«893 Nr. 230 5edoi der Sonntagsruhe für andere als die in der Uebersicht aufgefülirien Gewerbe nicht nöthig erscheinen. Auf die einzelnen Gewerbe- betriebe übergihend, wurde die Freigabe der Badeanstalten während des ganzen Sonntags, da der Arbeiter nur an diesem Tage die Wohlthat eine» Bades genießen könne, gut- geheißen, dagegen soll den Bediensteten dieser Anstalten gleich denjenigen in den Kunst- und Handelsgärtnereien 1 bejro. V» Wochentag hierfür freizugeben fein. Die Bäckereien sind von Samstag Nacht 12 Uhr bis Sonntag Morgen 9 Uhr frei* zugeben, die Regierung soll jedoch ersucht werden, da« weitere bezüglich dieses Gewerbebetriebs gesammelte Material dem-ttst nochmals dem Gefammtgewerbegericht zur Beschlußfassung öeuc- legen. Eine Freigabe des Friseur- und Barbiergewerbe» to Mittags 2 Uhr wurde für erforderlich erachtet, dagegen für Bierbrauereien eine SonntagSarbeit nicht für nöthig gefunden. Für ZeitungS- und sonstige Druckereien soll bei dringend« Arbeiten an Sonntagen durch Freigabe genügend Rechnung getragen werden. Bezüglich de» Fleischergewerbes würbe beschlossen, daß nur die unter da» Handelsgewerbe fallend« Arbeiten an Sonntagen verrichtet werden dürfen. Bezüglich der Mineralwasserfabrikation erscheinen Ausnahmen nicht er * Aufhebung bet Plahgebuhr? So allmählich scheint man doch den massenhaften Petitionen für>A uf h ebun g d e'r Platzgebühr in den Schnellzügen Rechnung tragen -u wollen. Nach einer Bekanntmachung der Frankfurter Eisenbahndirection werden vom 1. October ab in die Berlin- Frankfurter Schnellzüge 5 und 6, die über Thüringen gehen, Durchgangswagen 1. und 2. Klasse eingestellt, von denen je emer tm Zuge mit Wirthschastsraum versehen ist. Für diese Züge find die bekannten Platzkarten erforderlich. Aus der Strecke Franksurt-Bebra werden jedoch auch gewöhnliche Wagen 1., 2. und 3. Klasse mitgesührt, für deren Benutzung Platzkarten nicht gelöst zu werden brauchen. °°«1 J.’ (Cf 11 flirrt «“? ; Jn tW fi ' -trwöW -w-j, bt»1T tlvl feirrttt tW- ... ten tii M 4^*2 Ol .la u»i AN 2,30 etwa» W •ktnrt, tztll t 27. t>r J™1’ !"®« t uoter L öe» c Mr. Mi tinel X nn StoxtSor seit «m bas 6 . ebmber i It in VÄ4ei l Ai Jcbre alte ! ittai Nc emiat zr katewttwrisik 'Echreiverw tztiiath- u Traro (bd t Mita h° ter eir einem | irr gebar bi ; r Alsbachs M i tzuisig Den 6ie| ns sein Man i »ab all bie Di |-M«brlen banmtei h fVntrrr hn «^stchcht, bo N Leben gege * Ättdfi i Ht Äab. I ’dttx Reihe i bwttTtt g(tid kh:ttai bie f Elchen bie idM Wandlung, -ie ~ be«e si sah ans btm ans i ST •I ftdlfl, Die Sie schwanken je nach den Lagen bis 3 Mk. und für ganz feine Sachen Wer darum auf einen guten Tropfen bei Zeiten ein, er wird befriedigt sein. Greift nicht hoch, zwischen 2,30 Mk. roch etwas darüber, rrflectirt, stelle sich gelben Lake von ganz guter Qualität waren. Lange Unter- Ilchungen haben endlich zur Aufklärung dieser komischen kischeinung geführt- es wurde nämlich constatirt, daß nur r'che Fleischstücke in der Salzlake dem Verderben anheim- elen, die von Schweinen herrührten, die mit Fleisckrsutter- LInehl gemästet roorten waren. Durch diese Fütterung erhalten Ikil Thiere allerdings ein prächtiges Aussehen, das Fleisch ■ tat aber eine so geringe Widerstandsfähigkeit, daß es die drei« i S vierwöchige Procedur des Durchsalzens nicht auSzuhalten jlpeag) bevor das Salz in daS Innere eindringt, ist die Zerstörung eingetreten. Die Fleischer werden nun energische Kchritte thun, um zu verhüten, daß derartig gemästetes Vieh c.ii den Markt kommt. Aus dem Kreise WormS. Zu Beginn des nächsten ■ Monates wird, wie in der Rhein - Pfalz, auch im südlichen ^beinheffen die W e i n l e s e beginnen, welche diesmal in Bezug auf Quantität und Qualität recht befriedigend aus- ■ sollen wird. In den drei bekannten Weinorten Bechtheim, <- Mettenheim und Alsheim giebt es einen 3/4 Herbst, und die Qualität ist sehr gut. Der Most wiegt in den besseren l'agcn schon jetzt 90 bis 102° Oechsle und dabei sind die Mr. Kassel, 28. September. Die Geburtsstätte eines großen Künstlers. In der Residenzstadt Arolsen, hm Geburtsort des berühmten Malers Wilhelm von Kaulbach, n-uc seit Langem ein heftiger Streit darüber entbrannt, welches das Geburtshaus des großen Künstlers sei. Ein dorr lebender Verwandter richtete deßhalb einen Brief an die in München lebende Wittwe v. Kaulbachs, worauf die 84 Jahre alte Frau Folgendes antwortete: „Die Frage, in welchem Hause in Arolsen der Künstler Kaulbach geboren, ist sehr einfach zu beantworten: im alten Kaulbach Hause des tzchreinermeisterö, im Hintergebäude über der Lä> reinerwerk st ätte. Die Eltern waren damals heimath- und brodlos und wurden aus Mitleid von Deinen (deS Empfängers) und des Künstlers Großeltern im täterlichen Hause ausgenommen, wo ihnen zwei Stuben über der Schreinerwerkstätte im Hintergebäude eingeräumt wurden, hie»' gebar die Mutter ihren Sohn Wilhelm. Ich habe von SaiclSbachS Mutter, die oft und lange bet uns wohnte, sehr häufig von dieser traurigen Zett erzählen hören. Und später, wo mein Mann und ich eine Reise nach Westfalen machten und all die Orte aufgesucht wurden, erzählte er von seinen glücklichen Jugenderinnerungen bet den Verwandten mütterlicher Seite in Klingenburg, Warburg, Esientho, Uebelngönne. Darm kamen wir nach Arolsen, da wurde das Bild ein trübes. Mein Mann wollte mir nur die schöne Eichenallee und die steinerne Bank zeigen, wo er als Junge so viele Thiänen vergoß. Ich ließ aber mit Bitten nicht nach, bis er mir das HauS seiner Geburt zeigte, insbesondere daS Pläitzchen im Hintergebäude über der Schreinerwerkstätte. Dcr Brief trug die Unterschrift „Die alte Kaulbach, Wittwe Mlchelm Kaulbachs". — Ferner lag dem Briefe eine Copie her Zeichnung des Geburtshauses bei, welch' letztere sich im Vesctze der Familie in München befindet. Es waren einige Zeilen darunter geschrieben, in denen es u. A. hieß: Auch bit Mutter hat später bet ihren Besuchen stets den Raum »ufzesucht, wo sie in großer Bedrängniß ihrem großen Sohn ty Leben gegeben." * Frankfurt, 22. September. Ein Hochzeitszug per Rad. Der hiesige „Gen.-Anzgr." schreibt: Als vor eher Reihe von Jahren das Fahrrad anfing, sich in den heiteren Schichten der Bevölkerung Eingang zu verschaffen, ba brachten die humoristischen Blätter sarkastische Illustrationen, in welchen die Zukunst des Fahrrades in phantastischen Mtben geschildert wurde. Es war damals eine beliebte Larstellung, die Hochzeitsreise per Fahrrad zu illustriren. iun — heute sind wir so weit, ja, noch mehr, sogar zum ktandeSamt fährt man heute per Fahrrad. Wer's nicht glaubt, der frage einen der vielen Schaulustigen, welche heute 'iiihag auf dem Rümerberg die Ankunft des Herrn Hermann -Sarser aus Sachsenhausen'mit seiner jungen Braut erwarteten. Auf stolzem Stahlroß kamen die Trauzeugen im Aadfahrcostüm, voran auf einem Doppelrad das Brautpaar ni Gala. Die Braut trug ein schwarzes Seidenkleid, gelbe Zvhrhandschuhe und ihre Hand umschloß neben der Führ- -ftenge einen prächtigen Rosenstrauß. Nachdem der glückliche «LiestandScandibat, der Vertreter diverser renommlrter Fahrrad- Fabriken, seiner hübschen Braut galant aus dem Sattel ge- 'klfen, begab sich die ganze Gesellschaft in den Trauungssaal. Jährend des Actes hatte die liebe Schuljugend, die gerade ui dem Heimwege war, die Gelegenheit wahrgenommen, la) empfing die davonfahrende Kavalkade mit brausendem challoh. Nach einem kleinen Festmahl verabschiedeten sft die Trauzeugen von dem Brautpaar, und wenn Sieses Blatt unsere Leser erreicht, dann befinden sich die Glücklichen schon per Rad auf der Hochzeitsreise nach dem Stein. ♦ Berlin, 27. September. Eine Probefahrt mit btnt Harmonikazug, welcher am 1. October auf der Äihalter Bahn zwischen Berlin und Frankfurt a. M. zur Anführung kommt, fand am Montag und Dienstag statt. Der Zug fuhr Montag Abend um 9 Uhr vom hiesigen An- ^tischen Bahnhofe leer nach Erfurt ab und kehrte am Dienstag Morgen nach hier zurück. Die Fahrt von Erfurt lad) Berlin wurde in vier Stunden zurückgelegt. Die Probe- fthrt, die unter Leitung eines Oberbeamten stattfand, hatte hauptsächlich den Zweck, die neuen Wagen sich gehörig ein- lauftn zu lassen, damit ihre Uebergabe an den Betrieb am 1 October ohne Bedenken erfolgen kann. Allgemein fiel der ruhige und elastische Gang der Wagen auf. Stößen und Hcichütterungen wie in den jetzigen zwei- und dreiachsigen i der 8 der a. ÄS 18. gs-^Ob, IU8 nirfj aiö,tr tt. - bon thün Wieder Men' - «äS'1 A Wtb* öiet ®e0cnben des $c °.6!8 1116,1 imhragtj. 215' S- 0.6.rinjtt n *n.n76slla„ W «» Esßlbrn in den & 6 ®^lutanntr ty- Vertreter des II. euh vonNied^ ist außer der Bär von Hem rmpartei ach- D. Zit - dem Vorsitz ber ung des Gesar- k bes Kreises £; 1 von GroßherzoMa lstiz geforderten @c tstiMungen über h ’tlltXjstigft it @Qnjen 83 Stiftpn Wen«. A Mrd«, w tra cw btt Uebersichtachesthrln die einzelnen Geweck abe der BadeanMn )er Arbeiter nut :: ; genietzm fönne, p dieser Anstalten (r. Gärtnereien 1 tr Die ®ä(fereitn' tag Morgen 9 Uhi' werden, das weite: eite Material den r Beschlußfassung td Wuxywnbti i erachtet, W A ht für noch Sander B fott bei dringwdi ie genügend Rechne schergewerbes tov »elSgewerbe fallt! n W\tn. Wv ÄMahmen nid)' , iten würben 5 ©telegen ist, für 9«^ serversorgungSan^- ßt. Das Moftgei^ .Stag sammtlich-r daß man inha°- jenbe Güte btf » BiehmSrkte,mÜ Ameecorps zu Sn halten wurden, W iöt Mainthalc - RuM auS-oarti- emben ^^unb siäl tirff i"Lk- t en beim 4 tierS^ Personenwagen wird das reisende Publikum in ihnen kaum ausgesetzt sein. r König Humbert und der Bürgermeister. Während der soeben beendeten italienischen Manöver hielt König Humbert in einem kleinen piernontesischen Städtchen kurze Raft und wurde natürlich von der Ortsbehörde feierlich empfangen. Alles ging vortrefflich bis zu dem Augenblick, wo der Bürgermeister, der bis dahin eine stumme Rolle gespielt hatte, sich gedrungen fühlte, seiner Unterthanentreue durch wenige, aber getragene Worte Ausdruck zu verleihen. Den armen Mann hatte dieser größte Augenblick seines Lebens ganz verwirrt gemacht, und als ihm der König gar wie einem alten Freunde kräftig die Hand schüttelte, da wirbelten seine Sinne vollständig durcheinander und er stammelte zur höchsten Belustigung seines Landesherrn: „Majestät, jetzt, wo ich Sie gesehen habe, können Sie ruhig sterben." ♦ Militär Radfahrer. Wie sehr in der letzten Zeit daS Radfahren unter dem Militär Platz gegriffen hat, kann man besonders in Hannover deutlich zu Tage treten sehen. So sieht man täglich Soldaten auf den Straßen unserer Stadt, welche stolz ihr Stahlroß lenken. Am 28. August rückte eine Abthejlung Radfahrer mit den beiden hiesigen Infanterie-Regimentern zum Manöver aus, um daselbst den Ordonnanz-Dienst zu versehen. Hoffen wir, daß bei der Rückkehr der Truppen nur gute Resultate berichtet werden können. Am Tage der Schlacht von Spicherer-Höhen, wo das Infanterie-Regiment 74 die Feuertaufe erhielt, sand zur Feier deS Tages auf dem. Exerzierplätze dieses Regiments ein großes Radwettfahren statt, geleitet vom Herrn Oberst von Lübbers und ausgesührt von Unteroffizieren und Mannschaften des Regiments. Die Preise, welche zur Vertheilung kamen, waren vom Oberst gestiftet, und nahm derselbe auch später die Vertheilung derselben vor. Während des Rennens spielte die Regimentscapelle. Außer mehreren Rennen, in welchen auch die Niederrad - Meisterschaft deS Regiments 74 ausgefochten wurde, wurde auch ein kriegerisches Bild zu Schau geführt. Ein Zuave kam nämlich im vollsten Tempo auf den Platz gefahren, gefolgt von einer feldmarschmäßigen preußischen Patrouille - nach verschiedenen Versuchen zu entrinnen, wobei eS auch an Revolverschüssen nicht fehlte, wurde der Franzmann gefangen und im Triumph abgesührt. Hierauf folgte ein Exerzieren von 18 Rädern, bei welchem die Schwenkungen alle vorzüglich gelangen. Auch das Kunstfahren auf dem Hochrade wurde gezeigt von einem Musketier des Regiments, wofür ihm ein Lorbeerkranz Überreicht wurde. • Die beiden Militärkatzen. Der Commandeur eines Trainbataillons in einer preußischen Provinzialhauptstadt erhielt, wie die „Magdeb. Ztg." erzählt, seitens der Oberrechnungskammer die amtliche Anfrage, weßhalb für die Katze des Traindepots täglich für 5 Pfennige Milch verbraucht werde, während für die Katze des Proviantmagazins daselbst für den gleichen Zweck nur 3 Pfennige verausgabt würden? — Die dienstliche Auskunft deS Corn- mandeurs lautete: „Die Katze des Proviantmagazins nährt sich von Mäusen, welche sich an Mehl und Korn gemästet haben, die Katze des Traindepots aber von solchen, die ihr Leben dürftig von den dortigen Ledervorräthen rc. fristen. Daraus erhellt der tägliche Aufschlag von 2 Pfennigen Milch für die letztere." — Die Erklärung muß genügt haben, denn fortan blieben der Traincommandeur, die Depotkatze und ihre Milchration unangefochten. * Ausgemiethet. Das Ausmiethen scheint in Berlin jetzt im Concurrenzkamps ganz besonders practizirt zu werden. Daraus deuten wenigstens mannigfache Placate hin, die in dortigen Geschästslocale ausgehängt sind und derartige unfreiwillige Geschäftsverlegungen ankündigen. So heißt es auf einem solchen Aushang in der Gollnowstraße: „Da mich mein seit langen Jahren bedienender Biersahrer ausgemiethet hat, so verlege ich mein Geschäft nach der Steinstraße." — Ein Placat in der Leipzigerstraße trägt einen grimmigen Haß des Verfassers gegen die Millionen zur Schau, es lautet: „Weil mich ein Concurrent ausgemiethet und mein Hauswirth, ein Millionär, das „Mehr an Miethe" anscheinend nothwendig gebraucht, so verlege ich am 1. October u. s. w." — Ein „Familiendrama" offenbart sich dem Leser schließlich in einem Placate eines Schaufensters in der Brunnenstraße; das Inserat lautet: „Da die gerichtlich von mir geschiedene Frau, resp. deren jetziger Mann, mich ausgemiethet, so verlege ich mein Geschäft vis-ü-vis. Meine geehrte Kundschaft, die meine „gewesene Gattin" kennt, wird mir auch fernerhin treu bleiben!" ♦ Athen, 28. September. In Chorikos bei ßaurium wurde eine verschüttete Stadt mit gut erhaltenen Häusern, Mauern und Straßen aufgefunden. Die Entdeckung erregt allgemeines Aufsehen. • DaS Observatorium aus dem Montblanc, welches eben in diesen Tagen im Rohbau vollendet wurde und dazu berufen ist, der astronomischen Wiffenschaft den höchsten Beobachtungsposten der Welt zu gewähren, ist bereits in der „Gartenlaube" (Heft 10) abgebildet und beschrieben. Wir entnehmen dem Blatte: „Das Gebäude besteht auS zwei Stockwerken mit einer Terrasse und einem Balkone. Es hat die Form einer stumpfen Pyramide, deren Grundfläche, die in den harten Schnee eingelaffen werden soll, 10 Meter in die Länge und 5 Meter in die Breite mißt. Die Zimmer des ErdgeschoffeS werden durch niedere, aber breite Fenster erhellt, welche über den Schnee zu liegen kommen. Der Oberstock dient für Beobachtungszwecke. Die Mitte des Gebäudes nimmt eine Wendeltreppe ein, welche über die Terrasse hinausgeht und auf eine kleine zu meteorologischen Beobachtungen bestimmte Plattform führt. Das Gebäude hat doppelte Wandungen zum Schutze vor der Kälte- ebenso besitzt eS besondere Vorsatzsenster, bte hermetisch schließen. In dem Erdgeschoß mit gleichfalls doppelten Wänden befinden sich Fallthüren, welche es ermöglichen, in die darunter liegende Schneemaffe hin abzudringen und, falls eine Verschiebung der Grundpfeiler sich ergeben sollte, die nöthigen Verbefferungen auSzuführen. DaS Observatorium wird mit Heizapparaten und dem nöthigen Mobiliar ausgestattet werden, um es bewohnbar zu machen. Es wird einen internationalen Charakter haben ünb Allen offcnstehen, welche daraus für ihre Beobachtungen Nutzen ziehen wollen." Hamburg Amerikanische Packetfahrt-Actten-Gesellschaft. Postdampser „Europa", von Hambura nach Westindien bestimmt, hat am 25. September, 11 Uhr AbendS, von Havre die Reise nach St. Thomas fortgesetzt. Postdampser „Pickhuben", von Hamburg ria Antwerpen nach Montreal bestimmt, ist am 25. September, 9 Uhr Morgens, Quebec passirt. Postdampser „Gellert", von New- york nach Hamburg zurüctkebrend, ist am 26. September, 11 Uhr Morgens, Scilly passirt. Postdampser „India" ist am 26. September 1 Uhr Nachmittags von Hamburg und Antwerpen in Montreal an- gekommen. Postdampser „Markomannia", von New - Orleans kommend, hat am 26. September von Newport-NewS die Reise nach Hamburg fortgesetzt. ________" ■ Der Postdampser „Noordland" der „Red Star Line" in Ant- werpen ist laut Telegramm am 26. September wohlbehalten in s)Uw« york angekommen. Verkehr, taub» und VoU»wirthschaft. Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 28. September. Aus dm heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 524 Ochsen, Kühe und Rinder und 711 Schweine. Der nächste Markt ist am 13. November I. I., zugleich Flachsmarkt. Citcratur und Knnft — »Der «ene Hausdoetor* * (Preis vierteljährlich 1 Mark), Wochenschrift für Naturheilkunde, herausgegeben von Santtatsrath Dr. Meyner, Hydropath I. Gräfe und G. Ruhmann, beschließt mit der uns heute vorliegenden Nr. 26 seinen ersten Jahrgang. Zahlreiche bebeutenbe Naturärzte zählen zu ben Mitarbeitern dieser werthvollen, allgemeinverständlichen Zeitschrift. Der ganze Jahrgang kostet einschließlich Porto nur 2.20 Mk. und kann von der Geschäftsstelle in Dresden, ZahnSgasse 18, bezogen werden, welche auch Probenummern umsonst und portofrei versendet. — «ngelhornS Allgemeine Romandibliothek, die schon so vorzügliche Werke zu dem billigen Preise von 50 Psg. pro Band gebracht hat, eröffnet soeben ihren zehntm Jahrgang mit dem Roman .Das Gehetmnitz des HauSlehrerS" von Victor Eherbulicz. Ein wirklich herzerfreuendes Buch ist es, das der berühmte Erzähler unS barbietet. Zwei reizvolle Vertreterinnen ber heutigen Jugend hat er erwählt und mit Geist und Grazie weiß er sie zu schildern. Der Dichter ist elsässischem Boden entsprungen; verwandt berührt uns die Zartheit und Reinheit des dargestellten GemüthSlebenS. Sein Roman spielt nicht nur in der sonnigen Champagne, er ist dort gewachsen. Die Sprache perlt und schäumt wie daS Blut ihrer Reben, die Sonne, die fälschlich so lange verpönt war, um den Nachtseiten der menschlichen Natur Raum zu geben, durchglüht und durchleuchtet daS eben darum wahre Bild. Ein Kunstwerk, bezaubernd in Form und Inhalt. Daran anreihen werden sich vorzügliche Werke der beliebtesten deutschen und ausländischen Erzähler, unter Anderen von Karl Emil Franzos, Paul Lindau, Alexander Baron von Roberts, Ossip Schubin, Ernst von Wildenbruch, Alphonse Daudet, Paul Bourget, Fran-ois CoppLe, Jules Claretie, Henry Gr6ville, Jeanne Schultz, B. M. Croker, W. D. Howells, MrS. Oliphant. R. H. Savage, Frank R. Stockton, Edmondo de AmiciS, Potapenko u. A. Wir empfehlen dieses verdienstvolle Unternehmen unseren Lesern hiermit aufs Neue. Anzeige« der Stabt Greben. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. .z 18. Sonntag nach Trinitatis, den 1. October: In der Stadtkirche: Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: MilitärgotteSdtenst. Pfarrer Din geldey. Nachmittags 27, Uhr: Pfarrer Schlosser (mit Christenlehre für die Matthäusgemeinde). In der Friedhofscapelle: Vormittags 87r Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 272Uhr: Pfarrer Dr. Naumann (mit Christenlehre für die Johannesgemeinbe). Am nächsten Sonntag ben 8. October: Fleier beS heiligen Abendmahls mit Beichte Vormittags in der Stadtkirche. Die Kinberkirche wirb nächsten Sonntag ben 8 Odober, Vormittags 117« Uhr, roteber beginnen. Die Vorbereitung für die Helfer wirb Donnerstag ben 5 October, Nachmittags 5 Uhr, in ber Dtabikirche gehalten. Demnächst soll der Confirmsndenunterricht in den einzelnen Gemeinden beginnen. Die Eltern ober Angehörigen ber zu confirmirenden Kinber werden ersucht, ihre Kinder und zwar in deren Begleitung vorher anzumelden Die Anmeldungen werden in den Wohnungen ber Pfarrer ber Matthäus-, MarcuS- und LucaS- (einschließlich Militär-)gemeinbe entgegen genommen am Sonntag den 1 Odober, Nachm. von 4-6 Uhr, und Dienstag und Mittwoch den 3. und 4 Odober, Abends von 6—7 Uhr. lieber die Anmeldung in ber Johannesgemeinbe wirb noch nähere Veröffentlichung erfolgen. Katholische Gemeinde. Sonntag den 1. October, 19. Sonntag nach Pfingsten: Rofenkranzfest. Samstag: Nachmittag? von 3 Uhr bis Abends um 9 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte- Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 67s Uhr erste bl- Messe; gemeinschaftliche hl. Communion; um 77, Uhr Austheilung der hl. Communton; um v Uhr zweite hl. Messe; MilitärgotteSdtenst mit Predigt; um 9', Uhr Hochamt mit Predigt; Abends um 57, Uhr Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen Anmerkung: Während des Monats October ist täglich Rosenkranzandacht; dieselbe wird an den Sonntagen nach ber Christenlehre um 57, Uhr, an den Werktagen um 67, Uhr gehalten werben. ______ Gottesdienst in der Synagoge. Samstag ben 30. September: Vorabend 6°” Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4* Uhr SabbathauSgang 6" Uhr- Montag ben 2. October, Laubhüttenfest-Enbe: Vorabend 6* Uhr, Morgens 8*> Uhr, Nachmittags 4« Uhr. Dienstag den 3. October: Vorabend 6» Uhr, Morgens 8" Uhr, Nachmittags 4« Uhr, Festesausgang 640 Uhr. 57881 «S übertraft der in Geschmack und Geruch angen. -oll. Rauchtabak von B. Becker in Keese« a- H alle ähnlichen Fabrikate. 10 Psd- franco 8 Mark. 8190 Scblosser. 8178 tdoju ergebens! einladen ve Hochachtungsvoll (81M Wilh. Behrens, Schneidermeister JÄHRIGER ERFOLG 25 Die Ktaschenbier-Kandkung m 1304 diesesBlattes. 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