fr. " fr““’9 be« 2- W^äue 22( |n!ft ”'*■ 6. r^äbii. Wüst |n tz-j. prW; Fttt® Lw* ta Bt I M'feaS p *W(offen J‘ frei „ pt: turch i,i A^err, Pferk au-b« ^er ^rch Huf. M K- xt öu Basier und Fehler, welche sich. Zu jeder Zeit * i. egel l°/o dtt $efc hue Nachschm^wd erbe 6%, rnehmungen 5% iem SBetriebt unb toi %• MM W w Mze Wech der lennahme von $err tnten iß ber link: zstirollk Ue»»en ü * jnfohleD - j jj Giesst der NM- ® Carton ! X 24 c®' r.^nen) jarton S 'V . • ' L" . - ' iß. 2.10» w n® inses^ Itr für Mnhik riss, BsM ’ner’s ihwediscie Beil- ige-Ksreo dlunff. Auch BehanM lemittelte frei. R hur KaF. MeV -E Jilla Höptner“ nteftt m!> yfüni tarnen u. JhttM- HuhlltM »ßes LM ® leefrW« ität empfiehlt j Nr. 282 Erstes Blatt. Donnerstag den 30. November 1893 Meßmer Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Der Mtw >«ieifer «scheint tigltch, , Wtt lulnal)mt bet Rontaftl. । DN «teßener * yeetHtelfitlct »»erben bem Inzeiger tätlich dreimal Wiegt. Siertd|i>rtgrr JHexxrmeetsytti» r 9 Mark 20 Piß et* vnngerlohn. Durch die Poy degAGE 2 Mark bO Wg. Redacnon, ExpebNia» und Druckerei: >4-rir<|« »t.T Aernlkxechn 61 2lintr- unb Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. ■ neeleie von Anzeigen zu der Rochmittagß für ben ^w*4-e#d**f***. Alle Unnoncen-Bureaux bet In. und luifenbti nehm« Mienbm Da, erschnnenden «immer bis vor«. 10 Ufr. @T bei der zeitlichen Ein- 1 theilung der Arbeiten wesentlich darauf Rücksicht genommen werde, daß die Arbeiter dauernd für da- ganze Jahr hindurch beschäftigt und in Zetten der Arbeitslosigkeit nicht Verminderung, sondern, soweit irgend möglich, Vermehrung der Arbeiterzahl erfolge. Berlin, 28. November. Unter den für den Herrn Reichskanzler Grafen v. Caprivi bestimmten Eingängen, welche in dem Dtenstzimmer deS Adjutanten, Wilhelmstraße 77, abgegeben werden, befand sich am Sonntag den 26. d. M. ein Brief aus Orleans, datirt 23. 11. 1893, nebst einem dazu gehörigen Kästchen in der Größe eines Visitenkarten- Cartons. Major Ebmeyer, welcher mit der Durchsicht der für den Reichskanzler eintreffenden Sendungen rc. beauftragt ist, öffnete zunächst den Brief, welcher den Inhalt jenes Kästchens als „un echantillon de graines de radia d’une espece etonnante“ bezeichnete. Bei dem weiteren Versuch des Majors Ebmeyer, das Kästchen mittelst eines Taschenmessers zu öffnen, hatte derselbe das Glück, daß ihm auS den Fugen des zunächst nur leicht augehobenen Holzdeckels von dem angeblichen RadieSchen-Samen einige Körner in die Hand fielen, welche er bei näherer Untersuchung unschwer als Schießpulver feststellen konnte. Der hierdurch erweckte Verdacht, eine Höllenmaschine vor sich zu haben, sand durch die unter Zuhülfenahme der Polizei sofort eingeleitete Untersuchung vollste Bestätigung. Nur dem glücklichen Umstande, durch das der Schachtel entfallende lose Pulver auf die drohende Gefahr aufmerksam gemacht worden zu sein, ist es zu verdanken, daß eine Katastrophe vermieden worden ist, welche um so beklagenswerther hätte werden können, als zu jener Zeit sich der Adjutant nicht allein in seinem Dienst- zimmer befand. — Der Reichsetat für 1894/95 weist einen Fehlbetrag von 70 Millionen Mark auf, welcher eine Herabminderung um ca. 35 Millionen Mark erfahren würde, sofern sich der Reichstag zur Bewilligung der Kosten der Heeres- vorlage durch Vermehrung der Reichseinnahmen und Steigerung der Matricularbetträge verstehen sollte. — Die Annahme, daß die Reichsweinsteuer- Vorlage im BundeSrathe im Gegensätze zu den beiden anderen Steuervorlagen keine einzeilige Billigung gefunden habe, bestätigt sich. Es haben sich gegen den Entwurf, selbst nach den Veränderungen desselben durch die Vorberathung in den Ausschüssen, die Vertreter Württembergs, Bavens, Hessen-, Hamburgs und von Reuß ä. L. erklärt, das Wetnsteuergesetz ist demnach dem Reichstage aus dem Bundesrathe nur als Mehrheitsvorlage zugegangen. Einigermaßen gespannt darf man bei dieser Sachlage darauf sein, wie sich bei den Weinsteuerdebatten des Reichstages die Vertreter der Reichsregierung und der preußischen Regierung mit den Finanzministern der drei genannten süddeutschen Staaten auseinaudersetzen werden. Posen, 27. November. In den Provinzen Posen, Ost- und Westpreußen greift die Influenza immer mehr um sich- die Zahl der Kranken wächst in erschreckender Weise. In den industriellen Etablissements ist der vierte Theil der Arbeiter ausständig. Köln, 27. November. Gegenüber den Blättermeldungen, welche den apostolischen Stuhl in scharfen Gegensatz zum Dreibunde bringen, constattrt die „Kölnische VolkS- Zeitung", daß in mehreren, langen Unterredungen, welche ein bekannter süddeutscher Parlamentarier mit dem StaatS- secretär Rampolli hatte, Seitens deS Letzteren die mit allem Nachdruck und aller Bestimmtheit gemachte Erklärung gefallen ist, daß der Papst niemals an eine gewaltsame Wiederherstellung der früheren Zustände gedacht und darum auch stets abgelehnt habe, sich in eine der politischen Gruppirungen hinetziMen zu lassen. Ausland. Olten, 27. November. Auf dem schweizerischen socialdemokratischen Parteitag ist beschlossen worden, daS Recht auf Arbeit zu proclamiren, gleichzeitig die Initiative zur unentgeltlichen Krankenpflege zu unterstützen. Der ehemalige Staatsanwalt Fuerholz wurde zum Präsidenten gewählt, Solothurn als Vorort bestimmt. Die Ausländer wurden einstimmig von der Partei ausgeschlossen. Wien, 27. November. Die Entscheidung des Kaisers betreffs Bildung eines eigenen ungarischen Ho sh alte- ruft in allen Kreisen, selbst in oppositionellen, ungethellte Freude hervor. Die Position deS Ministerpräsidenten Wekerle ist dadurch wesentlich verstärkt. Prag, 27. November. Auf der czechisichen Universität >kam eS in den letzten Tagen bei der Jmmatricu- lation zu sc an dalösen Scene n. Der altczechssche Student Pavlonsek ist von wehren jungczechischen Studenten so schwer verletzt worden, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Da trotz aller gütlichen' VermittelungSversuchc die Ruhe nicht hergestellt werden konnte, mußte die Polizei in energischer Weise entschreiten. Kopenhagen, 27. November. Scharlachfieber und Influenza greifen nach den vorwöchentlichen Anmeldungen der Aerzte in der Hauptstadt um sich; die Anzahl der Erkrankungsfälle an Influenza betrug 86, während an Scharlachfieber 133 Personen erkrankten und 5 starben. Sofia, 27. November. Die Leich enfeier für den verstorbenen Grafen Hartenau hat gestern in überaus glänzender 'und ergreifender Weise statrgefunden. Eine ungeheure Menschenmenge säumte die Straßen ein, welche der Leichcnzug passiren mußte. Die meisten Häuser waren mit schwarzen Draperien versehen und allgemein härte man Aeußerungen der Trauer über den frühen Tod des Heimgegangenen. Deutscher Reichstag. 7. Sitzung. Dienstag ben 28. November 1893. Am BundeSrathstische: Reichskanzler Gras v. Caprivi, StaatSsecretäre Graf PosabowSky und Hollmann, Minister Dr. Miquel und Gmeral Bronsart v. Schellendors. Eingegangen:' Gesetzentwurf betr. den Schutz der Maaren- zeichnungm. Die erste Lesung des Etats für 1894/95 wird fortgesetzt. Finanzminister Dr. Miquel hall eS für angezetgt, über ble Gesichtspunkte, von denen sich die Regierung bet ihren Deckungsvorschlägen leiten läßt, Mittheilung zu machen, nachdem di« DeckungS- vorschläae in der bisherigen Debatte behandell worden sind. Einer Reichs-Einkommensteuer stehen gesetzliche Bedenken nicht entgegen, trotzdem halte ich die Einführung einer solchen für unzulässia und undurchsübrbar. Man würde damit in die Selbstständigkeit der einzelnen Staaten in einer Weise eingreifen, welche von dieser Selbst- stSndiftkett wenig übrig lasten, mit dem Geiste der Verfassung und des FörderalismuS im Widerspruch stehen würde. Die Etnzelftaaten sind auf die birecten Steuern angewiesen; will man ihnen diese Einnahmequelle verschließen, woher sollen sie dann die Mittel nehmen, um ihre verfassungsmäßigen und culturellen Ausgaben zu erfüllen? Die dtrecte Steuer ist eine Zwangssteuer, mährend man sich der indtreclen Steuer aus Genußmtttel entziehen kann. Ist eS nicht viel härter, einen Familienvater zur Entrichtung einer birecten Steuer zu zwingen, als wenn ein junger Mensch infolge der indirecten Steuern sich veranlaßt findet, anstatt fünf Cigärren nur vier zu rauchen? Der Wein ist in bem weitaus größten Theil« Deutschlands Getränk der Wohlhabenden und die Stimmung im Reichstage ging doch dabtn, daß namentlich die Genußmtttel der wohlhabenden Klassen getroffen werden sollen. Einer Wehrsteuer, die sich allerdings in Volksversammlungen leicht angreifen lasse, stehen ganz erhebliche Schwierig- letlen entgegen. Das Reich bedürfte zu ihrer Erhebung eine» großen Apparats, der um so größer sein müßte, als man dieselbe nicht in her Form einer Kopfsteuer erheben wollte. Der Regierung bleibe nach Lage der Sache nichts anderes übrig, als die Deckung auf dem Wege der indirecten Stenern zu suchen. Eine Erbschaftssteuer, die auch von Asbendenten und DeScendmlen erhoben würde — und um eine solche könnte es sich bei einer Reichs-Erbschaftssteuer nur handeln, da die Etnzelstaäten für die anderen Fälle schon Erbschaftssteuer J baden — würde bet den in Deutschland bestehenden Verhältnissen die drückendste Steuer sein. Durch daS Ableben der Eltern verschlechtert sich in ber Regel ble Lage ber Rtnber. Eiste NeichS-ErbschastSsteuer, bk nur 40 Millionen bringen solle, müßte bet ihrer Erhebung von Eltern, Kinbern und Ehegatten schon 2 Procent betragen. DaS heutige Tabaksteuersystem erschwert die Entwickelung des Tabakbaues unb ber Tabakindustrie, die vorgeschlaaene Werthsteuer macht dm Tabakbau frei unb beschränkt den Consurn nicht so, wie die jetzige, ich möchte sagm, brutale, GewichtSsteuer. Wenn ber Bebarf eines Laubes so gestiegm ist unb so steigen mußte, als bei uns, wenn nothwendtge LebenSmilttl befeuert werden müssen, glauben Sie, baß Sie es bann bet 1 Mark Stea« pro' Kopf auf ein Genußmtttel wie bet Tabak bewmden lassen tönnen, während Frankreich 7, England 5 Mark pro Kopf davon beziehm? Der RetchStaa ist verantwortlich für bie Finanzen des Reiches wie für die gedeihliche Entwickelung des Reiches unb ber Bundesstaaten, ebenso verantwortlich wie ber Bunbesrath. (Beifall rechts.) Abg. Richter (stets.): Die bem Kaiser auf seinen Reisen dar- gebrachten Ooationm galten nicht einer einzelnen politischen Streitfrage, sonbern sie galten bem Repräsentanten bes beutschen Gemein- wesmS. Man sollte sich gerade in heutiger Zett hüten, den monarchi- schm Gedanken im Volke herabzudrückm. Der Kriegsminister schien gestern anbeutm zu wollen, daß bem Reichstage bie Vorgänge in ber Armee nichts angtngen. Die Armee geht ben Reichstag sehr viel an, finanziell sogar mehr, als uns Heb ist. Es erregt ble öffentliche Meinung, wmn sie steht, daß Offiziere, bie sich mit bem Abschaum der Wucherer unb Falschspieler gemein machen, gerabe solchen OffiziercorpS angebören, welche am exclufivsten sind. So lange ber Staat mit feiner Lotterie mit schlechtem Beispiele vorangeht unb bemoraUftrenb wirkt, kann man sich über ble Zunahme bet Spielsucht nicht wundern, umso roentger, wenn man sicht, welcher Duldung sich ber Totalisator erfreut. Der Ftnanzmtntster meint, ble Beschaffung von 100 Millionen Mark neuer Steuern sei nothwenbtg, denn wie käme sonst bie Regierung dazu, sich dem Kreuzfeuer der Interessenten auszusetzm. Ran da« Kreuzfeuer geht vorüber- wenn der Reichstag bie neuen Steuern bewilligt hat, fragt er auch ble Verantwortung dafür, bet Ftnanzmtnister aber könne aus bem Vollen schöpfen. Redner führt des Wetteren aus, daß es sich bei den neuen Steuervorlagen nur um PluSmacheret handle. Der Bedarf fei thalsächltch niedriger als angegeben, unb ble natürliche Steigerung ber Einnahmen werbe ganz außer Acht gelassen. Es ist zwar nicht unmöglich, daß Sr. flönigl. Hoheit bei Großherzogl, die Thür gesetzt hatte, sich in der Lahn am Kämpfrasen za 28. November. Heute Mittag versuchte Manne geschiedene Frau, nachdem sie ihr uneheliche- Sind de» angeblichen Vater vor e Marburg, eine von ihrem l*/< Jahre alte» •• Die vom Deutschen Dabal-Bereiu an hi Reichltaa I SU richtende Petition um Ablehnung der Tabak- I ^""Vorlage ist von heute (Mittwoch) bis Mittwoch, den I o- December, Abends, in allen Cigarrensabriken, tiigarnn- I und Lolonialwaaren.Handlungen Deutschlands, d. h. an ca. I 85 000 Stellen, zur Unterschrift ausgelegt. ES ist die einzige in ganz Deutschland auSgelegte Petition, kann somit auch von Denen unterschrieben werden, die schon bei früheren Einzel- Petitionen ihre Unterschrift gegeben haben. Osthofen, 27. November. Bon SamStag auf Sonnteg Nacht wurde in dem SttuionShause der Hessischen Ludwig«, bahn der Kassen sch rank gestohlen. Der Dieb wäh.'t den Schrank über die Schienen nach dem Felde, lud denseSm auf einen Wagen und tranSportirte den Schrank in die Vihe. gelegene Backsteinfabrik, wo er denselben mit Ruhe flfintte, wozu Steinmeisel und neue Schienennägel benutzt wurden. In dem Schranke sollen sich über 500 Mk. befunden haben, und fanden sich noch einige 70 Mark vor, welche der Dieb nicht bemerkt hatte. Worml, 27. November. Die hiesige städtische Verwaltung plant die Errichtung einer städtischen Heilanstalt für Lungenkranke, und zwar in derselben We.se wie die vortgeS Jahr in Falkenftein errichtete. SS sollen darin aut solche Fälle behandelt werden, bei denen die Heilung des Kranken mit einem gewissen Grade von Wahrscheinlichkeit erholt werden kann. Die Anstalt soll in einem klimatisch gut gelegenen Orte deS OdenwaldeS gebaut werden. Vorläufig find 35 Betten vorgesehen. Die DerpflegungSkosteo sollen sich täglich auf nicht mehr als 2,20 Mk. für den Kranken belaufen. Die Baukosten find auf 130000 Mark veranschlagt. Ter jährliche Zuschuß der Stadt WormS wird aus nur 1400 Hf- veranschlagt. Finthen, 25. November. Zwei Kinder im Älter m drei und einem Jahre wurden gestern Abend noch im rechten Augenblick vom Verbrennung Stöbe gerettet. 111 tie Arbeiter von dem 7 Uhr-Zug kamen, bemerkten sie nicht wett von der Bahn in einem Hause ein Feuer. Man eilte sofort inS Zimmer und konnte rasch noch die zwei Kinder retten. Die Kleinen waren allein, weil die Eltern im ©tafle beschäftigt waren. Die Hängelampe war explodirt und hatte der Fußboden und verschiedene- Möbel Feuer gefangen. ** veim Einzug Er. König!. Hoheit bei Sroßherzogl, welcher morgen früh kurz nach 10 Uhr erfolgt, sind die spalurbildenden Vereine so aufgestellt, daß für da» Publikum vorzugsweise freibleiben: die Ostseite der Bahnhofstraße (vom Zollamt dis zum Hotel Lenz), sowie die ganze Straßenstrecke vom SelterSthor bis zum Kirchenplatz. Die Kriegervereine (ca. 800 Mann) nehmen die Westseite der Bahnhofstraße^ die Schulen beide Seiten der Liebigstraße, die übrigen Vereine die beiden Seiten der Frankfurter Straße bi- zur Ehrenpforte am SelterSthor ein. Bei der Fahrt vom „Einhorn" zur Kirche wird daS Militär Spalier bilden, doch so aufgestellt werden, daß die TrottoirS ganz für da» Publikum frei bleiben. Zwischen 12»/, und 1 Uhr erfolgt dann die Fahrt von der Kirche über den SelterSweg, in» „Einhorn", gegen 3s/< Uhr diejenige durch die Markt« und Bahnhofstraße nach dem Bahnhofe. Dem Publikum ist som t reichlich Gelegenheit geboten, unfern Landesherrn nicht nur zu sehen, sondern auch mit Hochrufen und sonstigen Gruß, auch au- den Fenstern, zu begrüßen. Cocalts ttn- Lrovinzteller. vießeu, den 29. November 1893. Neueste Nachrichten. Dolffs telegraphisch«- Korrespondenz - Bureau. Berlin, 28. Nevember. Tie „Norddeutsche Allgm. Ztg." erfahrt, auch ei Kaiser Wilhelm fei eine ganz gleiche Eenduag emer Höllenmaschine wie an den Reichskanzler v. Saprini, ebenfal» ans Crleanl eit gleichem Begleitschreiben vergangenen vountag eiugetrofien «ad im Geheimen MvU-Eabinet abgegeben worden. Auch hier nereltelte ein glücklicher Znfall und recht- zeitiger Argwohn die beabsichtigte Wirkung der Höllenmaschine. m ~ Ucbcr die Anschläge auf den Kaiser und den Reichskanzler geht der „Fkf. Ztg." folgende Berliner Privatmeldung zu: Mit welcher kühlen Ruhe die Sendung der ganz unzweifelhaft zu einem verbrecherischen Attentat be- stimmten und geeigneten Kästchen mit Pulver und Explosivstoff an den Kaiser und an den Reichskanzler hier bevrtheilt und behandelt worden ist, geht schon auS dem Umstande hervor, daß man erst am zweiten Tage und da auch noch nicht einmal planmäßig, sondern mehr zufällig etwas darüber in die Oeffentllchkeit hat gelangen taffen. Offenbar ist erst durch das Bekanntwerden des auf den Reichskanzler beabfickstigten Attentats daS Civilcabinet des Kaisers veranlaßt worden, i fjeute Nachmittag kundzugeben, daß die gleiche Sendung zu gletcher Zeit auch an die Adresse deS Kaisers eingelaufen ist. Es ist auch nicht richtig uud entspringt nur einem Bericht- erstatter-Elich«, daß der Reichskanzler fofort dem Kaiser Mit- theilung gemacht habe. Das war sogar bis heute Morgen noch nicht geschehen. Ebenso ist unrichtig, waS über die telegraphische Benachrichtigung der französischen Regierung in hiesigen Blättern verbreitet wird. Erst heute Mittag hat I offenbar auf die Zeitungsnachrichten hin, ein Rath der fron! I jöfWn Botschaft Erkundigungen im ReichSkanzler-PalaiS I eingezogen. Unseren bisherigen Mittheilungen über die I äußeren Umstände der gefährlichen Sendung ist nicht» mehr I hinzuzufügen. Die Berichte gehen darüber auseinander, mit I welchem Sprengstoff die Patrone gefüllt fei. Jedenfalls steht eft, daß die Vorrichtung geeignet war, die verbrecherische Absicht in weitem Maße zu erfüllen. Die PercusfionS-Dor- nchtung, Die den Sprengstoff zur Entzündung bringen sollte, war durch starke Gummibänder mit dem Deckel deS Kästchens verbunden. Der Begleitbrief ist in großen, etwas ungeübten I Schriftzügen und in nicht ganz orthographischem Französisch geschrieben. Die äußere Adresse auf dem Couvert lautet' I Orleans, 24. Nov. 93, Prusse. Monsier le gSneral de Caprivi, grand chancelier de l’Empire d'Allemagne I chancelier d’Allemagne, Berlin. •• Borlrog. Wir wollen nicht verfehle«, da» Pubd« nochmals darauf hinzuweisen, daß am nächsten DicnAu/T , ->. D«rmb«r 7-/.UHrHmPr°f.0r.d.Pfl^k.H7r7?' n btt UntDttfuätfeula über Sntbeiung, (trobmmg unb tti" I latton Amerikas sprechen wird. Denn Jemand zur Ablw!^ i I CUK8 derartigen Vortrags geeignet erscheint, durfte u ? I nanntet Herr fein, der, Anfang» Kaufmann in al» solcher schon vom 16. Jahre an weite Reisen nach Swgland und Frankreich unternahm, um die ^erhälmisse kennen zu lernen. Nach Beendigung bei bemt französischen Krieg», an dem er theilnahm, ftubierte^ yey’/’cbenen Hochschulen Geschichte unb Nationalöc«^ habilitirte sich dann in Tübingen, wo er außerardeml,^ tourbc* ®on ba Adelte er als Ordinaritch^ s Q q6ct infoI9c politischer Differenzen am bemofrQnfäen Schweizern sein Amt meber unb lebte fabn tn Leipzig und Berlin. Herr von Pflugk hat sich befoahM m af^° 6lubicn beschäftigt und weiß in ftfftla^ Steife über die Erfahrungen der verschiedenen Colonial^- I i“ berichten. Welche Anerkennung feine Leistnngen in diei-. I Haucht gefunben, ist au» den Au»zetchnungen zahlrnäs- Regterungen und gelehrter Körperschaften ersichtlich. 0,e,m ®c’°9lcn kehen wir am 5. December einem genußM-, Abend entgegen. z- »eiel$|eettr. Auf das gewaltige Aufblühen unsere« Theaterlebens während der letzten Woche folgte qeftern, »r öafl immer der Fall ist, die Depreffion, und zwar , - Depression in doppelter Hinsicht, sowobl irn Besuche ber8~ j nellungen, als in der Auswahl der Stücke. Nicht soll bec- qttagt fein, daß das gestrige Stückchen be» Anfebenß n* I 0eh,™n ^besten neben Sudermann» „fjeimatb- ol*.x tejfing» ^Minna" kann es selbstverständlich nicht besteh- Doch was M o) e r mit jamm Schwank: „DaSStistuaa fest wollte, daS hat er vollkommen erreicht, erreicht bat tr namh$, daß da» Publikum lacht unb zwar recht herzlich ktt über die vielen Verwicklungen unb bie daraus resultieren? >. I komischen Situationen, wenn auch ost bie Wahrschemlichkr-c I ""selben sehr fraglich ist. Freilich, ein großer Theil btvt 1 ^°cherfolge» rft auf Kosten befl Fleißes der Darfttßer ui i'ben- Wenn auch hier und da etwa» übertritber wur^ t 'st leicht zu entschuldigen, denn einzelne Personra - 7 0 matt und farblos gezeichnet, daß sie den denkenden I t • «c m $ öur schärferen Charakterisierung reizen, ' babei ifi eS leicht möglich, daß etwas über daS Ziel hinau geschossen wird. Dennoch waren Figuren, wie der „Sommer den rat^ Bolzau be» Herrn Director Reiner», der „Beim bonuS' deS Herrn Stückel unb der „Schnake" be» Herrn Jexentcier von so herzerfreuenber Komik, daß selbst der arg'st- .Hypochonder bet ihrem Anblick nicht ernst hätte bleiben können Auch die übrigen Mitwirkenden thaten ihre volle Schuld,gfett unb suchten au» dem Wenigen, wa» der Autor ihnen das zu machen, was sich eben daran» machen ließ. ♦• Unter dem Namen „Bereis für vereinfachte Eten» graphie Haden sich bie Anhänger ber vereinsachten Steno- gra^ie nach System Schrey bereinigt, den Ve^ra derselben an« rl $CTTn c r 6 c r / zum ersten Vorsitzenden wählend. Wünschen wir dem Verein recht zahlreiche, die vielen Vorzüge diese» Systems erkennende Anhänger. schon in einigen Jahren an die Einzelstaaten mehr abaesührt werben fttin alä bie 40 SKiHlonen, die man ihnen durch diese Vorlagen ® a biif< 40 Millionen ihren Anspruch S n min ifl an? Lallen unb Verbrauchssteuern abfaufen. machen; es ift aber keine solide k rocn? ^nahmen beschafft werden, noch bevor da» D0^fln?m 'st- Wir bewilligen übadies feinen -Wennig„ neuer Steuern, bevor nicht die Liebesgabe da Brenner Finanzlage ba Einzelstaaten, tnsbesondae keine Reichshülse. Der neue Reichsetat stellt die °die Ausgaben zu hoch rin. Da uhaÜT?fti^ ist nicht maßgebend, da wir wlrthlchafllich virffaA 8mi?h$re ^°len ^ebenSmittelpreisen hinter unS haben. GW 4 finhaU-Z"«,11™. 6,1,1 Idn, !° am SOlarh^ t« um hJ L^§nMflU?xan9d,5t' ..zum Ersatz" heißt bie bie®o$c Plausibler zu machen; aber Ersatz geschaffen werden soll, schwimmen auch Ml®, , 9 hWriteT«1 UnftTC l5olonialpolitik sängt auch an” tofc fpieHa ju werden. Sie entwickelt sich mehr unb mehr xu einem fortgesetztm Guerillakrieg. Es werben militärische Erpediltonen unter- auSgesandt werden. Inzwischen geschieht für die (SuUur tÄ SS Ä Widerspruch.) Dm Vorschlag Fritzen», ♦ Schuldentilgung, halte ich für ganz verfehlt.J Es ist Serleoflbar^AHfM*^ dnm 65te neuJ Schulden durch Ausgabe btefe 6cbTbfA,l? n< iU und gleichzeitig auf der andern 6 rurückzukausen. Zur Sparsamkeit würde eta » Si*.8 ( jy °"tc6en- Ertraordinarium be» Mllitär- hi 9% *?efpOrfL 3e$l werden mehr Garntsonkirchen gebaut, fahren meines Hierseins gebaut worden sind. Für das wnbe? ebmfn8?.^'^1101 f°U kcütn besonderes Grundstück erworben K kür d te Commandantur in Metz, große Schießplätze sollen «wgelegt wer^ u. s. w. Muß da» Alle» sein' Ganz übermäßig Pensionsetat gewachsen; wir. haben nicht weniaer als 7k; pensionirte Generäle unb 3600 pensionirte StabSossiÜne ia unk», «dm-ttil-. * Viel mehr al» E» ftbtt dem ^uf Sparsamkeit hinwtrfen. bie 4 ein verantwortlicher Finanzminister. Aber auch tbm ©tm^ )?,«,ber^ nid2aäten ^nnten mehr in dieser Richtung Wun. Statt dessen bieten sie nur ihre Phantasie auf um neue <£rInbfn- würde selbst nach einem unglücklichen £ ^t‘uno°rl{>0'n nicht machen. In dem Augenblicke dur^ fördern will, erschwert man ihn m^dl2re"t) h,n °LOn bringt, kann nur freudig begrüßt uerben, f^nbie Rothwendigkeit, unserer Industrie neue Absatzgebiete zu er- schttetzen, werde mehr und mehr hervortreten. An Stelle der Steuer- vorschläae der Reglnung empsiehlt Rednn da» Rohspiritusmonopol. °k 9ratcnfleuer würde sich empfehlen, eine Eteun, die /"^b bedrücken würde. Interessant fei, daß sich ba» leitende exlnc1*©ocialbemohatie gegen die Börsmfteuer ausfpreche. Die sächsifche Nnkomwensteuelsiatistrk, die Bebel gestnn als die beste rühmte, weist nach, daß da» Einkommm der Lohnarbeiter gestiegen, sielig zurückgegangm ist. Rednn tritt schließlich in längerer Ausführung für die Remonetisirung be» ©Uber« ein. voffmtltch nimmt der neue Staatssecretär de« Reichsschatzamt« in dieser Frage einen anderen Standpunkt ein, al» fein Vorgänger. Vei bet hmtlgm Entwickelung sei eS kein Wunder, wmn sich bei amttelfianbe« auf dem platten Canbe ber Pessimismus bemächtige. Der schönste Gedanke be« Etat« findet sich In der Forderung für die DreSdmer Sarnlfonkirche, welche Evangelische und Katholiken untn einem Dache vereinige. (Beifall rechts.) ki n^!nkdotJm ^eichSpostamt Fischer: Die Postvnwaltung bat me Zahl der Beamten immer in Dem Maße vermehrt. In dem lsich dn Bnkehr steignte. Vertagung wird beschlossen. Abg. Böckel beantragt, baß sein Antrag auf Haftentlassung Ahlwardt» auf die morgige Tagesordnung gesetzt werde. Der Antrag wird abgelehnt. Weiterderathung morgen. Vfu kehlen h *?. '° - 27? h -M !"-°°, ho et’ [•% ,ebe[f- er oi *W ’N fcf fi "b Ilt "Wtt -i'm Z LM ~ä%i n “nh. M rrch ta und dle daMS itiuL k, tln großer k- ts Fleißes der ö b! tlto«6 übertriek. ' ™"ei* Per- sie den deoktt.'.<- lLharacrerisinunz rä* - B "was über de-- 1 F'guren, wie in,;;r. ector Reiner/.Ä An und der nder Komik,'; Mv nicht ernst^MwV« n thaten ihre volle Stült:-1 'n, tost bu STutor i&ntr ''oraaS tnafyn (kfc. ttitt im otttiMu e tot wWttn 5 trotte M rrsim Vorsitzes t zahlreiche, bk-:. Hanger. Wenin an btv?. lehnung der ich! ! [Mittwoch] biS Mnr:.-' n bizaneviabrikeL fctm in Demichlandr, d; w '•• : ausgelegt. Gi ’ Petition, kann |nü '-4r" die schon bei Men Trv. eben haben. Von Samstag aus eonr ihause her Hessischen» •ftoljltn. S« Dieb »' nach Sem Felde, hib den rte den Schrank In bk: denselben mit dich £ hienemLtze! benutzt r. - MM- besunden»-' X vor, welche btt Wl- Ile piefige fliWiR*- in berfelben Seife rou rfttete. 68f*to * lenen lie g* OonN*!*;': » in ««« 1 gebaut werten- w Büi*'*'' 00 Nie! «n°»M wirb auf - * Reuei fl* **# Bem »«*•*»» ' sttle ein Z-uer- « werden. [9884 [9726 Dermischle Anzeigen 1> Emil Fischbach i i i (i) i Reinhard Keller in Burgsolms, Kreis Wetzlar. 2 (2) 1 (1) 1 (1) 1 Wöchentliche Ueberficht der TsdeSsLlle tu Gießen. 47. WoLe. Vom 19. November bis 25. November 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (tncl. 1600 Mann Militär). SterblichfeitSziffer: 22,18°/« bezw. 9,83 nach AuSschl. der Ortsfremden. , G rheamaiischer Augen- -ralMung erkrankt. Z [9885] ju erwärmen gesucht. Der fragliche Stein ist jedenfalls zu ttife gewesen, sodaß das Bettzeug Feuer gefangen und zu per kohlen angefangen hat. Das unglückliche Mädchen wurde .am anderen Morgen tobt in dem verkohlten Bette lausgefunden. * AuS Oberfranken. 26. November. Der Schaden, den ,drr Schneesturm in Oberfranken ungerichtet hat, ist seit bedeutender, als im ersten Augenblick angenommen wurde, '/licht nur in Bayreuth, auch in Bamberg, Kulmbach und Hof sind die Telephonnetze derart zerstört, daß ein Trupp Tele- giLpheuarbeiter zu Hilfe geschickt werden mußte. Zn Bayreuth bat sogar der eiserne Thurm aus der neuen Stadtpost, an broi die Telephonleitungen besestigt waren, stark gelitten. Trotz unermüdlicher Arbeit werden noch vier bis fünf Tage vergehen, ehe der Telephonbetrieb wieder allgemein ausgenommen werden kann. Auch die jungen Eulturen in Privat- uni» Staatsforsten sind schwer beschädigt, auf weiten Strecken werden Nachpstanzungen nothwendig sein. Dle den Erben der verstorbenen Eheleute Jakob Woerner zu Burgsolms gehörige Mahlmühle mit zwei Cylindergängen, Gries- und Putzmaschine, sowie eine neu erbaute Oelmühle, Holzschneiderei mit Kreissäge, ferner geräumige Wohngebände, Stallung, Scheune, nebst circa acht Morgen unmittelbar dabei belegenen' Gärten, Wiesen, Aeckern mit Obstbäumen soll am Dienstag den 5. December, Mittags 2 Uhr, öffentlich verkauft werden. Die Besitzungen liegen in der Nähe der Bahnstation Burgsolms und können zu jedem anderen Geschäft benutzt Sngel, Gerichtsvollzieher. ,:rtränke n. Die Leben-müde wurde aber von dem Schutz« -icnn Schulze und Weißbindermeifter Lind mittelst Stangen 2118 dem Wasser herausgeholt und in einem benachbarten .cuse untergebracht, wo sie sich bald wieder erholte. * Bebra, 27. November. Ein Dienstmädchen auS Meck« -ach, welches zur Zeit im Dienste bei Herrn Gutsbesitzer inge in Gilfershausen stand, hatte in der Nacht vom 14. lauf den 15. d. MtS. sein Bett durch einen heißen Backstein Schiffsnaeh pichten. (Mitgethrilt durch den Agenten de« Norddeutschen Lloyd, Herrn C-ärl LooS in Gießen). Bremen, 28. November. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Saale, Capt. R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher em 18. November von Bremen und am 19. November von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. in allen Sorten, zu sehr mässigen Preisen, ferner: Sauerkirschen ohne Steine 1 -a Mirabellen in Essig und Zucker I - 2 g Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß mit Rücksicht auf die am 30. d. Mts. stattfindenden Festlichkeiten die Bureaus der städtischen Verwaltungen — mit Ausnahme des Standesamts — an ibiesiem Tage geschloffen fein werden. Gießen, den 28. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Literatur ttnö Arrnft. — Naumann, Carl, Aeflschrift zur Einwiihung der Johanneskirche. Gießen, Verlag von C. v. Münchow, 1893. In dieser Festschrift, die vom Verleger aufS Würdigste ausgestattet ist, bespricht der Ve»saffer zunächst die älteren Kirchengebäude Gießens. Schon im Beginn deS 14. Jahrhunderts hatte Gießen zwei Kirchen, eine auf dem Seltersberg, die 1533 bei Erbauung der Festungswerke abgerissen wurde, und die Pankratiuskirche an der Stelle der jetzigen Stadtkirche. 1645 wurde das bisherige studentische Ballhaus zu einer Küche, der Burgkirche umgewandelt, Oie, später auögedaut, 1824 abgebrochen wurde, nachdem bis 1821 die Stadtkirche neu aufgebaut worden war — 1808 war mit ihrem Abbruch begonnen worden. Daneben gab eS bis zum Jahre 1880 noch die Kirche im Bürger- HoSpital, die seit dieser Zeit zu Wohnungen nmgebaut worden ist und seit 1623 die Todiencapelle auf dem Friedhöfe. Darauf be- photographische der Diphtheritis ! Kindbetlfieber Lungenschwindsucht Lungenentzündung Sonstige entzündliche Krankheiten der Ath- mungS-Oraane Gehirnschlagfluß LedenSschwäche Sonstige benannte Krankheiten________ am billigsten bei Emil Kalbfleisch, Bildhauer, Licherstratze Sir. 1. [9878 B. Folio-Format auf weissem Carton (zum Einrahmen) (22 x 27 cm) .........Mk. 2.— Neuen Johanneskirche. Im Verlage von Emil Both in Giessen ist soeben erschienen und sei hiermit angelegentlichst empfohlen: Die nene Johanneskirche in Giessen Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich für 1894/95 liegt vom 80. November bis 8. December 1893 zur Einsicht der Betheiligten auf friti Bürgermeisterei Bureau dahier offen. Lich, am 28. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Erklärung. 9821 * Die gegen Marie Schäfer von Garbenteich ausgesprochenen Beleidigungen nehme ich als Unwahrheit hiermit zurück. Johannes Schmidt zu Hanse« b. Gießen. Bekanntmachung. Der Borauschlag der Gemeinde Queckborn pro 1894/95 liegt vom 30. l. M. an auf dem Geschäftszimmer des unterschriebenen Bürgermeisters acht Tage lang zur Einsicht der Betheiligten offen. Queckborn, 28. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Queckborn. Nach Auswärts franco gegen Einsendung von Mk. 2.10, bezw. Mk. 1.10. Exnil Roth, Verlagsbuchhandlung, Giessen. Wiesenversteigkrung. Samstag den 2. December l. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen die nachverzeichneten Wiesen der Erben der verstorbenen Bernhard Frech Wittwe in Gießen nochmals auf dem Rathhaus zu W i e s e ck versteigert werden: 1) Flur XXII. Nr. 62. Meter 1150 Wiese über der Gänsbach, 2) Flur XXII. Nr. 71. Meter 2081 Wiese an der Oberlach, 3) Flur XXV. Nr. 109. Meter 2962 Wiese an der Wieseck. Wieseck, am 28. November 1893. Großh. Ortsgericht Wieseck. Sommerlad. [9889 t Photographische Aufnahme nach der Natur. Insgabe A. Panel-Format auf schwarzem Carton mit schrägem Goldrand (zum Stellen) (18 x 24 cm) . Mk. 2.— eine vier Meter tiefe Straßenstrecke versunken. Die Senkung dauert fort, der Schaden ist unberechenbar. * In Pirna kam jüngst der Fall vor, daß ein Musik« werk zum Entdecker einer Diebin wurde. Um einige Gläser einzukausen, begab sich eine Frau vom Lande in einen GlaS« waarenladen. Nachdem sie verschiedene Gläser betrachtet und ihr keinS gefallen hatte, begab sich der Inhaber des Geschäfts an daS Ende deS Ladens, um weitere Gläser zur Auswahl auf den Ladentisch zu stellen. Als er zurückkam, entgegnete die Frau, sie müsse plötzlich fort und deßhalb von einem Kaufe abs hen. Mst diesen Worten nahm sie den Tragkorb aus die Schultern und wollte sich entfernen. Jetzt konnte man aber auS dem Korbe die lieblichen Töne eines Strauß'schen Walzers vernehmen. Die Frau hatte in Abwesenheit des Geschäftsinhabers ein Glas mit Musikwerk unter ein Tuch im Korbe verschwinden lasten. Durch die Erschütterung aber, als die Frau den Korb schleunigst auf den Rücken beförderte, setzte sich daS Spielwerk in Thätigkeit. * Vulkane zu verkaufen. Die beiden großen Vulkane Strokkur und Geysir auf Island gehören einem Privatmanne. Dieser hat im Kopenhagener Amtsblatte die Anzeige erlassen, daß beide Vulkane für 3000 Kronen erhältlich sind. * Wieder ein Opfer der Spielbank in Monaco. Auf dem Bahnhofe in Montecarlo tödtete sich durch einen Revolverschuß in den Kopf eine junge Dame, NamenS Amalta Parigena, aus Brüssel, die in drei Tagen die Bagatelle von 350,000 Franken verloren hatte. handelt Verfaster ausführlich auf Stund der Acten die Bauaefchichte der Johanneskirche, zu deren Erbauung die erste Gabe spendete 188- der jetzige Professor am Predigerseminar in Friedberg Weiffenbach; Ende 1891 hatte der daraus entstandene Fonds die Höhe von etwa 15 000 Pik. erreicht; er wurde zum Ankauf deS Bauplatzes verwandt, nachdem schon 1888 eine besondere Kirchbaucommission eingesetzt und am 8. October 1890 daß Preisausschreiben zum Wettbewerb erlapen worden war. Am 31. Juli 1891 fiel die Entscheidung für den modificirten Plan Griefebachs-Berlin, am 12. October 1891 fand mit einer kleinen Feierlichkeit der eiste Spatenstich und am 23. Mai 1892 nach Vollendung der Fundamente die feierliche Grundsteinlegung statt, sodaß die Ausführung der Kirche, die im Ganzen 370000 Mk. kostet, etwas über zwei Jahre beansprucht hat. Schließlich gibt Verfasser noch eine betaiQirie Beschreibung der neuen Kirche, um dann die Festordnung zur Einweihungsfeier mitzutheilen. Der Preis, 1 Mk. für 104 Seiten, ist bei der gediegenen Ausstattung de» WerkchenS ein entsprechender zu nennen. Hoffentlich findet eS recht viele Abnehmer. Freitag d. 1. December, VormtttagS 10 Uhr, zu Gießen in der Bie ker'fchen Hofraithe (Neustadt 55) versteigere ich im Auftrage des Herrn Moses Keßler daselbst gemäß Art. 343 H.G B. öffentlich gegen Baar: 1 schwarzes Ttutenpserd (5 Jahre alt). Versteigerung bestimmt. Pflaumen „ Preiselbeeren empfiehlt 9880) Stnventische Corporation 9881] fl«r Pflege eines Nein»« Krreiploeal. Kindes wird ein erfahrenes tüchtiges! Näheres in der Exped. d. Bl.________ M"ch«r oder Hrau au3 besserer ga« |m C|avjer. empfiehlt sfich [7767 mitte für sofrrt gesucht von I Hermamt »a«rr, Gustav Roth in Nidda. ! Stimm#!! Kirchstr. 2, III, Ieilgeöotenes. 9890] «in Saus in bester Lase Marburgs, geeignet für ein «pe- eereigefchäft, steht zu verkaufen. I Offerten unter E. B. an die Erped- dieses Blattes. I Kinder : Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: 2 (2) 18 = = 1 - — Adler-KikiitbaukilStn und Gkdvldspiele rorräthlg in der J. Ricker schen Buchhandl., Südanlage 5. [9894 Summa: 9 (5) 6 (2) 1 (1) 2 (2) 21 nm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießm gebrachte Kranke kommen.__ AirchttcheAnzeigen -er evang. Gemeinde. «inweihnng der Johanneskirche. Der Gemeinde fei betreffs des Festgottesdienstes noch mit: getheilt, daß für die mit Eintrittskarten Versehenen der Zugang zum Hauptvortal von der Goetheflraße auS erfolgt, der Zugang zum Portal im großen Thurm und auf die Seitens Empore von der Ecke der Südanlage und Goethestraße auS; der Zugang zum Portal im kleinen Thurm und in das Seitenschiff von der Südanlage au8 gegenüber dem Confirmandensaal. Da Se. Kgl. Hoheit der Großherzog alsbald nach Schluß des Gottesdienstes die Kirche verlassen will, so werden die Kirchenbesucher gebeten, an ihren Plätzen stehen zu bleiben, bis der Groß- Herzog hinausgetteten ist; nur der AuSgang am Hauptportal ist frei zu machen und der Mittelgang muß frei bleiben. * Köln, 28. November. Gestern ist ein zweijähriges stind während der Abwesenheit her Mutter bei lebendigem Veite verbrannt. Das Kleid deS Kindes hatte am glühen- dtv Ofen Feuer gefangen. Als die Mutter zurückkehrte, fand g sie die verkohlte Leiche ihres KindeS vor. * Schneidemühl, 28. November. Das Wasser dringt aus de» Unglücksbrunnen mit erneuter Kraft hervor, trotzte» nach den Vorschlägen des OberberghauptmannS Freund in bedeutender Höhe Kies aufgeschüttet worden ist. Allem Anscheine nach führt auch das Prvjeöt deS Herrn Freund ferne Besserung herbei. Nun wurde brschlosien, daS heraus- fliebende Wasser in Röhren aufzusangen'und abflteßen zu lassen. * Berlin, 28. November. Einen furchtbaren Selbstmord hat am letzten Samstag ein Rekrut des 2. Eisenbahn- regiimentS in dem in der Groß-Görschenstraße belegenen MiathSkasernement desselben verübt. Der Mann hatte von Anfang seiner Einstellung an einen unbezwinglichen Wider- willen gegen den Soldatendienst und war auch bereftS im Lajareth. Samstag Nacht stieß er sich daS gezahnte Faschinen- messser bis an den Rücken in den Unterleib. Er starb den Äerzten unter den Händen. * Flensburg, 28. November. Heute Nachmittag sind im hiesigen Hafen zwei Drittel der ganzen Mole und zugleich —————————— des Verkaufs der Oel-Geenälde 87 Seltersweg* 87. _ F. Küpper, Maler ans Düsseldorf. Georg Marx, Spengler Marktstratze 12 Marktstraße 12 empfiehlt alle Arten ' [9803 Spielwaaren und Kochherde für die Puppenküche in schöner und reichster Auswahl zu den billigsten Preisen. Sammlung non OberheMkn Antiquitäten. 1 Buffet 1654. — 2 Oberhessische Tische. — 2 Kachelofenuntersätze 1582, Grüningen. — 1 Schrank 1707, Nidda. — Portrait des Pros, von Hundeshagen, von Königer, 1826. — Großherzog Ludwig I. und Gemahlin goldene Hochzeit (in Guß) 1827, sowie viele andere Gegenstände zu verkaufen. [9895 Lonis Rothenberger, Neuenweg 22. ;_ G AtatisusMSkhcr Hktr Wärmsteine 1$ W dahier iß an von Granit und Marmor kaust man Z fhfnmntisltlfl' 8869 Vorstand der Ständigen Ausstellung in Weimar (Violine). 9875 Der Vorstasd 9877 Gießen, dm 30. November 1893. Der Vorstand. Tolstoj "*u * frenitenjiiuy XOBEI 50 Pfenalfl. bietet tritt ein« Di« tieftrauernbtn (Blern. 9908 Jährlich 24 Hefte i 6 Bogen in Unucbleg- In demselben Papier-Handlungen im Alter von 5 Jahren gestern Abend 8 Uhr zu sich -u Gießm, den 29. November 1893. örtfronrn llrrrm Gießer. Donnerstag präcis 9 Uhr: Bernhard Weidenhaus und Di« SeriNgueg nndel t)mi ntaeteg den 90 pWn Sterbehavse, Schiffen bergerw eg 63, out fraft i$< Kriegerverein Giessen Antreten zur Paradeoufßellung Donnerstag den 30. l. M., Morgens 9 Uhr, am Lenz scheu Felsenkeller. V»reinSLbzeichen, Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. 19888 PrdagetaOet platten. f)tutr Honnrrstag prärie ‘/i9 Bin Znsaniiuenköofi im Vereinsloeale. Bereinsabzeichen find anzulegrv MIO Wactten: K 6*eObe. - «frtf snk t?rtüt da BrÜhl'schr- $>xv OL/V Daudet, Todes. Anzeige. 6» hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unser inngftgtluttk« Söhnchen DeuteoheV erlege-Anatelt in Stuttgart. la oniexBm Verlage erecbeint: „Aus fremden Zungen“. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die zahlreichen ßluuienupenden und die letzte inoinom verstorbenen Manne durch Geleiten zur ewigen Ruhestätte erwiesene Bhre spreche ieh den verehrten Vereinen Frohsinn, Gaitwirthoverein und ychützenvoroin. den werthen Studentenkorporationen und den übrigen Freunden und Bekannten unseren tiefgefühlten Dank aus. 9897 Im Namen der trauernden Familie: Frau Carl Schütz. Operation unterworfen wurde, nach einem Aufenthalt von 16 Monaten wurde mir von dortigen Aerzten eine Luftveränderung für ibn empfohlen, und Holle ich ihn daraufhin ungeheilt zurück. Bis zum vorigen Jahre habe ich nvn wiederholt bei verschiedenen Aerzten um Rath nachgcfacht, die so sehr ersehnte Hülfe blieb aber aus und die bei der Operation entstandenen Wunden waren und blieben offen; auf verschiedenes Anrathen wandte ich mich nun im vorigen Herbst an dm homöo« palhische» Arzt Her«, Or. med 9olt><* bin» in DLgettorf, durch dessen gütige Anordnung er nunmehr nach einer Kur von 6 Monaten vollständig geheilt wurde. Nächst Gott kann ich letztgenanntem Herrn nicht genug für diesen glücklichen Erfolg dankbar fein, und wünsch« ich m frichttgen Herzens, daß vorerwähntes Zeugniß noch viel. Leidende veranlassen möge, sich an denselben zu wenden. Spiekeroog (IkreiS Wittmund), den 11. März 1893. 8960] Starte Iantze«, geb. Edden. Neues Theater. Giessen Freitag den 1. December: Im Abonnement WW Im Verlage von Curt von Mönchow in (wieNsen ist erschienen und durch alle Buch- und Papierhandlungen zu beziehen: Die Johanneskirche zu Giessen. *•“ Hauptgewinn Vom 9. bis 13. Dezember d. I. 5o,ooo Mark Hauptziehung der Weimar-Lotterie Männergesangverein LiederKranz. Z»m Empfang Sr. König!. Hoheit des Grostherzogs versammeln sich die Mitglieder heute Bormittag 91, Uhr in hc ^raukfurterstraste an der Wieseckbrücke. (990 Die wannen der Stadt Giessen (I. Ritter tu Pford, 2. das sog. G.-Wappen, 8. Abb.) in Farbendruck. Format 66/97 cm. --5 Federzeichnung ron J. Jugbardt. Druck von C- Beinecke, beide in Giessen. Preis pro Stück I Nk. 20 Pt, alle 3 zusammen nur 3 Mk. Zur Ausschmückung der Häuser aus Anlass der domnüchstigen Anwesenheit Sr. König! Hoheit des Grossherzogs in Giessen sowie auch für Wirthschaftsräume, Vereinszimmer dürfte sich nichts besser eignen wie