innen. 1587 Ernste 614er, B fr $!* ■ 92 Wntaetnb nächst 101 Braud ac 'Sere Zeit z» I4U8 )klmer Tohu. Wfi Btt bem Hause, ‘^L®Wnftra§e27. Berkaus Ä MtWn, ttrun, Sinn, «ptN unb Knoche« M abybott durch thenberger Wwe. M Schlachteu ifauft. [23 !k» RotzschWei' Ät» Piantn- ,« ir.:Offerten mit Ereil' >it Efi>. b. Bl erbeten. r@to§6erjogI.$roDln| ,6 bekamin i-s-Ähtclst üt bem Sitz in Gießen, nrnirlenBetsicherungs- gesvcht. 835 an Haasea« Ml.__ deatsoben Lebeoever- sucht z. Besetz, ihrer Xgenhir I und Vmgegend |en Herrn, der sieh der n kann. Befl. Offertes an die Exp. d. BI. erb. n jungen Mann, weichet i hiesige Realschule de- -riingsMmelnm ^chen Gtschait gesucht, rgen bei bet Expedition jet tzausdurschs ftt> >ie En>ed. d. A._____ Oh«rs»r geiuchb 9leuenn>ego2_ ^sHausmädchcu, ch°s'«M.m-d [lOJi ii d-r iKM'ges rimü- Kisucht. Expeb-^v^—— ?Iier iazelnen, .>' *b “ atsoursen. itz, Kunstmaler £aWzt i Wa?6er' Nr 50 Erstes Blatt. Donnerstag den 1. März 1894 Amts- und Anzeigeblutt für den Knb (ßiefaat chratisbeitage: chießener Aamitienbtätter Amtlicher Theil Feuilleton Annahmr von Anzeigen zu brr Nachmittags für bcn folgmbrn Tag rrfchrinrndrn Nummrr bis Norm. 10 Uhr. Militär-Jnvaliden-Pension nicht weitergezahlt wurde, auch wenn sie nicht im Besitze de» Pensions-Quittungsbuche» sind. Die Dtetdungen haben bis spätestens 15. März 1894 bei der vorbezeichneten Stelle stattzusinden. Gießen, den 22. Februar 1894. Großherzogliches Bezirks Commando. Caspary, Oberstlieutenant z. D. und Commandeuer des Landwehr, bezirks Gießen. Vierteljähriger ABonnrmfntiprff«: 2 Mark 20 Psg mit Vringrrlvdn. Durch dir Post drzogrir 2 Mark 50 Pfg. Äfbortion, Expedition und Druckrrri: Schukllrahr Ar.7. Fernsprecher 51. Deutsches Reich. Berlin, 26. Februar. Zum intern ationalenBerg- arbeiter-Congreß, der nach einer Mittheilung des Präsidenten des internationalenBergarbeitercomitös, B. Pickard in London, am 14. Mat d. I. in Berlin zusammentreten soll, schreibt man der „Rh.-Wests. Z'g." aus Dortmund unterm 24. dS. MtS.: In den nächsten Tagen sind in den Kohlendistricten Rheinlands und Westfalens eine große Zahl Bergarbeiterversammlungen anberaumt, in denen die BeAlle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Lnzcigev für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gießen, den 27. Februar 1894. Betr.: Ausführung des Reichsgesetzes vom 5. Mai 1886 über die Unfallversicherung der in land' und forst« wirthschaftlichcn Betrieben beschäftigten Personen, hier die Einziehung der GenosienschaftSbeiträge. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen Ml WU eteto. VLrgerruewereieii M «rette». Nach § 81 des NeichSgesetzeS vom 5. Mai 1886 in Verbindung mit § 20 der Verordnung vom 11. Juli 1888, betreffend die Unfall und Krankenversicherung der in land- und forstwirchschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen sind die aus die Beitragspflichtigen umzulegenden Jahresbeiträge zur land« und forstwirthfchafllichen Berufsgenoffen- schaft innerhalb 4 Wochen nach Mittheilung der Heberollen an die Grobherzoglichen Bürgermeistereien durch die Gemeindeeinnehmer einzuziehen und in ganzer Summe an den Genoffenschaftsvorstand einzusenden.. In der Erhebung und Einsendung dieser Beiträge ist den Mittheilungen des Vorstandes der land- und forstwirth- schaftlichen BerufSgenoffenschast zu Folge bisher regelmäßig eine sehr erhebliche Verzögerung eingetreten, so daß dieselbe beispielsweise im abgelausenen Jahre anstatt eines Zeitraumes von 4 Wochen einen solchen von nahezu 7 Monaten in Anspruch nahm. Da der Genoffenschaftsvorstand auf den rechtzeitigen Eingang jener Beiträge um so größeren Werth legen muß, als er seinerseits verpflichtet ist, der Postverwaltung innerhalb spätestens 3 Monaten nach Empfang der betreffenden Liquidationen für die von den Postkaffen bewirkten Zahlungen Ersatz zu leisten 75 und 84 d. R.«G. v. 5. Mai 1886), so erscheint es geboten, darauf hinzuwirken, daß die Einziehung und Ablieferung der Genoffenschaftsbeiträge innerhalb der oben erwähnten vierwöchenrlichen Frist durchgeführt wird. . ,, r. Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien werden deßhalb hierdurch strengstens angehalten, jene Beiträge innerhalb längstens 4 Wochen nacb Empfang des von dem Genoffen- fchaftSvorstande ausgestellten Erhebungsverzeichniffes durch die Gemeindeeinnehmer einziehen und in ganzer Summe an den Genoffenschaftsvorstand einsenden zu lassen, oder dafür Sorge zu tragen, dab in den Gemeindekaffen ein ausreichendes Betriebskapital vorhanden ist, aus welchem die umzulegenden Zwei Feinde. Don Theo Seelmann. (3. Fortsetzung.) II. Sieben Jahre waren verfloffen. Der korsische Eroberer war wieder aus Deutschland vertrieben, die siegreichen Heere waren in Paris eingezogen und Napoleon war nach Elba verbannt worden. In Wien waren die Diplomaten und Fürsten versammelt, um die Wiederherstellung eines neuen europäischen RechtSstandeS zu berathen. Die Armeen der Verbündeten waren zwar aus Frankreich zurückgezogen, aber man glaubte an die Dauer deS geschloffenen Friedens noch nicht; alle Festungen längs deS Rheines waren mit Soldaten überfüllt, die bereit standen, bei dem ersten Zeichen einer neuen Unruhe vorzurücken. Und diese Vorsicht war an« gebracht. Am 26. Februar 1815 verließ Napoleon Elba und landete am 1. März in Frankreich. Wie ein Lauffeuer durchlief die Kunde von diesem Ereigniß Europa, denn überall war eS klar, daß ein neuer blutiger Kampf bevorstand. In der Commandantur der Festung Wesel gmg der Oberst deS dritten Dragonerregiments mit großen Schritten vor einem jungen Offizier auf und ab, der in Dienstuniform vor ihm stand und mit gespannter Aufmerksamkeit seinen Auseinandersetzungen zuhörte. ,Jch habe Sie, Lieutenant von Harwegk, sagte der Oberst nachdenklich, „hierher befohlen, weil ich vor einer halben Stunde eine Stafette von Berlin erhalten habe, durch die mir die Ordre ertheilt wird, unverzüglich einen Offizier meines Regiments auszuwählen, der das Französische in vollkommener Weise zu sprechen vermag. Es handelt sich nämlich darum, daß wir zuverlässige Nachrichten über die Stimmung erhalten, die augenblicklich in Frankreich und namentlich in Paris herrscht. Daher soll sofort der betreffende Osfizicr in Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschaftslehrer Leit Higer von Alsfeld 1. Sonntag den 4. März l. I., Nachmittags 3 Uhr, einen Vortrag in dem Saale des Herrn Wirths Konr. Weil III. zu Laug-Göus über Gründung einer Zuchtgenoffenschaft zur Zucht des Simmenthaler Viehes, 2. Sonntag den 11. März l. I., Nachmittags 3 Uhr, einen Vortrag im „Englischen Hof" zu Grünberg über Futterbau auf dem Ackerlande, 3. Samstag den 17. März l. I., Abends 7 Uhr, einen Vortrag in dem Saale des Herrn Wirths Heiland zu Lich über die Anwendung künstlicher Dungmittel, halten wird. Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Vereins, der landwirthfchaftlichen Localvereine, sowie alle Freunde der Landwirthschaft werden zu diesenVorträgen hierdurch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister der vorgenannten und der diesen benachbarten Gemeinden werden ergebenst ersucht, diese Bekanntmachung zur Kenntniß der Landwirthe in ihren Gemeinden zu bringen und auf möglichst zahlreichen Besuch der Vorträge hinzuwirken. Gießen, den 23. Januar 1894. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereines Gießen. Jost. (<)icßcner Anzeiger Henerat-Wnzeiger. Der Hlrhrnrr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme drs Montag-. Dir Gießener A-mtlirn-rälter werbrn bem Anzrigrr wSchentlich brrunat beigelegt. irgend einer ihm passenden Verkleidung nach Paris ausbrechen und dort seine Beobachtungen anstellen, die sich hauptsächlich darauf beziehen sollen, festzustellen, ob das Volk einer Wieder- anerkennung Napoleons geneigt ist. Zur Ausführung dieses Auftrages erscheinen nun Sie mir die geeignete Person zu sein, und ich richte daher an Sie die Frage, ob Sie gewillt sind, diese gefährliche, aber auch anreizende Aufgabe zu erfüllen?" „Herr Oberst," erwiderte Georg v. Harwegk bestimmt, „Ihr Wunsch ist mir Befehl." „Schön, schön," sagte der Angeredete, „ich hatte es nicht anders erwartet. „Und wann gedenken Sie aufbrechen zu können?" „In zwei Stunden." „In welcher Verkleidung beabsichtigen Sie aufzutreten?" „Ich glaube die Rolle eines Geschäftsreisenden am besten spielen zu können." „Damit bin ich einverstanden. Paß und Legitimation werden Ihnen bei Ihrer Abreise ausgefertigt werden. Be- lieben Sie mir nur einen Namen zu nennen, auf den sie ausgestellt werden sollen." „Der Name Burwtg, den mein Onkel führt, würde mir der willkommenste sein, da ich an ihn gewöhnt bin." Da der Oberst den vorgeschlagenen Namen gut hteß, so bat der junge Offizier um die Erlaubniß, sich verabschieden zu dürfen. Zwei Stunden später rollte aus dem Feftungsthore Wesels eine mit Kisten und Koffern hochbepackte Extrapost, in der ein junger Mann in der Kleidung eines Geschäftsreisenden saß. Drei Wochen waren ins Land gegangen. Napoleon war mit einem stetig anwachsenden Heere auf Paris mar- schirt, der Marschall Ney war mit seiner Armee zu ihm über- gegangen und endlich war der zurückgekehrte Eroberer wteder in die Hauptstadt Frankreichs eingezogen. An einem stürmischen Märzabend raffelte auf der Land- straße von Soiffons nach Laon eine Kaleiche, in der, nach den Koffern und Kisten zu urtheilen, ein junger Kauf- mann saß. „Nur zu, Kutscher!" rief er in gewandtem Französisch dem Führer des Gespannes zu, der brummend seinem Herzen über den schlechten Weg Luft machte, „wir müssen heute noch Laon erreichen." „DaS wird nicht gut möglich sein, Herr," erwiderte der Angeredete. „Bis Laon sind es noch reichlich sechs Stunden Weges und die Dunkelheit nimmt immer mehr zu. Und dabei ist die Straße von dem ewigen Regen vollkommen aufgeweicht, Sie sehen es ja, daß die Pferde kaum vorwärts kommen." In langsamer Gangart bewegte sich der Wagen weiter. Immer dichter wurde die Finsterniß und immer unsicherer tappten die Pferde den grundlosen Weg dahin. Plötzlich durchfuhr eine heftige Erschütterung das Gesährt. Ein Krachen und Knacken ward vernehmbar und zugleich bog sich der Wagen auf die Seite. Mit einem Sprunge stand der junge Kaufmann aus der Landstraße. Der Wagen war in der Dunkelheit in den Chauffeegraben gerathen und die beiden Räder der rechten Seite zerbrochen. Kisten und Koffer waren in den Graben gerollt. Als der Kutscher nach langen Anstrengungen die Pferde abgeschirrt hatte, wandte sich der Reisende an ihn. „WaS sangen wir nun an?" fragte er mit grollender Stimme. „Nichts," entgegnete der Kutscher ergeben. „DaS Einzige, was Sie thun können, ist, Sie gehen nach dem Schlöffe der Gräfin d'Arvillac und suchen dort eine Unterkunft. Dort, wo daS Licht durch die Bäume schimmert, liegt die Besitzung. Vielleicht wird Ihnen dort Hilfe geleistet. Ich werde unter» dessen hier bei dem Gepäck verbleiben." Wohl oder übel mußte der Reisende dem gegebenen Rathe folgen. Bald stand er in der hellerleuchteten Vorhalle des SchloffeS, wo ihn der Hofmeister empfing. (Fortsetzung folgt.) Mitgliederbeiträge nöthigen Falls vorlagSweife an die Ge- noffenschaftskaffe abgeführt werden können. Da» letztere Verfahren wird um so weniger einem Be- denken unterliegen, als nach § 20 Abs. 2 der Verordnung vom 11. Juli 1888 den Gemeinden diejenigen vorschußweise eingesendeten Beiträge, bei welchen sie den wirklichen Ausfall oder die fruchtlos erfolgte Zwangsvollstreckung nachweisen, ohnehin nachträglich zurückerstattet werden müssen. v. G a g e r n.__ Bekanntmachung, betreffend die Mathildenstiftung für die Provinz Oberheffen. Die diesjährige Hauptversammlung der Mathilden- ftiftuna für die Provinz Oberheffen findet Mittwoch den 14. März l. Js., Bormittags 11 Uhr im Negierungsgebäude zu Gießen statt, wozu die verehrlichen Mitglieder der Stiftung ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Prüfung der Rechnung für 1893. 2. Dertheilung des Ueberschuffes aus 1893 zur Unterstützung gemeinnütziger Anstalten. 3. Feststellung des Voranschlags pro 1894. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes. Gießen, den 23. Februar 1894. Der Vorstand der Mathildenstiftung für die Provinz Oberheffen. v. Gagern, Provinzial-Director._____________ Bekanntmachung. Alle diejenigen im Landwehrbezirk Gießen wohnenden Invaliden vom Feldwebel abwärts, welche infolge ihrer Theil- nahme an den von Deutschen Staaten vor 1870 geführten Kriegen invalide und zur Fortsetzung des activen Militärdienstes, beziehungsweise zur Erfüllung ihrer Amts- pflichten unfähig geworden sind — einerlei welcher Armee oder welchem Contingente sie angehört haben — werden hier- mit aufgefordert, zur Erlangung der nach dem Reichs-Gesetz vom 14. Januar 1894 zu gewährenden Pensionszuschüsse sich unter Vorlage ihrer Müitärpapiere und des Pensions- Quittungsbuches persönlich oder im Behinderungsfalle schriftlich beim Hauptmeldeamt Gießen zu melden. Bemerkt wird noch, daß sich auch diejenigen Jnvaltden aus den vorbezeichneten Kriegen anzumelden haben, denen seither, weil im Civildienst angestellt, ihre s. Zt. zuerkannte deutung der internationalen Congresse gewürdigt werden soll. Früher gaben sich die Führer der Hoffnung hin, es sei genügend, mit zwanzig bis dreißig Delegirten in Berlin antreten zu können, aber jetzt soll die doppelte Zahl kaum hinreichend sein. Die beiden Hauptführer der Bergleute sind gegenwärtig noch nicht auf freiem Fuß. In Dortmund sollen am 4. März über ihren Empfang — es handelt sich um die Bergleute L. Schröder und Fr. Bunte — Berathungen gepflogen werden. — Unter den belgischen Bergleuten soll die Stimmung zu Gunsten des Congreffes etwas umgeschlagen sein: während sie früher von dem Congreffe nichts wissen wollten, werden sie jetzt in Berlin erscheinen. In England macht man große Anstrengungen, um eine zahlreiche Beschickung zu sichern. Kiel, 26. Februar. Den Wittwen der auf der „Brandenburg" verunglückten Werftarbeiter sind vom Reichsmarineamt einmalige Unterstützungen im Betrage bis zu 150 Mk. bewilligt worden. Deutscher Neich-tag. 58. Sitzung. Dienstag den 27. Februar 1894. Eingegangen: Gesetzentwurf betr. Aufhebung des Identitäts-Nachweises. Die erste Berathung des Handelsvertrags mit Rußland wird fortgesetzt. Damit verbunden wird die Berathung des Antrags v. Kardorff u. Gen. betr. die Vorlegung eines Retchsgesetzes wegen Erhebung von Zollzuschlagen für die Einfuhr von Roggen, Weizen und Mehl bet bestehendem Disagio in fremden Staaten. Danach soll bet mehr als 10n Paris löste Zrovinzialblöttern hlagen jetzt einen r" meldet, sollen Welttnratbt imb i6en haben, an ,, daß diese von neben, bir au6 tvierS durch den de benachrichtigte der Abreise von Kontinent. jten Kreisen ver- nspcctor der ser- ll, um ihm eme 1 gegen dir An- irenden Gerüchte, Ministerpräsidenten r Zündschnur ge- ik sechs Personen Et morden seien, M. bruar 3. ®i«M* -Ss öon fielen l4 imninng • stint« 'S "■ D- l4rieb«"( ***&*» ( Ci»1* ürankheU der des Fürsten krw ifeiflc Dampf- ynqlanb i* .„'sind die KM sow -n darn°^ iu[ Sendberg ‘n «t W « ?*,n Das Da» J Brandstiftung Abstimmung vorgenommen, wobei 14 Stimmen auf Herrn Bär, 15 Stimmen auf Herrn Orbig, 3 Stimmen auf Herrn Geißler und 1 Stimme aus Herrn Leun fielen. Sonach ist Herr Orbig zum Abgeordneten gewählt. Gegen diele Wahl hegt ein Protest vor, unterschrieben von 17 Wahlmännern, mit folgender Begründung: „Der Wahlmann Passavant zu Großen-Buseck sei verhindert gewesen, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen, weil er den an einen Wahlmann gestellten gesetzlichen Forderungen nicht entsprochen habe, und unter diesen Verhältnissen fe< es zweifelhaft geblieben, wem der Wille der Großen vusecker Urwähler gegolten habe, dem nur mit einer Stimme Mehrheit gewählten Stadtverordneten Orbig, oder dem Landwirth Bär zu Herrnhaag bei Büdingen." Der Bericht des Großh. Kreisamts Gießen hierüber lautet: „In welcher Beziehung p. p. Passavant den gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht, ist in der Eingabe des Näheren nicht angegeben- doch unterliegt es keinem Zweifel, daß d ermit dessen mangelnde Eigenschaft als hessischer Staatsbürger (Artikel 9 des Gesetzes vom 8. November 1872 und § 5 der Anleitung zur Vornahme der Wahlen der Wahl- männer) gemeint ist. Dieser Mangel liegt bei Passavant in ter That vor, da er nach seinem angeschloffenen Schreiben eom 31. v. M. die diesseitige Staatsangehörigkeit nie er« rnorben hat, und hätte derselbe somit nicht in die Listen der Stimmberechtigten und wählbaren Staatsbürger ausgenommen werden dürfen; ein Versehen, daS lediglich der Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Buseck zur Last sällt, die trotz eingehender Belehrung und Hinweis auf die einschlägigen Bestimmungen es unterlassen hat, die Frage der Staatsangehörigkeit des Wahlmannes Passavant zu prüfen. Dem Wahl- ^ommissär für die Landtagswahl war dieser Umstand zu spät bekannt geworden, um noch eine Remedur eintreten lassen zu können. In dem Wahltermin am 27. October v. IS. war Paffa- xunt, der in Folge Verfügung Großh. Staatsministeriums an den Wahlcommiffar vom 12. October v. I. rechtzeitig geladen worden war, nicht erschienen." Darnach erscheint die von 17 Wahlmännern unterzeichnete Beschwerde als begründet, weil es Thatsache ist, daß p. p. Passavant das hessische Staatsbürgerrecht nicht besitzt. Seine Wahl als Wahlmann in Großen-Buseck ist somit ungiltig. AuS diesem Grunde beantragt der Ausschuß, in Erwägung, daß angesichts deS , Stimmenverhältnisses bei der Wahl des Abgeordneten — 15 gegen 14 — eine Stimme entscheidend sein kann : Hohe Kammer wolle die genannte Abgeordnetenwahl des Herrn Karl Orbig für ungiltig erklären unb zugleich Hohes Staats- Ministerium ersuchen, eine Neuwahl der Wahlmämier in Großen-Buseck, sowie des Abgeordneten für den 5. Wahlbezirk der Provinz Oberheffen anzuordnen. ** Vierter Kammermufikabeud. Mit dem gestrigen Eoncert erreichte der Eyclus von Kammermusikabenden, den die Herren Polster, Bauer und Krauße in diesem Winter ins Leben gerufen haben, seinen Abschluß. Dasselbe war wiederum recht gut besucht und werden wir in der nächsten Nummer über die einzelnen Nummern des Programms ein gehender berichten. "* Wer noch österreichische Thaler hat, sorge dafür, daß er sie bis zum 1. April los wird, weil sie an diesem Tage außer Curs kommen und dann nur noch den Silberwerth Haben. ** Einjährig-freiwilliger Militärdienst der Elementarlehrer. Nach der „Voss. Ztg." finden die in Lehrerkreisen bestehenden Wünsche, daß den Elcmentarlehrern der einjährig - freiwillige Militärdienst gestatiet werde, die Zustimmung des Unterrichtsministeriums. Wegen Aenderung der Seminarcurse unb anderer auch finanzieller Schwierigkeiten ist die end gütige Regelung in naher Zeit noch nicht möglich, doch ständen demnächst commissarische Berathungen der Ministerien darüber bevor. ** Plakate in Bahnhöfen. Nach höherer Bestimmung können Privat - Bekanntmachungen (Geschäfts » Anzeigen rc) aller Art zum Aushang in den Wartesälen unb Fluren der Stationsgebäude, soweit genügender Platz vorhanden ist, zugelafsen werden. Die Aushanggebühren betragen für 0,1 Quadratmeter der Plakatfläche unb Jahr vorläufig 2 Mark. ** Postalisches. Von jetzt ab wird im Verkehr mit einer Anzahl von Britischen Besitzungen bezw. Britischen Postanstalten in außereuropäischen Ländern, sowie mit Gibraltar, bei der Beförderung über England eine Werthangabe bis 1000 Mk. (= 1250 Fr. — 50 L.) zugelafsen. •• Preisausschreiben für Gartenknnstler. Der Magistrat in Halle a. d. S. erläßt ein Preisausschreiben behufs Er laugung von Entwürfen zu einem Park für das Riebcck Stift daselbst. Es sind Preise von 1000, 600 und 400 Mk. aus gesetzt. Berechtigt zur Thcilnahme sind alle Gartenkünstler Deutschlands. Zur Verfügung für die Parkanlagen stehen an 45 000 Mk. Das Terrain ist vorhanden. Die Entwürfe sind bis 15. Mai einzusenden. Großen-Linden, 27. Februar. Dem hiesigen Flurschützen Muhl, welcher über 40 Dienstjahre aufzuweifen hat, wurde von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge das Allgemeine Ehrenzeichen „Für Verdienste" verliehen. E. Echzell, 25. Februar. Ein sehr bedauerlicher Unglücksfall kam gestern hier vor. Fuhrmann G-, welcher ein Fuhrgeschäst nach Frankfurt betreibt, bemerkte, daß sein Pferd scheute, als er den Affenheimer Berg hinab fuhr. Es war tn der Nacht zwischen 12 und 1 Uhr. Um das Thier zu beruhigen, sprang G. vom Wagen, aber sogleich schlug der Gaul hinten aus unb traf den Fuhrmann am Kopf und Unterkiefer, so daß er nicderstürzte unb ihm ber Wagen über bie Brust ging. Mit übermenschlicher S ärke unb Willens kraft gelang es bem Schwerverletzten sich aufzuraffen und sich bis an bas nächste Haus zu schleppen. Der Wirth eilte auf das Klopfen herbei und erschrak heftig beim Anblick des schrecklich zugerichteten Mannes. Es wurde Hülse geschafft unb G., welcher eine Frau unb acht Kinder zu ernähren hat, hierher gebracht. Wie wir soeben erfahren, brachte man G. nod) Gießen in bie Klinik, wo es vielleicht gelingt, den fleißigen, braven Monn seiner Familie zu erhalten. Ulrichstein, 25. Februar. Gestern Abenb ’/410 Uhr er- tönten plötzlich die Glocken. Anfangs wußte man nicht, ob Jemand im Schnee „irr gekommen" fei oder ob es brenne. Plötzlich hieß eS, es brenne in der Kirche. Aus Unvorsichtigkeit war ein Kord mit Holz auf dem Ofen stehen geblieben, hatte sich entzündet und die Emporbühne angebrannt. ES gelang noch zu löschen, ehe größerer Schaden entstand. In unserem hochgelegenen wasserarmen Städtchen mit seinem stets starken Wind erregte dieser Brand nicht geringes Aufsehen. D. Ztg. 8. Berstadt, 25. Februar. Die heute dahier stattgefundene Versammlung wegen Errichtung einer Actien- zuckerfabrik für die obere Wetterau war recht zahlreich besucht. Nachdem Herr Bürgermeister Wolf dahier die Versammlung eröffnet und alle Anwesenden begrüßt habe, erteilte derselbe Herrn Landwirth Acker dahier das Wort, welcher in kurzen, treffenden Worten den Zweck unb die Vortheile einer Zuckerfabrik in hiesiger Gegend klarlegte. Sodann nahm Herr Ingenieur Alberti von Frankfurt a. M. das Wort, um über die Ergebnisse der von ihm vorgenommenen Wassermessungen zu referiren. Da Redner das vorhandene Wasser in gegenwärtiger Zeit auf dem geplanten Platze zwischen hier unb Wohnbach zum Betriebe einer Fabrik für genügend hielt, so erregten seine Ausführungen bei vielen Anwesenden dennnoch Bedenken, da doch wohl bei trockner Jahreszeit leicht Wassermangel etntreten könne. Um letzterem vorzubeugen, sollen noch Bohrungen demnächst vorgenommen werden. Es wurde schließlich ein Comit6 gebildet, bestehend aus Interessenten von hier und allen umliegenden Gemeinden, । welches das Weitere veranlassen wird, nachdem das Ergebniß I der Bohrversuche festgestellt ist. Einstimmig sprach sich die Versammlung dahin aus, am Projecte festzuhalten und die Fabrik bei Berstadt evt. TraiS-Horloff zu errichten. Lauterbach, 23. Februar. Nachdem schon in verschiedenen Ortsgewerbevereinen unseres Landes freiwillige G e - seilen p rüfungen einqeführt worben sinb, hat sich auch der hiesige Ortsgewerbverein entschlossen, solche Prüfungen inS Leben zu rufen. Die bereits gewählte Plüfungscommission wird in der Kürze einen Aufruf zur Theilnahme an den diesjährigen Prüfungen ergehen lassen und giebt sich der Hoffnung hin, baß zahlreicher Gebrauch von bieser Einrichtung gemacht wirb. V AuS bem VogelSberge, 27. Februar. Die Nachrichten über den Bestand der Heu- unb Streuvorräthe, welche burch ben Alsselber Berichterstatter gemeldet werden, treffen auch für unsere Gegend zu. Da ist es denn sehr erfreulich, mittheilen zu können, daß von der oberen Verwaltungsbehörde noch i sehr dankenSwerth gesorgt wird, damit die Landwirthe rechtzeitig gute unb billige Streu erhalten. Alle Oberförster haben Befehl erhalten, bie Walbstreu fobalb aufarbeiten zu lassen, als es bie Witterung erlaubt. Dadurch erhalten noch viele Leute Arbeit unb bie Landwirthe rechtzeitig Streu. Die Oberförster sollen auch die Streu sogleich überweisen und absahren lassen, damit sie durch das Regenwetter nicht viel leidet. Man muß mit Dank anerkennen, daß so etwas in anderen Landern bis jetzt noch nicht geschehen ist. Friedberg, 26. Februar. Ein be klagenswerthe s Vorkommniß ist aus dem benachbarten Steinfurth zu berichten. Zwei junge Burschen, beide im 18. Lebensjahre stehend, emzweiten sich um geringfügiger Ursache willen unb versetzte ber eine bem anberen gestern Abenb um 11 Uhr einen Messerstich in die Magengegend, so baß ber Verletzte auf bem Platze zusammenbrach unb von se nen Kameraben nach Hause getragen werben mußte. Der Verletzte, besten Leben ernstlich gefährbet ist, war bis jetzt der Haupternährer seiner verwittweten unb nur gering bemittelten Mutter. Der Thäter ist verhaftet. D. Zig. Vilbel, 24. Februar. Der nun glücklich wieder einge fangene G lotzbach hat hier, vor seiner Verhaftung in Altenstadt, ein halbes Dutzend Plünderungszüge veranstaltet. Bei einem Einbruch faßte ihn der Ortsdiener ab. Glotzbach wurde im Rathhaufe eingesperrt. Er rieth dem Beamten lächelnd, gut zuzufchließen und — entwischte noch in selbiger Nacht durch den Kamin. Roxheim, 26. Februar. Gestern Abend gegen 11 Uhr wollten zwei Arbeiter der Scharrau von hier über den Altrhein auf der „Nähe" heimsahren. Durch einen Unfall am Seil wurden beide in bas Master geschleudert - ber eine, ein Knecht, konnte sich noch retten, während» ber in den zwanziger Jahren stehende Schlosser Georg Reitz, gebürtig aus Groß Gerau, ertrunken ist. § Lampertheim, 26. Februar. Heute früh wurde auf bem Bahnhof zu Bürstabt ein junger Mann Namens Deith von hier durch einen heranbrausenden Zug erfaßt unb sofort getöbtet. Beith, ber, von Bensheim kommenb, ben Zug wechselte, lief über bas Schienengeleise unb mußte biefe Unvorsichtigkeit nut bem Leben büßen. A Mainz, 27 Februar. Ein hier seltener kirchlicher Act wird am nächsten Sonntag im hiesigen Dorne vollzogen werden, nämlich die öffentliche Taufe zweier pechrabenschwarzer Negerkinder aus Sy la FortmiS im Kap land. Director Walleuda von dem gegenwärtig zur Messe hier weilenden bekannten gleichnamigen Bariütötheater hat die acht- bezw. neunjährigen Kinder, einen Knaben und ein Mädchen, vön einer feiner letzten Reisen aus bem Ausland mitgebracht und dieselben an Kindesstott angenommen. Durch einen vor dem deutschen Consul in Kaplanb ousgesertigten schriftlichen 1 Vertrag mußte sich Director Walleuda verpflichten, ben Kindern eine gute Erziehung angebethen zu lassen und in jeder s Weiie für ihr Fortkommen zu sorgen. Das Mädchen heißt | Rosie Diamond und der Knabe -Jakul Fontana- bei der • Taufe, die mit specieller Erlaubniß des bischöflichen DomcapHel« stattfindet, erhalten die Kinder christliche Namen. Die Kinder, welche gegenwärtig in einer hiesigen Privatschule unterri 1 tet werden, zeigen beide eine ziemliche Begabung unö leihen als kleine Akrobaten schon ganz ErftaunenSwenheS. — Der langjährige Leiter deS hiesigen Ho'pitalS, der weit über bie Grenzen von Mainz bekannte und berühmte Geb. Medicinalrath Dr. Hochgesand, begeht morgen in aller Rüstigkeit seinen 80jährigen Geburtstag. * Ein neue8 Bier. Unsere Tafelbiere bilden in der Vollkommenheit, bie sie heute erreicht haben, ein Genußmittel eisten RangeS, daneben jedoch wegen ihres hohen Nährwerthes einen wichtigen Factor in der Frage der VolkSernährung. Ein wesentlicher Theil der im Gerstenkorn, dem AuSgangS- material für die Bierbereitung, vorhandenen Brotstoffe findet stch 'm fertigen Bier in flüssiger und darum leichtest ver baulicher Form vor. Je höher daher ber Extractgehalt eines BiereS, um so nahrhafter ist es- hierin sind bie vielen Versuche, ein möglichst extractreicheS Bier herzustellen, begründet. Leider täuschte man sich in den auf ein solche- Bier gesetzten Erwartungen stets, da keine der bisher ange- wandten Methoden eine Steigerung des Malzextractgehalte« erreichen ließ, ohne gleichzeitig den Procentsatz an Alkohol erheblich zu erhöhen. Dieser Alkoholgehalt bildet aber gerade für RcconvalcSccnte unb schwächliche Personen rc., für die ein solches Bier in erster Linie berechnet ist, ein gefährliche- Gift. Um so freudiger ist es daher zu begrüßen, baß eS nunmehr ber Bergischen Brauerei-lHesellschast vormals Gustav Küpper in Elberfelb geglückt ist, nach einem gesetzlich geschützten Verfahren ein Bier herzustellen, baS nur einen verschwindend kleinen Alkoholgehalt (1,5—2%) ausweist, daneben jedoch ca. 15®'o Extractstoffe enthält. Wir zweiseln nicht daran, daß Küppers Kraftbier wegen seines aromatisch hoch- süßen Wohlgeschmackes im Verein mit großem Gehalt an Kohlensäure, sich als vorzügliches Tafelgetränk auch unter allen Denen viele Freunde erwerben wird, die dem Alkoholgenuß selbst in kleineren Dosen abgeneigt sind. * Berlin, 27. Februar. Heute Nacht wurde ein Mord und ein Mordversuch an der 50jahrigen Bertha Körber unb bereu 80jährigem Vater verübt. Letzterer ist tobt, seine Tochter schwer verwundet. Der Thäter, der geschiedene Gatte der ^Frau Körber, raubte noch 127 Mark unb ist flüchtig. * Essen, 27. Februar. Geh. Eommerzienrath Krupp hat 10,000 Mk. für die Hinterbliebenen der auf der „Blanden- barg" Verunglückten gestiftet. * Metz, 25. Februar. Ein schreckliches Unglück ist hier wieder durch ben leichtsinnigen Gebrauch eines Revolvers geschehen. In einem Hause am Scheffelplatz, dessen erste Etage ein Lieutenant unb besten zweite Etage ein Techniker bewohnt, war heute Nachmittag ber Bursche bes Lieutenants mit bem Reinigen des Zimmers beschäftigt, als das etwa zehnhjährige Töchterchen des Technikers zuschauen kam. Der Bursche nahm zum Scherz den Revolver vom Tische. In dem Glauben, daß er nicht geladen fei, (egte er ben Revolver auf das Kind an. Ein Knall unb baS Kind sank, in den Kopf getroffen, tobt zu Boden. Der Bursche wurde verhaftet. Citeratar und Kmtjt. — Münchener velgemülde-Auetian. Montag 5., Mittwoch 7. März findet zu München durch Herrn Jul. Maurer, gerichtlich verpflichteter Kunstexperte, eine der bedeutendsten Oelgemälde- Auctionen, welche seit Jahren abgehalten wurde, statt. Die Gemälde find au« dem Nachlasse des verstorbenen Senators Herrn Jos. Mann aus Lübeck und Anderer und sind Galleriebtlder moderner Meister allerersten Ranges, sowie Gemälde alter Meister, im Ganzen über 725 Nummern (auch Aquarelle) vertreten. Die Ausstellung der Gemälde findet Samstag den 3. und Sonntag ben 4. März von 10 bi« 6 Uhr gegen freien Eintritt statt. Leider konnte wegen der reichhaltigen Sammlung unb zu kurzer Zeit zur Auction ein Catalog nicht mehr angefertigt werben, bagegen wirb Herr Jul. Maurer, München, 33 Maxmilianstraße 33 — jebe gewünschte Auskunft be- reitwllligst ertbeilen, sowie berselbe auch etwaige Auftrage für die Auction gewissenhaft besorgen wird. Aus diese Auction werden hauptsächlich Kunstliebhaber und Kunsthändler aufmerksam gemacht, da nicht gleich wieder eine so reichhaltige Sammlung feiner Gemälde öffentlich versteigert werden dürste. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen. 8. Woche. Vom 18 Februar bis 24. Februar 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 28,23°/« bezw. 9,41 nach AuSschl. der Ortsfremde». Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene im vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Diphtheritis 3 (2) — — 3 (2) Lungentuberkulose 3 (3) 3 (3) — — Tuberkulose anberet Organe 2 (1) 1 (1) 1 - Akuteu.chronischeEr- krankung b. Herzens 1 (1) 1 (1) — — Sonstige benannte Krankheiten 2 (1) 2 (1) Selbstmord ____1_____l__ Summa: 12 (8) 8 (6) 1 3 (2) Anm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele ber Todesfälle in ber betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases. Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat Februar 1894: 13*/, Kerzen. Buchner. - 1 - -V- . ---!--------» tritt muß man bie Hautpflege betreiben, das beißt, man muß sich nur mit ber besten, mit der mildiften unb reinsten Seife waschen, wenn man schön bleiben, wenn man zarte Haut und frische- «»»seht» erzielen will. Darum verwende als Toiletteseife keine andere als die Jahre hindurch bewährte unb noch nicht übertroffene Doering» Seife mit der Eule, bie für 40 Pfg. käuflich ist 1791 im Der Vorstand. 1770 dem K. Heldmann, Restaurateur 1787 17b7 [1745 werden. 1779 Stelle. [1747 Jeilgeöotenes Die tieftrancrvden tzintttbliebenen. 1777 uter Handschrift sucht baldigst Stelle, am 1774 23 rm [1761 Uli, Marktplatz 21. Vermischte Anzeigen. 417 87.1 0 3% Portugiesen Lindenstruth. [1748 101.60 4<>/o Grtech. Monopol-Aal. steigerung: [1749 für Sommer- und Winierarbeit sofort gesucht. 11758 Wtlhelmstratze I, 2. St Hühner 3 ö5t — Franksurter Banr-DiTcoM 3 vLt. 30—40 junge Italiener, mit Landrasse 465 rm Buchen-Schichtreiser. Birklar, den 27. Februar 1894. Der Markvorstand: Müller. Näheres in der Exped. d. Bl. |[1750 161 18 95 39 352 201 87.00 101.50 5 Eichenstämme — 2,72 km, 2 Fichtenstämme — 4,57 km, 10 Fichten-Derb- u. 84 Reisstangen, am aus 88L6 368.75 200.25 154.80 107.70 112.50 84.(0 123.50 n // // // ii 188.10 136.90 137.00 112.50 106 50 297.25 78.50 FichtewDerb- und Reisstangen mit 8,09 km Inhalt. 4<>/o Ung. Gold-Rente 50/0 Rente Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr nm Burgwald auf dem Wege nach 146.001 Ber. König4-L«>rsch^Lct> Leadeuz fest. Lomb. E^B^Act. Buschtherader L^B^Act. Elbthal-Bahn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Nordost.^vFAct. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger E^B.-Act. DiScoato-Loaummd.-^mf. Darmstädter BaÄ-Att. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver^Act Oest. Tredtt-Act. Jtal. MMelmeerbaha Act. Gels«. Ber-w^Act. Buchenscheitholz, Buchenprügelholz, Eichenprügelhol, Kiefernprügelholz, Buchenstockholz, Buchenreisholz und Kiefernreisholz. ferner: Engel. Gerichtsvollzieher. Klkudend weiße Wäsche ohne Kleiche! Victoria-Seifeopulver 1773] Ein braver Junge vom Lande in die Lehre gesucht von H. Mühlich. Wagnermeister. Die Beerdigung findet statt Donnerstag den 1. März, Vormittags 11 Uhr, vom Sterbehaus Rittergasse 17. 1788] E ord. Laufmädchen tagsüber sofort gesucht. Neustadt 6, 2 Stock. 1789] Suche ein Lehrmädchen. ■ Frau H. Ellin ger, Putzgeschäft, Neustadt 6, 2. Stock. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Rabenau zu Londorf. Papiermühle, den 27. Februar 1894. Freiherr!. Oberförsterei Rabenau. Schlotterer. Bekanntmachung. Der Spar- und Leihkasse-Verein zu Muschenheirn, eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht, hat in seiner Generalversammlung vom 24. October 1889 ein neues Statut gleichen Datums angenommen, aus welchem Folgendes zu veröffentlichen ist. Die Firma lautet nunmehr: Spar- und Darlehnskasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht; die Genoffenschaft hat ihren Sitz zu Muschenheirn. Gegenstand des Unternehmens ist dec Betrieb eines Spar- und Darlehns- kaffen-Geschäfts zum Zwecke: 1. der Gewährung von Darlehen an die Genoffen für ihren Geschäfts- und Wirthschaftsbetrieb, 2. der Erleichterung der Geldanlage und Förderung des Sparsinns. Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft erfolgt durch zwei Vorstandsmitglieder; die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschrifl beifügen. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern; die von dem Auffichtsrath ausgehenden unter Benennung desselben von dem Präsidenten unterzeichnet. — Sie sind in dem Organ der deutschen landwirth- schaften Genossenschaften: „Deutsche landwirthfchaftliche Genossenschafts- Presse" aufzunehmen. — Beim Eingehen dieses Blattes bestimmt der Vorstand mit Genehmigung des Aufsichtsraths bis zur nächsten Generalversammlung ein anderes an dessen Namens der Hinterbliebenen: Karl Orbig. Gesetzlich geschützt.« Anerkannt bestes, bequemstes, billigstes und unsckädlickstes Wasch - und Reinigungsmittel. Dasselbe ist von keine« Konkurrenz übertroffen, vielmehr ist »Bictoria^-Seiftnpulver wegen höchsten fsettgehalt», sowie wegen der von keiner anderen Fabrik erreichten feinsten Pnlverifirnng und daher bestmöglichsten Löslichkeit allen anderen Marken vorzuziehen, da viele minderwerthigen Nachahmungen im Handel sind, so achte man genau auf vorstehende Schutzmarke Jeder Versuch wird überzeuge«. Zu baden bei «. Bieler. Kreuz- platz Aug. Noll II., Babnhosftr. 51, Robert Stuhl, A. & G. Wallen- Holzversteigerung im Winneröder Walde. Künftigen Montag, 5. März, sollen im Burgwald, Petersgrund und Eichköpfel versteigert werden: Textors Terrasse. Die Wirthschaft ist von heute an jeden Sonntag geöffnet. Mein Geschäft ist von nun an 1762 30 Seltersweg 30. Carl Geismar, 11 Holzverfteigerung in der Ireiherrlichen Oberförstern Rabenau. Es werden versteigert: Donnerstag den 8. und Freitag den 9. März aus den Districten Steinberg, Katzengeheeg rc.: Stämme: 24 Eichen = 9,13 fm, 76 Nadelholz — 38,34 fm (darunter starkes Bau- und Schnittholz), 2 Obstbäume — 0,76 fm. Derbstanaen: 9 Nadelholz — 0,60 fm. Scheiter, rm: Buchen 116 I. El., 29 II. El.; Birken 17, Eichen 17 I. El., 18 II. El.; Nadelholz 44 I. El., 33 II. El.; Aspe 21 I. El., 6 II. 61.; Knüppel, rm: Buchen 51 I. El., 4 II. El.; Birten 4 I. El., 2 II. El.; Eichen 34 I. El., 6 II. El.; Nadelholz 36 I. El., 143 II. El.; Aspe 16 I. El., 3 II. El. — Reisig, rm: Buchen 260, Eichen 74, Nadelholz 1179. — Stöcke, rm: Buchen 27, Nadelholz 21, Aspe 1. 95.60 73.80 21.30 34.10 2./». A. 872 U. Gen.-B. Wit - m. W. K. Bal. I. [1755] inoleum in engl. und besten deutschen Fabrikaten, empfiehlt Ernst Blödner, Aeltersmg Tapeten-, Teppich- und Mobelftosi-Geschaft. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung von dem nach schwerem Leiden Dienstag früh erfolgten Ableben meiner lieben Frau. Margarethe Orbig*. Gießen, den 27. Februar 1894. Heute Mittwoch, den 28. Februar, Abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung. Uttrog des Herrn Pfarrer Wenck über die Geschichte der Zomldemokratie (fortfrtjung). 16,47 fm Eichen-, 14,9 fm Buchen-, 93,26 fm Nadel- und 0,87 fm Aspen-Stammholz; 0,45 fm Eichen- und 15,20 fm Nadel-Derbstangen; 5,96 fm Nadel-Neiöstangen. Zusammenkunft im sog. Sauloch vor dem Wald. Londorf, am 28. Febr. 1894. Gr. Bürgermeisterei Londorf. Aumann._______ —Die auf den 6. k. MtS. anberaumte Holzversteigerung im Gemeindewald Niederkleen findet Mittwoch den 7. k. Mts. statt. [1746 Gr.-Rechtenbach, 27. Febr. 1894. Das Bürgermeister-Amt. OSF Der Stadtauflage unserer heutigen Nummer liegt eine Extrabeilage über „Victoria - Seifenpulver“ bei. (Näheres s. Inserat.) 1771 Zusammenkunft jedesmal Vorm. 9 Uhr und zwar am ersten Tage Distrikt Steinberg auf der Kreisstraße Odenhausen - Rüddingshausen, am zweiten Tage im Distrikt Katzengeheeg bei Brennholz No. 470. Das sämmtliche Bau- und Nutzholz kommt unvorgezeigt ersten Tage zum Ausgebot, ebenso am zweiten Tage das Brennholz Distrikt Steinberg 2a, sowie aus den Windfall-Dürrholzschlägen. Danksagung. Für die so zahlreichen Beweise der herzlichsten Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung meines innigst- geliebten Galten, unseres lieben guten Vaters Herrn Karl Plank II. Bäckermeister sagen wir Allen, insbesondere der Bäckerinnung, dem Ääckerverein, seinen Altersgenossen für die prachtvollen Kranzspenden, Herrn Pfarrer Dingeldey für die trostreichen Worte, Herrn Dr. Zinßer für die aufopfernde liebevolle Behandlung auf diesem Wege unseren innigsten tiefgefühlten Dank. Gießen, den 28. Februar 1894. Freitag den 2. März, Bormittags 10 Uhr, zu Gießen in dem Lager d«S Spediteurs Herrn Ang. Schlesfiuger (an bett Bahnhöfen) werde ich auf Anstehen des Herrn Fr. Am end, Müller in Gr.-Ltnden, gemäß Art. 343 HG B : 50 Sack Koggenmehl öffentlich gegen Baarzahlung versteigern- Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Ww.. Müller, Wolkengasse 17. | tln Zwei unmobl. Zimmer bursche.Grünbergerstratze 13. terren-Sohlen und Fleck JL 2.50 amen „ „ „ „ 1-70 Sonstige Reparaturen werden btll besorgt. 177os s H-rti«, Schuhmache rmcifter- guter Handschrift sacht balbi.. 17601 Empfehle mich im Anfdeffern liebsten auf einem Bureau von Wäsche und Melder«. , Zu erfragen auf der Exped. b. Bl. 8 CllMk 8 8 TA-Gardinen 8 in den neuesten Mustern, W sowie fämmtltche Beu- w beite« in Vorhänge«, ■ Congretz- u. Rouleaux- ■ Stoffe« in großer Aus- • wähl, empfiehlt zu billigsten M Preisen 1784 8 Ernst Bloedner 8 Seltersweg 5 Tapete«-, Teppich- und J M Möbelstoff-Geschäft. W ComSdericht so» E. WasserscMeben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 28. Februar 1894. Kchlutzcornii 1 Uhr 15 Mtn. Holz-Versteigerung. Montag den 5. März d. I., von Bormittags 9 Uhr an, ollen in dem Londorfer Gemeindewald District Katzengeheeg, Rückenstall, Hainstruth rc. versteigert Wohunngg-Vkriinderilng. Wohne von heute ab Marktstrabe 27, wird zu Ostern Lehrstelle in einem 1. Stock, Eingang Rittergasse. ; Fabrikgeschäst gesucht. Herren-Sohlen und Fleck JL 2.60 Offerten unter X. Y. Z. befördert die 1778] Verschiedene Housgeräthe, wie Möbel u. s w., sind zu verkaufen ______________________Mühlgosse 14. _ 1756] Gebr. Original - Singer- Ringschiff Nähmaschine äußerst billig abzugeben Auskunft wird Bahnhofstr. 2 im Laden ertheilt.__________________ 1772] Gute Gartenerde kann abgefahren werden. DammNraße 22. £ reichhaltigstes Lager in allen Preis- 1'1 lagen, sowie Reste und zurück- VV €V I€ gesetzte Muster zu bedeutend ermäßigten Preisen. sucht anständ. Herr. Offert, mit Preis 1764] Zum 15. März d. I. wird ein Liebigstratze 55 II erbeten [1767 braves Dienstmädchen gesucht 9Z