1893 Samstag den 28. October itft. 254 • Erstes Blatt. D« Greßtncl Aints- unb Anzeigeblcrtt für den Ureis Gieren «erden dem Anzeiger :»4ch«nU.ch dreimal dttgelegu Ttr Otflrxtr Anzeiger «Nfct'i't täglich, wax Äu»nabmt des Montags Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. BienelptzsMer A5on»cmtnto,r-i»r 2 Mars *?b 1?fg. ■* Bringerlohn. Durch die Poft dezatzt, 2 Mare 5U Wg. «edacnon, trxMtv»« und truqerfL Ferrgprechrr öl. ^geerei. d-» r. s&r ihn 1(5*'^ mmstlllhe 25 ammluii! MmdS 8% uh, • Hof. 1 verschiedenes. Das Command« keuo» bei pünktlicher ZH,. 1 oder zu kausg. en unter X. l w ■ '• M. Eme Dame duft'W bricht zu neim ikllw Offerten ut I. tu W i dieses BIM rinttifendet fflhrte Mr W We Leugnisje trfoW r ertttM (W) M Ach/kt, Mainz. 5. Altmburgische UM M )«t. V D'n. rtzmn. m ) verkehrenden AswlchU ] «-fahrt. IW5«'5w1(3 8yi • B) 6« Mrl 2.-4. t” p5 5Ö5 7^j,, - «927 1207 13Ö jlj“ 0® '• b "WiwSä- ZZEML 'S__— pchnun9el* . preut110^ j —J I Hratisöeilaae: Kießener Kamilienblätter. falgmben Tag erscheinenden Nummer biS Borm. 10 Uhr. | t< U 0 er <->■ '“L11 EI «Ml I» » L«W»EMV! Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen 2lmtlid?6r Ttzeil. Bekanntmachung betreffend Maul- und Klauenseuche zu Hungen. Nachdem seit dem Erlöschen der Maul- und Klauenseuche *m der Gemarkung Hungen Seuchenfälle nicht mehr aufge- -treten sind, haben wir der Großh. Bürgermeisterei Hungen Die Erlaubniß zur Ausstellung von Gesundheitsscheinen für tiindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine, die von Händlern auSgeführt werden, ertheilt. Insoweit die bezeichneten Thiere von anderen Personen ausgeführt werden, bedarf es der Aus» siellung von Gesundheitsscheinen nicht. Gießen, den 26. October 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.__________________ Steckbrief. Der unten näher bezeichnete. Rekrut Ludwig Weller, Jakob VI. Sohn, des Landwehrbezirks Gießen hat sich der Gestellung entzogen. Sämmtliche Eivil- und Militärbehörden werben dienstergebenst ersucht, gefälligst auf denselben ein wachsames Auge zu haben, ihn im Ergreifungsfalle zu arre- tiien und an die nächste Militärbehörde abliefern zu lasten. Signalement: 1) Name: Ludwig Weller, Jakob VI. Lohn, 2) Geburtsort: Heuchelheim, 3) Kreis: Gießen, 4| Geboren: 16. Mai 1871, 5) Größe: 1 m 68 cm, 6| Religion. Evangelisch, 7) Stand oder Gewerbe: Dach, btder, 8) Besondere Kennzeichen: Keine. Gießen, den 23. October 1893. CaSpary, Cberftüeut. z. D. und Commandeur des Landwehrbezirks Gießen. Deutsches Reich. Berlin, 26. October. Zu einem Vorspiel zu den bevorstehenden Steuerdebatten im Reichstage ist es im Finanz- ausschusse der bayerischen Abgeordnetenkammer gekommen. Ministerpräsident v. Crailsheim verbreitete sich bei der allgemeinen Debatte namentlich über die Deckungs- jrage bei der Hceresreform. Herr v. Crailsheim bezeichnete die Auslastung der Mehrkosten auf die Einzelftaaten als die drückendste Deckungsart und erklärte er zugleich eine birecte 'Reichseinkommensteuer als unannehmbar. Er wurde daun im weiteren Verlause der Debatte vom Finanzminister von Riedel unterstützt, welcher das Schwanken der Matrikular. beiträge und der Ueberweisungen aus den Einnahmen des Reiches beklagte und weiter als muthmaßliche neue Reichs- sieuern eine Börsensteuer, eine „wohlwollende" Tabakfabrikat- sieuer und eine Weinsteuer mit einer gewiffen Werthgrenze für Landweine, sowie mit strengster Steuercontrolle für Kunstwein bezeichnete. Berlin, 24. October. Stempelsteuervorlage. In der letzten Zeit sind mancherlei Nachrichten über die geplante Stempelsteuervorlage, sogar mit genauen Angaben über Einzelheiten, in Umlauf gesetzt worden, als ob eine solche schon Ifeügestellt und bereit sei, dem Bundesrathe zur Beschluß- sastung übergeben zu werden. Auf Grund sicherer Erkundigungen werden der „National - Zeitung" alle solche Nachlichten als bloße Kombinationen bezeichnet. Eine Vorlage, die eine Abänderung der Besteuerung der Börsengeschäfte betrifft, ist bisher weder beschlossen, noch ausgearbeitet worden. Daß eine Erhöhung der Börsensteuer in erster Reihe erstrebt 7 und beschlossen werden wird, unterliegt wohl keinem Zweifel. Für den in der Presse vielfach erörterten Vorschlag einer Emissionssteuer besteht aber keine Neigung und es ist zu :onstatiren, daß in dieser Richtung nicht, wie jüngst ein Blatt meldete, ein Gegensatz zwischen den Anschauungen des Reichs- ichatzamtes, des preußischen Finanzministeriums und des Bank- 'Präsidenten Dr. Koch besteht. Eine Emlssionssteuer wird ichon darum für wenig geeignet gehalten, weil dieselbe bei )er Einführung einer fremden Anleihe an den deutschen Börsen in einem kleinen Teilbeträge der ersteren doch die ganze Summe der Anleihe treffen würde, was eine auch dem Handel und Verkehr schädliche Ungerechtigkeit in sich schlösse. Eine allgemeine Quittungssteuer für das Reich wird erwogen, aber fte als Landessteuer zu erheben, falls sie im Reiche nicht zur Einführung kommt, wie es ein Blatt jüngst in Aussicht stellte, fann nicht in der Absicht der Finanzleitungen der Bundes- naaten liegen, da durch eine Anzahl einzelstaailicher Quittungs- iieuern leicht Verwirrung herbeigesührt werden würde. r— Vor dem Landgericht zu Hannover spielt gegenwärtig ein großer Spieler- und Wucherer- Pro ceß, der schon wegen seines Umfanges und der de- ibciligten Persönlichkeiten allgemeines Interesse erweckt. Der Prozeß läßt aber zugleich bedenkliche Schäden und Zustände hervortreten, und wenn sich die socialdemokratische Agitation der Lehren öes Prozesses von Hannover als eines „dankbaren Stoffes" bemächtigen sollte, so wäre dies nicht weiter verwunderlich. Halle a. S., 25. October. Zur 50jährigen Jubelfeier des Landwirthschastlichen Centralvereins der Provinz Sachien sand im städtischen Schützenhause ein Festact statt, dem gegen 1000 Teilnehmer beiwohnten. Ausland. — Die kritische parlamentarische Situation in Oesterreich befindet sich sortgesetzt in der Schwebe, die Entscheidung scheint sich noch verzögern zu wollen. Nur das Eine ist gewiß, daß das letztere zunächst nicht von der Wahlresorm abhängt. Wohl gilt das Schicksal der Wahlresorm-Vorlage als besiegelt, nachdem in der Generaldebatte über dieselbe die drei großen Parteien der Deutsch-Liberalen, der Polen und der Conserva- tiven eine offen ablehnende Stellung gegenüber dem Re- gierungsentwurse eingenommen haben, aber das Schicksal des Abgeordnetenhauses hängt für jetzt von seiner Haltung gegenüber den Prager Ausnahmeverfügungen ab. Die Plenarab- stimmung hierüber wird nächster Tage erwartet. Inzwischen ist der Regierung wenigstens die Genugthuung geworden, daß der Wehrausschuß des Abgeordnetenhauses die' Novelle zum Landwehrgesetze unverändert genehmigte, womit die Annahme dieser wichtigen Vorlage auch im Plenum als gesichert erscheint. — Bei den Ergängungswahlen zum Prager Stadtverord- neten-Collegium wurden 16 Alttzechen und 13 Jungczechen gewählt, was eine nicht unerhebliche Verstärkung des jung» ezechischen Elements in der Prager StadtverordnetewVer- sammlung bedeutet; außerdem sind vier Stichwahlen vorzunehmen. — Der Russen-Be such in Frankreich ist nach zweiwöchiger Dauer zu Ende, denn soweit bekannt, gedenkt das russische Geschwader am Samstag die Gestade des gastfreundlichen Landes wieder zu verlassen. Zwei Wochen unausgesetzter rauschender Festlichkeiten zu Ehren der russischen Gäste, zuerst in Toulon, hieraus in Paris, zuletzt in Lyon und Marseille und nochmals in Toulon sind hiermit zum Abschluß gelangt, eine wahrhafte Hochfluth von russisch- französischen Verbrüderungsscenen, von Redeergüssen zu Gunsten der russisch-französischen Freundschaft ist hiermit vorüber- gerauscht. Es war ohne Zweifel eine großartige und — man muß dies schon anerkennen — ohne bedenkliche Zwischenfälle verlaufene Demonstration, zu welcher sich der russische Flottenbesuch in Frankreich gestaltet hat und namentlich die Franzosen werden sich in der Erinnerung an dieses glanzvolle internationale Verbrüderungssest noch lange sonnen. Welche practiiche Folgen aber das ganze Ereigniß eigentlich zeitigen wird, das steht auf einem anderen Blatte und vielleicht dürsten die Franzosen noch einsehen, daß sie bei der Russen- feier doch nicht auf ihre Kosten gekommen sind. Neueste 2lad?rid)teu. Wolffs telegraphisches Korrespondenz - Bureau. Berlin, 26. October. Der „Reichsanzeiger" meldet: Im R^ichseisenbahnamt wurde gestern unter Betheiligung von Vertretern mehrerer Bundesregierungen eine Vorbesprechung abgehalten, die bezweckt, im Interesse des Verkehrs und der Erhöhung der Betriebssicherheit einheitliche Vorschriften für den Fahrdienst der Eisenbahnen Deutschlands durchzusühren. Weitere Verhandlungen sollen folgen. Berlin, 26.October. Die Stadtverordneten lehnten mit 53 gegen 49 Stimmen die Vorlage betreffend Ankauf von Grundstücken für den Bau eines neuen Rathhauses ab. Hermes und Genossen brachten einen Antrag ein betreffend Einsetzung einer gemischten Deputation zur Berathung über die Stellung der Stadtbehörden zu der Berliner Ausstellung im Jahre 1896. Spezia, 26. October. Bei dem Frühstück im Civileasino dankte der Chef der Stadtverwaltung dem englischen Admiral Seymour und seinen Offizieren für ihren Besuch, der das brüderliche Verhältniß und die herzliche Zuneigung und Freundschaft der beiden Nationen, deren gemeinsames Ziel der Fortschritt der Cioilisation und der Frieden, gefestigt habe. Redner trank auf das Wohl der Königin Victoria, des Königs und der Königin von Italien. Seymour dankte für den herzlichen Empfang und trank auf das Wohl des Königs, sowie auf die Zukunft Specias. Hieraus war großer von der Muntcipalität un Stadttheater veranstalteter Empfang und zum Schluffe Ball. Montevideo, 26. October. Nach hier eingetroffenen Nachrichten machten die Commaudanten der vor Rio de Janeiro befindlichen fremden Geschwader, ausschließlich des deutschen, den Präsidenten Pcixoto darauf aufmerksam, daß die in den Arsenalen getroffenen kriegerischen Vorbereitungen geeignet seien, zu einem Bombardement durch den Admiral Mello zu führen und daß hierunter die den Arsenalen benachbarten Stadttheile in empfindlicher Weise leiden würden. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 26. October, lieber die Ergebnisse der gestrigen Finanzminister-Cons erenz wird osfiziös mitgetheilt, daß eine vollständige Einigung über die Abgrenzung der Reichsfinanzen, sowie über die Entwürfe der Tabaksadrikat- fteuer und Börsensteuer erzielt wurde. In Betreff der Weinsteuer ist zwar eine Beseitigung der hervorgetretenen Mein- ungsverschiedenheiten noch nicht gelungen, aber die Auffassungen näherten sich soweit, daß auch in diesem Punkte gestern eine vollständige Einigung erzielt worden ist. Bezüglich der Börsensteuer sind die gebrachten Steuersätze bisher unrichtig. Berlin, 26. October. Die „Nordd. Allgem. Zeitung" macht bekannt, daß alle P et i t i o n e n an den Reichstag, welche vor Erlaß der kaiserlichen Verordnung über Reichstagseinberufungen etngehen, den Einsendern durch das Reichstagsbureau zurückgesandt werden würden. Berlin, 26. October. Im Reichseisenbahnamt hat gestern in Anwesenheit der Vertreter mehrerer Bundes- regierungen eine Vorbesprechung stattgefunden, dahin zielend, einheitliche Vorschriften für den Fahrdienst auf deutschen Eisenbahnen durchzuführen. Berlin, 26. October. Der „Reichsanzeiger" meldet aus Tilsit 2 Todesfälle an Cholera, aus Stettin und Zerpenschleuse je 1 Erkrankung, aus Havelberg und Hamburg je 5 Erkrankungen und je 2 Todesfälle, aus Gleiw itz 1 Todesfall. Potsdam, 26. October. Der Erzherzog Albrecht von Oesterreich hat heute früh 7 Uhr Potsdam verlassen. Der Kaiser begleitete ihn zum Bahnhose und verabschiedete sich von ihm in herzlichster Weise. Köln, 26. October. Socialdemokratischer Parteitag. In der gestrigen Nachmittagssitzung begann man mit der Berathung des Punktes 5 der Tagesordnung, „Maifeier", zu welchem Abgeordneter Liebknecht Bericht erstattete und gleichzeitig folgende Resolution einbrachte: „Gemäß den Beschlüssen der Internationalen Arbeitercongresse von Paris (1889), Brüssel (1891) und Zürich (1893) begebt die deutsche Soeialdemokratie den 1. Mai als das Weltfest der Arbeit, gewidmet den Klaffensorderungen des Proletariats, der internationalen Verbrüderung, dem Weltfrieden. Zur würdigen Feier des 1. Mai erstreben wir die allgemeine Arbeitsruhe. Da aber deren Durchführung bei der gegenwärtigen Wirth- schaftslage in Deutschland zur Zeit nicht möglich ist, so em- pfiehlt der Parteitag, daß nur diejenigen . Arbeiter und Arbeiter-Organisationen, die ohne Schädigung der Arbeiterinteressen dazu im Stande sind, neben den anderen Kundgebungen den 1. Mai auch durch die Arbeitsruhe feiern." Die Discussion über diese Resolution währte bis Abends und war theilweise sehr lebhaft. Verschiedentlich erklärte man es für unmöglich, die Maifeier am ersten Tage im Monat Mai stattfinden zu lassen, während andere Redner bestimmt diesen Tag dafür festgesetzt wissen wollten. Schließlich wurde obige Resolution in namentlicher Abstimmung mit 195 gegen 3 Stimmen angenommen. Sechzehn zu diesem Punkte gestellte Anträge wurden abgelehnt, bezw. zurückgezogen, während der nachfolgendeangenommen wurde: „Die Maifestzeitung soll in besserer Ausstattung wie bisher erscheinen." Hegten wirft Auer vor, daß er nicht genügendes Interesse für einen Anschluß der gewerkschaftlichen an die politische Organisation habe. Auer verwahrt sich dagegen und nimmt auch die übrigen Mitglieder des Parteivorstandes gegen diese und andere Vorwürfe in Schutz. Das Urtheil Legiens stamme aus dem Organ der Unabhängigen. Auer führt weiter aus, er sei fein Feind der Gewerkschaftsbewegung. Es sei alles erlogen, was man gegen ihn in dieser Beziehung vorbringe, er suche nur die Gegensätze in der Partei auszugleichen. Liebknecht greift Legien heftig an, er sei von jeher für die Organisation der Gewerkschaft gewesen. Die Arbeiter sollten sich gewerkschaftlich organifiren, jedoch ohne Zwang. Köln, 26. October. Socialdemokratischer Parteitag. In der heutigen Vormittagssitzung wurde die Gewerkschaftsbewegung und deren Unterstützung durch die Parteigenossen besprochen, wobei es zeitweise zu sehr erregten Debatten kam. Mehrere Resolutionen, darunter eine von den Delegirten Singer, Bebel, Auer und Liebknecht unterstützte, liegen zu dem BerathungSgegenstande vor. Die letztere bittet den Parteitag, er möge seine Sympathie mit der Gewerkschaftsbewegung aussprechen und legt den Genossen die Pflicht auf, unermüdlich für die Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation zu wirken und mit aller Straft für deren Stärkung einzutreten. Eine zweite Resolution bezeichnet es als Pflicht eines jeden Parteigenossen, wenn nicht zwingende Gründe ihn hindern, einer in seinem Gewerbe bestehenden gewerkschaftlichen Organisation anzugehören. Die Gewerkschaften bildeten geschloffene Reihen, um welche sich die Maffen schaaren müßten behufs Erringung befferer Arbeitsbedingungen. Jeder Erfolg hierbei bedeute einen Fortschritt in der socia- listischen Bewegung. Referent Legien plaidirte in längerer Rede für die Unterstützung der gewerkschaftlichen Organisation, die als eine Erziehungsanstalt betrachtet werden könne, in welcher die Genossen unterrichtet und reif für die politische Organisation gemacht werden sollen. Im weiteren Verlaufe der Sitzung befürwortet Referent Legien die Annahme eines Antrages, wonach jeder Genosse einer Gewerkschaft angehören müsse, wenn nicht zwingende Gründe ihn davon abhielten. Redner ergeht- sich in scharfen Ausfällen gegen den Delegirten Auer, welcher in seiner Erwiderung versichert, daß er ein Freund der Gewerkschaftsbewegung sei. Köln, 26. October. Nach Mittheilung der hiesigen „BolkSzeitung" wurde Pfarrer Kneipp zuWörrishofen zum päpstlichen Geheimkämmerer ernannt. Lemberg, 26. October. In politischen Blättern wird fortgesetzt der Gesundheitszustand General Gurkos als besorgnißerregend bezeichnet. Paris, 26. October. Gestern traf Großfürst Sergius von Rußland mit seiner Gemahlin in Paris ein und stattete dem Präsidenten Carnot einen Besuch ab. — Großfürst Alexis erwartet in Biarritz die Abfahrt der russischen Schiffe, alsdann begibt er sich nach der Riviera. Paris, 26. October. Die Regierung beschloß, in der den Namen des Marschalls Mac Mahon tragenden Straße ihm ein Denkmal za errichten. Paris, 26. October. Da mehrere russische Offiziere infolge der durch die fortgesetzten aufregenden Festlichkeiten hervorgerufenen Uebermüdung erkrankt sind, konnten dieselben nicht mit Avelan abreisen und mußten zur Pflege zurückbleiben. Paris, 26. October. Der russische Finanzmini ft er telegraphirte an den französischen Handelsminister, allen Beamten für die herzliche Aufnahme der russischen Offiziere zu danken und fügte persönlich die besten Wünsche für das Wohlergehen Frankreichs bei. Der Handelsminister antwortete in sehr herzlicher Weise. Paris, 26. October. Heute Vormittag wird die Leiche Gounods hierher gebracht und Mittags im Orgelsaale des Hotel Malesherbes aufgebahrt. Morgen Mittag findet der Leichendienst in der Madeleinekirche statt. Die Freunde Gounods veranstalteten eine Subscription zur Errichtung eines Denkmals. Lyon, 26. October. Avelan und seine Offiziere wurden gestern auf dem Wege nach dem Stadthaufe von einer großen Menschenmenge begrüßt. Der Maire empfing die Russen mit einer herzlichen Ansprache, alsdann wurden ihnen Geschenke überreicht. Das Dejeuner fand in der Präsectur statt. Lyon, 26. October. Um 2 Uhr 15Min. Nachts fuhren die Russen nach Toulon ab- Feuerwehrleute mit Fackeln bildeten bis zum Bahnhofe Spalier. Aeußerungen von Partei-Rednern über die Tabakfabrikationssteuer. Angesichts der beabsichtigten „Tabakfabrikatsteuer" dürfte es von besonderem Jntereffe sein, die Ansichten berufener Volksvertreter verschiedener Parteirichtungen kennen zu lernen, ausgesprochen in den Reichstagösitzungen vom 10., 17. und 12. Mai 1878, in welchen über das TabakenquZtegesetz belachen wurde. Abgeordneter Freiherr von Schorlemer-Alst (Gentrum): „Die Fabrikat st euer würde unsere Cigarrenindustrie „und namentlich die Hausarbeit vernichten und die Pro- „duction in einzelne größere Betriebe zusammendrängen, „die dann um so leichter für die Zwecke des Tabak- „Monopols expropriirt werden könnten, und wir würden „auch auf diese Weise doch zuletzt zum Monopol kommen. „Ich möchte sagen, wenn man das Monopol bezeichnet „als ,1a mort sans phraae* für die Tabakindustrie, so „könnte man sagen, daß die „Fabrikatsteuer" das „Vorgehen jenes herzensguten Mannes ist, der es nicht „über sich gewinnen konnte, seinem Schooßhündchen die „Ohren und den Schweif mit einem Male abzuschneiden, „sondern diese Operation in ein Dutzend zerlegte." Jrn Weiteren warnt Redner dann, mit Bezug auf die früheren „Kafseeschnüfler" (Bezeichnung der Beamten, welche früher mit der Aufgabe angestellt wurden, zu controliren, daß nicht Kaffee, der nicht verzollt war, consumirt, resp. gebrannt wurde re.) Abgeordneter von Bennigsen (natlib.): »Meine Herren, ich bin der Ansicht, daß eine „Fabrikat- „steuer", die sich ein solches Ziel fetzte (hohe Erträge), „ähnlich verderblich wirken müßte für die Tabakindustrie »und alles, was damit zusammenhängt, wie das Monopol. „Ja, ich möchte sagen, und soweit schließe „ich mich an daö an, waSHerrvon Schorlemer „gesagt hat, bis zu einem gewissen Grade „wirkt sie noch verderblicher. „Wenn man so hohe Fabrikatsteuer erhebt, so wird von „den zehntausend selbstständigen Tabakbetrieben in Deutsch- „land nur ein geringer Theil in der Lage sein, sein „BetriebScapital so zu vermehren, so viel Credit zu ergangen, daß er gegenüber so hohen Fabrikatsteuern sein „Geschäft fortsühren kann. Die Folge würde sein in „einigen Jahren, daß die Tabakfabrikation sich auf wenige „große Betriebe concentrnie, die bedeutende Capitalien an „ein Geschäft wagen können, zum Schaden aller Derer, „die sich jetzt als Unt/rnehmer, Angestellte und Arbeiter „mit dieser Branche befassen." Abgeordneter von Kleist-Retzow (conL): „Jede Tabaksteuer hat ihre Grenzen in Bezug auf die „Production und hat ihre Grenzen in Bezug auf die „Fabrikation. „Es kann kein Product, kein Nawrproduct, ohne daß „eine Fabrikation dazwischen tritt, so hoch besteuert werden, „daß der Werth der Steuer dem Werthe des ProducteS „g'e'chkommt (Anm.: heute bei Brasiltabak bereits der „Fall), sonst ist das Risiko dabei zu groß und man unter» „drückt die Production. ES kann die Fabrikation bei „hoher Besteuerung nur betrieben werden von sehr großem „Vermögen, sie muß die Steuer vorschießen und hat da- „bet ebenfalls ein großes Risiko und oft Verluste. Das „ist die nothwendige Folge, daß erst die kleineren und „bann die mittleren Fabrikationen zu Grunde gehen." Ferner im weiteren Verlauf der Rede: „Aber man sagt: eine Fabrikatsteuer! Sie haben ge- „hört vorn BundesrathSttsche auS, es sei ein System der „Defraudation und Denunziation! Wir haben hohe Tabak- „steuer in Rußland, mit so drückenden Conttolen wie beim „Monopol, darauf gehe ich auch nicht ein." AuS der Rede des Herrn von Kleist Retzow ließen sich noch viele Stellen anführen gegen eine Fabrtkatsteuer, doch würde dies im Rahmen dieser Notiz zu weit, führen. Inzwischen ist nun bereits 1879 eine bedeutende Tabak zoll- und Tabaksteuererhöhung eingetreten, so daß die (wie vorstehend angeführt) ausgesprochenen Bedenken heute in noch viel erhöhter Weise in Rechnung zu ziehen wären. In den „Erläuterungen zu dem Gesetzentwurf, bttreffenb das Reichstabakmonopol", wird gesagt: „Auch die „Fabrikatsteuer", welche in den Vereinigten Staaten von Amerika große Beträge abwirft, „scheint auf die ganz anders gelagerten Verhältniffe im „Deutschen Reiche sowohl aus finanzpoltttschen, als auch „volkswirthschaftlichen Rücksichten nicht anwendbar, wie „in dem Berichte ber im Jahre 1878 nach Nordamerika „entsendeten Commission in eingehender Weise bargelegt „worben ist. Es barf nur auf bie nachgewiesene außer- „orbentlich hohe Steuerbelastung bes Tabakconsums ohne „Rücksicht ans bie Waaren Bezug genommen werben." Eine so gleichmäßige Verurtheilung ber geplanten neuen Besteuerungsform seitens hervorragenber Führer so ver- schiebener Parteien ist für letztere wohl geeignet, Veranlassung za werben, baß bem erneut austauchenden Vorschlag allseitig mit aller Kraft entgegengetreten wirb. Cocains ttnö provinzieller. Gießen, ben 27. October 1893. ** Landtagswahl. Bei ber heute stattgehabten Nachwahl bes Wahlkreises Gießen-Land würbe Herr Stabtoerorbneter Karl Orbigs-Gießen mit 15 Stimmen gewählt. ** Theater - Verein. Für bie erste Aufführung am 2. November hat Herr Intendant Cl aar seine vorzüglichsten Strafte zur Verfügung gestellt. Die Titelrollen liegen in den Händen der Damen: Gündel, Keller-Frauenthal und Landori, ber Herren: Wallner, Hermann, Diegelmann unb Meyer. Wir bürfen ohne Zweifel auf eine Darbietung rechnen, wie sie uns in so künstlerischer Vollenbung hier noch nicht geboten worben ist. ** Der erste Conveutionstag deutscher Gastwirthe-Berbände findet am 7. November d. I., Vormittags 10 Uhr, im Hotel „zum deutschen Haus" in Leipzig statt, um eine Einigung sämmtlicher deutscher Gastwirthe zu erzielen. Es bestehen in Deutschland ca. 500 Gastwirthevereine mit ca. 40 000 Mitgliedern, die zum großen Theil in Landes- bezw. Provinzial- Verbände und Vereine organifirt sind und soll nun eine Conventton gebildet werden, welche alle bestehenden Gastwirthe- verbände unb Vereine umfaßt, um in Reichs- unb allgemeinen A ngeleg enheit en einheitlicher unb erfolg» versprechenber wirken zu können. Angesichts ber vielen Miß. ftänbe, welche sich im WirthSgewerbe herauSgebilbet haben, unb unter welchen gerabe ber gebiegene, folibe Theil leibet, erscheint bieses Zusammenschließen alS sehr berechtigt. • • Eine sehr wichtige Entscheidung für Zeugen vor Gericht hat bas Oberlanbesgericht in Darmstabt gefällt. Ein orbnungs- mäßig gelabener Zeuge hat sein Nichterscheinen vor Gericht burch ein ärztliches Zeugniß entschuldigt, doch traf bas Zeugniß erst am Tage seiner Vernehmung vor Gericht baselbst ein. DaS Landgericht verurtheilte barauf ben Zeugen, weil derselbe sein Ausbleiben nicht rechtzeitig entschuldigt hatte, zu einer Geldstrafe und in bie entftanbenen Kosten. Gegen bieseS Urtheil würbe von bem Beklagten Revision an bas OberlandeSgericht in Darmstabt ergriffen, baSselbe entschieb aber, baß bie Strafe gegen ben Beschuldigten aufzuheben sei, da nirgends bestimmt sei, daß ein Zeuge wegen nicht rechtzeitiger Entschuldigung, in Strafe genommen werben könne, nur könne berselbe zu den burch seinVersäurnniß entftanbenen Kosten verurtheilt werben. • * ernannt würbe ber Canzleidienergehilfe Heinrich Nicolai in Gießen zum AmtsgerichtSbiener bei bem Amtsgericht Hungen. — In ben Ruhestanb würbe versetzt ber Gefangenaufseher am LanbeSzuchthauS Marienschloß Johann Anton Dem auf sein Nachsuchen unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste. * • Decanat Gießen, 27. October. Am 5. October tagte in Gießen unsere bieSjäh rige DecanatSsynobe, beren Verhanblungen ein GotteSbienst vorausging, in welchem Pfarrer Walz »Langgöns über 1. Cor. 3,9 prebigte. Nach- bem bie Verhanblungen mit Gebet bes Decans eröffnet worden waren, verlas biefer bie Bescheibe Großh. Ober» consistoriumS auf bie Beschlüsse ber vorjährigen Decanatsynobe, woran sich bic_ Vorlesung deS Rechenschaftsberichtes beS DecanatSauSschusseS über bie kirchlichen unb religiSS-sittlichen Zustänbe beS DecanatS in 1892 schloß. Pfarrer C 1 otz zu Hausen würbe vom 1. Mai penfionirt, bem Kirchenrath Ritsert zu Kirch GönS ein Bicar beigegeben. Verwaltet wurde noch bis in dieses Jahr hinein bie Pfarrstelle iq Reichskirchen, bie dem seitherigen Pfarrverwalter Gomde! definitiv übertragen wurde. Die evangelische Gemeinde Gieße« wurde in vier Parochien eingekeilt, als 4. Geistlicher wurde am 23. Oktober Pfarrverwalter Dr. Grein in seinen Dien« emberufen. In Kirch»GönS starb Lehrer Johann (^org Rahn, der 54 Jahre mit Segen dort gewirkt. Schülern. Weihungen sanden statt in Beuern, Kirch-GönS, Trohe und Lollar. In Gießen wird eine neue Kirche, deren Grundster» legung im vorigen Jahre stattfand, in diesem Herbste roch eingeweiht werden. Das DecanatSmissionSfeft wurde b PohlGönS gefeiert, die Festcollecte betrug 103 Mark. Ta» Jahresfest deS Gießener ZweigvereinS der Gustav-Adsis. Stiftung, obgleich es an einem Sonntage in ReiSkirche» p. feiert wurde, war nicht so stark besucht, alS jenes. Hoffers werden auch diese Feste in Zukunft besser besucht. Jahresfest des j^derhessischen Vereins für innere Mtssb, wurde am 16. JRooember in Gießen gefeiert. Verbandest wurde über das Thema: „Unsere Stellung zu den bäuerl ler Vereinen". Die Zahl der Kirchenbesucher an den drei Zählsonntager betrug 1349 weniger als im vorhergehenden Jahret m 1891: 37754 und in 1892: 36405. Der Kirchenbesuch ch ein im allgemeinen befriedigender, in mehreren Gemeinden ch er ein guter, auch recht guter, in einzelnen Gemeinden wirtz es mit ihm langsam besser. Geklagt wird im Bericht darüber, daß in allen Gemeinden solche vorhanden sind, die sich de« kirchlichen Leben entziehen und die Kirche wenig ober an nicht besuchen. In verschiebenen Gemeinden sind ChristveSpem. Sylvester- unb PassionSgottesbienste, in wenigen Bibelstunda eingeführt. Gern werden diese gehalten, wo sich ein ernste» Verlangen darnach zeigt. Altarliturgien bestehen in mehrer«, Gemeinden, in anderen ist ein Derständniß für dieselben noch nicht vorhanden. Manches ist hie unb da geschehen zur würbigen Ausschmückung der Kirchen, durch Anschaffung v« Altarbekleibungen, Silbern unb begleichen. Die Theilnahme am h. Abendmahl ist sich im Ganzen gegen früher gleich geblieben. Fast alle Erwachsene nehmen in ben meisten Gemeinben on bemfelben Theil, die Zahl der notorischen SacramentSverächter ist gering. Die Zahl der Abendmahlsgäste hat gegen daS Vorjahr um 3523 zugenommen, in 1891: 31033 unb in 1892: 34 556. ES ist zu wünschen als Alte unb Gebrechliche sich in manchen Gemeinden bal hei,. Abendmahl mehr in ihren Wohnungen reichen (affen. Die Zahl ber in rein evangelischen Ehen im Decanat geborenen Kinder betrug 1233. In Mischehen wurden 57 Stinbcr geboren, wovon 52 auf Gießen kommen. 201 Kinder würben außerehelich geboren. ES wurden im Decanat 904 Kinder confirmirt: gestorben sind 1018 Gemeindeglieder, die alle bis auf 220 Kinder unter 6 Jahren, und 133 Erwachsene kirchlich beerdigt wurden. In den Landgemeinden geschieht dies bei allen Kindern biS auf die sog. Wochenkinder, was in Gießen nicht angeht. Der religiös-sittliche Zustand ber Gemeinden ist ein te Ganzen befriedigender bezw. im Ganzen guter, eS findet sich recht viel Gutes, aber auch recht viel Schlimmes tritt m Einzelnen hervor. Bei Vielen fehlt ein wirklich ernste» religiöses Leben gänzlich. ES wird geklagt über Zunahme des LuxuS, über Mangel an Einschränkung au« falschem Skolz. über Zunahme des VereitttlebenS und deS damit verbundenen WirthShauSbefucheS, über daS wüste Treiben der Jugend an Sonntag-Nachmittagen und »Abenden, auch in den fogenaunrm Spinnstuben, die vielfach zu bloßen Tanz» und Drinfgritlb schäften ausgeartet seien. ES thut dringend Noth, daß behördlicherseits Einhalt geboten wird, daß die ber tm fort» bilbungsschulpflichtigen Alter befindlichen Jugend bisher leider zugestandenen Freiheiten eine zeitgemäße Einschrändn z erster Den jungen Leuten wird solches gewiß zum Segen bientr. Die Christenhäuser müssen auf bem rechten Grunde bei chnsi lieben Glaubens aufgebaut werben, sonst sind sie Häuser, die auf Sanb aufgebaut sinb. Wahre Gottesfurcht macht auch fleißig unb arbeitsam, macht treu, redlich und gewissenhaft im irdischen Beruf, macht auch genügsam unb jufrieben mit dem, waS Gott in seiner Weisheit barreicht. Eltern wachen oft nicht genug über ihre Kinder, erstere müffen diese hüten vor schlechten Gesellschaften, eS ist mit allen Mitteln dahin z, wirken, daß überall auf Zucht unb anstänbigeS, gesittete» Benehmen etwas gehalten wirb unb in den Gemeinden ein wahrhaft christliches Leben, ein lebendiges Christenthum zur Entfaltung kommt. Bezüglich ber Wohlthätigkeit, bie im Decanat Gieß«, geübt wirb, fei bemerkt, baß mehrere Gemeinden im Wodl> thun unb im Gelbfpenden HervorragenbeS leisten. So wurde» u. A. für christliche Anstalten 5599.46 Mk. beigefteuert, wobei hervorgehoben werben muß: Allenborf a. b. Lda. mir 124 Mk., Beuern mit 648 Mk., Gießen mit 2300 |K» Großen Bufeck mit 165 Mk - Großen Linden mit 173 WU Klein Linden mit 201 Mk.; ftirdjberg unb feine Filiale mt 690 Mk., Kirch-GönS mit 117 Mk., Lang-GönS mit 4951RI, Leihgestern mit 356 Mk., Pohl GönS mit 272 Mk., mit 127 Mk. In TreiS wurden für äußere und tonne Mission 60.35 Mk. beigesteuert, in Wieseck für da» Aiauh« HauS unb Bethel nahezu 100 Mk., außerbern 59 Mk für i bie Nothleibenben in Hamburg in der Cholerazeit. In Alten- Bufeck gingen ein für eine zu gründende Kleinkinderbewahr- > anstatt 102.73 Mk., in Heuchelheim 64.60 Mk. unb m Beuern 145.12 Mk. In Beuern wurden für verschiedene kirchliche Zwecke beigesteuert 811.29 Mk. Viel Wohlthättß' keitSsinn findet sich in Gießen. Für die Armen wurden von ber Kirchengemeinde 1653 Mk. unb außerbem noch für kirchliche Zwecke 5000 Mk. beigesteuert, 10 000 Mk. wurden von den Geschwistern Wilson den vier Sirchengemeinden zu beliebiger Verwendung und 30000 Mk. für die Armen übergeben. (Schluß folgt.) A Hattenrod, 26. October. Auch bem zürn dritten Wale gewählten Burgerrneifter-Candidaten ist wiederum btt 1 k «kt^trothS betreff «adn'cheinl'chkeil f«-n man bedenkt, & . :1 fertigen ®efd)lu| t > die glänzende Abu /r m zur b u'r ikm durchlauchtig H tbffld (rmtrtrtn fr ( tiiMtnUaft trworbi i 14 zagen eingcholl mber kann der Kups fcgifit mit dem Anb womit itchs zedeS einzelne hc g-*tmgt, welcher Her t i|rttnbt wird und i »dotr mit eltetrischeu f Vrtervmmer non tl ‘iV der schott 1 !^gen wolden. . ■ E »W1' * ,3 Singenheutt . D'SS krS ' . t;e «ll lti»f 9r® >■;„ ,:rtsl dir » ,-httti; m« itn [ ,,tt Anmeldungen _.t;* ih man ?'ljmenj®eigen rk., z sehen waren, von I rta Besichtigung I t’ütitt sich sehr gut fcirr ter Kosleneripat j aitfl'.eltn in den 1 tm gknlage gemacht ISrieiiditunglpTojtct , r irte allerorts, auf l Ma gesprochen und i der Unterhaltunc Tttbntz. 24. O crl enb l'.hter Tage vier Qentne 1 8 Mark. Nach bi 1 ri| ben Lchlächterlol 10 Mack übrig bhtbn 11 ivribanf von dies Mn .‘e.'.pant und fon •'M sollte nicht glaub f» t< <"e chästc gemai |i renig Erfahrung torltHtn« sich bei Et Be ''Din 1- Noveml ••Jrt» Landpost jroii contttag») in jel *^nz.Dchniddie Ä vom gleichen To "^'"ahn zum W nut. F* --Menbng- , fff8* nngnichlet 355 435 445 505 25. r 24. Bekanntmachung Wiesenverpachtung. 40 Entleerung eines liegenden Behälters. 1,80 Mk. 9035 [9040 Gnauth. 9034 435 445 Steinberg Watzenborn b) „ c) „ 5788J Vs übertrifft der in Geschmack und Geruch angen Holl. Rauchtadak von B. Becker in Cecfett a. H- alle ähnlichen Fabrikate. 10 Pfd. franco 8 Mark. 197 ft 515 ab AMkin-Litferimg. Die Lieferung von 300 cbm Decksteinen Mm Einmalzen auf der Strecke Staatsstraße — Saasen — Bollnbach Kaiserliches Postamt. Ritsert. Wasserwerk der ProoinsialhauMadt Gießen. Die Arbeiten und Lieferungen für die Herstellung des Maschinen- und Kesselhauses bei dem Dorfe Queckborn, sowie sür die Ausführung der Quellfassungen ebendaselbst sind zu vergeben. Die allgemeinen und die besonderen Bedingungen, sowie der 23er* dingungtzanschlag sind gegen Einsendung von 2 Mk. von der unterzeichneten Bürgermeisterei zu beziehen. Die Zeichnungen liegen in den Geschäftsräumen des RegierungS- baumeisters Schmick, Frankfurt a. M., Leerbachstraße 37, während der üblichen Geschäftsstunden zur Einsichtnahme auf; daselbst werden auch weitere Erläuterungen ertheilt. Angebote sind unter Verwendung des vorschriftsmäßigen Verdingungsanschlags bis zum 10. November I. I., Vormittags 11 Uhr, an die unterzeichnete Bürgermeisterei einzusenden. Gießen, den 26. October 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. wettergegangen. Postdampfer „Allemannia", von Hamburg via Havre nach Westindien unterwegs, ist am 24. October, 4 Uhr Morgens, in Grimsby angekommen. 505 y Schiffenberg Bf. an Gießen, 25. October 1893. Ober-Hörgern, den 27. October 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Hörgern. Alles. Vergebung von Bauarbeiten. Die am Neubau Ecke der Schul- und Sonnenstraße erforderlich -iinbemben Dachdecker- und Spengkeraröeiten sollen im Wege schrift- Submission vergeben werden. 9048 Reflectanten wollen ihre Offerten bis zum 28. d. M., Vormittags ilUIhr, auf dem Bureau des Herrn Architecten L. Seuling dahier .iMr legen, woselbst auch Zeichnungen und Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Gießen, den 26. October 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnaulh. kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 22. Sonntag nach Trinitatis, den 29. October: Vormittags 9 Vs Uhr: Pfarrer Schlosser- Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Am nächsten Sonntag den 5. November: Feier deS Siefor6 mationsfestes. Beichte und hl Abendmahl im Anschluß an den Abendgottesdienst. Am Reformationsfest: Collecte für die Gustav - AdolfS- Stiftting. Bestätigung versagt worden. Um eine unter vorliegen- im Umständen zwecklose Neuwahl zu vermeiden, ist durch Be- hluß der Regierung das Bürgermeisteramt Herrn Heinrich >etri IV., der schon seit Jahren das Amt eines OrtSgerichts« crstehers und Standesbeamten bekleidet, ohne vorherige Wahl vertragen worden. Morgen soll die Einführung des neuen lürgermetsters in sein Amt vorgenommen werden. E. Echzell, 25. October. Gestern gegen 6 Uhr Abends tiach in Bingenheim Feuer aus. Es brannte in einer mit Isllicht und Heu gefüllten Scheuer. Zum Glück war sofort jälfe zur Hand, wodurch ein weiteres Umsichgreifen des ge- llhrlichen Elementes verhindert wurde. Als die Spritzen m Gettenau und Echzell auf dem Brandplatze anlangten, -war die Gefahr bereits vorüber. Da die Abende lang sind, n. ß das Gesinde mit Licht in Scheuer und Stall hantiren, vcdurch leicht ein Brandunglück entsteht. Man muß daher immer wieder auf größte Vorsicht — aber auch auf das bruerversicherungswesen Hinweisen. E. B. Büdingen, 25. October, lieber die elektrische Lichtanlage, von der Sie in Nr. 250 des „Gießener An- z°igers" berichteten, kann ich Ihnen nun weitere Mittheilungen rodjen. Die Anmeldungen haben die Zahl 440 überschritten damit ist die Anlage des electrischen Lichtes gesichert/ mit den Arbeiten kann sofort begonnen werden. Wntere Anmeldungen werden wahrscheinlich noch folgen und namentlich ist man darauf gespannt, wie die Entscheidung des Olmeinderaths betreffs der Straßenbeleuchtung ausfallen wird/ eil i Wahrscheinlichkeit nach dürfte auch diese zu Stande kommen. B’nn man bedenkt, daß diese Frage innerhalb weniger Wochen zmn fertigen Beschluß gediehen ist, so dürfen wir mit Stolz w die glänzende Abwickelung dieser Frage zurückblicken, welche unerer Stadt zur höchsten Ehre gereicht/ Ehre aber auch unicrem durchlauchtigen Fürstenhause, das durch sein ent» sch edencs Eintreten sich das höchste Verdienst um diese schöne Errungenschaft erworben hat. Die Lieferungs-Offerten werden in 14 Tagen eingeholt, geprüft und vergeben sein, im November kann der Kupserdraht noch eintreffen und dann wird sogleich mit dem Anlegen der Drähte in den Häusern begonnen, womit sechs Monteure ständig beschäftigt werden, ßiic jedes einzelne Haus wird ein Installations-Plan aus- gefertigt, welcher Herrn Dr. May in Frankfurt zur Prüfung tivgesandt wird und in etwa vier Monaten wird jeder Theil- velMer mit elketrischem Licht ausgerüstet sein. Auch wird ein Misterzimmer von electrischen Glühlampen, farbigen Tulpen, A imenzweigen re., wie sie auf der Frankfurter Ausstellung zu sehen waren, von Herrn Th. Fcherabend dahier ausgestellt, tcteii Besichtigung Jedermann frei steht. Diese Gegenstände tvlikl»en sich sehr gut zu Weihnachtsgeschenken eignen. Auch farn der Kostenersparniß halber die Anlage von electrischen Gasglocken in den Wohnungen gleichzeitig mit der Beleuchtungsanlage gemacht werden. Selbstverständlich hatte dieses Btleuchtungsprojeet hier große Erregung hervorgerufen/ es ivurbe allerorts, auf Straßen und in Wirthshäusern, lebhaft iavon gesprochen und wird auch wohl noch lange den Gegenwand der Unterhaltung bilden. Dieburg, 24. October. In einem hiesigen Wirthshaus schänd letzter Tage ein Handelsmann von einem Bäuerlein -eine vier Centner schwere Kuh um den Preis von ^8 Mark. Nach dem Schlachten mußte der Verkäufer auch »och den Schlächterlohn bezahlen, so daß ihm nur etliche 20 Mark übrig blieben. Der Handelsmann aber erzielte auf i:r Freibank von diesem Stück Vieh 80 Mark für Fleisch, außer der Haut und sonstigen Nebenabfällen, also an 100 Mark. Man sollte nicht glauben, daß in unserer Zeit immer noch solche Geschäfte gemacht werden können. Wenn ein Mann so wenig Erfahrung im Viehhandel hat, so sollte er doch wenigstens sich bei Erfahreneren Rath holen. Katholische Gemeinde. Sonntag den 29. October, 23. Sonntag nach Pfingsten: SamStag: Nachmittags um 4 Vs Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6>/, Uhr erste hl. Messe; um 7Vs Uhr Austheilung der hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl. Meße; um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt; Abends um 5'/, Uhr Christenlehre; darauf Rosen- kranzandachb mit Segen. Anmerkung: Die Rosenkranzandacht wird Montag und Dienstag des Abends um 6'/, Uhr, am Mittwoch (Werheiligenfest) des Abends um 5Vs Uhr gehalten- Mittwoch den 1. November: Fest aller Heiligen: Dienstag: Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Mittwoch: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl- Beichte; um 6*/2 Uhr erste hl. Messe; um 7Vs Uhr Austheilung der hl-Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt: um 9Vs Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 4Vs Uhr und Abends um 8 Ubr Gelegenheit zur hl- Beichte; Abends um 6Vs Uhr Rosenkranzandacht. Feierlicher Schluß des Rosenkranz- gebetes- Donnerstag den 2. November: Allerseelentag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6Vs Uhr hl. Messe; um 7Vs Uhr Seelenamt für alle Verstorbenen der Pfarrei; Abends um 6Vs Uhr Andacht für die Abgestorbenen. Schiffsnachvichten. Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Aktien-Gesellschaft. Postdampfer „Galicia", von Baltimore kommend, ist am October, 9 Uhr Morgens, von Plymouth nach Hamburg • Hagen, 25. Oktober. Einem unglücklichen Zufa ist hier das Leben eines Menschen zum Opfer gefallen. Ein Arbeiter in einer hiesigen Fabrik schickte gestern einen löjabrigen Jungen nach Schnaps. Als der Bursche mit dem verlangten Getränk zurückkam, war der Auftraggeber augenblicklich abwesend, und so stellte der Junge die gefüllte Schnapsflasche an den Platz des Arbeiters. Dies bemerkte ein College des letzteren, und um sich einen „Spaß" zu machen, trank er den Schnaps aus und füllte dte Flasche nut Wasser. Ais der erste Arbeiter darauf zurückkam, gerieth er über die Entdeckung deS Streiches dermaßen in Wuth, daß er den Laufburschen, der seiner Meinung nach den Schnaps getrunken hatte, tüchtig durchprügelte. Der Junge suchte sich zu vertheidigen, was den andern nur noch mehr aufbrachte. In seiner Wuth darüber ergriff der Junge einen großen Stein und warf ihn nach feinem Peiniger. Dieser bückte sich und der Stein traf einen anderen Arbeiter an die Schläfe, sodaß der Tod alsbald eintrat. Der Junge wurde in Hast genommen. an 625 540 Bekanntmachung. Vom 1. November d. I. ab bis Ende März k. I. verkehrt die jährende Landpost zwischen Gießen und Grüningen nur einmal täglich jauch Sonntags) in jeder Richtung, und zwar gelangt die II. Fahrt zur Aushebung, während die I. Fahrt mit unverändertem Gange beibehalten wird. Vom gleichen Tage ab wird an Stelle der in Wegfall gekommenen Lndpostfahrt zum Anschluß an die Schaffnerbahnpost Gießen-Gelnhausen «Zuge 17 eine nur an Wochentagen zwischen Grüningen und der Halte- iWe „Schiffenberg" verkehrende Landbriefträgerpost mit nachstehendem Vermischter Ms. Kassel, 26. Oktober. Zusammenbruch einer Bankfirma. Nicht geringes Aufsehen erregt in unserer Stadt das heute Mittag bekannt gewordene Fallissement der Banksirma Pfeiffer & Hartdegen, eines größeren Bank- unb Wechselgeschäftes in der Oberen Königsstraße, welches in den weiteren Streifen des Publikums bisher zu den solidesten und geachtetsten hiesigen Bankgeschäften gezählt wurde/ allerdings hat man in unterrichteten Kreisen der hiesigen Finanz- weit schon seit 3 bis 4 Jahren die Position der Firma Jür erschüttert gehalten, wie uns heule mitgetheilt wird. Die Firma machte hauptsächlich Geschäfte mit der eigenen, sehr weitverzweigten Familie und soll von den Angehörigen derselben großes Vertrauen entgegengebracht worden sein, was jetzt nun eine plötzliche bittere Täuschung erfährt. Ohne Zweifel erleiden eine größere Anzahl Personen hiesiger Stadt und Provinz größere Verluste, denn die Unterbilanz wird auf horrende Summen beziffert und zwar spricht man von mehreren Millionen Mark, speciell von 4 Millionen Mark. Doch wird diese von Mund zu Mund colportirte Summe in Bankkreisen für übertrieben gehalten. Genaues steht noch nicht fest, ist auch heute noch nicht mitzutheilen. Sicherlich werden auch die meisten hinterlegten Werthpapiere, Depots rc. fehlen, ein Mündel soll allein 83 000 Mk. verlieren. Wie wir bestimmt erfahren, sind die hiesigen Bankkreise nicht im Geringsten an dem Fallissement beteiligt; wie es mit den auswärtigen Firmen steht, muß erst noch klargestellt werden. Beide Geschäftsinhaber haben sich aus dem Geschäfte entfernt, Pfeiffer ist flüchtig geworden, Hartdegen hat in seiner Privatwohnung Selbstmord begangen/ er nahm Gift. Die überaus großen Verluste soll das Haus durch große Börsenspekulationen erlitten haben / wie uns mitgetheilt wird, hat dasselbe namentlich in Bergwcrkspapieren (Cuxen) rc. speculirt. Der gerichtliche Concurs ist bereits über die Firma erkannt. * Kastel, 26. Ociober. Eine Feuersbrunst äscherte heute Abend den großen Holzplatz der Firma Zimmermann u. Co. ein. Bedeutende Holzvorräthe sind zerstört worden. * Bingerbrück, 25. October. Gestern Abend fiel auf der Station Sodernheim ein hier ftationirter Schaffner vom Trittbrett eines Zuges so unglücklich unter denselben, daß ihm ein Arm und ein Bein abgefahren wurde. Er wurde eine Strecke mitgesckleist und trug noch am Kopfe so bedeutende Verletzungen davon, daß der Tod nach einigen Stunden eintrat. * Hannover, 26. Oktober. Der Dienftknecht Friedrich Rohr, der Anfangs dieses Jahres ein zehnjähriges Mädchen im benachbarten Misburg vergewaltigte und dann erhängte, wurde heute Morgen im Hose des Zellengefängnisses durch Scharfrichter Reindel hingerichtet. * Berlin, 26. Oktober. Bei der Ausgabe von falschen Zweimarkstücken wurde gestern ein Mann verhaftet, bei dessen Durchsuchung man einen größeren Vorrath falscher Ein- und Zweimarkstücke fand. Den Verfertiger derselben weigerte er sich zu nennen. * Stuttgart, 26. Oktober. Der Neubau des Stuttgarter Schwimmbades wurde heute Nachmittag 4 Uhr in Gegenwart des Königspaares, der Vertreter der Behörden und zahlreicher geladener Gäste durch einen Redeact in der prächtigen Frauenschwimmhalle, sowie durch ein Wettschwimmen eröffnet. Hierauf fand die Besichtigung der in maurischem Stil errichteten Baderäume statt. Sowohl die Halle wie die Dampf- und Heilbäder sind künstlerisch und comfortabel auS» gestatket und machen einen glänzenden Eindruck. * Chicago, 26. Oktober. Bis jetzt sind 20 Millionen Karten für den Besuch der Weltausstellung verkauft worden. Die Besuche mehren sich, da am Ende des Monats die Ausstellung geschlossen wird. . 40 „ Jj/ als 4 Feinde tz? „ b"' -°d, i,t betruq Vereins l 5onnta9ebin?uM Nt besser w Nt meins {**■ *fa 8 f itrt » $ Sitton,' ' 9 p den biiun, ’SSs - in krchenbrstz ln mehreren Genies °'vzelnen Genies la9t toitbim$,ri. ”-: Ä* ?,eNe wenig o r für tnefefa c unb da gefdjdt; ■’M} W M in, 0, W «te n» M Vtjf'n, Jft gering. HA tafor um 3523^ 34556. &ite£ 1 manchen GememE 'Unzen reichen lojjto. angelischen W fcDtmnc 3- In, MW? tombti aus Gießen hnttn. > ren. ssSMieniin Tec: : i sind 1018@ttnunbt^to: ter 6 Mw, uub 133 fr bin. 3n btn fanbjemi:: iS auf bit fog. Wochenii« der Gemeinden iit tim GanM Mr, Windei cht M TchiimmS hin i i fehlt ein wirklich nur wird geklagt über junut: chränkung aus WmTio und des damit Derbmiu üste Treiben der Jugwi: nden, auch in den sagens ioßrn Tanz- und Tiich- ttjut dringend M, kj k wird, daß die jindlichen Jugend r--'■■ gemäße Einjchrän^" 16 getmi i»** dem rechten Gock Sabre (WM1®*" ’n* •>*' mit «to »* *i * l* 6 uab in Im , leb-ndiz-i “gS‘S »» ;; t, in M A, außerdem » 'Nsidntin^V , gründende O Kelheim 6416 .uern . unt> “"S. «»*’ , ,00 P'/gjiiiW Ieilgeöotenes. Stabt SchlaWillls. Freibank. [9049 Heute und morgen: Ochsensieisch, nicht labenrein, per Pfd. 48 Psg. Der bisher zwischen der Stadt Gießen und dem Deponenten Friedrich Helfrich bezw. dessen Nachfolger Wilhelm Peters dahier über die Abfuhr , und Entleerung der Tonnen, Kübel und Abortwagen, sowie die Entleerung wird im Ganzen oder in einzelnenLoofen der liegenden eisernen Behälter bestandene Vertrag ist mit Schluß des am Montag, ^.November l.J.,' Monats September zu Ende gegangen. Nachdem eine Verlängerung dieses Vormittags 9 Uhr, in Saasen im Vertrages zu den bisher festgesetzten Preisen sich nicht hat ermöglichen Saal des Gastwirths Schepp vergeben, lassen, ist mit Genehmigung der Stadtverordneten - Versammlung vom Gießen, am 17. October 1893. 11. October I. Js. ab auf unbestimmte Zeit ein neuer Vertrag mit dem Der Kreisingenieur: ! Oekonomen Wilhelm Peters dahier abgeschlossen, nach welchem die Ge« 9038 Stahl. i bühren für die Tonnenabfuhr wie folgt festgesetzt worden sind: a) für eine Tonne von 120 Liter Inhalt . 60 Pf. «Bange eingerichtet: ab 355 M Grüningen Montag den 30. October d. I, Nachmittags 3 Uhr, werden in der D o r f e l d 'scheu Wirth- schast dahier die in der Gemarkung Wieseck belegenen der Frau [Otto Äempff in Gießen gehörenden Wiesen (Wiese am Gänsbach undOchsenwiefen) öffentlich meistbietend zu bei der Versteigerung bekannt gegebenen Bedin- gungen durch mich auf längere Zeit verpachtet. Sommerlad, 8923] Bürgermeister in Wieseck. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Ober-Hörgern für 1894/95 Hx vorn 30. October d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Bethei- .Mn auf hiesiger Bürgermeisterei offen. t« aus der Actienbraucrei Gießen zum Ausschank kommt. 9116 Hochachtend Mi Georg HEebstreit 9020 9017 Märzenbieres aus der Actienbraucrei Gießen. 9022 Ferd. Garnickel Die Geschwister Schauspiel in 1 Act AÜMkinkr llmin für Armen- und KranKenpüege Unsere Näh-Abende besuchen, Dienstags entlassene Mädchen mufik- und kunst- an dieses Blatt. v4C KrauNiee. Gronberioalicker Musikdirector. SlZt) #in tuincr Lrütkkarren za Ä<6 ■ af»ine, einige Mnetbetflenn, 11 t*üHe rc., sowie Dtenstag» oiu Steider, Ueverzieder rc, sowie dn «st. 25^ von heute ab wieder in Flaschen zum Verkauf bringe. Hochachtungsvoll Wii io Hihi ziiiii PIM Samstag den 28. d. HL, von 8 Uhr Abends, und Sonntag den 29. d., von 3 sihr Mittags: Großes Preiskegeln. ä Restauration Busch Bon heute an frischer Anstich des beliebten , tu « 6»' werden in diesem Winter wieder im Taale des alten Rathhauses gehalten werden. 5|t ertbeilt einem älteren Hern AA l OY englischen •onixtfeii»«# jrVvV Unterricht? Gest mit Preis unter Chiffre * * 9045] Einen Gesellen und einen tketzr« taufen gesucht. ltng sucht K. Haler, Schmiedern elfter. ttzrenzplatz 15. Permittyungen. 8948] eine Wohnung zu vermiet heu _____Kirchenplatzi. 9036] ein schönes Famtlunio>zi4 vor 1. Januar ab billig zu otrmktb n __MrchAratz« 11. 9< 44j ein uiöblirtcfl Z mmer, sowie eil schönes Äneipleeal, z5-3o Perione, faffenb, zu vermiethen. Brandgaffe 8. 9Ö23] Möbl. Zimmer mit Minet u vermiethen. «Uertoeg 8. Dieselben werden mit Streichmusik ausgeführt, wozu ein liebendes Publikum ergebens! eingeladen wird. Der AbonnementS'Preis für 6 Concerte beträgt: FamilienbilletS bis zu 4 Personen . . ä n l» H 9 r • • n PersonenbilletS , Kaffenpreis.........„ Ein orbentl. XMÄhrhpn c anftfinblge« »IlUUUjCll tat* 1 sucht auf fofort Ltellung bei etne bentheben Herrschaft ober dürgeri'La Familie; dasselbe sieht mehr aof i-a Behandlung, als wie auf hohen tob" Offerten erbittet man an die (ftpebn* dies es Blatte» unter Chiffre < * zu richten._____________________ I