Clt "'n 1*^1»,
1898
Sonntag den 29. October
M. 254. Drittes Blatt
8-
chratisöeitage: Hießener Kamilienötätter.
rnpistr H.
e
; Win- I
1 ter=
E
L
B
Q
«9
1 <3
i ®
Roggen
Spelz
Wetzen
14
4
— I 17 17 15
1.6 4 । -
Kreis
3
2,5
3
2
ff
18
2,2 3,4 | 2,3
3 |
2.5
2
3
2
1
2,5 '
1
2
2
4_
2
w
2,5 i 1,2 | 17 ; -
I 2 | -
Durchschnitt
2,4 Ü 1,2 | 17 ü 17 || 17
2
Feuilleton
V
w»;-
2
2
Som- mer-
3
2
2
2
3
Ii*0at een Anzeigen zu der Rachmittag» für dm f^ßmdm Lag erscheinmdm Nummer bi» Benn. 10 Uhr.
1
2
Som- mer-
s s Z
19
18
4
3
3
4
3
Wtn- ter-
1
2
5
Z
16
22
20
16
17
16
20
12
16
16
10
15
18
20
16
20
18
14
20
10
24
10
10
Alle Lnnoruen-Vureaux de« In- und lu«(uM nchmm Anzeigen für den ^»ießenrr Anzeiger- entgegen.
Winter:
s B o 'N
-Sporn: mer-
! 2 2 2 2
2
8
9
10
11
12
1:
1,5
—
I 2
li 15
16 1
18 li 2i
21 2'
2i 21 25
Ernteertrag in 100 kg pro ha
Darmstadt.......
Dieburg.......
Erbach........
Groß-Gerau......
Heppenheim......
Offenbach.......
Durchschnitt sür Starkenburgs
Provinz Oberhessen.
Alsfeld........
Büdingen.......
Friedberg.......
Gießen........
Lauterbach.......
Schotten......•_
Durchschnitt für Oberhessen
an Wichtigkeit und Bedeutung übertrifft alle andern die in Aussicht genommene Tabakfabrikat- resp. Facturenwerthsteuer, weil sie im Falle ihrer Annahme durch den Reichstag für das Erwerbs- und wirtschaftliche Leben eines großen Theiles unseres Volkes von den verderblichsten Folgen begleitet wäre. Mit vollem Rechte macht sich deshalb eine starke Gegen-
Sie hörte nicht auf die Worte deS Herrn Hornick, der als gewandter Weltmann vom Wetter zu sprechen begann.
Herr Hornick hatte soeben seine einzigen Zuhörer, die Wände, mit der gediegenen Bemerkung erfreut, daß schönes Wetter doch immer angenehmer sei als schlechtes, als der Schlaffer eintrat.
Vermittels einer der zahlreichen Theodoriche (vulgo Dieteriche), die er bei sich trug, gelang es ihm bald, den Secretär zu öffnen.
Mit der Begeisterung eines Agitators, der von der Politik lebt, begann Alma jetzt zu wühlen.
Wohlgeordnete Papiere flogen nach rechts und links, nichts war vor den wirtschaftlichen Händen der jungen Frau sicher, und doch — fand sich das Loos nicht.
Zufällig verschob Alma dabei das Schreibzeug auf dem Tische um einen halben Zoll, sie stellte es jedoch sofort wieder gerade. Einen solchen Verstoß hältte ihr echt weiblicher Ord- nungssinn nie geduldet.
Nochmals wirbelte sie jetzt die Papiere durcheinander — sie flogen wie die Blätter im herbstlichen Sturm — und wieder ohne Erfolg.
Da entdeckte sie ein geheimes Fach.
ES zeigte sich ebenfalls verschloffen.
Glücklicherweise war der fein lächelnde Schlaffer noch zur Stelle- er besiegte auch diesen Widerstand, ward dann hono- rirt und ging mit zufriedenem Schritte ab.
ES gehört nicht streng zur Sache, verdient jedoch bew
Provinzen und ErhebungSbezirke.
für
/)\ *
Provinz Starkenburg, ftreifl Bensheim......
Antlitz Herrn Hornick ein, näherzutreten und Platz zu nehmen.
„Davon wußte ich gar nichts, daß mein Mann spielt!" rief sie dann sehr heiter. „Aber irren Sie sich auch nicht? Ist eS gewiß, daß wir gewonnen haben?"
„Der Name Ihres Herrn Gemahls, gnädige Frau, ist so selten, daß ein Jrrthum ausgeschloffen ist. Nachdem ich den Namen im Adreßbuch gefunden, eilte ich sofort hierher. Wie ich mir bereits zu bemerken erlaubte, habe ich den Betrag gleich mitgebracht. Es sind siebzigtausend Mark. Freilich eine Provision —"
„Die sollen Sie haben!" jubelte Alma. e
„Ich darf Sie wohl bitten, mir das Loos Nr. 42 auszuliefern? Es ist dies Bedingung."
„Schön! Ich will es sofort suchen. Mein Mann hat es jedenfalls in seinen Schreibsecretär gelegt. O schade, er ist verschloffen. Doch einerlei! Euphrosine!" rief sie zur Thür hinaus dem soeben zurückgekehrten Dienstmädchen zu.
Euphrosine, eine kugelrunde Person mit speckglänzendem Gesicht, erschüttert das Zimmer mit ihren Elephantenfüßen.
„Laufen Sie schnell zum Schlaffer, er soll einen Schreib- secretär öffnen. Aber schnell!"
Siebzigtausend Mark! In Almas Kopf wirbelte es: Neue Kleider, neue Loge im Theater, Bälle, Reisen, vielleicht eine Equipage, — alles wirbelte in ihrem Haupte durcheinander.
Nachrichten über den Saatenstand im Grostherzogthum Heffen UM die Mitte des Monats Oct ober 1893. Zusammengestellt bei der Großh. Oberen landwirthschastlichen Behörde.
1
2
3
4
5
6
7
Saatenstand
Note 1 = sehr guter, 2 — guter, 3 — mittlerer, 4 — geringer, 5 — sehr geringer Stand.
15
18
20
14 ||
jöl Miges
MM Eintritt
——-—---
WM
Ach M N
.MWI
bewegung gegen die erwähnte Mehrbelastung des Tabaks geltend und zwar nicht nur in den zunächst betheiligten In- tereffentenkreisen, sondern neuerdings auch in den breitesten Volksschichten, vornehmlich aber bei Tabak- und Cigarren- arbeitern, die ganz besonders schwer darunter zu leiden hätten. Ueberall im ganzen deutschen Reiche, wo Tabak gepflanzt und verarbeitet wird, werden Protestversammlungen abgehalten, in denen Resolutionen zur Annahme gelangen, wonach der Tabak eine Mehrbelastung überhaupt nicht mehr vertrage, wenn nicht die ganze Tabakindustrie und damit viele Tausende von Existenzen einer folgenschweren Schädigung ausgesetzt werden f Angesichts dieser drohenden Gefahr ist es nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht aller derer, die sich in ihren vitalsten Interessen gefährdet fühlen, mit aller Entschiedenheit gegen das neue Steuerproject Front zu machen und dasselbe zu bekämpfen.
Dieser Kampf, der nicht mehr lediglich ein Interessen- kamps, sondern für Viele ein Kampf ums Dasein ist, kann mit um so größerer Aussicht auf Erfolg ausgenommen werden, weil unwiderlegbar nachgewiesen werden kann, daß man von Seiten unserer ReichSsinanzverwaltung von falschen Voraussetzungen ausgeht und daß es wiederum die wirtschaftlich Schwachen, d. h. die weniger Bemittelten wären, auf die der Hauptantheil bei Aufbringung der Mehrkosten entfallen
Wenn man berücksichtigt, daß nach sorgfältigen Erhebungen die Cigarren bis zu 5 Pfg. incl. ca. 75pLt., d. t. 3/ des Gesammtconsums ausmachen, während auf die b Pfg - Cigarren 15pCt. und alle übrigen über 6 Pfg. hinaus ins- gesammt nur 10pCt. entfallen, so kann es keinem Zweisel unterliegen, daß aus den Cigarren über 6 Pfg. und dem Rauchtabak über 1.30 Mk. das Pfund allein die doppelte Einnahme an Steuer gegen bisher nicht aufgebracht werden kann.
Die unausbleibliche Folge der erheblichen Verteuerung durch die Facturenwerthsteuer, die nach osficiösen Erklärungen bei Cigarren 33>/spEt. und bei Rauchtabak 66V, pCt. deS Werthes beträgt, wäre ein Rückgang des ConsumS dauernd um ein Drittel. Da nun in der Tabakindustrie ca. 161000 Arbeiter beschäftigt sind, so wäre die weitere Folge, daß bei i/g Consumrückgang auch Vs dieser Arbeiter arbeitslos und damit brodloS werden würden.
Aus diesen Gründen liegt es aus der Hand, daß der Gesetzentwurf unmöglich zur Annahme gelangen kann. Der Tabak kann nicht mehr bluten. Es blutet ja nicht der Tabak selbst, der theoretisch ein vortreffliches Steuerobject sein mag, es bluten vielmehr Hunderltausende von Existenzen, die heute in der weitverzweigten Tabakinduftrie den Lebensunterhalt für sich und ihre Familienangehörigen verdienen.
Wir sind der festen Ueberzeugung, daß der Reichstag den Tabaksteuerentwurf nach Lage der Sache ohne Weiteres ablehnen wird. Die zur Deckung der Kosten der Militär- vorlage erforderlichen Mittel können und müssen aufgebracht werden, ohne daß die ärmeren Klassen so sehr belastet und so viele Existenzen ruinirt oder mindestens ernstlich gefährdet werden.
2|| 2
2 || 2
Provinz Rheinhessen. Landw. Vereinsbezirk Alzey . .
„ Bingen .
Pech in ))rima - Qualität.
Humoreske von Ad. Thiele.
(Nachdruck verboten.)
Eine Droschke hielt vor dem Hause an.
Alma eilte anS Fenster, um zu erspähen, wer denn da ausstiege, und sah zugleich mit anderen neugierigen Nach- darinnen, daß -in st°t,lich°r Herr den Wagen ner eß.
Gleich darauf klingelte es an der Vorsaalthur. Alma trotte daS Dienstmädchen ausgeschickt, sie mußte sich daher be- ^^^Kann^ich d1e°Ehr"'haben, Herrn Zwistebill zu sprechen?" fragte der fremde Herr.
„Mein Mann ist leider ausgegangen.
„Thut nichts, gnädige Frau! Mein Name ist Hornick, ich bin Lotteriecollecteur."
Frau Alma warf ihm einen mißtrauischen Blick zu und nSthigte ihn nicht zum Eintreten.
„Wie gnädige Frau vielleicht wissen," fuhr der Fremde fort, „spielt Ihr Herr Gemahl in der Lotterie."
AlmaS Züge wurden sehr unfreundlich.
„Ich kann Ihnen nun die erfreuliche Mitteilung machen, daß Ihr Herr Gemahl einen Haupttreffer gemacht hat. Ich komme, um das Geld zu bringen."
Alma blickte erst verwundert, dann lud sie mit strahlendem
1,9 II 3,1
1,9 |i 3,5
| 12
30
24
16
16
12
[ 17
18
14
17
12
16
21
1,1 22
23
28
14
16
| 18
„Jer’scW
1-
Eint0” J prospetf'
erbe $mn Ech/ad fieti angetauft (8
Keßler, BMich xvtMtthtümgibri im vlötzttn Md Nr l ttm-Sge-mfiiindmM
Actm, Htituvgtv, flihi j(rt, Gold- und WM m, vruchgold, oltra W\ , altmodischen PlNzck «ständen, alten etiir u s. w. u s lv
M ck W on Mobilim Mtd S-.
Louis Rothr
I 1.5 i ~ l! ~ 11 ~
II 1,7 | - || 2,5 h 3
* „ fiecka L Marsüy,
i -
1 1
- I 2
I 2 !
1.5
Kiesultate.___________________________________
Zur Tabaksteuerfrage
geht uns von fachmännischer Seite folgende Mittheilung zu:
Im Vordergründe aller socialpolitischen und wirthschaft- i'chen Fragen der Gegenwart stehen unstreitig die von der Aeichsfinanzverwaltung geplanten neuen Steuerprojecte. Aber
" ""d dauerh«i„,
>»»«„„, W(l
HD Herden.
vMÜlicher 8edi^
N Ntztz
MkfmUo
S* Lindenp/s- bürgerlicher KWtii» । 70 unb 90 Kfz.
BMard. - jhfltw, :lbst ein StttWtÄ m; IH vemüttzrn.
M. Leche«.
Flonheim .
Ingelheim .
Mainz . • Nieder-Olm Oppenheim.
Osthofen .
Pfeddersheim
Wöllstein .
Wöristadt .
Worms .
für Rheinhessen
w Gichemr Anzeiger 8
«erden bem Anzeiger A p /^|A * Jte.lt
general-Anzeiger. •** “■
Amts- unb Anzeigeblutt für den Areis <5tef$en>___
2 - II -
1,7 ■ — |l 2
Durchschnitt sür das Großherzogthum I 1,9 3
Remerkunaen' Die Wintersaatm, namentlich bei Weizen, sind noch im Gange. Die frühen Roggensaaten sind gut ausgegangen, °°d ihr Stand ist guVbts f-hr gu^ Die Kleefaaten waren im Frühjahr schlecht aufg-gangen. Die Nachsaatm zeigen gut«. Stand Die Lnnn Weizen und Svel, schwanken zwar nicht in den weiten Grenzen, wie wir dies im letzten Berichte bei Roggen confiatiren
CocaUi unb Peovinzlelles.
tzießeu, den 28. October 1893.
** Oeffeatliche Hnerfeitnung einer edlen Thal. Seine Königliche Hoheit der Grogherzog haben Allergnädigst geruht, am 14. October dem Badehalter Franz Joseph Schell zu Mainz in Anerkennung der von demselben am 25. August L I. mit Muth und Entschlossenheit, sowie eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung der Helene Ost von da vom Tode des Ertrinkens die Rettungsmedaille zu verleihen.
** LaudtagSwahl. In einem Theil der vorigen Nummer konnten wir das Ergebniß der gestrigen Nachwahl eines Abgeordneten zur Zweiten Kammer für den Bezirk Gießen- Land mitcheilen. Es fanden zwei Wahlhandlungen statt. In der ersten fielen auf Herrn Bähr (Reformpartei) 14, auf Herrn Drbig (Soc.) 9 Stimmen, auf Herrn Bürgermeister Leun in Großen-Linden (natl.) 6 Stimmen und auf Herrn Bürgermeister Geißler in Lollar (natl.) 4 Stimmen. — Im zweiten Wahlgange erhielt Herr Orbig 15, Herr Bähr 14, Herr Geißler 3, Herr Leun 1 Stimme. Da bei Stichwahlen die einfache Mehrheit genügt, so ist Herr Orbig als gewählt zu betrachten.
** Auf „Oswalds Garten" Hierselbst ist H. Witlgers Pauopticum für einige Tage zur Ansicht aufgestellt. Wie wir den Berichten auswärtiger Blätter entnehmen, ist es das größte transportable Geschäft dieser Art und enthält eine wirklich reichhaltige Sammlung sehr getreu ausgeführter, von den ersten Künstlern Verfertiger Wachsfiguren und sonstige Gegenstände. Sehr viel berühmte Persönlichkeiten sind porträtähnlich in Wachs aufgestellt- unter vielen Anderen Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. mit seinem ältesten Sohne, dem kleinen Kronprinzen, Kaiser Wilhelm I. im ungefähren Alter von 60 Jahren, Kaiser Friedrich als damaliger Kronprinz, Fürst Bismarck, Graf Moltke, Papst Leo XIII. und andere mehr. Besonders schön soll eine Gruppe „die Löwenbraut" sein, ausgesührt nach dem berühmten Bilde von Gabriel Max, wo eine Braut im weißen Atlaskleid, mit dem Brautschleier und dem Myrthenkranz im Haar, vor den Augen des entsetzten Bräutigams von einem Löwen zerrjfien wird. Zu erwähnen ist noch eine ganze Collection Völkerrassen und deren Waffen, viele in- und ausländische Thiere, Vögel und Amphibien, Rothkäppchen mit dem Wolfe, Schneewittchen, Aschenbrödel und viele andere mehr. In der zweiten Abtheilung sind die Original-Richtwerkzeuge des früheren Scharfrichters Julius Krauts aus Berlin ausgestellt: das Richtbeil, Richtblock, die Srreckbank u. f. w. lieber die Echtheit dieser Sachen sind viele Atteste, Schreiben von Staatsanwälten u. dergl. zur Einsicht des Publikums ausgehängt. Es mangelt uns der Raum, um alle dort ausgestellten Sachen anzuführen, wir bemerken nur, daß das Panopticum des Herrn Wittgers wirklich sehenswerth und interessant ist und die reichhaltige Ausstellung wohl jeden Besucher befriedigen wird.
** Der Kutscher-Verein Gießen, welcher von hiesigen bediensteten Kutschern, dem Vorbild anderer Gewerkschaften gemäß, sich constituirte, feiert morgen Sonntag fein erstes Stiftungsfest im „Cafv Leib". Der Verein bezweckt die Unterstützung der Collegen in Krankheit#-, Unglücks- und sonstigen bic Interessen der Kutscher berührenden Fällen. — Zahlreiche Einladungen zu dieser Feier sind an Prinzipale und Vereine ergangen. (S. Inserat.)
** Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zotzenbach. Mit der Stelle ist Organisten- dienst verbunden. Dem Herrn Grasen zu Erbach Schönberg steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Niedernhüusen mit einem jährl. Gehalte von 910 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rüffelsheim mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000—1300 Mk. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Moos
merkt zu werden, daß er auf dem Vorsaale mit feinem rechten Zeigefinger schnell, aber zart EuphrosinenS runden Hals berührte.
Die Holde stieß einen kurzen, fetten Schrei aus und lächelte wie ein ausgeschnittener Kürbis, dann schloß sich die Thür hinter dem siegesbewußten Eisenmanne. •
Inzwischen hatte Alma das verborgene Fach geöffnet. Ein Päckchen Briefe fiel ihr in die Hand.
„Mein theurer, innig geliebter Hermann!" begann der erste. „Mit qualvollen Seufzern, mit zerriffenem Herzen sehne ich die überseligen Stunden herbei, wo ich wieder in Deine Arme fliegen kann, wo ich wieder in Deinen sanften treuen Augen den Himmel finden werde. O, Du mein Ideal, wie oft tönt das Echo meiner Seele Deinen Namen zurück, den ewigtreuen, süßen Namen Hermann Zwisterbill —"
Der Bries entsank Almas Hand.
Doch sie raffte sich auf und las weiter, hingerissen, wild, zornig, alles andere um sich vergeffend. Die Briefe waren ja einige Jahre alt, aber diese Bertha, die sie ge- schrieben, ha, diese Bertha vielleicht liebte er sie noch. Solche Gluth, wie sie diese Briese athmeten, vergißt sich nicht, und niemals hatte er ihr, seinem armen Weibe, etwas davon gesagt.
Bei dem Gedanken, eine unglückliche, verrathene Frau zu sein, konnte sich Alma nicht länger halten: sie schluchzte lau: und brach in einen heftigen Thränenstiom auS.
Hornick war schon längst von dcm Gebiete der Meteors- logie aus daS der praktischen Philosophie übergegangen. Mit der Ruhe eineß Weisen hatte er AlmaS Hast, ihren Zorn und ihre Verzweiflung gesehen, jetzt aber erhob er sich, murmelte etwas von „nicht stören wollen", nannte laut und deutlich seine Adreffe und empfahl sich mit höflicher Verbeugung.
(Schluß folgt.)
mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Cantoren und Lectorendienst verbunden. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Groß-Eichen mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist OrganistenNenft verbunden.
♦* Schuldienst - Nachrichten. Am 7. October wurde der SchulamtSaSpirantin Anna Keller auS WormS eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Oder-Roden, — am 15. October wurde dem SchulamtsaSpirauten Franz Schmalbach aus Gau-Bickelheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Aschbach, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Carl Boxler zu Mosbach eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Viernheim, — an demselben Tage wurde dem SchulamtsaSpiranten Wilhelm Mayer aus Spachbrücken eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Escholl- brücken übertragen.
** Schankwirlhschaflen im Großherzogthum Hessen. Im Großherzogthum giebt eS im Jahre 1893 1974 Gaftwirth- schaften, 5466 Schankwirthschaflcn mit, 234 ohne Branntweinausschank, außerdem sind noch 2304 Branntwein - Kleinhandlungen vorhanden. Im Jahre 1878 — also vor 15 Jahren — zählte man 1639 Gastwirthschasten, 5365 Schankwirthschaften mit Branntweinausschank und 583 ohne BranntweinauSfchank und 2117 Klcinhandlunzen mit Branntwein. Im Jahre 1878 hatte das Großherzogthum 906 000 Einwohner, heute zählt eß 1000 800 Einwohner. _'-wÜ Säi
** Der Getreidemarkt. Die weichende Tendenz, welche die Berichte vom amerikanischen Getreidemarkt consequent bekunden, ist auf den deutschen Getreidemarkt nicht ohne Einfluß geblieben. Wenigstens macht sich derselbe im Weizen- geschäft durch eine Verschlechterung der Preise ziemlich deutlich geltend, eine Erscheinung, welche in der abgelausenen Berichts- Woche die allermeisten Plätze aufwiesen. Roggen hat sich dagegen wieder einigermaßen erholt und Hafer blieb vorwiegend recht fest, namentlich scheint an den maßgebenden Plätzen das Hausse-Engagement für October in letzteren Artikel sehr energisch vertheidigt werden zu sollen. Berliner Notirungen : Weizen per 1000 Kilogramm von 136 bis 147 Mk., Roggen von 121 bis 127 Mk., Hafer von 152 bis 188 Mk., Gerste von 125 bis 190 Mk.
** Der Einfluß heller Wohnräume für die Gesundheit wird allseitig anerkannt, ohne daß man bis jetzt einen positiven Grund dafür erkannt hätte. Bakteriologische Untersuchungen haben nun gezeigt, wie der „Arbeiterschutz" berichtet, daß die verschiedensten Arten von Bazillen, die der Cholera, des Typhus und anderer Krankheiten, im Licht nicht leben können. Es ist dies u. a. durch einen sehr hübschen Versuch experimentell nachgewiesen worden. In eine flache Glas- schale, auf deren Boden, auS schwarzem Papier ausgeschnitten, das Wort „Typhus" geklebt war, wurde Fleischpeptonagar, der beste Nährboden für Bazillen, welcher mit Bazillen erfüllt war, ausgegoffen. Nach dem Erkalten wurde die Schale umgekehrt, so daß die Buchstaben aus schwarzem Papier oben waren und dem Sonnenstich ausgesetzt. Dadurch waren alle Bazillen, welche unter den schwarzen Buchstaben waren, im Schatten, und nach 24 Stunden sah man, daß an den vom Sonnenlicht getroffenen Stellen die Bazillen fämmtlich zu Grunde gegangen waren, während sie sich an den dunklen Stellen sehr üppig entwickelt hatten, so daß sie das Wort Typhus scharf begrenzt Wiedergaben. Wir haben also in dem Sonnenlicht einen trefflichen Verbündeten in dem Kampfe gegen die Bazillen und wir wissen jetzt, weßhalb Helle, sonnige Wohnungen der Gesundheit zuträglicher sind, als dunkle. Da auch gleichzeitig festgestellt wurde, daß die bazillentötende Kraft des Sonnenlichtes beim Durchgang durch Wasser keine Einbuße erleidet, so findet auch die schnelle Selbstreinigung der Flüffe hierdurch theilweise ihre Erklärung.
— Die Ueberficht der oriSanwesettdeu Bevölkerung im Großherzogthum Hessen am 1. December 1890, nach Geschlecht und 5jährigen Altersklaffen zusammenge.stellt, gestaltet sich nach den Mittheilungen der Centralstelle für Landes- statistik folgendermaßen:
Altersklassen.
Jahre unter 5
5—10 10-15
Zahl der Einwohner.
Auf je 1000 Einw. kommen überhaupt 118 109 112
männl. 58862 54141
56482
roeibL 57971 53722 55011
zusammen 116833 107863 111493
15—20
51593
51445
103038
104
20—25
48634
44215
92849
94
25-30
36786
37151
73937
74
30—35
31393
32440
63833
64
35-40
27999
28876
56875
57
40—45
26545
28541
55076
56
45-50
25145
26599
51744
52
50—55
22080
24279
46359
47
55-60
17265
19133
36398
37
60-65
12570
14610
27180
27
65-70
9948
11750
21698
22
70-75
7142
8146
15288
15
75—80
3647
4285
7932
8
. 80-85
1651
1791
3442
3
85-90
418
508
926
1
90-95
50
55
105
0,1
95—100
7
7
14
0,1
Zusammen 492348
500535
992883
1000
Von den 982883 Einwohnern des GroßherzogthumS entfallen auf die Provinz Starkenburg 419642 (207359 mann« kiche, 212283 weibliche), auf die Provinz Oberheffen 265912 (131203 männliche, 134709 weibliche), auf die Provinz Rheinhessen 307329 (153786 männliche, 153543 weibliche). Der Ueberschuß deS weiblichen Geschlechts über daS männliche im Großherzogthum beträgt also 8187 Köpfe. Wie auß der Zusammenstellung ersichtlich, beginnt der Ueberschuß des weiblichen Geschlechts aber erst in der fünften Altersklasse, während bis dahin daS männliche Geschlecht überwiegt. Personen über
tt
pi
>cirp,cßofc
=
Iudr
a
Dl D l
w nnum9ani u. s. M IchilldikN Un) Scrab'
rrtigen stinte-
• MltiMlM 1 gurret Erfolge, b Dieselbe,
., r Leaheilullg del Eitle deS edlen St bekrönten mebi
nn±L Hinkt, und aus diese u:d) gegen Druck und : galten, daS vom ' ne ett Mre geschieh :faüi out Papier grs «-gefügt werden. 1 «ft den billig, leicht, i ilrter da- Gak- gegen
' Tie Ml dek KItnbng in feiner k rbetuf- aus tunb 68' -1 inner und M W I fctratbttt. Die re ’ilm Tage in der j SiLio soll ti Borton fünf Jahren nichi ^ibtiUiag aber bauti : m unter auch 18 b\< hjt- indessen doch j .^ibtpanfu. Außer flÄOntr über da- Gfi rficukn gewöhn mirl ■ iit LehooerMnisse d M daS Ti ^er Sejiehung einen ®Xffänger als auf d R{!!ntem wird sch» kräftig angele ßtätn gelungen, bil |J
-,n,n Sinter 1 ‘•:A1893
T.±t bestand.
Semalmg
LI
|re geg'L
nach.
Keisgebotenes.
Sparen
[9084
mtetbcn. Näheres
Neustadt 53.
ersuchen Sie gefl.
1246
miethen.
Laut» Sony
Giessen, Maus bürg.
[7902
® 0) B E
B ® Dl
Schusters Caffee
zu 85, 90, 95 und 100 Pfg. per Vt Kilo.
Verkaufsstelle Gießen: Hch. Wallach, Markt 8.
B. Sehaster, Von«, Dampf-Kaffee-Brennerei, gegr 1857.
to2] Eine Parthie «roße Rege«- IViflttrf&ffet zu verkaufen.
Frankfurterstraße 36, I. ,
I 8781] Kleines Logis an ruhige Leute zu vermiethen.__________Lindenplah 3.
8i86] Ein neuhergericht FamiltenlogiS zu vermiethen.Sonnenftraße 9.
Literatur und Aunst.
— KansmLnntsche Unterrichtsstunden. Vollständiger Lehrgang der pracitfchen Handelswtssensckaf ten für den Selbstunterricht. Bearbeitet von I. Fr. Schär, Lehrer der Handels- wistenschaftcn an der Oberen Rca'.schule zu Basel, unter Mitwirkung von Dr. phil. P. Langenscheidt. Cursus: I: Buchhaltung im Waarenhandel, Fabrtkbetrieb und Bankgeschäft nach den besten angewandten Methoden- Darstellnng der cmfachen, ttalientfchen, amcrt- kanischen, deutschen und französischen Form nebst Contocorrent. (In 15 Lectionen A 1 Mk.) Lection 1 und 2. Verlag für Sviack- unb Handclswissenschaft (Dr. P. Langenscheidt), Berlin SW. 46, Möckernstraßc 133. — Die rührige Verlagsbuchhandlung überrascht uns durch die „Kausm Unterrichtsstunden" mit einem Unternehmen, das seinesgleichen auf diesem Gebiete nickt hat, und welckeS der Anerkennung und des Dankes aller Interessenten ebenso sicher sein kann, wie es den Beifall hervorragender Fachautoritäten gefunden bat. Wir führen von solchen Urtheilen nur die nachstedenden an: Prof. Cadisch, Bern: Aus Allem heraus spricht Gründlichkeit, Klarheit und Genauigkeit. Dr. H. Balg, Reval: Ich begrüße tu den K. U. St. mit lebhafter Freude die vorzügliche Sachkenntrriß und klare, anschauliche Darstellung, und sehe den solgendrn Lectioncrr mit lebhafter Spannung entgegen. — Prof. Volmer, Ulrecht: Wir brauchen einen solchen Lehrgang wie da8 liebe Brod. — Regierungsrath und Univ.-Prof. Dr. von Jurasckek, Wien: Ausgezeichnet. Von einer Anschaulickkrit, welche ihresgleicken sucht und das Vcrständntß erzwingt. — Prof. Drapala, Wien: Jedermann muß mit diesem Lehrgang sein Ziel erreichen, und dazu ohne sonderliche Schwierigkeiten. — Pros. Huber, Chur: Das wohlthuende Gefühl behaglichen GenteßenS steigerte sich in mir, je länger ich in den K. U. St. las und musterte. — Buchhalter O Kock, St. Petersburg: Die K. U. St. werdn zu meinen Lteblingsbüchern gehören. Rach gewissenhaftem Studium wird sich Jedermann getrost einen ersten Buchhalter nennen dürfen. — Prof. Falkner, Zug: Geboren unstreitbar zu dem Besten auf diesem Gebiete. — Prof. Belohlawek, Linz: Wer die Buchführung nicht nach diesem Werke erlernt, wird sie durch Niemanden erlernen. — Buchhalter nnd handelsw. Lehrer G. Henrich, Hermannstadt: Dieses Werk muß großen Segen stiften. — Wir können uns diesen Urtheilen nur angelegentlich ansckließen, und empfehlen allen Handelsund Gewerbetreibenden die Anschaffung deS Werkes, dessen 1. Lection von Cursus I. auch einzeln zur Probe zu beziehen ist.
Schiffsnach richten.
(Mitgethellt durch den Agenten deS Norddeutschen Lloydes, Herrn Carl Loos in Gießen.)
Bremen, 26. Oktober. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Aller, Cavt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am l'k October von Bremen und am 18. October von Southampton abgegangen war, ist heute 2 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 26.October. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer H. H. Meier, Capitän M. Möller, vomNorddeutsckenLloyd in Bremen, welcher am 12. October von Bremen abgegangen war, ist heute, 8 Uhr Vormittags, wohlbebaltm in Baltimore an- gekommcn. ____________
Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 24. October wohlbehalten in Newyork angekommen.
h CD « .Ä 10
Italiener Roth wein
in überraschend schöner Qualität und zu äusserst billigen Preisen.
Niederlage bei Louis Frohnhäuser,
vermischtes.
* Eine schone Stiftung besteht in Wetzhausen bei Hof bim. Ein Kinderfreund aus dem alten Freihcrrngeschiecht d>r Truchseß von Wetzhausen, der vor mehreren hundert Jahren 'lebte und unvermählt blieb, testirte, daß jedes werktagsschul- p'lichtige Kind de^ den Herren von Truchseß zehentpflichtigen b kmeinden Wetzhausen und Mailes täglich nach dem Vormittags- Unterricht ein Pfund Brod bekomme. Die Kinder beten vor ^Üer Vertheilung des Brodes ein bestimmtes Gebet für die Teile des edlen Stifters und die Wohlfahrt seiner Familie und bekränzen mehrmals im Jahre sein Grabmal in der dortigen Kirche.
* Gasleitungsrohre aus Papier werden jetzt in England oiit gutem Erfolge, besonders für weite unterirdische Leitungen, algewandt. Dieselben werden in der Weise hergestellt, daß .g"es,.zähes Celluloscpapier um einen Dorn gewickelt wird, dec in seiner Stärke dem gewünschten Rohrdurchmesser entspricht. Jede Wicklung wird mit geschmolzenem Asphalt getränkt, und auf diese Weise ein völlig wasser- und luftdichtes, wÄ gegen Druck und Beschädigungen widerstandfähiges Rohr "halten, das vom Dorn abgezogen wird. Die Verbindung solcher Rohre geschieht durch übergeschobene Muffen, die eben- fallr aus Papier gefertigt und mit Asphalt den beiden Enden mgefügt werden. Den Rohren wird nachgerühmt, daß die- selbr n billig, leicht, unzerbrechlich sind und als schleckte Wärmeleiter das GaS gegen äußere Temperatureinflüsse beffer schützen.
* Die Zahl der Kellner in der Gegenwart gibt Dr. Karl Oldenberg in seiner kürzlich erschienenen Schrift: „Der Kellner- -berul" auf rund 58000 an. Unter denselben sind 9958 Ehemänner und 609 Wittwer- die übrigen 47 241 sind Unver- hririthete. Die regelmäßige Arbeitszeit derselben beträgt sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahre,- und in Berlin soll es Vorkommen, daß Kellner in manchen Stellungen in fünf Jahren nicht einen freien Sonntag haben. Der Aibe itstag aber dauert im Durchschnitt nicht unter 15 Stunden, -mitunter auch 18 biö 20 Stunden. In besseren Hotels trifft mn indessen doch jetzt schon ein ausgebildetes System für Ruhepausen. Außerordentlich verbreitet sind die Klagen der "Muer über das Esten, für welches meist keine besonderen Du! en gewährt werden, und über die Schlafstellen. — Was die Lohnverhältnissc der Kellner angeht, so ist der Lohn fast -WzLich durch das Trinkgeld ersetzt worden, welches in sitt- Uid’er Beziehung einen unheilvollen Einfluß sowohl aus den Hupfänger als auf den Geber ausübt. Gegen dieses Trink- lilüsystem wird schon lange, namentlich von Seiten der Wirthe kräftig angekämpst und ist es auch schon in vereinzelten Wen gelungen, die Abschaffung des Trinkgeldes in einer ttiae Theile, Gastwirthe und Kellner, befriedigenden Weise biirch^uführeu.
Lum Biergrund
i PiplanSgaste 19 KaplauSgaffe 19.
so allgemein beliebt gewordene
Märzenbier
< Birt von heute an im Zapf- [9075 klinge zugleich meinen guten bürger- Wn vrittagstisch in Erinnerung.
L. Löb.
Spar-Bleich-Kernseife
Per Pfd. 85 Pfg.
Diese Lpar-Bletch'Kernseife ist in Folg, ihres langsamen Verbrauchs, ihrer außerordenk lichen Waschkrast wesentlich vortbeilbafier als eine billige sich rasch verbrauchende Seife.
F. J. Mobs
Seisensabrik
Mäusburg. [9059] Mäusburg.
>oi>,sG?«b.ershei'.'er„ Sanrtatskaze.
[3887]
— Zur Hebung deS Flachsbaues. Der Flachsbau ist in vielen Gegenden Deutschlands deshalb so sehr zurückgegangen, weil daS Rösten des Flachses vielfach mißlang. Nun hat aber Herr Prof. Dr. Richard Bauer in Stuttgart ein neues Verfahren für Flachsröste entdeckt, das vielleicht geeignet ist, dem heimischen Flachsbaue wieder aufzuhelfen und die Einsuhr der bedeutenden Menge ausländischen Flachses wenigstens einigermaßen zu beschränken. Die Bäuerischen Patente hat die Firma Gruschwitz in Neusalz a. d. O. in Schlesien erworben und Flachs danach zubereitet, der besser und weicher sein soll, als der nach der sogenannten Courtray - Methode behandelte. Die preußische Regierung hat sich von der Vortreffltchkeit des Verfahrens überzeugt und die Landwirihe darauf aufmerksam gemacht; auch die österreichische Regierung hat durch eine Sachverständigen-Commission von der neuen Methode Kenntniß nehmen lassen. Es wäre doch sehr vortheilhaft für unseren inländischen Flachsbau, wenn ein Röst- verfahren angewendet werden könnte, das nicht vom Klima abhängt, nicht lange währt und doch die Faser nicht angreist. Als ein solches wird das Bauer'sche gepriesen.
— Zweckmäßigkeit der Torfmull-Abortanlagen. Torf- mull-Abonanlagen eignen sich nach den Erfahrungen, welche Fabrikant Johann Kluge in Trautenau gemacht und in den Mittheilungen des Wiener gewerbehygientschen Museums ausführlich veröffentlicht hat, für Fabriken bester als das Heidelberger Tonuensystem, das englische Wassercloset oder andere auf künstlicher sowie natürlicher Ventilation beruhende, demselben Zwecke dienende Systeme. Kluge hat die Torsstreuapparate der Firma Otto Pope in Kirchberg i S. in seiner Trautenauer Flachsspinnerei eingesührt und benöthtgt für 300 Arbeiter jährlich 60 Doppelcentner Torfmull, L 3 Mk. Etwas Arbeit verursacht allerdings das in größeren Fabriken täglich nöthtg werdende Füllen des Streuapparates und das tägliche Abführen der mit Fäcalmasse und Torfmull gefüllten Kübel. Aber der so erhaltene braune Torfdünger liefert auch einen um 50 pCt. besseren Ertrag auf den Feldern als gewöhnlicher Dünger, und, da er absolut geruchlos ist, so wird man bet Benutzung einer solchen Torfmullanlage mit einem Schlage von der lästigen, luftverpestenden Abfuhr flüssiger Fäcalien befreit, für welche die Landwirthschaft nicht einmal immer Verwendung hat. Die Hauptsache aber ist der außerordentliche hygienische Vortbetl, welchen das Torfmull-Abortanlagen-System bietet. Die im Torfe enthaltenen 10 bis 20 pCt. Humussäuren machen die, nach den Untersuchungen Kochs nur in alkalischen Flüssigkeiten gedeihenden, Bacillen unschädlich, bringen sie zum Absterben und ersparen das Desinficiren, wenn man die Torfstreu nicht spart. Ist danach aber die Zweckmäßigkeit der Torfmull-Abortanlagen für Fabriken erwiesen, so ist dieselbe jedenfalls auch für Käse nen, große Hotels und Logirl-äusern, sowie Überhaupt für alle Häuser, in denen keine Wasserclosels sind, sehr empfehlenswerth uub dürften die wirksamsten Bekämpfer der Cholera, des Typhus und anderer ansteckender Krankheiten fein.
Verkehr, Cattö* uttö Volkswirtbsebaft«
— eine DorstchtSwatzregel bei der Kartoffelernte. Während und nach der Kartoffelernte wird von vielen Landwirthen durch das Liegenlassen der kranken Kartoffeln auf den Feldern ein großer Fehler gemackt. Denn die auf dem Felde zurückgelassenen kranken Kartoffeln bilbcn für Engerlinge und Larven einen geeigneten Schlupfwinkel, wo diese sicher der Verpuppung entgegengehen. Ferner finden namentlich Feldmäuse daran hinreichende Futterstoffe, wodurch beten Erhaltung unb Vermehrung Vorschub geleistet wirb. Daneben muß besonders bes Umstandes gedacht werden, baß burch angefaulte Kartoffeln eine Uebertragung bes Kartoffelpilzes für die nächste Ernte vorbereitet wird. Wer der Ausbreitung der Kartoffelkrankheit entgegenarbeiten will, der laste keine verfaulten oder angefaulten Knollen auf dem Felde liegen, sondern sammle diese zu Haufen, die dann in ein tief gegrabenes Loch geschüttet und mit Kalk übergossen werden. Desgleichen ist erforderlich, daß die nach dem Auflesen der Kartoffel- Haufen sich zeigenden Engerlinge vertilgt werden.
Damen- und Kinderconfection
feinste Ausführung, garantirt tadelloser Sitz, civile Preise.
Johanna Petri-Beck aus Frankfurt a. M
8929] Aliceftraße 19, Nebenhaus.
ränklicke Schulkinder beabficktigt seine, seit mehreren (intern ausgeübte, gemeinnützige Thätigkeit demnächst auch den bevorstehenden Winter fortzusetzen. Es dürfte daher licht ohne Interesse sein, einiges über die Wirksamkeit im lecflossenen Winter mitzutheilen. Vom 15. November 1892 tiv 29. März 1893 sind 639 Kinder unserer sechs städtischen kZalköschulgruppen an zusammen 106 Schultagen mit dem [frühstück bedacht worden, welches für jedes Kind in 1/i Liter lögekochtcr Milch und einen Wasserweck von etwa 80 Gramm (’> toidjt bestand. Nicht weniger als 17,408 Liter Milch und 18,516 Wasserwerke sind verbraucht worden. Diese bedeutenden Ktaturalgaben erforderten aber auch entsprechend große Geld- «usgaben. Das Comitc hat im vorigen Winter 5437 Mk. 68Pf. »gebraucht, darunter für Milch und Wecke allein 5014 Mk. 83 Pf., lirnn die Verwaltungskosten sind nur gering und bestehen Itußer in den unumgänglich nöth'.gen Ausgaben für das Inventar jfin Tassen u. s. w. hauptsächlich in den mäßigen Remunerationen, »Kelche den Schuldienern für ihre große Mühewaltung bei | Bereitung und Verabfolgung des Frühstücks vergütet werden.
7848] Sandgaste 46: Stube, Cabinet und Küche zum Preise von 9‘A Mark zu vermiethen. Näheres Schützenstraßr 11.
8216] Kleine Mansardenwohnung, zwei Zimmer und Kücke, sofort zu vermiethen.
W. BehrenS, Wetzsteinstraße 38.
7839] Wohnung von 5 Zimmern mit Zubehör, sowie ein kleines Mansarden- Logis zu oermietben. Nordanlage 28
5520] Bismarckstraße 22, gegenüber der Realschule, ist der 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern rc., sofort anderweitig zu vermiethen.
5 (f ,
»5*4
Spange. *
*“ u» g,y.® !
Meltr, tos» fr1
15 unö Sßteierf av • ächtet iu
Hauptuiederlage viederverkLufern hoher Rabatt.
j.
Ä1"'
^N\\tx w Jahr LchivMr *?■ Schiiser in
in Darmstadt (i. :v )U dm Kosten der by Sp°r- und LeW^ gezahlt, von den jfrMii ahnerzahl ein 1 Collecten 1]8I j|Wt über 2000 W. den ihnen Erfolg. ErdtMe Sihwesleia liegen vor. aifouifäufi btjiv, dem« e Stufte bwtyttn, /o ji geistiichn öei dem Psaxr- Üm. Treten TSMnigll DeeM mMen. jr. Hmchern nur für (41111 Pidemischem Charactn w'; men werden. Die ziM: jede Tag- und Achrii:: - Unvermögende Kraul! j. keil willen nie hinter ZHhl Ersatz der iranSpodr: t von der FaMe, \n 1 wahren. Dri utiraj® t, daß die Nachbar in Schwestern annc. i eenen, datz nun acl ne Kranken, derer W ire Kenntnisse dgemeinden thä/,M W ■ se Einri-tM- att eine st „iniTiim«®**; < W, angestrebt wird, 1. ^Legerin hat. icht des Deeanalsaudit'. DchansMndorsln^ en iür innere Mw, ü« 3M11* ;
tiat fit»»
fienb und //öte ->W«S
SeS.-*”1'
.. •* i s
nÄ
I
6 Bismarckstraße 6
3i Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör, per sofort anderweit zu vermiethen.
Nähere Auskunft im Laden- 13570
4921| Das seither von Frau Geheimrath Seitz bewohnte Logis, 5—6 Zimmer, ist anderweitig an ruhige Leute zu vermiethen. ______L. Minkel, Bahnhofstraße 10.
1409] Mansardenzimmer mtt Cabinet und Zubehör für eine ruhige ältere Dame zu vermieth n. Näheres
_____NahrungSberg 8 im NebenhauS
8799] Mehrere Logis zu vermiethen- __•____________________Schloßgasse 10.
5980] Bahnhofstraße 6: 3. Stock zu ver,
— Die Petroleum- und SchmierSlfabrikation von F. A. Roßmäßler. Mit 26 in den Text gedruckten Abbildungen. Preis 3 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Das Buch, welches die Verarbeitung des ErdötS (Naphtha) behandelt, ist mehr vom vractischen Standpunkte aus geschrieben, ohne jedock die theoretische Seite der Erdöl-Industrie ganz zu übergehen, dercn gebührend Erwähnung, wenn auch in Kürze, geihan wird. — Verfasser füllt mit seinem Buche eine Lücke aus, welche fast allen Werken der technischen Literatur, die denselben Gegenstand besprechen, ar Lüftet, nämlich die nur sehr geringe Aufmerksamkeit, die in den meisten Büchern der speciellen Frage der Fabrikation der Schmieröle gewidmet wird, — obgleich dieser Theil der Mineralöl-Industrie gerade der am wcnigsten bekannte ist. Das vorliegende Weik gleit neben theoretischen Erörterungen der Schmierölfiage die autzfübrlichsie, auf practische Erfahrung gegründete Beschreibung der besten Fabrikations- meihoden dieser für die Masckinenpraxis unentbehrlichen Gele. Dieselbe Aufmerksamkeit ist der Darstellung der Lampenöle unb der übrigen aus dem Erdöle gewonnenen Handelswaaren, sowie der Nutzbarmachung der Fabrikations - Abfallstoffe gewidmet. Die eingehende, durch Situationszeichnungen erläuterte Besprechung über Anlage von Petroleum- unb Sckmierolfabriken erhöht ben Werih bes Buches, welches mit vielen Originalabbilbungen ausgestatter ist. Aus ben letzten Seiten entwirft ber Verfasser eine anschauliche Schiiberung der Bakuschen Erdölquellen unb brr bärtigen Raffinerien und Fabriken, womit dem Buche ein interessanter Abschluß gegeben wird.
----- ----- . 1 ■ ...........---
7114] 4 Zimmer, Küche, Wasserleitung, Keller, Mansarde, per sofort zu verm. _________G. Bott, Grünbergerstr. 4.
8898] Logis, kl. u. größ., sow. einz. Z., neu herger., gl. beziehb Neuen Säue 20.
8849] Vahnhofftratze 27, 2. Stock, schöne Wohnung, 3 große Zimmer und Zubehör, per sofort zu ver«
78-59] Logis, 4 unb 5 Zimmer nebst Zubehör, Goethestraße, zu vermiethen. ______________L. Huhn, Bleichstratze.
8397] Lonystratze 20: ein Logis, sechs gr. Zimmer rc, zu vermiethm._________
8319] Wohnung zu vermiethen bet ________Wtth. Lange, Neustadt 47.
4950] Frdl. Mans -Wohng. v. 3 Zim.
2 Cabineten, zus. oder getrennt zu verm- _______H Krttb, verl Asterweg 48.
8639] Kleines LogiS zu vermiethen. _______________Mardurgerftraße 29.
8522] Kleine Wohnung zu vermiethen- Hammstraße 27.
Mermietliungen.
9065] Zwetter bock zu vermiethen- Wolfstraße 10, Ecke der Grünbergerstr.
9053] In nächster Nähe der Bahnhöfe eine schone Wohnung. 4 Zimmer, Wasserleitung unb alles Zubebor, zu M 300 — per sofort zu vermiethen. _________________Franksurterstraße 36.
9055] Ein Logis zu vermiethen. _____________________Wetzsteinstraße 13.
6148] Logrs, 3 Zim. m. Zub., abgeschl. Corr., sofort beziehbar. Schillerstratze 29.
5866] In meinem Hause Stetnstraße 9, ist der mittlere Stock, 5 Zimmer nebst Zubehör, wegen Wegzug der Frau Lim« pert pr. sofort ju vermiethen.
__________ttndr. Euter, Steinstr. 7.
6240] In meinem Weufcau Steinstraße find drei Wohnungen mit je fünf Zimmern und eine Mansarde per sofort zu vermiethen.
A«dr. Euler, Stetnstraße 7, II.
JkNeIz, vorm. f. Winter Nachügr., tte Lindenplatz Wallthorftraße. Laubsägeholz lMg zu haben bei [9077
Andr. Euler.
Hühne^nnnjel
entfernen
1 xtx =
9076] Eine kleine Wohnur.
miethen.
xxxxx
Atelier Emil Giessow
:tw
Leipzig 1879.
Preisgekrönt
LudwigSstraße 52.
vermiethen.
Be*l»tUtUiu
122.65
131.40 3Vi°/oft6ln«3RtnbrUiooU
131.10
Prt., rückzahlb. 1910 .
103 W
102-5:
104 30
105.30
88 50
100.50
rürfroHb. 1896
■t 21.
Gänsebraten
100.50 100»
lQln- blei»
»ff,
11“.
i'
fBcMUr
.tiiö(iotf)r(ien,
§59 4«. 718 7» •* 114®.
6*2-
Deutz «St»
7» 12^ s06
Rebaction: Ä. 6chevda. — Druck unb Bering ket Bruhtichen Druckerri (Fr. Ehr. Otetlch) I»
1885
•Otru, Lautzach bqw. Stockheim
sowie einzelne gute Werke kauft
Buchhändler Krebs
Loose.
120 20 Braunschweig. 20 Dhlr.«
xn -0 HoBmbtt 1
IÄ,fl ^WBgebäi
83 55 । »MO
?ttvean, lagen am Mittwoch recht malt und ichliehen heute eine Kleinigkeit gebessert. Die meiste Beachtung wurde den Ketten der Dresdener Bank geschenkt, well ver-
Loose . . . . 3®/o Oldenburger Loose .
2’4 500 J24 70® 8-9* 10“ *
•J22 5037« 8*J *___
104»®' VH-) 128 60 ltl*>
L 6072] Laden zu vermtetben Selter-Weg 30.
5755] Die Parterrewohnung und Vie Beletage Oftanlag« 29 stnd aus sofort zu vermiethen.
Nähere- bei Agent Ä. Klee», Südaulage 18. _____
Daß durch die Direction erfolgte Dementi vermochte die Souren btt voraus- gegangenen Gerüchtes nicht ganz zu verwischen. Oesterretchische Banken hatten durch
»nt 18. tembtr «tte )tr Me die •XIM. Birklar, Tori siiarbenteich, 1 5xf- Äoin^aujen und - " 'Nen, Cb,
xxxx Klavierunterricht
2w #w64ä giu i(M 11»
214 450 552 718 8^ 91L
3" (führt L—i. Klasse).
8^ IO04 11*8 Uff
, öohnur.g zu ver- ______________Hommstraße 7. 1 7677] Kleine Wohnung zu vermiethm.! Krofdorserstratze 17.
(Gebr. Müller Nachfolger) 34 Bahnhofstr. 34 empfiehlt sich zu
Aufnahmen jeden Genres in nur künstlerischer feinster Ausführung zu soliden Preisen, bei jeder Witterung, stets mit Moment« platten. 3410
y*1 Papier . ^orgenhaiuni
Nach beendigter couservatorischer Ausbildung und im Befitze besten Zeugnisses, empfehle ich mich zur Eitheilung von Klavierunterricht in und außer dem Hause.
Wohnung im Hause meiner Ellern: Liebigstrasse 61.
7912] Auguste Döring.
132.81 95JI 96
124.7" UM 4V
119.60
122.—
Marburg
WUouGoNseu iLocalz.)
25 Sonnenftraße 25. [8014
Als alleiniger Vertreter einer der größten Hypotheken, banken vermittele ich die Beleihung von Immobilien zu zünftige» Bedingungen. 27
».HL«tnenis1eLi>« Schillerst r 27
l„ 0, w ™ »"ch! b« Bmch
®riHber
,U Sm 7*2 »l!*.___
jjz? 0* E tt * 12»! i$ü j4j 311 W* •- 91®* 9». __ _
2* (führt 2 -4. lB4f<_- öh &
1_-111L *
5»A» 10>^ 1Z*4
9-2.___
* fltntofl«-
n< ei*®"
jhutvo 12*° y (bif nn
---W-K TiHy 1* (bH trw
GelAtzousen
■ •• /,»/v BremerStaatSanl.
, Hamb.Staatsrente 4»/e Oeftr. Goldrente
, GriechischeMonopol- Anlethe . . . 4»/o Rumänische Rente . 4»/o Rusi. Consol» S. III
Sei
Bn den dicht bs Ärttit 8ithn hab> Mithtn Kbörigen:
1 Cfnjitrt, 5am
2 Atstrvisttll, son mü> bn tzrsah ,'ii Titiflutitn bei Kannschasien, ;um Erscheinei gegangen ist.
Tu Ersah-Res «riammlunQ nicht \ ilQdjüeitnb ist r^onttolvstichligrn an
2 :a 11. 'Mmbtr L tihebbof die Bewohn, Ahert^Mmha idct'. Mchenheim 1 ii^-NShausen mit -Kchhie«, Lteinheiin,
------- ~ 68/69 garant. .
Börse»woctzrmvericht , steuerfrei
son E. Wassersehleben, Bankgeschäft, »lO-ft,°Li..,«b^n
Die ungünstigen Einflüsse, welche die Stimmung der einzelnen Börsen g»/. bo" do. beherrschen, nehmen täglich an Kraft zu und führen fortgesetzt zu neuen Realtsatto- 1.—VIIL nen, unter welchen die Course stetig abwärts gehen. Wo bo. ErgänzungSnetz
Der Widerstand, welcher früher immer von Wien aus gegen jede nach unten 60/() ^orböeftbabn «olb aertdjtete Bewegung geleistet worden ist, bat schon seit einiger Zeit nachgelassen und --------------------------
beute schreitet die österreichische Speculation sogar den anderen Märkten mit Der- kaufen voraus da ihr Optimismus hinsichtlich der ohnehin schon stark gefährdeten LudwiaShasen-Bexbach. Daluta-Regulirung durch die in Aussicht genommene Wahlresorm des Grafen laaffe hessische LudwiaSbaho. ernstlich erschüttert worden ist. Unsere deutschen Börsen sind nicht dazu disponirt, Pfälzische Nordbahn . ein größeres Angebot willig aufnehmen zu können, da ihre Unternehmungslust Lübeck-Büchner . . . durch die in der Lust schwebenden Sleuerprojecte lahm gelegt ist, und sie zudem ------------------------
nach wie vor ihre Aufmerksamkeit auf den Geldmarkt richten müsien. Obwohl die Wechselcourse anhaltend günstig für uns liegen und den Bezug von Gold aus Deutfche ReichSbank . London gestatten, ist noch keine Erleichterung unseres Discontsatzes zu bemerken flnltn. HandelSgefellsch. und man hat deshalb bei der beginnenden October-Liquidation jedenfalls wieder Deutsche Bank . . . mit der gleichen Geldknappheit zu rechnen, wie in den vergangenen Monaten. TeulscheGenosienfchftSb.
Die Tendenz der abgelaufenen Woche ist jedoch weit weniger durch diese o.Soergel.ParriftuSLLo.
mtr $nbHont ras ßtoßk 1«"iiCf. 'setriSr’xk p'&lbsÄ Ä’iiätata »jur
Miethen. A. Wallenfels Wwe., Kirchenpl 21. oembet an einen der italienischen Ratte stattfanden, waren nicht °dnc Eour-zug^Lndnstie auSzumdi».
iu7!rt*u’''u'äKfl* Lehr Cursus im Kleidermachcn re. Ontormu =>0=0!™=««»,^61.1«™»8™inntn
' ^Lmelnem «.JSXra ,u eedffnen^ Meine Methode in e.ne sehe lnch, fnhl.che und go.onl.ee Meridwu.lb.dn üd.ichm 2 Proem, UV... dee
DNN.-N elften Pension im House. = (89671 Eourse da Frankfurt« Börse.
8398] Mehrere schöne Logis zu oer- A. FrieSSC, Ludwigsstraßk Nk 12, paNttre
miethen. GeorgLich, Leihgefternerweg24
84417] Schön möbl- Zimmer zu vermiethen Asterweg 44-
In der Erped. d Bl. »u ersraaen. Die Tendenz der abgelaufenen Woche ist jedoch weit weniger durch diese o.Soagel,Parriftu«L«o
8959] Gut möbltrte« Zimmer zu Erwägungen bestimmt worden, als durch den rapiden Kursrückgang der ttaltenU vermiethen. Ludwlgöplatz 14. scheu Weithe. Während es seither Vetkäuse de« französischen Kapitals und b.r . »
,r?g des °°n Frankreich an den Mark, grdrachlen Maier,al« ist Dom Heimaidland aut ««d. «niUn- u. Sod«- Möblirtes Zimmer mit Newyorker ------»---------
llliianoiriHlßCll CourSberichten hat die zuversichtlichere Stimmung schon SuSdruck gefunden^ unb iy2 8i» w>t> ipb i». |40
illlb Meparatttren aller aud) an btn deutschen Börsen sinb in Folge besten höhere Preise für amerikanische ZÄ 4-7 ^3 7dl »u« nie.
^4 IBond« bezahlt worden. Die Schattenseite diese« Lichtblick« drückte dagegen auf den * 2—4 Älafle)
A\V Hi Cours der Anleihen Mexikos, weil die Finanzlage diese« Staate« vori d°m zu- .
107.15
106.70
3% naail. garant. 3taL
100.25
100.30
Eisenbahn . .
50 15
SI45
30/0 Livomeser . . .
54 50
57.-
83.40
83.60
4° y Rusi.Südw Eisend.
4° 0 Wlabikawka« garnt.
94.80
94.9t
80.70
80.75
94 70
95J5
106.60
106.70
4°/q gar. 6atb4n.6ec.fHr.
—
•ifrasafttt’tUtiaiu
223 50
222.50
Oeft Norbw.-Bahn Lit^.
194.-1
195* .
107.10
107.90
| Gottharbt.....
150.45
151 45
11040
110.50
Jtal. Mittelmeer . .
86 50
8« 40
133.50
134.80
150.70
150 70
Dresdener Bank. . .
130.50
128 85
129.40
Mitteldeutsche Creditb. .
95 -
148.30
150.40
Mimet Bank-Verein .
96.85
Mürttemd. Seretn«bant
125 —
114 —
114 —
Deutsche öeretnlbanl .
101 90
164.—
146.40
345.— 111 80
162'20
147.—
349 60
110.50
Deutsche vcrlagsanstalt Farbwerke, vorm. Meister, Luciu« 4 Brüning.
Riebeek'scheM ontanwerke Bochumer Gutzftahl
185 -
341.40 153 — 112 —
IH-
3 4U0 1MM 114-
VfautztzaMa.
103 —
103.—
4o/oDeutscheGrundschld ' Bk.-Pfandbr. I u. II
101.10
101 II
97.-
97 —
3ViVo do......
3'/ 0/0 Rhein. Hyp -Bank-
98 -
96 -
102.60
102.60
Psandbr.
94 90
l ;;
96 30
96 30
4”/ Meininger Psandbr.
4»/e do. do.
unkündbar bi« 1900
WO 80
102 50
100.55
101.— |