Sonntag den 1. April 1884 Nr. 75 Erstes Blatt. Der Gtzche»«r Anzeiger trfdpmt lägllch, wM luLnahme bei Montag« Dir Gießener /•«KltilUIht werben btei Lnzriger 7»öchm,lich breieel bettet Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. viert eljLhrigc» JklnicanffFtttei 2 Rerf 20 Wg. ■* Bringet!»*«. Durch bie Post be*»f* 2 Rar! 60 Wg. Ä*artw«, en*bt** und Druckern: Ach.ra.t »r Ker^ech««. Aints- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. 7-r ! Hratisßeikage: Kießener Aamikienölatter. Alle Innoncm-Burranr bet In» «nb lullanbel nehm» l«jttgea für de« .Gießener Vagcigcri' entgegne. Amtlicher Theil. Wiefeck, am 30. März 1894. Betr.: Den Gang de» Dekanatsboten. Tas Großherzoglichc cvangel. Dekanat Gießen an die cvangel. Pfarrämter des Dekanats. Ich theile Ihnen mit, daß der Dekanatsbote seinen iiundgang am 9. und I I. April wieder machen wird. Bericht und (Sollecte wollen Sie demselben mitgeben. ___________________Wahl.___________________ befunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Revolver, 1 Brosche, 3 Taschenmesser, 1 Ring, 1 Halskettchen mit An- hangfel, 1 Baumsäge, 1 Frauenhemd, 3 Taschentücher, 1 Halstuch, 1 Kindermütze und 1 Commersbuch. Gießen, den 31. März 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius._________________ Neueste Nachrichten. ffiolfffl telegraphische« Korrespondent- Bureau. Berlin, 30. März. Daö Magistratscollegium beschloß, bezüglich der geplanten deutsch-nationalen Gewerbe« auSftellung sich vorerst mit dem Aeltesteu-Collegium der Berliner Kaufmannschaft, resp. dem Deutschen Handelstage in Verbindung zu setzen, um zu ermitteln, ob Handel und Industrie eine solche Ausstellung wünschen. Don dem Er- qebnife soll eS abhängig gemacht werden, ob die städtischen Behörden weitere Schritte bei der Regierung thun. Wie», 30. März. Nach einem Telegramm der „Presse" auS Abbazia brachte Seine Majestät Kaiser Wilhelm bei dem gestrigen Dtner einen Toast aus auf Se. Majestät Kaiser Franz Joseph, den er hier in diesem Eden Oesterreichs begrüße, wo es seiner Familie so wohl gefalle, und daS seinen Kindern zur Gesundheit und Kräftigung diene. Wieo, 30. März. Kaiser Franz Joseph ist heute Vormittag 9 Uhr 40 Min. auS Abbazia hier wieder ein« getroffen. Abbazia, 30. März. Kaiser Franz Joseph hat vor dem gestrigen Diner dem Kommandanten des Schulschiffes Moltke", Capitän zur See Koch, persönlich den Orden der Eisernen Krone zweiter Klasse überreicht. Rom, 30. März. Die Sectionen deS Jnternattv' -.taten m edicinischen CongresseS waren heute zur Berathung über die vorliegenden Denkschriften versammelt. In der Section für innere Medtcin machte Professor Ziemssen- Mnd)en wichtige Mittheilungen über Bluttransfusion. — In der ersten Nachmittags • Plenarsitzung, der der größte Lheil der Congreßmitglieder und viele Damen beiwohnten, p rachen Birchow über Morgagni und daS anatomische Denken, vouchard Paris über Fieber, Babes-Bukarest über das Verhalten der Staaten gegenüber den jetzigen Resultaten der bakteriologischen Untersuchungen. Die Redner ernteten sämmt- äch vielen Beifall. Bevor Birchow sprach, überreichte ihm der Vertreter ForliS, der Vaterstadt Morgagnis, eine Urkunde, wodurch Virchow zum Ehrenbürger von Forli ernannt wird. AlSdann gab Birchow einen Ueberblick über die Geschichte der Medicin von Hippokrates bis Morgagni, den er den Bahnbrecher der neuen Medicin in allen Zweigen nannte. — Eine große Anzahl der am Eongresse theilnehmenden Aerzte be- 'uchte heute daS Grab Victor Emanuels. Bezüglich der Wahl des nächstjährigen CongreßorteS find die Meinungen g-theilr. Die einen stimmen für Petersburg, die anderen ?ftr Paris. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Depeschen deS Bureau „Herold^. verli», 30. März. Die preußische Regierung hegt die Absicht, dem Landtage einen Theil der geplanten Reorganisation der Staatsbahnverwaltung noch in )er laufenden Session in Form eines Gesetzentwurfs, betr. die Entlassung oder zur DiSpositionSftellung von Eisenbahn- beamten zur Beschlußfassung zu unterbreiten. Die Organi- ia’ion soll am 1. April 1895 inS Leben treten. Schon jetzt oll für die entbehrlich werdenden Arbeitskräfte Sorge getragen werden. Die neue Vorlage ist dazu bestimmt, damit die Zukunft der in Frage kommenden Beamten nach den bei den Landesbehörden üblichen Grundsätzen gesichert werden • tarnt. Berlin, 30. März. In der gestrigen Sitzung des SraatSmini st eriumS dürften auch Reichsangelegenheiten $ur Verhandlung gestanden haben, da außer dem Reichskanzler auch der Staatsfecretär Graf PosadowSky au der Stxung theilnahm, welche vier Stunden dauerte. Berlin, 30. Marz. Die Socialdemokraten wollen im Reichstage eine Interpellation wegen Unterdrückung der „Elsaß - Lothringischen Volkszeitung" in Mülhausen einbringen. Wien, 30. März. In Hofkreisen verlautet, Kaiser- Wilhelm werde in den nächsten Tagen den Besuch des Kaisers Franz Joseph in Wien erwidern - Kaiser Wilhelm werde im Schönbrunner Schlosse absteigen. Wien, 30. März. Die Gaswerke der englischen GaSgesellschaft werden ununterbrochen durch Wachleute bewacht. Trotzdem die GaSvorräthe nur noch für die heutige Nacht auSreichen, braucht eine Störung in der Beleuchtung Wiens nicht befürchtet zu werden, wenn die frischen Arbeitskräfte nicht durch die Ausständigen in ihrer Thätigkeit behindert werden. Budapest, 30. März. Der Eisenbahnzug mit der Leiche Kossuths ist heute Morgen in Eakathum eingetroffen. In den meisten österreichischen Stationen hatten die Behörden das Betreten des Bahnsteiges verboten. Ein Kranz, den die ungarischen Kurgäste in GönS am Sarge niederlegen wollten, wurde polizeilich beschlagnahmt. Budapest, 30. März. Kossuth hat ein politisches Testament hinterlassen, dessen Publizirung die Familie verweigert, weil es angeblich heftige Angriffe gegen die Dynastie enthalte. Paris, 30. März. Der Polizei gelang die Verhaftung neun weiterer Mitglieder der kürzlich entdeckten internationalen Gaunerbande, darunter sieben Deutsche. Paris, 30. März. Unter den neuerdings in Paris Verhafteten soll sich auch ein deutscher Offizier auS Hamburg Namens Lederer befinden, der auch der Spionage verdächtig fei. Brüssel, 30. März. In der gestrigen Generalversammlung der Organisationsmitglieder für die Brüsseler Weltausstellung wurde beschlossen, dieselbe im Jahre 1896 stattfinden zu lassen. Belgrad, 30. März. Aus dem Lande werden politische Morde hervorragender Fortschrittler durch Radicale gemeldet- so wurde in einer Stadt der Präsident des fortschrittlichen Parteiausschusses erschossen. Rom, 30. März. Die „Risorma" beschäftigt sich in einem längeren Leitartikel mit der medicmischen Thätigkeit Professor Virchows, in dem sie die wissenschaftliche Bedeutung deS Gelehrten hervorhebt, feine Anhänglichkeit für Italien rühmt und Rom glücklich schätzt, ihn in seinen Mauern zu beherbergen. Krakau, 30. März. Heute Vormittag begannen die KoSciuSzko - Feierlichkeiten. In der lateranischen Capelle der Kapuzinerkirche fand im Beisein sämmtlicher Mltglieder deS Kosciuszko - Vereins, vieler Studenten und einer großen Menschenmasse die Einmauerung einer Gedenktafel statt. totale« «nb provinzielle». Gieße», den 31. März. ** Denkmal für Großherzog Lodwig IV. In der Zweiten Ständekammer haben 34 Abgeordnete, welche an sich bereits eine starke Majorität im Haufe bilden, den Antrag eingebracht, aus Anlaß der bevorstehenden Vermählung Sr. Kgl. Hoh. des Großherzogs, sowie auS Dankbarkeit für den Großherzog Ludwig IV. als Landesfürst und Heerführer, zu den Kosten deS dem verstorbenen Großherzog zu errichtenden Denkmals die Summe von hunderttausend Mark Sr. Königl. Hoh. dem Großherzog Ernst Ludwig zur Verfügung zu stellen. *• viSmarckadresse. Vierzehn Damen auS der Pfalz, Baden und H e f f e n trafen gestern um 12 V, Uhr in Friedrichs- ruh ein, wo sie Cryfander mit BiSmarck'schen Wagen am Bahnhof abholte. Nachdem der Fürst die Damen bewillkommt und die Damen RosenbououetS überreicht hatten, trug Fräulein Bücking (Frankenthal, Pfalz) ein Huldigungsgedicht vor, welches den Fürsten sichtlich ergriff. Freifrau von Heyl (WormS) credenzte dem Fürsten einen Ehrentrunk köstlicher Liebfrauenmilch und Frau Conful Koelle (Karlsruhe) überreichte eine Cassette mit über 100000 Unterschriften. Der Fürst dankte in längerer Rede, in welcher er hervorhob, es wäre einem preußischen Minister noch nicht passirt, daß eine Deputation nichtpreußischer Damen zu seiner Begrüßung eine so weite Reise nicht gescheut hätte- es sei dies ein Beweis, daß es ein einiges Deutschland gäbe. Dann erfolgte die Vorstellung der Damen und Frühsrück, an welchem noch die Fürstin, die Gräfin Wilhelm BiSmarck, Schwenniuger und Cryfander theilnahmen, Fräulein Kuby (Edenkoben, Pfalz) überreichte dem Fürsten bei Tisch unter Hersagung eines Gedichtes eine Flasche Pfalzgrasen-Gartenwein von Mancher in Neustadt, Pfalz. Der Fürst brachte ein Hoch auf die Damen auö, worauf Frau Präsident Kiefer auS Freiburg beredt dankte. Nu» übergab der Fürst jeder Dame fein Bildniß mit eigenhändiger Unterschrift, wofür Frau Präsident WolfSkehl (Darmftabt) den Dank abstattete. Die Damen baten sodann den Fürsten, ihm die Pfeife anstecken zu dürfen, was er gestattete. Nach dem Frühstück fang Frau Conful Koelle einige Lieder, wo, auf dann die Damen unter Führung der Gräfin Wilhelm BiSmarck ohne den Fürsten eine halbstündige Promenade durch den Park machten. Beim Abschied erschien Fürst BiSmarck nebst Gemahlin am Portal und drückte sämrntlichen Damen die Hand. Die Damen auS Hessen sind: Freifrau von Heyl au6 WormS, Frau Präsident Lippold auS Mainz, Frau Fabrikant Adolph Zurbuch auS Gießen (an Stelle der erkrankten Frau Prof. Ducken), Frau L. WolfSkehl aus Darmstadt. *• Die Bestimmungen übet die Sepäckerleichtetuug bei der Zufauterie sind nunmehr bekannt gegeben. ES find folgende Abänderungen beabsichtigt, welche allerdings erst nach Prüfung der einzelnen Umformungen allgemein eingeführt werden sollen. Der Wasfenrock soll an Stelle deS Stehkragens einen Umschlagkragen erhalten, der nicht am Halse» sondern oben an der Brust zugesaßt wird. Die Rockschößc werden hinten getheilt und ein wenig verkürzt. Statt der Binde wird ein Kragenstück in das Hemd geknöpft. DaS Kalikohemd wird durch ein Tricotgewede ersetzt. Die Stiesel erhalten leichteres Leder für die Schäfte und leichteren Beschlag. Die Unterhosen werden so zugeschnitten, daß sie im Quartier als Oberhose getragen werden können. Der Helm wird kleinere Beschläge auS Aluminiumbronce erhallen. Die Tornister werden erleichtert, mit beweglichen Tragriemen ohne Gestell hergestellt. Zeltzubehör und LebenSmittel- beutel, in welchem die eisernen Portionen Platz finden, werden unter der Tornisterklappe, befestigt, und unten seitlich deS Tornisters zwei leicht zugängliche Taschen für je 1 Patronen- packet angebracht. Dafür fällt die hintere Patronentasche fort, jedoch nehmen die vorderen Taschen je 3 (statt 2) Packete zu 15 Patronen auf. Die Blecheinsätze werden beseitigt. Die Leibriemen und Säbeltaschen werden V? &,DI- schmaler geschnitten als bisher. Das Kochgeschirr besteht aus geschwärztem Aluminium. Das Brodbeutelband soll, um den Druck auf der Vruft zu vermeiden, auf den Märschen im Brotbeutel getragen werden. Der Mantel wird im Rücken und in den Aermeln nicht gefüttert, der Schnitt enger, die Aerrnelaufschläge schmaler gemacht. Die Drill ich Hose fällt fort. Für den Winter ist Ersatz vorgesehen. Die Handschuhe werden nur für kältere Jahreszeiten ausgegeben. DaS Putzzeug ist um 200 Gramm zu verringern. Das Seitengewehr macht einem um 400 bis 500 Gramm leichteren Modelle Platz. Don der Taschenmunition werden 30 Patronen auf Wagen nachgeführt. Die mitzutragenden eisernen Gemüse-Conserven werden um 400 Gramm verringert. An Schanzzeug wird der Truppe soviel zugetheilt, daß jede Compagnie nur noch 50 Spaten, 10 Beilpicken und 5 Beile mitführt, die man den stärkeren Leuten mitgeben wird. Die gesammte Gepäckerleichterung wird 13 bis 14 Pfund betragen. Die beabsichtigten Aenderungen werden bei 10 Bataillonen vom Mat ab erprobt, und mtt dem Schluß der Herbstübungen auch die Proben abgeschlossen werden. In Bezug auf obige Be- stimmungen ist noch zu bemerken, daß die Infanterie in Oesterreich pro Mann 28,9, in Italien 26, in Frankreich 28,5, in Rußland 29,5 Kg. trägt, so daß die neue deutsche Ausrüstung mit zusammen 26,1 Kg. eine der leichtesten sein wird. An Patronen nehmen die Infanteristen mit: in Oesterreich 100, Italien 96, Frankreich 120 und Rußland 84 Stück, sodaß der deutsche Soldat mit 90 Stück etwa in der Mitte steht. W. Nordlicht.' Wir verließen heute Nacht gegen y43 Ufa (so spät? ? Anmerkung des Setzerlehrlings) die Kneipe und bemerkten gegen Norden bei einem intensiv rothen Himmel, wie wenn ein gewaltiges Feuer in der Nachbarschaft wäre. Unsere Absicht war, den städtischen Thurmwächter zu alarmiren, doch machten wir bald die Entdeckung, daß wir es nicht mit einem Feuerschein, sondern mit einem Nordlicht, welches sich nach Nord-Ost zu bewegte, zu thun hatten, gegen s/<3 Uhr war die prächtige Erscheinung verschwunden. — (Von anderer Seite wird uns die Mittheilung bestätigt, nur daß die Erscheinung im Entstehen um etwa 12 Uhr den Horizont nach Norden im weißlichen Licht, etwa wie der Schein von elektrischem Licht, zeigte und zwar an einer Stelle, wo eß bereits um 10 Uhr vollständig dunkel war. Red.) v Darmstadt, 30. März. Der LandeSgeologe Dr. Ch eltus zu Darmstadt hat aus eine Ende Februar an ihn ergangene Anfrage abgelehnt, einem Ruf als ordrntlicher Professor der Mineralogie und Geologie an die Technische Hochschule zu Hannover zu folgen. Hierdurch bleibt derselbe seiner Thärigkeit bet der hiesigen geologischen Landes- austalt und der Technischen Hochschule Darmstadt erhalten. △ Mainz. 31. März. In einer Extrasitzung der Stadtverordneten wurde Beigeordneter Dr. Gaßner soeben als Bürgermeister eingesührt. «ASM- den Stnnds»«WtOVO-r§teen der Stadt Gie-e*. Marz: 24. Dr. Friedrich Karl Fertsch, Chemiker zu Speyer, mit Johanna Schmidt Hierselbst. 29. Friedrich Wilhelm Söhnel, Zuschneider dahier, mit Christine Steinberger zu Castel. März: 24. Ernst Richard Wtegelmann, Kaufmann dahier, mit Anna Karoline Julie Johannette Wetdig hterselbst. 24. Adam Daniel Dietz, Graveur zu Darmstadt, mit Johanna Dorothea Christ ane Repp Hierselbst. 24. Heinrich Eduard Christian Schmall, Dachdeckermeister dahier, mit Anna Ullrich hterselbst. 24. Wilhelm Mootz, Taglöhner dahier, mit Katharine Oßwald hterselbst. 27. Wilhelm Pfeil, Kaufmann dahier, mit Karoline Wilhelmine Dauernhetm hterselbst. 27. Dr. Johann Wilhelm Karl Emil Vaubel, Chemiker zu Amerssoort, mit Johanna Wilhelmine Senner hterselbst. 27. Johs. Karl Schäfer, Taglöhner dahier, mit Elise Kern, geb. Kretcker, Wtttwe von Taglöhner Peter Kern hterselbst. 27. Rudolf LouiS Gustav Tellmann, Schlosser dahier, mit Anna Gertraud Kröcker hterselbst. SA0CMU* Marz: 23. Dem Gastwtrth Adam Siebert eine Tochter, Friederike Luise. 24. Dem Schlosser Karl Klotz ein Sohn, Carl Christian. 24. Dem Bildhauer Emil Kalbfleisch ein Sohn, Heinrich WUHelm. 25. Dem Schuhmachermeister Ludwig Bernhardt eine Tochter. 26. Dem Wagnermetster Louis Faber ein Sohn. 26. Dem Lehrer Karl Schmidt ein Sohn. 26. Dem Großh. Oberbibltothekar Dr. Hermann Haupt ein Sohn, Otto August Hermann Helmuth. Gestorbene. März: 22. Katharine Schultheiß, 24 Jahre alt, ledig, dahier. 24. Karl Bterau, 2 Jahre alt, Sohn von Schmied Georg Bterau von Wtescck. 25. August Jssermann, 41 Jahre alt, Taglöhner von Ilbenstadt. 25. Todt aufgefunden: Karl Marx, 25 Jahre alt, Gertchts-Accetfist dahier. 26. Marie Wtßner, geb. Pfeif, 72 Jahre alt, dahier, Wtttwe von Landwtrth Johs. Wtßner. 26. Wilhelm Trank, 1 Jahr alt, Sohn von Taglöhner Johs. Trank dahier. 26. Friedrich Schneider, 37 Jahre alt, Lackirer dahier. 26. Margarethe Henn, 7 Jahre alt, Tochter von Tapezier Jacob Henn dahier. 27. Emma Häuser, 4 Jahre alt, Tochter von Wagner Heinrich Häuser zu Fauerbach v. d. H. 27. Philipp Ludwig Damm, 21 Jahre alt, Dekorationsmaler von Reiskirchen, Kreis Gießm. tüjuetten Schanzenstrasse 12 Gas- und Wasserleitungen Schanzenstrasse 12 Telephon Nr. 35 Telephon Nr. 35 8 2828 An- und Verkauf 2766] Ein zuverlässiges Mädchen, 2824] Arrszrrg aus den Mrchenbücherm der Stadt Gietze«. Evangelische Gemeinde. SdtattU. Matth Lu sgemeinde. Den 26. März. Josef August Langer, Schreiner in Gießen, ein Wittwer, und Elise Jäckel, Tochter deS verstorbenen Schneiders Johannes Bernhard Jäckel in Nidda. Denselben. Wilhelm Mootz, Taglöhner in Gießm, ein Wittwer, und Katbarine Oßwald, Tochter des oerstorbenm Schuhmachers Martin Oßwald in Laubach. 2716] Ges. e. br. Laufmäd. v. Morg 6 bi« Rachm. 4 U. Asterweg 48, III, lk«. 2655] Ein Dienstmädchen, welches bürgerlich kochen kann, sogleich gesucht. Don wem? sagt die Expcd d- Bl. Brief- und Packet-Siegelmari ■Ich. Schaffstaedt Metatlivaarenfabrik und Znffattalionsgeschäft 1 fo?^gesucht^geübte^K?/tde?macherinnen das /Eständig kochm kann und Haus- I. bevorzug.Settersweg^ arbeit übernimmt, sucht bei kostenloser Zuführung seitens der Stadt unter Garantie bester Ausführung bei billigsten Preisen. PWMNlM fit Kluft - uni Hmddktrieb, Dumpf- und öoroufaljmungtn, Badeanlagen und. Closeteinrichtungen nach den bewährtesten Systemen. GROSSES LAGER Beleuchtungsgegenständen- Kochapparaten- Badeöfen- Badewannen- Closets etc. Generaldepöt des Auer’schen Gasglühlichtes und Generalvertretung für Oberhessen der Allgemeinen Electricitätsgesellschaft in Berlin für Beleuchtung und Kraftübertragung. I ' Dm 29. März. Dem Dr. Walther Stein eine Tochter, Johann« | Julie Marte, geboren den 20. Januar. I JohauneSgemeinde. Den 24. März. Ein außerehelicher Sohn, Ludwig, geborew dm 22. März. Den 26. März. Dem Weißbinder und 'Lackirer Carl Löwer ein Sohn, Carl Ludwig Wilhelm, geboren den 26. Januar. Denselben. Dem Gastwirth Carl Bauer eine Tochter, Lucia Maria, geboren am 21. Januar. Denselbm. Dem Barbier Louis Flick eine Tochter, Lina, geboren den 11. Februar. Militärgemeinde. Den 25. März. Dem F-ldwebel Heinrich Karl Heimann ein Sohn, Han« Julius Heinrich Christian, geboren den 13. Januar. Dm 26. März. Dem Feldwebel Georg Ritz ein Sohn, Karl Georg Hermann Wilhelm, geboren den 13. Januar. Beerdigte. Markusgemeinde. Den 24. März. Heinrich Zöller, alt 13 Jahre, starb dm 21. März. Lukasgemetnde. Den 28. März. Marte Wtßner, geborene Pfeif, Wtttwe 6ei Ackersmannes Johannes Wtßner von Nteder-Ohmm, alt 72 Jahre, starb dm 26. März. Johannesgemetnde. Den 24. März. Katharine Schultheiß, ledig, alt 24 Jahre, starb den 22. März. Dm 28. März. Carl Marx, Gerichts-Accessist zu Gießm, alt 25 Jahre, starb wahrscheinlich am 13. Februar. Denselben. Friedrich Schneider, Weißbinder, ledig, alt 37 Jahre, starb den 26. März. Markusgemeinde. Dm 25. März. Adam Dietz, Graveur zu Darmstadt, und Johanna Repp, Tochter des Wätchereibefitzers Louis Repp zu Gießm. Den 26. März. Karl Struth, Schlosser zu Gießen, und Ernestine Stmgel, Tochter des Maurers Johann WUHelm Stmgel zu Laubach. Denselbm. Karl Mandler, Taglöhner zu Gießen, und Marie Pbilippine Hmriette Elisabeth Gelzmleuchter, Tochter des HilfS- pedellen Johann Georg Gelzenleuchier zu Gießen. Den 28. März. Rudolf Louis Gustav Tellmann, Schlosser zu Gießen, und Anna Gertraud Kröcker, Tochter des Gemüsehändlers Martin Kröcker zu Gießen. Lukasgemetnde. Dm 24. März. Ernst Richard Wtegelmann, Kaufmann, und Anna Karoline Julie Johannette Wetdig, Tochter des .verstorbenen Kaufmanns August Wetdig. t Dm 26. März. Heinrich Eduard Christian Schmall, Dach- deckermcister, und Anna Ullrich. JohauneSgemeinde. Dm 28. März. Karl Schäfer, Taglöhner zu Gießen, und Elife Kern, geb. Kretcker, Wtttwe des Taglöhners Peter Kern. Denselben. Dr. Wilhelm Johann Carl Emil Vaubel, Chemiker zu Amerssoort in Holland, und Johanna Wilhelmine Senner, Tochter des Rentners Julius Fran, Senner zu Gießen. Denselbm. WUHelm Pfeil, Kaufmann zu Gießm, und Caroline Wilhelmine Dauernhetm, Tochter des verstorbenen Hauptkaffm- buchhalters Heinrich WUHelm Dauernhetm zu Gießm. •ttaaftt» Matthäusgemeinde. Den 25. März. Dem Buchhalter Otto Kolbe ein Sohn, Karl Otto, geboren den 16. December 1893. Denselben. Dem Schreiner Ernst Falkenheiner ein Sohn, WUHelm, geboren den 20. Januar. . , Dmselbm. Dem Bureaugehllfen Ferdinand Sturm eine Tochter, Elisabeth Mathilde Dora, geboren Den 31. Januar. Denselben. Dem Schreiner Georg Pfeil eine Tochter, Johanna Mathilde Franziska, geboren den 22. Februar. Den 26. März. Dem Schornsteinfeger Eduard Rupp eine Tochter, Marte, geboren den 16. Februar. Den 28. März. Dem Fabrtkantm Dr. Karl Kempff eine Tochter, Luise Johanna Franziska Friederike, geboren dm 11. December 1893. „ ,r . Den 29. März. Eine uneheliche Tochter, Johanna Katharine Marie, geboren dm 6. März. » Markusgemeinde. , Den 25. März. Dem Eisendreher Heinrich Tranker ein Sohn, Georg Heinrich, geboren den 16. Februar. Den 26. März. Dem Schneider Ludwig Simon ein Sohn, Friedrich Franz Karl, geboten den 9. Februar. Denselben. Dem Lackirer Jakob Ritsert ein Sohn, Eduard Karl, geboren den 25. Februar. , _ , _ Dmselbm. Dem Taglöhner Karl Mandler ein Sohn, Georg Ludwig Max, geboren dm 8 März. Denselben. Dem Schutzmann Johannes Schmidt ein Sohn, Hans Karl Hermann, geboren den 4. Januar. Denselben. Dem Bremser Gottfried Lauber eine Tochter, Phtlippine Thekla Margarethe, geboren den 13. Januar. Lukasgemetnde. Den 25. März. Dem Stattonsafsistenten Alexander Berk ein Sohn, Karl Ludwig Wilhelm Gustav, geboren den 6. Januar. Denfelben. Dem Schmied Ernst Döll eine Tochter, Lina Mathilde, geboren den 30. Januar. Den 26. März. Dem Spenglermeister Christian Arnold em Sohn, Otto Karl Martin Ernst Hermann, geboren den 27. December 1893. , „ m _ Denselben. Dem Heizer an der Oberhessischen Bahn Hermann Schleuning eine Tochter, Lina Marie Antonie Emilie, geboren den 17. Februar. fertigt n bflUge* PreUe* die Br-üh&sche Druckerei. ScWetrew 7. ---------— _ _ . _____ Frau v. Scheven, Südanlage 4. 2868] Ein braves Dienstmädchen i — ——--- f sprich sofort gesucht.______________Neustadt 6. | Junges braves Mädchen auf sogleich 6 Näheres in der Exped. d. Bl. 2797 Gymnasium Fridericianum zu Laubach. Das neue Schuljahr beginnt Montag den 9. April. Anmeldungen neuer Schüler werden an diesem Tage Vormittags von 8—10 Uhr entgegengenommen. Bei der Anmeldung sind mitzubringen, Geburts- urfunbe, Impfschein (bei älteren als 12 jährigen auch über die Wiederimpfung), und Zeugniß der zuletzt besuchten Lehranstalt. Laubach, den 30. März 1894. Die Großh. Direktion. Dr. Windhaas. Verkehr, £anÖ* unö Volkswirthschaft. «ietzen, 31. März. Marktbericht. Aus Dem heutig« Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. X 1,05—1,10, Hühnereier 1 Stück 5-6 2 Stück — H, Käse pr. St. 5-8 4, «äsematte pr. St. 8 «A, Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 30 4, Taube» pr. Paar x 0,80—1,00, Hühner pr. Stück X 1,00—1,30, Hahn« pr. 6t. X 1,40-1,70, Enten pr. ©t X 1,80 bis 2,20, Ochsenfleisch pr. Md 65-72 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60- H, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60--4, Hmmnü- fleisch pr. Pfd. 50—68 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,25—5,50 X« Weißkraut pr Stück 4 —10 -3», Zwiebeln pr. Centner 10,00—12,00 «M« Milch pt. Liter 16 20 ch, Enteneier 7 H, Gänseeier 11—12 Amtliche Prüfung der Lichtstärke der Leuchtgasen Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat März 1894: 141/* Kerzen. Buchner. von getragene« Kleidern, Weitz,eng, Möbeln, Veite«, «old- und Silbersachen, Bücher«, Zeitungen, tuten* Papier, Kupfer, Messing, Zinn, Blei und Eisen. Ebenso werden Lumpe« und Knoche« auf Verlangen jederzeit abgeholt durch 1257 Louis Rothenberger Wwe. 2779] Spenglerlehrling gesucht. Christian Rosenberg. 10771 Ein bis zwei Schüler des hiesigen Gymnasiums ober RealgymnafiumS finden Aufnahme in guter Familie. — ______ _____________ Mäßiger Preis. Auf Wunsch miss. Neber- . 2767] Laustrau zum 1. April gesucht wachung der häuslichen Arbeiten. Anerb. Wilhelmftraße 1, L unter Dr. E. a. d. Exped. d- Bl- ■ — ---- ' —~ ■■ » U—ll H ITJLJIJUUmsÄJLÄJuUUwlXJUUwA^JlJwmJwlJUU' II ■ 11 11.11 D iniiar, Ä®d ih| ** ^Nter, 8udt nt 13 Ntt, starh b» J, PKif, Witt.« ta 6mcn' alt 72 3e% eb,8' alt 24 3^ M zu Gtetzm, tti 373^ ‘»tobtoaft fite Ää *1,00—1$ Hahn«, »Ä h 60— 4, hamMl« 00 Kilo 4,25-6,60* ntvrr 19,00-12,00 I ‘Metier 11-12 4* 61« Mlhtzis«. ter stündlichem @c* ts-Parasfinkerzru. Kerzen. Buchner. 1 der ng> Mit vorzüglicher Hochachtung Hierdurch erlaube ich mir einem verehrten Publicum die ergebene Mittheilung zu machen, dass ich am heutigen Tage das von mir seit langen Jahren am hiesigen Platze betriebene Uhren-, Gold- und Silber waaren-Geschäft verbunden mit grossem Alfenidewaaren-Lager meinem Sohne übergeben habe. Indem ich für das mir jederzeit in so reichem Maasse entgegengebrachte Vertrauen bestens danke, bitte ich dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen und zeichne Julius Noll in Firma W. E. Heinrich. Höflichst bezugnehmend auf Obiges theile ich einem verehrten Publicum ganz ergebenst mit, dass ich das von meinem Vater übernommene Uhren-, Gold- und Silberwaaren - Geschäft verbunden mit grossem Alfenidewaaren-Lager unter der Firma Karl Noll Gold- und Silberarbeiter weiter führen werde. 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