Dbtt fnXtM. mj LSwäWHä & ln, '«2nesLMsd-->- "TUf ®™,r ®*W4*rnt«etite.i. Fernlprechrr 5L Anrts- und Anzeigeblutt für den Kreis Giefzen. Hratisöeikage: chießener Aamikienbkätier Amtlichev Thcil In parlamentarischen Kreisen wird Summe 439.44 zu übertragen 326.44 Alle Amuncen-Bureaux d«S In- und Auslandes nehm« Anzeige» für den .Gießener «eitlgtf mtgege«. ■ • ee Anzeige» zu der Rachmitt«gS für d« snlgenden Tag erscheinenden Nummer htl Bereu 10 Nh«. der im bis Mk. 326.44 14.80 —.84 6.64 —.70 -’37 —.45 2.31 —.37 6.20 -.35 verliehen. Diese hohe Auszeichnung des verantwortlichen Leiters der vaticanischen Politik deutet darauf hin, daß dem Monarchen bet seiner vertraulichen Unterredung mit dem Papste ehr befriedigende Eindrücke geworden sind. 3.16 1.70 21.22 Polizeiveror-nung, betreffend Verhütung von Waldbränden. Mit Rücksicht auf die große Zahl von Woldbränden, welche in Folge der zur Zeit bestehenden außerordentlichen Trockenheit entstanden sind, bestimmen wir auf Grund des Art. 79 der Kreis« und Provinzialordnung das Folgende: 1. Bis auf Weiteres ist das Rauchen von Cigarren, Cigarretten und ungedeckelten Tabakspfeifen in Waldungen und auf Haiden außerhalb der chauffirten Ortsverbindungswege verboten. 2. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 90 Mark bestraft. Gießen, den 27. April 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. linge des von Nonnen geleiteten Waisenhauses San Giuseppe hatten beim Herannahen des Kaisers vor dem Kloster Aufstellung genommen. Die Kaiserin besichtigte die Kirche San Pietro in Vincoli und verweilte längere Zeit vor der Statue des „Moses" von Michel Angelo. Später begab sich die Kaiserin nach der Kirche Santa Maria Maggiore und besichtigte unter Führung des Erzbischofs Sambucetti die Sehenswürdigkeiten. Beim Verlassen der Kirche sprach die Kaiserin dem Erzbischof ihren Dank aus. Rom, 26. April. Der Kaiser traf um 9 Uhr 6 Min. auf dem festlich geschmückten Bahnhofe von Albano ein, wo eine große Volksmenge sich angesammelt hatte und wurde unter Salutschüssen von den Behörden, Vereinen und Schulen empfangen. Er bestieg einen Vierspänner und fuhr durch die geschmückte Stadt Albano über Ariccira nach Genzauo und besuchte die Villa Sforza Cesarini. Auf dem ganzen Wege wurde er von der zahlreich herbeigeströmten Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Rom, 26. April. Auf der Rückfahrt von Genzano wurde der Kaiser in Ariccia und Rocca-di-Papa von Vereinen, Schulen und einer jubelnden Menge herzlichst begrüßt. Es erfolgte dann die Weitersahrt nach Grotta-Ferratos und Frascati. Rom, 26. April. Bei Sopiarciarelli, einem Vorwerk von Grotta-Ferrata, hatte der kaiserliche Zug einen kurzen Aufenthalt, da ein Wagenpferd an einer schmalen Wegstelle stürzte, ohne Schaden zu nehmen. Niemand wurde beschädigt. Da die Wagendeichsel gebrochen war, bestieg der Kaiser mit dem General Desounay einen anderen Wagen. Gegen Mittag erfolgte die Ankunft in Frascati, wo der Kaiser jubelnd empfangen wurde. Mittelst Sonderzugs kehrte der Kaiser von Frascati nach Rom zurück, wo er um halb 1 Uhr eintraf. Rom, 26. April. Der Bürgermeister theilte heute Abend der Bürgerschaft in einer Bekanntmachung den Dank des italienischen Königspaares für die enthusiastischen Ovationen der letzten Tage, außerdem den Dank des Kaisers Wilhelm für den warmen Empfang mit. Er hebt dabei hervor, daß der Kaiser die Municipalität zum Jahrestage der Gründung Roms beglückwünscht und daß auch die Stadtvertretung von Berlin ihre Glückwünsche übermittelt habe. Ausland. — In Belgien ist als Niederschlag des jüngsten großen Arbeiterausstandes noch ein partieller Strike, derjenige >er Bergarbeiter im sogenannten Borinage, zurückgeblieben. Es handelt sich um Lohndifferenzen zwischen den Arbeitgebern und den Arbeitern; da hierüber in einer am Dienstag zu MonS stattgefundenen Versammlung der Arbeiter« delegirten, welcher auch Vertreter der Arbeitgeber beiwohnten, eine Einigung nicht erzielt wurde, so nimmt der Strike seinen Fortgang. — Die fast einen revolutionären Character tragende Strikebewegung der Dockarbeiter von Hüll hat zwar in den letzten Tagen keine größere Gewalttätigkeiten seitens der Strikenden mehr gezeitigt, bedrohlich bleibt die Situation noch immer. Augenscheinlich werden die Strikenden nur durch die starke militärische Machtentfaltung seitens der Regierung daran gehindert, neue Gewaltacte zu begehen. — Auch in Belfast auf Irland, wo die unionistisch gesinnten Orangisten und die Anhänger von Home Rule wegen der einstweiligen Annahme der irischen Home-Rule-Bill im englischen Unterhause hart aneinander gerathen sind, sieht es bedrohlich aus. Zur Verhütung weiterer Unruhen sind von den Belfaster Behörden die umfassenden Maßnahmen getroffen worden. Detttscher Reichstag. 83. Sitzung. Mittwoch, 26. April 1893. Eingegangen ist der Bericht der Mtlitarcommtssion und die Interpellation Richter betreffend die staatsbürgerlichen Rechte der Personen des Beurlaubtenstandes. Der Gefetzentwurs betr. Nachtragsetat wird nach debatteloser erster Lesung an die Budgetcommtssion verwiesen. Cs folgt der mündliche Bericht der Geschäftsordnungscommtssion über den Antrag Stadthagen betr. Genehmigung der Strafverfolgung des Abgeordneten Stadthagen wegen angeblicher Verletzung deS 8 352 des R.-Str.-G. B. Die Commission empfiehlt die Annahme, desgleichen Abg. Singer (Soc.). Der Antrag wird angenommen. Erste Lesung des Antrages Bartb-Rickert betr. Abänderung des Wahlgesetzes für den deutschen Reichstag mit demselben Antrag Gröber. c , Abg. Barth (dfr.) begründet den Antrag. Der Entwurf bezwecke die möglichste Sicherung deS Wahlgeheimnisses. Abg. Groeber befürwortet seinen mit dem Antrag Barth gleichlautenden Antrag und hofft, daß das Gesetz noch vor der nächsten ReichStagswahl zu Stande komme. Abg. Blos (Soc.) empfiehlt die Wahl an Sonntagen vorzunehmen; er sympattsirt mit dem Anträge. Nach Schlußbemeikungen Rickerts und GroeberS ist der Antrag und die erste Lesung erledigt. Der Antrag Pie schel, betreffend Aufführung der zusiistelrenden Cabinetsordrks in den Bemerkungen des Rechnungshofes deS Deutschen Reiches zu den allgemeinen Rechnungen über den Reichshaushalt, wird angenommen. . ~ Der Präsident theilt das Ableben des Abgeordneten x. et tau (C°n*'®onner8ta0 Spionagegesetz, Wuchergesetz und Entwurf betr. Abzahlungsgeschäfte. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 26. April. Der conservative Reichstagsabgeordnete Freiherr v. Tel tau ist heute gestorben. (Der Verstorbene, Alterspräsident des Hauses — er war 1810 geboren — gehörte mit Unterbrechung der Periode 1881/84 seit 1876 als Vertreter des ostpreußischen Kreises Eylau dem Reichstage an; seit 1866 war er auch Mitglied des preußischen Herrenhauses.) Berlin, 25. April. Der Reichsanzeiger meldet: Staats- secretär v. Marschall hatte heute eine längere Unterredung mit dem italienischen Minister des Auswärtigen Brin. Die Audienz, die Herr v. Marschall gestern bei dem Papste hatte, dauerte V/2 Stunde. Berlin, 26. April. Der Bankier Hugo Löwy wurde wegen Unterschlagung in sieben Fällen zu 23/4 Jahren Ge- fängniß unter Abrechnung von neun Monaten Untersuchungshaft verurtheilt. Der Gerichtshof beschloß ferner, Löwy wegen Bankerott dem Schwurgericht zu überweisen. Brussel, 26. April. Der Generalrath der Arbeiterpartei forderte die Arbeiter auf, am 1. Mai eine Kundgebung zu Gunsten des Achtstundentages und der Amnestirung der anläßlich des letzten Strikes Verurtheilten zu veranstalten. Rom, 26. April. Der Kaiser machte gestern eine Spazierfahrt nach der Villa Albani und besichtigte dort die Galleric und den Garten in eingehendster Weise. Die Zög- tage zur Verhandlung. Berlin, 27. April. Die Antisemiten hielten gestern Abend eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Werner bemängelte das Verhalten des Reichstages Ahlwardt gegenüber und entwickelte das antisemitische Programm. Alsdann besprach Ahlwardt unter großem Jubel zunächst die vorletzte Sitzung des Reichstages, er sehe seine Verurtheilung, appellire aber an das deutsche Volk, dies solle der letzte Richter Jein. Gegen die letzten Angriffe sei er unempfindlich. Er halte seine Angriffe betreffs des Jnvalidenfonds aufrecht. Mit der Ermahnung an die Versammlung, die antisemitische Bewegung zu unterstützen, schloß Ahlwardt unter stürmischem Beifall und Hochrufen. Verzeichnis; Kreise Gießen in der Zeit vom 1. Februar 1892 dahin 1893 eingegangenen Waifenbüchsengelder. französischen Bataillone seien. Berlin, 27. April. I" , ‘ angenommen, der Antrag des Centrums wegen Aufhebung des Jesuitengesetzes komme nächsten Mittwoch im Reichs- 3.27 2.78 4.09 4.05 1.— 8.20 1.15 1.22 1.25 1.86 —.80 2.10 4.68 2.58 1*77 1.29 1.20 1.67 2.15 Mk. 2*74 2.07 7*— 8.87 2.— 1.55 —.97 7.50 6 91 -.30 2.40 3'33 -.80 —.67 1.— 1.30 205*40 125 5.07 4.90 9.73 1.22 1.01 -.50 1.31 6.10 1.50 18.47 3.94 2*72 2.58 5 09 3 35 2*89 Bekanntmachung, betr. die Einsendung der für die Landes-Waisenanstalt zu erhebenden Collecten und Büchsengelder. Im Kreise Gießen sind in der Zeit vom 1. Februar 1892 bis dahin 1893 in den einzelnen Gemeinden die nachstehend verzeichneten Beträge für die LandeS-Waisenkaffe eingegangen. Man bringt dies mit herzlichem Danke für die Geber hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 25. April 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 25. April. Kaiser Wilhelm hat dem Cardinal Staatösecretär R am pol la den Schwarzen Adlerorden Uebertrag Lick Lindenstruth Lollar Londorf Lumda Mainzlar Münster Mufchenheim Nieder-Besfingen Nonncnroth Obbornhofen Ober-Bessingen Over-Hörgern Odenhausen Oppenrod Queckborn Rabertshausen Reinhardshain Reitzki'chen Rodheim Rödgen Röthges Rüddingshaufen Ruttershausen Saasen Stangenrod Staufenberg Steinbach Steinheim Stockhausen Trais-Horloff Treis a. d. Lda. Trohe Utphe Weickartshain Weite» shain Wieseck Bekanntmachung. Wegen Herstellungsarbeiten an der Gasleitung ist der Verkehr durch die Neuenbäue und Schulstraße, von dem Neuenweg nach dem Marktplatz und umgekehrt, sowie durch die Sonnenstraße von dem Kreuzplatz bis zum Canzleiberg und umgekehrt für Fuhrwerke und Reiter bis auf Weiteres gesperrt. Gießen, den 27. April 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Depeschen des Bureau „fccrolb-. Berlin, 26. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg." sagt anläßlich der gestrigen Ahlwardt-Debatte: „Unseres Erachtens legen die Blätter zu viel Gewicht auf die Person Ahlwardts, während der Ahlwardtismus allein eine erörternde Beleuchtung verdient. Der Giftstoff, den diese Agitation der Volksseele zuführt, hat zu lange Zeit gelassen bekommen zu wirken. Das Dersäumniß gut zu machen, ist sehr schwer. Die Erkenntniß ist wohl schon allgemein, daß der Antisemitismus, soweit er überhaupt ernst genommen werden kann, seinen verderblichsten Feind in Rector Ahlwardt hat." Berlin, 26. April. Die „Post" meldet aus Petersburg: Die russische Antwortnote auf die deutschen Vorschläge, betr. den Handelsvertrag, sei nach Berlin abgegangen. Berlin, 27. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." stellt eine Anzahl Berechnungen richtig, welche in der „Freis. Ztg." über das französische und deutsche Budget nicht exact angegeben seien. Es sei unwahr, daß Deutschland im Frieden mehr Geschütze bespanne als Frankreich und Rußland. Es werde dabei verschwiegen, daß Frankreich und Rußland schon im Frieden viel mehr bespannte Muniticnswagen aufweisen wie Deutschland. Ferner werde verschwiegen, daß die italienischen und österreichisch-ungarischen Bataillone im Frieden viel schwächer als die im Vergleich angeführten russischen und Villtngen Watzenborn mit Steinberg 6.78 Albach Allendors a. d. Lahn Allendorf a. d. Lda. Allertshausen Alten-Buseck Annerod Bellersheim Beltershain Bersrod Bettenhausen Beuern Btiklar Burkhardsfelden Climbach Daubringen Doif-Gill Eberstadt CttingShaufen Garbentetch Geilshausen Gießen Göbelnrod Großen-Buseck Großen-Linden Grünberg Grüningen Harbach Hattenrod Haufen Heuchelheim Hoftheim Hungen Inheiden Kesfelbach Klein-Linden Langd Lang-Göns LangSdorf Lauter Leihgestern Die am Freitag den 28. April, von Nachmittag- 5 Uhr an, vor- genommen werden. Zuerst werden die Glocken aus dem Stadt- kirchthurme 5 Minuten lang geläutet, danu eine Viertelstunde lang die neuen Glocken, endlich werden nach einer Pause ebenso lange die Glocken beider Kirchen miteinander gelautet werden. * ♦ Neues Theater. Da- stet- gern gesehene und seit einer Reihe von Jahren nicht zur Aufführung gelangte wirksame Schauspiel „Mutt er leg en" oder „Die Perle von Savoyen" gelangt morgen zur Aufführung und wird gewiß allen Theaterfreunden eine angenehme Gabe sein. Frau Director Baar- zählt die weibliche Hauptrolle „Marie" zu ihren besten Par» tieen und hat die anmuthige' Darstellerin ferne Rivalin in dieser Rolle zu scheuen. Die Novität „Zwei glückliche Tage" wird in allernächster Zeit gegeben und haben, wie man un- mittheilt, die Proben dazu schon begonnen. ♦ * DaS am Montag in die hiesige Klinik gebrachte schwer verletzte Mädchen a°8 Shriugkhausen ist, wie wir er. fahren, dadurch verunglückt, daß es in Ehringshausen au» dem Zuge steigen wollte, ehe derselbe zum Stehen gebracht war. DaS Mädchen glitt auS und fiel mit solcher Gewalt aus die Steinfließen des Bahnsteige-, daß ihm sofort da- Blut aus Mund und Nase drang. Dieser Unfall predigt zugleich eine beherzigende Mahnung vor übereiltem Berlaffen der Züge. (srueauung. Der vortragende Rath in der Groß« herzoglichen Ministerialabtheilung für Schulangelegenheiten, Geheimer Oberschulrath Sold an, ist für die Zeit vom 1. Mai 1893 bi- dahin 1895 zum Mitglied der Reich-- Schulcommijsion berufen worden. Cotalts rin- provinzielle». •iefcen, 27. April 1893. ♦♦ Die neuen Kirchenglocken. Da» Probegeläute der Glocken aus dem Thurme der Johanne»kirche soll ** Ter Braud in Horbach bei Herborn hat da- ganze Dors (ca. 60 Häuser und 28 Scheuern) vernichtet. Gestern Nachmittag paisirre den hiesigen Bahnhof eine Adtheilung von Mannschaften des 11. Pionierbataillon- (Castel), welche nach Hörbach beordert worden, um dort Baracken zu errichten. Die Pioniere führten einen Waggon Barockenbaumaterial, Zelte u. s. w. mit sich. In dem Zuge befand sich auch der Regierungspräsident der Provinz Hessen-Nassau, v. Tepper- LaSki, welcher sich ebenfalls nach Hörbach begab. Dre Abgebrannten, die leider nur zum kleinsten Theile versichert sind, mußten bisher im Freien zubringen. — Der gestern weiter gemeldete Brand hat nicht in EibelShauien, sondern in Straßebersbach gewüthet, woselbst 18 Wohnhäuser und Nebengebäude zerstört wurden. Gestern Abend tras mit dem 11 Uhr 21 Min. hier eintreffenden Personenzuge eine weitere Adtheilung Pioniere ein, welche sofort mittelst Extrazuges nach Herborn befördert wurden, um für die Abgebrannten in Straßebersbach Baracken zu errichten. — Aus der Gegend von Bürbach und Dillenburg werden eben- fall- größere Brände gemeldet. ** Die furchtbaren Brände, welche in den letzten Tagen von überall her gemeldet werden und die mehrere Städte und Ortschaften in unserer Nähe, wie Altenkirchen, Hörbach und Straßebersbach, in wahrhaft schreckenerregender Weise heimgesucht haben, sollten Jedermann dazu veranlaffen, in dieser für die jetzige Zeit fast beispiellosen Dürre bei dem Gebrauche von Feuer in jeglicher Form die äußerste Vorsicht zu bewahren. Namentlich gilt die- für die Landorte, wo nicht nur die Bauart vieler, ja der meisten Häuser, sondern auch die Vorräthe der Scheunen bei ausbrechenden Bränden der Verbreitung des verheerenden Elements häufig Vorschub leisten. Aber auch unterwegs und namentlich beim Aufenthalt in Wäldern sollte umsomehr die gleiche Vorsicht angewendet werden, da auch die Waldbrände sich in bedrohlicher Weise mehren. Im Uebrigen verweisen wir auf die an der Spitze dieses Blattes befindliche Polzeiverordnung. ♦ * Altetthnmsfrenuben diene zur Nachricht, daß der sogenannte Taufstein, welcher seit Jahrhunderten bei Bürgeln in der Ohm liegt, w'eder sichtbar ist. Der Sage nach soll BonifaciuS an dieser Stelle die Heiden getauft haben. Herr Gastwirth Theis zu Bürgeln ist gerne bereit, über den Platz, wo der Stein liegt, nähere Auskunft zu geben resp. einen Führer zu beschaffen. Der niedrige Wafferftand würde z. Z. eS verhältnißmäßig leicht ermöglichen, dem Zeugen einer alten Cultursitte einen würdigeren Platz zu verschaffen. Der hessische GustavAbolfBerein begeht in der ersten Hälfte des Juli gleichzeitig mit der Jahresversammlung in Friedberg sein 50jährigeS Jubiläum. Der Aufruf, welchen der BerwaltungSrath wegen Einsendung besonderer Jubiläumsgaben für die Festfeier erlassen hat, beginnt seine Früchte zu tragen. Der evangelische Kirchengesangverein in Bingen hat ein Taufbecken von plattinem Silber mit eben solcher Kanne un Werthe von 90 Mark gestiftet- ein oberhessischer StandeSherr hat einen erheblichen Geldbeitrag einsenden lassen, wie denn auch vermögende .Kirchengemeinden, Private rc. bereit- Beiträge geliefert haben. Bei der hohen Bedeutung der Feier darf man auf weitere Unterstützung wohl mit Grund hoffen. ♦ » Eiskalte Getränke. Folgende Warnung vor dem Genuß eiskalter Getränke erläßt das Berliner Polizei- Präsidium: „ES ist in früheren Jahren die Wahrnehmung gemacht worden, daß die auf den Straßen feilgehaltenen Mineralwässer, wie Selterser-, Sodawasser rc. rc., an die Abnehmer meist eiskalt verabfolgt werden. Da der Genuß so kalten Wasser-, welcher schon in normalen Zeiten leicht ernste Verdauungsstörungen von längerer Dauer nach sich zieht, für den Fall de» erneuten Drohens der Eholera die Neigung zu ähnlichen Erkrankungen noch befördern müßte, so wird das Publikum bei dem Beginn der wärmeren Jahre»- zeit vor dem Genuß eiskalter Getränke überhaupt, besonders aber der Mineralwässer in derartigem Zustande, hierdurch gewarnt." ♦ * Neuerdings werden nach Oesterreich bestimmte Post- fenbnngen schon von 50 Gramm an zollamtlich behandelt. ES muß bei Aufgabe von Briefen von diesem Gewicht an den Schaltern angegeben werden, ob der Inhalt de» Briefes nicht zollpflichtig, andernfalls nähere Angabe ent' (Kin Blick des Technikers in die Zukunft. Ueber dieses Thema hielt in Prag Prof. Friedrich Steiner, der als hervorragende Autorität im Jngenieurfach bekannt ist, einen Vortrag. Er sagte nach der „Presse" folgendes: , „Da ich hier gewissermaßen als Prophet stehe, so mug ich zunächst bemerken, daß eß eine sehr schwierige Sache ist, auf technischem Gebiet ein Prophet zu fein. Ein Blick in die Vergangenheit belehrt un-, daß viele technische Erfindungen, welche sich in der Zukunft glänzend bewährten, seinerzeit auf den größten Widerspruch erfahrener Fachmänner stießen und von solchen als unausführbar bezeichnet wurden. Ich will mich zunächst mit einer Erfindung befassen. Die Journale der letzten Tage haben sehr viel über die Erfindung einer kugelfesten Uniform berichtet. Wenn wir mit der wissenschaftlich kritischen Sonde an diese Frage herantreten, so ergibt sich Folgende-: Da- Geschoß unsere- modernen Mannlicher-Gewehres wiegt etwas über 15 Gramm und es verläßt da- Gewehr mit einer Geschwindigkeit von 530 Metern in der Secunde. In Folge dieser ungeheueren Geschwindigkeit besitzt das Geschoß eine bedeutende lebendige Kraft ober richtiger Arbeitsvermögen- dasselbe beträgt 227 Meter- Kilogramm. Dieses Arbeitsvermögen, welches, wie jede Kraft und Arbeit, nicht verloren gehen kann, drückt sich bei dem Geschosse in der durch dasselbe verursachten Zerstörung und in der Wärmeentfaltung au-. Wenn man sich nun die Frage stellt, wie viel Kilogramm eines feinen Drahtgewebes zerstört werden müßten, damit die Kugel vollständig zur Ruhe kommt, so ergtebt sich ein überraschendes Resultat. Ein Knbikcenti- meter Eisen braucht 1000 (Sentimcter-Rilogramm, um zerrissen zu werden. Mit 177 Kilogramm Eisendraht hätte ich also ihatsächlich schon eine Masse, welche, vollständig zerrissen, im Stande wäre, jene Arbeit von 227 Meter-Kilogramm, wie sie daß Geschoß enthält, aufzunehmen. Die Rechnung muß also im Dornhinein sagen: unmöglich ist eS dadurch nicht, daß mehrere hintereinander folgende Drahtgewebe thatsächlich im Stande sind, so viel Deformationsarbeit aufzunehmen, daß die lebendige Kraft des Geschosses dadurch vernichtet wird. Auch bas Schmelzen der Bleikugel ist nicht unmöglich. Damit sei nur gesagt, daß eS wissenschaftlich nicht undenkbar ist, ein solches Gewebe Herstellen zu können. Aber ich hüte mich, die Behauptung aufstellen zu wollen, daß diese Frage bereits gelöst sei. An eine Uniform dürfen wir selbstverständlich nicht denken, wohl aber wäre eine Art Schild oder Schutzwall als wirksame Gegenwaffe denkbar. Eine andere Frage ist die, ob eß nicht möglich wäre, auf unseren Eisenbahnen rascher zu fahren. Zu Beginn war man stolz, als man eine Geschwindigkeit von 20 Kilometern erreicht hatte, jetzt fahren wir mit einer Geschwindigkeit von 60, 70 und 80, ja selbst 90 Kilometern, und in Amerika hat man bei Probefahrten eine Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde erreicht. Eine weitere Erhöhung der Geschwindigkeit ist so bald nicht zu erwarten I und würde auch mit großem Nachtheil verbunden sein. | Die Geschwindigkeit an sich ist für den Menschen nichts i Schädliches, wie wir z. B. mit einer Geschwindigkeit von 29,719 Metern pro Secunde durch baß Weltall fliegen und uns babei sehr wohl fühlen. Schädlich und gefährlich ist nur daß Versetzen in die Geschwindigkeit oder das plötzliche Aufhören derselben. Wenn sich ein Eisenbahnzug mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern bewegt (wie unsere Eourirzüge) und dieser Zug würde momentan zum Stehen gebracht, so wäre daß gerade so, als wenn jeder Passagier 14,4 Meter, daß ist mehr als die Höhe eines dreistöckigen Hauses herunterfallen würde, und wir würden durch diesen Stoß ebenso zu Grunde gehen, als bei einem Fall. Würden wir aber einen Zug, der die doppelte Geschwindigkeit besitzt, also 120 Kilometer pro Stunde, plötzlich zum Halten bringen, so wäre das gerade so viel, als wenn der Zug von einer Höhe von 57,6 Metern herunterfallen würde. Daran- geht hervor, daß wir viel mehr Arbeit nothwenbig haben werden, um den allmählichen Uebergang zu bewirken, je mehr wir die Ge- schwindigkeit erhöhen. Eine große Zukunft hat unsere Wasserwirthschast, die sich ganz ander» gestalten wird, alß dies heute der Fall ist. Noch vor 20 Jahren hätte man eine Erschöpfung unserer Kohlenlager alß einen furchtbaren Schlag für die Menschheit angesehen, heute können wir nlljn aussprechen, daß wir die Kohle entbehren können und doch unsere Beleuchtung, Beheizung, Eisenbahnbetrieb :c. sicherer und leichter bewerkstelligen und zwar durch Außnühung der Wasserkraft. Auch für den Transport wirb daß Wasser noch viel mehr außgenützt werden, da die Beförderungskosten per Wasser viel geringer sind als die per Eisenbahn. Die gegenwärtig geplante Schaffung eine- Donau-Elbe öanalß, die Verbindung der Oder mit der Donau, alle diese Ideen werden zur Verwirklichung kommen müssen, soll Oesterreich nicht hinter anderen Ländern zurückbleiben. Bei un- sagt man oft, wir sind nicht reich genug, um Derartige- zu schaffen, und vergißt dabei, baß wir nicht reich werden können, wenn wir nicht solche EommunicationSwege schaffen." Io«, 28. April. Es verlautet, es habe ein Meinungsaustausch zwischen dem Kaiser und dem Papst über den SocialiSmus ftattgefunben. Der Besuch de- Kaisers werde der Politik des Papste» keine andere Rtchtung geben. P«riS, 26. April. Nach dem „Echo de Paris" wirb die deutsche Feldartillerie umgewandelt, neue Kanone, welche eingesühtt werben soll, soll mit einer Ladung von 775 Gramm rauchlosem Pulver ein Geichoß von 6 Kilogramm 700 Gramm aus 7 Kilometer schleudern. halten, mit solchen langen auch bereit» die Briefe au6 Oesterreich an. • • In Amerika verstorbene Hessen. Newyork ütty, N. U.: Jakobine S lauter, geb. Weimar, 53 Jahr, alt, auS Sprendlingen. Louis Darmstadt au» Badenheim. Earl Müller, 45 Jahre alt, ou» Eberftadt. Brooklyn, N. U.: Georg Sctmidt, 59 Jahre alt, aufl Friedberg. Gannelton. Jnd. - Philipp Kau, 103 Jahre alt, an» Hessen Darmstadt. St. Loui», Mo.: Katharina Kammerer, geb. Weber, 49 Jahre alt, au» Lich. — Am 13. d. M. hat die Kieder-Wölltzidter «miferenz ihre FrühjahrSversammlung tn der „Rosenau" zu Franksun abgehalten. Nach einer erbaulichen Ansprache de» Herrn PsarrerS Eckstein von AlSdach gab der Borstvende den üblichen Jahresbericht, worauf Herr Pfarrer Friedmann von Goddelau die Begründung der von ihm über da» Apostoltkum ausgestellten Thesen vonrug. Der Referent war sichtlich bemüht, die oielbeftrittene Frage mit Besonnenheit und Gerechtigkeit zu behandeln. Nach dem mit Zusttmmung aufgenommenen Referate entwickelte sich eine lebhafte, thcil- principielle, theilS einzelne Sätze des Apostolikums betteffende DiScufsion. Dabei vertrat Herr Pfarrer Schlosser au» Gießen die Stellung der modernen Theologie, und legte dar, wie diese nicht durch außerbiblische, philosophische Gesichtspunkte bestimmt sei, sondern lediglich durch die au» der Bibelforschung selbst, und dem LebenSttteb dev evangelischen Glauben- erwachsenen Fragen, daß sie darum keineswegs mit einer durchaus positiv gläubigen, christlichen und kirchlichen Gesinnung und Haltung in Widerspruch stehe. Im Uebrigen gab die Versammlung zu den Thelen in nachfolgender Fassung und Reihenfolge ihre Zustimmung: 1. Da» Apostoltkum ver- dankt sein Ansehen und seine Geltung in der evangelischen Kirche nicht sowohl seinem vermeintlich apostolischen llr-prung ober seiner Oekumeuizuät, alß vielmehr seinem durchweg biblischen Charakter. 2. Biblisch begründet sind insbesondere auch die neuerdings angefochtenen AuSfagen desselben. Selbst diejenigen, die einer späteren Zeit entstammen, können bmh sämmtlich als Schriftwahrheiten verthcibigt werden. 3. So wenig aber ein Angriff aus da» apostolische Symbol berechtigt ist um deswillen, wa» e» sagt, so wenig ist eS zu beanstanden um deswillen, maß darin angeblich fehlt. Daß HeilandSbild der Evangel.cn ist hier zwar nur in wenige knappe, aber ausreichende Züge zusammengefaßt. 4. Die evangelische Kirche, die auf dem Schriftprincip steht, kann daher baß Apostolikum nicht aufgeben, ohne ihre eigene Örunblage auf zugeben. — Hinsichtlich der Feuerbestattung war ein Antrag eingebracht worben. Nachbem an bie Vorgeschichte der Frage burch Verweisung auf eine gemeinsame Eingabe der Nieber-Wöllstädter unb ber lutherischen Conferenzen andern Jahre 1888, bie ben Erlaß Großherzoglichen Ober« consistoriumS vom 8. December 1888 mit veranlaßt batte, erinnert worben war, sprach sich die Conserenj einstimmig für die Aufrechterhaltung der bestehenden Sitte de- christlichen Begräbnisses auß. Leider wird der große Eintlutr der kirchlichen Sitten für die Bewahrung de» christlichen Glauben» und Lebenß vielfach unterschätzt oder gar verachtet. Die Conferenz äußerte ihre hohe Freude darüber, daß Seine Ercellenz Herr Staat-mtnifter Finger bei den Verhandlungen der Zweiten Kammer entschieden für bie Beibehaltung bet christlichen Begräbnisse eingetreten ist und fühlte sich ge- brungen, dies Sr. Excellenz in einem besonderen Dankschreiben mit dem Ausdruck der Hoffnung außzusprechen, daß feine Bemühungen von Erfolg gekrönt fein möchten. inj Au» ber östlichen Wetteran, 24. April. Die Zeit naht heran, wo die Städter sich nach Sommeraufentbalten umsehen. Wer eine liebliche Gegend, reine Luft, gute Bäder, herrliche Wälder, billige Preise unb idyllische Ruhe sucht, dem empfehlen wir S a l z h a u s e n. Wie bekannt, haben bie Land- ftänbe eine bedeutende Summe für Verschönerungen unb Verbesserungen Salzhausens bewilligt. Die Verbesserungen werden zur Hebung des lieblichen Punkte» wesentlich beitragen. Gegenwärtig stehen bie Obstbäume >m reichsten Blüthen- schmucke. Daß Steinobst hat durch die kalten Nachte in ber Mitte beß April wohl gelitten. Inzwischen ist ober bie Blüthe ber Birn- unb Apfelbäume heraußgekommen unb zwar glücklicher Weife ganz unbeschädigt, bie eingetretene Stockung hat nichtß verborben. Nun zeigt sich eine Blüthenpracht ut Nibba, Salzhausen, Gei- Nibba, Dauernheim und ben näher gelegenen Dörfern, wie man sie selten schöner gesehen hat. Der gestrige Sonntag mit feiner herrlichen Witterung brachte viel Leben unb Bewegung. Eine kleine Tour in die hiesige Gegend wird Niemand gereuen, ein längerer Aufenthalt während der Sommermonate erst recht nicht. ö” Bom westlichen Fuße bei 8ogel8bergl, 24. April. Bei unß sind bie Holz-, ©treu- und Futterpreise ebenfalls hoch und die Trockenheit des sonst so wetterwendischen Monat- April fängt nach und nach an, in Dürre au-zuarten. Gable Kartoffelpreise anbelangt, so giebt e» bei un» und in die Wetterau hinein eigentlich gar keine, denn Niemand fragt nach Kattoffeln. Dafür machen wir um so bessere Preise mit unteren Ferkeln, Läufern und Springern. Auch ein anderer kleiner Nebenenoerbßzweig der Lanbwnthschaft, die Gänsezucht, steht diese- Jahr in großerBlüthe, denn daß warme trockene Wetter erlaubt, baß die jungen Thiere sick, täglich viele Stunden aut der Weide im Sonnenschein bewegen, maß Wachsen und Gedeihen wesentlich fördert. Eine solche Masse von Gänsen wte in diesem Frühjahre hat Einsender noch selten gesehen. Selbst kleine Orte haben 1000 biß 1500 Stück ans der Weide. Schon um Ostern haben geschickte Züchter, welche für warme Stallungen im Winter zu sorgen wissen, ausgewachsene junge Gänse auf den Markt nach Frankfurt geliefert. Diese Thiere zeichnen sich durch seine», wohlschmeckendes Fleisch au» and werden daher aut 6 bi» 8 Mark, je nach Gewicht, verhältnißmäßig ober viel höher al- die Herbstgänse bezahlt. Die Gänfeeier werden häufig den Truthühnern, welche ausgezeichnete Brüterinnen find, untergelegt. Man bezahlt junge, kau« einige Tage k"“ * H „ 'habt ^nstabt. m®obynt ihre ah *rMlhh % lVL U ^'kdberg. Mo.: iyTe alt, aus l aus Sidj,antlQ । ü. "baulichen 71^ * b°ch gab b?r $ra?e bti Herr $fört Ä-*£ «'■■■>»■ **e 6*8*' “MMnt Stauötn« er® » «rtaetaeg» m„ ,in„ J” ®b ürchlichm @e, mi| W. 3m Uebn°-n ' “’9 m.te ««wiW« atltd) apostokichenUrivruns öwlmt^r seinem durchweg Mnbtt find insbefonbm Aussagen desselben. Selbst ''t entflammen, können doch >ertheidigt werden. 3. So apostolische Symbol berechtigt 3 lueuig ist es zu beanstanden ch fehlt. Das Heilandsbild >ur in wenige knappe, aber G. 4. Die evangelische ip steht, kann daher da- ihre eigene Grundlage aus- luerbestattung war ein achdem an die Vorgeschichte is eine gemeinsame Eingabe lutherischen Conferenzen aus last Grohherzoglichen Ober- r 1888 mit veranlaßt batte, sich die Conferenj ein» [ her befttftnbtn Sitte des der wird der große Ein floß Bewahrung des chMWen schätzt oder gar nrrachtrt. e Freude darüber, dast Seine -inger bei den Verhandlungen n für die Beibehaltung des eten ist und fühlte sich ze- •intm besonderen Dankschreiben ng auszusprechm, vast seine it sein möchten. tun, 24. April. Die Zeit sich nach Somnerausenthalten wi, reineSüft, Md *** 1*2” W bekannt, Haben dir land für Verschönerungen und Ver- Die Verbesserungen »erden. iinfte« tt2”n, iume im «*” s.;, t«ta« W » to * * 24 Wck $<> i psä-* TS sL:vs S ite. - <•*’** @«n(e ’m »«rt * 't Hl it'*1’” Str ««' # s„tIbt« 61 üi(l zahlt- schneie ® jaat chlt w* ulte Gänschen mit einer Mark pro Stück. Gänseeier von guten Rassen zum AuSbrüten werden mit 20 Pfennigen pro Ei bezahlt. Wir können die Gänsezucht, welche sich in der Wetterau einen guten Namen bis auf weite Entfernungen gemacht hat, Denjenigen, die Interesse daran haben und sich die notwendigen Erfahrungen zu sammeln vermögen, bestens empfehlen.' Was den Stand der landwirthschaftlichen Cultur- pfianzen in unserer Gegend betrifft, so läßt sich darüber Folgendes sagen: Die Zuckerrüben fangen an aufzugehen, müßten aber jetzt Feuchtigkeit haben, denn der Boden ist gar starr, krustig und trocken. Die Sommergetreidearten gehen zu vereinzelt auf und bestocken sich nicht, an manchen Stellen bekommt der Boden Risse. Den Wintergetreidearten schadet das trockene Wetter am wenigsten, sie stehen gut. Mit Klee und Futterstoffen sieht es Übel aus, sie wollen gar nicht weiter. Die Aepfel- und Birnbäume blühen prachtvoll. Das Gartenge pflanze steht schon Tage lang still; Massertragen und Gießen hilft nicht viel. Der Wald ist an den südlichen Abhängen schon ganz grün, die Eichen sind noch zurück. Für die Städter und Spaziergänger ist das Wetter herrlich und unübertrefflich- der Landwirtdschaft wäre aber ein zweitägiger warmer Regen von Nöthen. Friedberg, 26. April. In diesem Jahre soll das 350jährige Jubiläum der hiesigen Realschule gefeiert werden und sind schon vorbereitende Schritte in dieser Hinsicht geschehen. So hat sich u. A. auch ein Cornite von hiesigen Damen gebildet, welche beabsichtigen, der Schule eine Fahne zu stiften. N. Nidda, 24. April. Der hiesige Gesangverein „Gemischter Chor", unter Leitung des Herrn Pfarrers Werner, hielt gestern Abend im großen Saale des „GambrinuS" ein Concert ab, welches sowohl von hier, rote auch aus den umliegenden Orten zahlreich besucht war. Das Concert wurde besonders durch Mitwirkung des Fräulein Sophie Fritz, Schülerin des Hoch'schen Conservatoriums zu Frankfurt a. M, sowie einiger Musikfreunde verherrlicht. DaS Programm bestand aus 16 Nummern, wovon die Nummern 4, 12, 15 und 16 zwei resp. drei kleine Unterabtheilungen hatten Es wurden Claviervorträge, gemischte Chöre, Soli für Sopran, Tenor, Baß und Piston geboten, welche mit großem BeisaL ausgenommen wurden. Selbstverständlich verdienen die Solisten und unter diesen wieder Fräulein Fritz an erster Stelle hervorgehoben zu werden, welche durch ihre prächtige Stimme und ihre gute Schule die Zuhörer entzückte. Die übrigen Solisten wetteiferten mit der Gästin und trugen zum Wohlgelingen des Concertes wesentlich bei. Die gemischten Chöre bildeten den Rahmen, in welchem sich das gelungene Concert gruppirte. Was das Programm als solches anbelangt, so sind die Namen Auber, Menoelssohn, Rossini, Haydn, Beethoven, Schumann, Brahms, Silcher, Weber ein Beweis dafür, wie sehr der Verein bezw. dessen Dirigent, Herr Pfarrer Werner, bestrebt ist, das Beste zu bieten; er macht sich um das Musik- und Kunstleben unseres Städtchens sehr wohl verdient. Hoffentlich wird uns bald wieder ein ähnlicher Kunstgenuß geboten. Nach dem Concerte fand ge« müthliches Zusammensein statt. Erst in sehr vorgerückter Stunde trennte man sich. Die Theilnehmer waren tn jeder Hinsicht befriedigt. nn. Darmstadt, 26. April. Die Erste Kammer der Hessischen Stände trat heute zu einer kurzen Tagung nochmals zusammen. Nach Bekanntgabe einer Reihe neuer Entwürfe trat das Haus in die Berathung der Regierungs- Vorlage, die polizeiliche Beaufsichtigung der Miethswohnungen und Schlafstellen. Freiherr v. Hehl zu Herrnsheim spricht sich, weil zu tief einschneidend in die Rechte Privater, gegen den Erlaß eines Gesetzes aus und wünscht, daß diese Frage von Reichswegen geregelt werde. Die Kammer beschließt dem Ausschußantrag gemäß, Großh. Regierung zu ersuchen, vor Erlaß eines definitiven Gesetzes eingehende Erhebungen nach dieser Richtung hin anzustellen und dem nächsten Landtag dann entsprechende Vorlage zu machen. Im Weiteren genehmigte die Kammer consorm mit den Beschlüffen Zweiter Kammer Bewilligung eines Betrags zur Förderung des Torfstreubezugs, den Gesetz Entwurf, betr. Grundeigenthum und Hypothekenwesen in Rheinhessen, sowie Verwilligungen von Summen für bauliche Herstellung am Arbeitshaus zu Dieburg, den Hoftiocalen zu Darmstadt und Oppenheim. Auch die Eingaben einer Anzahl älterer Gerichtsschreiber auf Berechnung ihrer Vordienstzeit, sowie der Polizeicommissär Aspiranten wegen Verwendung im Staatsdienst nach bestandenem Examen wird nach dem Beschluß Zweiter Kammer genehmigt. Bezüglich des Antrags Metz-Darmstadt auf Aufhebung der Verordnung vom 10. November 1886, den Betrieb von Wirthschaften und den Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus betr., beschließt die Kammer Ablehnung der Beschlüsse Zweiter Kammer, insbesondere, weil das Gesetz von sehr wohlthätigen Folgen bis jetzt begleitet gewesen sei. Die Petition der Mainzer Katholiken ^Versammlung auf Aufhebung des Jesuit en gesetzes und des Ordensgesetzcs von 1875 giebt zu einer längeren Debatte Veranlassung. Die Ausschuß- Majorität beantragt Ablehnung, während eine Minorität sich für Aufhebung der Gesetze ausspricht. Bischof Haffner wünscht im Interesse des kirchlichen Friedens die Aufhebung aller Ausnahmegesetze und die Zulassung neuer Ordens- congrcgalioncn. Prälat Habicht spricht im Interesse der evangelischen Kirche gegen eine Aufhebung. Gras Solms- Laubach wünscht der Staatsregierung das Recht anheim gestellt, gewisse, dem Staat und der Gemeinde nützliche Orden zuzulassen. Die Abstimmung ergtebt, daß mit 12 gegen 11 Stimmen der Antrag abgelehnt wird. Der Antrag auf Einführung der facultatioen Feuerbestattung in Hessen wird, nachdem Staatsminister Finger, Bischof Haffner, Prälat Habicht, sowie Fürst Ysenburg Birstcm, Gras Erbach-Fürstenau und Graf Solms-Laubach sich mit Entschiedenheit gegen Einführung der Feuerbestattung in Hessen Unglück entstanden fei. * Kreuznach, 26. April. In Simmern (Hunsrück) ist gestern ein ganzes Stadtviertel (11 Wohnhäuser und viele Nebengebäude) abgebrannt. Wassermangel und Hitze begünstigten die Ausdehnung, der Feuersbrunst. * Kreuznach, 25. April. Bei Idar brannten gestern die Waldungen des Rotgesberges ab, angezündet durch leichtsinnige Kinder. * Siegen, 26. April. Südlich vom Agnesenhof stehen seit heute Morgen 7 Uhr die Hauberge in Flammen. Das Feuer schreitet in der Richtung von Westen nach Osten fort. Der Hochwald steht in Gefahr, ebenfalls von den Flammen ergriffen zu werden. * Amberg, 26. April. Im Orte Breitenwinn hat eine. Feuersbrunst 8 Firsten total zerstört, auch Vieh ist umgekommen. Der Schaden ist sehr beträchtlich, da die Leute schlecht versichert sind. * Karlsruhe, 26. April. Das Dorf Klengen, Amt Villingen, steht seit 12 Uhr in Flammen. 30 Häuser sind bereits niedergebrannt, da alle Dächer mit Schindeln gedeckt sind und großer Wasierrnangel herrscht. ♦ Papenburg, 25. April. Dem in den herzoglich Ar en berg 'scheu Forsten bei Lehe entstandenen Waldbrande fielen etwa 180 Hectare kräftigen Tannenbestandes und Über 40 Hectare Roggensaat zum Opfer. Ein in der Nähe des Waldes liegendes Oeconomiegebäude wurde ganz vernichtet. Der Schaden wird auf eine Viertelmillion Mark geschätzt. ♦ St. Johann a. d. Saar, 26. April. Durch einen Waldbran d sind bei Kempfeld etwa 300 Hectare im Werthe von über 100000 Mk. zerstört worden. Brandstiftung wird vermuthet. * Iserlohn, 25. April. Das Sauerland wird in diesem Jahre von zahlreichen Waldbränden heimgesucht. Tag für Tag sieht man nach allen Himmelsrichtungen Rauchwolken aufsteigen. Gestern und vorgestern brannte es im hiesigen Kreise allein an neun verschiedenen Stellen. Gestern Abend noch wurde unsere Feuerwehr zu einem Brande gerufen, der feit Sonntag Morgen ununterbrochen wüthet. * Rendsburg, 25. April. Infolge der großen Dürre finden fast täglich in Schleswig-Holstein Waldbrände statt. Viele Hectare Anpflanzungen sind vernichtet. * Lohne (Oldenburg), 25. April. Bei einem Nachts hier ausgebrochenen Brande war während des Rettungswerkes das zweijährige Söhnchen des Eigenthümers im Hause vergessen worden. Kaum war der 25 jährige Bruder des Kindes opsermuthig in die Flammen gestürzt, als das Gebäude zusammenfiel, zwei Menschenleben vernichtend. Der verunglückte junge Mann wollte bald Hochzeit halten. ♦ Hamburg, 26. April. In ©affet (Holstein) sind der Volkszeitung zufolge 26 Gehöfte und Gebäude und viel Rindvieh verbrannt. * Bremen, 26. April. Durch Brandstiftung ist ein Wagengebäude mit dreizehn Wagen der englischen Gesellschaft „Große Bremer Pferdebahn" niedergebrannt. * Aus Sachsen, 24. April. Der Gemeinderath zu Löbtau bei Dresden, der vor Kurzem den ergötzlichen Beschluß gefaßt hatte, eine neuangelegte Straße Ahlwardt-Straße zu nennen, hat, durch die letzten Vorkommnisse im Reichstage gewitzigt, diesen Beschluß wieder aufgehoben und der Straße den harmlosen Namen Gohliserstraße beigelegt. * Metz, 25. April. DaS Reich beabsichtigt, dem Staate Elsaß Lothringen bei Bitsch einen 10 Kilometer langen und 10 Kilometer breiten Wald abzukaufen, um einen neuen Artillerieschießplatz zu errichten. In dem Walde liegt ein Dorf, dessen Bewohner sich anderöwo ansiedeln müffen. * Paris, 26. April. Aus Chaumont wird gemeldet, eine Fraü und ein Mädchen wurden auf offener Straße überfallen und get übtet; der Mörder begoß die Leichen mit Petroleum und steckte sie in Brand. Einem herbeigeeilten Zollbeamten versetzte der Mörder mehrere Stiche. * Der in weitesten Kreisen bekannte Schachmeister Jean Dufresne ist in Berlin gestorben. Ursprünglich Jurist, wurde er bald Redacteur. Er ist einer der bedeutendsten Schachspieler Deutschlands gewesen. Bekannt ist den Freunden des Schachspiels wohl noch sein Sieg, den er über Prof. Andersen in Breslau 1868 in einem mehrere Tage währenden Match davontrug. Jahrelang rebignte er die Schachrubrik in „Heber Land und Meer". Seine geistreichen Probleme und sein „Kleines Lehrbuch des Schachspieles" haben seinen Namen weltbekannt gemacht. Infolge feiner Taubheit lebte er seit fast zwanzig Jahren von der Welt abgeschieden. Der Tod ereilte ihn bei der Abfassung eines größeren mathematischen Werkes. * Zur Behandlung an Falffncht Leidender. Da beim Hinfallen an epileptischen Krämpfen leidender Personen in einer Straße oder auf einer Promenade selten gleich ein Arzt zur Hand sein wird, möchte es von Nutzen sein, hier ein nützliches Hilfsmittel wiederzugeben, daö Schreiber dieses seiner Zeit in einer französischen Zeitung warm empfohlen fand und welches den Vortheil bietet, den Anfall nicht nur rascher und milder verlaufen zu lassen, sondern auch die demselben immer folgende Abspannung und Entkräftung bedeutend zu verringern. Es besteht dies in der Ausbreitung eines schwarzen oder dunkeln Tuches über die Augen und das Gesicht, welches natürlich aber die Athmung nicht behindern darf. Da bei dergleichen Anfällen wichtige Theile des großen Gehirns entweder die erste Ursache abgaben, oder mindestens doch in Mitleidenschaft gezogen waren und das Auge mit seinen verschiedenen Tätigkeiten etwa 2/6 der gesummten Gehirnnerven für sich allein in Anspruch nimmt, begreift sich die Wirksamkeit jener Maßregel sehr leicht durch die Abhaltung jeder Aufregung und jedes Reizes von diesem Sinnesorgan. Ich selbst fand häufig Gelegenheit, die Wichtigkeit ähnlicher Maßregeln bei fiebernden Kranken zu erproben, zu denen ich in einem französischen Dorf ohne Arzt oft der ersten Anordnungen halber gerufen wurde, weil ich als Doctor nach Ansicht dieser Leute unbedingt auch Arzt sein mußte und dem ich Folge leistete, weil Ungefälligkeit mir dort als schlimmstes Vergehen angerechnet worden wäre. Mein erstes war dann die immer zahlreiche Corona von meist nur neugierigen und nutzlosen Gaffern zu entfernen, deren Anblick die Aufregung eines auf der Straße hingefallenen Krampfkranken ebenfalls nur erhöhen kann; das zweite war bann mit dunkeln Tüchern oder Kleidungsstücken die Fenster zu verhängen, worauf der Kranke gewöhnlich so rasch in einen ruhigen Schlaf verfiel, daß man mir später dieserhalb förmlich magnetische Kräfte angedichtet hatte. Bei Epileptikern ist diese Maßregel um so wichtiger, weil hier innere Arzneien höchstens auf Verordnung von Aerzten angewandt werden dürfen, also- nur etwa eine Einreibung eines leicht reizenden Mittels unter und hinter die Ohren, auf die Schläfe und Stirn übrig bliebe. Liegt der Erkrankte einigermaßen gut, so ist es wohl meist besser ihm nur etwas zur Erhöhung unter den Kopf zu geben und zu verhindern, daß er bei etwaigem Umsichscklagen während des Krampfanfalles sich verletze, den Transport zu einem bequemeren Lager aber erst vorzunehmen, nachdem der Hauptanfall vorüber ist. Dr. (Jm.il Pfeiffer. * Wodurch der Brand im Sigmariuger Schloß entstanden ist, das „Neue Winterthurer Tagblatt" hats ergründet. Da steht zu lesen: „Der Brand ist durch Unvorsichtigkeit beim Löschen entstanden." * Quid pro quo. Statt „Compromiß" sagt „pro Commiß", dann gibts gewiß kein Aergerniß! Verkehr, £anfc* und VoLksrvirth schäft. Limburg, 26. April. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 13.80, weißer Weizen A 00.00, Korn X 10.80, Gerste X 9.95, Hafer 7.95, Erbsen X —.—. Gottesdienst in der Synagoge. Sams tag den 29. April: Vorabend 7 • Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4« Uhr, Sabbathausgang 8» Uhr. Sottttdirnft der israelitischen Keligi-usgeseUschast. Freitag Abend 7« Uhr, Samstag Vormittag 8* Uhr, SamStag Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend 8” Uhr. Briefkasten. Mehrere Stammgäste bei M. Weiner. Wir können Ihnen über die 101- Jahr alte Leichenkofie keine Auskunft geben; wenden Sie sich an den Vorstand derselben. D. Red. ausgesprochen, und diese als eine heidnische Sitte bezeichnet | haben, mit 12 gegen 9 Stimmen und entgegen dem Beschluß Zweiter Kammer abgelehnt. Die weiteren Punkte der umfangreichen Tagesordnung finden sodann einstimmige Annahme. Morgen früh 9 Uhr Sitzung. A Mainz, 26. April. Das hiesige Landgericht wies heute die Berufung des Oberbürgermeisters Küchler in Worms gegen ein Unheil des Schöffengerichts Mainz ab, welches daö Wormser Stadtoberhaupt wegen Beleidigung der hessischen Kreistechniker zu einer Geldstrafe von 20 Mark verurtheilt hatte. Gelegentlich des letzten hessischen Städte-' tagg hatte Oberbürgermeister Küchler die Kreisiechniker heftig angegriffen und denselben Bestechlichkeit vorgeworfen. A Mainz, 26. April. Der Verlauf der sich zu Ende neigenden diesjährigen Frühjahrsweinversteigerungen hier war durchgängig ein Überaus günstiger und zeigte sich für gute in dem Handel verwendbare Weine immer eine große Kauflust. Ein von Jahr zu Jahr steigendes Interesse finden bei den diesseitigen Weinversteigerungen die Niersteiner Weine, für welche dieses Mal wiederum sehr hohe Preise bezahlt wurden und zwar theilweise Preise, welche dem Erlös für Rheingauer Weine nur wenig nachstehen. Die interessanteste Versteigerung von Niersteiner Weinen, bei der sich alljährlich die ersten Weinfirmen und die Vertreter der ersten Gasthöfe ein Rendezvous geben, ist noch im AuSstand, nämlich die am 3. Mai stattfindende Auction der 1890er Crescenz aus dem bekannten Philipp Fink'schen Weingute, dessen glücklicher Eigenthümer alleiniger Besitzer des weltberühmten „Niersteiner Glück" ist. Diesesmal kommen 19 ganze und 27 halbe Stück zur Versteigerung, worunter neun Faß „Glöck" und ! ein Faß „Glöck Auslese". Mainz, 25. April, lieber die Thätigkeit des Gewerbegerichts der Stadt Mainz in dem abgelaufenen Rechnungsjahr hat soeben die Bürgermeisterei eine umfassende Uebersicht veröffentlicht. Im abgelaufenen Jahre wurden danach 98 Sitzungen abgehalten, und zwar 52 unter und 46 ohne Zuziehung von Beisitzern, und kamen in denselben 326 Sachen zur Verhandlung; außerdem sind 62 weitere Streitsachen von der Gerichtsschreiberei kurzer Hand und ohne förmliche Klage erledigt worden. Von den anhängig gewordenen Sachen wurde der größte Theil, nämlich 234, durch Vergleich, Verzicht u. s. ro. erledigt, während in 84 Sachen Endurtheile erlassen wurden, unerledigt sind am Schluffe des Geschäftsjahres 8 Sachen geblieben. Kläger I in den Angelegenheiten waren 18 Arbeitgeber und 308 Arbeit- I nehmer / die Klagen waren gerichtet in 136 Fällen auf Lohnzahlung, in 166 Fällen auf Zahlung einer Entschädigung I und in 24 Fällen auf Rückgabe oder Ausstellungen von 1 Zeugnissen u. s. ro. — An Gerichtskosten (Gebühren und I Auslagen) kamen 257,95 Mk. zum Ansatz, während an Bei- I sitzer-,- Zeugen und Sachverständigen-Gebühren 270,80 Mk. I ausgezahlt wurden. __ Vermischtes. * Altenkirchen, 25. April. Der Kaufmann Simon, in dessen Hause der große Brand ausgekommen war, ist mit seiner Ehefrau in Untersuchungshaft genommen worden. Er gibt an, Del erwärmt zu haben, wobei das Sud). n..Hol""dnnbwn, Gesang hnchcr $ in 6t66t« Au»w» - StlWvhrt. ffvnbnwo» MdrsLnerr, toeipp-Malzkaffce bester Kaffeezusatz. ___----i—: l 188.30 14120 148 30 119 70 104.00 288 76 104 30 6Ü MM fut Heppen heim, Giessen, Kastel a. Rh., 26. April 1893. 4025 [4036 Gießen. 26. April 1893. [4033 Wohne jetzt Moltkestratze 4035 Christian Petri V 4029] RLchsten Sonntag und «onta«, wozu freundlichst rtnladet MÜnzenberg, den 25. Avril 18-3 Gesucht! Gesucht! Unger in Londorf (4039 wtai (ann. e. frodlL vollar. Aelle Ke» Inchverfanblgeichätt [h«0 liihleover Riittcrartifcl Wegen plötzlich gezwungener 4024 j Räumung de- Lagerräume? 100 bi- ' IbO Centn er „ NeiSfuttcrmchl, \-'t Precloaa. 4026] SS werden für 1. Mai zwei sowie circa 50 Etr. prima la. Grdnust» 1062t •dient itng» • Ad. 3 AL — ftttnfhnt forttgen Eintritt. Zu erfragen Ritter« Theod. W gaffe 19. «ugust ttmibL r.V.7-/ Lomd. E^B^Act. Buichtherader (MLdkf. Eidchal-Babn-Lct. Gotthaid-vahrnNct. Schweizer Rordost.'B^Md. Mainzer (fc_xtUlcL Marienburger t-'fKd Rechner nach längerem Leiden am 4019] Lin «adsnihür« mit Oberlicht. 3,66 m hoch und 1,24 m breit, eine Schau» f«nst«rscheibe, im Lichten 3,21 m hoch und 2,76 m breit, und ein Rollladen ftnb zu verkaufen Wo? sagt die Expedition d«. Blatte-. 4042) Ein Lanfmckdchen gesucht. Badnboittrahe 4S, IIL Tt msche btt (K«*nt fehl btbeutt irauig zwingt die unt Etadt für die nach C.urfltoaffrr vorzv z« Heu. Um« Hinweis c IrtrwteeBufa bi« »m Mei ^«Utoa^trleitunc 11 w Moi \ erwandten, Freunden und Bekannten machen wir die schmerzliche Mittheilung, dass unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Grossvater Tiefbetrübt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser innig geliebter Gatte, Vater, Großvater und Onkel Herr Ernst Bender in Folge eines Schlaganfalles heute früh nach kurzem aber schweren Leiden im Alter von 65 Jahren sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die tieftraueruden Hinterbliebenen. -7- Die Beerdigung findet Freitag den 28. April, Nachmittags 21 Uhr, statt. Tüll Vorhänge Rouleaux-Stoffe find in neuer großer Auswahl ein- getroffen. [4030 (?. Blödner, Seltersweg. Bekanntmachung. Die Aufnahme schulpflichtiger Binder in die Volksschule zu (Siesten findet am 1. Mai d. I. statt. Die Mädchen werden im Schulhause an der Westanlage, II. Stock, Zimmer Nr. 10 und die Knaben im Schulhause an der Nordanlage, I. Stock, Zimmer Nr. 6, Morgens von IO bis 12 Nhr, ausgenommen. Schulpflichtig sind alle Kinder, welche bi» zum l.Mai d. I. 6 Jahre alt geworden sind; doch können auf Wunsch der Eltern oder deren Stell» Vertreter auch solche leiblich und geistig nicht unreife Kinder ausgenommen werden, die bis zum 30. September d. I. das sechste Lebensjahr vollenden. Bei der Aufnahme ist der Impfschein vorzuzeigen, auch find Name und Stand des Vaters oder dessen Stellvertreters und der Geburtstag des Kindes genau anzugeben. 3 pEt. Reich-mrleihr y/i pEt. do. 3 pEt. ’8teufe. EonsolS 31/t AL do. Die Färberei und lheuMe Waschanstalt von __ Braubach & Fischer 4 Neuenweg 1 TBC 2361 bringt ihr (stablifsement zur Frühjahrs- u. Lonnner Laison in empfehlende Erinnerung. W. Jäger. (4022 Der Kriegerverein Fronhausen sucht zu seinem am 22. und 23. Mai d. I. stattfindenden Fahnenwcih«Feste einen tüchtigen Wirth. Bewerber wollen sich bis zum 6. Mai bei dem Vorstand Georg Scheid 11. melden. Fronhausen a d. M-W.-B- [4023 Abende Mule, J#*** SÄ- Rendant Philipp Schaum und Verwalter der Grossh. Landes-Irrenanstalt zu Heppenheim 26. d. M. im 63. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen gekauft im Hygienischen Institut. ------------ -- Liebigstraße 12.[4ul8 4027) Spengler geselle solort gesucht dl«« h-i . ,A aud) mntxlid} t ::12< fitt Vnbrnwv . du * eittil to'tta und m ghttda Mid Drgen \ Sedeit i° klein» und s-w'k °u und sich «N Äum oder auch dann, ifT pctwflnbte raiten lassen sich W »erfolgen, von denen -rb Sntlaos, Stemn eeriof besonders auc ^rysliche Uebungen, l «Gltzd« Wer gep Ircitnt Mc Spiele f 3 ntg jnb «!t zu neue! r ?r Jahrzehnten imD jittfaeh«. Erst se »ieser drmfchr Eharatt rech zundchst In derIl lln diese, die Lol ■tu erfrischende Ström '75 a öntrokft qr-rmmte fugend- wie । • m enger ^nb'mbw Ml einErnttc und foltipidt in De Derselbe vnSffrnt den» gejammter Jnhi Coursbericht ton E. Wasserschieben, Bankgeläiäst Frankfurter Börse vom 27. April 1893. Schlutzcourie 1 Uhr 16 Mtn. Zu bet LorSellung Preciosa am Sonntag den 30. April 1891 fudx ich zwei klein« Pferd« (am liebsten irod Neine PonnyS). — Rrstecttrend« wolle« Offerten bi- chreitog d«n 13. «prit. Mittag-, im th«»t«tU« O. Luft. gei. Vbilipp Kreiling. Hcuchelde'm. vermischte Anzeigen. JVeues Theater (C A- ten von Friedrich. Musik von Heuptner. )el(fle6ofn Jo I dM*-, . . fleRattet, I Ier W iS ■RWrabgabc in z ISS?*Ffcen Bei! btu 26 umä ^r,au Ä"„- ___ Aoth. Redaction: 18. Scheyda. — Lruek unB L erlag der Brübl'icheo Druekerei (Fr. Ehr. Pietsch) te Pt eßen Die öeutige Hummer umfaßt 6 Seifen M 12 390 0U 308 26 1»)^ 112.90 112 JO *5 00 Dichter u. Hauer. 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