Nr. 306. Erstes Blatt. Samstag ben 30. December 1898 T)tr Olchurr Axi)etgcx fd4«irt 'Sgllch, 6*tt lolnebmt bei Montag». Die Gießener wrtm dem Anzeiger «GchoUich dreimal hacheirDi. Gießener Anzeiger Kmerat-Mnzeiger. Merteltitzriger S Mark 20 Vt«. Lringerlodv. Durch die Post tx^o^x 2 Kart 50 Wc Rebaction, Gcrptttmee und Druckerei: Ich» ßr.tz„ R Fernsprecher 5k Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. >»»h«e »en Anzeigen zu der Nachmittag» fflr den Mcenften lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Hratisöeitage: chießmer Jamilienötätter. Alle Annonren-Bureaux de» In. und Au»lande» nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. SSSVSSSSSWWSSSWVWSSSWSNMW»» 2lmtitd?er Theil. Gießen, den 22. December 1893. Betr.: Die Kranken-, JnvaliditätS-und Alters-Versicherung der Kreisstraßenwarte. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gietzeu an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen die Gemeinde«Einnehmer anweisen, bezüglich der bis Ende December 1893 für die Kreisstraßenwarte vorlagSweise gezahlten Beiträge zu den Kosten der Gemeinde- Krankenversicherung und zwar für 51 Wochen, sowie derjenigen für JnvaliditätS- und Altersversicherung mit der Kreiskasie abzurechnen und die Vorlagen gegen Abgabe der Quittungen hierüber, zu welchen die den Gemeinde - Einnehmern demnächst zugehenden Formularien zu benützen sind, in Empfang zu nehmen. Wir sehen Ihrem Bericht darüber, daß die gedachte Abrechnung erfolgt ist, bis spätestens 1. Februar 1894 entgegen. ___________________v. Gagern.___________________ Bekanntmachung, betreffend die Zulaffung von Loosen auswärtiger Lotterieen zum Vertrieb im Großherzogthum. Mit Allerhöchster Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ist dem Münsterbauverein in Freiburg in Baden die Erlaubniß ertheilt worden, die Loose einer zum Zwecke der Wiederherstellung des dortigen Münsters in den Jahren 1894, 1895 und 1896 zu veranstaltenden Prämien- lotterie innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verloosungsplan für jede Ziehung 200000 Loose ä 3 Mk. ausgegeben werden dürfen und 260000 Mk. zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden müffen. Gießen, den 28. December 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums. Der Vogel- und Geflüge^uchtverein in Offenbach be- abfichtigt mit der in der Zett vom 7.—10. April 1894 zu Offenbach stattfindenden Geflügel- und Vogelausstellung eine Verloosung von Nutzgeflügel, Käfigen rc. zu verbinden. Gr. Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 4000 Loose zu 50 Pfg. das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 65% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet worden. Gießen, den 28. December 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, den landwirthschaftlichen Nothstand betreffend. Mit Rücksicht auf den derzeitigen landwirthschaftlichen Nothstand sind wegen des Bezugs von Kalirohsalzen folgende Vergünstigungen den Landwirthen Oberheffens gewährt worden: 1. DaS Verkaufs-Syndikat der Kaliwerke zu Leopoldshall- Staßfurt gewährt eine Ermäßigung des Grundpreises für den Doppel-Centner Kainit und Sylvinit um 30 Pfg., für den Doppel-Centner Karnallit und Bergkiesierit um 15 Pfg., wenn die betreffenden Düngemittel in der Zeit vom 15. September d. I. bis zum 31. März 1894 bezogen werden. Der Bestellung muß eine Bescheinigung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins oder der Großh. Bürgermeisterei des Bestimmungsortes beigefügt werden, daß die bezogenen Kalisalzmengen zur Düngung während der Herbstmonate diese» ober der Frühjahrsmonate beß nächsten Jahres in landwirthschaftlichen Betrieben der Provinz Oberheffen Verwendung finden sollen. Neben dieser Begünstigung werden jedoch irgendwelche Rabattvergütungen nicht gewährt. 2. Seitens der Oberhessischen Bahnen und der Königlich Preußischen Staatsbahnen wird für vorerwähnte Kalisalzbezüge eine Frachtermäßigung in der Weise gewährt, daß 25pCt. der Sätze des Ausnahmetarifs vom 1. Januar 1890 (sog. Robstofftarifs) den Empfängern im Reclamationswege zurückerstattet werden. Laubach, am 24. December 1893. Der Präsident des landwirthsch. Vereins von Oberheffen. Friedrich, Graf zu Solms-Laubach. Bekanntmachung. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Landwirthschaftslehrer Leit Higer von Alsfeld Sonntag den 7. Januar 1894, Nachmittags 3 Uhr, in dem Saale des Wirths Ludwig Steinmüller VII. zu Heuchelheim einen Vortrag über „Futterzusammensetzung und Fütterungsmethode" halten wird. Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Vereins, sowie alle Freunde der Landwitthschaft werden zu diesem Vortrag hierdurch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister von Heuchelheim und der benachbarten Gemeinden werden ersucht, diese Bekanntmachung zur Kenntniß der Landwirthe in ihren Gemeinden zu bringen und auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Gießen, den 23. December 1893. Der Director des landwirthschaftl. Bezirksvereins Gießen. Jost. Deutscher Reich. Darmstadt, 28. December. Die Anträge des LandtagS- abgeordnelen Pennrich und Genoffen über die neuen Reichssteuergesetzentwürfe werden am 5. Januar von dem Petitionsausschuß der Zweiten Kammer zur Berathung gelangen. Der Finanzausschuß tritt zur Berathung deS Budgets am 4. Januar zusammen. Berlin. 28. December. Nur nock eine ganz flüchtige Spanne Zeit, und die Sonne des Jahres 189 4 wird UN« leuchten! Im Vertrauen auf die Sicherung des kostbaren Gutes des Friedens dürfen die Völker Europas dem anhebenden j neuen Zeitabschnitte entgegenschauen und zugleich in der Hoffnung, daß Handel und Wandel, die im alten Jahre viel- , fach zu wünschen übrig ließen, endlich den sehnlichst erwarteten Ausschwung zum Befferen nehmen werden. Die Ansätze zu einer solchen Wendung sind glücklicher Weise auch vorhanden, so daß also hoffentlich wieder einmal günstigere wirthschaftliche ! Verhältnisse eintreten werden. Daß neben dem politischen ' Frieden auch der sociale Frieden unseres Welttheilcs gewahrt > bleiben möge, dies ist gewiß ebenfalls ein Wunsch, mit dem * man allgemein in Europa das neue Jahr begrüßt, hat doch der verfloffene Zeitabschnitt wahrlich genug der unerfreulichen Erscheinungen auf diesem speziellen Gebiete hervorgebracht! So mannigfach jedoch sonst noch die Wünsche und Hoffnungen Feuilleton. Frankfurter Theaterbrics. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) Dr. M. Gerhart Hauptmann und die Aufführung von „Hannele". Wenn von, der modernen literarischen Geistesbewegung die Rede ist, so tritt sofort der Name „Gerhart Hauptmann" auf die Lippen. Hauptmann und Sudermann, das sind die beiden Pole, die beiden Persönlichkeiten, die man der Kürze wegen als den treffendsten Ausdruck für die innerhalb der neuen Richtung sich entwickelnden Gegensätze nehmen kann. Es ist Zeit, mit Nachdruck darauf hmzuweisen, denn der Fernerstehende fühlt sich noch immer geneigt, das jüngste Literatur-Deutschland als eine Gruppe zu betrachten, deren Glieder in innerster Gefühls- und Geislesgemeinschaft stehen. Dem ist nicht so. Die Leute, die Sudermann das Wort reden, wollen von Hauptmann nichts wissen, und umgekehrt. Wie der Verfasser der „Ehre" und der Dichter des „Hannele" Übereinander denken, läßt sich schwer vermitteln. Offenbar haben sie wenig Berührungspunkte, abgesehen von dem einen, daß sie theoretische Erörterungen Über ihre Schaffensart vermeiden. „Bilde Künstler — rede nicht" schrieb Sudermann nach berühmtem Muster, als ihm jene Bekenntnißtafel „Wie denken Sie über die Zukunft der deutschen Literatur" vorgelegt wurde. In Otto Br ahm bat Hauptmann seinen Entdecker und Verkünder gefunden. Otto Brahm, der uns die werth- vollste Schillerbiographie geschenkt, wird dem Vorwurfe, daß er wüstem naturalistischen Gebühren Vorspann leiste, lächelnd zu begegnen wiffen. Hauptmann ist kein Stürmer und Dränger, sein Weg führt auch nicht in gerader Linie und man sollte die Frage: ist dieses neue Werk nun ein Rückschritt oder ein Fortschritt ihm gegenüber überhaupt nicht stellen, denn bald sehen wir j ihn an diesem, bald an einem entgegengesetzten Aussichtspunkt- • ihn beschäftigt weniger da§ Ziel als die Landschaft, durch welche der Weg führt. Die Traumdichtung „Hannele" ist nun weder ein Bruch mit den künstlerischen Anfängen, noch bedeutet sie in unseren Augen eine veränderte Weltanschauung. Hauptmann hat doch niemals irgendwo behauptet, daß er sich in religiöse Stimmungen nicht hineindenken könne. Es ist ja das Wesen des Dichters, daß er durch die Hirne und Herzen ganz verschieden gearteter Menschen zu uns zu sprechen vermag. Je bedeutender er selbst, je weniger wird man sein eigenes Gesicht hinter der Maske hervorlugen sehen. Hier ist der Punkt, wo sich dichterisches Schaffen mit der Ver- wandlungssähigkeit großer Mimen berührt. Als Schiller die „Räuber" schrieb, war er kein Revolutionär, und als ihm die //Jungfrau von Orleans" aus der Seele floß, lag ihm der romantische Phantast ebenso fern. Warum sollte man nicht nach den „Webern" „Hannele" schreiben können, ohne einen Umwandlungsprozeß mit sich vorgenommen zu haben?! Was uns im „Hannele" von Hauptmanns wirklicher Dichterkrast berichtet, ist der durchgehend lyrische Zug. Hauptmann achtet nicht auf die bestehenden Gesetze der Bühne und es fällt ihm auch nicht ein, neue zu geben; aber trotzdem erzielt er Eindruck, eben deshalb, weil er das, was er gibt, unter dem Gesichtspunkt innerer Wahrheit gibt. Seine neueste „Traumdichtung" ist so wahr wie unsere Fieber- und Schlafträume - die physiologischen Voraussetzungen des Opus sind so richtig wie die psychischen. Hannele Mattern ist ein armes Proletarierkind, das vor den Mißhandlungen eines Trunkenbolds von Stiefvater in den See flüchtet, aber noch rechtzeitig herausgezogen wird, um auf einer elenden Lagerstatt im Spital sein armes Leben zu verhauchen. In der Sterbestunde tritt dem Kinde zum ersten Male entgegen, was es nie zuvor gekannt: Fürsorgende Menschen, Liebe und Glück. Die liebreiche Diaconissin, der mitleidige Lehrer, die nicht mehr hämischen Schulkameraden — das ist das Glück. Und der Glanz, der in diese letzte Stunde fällt, setzt sich zusammen aus den Eindrücken der Catechismuslehre, die nun plötzlich in greifbaren Bildern vor den geschloffenen Augen Hannele's erscheinen. Sie hat eine Unterredung mit der ihr im Tode vorausgegangenen Mutter, die Diaconissin, zu einer überirdischen Erscheinung verklärt, reicht ihr den Kranz des ewigen Lebens, von Engellippen tönt ihr entgegen: „Wir bringen ein erstes Grüßen Durch Finfternisie getragen; Wir haben auf unseren Federn Ein erstes Hauchen von Glück. Es leuchtet von unseren Füßen Der grüne Schein unserer Heimath, Es blitzen im Grund unserer Augen Die Zinnen der ewigen Stadt" und der Heiland selbst führt sie endlich in die Stadt der goldenen Gaffen. Hannele träumt und wir sehen mit ihr, was sie sieht, das ist der „Vorgang" — Handlung darf man wohl schwerlich sagen — der neuesten Dichtung Hauptmanns. Künstlerisch berechtigt ist diese so gut wie die mystischen Chöre im zweiten Theile des „Faust" oder die Erscheinung Clärchens in „Egmont". Der Unterschied ist nur der, daß, was dort nur Episode, hier als Mitte und Ende auftritt. Es ist ein Zeichen der Zeit, daß die Theater die alte Frage: Ist dieses Stück mit Kenntniß und Berücksichtigung unserer Regeln geschrieben? — abgeändert haben in die Frage: Welchen Nutzen können wir aus dieser Dichtung ziehen, auf welche Weise vermag die Bühne sich ihr anzu- pasien? Die Frankfurter Regie hat darauf eine sehr befriedigende Antwort gefunden. Die Schwierigkeit, welche darin liegt, das innerliche Erlebniß in sichtbare Vorgänge umzusetzen, wird von ihr, soweit es überhaupt möglich ist, bewältigt. Frl. Eichenberg giebt das „Hannele"- die Worte der „Mutter" spricht Frl. Frank. Herr Barthel verkörpert die bedeutsame Figur des „Lehrer Gottwald". Die weihevolle Musik Marschalks thut das ihre, um die Hörer in die vom Dichter beabsichtigte Stimmung zu versetzen. _____________ sein mögen, mit denen die Völker wie die Individuen, die Gesammtheit wie der Einzelne, dem herangenahten neuen Zeiträume entgegenblicken, Alle und Jeder erhoffen von ihm doch nur das Beste, und so möge denn das Jahr 1894 den alten Spruch wahr machen: „(Sin neues Jahr, ein neues Glück!" — Die letzte Woche des alten Jahre - hat au dem Gebiete der innerpolitischen Begebenheiten nichts Besonderes von Belang gezeitigt, die kurze Frist zwischen Weihnachten und Neujahr pflegt ja überhaupt in Bezug auf die innere Politik keine größere Ausbeute zu gewähren. Noch immer herrscht die Frage nach Gestalt und Ausgang der Meinungsverschiedenheiten vor, die nach einer vielverbreiteten Anschauung aufs Neue in den Berliner maßgebenden Kreisen aufgetaucht sein sollen. Zwar wird von angeblich unterrichteter Seite das Vorhandensein solcher Differenzen bestritten und im Speziellen den Gerüchten entgegengetreten, denen zufolge es in den jüngsten Sitzungen des preußischen StaatsministeriumS zu lebhaften Auseinandersetzungen gekommen wäre, doch findet dieses Dementi vielfach keinen rechten Glauben. Die Zweifler neigen der Meinung zu, daß vielleicht keine acute Crisis, aber dafür wohl eine latente Crlsis an den leitenden Stellen exiftire, und daß ihr Ausgangspunkt in der Abtrennung des preußischen Minister- Präsidiums vom Reichskanzleramte zu suchen sei. Wenn diese Muthmaßungen richtig sind — und schwerlich können sie kurzer Hand zurückgewiescn werden — so dürfte das neue Jahr eine abermalige Auflage der bedauerlichen Reibungen innerhalb der Berliner leitenden Kreise bringen. Berlin, 27. December. Dem Bundesrath ist, wie verlautet, ein Entwurf von Bestimmungen zugegangen, betreffend Ausnahmen von dem Verbot der SonntagSarbeit in gewerblichen Anlagen. — Die nächste Plenarsitzung deS Bundesraths findet voraussichtlich in der kommenden Woche statt. — Dem BundeSrath ist die Mittheilung über das unterm 15. November d. I. abgeschlossene und bereits amtlich veröffentlichte deutsch-englische Abkommen über die Abgrenzung deS'Hinterlandes von Kamerun zugegangen. — Der Reichstag wird sich noch einmal mit den neuen Handelsverträgen beschäftigen müssen, obwohl diese bekanntlich bereits die parlamentarische Sanction gefunden haben. Die Verträge mit Spanien und Rumänien werden bis zum 1. Januar 1894 voraussichtlich nicht zur Erledigung in den spanischen Cortes, resp. in der rumänischen Deputirten- kammer gelangen, es tritt daher die Nothwendigkeit einer nochmaligen Verlängerung des bislang zwischen Deutschland und den genannten Staaten bestandenen handelspolitischen Provisoriums em. Die Reichsregierung gedenkt daher dem Reichstage unmittelbar nach dessen Wiederzusammentritte die dem Vernehmen nach bis zum 31. Januar 1894 vereinbarte Verlängerung des Zollprovisoriums mit Spanien und Rumänien behufs nachträglicher Genehmigung zu unterbreiten. An letzterer ist wohl nicht zu zweifeln- selbstverständlich würden die Debatten über das Verlangen der Regierung die definitiven Beschlüffe des Reichstages zu den neuen Handelsverträgen völlig unberührt laffen. — Immer wieder taucht in ziemlich bestimmter Form das Gerücht auf, die deutsch-rufsischen Handelsvertrags Unterhandlung en seien entweder schon beendigt, oder stünden doch wenigstens unmittelbar vor ihrem Abschluffe. Freilich haben diese Verhandlungen nun lange genug gedauert, so daß eine Entscheidung endlich angebracht wäre, immerhin muß das erwähnte Gerücht noch mit Vorsicht ausgenommen werden. — Der deutsch-spanische Handelsvertrag ist derjenige von den sogenannten drei kleineren Verträgen, welcher nach verhältnißmäßig geringem Widerstande Seitens der Agrarier im Sinne der Reichsregierung erledigt werden könnte. Deutscherseits stände also der Einführung der Vertragsbestimmungen kein Hinderniß im Wege, falls die spanischen CorleS mit ihren Berathungen zu Ende gelangt wären. Nun sind aber die Cortes in diesem Augenblicke nicht versammelt, während das handelspolitische Provisorium mit dem 1. Januar 1894 zu Ende geht. Es würde also die große Gefahr entstehen, daß ungeachtet der in Deutschland bereits zum Abschluß gelangten Verhandlungen und ungeachtet der voraussichtlichen Bereitwilligkeit der spanischen CorreS die Vertragsbestimmungen gutzuheißen, dennoch in den nächsten Tagen eine Art von zollpolitischem Kriegszustände zwischen Deutschland und Spanien eintreten müßte. Dieser nicht zu unterschätzenden Gefahr sollte, wie daS „B. T." meint, mit allen Mitteln vorgebeugl werden und eS wäre am Besten, wenn Deutschland alle diejenigen Vortheile annehmen würde, welche die Verträge Spaniens mit der Schweiz, Schottland und Schweden diesen Mächten gewähren, so lange, als die Cortes nicht endgiltig ihre Zustimmung zu dem mit Deutschland bereits abgeschlossenen Vertrag gegeben haben. Sollte nämlich von deutscher Seite die Verlängerung des Provisoriums nicht zugestanden werden, sodaß alsdann die Sätze des gegenseitigen Maximaltarifs in der Zwischenzeit in Anwendung kommen müßten, dann wäre allerdings daS Zustandekommen des Vertrages durch die Zustimmung der CorteS im höchsten Grade gefährdet. Im Jntereffe der Entwickelung unserer Handels- vertragSpolitik läge es daher, daß sich Deutschland bereit erklärte, die provisorischen Bestimmungen nach dem Muster deS schweizer, holländischen und schwedischen Vertrages für die UebergangSzeit anzunehmen. Xuilauö. — Der politische Mord, welchen die Ermordung deS Handschuhmachers Mrva in Prag durch czechische Fanatiker darstellt, belastet daS Schuldcomo der Jungczechen aus'S Neue in ernster Weise. Denn die sehr rasch ermittelten Thäter haben bei ihrer Vernehmung offen gestanden, daß die Rede deS JungczechenführerS Dr. Herold im Abgeordnetenhause, in welcher Herold den Mrva als einen Verräther an der czechischen Sache und einen Lockspitzel darstellte, in ihnen den Entschluß hervorgerufen habe, Mrva zu beseitigen. Dermuthlich ist jedoch der Unglückliche gar kein ,agent provo- cateur* gewesen, er scheint vielmehr den socialistisch- czechischen Geheimbünden „Omladina" und „baß unterirdische Prag" aus Ueberzeugung oder wenigstens infolge einer Neigung zum Abenteuerlichen angehört zu haben. Offenbar find aber diese geheimen Vereinigungen, die nicht nur bedenkliche politische Zwecke verfolgen, sondern auch geradezu einen anarchistischen Anstrich tragen, mit auf die Rechnung des wüsten, hetzerischen Treibens der Jungczechen zu setzen, und müffen daher die Führer der jungczechischen Gaffenpolitiker schließlich auch für die an Mrva begangene Unthat verantwortlich gemacht werden. Im Uebrigen dürste der sensattonelle Vorfall dazu beitragen, daß den Prager Geheimbünden behördlicherseits jetzt energisch zu Leibe gegangen wird, zumal die verhafteten Mörder Mrvas ausgesagt haben, daß die Omladina („Bund der Jugend") Anschläge auf hohe Persönlichkeiten vorbereite. Unter diesen Umständen ist es sehr wahrscheinlich, daß die Prager Ausnahmemaßregeln noch verschärft werden und vielleicht noch in anderen Bezirken Böhmens zur Anwendung gelangen. — Die Engländer haben in ihrem Feldzuge gegen die M a t a b e l e in S ü d a f r i k a just zur Jahreswende eine immerhin empfindliche Schlappe erlitten. Major Wilson, welcher mit seiner Abtheilung von der Hauptmacht des englischen CorpS abgeschnitten worden war, und der ihm mit 40 Mann zu Hilfe gesandte Hauptmann Borrow sind mit allen ihren Leuten von den Matabele niedergemetzelt worden. Jetzt wird den Engländern, wollen sie diese Scharte auswetzen, nichts übrig bleiben, als den Krieg gegen die Matabete trotz der eingetretenen ungünstigen Jahreszeit fortzusetzen. Neueste Wolffs telegraphisches Korrespondenz - Bureau. Angoulßme, 28. December. Der Befehlshaber der Gensdarmerie, der heute vernommen wurde, gab eine Schilderung der Vorgänge, die sich bei den Ruhestörungen in Aigues-Mortes abspielten. Die wüthende Menge habe trotz der Anstrengungen der Gensdarmen, es zu verhindern, die Häuser belagert, in die sich die in den Salinen beschäftigten italienischen Arbeiter geflüchtet hatten, und habe dort die Fenster und die Dächer zerstört. Als am anderen Tage die Gensdarmerie die italienischen Arbeiter nach Aigues- Mortes geleitete, habe eine bewaffnete Schaar die Italiener angegriffen, einige Verwundete seien mit Knütteln todtgeschlagen worden. Angouleme, 28. December. Der Angeklagte Buffat hat eingestanden, verwundete Italiener mit dem Knüttel geschlagen zu haben. Er führt Trunkenheit als Entschuldigung an. Athen, 28. December. Vergangene Nacht explodirten im Hause des Bankiers Syngros Dynamitpatronen. Der Thäter ist bisher nicht ermittelt. Die Stadt befindet sich in lebhafter Erregung. Deveschcn deS Bureau „Herold". Berlin, 28. December. Der Kaiser empfing heute Vormittag 9 Uhr den Reichskanzler, den Finanzminister und den CultuSminister, sodann den Kriegsminister und den Chef des Militärcabinets General v. Hahnke. — Der Finanz- Minister hat genehmigt, daß die Zinsscheine der Reichsanleihen künftig schon vor dem Einlösungstage, vom 21. des dem Fälligkeitstermin voraufgehenden Monats ab, auf Reichssteuern in Zahlung gegeben werden können. — Der CultuSminister hat sich dahin ausgesprochen, daß gegen die Be schäf tigung der Candidaten der Theologie an Volks- und Bürgerschulen, sofern die vorschriftsmäßige lehramtliche Prüfung abgelegt ist, keine Bedenken bestehen- dagegen sei es unzulässig, den Candidaten der Theologie, welche die Prüfung nicht bestanden haben, die Lehrthätigkeit an den Volks- und Bürgerschulen zu gestatten. — Die Ausnahmebestimmungen betreffs der Sonntagsruhe in den gewerblichen Anlagen werden nach Anhörung der beteiligten Gruppe 3 der Gewerbestatistik demnächst dem Bundesrathe zugehen. Zum Zweck der Entgegennahme diesbezüglicher Wünsche von Industriellen und Arbeitern wird die Gruppe 5 der Gewerbe- tatistik in der zweiten Hälfte des Januar in Berlin Conse- renzen abhalten. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Beschlüffe und den Text des Berichts der Börsenenquetecommission, welche s. Z. dem Reichskanzler, dem BundeSrath und Reichstag vorgelegt worden find. Berlin, 28. December. Zu dem gestern von einer hiesigen Correspondenz verbreiteten Dementi betreffs der Kanzler- risiS und betreffs der Meinungsverschiedenheiten zwischen Caprivi und dem preußischen Slaatsministerium wird von berufener Seite erklärt, daß eine Kanzlerkrisis überhaupt nie »estanden und daß der preußische Ministerpräsident niemals daran gedacht habe, sich in Gegensatz zur Politik des Königs j u setzen und daß das Staatsministerium die Reichspolitik des Reichskanzlers rückhaltlos unterstütze. — Am 12. Januar wird im Grünewald unter Theilnahme des Kaisers eine große Hofjagd abgehalten werden. DaS Elisabeth-Regiment wird zur Absperrung in den Grünewald befohlen werden. — Dem „Berl. Tagebl." wird auS Stuttgart gemeldet, daß aus dem gut verschloffenen Gewölbe eines Steinbruchs bei Dettingen 31 Pfund Dynamitbomben entwendet worden sind. Die Untersuchung ist eingeleitet, der Thäter bisher nicht ermittelt. Hannover, 28. December. Wie verlautet, hat der Regierungspräsident Graf Wilhelm Bismarck einen Drohbrief erhalten, in welchem ein Dynamitattentat auf sein HauS angekündigt wird. Die Wohnung deS Grafen wird infolge deffen polizeilich überwacht. Köln, 28. December. Der „Köln. Ztg." zufolge ist daS GouvernementSgebäude in Kamerun durch meuterische Polizeisoldaten auSgeplündert worden. Die Besatzung deS deutschen Kriegsschiffes „Hyäne" hat die erbeuteten Sachen zurückerobert. Man zählt mehrere lobte. Eisenach, 28. December. Der Großherzog ist unter starkem Fieber an der Influenza erkrankt. Obwohl er sich auf bem Wege der Genesung befindet, ist äußerste Schonung geboten, so daß ber Neujahrsempfang abgesagt würbe. Wien, 28. December. Heute Vormittag überreichte bic preußische Militardeputation dem Erzherzog Albrecht den Marschalls st ab. Mittags wurde dieselbe vom Kaiser empfangen. Wien, 28. December. Gestern wurde von einem geschloffenen österreichischen Gewerkschaftskongreß festgesetzt, daß künftig ArbeitSetnstellungen nur dann eintreten dürfen und unterstützt werden, wenn dieselben vorher der Centralleitung angezeigt und von letzterer gebilligt worden sind. Schließlich wurde eine Resolution betreffend ein energisches Eintreten für die Maifeier und eine Protestresolution gegen die Prager Ausnahmezustände angenommen. Budapest, 28. December. Der CleruS veranlaßte sieben kirchenfreundliche ungarische Großgrundbesitzer, daß sie auf Grund des Gesetze- unter Vorlegung ihrer Steuerquittungen die Aufnahme in die Magnatentafel verlangten. Man hofft in clericalen Kreisen, auf diese Weise die Wirkungen de- liberalen PairSschub ber Regierung aufzuheben. Lemberg, 28. December. Der Verkehr in Galizien und den benachbarten russischen Distncten ist infolge der großen Schneeverwehungen gänzlich unterbrochen. Die Höhe deS gefallenen Schnees reicht bis zu 2 Meter. Rom, 28. December. Bei der gestrigen Erstaufführung von Leoncavallos „Medici" im Constanzitheater wurde die Königin durch einen tactlosen Zwischenruf briUquirt. AIS die Königin in ihre Loge trat und vom Publikum ehrfurchtsvoll begrüßt wurde, rief ein stellenloser Kellner von der Gallerte herunter: Es lebe der SocialiSmuS- hoch die ermordeten Sicilianer. Rom, 28. December. lieber den Aufruhr in Val- guarnera verlautet, daß der Angriff nur gegen die Local- Verwaltung, nicht gegen die Staatsgewalt gerichtet gewesen sei. Eine große Zahl von Arbeitervereinen sandte Ergeben- heitS-Adrcffen an Crispi. Paris, 28. December. Die „Lanterne" meldet von einem verunglückten Attentat in der hiesigen Oper. Nach dem allerdings nicht ganz glaubwürdigen Blatte waren am Sonntag Abend die Tragketten des großen Kronleuchter- angesagt worben. Ein Herabstürzen be- LustreS hätte ein furchtbare- Blutbab im Parterre anrichten müffen. Petersburg, 28. December. In Moskau unb Kiew fanden neuerdings Verhaftungen von Studenten wegen angeblicher anarchistischer Umtriebe statt. Sofia, 28. December. Im Laufe des Januar soll ber Prozeß gegen bte Gebrüber Jwanoff wegen deS versuchten Attentates auf den Fürsten zur Verhandlung gelangen. totale# und provinzielle#. Metzen, 29. December 1898 ** Von ber Universität. Seine Königliche Hoheit ber Großherzog haben Allergnäbigst geruht: am 20. December ben charactertsirten außerordentlichen Professor Dr. Johann Baptist Braun in Gießen zum außerordentlichen Profeffor bei der juristischen Facultät der Landes • Universität zu ernennen. ** Der Etat ber Lande« Universität schließt in Ausgabe mit 766 980.— Mk. unb in Einnahme mit...... 212 400 — „ ast, so baß ein Staatszuschuß erforberlich wirb von jährlich....... 554 580.— Mk. ober 73 816 Mk. mehr als solcher in der Finanzperiode 1891/94 veranschlagt war. Die persönlichen Ausgaben sind zu inSgesammt 311 613.93 Mk. veranschlagt, die sachlichen zu ... . 455 766.07 „ Unter letzteren erscheinen die Kliniken mit folgenden Ziffern: A. Medicinische und Frauenklinik: a. Allgemeine Kosten.... 50000.— Mk. b. Medicinische Klinik ... 63 000.— „ c. Frauenklinik..... 53 000.— „ B. Chirurgische u. ophtalmologische Klinik: a. Allgemeine Kosten .... 36 500.— „ b. Chirurgische Klinik . . . 68 000.— „ c. Ophtalmologische Klinik . . 35 500.— „ C. Klinische Apotheke..... 9 000.— „ Zusammen 324 000.— Mk. Der Betrieb dieser Kliniken veranlaßt zum überwiegenden Theil jenes Mehrerfordermß von jährlich 73 816Mk. und ist deshalb, sodann aber auch mit Rücksicht darauf, daß an den Kliniken aller anderen deutschen Universitäten, insbesondere an der Klinik der Nachbar-Universität Marburg die Pfleggelder beträchtlich höher sind als in Gießen, in Aussicht genommen, mit Wirkung vom 1. April 1894 ab eine Erhöhung der bisherigen, im Verhältniß zu dem effectiven Kostenaufwand sehr geringen Pfleggeldsätze bezw. eine Neuregulierung dieser Sätze eintreten zu laffen. Die beabsichtigte anderweite Regulierung der Pfleggeldsätze, von der man eine Mehreinnahme von 33 590 Mk. zu erzielen hofft, soll jedoch zunächst nur versuchsweise eintreten und die Regierung ermächtigt sein, für. den Fall sich hierdurch eine wesentliche Abnahme der Kranken- zahl ergeben sollte, die bisherigen Sätze wieder in Wirksamkeit zu setzen. Den Directoren der Kliniken bleibt nach wie vor da- Recht Vorbehalten, in denjenigen Fällen Kranke unentgeltlich aufzunehmen, wo die Art der Erkrankung eine seltene und daher zur Jnstructton und Belehrung der Studierenden besonders geeignete ist. ** Postalisches. Am Sonntag den 31. December werden die Poftschalter für den Berkans von Poftwerthteichen wie an den Wochentagen geöffnet gehalten. Die Briefbestellung findet nach Bedürfniß gleichfalls wie an den Wochen, tagen statt. ** Der schon seit einigen Jahren dahier geplante Knabenhort konnte am 15. December d. I. eröffnet werden. Wie nothwendig die Einrichtung eines solchen ist, zeigt die an der Stadrknabenscdule gemachte Erhebung, nach welcher aus 765 Schüler 95 entfallen, deren Eltern den ganzen Tag des Broderwerbes wegen von zu Hause weg sind und ihre Zkinder ohne erziehliche Beaufsichtigung laffen müffen. Von den 95 Knaben nehmen 60 an den Wohlthaten des Hortes Theil, kommen sehr gerne zu demselben und füblen sich wohl darin. Dank der aus der P. Wilson-Stiftung überwiesenen 400 Mk. und Dank des Beitrags von 200 Mk. aus der hiesigen Sparkasse ist es möglich geworden, die Ausgaben vorläufig bestreiten zu können. Die Knaben versammeln sich während der schulfreien Zeit in dem Hort, woselbst sie unter der erziehlichen Beaufsichtigung eines Lehrers stehen. Nachdem die häuslichen Schularbeiten gefertigt sind, wird den Kindern um 4 Uhr ein Vesperbrod, bestebend aus einem Wasserweck (Taigscher) und einem halben Schoppen guter, abgekochter Milch, verabreicht, wofür die Eltern, denen die Zahlung nicht ganz und gar unmöglich ist, wöchentlich 20 Pfg. zu entrichten haben.^ Die weitere Zeit bis 6 Uhr Abends wird mit zwanglosen Spielen im Schulhofe, einem Spaziergange und bei ungünstiger Witterung mit Gesang, Vorlesen oder Erzählen entiprechender Geschichten oder mit Spielen in der Turnhalle ausgesüllt. Sollte das Bestehen des Horts, was dock sehr zu wünschen wäre, auch für die Zukunft gesichert sein, so ist, um nicht zu sehr die Erziehung zur Arbeit in den Hintergrund treten zu lassen, die Einführung des Handfertigkeits Unterrichts und des Gartenbaues beabsichtigt. Wir hoffen, gestützt auf den edlen und wohlthätigen Sinn unserer Mitbürger, daß dieser zum Segen der Schule, des Elternhauses und der Gemeinde eingerichtete Knabenhort auch fernerhin bestehen bleiben und immer mehr und mehr lebenskräftiger werden möge! -y- Hessischer Fechtverband „Waiseufchutz". Die am Mittwoch auf Lonys Bierkeller veranstaltete Weihnachtsfeier mit Verloosung nahm einen sehr würdigen Verlauf. Nach erfolgter Ansprache des ersten Vorsitzenden, Herrn Polizeisecretär Roth, sorgte der Zitherverein „Alpenröschen" in anerkennender und uneigennützigster Weise für musikalische Unterhaltung. Einzelne Nummern, welche namentlich großen Beifall ernteten, mußten auf allgemeinen Wunsch wiederholt werden. Nach Beendigung der Ausloosung beschloß ein Tänzchen das schöne Fest erst am frühen Morgen. Das Resultat der Ausloosung ist folgendes: 4 (48), 5 (63), 7 (9), 19 (108), 23 ((5), 43 (8), 47 (95), 48 (52), 49 (70), 52 (45), 54 (100, 55 (51), 57 (90), 59 (91), 63 (106), 64 (38), 66 (107), 69 (102), 70 (110), 81 (83), 85 (99), 97 (7), 99 (16), 110 (64). 112 (21), 125 (1), 132 (11), 134 (111),j 139 (112), 145 (56), 146 (32), 153 (47), 158 (76), 160 (103), 161 (4), 166 (18), 175 (86), 177 (42), 180 (68), 183 (25), 184 (80), 195 (69), 202 (31), 207 (65), 208 (94), 220 (72), 221 (2), 225 (54), 226 (85), 241 (71), 248 (84), 250 (53), 253 (67), 262 (41), 268 (88), 270 (22), 271 (34), 279 (98), 282 (29), 283 (113), 293 (87), 302 (27), 305 (74), 319 (33), 320 (20), 330 (77), 332 (9), 335 (79), 338 (60), 339 (50), 340 (61), 344 (101), 347 (58), 348 (55), 350 (78), 352 (57), 353 (19), 354 (36), 358 (13), 366 (43), 373 (66), 376 (40), 379 (75), 386 (104), 390 (10), 394 (96), 395 (59), 399 (17), 401 (49), 404 (28), 407 (24), 424 (73), 435 (14), 440 (44), 442 (92), 451 (46), 452 (12), 459 (37), 464 (3), 465 (39), 467 (62), 468 (35), 473 (82), 474 (81), 481 (15), 484 (97), 486 (26), 490 (105), 491 (30), 494 (93), 498 (109), 499 (89), 500 (23). Die eingeklammerten Zahlen bedeuten die Gewinnnummern, die anderen die Loosnummern. Die Gewinner werden ersucht, die Gewinne innerhalb acht Tagen bei Geschwister Aron, Seltersweg, abzuholen. Bis dahin nicht eingelöste Gewinne verfallen der Verbandskasse. ** Neojahrsgratulalionskarteu, die in offenem Briefumschlag als Drucksachen für 3 Pfennige von der Post befördert werden sollen, dürfen nach § 15 der Postordnung die Anfangsbuchstaben der üblichen Gratulationsformen, außerdem Ort und Tag der Uebersendung schriftlich enthalten. Es können also außer dem gedruckten Namen des Absenders auf die Karten Bemerkungen, wie „U. G. z. m.", „H. Gl.", ,/p. f-"/ „H. Gl. z. n. I." und außerdem „Gießen, 31. December 1893", oder „Gießen, 31. 12. 93." geschrieben werden. Da diese Bestimmung nicht allgemein bekannt ist, machen wir ausdrücklich auf sie aufmerksam. O Ruppertenrod, 28. December. Wie alljährlich, so wurden auch am diesjährigen Weihnachtsfeste 18 Ortsarme mit einer Weihnachtsgabe, bestehend in Lebensmitteln und baarem Gelbe, bedacht. Der Grund zu dieser wohl- thätigen Stiftung wurde vor einigen Jahren durch ein hochherziges Vermächtniß des früheren Postoerwalters Philipp i und eines Herrn Allen do rf aus Gebstädt (Thüringen), dessen Sohn auf hiesigem Friedhöfe beerdigt liegt, gelegt. Dieser Sohn befand sich damals mit seiner Schwadron auf dem Durchmärsche in hiesigem Quartier. Ein unglücklicher Hufschlag des Pferdes seines Lieutenants traf ihn dergestalt, daß er bald darauf verschied. Alljährlich macht der Vater die weite Reise, um das Grab seines einzigen Sohnes mit frischen Blumenkränzen zu schmücken. Das Entgegenkommen der Gemeinde veranlaßte den Vater neben anderen hochherzigen Zuwendungen eine solche als Grundkapital zu besagtem Zwecke zu verwilligen. Die Zinsen aus beiden Vermächtnissen, welche noch durch in Gaftwirthschaften befindliche Sammelbüchsen, sowie auch durch Sühnebeträge, geleistet bei Beilegung von Bagatellsachen auf dem Ortsgerichtsbüreau, vermehrt werden, dienen nun dazu, alljährlich den Ortsarmen am Weihnachtsfeste eine Freude durch passende Gaben zu bereiten. i Babenhausen, 27. December. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich heute Vormittag um 8 Uhr auf hiesiger Bahnstation, indem einem Schaffner des Schnellzuges Nr. 64 das linke Bein unterhalb des Knies abgefahren wurde. Der Unglückliche war unmittelbar nach dem Abfahren des Zuges, etwa 100 Meter von der Station entfernt, vom Trittbrette gestürzt und kam auf diese Weise unter die Räder. Das Bahnpersonal trug den unglücklichen Mann, der sich vor Schmerz auf den Schienen wälzte und überlaut um Hilfe schrie, nach einem der Wartesäle, wo der rasch herbeigeeilte Bahnarzt, Dr. Michel hier, einen Noth- verband anlegte und die Blutung stillte- das Glied war morsch abgefahren und hing nur noch an der Haut. Der Unglückliche heißt Stahl aus Damm bei Aschaffenburg und 'ft ein lediger Mann von 24 Jahren. Nach Anlegung des Nothverbandes wurde Stahl ein weiches Lagerbett in einem Bahnwagen bereitet und unter Bewachung mit dem bereit- stehenden Güterzug nach Aschaffenburg verbracht und in bas dortige Spital ausgenommen. Dermifd^tcs, * Frankfurt, 27. December. Der seit 6 i/z Jahren von hier flüchtige Bankier Sch wahn, früher Inhaber des Bankhauses Joh. Thom. Schwahn Sohn, ist, wie jetzt nicht mehr außer Zweifel steht, in Johannesburg, Transvaal, verhaftet worden. Ein dort ansässiger Frankfurter, der ihn erkannte, berichtete darüber in mehreren Privatbriefen hierher, wodurch der Aufenthalt Schwahns zur Kenntniß mehre-er Gläubiger und indirect auch des Gerichts kam, das seine Verhaftung veranlaßte. Da der Verhaftete jedoch seine Identität m t Schwahn >n Abrede stellt, so wird sich zur Fest stellung derselben auf Veranlassung des Untersuchungsrichters morgen ein ehemaliger Beamter des Schwahn'schen Bankhauses von hier nach Transvaal begeben. Der Auslieferung des Schwahn dürften alsdann kaum noch Schwierigkeiten im Wege stehen. Ms. Witzenhauseu, 28. December. Ein Zuchthäusler verbrannt. Durch eigene Schuld verbrannt und erstickt ist ein gefährlicher Verbrecher in der Zelle des Amtsgerichts Großalmerode. Der Strolch war von der Polizei wegen eines abermaligen Verbrechens gefaßt und einqesperrt worden, nachdem er wiederholt im Zuchthause gesessen hat. Dem Menschen war es nun wohl darum zu thun, auf irgend eine Weise zu entspringen. Er legte deshalb Feuer in seiner Zelle an, sicherlich in der Absicht, in der allgemeinen Verwirrung zu entkommen. Indessen, bis man durch die nach außen schlagenden Flammen, Rauch 2c. das Feuer merkte und öffnete, war es zu spät, der Gefangene war bereits erstickt und verbrannt. Er hatte zwecks Legen des Brandes die Ofenvlatte losgeschraubt und dann mit Stroh aus dem Bette das Feuer angezündet, sich aber damit nur seinen eigenen Scheiterhaufen zurecht gemacht, auf dem er lebendig verbrannte. * Von einer systematischen Beraubung der Poftbriefkasteu wird aus Hannover berichtet: In den letzten Wochen sind bei den dortigen Postbehörden zahlreiche Anzeigen über Verschwinden von Briefen eingegangen, welche dort aufaegeben, aber an ihre Bestimmungsorte nicht gelangt waren. Längere Beobachtungen durch die Criminalpolizei haben nunmehr zur Entdeckung einer vollständig orgawsirten Diebesbande geführt, welche planmäßig allabendlich Briefkästen verschiedener Stadt- theile ausgeplündert hat. Die Thäter, sämmtlich noch in jugendlichem Alter stehend und ausnahmslos als Laufburschen angestellt, haben die Briefkasten theils mittelst Nachschlüssels geöffnet und geleert, theils haben sie die Briefe durch die Einwurfsöffnung herausgezogen. Sie haben sich hauptsächlich an solche Kasten herangemacht, welche in der Geschäftsgegend der Stadt liegen und deshalb gewöhnlich hoch gefüllt waren. Die Plünderungen sind gewöhnlich an den frühen Abendstunden vorgenommen worden, wobei bis 40 und mehr Briefe gestohlen wurden. Letztere wurden geöffnet und, wenn der Inhalt keinen Geldeswerth hatte, der Marken beraubt. Diese klebten die Diebe dann auf diejenigen Briefe, die sie von ihren Geschäftsherren zur Besorgung erhielten, während sie das empfangene Portogeld in ihre Taschen wandern ließen. Fünf der Thäter sind festgenommen. * Kiel, 28. December. Wegen Unregelmäßigkeit mit Fleischlieferanten hat heute der Marine-Zahlmeister-Aspirant Compart einen Selbstmordversuch begangen. Die Kugel verfehlte ihr Ziel und drang ihm in die Augen. * Oldenburg, 28. December. Bei Blexen sind durch Kentern eines Bootes drei Arbeiter ertrunken. Einer davon hinterläßt neun Kinder. • Posen, 28. December. Große Aufregung verursacht hier die Verhaftung des Maurers Walieski, welcher, um seine vier Kinder zu tödten, denselben mit Gewalt Brenn- spiritus in den Hals goß. Die Kinder haben schwere Verletzungen davongetragen. * Leipzig, 27. December. Biel besprochen wird neuerdings in unserer Stadt eine Scandalgeschichte, über welche die „Leipz. Gerichtsztg." Folgendes zu melden weiß: Im Laufe dieses Jahres wurde bei dem hiesigen Polizeiamt ein vormaliger Sttaßburger Offizier St., der Sohn des Bürgermeisters in einer thüringischen Stadt, als Polizeilieutenant angestellt, obwohl er in Straßburg in kurzer Zeit eine horrende Summe, man spricht von 80,000 Mk., durchgebracht haben soll. Jetzt hat dieser Polizeilieutenant auch unserem Leipzig den Rücken gekehrt, um seinen Gläubigern zu entgehen, denn auch hier hat er angeblich innerhalb weniger Monate eine Schuldenlast, von 10,000 Mk. angehäuft. Angepumpt hat er nach der „Gerichtsztg." alle Welt, wer ihm nur immer unter die Hände kam, u. A. auch einen Kegeljungen. Nach seinem Verschwinden fand man in seiner Wohnung bei Oeffnung eines Schreibpultes eine große Menge von Klagen und Zahlungsbefehlen. All das viele Geld soll der Herr Polizeilieutenant im Dienste der Liebe verpraßt haben. Neben einer Invalidenrente von jährlich 1080 Mk., die er in Folge einer Verunglückung beim Radfahren erhielt, bezog der noch jugendliche Herr Lieutenant ein Jahresgehalt von ca. 3000 Mk. • Nürnberg, 28. December. Auf dem Bahnhofe Lichten- fels wurde der OberstationSmeister Wentzel von einem Bahnzuge üb erfahren und sofort getöbtet. * Ludwigshafen, 28. December. Auf dem Schifferstadter Babnhofe ist in der letzten Nacht eine Postcassette mit 11 000 Mk. Inhalt gestohlen worden. Der Thäter ist unbekannt. * Wien, 28. December. Am 25. December unternahmen drei Wiener Touristen, der AdvocaturSconcipient Dr. Ludwig Kohn, Piez und Dr. Passauer einen Ausflug nach Heiligenblut zum Aufstieg auf den Großglockner. Heute wurde auf dem Großglockner pr. Kohn von Bergführern alS Leiche aufgefunden- die beiden anderen Touristen, die zweifellos gleichfalls infolge des Schneesturmes ihren Tod fanden, konnten bisher nicht oufgefunden werden. * Die erste Haremsiirztin ist in Konstantin opel zu- gelassen worden. Man meldet hierüber auS Stambul: Ein Decret des türkischen Ministers des Innern gestattet der amerikanischen Frauenärztin Dr. Miß Mary Pearson-Eddy, hier zu practiziren. DaS Fränlein Doctor wurde auch schon in den kaifersschen Harem gerufen. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen. 51. Woche. Vom 17. December bis 23. December 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 36,96°/«bezw. 19,71 nachAuSschl. der Ortsfremden Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: hn vom Diphtheritis 6 (5) Lungentuberkulose 1 Acute Miliartuberkulose 1 Entzündliche Erkrank- ungenderAthmungs- Organe, davon ein SterbfallanInfluenza 2 Gehirnschlagfluß 1 (1) Acute Entzündung des Herzens 1 Darmcatmrh 1 Lebensschwäche 1 (1) Neubildung 1 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: 6 (5) 1 — — 1 — 2 — 1 (1) 1 — — 1 - 1 (1) Summa: 15 (7) 6 (1) 3 (1) 6 (5) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von auSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. kirchliche Anzeigern der Stadt Gietzen. Soaugelifche Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 31. December: An der «tadttirche. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrverwalter Dr, Grein. Nachmittags 5 Uhr: Sylvesterandacht Pfarrer Schlosser. Montag den 1. Januar 1894, Neujahrstag: Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein- Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Collecte für die Armen. Bibelstunde im Turnsaale der Stadtknabenschule: Donnerstag den 4. Januar, Abends 8 Uhr: Pfarroerwalter vr. Grein. (Das Gleichniß vom Senfkorn und vom Sauerteig). Matth- 13, 31—36). Sonntag den 7 Januar wird im Abendgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für die Markus gemeinde gehalten, wozu unter anderen auch die Neuconfirmtrlen aus der Markus- gemeindeeingeladen werden Anmeldungen dazu werden Samstag den 6 Januar, Vormittags zwischen 11 und 1 Uhr, in der Wohnung des Pfarrers, und vor der Abendmahlsfeter selbst von 4‘/e Uhr an in der Sacristei entgegengenommen. Zn der JohanneSktrche. Sonntag nach Weihnachten, 31. December: Vormittags 9>/r Uhr: Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Syloeftergottesdienst. Pfarrer Dr. Naumann. Neujahr, 1. Januar 1894: Vormittags 9‘/s Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittagsgottesdienst fällt aus. Collecte für die Armen. Am Sonntag den 7. Januar findet im Abendgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl statt für die Lukas- gemeinde- Am Sonntag den 14. Januar desgleichen für die Johannesgemeinde. Im neuen Jahre soll auch in der JohanneSktrche Kindergottesdienst abwechselnd für die LukaS- und die Johannesgemeinde gehalten werden. Am Sonntag den 7. Januar, Vormittags 11 Uhr, findet Kinderktrche statt für die Johannesgemeinde, am Sonntag darauf für die Lukasgemeinde. Nähere Mittheilung bleibt Vorbehalten Katholische Gemeinde. Sonntag den 31. Decembe r: SamStag: Nachmittags um 4V> Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte- Sonntag: Vormittags von 6‘/i Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6>/i Uhr erste hl. Messe; um 71/« Uhr AuStheilung der hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl- Messe; um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 4V» Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte; Nachmittags um 5Vs Uhr Sylvester-Andacht; Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte. Anmerkung: Die Predigt, welche sonst am Sylvester-Abend gehalten wurde, wird des Morgens im Hochamt gehalten. Montag den 1. Januar, Neujahr, Fest derBeschnei- dung Christi. Vormittags von 6Vs Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6Vs Uhr erste hl- Messe; um 7Vs Uhr Austheilung der hl- Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; MilitärgotteSdtenst mit Predigt; um 9Vs Uhr Hochamt; Nachmittags um 5Vs Uhr Festandacht mit Segen. Gottesdienst in der Synagoge. Siamstag den 30. December: Vorabend 4« Uhr, Morgens 9« Uhr, Nachmittags 3« Uhr, Sabbathausgang 5ie Uhr. aller genehmigten Lotterien stets vorräthig. Prompt. Ueber- send.d. Gewinn!. Albin Gretscher,Gießen,Wallthorstr-2. sE SS Gänzlicher Ausverkauf. 5 Wegen Ueb er nähme eines anderen Unternehmens in München bin ich gezwungen, mein Lager in kürzester Zeit zu räumen und verkaufe: Herren-Anzüge, Ueberzieher, Havelocks, Knaben Anzüge, Hosen, Röcke, Joppen, Westen u. s. w. Ferner: Damen Mäntel, Jaguets und Kindermäntel, sowie Tuche, Buxkins und reinwollene Kleiderstoffe zu unglaublich billigen Preisen. Mein Lager soll und muss geräumt werden, da ich mein neues Unternehmen baldigst übernehme. [WM9 J. Klipstein, Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt. Der Voranschlag der Gemeinde Garbcnteich für das Rechnungsjahr 1894/95 ift vom 29. December d. I. auf dem Bureau Gr. Bürgermeisterei 8 Tage lang zur Einsicht aller Interessenten offen gelegt worden. Garb ent eich, am 27. December 1893. Grobherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. 10491 Holzversteigerung. Dienstag, den 9. Januar k. I. werden aus dem District Zellenrod 44a versteigert: 96 Kiefernstämme von 17—41 cm Durchm., 3—15 rn Länge mit 37,54 foi, 2 Fichtenstämme von 25—32 cm Durchm., 8—14 m Länge mit 1,52 fm, 2 Lärchenstämme von 25—26 cm Durchm., 7 m Länge mit 0,71 fm. Eichen: 10 rm Scheiter, 2 rrn Knüppel, 150 Wellen, 9 rm Stöcke. Nadel: 323,4 rm Scheiter, 262,3 rm Knüppel (hiervon 120 rm in Schichten von 3 m Länge), 3530 Wellen, 99 rm Stöcke. Weichholz: 110 Wellen. Zusammenkunft Morgens 9f/2 Uhr auf der Kreisstraße Gießen «Haufen an der Knickschneise. Nähere Auskunft ertheilt Grotzh. Forstwart Schlag zu Baumgarten. Die mit einem blauen Kreuz bezeichneten Stämme kommen nicht zur Versteigerung. Mittags gegen 12 Uhr kommen 148 Stück Düngersäcke in Loosen von je 5 Stück zum Ausgebot. Gießen, den 28. December 1893. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. 10490 10504J Ein neuer Wagen. für Oeconomie- und sonstiges Fub'we k taug lich, billig zu verkaufen bei Schmied Weimer In Daubringen Dermietyungen. 10601] Ludwtgsstraße 32: mittlerer Stock, besteh, aus 8 Zimmern, Badeztm. u. s. w, auf 1 April zu oermiethen. Näheres Bahnhofstraße 26.__________ 10458] Schön möblirtes Zimmer zu oermiethen. Weidengasse 1 III, Ecke Neuen Bäue. Vermischte Anzeigen. Verein Amicitia. SamStag den 30. December 1898, Abends 9 Ubr: Anfferordeuutlichr (General- Versammlung im Vereinslocale. Tagesordnung: Maskenball Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 10499__Der Borstan ö -•?.<ßronrrti Krisch. Heute Lamdtagr WM Metzelsuppe VormtttagSr Äv Wellfleisch 'S ladet ergebenst ein 104 -7) A. Arnold. 105t 0 «orallenbroche verlöre«. Abzug, ge« Belohn. Löberttraße 5, II. Um stille Theilnahme bitten Die Beerdigung findet Sonnabend Nachmittag 2 Uhr, in Meiderich vom Sterbehause, Marktstrasse 43, aus statt. 10495 Familie Weihbälter. Keisgeöottnes. Gießen, 29. December 1893. [10503 < Arbeit H. Rübaamen 3MET* Auch werden dieselben narb Auswahl der Stoffe n* Maaß angefertigt. 8641 I a Verkäuf. thät. war, s auf fof. Stell., einer! w. Br. Zu erfr. Seltersweg 46. 100.20 5o/o liti. Rente 8916 Wallach. [10494 Profestor »ehaghel, Bahnhofstraße 71. Radfahr-V er ein 110.53 104961 Wildprethändler C?bel per 100 St. JL 6.—. i0498 in 1, 4.16 Rust. Imperiale» Dollar- in (Hold 4.19 172 70 128 70 13 30 LIS 60 280.62 84 70 94 78 20 18 4i) 3JbO 88 87 369 25 2t 0b7 151.5 > 108.00 7( 60 85.95 8% Portugiesen 100.20 4<>/g Griech. Monopol-Anl. fMC 9.60 fL 20 32 16.66 •*:> 9.55 20.28 1668 G. D. Gebauer «achf. Franz Eyferbeck LelterSw«« 67. Bomb. L^B^Act. Buschtherader Elblhal-Bahn-Act. Gotthard-Bohn-Lei. Schweizer Nordost.-B^Act. Mainier E^B.-Act. Marienburger Zimmer 10173 mit Pension in der Nähe des Selterdwegtz gef Offert, nehmen entg. Gebe. Scheel. Heute früh entschlief sanft nach kurzem Leiden unser innigst- geliebter unvergesslicher Vater, Schwiegervater und Grossvater ohenzollern-Mantel, Kavelok* mit voller Pellerine, Paletots mit abknöpfbarer Pellerine, Schlafröcke in großer Auswahl, Hau*- und .Jagd-Joppen, Gummi* stoflf-Regen-JIäntel empfiehlt in gutem Sitz und solid r Kopfweh, Appetitlosigkeit hochgeschätztes 10492) (gesucht wird auf sofort eine Linderungsmittel | sehr gewandte Köchin, die Hausarbeit Zu Indien in Gleesen bei Hm. 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