»ttcn Nr 127 Erstes Blatt. Sonntag den 3. Juni 1894 Der Htthener Äeitlflft crschkint täglich, mit AuSnahmr dk- MontagS. Die Gießener Familien blätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger ÄI»MMfmnil>yrctor 2 «ark 30 Psg. nut Lringertohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 P'g. «kdacnon, Lkpetzitiw» und Druckerei: -chnlstratze Ar.7. Kervsprecher 51. ""d Abend«, tri. pelle, G iWahrl mb Absturz ».SSSSEB^. 9- (Kinder 25 ffg.) Per Pers,». _____4633 N*. 8 Uhr. laiauiiol^ubem ikranichen. V (Damen jtti.) Der Vorstand. Wß hierdurlh zur m nf Zamstag, de« leftouraM Seibel (frmmifiion. 3642 ulen tnbaH M. Ü^Mialhi. i Betriebs. 4634 DttVorstand^, . Juni tLondorf 4259 gr* ***4SS r7"»»r 8M -SKS . bet betreff«1^ SSÜ»* SBS? , «Km« Ta«; 2lints- und Zlirzeigeblutt für beit Krei» (ßiefeem Annahme van Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Barm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Hießener Aamikienblätter. Alle Annoncen-Lureaux des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den .Gießener Anzeiger- entgegen. Amtliche» Theil. Gefunden: 1 Brosche, 1 Vorstecknadel, 1 Spazierstock, 2 Handschuhe, 1 Paar Filzschuhe, 1 Turnschuh, 1 Brieftasche, 1 Gesangbuch, 2 Notizbücher, 1 Rasirmesser, 1 Benzinlampe, 1 Kindermütze, 1 Ueberzieher, 1 Stück Stoff, 1 Regenschirm (aus unserem Meldebureau stehen geblieben) und 1 Hemmgeschirr von einem Wagen. Gießen, den 2. Juni 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutscher Reich. Berlin, 31. Mai. Für die beim 1. und 17. Armeecorps tm September abzuhaltenden Kaisermanöver ist jetzt folgende Zeiteintheilung ergangen: 1. Armeecorps: 5. September große Parade bei Königsberg, 6. September CorpSmanöver bei Königsberg, 7. und 8. September Märsche in die Gegend zwischen Elbing und Braunsberg, 9. September (Sonntag) Ruhe, 10., 11., 12. September Manöver gegen daS 17. Armeecorps zwischen Elbing und BraunSberg. 17. ArmeecorpS: 7. September große Parade bei Elbing, 8. September CorpSmanöver bet Elbing, 9. September (Sonntag) Ruhe, 10., 11., 12. September Manöver gegen -aß 1. ArmeecorpS zwischen Elbing und BraunSberg. Plaueu, 1. Juni. In der Stichwahl im ReichStagS- Wahlkreise Plauen-OelSnitz wurd Gertfch (Socialdem.) mit 12,582 Stimmen gewählt - Uebel (nationalliberal) erhielt 10,874 Stimmen. ■ ■■ JU ".. 1 . . .. "........ . ■ L ■ 1 J. X. 1 ■ . . Neueste Nachrichten. Deveschen deS Bur een .Herold". Berlin, 1. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." dementirt die Blättermeldung von der angeblich beabsichtigten Reise des Kaisers Wilhelm nach Bad EmS zum Besuche deS Königs von Schweden. Berlin, 1. Juni. Wie der „NeichSanzeiger" mittheilt, wurde heute Bormittag von den Aerzten Bergmann, Leuthold und Schlange auS der linken Wange des Kaisers eine kleine Balggeschwulst entfernt. Die Operation wurde ohne Narkose vollzogen. Berlin, I.Junt. In der heutigen Sitzung der Silbercommission hat die Vernehmung der Fachleute begonnen. Am Montag sollen die Arendt'schen UebergangSmaßregeln verhandelt werden. Berlin, 1. Juni. Im Reichsjustizamt ist ein Statut ausgearbeitet worden, welches die Herbeiführung einer gleichmäßigen Behandlung der Strafgefangenen in den einzelnen Bundesstaaten bezwecke. Der Entwurf liegt gegenwärtig den Etnzelregierungen zur Begutachtung vor. Wien, 1. Juni. Der mit der Neubildung des CabinetS betraute Graf Khuen-Hederwary beabsichtigt, sein Ministerium auS Mitgliedern der liberalen Partei zu bilden und die kirchenpolitischen Vorlagen aufrechtzuerhalten. Der Kaiser verweigerte Wekerle die erbetene Ermächtigung zum Pairsschub, wodurch Wekerle zur Demission gezwungen war. In Budapest herrschte, wie von dort gemeldet wird, nach dem Eintreffen der Nachricht von dem Sturze Wekerles große Aufregung. Riesige Menschenmaffen durchzogen unter den Rufen: „Eljen Wekerle!" die Straßen. Der liberale Club zog in seiner Gesammtheit auf den Bahnhof, um die von Wien zurückkehrenden Minister zu empfangen. Wien, 1. Juni. Nach auS Petersburg hier eingegangenen Nachrichten sind die Meldungen über das entdeckte, gegen den Czaren gerichtete Complott stark über» trieben. Weder in der Umgebung von Smolensk sind Minen entdeckt worden, noch ist in Finland eine aufrührerische Bewegung zu verzeichnen. Prag, 1. Juni. Die Auflösung der Stadtvertretung und Einsetzung eines RegierungßcommiffarS für Prag steht unmittelbar bevor. Paris, 1. Juni. Die republikanischen Blätter feiern die gestrige Kammersitzung als den siegreichen Beginn der Amtsthätigkeit der neuen Minister. Belgrad, 1. Juni. Wie daS Journal „Videlo" aus Sofia meldet, befinden sich Stambulow und seine bisherigen Mtnister-Collegen in ihren Häusern in Hausarrest und sind unter polizeiliche Ueberwachung gestellt. — In Belgrad glaubt man, daß die neue bulgarische Regierung, durch die Verhältnisse gezwungen, eine Annäherung an Rußland versuchen wird. Diese Annäherung wird nach Ansicht politischer Persönlichkeiten auch eine Rückwirkung auf Serbien haben. Sofia, 1. Juni. Die Tumulte haben sich gestern Abend wiederholt- eS kam zu heftigen Zusammenstößen mit dem einschreitenden Militär. Madrid, 1. Juni. Die Regierung ließ an alle fünf Grenzämter die stticte Weisung ergehen, alle deutschen Producte, welche unter Ursprungszeugnissen anderer Nationen die spanische Grenze passiren sollten, sofort zu beschlagnahmen. Rom, 1. Juni. Im Vatican traf vom russischen Ge- sandten am römischen Hofe die Nachricht ein, daß Rußland I nunmehr endgiltig die Errichtung einer russischen Dele- I gation beim päpstlichen Stuhle beschlossen habe. Washington, 1. Juni. Der Senat nahm die zollfreie Einfuhr von Bauhölzern an. Berlin, 2. Juni. Der Kaiser verblieb gestern Abend in bestem Wohlsein bis 10'/, Uhr im Arbeitszimmer und erledigte in gewohnter Weise die laufenden RegierungSgeschäfte. Er nahm heute Vormittag den planmäßigen Vortrag deS Chefs deS MilitärcabinetS entgegen. Der Liegeuer Bankkrach vor Gericht. W. Siegen, 2. Juni. Zum zweiten Male beginnt am Montag vor hiesiger Strafkammer der SensationS-Proceß gegen die vier Angeklagten, durch welche der „Siegener Bankverein", ein Credit-Jnstitut, dessen Actionäre größtentheils den breiten Dolkskreisen entstammen, ruinirt und um 3 bis 4 Millionen Mark gebracht fein soll. Dieser Proceß ist bekanntlich bereits im Februar an zwei Tagen verhandelt und vertagt worden, um feftzu- stellen, ob die Angeklagten, welche behaupten, daß sie für sich selbst keinerlei Vortheile gehabt haben, etwa BcrmögenSstücke beseitigt haben, in welchem Falle eS sich um daS schwere Delict deS betrügerischen BankerottS handeln würde. Es wurde beschlossen, behufs Feststellung in dieser Richtung die Letter jener Berliner Bankhäuser zu laden, bei denen die Unsummen seitens der Angeklagten verspeculirt worden sind. Die Angeklagten sind der frühere Director deS „Siegener Bankverein" F. Brüggemann, der Kassirer deS genannten Institutes I. Kölsch, der Kaufmann LouiS Schröder, Vorsitzender des AussichtSratheS der Bank und der Kaufmann und Mühlenbesitzer W. Franz-Weidenau (bei Siegen). Die den Angeklagten zur Last gelegten Straftaten gehen aus Folgendem hervor: Brüggemann war seit 1884 Director deS Credit-VereinS, späteren Siegener Bankvereins und hatte mcl. Tantiemen einen Gehalt von ca. 7500 Mark. Kölsch hatte 3000 Mark Gehalt, ca. 3500 Mark Tantiemen und beide Angeklagte waren vom Bankverein in Lebensversicherungen etngekauft, resp. Brüggemann, der abgelehnt wurde, durch 1 % Tantieme entschädigt. Bereits im August v. I. tauchten Gerüchte bezüglich schlechten Standes des Bankvereins auf, die jedoch durch „Eingesandts" in der Presse dementirt wurden, während man „volles Vertrauen" zu der Verwaltung verlangte. Jndeß war das VertuschungS-Syste« unnütz, weil der Bankverein bereits mit zu großen Summen engagirt war, es sich um Millionen handelte und der Krach unausbleiblich war. Zuerst wurde der Kassirer Kölsch und Ende August Brüggemann seines Amtes enthoben. Jetzt wurde der Krach in seinem ganzen Umfange offenbar. Eine große Aufregung und Erbitterung griff unter dem Publikum ^uilkton. Bas Auarkbrod. *) Historische Skizze von P. E. von Azeg. ("Nachdruck verboten.) Motto: O, das war noch eine köstliche Zeit. Bor der Thüre eines in der JobanniSgasse des Herzoglich Altenburgischen Städtchens Eisenberg belegenen Hauses stand an einem Herbstabend des Jahres 1760 ein junges Mädchen. Hätte die freundlich leuchtende Scheibe des Vollmonds nicht am Himmel gestanden, so würdest Du, trotzdem die Gasse schmal war, von dieser Hauptperson unserer kleinen Erzählung höchst wahrscheinlich nichts bemerkt haben, denn zu jener Zeit war die Straßenbeleuchtung selbst mit Oellampen in einem Orte von der Größe Eisenbergs und hier im Ostkreise des Herzogthumö, dicht am Fuße des Thüringer WaldeS, noch eine vollkommen unbekannte Sache, und der wohllöbliche Magistrat überließ eS den Bürgern der seiner Obhut an- vertrauten Stadt, wenn je einer von ihnen daran dachte, nach dem Abendbrode die heimische Schwelle zu verlassen und einen oder auch zwei Krüge selbstgebrauten Bieres, dessen Preis nur wenige Pfennige betrug, bei seinem Gevatter Schneider oder Handschuhmacher zu trinken oder sich dabei von dem zu unterhalten, wa- draußen im Lande pasfirte, den Heimweg so gut oder schlecht es eben gehen wollte, bei dem Lichte der Laterne zu suchen, die er mit sich zu führen hatte. Bei dem freundlichen Lichte des MondeS also, daS hell in die Gasse fiel, vermochtest Du das Mädchen deutlich zu erkennen. Sie mochte in dem Anfänge der zwanziger Jahre Anmerkung. Ouark ist in Sachsen undThüringen das, was man hier Schmierkäs oder Käsematte nennt. Red. stehen und wenn auch ihr Geficht nicht gerade schön zu nennen war, so wurde es doch durch den Ausdruck wahrer HerzenS- güte, der aus ;edem ihrer Mienen sprach, verklärt und veredelt. Eins nur fehlte diesem Gesichtchen, was und die Jugend so frisch und anmuthig erscheinen läßt: die lebhafte Farbe, daS blühende Colorit. DaS Mädchen wartete offenbar auf Jemanden, denn eS schickte die Augen fleißig die Gasse hinunter und lauschte auf jedes sich nähernde Geräusch- aber eS schien, als ob der heutige Abend ihre Erwartungen nicht erfüllen sollte. Ein paar Mädchen kamen mit vollen Eimern vom Brunnen. „Wartest Du auf Deinen Schatz, Käthe k" rief die eine, „der kommt heute nicht." „WaS verschlägtS," lautete die Antwort, „sieh Du nur zu, Martha, daß Deiner nicht auSbleibt." Lachend verschwanden die Mädchen in den nächsten HauSthüren. Und jetzt kam ein fester Schritt die Gasse herunter- man hörte schon am Schall, daß es ein Männersuß war, der auftrat. Die Liebe hört vorzüglich. Käthe kennt den Schritt und ging dem Kommenden entgegen. „Guten Abend, mein Mädchen," sagte der junge Mann, als er mit ihr zusammentraf, und reichte ihr die Hand. „Guten Abend, lieber Heinrich," erwiderte sie, aber in ihrem Tone lag deutlich ausgeprägt, daß sie sich mit schwerwiegenden mid niederdrückenden Gedanken trug, ^daß eS dem jungen Menschen gleich schwer auf» Herz fiel. Er mochte etwa vier oder fünf Jahre alter sein alS fie- seine lang aufgeschossene, aber kräfttge und muskulöse Gestalt überragte sie beinahe um Kopfeslänge. Er ließ ihre Hände los und hob ihr daS Rinn empor, so daß ihre Augen fest ineinander ruhten. „Neue Sorgen zu den alten, Käthe?" fragte er. „WaS hat es denn wieder gegeben?" „Ach, Heinrich," erwiderte sie und barg ihren Kopf en seine Brust, dem unaufhaltsamen Thränensttom freien Lauf lassend, der ihren Augen entquoll, „waS kann eS weiter geben, als die ewige Wiederholung der alten Geschichte, daß wir von einander lassen sollen." „Behandett Dich der Vater unfreundlich, Käthe?" „Nein, Heinrich, er war heute wie immer ernst, aber freundlich. Du weißt ja selbst genug, daß er Dir nicht Übel gesinnt ist und daß er unserer Verbindung nicht entgegen sein würde, wenn wir nur nicht so arm wären, Heinrich. Diese Armuth ist unser Fluch, der unS endlich trennen wird, denn heute —* „Nun, Käthe, heute?" „Herne war Meister Schwammiger, der Weber au» der Holzgaffe, beim Vater und hat erklärt, daß er mich hei- rathen wolle." „So, und was hat Dein Vater ihm für eine Antwort gegeben?" „Er solle in acht Tagen wieder anfragen, dann werde sich die Sache schon machen." „Ja, ja, Käthe, Du hast Recht, die Armuth ist unser Fluch und reißt unS auseinander! WaS kann ich gegen einen solchen Freier thun, der HauS und Hos hat, Bürger und Meister ist, während ich armer Drechslergeselle kau« mehr mein nenne, als waS ich auf dem Leibe trage." „Heinrich, verliere Du nicht auch den Muth noch, da mir ohnehin daS Herz überquillt, sondern halte Demen Verstand zusammen, und überlege mit mir, ob unS kein Ausweg offen steht, ob wir in diesen bis zu de» VaterS Entscheidung offen bleibenden acht Tagen kein Mittel zu entdecken vermögen, daS unS und sei es auch nur eine entfernte Hoffnung darauf macht, daß wir künftig zusammengehören dürfen." (Fortsetzung folgt.) — namentlich weil so viele kleine Leute von dem Ver- lüste ihrer Ersparnisse ihres gesammten Vermögens betroffen wurden. Sehr zu ihrem Glücke wurden die Angeklagten verhaftet und befinden sich noch, mit Ausnahme Schröders, der auf Beschluß des Oberlandesgerichtes auf freien Fuß gesetzt wurde, in Haft. Besonders interessant ist es, daß Brüggemann zu der Zeit, da er schon sehr tief in die Kasse des Bankvereins gegriffen hatte, — wie er sagt, zur Rettung des Franz, — der Führer der Opposition gegen den Bürgermeister war und öffentlich die Vergeudung von Geldern aus dem Stadtsäckel zu brandmarken suchte. Der Siegener Bankverein, der 1892 einen Umschlag bon 90 Millionen Mark hatte, ist mit einem Aktiencapital von 1,200,000 Mark gegründet, dieses Capital wurde auf 2 Millionen erhöht und diese ganze Summe, sowie die Reservefonds von 315,000 Mark, sind verloren. Die Straf- thaten, welche den Angeklagten vorgeworfen werden, sind nun folgende: Brüggemann und Kölsch sollen absichtlich zum Nacht heil des Bankvereins gehandelt, wissentlich falsche Darstellungen über die Vermögenslage des Institutes gemacht und mit den Geldern der Bank an der Börse speculirt und dabei enorme Verluste erlitten haben; Brüggemann allein fott ferner durch Erpressung die gänzlich unbetheiligt gewesene Firma Fuchs u. Co. in Tiefenbach mit in den Strudel hineingezogen und hierdurch selbe ebenfalls völlig ruinirt haben. Franz soll bet dm Strafthaten, wenn er nicht zu denselben angeftiftet hat, so doch mit Rath und That Hilfe geleistet und durch Differenzhandel übermäßige Summen verbraucht haben. Schröder endlich soll als Mitglied des Aufsichtsrathes Kenntniß von der bereits längst prekären Lage des Bankvereins gehabt und es vorsätzlich unterlassen haben, die pflichtgemäße Anzeige zu machen,- er soll also ebenfalls wiffentlich zum Nachtheil des Institutes gehandelt haben. Folgende Hauptmomente sind es, welche zunächst in Betracht kommen. Zu den Leuten, welche durch den Siegener Bankverein ihre Geldgeschäfte abwtckelten, gehörte auch der Mühlenbesitzer Franz zu Weidenau, der für sehr gut situirt galt und dem bei der Bank ein Credit von 600,000 Mark eingeräumt war. Bereits 1891 war dieser Credit um circa 480/)00 Mark überschritten. Diese Creditüberschreitung, welche ohne Genehmigung einer Bank Commission nicht statthaft war, sollen Brüggemann und Kölsch dadurch zu verschleiern gewußt haben, daß sie von Franz 11 Wechsel, von .denen sie wußten, daß es werthlose Scheinwechsel waren, in das Portefeuille der Bank nahmen, selbe dem Franz anrechneten und so eine stimmende Kasse erzielten. Die gleiche Manipulation soll Ende 1892 mit 19 Scheinwechseln ge- i3als das Conto Franz die unheimliche Höhe von 1^,205,000 Mark erreicht hatte, wofür es an Deckung mangelte. Franz selbst soll diese Wechsel als Scheinwechsel mit Wissen und Willen ausgestellt und hergegeben haben; Schröder jedoch fou diese Wechsel bei seiner 1891 vorgenommenen Revision QIS Scheinwechsel erkannt und dennoch gegen seine Pflicht keine Anzeige beim Aufsichtsrath gemacht haben. Damit wird diesem Angeklagten der schwere Borwurf gemacht, daß er es gewesen, der den Krach noch rechtzeitig verhindern konnte, weil damals sich noch ein Arrangement hätte treffen lassen, ohne daß es zum Concurse kam, daß er also durch seine Unterlassungssünde an der Catastrophe mindestens mitgewirkt hat. — Die Creditüberschreitungen des Franz sollen zurückzuführen sein auf Differenzgeschäfte, bei denen große Summen verloren gingen. Hier taucht ein Punkt auf, über den die Verhandlung nur vielleicht Klarheit schaffen wird. Es fragt sich, ob Franz ohnehin, ohne Mitwirkung des Bankvereins, bei Getreide-An- und Verkäufen große Summen verloren hat und dadurch zuerst die Creditüberschreitung begründet wird- ferner ob dann erst, oder bereits früher, ob nothgedrungen oder aus heiler Haut, das Börsen- spiel des Bankvereins auf den Namen Franz begann und ob dieses Geschäft im Auftrage des Franz geschehen, oder nicht. Thatsachlich hat namentlich in letzter Zeit die Bank mit Bankgeldern, angeblich für Franz, Börsengeschäfte gemacht, um das Conto Franz mit Gewinnen zu entlasten. Die Frage ist nun die, ob Kölsch und Brüggemann selbstständig diese Geschäfte entrirten oder im Auftrage von Franz- ist letzteres der Fall, so schwillt das Conto des Franz noch unheimlicher an. — Die Creditüberschreitungen und die Börsenverluste mußten natürlich verborgen bleiben. Brüggemann und Kölsch mußten deshalb das Conto Franz beständig unvollständig führen und dem Aufsichtsrath gefälschte Bilanzen vorlegen - letztere waren derartig gefälscht, daß der Aufsichtsrath noch eine Dividende von 7 pCt. festsetzte, als der Krach schon vor der Thür stand. Schließlich handelt es sich, wie erwähnt, noch um die Feststellung, ob etwa Brüggemann und Kölsch nebenbei noch Gelder bei Seite geschafft haben. Dies die Hauptsachen in Umrissen. Die an sich ziemlich verwickelte Sache wird klarer, wenn man festhält: Franz hat Verluste im Getreidegeschäft, sein Conto erleidet bedeutende Creditüberschreitung, die beiden Bankbeamten speculiren mit Bankgeldern an der Börse, angeblich für Franz, verlieren große Summen, die in der Kasse fehlen- man greift zu Scheinwechseln, zu falschen Buchungen und falschen Bilanzen, die Revision deckt die Sache nicht auf und die Verluste werden so groß, daß der Bankerott eintritt und damit Alles ans Tageslicht kommt. CotAfc» ttttö provinzieller > Gießen, den 2. Juni 1894. ** Verzeichuiß der Sitzungen des Schwurgerichts pro zweites Vierteljahr 1894 : 1. Montag den 4., Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. Juni, jedesmal Vormittags 9 Uhr, gegen Heinrich Münch Ehefrau und sieben Genoffen aus Beienheim wegen Meineid und Verleitung zum Meineid. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Jöckel- Vertheidiger: die Rechtsanwälte Dr. Gutflei sch, Dr. Stein, Katz, Weidig und Dr. Jung. 2. Donnerstag den 7. Juni, Vormittags 9 Uhr, gegen Kaspar Baitz aus Windhausen wegen schwerer Urkundenfälschung. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Schilltng- Trhgophorus- Vertheidiger: Rechtsanwalt Metz. 3. Freitag den 8. Juni, Vormittags 9 Uhr, gegen Margaretha Kempel, Karl Kaiser und dessen Ehefrau, sämmtliche aus Wenings, wegen Meineid, .bezw. Anstiftung dazu. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Jöckel- Vertheidiger: die Rechtsanwälte Kraft und Hirschhorn. 4. Samstag den 9. Juni, Vormittags 9 Uhr, gegen Peter Net sch er aus Friedberg wegen betrügerischem Bankerott. Die Anklage vertritt Gerichtsasseffor Koch- Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. 5. Montag den 11. Juni, Vormittags 9 Uhr, gegen Johannes Friedrich und Johannes Bernhard I., beide aus Angenrod, wegen Meineid, bezw. Verleitung zum Meineid. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Jöckel- Vertheidiger: die Rechtsanwälte Holzapfel unb Dr. Fuhr. 6. Dienstag den 12. Juni, Vormittags 9 Uhr, gegen Joh. Westerweller Wittwe und Heinrich Schmidt Eheleute, sämmtliche aus Melbach, wegen Meineid, bezw. Verleitung zum Meineid. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Jöckel- Vertheidiger: Rechtsanwalt Justizrath Batst, sowie die Rechtsanwälte Grünewald und Dr. Stein. * * Stenographisches. Der Verband der Stenographen des Main-Rheingaues, der die Förderung und Ausbreitung der Schnellschrift nach Gabelsberger System in Hessen, Hessen-Nassau und den angrenzenden Thetlen Bayerns bezweckt, hält seinen diesjährigen 15. Stenographentag Sonntag den 10. Juni in den Räumen des Kaufmännischen Vereins zu Frankfurt ab, und die Frankfurter Verbandsvereine bemühen sich, den zahlreich von auswärts erwarteten Kunftgenossen anregende Stunden zu bereiten. Vormittags 10 Uhr findet ein Wettschreiben statt, an welchem sich diesmal auch Damen betheiltgen werden, darauf folgt die öffentliche Hauptversammlung mit der Tagesordnung: „Stenographie und Schule", eingeleitet durch Vorträge der Herren Dr. v. Oven und Dr. Gantter, und nach dem gemeinschaftlichen Mittagessen ein Besuch des Historischen Museums, dessen Besichtigung von den städtischen Behörden ausnahmsweise gestattet wurde. Für den Abend haben der Gabelsberger Stenographenverein und der Club für Kammerstenographie eine gesellige Unterhaltung veranstaltet, bei welcher auch der Frankfurter Männergesangverein mitwirken wird. * * ConcerthanS Lahusteiu. Wie uns mitgethetlt wird, beginnen die Sommer-Abonnementsconcerte am Freitag den 8. Juni. Abonnementskarten sind daselbst zu haben. 4666 * * Brodrevifion. Das von auswärtigen Bäckern und Brodhändlern hier eingeführte Brod wurde gestern einer- wiederholten Gewichts-Revision unterzogen. In einem Falle wurden 24 Laib theils ganz frischen Brodes beschlagnahmt, das Mindergewicht von 100 bis zu 150 Gramm pro vier- pfündtgen Laib zeigte. ’* Unfall. Einem hiesigen Herrschaftskutscher ging gestern Abend in der Frankfurterstraße das Pferd sammt Chaise durch. Die Chaise schlug um und trug der Kutscher außer Hautabschürfungen noch einen Kapselriß am Fuße davon, sodaß er in die Klinik verbracht werden mußte. Pferd und Wagen blieben unbeschädigt. * * Der Getreidemarkt. Auch in der abgelaufenen Berichtswoche herrschte auf dem Getreidemarkte wenig Leben. Zwar hielten sich im Allgemeinen die Preise in den einzelnen Artikeln auf dem Niveau der Vorwoche, ja, sie bekundeten hier und da eine steigende Tendenz, die Umsätze selbst indessen bewegten sich nur in sehr mäßigen Grenzen. Speciell konnte dies vom Roggengeschäft gelten, bei dem namentlich die Vernachlässigung naher Termine auffällig hervortrat. Eine Belebung der Stimmung des Marktes ist indessen für nächste Zeit ebensowenig zu erwarten, da die Saatenstandsberichte trotz des in vielen Gegenden anhaltenden Regenwetrers der jüngsten Zeit durchschnittlich fortdauernd recht günstig lauten. Notirungen an der Berliner Productenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm von 130—136 Mk., Roggen von 109 bis 115 Mk., Hafer von 128—163 Mk., Gerste von 90 bis 165 Mk. * * Elftes deutsches Buudesschießeu in Mainz. Nach einer Mittheilung des Hofmarschallamts in Berlin ist der von Sr. Majestät dem deutschen Kaiser gestiftete Ehrenpreis nach Mainz abgeschickt. Zu dem Probebankett und dem Probeschießen, welches am 10. Juni stattfindet, sind alle Schützen, welche dafür Interesse haben, freundlichst etngeladen. Bei dem Wohnungsausschuß sind bereits allein in Privatquartieren 1600 Betten angemeldet. Die Unterbringung der fremden Schützen wird sich also in durchaus zufriedenstellender Weise erledigen Von einer besonderen Commission wird jedes angebotene Quartier geprüft. — Der Mainzer Aerzteverein hat die ärztliche Station auf dem Festplatz übernommen. — Der Ordnungs- und Wachtdienst wird von der Mainzer Turnerschaft, unterstützt durch eine Abtheilung der freiwilligen Feuerwehr, ausgeführt. Die privilegirte Schützen-Gesellschaft zu Dresden wird sich zur Uebernahme des zwölften deutschen Bundes- schießens melden. N. Aus dem unteren Nidderthale, 27. Mai. Um Ihre Nachricht hinsichtlich der Zuckerrübencultur in der Wetterau, besonders im östlichen Theile derselben, zu ergänzen, theilen wir Ihnen mit, daß auch in unserer Zuckerfabrik zu Stockheim noch bedeutende Vorräthe an Rohzucker lagern. Es können ähnlich wie in Friedberg noch 17 000 bis 18 000 Gentner sein. Man will auch bei uns vorerst noch eine Zett lang mit dem Verkaufe zusehen und bessere Preise abwarten. Während mau in Friedberg für die 1894er Rüben nur 85 Pfg. pro Gentner in Aussicht gestellt hat, zahlt man bet uns 1 Mk. Der Unterschied wird sich am Schlüsse der Gampagne in der Dividende bemerklich machen. Nach Lage der Dinge zur gegenwärtigen Zeit wird angenommen, daß Friedberg 5 pGt. Dividende pro 1894 zu zahlen im Stande ist, Stockheim aber für 1894 gar keine oder doch nur eine sehr mäßige. Bei Friedberg sprechen die Großcapitalisten das entscheidende Wort und sie wollen natürlich eine kräftige Dividende haben. In Stockheim sind es fast ganz ausschließlich Landwirthe, welche zu bestimmen haben- ihnen kommt es darauf an, daß ihre Producte richtig verwerthet und wenn dies geschehen ist, wird eine gute Dividende auch "och dankbar angenommen. So lange die landwirthschaftlichen Interessen nicht befriedigt sind, müssen in Stockheim die capitalistischen zurücktreten. Von dieser Ansicht geht man auch bei den neu zu gründenden Unternehmungen in Echzell und Berstadt aus. D Vom Vogelsberg, 1. Juni. Wenn die Kalenderregel: „Juni-Donner bringt fruchtbar Jahr" Anspruch auf Bewährung machen darf, so erweckt der heutige erste mit seinen mehrfach niedergegangenen Gewittern diese Hoffnung. In der That ist die jetzige Wetterlage eine so vortreffliche, daß sie zu den besten landwirthschaftlichen Aussichten berechtigt. Das seither durch das trocken-kalte Wetter gehemmte WachS- thum treibt nun mit Macht hervor. Ganz vortrefflich eignet sich das feucht-warme Wetter zum Setzen der Ackerpflanzen, das die Landwirthe jetzt fleißig vornehmen. Sogar die Krautpflanzen setzt man schon, da man früher nach veralteter Regel erst um Johanni (24.) zu setzen pflegte. Von einer starken Heimsuchung durch Ungeziefer, wie sie aus anderen Gegenden berichtet wird, sind wir hier bisher verschont geblieben. Namentlich treten die oft alle Blätter der Obftbäume fressenden Blattläuse bei Weitem nicht in dem Maße auf, wie im vorigen Jahr. Infolge dessen zeigen die Obstbäume ein kraftstrotzendes Aussehen. -e. Neu - Ulrichstein, 1. Juni. Monatsbericht der Arbeiter-Eolonie pro Mai 1894. Ende Mai 1894 sind in der Eolonie stellen-, resp. arbeitslos 67 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 12, Regierungsbezirk Kassel 10, Regierungsbezirk Wiesbaden 1. Königreich Preußen: Provinz Rheinlande 5, Provinz Westfalen 1, Provinz Sachsen 2, Provinz Brandenburg 1, Provinz Berlin 1 , Bremen 1, Provinz Schlesien 3, Provinz Ostpreußen 3. Königreich Bayern 9, Königreich Sachsen 5- Großherzogthum Baden 3- Herzog- thum Sachsen-Altenburg 1, Thüringische Staaten 6 - Groß- herzogthum Luxemburg 1. Ausland: Böhmen 2. Hiervon waren: Arbeiter 32, Bäcker 3, Brauer 2, Bürstenmacher 1, Bergmann 1 , Färber 1, Former 1, Goldarbeiter 1, Heizer 1, Kellner 2, Kaufmann 2, Metallschleifer 1, Mechaniker 1, Messerschmied 1, Präger 1 , Schneider 3, Schuhmacher 3, Schlosser 2, Schreiber 3, Schreiner 1, Tuchscheerer 1, Tüncher 1 , Weber 1 , Zimmermann 1. Gearbeitet wurde an 1853 Tagen, hierunter 128 Tage für fremde Rechnung. Verpflegt hat die Eolonie an 2250 Tagen. Im Monat Mai wurden entlassen 36 Mann, und zwar in Stellung durch die Eolonie 1, in Stellung durch eigenes Bemühen 1, auf eigenen Wunsch 20, wegen Arbeitsunfähigkeit 4, wegen Arbeitsscheu 1, wegen grobem Verstoß gegen die Hausordnung 1, wegen Eontractbruch 8. Seit Bestehen der Eolonie sind ausgenommen worden int Ganzen 2419, dagegen abgegangen im Ganzen 2352 Mann, bleibt Bestand am 31. Mai 1894: 67 Mann. -d- Rodenbach i. d. W., 31. Mai. Die zweite Maihälfte war zwar kühl, zuweilen sogar rauh- trotzdem sind unsere Kirschen, die sich eines guten Rufes in der ganzen Umgegend erfreuen, auch dieses Jahr so zeitig reif geworden, daß sie denjenigen an der Bergstraße nicht viel nachstehen. Unsere Kirschenernte hat begonnen und es werden nach allen Seiten Versendungen vorgenommen. Die Kleinhändler, welche mit diesem ersten Kernobste hausiren, geben das Pfund zu 20 Pfg., was zur gegenwärtigen Zeit ein billiger Preis ist. Bei größeren Quantitäten find die Preise niedriger. Die Kirschencultur ist für unseren Ort ein Segen, sie bringt die ersten Erträge in die magere Frühlingszeit- ein bekanntes Sprüchwort sagt: „Um Pfingsten hat der Bauer am wingsten." Das Kirschengeld wird darum stets sehr freudig begrüßt. A Mainz, 1. Juni. Die Hierherkunft des Großherzogs mit seiner jugendlichen Gemahlin ist nunmehr auf den kommenden Donnerstag, den 7. d. Mts., festgesetzt. Nach den bis jetzt getroffenen Dispositionen wird das Groß- herzogliche Paar voraussichtlich bis zu dem Abend deS 27. Juni hier bleiben. — Der hiesige Bürgermeister weilt gegenwärtig in Dresden, wohin er zur Abholung seiner auf der Rückreise von Karlsbad dorten erkrankten Gemahlin gereift ist. A Aus Rheinhessen, 1. Juni. Infolge der ungünstigen Witterung hat die diesjährige Spar gelernte in den berühmten Gemüseorten Gonsenheim, Mombach rc. sehr Noth gelitten. Infolge des geringen Erträgnisses hatten die meisten Conservenfabriken auf den Bezug verzichtet, indem sich der Preis fortgesetzt auf fast 60 Pfg. das halbe Kilo hielt. Vermißtes. * Marienburg, 1. Juni. Ein schauerlicher Mord ruft hier die größte Aufregung hervor. In einem unweit der Stadt belegenen Sumpfe wurde eine Frauenleiche, aufrecht stehend, mit zusammengebundenen Händen aufgefunden. Am Halse der Todten sand man Spuren von Erdrosselung. Die Staatsanwaltschaft hat sofort die Untersuchung eingeleitet. * Eine sonderbare Passion hat einen 17jährigen Kaufmannslehrling in Metz ins Gefängniß gebracht. Derselbe hatte sich ein Velociped geliehen und dasselbe bann für 156 Mark verkauft. Von diesem Gelbe kaufte er sich bann eine Offiziers-Uniform und zeigte sich damit in den Straßen. bü dir Ä-ti 1 di- ä * -i« d « h &te* 'n,?;*-« *«SS KÄrsi strtd (»Siu?“6 r” i“ d-» H ‘""W «-HM«! Ba^l, * blr W«*ir Sogar bi! 1 Putzer nach veralteter en pflegte. Von einer ' tvie sie aus andere» er bisher verschont ge- e Blatter der vbstbäum it in dem Maße auf, itytn ble O6ft6äunit Monatsbericht hi 1894. Ende en-, resp. arbeitslos auf baS ®xoV WV10, $tytxun&l« M'. Provinz Hei» >z Sachsen 2, Provi, , Bremen 1, Prov» Königreich Bayern i, M Baden 3; Hnzez> che Staaten 6; Gns- : Böhmen 2. Hiemr Brauer 2, Surften« I, Former 1, Gold- änn 2, Metallschleiser 1, äger 1/ Schneider 3, eiber 3, Schreiner 1, 1, ßimmennann 1. hierunter 128 Tage tykt blt Wvnle an >en rnilasien 36 Mann, iolvnie 1, in Stellunz ’nen Wunsch 20, weger ;scheu 1, wegen grobe, wegen Contractbruch 8. ^genommen worden im m Ganzen 2362 WM, 67 MM- Bat. Di! Mit! J» ir rauh- notzder t® -n fluftß in der M so zeitig reif fltn* nicht Diel natfWn- und es werden nach nen. Die Kleinhändler, M tin bck«-' W b bi! M' ltod^ . Ort ein Segen, sie Mit SMSS & r*et « "'•‘■Ät '^7«b"°dd!«2"'° uS Hfter »E I-I" "heraus Abholung nt iftifL ■äs Ä8S *“f,i * C4ani besondere» Vergnügen bereitete es ihm, sich von den Wachen die Honneurs erweisen zu lasten. Mehrere frühere Mitschüler, die als Einjährige dienten und ihm begegneten, brachten ihn zur Anzeige. Da gleichzeitig der geschädigte Händler sich an die Polizei gewendet hatte, wurde er verhaftet und, nachdem ein Fluchtversuch mißlungen, gefestelt in daS Unter- suchungSgesängniß gebracht. • Barcelona. 1. Juni. Der Ehrenpreis der hiesigen internationalen Kunstausstellung wird, wie verlautet, dem deutschen Maler Lenk» ach auS München für sein Portrat der Infantin Donna Paz zufallen. * London. 1. Juni. Bei den heutigen Experimenten mit MarimS kugelsicherem Panzer vermochte keine Kugel durchzudringen. Maxim erklärte darauf, der Panzer bestände nur auS einer dünnen Platte von besonders bearbeitetem Stahl. • Ernst ist das Leben — heiter ist die Knast. Auf einem Theaterzettel von Ueberlingen am Bodensee war dieser Tage eine Vorstellung von „Madame Bonivard" an- gekündigt. Unter dieser Ankündigung findet sich folgende Apostrophe an daS Publikum: ^Hochverehrte Einwohnerschaft! Erlaube mir, einen allgemeinen Aufruf ergehen zu lasten. — Seit 14 Tagen bin ich hier, gebe Vorstellungen, welche sich einer allgemeinen Beliebtheit erfreuten, aber der pecuniäre Erfolg ist derart, daß er jeder Beschreibung spottet, denn mit meinem Ensemble habe ich während der ganzen Zeit Drei Mk. 40 Psg. verdient. Wenn man bedenkt, welche Kosten zu bestreiten sind, so glaube ich, daß es Niemand unbillig finden wird — wenn ich an den Kunstsinn der geehrten Honorationen und Bürgerschaft appelliere, damit die wenigen Vorstellungen, welche ich gebe, wenigstens einigermaßen bester besucht werden, damit ich, wenn ich später daS Buch der Erinnerungen durchblättere — bei dem Namen Ueberlingen nicht zu schmerzlich berührt werde. Hochachtungsvoll F. M." * Den Ackerbau nicht mit dem Pfluge, sondern mit Dynamit zu betreiben, ist eine Idee, die nur aus Amerika kommen kann, dort aber in der That mit gutem Erfolge, hauptsächlich zum Urbarmachen noch nicht bebauter Flächen, benutzt wird. Nach einer Mittheilung vom Patent« und technischen Bureau von Richard LüderS in Görlitz geschieht dieses Pflügen in der Weise, daß auf dem Acker Löcher von etwa 1 Meter Tiefe in Abständen von etwa 2 Metern von einander schräg eingetrieben werden, in welche etwas Dynamit gegeben und hierauf die ganze Mine electrisch auf einmal gezündet wird. Der Verbrauch an Dynamit soll ein sehr geringer und die Lockerung und Durcharbeitung eine absolut vollkommene fein; mithin wäre dem berüchtigten, schon zu so viel Verbrechen benützten Stoff eine große, friedlichen Zwecken dienende Anwendung eröffnet. XussM <**• den ftaneMWMbwfiltm der Stadt •iefcau Aufgebote. Mat: 29. Georg Christian Louis Kempf, Schneider zu Coburg, mit Elise Bertha Schunk zu Breitenau. 31. Heinrich Christian Karl Köhler II., Schreinermeister dahier, mit Marie Johannette Hilgardt bicrselbst. 31. Friedrich Keller, Fuhrmann dahier, mit Katharine Rahner hierfelbst. »defchlietzuuse«. Juni: 1. Adolf Friedrich August Martin Schwan, Schuhmacher dahier, mit Anna Maria Elisabeth Steinhauer zu Frankfurt a. M. Gabore«-. Mai: 19. Dem Tapezier Georg Kehler eine Tochter. 21. Dem Bicefeldwebel Otto Heßler ein Sohn, Otto Friedrich Gustav Philipp Alfred Wilhelm. 23. Dem Steinhauer Heinrich Heinz Zwillinge, ein Sohn, Karl Ludwig, und eine Tochter, Helene. 24. Dem Ofensetzer Albert Höh eine Tochter, Frieda Elisabeth Anna. 26. Dem Schuhmacher Philipp Rupp ein Sohn. 28. Dem Ober-Lazareth- Gehülfen Karl Friedrich Gustav Brück ein Sohn. Gestorbene. Mai: 26. Eduard Joseph Katzparbauer, 1 Monat alt, Sohn von Bierbrauer Eduard Katzparbauer dahier. 27. Marte Daniel, ■4 Jahre alt, Tochter des verstorbenen Bahnwärters Friedrich Daniel zu Btffenberg. 28. Marte Benzler, geb. Dapper, 50 Jahre alt, Ehefrau von Schreiner Friedrich Bmzler dahier. 28 Katdarine Bär, geb. Schäfer, 43 Jahre alt, Wtttwe von Etsendreher Albert Bär dahier. 29. Karl Balzer, 51 Jahre alt, Gastwtrlh dabier. 30. Emma Engelbrecht, 5 Jahre alt, Tochter von L-ndwtrth Wilhelm Engelbrecht zu «Haufen. 31. Ernst Gengnagel, 22 Jahre alt, Cbemikergehtife zu Kletn-Altcnstädten. 31. Johann Jakob Textor, 46 Jahre alt,. Leinweber und Taglöhner von Lich. 31. Georg Müller, 9 Jahre alt, Sohn von Schlosser Emil Müller dahier. 31. Heinrich Wagner, 54 Jahre alt, Kirchendiener von Friedberg. 31. Emil Martin Brück, 6 Monate alt, Sohn von Schneidermeister Wernhard Brück dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt (Sieben. Svaugelische ötmeinbe. Setaofte. MatthäuSgemeinde. Den 27. Mai Dem Bahnarbeiter Johannes Greb eine Tochter, Katharine Margarethe, geboren den 2. April. MarkuSgemeinde. Dm 27. Mai. Dem Weißbinder Ludwig Feuster eine Tochter, Elisabeth, geboren dm 5. Mai. Denselben. Dem Rechtsanwaltsgehülfm Wilhelm Poppelsdorf ein Sohn, Max Theodor HanS, geboren den 3. April. Dm 29. Mai. Dem Taglöhner Philipp Reuschling ein Sohn, August, geborm den 17. April. Lukasgemeinde. Den 27. Mai. Dem Bremser Phllipp Reuschling ein Sohn, Philipp Georg Ludwig, geboren den 22. April. JohanneSgemeinde. Dm 27. Mai. Eine außereheliche Tochter, Käthe Luise, geborm den 11. November 1893. Militärgemeinde. Dm 27. Mai. Dem Premierlieutmant Sylvester Freiherr von Autenried ein Sohn, Hilmar Ludwig Max Jobst, geboren dm 9. März. Den 31. Mai. Dem RegimmtSschuhmacher Andreas Karl Kräußlich eine Tochter, Elisabeth Susanne Mathilde, geboren den 4. Mai. Cettbifie. MatthäuSgemeinde. Den 27. Mai. Elise PeterS, geb. Krämer, Wtttwe deS Amtmanns Eduard PeterS zu Großwechfungm, all 64 Jahre, gestorbm den 25. Mat. Denselben. Katharine Roll, geb. Dörtnger, Ehefrau deS Taglöhner« Philipp Roll, alt 32 Jahre, gestorben dm 25. Mat. Den 30. Mai. Marte Benzler, geb. Döpper, Ehefrau deS SchretnerS Friedrich Bmzler, alt 49 Jahre, gestorben dm 28. Mai. Den 31. Mat. Katharine Bär, geb. Schäfer, Wtttwe deS Schlosters Albert Bär, alt 43 Jahre, gestorben den 28. Mat. Denselaen. Karl WUHelm Balzer, Gastwtrth, alt 51 Jahre, gestorben den 29. Mat. MarkuSgemeinde. Den 27. Mai. Katharine Luise Biesdorf, Ehefrau des Schneiders Nikolaus BteSdorf, alt 32 Jahre, starb den 24. Mat. Lukasgemeinde. Den 26. Mat. Eltsabeth Eichbaum, Tochter deS ProfefforS vr. Friedrich Eichbaum, 10 Jahre alt, starb dm 24. Mai. Unterhaltungen in Bad-Nauheim von Sonntag den 3. Juni bis Freitag den 8. Juni. Sonntag dm 3. Juni, Nachmittags von 4 bis 68/4 und von 7«/4 dis 10 Uhr: Concert der Capelle deS Füstlier-RegimeniS von Gersdorff (Hessische«) Nr. 80 aus Homburg. Bet gutem Wetter spielt die Kurcapelle von 4 bis 7 Uhr am Tetchhause. Montag den 4. Juni, Nachmittag« von 4 bl« 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Gastspiel der Herzog!. Meiningen'«chen Hofschausptelerin Frl. Lore Erhardt: Die relegirten Sludentm. Dienstag dm 5. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abend« 8 Uhr im Saale: Humoristisch-dramatische Vorträge in acht verschiedenen deutschen Mundarten vom König!. Hofschanspieler Herrn Max Oppmar aus Kastel, unter gütiger Mitwirkung der Concert- sängerin Frl. Elsa Linden au8 Frankfurt a. M. Mittwoch den 6. Juni, Nachmittags von 4 bis 5 Concert, von 6 bis 8 Uhr: Sinfonie- Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abend« 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Zwei glückliche Tage. Donnerstag den 7. Juni, Nachmittag« von 3‘ e bis 6'/, Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Tcrraste. Freitag den 8 Juni, Nachmittags von 3*/i bis 61/« Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. AbendS 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Der DogelhSndler. Vorläufige Anzeige: SamStag den 9. Juni, Nachmittags von 4 bis gegen 9 Uhr: Doppelconcert deS 50 Mann starkm Bockenheimer LiederkranzeS unter Leitung de« Herrn H. Matthias auS Frankfurta.M. und der Kurcapelle. Sonntag den 10. Mai, Nachmittags von 4 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des Großh. Hest. Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 au« Gießen. Eintritt 50 Pfg., Kinder 25 Pfg. Gelbe Kur- und TageSkartm frei. Verkehr, £anb* nird Volkswirthschafi. »Setze«, 29. Mai- Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,85—0,95, Hühnereier 1 Stück 5 4, 2 Stück 10-11 A. »äse pr. 6t. 5—8 ch, Käsematte pr. 6L 8 H, Lrbsm pr. Liter 17 H, Lüsten pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar x 0,85—1,10, Hühner pr. Stück X 1,20—1,40, Hahnen pr. 6t X 1,50-2,00, Enten pr. St- X 1,80 bis 2,20, Ochsenflestch pr. Psd 70—74 Kuh- u Rindfleisch pr. Md. 60—64 H, Schweine- steisch pr. Psd. 60—70 A, Kalbfleisch pr. Psd. 60—66 A, Hammelfleisch pr. Psd. 56—68 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50—4,50 X, Weißkraut pr. Stück--A, Zwiebeln pr. Centn er 8,00—9,00 X, Milch pt. Liter 16-20 ch, Enteneier 2 6t 11 A. Gänseeier 10 A, Kirschen pr. Pfd- 30 A- — «in einfaches »erfahre« znr beffere« Erhaltung und bequemeren Verwendung des EiseS. In der Industrie, der Hauswtrlhschaft und der Gesundheitspflcge findet bekanntlich daS EtS immer mehr Anwendung, weshalb es unS wichtig erscheint, Techniker, Chemiker, Apotheker, Brauer, Conditor u. s. w. auf ein neue« Verfahren zur bequemeren Erhaltung und Verwendung des Eise« aufmerksam zu machen. Die Beobachtung, daß zwei getrennte EiSstücke unter 0° wieder fest zusammenfrieren, bei einiger Temperatur- erböhung aber sich an der IrennungSstelle glatt wieder von einander Ißfen, hat einen amerikanischen Fabrikanten auf die Idee gebracht, Kunstei«bl-cke durch Maschinen in kleine Würfel schneiden zu Uff en und die durch Zusammenfrieren wieder vereinigten Blöcke al« Würfel« ei« zum Zwecke der Krankenbebandlung in dm Handel |u dringen. In Wasser geworfm, sollen diese Blöcke sich dann mit Hilfe eine« Mester« glatt in kleine Würfel zerlegen lasten, welche zum Füll« der Ei«blasm und, wmn au« reinem destillirten Master her gestellt, auch zu innerlicher Darreichung dimm Finnen. Die Technik ist, nach der „Pharm. Ztg." gegenwärtig soweit vorgeschrittm, daß jedem Würfel ein eingefrorene« Fabrikzeichen aufgepreht wird. Brodprcise vom 3. Juni bi- 17. Juni 1894. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Psd.) Xafelbrob......25 Pf,- bei Carl Wallenfels II.....26 , 2 Kg. (4 Pfd.) „ ......50 , bei Carl Wallenfels II.....52 „ 1 Kg. (2 Md.) Weißdrod......23 , bei S. Stern (Schlüchterner u.E asteler Brod) 25 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......46 , bei S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) 50 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......21 „ 2 Kg. (4 Pfd.).......42 , 3 Kg. (6 Pfd.) „ .....63 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Äug. Deibel von Wieseck . 24 , 2 Kg. (4 Pfd.) „ „ Gg. Ant. Heuler 0. Gr.-Lindm 40 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod b. W. Steinmüller v. Lana-GönS 20 , 2 Kg. (4 Psd.) „ „ Gg. A. Heuser v. Gr.-Lindm „ Joh. Kd. Belte v. Kirch-Gön« „ PH. Belten v. Gr. Linden 38 „ , F.Schön v. Ruttershausen u. „ W. Steinmaller v. L.-Gön« 40 , „ Gust. Jacobi v. Alten-Buseck 42 , „ Aug. Deibel»von Wieieck . 44 „ 3 Kg. (6 Md.) Schwarzbrod „ Gust. Jacobi v. Altm-Buseck, 63 , „ Balth.ChristWw. v. Wieseck 66 , 1 Kg. (2 Pfd.) 2 Kg. (4 Pfd. 1 Kg. (2 Pfd. 2 Kg. (4 Pfd.) 1 Kg. (2 Pfd.) 2 Kg. (4 Pfd.) 3 Kg. (6 Pfd.) Der Brodserkäufer. lafelbrob . Tafelbrod . Weißbrod . Weißbrod . Schwarzbrod . . . . Schwarzbrod . Schwarzbrod . . . . 25 Mg. 50 , 23 , 46 , 21 , 42 , 63 , Gießen, den 2. Juni 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Eingesandt. Zum Project „Zuckerfabrik Berstadt—Echzell." Die Einladung zur conftitukenben Generalversammlung für Sonntag den 3. Juni in Berstadt bei Gastwtrth Wolf ist die Ber, anlassung, an dieser Stelle alle Jnterestentm vor übereilten Hand- lungm zu warnen. Es scheint, daß hmtzutage die Errichtung neuer Zuckerfabriken nicht immer durch die Nothwendigkeit dieser Unternehmen bedingt wird, sondern vielfach der unberechtigten Unzufriedm- heit solcher Landwirthe zu verdanken ist, welche sich in irgend einer Weise von einer anderen Fabrik geschädigt glauben. Jiamcntltd) im letzteren Falle sucht man für neue Unternehmen auf alle erdenkliche Weise Propaganda zu machen, wobei die Rentabilität natürlich in den rosigsten Farben geschildert wird. Unter solchen Verhältnissen scheint man auch die Projecte Berstadt—Echzell verwirklichen zu wollen, ohne die großen Gefahren zu berücksichtigen, welche diesm Unternehmen drohm werden. Es ist eine bekannte Thatsache, daß heutigen TageS nur solche Fabriken concurrenzfähig resp. rentabel bleiben, welche in kürzester Frist ein großes Rübmrnaterial verarbeiten tonnen; anderenfalls werden die Fabrikationskosten so hoch, daß eine Krisis unabwendbar ist. Durch die Nähe der Zuckerfabriken Stockheim und Friedberg, welch erstere zur Bequemlichkeit ihrer Nüben- lieferanten in Trais - Horloff eine VerladeNation errichtet und demnächst dm Betrieb von 7000 Eentner täglicher Verarbeitung auf 12 000 Eentner vergrößern wird, ist nun das für die Sicherheit de« Berstadt-Echzeller Unternehmens nothwendige größere Rübenquantum von vornherein ausgeschlossen. ES liegt daher im Allgemein - Interesse unserer ländlichen Bevölkerung, sich solchen Fabrikm anzu- schließen, die, auf sicheren Füßen stehend, der Eoncurrmz ruhig ent- gegmfehen können, als einem Unternehmen, welche« nach Lage der Verhältnisse die Kinderschuhe wohl niemals abftietfen wird. X. Temperatur der Lahn und der Lust nach Reaumur gemessen am 2. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Luft 13». Rübsarnen'sche Badeanstalt. Versteigerung Dienstag den 5. Jnni d. I , Vorm. V2IO Uhr beginnend, versteigere ich Neustadt 55, im Bieker'schen Saal, dahier, im Auftrage des I. Spanier dahier wegen gänzlicher Ausgabe seines Geschäfts: Hüllen, Kapotten, Tücher,Strümpfe, Corsetten, Schürzen, Unterröcke, Unterhosen, Wolle, Kragen, Cra- vatten, Westen, Hosenträger, Strohhüte, Tüll- und Tischdecken, Falten- Hemden, Kinderhosen und Hemden (weiße u. farbige), Kinderkleidchen, Bettdecken und sonst Verschiedene«. Die Versteigerung findet bestimmt statt und wird solche eveut. am nächsten Tage sort- gesetzt. 4684 Born, Gerichtsvollzieher. 4695] «emüstpflanzen verkauft Karl G«td«v, Neustadt 10. Versteigerung. Dienstag, den 5. Juni d. IS-, Nach» mittags 2 Uhr, versteigere ich im Adler dahier gegen Baarzahlung: 2Kleiderschränke, 2 SophaS, 2 Tische, 2 Waschtische, 2 vollständige Betten, 2 Nachtschränkchen, 2 RobrstÜhle, 2 Bilder und 6 Paar weiße und andere Vorhänge. 4683 vor«, Gerichtsvollzieher. Aeikgeöotenes. Garnirte Damen- und Mädchen-Hüte verkaufe wegen vorgerückter Saison für die Hälfte deS sonstigen Preise«, sowie ©lunutt, Aedern, Hüte A 60 A re. Putz- und Modewaaren H. Ellinger, 4579 Neustadt Nr. 6, 2. Ltock. Waschbütte . laufen. WUh. vechtold,LaunSdach. 4682 Markt- C* M rrjhor Marktstrasse I ■■■ ■ aDv" strasse I empfiehlt sein Lager in Gummiwaarcn als: Hochdruck-, Garten«, Gas- und Absüllschläuche, Gummischeiben für Flaschenverschlüffe, Gummiplatten rc. ic. in nur prima Qualität zu den billigsten Preisnotirungen. Ferner stehen Master in allen Arten Verdichtungen, Asbest- sabrikateu, Tchwenk- oder Wasserschläuchen, sowie prima Hansschläuchen zur gefl. Benutzung. 4677 Bei Abnahme grösserer Posten za Fabrikpreisen. F. Schott, Weinhandlnng Lahahofstr. 23. Ecke der Löwengafie empfiehlt zu äußersten Preisen 4692 Samos-Auslese Sass. Priorate. Zu verkaufen. in der Nähe deS Friedhofes und Grünbergerstraße, zu jedem Geschäft paffend- Off u. Nro. 159 a d. Exp. d. Bl. 14691 Ein Aichkthtits-Zwkltnd mit Pneumatik-Reifen ^Pel-Bictoria-Blitz neuestes Modell, ist wegen FottzugeS zu verkaufen. Neustadl 1»___________4688 Ein Wohnhaus mtt großem Hofraum, an der Hauptstraße, geeignet zu einem größeren Geschäft, wird »tontag de« 4. dS., Nachmittags 5 Uhr, verkauft in Heuchelheim 4701 Stint. Weder. Schellfische nochmals frisch einpetroff en, schöne große Waare billigst im RebstoL. 4681 Dermietßungen. 4693] Ein kleines LogiS den 1. Juli beziehbar, zu verrn. Grünbergerstr. 20. 4'B7j »leichfttatze 2, Ecke der Süd. anlage, Mittelstock ist ein sehr freund» liches Zimmer fofort zu oermiethen. 4703] Etn schönes möblirteS Zimmer zu vermiethen. Bleichstroße 23._________ 4693] Ein ob zwei movl Zimmer, am Markt oder in der Nähe, fofort gesucht. Offerten unter Nr. 4698 an die Exped. Vermischte Anzeigen. Kochschule. ES sind noch einige Plätze für den neuen CursuS zu besetzen Da der Eur, suS womöglich am 11 Juni eröffnet werden soll, wird gebeten, wettere Anmeldungen biS zu» 7. Juni im Schwesternhaus, Lonystr. 2, abzugeben. »er Vorstand. 4699 Schlosser. $!t.1 Verwandten und Freunden theilen wir hierdurch mit, dass unser inniggeliebter Sohn im Alter von 33 Jahren nach kurzer Krankheit sanft entschlafen ist. am 31. Mai Giessen, den 2. Juni 1894. der 'S 4690 Die Beerdigung in Giessen erfolgt vom Bahnhof aus in noch zu bestimmender Zeit. Zitherclub Giessener 4) zu ertheilende Decharge; 5) ist die 4663 Zur Stadt Marburg. LS :-s W. Leyerer. wozu höfl. einladet [4664] ltcl*iti*fr®toceet 8 pTt. — Fr-nkfurter Banr-DtScsut 3 pTL. ©rief I6L3 16.191 Ducatcn I Duckten Engl. Sovereign« I Ruff. JmvertkleS 16J!2 16.20 4.17 4.20 Dienstag Abend bei Aelsing, Neuenweg. 88.20 369.00 215.60 167.70 116 40 114.10 81.C0 124.80 185.70 133.70 137.70 100.00 102.75 283 87 77.00 97.40 77.50 22.80 36.00 Annahme folgenden 2 14.2801 «er. «SnigS-Lkurk-^LLt. Tendenz r schwankend- Allen und Bruder Prof. Dr. Äug. Streng, Geh. Hofrath. Elisabeth Streng, geb. Mettenheimer. Dr. Ferdinand Streng, Berlin. Adele Streng, geb. Tillmanns. Dr. Willi. Streng, Frankfurt a. M. Schlüße—rl, 1 Uhr 15 Mtn. 90.50 4»/o Ung. Gold-Rente 102 30 6% Jtal. Rente 90.55 30/0 Portugiesen 102.45 40/e Griech. Monopol-Lnl. Tie ®' neiden den mSchentl'ü beige! DiSconto-Ssamumd^Lettz. Darmstwter Bemr-AeL. Dresdener Bknt-Let. Nordd. Lloyd-Net. Wiener Bankver^Net Oest. Lredit-Act. 3UL Mtttümerrdecha «d. Gelsen. Jml der Poesie bdle. Erha Mrtmale I Gemeingut idnen mvr Dir Poesie eine; DvU „Die Poes so auch d Seele unt Der reine Poe< losen Rink Volke verl geistnung, letzten schu „Noch ftnl schlingm i deutschm. Zeiten so Führer bei Der oirtbdnb h Pflege in di Lomb. E^B^-Rct. Buschtheradcr L^-B^Act. Elbchal-Bkhn-Act. Gotth«rd-Bkh»-Lct. Schweizer Nordost.-B^«ct. Mainzer E-B.-Act. Marienburger ’ 955 2056 16.63 2. D Grünberg ( „Die Poe Stint „Wilhelm! Vielfeitigheit und Gediegenheit des Textes - Schönheit der Lilder — Trefflichkeit der Ausstattung — überaus billiger preis. 2aS erste Heft ist durch jede Buchhandlung jur Ansicht zu erhalten. —• Abonnements e— J in arreu Nucbbandtungen Dournar-Ärpeditionen und V 0 stailstarten. Vorzügliches Dortmunder und Münchener Bier. Berliner Weißbier. — Feine Weine. Schöner Garten, vorchgliche Küche.-Me Kedienung Redaetionr «. Scheyda. - Druck und «erlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) i* Gießen. Dt- H«MGO Rmmitt mzfaftt 1» Betast ’k.k. und Stahlbad mgnbn fuftkururt JWUvLW «leiMhetm «. d. Bergstr. Billigste «neipp'sche stur- r Wtlflssklul für alle Krankheiten- Behandlung und Kurmittel genau nach Kneipps Vorschrift. Aerztl. Rath auch briefl. für ^L l^>. Briefm. d. den Kurarzt 0r. RuderShause«. Prosp. grat, d- d. Besitzer Heisel. [2763 Deutsche Berlags-Anstalt Stuttgart. Eine echte wa^rßaft volkstürnkicHe —Antertzaltungs-ZettjHrift 4- »rte? 9.60 fL 20.40! 16.67 Gothaer Lebensverstcherungsbank. Der unterzeichnete Vertreter dieser ältesten und grössten deutschen Lebensverficheruugsanstalt empfiehlt sich zur Ber Mittelung von Versicherungen und erbietet sich zu leder gewünschten Auskunst. Heinrich Hochreuther, Löberstratze 2 H. eelbfeete*. s-ld SourSdericht vo» E. WasserscNeben, Bankgeschäft Frostksvrt« Börse vom 2. Juni 1894. Georg Heinrich Streng zu Malmö in. Schweden aus Cassel. Der Geschäftsbericht Pro 1893 liegt der heutigen Nummer des „Gießener Anzeigers" bei.A Gießen, den 2. Juni 1894. ®^4679 Gewerbebank zu Gießen Siogktragcne Senoffenschsst mit nndkschrmkter Kchpflicht. Carl Loos, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsraths. A I H E! D H! 31 D 3 . ^btx Rumpelte f°hne burj jaftt0en » ter Drin da liegt dc Ein spitzen