9en Dom i.gj“? ru erheben. 92'™« bchimnu- '• 53. 1U. 208. J200 5lt stand - Schlosser. icT~ ICH ropas. t 00 Personen faütnb lat». itung. Hellen, Mer und k>ameu. bUX khtt. ler Raffe. en jtäbten Europas mit lime !N U. s. w. März, Nachts ein. äugen 116. März er. le. MV ung lirtdortn. Lieferanten für Hafer, !eeiSangabe erbeten an wrarvstadt._____ gsbank. ien und größten hlt sich zur Der- . sich 1« >A berstraße 2 t!. IN-. tgegenb di- &* ■p&sts» iwÄ*? «gyffU* ye *®t k(t Post - nl«^ 'n *1^ ratenr SW" ,h gefchniaövoll W lNgsvoll ü 6 |W Nr. 5t Ter Siebener -«teiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags Die Gießener AamtlieuSlätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. 1894 Freitag den 2. Mär; Erstes Blatt. Gießener Anzeiger General-Zl'nzeiger. Vierteljähriger x Ahonaemenlsprcirr 2 Mark 2t) Pfg. mir vringerlodn. Durch die Post dezogew 2 Mark 50 Pjg. Redaktion, tfrpfbition und Trnekerei: -chnkstrahe "Sr.T. Aernjprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Giejzen. Gratisbeilage: Gießener Aamikienbkätter 29. Lumda Daubringen 12. Ihren Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nnmmer bis Norm. 10 Uhr 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 52. 53. 54. 55. 13. Dorf-Gill 14. Eberstadl 15. Ettingshausen 16. Garbenleich 17. Gröbelnrod Großen-Buseck Grüningen Harbach Hattenrod Hausen Mainzlar Münster Diuschenheim Ober-Bessingen Ober-Hörgern Odenhausen Oppenrod Saasen Stangenrod Sleinheim Stockhausen _ Trais-Horloff 37. Queckborn 38. Rabertshausen 39. Reinhardshain 40. Reiskirchen 41. Rodheim 42. Rödgen 43. Röthges 44. Ruttershausen Utphe Watzenborn Weickartshain WeiterShain 23. Holzheim 24. Inheiden 25. Klein-Linden 26. Langsdorf 27. Lauter 28. Lmdenstruth 1. Albach 2. Allendorf a. L. 3. Allertshausen 4. Alten-Buseck 5. Bellersheim 6. Beltershain 7. Bersrod 8. Bettenhausen 9. Beuern 10. Birklar 11. Burkhardsfelden 50. Treis a. d. Lumda 51. Trohe Kultur-Ingenieurs Wißmann Einigung dahin erhielt worden, daß die Parzelle Flur V Nr. 657 von dem Unternehmen ganz ausgeschloffen werden soll und die Parzellen Fl. VI, Nr. 608—614 zugezogen bleiben, jedoch nur zur Bezahlung der Hälfte des im übrigen auf die Flächeneinheit entfallenden Kostenantheils herangezogen werden sollen. Die Großh. Obere landwirthschaftliche Behörde hat nunmehr unter Berücksichtigung vorstehenden Uebereinkomnnus dem Unternehmen die in Art. 67 des Bachgesetze» vom 30. Juli 1887 vorgesehene staatliche Genehmigung unter folgenden Bedingungen erteilt: 1. Daß die behelligten Grundeigenthümer, welche in dem offengelegten Verzeichnis; (Anl. B) aufgeführt sind, Mitglieder der Waffergenoffenschast werden; 2. daß das Unternehmen nach dem von Großh. Kultur- Ingenieur Wißmann ausgestellten Plane ausgeführt wird; 3. daß bezüglich der Verkeilung der auf 5800 M. ver- anschlagten Meliorationskosten nach Art. 53 und 68 des Gesetzes vom 30. Juli 1887 (§ 5 des Statut«) verfahren wird. Einwendunaen gegen vorstehenden Beschlun der Grvgh- Oberen landw'rthschaftlichen Behörde sind innerhalb 14 Tag n vom Erlaß dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei Großh. Ministerium des Innern und der Justiz anzubringen. leitet liegt in der Zeit vom 1. bis 14. Marz l. I. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Stemh. m das mit den Bevollmächtigten berathene Genoffenschaftsftoiut zur Einsicht der Betheiligten offen und sind Einwendungen gegen solches innerhalb genannter Frist bei Großh. Bürgermeisterei Sleinheim vorzubringen. Gießen, den 27. Februar 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 27. Februar 1894. B e t r.: Dispensation der Bahnbeviensteten von den Feuerwehrübungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen >u Grstzh. VürgermeMereie» des ftwtUi. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung rubr. Betreffs vom 26. Juli 1893. Kceisdlatt Nr. 175 bringen wir zu Ihrer Kenntniß, daß nach Beifügung des Gr. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 13. Februar l. I diejenigen Bahnarbeiter, welche für den folgenden Tag zum Dienst als Bahnpolizeibeamte (Weichensteller, Bahnwärter ?c.) bestimmt sind, auch bei Ucbungen und Alarmirungen m der diesem Tage vorhergehenden Nacht und an dem deniselben vorhergehenden Tage und ebenso Bahnarbeiter, welche als Bahnpolizeibeamte Nachtdienst hatten, auch bei solchen an dem folgenden Tage gegen entsprechende Bescheinigung der Bahnbchördeu als entschuldigt zu betrachten sind. Sie wollen sich in Zukunft hiernach bemessen. v. Gagern. Alic Annoncen-Bnreaux de« In- und Au-londcS netfhrn Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. ES ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß in Gemeinden die Hessische Feuerwehrzeitung überhaupt nicht oder wenigstens nicht auf Gemeindckosten gehalten wird. Mit Rücksicht auf die Bedeutung der Feuerwehren und die Nothwendigkeit, das Feuerlöschwesen auf zeitgemäße Höhe zu bringen und zu erhalten, müssen wir Ihnen dringend empfehlen, daß diese Zeitung von Ihren Gemeinden gehalten und den Commandanten der Feuerwehren auSgehändigt werde, damit diese mit dem Inhalt sich nicht allein selbst 18. 19. 20. 21. 22. Bekanntmachung, betreffend Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft für die Fluren V und VI der Gemarkung Steinheim. An der für die Fluren V u. VI der Gemarkung Stein- heim beantragten Bildung einer öffentlichen Waffergenoffenschast sind 112 Grundbesitzer mit 22,6917 ha beteiligt. Bei der am 11. October v. I. abgehattenen Berhand- lungStagfahrl hat sich Niemand gegen das Unternehmen erklärt. Einwendungen Dritter gegen das Unternehmen sind nicht erhoben worden. Bezüglich der bei der Verhandlungstagfahrt beantragten Ausschließung der Grundstücke Flur V Nr. 657 und Flur VI gtr. 608—614 ist durch die Verhandlung am 14. d. M1S-. mit den betreffenden Eigenthümern unter Zuziehung des Großh. Bekanntmachmg. Im laufenden Monat kommen zur Erhebung: 1) die birecten Steuern für das 6. Ziel, 2) die Forst- und Feldstrafen der 6. Periode 1893, 3) die Hundesteuer für 1894. Gießen, den 1. März 1894. Großh. Diüricts-Einnehmerei I. Platz. 45. 46. 47. 48. 49. Amtlicher Theil. Gießen, 27. Februar 1894. Betr.: Die Zeitung für Feuerlöschwesen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grostherzoglichen Bürgermeistereien vertraut machen, sondern auch solche den übrigen Führein und den Mitgliedern der Feuerwehr zur Kenntniß bringen und mit diesen besprechen. Wir erwarten, daß Sie in dieser Hmstcht das Ersor- derliche veranlaffen. Der Preis der Zeitung beträgt halbjährlich 2.50. v. Gagern. Feuilleton. Zwei Feinde. Von Theo Seel mann. (4. Fortsetzung.) „Mein Name ist Burwig," begann der Fremde. „Ich komme von Paris und habe das Unglück gehabt, daß mein Wagen in den Chausseegraben gerathen ist. Würden Sie die Güte besitzen und mir ein anderes Gefährt zur Verfügung stellen, das mich bis zum nächsten Dorf bringen kann?" Der Hofmeister bat ihn einige Augenblicke zu entschuldigen, da er erst die Crlaubniß seiner jungen Herrin einholen müsse. Nach kurzer Zeit erschien er wieder. Die Gräfin laffe ihr Bedauern darüber ausdrücken, daß sie wegen der vorgerückten Stunde nicht in der Lage sei, den Reisenden selbst zu em- p angen. Sein Wunsch um Stellung eines Wagens solle sofort erfüllt werden, doch mache sie ihn daraus aufmerksam, daß das nächste, eine halbe Stunde entfernte Dorf Riemecourt einen Gasthof besitze, der zur Ausnahme eines Reisenden kaum geeignet sei. Sie lade ihn deßhalb ein, die Nacht in einem der Fremdenzimmer des Schlosses zu verbringen und am nächsten Morgen den Schaden an seinem Wagen durch die Handwerker des Dorfes ausbessern zu taffen. Der junge Kaufmann ward durch das unverhoffte Anerbieten auf daS Angenehmste berührt. Er erklärte sich sofort bereit, die Einladung mit Dank anzunehmen und bat nur um die Herbeischaffung seines Gepäcks. Der Hofmeister führte ibn in ein traulich auSgestattetes Zimmer des Schloßflügels, wo daS im Kamin flackernde Feuer eine behagliche Wärme ouSströmte. Der junge Mann hatte kaum in dem kleinen Gemach Umschau gehalten, als auch schon ein Diener eintrat und ihm einen stärkenden Imbiß vorletzte. Eine halbe Stunde später wurde ihm gemeldet, daß sein Gepäck im Schlöffe eingetroffen sei. „DaS hat noch einmal ein gutes Ende genommen, Georg Harwegk, genannt Burwig," redete sich der junge Mann mit einem leisen Lächeln um den Mund selbst an und ließ sich ermüdet auf den Divan nieder, der in der Nähe des Kamins ausgestellt war. Georgs Mienen spiegelten deutlich die Zufriedenheit feines Innern wieder. Wenn auch durch das unerwartet schnelle Eimücken Napoleons in Paris sein dortiger Aufenthalt früher, als er erwartet chatte, abgebrochen worden war, so konnte er doch mit den Ergebnissen seiner Beobachtungen zufrieden sein. Die Berichte, in denen er seine Wahrnehmungen niedergeschrieben hatte, machten ein stattliches Bündel aus, das er in einem feiner Koffer unter den verschiedenen Waarenproben verborgen hielt. In vier Togen hoffte er die preußische Grenze wieder zu erreichen. Schon sah er sich im Geiste vor seinem Oberst stehen und ihm die Schriststücke überreichen. Die Strapatzen der Reise machten ihre Rechte geltend. Erst widerwillig und nur für den Augenblick schloß Georg die müden Augen, aber dann öffnete er sie immer seltener und seltener und schließlich sank der Kopf matt auf die Schulter. Wohl mehr als zwei Stunden mochte der Schläfer geruht haben, als er erschreckt von seinem Sitze aufsprang. Em heftiger Lärm wie von schreienden Männern hatte ihn aus dem Schlafe geweckt. Ehe er sich noch über die Natur des Geräusches vergewiffern konnte, wurde auch schon die Thür seines Zimmers aufgeriffen und herein drang eine Schaar bewaffneter Bauern. An ihrer Spitze stand ein älterer Mann, der eine brei- farbige Schärpe um den Leib geschlungen hatte. „Kraft meines Amte« als Maire des Dorfes Riemecourt," begann er, „verhafte ick Sie im Namen des Kaisers. Sie haben sich als Kaufmann abgegeben, der in Geschäften Frankreich bereist. Durch den Sturz Ihres Wagens aber ist Ihr wahrer Stand entdeckt worden. Bei diesem Unfall wurde einer Ihrer Koffer zertrümmert und unter den Waarenproben diese Schriftstücke vorgefunden." Der Maire hatte b:i diesen Worten Georgs Berichte aus der Brusttasche gezogen und sie dem Urberraschten triumphirend entgegengehalten. „Der Hofmeister," fuhr der Maire fort, „verstand a'.s Elsässer von Ihrer Sprache genug, um den Inhalt der Papiere zu erkennen. Er hat von seiner Entdeckung der Gräfin d'Ärvillac sofort Mittheilung gemacht und diese hat uns sogleich zu sich entboten und unS Ihre Seridre vorgetragen. Auf ihre Beranlaffung stehe ich vor Ihnen. Sie sind durch Ihre Schriftstücke der Spionage überführt. Wie Sie toiffen werden, hat der Kaiser feit drei Tagen in ganz Frankreich das Standrecht angeorbnet. Der Gemeinde- Vorstand des Dorfes Riemecourt wird daher noch in dieser Nacht zusammentreten und über Ihr Vergehen den Beschluß saffen, aus dem der Kaiser die Tiefe unserer Ergebenheit erkennen soll. Bis zur Verkündung des Urtheils werden S t durch einen Posten bewacht werden." Noch ehe Georg ein Wort der Erwiderung thun konnte, hatte der Maire mit feiner Begleitung das Zimmer verlassen und gleich darauf kreischte der Schlüffel im Schloß der Thür. Dumpf erklangen die Schritte deS aus- und abgehenden Wachtpostens. Durch die Plötzlichkeit der erlebten Scene überrascht, sank Georg wie betäubt auf einen Stuhl und vergrub daS Gesicht in den Händen. Gefangen! Gefangen so nahe vor dem Ziele! Der junge Offizier war sich der Gefährlichkeit seiner Lage wohl bewußt. Er kannte den Erlaß Napoleons, nach dem alle der Spionage verdächtigen Personen von derjenigen Behörde, in deren Bezirk sie ergriffen wurden, sofort ab geurteilt und, wenn überführt, mit dem Tode bestraft werden sollten. Bei der leidenschaftlichen Erregung, die alle Schichten des Volkes durchdrungen hatte, war an Schonung nicht zu denken. Doll dumpfer Verzweiflung starrte Georg v. Harwegk vor sich hin, während langsam Stunde auf Stunde verrann. Die Uhr des Schlosses hatte eben die zwölfte Stunde verkündet, als ihn ein Geräusch vor der Thür aufhorchen ließ. Er vernahm deutlich, wie eine weichere Stimme mit der rauheren des Wächters abwechselte. (Fortsetzung folgt.) Die bisherigen Beschlüsse der Steuer- eommisfion des Reichstages. Die große Steuercommission des Reichstages hat bekanntlich vor einigen Tagen denjenigen Theil ihrer Arbeiten, welcher der Berathung der Börsen- und der Lotterieloossteuer galt, zum Abschluß gebracht; vom nächsten Montag ab tritt dann die Commission in die Erörterung der QuittungS-, Frachtbrief- und Checkstempelsteuer ein. Vermuthlich werden sich die letzteren Debatten sehr langwierig gestalten und es dürfte daher angezeigt sein, einen Rückblick auf die hauptsächlichsten bisherigen Commissionsbeschlüsse zu werfen, dies um so mehr, als höchst wahrscheinlich der Commissionsbericht über die Börsen- und Lotterieloossteuer gesondert von demjenigen über die Quittungssteuer u. s. w. an das Plenum gelangen wird. Was zunächst die Börsensteuer anbetrifft, so sind die in Börsenkreisen vielfach gehegten Befürchtungen, daß die Commissionsverhandlungen eine erhebliche Verschärfung der Regierungsvorlage ergeben würden, im Allgemeinen nicht eingetroffen. Allerdings war bei der ersten Lesung der Stempel auf ausländische Renten- und Schuldverschreibungen von 6 auf 8 pro Tausend erhöht worden, bei der zweiten Lesung wurde jedoch dieser Beschluß umgestoßen und beliebte die Commission die Wiederherstellung der Regierungsfassung, es verbleibt also bei einer Besteuerung der ausländischen Rententitel und Obligationen mit 6 vom Tausend. Dagegen hat die Commission die Bestimmung der Regierungsvorlage, wo- nach Schuldverschreibungen der inländischen Communen mit 2 vom Tausend besteuert werden sollen, dahin abgeändert, daß die gedachten Effecten einer Besteuerung von nur 1 pro Mille zu unterliegen haben. Den Bestimmungen des Regierungsentwurfes hinsichtlich der Stempelpflicht ausländischer Werthpapiere sind in der Commission noch verschiedene Vorschriften in Betreff der Aushändigung solcher Papiere im Jnlande hinzugefügt worden. Die Befreiungen vom Actienstempel sind durch die Commissionsbeschlüsse dahin erweitert worden, daß die Actten solcher Actiengesellschaften, welche nach der Entscheidung des Bundesrathes gemeinnützigen Zwecken dienen und deren Veranstaltungen für die minder begüterten Volksklassen bestimmt' sind, vom Stempel befreit sein sollen. Daneben hat die Commission noch eine Reihe weiterer Aenderungen der Bestimmungen des Regierungsentwurfes hinsichtlich der Börsengeschäfte vorgenommen, welche Aenderungen indessen thetls nur redactioneller Natur sind, theils lediglich für den Fachmann Interesse besitzen. Im Großen und Ganzen sind also von der Commission keine sehr einschneidenden Eingriffe an der Börsensteuer Vorlage der verbündeten Regierungen gemacht worden. Namentlich sind die Versuche, die Börsengeschäfte noch ausgiebiger zu besteuern, als dies schon in dem Regierungsentwurfe geschehen ist, gescheitert, obwohl die Börse hie und da noch eine kleine Mehrbelastung ganz gut hätte vertragen können, ohne in ihrem Lebensnerv getroffen zu werden. Jedenfalls hat aber die Commission der weiteren Plenarbehandlung der neuen Börsensteuer-Vorlage tüchtig vorgearbeitet, es steht deshalb zu erwarten, daß die zweite Plenar-Lesung der Börsensteuer sich glatt und rasch abwickeln wird und daß es hierbei vorwiegend bei den Commissionsbeschlüssen verbleibt. Auch der von der Lotterieloossteuer handelnde Theil der Novelle zum Stempelabgabengesetz ist in seinem Kernpunkte durch die Commissionsverhandlungen unberührt geblieben, es wird demnach künftig der Stempel auf Loose öffentlicher Lotterien, wie sonstiger öffentlicher Ausspielungen van Geldoder anderen Gewinnen 10 Procent betragen. Dagegen hat die Commission den ursprünglichen Bestimmungen über die neue Loossteuer einen bemerkenswerthen Zusatz hinzugefügt, der die Besteuerung auch der Wetteinsätze bei öffentlichen Pferderennen und ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen mit ebenfalls 10 vom Hundert ausspricht. Hoffentlich wird das Reichslagsplenum diesen Zusatz beibehalten, denn eine Besteuerung speciell des Totalisatorspiels rechtfertigt sich aus verschiedenen Gründen und muß man sich eigentlich billig wundern, daß diese Art des Glückspiels bislang noch mit keinerlei Steuer belastet gewesen ist. Deutscher Reichstag. 59. Sitzung. Mittwoch den 28. Februar 1894. Die erste Berathung des russischen Handelsvertrages nebst den Anträgen v. Kardo rff (gleichende Skala) wird fortgesetzt. Abg. Richter (Fr. V.): Herr von Bennigsen hat gestern angedeutet, daß er wohl nicht mehr lange politisch thättg sein werde. Nur das erklärt, daß er in der jetzigen politischen Lage Angriffe gegen die Linke richtete, die doch hier auf Setten der Regierung steht. Er machte uns zum Vorwurs, gegen die Retchsverfassung gestimmt zu haben. Aber wir haben damals nur gegen die Verfassung gestimmt, weil wir dem Volke ein weniger bescheidenes Maß von politischen Rechten zuwenden wollten. Fürst Bismarck hat ja auch späterhin eingestanden, daß er einer entschlossenen Opposition mehr bewilligt haben würde. Sie rühmen das preußische Junkerthum, weil Sie es nicht so kennen gelernt haben, wie wir. Sie konnten es nicht kennen, weil bei Ihnen der eiserne Besen am Anfänge des Jahrhunderts mehr aufgeräumt hatte, als bei uns! (Sehr richtig!) Die gestrige Rede v. Bennigsens mar nicht geeignet, den Uebermuth des Junkerthums zu schwächen. Wir unterstützen, wie stets, so auch hier, die Regierung aus sachlichen Gründen. Die Nattonalltberalen dagegen wissen nicht einmal, wie sie stimmen werden, die Einen für, die Anderen gegen dm Antrag und ein dritter Theil wird wohl die frische Luft draußen vorziehen. (Heiterkeit!) Diese Spaltung in seiner Partei ist gerade die Schuld des Herrn v. Bennigsen; er hat immer Fractionssreiheit in Wtrthschaftsfragen proclamirt. Die Jnteressen- poltttk hat unter nattonalliberaler Wirkung immer mehr überwuchert, so daß gar mancher nationalltberale Abgeordnete die Kette des imperativen Mandats hinter sich her schleift. (Lebhafter Beifall). Sie möchten gern für den Handelsvertrag stimmen, aber Massa Agrarier will es anders! (Beifall links!) Wenn so wichtige Interessen auf dem Spiele stehen wie bet diesem Vertrage, wie kann man da von Eompensationen sprechen. Giebt es denn ein Recht auf Kornzölle? Herr v. Bennigsen verlangt Aushebung der Staffeltarife. Der Standpunkt, der sich der Staffeltarife wegen dem russischm Vertrage widersetzt, ist so particulartsttsch, wie nur irgend einer seit 60 Jahren. Und gerade der Begründer des Nationalvereins muß sich zum Vertreter dieses öden Particulactsmus machen! Die Aufhebung des Identitätsnachweises compenflrt die der Staffeltarife nicht. Es ist noch sehr fraglich, ob wir England und Scandtnavien als Absatzgebiet wtedergewinnen. Es ist ein Sprung ins Dunkle. Graf Mirbach meint, mit Ablehnung des Vertrags würden wir höchstens den Bezug von russischem Eaviar verlieren. Es ist bezeichnend, daß die Herren die Bedeutung eines Handelsvertrags nur nach dem Frühstücksttsch beurtheilen. (Beifall links.) Ebenso beurteilen dieselben Herren ja freilich den Handel nur nach den Gepflogenheiten des Pserdehandels. (Heiterkeit.) Herr König schloß gestern seine Rede: Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles freudig setzt an ibre Ehre! Er hätte nach seinem Standpunkte richtiger sagen müssen: Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alles freudig setzt an — 1 Mk. 50 Pf. Differentialzoll! (Heiterkeit!) Gras Kunitz will kurze Verträge. Die Folgen davon kann er jetzt in der Drodnote Rußlands an Frankreich wegen des Getreidezolles sehen, v. Bennigsen bedauerte, daß der Bund der Landwtrthe so spät ins Leben getreten sei. Aber eine Organisation haben die Landwtrthe langst in ihren Vereinen gehabt. Der Bund ist eine Mißgeburt, ein Gemisch von brutalem Eigensinn und junkerlicher Anmaßung. Aber wir haben immerhin dem Bunde zu danken, daß sein Lärm den Russen imponirt hat, daß man sich von dm Landräihm mehr emancipirt und daß ein Keil zwischen Industrie und Landwirthschaft getrieben wurde. Letzteres Verdienst werde ich dem Bund der Land- wirthe nie vergessen. (Heiterkeit.) Graf Mirbach sagte, im Falle der Auflösung des Reichstags würde im Osten auch die Bekämpfung der Jndustriezölle erwogen werden. Weshalb da noch warten? Wir sind gern bereit, sofort mit Ihnen Hand in Hand die Jndustriezölle zu bekämpfen. (Heiterkeit.) v. Bennigsen meinte, nach der Auflösung würde ein Reichstag kommen, der ganz außer Rand und Band wäre. Was würde es denn schaden, wenn der Reichstag um einen Schatten liberaler wäre! Jeder Reichskanzler, auch ein zukünftiger, müßte den Vertrag annehmen, auch ein Reichskanzler, wie ihn die Rechte will, der nicht blos Ar und Halm, sondern auch so viel Schuldm hat, wie Haare auf dem Kopfe. (Große Hetterkttt.) Im Grunde genommen, wünschen auch die Conservattven die Annahme des Vertrags. Und über einen gewonnenen Conservattven ist sicherlich im Reichskanzleramt mehr Freude als über 100 Freisinnige und Nationalliberale. (Große Heiterkeit.) Aber Sie brauchen ja nicht einmal selber für den Vertrag zu stimmen — lösen Sie nur Ihre nationalliberalen Sklaven von der Kette des imperativen Mandats. (Große Heiterkeit.) Sie handeln damit nicht nur in Ihrem eigenen Interesse, sondern zugleich auch menschlich edel. (Stürmisches Lachen.) Das Land verlangt nach diesem Vertrage, wir lehnen deshalb eine Verschleppung durch Commissionsberathung ab. Wollen Sie durchaus eine Commission, so schicken Sie nur die etwa 12 Mann hinein, die heute noch nicht wissen, wie sie stimmen sollen. (Beifall links.) t _ „r Abg. Lieber (Ctr.) beantragt zwecks eingehender Prüfung des Vertrags Verweisung desselben an die durch sieben Mitglieder zu verstärkende Commission für die früheren Handelsverträge. In meiner Partei machen sich Gründe für und Gründe gegen den Vertrag geltend. (Heiterkeit.) Dem Abg. Richter bestreiten wir das Recht, uns Vorlesungen über nationale Wirtschaftspolitik, über den letzten Schluß handelspolitischer Weisheit u. bergt zu halten; die Stärke feiner Partei gibt ihm kein Recht dazu. (Sehr richtig.) Wir 4 erkennen die Notwendigkeit einer europäischen Frtedensära an und wenn der Reichskanzler eine solche Inauguriren wollte, würde 'er in unserer Partei ein dankbares Echo finden. In einer solchen Friedensära würden wir eine bessere Förderung unserer wirthschaftlichen Interessen erblicken als in allen Verträgen. Mit Herrn v. Bennigsen stimme ich darin überein, daß es tief bedauerlich wäre, wenn die Verhandlungen über den Vertrag Verstimmungen in denjenigen Kreisen der Bevölkerung Hervorrufen sollten, die in gemeinsamer Arbeit aus anderen Gebieten zusammenzuwirken berufen sind und ich kann deshalb den Ton der Rlchter'schm Rede nicht angemessen finden. Ein großer Theil meiner politischen Freunde wünscht Aushebung der Staffeltarife. Die Wirkung dieser Tarife würde durch die russischen Tarife noch verschärft werden. Die Stellungnahme zur Aufhebung des Identitätsnachweises behalten wir uns vor. Vielleicht unterstützen wir die Wünsche des Grasen Mirbach, wenn er recht brav ist. (Heiterkeit.) Mißtrauen, wie es gestern von Herrn v. Kardorff gegen den neuen Cours ausgesprochen wurde, hegen wir nicht; ich bin von meinen politischen Freunden beauftragt, dem Herrn Reichskanzler unser volles Vertrauen auszusprechen. Wir sind überzeugt, daß er seine Versprechungen halten wird. Die Wirthschastspolittk muß mit der allgemeinen Politik Hand in Hand gehen. Ich bin überzeugt, daß die russisch-französische Freundschaft bald in die Brüche gehen wird, wenn Frankreich seinen Getreidezoll gegen Rußland aufrecht erhält. Der Antag v. Kardorff ist für uns unannehmbar; er trägt, wenn nicht rechtlich, so doch moralisch den Character des Contractbruchs. Aber wir geben den landwirthschastllchen Bedenken gegen den Vertrag in vollem Umfange Raum und wünschen dringend, daß die Besorgnisse der Landwirthschaft in der Commission zerstreut werden. Von der Regierung erwarte ich, daß sie den berechtigten Wünschen der Landwirthschaft entsprechen wird, wie sie dies versprochen hat. Abg. Schultze-Königsberg (Soc.) stimmt mit seinen Freunden für den Vertrag, behält sich aber das Recht vor, bei geeigneter Gelegenheit weitere Aufhebung der Kornzölle und derjenigen Zölle zu verlangen, die für unsere Industrie die weitere freie Entwickelung verhindern. Für uns ist hauptsächlich die Rücksicht auf die billigste Ernährung des Volkes entscheidend. Die deutsche Landwirthschaft ist nicht unrentabel; die Löhne sind bei uns niedriger als in Amerika und die Güt.rprelse sind seit den 60er Jahren rapid gestiegen. Die Folge der Bismarck'scheu Politik ist, daß es den Junkern nicht mehr darauf ankommt, die Landwirthschaft zu heben, sondern nur noch darauf, höhere Preise aus den labdwlrthschastlichen Producien heraus- zuschlagen. Der Vertrag wird auch unsere politische Lage, in die wir seit 1870 durch eigene Schuld gekommen sind, verbessern. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.): Der Vorredner scheint heute den Staat noch nicht für so bankerott zu halten seine Freunde. Dem Arbeiter ist mit billigen Lebensrnitteln nicht gedient, sondern nur mit ausreichendem Verdienst, um sich Lebensmittel kaufen zu können- Der Bund der Landwlrthe ist aus sehr begreiflichen Ursachen hervorgegangen; seine Haltung war nickt immer corrcct, doch hat er sich große Verdienste erworben, namentlich um Annahme der Mililärvorlage. Große Verdienste hat das hier so arg geschmähte Junkerthum, das unsere Armeen zu ihren Siegen geführt hat. (Lärm links. Rufe: Jena!) Daß eine Armee auch einmal geschlagen werden kann, ist doch einleuchtend. (Rufe: Festungsverraih!) Die Furcht vor einer Ueberschwemmung mit russischem Getreide [Ift unbegründet. Es liegen auf russischem Getreide soviel Spesen, daß man nicht mehr russisches Getreide kauft, als man nöthig braucht. Redner tritt im Uebrigen für den Vertrag ein. Nachdem sich noch Abg. Graf Bernstorff-Uelzen (Welfe) als 1 „nothleidender Landwirth" für den Vertrag ausgesprochen, wird die 1 Weiterberathung auf morgen vertagt. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 28. Februar. Der „Reichsanzeiger" macht auf ein hiesiges Witzblatt aufmerksam, das tn der letzten Zeit einige hohe Beamte des Auswärtigen Dienstes in gehässiger Weise angreift. Die Angriffe entbehren jeder thatsächlichen Begründung und erscheinen lediglich als Ausfluß einer unbekannten persönlichen Gegnerschaft. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 28. Februar. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet, wird die Kaiserin mit den kaiserlichen Kindern voraussichtlich am 8. März über Breslau - Oderberg nach Abbazia reisen. Der Kaiser folgte einige Zeit später nach. Berlin, 28. Februar. *Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des württembergischen Kriegsministers Schott von Schotten st ein zum Bevollmächttgten des Bundesraths. Berlin, 28. Februar. Nach offiziöser Mittheilung wird daS bürgerliche Gesetzbuch, an dem die hervorragendsten deutschen Juristen 20 Jahre gearbeitet haben, bestimmt im Herbst 1895 vollendet werden. Berlin, 28. Februar. Der Sectionsbefund an der Leiche Hans von Bülows ergab Nterenschrumpfung und Gehirnerweichung. Paris, 28. Februar. Die Regierung verlangte von der Kammer einen Credit von 17,000 Francs für die Opfer der letzten anarchistischen Attentate. Rom, 28. Februar. Die Morgenblätter besprechen lebhaft die Verhandlungen über den russischen Handelsvertrag im deutschen Reichstage. Die „Tribuna" erklärt, Caprivi habe durch seine gestrige Rede die Schlacht gewonnen.' London, 28. Februar. Die Polizei hat Befehl erhalten, das am Grabe Bourdins geplante Meeting zu verhindern. Berittene Schutzleute bewachen den Eingang zum Kirchhofe. London, 28. Februar. Aus Buenos-Ahres wird gemeldet, daß heute der Belagerungszustand dort aufgehoben wurde. Die Situation der Insurgenten nimmt immer schwierigeren Character an. Rom, 28. Februar. Ein verlarvter Räuber griff ein vornehmes Gefährt, in welchem die Gräfin Deagreda und ein Offizier saßen, mitten in der Fahrt an, schoß das Pferd nieder und plünderte die Insassen des Wagens, welche keine Waffen bei sich führten, vollständig aus, worauf der Räuber die Flucht ergriff. Druffel, 28. Februar. Sämmtliche Blätter drücken ihre Entrüstung über das Niederlegen einer Bombe auf das Fenster der Wohnung des Exminifters Woeste aus. Belgrad, 28. Februar. Wegen fortdauernd heftiger Angriffe auf Milan sind mehrere radicale Blätter unterdrückt worden. Warschau, 28. Februar. Im Warschauer Militärbezirk sollen in diesem Jahre keine größeren Manöver stattfinden. Dafür werden die Truppen des Kiewer Militärbezirks im August bei Anwesenheit des Czaren an Festungsübungen in bedeutendem Maßstabe theilnehmen. Rio de Janeiro, 28. Februar. Auf dem Jnsurgenten- schiff „Venus" fand eine Explosion statt, bet welcher zwei Offiziere und 30 Matrosen getödtet und 50 Mann verwundet wurden. totales uttfc Lrovinzrellcs. Gießen, den 1. März 1894. ** Vierter Kammermusikabend. Das letzte Kammermusik- Concert in der Loge bot sämmtlichen Mitwirkenden reichliche Gelegenheit, ihr Können zu zeigen und das sichere Zusammenspiel, welches sämmtliche Nummern des interessanten Programms auszeichnete, documentirte zur Genüge, daß sie auf das Studium derselben viel Mühe verwandt und Alles gethan hatten, den letzten Abend des nunmehr abgeschlossenen ChcluS zu einem genußreichen zu gestalten. Das Claviertrio von Mozart in C-dur, welches das Concert eröffnete, ift technisch nicht ohne Schwierigkeiten und erfordert besonders im Zusammenspiel große Sicherheit, die sich namentlich in den zwischen den drei Instrumenten abwechselnden Passagen des zweiten Satzes glänzend bewährte. Die darauf folgenden Variationen für Streichquartett von Beethoven gingen gleichfalls exact und sicher und ließen auch im Vortrage kaum etwas zu wünschen übrig. Den Schluß des Concertes bildete das Forellenquintett für Clavier, Violine, Viola, Cello und Contrabaß von Schubert, eine Tonschöpsurg, die in technischer Hinsicht wie auch in Bezug auf das Zusammenspiel an sämmtliche Mitwirkenden große Anforderungen stellt und ein gewissenhaftes Studium erfordert. Der Vortrag des Werkes, welches zum ersten Mal feit längerer Zeit wieder auf dem Concertprogramm erschien, bewies, daß sämmtliche Mitwirkenden ihrer Ausgabe gewachsen waren. Sämmtliche Sätze gingen exact und sicher und konnten auch im Vortrag fast durchweg befriedigen. Interessant ist das Werk namentlich durch die öftere solistische Verwendung des Contrabasses, der in Herrn Lo bisch gut vertreten war. Die Herren Polster, Bauer, Krauße und Schulze spielten gleichfalls recht gut, so daß die Aufführung des Werkes als eine wohlgelungene zu bezeichnen ist. Das Concert war gut besucht und die Beifallsbezeugungen des Publikums reichlich und herzlich. Hoffentlich lassen sich die Herren durch die errungenen Erfolge bestimmen, im nächsten Winter mit einem gleichen Unternehmen wieder an die Oeffentlichkeit zu treten. •** Schlägerei. In einer Wirthschaft in der Wallthor- straße kamen gestern Abend zwei Arbeiter in Wortwechsel und schlug der eine dem andern mit der Faust ins Gesicht. Der Schlag war so kräftig geführt, daß der Backenknochen gebrochen ist, ohne daß eine äußere Verletzung sichtbar. ** Kirchliche Dienstnachrichten. Am 1. Februar wurde dem von dem Herrn Fürsten zu Leiningen auf die katholische Pfarrstelle zu Hesselbach, Decanat Heppenheim, präsentirten Pfarrverwalter Michel diese Stelle, am 19. Februar wurde dem Pfarrer Baßmann zu Engelthal die katholische Pfarrstelle zu Flonheim, Decanat Alzey, mit Wirkung vom 1. März d. I. an, übertragen. — Ueber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes nothwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der katholischen Geistlichen: Adam Ihm aus Zellhausen, Adam Franz Land- vogt aus Rockenberg, Adam Ricker aus Klein Welzheim, Johann Georg Schäfer aus Finthen und Jacob Schmidt aus Ober-Mörlen. Mr MMrluM iavüvrr ftaitfinbtn. : M^särbrzirki im stungSübuogrn ! dm Jnsurgrntm- tt, bei welcher zwei )0 Mann verwundet »reller. 11. Mürz 1891 letzte Kammermufik- twirkenden reichliche ? sichere ßu/wnitn- interessanten Pro- M^e, su au\ al und Md yti)an bgGloficnrnLhclut Ciaviertt'o von ^öffnete, ist technisch rt besonders im Zunamentlich in den lnden Passagen bei : darauf folgenden Hoven gingen gleich- im Bo- trage kaum >es Concertes bildete lC, Viola, Cello und r0, die in technischer uMnspiel an sämmt- x stellt und ein ge- Zortrag deS Werkes, !,lt wieder auf dem )Qfc jammtlidje M't- u Sammtliche^- uch im W . Werk nauient 4 be§ ContrabasieS, der D>e Herren P ol st ^ gleichfalls recht als eine *v U flut besucht und «*• “’VÄ -j-AtnUiiie«*® |!fc,6«äffeitt. gesund qh . ■ Ml öfiftt !r besprechen leb. E" Handels. erklärt, Ä^^°n°en. e?M «halten, Ä >u "er. n ^"Saug zum V???8 tolTb stand dort auf. lnsurgenten nimm ^!?äuber griff ^"Deagnba ''U °n, schaff das 168 Wagens, welche I auS, woraus der stätter driilken ihre Bombe auf daS 'efte aus. dauernd heftiger tle Blätter unter* , . hn Dallthor' a!t l in WortmeM etter in b" «»«f'4,bat' . gen aus * äieatirttn "Kbru-'Ä “ib5K5’?J ti* Md-» i, »fÄC , a»s ™ , Achmid' Ober-Olm Detroit, Mich.: Heinrich Heller auS ! Großherzoglich Dberhefsische der : hält, ist die Untersuchungshaft wegen 6,13 cbm, Lieferung bearbeiteter Mainsand. Vergehens gegen 8 12« des Reichs J steine 26,84 cbm strafgefetzbuchs verhängt. [1803 ' ES wird ersucht, denselben zu ver- 10^. A ft h -r ' haften und in das Amtsgerichts- ^Äm u Sr, 3" Kngniß dahier abMeferu. rm rm B'.ebelnheim. — Dubuque, Ja.: Christina Huber, geb. E chhorn, 67 Jahre alt, auS Bensheim. — Warren (So., Mo.: Anna Margaretha Weihrauch, geb. Walter, 75 Jahre alt, aus Bullau. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 5" Uhr, Samstag Vormittag 8" Uhr, SamStag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 6" Uhr. Mainz, 27. Februar. Bei der gestern stattgehabten Parole wurde verkündigt, baß Herrn Eapcllrneisler Kern die ihm während feiner Dienstzeit auSzuzahlende Summe tm Betrag von 1000 Mark eingedändigt werden würde und daß er außerdem Anfpruch auf einen CivilverforgungSschria Hobe. Herr Kern dient jetzt in seinem 17. Jahre. — Die Wormser Brauerschule war im vergangenen WintercursuS von 49 Brauern deS In- und Auslandes besucht- die Gesammlfreqaenz dieser 1865 von P. Lehmann gegründeten Lehranstalt beziffen sich ohne Hospitanten auf 2281 Bierbrauer. Der SommercurfuS beginnt am 1. Mai. geschafft, und reines Schafvieh, ca. 200 Stück angeschafft werden Im Auftrag: Jnderthal, Bürgermeister. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 3. März: Vorabend 580 Uhr, Morgens 900 Uhr, Nachmittags 3°° Uhr, Sabdathausgang ö45 Uhr. Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr auf der Haid. Daubringen, am 27. Febr. 1894. Vroßh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. Beginn Vormittags 9 Uhr an „Pfingstweide". Eichen: 61 rra Derbh., 60 Stöcke, 303 rm Reiser. Buchen: 180 rm Derbh., 558 Reiser. Wiesen-Verkauf. TheilungSh. verkaufen die Erben der Konrad Häuser Eheleute in Steinberg nachverzeichnete Grund- stücke: Flur 32, Rr. 92,4, 3500 m Wiese im Hegstrauch, Flur 28, Nr. 113/14, 4050 m Wiese daselbst. Näh. Auskunft erth. Lndw. Häuser, Metzger in Steinberg. [1795 Aeilgebolenes. Stadt. FGalhthaas. Freibank. [1823 Veekehe, Land- nnd VoLkswirthschaft. Limburg, 28. Februar. Frachtmarkt. Rother Wet,en X 12.25, weitzer Weizen JL 12.00, Korn JL 9.75, Gerste JL 8 00, Hafer >M. 7 60. Beauffichtigung der Miethwohuuageu und Schlafstellen. Bei der Berathung des inzwischen in Kraft getretenen Gesetzes Lber die polizeiliche Beaufsichtigung der Mietchwobnungen und Schlafstellen in der Zweiten Kammer war das Bedenken laut geworden, daß bei Ausscheidung der vorhandenen, dem Gesetze r>'cht entiprechenden Miethwohnungen und Schlafstellen ein erheblicher Wohnungsmangel für die ärmere Klaffe und dadurch eine wesentliche MiethpreiSsteigerung eintreten könne. Um dem durch Anregung ausgedehnter Bauthätigkeit vorzubeugen, hat die Großherzogl'che Regierung an die ‘ Stände einen Gesetzentwurf, betreffend die Befreiung gemeinnütziger, auf die Errichtung von Wohnungen für Unbemittelte gerichtete Unternehmen, von Gerichtsgebühren und Stempel gelangen laffen. ♦♦ In Amerika verstorbene Hessen. New-Aork,N. U.: Fritz Kaibel, 66 Jahre alt, auß Alzey; Katharina ZeungeS, 79 Jahre alt, auß Freienseen. — Berlin, Woukehfa County. Wiß. Abraham Stern, 75 Jahre alt, auß Darmstadt. — Chicago, Jll.: Franz Baer, 77 Jahre alt, auß Prima Süssrahmbutter 'EI. M. Schulhof/ Fahrten und Abenteuer. Eine große Freude bereitete eß ihm, daß Hunderte von Menschen zusammenliesen, um ihn, den berühmten Glotzbach, zu sehen. Er leibet, wie alle derartigen Menschen, ziemlich deutlich an Größen- und Berühmtheitswahn. „Diesmal werde ich mit 15 Jahren daran glauben müssen", sagte er zu dem Schutzmanne; „mehr können sie mir nicht geben. Daß erste Mal erhielt ich 5, bann 8, bann 11 Jahre Zuchthaus, macht zusammen biß jetzt 24; alt bin ich 45, giebt mehr als die Hälfte im Eachot." — Als ber Einbrecher abzog, sagte der Gefängniß ausseher: „TIbieu Schmibt, (btesen Namen hotte sich Glotzdoch beigelegt) glückliche Reise!" — „Nix Schmibt!" antwortete ber Gauner, Glotzbach heiße ich unb will jetzt mit meinem wirklichen Namen auf bie Reise gehen!" 8. AuS dem Horlosfthale, 25. Februar. Die Grünbung einer britten Zuckerfabrik in ber Provinz Oberhessen ist burch zwei Versammlungen, welche heute in Berstadt unb Echzell ftattsanden, um einen bebeutenben Schritt vorwärts gebracht worben. Was bie Versammlung in Echzell anbelangt, so ist barüber Folgenbes zu berichten: Der Saal im Gafthause „Zum weiß.n Roß" war biß auf den letzten Platz gefüllt. Es waren Jntereffenten auß Reichelßheim, Gettenau, Bingenheim, Echzell und anderen Orten erschienen; nach mäßiger Schätzung hatten sich 250 biß 300 Landwirthe eingefunden. Herr Bürgermeister Reitz auß Echzell begrüßte die Anwesenden und entwickelte die Zwecke der Versammlung. Er theilte mit, daß bereitß 1600 Morgen Rüben gezeichnet wären, so daß alßbalb mit der Gründung tiorangegangen werden könnte. Einen solchen Erfolg hatte man sich nicht erwartet. Hierauf wurde die Frage belachen: Soll eine Actienrübenzucker-Fabrik oder eine Gesellschaft mit beschränkterHastun^ gegründet werden. Herr Wilh. Reitz entwickelte baß Wesentlichste ber beiden Gründungsarten und sprach sich schließlich für bie Bilbung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung auß. Daß ganze Unternehmen habe ben Zweck, bie Erfolge unb Segnungen deßselben den Landwirthen zu Gute kommen zu lassen. Um auch ben kleinen Landwirthen den Zutritt zu ermöglichen, sollten die Gesellschaftßantheile auf 600 Mark festgesetzt, aber zugleich bestimmt werden, daß zwei Leute zusammen einen Antheil erwerben könnten; auf diese Weise ist eß dem kleinsten Bauer möglich gemacht, Gesellschafter zu werben und bie Vortheile zu genießen, welche ber Rübenbau im Gefolge hat unb ber sich in bem schlechten Jahre 1893 dem Körnerbau gegenüber so gut bewährte. Eß wurde hierauf abgestimmt und bie Einstimmigkeit ber großen Versammlung in allen besprochenen Punkten dargethan, nämlich: Eß sollen sofort Schritte gethan werden, daß daß Unternehmen inß Leben tritt; ferner: eß soll keine Aetiengesellschaft, sondern eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung geschaffen werden. Endlich wurden diejenigen Herren, welche seither so erfolgreich für bie Sache wirkten, ersucht: ihre Kräfte der schonen Sache weiter zu widmen. x Bobenhausen, 28. Februar. Der gestern unb heule hier abgchaltene „Petri-Markt" würbe von gelindem Frühlingß- roetter begünstigt unb nahm einen guten Verlauf. Gehörte ber heutige Tag bem Krämermarkt, so fand gestern fast ausschließlich Viehmarkt statt. Der R'.ndviehmarkt war mäßig befahren. Der Handel zeigte flotten Fluß und recht hoch gestiegene Preise für junges wie altes Vieh. Wenn man die Preise des gestrigen Rindviehmarktes mit denjenigen der Herbstmärkte vergleicht, so ergiebt sich eine ganz bedeutende Preissteigerung. Letztere resultirt auß dem wenigen Angebot, da die Landwirthe im Herbste alleß nicht unbedingt nöthige Vieh abgefttzt haben, so daß zum Verkauf nichts übrig geblieben ist. Auch der Schweinemarkt war nicht besonders stark befahren. Kleine Ferkel fehlten gänzlich, die Auffahrt zeigte durchschnittlich nur sog. Läufer. Der Handel ging hiermit sehr lebhaft bei sehr hohen Preisen. Man bezahlte für baß Paar Läufer II. Qualität im Durchschnitt — 80—100 Mk., für baß Paar I. Qualität — 100 bis 120 Mark. Fette Schweine bezahlte man mit 44 bis 45 Pfg. per Pfund Lebendgewicht. Mörlenbach, 26. Februar. Se. Kgl. Hoheit ber Groß- herzog ließ den Eheleuten Johannes Klein III. auß Veranlassung deren goldenen Hochzeit mit Rücksicht auf brt Noth- lage der betagten Leute em Geldgeschenk tm Betrage von 5Ö Mark nebst einem Glückwunsch übermitteln. Weichholz: 261 rm Reiser. Nadelholz: 87 rm Derbh., 95 rm Stöcke und 558 rm Reiser. Gr.-Rechtenbach, 28. Febr. 1894. 1804 Das Bürgermeister-Amt. «nrm 11 Uhr Gesangmy oagter uujuuqcm. t / ■ r. Biedenkopf. 23. Februar 1894. im öffentlichen Angebotsverfahren ( Amtsgericht Abteilung I. verdungen werden. i —rtL-j i Pläne und Bedingungen liegen aut Lyr SChQlllHllUler. dem Stadtbauamte offen, wohin amt) - - - bem etabtoauamie onen, . Gemeinde sollen die !“f± fint? $ 6 ! ot« räufe^ etfannten Schaf- ab- A. Altenstadt, 27. Februar. Der Einbrecher G l o tz b a ch hat eine ganze Reihe von Geständntffen unb Mittheilungen über seine letzten Thaten gemacht, von denen wir etliche intereffante hier mittheilen. Nachdem er auß bem Darmstädter Gefängnisse entwischt war, galt sein erster Besuch einem Kleiderlaben, wo er bie nöthigen Garberobestücke stahl unb alßbann seinen Freibeuterzug in die Welt machte. Eß bereitete ihm Vergnügen, in den Zeitungen zu lesen, daß der berüchtigte Glotzbach ausgebrochen sei und daß man sich vor seinen Einbrüchen in Acht nehmen solle. In Bergen bei Frankfurt saß er mit einigen Gensdarmen beim Wein, welche erzählten: Glotzbach sei auf der „Gehspitz" gesehen worden unb tarne sicher heute noch hinter Schloß unb Riegel. In Frankfurt war ihm ein Polizeicommiffär mit zwei Schutzleuten einmal so aus ben Pelz gerückt, daß er fast eingekreist war unb ihm ein Entkommen fast unmöglich schien. Wäre nicht ein Zug Menschen gekommen, unter bie er sich geschickt zu mischen verstaub, so hätten ihn bie Frankfurter Polizisten gefangen. — Bei uns (hier in der Gegend von Altenstadt) fiel er ein Mädchen an, welches ihm alles Geld geben wollte, das eß bei sich hatte. „Geld habe ich mehr alß Du!" erwiderte der Nichtsnutz, griff in die Brusttasche seines Rockes und brachte eine Handvoll Hundertmarkscheine zum Vorschein. Daß erste, maß sich Glotzbach in hiesigem Orte kaufte, war ein Topf Wichse und eine Bürste. Auf Befragen, maß er damit habe machen wollen, erklärte er: Mit der Wichse beschmiert man fingerdick diejenige Fensterscheibe, durch welche man einbrechen will. Die so beschmierte Scheibe kracht unb klirrt nicht, wenn man sie einbrückt; dann reicht man, wenn bie Scheibe beseitigt ist, in das Fenster hinein, öffnet unb schlupp! ist man drinnen. Bei seiner Vernehmung vor dem kiesigen Amtsgerichte, wo ihm daß angefallene Mädchen gegenübergestellt wurde, vertheidigte er sich mit einer solchen Gewandtheit unb einer solch unschuldßvollen Miene, daß er beinahe freigekommen wäre, wenn daß angegriffene Mädchen nicht mit ber größten Bestimmtheit behauptet hätte: er wäre ber Verbrecher. Glotzbach besitzt eine große Körperkrast. Er brach in ber Nacht ein Bein von ber eisernen Bettstelle ab und benutzte ben so gewonnenen Eifenstab als Brecheisen, indem er am Ofenrohr ein Loch durch bie Zimmerdecke zu brechen suchte. Die Arbeit mißlang, weil zwei Balken zu nahe waren, bie er mit dem Eisen nicht zu durchschneiden vermochte, so daß das gebrochene Loch nicht genügte, ben Kopf hindurch zu schaffen. Als ber Wärter am anderen Morgen in bie Zelle trat und das Loch sah, bemühte sich Glotzbach, den Aufseher hin nach bem Ofen zu persuadiren, damit er daß Loch bester zu beaugenscheinigen vermochte. Der Aulseher büeb aber vorsichtigerweise an der Thüre stehen und zog sich bann zurück; wäre er nach dem Ofen gegangen, so hätte ihn Glotzbach mit dem Eisenstab niedergeschlagen und wäre entflohen. Man legte daher dem Burschen Stetten an. Als | ein von Darmstadt gekommener Criminalschutzmann den Glotzbach mit aller Bestimmtheit erkannt und identtficirt hatte, Hegte er das Leugnen ab und berichtete die mertroürbigftin ressiren, wollen sich alsbald dahier persönlich vorstellen. [1799 Rödgen, (Kreiß Gießen) am 28. Februar 1894. Eisenbahnen. Am 1. März d. I. aelangt im Binnenverkehr der Oberhesstschen Eisenbahnen ein Ausnahmetarif für »alt (auch Dolomit, Gyos, Kreide), gebrannt oder gemahlen und für Kaltschlamm, sämmt- lich zu DÜngezwecken; ferner ein Aus- nahmrtaris für tobt Kalisalze, tatet- tiirteo Düngesalz und concentcirten Kalidünger zur Einführung Nähere Auskunft Über die Frachtsätze und die Anwendung der Ausnahmetarife ertheilen die Güterabfertigungen. Gießen, den 27. Februar 1894. 1813 Großherzogliche Directton. Formular zu richten sind. Gießen, 28. Februar 1894. 200 Stück angeicyassl werve«. Großh. Bürgermeisterei Gießen, j Händler, welche sich hierfür inte» Gnauth. 1807 II. Mittwoch den 7. März, echrtth. Knüppeth. Stockh. Reish. rm rm rm Wellen Buchen 24 — 6 500 Lichen 60 8 30 1600 Radel 78 155 54 5630 Holzversteigerung. Im Daubringener Gemeinde-Wald I kommt in verschiedenen Districten nachverzeichnetes Holz zur Versteige- rung. [!J94 I. Dienstag den 6 März. 73 Eichen Stämme bis zu 63 cm Durchmesser und 14 m Länge mit 23,04 km, 144 Nadel-Stämme bis zu 47 cm Durchmesser und 16 m Länge mit 53,81 fm, 5 Birken Stämme mit 0,73 fm, 10 Eichen- und Birken-Stcmgen, 273 Fichten-Derbstangen. Steinhauerarbeiten. | Steckbrief. Die zur Erbauung von Marktlauben Gegen den Drechslergesellen Hein- erforderlichen Steinhauerarbeiten, rtch Stauf IV. von Dauernhetm, SS - Kreis Büdingen, geboren am 10. No- Lieferung bearbeiteter ßungReine »ember I Brennholzversteigerung im Gemeiudewald Niederkleen Mittwoch den 7. k. Mts. Vermischter. • Frankfurt a. M., 28. Februar. Im benachbarten Schwanheim treibt ein Zopf marber sein Wesen. Der unheimliche Geselle, offenbar ein Geisteskranker, macht unter Ueberroinbung ber größten Schwierigkeiten fast tollkühne Einbrüche, betäubt bann bie schlafenden Mädchen ober Frauen mittelst einer Essenz unb schneidet ihnen dicht am Kopse baß Haupthaar ab. Unter ber weiblichen Bevölkerung herrscht eine wahre Panik. • Kehl, 28. Februar. Seit gestern ist der Rhein um einen Meter gestiegen. Auch von ben Rhein Nebenflüssen wird ein Anwachsen des Wassers gemeldet. * München. 26. Februar. Ein junger Infanterie- Offizier, der vor einiger Zeit einen Soldaten seiner Compagnie mißhandelte, hatte deswegen mehrere Wochen Stubenarrest erhalten. Wie bie „Neuesten Nachr." melben, ist ber Offizier nunmehr zu ben Offizieren ber Reserve versetzt worben. Der junge Mann ist dadurch existenzlos geworden. Der Fall beweist, wie streng der KriegSminister derartige Vergehen militärischer Vorgesetzten zu ahnden gewillt ist. ♦ Distavzritt. Die ©econbelieutenantß Hopfen unb Cap orte vom 2. Rheinischen Husaren - Regiment Nr. 9 haben einen Distanzritt von Trier nach Stuttgart vom 21. auf ben 22. b. Mts. außgesührt. Sie brauchten zu bem Rttt insgesammt 351/* Stunden, 4*/a Stunden weniger, als sie im Voraus berechnet hatten. Die Pferde kamen in guter Condition in Stuttgart an; auch bie Reiter waren wohlauf. * Für AutographenZäger. Rosegger veröffentlicht im „Heimgarten" folgende „Postkarte": „Von jetzt ab können Gesuche um „A ut 0 g r a p h en" wieder berücksichtigt werden, denn ich habe einen Schreiber angenommen, der bevollmächtigt ist, dieselben in meinem Namen außzusertigen. * Die älteste Schaeideriunen Nechuung ist neulich auf einer Steintasel, bie vom Tempel zu Nippur in Chaldäa stammt, in Paris entyffert worden. Sie betrifft 82 Kleider und Oberkleider, wovon 14 mit Myrrhen, Aloe unb Kassia parfümtrt sind. Die sachlichen Einzelheiten waren nicht zu entz'ffern, eß handelt sich dabei um geschäftlich gewerbliche Außdrücke, bie der heutigen Welt fremd sind. Nach der Form der Schrift und sonstigen Angaben ist diese Kleiberrechnung etwa in das Jahr 2800 vor unserer Zeitrechnung zu setzen. Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 40 Psg 1'756] »ebr. Original - Ningfchiff-Nähmaschine außerft blllig abzugeben Auskunft wirb Bahnhofftr. 2 tm Laden erteilt. (dep. Nr. 11191 Edelweiss i£ hervorragend reine Special > Ltgarre (pr. Stück 6 H), Kennern besonders »u 1 j empfehlen, im Alleinverkauf bet 1116 «2 Fr. Leo, Zklikrsmg. Cheviots und Velours ä Mk. 4.45 Pfg. per Meter versenden jede beliebige Meterzahl an Jedermann Erstes Deutsches Tuchversandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. H., Fabrik-Depot Muller umgeh nd franco. 1936 Hotel Schütz 1815 vor«, Gerichtsvollzieher. 1808 tag ein bei [1821 A. & 6. Wallenfels, 1814 Giessener Concertverein. Unbemittelte frei. [362 des Giessen „Hotel zum Rappen“, und das Verelnsoroheaten sucht. Schulstraße 9. Gießen, den 1. März 1894. 1806 Zlotter junger Kellner 3,00 2,00 1822] Für einen jg. Mann vom Lande 1,00 Zur Hauptprobe unseres Unnummerirter Platz . Mk. 1,00 5. W. Petr. 6. Chr. Fink. 7. unseren innigsten Dank aus. [1802 Die trauernden Hinterbliebenen J. Both. A. Becker. 101.65 5% Atal. Rente J. Eccard. do. 3‘/.e/e Herr Carl Euler II Opferbüchsen erbeten. 1627 124.76 (Seifen. Beriw^Lct. Reich«xmr-DiAcOUt 3 p6t — Frankfurter Bauk-DisLSnt 3 pCt. Die Beerdigung findet Freitag Vormittag um 11 Uhr vom Sterbehause (Wetzsteingasse 19) aus statt. [1818 9.53 4.19 J. 8 Bach. Palestrina. für die wurden, am Freitag den 2. Mars, Nachmittags 5 Uhr. 96.30 73.90 21.30 3450 lichen Verluste so warm berühren mußte, drücken wir allen Freunden, insbesondere der gesammten Bewohnerschaft Beuerns, sowie dem Geistlichen, den Lehrern und den Schulkindern daselbst Fräulein Dorothea Schmidt aus Hamburg (Sopran); Frau Louise Geller aus Magdeburg (Alt); Herr Heinrich Hermann Brief 9.60 ff. 20-41 j 20.36. 16.65 I6.65 Dlsconto-Lawmarrd.'SlAtj. Darmstädter Bank-Skt. Dresdener SanMKd. Nor^d. Lloyd-Act. Wiener Bankver^-Lct Oest. Lredit-Act. Jtal. Mittelmeerbech» Act. Adagio religiöse für Violine mit Orgelbegl. . Fürwahr er trug unsre Krankheit .... Präludium in C-moll, 147.(01 Bö. «üntg,-Laurah.-«et. tenbeni: fest. Schellfische auf Cis treffen jeden Donnersim Hause des Patienten. Anmeldezeit von 9—11 Uhr Vorm.: mit guten Zeugnissen sucht Stellung. 1 Näheres in der Exped. d. Bl. [1816 1735] Kindermädchen nicht unter 16 Jahren zum 15. März gesucht. Neuenweg 39, 2. St. ' bei freier Station gesucht. G-fl Offert. unt. B. 6. 2 an die Exped d. Bl. erbeten. 1. Etage, Zimmer Nr. 27. . Sommer-Saison: Bad-Nanheim „Villa Hopfner“. line mit Orgelbegl. . 12. a) Geistlicher Dialog für Chor und Alt-Solo mit Orgelbegleitung . b) 0 Lamm Gottes fünfstimmig für Chor Heute Nacht verschied nach langem schweren Leiden unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Nachmittags 5 Uhr, in der Stadtkirche, unter Leitung Grossh. Universitäts - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner. Mitwirkende: «ourSbericht 6o« E. Wasserschieben, Bankgeschäft | 1812] Ein tüchtiges Dienstmädchen > mit guten Zeugnissen zum 28. März ge- im Alter von 43 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten hierdurch tiefbetrübt mittheilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, 1. März 1894. Frankfurter Börse vom 1. März 1894. vchüchcsnrse 1 Uhr 15 Mtn. 87.30 40/0 Ung. Gold-Rente für Orgel .... 8. PanisangelicusfürChor 9. Andante religiös0 und 87.30 30/0 Portugiesen 101.80 40/0 Grtech. Monopol-Anl. Wirthschafts Empfehlung. Einem verehrl. Publikum zur gefl. Nachricht, daß ich mit Heutigem meine Wirthschaft Wolfstraße 9, Eckk Griiobkrgrrüraße wieder selbst übernommen und bitte um zahlreichen Zuspruch bei Versicherung bester Bedienung. — Im AnSfchankr Pa. Actienbier. 1021 Hochachtung? "oll Hchi Schmidt II. AUegretto für Orgel F.Mendelssohn, 10. Arie aus der Mathäus- Passion für Sopran mit Orgelbegleitung . . J. S Bach. 11. Adagio religiöse fürVio- C. Dräbing* Wwe Ludwigsstrasse 28. Grabland. zu verpachten. Näheres bei Schreiner- meister Lenz, Frankfurterstr. 123. (1809 Programm. „Samson“ Oratorium von G. F. Haendel. Errichte vom I. März ab Mittagstisch. Bringe zugleich meine schönen Localitäten in empfehlende Erinnerung. Geldssr^e«. Bdtf «-N» 16.25 16521 Ducaten theueren Gatten und Vaters, des evangelischen Lehrers Johann Georg Fischer, prachtvollen Kränze, die an seinem Grabe niedergelegt für alles herzliche Gedenken, das uns bei dem schmerz- M Franken-St. 20 do. in */i Dollars in Gold LZ] S./S. A. 8V2 U. Gen.-B. Wit.- u. W. K. Bal. I. (1755] Oscar Höpfner’s Institut für Orthopädie, schwedische Heilgymnastik und Massage-Kuren nach ärztlicher Verordnung. Damen-Behandlung. Auch Behandlung Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste meiner innigstgeliebten Gattin und Mutter, sowie für die zahlreichen Blumenspenden und trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schlosser sagt Allen herzlichsten Dank Schutzmann Wolf nebst Kindern. Deutsche Colonialgeseüfchaft. Vortrag* des Herrn Uuiverfttätsprofefsors Dr. Will). Sivers von hier in der Aula der Universität Dienstag den 6. März, Abends 8 Uhr präeis. Thema: Die Deutschen im nördlichen Südamerika. [1819 Karten im Vorverkauf in den Buchhandlungen der Herren R e i m e r, Ferber, Frees & Tasche ä 75 Pfg., für Mitglieder und deren Angehörige 50 Pfg., an der Kasse 1 Mk., Studentenkarten 50 Pfg. beim Hausmeister der. Universität, Schülerkarten 25 Pfg. bei den Pedellen. do. auf der Orgelbühne Unnummerirter Platz im Schiff der Kirche oder auf der ersten Emporbühne Eintritt unentgeldlioh. Die Plätze auf dem Chor und in den beiden vorderen Quadraten sind für die in activen Mitglieder reservirt. Die Karten für 1893 gelten noch. Programme zu 20 Pfg. bei Herrn E. Challier und an den Kirchenthüren. Freiwillige Beiträge werden in die Vermischte Anzeigen. Ev. Kirchengesangverein. Geistliche Musikauffuhrung Unter gütiger Mitwirkung der Concert- sängerin Fräulein Dorothea Schmidt aus Hamburg (Sopran) und hiesiger geschätzter Kräfte. Sonntag den 4. März 1894, Abends 8 Uhr In der Stadtkirche zu Glessen. PROGRAMM. 1. Sonate für die Orgel zu 4 Händen und Doppel- Pedal (I. Satz) . . v. G. Merkel. 2. Adoramus für Chor . G. A. Perti. 3. Elegie für Orgel . . J. G. Herzog. 4. Arie aus der Matthäus- Passion für Sopran mit Orgelbegleitung . . J. S. Bach. Sechstes Concert (102. Vereinsjahr) Samstag den 3. März 1894. 1805 Zu haben in allen Apoth.ken, Droauerten und Mineralwasser- Handlungen rc. zum Preise von 85 Pfennig per Schachtel. U. Druck vnb Nerl-rs Snxdterti (ftr. Chr. Pietsch) in Gießen Die heutige Dummer umsaht 6 Seite» Gesucht für eitt feines Han- ans Pfingsten ei« gewandtes Lanfmädche«. I 1690) Ein braver HanSdnrfche ge- Näheres bei der Exped- d. Bl (1682 sucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl- Danksagung. Für die überaus herzliche Theilnahme nach dem Entschlafen 16.24 16.201 Engl. Sovereigns 4.19 4.161 Ruff. Imperiales Versteigerung. EamStag den 3. März dS. As versteigere ich gegen Baarzahlnngr 1) Nach«. 2 Uhr, Marktplatz 20: 4 Pferde, 1 Rind, 1 Schwein, 1 voll- ständ- Ladeneinrichtung, ca. 20 Betten (mit und ohne Sprungs -Matratzen), Sophas, Kleiderfchränke, Tische, Stühle, Spiegel, 1 gold. und 1 silb Taschenuhr, sowie dergleichen Schmucksachen. 2) Rachrrr. V,3 Uhr im Hofe von Bahnhofstraße 23 r 1 Vorder, «nd 1 Hinterpftug, 1 eiserne Egge, 1 Dickwurzmühle, 1 Kruchifegemühle und 1 Stroh, dank. Verstetgerungad 1 findet theilweise, ad 2 aber bestimmt statt. 1768] Für einen befähigten jungen Mann, mit Berechtigung -um Einjährig n, wird zu Ostern Lehrstelle in einem Fabrikgeschäft gesucht. Offerten unter X. Y. Z. befördert die Exped. d. Bl. aus Frankfurt a. M. (Tenor); Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Bass); < tagsüber zu einem Kinde von zwei Jahren der akademische Gesangverein hierselbst gesucht. [1796] Bahnhofstraße 49, I Alkn Ijiilifiiliniiilirii sowie Brust-, Hals- und Lungenleidenden fei zur Genesung angelegentltchst empfohlen FAY’s ächte Sodener Mineral-Pastillen ein HauS und Heilmittel ersten Ranges gewonnen aus den bewährtesten Mineralquellen des weltberühmten Bades Soden a. T. Lehrling gesucht. Eintrittskarten für Nichtmitglieder , P. Jacobi, Aliceftraße 28. =!"d“ ?er 1‘"8;k?li,enl‘and*ang T.Br58t t7S4i Ein braver I»««. In dl- L-hrk Challier (Rudolphs Nachf.) zu folgenden Theodor Waldschmidt, Preisen zu haben^ Spengler und Installateur. Sperrsitz im Schiff der Kirche Mk. 3,00 ---------------------------------------- Heute Abend 6 Uhr nstich des allein ächten u. weltberühmten Salvator-Bieres ans der Zacherlbrauerei München. Textbücher zum „Samson“ ebendaselbst ' und am Haupteingang 10 Pfg. [1599 17971 Für einen ruhigen Haushalt auf Ostern ein anständiges, jüngeres Mädchen gesucht. Ludmigsstr. 27, III. DuQiinn ^e*>n*e zu Worms I A I /'g I I I an Practische und theoretische Lehranstalt. Beginn des | J | II III II Sommer-Cursus 1. Mai er. Programme sind zu er- *** X/A halten durch die Direction: Lehmann. Helbig. i 1764] Zum 15. März d. I. wird ein 1 braves Dienstmädchen gesucht Nach- , , . richt bei Vermiethfrau Sparr, Kaplans- Aus dem Englischen des Milton. Frei gaffe IQ. übersotet und bearbeitet von J.F. v. Mosel. "7g«s LchNeiderges.ll- nnd -In do. auf der zweitenEmporbühne 1,00 ,-----• ---•*<>•---------.----- Für Studirende auch bei Herrn Haus- mit guter Schulbildung wird in einem Verwalter Stork zu ermässigtem Preise, kaufm. Geschäfte eine ---------— 1 Lehrstelle 30/0 Reichsanleihe 8Vi°/o do. 30/0 Preuß. Confol« Wermietßungen. 1817] Ein Logis, 2 große Zimmer, Wasserleitung, an ruhige Familie zu ver- miethen. Wilh. Sntzfchrad, Kaplansgasse 27. 1810] MöblirleS Zimmer zu vermiethen. ,_____________Bahnhofstraße 51, 3. St 1800] Möblirtcs Zimmer sofort zu ver- mieihen. LudwigSflraße 35. la. Ist. gewiss. Stockfisch, Schellfisch, Hecht, Zander, Cabliau, Rheinsalm, Bücklinge, Sprotten, Lachs, Caviar u. s. w. empfiehlt [1824 C G. Kleinhenn. TEk' Aechte Franks. Würstel.______ Bronzen: Gold. Silber, Kupfer, Feuerfarbe, Grün in Briefen L 80, 40, 2d Pfg, flüssige Bronze in Gläsern ä 50 Pfg, Bronze- tinctur in Gläsern ä 90, 50, 25 Pfg., Nguarillmalbronce in Etuis mit 6 Bronze- farben, Pinsel und Farbennapf 50 Pfg., empfiehlt [1798 Adler-Drogerie von Otto Schaaf. Eine Fabrik, mit oder ohne Maschinen und Werkzeuge, ist zu verkaufen. Näheres durch [1799 A. Schaum, Lang-Göns. Keßler, Roßschlächter. 1811] Ein ob- zwei elegant Mäblirte Wohnzimmer, sowie ein Schlafzimmer werden per 1. April er. in der Nähe des Gymnasiums zu mielh-n gesucht. Wohn- ' zimmer eoent. auch unmöblirt. | Angebote unter A. an die Erped- ds- Blattes erbeten.l 1700] Eine Kinderfrau ob. «Arärr* lei« per 1. April oder 1. Mai gesucht Näheres bei Frau Hüttenberger, SelterSweg 67. 1 Junges Mädchen ^y 189.30 Lomb. E.-B^-Act. 88.25 137.90 Buschtherader E^-B^Aet. 368.75 188.10 Elbthal-Bahn-Sct. 201.75 112.90 Gotthard-Bahn-Act. 156.20 10662 Schweizer Nordost^B^Act. 109 40 300.25 Mainzer E.-B.-Act. 112.80 78.50 Marienburger E^B^Aet. 86.50