitz). 3)^ Nußknacker Quadrille! MusikaUscher Scherz (Kücken). 4) Variationen über das Burschenlied: „Wenn wir durch die Straßen ztthen" (Lux). b) Ouvertüre z. Optte. „Flotte Bursche" (Suppö). 6) Lustige Brüder! Walzer (Dollst^)- 7) Die Mühle im Schwarzwald (Etlenberg). 8) Ern Capvals-Scherz! Potpourri (Schreiner). 9) Das lustge Bottcherlem! Marsch (Eilenberg). 10) Der Gießener Thurmwächter! Polkaschcrz (Krauße). 11) Der Bierwalzer in allen Variationen (Schreiner). 12) Petersburger Champagner! Galopp (Uumvy). Dienstag, 6- Febr., Abends 7 Uhr 59 M., "lim Saale des Cafe Leib: Maskenkränzchen mit Gruppenaufführungen. Entree 75 Pf. Gallerte 20 Pf. Bier im Glas. Nur Damen* im Besitze von Einlaßkarten (die vom Vorstand erhältlich) >aben Berechtigung zum Balle.________[988]_______Der Vorstand. Programm. 1. a. Gavotte G-moU . . J. S. Bach. b. Fantasie D-moll . W. A. Mozart. c. Larghetto aus der Es-dur-Fantasie . . J. A. Hummel. Großes MoskenkmOil und Produzierung der RuhMrchener Neger - Mufik ■ Bande im Lonys Bierkeller. Eintritt 20 Pfg. Eintritt 20 Pfg. Mitglieder mit Frau und Töchter gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte frei. [1012]Der Vorstand. Männerturnverkm. Samstag, den 10. d. M., Abends 8 Uhr: Winterfest in Steins Garten (großer Saal). NB. Nur Mitglieder und deren Damen haben Zutritt. Das Vorausbelegen der Plätze seitens der Mitglieder ist nicht gestattet. 1002 - Der Vorstand. Wermietyungm. 872] In der Wallthorstraße ist an eine ruhige Familie eine Wohnung von 3—4 Zimmern mit ollem Zubehör und Wasserleitung per 1. April d- I. zu vermtethen. ik Näheres in der Exped- d. Bl-________ ” 1005] Eine Familien - Wohnung per 1. März zu vermiethen. 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Hohmeper. 1000] Der mitilere Stock, Schottftraße Str. 19, bestehend auS 3—4 Zimmern nebst allem Zubehör, sofort zu vermiethen. __________H. Stuhl, Schottstraße 19. Mit Wohnung. 1996