Nr. 26 Donnerstag den 1. Februar 1894 Der Hietzener Attjclgtr erscheint täglich, mit Ausnahme dcs Montags. Die Gießener Aamilieuökätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Bierteljähriger ' KSonaemcntspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogew 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: ^«Lutfirahe Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für beit folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamikienblätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche- Theil. Gießen, am 29. Januar 1894. Betreffend: Die Einsendung der für die Landes-Waisenanstalt zu erhebenden Collecten und Büchsengelder. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen OW die »rstzh. satfltrmdfktrtai des «reifes. Unter Hinweis auf unser Ausschreiben vom 10. Februar 1877 (Amtsblatt Nr. 3) empfehlen wir Ihnen, am 1. k. Mts. die unter Ihrem und eines Gemeinderathsmitglieds Verschluß stehenden Waisenbüchsen zu öffnen und deren Inhalt bis längstens zum 31. März d. Js. durch eine Kosten nicht verursachende Gelegenheit an uns abzuliefern. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 30. Januar. Mit der Frage der Staffeltarife haben sich am Montag sowohl die bayerische Abgeordnetenkammer als auch eine in Mannheim stattgefundene Ber- sammlung von Jnteresienten der Mühlenindustrie und des Getreidehandels Südwestdeutschlands beschäftigt. Die bayerische Abgeordnetenkammer faßte einen die Beseitigung der preußischen Staffeltarife für Getreide und Mehlproducte besür- Wortenden Beschluß) ebenso nahm die gedachte Mannheimer Versammlung eine sich für Aufhebung der Staffeltarife erklärende Resolution an. — Das amtliche Ergebniß der im Reichstagswahlkreise Neustadt i. Oberschl. vollzogenen Stichwahl stellt sich wie folgt: Jnsgesammt wurden 10,324 Stimmen abgegeben, davon fielen auf Strzoda (polnisch ultramontan) 7565, auf Deloch (Centrum) 2746 Stimmen, während 13 Stimmen ungiltig waren. Der polnisch clericale Candidat ist demnach mit der beträchtlichen Mehrheit von ca. 4800 Stimmen gegenüber dem offiziellen CentrumScandidaten zum Vertreter des genannten Reichstagswahlkreises gewählt worden; letzterer hatte bis jetzt ununterbrochen zum parlamentarischen Besitzstände deS Centrums gehört. Ob sich Herr Strzoda im Reichstage der Polenfracrton anschließen wird, ist noch unbekannt. Ausland. — Der Prager Omladina-Prozeß ist nunmehr bereits in die dritte Woche seiner Dauer eingetreten, doch dürfte er nächster Tage zum Abschluß gelangen. Auch in der am Montag abgehaltenen Sitzung des Gerichtshofes ereigneten sich wiederum widerwärtige Scenen. Einer der Angeklagten benahm sich derart frech, daß ihn der Gerichtshof sofort auf eine Woche von der Anwesenheit bei den Verhandlungen ausschloß. Mehrere Zeugen widerriefen ihre in der Voruntersuchung gemachten belastenden Aussagen. Einer von ihnen wurde auf der Stelle wegen Meineids in Untersuchungshaft abgeführt, gegen zwei andere Zeugen will der Staatsanwalt Anklage wegen dcs nämlichen Vergehens erheben. — Es ist wirklich ein recht erbaulicher Prozeß! — Die Nachricht von der Erkrankung des Ezaren an einem durch Verbindung mit Lungenentzündung bedenklichen Influenza-Anfalle hat überall in Europa Beachtung und Thetlnahme gefunden, die sich schon aus der Stellung Alexander III. als eines der mächtigsten europäischen Herrscher hinlänglich erklärt. Glücklicher Weise sind der ersten, ernst genug klingenden Meldung von der Erkrankung des Ruffenkaisers inzwischen bereits beruhigendere Nachrichten gefolgt. Es ist eine entschiedene Befferung im Befinden des hohen Kranken eingetreten, die Fiebertemperatur sinkt allmälig, der Husten hat aufgehört, die Stimmung des Kaisers ist bedeutend bester geworden. Deutscher Reichstag. 37. Sitzung. Dienstag den 30. Januar 1894. Die eiste Berathung des Gesetzentwurfs betr. die anderweite Ordnung des Reichsstnanzwesens wird fortgesetzt. Abg. Richter: DaS süße Flötensptel des Finanzministers hat nicht vermocht, das Centrum hinter sich her in den Berg dieser Ftnanzretorm zu locken. Auch die Hoffnung, daß die Bayern die I Finanzpolitik der Regierung herautzbauen würden, scheint sich nicht zu erfüllen. Die Vertreter der Regierung haben sich auf eine Wandlung der öffentlichen Meinung zu Gunsten dieser Vorlage berufen. Aber weder in Versammlungen, nock in der Presse, noch im Parlament bat sich Begeisterung für die Vorlage gezeigt. Jetzt heißt es nicht Eteueroerminderung, sondern SteuererhöHuna um jeden Pret». Man beruft sich auf die finanzielle Nothlage der Etnzelstaaten. Im | preußischen Etat sind über 51 Millionen zur Schuldentilgung und 38 Millionen zur Vermehrung der Actten deS Staats eingestellt. Der Etsenbabnetat ist um 30 Millionen zu niedrig etatisirt. Etattsirt man dort richtig, dann ändert sich das Bild mehr, als eS durch die neuen Reichsfteuern geschehen kann, wovon doch nur 25 Millionen auf Preußen kommen würden. Wenn die Etnzelstaaten auch auf fünf Jahre dottrt werden, fo steht doch nicht fest, ob nicht nach Ablauf der fünf Jahre das Reich den Betrag der Dotation wieder für sich beansprucht. Dafür sollen die Einzelstaaten auf alle lieber: schüste verzichten, die ihnen jetzt durch die Franckenstein'sche Claufel gkfichert find, also auf alle Mehreinnahmen aus dem natürlichen Anwachsen der Zölle und Verbrauchssteuern. Man will die Einzelstaaten vor Schwankungen sichern. Diele Schwankungen sind aber durch das stoßweise Erhöhen der Reichsausgaben, namentlich der mUitärtschen, erzeugt. Unsere Finanzmintster sollten lieber den Reichsausgaben für Militär und Marine Widerstand leisten. Die Vorlage sördert nicht den Föderalismus, sondern den Centraltsmus. Die einzelstaatlichen Finanzmintster werden für fünf Jahre gleichsam Reichspenfionäre. Graf Posadowsky meint, die Ausgabebewtlltgung fei das Entscheidende; das Einnahme-Bewilligungsrecht wäre bedeutungslos. Wenn man aber immer Mittel zur Hand hat, ist man leicht geneigt, auch minder nothwendige Ausgaben zu machen. Wir sollten bewegliche Einnahmen einfübren; die Salz- und Koffeesteuer seien besonders dafür geeignet. Die Motricularbettröge könnten freilich als beweglicher Factor nicht entbehrt werden, weil sich die inbirtcfen Steuern als bewegliche Facloren dem jeweiligen Bedarf nicht so genau anpassen lassen. Schuldentilgung ist leere Sp'elerei; man wird nur zum Schuldenmachen verleitet, wenn man aus der anderen Seite eine Einrichtung zur Schuldentilgung zu haben glaubt, ohne daß man eine Verpflichtung dazu den Gläubigern gegenüber eingeht. Unser Etat ist schon jetzt schwer verständlich, durch die Annahme der Vorlage würde er noch unverständlicher werden. Wir haben ein doppeltes Leck: Militär und Marine. Und dieses doppelte Lcck stopfen Sie nicht durch das Löschpapier dieser Vorlage. (Heiterkeit.) Sparen Sie bei Militär und Marine. Nur durch größere Rücksichtnahme auf die Steuerzahler weiden bessere Verhältnisse erzielt; deshalb möge man die Vorlage so rasch als möglich ablehnen. (Beifall links.) Abg. v. Kardorff (Rp>): Es scheint, als ob in diesem Reichstage eine Steuerreform überhaupt nicht geschaffen werden könne. Bei der Berathung der Mtlitäroorlage hat Richter wiederholt selbst darauf hingewteftn, wie hoch die Inanspruchnahme der Etnzelstaaten schon jetzt sei und wie sie weitere Erhöhungen der Matricularbeiträge nicht ertragen könnten. Richter hat alle Schuld auf die Zunahme der militärischen Ausgaben geschoben; weiß er denn nicht mehr, daß er selbst und seine Partei hinter den Bewilligungen der Majorität auch nur um 15 Millionen zurückgeblieben ist (Richter: Nein!), daß auch seine Partei die Vermehrung des Militärs, welche die Regierung forderte, wenn auch nicht ganz, so doch zum größten Theile zugestand? (Richter: Nein! keine Vermehrung der Präsenz.) Ablehnung der Vorlage würde einen Kampf der Einzellandtage gegen den Reichstag zur Folge haben, der nicht zum Vortheil unserer ganzen politischen Entwickelung sein würde. Eine Regelung des Verhältnisses zwischen Reich und Einzelstaaten ist unerläßlich, wenn nicht.deren Finanzen in heillose Verwirrung und Anarchie gestürzt werden sollen. Abg. Schippel (Soc.) bekämpft die Vorlage. Es handle sich hier nicht um einen Kampf zwischen dem Reich und den Einzelstaaten, sondern um einen solchen zwischen directen und inbincten Steuern. Abg. Dr. Hammacher (ntl.) erklärt die Vorlage für eine finanzpolitische That ersten Ranges. Wir müssen die Regierung unterstützen, wenn sie eine finanzielle Norm zwischen Reich und Einzelstaaten schaffen will; andernfalls würden wir unsere ganze Vergangenheit verleugnen. Einzelne meiner Freunde haben Bedenken gegen Einzelheiten der Vorlage, andere hegen Bedenken, ob für eine solche Reform gerade jetzt der Moment geeignet ist: princlpielle Bedenken hat keiner meiner Freunde gegen die Vorlage. Wer gegen diese Reform agitirt, besorgt die Geschäfte Derer, die gegen die Staatsordnung ankämpfen, und schafft dm Nährboden für zerfleischende Gegensätze zwischen Reich und Etnzelstaaten. Man sollte die Folgen der Erhöhung der Matricularbeiträge nicht unter schätzen; ist es doch eine sündhafte Ungerechtigkeit, wenn ein armes Land wie Thüringen dieselben Matricularbeiträge zu zahlen hat, wie Bremen und Hamburg. Der Reichstag darf auch nicht einmal den Verdacht aufkommen lassen, er wolle die Mittel zur Deckung der von ihm selbst bewilligten Ausgaben nicht genehmigen. Abg. Förster (Res.-P.): Der Zeitpunkt für die vorgeschlagene Reform ist verfrüht und der in Aussicht genommen Weg ungeeignet. Man hätte sein Augenmerk anstatt auf indirccte Steuern auf Luxussteuern, auf Wehrsteuer, schärfere Börsen- und Dividmdensteuer richten sollen. Auch eine höhere Bier steuer würde den gemachten Vorschlägen vorgezogen, womit er dieselbe nicht empfehlen wolle. Jedenfalls müßten seine Freunde daran festhalten, daß die minder leistungsfähigen Schultern geschont werden müssen. Abg. Dr. Bachem (Ctr.): Auf die Erklärungen in den Einzel- lanbtagen zu Gunsten ber Vorlage sei kein Gewicht zu legen. Die Einzellanbtage haben alle Vortheile von bieftr Reform, ber Reichstag bagegen behält bas ganze Obium. (Sehr richtig!) Die Ungerechtigkeit in ber Verurtheilung ber Matricularbeiträge wirb paralysirt burch ben Umstanb, baß bie Ihberweifung auch nach ber Kopfzahl vertheilt worden. Man möge in ben nächsten Jahren recht sparsam sein, bann wirb künftig eine Vermehrnng ber Matricularbeiträge nicht mehr nöthig sein. Nach Annahme des früheren Schatzsecretärs können wir unbedenklich eine erhebliche natürliche Zunahme der Reichseinnahmen erwarten. Es handelt sich bei dieser Vorlage weniger darum, vorhandene Löcher zu stopfen, als künftige Locher zu schoflen. Was nützt es, ein erträgliches Verhältniß zwischen Reich und Etnzelstaaten schaff.n wollen, wenn dieses erträgliche Verhältniß durch neue Steuern geschaffen werden soll, die im Volke anstößig sind. Die nötbigen Mittel zur Deckung ter Kosten der M lilärvorlage wollen wir schoflen ; aber es möge dazu zum Theil auf die Matricular- beiträge zmückgegangen werden. Eine Erhöhung der directen Steuern schr-ckt uns nicht. Wir haben aus finanziellen Gründen gegen die Militärvorlage gestimmt und dürfen jetzt nicht die Kosten durch Vermehrung der directen Steuern decken. Werde aber einmal an eine Finanzreform im Reiche herangegangen, dann müsse dieselbe eine dauernde fein. Finanzminister vr. Miquel: Je länger ich die Debatte anhöre, desto mehr scheint mir: rechter Hand, linker Hand, Beides vertauscht. Herr Richter, ftüher Gegner der Franckensteln'schen Clausel, heute eifriger Verehrer derselben. Herr vr. Bachem bereit, die Klausel zu opfern, indem er bereit ist, die Matricularbeiträge zu erhöhen, was bie Franckenstein'sche Claufel verhindern wollte. Ueberscbm Sie benn, daß bei Erhöhung ber Matricularbeiträge gerade bie Armen stärker herangezogen werben? Wie kann man sich einbilben, durch Einstellung angeblicher Ueberschüsse den Etat zu baiandren? Im Reichstage werbtn neue Forberungen ausgestellt, ebenso in den Landtagen. Die Minister haben nicht nur in ihren Ressorts, sondern auch in den Landtagen mit Mehrforderungen zu kämpfen. Hätten wir ben Einheitsstaat, so wären btrecte Reichssteuern möglich; aber bie Gegner ber Vorlage wollen ben Einheitsstaat am allerwenigsten. Die Reform ist im Reiche umso unbedenklicher, als wir hier zu einem gewissen Abschluß in den Ausgaben gekommen sind. (Ruf: Na nu!) Wir sind sicher, baß, wenn bie Reform jetzt auch nur auf 5 Jahre gemacht wirb, auch nach Ablauf biefer Frist bie Einzelstaaten sich bie Rente aus ber Reform gern gefallen lassen werden. Wenn wir uns nicht auf bie Dauer binben wollen, so geschieht bieS wegen ber Möglichkeit, ja Wahrscheinlichkeit einer weiteren Steigerung ber nothwenbigen Ausgaben. Unsere Finanzpolitik im Reiche mußte auf bie Dauer in bie Brüche gehen. Von einer Steuerbewilligung auf Vorrath finb wir sehr weit entfernt. Weiterberathung morgen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Corresponbenz-Bureau. Leipzig, 30. Januar. Die „Neue Deutsche Zeitung"/ bas Hauptorgan der deutsch-socialen (antisemitischen) Partei, stellt ihr Erscheinen ein. Der Grund soll in finanziellen Schwierigkeiten liegen. Wilhelmshaven, 30. Januar. Am 20. Februar sind 23 Jahre seit dem Stapellauf des Panzerschiffes „König Wilhelm" vergangen. Dieser Jubiläumstag wird durch einen Gottesdienst, ein Festesten und Aufführungen an Bord des Schiffes festlich begangen werden. An sämmtliche Osfi- ziere, die früher an Bord des „König Wilhelm" commandirt waren, sind Einladungen zu der Feier ergangen. Loudon, 30. Januar. Reuter-Meldung aus Rio de Janeiro, Vormittags 10 Uhr: Admiral da Gama hatte Geschützfeuer auf ein amerikanisches Kriegsschiff eröffnet. Der amerikanische Admiral Benham erwiderte das Feuer und es erfolgte ein heftiger Kampf, der mit der vollständigen Niederlage da Gamas endigte, der sich ergab. Der brasilianische Gesandte in London erhielt bisher keine Meldung über den Vorfall. Dem Admiral de Mello bleiben nur der Kreuzer „Republica" und zwei oder drei Transportschiffe. Brüffel, 30. Januar. Die Verlobung des Prinzen Carl von Hohenzollern mit Prinzessin Josephine wird morgen auf dem Hosball offiziell verkündigt. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 30. Januar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des rothen Adlerordens 1. Klaffe mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe und der Königlichen Krone an den commandirenden General des 11. Armeecorps, den General der Infanterie Wittich, des rothen Adlerordens 2. Klasse mit Eichenlaub und der Königlichen Krone an den Chef deSMilitärcabinets Contreadmiral Senden-Bibran, des Königlichen Kronenordens 2. Klaffe mit dem Stern an den Generallieutenant z. D. v. Kirchhoff, der aus der Affaire Kirchhoff-Harich bekannt ist. Berlin, 30. Januar. Die Budgetcommission des Reichstages verwarf die Erhöhung des Gehalts des Botschafters in Rom um 20 000 Mk. Berlin, 30. Januar. Gestern sand in der Brauerei Friedrichshain eine von etwa 2000 Personen besuchte Anarchist en-Versammlung statt, auf welcher die Thätig- keit der politischen Polizei zur Debatte gelangte. Mehrere Redner brandmarkten das Verhalten des Metallarbeiters Brandt, der allgemein für einen Spitzel erklärt wurde. Brandt gab zu, im Laufe der Zeit etwa 100 Mk. von der Polizei angenommen zu haben, will aber dieses nur gethan haben, um die Polizei auszuforschen. Wien, 30. Januar. Nach einer Meldung ber „Polit. Corr." werben demnächst die Beschlüsse der internationalen Sanitätsconferenz in Dresden in Budapest veröffentlicht werden. Wien, 30. Januar. Einer aus Petersburg eingelaufenen Drahtnachricht zufolge werden die geplanten Winter- manöver nicht stattfinden, weil General Kostanda erklärte, daß die strengen Winter Übungen schädlich auf die Gesundheit der Truppen einwirken würden. In einer demnächst stattfindenden Berathung der maßgebenden Persönlichkeiten soll die ordre de bataille für die im August zwischen Moskau und Smolensk angesetzten Manöver fest^estellt werden. Soabin, 30. Januar. Rach einer in Liverpool ein» getroffenen Meldung ist der Aufstand in Kamerun darauf zurückzusühren, daß der deutsche Unter-Gouverneur etwa 20 Weiber dahomeyanischer Soldaten auf grausame Weise peitschen ließ, worüber unter den Truppen eine allgemeine Empörung entstand. Ueber hundert Soldaten drangen in das GouvernementSgebäude ein und erschaffen den Richter, welchen sie für den Untergouverneur hielten. Staffel, 30. Januar. In einer heute Nachmittag stattgefundenen Studentenversammlung sollte die von der Universität vorgenommene Relegirung einer größeren Anzahl von Studenten besprochen werden. Ungefähr 300 Studenten hatten sich zu der Versammlung eingefunden. Heute Vormittag kam es zu einer größeren Schlägerei, weil die relegirten Studenten den UniversitätSinspector Graux zu mißhandelten versuchten. Polizei mußte zur Wiederherstellung der Ordnung herbeigeholt werden. Petersburg, 30. Januar. Die Verleihung der Ordensdecorationen, welche gleichzeitig an den General v. Werder und Herrn v. Giers stattfand, wird in hiesigen diplomatischen Kreisen als der Ausdruck wesentlich gebesserter deutsch-russischer Beziehungen betrachtet. Aus demselben Grunde nimmt man auch an, daß an eine etwaige Abberufung des Grafen Werder nicht zu denken sei. Belgrad, 30. Januar. Wie verlautet, reist Exkönig Milan im Lause der nächsten Woche nach Paris zurück. Belgrad, 30. Januar. Der Staatsgerichtshof wurde heute gezwungen, seine Thätigkeit einzustellen. Die Eingänge zum Gerichtsgebäude werden polizeilich bewacht. Belgrad, 30. Januar. Die radicale Partei beginnt bereits im ganzen Lande eine intensipe, energische Action, namentlich werden die Arbeiter und die bäuerliche Bevölkerung aufgewiegelt. Infolge dessen fanden sowohl in Belgrad als auch in den Provinzialstädten neuerdigs Arbeiter-Demonstrationen statt. Sofia, 30. Januar. Die Gemahlin des Fürsten Ferdinand ist von einem Knaben entbunden. Der Jubel im ganzen Lande ist unbeschreiblich. Die Zeitungen sprechen die Hoffnung aus, das Land werde nun endlich, nachdem es eine Dynastie erhalten habe, zur Ruhe gelangen. Das frohe Ereigniß sei außerdem geeignet, die Stellung des Fürsten im Lande selbst außerordentlich zu befestigen. Sofia, 30. Januar. Luka Iwanow wurde zu 15jähriger Haft in Eisen verurtheilt. Das Publikum nahm diese Umwandlung der Todesstrafe sympathisch auf. Stojan Iwanow kam mit dreijährigem leichtem Kerker davon. Cocaüs nnd provinzielles. Siebe«, 31. Januar 1894. * * Auszeichnung, Seine Majestät der Kaiser haben anläßlich Allerhöchstseines Geburtstages dem Obersten von Rosenberg, Commandeur des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm, den Rothen Adler - Orden 3. Klaffe mit der Schleife verliehen. * * Sitzung Großh. Handelskammer am 26. Januar l. I. Anwesend die Herren Scheel, Gail, Homberger, Katz, Klingspor, Kraatz. Don Großh. Ministerium des Innern und der Justiz ging der Kammer ein Entwurf von Ausnahmebestimmungen, betreffend die Sonntagsruhe in gewerblichen Anlagen (§§ 105b Abs. I und 105d der Gewerbeordnung) — Gruppe V der Gewerbestatistik (Metallverarbeitung) — zu. Auf Empfehlung höchster Staatsbehörde sandte man diesen Entwurf den Interessenten zur Kenntnißnahme, damit dieselben etwaige Anträge und Vorschläge vor der im Laufe dieses Monats in Berlin im Reichsamt des Innern stattgefundenen Berathung mit betheiligten Arbeitgebern und Arbeitern, dem Großh. Ministerium zur Kenntniß bringen könnten. — Ferner ging der Kammer eine Notiz, betreffend die französischen Bestimmungen über die Bezeichnung von Maaren zu, wonach Seitens deutscher Firmen neuerdings in verschiedenen Fällen bei Versendung von Maaren über Frankreich gefehlt worden ist. Die Notiz liegt etwaigen Jntereffenten auf dem Büreau der Kammer zur Einsichtnahme offen. — Die Handelskammer zu Kassel beabsichtigt auf der nächsten Plenarsitzung des deutschen Handelstags einen Antrag, betreffend die Förderung des Ausfuhrhandels einzubringen und bittet unter Mittheilung der in Aussicht genommenen , namentlich bei Berichterstattung der deutschen Consuln über die Wirthschaftszustände ihres Bezirks betreffenden Vorschläge, um demnächstige Unterstützung. Zur letzteren erklärt sich die Kammer bereit. * * Gewerbevereiu. Im Cafe Ebel fand gestern Abend eine vom Ortsgewerbeverein einberufene Versammlung statt, in welcher Herr Commerzienrath Heyligenstaedt Mittheilungen über Chicago und seine Ausstellung machte. Die zahlreich Erschienenen folgten den über zwei Stunden währenden Ausführungen des Redners mit gespanntester Aufmerksamkeit. Herr Heyligenstaedt schilderte zunächst die Eindrücke, die er beim Eintreffen in Chicago empfand, und hob besonders das freundliche Entgegenkommen der deutschen Landsleute, insbesondere des Herrn Prof. Herm. Hanstein, der bestrebt gewesen, ihm den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, hervor. Chicago schilderte Redner als eine Großstadt, die diese Eigenschaft indeß mehr mit ihren Fehlern als mit ihren Schönheiten zeige. Im Centrum derselben, das an Ausdehnung etwa der Größe Frankfurts entspreche, wickle sich aller Verkehr ab, während die übrigen Stadttheile der Industrie und dem Aufenthalt der Besitzenden reserviert seien. Der riesige Verkehr in der Innenstadt bedinge auch die hoben Häuser, in welcher Beziehung Chicago Newyork ebenso überflügelt habe, wie in seinem Schiffsverkehr. Das Innere der Häuser schildernd, hob Herr Heyligenstaedt besonders die den Verkehr ihrer Bewohner vermittelnden Aufzüge hervor. Was die Straßen betrifft, so sei ihr Bau mangelhaft, besonders der Verkehrsstraßen, deren Holzpflaster alle Nachtheile in sich vereinige. Dagegen seien die Boulevards schön aöphaltirt und sehr sauber. Chicago besitze ca. 4000 km Straßen, in den von den Hauptstraßen abzweigenden Nebenstraßen seien viele sog. Einfamilienhäuser anzutreffen. Die Straßenbahnen, unter denen das System der Kabelbahnen vom Vortragenden erläutert, aber nur unter gewissen Bedingungen empfohlen wurde, beförderten während der Ausstellung 181 Millionen Passagiere. Charakteristisch für Chicago sei auch die große Anzahl Parks, die denn auch stark von Erholungsbedürftigen besucht würden. Die Wasserversorgung Chicagos sei ungenügend, weil das Wasser dem vielfach verunreinigten Michigansee entnommen werden müsse. Die unter Aufwand von allen Vortheilen der Technik, riesigen Pumpenanlagen :c. ermöglichte Zuleitung nach der Stadt befördere ein Quantum von 1,000,000 Cbm. täglich, die Anlage der Leitung habe 200,000,000 Mk. gekostet. Der vom Chicagoflusse bisher dem Michigansee zugeführte Schmutz sei durch riesige Pumpenanlagen dem Mississippi zugeführt worden, wodurch das Wasser des Michigan in Bezug auf Reinheit verbessert worden, ohne daß es dem Europäer besonders einladend zum Genüsse vorkomme. Einer Schilderung der „Bierverhältnisse", die als gut zu bezeichnen seien, fügte Herr Heyligenstaedt eine solche über das Schulwesen an. Die Ge- sammikosten der Gemeinde-Schulen würden durch die Städte getragen, sie beliefen sich für Chicago auf 5% Millionen Dollar, daneben beständen noch viele Privatschulen. Die Gemeindeschulen würden nicht regelmäßig besucht, die Verpflichtung zum Schulbesuche bestehe wohl, doch zeige sich auch hier die, die amerikanischen Zustände characterisirende Freiheit des Individuums. Der Schüler besuche im Durchschnitt 2 Jahre die Schule. Die Kosten der Schulen werden aufgebracht durch die Schankwirthschaften/ die Erlangung einer Schankconcession sei mit Scheererei und hohen Kosten verbunden, die Concesfion wird nur ertheilt, wenn mindestens zwanzig Anlieger, Grundbesitzer, die Bedürfnißfrage bejahten. Die Abgabe der einzelnen Wirthschaften an die Stadtkasse betrage 500—1000 Dollars jährlich, die für allenfallsige Uebertretungen der die Schankgewerbe betreffenden Bestimmungen zu leistende Caution bis zu 10,000 Dollar. Chicago ziehe aus den Abgaben für Wirthschaften 372 Mill. Dollar. Das kirchliche Leben bezeichnete Herr Heyligenstaedt als sehr stark ausgebildet, Chicago besitze 465 Kirchen, welche täglich von 120,000 Christen besucht würden. Dieses hervortretende kirchliche Leben entspränge indeß weniger dem Christenthum \ int Allgemeinen, sondern dem starken Sectenwesen. — Zur Ausstellung selbst übergehend, berichtete Herr Heyligenstaedt, daß es wohl keinem Besucher möglich gewesen, bei der Masse des Gebotenen Alles zu sehen, der erste Eindruck der Ausstellung sei überwältigend gewesen. Es folgte eine Beschreibung der einzelnen Abtheilungen nach ihrem Aeußern, ihrem Bau und ihrem Inhalte, woraus ersichtlich war, daß mit colossalen Mitteln und unter riesigem Aufwand von Geisteskräften sowohl von den Leitern des Ganzen, wie von den Ausstellern gearbeitet sein mußte, um das große Werk so zum Abschluß zu bringen, wie es sich dem Auge des entzückten Beschauers zeigt. Vor allem wurde der deutschen Industrie das uneingeschräntteste Lob zu Theil. Unter den einzelnen Gruppen hob Herr Heyligenstaedt besonders die Manufacturhalle, die chemische Industrie, das Frauengebäude, den Bergbau hervor/ die Maschinenhalle habe sehr viel geboten, aber wenig neues/ auch die electrische Ausstellung vermochte die noch in aller Erinnerung stehende Frankfurter nicht zu übertreffen. Die in Bezug auf Eisen in Gruppe Bergbau seitens der Amerikaner mit ihren Gold- und Silber- klumpen gelassenen Lücken seien von dem deutschen Hüttenbau wahrhaft großartig ausgefüllt worden. Am Schluffe seiner mit Beifall aufgenommenen Ausführungen nahm Herr Heyligenstaedt noch Veranlassung, denjenigen die verdiente Hochachtung auszusprechen, die durch Betheiligung an der Ausstellung die deutsche Industrie zu Ehren und Ansehen gebracht/ er wandte sich gegen den durch seinen Ausspruch „Billig und Schlecht" zu Philadelphia 1876 bekannt gewordenen Prof. Reuleaux, der es auch diesmal leider nicht unterlassen konnte, die deutschen Arbeiter in Bezug auf ihre Fähigkeiten im Feinmeßverfahren beim Maschinenbau herabzusetzen.*) Herr Heyligenstaedt erklärte, gegen derartige * ) Der Verein deutscher Ingenieure nahm den Reuleavx'schen Aeußerungen gegenüber bereits Stellung er hat in seiner Zeitschrift folgende Erklärung veröffentlicht: „Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung, so kann man den Amerikanern nicht die Führerschaft auf dem Gebiete der Feinmessung im Maschinenbau zuerkennen; diesen Ruhm wird man England und vor allem seinem großen Ingenieur Whitwort zusprechen müssen. Dagegen ist anzuerkennen, daß die Amerikaner, unzweifelhaft im Zusammenhänge mit der bei ihnen früher und in größerem Umfang als bei uns geübten speciali- sirten Massenfabrikation, früher und allgemeiner die Feinmessung mittelst besonderer Werkzeuge in ihren Maschinenfabriken zur Anwendung gebracht haben als wir. Als einen Jrrthum müssen wir es jedoch bezeichnen, wollte man daraus den Schluß ziehen, daß die amerikanische Maschinenfabrikation an Genauigkeit der Arbeit diejenige anderer Länder, darunter auch die deutsche, übertreffe, und wir bedauern es lebhaft, daß die Ausführungen des Herrn Reuleaux thatsächltch, wie aus den Aeußerungen der Presse im In- und Auslande heroorgeht, zu solcher irrthümlichen Auffassung geführt haben. Ueberetnfttmmenb lauten dagegen die Berichte der englischen und amerikanischen Zeitschriften, die sicherlich nicht beflissen sind, der deutschen Industrie Schmeicheleien zu sagen, dahin, daß an Vorzüglichkeit der Ausführung die Ausstellungsgegenstände des deutschen Maschinenbaues den amerikanischen mindestens gleichständen, ja, sogar sie überträfen, und das gleiche Urtheil, nicht nur über Die Ausstellung, sondern über den Maschinenbau beider Länder im Allgemeinen, ist den Berichten unserer zahlreichen Fachgenossen zu entnehmen , welche die Gelegenheit der Chicago-Ausstellung benutzt haben, um die Maschinenindustrie der Vereinigten Staaten zu studtren. Ganz ebenso steht es mit der weiteren Ausführung Des Herrn Reuleaux, worin er anscheinend den Amerikanern die Führerschaft im gejammten Fortschritte der mechanischen Technik zuerkennl; auch diese Aeußerung müssen wir als Jrrthum erregend und der deutschen Industrie nachtheiltg beklagen. Nicht ein Wort der thatsachltchen Begründung hat Herr Reuleaux dieser schwerwiegenden und für das berechtigte Selbstbewußtsein der deutschen Ingenieure verletzenden Behauptung hinzugefügt und dies auch später nicht, als er deßhalb angegriffen wurde, nachgeholt. Es liegt aber nach Allem, was zu unserer Kenntniß gelangt ist, bis jetzt keine Veranlassung vor, anzuerkennen, daß die amerikanischen Ingenieure und die amerikanischen Maschinenbauer die Leistungen ihrer europäischen Fachgenossen überflügelt hatten." Verdächtigungen sollte, wo es nur angebracht sei, Protest ein» gelegt werden, weil das Ausland den Aussagen eines Reu- leaux leider allzuviel Glauben schenkte. Die deutsche Industrie habe in Chicago glänzend bestanden / sei der Erfolg vor der Hand auch nur ein moralischer, so hätten doch die Ehre und das Ansehen der deutschen Industrie und damit das Deutschihum eine Stärkung erfahren, man habe Deutschland, das man bisher nur wegen seiner KriegSthaten geschätzt, nun auch auf industriellem Gebiete schätzen und bewundern gelernt. Herr Heyligenstaedt schloß mit dem Wunsche, daß nach dem errungenen moralischen Erfolge der deutschen Industrie auch der materielle Erfolg nicht vorenthalten werde. * * Kammermufik. Der dritte Kammermusikabend in der Loge findet am Samstag, 3. Februar, Abends 6 Uhr statt. Das Programm enthält außer Streichquartetten von Mozart (Es-dur) und Haydn (G-dur, op. 54 Nr. 1) Solostücke für Violoncello von Bruch (Kol Nidrei) und Moszkowsky (Guitarre), sowie einige Nummern der Märchenerzählungen von Schumann für Pianoforte, Violine und Viola. * * Straßenraub. Nach einem Ausschreiben Großh. Staatsanwaltschaft Gießen wurde vor einigen Tagen zwischen Ober- und Nieder-Ofleiden von einem unbekannten Handwerks- burschen ein St-raßenranb verübt. Der Thäter ist etwa 36—38 Jahre alt, untersetzt, mit rothem, dicken aufgedunsenen Gesicht und Anflug von Schnurrbart / bekleidet mit hellgrauem karriertem Sackrock und sogen. Jockey-Mütze. □ Ruppertenrod, 29. Januar. Welch freudigen Widerhall die Aussöhnung des Kaisers mit dem Altreichskanzler Bismarck in allen Volksschichten gefunden, davon giebt eine von hiesigen Bürgern abgesandte Depesche an Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. ein Beispiel. Der Wortlaut der Depesche ist: „Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II., Berlin. Zur Geburtstagsfeier und der damit verbundenen Aussöhnung des Altreichskanzlers Fürsten Bismarck gestatten Ew. Kaiserliche Majestät die allerunterthänigften Glückwünsche huldvollst entgegenzunehmen von treu ergebenen Vogelsbergern. I. A. Reiber." — Die freudige Stimmung über diese Aussöhnung sand auch ihren Ausdruck in der Geburtstagsfeier, welche der hiesige Kriegerverein in hergebrachter Weise in seinem Vereinslocale „Zum deutschen Haus" veranstaltete und welche bei Ansprachen mit lebhaft erwiderten Hochs auf Kaiser und Großherzog und patriotischen Gesängen in recht schöner Weise ihren Verlauf nahm. K. Laubach, 30. Januar. Aus sicherer Quelle erfahren wir, daß der vor einem halben Jahre verurtheilte Capellmeister Herr Kern vom 118. Jnf.-Regt. von Sr. Majestät dem Kaiser begnadigt worden ist. Noch heute wird derselbe bei seinen Eltern hier eintreffen. Lauterbach, 29. Januar. Am vergangenen Samstag wurde in einem Kalksteinfelsen der zwischen Maar und Wernges gelegenen Steinbrüche ein fast noch gut erhaltenes vollständiges menschliches Scelett in der Lage von Norden nach Süden in einer Tiefe von einem Meter aufgefunden. In dem Grabe wurde außerdem ein Steinbeil und ein Steinhammer gefunden. Leider sind die im Ver- hältniß zu ihrem Alter noch gut erhaltenen Knochen alsbald zerstreut worden. Das Ausfinden der Steingeräthe im Grabe läßt vermuthen, daß dieses eines der ältesten der in unserer Gegend aufgedeckten Gräber ist. Hopfmauusfeld, 30. Januar. Gestern wurde hier ein Landwirth beerdigt, welcher am vergangenen Freitag unweit unseres Ortes erfroren aufgefunden wurde. Friedberg, 28. Januar. Eine hier kürzlich zum Besten des Gustav Adolf-Frauenvereins stattgefundene Vorstellung lebender Bilder usw., woran sich die besten Kreise der hiesigen Gesellschaft betheiligten, hatte über 500 Mark Reinergebniß. — Für die Hinterbliebenen des vor Weihnachten auf dem Viaduct verunglückten Arbeiters Veith von Ober Wöllstadt hatte sein Dienstherr, Bauunternehmer Mörschel hier, sich bemüht und ist es ihm gelungen, einen Unterstützungsfonds von 600 Mark aufzutreiben, zu welchem er selbst einen nicht unbeträchtlichen Bruchtheil beigesteuert hat. — Die hiesige En gelap o th eke, die etwa ein Jahr im Besitze eines Herrn Meergard war, ist um den Preis von 190000 Mark in den Besitz eines aus München gebürtigen Pharmaceuten Namens Müller über- gegangen. D. Ztg. Schiffsnachvichten. Hamburg-Amerikanisch«! Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Doppelfchrauben - Schnelldampfer „Fürst Bismarck" ist am 27. Januar, 8 Uhr Morgens, von Hamburg via Southampton in Newyork angekommen. P.stdampfer „Cheruskia", von Westindien nach Hamburg zurückkehrend, ist am 27. Januar, 3 Uhr Nachmittags, in Havre angekommen. Postdampfer „Borufsia" ist am 26. Januar von St. Thomas und Havre nach Hainburg abgegangen. Postdampfer „Colonia", von Hamburg nach Westindten bestimmt, hat am 27. Januar, 2 Uhr Nachm., von Havre die Reise nach St. Thomas fortgesetzt. Postdampfer „Teutonia" ist am 27. Januar in Vera-Cruz angekommen. Postdampfer „Markomannta" ist am 27. Januar von Hamburg und Geestemünde via Havre in St. Thomas angekommen. Postdampfer „Thuringia" ist am 27. Januar, 81/» Uhr Morgens, von St. Thomas via Havre in Hamburg angekommen. Dampfer „Valesia", von New-Orleans nach Hamburg zurückkehrend, ist am 27. Januar, 12 Uhr Mittags, Dover passirt. Ca. 6000 Stück Seidenstoffe — ab eigene« Fabrik — schwarze, weiße u. farbige ö. 75 Pf. bis Mk. 18.65 pr. Meter — glatt, gestreift, tarrtert, gemustert, Damaste rc- (circa 240 versch. Qual- und 2000 versch. Farben, Dessins rc.) BO“ Porto» 'ttttb steuerfrei irrS Haus N Catalog und Muster umgehend. [122 6. Hennebergs Seiden-Fabrik (k. k. Hott), Zürich. Mrehliche Anzeigen der evang. Gemeinde. Donnerstag den 1. Februar, Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Turnsaale der Stadtknabenschule. Pfarrverwalter Dr. Grein. (Das Gleichniß vom barmherzigen Samariter. Lucas 10, 29—37). Missionsstunde im Confirmandensaale der Johanneskirche Donnerstag, 1. Februar, Abends 8 Uhr. Der Apostel Paulus und seine Mission. Pfarrer Dingeldey. per [692 [690 in bester Qualität. Hühnerau^ennnöe V"^ 495] Gnauth. 884 Depot: A. Welz, vom. F. E. Winter Nächtig Ecke Lindenplatz—Wallthorftratze.^ 798 138 32 852] Koch. [163 JÄHRIGER ERFOLG 25 eür n wurde hier eneu ^eitag unweit 9 705 LU m Bahnhofstraße 22. mtethen- o 33 m Marktplatz 5. 899 HermeSweg 4. 594 CD 623J Ein FamtltenlogiS, 3 Zimmer mit Cabinet und Zubehör, sofort zu ver- im der ui 2 O Ul z Ul o —I o -e m cer Quelle erfahren ctheilteCaPellineister Sr. Majestät bim e wird derselbe bei Steingnäthe s der ältesten H // Buchen-Knüppel, Nadel'Knüppel, Buchen-Reisig, Nadel-Reisig, Buchen-Stöcke, Nadel-Stöcke. zum Meinbewohnen in schöner Lage, mit allem Komfort, zu vermtethen, resp. zu 70 90 90 120 90 130 140 m s rm u // ii ul oc z Ul m verkaufen. Näheres Moltkestraße 7. gangencn Samstag vischen Maar und noch gut erhaltenes t in btt Sagt von inttn Mer aufgi« »m ein Steinbeil sind die im Drill Anvchen alsbald 70 65 90 70 100 120 FichteN'Derbstangen mit 9,08 fm, Fichten-Reisstangen mit VERKAUF IN DEN APOTHEKEN UND DROOUEN-HANDLUNGEN- 168 72,7 12,4 11 16 28 9 106j In meinem Neubau, Bahnhofstraße 74, ist der Parterrestock (5 bis 6 Zimmer) zu Wohnräumen zu vermtethen. Gg. Pfaff, Maurermeister, Wetzsteingasse 49. Das Bauholz kommt am Vormittag zum Ausgebot. Anfang und Zusammenkunft Vormittags 9y3 Uhr im District Mark- steinmühl. Villingen, den 27. Jaguar 1894. Großh. Bürgermeisterei Villingen. la. SjjßrlihuEchllmttkr stets frisch bei [712 J. M, Schulhof. lebend. 1UL ttoflügcl gut u. billig beziehen will, vat lange Preiallste von Hans Maier in Ulm a. D. Grosser hnport ItalZ ProdnlrtB. MobilienVerfteiqerunq. Donnerstag den 1. Februar, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in vormundschaftlichem Auftrage im Saale des Cafti Leib: Mobilien, Weißzeug re., darunter: 5 vollständige Betten, 1 Kinderbett, Nachttische, Waschtische, Commodeu, 1 Sopha, Sessel und Stühle, Kleiderschränke und sonstige Gegenstände. 812 Roloff, Gerichts-Taxator. flaiftrrtiiblrr, angenehmer Tischwein . . . Wartfltngcr, seiner Tafelwein...... Drttnauer, do. jüfc und kräskig ..... Xurbadicr, do bouquetreich...... ----- Rothwrinc: Kaiserstühler, mild und angenehm . . Zeller, Ersatz sür fit int Bordeaux . . . . Assentbaler, dergleichen, gerbstossreich . . . 80 Ps. 100 „ 120 „ 140 „ 120 „ 140 , 160 „ Justus Benner Marktstratze 84. C/D O zc m 39 Dörrobst: Apfelspalten, Apfelringe, Birnen, Brünellen, franz., Brünellen, italien., Kirschen, Pflaumen, Bordeaux, Zwetschen, hiesige, Zwetschen, türkische. [691 Gemischtes Obst empfiehlt in besten Qualitäten billigst Emil Fischbach. Holzversteigerung im Billingener Gemeindewald. Freitag den 2. Februar werden versteigert: District Marksteinmühl und Hochroth. 68 Fichten-Stämme mit 36,29 fm, freckgen MeM de-nAltreichs- en gesunden, davon 1 Depesche an Se. > Der Wortlaut lyelm IL, Berlin, denen Aussöhnung en Ew. Kaiserl/chc he huldvollst ent- kbergern. A. diese AuSsühnmig lssein, welche der in seinem Vereins- üe und welche bet ö aus Kaiser und recht schöner Weise Jedes Hühnerauge entfernt radikal Wasrnuths Kühneraugenringe. Reisszeuge von 2 bis 50 Mk. empfehlen LiebrichssiGelir. Schmidt Neuenweg 16. Keilgeöolenes. Fastnacht 1894. Masken-Sammt 75 und 85 Pfg., Masken-Atlas 55 und 75 Pfg., Tarlatan 35 und 40 Pfg.', Tarlatan mit Silber 60 Pfg., Percall SO Pfg., Blumen weit unter Einkauf, Ballstrümpfe nur noch beffere vorräthig und verkaufen für 30 Pfg., die bisher 45J3fg. gekostet haben. Ebenso Ballhandschuhe zu jedem Preis im Ausverkauf. Huth & Co. . 451 . 60 . 60 80 Otto E Webers Carlsbader Kaffee-Gewürz das edelste KaffeeverbefferungSmittel der Wett, empfehlen: Emil Fischbach Wilh. Fritsch L. Kalkhos Friedrich Leo H. F. Nassauer I. M. Schulhof Carl Schwaab, Hofl. Engros-Lager bei: Mo E. Weder, iwuhfnti -. z«., empfiehlt Emil Fischbach A. Welz _________Ecke Lindenplatz-Wallthdrsir. Gehr. HaSee per Psd. Mk. 1.60, 1.70, 1.80, 2.00 empfiehlt [895 Robert Stuhl, Neustadt 23. 4481 Wohnung o. 4 Zimmern, 1. St-, mit Gartenanth. und ollen Bequemlichk., zu vermiethen. Marburgerstraße 29. 4421 2. und 3. Stock: d resp. 4 Zimmer und Zubehör, bequem einger., in freier, schönster Lage pr. 1. April zu vermtethen- Ehrist. Pfeiffer, neben Steins Garten. 4311 Die Parterre - Wohnung, Bleich- straße 23, Ecke der Ludwigsstraße, per 1. April zu vermiethen. Näheres bet Kaufmann Stuhl, Neustadt 23. Cfferiren hierdurch, da wir nicht reisen lassen: , —— «eihwcine:--- 80 75 100 80 120 130 Eler-Gemnsenudeln, extrafet«, Gemüse nudeln. Psd. 40 Pfg , nicht breiig kochend Maccaroni, extrafeine Wiener, Maccaroni, Italien., Brnch-Maccaroni, per Pfd- 30 Pfg. Verdingung. Die nachstehend verzeichneten Arbeiten für den Ausbau des Feuerlösch - Geräthemagaziu- Gcbäudes nebst Thurm am Brandplatz, nämlich Schreiner-, Schlosser-, Glafer- und Weistbinderarbeiteu sollen Donnerstag den 8. Februar d. I., Bormittags 11 Uhr im schriftlichen Angebotversahren verdungen werden. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen von heute ab auf dem Stadtbauamte, Zimmer Nr. 5, zur Einsicht offen. Angebote sind bis zum genannten Termin auf dem vorgeschriebenen , beim Stadtbauamte erhältlichen Formular verschlosien dort einzureichen. Gießen, 30. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1893er Ernte ä Mk. 3 3,60, 4, pr. y2 Kilo vorzüglichster $rd)e ab l'afct, pro Liter in Ceihßtbinbe; für ’/« Ltr. ^t. incl. Bervarkung die Preislani-N Garantie sü> rrinc Tranvettweiue. 3771 Grünbergerstraße 48, 2. Stock: 5 Zimmer, Küche mit Speisekammer, Balkon, Bleichplatz, auf Wunsch auch Gartenantheil, sofort oder später zu ver- miethen.__ 644] Elegante Wohnung r Der 3. Stock, bestehend itt 7 Zimmern mit Balkon und Badeeinrichtung versehen, sowie 2 geräumige Kam« mern, auch Gartenantheil, per 1. Mai l. I. zu vermiethen. Nordanlage 88. 0,57 fm,. BucheN'Scheiter, Sie schönsten natürlichen Locken erzeugt dauernd nur Cappilaricin. 3W Reizende» Geschenkbuch für Frauen und Mädchen. Die kleine Miss. Bon France» H. Burnett. Sehr tleg. gebd 2 Mk. syüntte «uff. BS6” Diese Erzählung kann dem deutsche« Aamilieukreise auf das Beste empfohlen werden. In England und Amerika gilt sie mit Recht als eines der lieblichsten Hausbücher, welche die Literatur aufwetft (Berliner Sonntagsbote; Prediger Stage). In allen Buchhandlungen vorräthig. Gegen Einsendung von 2 Mk. 20 Pf in Marken auch direct von Hugo Andres & Co., Verlag, Frankfurt a- Od. ürzlich zum Besten rein6 stattge- der usw., woran schäft beteiligten, ■ür die Hinter- dem Viaducl w» üllstadt hatte fein ■ sich bemüh md M von WMaä sicht Mbetrachtlichen Euge^vv^ne, i Meergard war, t|t ben Se|il eines °°! -ns Mller uber- D. Zig- Otjl. frifrtic furpiif 1 Kaffeekuchen, ff. Kranzkuchen, Thee- und Weingebäck, verschiedene Torten, geschmackvolle Tafelaufsätze und Baumkuchen liefert billigst in nur guter Qualität die Conditotti Lud. Doll Marktstraße 32. [439 W lohnt wird durch IHleib» KT «atarrhpastille« W* ÄitHptt kurzer Zeit radical U8, Nuftkll beseitigt. [30 Beutel 35 Pfg. in Gießen bei Benner tt. Krumm, Bahnhofstraße 40, und A. & G. Wallensel», Marktplatz 21. tt. ikll-Gesellfchait. [ Bismarck" fl” via SoutWton b fM" von Westindim r 3U6r^d)mttio6; 26.3* "-N 6-K1'^ eise nach S^ Januar in Bera ' 97 Januar wirklich vorzügliche «hoeolade kann man sich stets im Hause selbst machen, wenn man Atla»-Eaeao mit Milch und Zucker bereitet. Das gibt die natürlichste, reinste und dabei billigste Chocolade. Eine Tasse Chocolade aus AtlaS-Caeao bereitet kostet noch picht die Hälfte dessen, als das Getränk, welches fertig gekaufte Chocolade gibt. AUa»-«acao ist hier am Platze beiEmU Fischbach, OttoSchuaf, Gustav Walter, MauSburg 13, Hirschapotheke am Markt, Ph. Herrmann- Colonialw.- u- Dell» cateßhdl., G. & A. Wallensel», Colonialw- u. Deltcateßhandlung vorräthig- Er ist verpackt in eleganten Patentdosen a 1/i, 12 und Vt Pfd. und kostet pr. Psd Mk. 3 —. - ab iW“1 18165 > Ps. (ciKä ied, io- -y* Badische Weine 'MU chevr. Schlager, Layr i. U. prämiirl aut ,'ämuiNichkn deschi-ricu «uvttellungen. Pateutfellerei seit 1876. nestle. MS Wr ÄA man hQhe ^ > i Ä', bit Ä’Ä M. tn Tagen zwsicheii Ift !II°« p. 610] Eine größere und eine kleine Wohnung im Hinterhause zu vermtethen bei A. SrSll, Seltersweg- beste«, zum Kreppelbacken, empfiehlt 892 Robert Stuhl, Neustadt 23. 796] Ein Wohnhaus mit Werkstatt zu verkaufen- , . ; Näheres in der Exped- d- Bl-________ , 891] Eine große Parthie leerer Kiffttt verkauft billig Emil Fischbach, Seltersweg. Ä2imizseLW^ Bonn^erÜ^Hanibuö Qualität! Alleinverkauf für Giessea bei J. M. Schulhof. Backsteine verkauft [843 Christian Petri V. Gundersheimer Sanitätskäse. [34] Bücklinge, Caviar marintrte’unb Msmarck'Härmge Sardinen, Sardellen Rollmöpse, Brathäringe. »sr ck. A. Lebaldoi. Bastschuhe für Damen u. Herren empfiehlt in reichster Auswahl zu billigsten Preisen Geldschränke aus Panzerplatten empfiehlt die [784 Geldschrankfabrik von H. F. Peltz, Düsseldorf, Casernenstr. 5 und Wallstr. 35. Preise und Zeichnungen zu Diensten. 84] Mäuse, und Rattsnpille«, giftfreie, Erfolg sicher, ä Sch- 50 H. Allein acht bei H. «. Sack, Neuenweg 58. Bermiethnngen. 890] Schönes Familienlogis, parterre, 6 Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen._____________Löberstraße 5. 906] Das von Herrn Mustklehrer Zimmer bewohnte Logis, 6 Zimmer, Kammer, Wasserleitung ist Sude April, auf Wunsch auch alSbald, zu vermiethen. __________«eora Philipp «ail. Frankfurterstratze 75 2. Stock, 3—4 Zimmer mit allem Zubehör, 1. April beziehbar, sowie Mansarden» wohnung, 1. März beziehbar-_______[905 841] Schöne kleine Wohnung zum 1. Marz zu verm. Grünbergerftr. 42. 430] In meinem Hause, Ovanlage Rr. 88, sind zwei 8ogi», Parterre und Bel.Gtage, mit allem ZubehSr per 1. April 1894 zu vermiethen. _____A. Keller, Vffanlage 89. 12] Ludwigsstraße 3^i mittlerer Stock, besteh, aus 8 Zimmern, Badezim. u. s. w, auf 1. April zu vermiethen- Näheres Bahnhofstraße 26. 694] Freundliche Wohnung von vier Zimmern mit Balkon nebst allem Zubehör per April zu vermiethen- Verlängerter Asterweg 48. 17] Das seither von Frau Geheimrath Seitz bewohnte Logis, 5—6 Zimmer, ist anderweitig an ruhige Leute zu vermiethen. L. Klittkel. Bahnhofstraße 1<>. 142] In meinem Neubau. Ludwigsstraße 42, ist der 8. Stock, bestehend aus 7—8 Zimmern mit allem Zubehör, zu vermiethen. Wilhelm Seipp 1., Ludwigsstraße 28. 114] Schönes Logis, 4 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen Zipp, Ostanlage 9 77] Der untere Stock der Villa Pletaoh am Nahrungsberg ist mit ober ohne Mansarde (5—7 Z.) nebst Gartengelände rc-, per sofort zu vermiethen. Näheres im Nebenhause bei Herrn Hoh. 7b]. Zn meinem Hause, Steinstraße 9, ist der mittlere Stock, 5 Zimmer nebst Zubehör, wegen Wegzug der Frau Lim« pert pr. sofort zu vermtethen. A«dr. Euler, Steinstr. 7. 530] Der mittlere Stock mit Zubehör und Gartenantheil alsbald zu vermtethen. I. vamverger, Südanlage 20. 619] Kleine Wohnung zu vermiethen. Eichgärten 27- Hülsenfrüchte sehr gut kochend, empfiehlt [8#4 _______Robert Stuhl, Neustadt 23. Für Weber: Schlichtbürsten 707] Meine in der Nähe von Leihgestern gelegene Feldbrennerei bin ich Willens, unter günstigen Bedingungen zu verpachten; auch wenn Liebhaber sich finden, zu ver« kaufen. Ich bemerke, daß ein neugebauter Ofen im vorigen Jahre, welcher 250,000 Steine aufnimmt, erbaut wurde; sodann ist noch auf 8 bis 10 Jahre Gelände ausreichend vorhanden, wenn das Geschäft auch stark betrieben wird. Zur Auskunft bin ich gerne bereit. Weiß, Großen-Linden. 900] Eine gutgehende Bäckerei in bester Lage Wetzlars ist zu verpachten eventuell zu verkaufen- Näheres in der Exped. d. Bl-__ 535] Wer zarte Haut liebt, Miteff., Finnen x. rnitErf. bes. will, benutzeGermanns echte Sandmandelkleie-Seife. Echt b. A. «. ®. Wolleusel», Marktplatz 21. 815 iÜNGSMITTJ •^ntfernenTK, n3X2« Stunde», T odes-Anzeige Die trauernden Hinterbliebenen. Gelnhausen und Giessen, 30. Januar 1894. Die Beerdigung findet in Gelnhausen statt: Donnerstag den 1. Februar, Nachmittags 4 Uhr. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir die traurige Mittheilung, dass heute plötzlich in Folge eines Herzschlags unsere theuere, innigstgeliebte Frau Bertha Wertheim, geh. Stamm verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten 903 666 vermiethen. W. BehrenS. Schnell stall. 7 Uhr Nachmittags bei Herrn Otto 3 Jechlveröand Kießen-Lahr Sonntag den 4. ffbruar, Abends 8 W Im Vorverkauf sind Herrenkarten zu haben für 1 Mk. bei den Herren Gerhardt, Lindenplatz, Weiler und Kretzfchmar, Marktplatz, UnnerMmmermUSIKaOBnO Konrad, Mäusburg, Wirfig, Seltersweg, Lehrmund, Neuen Baue Pferde zum Schlachten [23 Keßler, Roßschlächter. Prüfung der Rechnung, Ersatzwahl des Vorstandes, Verschiedenes. 893] Ein möblirtes Zimmer vermiedet Robert Stuhl, Neustadt 21. 331] Wobiiung mit 6 Zimmern und allem Zubehör per 15. April zu ver- miethen. Bismarckiiraße 10. Samstag, 3. Februar 1894, Abends 6 Uhr Sonntag den 4. Februar findet für die Mitglieder von Nachmittags 4 Uhr an Der unterzeichnete Vertreter dieser ältesten und größten deutschen Lebensversicherungsanstalt empfiehlt sich zur Vermittelung von Versicherungen und erbietet sich zu jeder gewünschten Auskunft. [239 Heinrich Hochreuther, Löberstratze 211. Vermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen Freitag den 2. Februar: = Benefiz für Fräulein Grohmann. = Der Pfarrer von Kirchfeld. Volksstück in 4 Acten von Ludwig Anzengruber. Sonntag den 4. Februar: Robert und Bertram. in Steins Saalbaii. Der Vorstand. Die Geheimkarten werden am Sonntag den 4. Februar von 11 bis Uhr bei Herrn H. Wallach ausgegeben. 592 erzählungen für Pianoforte, Vio- line und Viola. [901 N. Günther, 621 MLuSburg 1, empfiehlt für Abonnenten vorzüglichen Mittags- und Abendttsch. 897] Ich suche ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haus. Frau Professor Behaghel, Bahnhofstraße 71. zum Besten armer Waisen GROSSER Maskenball in den Sälen von Steins Gurten. 73] In meinem Hause, Wetzstein- stratze 38, ist der dritte Stock, bestehend aus vier bis fünf Zimmern, sofort zu Der auf der Karte angegebene „Maskenball" findet Samstag den 3. Februar er. von Abends 8 Uhr an in der Turnhalle statt. Die Eintritts- und Beikarten wollen unsere Mitglieder gefl. nächsten Donnerstag, Freitag und Samstag von 2 bis aUen^J-3ube65rUfoforf1]ulpe^nüet5en. Mittwoch den 31. Januar, Abends S-/2 Uhr, in. Caf6 Dr. Haupt, Asterweg 29. 71] Schönes Logis, mittlerer Stock, per 1. April zu vermiethen. Wilhelm Neider, Bahnhofstraße 66. 83^ Wegen Einführungen wird auf § 2—4, Seite 14 und 15 der Statuten verwiesen. 11] Der mittl. Stock, 6 Zimmer, . — Carievalistisches Concert und spater Tanz __Bahnhofstraße 71. 1 M der Turnhalle statt. 775] Unmöblirtes Zimmrr, Parterre, 830 _________________________ Der Vorstand. zu vermielhen. Schiffenbergerweg 43 | Bezirksverein Nord-Ost Die diesjährige ordentliche Generalversammlung Kirchenplatz 4. I Bürger-Club. 393] »«Simn^rmi^n. ,,, Montag, 5. Februar d. I., Ab-uds 8 Uhr- >G im Saale der Freimaurerloge. Iun^ Schulstraße. | Ferner Damenkarten zu 30 Pfg. zu haben in den Geschäftsläden Programm: Mozart, Quartett &er Herren Becker, Lindenplatz, Teipel, Marktplatz, und Haas, in Es-dur. Haydn, Quartett in SelterSweg. - NB. In Steins Garten sind bis Abends 7 Uhr Karten G-dur (op. 54 Nr. 1.) Solostücke äu haben. für Violoncello. Schumann,Märchen- Au der Abendkasse: Herrenkarten 1.50 Mk., Damenkarten 50 Pfg. _________________________ Der Vorstand. \ Gothaer Lebensverficherungsbank. 7o j Kleines Familienlogis m oer- > mietben _______________Brandgasse 6. -87] Ein kleines Logis per 1b. Febr. ! 76] In meinem Neubau, Steinstraße, nächst der Nordanlage, ist der zweite und dritte Stock mit je fünf Zimmern und allen Bequemlichkeiten per sofort zu vermiethen. Ätibr. Euler, Steinstraße 7, n. I 835] Kl. Logis zu vermielhen. I S. Elsoffer, Marttilratze 27. ö4dj Familienlogis zu vermielhen. . _____________________Schloßgasse 9. 825] Ein kleines Logis zu vermiethen. Neuenweg 58. Der Vorstand. Tagesordnung: Bericht, Lehrling , für »autabatfpinn.n [907 "erden stet» angekaust. Georg Philipp Gail. Keßler, Ri 842] 2 kleine Zimmer mit Betten zu vermiethen Grünbergerstr. 42. i 821] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Diezstraße 15. 475] Plockftraße 2, Ecke Seliersweg, 3. Stock, möbl. Zimmer alsbald zu verni. 21] Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen. Kreuzplatz 13. 902] ein freundlich möbl. Zimmer zu vermiethen.Grabenftr- 10. zu vermiethen Neuenweg 31.^ , Ludlvigstraße 46 ™aiftftra6e in Empfang n-hm-n. ist der 2. Stock zu vermiethen. [699 Näheres daselbst im 4. Stock. NSMsbericht so« E. Wasserschleben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 31. Januar 1894. tSchlrchttsrse 1 Uhr lö Mim 3°/c Reichsanleihe 8Vi6/o do. 3% Preuß. Consols 3Vi°/o do. 86.15 1CO.85 86.15 101.00 4°/o Ung. Gold-Rente 5% ^tAL Rente 3<>/o Portugiesen 40/0 Griech. Monopol-Anl. 95.00 75.30 21.50 35.90 Gelse». Bergw^ölct. 143.0C | Ber. jkvnigll-LLnr^ÄN £ 114.se Xsnbttti: schwach. Danksagung. Für die tröstenden Beweise der Theilnahme aus Anlaß des Ablebens unseres geliebten Sohnes und Bruders, des Großherzogl. Amtsrichters Dr. Karl Koch sagen wir unfern herzlichen und tiefgefühlten Dank. Gießen, Ende Januar 1894. [888 Im Namen der trauernden Familie: Forstinsptttor Johann Karl Koch» G. D. Gebauer Nachf Franz Eyserbeck SelterSweg 67. Obl. [885 In AlSfeld ist eine gut gehende Schlosserei fierbfallshalber auf mehrere Jahre zu verpachten oder zu verkaufen- Näheres Löberstr. 6 II Nebenh. 877 Musikalischer Hausfreund. Blätter für aasgewählte Salonmuslk. Monatlich 2 Nummern (mit Textbeilage.) Preis pro Quartal 1 Mk. Probenummern gratis und franco. Leipzig. C. A. Kochs Verlag. Reparaturen u. Stimmungen an Klügeln und PianinoS werben unter Garantie aufs Sorgfältigste ausgeführt. Einige tüchtige Fortirer welche auch perfect sind im Kistcheu- j machen, werden dauernd für eine Cigarrenfabrik Hessen • Nassaus gegen ! guten Lohn gesucht. £)ff. unter J. 136 beförd. Haaseustein u. Vogler, A. G., , Cassel. [861 I 828] Lauffrau ober Mäbchen .gesucht- i Wo? sagt bte Exped. b. Bl. DaS Masken-Garderobegeschäst Moon W. Karnbach Markt 17 2 Tr. empfiehlt in größter Auswahl Eoftüme unb DomtnoS für Damen unb Herren leihweise unb zum Verkauf [273 Stets neue Costüme am Lager. Tüchtige Knechte - 886] Ein noch gut erhaltener Schreib- z v ö 7 , ~ tisch wirb zu kaufen gesucht. I StaNschweizer, Meinknechte, Dienst- Offerten mit Preisangabe unter 200 junge« rc. (brauchbare deutschredende an bte Expeb. b. Bl i Leute vom Lanbe) vermittelt in JahreS- 844) 3m Süb-Viertel (Nähe bes Gym^ lol"r,üb9errSn nasiums)wirb von einemHerrn in gefitztem Alter für längere Zeit per sofort ein möbl. Wohn- unb Schlafzimmer gesucht. burflerftr‘16- Näheres auf gefl Anfrage, Im Clavier- empfiehlt sich [386 Hermann Bauer, Stimmen Kirchstr. 2, III. " 896] Wer liefert Backmahnen gegen sofortige Casse? Offerten unter P. P. 318 an Haaseustein & Bagler, A.-G., Frankfurt a. M. 904] Die Tochter eines Beamten von auswärts sucht Stelle als Lebrrnäbchen in ein Manufactur-, Kurz- ober Putzgeschäft. Näheres in ber Expeb. b Bl._________ 498] In ein hies. Colontalwaaren- Engros-Geschäft wirb ein Lehrling mit guter Schulbilbuna gesucht Selbstgeschriebene Offerten unter C. S. an bte Expeb. b Bl.____________________ 898] Ein oi bentliches Laufmäbchen ober Frau gesucht. Näh Lubwigsvlatz 4II. 875] Tüchiiger Schmiebegeselle (Feuer schmied) gegen hohen Lohn sofort gesucht. I. Becker, Wallthorstraße. Offerten unter R. T. 28 durch die Exp. b. Bl.______________________________________ 700] Eine hiesige Cigarrenfabrik sucht zu Ostern einen Lehrling- mit guter Schulbildung. Näheres bei der ExP. d. Bl. 908] Suche einen gew. stabtk. AuS« i laufburschen. Zu erfr. in ber Expeb. I 718] Mein an der Krofvorfer und Schützenstraße gelegener Garten ist entweder zu verpachten oder pceiswerth zu verkaufen. Richard Petermann, Sonnenstraße 6III. Redaction. «. Sckteyda. — Druck unb Verlag ber Brühl'schen Druckerei (Fr. «hr. Pietsch) in Gießen.