Nr. 257 Der chiehener -n,eiger erscheint täglich- mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A»«mikie«5tätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrtzt. Freitag den 2. November 1894 Meßmer Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger AßonncmrntspreU : 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei-. Kchutstratze Mr.7. Fernsprecher 51. Amts- «nd Anzeigeblatt für den TLreis Gissten. Hratisöeitage: Hießener Aamitienökätter Alle AnnonceN'Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Neueste Nachernten» Wolff» telegraphische» Korrespondenz-Buren» Berlin, 31. October. Der „Staatsanzeiger" veröffent- licht die Ernennung Mommsens zum Vicekanzler deS Ordens „pour le m6rite“ für Wissenschaften und deS StaatSsecretärs Marschall von Bieberstein zum preußischen Staatsminister. — Das Staats Ministerium hielt heute Nachmittag 2 Uhr eine Sitzung unter Vorsitz Hohenlohes. — Der Director des „Reichsanzeigers", Dr. Klee, ist heute Mittag gestorben. Berlin, 31. October. In der heutigen Sitzung der Generalshoode theilte der Präsident Graf Ziethen- Schwerin mit: Bei Empfang des Präsidiums der General« synode äußerte der Kaiser auf die Ansprache des Präsidenten etwa Folgendes: Die Arbeiten der Gcneralsynode würden gesegnet sein, wenn sie in versöhnlichem Geiste arbeite. Der Anfang habe dieser Erwartung entsprochen. Die Generalsynode müsse sich hüten, ihre Aufgaben nach parla- «entarischem Vorbilde zu erledigen, sie möge nicht nach Parteirückfichten verhandeln, denn sie stehe auf anderer Grundlage als die politischen Körperschaften. Er habe den Entwurf einer neuen Agende gebilligt, doch solle kein Zwang suSgeÜbt werden: wer die neue Agende ablehue, könne bei der alten verharren. Der Kaiser äußerte den Wunsch, daß die Kirchen auch außer der Zeit deS Gottesdienstes offengehalten werden möchten- dadurch werde der religiöse Sinn in manchen Schichten der Bevölkerung gefördert und belebt werden. Die Religion fei noch eine Macht, selbst die sub- tzerfiven Kräfte oec Zett hätten mehrfach davor Halt machen müffen. Die Kaiserin knüpfte bet dem Empfang an den Wunsch des Kaisers auf Offenhaltung der Kirchen an. Berlin, 31. October. Das „Amtsblatt des Reichs' Postamts" veräffentlicht einen Erlaß Caprivis an den StaatSfrcretär des Reichspostamts, Stephan, worin es heißt: Nachdem Seine Majestät geruht, mich auf meinen Antrag von der Stellung des Reichskanzlers allergnädigst zu entbinden, ist es mir ein Bedürfniß, Euer Excellenz meinen herzlichen Dank auszusprechen für die tr:uc Mitarbeiterschaft, wodurch Sie mich während meiner Amtsführung unterstützten. Ich knüpfe hieran die Bitte, auch den Beamten Ihres Refforts den Ausdruck meines Dankes zu übermitteln für die Hilfe, die mir durch ihre Hingebung an die Aufgaben des Dienstes jederzeit zu Theil geworden ist. Beruburg, 31. October. Bei der Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreise Bernburg-Ballenstedt erhielt Friedberg (natl.) 10,126, Schulze (Soc.) 9,255, Baumbach (sreis.) 2135, Fischer (chrtstlich-soc.) 2658 Stimmen. Stichwahl ist sonach erforderlich. Rom, 31. October. Infolge des Bombenattentats in der letzten Nacht wurden zehn Anarchisten in Mailand verhaftet. Fünf Mitschuldige LuchefiS bei der Ermordung Bandis in Livorno wurden gleichfalls verhaftet. Die Untersuchung ergab, daß die Ermordung Bandis auf ein Anarchistencomplott zurückzuführen ist. Petersburg, 31. October. Bulletin von 7 Uhr Abends: Der Czar speiste im Laufe des Tages wenig. Die Erscheinungen im linken Lungenflügel und Entzündung dauern fort, die Athmung ist erschwert, der Puls schwach- große allgemeine Schwäche. Depeschen d<» Brrrum „Herold". Berlin, 31. October. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat gestern sämmtlichen activen preußischen Staatsministern und Staatssecretären in den Reichsämtern seinen Besuch abgestattet. — Heute hat das Staatsministerium unter dem Vorsitze des Fürsten Hohenlohe eine Sitzung abgehalten, an welcher der Minister des Innern, v. Köller, theilnahm. — In nächster Zeit soll eine abermalige Audienz der Vertretung deS gesammten Bundes der Landwirthe beim Kaiser nachgesucht werden. Der Bundesvorstand wird diese Angelegenheit in der Sitzung am 27. November dem Ausschüsse zur Berathung und Beschluß- faffung vorlegen. — Graf von Caprivi wurde heute in der Sache gegen die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung" als Zeuge im Palais des bisherigen Reichskauzicrö vernommen. — Die „Nationalzeitung" meldet, daß der Wirkliche Geheim- rath Goering, welcher als Chef der Reichskanzlei Caprivi sehr nahe stand, bald einen Nachfolger erhält. Derselbe dürste indeß für die Uebergangsperiode im Amte bleiben. Berlin, 31. October. Hier verlautet immer noch, es soll dem neuen Reichskanzler ein Vicekanzler für innere Angelegenheiten in der Person des Finanzministers Miquel beigegeben werden. Berlin, 31. October. Wie die „Kreuzztg." zuverlässig mittheilt, wird dem Reichstag ein Entwurf zur Reform des Brann tweinfteuergesetzes nächstens zugehen. Berlin, 31. October. Nach aus Livadia eingetroffenen Nachrichten geht die Auflösung des Czaren so rapid vor sich, daß die Katastrophe stündlich erfolgen kann. Berlin, 31. October. Nach der >Doff. Ztg." werde Bennigsen wahrscheinlich zurücktreten- die Ursache soll die Ernennung v. Köllers zum Minister des Innern sein. Berlin, 31. October. Im Auftrage des Kaisers Hai sich heute früh der commandirende General des Gardecorps Generallieutenant und Generaladjutant von Winterfeld nach Wittenberg begeben, um als Vertreter deS Kaisers be der daselbst heute erfolgten Enthüllung deS Denkmals für den Kaiser Friedrich einen aus grünen und goldenen Lorbeerblättern geflochtenen, mit langer weißer Atlasschleife verziert-p kostbaren Kranz am Denkmal niederzulegen. Berlin, 31. October. Der nenernannte Minister des Innern von Köller bat gestern die Geschäfte seines Amtes übernommen und sich die Räthe des Ministeriums vorstelleu lassen. Berlin, 31. October. Von autorisirter Seite werden die Gerüchte über den unmittelbar bevorstehenden Rücktritt einiger Minister als unbegründet bezeichnet. Bis auf Weiteres ist keine Veränderung im Staatsministerium zu erwarten. Berlin, 31. October. Eine Heute von derBoycott- Commission einberufene Versammlung der Gastwirthe, welche von ungefähr 1000 Personen besucht war, beschäftigte sich abermals mit dem Bierboycott. ES wurde eine Resolution angenommen, wonach die anwesenden Gastwirthe sich verpflichteten, so lange nur ringfreies Bier zu liefern, bis die Forderungen der Arbeiter bewilligt feien. Karlsruhe, 31. October. Für 1896 ist in Baden- Baden eine große internationale Kunstausstellung geplant. Paris, 31. October. Der „Eclair" meldet den Ausbruch eines großen Scandals in der französischen Armee. Ein französischer Offizier ist nämlich wegen Spionage verhaftet worden. Derselbe soll im Bureau des Generalstabes von militärischen Geheimnissen Kenntniß genommen und diese an eine fremde Macht mitgetheilt haben. Der Scandal sei bisher sorgfältig geheimgehalten worden. Paris, 31. October. Präsident Casimir-Perier, welcher während der nächsten Feiertage eine Jagdpartie nach Pont-sur Seine vor hatte, hat diese wegen der schlimmer lautenden Nachrichten über das Befinden des Czaren auf- gegeben und verbleibt im Elhsee. Paris, 31. October. Infolge anhaltenden Regens werden aus ganz Nordfrankreich Ueberschwemmungen gemeldet. Die Flüffe sind übergetreten. In Lille, Roubaix und Tour- coing sind fast alle Kellerräume mit Wasser gefüllt. Der Schaden ist enorm. Paris, 31. October. In Croix (Norddepartementhat eine heftige Wassers lut h mehrere Häuser mit ihren Insassen fortgeschwemmt. Mehrere Insassen ertranken. Feuilleton. Einr Hcirath im vorigen Jahrhundert. Aus dem Tagebuche einer alten Dame. Von L. Heinau. (6. Fortsetzung.) Der Tag, welcher meiner Rückkehr folgte, war ein trauriger, denn mein Lord verzögerte sein Kommen und schrieb auch nicht, warum er fortblieb- ich fürchtete, daß er meinen Rath nicht befolgen werde in seinem Haß gegen sein Wetb und seiner Liebe für meine Person. Da ich vermuthete, daß er nach Frankreich gegangen sei, so wußte ich nicht, wohin ich schreiben sollte. Auch meine Freundin, an die ich mehr als einmal schrieb, gab mir keine Antwort. Endlich erhielt ich nach mehreren Wochen einen Brief von Mrs. Norword. Sie schrieb: „Liebste Molly! Nach Deiner Abreise wurde ich schleunigst zu meiner Mutter gerufen, die ernstlich erkrankt war, und so konnte ich an nichts anderes denken, bis sie genesen war. Gestern nun kehrte ich zurück und da ich mich in Deinem Jntereffe nach Lord Almington erkundigte, fand ich, daß seine Lage hier äußerst bedenklich ist. „In der Nacht, bevor Du mich verließest, hatte Mr. Merriton, der eine Armwunde in dem Zweikampf erhalten hatte, die Absicht, schnell auS dieser Gegend fortzugehen, weil man ihm überall sagte, er habe nun feinen Meister gefunden - früher hatte er sich nämlich gerühmt, er ließe den Gegner im Zweikampf gar nicht zum Schuß kommen, sondern mache ihn gleich kampfunfähig. Kurz vor seiner Abreise ging er am Abend mit zwei Dienern auf dem Wege, der nach Wickham führte. Er wurde von zwei Männern in Masken angefallen und einer seiner Diener nach tapferer Gegenwehr getödtel - dann machten sich die Schurken, die augenscheinlich Straßenränder waren, auS dem Staube, ohne zu plündern. Mr. Merriton sagte nun aus Haß vor dem Gericht aus, daß Lord Almington einer jener Mordgesellen gewesen sei, oder vielmehr Mr. Cooper, denn unter diesem Namen kannte er ihn nur. Er behauptete auch noch ferner, daß Mr. Cooper schon während deS Zweikampfes ihn habe auf unredliche Weise ums Leben briNaew^wollen und nun, da er gewußt, daß Mr. Merriton verwendet sei, unfähig, sich zu wehren, habe derMchurke ihn -'tödtep. wollen. Wenn mein Gatte zu Hause gewesen wäre ,: dünn hätte Mr. Merriton nicht wagen dürfen, verglichen gegen einen Freund unseres HauseS auszusagen- wir waren aber beDe abwesend und wie Du weißt, hatte Dein Gemahl die,B,e-. kanntschaft mit den anderen Nachbarn vermieden, so er vollkommen unbekannt ist und ganz schutzlos den Anklagen Mr. Merritons preisgegeben war. Dieser hat beschworen, daß er Mr. Coopers Stimme erkannt habe und daß dieser-es war, der seinen Diener erschlug. Leider ist der Mann tobt, sonst hätte er vielleicht zu Gunsten Deines Gatten ausgesagt, der andere Diener hat Niemand erkannt und vermag also nichts sicher zu sagen. Zum Unglück sagte der Wirth auch noch auS, daß Mr. Cooper während der Zeit außerhalb des Hauses gewesen sei und erst spät heimgekommen wäre- der Lord aber verweigere jede Auskunft, die eine Aufklärung geben könnte und behauptet, nur allein im Walde gewesen zu sein. Er hat weder seinen richtigen Namen, noch seinen Rang genannt, sondern nur erklärt, daß er ein Herr aus Frankreich sei, der keine Freunde im Lande habe. Das ist sehr schlimm für ihn. Er hat sich wirklich seltsam dabei be nommen, weil er gar keine Miltheilung seinen Bekannten gemacht hat, in welcher unglücklichen Lage er sich befindet. Wie dem auch sei, jedenfalls ist seine Lage hoffnungslos, da ein Zeuge schon genügend ist, um ihn zum Tode zu verurtheilen. Er befindet sich im Gefängniß in Lingminster und wenn seine Freunde nun nicht alles thun, um ihn zu retten, so ist er verloren, denn Mr. Merriton war thätig genug, ihn zu verderben. Es ist unerhört, daß Jemand von so edler Geburt unschuldig eine so entehrende Strafe leiden soll, denn wenn ihn nicht der Tod trifft, so schicken sie ihn auf Galeeren, und dies alles geschieht, weil ein Straßenräuber einen unglücklichen Menschen getöbtet hat. Ich beklage es, Dir so traurige Nachrichten senden zu müssen, Du würdest mir aber nach meinem Dafürhalten niemals verzeihen, wenn ich es Dir nicht mittheilte. In aufrichtiger Betrübniß Deine Anna Norword." Erhielt jemals eine liebende Frau einen so unglückseligen Brief? Ich mußte mich selbst anklagen, schuld an der Gefahr des geliebten Mannes zu sein- mag kein anderes menschliches Wesen jemals daS durchzumachen haben, was ich damals fühlte! Sein Leben, da- mir so theuer war, und die Ehre seines Namens, die sein hochgesinnter Geist höher hielt als sein Leben, waren beide gleichmäßig in Gefahr. Er bewahrte Stillschweigen und opferte sein Leben, um mich nicht der Verleumdung preiszugeben- nun mußte ich alles thun, was in meinen Kräften stand, um ihn zu retten und wenn mich auch feine Verachtung und fein Zorn treffen sollten. In aller Hast brachen wir nach Lingminster auf. Wir wurden durch manche Hindcrniffe auf dem Wege ausgehalten, so fielen uns Straßenräuber an und verlangten Geld und Kostbarkeiten- meinen beiden Dienern gelang es aber, die feigen Gesellen mit ihren Waffen zu vertreiben, und ich athmete auf, als wir endlich Lingminster am Nachmittag des zweiten Tages erreichten. * ♦ ♦ (Fortsetzung folgt.) Petersburg, 31. October. AuS Ltvadia wird gemeldet: Professor Sacharjin glaubt, die Entzündung der Lunge deö Czaren sei durch geronnenes Blut entstanden, welches in die Lunge gelangte. Die einzige Hoffnung bestehe in all- maliger Aufsaugung dieses Blutes. Der Czar vermag seine Umgebung nicht mehr zu erkennen. — Am Samstag erwartet man das Eintreffen des Prinzen und der Prinzessin von Wales. Petersburg, 31. October. In der Jsaak-Kirche wird heute Nachmittag ein großer Bittgottesdienst für die Errettung des Czaren abgehalten. Petersburg, 31. October. Die ganze Stadt steht völlig unter dem Eindrücke der Meldungen, welche über die Verschlimmerung des Befindens des Czaren aus Ltvadia eintreffen. Mit größter Spannung werden die spärlich einlaufenden ärztlichen Bulletins erwartet. Alle Nachrichten lauten dahin, daß der Kaiser schwerlich den heutigen Tag überleben werde. — Die Vermählung des Großsürsten-Thron- folger- dürfte bis nach dem Ableben des Czaren verschoben werden. Petersburg, 31. October. In den letzten Tagen wurden hier und in Charkow mehrere Verhaftungen von Studenten und Offizieren, die nihilistischer Umtriebe verdächtig waren, sowie zahlreiche Haussuchungen vorgenommen, wobei man viele Aufrufe aufrührerischen Inhalts entdeckte. Petersburg, 31. October. Das letzte, heute Mittag auSgegebcne Bulletin über das Befinden des Czaren lautet etwas beruhigender. Odessa, 31. October. Die Nachrichten auS Ltvadia lauten höchst ungünstig. Hohe Persönlichkeiten versicherten, die Katastrophe sei stündlich zu erwarten. Alle Aerzte sind seit gestern Morgen ununterbrochen am Krankenbette des Czaren versammelt. Der Staatsrath Hirsch äußerte, nur durch ein Wunder könne das Leben fdeS Kaisers noch kurze Zeit erhalten bleiben. CocoUs ttttö -provinjictU» Gießen, den 1. November 1894. ** Freisinniger Verein. In der am DienStag Abend ftattgefundenen Generalversammlung des freisinnigen Vereins mußte der 1. Punkt: Berichterstattung über den Eisenacher Parteitag, von der Tagesordnung abgesetzt werden, da leider die Herren Referenten in letzter Stunde durch Berufsgeschäfte verhindert waren. — Einer Aufforderung der Centralleitung entsprechend, sollen sich die Wahlketse zu Bezirksverbändcu zusammenschließen, um in gemeinsamer Thätigkeit die Parteiinteressen zu fördern. In heutiger Sitzung fand ein Statutentwurf ungetheilte Annahme, welcher einer demnächst nach Gießen einzuberusenden Vertrauenümauner-Versammlung als Grundlage zur Gründung eines Oberhessischen Bezirksverbandes der Freisinnigen Volköpartet vorgelegt werden soll. In der darauf stattfindenden Vorstandswahl wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Am Dienstag den 6. November soll eine außerordentliche General-Versammlung stattftnden, in welcher das Referat über den Parteitag in Eisenach erstattet wird. ** UniversitätS-Reit-Jnstltut. Herr Stallmeister Max Creutzburg auS Woltershausen bei Gotha will es unternehmen, auch ohne den früher bewilligten StaatSzuschuß ein Reit-Institut in unserer Universitätsstadt zu unterhalten und hofft, daß sein Unternehmen von den interessirten Kreisen rege unterstützt wird. Ä W •* Selbstmord. Nach viertägiger Verhandlung wurde gestern Abend von hiesiger Strafkammer das Urthetl gegen stud. T. und Knecht W. wegen Vergehen gegen § 175 des Str. G.'B. verkündet. T. wurde zu 7 Monaten und W. zu 6 Monaten unter Anrechnung von 3 Monaten Untersuchnngs- hast verurtheilt, auch die sofortige Verhaftung des T. ausgesprochen. Nachdem der Gerichtsdiener Letzteren absühren wollte, entsprang T. im Hose des Iustizgebäudes nach der Straße und, verfolgt von mehreren Personen, erschoß er sich mittels eines Revolvers an einer Laterne vor der Zipp'schen ' Restauration durch einen Schuß in den Mund. Die Leiche 1 wurde alsbald nach dem Friedhof verbracht. ** Die Einführung einer Hessischen Staats-Klaffen Lotterie wurde neuerdings und wiederholt in der Zweiten Kammer ; beantragt, diesmal von 13 Abgeordneten. Die Berichterstattung und Verhandlung darüber steht noch aus, Resereut ist Abgeordneter Schröder. Inzwischen hat baß Bankhaus Merzbach in Offenbach in einer Vorstellung an die Regierung gebeten, im Falle der Einführung einer Staats- Klassen-Lotterie mit ihm in nähere Verhandlung ein« zutreten wegen Übertragung der Ausführung solchen Unternehmens. Zur Begründung des Gesuches wird ausgeführt, in den letzten sechs Jahren seien die im deutschen Reich bestehenden Klaffen-Lotterien von Preußen, Sachsen, Mecklenburg, Hamburg und Braunschweig von 391,000 auf 607,000 Loose gesteigert worden und Lübeck und Ungarn beabsichtigten die Einführung einer Klassen-Lotterie. Die Bedenken, die seither auS Gründen der Moral gegen die Einführung einer StaatS-Klasscn-Lotterie geltend gemacht worden, dürften bei den neuen Verhandlungen im preußischen Abgeordnetenhause vom RegierungStische auS eine zutreffende Beleuchtung gefunden haben. Auch habe das Reich selbst von den bestehenden Klassen-Lotterien erhebliche Steuereinnahmen (10 pCt. ber Loose) und durch das Reich verwende auch Hessen die Lotterie zu seinem Nutzen. Die Bedürfnisse der Einzelstaaten seien im Wachsen, ohne daß die directe Besteuerung in gleicher Weise gesteigert werden könne. Eine StaatS- Klassen-Lotterie könne hier helfen, zumal viele Hessen heute ihr Geld in auswärtige Lotterien trügen. Daun wird schon für daö erste Jahr der Lotterie ein Reingewinn von 500,000 Mark in Aussicht gestellt, der nach wenigen Jahren biS zu 2 Millionen Mark jährlich sich steigere. Dies die Darlegung intessirter Kreise für Einführung einer Staats- Klassen.Lolterie im Großherzogthum Hessen. Die Regierung steht, wie früher, auf einem ablehnenden Standpunkte. Ob die Mehrheit der Zweiten Kammer noch den gleichen Standpunkt — er war ebenfalls ablehnend — einnimmt, bleibt abzuwarten. -6. Neu Ulrichstein, 1. November. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro October 1894. Ende October 1894 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 51 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Großherzogthum Hessen 9, Regierungsbezirk Kassel 7, Regierungs- bezirk Wiesbaden 2. Königreich Preußen: Provinz Rhein- laude 4, Provinz Westfalen 2, Provinz Sachsen 5, Provinz Hannover 1, Provinz Brandenburg 1, Provinz Schlesien 2, Provinz Posen 1, Provinz Pommern 1. Königreich Bayern 4, Königreich Sachsen 3; Großherzogthum Baden 2; Thüringische Staaten 3; Freie Stadt Hamburg 1; Reichslande 1. Ausland: Böhmen 1, Schweiz 1. Hiervon waren: Anstreicher 2, Arbeiter 19, Bäcker 2, Brauer 1, Färber 1, Gärtner 1, Graveur 1, Kaufmann 3, Kupferschmied 1, Maurer 2, Metzger 1, Maschinenschlosser 2, Bauschlosser 1, Porteseuillearbeiter 1, Schneider 5, Schreiber 1, Schreiner 2, Schuhmacher 2, Tüncher 1, Zimmermann 2. Gearbeitet wurde an 1092 Tagen, hierunter 23 Tage für fremde Rechnung. Verpflegt hat die Colonie an 1206 Tagen. Im Monat October wurden entlassen 15 Manu, und zwar in Stellung 1, auf eigenen Wunsch 5, zum Militär 2, wegen Arbeitsunfähigkeit 1, wegen schlechten Betragens 1, wegen Contractbruchs 5. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2630, dagegen abgegangen im Ganzen 2579 Mann, bleibt Bestand am 31. October: 51 Mann. A AuS dem Ohmlhal, 31. October. Ein gestern Nachmittag niedergegangener wolkenbruchartigerRegen, der sehr lange anhielt, verursachte abermals im Thale ein Hochwasser, das an Ausdehnung und Stärke noch; daß letztere übertraf. Wiederum ist die Ohm und ihre Nebenbäche über ihre Ufer getreten, das Wiesenthal unter Wasser setzend. In bin Ortschaften des Thales, besonders in denjenigen mit hochgelegenen Mühlgräben, kam das Wasser in Strömen über die Ortöstraßen gefluthet, diese unpassirbar machend und in die tiefgelegenen Ställe und Scheunen dringend. Die Abzugskanäle, Brücken und Gossen vermochten die Wassermassen nicht zu fassen, diese überschwemmten die Straßen und drangen in die Hofraithen. Im Felde hat das Wasser an abschüssigen Stellen den Ackerboden ausgerissen und fürt- geschwemmt, den übrigen wiederum zum Versinken aufgeweicht. Ein solches Maß von Niederschlägen erlebt zu haben, wissen sich thatsächlich die ältesten Leute nicht zu erinnern. § AuS dem Kreise Alsfeld, 31. October. Die Erd- gcwächse ober Hackf rüchte sinb nun biß auf wenige Ausnahmen unter unsäglicher Mühe unb Arbeit aus dem nassen Erdboden gebracht worden. Trotz des „Wasser- jahrgangeS" sind dieselben ganz vortrefflich gediehen unb Haden ben reichsten Ertrag geliefert. Schon bei den Kartoffeln ist es auffallend, daß dieselben trotz der Nässe so mehlreich geworden sind. Jedenfalls liegt hiervon die Ursache in der vorjährigen Dürre, welche den Boden ungewöhnlich tief austrocknete. Dickwurz und Kohlrabi, gelbe unb weiße Rüben hat es nicht nur in Menge, fonbern auch in riesigen Exemplaren gegeben. Ganz besonders aber haben Kraut unb Wirsing vorzügliche Resultate ergeben. Die Leute vermochten vielfach baß Kraut nicht alle in ble Bottiche zu machen. Dabei gehörten Kohlhäupter biß zu 10 Pfund Gewicht nicht zur Seltenheit.^ Dieses vortreffliche Ergebniß der Hackfrüchte ist für die Küche tote für baß Vieh von gleich großem Segen, indem eß die Lücken im Wintervorrathe mehr wie ergänzt. Selten hat man in unseren Gegenden die Zwiebeln, die meist aus der Wetterau durch Zwiebelhändler hierher gebracht werden, so billig gekauft, wie Heuer. Im Einzelnen ersteht man baß Pfunb zu 5 unb 4 Pfennig, im Gentner zu 3 Mark. Sie müssen mithin gleich allen anderen Erd- gewächsen gut gediehen fein. Darmstadt, 31. October. Die neue evangelische Johanne ö k i r ch e im Nordwestviertel wurde heute Vormittag 10 Uhr in Gegenwart Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin, Ihrer Königl. Hoheit Prinzessin Heinrich, Ihrer Großh. Hoheit Prinzessin Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Wilhelm und I. Durch!, der Prinzessin Battenberg, sowie der Spitzen der Civil- und Militärbehörden feierlich ein- geweiht. Mainz, 31.October. Geheimrath Hesse, der Vorstand deß KreisgesundhcitSamtS, ist hier gestorben. A Mainz, 31. October. Die Mainz schon zwei Jahre in Aufregung haltende Frage der Errichtung eines Heine- D en km als hier hat in der heute Abend stattgefundenen Sitzung der hiesigen Stadtverordnetenversammlung nach vielfachen Vertagungen endlich ihre definitive Erledigung gesunden. Da die Frage sattsam i» der öffentlichen Dlßcusston besprochen war, hatten sich die verschiedenen Parteien, um die Gerniither nicht nochmals unnötiger Weise zu erhitzen, dahin geeinigt, den Antrag der ästhetischen Commission, einen öffentlichen Platz der Stadt zur Errichtung eines Heiuc-DeukmalS der betreffenden Commission zur Verfügung zu stellen, ohne Debatte in namentlicher Abstimmung sofort zur Entscheidung zu bringen. Daß Resultat dieser Abstimmung war, daß 23 Stadtverordnete gegen und 13 Stadtverordnete für die Errichtung eines Heine-Denkmals botirten. Außer den Mitgliedern der CeutrumSpartei stimmten, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, Mitglieder aller Parteien gegen ble Denk- malSerrlchtung. Geh. Commerzlenrath St. C. Michel — hervorragendes Mitglied der nationalliberalen Partei — gab für sein ablehnendes Votum die Erklärung zu Protocoll, baß er bebhalb gegen ble Denkmals-Errichtung fei, weil Heine in keinerlei Beziehung zu Mainz stehe unb ein großer Thell der hiesigen Bevölkerung sich ablehnend zu der Frage aus- ? gesprochen habe. Vermischtes * Fulda. 31. October. Zwischen Stcpserhausen v. b. Rhön unb Bettenhausen würbe der Viehhändler Nußbaumer im Bettenhausener Walde ermordet und betäubt aus- gesunden. * Berlin, 31. October. Anläßlich der Heberfiebelung des Grafen Caprivi sind, wie die „B. N. N." berichten, fast alle bedeutenden Möbeltransportgeschäfte Berlins arg mystlficirt worden. Das MöbeltranSportgeschäft von Meyer in der Dorotheenstraße erhielt eine Postkarte des Inhalts, baß Geschäft möge am Freitag um 6 Uhr zwei gepolsterte Möbelwagen zum Reichskanzlerpalais senden, um Möbel, Koffer usw. zum Lager zu nehmen. Unterzeichnet war die Karte mit Ebm., was auf den Abjutanten bes bisherigen Reichskanzlers schließen liefe. AlS ble Firma zur festgesetzten Stunbe mit ben Wagen auffuhr, fanb sich nach unb nach eine große Anzahl von Möbelwagen von anbern Firmen ein, bie die gleiche Aufforberung erhalten hatten. Die Karten würben von ben Dienern eingefordert unb bem Major Ebmeyer übergeben, ber ble Polizei benachrichtigte, um bie Ermittelung bes Urhebers herbeizuführen. * Berlin, 31. October. Zu ber nächsten Wanderausstellung der deutschen Landwirthschafts- gesellschaft, die in Köln stattfindet, sind an Preisen bis jetzt 89,435 Mark unb 270 Preismünzen ausgesetzt, unb zwar für Pferde 18 550 Mark unb 8 Preismünzen, für Rinbvieh 26,150 Mark, für Schafe 6120 Mark, für Schweine 6505 Maik, für Ziegen 985 Mark, für Geflügel unb Kaninchen 1500 Mark, für landwirthschaftliche Erzeugnisse 22,725 Mark unb 131 Preismünzen. * Wanzleben, Regierungsbezirk Magbeburg, 27. October. Das im hiesigen Kreise liegenbe herzoglich braunschweigische Staatsgut Unseburg ist, als es jüngst auf achtzehn Jahre neu verpachtet würbe, von 48000 Mk. bisheriger Jahrespacht bis auf 92 000 Mk. hinaufgetrieben worden, also fast auf baß Doppelte. * Amberg, 30. October. Wie ber hiesigen Volkszeitung aus Wiesau gemelbet wirb, herrschte in ber Gemeinbe Fuchsmühl, bie einen Procetz gegen ben Freiherrn v. Zoller wegen ihrer Waldrechte verloren hatte, große Erregung, sodaß 200 mit Aexten unb Sägen bewaffnete Leute bie Waldungen des Herrn von Zoller verwüsteten unb viel Holz wegschleppten. Da bie Gendarmerie zur Unterdrückung ber Ausschreitungen nicht ausreichte, würbe telegraphisch Militär bestellt, bas heute 50 Mann stark in Wiesau eintraf. Wie bie Amberger Zeitung weiter melbet, hat baß Militär bie walbverwüstenben Bauern vertrieben. Zwei ber letztem sinb infolge ber erhaltenen Bajonettwunden. । gestorben. * Fiume, 31. October. Der ungarische Dampfer j „Benetia" stieß verflossene Nacht bei ben BrioniS-Jnseln in '• ber Nähe von Pola mit bem österreichischen Dampfer „Arrigo" I9 zusammen. Der Kessel des „Arrlgo" explodlrte und daß Schiss ging unter; die Mannschaft wurde gerettet. * Joeukoepiug, 31. October. Während eines starken | Sturmes brach in ber nahe bei ber Stabt gelegenen Irren- anstatt Feuer aus, welches sich mit großer Schnelligkeit verbreitete. Fünfzehn Irrsinnige verbrannten unb nur drei konnten gerettet werben. Literatur unfc Aurrst. — Man kann ber bekannten Halbmonatsschrift »AuS fremdere ' Zungen" (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) den Ruhm nicht flreltig machen, daß sie ben Tagesereignissen, soweit eS einem Unterhaltungsblatt Überhaupt möglich ist, aufmerksam und verständnttzvoll folgt. Nachdem sie erst vor Kurzem eine sehr ansprechende und poetische Original-Novelle aus bem Koreanischen, „Lenzesduft", gebracht hat. veröffentlicht sie in ihrem neuesten Heft eine Erzählung i aus bem Chinesischen, „Tschin-fung' von Pu-Leu-Tschou, in einer i Uebersetzung des chinesischen Gesandtschafts-Dolmetschers Li-Te-Shun | in Berlin. Die eine wie die andere gibt interessante und belehrende x Einblicke in eine fremdartige Cultur, die nach den Ereignissen in Ü Östasten Jeder gerne kennen lernt. Schiffsnachrichten. — Der Poftdampfer „Noordland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 30. October wohlbehalten in Newyork angekommen. 11-,. ■■ 1 . 1 ■■ "■ .-.!.!■■■ 1 Verkehr, Land- rrnd VoLkswirchschaft. Limdnrg, 31. October. Fruchtmarkt. Rother Wetzen A 11.50, weißer Weizen A 11.40, Korn A 8.75, Gerste 7.00, Hafer A 5 30. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 3. November. Vorabend 4" Uhr, Morgens 9™ Uhr, Nachmittags Uhr, Sabbathausgang 5" Uhr- Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Freitag Abend 4°o Ubr, SamStag Vormittag 8" Uhr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 540 Uhr. Verein für jüdische Geschichte und Literatur t Wetzsteingasse 8, Nachmittags 3 Uhr. 7737 witterrrngsarrssichten am 1. November Morgens 8 Uhr (Wetterhäuschen in der ©übanlage). «mo.rkung: Die punktirte Linie Sei brr varomrinscal- gibt den Stand bei vorhergehenden Tages an. Barometerstand Thermometer» min. — 2° R., max. 4- Va° U. Hygrometer: Trocken und schön. ■Lri S Pr. Kderweißer 8973 frisch angekommen. 8956 Hoffmann. 8952] Koch. 8962 8959 unter Einkaufspreis. to ver sofort zu vermiethen. 8027 8977 vermiethen. Asterweg 6. Grünbergerstratze 21. 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Die Direction des Spar- und Leihkasft-Vereins. Grüneberg. Holzverkauf. In dem Stadtwalde von Grünberg sollen auf dem Submissionswege ca. 100 fm Fichten - Bau- und Schnittholz, von 14—35 cm mittl. Durchm., bis zu 20 m Länge, ca. 120 fm Kiefern - Bauholz, von 14—25 cm mittl. Durchm., bis zu 18 m Länge und ca. 100 fm Eichen-Gruben- und Schwellenholz von 10—30 cm mittl. Durchm., bis zu 10 m Länge vergeben werden. Kaufliebhaber wollen ihre verschlossenen Angebote pro Festmeter bis zum 14. November l. I., Vormittags 10 Uhr, aus unterzeichneter Stelle mit der Aufschrift „Angebote für Holz im Submissions weg", jedoch jede Sorte für sich, einreichen. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Büttel. Grünberg, am 31. October 1894. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. Slhklißslh und Cabliau «roße und frische Waare 8048 im Rebstock. Spar- und Leihkaffe Gießen. • Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkasse-Vereins werden zu der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung, welches Freitag, den 30. November 1894, Nachmittags 3 Uhr, in der höheren Mädchenschule (Schillerstraffe) stattfindet, ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Wahl des stellvertretenden Directors. 2. Wahl von Ausschußmitgliedern. 3. Vorlage der vorgkprüften Rechnung für 1893. 4. Erstattung des Rechenschaftsberichts. 5. Bewilligung von Unterstützungen. 6. Errichmng von Pfennig-Sparkassen. 7. Unterbringung scrophulöser Kinder in Bad-Nauheim auf Kosten der Sparkasse. 8. Bewilligung von Prämien an Dienstboten. Gießen, am 30. October 1894. zu 85, 90, 95 u. 100 Pfg. d. 1/2 Pfund. Verkaufsstelle: Gießen Hch. Wallach, Markt. 8 in der Hirschapotbeke, in der Pelikanapothete u. in der Engel' UniversttätSapotheks, sowie in den Drogerien von Benner «. Krumm, von Emil Aifchvach, von Vito Lchaaf und von A. u. G. Wallenfels. 4424 Bekanntmachung. Wer die Holz-Fällungen im Lützel- lindner Markwald für den künftigen Winter übernehmen will, hat seine Forderungen schriftlich, wie in der hier einzusehenden Vergantungsver- Handlung angegeben ist, bis Mittwoch den 7. k. Mts., Vormittags 10 Uhr, in meiner Amts- stube abzugeben, zu welcher Zeit Eröffnung Hierselbst erfolgt. 8958 Gr.-Rechtenbach, 30. Octbr. f894. Das Bürgermeister-Amt. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Schuhmacher Wilhelm Höfeld, geboren 16. September 1867 zu Blofeld, welcher flüchtig ist, ist bie Untersuchungshaft wegen Hausfriedensbruchs verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und von der Verhaftung unverzüglich Nachricht zu geben. Frankfurt a. M., den 27. Oct. 1894. Königl. Staatsanwaltschaft. Beschreibung: Alter: 27 Jahre. Größe: 1,68 m. Statur: mittel. Haare: dunkelblond. Stirn: rund, Augenbrauen: dunkelblond. Augen: grau. Nase: dick. Mund: klein, aufgeworfen. Zähne: gut. Kinn: spitz. Gesicht: gewöhnlich. Gesichtsfarbe : gesund. Sprache deutsch. Besondere Kennzeichen: am linken Arm eine Narbe, und an der rechten Hand ein Anker tätowirt. 8967 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für 1895/96 lieqt vom 3. November d. I. einschließlich acht Tage lang zur Einsicht aller Betheiligten und Entgegennahme etwaiger Einwendungen auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau offen. Burkhardsfelden, am 31. October 1894. Großh. Bürgermeisterei Burkhardsfelden. Kieler MbMiP eingetroffen. 17517 J. IW. Schulhof. Frisch eingetroffen: Ural-Caviar, Elb-Caviar, Kronen-Hummern, Bismarck-Häringe o. Grät., marinirte Häringe, Rollmöpse u. Sardinen i. Pickles, Sardinen i. Oel, Sardellen, Anchovis i. Gl., Appetit-Süds bei 8970 A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21. — Fernfprecher 4g Für Restaurateure wesentliche Preisermäßigung^ Wermometer empfehlen [8964 Liebrichs Nachf. Gebr. Schmidt. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Villiugen für 1895/96 liegt vom 3. November d. I. an acht Tage lang auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau zur Einsicht der Betheiligten offen. Villingen, den 1. November 1894. Großh. Bürgermeisterei Villingen. Versuchen Sie gefl. ^M"den vielfach preisgekrönten-^- von M. Schuster in Bonn Dampf - Coffee - Krelluetei Unübertroffen! als Schönheitsmittel u. zur Hautpflege, zur Bedeckung von Wunden u. In der Kinderstube Lanolin “"Lanolin der Lanollnfabrlk, Martlnikenfelde bei Berlin. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Steinbach für 1895/96 liegt vom 3. November l. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Be- theiligten auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau offen. Steinbach, den 31. October 1894. 1868. Retter s 1893. = Haarwasser = München staatlich geprüft und begutachtet bewährt sich nunmehr WWG seit 25 Jahren •E2Q als unübertroffen zum täglichen Gebrauch statt Oel der Poma11 ij Jewin für Armen-11. KklnikkilpAkge Freitag den 2. November werden unsere Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es Gott gefallen hat, unsere liebe Gattin Medacttonz «. Scheyda. - Druck und Bette« der Brühl',chm Druckerei (Fr. Ehr. vi-Nch) te Gießen. Ein großer Posten Kelerineil- und HoheWllern-Wntel Kleine Anzeigen (Chiffre - Annoncen) ^Lodenmäntel M und ' Lodenjoppen in allen Faxens empfehlen 8582 Louis Treff & Cie. Bereiuszimmer geräumig, ist abzugeben. Näheres in der Expedition d. Bl-________ ________8891 870) Laden mit Logis imWtndecker- fchen Hause am Kreuz sofort ju ver- miethen Pnnoromn Phntnplnstik Neuen Baue l, part. Diese Woche herrliche Reise: 8859 Salzburg 11. Salzkammergut eU. A.: Gmunden, Ischl' herrliche Parthien bet Hallstadt, Gosau-See, Traunfall, Gosingerfall,Wildfallschlucht ______________rc., ferner die Karpathen. 2. 11. A. 8 Obl. 894s 9 U. Einl. z. Brm. 4 Eine Stelle in einem Engros- oder Fabrik« geschäst als Comptortst ober Reisender von tücht- Kaufmann. Offerten unter k. II. an die Exped. d. 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