alten. amtnllid) bet V Wassnwrrkm k lotbttlid). von der Bedingu. Arbetler an jeder zwei auf dntnk ibefltn? 30 Sliadw ifttm 18 Stande: ’htnb MtemJS. der deLlUde- ■bhiberftyf lou. äfft"* ".sÄ *nt '=onntQ65. ZS Ew nmaa®* Miur Molly! «*t, tkf StTmlld) |Ur d> lltea. Sonntag? b m Ze« M btt Svniu,«-. ft}’««® ® lei, so wtxb det ,n8 von $ortttü= e Srdlofjung von obinen allen be- ‘«m, nawEL Wto b« itt- »wirb. H 3 zu beobchoi ap^enacwa«, al? erbeordnun? lugust 1893. imt Wer )es KkttM MeMMihmz Berichte Mn der Gewnim»- rer Gemeinde r- Sonn-- und > . daß für bitte Sonntagsard. i-Anetrich. zum Anstritb, E end. c u hochglinzend, rat- llttockMöklaLmii Miosen g. Kalkhof. ) alle sonstig :tld)tn und W empfiehlt m den »e- Ollalttitrn . ,il FIsehbi*. H* fl)ls SM srr 204. Erstes Blatt. Donnerstag lew 31. August *cc Ml I MHvtl ■N*« ra-lich. ■H ■e»na|*< hl MoMogD. •te et**« —>m 6m Ruz^g« «DchmtUch WH* Gießener Anzeiger Senerat-Mnzeiger. 1893 SinKMInrtgn *l*wemt*Uprei»4 2 M«rk 20 Pf,. 6* Vringrrlohn. Durch die Post bezog« 9 Hart 60 Pf». HeUctton, iTVfMWoe txnb Druckerei: frn*re*n 61. Anrts- und Anzeigeblatt ffir den Kreb fitzen. Gratisöeikage: Gießener Aamilienötätter Amtlicher Theil an Fischer. wo* Injtlgce ju der Ra^aittafl ftr ba M®«Äbn< Leg erscheinenden Nummer dir Bor». 10 Ufr*. machen zu lasten, daß vom 1. k. M. ab sich unser Bureau in dem Hause Löberstraße 16 im 2. Stock (also in derselben Straße, im letzten Hause nach der Dleichstraße zu) befinden wird. «Le «ARoWtemBureaNr des Ju. und InÄeM metzm« Rn,eigen für de» .Gießener «»geiger^ tntyfm. Gießen, am 29. August 1893. Betreffend: Die Verlegung unseres Bureaulocals. DieGroßherzoglicheDistrictseinnehmerei — Tabakfabrikatsteuer, lieber die Höhe der ge« planten Tabakfabrikatsteuer sind zuverlässige Angaben noch nicht bekannt geworden- doch war behauptet worden, daß die Tabaksabrikate in Deutschland einen Werth von 780 Millionen Mark haben und daß deßhalb eine Steuer, die 50 bi« 60 Millionen aufbringen soll, noch nicht einmal 10 pCt. dieses Umsatzes betragen würde. Demgegenüber gibt eine auö den Kreisen des Vereins deutscher Tabakfabrikanten und -Händler an freisinnige Blätter gerichtete Zuschrift den Werth der Tabakfabrikate beim Uebergang an die Einzelverkäufer, d. h. also in dem Stadium, wo die Fabrikatsteuer erhoben würde, auf höchstens 305 dis 310 Millionen Mark an. Deutsches Reich. Berlin, 29. August. In Coburg hat am Montag Mittag das Leichenbegängnis des Herzogs Ernst in imposanter und würdigster Weise stattgefunden. Hinter dem Wagen mit dem Sarge folgte der Zug der hohen Leidtragenden und der fürstlichen Trauergüste, an der Spitze der erlauchten Versammlung schritt Herzog Alfred von Coburg, ihm zur Rechten schritt der Kaiser, zur Linken der König von Sachsen. An die Fürstlichkeiten schlosten sich die Minister, die Gesandten, der commandirende General des 11. Armee- corpö, das Gefolge der fürstlichen Herrschaften, die Staatsund Ministerialräthe, die Mitglieder des Landtags, Deputationen, Vereine u. s. w. an. Die fürstlichen Damen hatten sich «ährend des Conducts in der Morttzkirche versammelt, »oo alsdann der übrige Theil der Trauerfeier vor sich ging, sie endete mit der Beisetzung der hohen Leiche. An die Bei- setzungSfeier schloß sich Galatafel im Coburger Residenzschlosse an, nach deren Beendigung die allermeisten Fürstlichkeiten Coburg wieder verließen- auch der Kaiser reiste gegen 5 Uhr Nachmittags wieder ab. — Die Zeitungsmeldungen über die zum 1. October bevorstehende commisfarische Fortsetzung der deutsch-russischen Handelsvertrags-Unterhandlungen in Berlin erfahren durch weitere Nachrichten hierüber ihre Er- gänzung. Ihnen zufolge wird den drei deutschen Commissaren ein Beirath für btc Dauer der Verhandlungen zur Seite stehen- denselben werden Commissare der betheiligten Reichsund preußischen Ressorts, sowie Vertreter der übrigen, bei dem Handel mit Rußland vorzugsweise interessirten Bundesstaaten bilden. Außerdem ist beabsichtigt, an den Verhandlungen des Beiraths Sachverständige aus dem Handel- und Gewerbestande thetlnehmen zu lassen, welche sich hinsichtlich der Verkehrsbeziehungen Deutschlands zu Rußland besondere Erfahrungen erworben haben. — Die Stimmung in den maßgebenden Kreisen Rußlands in Betreff des Zollkrieges mit Deutschland scheint allmälig doch einsichtsvoller zu werden. Bereits der Finanzminister Witte hat in seiner Rede zu Nischny-Nowgorod ja Töne angeschlagen, welche die Geneigtheit Rußlands zu einem Einlenken in dem Zollstreite deutlich genug erkennen. Nunmehr wird gemeldet, Herr Sagoubin, einer der Com- miffare der russischen Regierung für die bevorstehenden neuen Verhandlungen mit Deutschland, habe bei seiner kürzlichen Anwesenheit in Thorn erklärt, daß Rußland und Deutschland in gleicher Weise unter dem Zollkampfe litten. Im Anschlüsse hieran soll Herr Sagoubin das Zustandekommen des deutschrussischen Handelsvertrages in sichere Aussicht gestellt haben. — Die Verhaftung von zwei angeblichen französischen Spionen in Kiel erregt ein gewisses Aufsehen. In genannter Stadt ankerte seit voriger Woche eine von zwei Franzosen gecharterte englische Dampf-Lustyacht Namens „Jnsect". Die Kieler Polizeibehörde schöpfte nun Verdacht gegen die momentanen Besitzer des Fahrzeuges wegen Spionage und verhaftete sie an Bord des „Jnsect". Die Verhafteten heißen laut ihren Pariser Pässen Raoul Dubois und Maurice Daguet - ersterer will Grundbesitzer, letzterer Geschäftsreisender sein. In ihrem Besitze wurden jedoch Zeichnungen der Festungswerke von Helgoland, Wilhelmshasen, der Kieler Forts und vom Nord-Osttee-Canal aufgefunden, welcher Umstand die Herren jedenfalls in sehr verdächtigem Lichte erscheinen läßt. Berlin, 28. August. Die Meldungen über ein Unwohlsein des Reichskanzlers Grafen Caprivi find vollständig unbegründet. Wie der „Reichsanzeiger" mittheilt, hörte Se. Majestät der Kaiser gestern auf der Fahrt von Wildpark nach Berlin den erbetenen Jmmediatvortrag des Reichskanzlers. Treis a. Lda. die Grohherzoglichen Bürgermeistereien des Districtseinnehmereibezirks. Wir ersuchen Sie ergebenst, in Ihren Gemeinden bekannt Ausland. — Die sranzöfisch - italienischen Arbeiter - Zwischenfälle haben noch immer kein Ende erreicht. In Nancy und Umgegend scheint im Gegentheil eine neue Jtalienerhetze in Scene gesetzt zu werden, allerdings ohne den blutigen Rahmen von Aigues-Mortes. Nachdem schon die in der weiteren Umgebung von Nancy beschäftigt gewesenen italienischen Eisenbahnarbeiter infolge der feindseligen Haltung ihrer französischen Collegen den Schauplatz ihrer Thätigkeit größten- theilS haben verlassen müssen, bekommen auch andere italienische Arbeiter die Kameradschaftlichkeit der französischen Brüder zu spüren. Eine neuerliche Meldung aus Nancy besagt, daß französische Arbeiter fünf italienische Arbeiter verhinderten, Steine aus den Steinbrüchen von Fayollet herauszuschaffen - die GenSdarmerie habe drei der Angreifer verhaftet. Newyork, 29. August. Seit Mitternacht wüthet em furchtbarer Sturm. Die Telegraphendrähte nach dem Süden sind zerriffen. Der Sturm hat sich auch nordwärts längs der Küste verbreitet. Das Schlimmste wird befürchtet. In Savannah (Georgia) hat ein Cyclon große Verwüstungen angerichtet und der Schaden wird auf 10 Millionen Dollar geschätzt. Vierzig Personen sind tobt. Die Verwüstung in Savannah ist größer als im Jahre 1881, der Schaden an der Quarantänestation unberechenbar. Neun dort ihre Entlassung erwartende Schiffe sind gescheitert- auch von der Insel Tybee werden große Verheerungen gemeldet. Aus Brunswick wird ebenfalls großer Verlust an Menschen und Schaden an Eigenthum gemeldet. Feuilleton. Die Landgrasen von Hessen als Reichsvögte von Wetzlar. (Fortsetzung.) Hier konnte nur in kurzen Zügen die Klage des Raths gegen zahlreiche Bürger Wetzlars mitgetheilt werden. Die Angaben waren, wenn sie sich bewahrheiteten, schlimm genug- jedenfalls stand ein kostspieliger und langwieriger Prozeß bei dem Reichskammergericht in Speyer in Aussicht. Dieser blieb denn auch nicht ans. Ein besonderer Kammerbote kam von Speyer nach Wetzlar, um jedem einzelnen Beklagten Kenntniß von der Klageschrist des Raths zu geben und darüber ein Protokoll oder richtiger eine lange Reihe von Protokollen aufzunehmen. Nun war der Prozeß eingeleitet- dazu gehörten Advocaten. Der Rath der Stadt Wetzlar bevollmächtigte den kaiserlichen Kammergerichts-Advokaten Werner Büntzer zu Speyer, die drei Landgrafen den Advocaten Sebastian Wolf, der große Ausschuß der Bürgerschaft und Zünfte zu Wetzlar den kaiserlichen Advocaten Joh. Phil. Härter, alle drei in Speyer. Die erste Thätigkeit des Wolf war, eine Frist von acht Monaten zu erwirken, weil der Landgraf Ludwig auf dem Reichstag in Regensburg war. Auch der Ausschuß der Wetzlarer Bürgerschaft war nicht unthätig. Am 13. Juli 1613 kam der Bruder feines Anwalts, der Notar Lorenz Härter von Gießen nach Wetzlar, wo im Kaufhaus schon die Bürgerschaft versammelt war. Der Notar Härter nahm eine große Pergamenturkunde auf, in welcher die Bürger vorbrachten, daß sie vom Rath zum allerhöchsten graviert und beschwert worden seien, also daß es ihnen unerträglich geworden fei. Die große Noth und Drangsal habe zu weiteren Schritten getrieben. Jeder Bürger hatte einen Papierzettel in der Hand, und übergab diesen dem Notar- auf demselben wurde Klage geführt, daß vor ctzlich wenigen Tagen durch einen besonders abgefertigten Kammerboten ein kaiserliches Mandat infinuirt worden sei, doch sei dabei vielerlei untergelaufen, weßhalb sie sich nicht zu bescheiden wüßten, namentlich daß namens des ganzen ehrbaren Raths dieser kaiserlichen freien Reichsstadt das kaiserliche Mandat ausgebracht worden sein soll, da sie doch der unzweifelhaften Meinung wären, es wisse nur der kleinste Theil des Raths um dieses Mandat. Ein Theil desselben habe dies auch bestätigt. Der Kammerbote hat das Mandat jedem Betreffenden in seine Hände geliefert, aber der ehrbare Rath hat vielleicht aus Uebermuth (welches jedoch sine animo injuriandi de quo protestatur gesagt wird) und weil sie etwa des Geldes zu viel gehabt, noch außerdem an unterschiedlichen Orten, an Stad.tpforten, am Rathhaus und sonsten nicht auf Befehl der kaiserlichen Kammer, sondern nach eigenem Gutdünken anschlagen lassen. Hierüber habe sich eine gehorsame Bürgerschaft verschiedentlich beschwert und angefragt, ob der ehrbare Rath bereit fei, das auf fein Geheiß und Verordnung angeheftete Mandat wieder abzunehmen oder wenigstens bereit fei, der Bürgerschaft ein vom Kammerboten unterschriebenes Exemplar des Mandats günstiglich mittheilen wollte - übrigens befremde es eine ehrsame Bürgerschaft, daß die Mandate nicht gleiche, sondern verschiedene Unterschriften trügen. Aber vom Rath war nichts zu erlangen, auch bekam die Bürgerschaft nicht das Original zu sehen. Sie proteftirten daher feierlich und in bester Form Rechtens vor dem Notar und besonders vorgeforderten Zeugen, daß sie aus keinem unzeitlichen Unbedacht das übrige einzelne Exemplar abgenommen haben, das anders unterschrieben war, als das, welches der Bürgerschaft infinuirt worden war, um es aufzubewahren. Nach Verlesung dieses Zettels ist der Notar Lorenz Härter von Gießen mit den Zeugen und dem ganzen Ausschuß zu den Herren in das Rathhaus gegangen und hat das vom Kammerboten unterschriebene Mandat gefordert, um es den Akten einzuverleiben, doch wurde es der Bürgerschaft zum vierten Male abgeschlagen. Darauf zog der ganze Haufen, Notar, Zeugen und Ausschuß nach der welschen Kirche und nahm ein daselbst angeschlagenes Mandat ab. lieber alle diese Vorgänge nahm der Notar das sehr ausführliche Protokoll auf. Aber auch durch ihren Anwalt bei dem Reichskammergericht ließ die ehrsame Bürgerschaft Klage gegen den Rath von Wetzlar erheben. Dieser hat durch falsa narrata und unwahrhaftes Anbringen ein Reichskammergerichtsmandat veranlaßt. Dieses wurde auch am 6. Juli insinuiert, außerdem aber wurde es im Namen und auf Befehl des Raths in etlichen Exemplaren an Orten angeschlagen, wozu der Kammerbote keinen Befehl hatte. Durch unverantwortliche Parteilichkeit und falsa narrata ist überhaupt das Mandat ausgewirkt worden. Als die Stadt nach den Umständen der Zeit in Noth und Gefahr gestanden, soll die Bürgerschaft dem Bürgermeister die Stadtschlüssel aus den Händen genommen und so das Regiment mit Gewalt sich angemaßt haben. Es kann aber erwiesen werden, daß die Schlüssel- träger trotz ihrer Verantwortlichkeit die Schlüssel außer Acht ließen und wegwarfen. So erzeugten sie selbst, was zu einem desperaten Wesen führte. In ähnlicher oft scharfer, selbst bissiger Weise wird den anderen Anklagen von dem Advocaten der Bürgerschaft weitläufig entgegengetreten und schließlich gebeten, das Mandat wieder zu kassieren. Auch der Anwalt des Landgrafen und feiner Schutzverwandten, der Bürger von Wetzlar, ließ sich in ausführlicher Schrift vernehmen. Es werde dem Landgrafen vorgeworfen, er sei in die Stadt feindlich eingefallen, wie wenn er ein fremder Herr wäre und der Rath allein gewaltmäßig regiere. Doch hat der Rath in Wetzlar die Thatsachen falsch dargestellt. In ausführlicher geschichtlicher Entwickelung zeigt des Landgrafen Reichskammeradvocat die Berechtigung S. F. Gnaden als Erbvogt der freien Reichsstadt Wetzlar nach, die widrigen Händel zwischen Rath und Bürgerschaft zu schlichten. Der Rath begegnete den Bürgern mit Gewaltthat, mit übermäßigen Thurm- und Geldstrafen, auch mit Ab- nöthigung hochbeschwerlicher Urfehden, die den aufgerichteten Verträgen zuwider waren. Rechtsstreitigkeiten, die nur der kaiserlichen Erbvogtei gehörten, wurden vor den Senat und in die Rathstube gezogen, ja, man hat sich nicht entblöbet, ohne eines Vogts Beisein Gericht zu halten. Ist doch aus einem Instrument vom 23. December 1534 bei kaiserlichem Kammergericht deutlich zu erkennen, daß Gericht und Rath nicht ohne Gegenwart des Vogts stattfinden solle und jede gerichtliche Handlung ohne Anwesenheit des Untervogts der Neueste Nachrichten» Wolfis telegraphisches Correspondenz- Bureau. Berlin, 29. August. Die „Norbb. Allg. Ztg." meldet: TDer vom König Humbert bei dem Galadiner zu Ehren deS Prinzen Heinrich an Bord der „Savoja" ausgebrachte Toast schloß mit den Worten: „Ich trinke ans daS Wohl meines besten Freundes, deS Kaisers Wilhelm". Kiel, 29. August. Prinz Heinrich ist heute Abend 7 Uhr hier eingetroffen. London, 29. August. Die Grubenbesitzer weigern sich, gemeinschastlich mit den Bergarbeitern die Erhöhung der Kohlenverkaufspreise zu erwirken und dadurch eine entsprechende Lohnerhöhung herbeizuführen. Sie lehnen ferner ab, die Löhne auf der Höhe zu erhalten, auf der dieselben sich befanden, als die Grubenbesitzer den Bergarbeitern von der beabsichtigten Lohnabänderung Mittheiluog machten. Die Grubenbesitzer erklären, die Haltung der Grubenarbeiter verhindere jeden Vergleich. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 29. August. Dem „Reichsanzeiger" zufolge wurden in Potsdam, Eberswalde, Berlin und Fürstenwalde ärztliche Control st ationen errichtet. Berlin, 29. August. Der „Reichsanzeiger" publicirt ein Verbot betr. Einfuhr von Heu und Stroh aus Rußland für den Regierungsbezirk Gumbinnen wegen Befürchtung der Einschleppnung der Rinderpest. Berlin, 29. August. Ein neuer Cholerafall ist in Berlin nicht vorgekommen. Berlin, 29. August. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge fand am 18. August am Kilimandscharo ein heftiger Kampf statt, wobei daS befestigte Lager des Sultans Meli gestürmt wurde. Lieutenant Axt wurde getödtet, ein Feldwebel schwer verletzt, ebenso 23 ASkaris. Spandav, 29. August. Der linke Flügel der Kaserne deS vierten Garderegiments ist abgebrannt. Wilhelmshaven, 29. August. Die in Kiel verhafteten Spione sind vor zehn Tagen auch hier gewesen und haben die AußenfortS photographisch ausgenommen. Kiel, 29. August. Die als französische Spione Verhafteten wurden gestern Nachmittag verhört- sie leugneten, daß sie Offiziere, und erklärten Geschäftsreisende zu sein. Bromberg, 29. August. In Schulitz wurde ein Fall von Cholera asiatica constatirt. Kisfingen, 29. August. Fürst Bismarck hat seine Abreise nach Varztn infolge eines leichten Anfalles von Ischias um einige Tage verschoben. Wien, 29. August. Ein im hiesigen Franz-Joseph-Spital eingelieferter Arbeiter ist, wie amtlich festgestellt wurde, an der Cholera gestorben. Neapel, 29. August. Gestern erkrankten hier fünf Personen an der Cholera und fünf Todesfälle wurden constatirt. Rotterdam, 29. August. Neuerdings wurden ein Erkrankung-- und zwölf Todesfälle amtlich constatirt. totales ttnö provinzielles. Gießen, 30. August 1898. • * Anß dem Zustizdieost. Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wurde der Großh. LandgerichtSrath Karl Pückel in Gießen für die Dauer der Verhinderung des Großh. MintsterialrathS Dr. Dittmar mit AuShilfeletstung im Ministerium deS Innern und der Justiz, Section für Justizverwaltung, beauftragt. — Durch Entschließung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wurde der Großh. Landgerichtsrath Pückel in Gießen beauftragt, für die Dauer der Verhinderung Nichtigkeit unterworfen fei. Der Vogt sei aber da, um den Herrn Landgrasen wegen des Reichs zu repräsentieren. Aber der Rath habe dem hessischen Untervogt in seinem Amt und Gebühr stetigen Abbruch und Hinderung gethan, sich auch die Execution, die ihm nicht gebührt, thatlich und wider das Herkommen angemaßt. Ohne Wissen des kaiserlichen Erbvogtes hat der Rath mit den benachbarten Herrschaften Grenzen auf- gerichtet, er hat daö dem heiligen Reiche cigenthümlichc Schloß Calschmidt vorsätzlich verwüstet, und zuletzt noch dem Landgrafen zu unerträglichem Schimpf die Stadtpfortcn und Straßen versperrt, ja, sich selbst unterstanden, sich nach einem anderen Schutzherrn umzusehen. Infolge aller dieser Excesie beschloß der Landgraf als Träger seiner Reichölehnpflicht in eigener Person nach Wetzlar zu ziehen und den Rat seines Abfalls wegen glimpflich zur Rede zu stellen, die Anstifter der Widersetzlichkeiten zu erkundigen, auch den früheren Vogt ab- und einen neuen einzusetzen. Aber etliche RathSpersonen haben die Burger heftig ermahtü, von den Stadtmauern tapfer auf die Hessischen Feuer zu geben, Trotzdem hat beim Abzug deS Landgrafen von Wetzlar der Rath sowohl wie die Bürgerschaft S. F. Gnaden gnädige Affection mit Dank gerühmt und durch drei vornehme nach Gießen geschickte RathSpersonen noch besonders Dank gesagt- diesen ist auch der fürstlich hessische Schutzbrief Überantwortet worden. Um so mehr ist eS zu verwundern, wie nun der Rath zu solchen Anzapfungen gekommen ist. S. F. G. soll arinata manu die Stadt überfallen und die beklagten Bürger einem fremden Herrn die Stadt geöffnet haben. Da ist aber den übrigen guten Leutchen ein blauer Dunst vor die Augen gemacht worden, damit sie Alles stillschweigend gehn zu lasten, wie cü gehe- sollten sie sich doch vielmehr erinnern, daß Rath und Bürger allesammt dem kai- serltchen Lrbvogt auch wegen seiner vom heiligen Reich habenden Dogtei, Gericht, Schutzes, Schirms und Pfandschaft ge- huldigt, gelobt und geschworen haben, getreu, hold, gewärtig und gehorsam zu sein. (Schluß folgt.) des Großh. MinifterialrathS Dr. Dittmar bei den Staats- Prüfungen ün Justiz- und VerwaltuugSsach die Prüfung im bürgerlichen Recht (einschließlich der freiwilligen Gerichtsbarkeit) der rechtsrheinischen Provinzen vorzunehmen. • • Die Hanstverfammlung bei fiereiilbejitfl Gießen bei Qberhesfischeu CWen-Sereinl fand gestern Nachmittag unter ziemlich zahlreicher Betheiligung von Mitgliedern auf LonyS Bierkeller statt. In Folge Ernennung zum Lberrvnfiftorial- affeffor hatte der seitherige KreiSamtmann Herr Nebel da» Amt des BezirkSvereinSpräsidenten niedergelegt- an seine Stelle wurde sein Nachfolger im Amt, Herr KreiSamtmann Dr. Wallau, gewählt. — Herr Dr. v. Peter referirte hierauf über die von der Hauptversammlung deS Oberhessischen Obstbauvereins am 12. Juli gefaßten Beschlüsse. Wir haben in Nr. 163 d. Bl. eingehend über den Verlauf der Haupt- Versammlung berichtet. ES sei an dieser Stelle noch ergänzend hinzugefügt, daß die diesjährige ObstauSstellung in Alsfeld stattfindet. — Herr Dr. v. Peter theilte bezüglich der in diesem Jahre in BreSlau ftattfindenden ObstauSstellung u. A. mit, daß sich der Oberhessische Obstbauverein daran behelligen werde, derart, daß die Geschäftsstelle in Friedberg von den Mitgliedern daS auszustellende Obst entgegennehmen und nach getroffener Auswahl an seinen Bestimmungsort, aus Kosten deS Verein-, bringen werd:- die Mitglieder wurden aufgefordert, die Sache nach Kräften zu fördern, damit der oberhessische Obstbau eine würdige Vertretung in BreSlau finde. — ObsthandelsauSftellungen in Verbindung mit Obst- Märkten finden in diesem Jahre in Friedberg (13. September) und in Butzbach (14. September) statt. Da der Zweck derselben ist, den Verkehr zwischen Obstverkäufern, Consumenten und Producenten einfacher und billiger zu gestalten, als dies sonst möglich, auch die Auswahl der Sorten uub der Umsatz in größeren Mengen erleichtert wird, wird eine allseitige Bethel- ligung der Obstbauer al- sehr wünschenSwerth bezeichnet. — Herr Landwirthschastslehrer Reichelt hielt hierauf einen Vortrag über Obstbaumschädlittge. Es sei wichtigste Ausgabe Derjenigen, welche Obstbau treiben, diese Schädlinge zu bekämpfen. Die besonders den jungen Trieben und Blüthen so gefährlichen Blattläuse bekämpfe man am besten dadurch, daß man gewöhnlichen Tabak in Wasser aufweiche und in die so erhaltene Brühe die Zweige der Zwergobstbäume tauche. Die Blutlaus fei ber gefährlichste Schübling, sobald er epidemisch auftrete- sie finde sich in alten Baumwunden und sei erkenntlich durch den an diesen hastenden weißen Flaum - ihre Vermehrung sei eine riesige, ihre Verbreitung von Baum zu Baum finde durch geflügelte Läuse statt. Sie zu vertilgen, empfehle es sich, die Bäume richtig abzuschaben, die Wunden auSzuschneiden und mit Seifen- oder Amoniakwasser auszuwaschen, auch Ueberstreichen ber Baumwunben mit Theer ober Baumwachs sei von Erfolg, beSgl. ein Gemisch von Seife, Fuselöl, denaturirtem Weingeist unb Wasser, noch besser aber Terpentin mit Terpentinöl, Schwefelkohlenstoff unb Milch. Ein an Zwergbäumen unb Reben, Johannisbeeren, Pfirsichen zc. häufig vorkommendes Jnsect sei die Schild laus. Diese zu bekämpfen, sei nicht schwer- man entferne die alte Rinde im Herbst ober Frühjahr, ba bie LauS barunter ihre Schlupfwinkel habe, doch solle man die Rinde nicht unter dem Baum liegen lassen, sondern verbrennen. — Von größeren Thieren, welche dem Gartenbau schädlich sind, bezeichnet Herr Reichelt den Engerling, ber besonberS ben Erdbeeren nachgehe. Gegen diesen Feind empfehle sich der Schutz der Raben unb Maulwürfe, sonst sei, besonberS auf dem Felde, eine Bekämpfung deS Engerlings durch Menschenhand nicht möglich. Dem Obstbau schädliche Jnsecten sind ferner der Frost, nachtspanner, der Apfelwickler und der Apfel- blüthenstecher. ES empfehle sich, die im Herbste gegen den Frostnachtspanner angelegten Klebgürtel auf der Innenseite zu untersuchen, man werde sehen, daß sich unter dem Gürtel viele schädliche Jnsecten befinden, weil der Klebgürtel ihnen willkommenen Schutz vor der Witterung biete. Auch gegen diese Schädlinge empfehle sich das Abschuppen der Bäume. Schmetterlinge, Gespinnstmotten seien ebenfalls Pflanzenschädlinge und deren Vertilgung zu empfehlen. An diesen Vortrag schloß sich eine kurze Besprechung, in welcher besonders die Ansichten über den Nutzen ber Raben auseinander- gingen, dagegen schien man darin einig zu fein, daß der Maulwurf und der Dach- ungerechter Weise als Feinde des Landwirths betrachtet und verfolgt würden. — Auf besonderen Wunsch auS der Mitte der Versammlung verbreitete sich Herr Reichelt noch eingehend über die Obstverwerthung. Trotzdem alljährlich riesige Summen für Obst inS Ausland gingen, klagten in guten Obstjahren die Landwlrthe darüber, daß sie für ihr Obst nichts bekämen - auch in diesem Jahre würden wieder große Summen ins Ausland gehen, trotz der guten Ernte. Dies käme daher, weil man nicht allenthalben eine rationelle Obstverwerthung kenne. Württemberg brauche allein 46®/0 deS in Deutschland verwertheten ObsteS, eS werde aber in diesem Jahre seinen Bedarf auS Oesterreich beziehen, weil der Bezug von dort sich infolge der niederen Frachtsätze viel billiger gestalte, als aus Oberhessen. ES sei sonach in diesem Jahre schwer, mit Oesterreich auf dem Obstmarkte auch in Norddeutschland zu concurrieren, reell z. B. Böhmen auf dem billigen Wasserwege (ber Elbe) seinen Obstreichthum nach Norbbeutschlanb abschiebe. Wollten wir in Oberhessen concurrieren, so müßten wir billige Frachtsätze -n erreichen suchen. DaS Obst re erbe auch durch die Sorglosigkeit, mit der eS behandelt werde, entreenhet. In erster Linie empfehle sich die Derwerthung des ObsteS zur Weinbereitung, hier liege ber Segen in ber Selbstverwerthung. Man trinke in Oberheffen theuereö Bier unb heueren Schnaps, kaufe auch ben Apfelwein theuerer, ohne zu bebenfen, daß man sich das letztbezeichnete Getränk billiger selbst bereiten könne. Ebenso gehe eS unS mit Dörrobst - man kaufe im Frühjahr gedörrte Apfelschnitzen unb Zwetschen zu hohen Preisen beim Kaufmann, nachbem man bie Früchte im Herbste vorher habe verderben lassen. Obstpressen und Obstoörren seien fast unbekannte Dinge geworden. Hier sollten bie Gemeinden eingreifen : und dafür sorgen, daß in jeder Gemeinde eine Obstpresse, eine Mahlmuhle und eine Obstdarre vorhanden seien, daS dafür ausgrwandte Capital trage reichlich Zinsen. — Auch an diese Mittheilungen schloß sich eine Besprechung, im Verlauf deren Herr Dr. v. Peter besonder- da- Dörren bei Obste» empfahl und darauf aufmerkam machte, daß in dem letzten Therl de» ObftbaucurseS an der Landwinhschastlichen Schule zu Friedberg auch die Lbstverwenhung behandelt, sowie eine Obstdarre in Betrieb gesetzt werde. Der Antrag aus Verbilligung der Eisenbahnfrachten werde vom Oderhessischen Obstbauverein wiederholt gestellt werden. Denn die Neubauten für die LandwirthschaftSschale fertig gestellt feien, werde man auch der Absicht, ObftverwerthungScurse für dieHauS- freuen einzurichten, näher treten; diese Mittheilung sand allgemeinen Beifall. Herr KreiSamtmann Dr. ® all au schloß hieraus mit dem Ausdruck deS Danke» für da- an den Verhandlungen seitens der Erschienenen genommene Interesse die Versammlung. • • Manöver. Da- Großh. Leibgarde-Regiment Nr. 115 trifft nächsten Freitag in mehreren Sxtrazügen hier ein. Stab und RegimentSmufik bleiben hier, während da» Regiment felbft in den Orten Dorf-Gill, Garbenteich, Grüningen, Haufen, Leihgestern, Lich, Steinbach, Watzenborn und Steinberg Quartiere bezieht. An den Hebungen ber 49. Infanterie- Brigabe nehmen zwei fchwebsschc Offiziere theil. Die zu berfclben Brigade commanbirten Marburger Jäger beziehen compagnieweise Quartiere in Albach, Annerob, Burkhardsfelben und Oppenrod. • • Reichskanzler Graf v. titprini, über dessen Befinden sich vielfach widersprechende Nachrichten verbreitet wurden, befindet sich in beste» Wohlsein. Der Reichskanzler wird einem Theil der Truppenübungen bei Trier beiwohnen, auch bei ber Anwesenheit befl Kaisers in Coblenz zugegen sein. Er reist bereits morgen früh von Berlin ab, trifft mit dem Schnellzug 5 Uhr 52 Min. Nachmittag- über Cassel hier in Gießen ein unb fährt um 6 Uhr 2 Min. nach Coblenz weiter. — Auch Se. Majestät ber Kaiser wird wahrscheinlich auf ber Reise nach Coblenz die hiesige Station passiren. Der Kaiser reift mit Gefolge, wie un» privatim auS Berlin mitgetheilt wirb, morgen Abend mittelst SonderzugS von Berlin ab, so daß er am Freitag morgen hier eintreffen dürfte. Die Weiterreise erfolgt sofort nach vorgenommenem Maschinenwechsel. Ein Theil deS kaiserlichen Marstalle» wird ebenfalls mittelst SonderzugS nach Coblenz befördert. Da» Tafelgeschirr ging bereit- dieser Tage dahin ab. * • In der gestrigen Echoffengerichtlfitznng wurde gegen einen jüdischen Bettler auS Riga verhandelt. Derselbe wurde beschuldigt, hier in Gießen zu seinen Glaubensgenossen gegangen zu sein, nur, wie er angab, um diesen GotteSsegen zu wünschen, wie der Herr AmtSanwalt aber behauptet, um zu betteln. Der Angeklagte leugnete, doch wurde demselben nachgewiesen, daß er unzählige Mal wegen diese- Vergehen» vorbestrast, ferner wegen Hausfriedensbruch und Diebstahl eine Strafe hinter sich hat und zu jener Sorte silbischer Schnorrer gehört, welche eine wahre Vanbplage für unsere jübischen Mitbürger in ganz Deutschland geworben sinb. Der Angeklagte erhielt vier Wochen Gesängniß mit ber Heber- Weisung an bie Lanbe-Polizeibehörbe nach Verbüßung seiner Strafe. * * Wie uns mitgetheilt wirb, sind bie Verbannungen zur Erwerbung bet Quellen zu Queckborn dehnfl Zufahrt»» zu unserer Quellwasserleitung gestern zum Abschluß gelangt. Die näheren Details wollen wir vorerst nicht mittheilen, bis bie Angelegenheit ber Stabtverorbneten Versammlung vorgelegen hat. • • Im Hinblick auf bie bebrohliche Ausbreitung der Cholera in den Niederlanden und auf die von dorther bereit» eingetretenen Verschleppungen der Seuche in das Reichsgebiet hat der Reichskanzler Veranlassung genommen, für die preußische und hessische Strecke des Rheinstroms und die mit derselben in Verbindung stehenden Wasserstraßen eine gleiche gesund- heitSpolizeiliche Heberwachung des Schifffahrt» Verkehrs, wie sie im vorigen Jahre stattgefunden hat, votr Reichswegen einzurichten und hat zu diesem Behuse den Königlich Preußischen Landrath Gcscher zum ReichScommissar für die bezeichneten Stromstrecken mit dem Sitz in Coblenz bestellt. • • Bor den Haufireru mit Leiueuwaareu ihre Kunden zu warnen, empfiehlt der „Confectionär" den Detail - Geschäften in kleinen Städten: ES ist nämlich, wie ba» Blatt schreibt, ein neuer Schwindel aufgetaucht. Seit einiger Zeit werden mit Quecksilber - Appretur versehene Handtücher, Tischtücher und Servietten von hausirenden Händlern zum Kauf geboten. Durch die Appretur wird bewirkt, daß die an unb für sich auS geringem Material leicht gewebten Stosse eine größer^ auf Täuschung berechnete Schwere unb ein viel reinen# glänzendes Aussehen als die wirklich reelle Maare annehmen. Um zum Kauf zu reizen, bieten die Nepper ein allerdings nur ganz geringes Quantum reeller Maare zu einem Spottpreise an, um alsdann mit Leichtigkeit die Schwindelwaare zu verkaufen. — Wer Bedarf hat, kaufe in Geschäften am Platze, er kauft vortheilhafter und giebt fein Geld nicht für Schundwaare an Auswärtige au». Bildet, 28. August. In einem Wirth»hause zu Harheim hatte eine Gesellschaft von zwanzig Burschen in Gegen- wart eine» dortigen Lehrer» ba» bekannte Volkslied „DaS arme Dorfschulmeisterlein- gelungen. Der Lehrer fühlte sich durch daS Lied in seiner StandeSehre gekränkt und stellte gegen sämmtliche Sänger beim Amtsgericht in Vilbel Klageantrag. In seiner letzten Sitzung hat da» Schöffengericht alle Angeklagten zu je 15 Mk. Geldstrafe unb in bie Kosten bei Verfahren» verurtheilt. Val dem Cbeuealb Der Nestor ber hessischen Juristen, Lanbrichter unb Bezirklstrafgericht» - Director L P. Herr Karl Strauß, starb am 20. I. Mt». im nahezu vollendeten- 87. Lebensjahre zu Michelstabt. Am 2. September 1806 würbe er in Erbach, wo fein Vater Gräflicher Kammer- birector war, geboren. Im Jahre 1831 würbe er Assessor y •« bi!lt -S'i Avr ’“t!" für bi „ *!»W. *1 tat le ' ®QUqu lk‘« °»bn "“Statttifftbit W’fenn. ?'‘•«Mtat y’iuniDto Steinbeil i9: Asanten the>l. Die!. Ngn bezieh« Durkhardsseldri! brßm Befind rbreitet würben, ^skanzler wird beiwohnen, auch 8 Wn fein, trifft mit dem Mtl hm in WnxnjtueT, wchicheinlich Nation Men. itim aus vonderzugs tm n hier eintnfir vorgenommener MarstalleS wiü betörten. Dal ab. infl wurde gegen landelt. Derselbe Ilaubenszenoffen esen Gottessegen :r behauptet, uv wurde bemfelbtn dieses Lergehent h unb Diebstahl Sorte jiibiffyr ilay slir Miere mVw Der mit der Wer» Derbühung M ie Verbandlunf behufs Zusuhm M gelangt. Di jeilen, bis die An- ig Vorgelegen hat. Ausbreitung dtr on dorther bereits n daSReWgebftf , fürdiepmM die mit derselbe gleiche gesund- sSchiffsahlf kgesunden hat, von eiern Behuse den n Reichscommissar n Titz in Coblen: Nolks ted 7’ ■gSH Al »* «»«fSf . uni!°1,e •Steg r. Sep^ Mlliet' Kräfli^ '^ss-l [ njutoe en ihre Kunden - Detail-GesM ai Watt schreibt, lqer 3tit werden Wr, Äs-Mch-r lm Kaus geböte^ an und \nx w eine 1 ,id flau« -E P-r ein ««*' , einem 0P'S in ®-l*"! (iu Selb nut' bei dem Landgerichte Michelstadt, später Landrichter - Bicar in Wimpfen. Im Jahre 1852 wurde ihm die Landrichterstelle deS Landgerichts Beerfelden und später die zu Michelstadt übertragen. Mit Errichtung des BezirkSstrasgerichts daselbst wurde er zugleich Director dieses Gerichts. Fast ein halbes Jahrhundert hat er als Richter fungirt und nicht nur als Richter, sondern auch als Bater und Berather seines Bezirks segensreich gewirkt. Als äutzere Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzogc der Orden Philipps deS Großmüthigen 1. Klasse verliehen. Mit Einführung der neuen Gerichtsorganisation trat er am 1. October 1879 in den wohlverdienten Ruhestand. Das Andenken des Gerechten bleibet im Segen. Nieder-Saulheim, 26. August. Ein hiesiges Mädchen, Tochter eines MühlenbesitzrrS, verheirathete sich vor etlichen Jahren in Amerika mit einem Barbier aus Gabsheim. Die Ehe jedoch war keine glückliche, weshalb die Frau zu den Eltern hierher zurückkehrte. Heute nun erschien plötzlich der Ehemann derselben und feuerte auS einem scharfgeladenen Revolver mehrere Schüsse auf seine Frau ab, ohne jedoch dieselbe zu treffen, da Die Frau ihrem Manne in den Arm fiel und so der Kugel eine andere Richtung gab. Der Thäter ist flüchtig. Er soll in Amerika schon versucht haben, seine Frau durch Gift zu beseitigen. vermischte». ♦ Berlin, 29. August. Der Afrika-Reisende Premierlieutenant Otto Ehlers wurde am Samstag wiederum zu längerer Berichterstattung über seine letzte Reise oom Kaiser empfangen. Bei dieser Gelegenheit liefe Seine Majestät sich auch den 14jährigen Diener, der Herrn Ehlers auf seinen Reisen begleitet hat, vorführen. Der Junge ist ein Mischling aus afrikanischem und asiatischem Blut, ungewöhnlich begabt und ein sehr scharfer Beobachter. Auf die Frage, wie ihm Berlin gefalle, erwiderte er: „Die Stadt ist lehr schön, aber die Menschen find nicht sehr intelligent, sonst würden sie nicht über mich lachen und sich auf der Straße unausgesetzt über mich lustig machen." * Rathenow. 28. August. In der vergangenen Nacht ist ein Wohnhaus niedergebrannt. Bei dem Einsturz des Schornsteins wurden neun Feuerwehrleute verletzt, barunter zwei schwer. * Neuß, 28. August. Bei der heutigen Revision särnrnt- sicher im Erftcanal gelegenen Schiffe wurde der Gesundheitszustand der Besatzung als ein durchaus zufriedenstellender bezeichnet. ♦ Thorn, 29. August. Wegen Choleragefahr ist ben au8 Rufeland auf der Weichsel kommenden Flößern, welche nicht deutsche Reichsangehörige sind, das Betreten der Stadt polizeilich verboten worden. * Trier, 28. August. Am Freitag verunglückten zwei Mann vom 7. Dragoner Regiment bei Biersdorf. Der 6lne erhielt, laut der „Trier. Ztg.", von seinem Hintermann einen Lanzenstich, infolge dessen er nach einer Viertelstunde verschied. Der Andere stürzte mit dem Pferde und erlitt innere | Verletzungen. | • Dortmund, 27. August. Der Fabrikarbeiter Ernst Schmidt von hier hat gestern seine Frau mit einem Stuhle erschlagen, worauf er sich selbst der Polizei stellte. Die Eheleute Schmidt, junge Leute, die beide dem Trunk ergeben waren, lebten schon langt in Unfrieden. • München, 29. August. Vorige Woche ertränkte sich der Soldat Wickl vom 3. Feldartillerie-Regiment- er hatte über schlechte Behandlung durch seinen Compagnieches, Hauptmann Seidl, geklagt. Gestern, am ersten Manövertage, hat sich nun Hauptmann Seidl, nachdem er in seinem Quartier Ammersee angelangt war, durch einen Revolverschuß getödtet. Seidl war seit den Berichten der Zeitungen über den Wickl'schen Fall tiefsinnig. Er hinterläfet eine Wittwe und drei Kinder. * Galant. Fräulein: „Denken Sie nur, bet dem Spazierritte diesen Morgen ging plötzlich das Pferd mit mir durch." — Herr: „Aufrichtig gesagt, kann ich's dem Pferde nicht Übel nehmen, meine Gnädige!" Schiff-nachrichten, Hamburg, 26. August. [Hamburg-Amerikanische Packetsahrt- Actien-Gesellschafl.j Das Deutsche Dampfschiff „Marsala", (Sapitün Lassen, ist am 25. August, 1 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg, 26. August. [Hamburg - Amerikanische Packetfahrt- Actien - Gesellschaft.! Das Hamburg - Newyorker Post - Dampfschiff „Wieland", Eapttän Karlowa, ist am 25. August, 4 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. Eingesandt. VGietzen, 30. August 1893. ^Zur Tabakfabrikatsteuer. Mit dem Inhalt des ^Eingesandt" vom 29. dS. kann sich jeder Jntereffent der Cigarren- und Tabak-Industrie vollkommen einverstanden erklären. In der am 28. in diesem Blatte gegebenen Anregung war indessen nur von einer vorbereitenden Agitation gegen die Fabrikatsteuer die Rede, und in diesem Sinne kann sehr wohl eine umfangreiche Bewegung jetzt schon Platz greifen. Bei allen derartigen Schritten handelt es sich in erster Linie um ein gemeinsames Vorgeben aller interessirten Kreise und um eine gute Organisation. Die Initiative mutz von den Fabrikanten zunächst ausgeben. Konnte innerhalb der hiesigen Tabakinbustriellen bezüglich der staatlich eingeführten Fabrikordnung und anderer DiSciplinen in mehrmals einberufenen Versammlungen sehr rasch eine Einigung erzielt werden, so gilt es jetzt in der Stunde näher rückender Gefahr erst recht für die Fabrikanten, sich aneinander zu schließen und aus sich heraus ein Comitö zu bilden, das sofort in Action tritt. In gut informirten Kreisen besteht nicht mehr der geringste Zweifel, datz die Fabrikatsteuer-Vorlage in der nächsten ReichslagSsession eingebracht wird und daß die Regierung und die ihr nahestehenden Parteien mit allen Kräften dafür eintreten werd n. Das Unheil, das der gesammten Industrie droht, ist viel größer, als in der breiten Masse des Volkes übersehen wird. In der That ist die Fabrikatsteuer nur das Geplänkel, das der demnächstigen Monopolschlacht vorauSgeht. WaS Gießen der Cigarren-Jndustrie zu verdanken hat, ist an dieser Stelle schon oft erörtert worden. Wenn alle Interessenten frühzeitig auf der Hut sind, so ist dies Recht und Pflicht zugleich. Wir wollen hoffen, daß diese Worte nicht ins Leere verhallen und daß die nächsten Wochen schon ein Comite zur Abwehr der Tabakfabrikatsteuer erwählt und in Thätigkeit sehen. K. Herbstmanöver betreffend. Mit der Bemerkung in Nr. 199 des „Gießener Anzeiger" ist man nicht befriedigt. Die Siändekammern haben nur die Interpellation deS Abgeordneten Dr. Osann unterstützt und diese bezweckte zunächst, die Aushebung der Manöver überhaupt. Allerdings war nebensächlich gesagt, allermindestens solle von einer Fourage- und Streulieserung sowie von einer Mannschaftsverpflegung durch die Gemeinden und Ouartierträger abgesehen werden. Daß die Fourage- und Streulieferung durch die Magazine geschieht ist, anzuerkennen, aber die Magazinsveipstegung der Truppen nicht gutzuheißen. Warum hielt man nicht weiter Umschau, ehe man diese unglückselige MagazinSverpflegung anordnete. Bei der Berathung der Interpellation Osann im Reichstage am 13. Juli erklärte der Herr Kriegsminister o. Kaltenborn: „ES sollen aber Maßregeln zur Erleichterung der Bevölkerung S(troffen werden! Fourage und Streu fall von den Proviantämtern efchafft werden: Quartierverpflegung statt der Magazinverpflegung foll angeordnet werden." Diese Anschauung ist richtig und mit diesen Worten erkennt der Herr Kriegsminister an, datz die MagazinSverpflegung das Volk drückt und deshalb durch die .Ouartin Verpflegung eine Erleichterung eintreten wird. ,, „ . Warum beachtete man diesen AuSspruch nicht? oder wenn man Bedenken hatte, dieser Anficht unbedingt zu folgen, warum frug man nicht bei den Civilbehörden an, welche VerpflegungSart die Gemeindm wünschen oder welche Erfahrungen hat man seither gemachte Wöchentliche Uebersicht der T-deWlle in Gietzeu. 34. Woche. Vom 20. August bis 26. August 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 19,71 °/«bezw. 14,78 nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder ES starben an: Zufammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: 2.-lb.Jahr: Lungentuberkulose 1 Lungenentzündung 1 (1) 1 1 (1) — — Sonstige entzündliche Krankheiten der Lunge 1 1 — — Darmcatarrh 2 — 2 Neubildungen 1 1 — Altersschwäche 1 1 — — Sonstige bekannte Krankheiten 1 (1) 1 (1) — — Summa: 8 (2) 6 (2) 2 Sinnt. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.____________ Witterungs aussichten Wetterhäuschen, Südanlage. ■--------- 29. slluflult, Mill. 12 Uhr 3j. August, Morg. 8 Uhr Baromeler: Thermometer: Hygrometerstand: min. 749 mm, max. 750 mm „ 4- 120 R. „ 4- 16°R. Neigung f. trock. Wett. min. 746 mm, max. 749 mm „+4‘/.0R. „ 4- 70B. Neigung f. nasfiS Wett. Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaurnur gerneffen am 30.August. Mittags zwischen 11 und 12Uhr: Wasser 13Vt, Lust 15V, Grad. RÜbsamen'sche Badeanstalt. Bekanntmachung, betreffend: Die Herbstübungen der Großh. Heff. (25.) Division. Im Auftrage Großh. Kreisamts Gießen bringen wir das nachstehende «usschreiben dieser Behörde mit dem Anfügen zur Kenntniß der Grund- Besitzer der hiesigen Gemarkung, daß die durch Zuschauer verursachten Schäden aus der Militarkaffe nicht ersetzt werden. Gießen, den 19. August 1893. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung, betr. die Herbstübungen der Großh. (25.) Division; hier bie Flurschaden. Im Laufe dieses Monats werden auf einem noch auszuwählenden Gelände bei Gießen die Hebungen der Infanterie-Regimenter Nr. 115 und 116 (verstärkt durch das Jäger-Bataillon 11) ihren Anfang nehmen imb es wird sodann die 49. Infanterie-Brigade bis zum 10 September auf dem betr. Felde exerciren. Sodann finden in der Zeit vom 11. ms 15. September die Brigade-Manöver der verstärkten 49. und 50. In- fanterie-Brigaden in dem Dreieck Lich—Wetzlar—Butzbach und in dem Bezirk Butzbach—Usingen—Friedberg— Hungen—Münzenberg und im Anschluß hieran die Divisions-Manöver in dem Landstrich Hungen- Gießen—Wetzlar—Butzbach statt. Zur thunlichsten Vermeidung von Flurschäden m Folge der Hebungen ergeht hierdurch an die Grundbesitzer die Aufforderung, ihre Grundstücke noch vor Beginn der Exercitien bezw. Manöver, soweit dies überhaupt möglich ist, abzuernten und diejenigen Grundstücke, welche während der Hebungen noch mit Früchten bestanden sind, sowie die vorzugsweise zu schonenden Ländereien, wozu in diesem Jahre besonders die mit Futterpflanzen bestellten gehören, durch Anbringen von etwa zwei Meter hohen Stäben mit Strohwischen schon von Weitem erkenntlich iu machen. ~ _ , , .. _ . Zur rechtzeitigen Wahrung ihrer Jntereffen machen wir die Kreisangehörigen noch auf folgende gesetzliche Bestimmungen aufmerksam: 1) Grundstücke, deren Benutzung bei Truppenübungen gänzlich aus gefchloffen ist (Gärten, Parkanlagen, Holzschonungen, Pflanz- gärten rc.) müssen, insofern bereit Eigenschaft als solche nicht ohne Weiteres erkennbar ist, an den Enden durch hochstehende Tafeln mit Aufschrift bemerklich gemacht werden. 2) Beschädigungen, welche nicht durch die Truppenübungen, sondern auf andere Weife, besonders dadurch entstanden sind, daß die Betheiligten das rechtzeitige Abernten unterlaßen haben, begründen keinen Anspruch auf Vergütung. 3) Arbeiten und Aufwendungen, von welchen die Jntereffenten gewußt haben, daß sie durch die Truppenübungen der nächsten Tage zerstört werden mußten, begründen einen Anspruch au Schadloshaltung gleichfalls nicht. Gießen, den 16. August 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. 7146 I. V.: Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend das Beschneiden der Hecken. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer, die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- ober Fußwegen einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschneiden und im Laufe des Monats September die neuen Schößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurück- ; ubinden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstras- gesetzes mit Geldstrafe von 1—10 Mark bestraft werden. Gießen, den 26. August 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________________Gnauth.______________ 7328 Bekanntmachung. Nachdem die Stadtverordneten - Versammlung in der Sitzung vom 14. d. Mts. die Feststellung einer Baufluchtlinie von der Ludwigstraße ab ängs der Oberhessischen Bahnen bis zur verlängerten Bleichstraße beschlossen )at, bringen wir dies hierdurch mit dem Bemerken zur Kenntniß, daß der Plan darüber 14 Tage auf dem Stadtbauamt offen liegt, und daß etwaige Einwendungen gegen denselben bei Meidung des Ausschlußes innerhalb dieser Zeit bei uns vorzubringen sind. Gießen, 30. August 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. [7388 Freitag d. 1. September, Vormittags 9 Uhr, versteigere ich vor dem Ratbhaus zu Allen- darf a. Lva. gegen Baarzahlung: zwei Kühe. vor«, 7385__________________Gerichtsvollzieher. Das Grnmmetgras von den hiesigen Gemeindrwiesen wird .»rettag den 1. September d». 3#., Morgens 8 Uhr, öffentlich meistbietend versteigert. Der Anfang ist in der Meisburg. Trohe, am 28. August 1693 Großherzogliche Bürgermeisterei Trohe. Schmidt». 7377 Beringung Die Anlieferung von 18,5 obm Vasall- lava zu Treppen an die neue Lade- stratze bei Rierpein soll Montag den 11. September d. 3„ vormittags 10 Uhr, vergeben werden. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht aus; können auch gegen Gnfendung von 0,80 JL von uns bezogen werden. Angebote, letztere verschlossen und mit entsprechender Aufschrift, find bis zu obigem Termin einzureichen. Zuschlagsfrift 3 Wochen. Mainz, den 28. August 1893. Großh. Wafferbauamt Mainz. I. E-: Schmitt» 7369 Samstag den 2. September, Vormittags 8«/2 Hhr, sollen in der Gemeinde Treis a. d. Lda. nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in den Accord gegeben werden: veranschlagt zu Pflasterarbeiten 201 JC 60 Steinbrechen 30 „ 10 „ Steinsetzen 10 „ 75 „ Mrlöhue ' 93 „ 10 „ Sandlieferung 203 „ 60 „ Gießen, den 29. August 1893. Der Bez.-Bauaufseher: 7360_______Senßfelder. Bekanntmachung. Das Grummetgras von den hiesigen Pfarrwiesen soll nächsten Samstag, Vormittags 10 Uhr, in dem Dorfeld'schen Garten dahier versteigert werden. [7387 Wieseck, 30. August 1893. Sommer lad, Bürgermeister. Bekanntmachung. Das Grummetgras von den Wiesen der Gemeinde Wieseck soll nächsten Samstag den 2. September versteigert werden. Der Anfang zu den Wiesen bei Wieseck ist des Vormitt. 10 Uhr in dem Dorfeld'schen Garten dahier, und zu den Wiesen bei der Badenburg Nachmitt. 5 Uhr auf der Badenburg. Wieseck, 30. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 7386 In der D o r f el d 'schen Wirthschaft zu Wieseck nächsten Samstag den 2. Septbr., 10 Hhr Vormittags, Grummetgrasversteigerung der Frau Otto Kempff'schen Wiesen (Hund- und Ochsenwiesen) in der Gemarkung Wieseck durch Herrn Bürgermeister Sommerlad. [7372 .Hcugras- Versteigerung. Donnerstag den 31. August, 5 Hhr Nachmittags, wird das Heugras auf der Jug- hardt'schen Wiese im Hrsulum, Gemarkung Wieseck, an Ort und Stelle versteigert. Im Auftrag: 7364] F. Hoffmann. Jeilgeöotenes. Bienenhonig, 70 Pfund, hochfein, selbstgeschleuderten, k Pfund 1 xM. [7376 _ 73741 Großer gut erhaltener HÜvofe« zu verkaufen im »Kühle« Sr««d^. Reue Linsen 7095 empfiehlt Robert Stuhl, Neustadt 23. M Jede Handschrift wird 'N 15 stunden Nur noch kurze Zeit hier. 39* n flott, schön und geläufig. 7,7S Pet. Poppelsdorf. Pammstr. 30. y < tH* Reparaturwerkftätte für Polster- und Kastenmöbel. [6542 Ul Zur Saison brririig' [4366] Frankfurter Hof Safe «Hl. •Mtling gesucht. 7389 69321 In meinem Neubau in der Bahn» Neue Kartoffeln 6(S rei in9 Haug 20 Pfund 90 Pfg kellers le unterhalb deS Len h'schen Felsen- Zimmer, löt, sowie ist der zweite Stock, 7 Badezimmer und sämmil. Zubehl Natürliches Mineralwasser i rdersiadt . . 6722) Zwei kleine LogiS zu vermiethen. A. ttaverzagt, Tchottftraße. [4413 stets vorräthig. 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