ööch. lh oom 3O./IU. rr./lll. 3150 MIO 32.10 64.90 69.20 103.85 23.80 4850 101.90 fllO MW Hl 1031 »•i ,88u,89 b. unb SSi# irifiSgs *äS len ^ischluh bezüglich seicht, ouf We[(. Ä? t*IU,8 4f|aib. >s garnl. .Sec.stft. »8.40 l »8Ä 36 I 61.901 H W ®0Ü) . \ 101.051100.90 (M.l 101.90 101.95 ™ ' 19.80 80.- ,9wfW* ""° 368.- oaMwerke ^gz 190.9) 355 - 165 70 13740 nMster, ©rüning- ■ i U7.15 im.8ö ' "kith 98.301 96.10 ’* ■ 101,-W ***/S«|K r* ; . I 78 90/ 7»W 103.- 103.- 101- 640 101- <6 40 5620 U120 96.1" i 10» Inmbf^ ibr-lu-U ^Pjlmddr. bo. erbiSiSov 870) 93.« 97- * ' 20^ ,03.50 K e* gjjJJ? Ulf, MlivSkN 8I4o Stiö 104 90 104 1894 Nr. 76 Erstes Blatt._______Dienstag den 3. April Der Gießener ZUzttger erscheint täglich, ■Ht Inlnahmr des Montag» Die Gießener WeeUUelWf»! »erden dem Anzeiger »»chenilich breieel »rt»rQgt Gießener Anzeiger Generat-Anzeiger. vierteljähriger A»#anna 8 Mark 50 Psg. »Hartwn, GspediN«, und Druckerei: >4a3Hr«|< »<.1. Seratprechnt AL Zlints. und Zknzeigeblatt für den Kreis Gietzen. Gratisbeilage: Gießener Aamikienökätter 2. 3. 4. 1. 2. 3. 4. 1. 2. 3. »CB Anzeigen zu der NnchunNng» für den feiernbrn lag erscheinenden Wummet bi» vor». 10 Uhn. Alle Dmoncen.vureaul de» In. und «u»(anbt» nehmen lR|riSrn fflr den .Gießener Anzeiger" entgegen. verficherungSgesetzeS vom 6. Juli 1884, des § 59 des Seeunfallversicherungsgesetzes vom 13. Juli 1887 und deS § 55 Absatz 4 des landwirthschafllichen UnfallverficherungSgesetzeS vom 5. Mai 1886 festgesetzten Formulars für die „Unfall* A. für die Gemeinde Gießen: Für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 540 Mk., für erwachsene (16 nnb über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 330 Mk., für jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 270 Mk., für jugendliche (unter 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter aus 240 Mk. Für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 480 Mk., für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 300 Mk., für jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 270 Mk., für jugendliche (unter 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 210 Mk. Anzeigen. Vom 1. Februar 1894. An Stelle deS durch die Bekanntmachungen vom September 1885, vom 23. December 1887 und von» März 1888 auf Grund des § 51 Absatz 4 deS Unfall* für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 270 Mk., für jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 240 Mk., für jugendliche (unter 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 180 Mk. Gießen, den 30. März 1894. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. B. Kür die Gemeinden Albach, -Ittendorf a.d.Lah«, Alten « Bufett, Annerod, Daubringen, Großen- Lirrdeu, Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Ruttershausen, Utphe und Wiefett. 1. Für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 510 Mk., 2. für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 330 Mk., 3. für jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 270 Mk., 11. 23. 4. für jugendliche (unter 16Jabre alte) weibliche Arbeiter auf 210 Mk. C. Für die Gemeinden Allendorf a. d. Lda., BerSrod, Burkhardsfelden, Großen-Bufett, Laug- Göns, Leihgestern, Lich, Mainzlar, Mufchenheim, Oppenrod, Quettborn, Reiskirchen, Rödgen, Staufenberg, Steinbach, Treis a. d. Lda., Trohe, Watzenborn-Steinberg und Winnerod: Bekanntmachung, betreffend die Abänderung des Formulars für die Unfall* D. Für die Gemeinden Bellersheim, Bettenhaufen, Dorf-Gill, Ettingshausen, Garbenteich, Göbelnrod, Grünberg, Hausen, Hungen, Inheiden, Langsdorf, Lauter, Lumda, Ronneuroth, Ober-Besfingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Reinhardshain, Rüddingshausen, Steiuheim, Stotthausen, Trais-Horloff, Billingeu und Weitershain: 1. Für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter aus 450 Mk., 2. für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter auf 270 Mk., 3. für jugendliche (unter 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 240 Mk., 4. für jugendliche (unter 16 Jahre alte) weibliche Arbeiter ouf 180 Mk. E. Für die Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Beuern, Birklar, Climbach, Eberstadt mit Arnsburg, Geilshausen, Grüningen, Harbach, Hattenrod, Holzheim, Kesselbach, Langd, Linden- struth, Londorf, Münster, Nieder - Bessingen, Obbornhoseu, Odenhausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Saasen mit Bollenbach, Beits- berg und Wirberg, Stangenrod und Weittarts- hain: 1. Für erwachsene (16 und über 16 Jahre alte) männliche Arbeiter auf 420 Mk., Amtliche* Theil. Betr.: Die Festsetzung de» durchschnittlichen JahreSarbeitS- Verdienstes der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen. Bekanntmachung. Nachdem sich eine Aenderung deS in unserer Bekanntmachung vom 22. Januar 1889 (Anzeiger Nr. 23) festgesetzten durchschnittlichen Jahresarbeitsverdienstes der land- und forstwirthschaftlichen Arbeiter nur in ganz wenigen Punkten als nolhwendig erwiesen hat, bringen wir die nunmehr gültige Festsetzung nach Anhörung der Ge- metndebehörden hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß dieselben gemäß § 3 Abs. 2 der Bekannt- «achung vom 30. September 1890 (RegierungS-Blatt Nr. 40) für die 5 Jahre 1894 bis 1898 zu gelten hat und bet Be- rechnung der Renten der von einem Unfälle bei einem land- oder forstwirthschaftlichen Betriebe betroffenen Arbeiter zu Grunde gelegt werden wird. Der durchschnittliche Jahresarbeitsverdienst der land- und forstwirthschaftlichen Arbeiter ist festgesetzt: Bekanntmachung, betreffend daS UnsallversicherungSgesetz, hier die Erstattung der Unfallanzeigen. Unter Hinweis auf die Vorschrift in § 51 de» Unfall* Versicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 und in § 55 des landwirthschaftlichen Unfallversicherungsgesetzes vom 5. Wat 1886, wonach von jedem in einem versicherten Betriebe vorkommenden Unfall, durch welchen eine in demselben beschäftigte Person getödtet wird oder eine Körperverletzung erleidet, welche eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder den Tod zur Folge hat, von den Bctriebsunter* nehmern bei der Ortspolizeibehörde schriftlich Anzeige z« erstatten ist, bringen wir die nachstehend abgedruckte Bekannt» machung mir dem Anfügen zur Kenntniß der Betheiligte«, daß die Benutzung des seitherigen Formulars behufs Verbrauchs der vorhandenen Bestände noch bis zum 1. Januar 1896 zugelaffen wird. Gießen, den 30. März 1894. Großherzogliches KretSamt Gießen. v. Gagern. Feuilleton. Grober Unfug. Bon Rodert v. Hagen. (Nachdruck untersagt.) Der Polizeipräsident der hübschen kleinen, fast inmitten deS heiligen Deutschen Reiches befindlichen Haupt- und Refidenz- stadt..... deS gleichnamigen Fürftenthum», der Freiherr p. Heinrtchsen, war bekannt als ein äußerst strenger, gewissenhafter Beamter, was ihn indeß keineswegs verhinderte, gleichzeitig der zärtlichste aller Familienväter zu fein. Eine ausgezeichnete Frau hatte ihm nahezu ein Vierteljahrhundert zur Seite gestanden- kurz bevor sie die Silberne Hochzeit mit ihm hätte feiern können, war sie einer Krankheit erlegen. Dies war bisher wohl da» erste Unglück gewesen, welches der Freiherr während seiner langen Beamtencarrisre erlitten. Die Trauer um den herben Verlust hatte ihn auch, der sonst gar stattlich in seiner großen, stolzen Gestalt sich trug, gebeugt und sein bis dahin dunkles volles Haupthaar gebleicht. Die sonst ihm eigene gefällige Lebensheiterkeit war ihm ge- ichwnnden- die alten Griechen und die neuen Gesetzparagraphen waren so ziemlich die einzigen, mit welchen er in feinem Arbeitszimmer verkehrte, mit denen er noch Umgang suchte. Unvergeffen war die Gattin, wenn sie auch nicht mehr um ihn waltete. Drei Kinder hatte sie ihm hinterlaffen, die alle mit ihren lieblichen Gesichtern ihn an daS der Heimgegangenen Mutter erinnerten; lauter Mädchen, von denen daS jüngste siebzehn Jahre zählte. Sie hatte ihren Namen Röschen nicht mit Unrecht, denn frisch und rosig in der Thor war ihr feine» Antlitz. Sonst war da» zierliche und schlanke und dabei doch kräftig entwickette Kind mit den langen .blonden Zöpfen der Liebling Aller, als Jüngste stets auch vom Vater und nicht minder von den beiden älteren Schwestern verwöhnt und verhätschelt, ohne daß sie deßwegen aber üblere Eigenschaften angenommen hätte. Kurz gesagt, eS war ein Prachtmädchen, darüber war sich mancher jener jungen Referendare, Affefforen ober Lieutenants der kleinen Residenz, die an dem Haufe des gestrengen Herrn Polizeipräsidenten vorbeidefilirten oder Fensterpromenaden machten, einig. Aber, waS dachte daS hübsche, unschuldige Ding an so unsinniges Zeug, wie „Verlieben, Verloben, Verheirathen!" Noch lange nicht- im Gegen- theil, sie verspottete all diese unnützen „Pflastertreter", wie sie diese Herren nannte. Ja, als sich baß liebliche Kind eine» Mittags auf dem Heimwege von ihrer Gesanglehrerin befand und ein junges Herrchen eS auf Schritts und Tritt verfolgte und belästigte, blieb daS energische Mädchen voll Entrüstung auf dem Schloßplatze stehen und sagte, den jungen Mann stolz mit den Blicken messend: „Mein Herr, wenn Sie mich noch länger belästigen, wird Sie mein Papa, der Polizeipräfident, einsperren laffen." Wie mit Purpurröthe übergoffen, schwenkte sich der so Gemaßregelte ab, kaum aber hatte ihn die Hauptwache erblickt, so trat dieselbe ins Gewehr und leistete ihm Ehrenbezeugung. Der junge Mann war Niemand Geringeres gewesen, als der momentan am diesseitigen Hofe zum Besuch weilende Erbprinz von . .. ., der Neffe des Landesfürsten. Nach diesem gegebenen Muster also war der Eharacter unseres Röschens zugestutzt. Bald aber sollte diese Unbefangenheit, Fröhlichkeit und Energie deS GemüthS einen gar argen Schlag erleiden und zwar durch ein ebenso unverhofftes, wie schreckliches Unglück, welches urplötzlich über sie und demgemäß auch über ihre Familie hereinbrach. Eines Tages auf dem Heimwege gedachte sie eben vor einem Hause, welches wegen einer vorzunehmenden Reparatur mit einem Gerüst versehen war, auszubiegen, da durchdrang die Straße ein Mark und Bein erschütternder Schrei. Im selben Moment sauste, des Mädchens rechte Schulter fast streifend, ein schwerer Gegenstand mit mächtiger Wucht zu Boden. Röschen blickte neben sich — und da — o Jammer — lag mit zerbrochenen Gliedern, mit zerschmettertem Schädel der leblose Körper eines Arbeiter», die Maurerkelle, mit welcher er gearbeitet hatte, noch krampfhaft in der rechten Hand haltend. Und da drang ein zweiter entsetzlicher Aufschrei und zwar diesmal aus dem Munde deS wie gelähmt dastehenden Mädchens. DaS Bewußtsein verlierend, sank sie hart an der Seite deS Verunglückten zu Boden. Der verunglückte Arbeiter, ober richtiger besten Leiche, würbe mittelst Tragbahre fortgeschafft- er war tobt — stumm geworden für alle Zetten. Aber, o Entsetzen, da» arme ohnmächtige Mädchen, das unmittelbarer Zeuge dieses gräßliche« Vorfalles geworden, als eS in einem Wagen in» Elternhaus gebracht und erst nach langen ärztlichen Mühen wieder zu« Bewußtsein gerufen worden war, als sie ihre sonst so milden, himmelblauen, jetzt im Fteberglanze verschwommenen Auge« aufschlug und dem sich Über sie beugenden riefbekümmerten Vater inS Antlitz sah, da wollte sie sprechen, doch — ihre Zunge schien gelähmt- nur unartikulirte Laute vermochte sie hervorzubringen. Lonvulsivisch öffnete und schloß sich der sonst so rosige, jetzt so bleiche Mund, aber keinem Laute wurde der Weg gebahnt. „Du sollst nicht sprechen, Röschen, der Arzt hat es streng verboten. Athme tief auS. Wir wollen das eine Polster entfernen, Dein Kopf soll tiefer liegen, so hatS der Arzt geboten." Ein wohlthuender Schlummer schien sie zu umfangen. Bon einem schweren Nervenleiden in Folge de» fast tödtlichen Schrecken» heimgefucht, war baß arme Mäbchen, zwischen Leben und Tob ringend, sechß Wochen an bas Krankenlager gefeffelt, je mehr sie nun aber enblich in der Reconvaleßcenz fortschritt, mit desto trüberer Gewißheit stände« ihre Angehörige der unumstößlichen Thatsache gegenüber, daß das arme Röschen — — die Sprache verloren hatte. Die Sprache verloren! Welch Jammer und Elend liegt in diesen drei Worten. Armes, bedauernßwertheS SHnb! Deine liebliche, melodische, so zum Herzen dringende Sprache verloren! Vergebens wurden die berühmtesten Specialtsten auf dem Gebiete der Sprachheilkunde und der Alalte herbeigerufen und confultirt. Des armen Mädchens Zunge war gelähmt. Röschen war stumm und sollte stumm bleiben, trotz hoher ärztlicher Wissenschaft, trotz aller nur denkbaren Experimente. (Schluß folgt.) Anzeigen", welche gemäß § 51 Absatz 1 biß 3, beziehungS- weise § 58 Absatz 1 und 2 und § 55 Absatz 1 biß 3 der angeführten Gesetze von dem Betriebsunternehmer an die Ortßpolizeibehörde zu erstatten find, wird hierdurch das anliegende anderweitige Formular mit der Maßgabe festgesetzt, daß die Benutzung des alten Formulars behufß Verbrauches der vorhandenen Bestände noch biß zum 1. Januar 1896 zugelassen wird. Dies somit für den Bereich sämmtlicher auf Grund der Unfallversicherungßgesetze errichteten Berufsgenossenschaften — jedoch für den Bereich der See-BerufSgenoffenichaft nur hinsichtlich der unter § 1 Absatz 1 Ziffer 2 des Seeunsall- -Dersicherungßgesetzeß fallenden Betriebe — gleichmäßig gültige Formular ist nach Format, Farbe und Inhalt bindend. Daß durch die obengenannte Bekanntmachung vom 23. De- cember 1887 für die „Beschreibung" der auf dem Schiff während der Reise sich ereignenden Unfälle (§ 57 Absatz 1 deß Seeunfallverstcherungsgesetzeß), für die „Nachweisung" der an Bord sich ereignenden Unfälle, welche die von der Führung eineß Schiffsjournals entbundenen Führer kleinerer Fahrzeuge zu führen haben (§ 57 Absatz 2 a. a. £).), und für die vom Schiffsführer vor Antritt oder nach Beendigung der Reise zu erstattende „Unfall-Anzeige" (§ 57 vorletzter Absatz a. a. O.) festgesetzte bisherige Formular bleibt bis auf Weiteres in Kraft. Das Reichs-Versicherungsamt. Dr. Bödiker. Gießen, den 30. März 1894. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen Marburg statt. • • BiSwarckfeier. Zur gestrigen BiSmarckfeter- war trotz lachenden, hinaus inß Freie lockenden Frühlings- sonnenscheins SteinS Saalbau bis zum letzten Platz gefüllt und wurde die Zahl der Anwesenden aus 600 geschätzt. Als Gast war u. A. auch Herr Rentner L. Burckhart, der schneidige Vorsitzende der nationalliberalen Vereinigung „Nord-West" in Frankfurt a. M. erschienen. Der Vorsitzende ber Versammlung, Herr Lanbgerichtsrath Dr. Schäfer, eröffnete die Feier durch eine Begrüßungsansprache und erteilte alsdann Herrn Rechtsanwalt Dr. Brombacher aus Pforzheim baß Wort zum Vortrag eines Festprologs. Dieses für bie Feier ber nationalliberalen Vereinigung „Norb-West" in Frankfurt von Herrn Brombacher verfaßte Festgebicht ist eine ganz vortreffliche Dichtung unb zeugt von einer kraftvollen, echt poetischen Gestaltungskraft unb warmer von Herzen kommenber, zu Herzen bringenber Begeisterung beß Verfassers; ein angenehmes, klangvolles Organ erhöhte bie Wirkung beß Vortrags. Sauter Beifall lohnte den Dichter. Nachbem bie Klänge beß Liedes „Herrlich auferstanden" von Julius Wolff verklungen, erhob sich Herr Professor Dr. Schwarz zum Hoch auf Kaiser und Großherzog. In kurzen, schwungvollen Worten pries er als eines ber ebelften Kleinobe, bie Fürst Bismarck dem beutschen Volk toieber gehoben, baß er in einer Zeit, wo die Treue gegen den Fürsten wenig oder nichts galt, daS deutsche Volk seine alte Tugend, die unbedingte Treue gegen Kaiser unb Fürst, toieber gelehrt habe, nicht beß Sclaven und Schranzen, fonbern beß freien Mannes, ber thut, was er thut, weil sein Gewissen eß von ihm forbert. Er gedachte unfereß Landesherrn, den wir heute mit besonderem Jubel begrüßen, wo ihm deß Lebens hohe Zeit winkt, die Zeit, in ber jebem Menschenbasein beß Glückes volle Sonne erleuchtet. „Möge bteß Glück ihm unb unserem Hessenlanbe ein bauernber Segen fein." Zum Festvortrag betrat Herr Geh. Hofrath Dr. Oncken bie RebnerbÜhne. Mit gewohnter Meisterschaft ber Rebe schilberte er bie Entstehungsgeschichte ber Emser Depesche unb Bißmarck's Thätigkeit in jenen Entscheibungstagen beß Juli 1870. Mit jubelnb aufgenommenem Hoch auf ben Altreichßkanzler schloß ber Rebner feinen lehrreichen, licht- unb schwungvollen Vortrag. Auf Anregung beß Herrn Rechtsanwalt Dr. Fuhr würbe Namens ber Festversammlung folgenbeß Telegramm an ben Fürsten Bismarck abgefenbet: „Jubelnbeß Hoch auß 600 Kehlen burchbraust nach zünbenber Festrebe OnckenS ben Festsaal. Hie gut Btsmärcksch alleweg biß zu bes Herzens letztem Schlage". Mächtig erklang in begeisterten Tönen daß Bismarcklied von Eugen Schwetschke nach der Melodie „Deutschland, Deutschland über Alles". An Stelle bes kurz vor Beginn ber Feier erkrankten Herrn Professor Dr. Weiffenbach brachte Herr Lanbgerichtsrath Dr. Linkenhelb in warmen, begeisterten Worten bas Hoch auß auf baß Vatcrlanb. Im weiteren Verlauf beß Festes erbat sich Herr L. Burckhart auß Frankfurt a. M. baß Wort zu einer von lautem Beifall oft unterbrochenen, ebenso verebten, wie geistvollen Ansprache an bie beutfche Jugend, deren Aufgabe unb Pflicht eß sei, baß Erbe ber Väter zu schützen unb zu pflegen. Sein Hoch galt ber beutschen Jugenb. Mit einem launigen, mit Citaten auß Bißmarck's Briefen und Reben unb Episoben auß beffen Leben gewürzten Toaste beß Rechtsanwaltß Dr. Fuhr auf bie antoefenben Frauen unb Jungfrauen schloß der officielle Theil des Festes. — Der musikalische Theil der Feier lag in der bewährten Hand deß Herrn Musikdirectorß Krauße; verdienten Beifall fand insbesondere der Vortrag von Hills: „Herz am Rhein" unb bie eigene Composition beß Herrn Krauße „le premier Kaiser" mit einem allerliebsten Pistonsolo. Daß sich an bie Feier anschließenbe Concert hielt bie Festversammlung in gehobener Feierstimmung noch einige Stunben zusammen biß gegen 9 Uhr. Es war ein schönes, burch keinen Mißton getrübteß Fest, roürbig beß Gefeierten unb ber Feiernben. Auf Wiedersehn zum 80. Geburtstage! Fechlverein Waisenschutz. Am Samstag Abenb fand eine Versammlung bes Fechtvereins Waisenschutz im Restaurant Felsing, Neuenweg, statt, welche sehr schwach besucht war. In Folge bessen beschlossen bie anwesenden Mitglieder beß Vereins, sich am Mittwoch behufs Vorbesprechung zur Vor- standSwahl wieder bei Felsing zu versammeln, wo im Jntereffe der Sache ein recht zahlreiches Erscheinen zu wünschen wäre. ♦ ♦ ein MUit'ärSouderzug mit 6 Offizieren und 450 Mann Landwehr des Sächs. Fußartillerie-Regiments Nr. 12 passirte heute Nacht auf der Fahrt von Dresden nach dem Schießplätze auf der Wahner Haide die hiesige Station. * * Die Freiwillige Gail'sche Feuerwehr hielt am SamStag ihre diesjährige Generalversammlung ab. AuS dem Berichte über den Stand des Corps erfahren wir, baß basselde 95 actiöe unb 31 ber sogen. 10. Rotte angehörige (nicht active) Mitglieber hat. Bei ber Dorstanbswahl, bie sich nach den neuen Satzungen diesmal auf eine ^dreijährige Giltigkeit-- dauer erstreckte, wurde der gefammte Vorstand, zum größte« Theile mit an Einstimmigkeit grenzender Stimmenzahl, wieder- gewählt. ES erhielten die Herren Martin LooS 53 Sr. als erster Hauptmann, Emil Kalbfleisch 43 St. als zweiter Hauptmann, Th. Loos 52 St. als Schriftführer und Adjutant, Robert Sattler 60 St. als Rechner, Gg. Schub ecker 12 ©t. als 1. Obmann der Steiger, Phil. Lang 11 St. als 2. Obmann ber Steiger, Gg. Schäfer 16 St. als 1. Obmann ber Spritzenmannschaft, Herrn. Koch 34 St. als 2. Obmann ber Spritzenmannschaft, Peter Walter 7 St. als 1. Obmann ber Hybrontenmannschast, Jac. Gerharbt 10 St. als 2. Obmann ber Hydranten- mannschaft; zu Beisitzern würben gewählt: Ph. Mootz mit 43 St., Gg. Atzbach mit 39 St., Iustus Körber mit 45 St., Sour. Häuser mit 46 St. Dem 1. Hauptmann Martin LooS würbe in Anerkennung seiner besonders in den letzten Jahren infolge ber Einführung ber Lanbesfeuerlösch- orbnung im Interesse beS Corps bewiesenen Thätigkeit vom Vorstanbe ein werthvolleS Geschenk, bem Mitgliebe Martin Nagel anläßlich ber Verleihung bes von Sr. Königlichen l,«enben ÄvUt ! ÄTJJS hart, btr lT H liM» w ^kidige chi,„ * b« ®n> "d -Nb,?°"' bit r «u« $ " *l6b«"" d-W-ft« l-bich i(r 8w«futt te’w«*, T81* ' ™“8t bei Siebet J. °«kiu»„e», nhch «“f «tllet W Bismarck Mr ?/«« Zeit, wo it MW, da, öeuM ' W yyn Kaiser * bt# „ui \bR *, Mi et Ä ? ** ® 6tl»"b«tm ^el ffiiw ?"l,l'„111 8'«, ®lditl * Stute »niera Minlonbt stvortrag betrat Herr biihne. Mit gelvohnter • Entstehungsgeschichte Thatigkeit in jenen Mit jubelnd aus. »skanzler schloß ötr htvungdollen Vortrag, inwalt Br. Fuhr Tdiyam» „Jubelndes hoch auf er Festrede Ouckent alleiveg bis zu id erklang in begeistere Schtvetschke nach >er Alles". An ankien Herrn $ioir tandgerichtSrath 'n". i Worten das ho- k» ilauf des Festes noat 'furt a. TI. bat Tm tbrodjtntn, tbtnfo be> bit btutfdjt frwnbi ’ der Väter zu schützen iutschrn Jugend. Mr tSmrL'S Drrchn und gewürzrrn Toaste des meßenden Frauen und il des Fester. - Nr x der bewährten hond ; verdienten Leisall fort „Herz am anb «6e„lepr»»i«*' Das fich d>t Ze^ csammlung m #:;v, zusammen W M einen Won g* eiernden. AusÄ.-^ SamStag Abend sand ücnM r chmch beM «° «w ®*b » 8,*teiu-.8 i” * «*?SS5 5*1» «•* efitit Station. i lb-1 1«6 * * ,,i! te Borsta"^ i(ir ***$»* ®’“'L 43 S»‘ .161“* $ MIM* b«»»° bK gj9®**' . Obwaa" gemäht - flörbt',"., iennunfl ührnng vtt rE Sei ■** Hoheit dem Grobherzog Ludwig IV. gestifteten Ehrenzeichens Lie Ehrentafel überreicht. •• Oberhesfischer GeschichtSverem. Nächsten Donnerstag, 6. April, Nachmittags 12»/, Uhr, beabsichtigt der Oberheffische Geschichtsverein einen Ausflug nach Garbenreich, um von da auS die noch wohlerhaltenen Reste des PfahlgrabenS in der Richtung auf Arnsburg abzugehen. ES handelt sich dabei vorwiegend um die Besichtigung der Thurmreste, mehr noch um das Aufsuchen des in letzter Zeit so berühmt gewordenen Soldan'schen Gräbchens, der eigentlichen altrvmischen, abgesteinten ReichSgrenze. An vielen Stellen ist dieselbe schon sicher nachgewiesen, bei unS noch nicht. Herr Director Dr. Landmann wird die sachkundige Führung übernehmen. Auch der jetzt eingefriedigte, erhaltene Theil des EastrumS Alteburg soll besichtigt werden. Rückmarsch von ArnSburg 51/, Uhr nach Lich und Rückfahrt von da um 7 Uhr. BorauSfichtlich wird auch der hierzu eingeladene Marburger Berctn theilnehmen. Alle Mitglieder des Oberhesfischen GeschichtSvereins, sowie alle Freunde geschichtlicher Forschungen werden zur Theiloahme eingeladen. Besondere Einladungen erfolgen nicht. •• Zimmerbrand In der Nacht von SawStag auf Sonntag fand in einer Wirthschaft am SelterSberg ein Ztmmerbrand statt. Gäste hatten Feuerschein in einem Fenster de» DachstockeS wahrgenommen und dem Wirthe alsbald Mit» »Heilung gemacht. ES brannte im Zimmer des HauSburfchen und zwar deflen Schließkorb mit Inhalt. DaS Feuer konnte bald gelöscht werden, ohne am Gebäude selbst Schaden zu bringen. Streit. Ein junges Ehepaar, welches gestern die Tanzmusik besucht hatte, gerieth in Streit- man fuhr sich gegenseitig in der Wirthschaft und auf dem Heimwege in die Haare, waS allgemeine Heiterkeit hervorrtef. Die Spuren dieses Vergnügens waren heute Morgen noch im Gesicht der besseren Hälfte sichtbar. Ein Strafbefehl für die Betheiligten wird folgen. •• Sehenswürdigkeit Ein Kunstwerk eigener Art, ganz von Zucker hergestellt, ist die ziemlich getreu (bloS mit Freihand) gefertigte hirsige JohanneSkirche, welche» im Laden deS Herrn I. Buch auf der MäuSburg ausgestellt ist und die Bewunderung der Beschauer erregt. Hergestellt wurde dasselbe von dem hier wohnhaften Küchenchef Herrn Glem- bowiczkt. •• W. Obstbaumfrevel in der Nachbarschaft. In den Nächten nach Charfreitag und nach den beiden Osterseiertagen find in der Umgegend mehrfach arge Beschädigungen an Obst» bäumen vorgekommen. In Garbenteich, zwischen Alst en- Bus eck und Wieseck und bei Lang-GönS sind in dieser Zeit über ein Dutzend junger Bäume vollständig umgebrochen und noch mehr arg beschädigt worden. ES zeugt von einer Rohheit ohne Gleichen, wenn Jemand, wie wohl anzunehmkn, au» purem Uebermuth sich au den au der Straße stehenden Bäumen vergreift. Unsere GenSdarmerie ist eifrig bemüht, die rohen Patrone, welche den Baumfrevel begangen, auS- findig zu machen und werden die Bewohner jener Gegenden gebeten, etwaige Wahrnehmungen, welche zur Ermittelung der Thäter führen könnten, zur Anzeige zu bringen. ♦♦ DaS Einkommen der Postagenten. Mit dem 1. April dsS. IS. sind für alle Kaiserlichen Postagenturen im Reichs- postgebiet, deren eS jetzt etwa 7300 geben dürfte, wichtige Neuregelungen bezüglich de» Einkommens der Agenten und der ihnen zugewiesenen Postunterbeamten in Kraft getreten. Bo» genannten Tage ab werden alle Bestellgelder, welche bislang den Agenten zufloffen, zur Postkasse verrechnet und dir Agenten, sowie die Unterbeamten, welche auS den Bestell- ßelderu Nebenbezüge hatten, erhallen entsprechende Erhöhungen ihre» Einkommens aus der Postkasse. Die persönlichen Ein- kommcnSverhältnisse der Betheiligten werden also damit festgelegt und zugleich auch meist etwas erhöht. n. AlSfeld, 31. März. Zu Ehren deS Fürsten Bismarck fand in dem großen Saale deS Gasthauses „Zum deutschen Kaiser" eine Vorfeier deS 79. GeburtStagSfestes unseres Alt-ReichSkanzlerS statt. Zu diesem FestcommerS hatte sich ein zahlreiches Publikum auS Alsfelds Bürgerschaft und au» Bewohnern umliegender Orte zusammengefunden. Eröffnet wurde die Feier mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog durch Herrn Fabrikant Grünewald. Die Festrede hielt Herr Realschul-Director Haller, welcher mit Begeisterung in schwungvollen Worten ein frische», lebendige- Bild von all dem Großen und Edeln entrollte, wodurch sich der gefeierte Jubilar die Dankbarkeit und Bewunderung seiner Nation in so hohem Maße erwarb. Herr Decan Müller brachte in warmer, bilderreicher Sprache den Trinkspruch auf daS Vaterland auS- Herr Kreisarzt Dr. Balser feierte in gewandter Rede die Fürstin BiSmarck und die deutschen Frauen und die Rede des Herrn Lehrers Rudolf galt dem'deutschen Heere. Mit diesen Ansprachen wechselten Musikvorträge, Solo-, Chor- und allgemeine Gesänge. Noch lange nach Mitternacht war die Feftversammlung in fröhlicher Stimmung vereint und man verließ den Saal mit dem Bewußtsein, einer erhebenden Feier beigewohnt zu haben. nn. Darmstadt, 1. April. Der König von Württemberg traf gestern Nachmittag um 4 Uhr 16 Minuten zum Besuch des GroßherzogS hier ein; Zu feinem Empfang hatten sich Se. Königliche Hoheit der Großherzog, die Prinzessin Alix, Prinz Wilhelm von Hessen, sowie die gesammte Generalität und die Spitzen der Civilbehörden am Bahnhof eingesunden und war die Begrüßung des hohen Gastes Seitens der Großherzoglichen Familie die denkbar herzlichste. Nach dem Abschreiten der Front der Ehrencompagnie vom 115. Regiment, wobei die Musik die Nationalhymne intonirte, fuhren der König und der Großherzog in vierspännigem Wagen & la Daumont mit Spitzenreitern und cotoyirt von einer Escadron des 24. Dragoner-Regiment-, direct in daS Großherzogliche Residenzschloß, von dem zahlreich erschienenen Publikum mit lebhaften Hochrufen begrüßt. Zu Ehren deS hohen GasteS prangte die Stadt im schönsten Fahnenschmuck und fand am Nachmittag Galatasel und Abends Festvorstellung im Hoftheater mit der Oper wLes Bazockes* statt. Heute trat der König die Rückreise an. nn. Darmstadt, 1. April. Bischof Haffner von Mainz traf heute, am weißen Sonntag, Mittags um >/,6 Uhr hier ein und wurde am Bahnhof von der katholischen Geistlichkeit empfangen und zum Fürstensaale geleitet. Von hier auS fuhr der Bischof in die katholische Kirche, woselbst sich eine ungeheure Zahl von Gläubigen versammelt hatte. Die Kirche selbst ist auf daS Herrlichste mit Fahnen und Blumen geschmückt. Am Eingang zur Kirche wurde der Bischof von den Vertretern der katholischen Gemeinde und der Geistlichkeit begrüßt und zum Hochaltar geleitet, woselbst der Bischof später die heilige Messe celebrirte. Morgen findet die Firmung der Lonsirmanden statt. △ Mainz, 1. April. Die vielen Hoffnungen, die man an die Annahme deS russischen Handelsvertrags geknüpft hat, sind, soweit die hiesige Großindustrie dabei in Betracht kommt, bis jetzt noch keineswegs in Erfüllung gegangen. ES macht sich ,m Gegentheil eine für diese Jahreszeit sehr seltene Geschäfts flaue bemerkbar, von der insbesondere die Möbel- und Holzindustrie, die bekanntlich eine hervorragende Rolle spielt, hart betroffen wird. Wegen Mangel an ausreichender Beschäftigung haben sowohl die sämmtl chen Geschäfte dieser Branche ihre Arbeitskräfte vermindert, wie auch die Arbeitszeit verkürzt. Größere Bestellungen fehlen vollständig und beschränkt sich meistens das Geschäft auf die Platzkundschaft und die Vervollständigung der Lagerbestände. △ Vom Rhein, 1. April. Der Wasserstau d deS RhetneS ist gegenwärtig wieder so niedrig, daß die Schiff fahrt mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und Boote mit großem Tiefgang fortgesetzt Gefahr laufen, festzufahren. Spcciell vor Mainz haben sich eine ganze Reihe von Sandbänken gebildet, die zu umfahren die größten Schwierigkeiten machen. DaS eigentliche Fahrwasser hat sich längs Mainz ganz nach der Kasteler Seite gedrängt und zwingt die Schiffe, große Eurven zu beschreiben. Vermiete». * Berlin, 31. März. Das „Berl. Tagebl." meldet: „Soeben trifft die Kunde ein, daß der dem Norddeutschen Lloyd gehörige Schnelldampfer „EmS", Capitän Reimhagen, auf der Reise von Bremen nach Newyoek drei Tage überfällig ist. Auf eine sofort im Düreau deS Norddeutschen Lloyd emge- zogene Erkundigung wird bestätigt, daß dort keinerlei Nachrichten über den Verbleib deS Dampfers „(5tn6* vorliegen. Man vermuthet, daß irgend eine Belchädigung der Maschine die Ueberfälligkeit verursacht habe, glaubt jedoch, daß zu einer ernstlichen Beunruhigung zur Zeil noch keine Veranlassung vorliege. Derselbe Dampfer ist aus der letzten Fahrt ebenfalls 11 Tage unterwegs gewesen." Kchisssnachvichten. — Der Pofldampfer „Noordiand" der ,Red Star £tne* in Antwerpen ist laut Telegramm am 29. Mär» wohlbehalten tu Newyork angekommen. Hamburg, 29. Mär» DaS Hamburg-Newporker Postdampfschiff „Bohemia", Capitän Schröder, von der Hamburg Ameiikantsche« Packetsahrt-Actien-Gesellschaft, ist am 28. Mär,, 11 Uhr Abend», wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg, 29. Mär,. Der Hamburger Dampfer „Italia", Capitän Marten-, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt- Aclicn-Gesellschast, ist am 18. März, 1 Uhr Nachmittag-, von Hamburg in Boston angekommen. Literatur und Aunst. — AugevdUche Verbrecher «ad die Schule. ES ist eine Thatsache, die sich leider nicht leugnen läßt, daß die Zahl der Vergehen und Verbrechen durch Schulkinder eine höchst bedauerliche Höhe erreicht hat. Worin hat da» seinen Grund und wie ist Abhütse,u bringen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein lehr interessanter Artikel deS neuesten Hefte- der bekannten illustrtrten Famtltenzettschrtft „gar «Ute« Stuude« (Berlin, W, Deutsche- Verlag-hau« Bong A Co. Preis der VierzehntagSheste- 40 PfgO Er wendet sich gegen einen jüngst von anderer Seite gemachten Vorschlag, die Schulzeit und damit die Zelt der Beaufsichtigung der Binder zu verlängern, und kommt zu dem folgenden durchaus richtigen Ergebniß: „ES scheint uns, wenn die Volksschule einen erhöhten Einfluß auf die Verminderung jugendlicher Verbrecher gewinnen soll, nicht so sehr die Verlängerung der Schulzeit und vermehrte Aufsicht, sondern die Verminderung der Schüler,ahl das dringendste Eifordernttz ,u fein, damit der Lehrer sich mehr dem einzelnen K nde widmen und nachdrücklicher seinen Einfluß aut dieses geltend machen kann. Also mehr individuelle Erziehung, nicht verlängerte Schulzeit!- Gleichzeitig weisen wir aus eine Reihe anderer Beiträge deS gleichen HesteS hin, die aanz danach angethan sind, da- allgemeine Interesse in hohem Grade zu fesseln. Verkehr, CanO* und Volkrrvirthschaft. Grünberg, 31. März. Fruchtpreise. Weiren X 14.24, Korn X 14,57, Gerste X 14,10, Hafer X 16,86, Erbsen X 22,00, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 6,00, Samen X 00,00. rpielpltm der vereinigten frankfurter Stadttheater Overnh««». Dienstag den 3. April: Der Prophet. Mittwoch den 4. April: Orpheus. Donnerstag den 5. März: Hänsel und Gretel. Im Balletfaal. Freitag den 6. April geschlossen. Samstag den 7. April: Lobengrtn. Sonntag den 8. April: Hänsel und Gretel. FortunioS Lied. EchaafpiatHaa». Dien-tag den 3. April: Der Misanthrop. Vorher!: Der Wunsch. Mittwoch den 4. Avril: Der Veilchenfresser. Donnerstag den 5. April geschlossen. Freitag den 6. Aprll: Talisman. Sam-tag den 7. April: Vergangenheit. Rach Mitternacht. Sonntag den 8. April: Ortentreise. Nach Mitternacht. Ca. 5000 Stück seidene Bastkleider Mk. 14.80 per Stoff zur completen Robe und bessere Qualitäten — sowie schwane, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bi» Mk. 18.65 p. Mtr. — glatt, gestreift, fordert, gemustert, Damaste rc. 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Die zur Erbauung eines Rathhauses in Heuchelheim erforder- lichen Arbeiten und Lieferungen und zwar: Maurer-Arbeiten Jt 3488.76 Steinhauer-Arbeiten „ 905.80 Zimmer-Arbeiten „ 1737.14 Dachdecker-Arbeiten „ 645.34 Spengler-Arbeiten „ 366.55 Blitzableiter-Anlage „ 250.— Schlosser-Arbeiten „ 459.90 Glaser Arbeiten „ 646.74 Schreiner-Arbeiten „ 2291.61 Weißbinder-Arbeiten „ 1998.83 Tapezier-Arbeiten < „ 18.90 Eisen- u. Röhrenlieferung „ 459.— werden am Montag den 9. April l. Is., Nachmittags 3 Uhr, im Gemeindehaus daselbst im Sub- misftonSweg vergeben. Voranschlag, Pläne und Beding, ungen liegen bei Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim zur Einsicht offen. Gießen, am 30. März 1894. Der Kreisingenieur. 2895 Stahl. 200 offen liegen, vergeben. Stahl. Voranschlag und Bedmgungen offen ca. 2885 Rein. ca. Mittwoch den 4. April 18494, ca. Forstwart Peter dahier wenden. Allendorf a. Lda., am 31. März 1894 Grobherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. Lumda Gießen, am 30. März 1894. Der Kreisingenieur und ca. zwar 150 cbm auf die Kreisstraße Giesteu-Krofdorf 45 cbm auf die Kreisstraße in Maiuzlar 90 cbm auf die Kreisstraße Maiuzlar-Treis a. Lda. 165 cbm auf die Kreisstraße Treis a. Lda.-Allendorf a. Lda. Die Lieferung von 400 Stück Baumpfählen und zwar 200 Stück nach Trohe liegen, einzureichen. Gießen, am 31. März 1894. Der Kreisingenieur Stahl. 2893 „ Gießen Ca. 600 Meter Weife und 50 Wagen nebst «eiche«, _ Drehscheiben und andere Materialien/ Nachmittags 2 Uhr, neu, für Ziegeleie«, Stei«beLche, werden im Bieker'fchen Saale Möbel Baunnternehmer re. sollen umstände- oller Arten, darunter 3 neue Sophas, . ...c <•. balb-r sofort billig verkauft werden 1 Stoßkarren, 1 Kiste Ungarwrin, 1 Kübel ca. 155 cbm aus die Kreisstraße Off. unter 8. 9760 an R«d. »osse, Margarine-Butter u. o. m. versteiaert. Allendorfa.Lda.-Loudorf <»i*. 2888 2921 Geißler, Gerichtsvollzieher. wird am Dienstag, de» LO.April Hilf* I. Is. Vormittags 10 Uhr 'm, Aussen Waldungen der G-m-ind- Amtsz>mm-r des Unterre'chnelen, Allendorf a. Lda Diftric, Thal, bte Singebote »"-ur-'ch-n ^ustö l unb Slreilkapf fallen finb und die Bedmgungen ,ur E.nncht ( ™ fm Nadel-Bauhal, und „ 119 fm Nadel-Grubenholz im Submissionswege vergeben werden. 2892 Bedingungen liegen auf hie- -----' sigem Bürgermeisterei - Büreau zur Einsicht offen. Der' Aufirich der Lumdab-Ück- bei' Angeba.e sindin. »um >0 April Landarf, -eranfchlag, ,u 64 Mark. *• 3/ «-rmtttaa« 1« Uhr mit fall vergeben werden. Angebote find ^cr ?“ *$*/* ".^hen »Submission bis Dienstag, den 10. April Bau. aber Grubenholz" an uns l. Is. Vormittags II Uhr bei; eln’tt . .. . . _ , dem Unterzeichneten, bei welchem ^ulltibhaber, welche dab Holz nnd Redinounaen offen' bes'cht'gen wollen, wollen , sich an wird am Dienstag, den 10. April l. Is. Vormittags 9 Uhr im Amtszimmer des Kreisingenieurs, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen und die Angebote ein- zureichen sind, vergeben. Gießen, am 30. März 1894. Der Kreisingenieur ___________Stahl._______2894 Die Lieferung des zum Einmalzen von Decksteinen erforderlichen Kiiidkmatttmls (Site btp. Sanb) Gebhardt. 2886] ftditvmiu M-W«h. Höhere und erweiterte Mädchenschule Die activen Mitglieder werden er# 2908 Die Direetion. 2918 Schwei; 31. März 1894. Gartenmöbel Garteumöbtl in in Dienstag Probe für die Confirmationen. empfehlen empfehlen 2907 2934 H 50 an die Expedition. erweg 7, 2. Hochachtungsvoll Gießen, 1. April 1894. 2883 Die Großh. Direciion Dr. Landman n. Ulflrnbrn T°4 GROSSER Auswahl für die unterste Vorschulklaffe 10 Uhr. 2889 GROSSER Auswahl Zur Saison I Empfehle garnierte und ungarnierte Damen- und Kinderhüte, sowie Blumen, Spitzen, Federn und Bänder. pract. Arzt Verlobte. «rbsenreiser zu verkaufen. „LievigtchShe." Wohvungsveränderung. 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