1893 Dienstag den 28. März Rr. 74 Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblutt für den ICrets Gieren | Hralisbeitage: Hießener Aamilienökätter. Amtlicher Theil Antisemit Paasch wurde heute Die „Vossische Ztg." meldet aus örfe. ). 98.85 W. ceta . vi.- l^lw60 65.85 100.70 101.70 82.50 5830 64 70 95.40 95.10 81.05 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den lolgen-m Tag erscheinenden Nummer bi« Borin. 10 Uhr. 97.10 101.45 103.15 102- 97.- 97.10 101.45 10 Die «Siebener HeeUUwiriltet •erben dem Anzeiger •schentttch d reimel d «gelegt. die Erwartung aus, daß abgehalten werde. Berlin, 25. März, wieder verhaftet. Der Gletzener A«»el«er erscheint täglich, Btt Ru«nabme be« Montag«. 105.9# 98.; 65.76 100.8) 101.80 82j5 5825 64.95 95.15 80.95 M 184*/, im.- 30. ; 209.15 (209.35 . 1155.95 157.20 . 1102.10 Locales und provinzielles. Gießen, 27. März 1893. ** Der gestrige Palmsonntag bot der geistig wie körperlich erholungsbedürftigen Menschheit wiederum Gelegenheit, sich für die kommenden Wochentage zu stärken. Es herrschte vom frühen Morgen an das herrlichste Frühlingswetter, so daß ebenso der Vormittag durch die große Anzahl der Kirchenbesucher wie der Nachmittag durch die große Schaar der Ausflügler recht belebte Bilder in und außerhalb der Stadt boten. Unsere beliebten Ausflugsorte Schiffenberg, Gleiberg u. s. w. waren recht gut besucht, auch dem Walde wanderten Diele zu, in der Absicht, ihm die ersten Frühlingsboten, Veilchen u. s. w. zu entführen. Auch das beliebte Maikraut wurde, obwohl in noch recht niedlichem Gewächs, bereits gefunden. Unsere befiederten Waldbewohner, die Vögel in ihren verschiedenen Arten, ließen überall ihre Frühlingslieder erklingen. Hält das Wetter an, so können wir schönen Oster- feiertagen entgegen sehen. *♦ Die erweiterte Handwerkerschule dahier hat in ihrem Schulhause (Asterweg 25) eine Ausstellung der Arbeiten ihres Wintercurses veranstaltet, deren Besichtigung für Jeder- Cierteliäbriger Jteonnfmrnt5»reUi 2 Mark 20 Psg. nett Brmgerlohn. Durch die Post btjojte 2 Mark 50 Psg. Reboction, itrprbmei und Druckerei: >4*rar«|e Hlr.K. Fernsprecher M. vom 17,/ffi. 24,m. U.89 I 28.101 18.80 iold- \ \ Alle Annoncen-Lureaux bei In» unb Äuflanbe« nehmen Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger- entgegen. Verkaufs-Monopols für die deutschen Landwirthe beantragt. Die Grundpreise sollen 19 und 16 Mark für den Doppelcentner betragen. Würzburg, 25. März. Die Freisinnigen, National- liberalen und die Volkspartei beschloffen gemeinsames Vorgehen gegen den Ultramontanismus bei den Landtagswahlen. o. Mb. «w Silber .Zttl. üfmb. gamt teftfr. Bekanntmachung, betreffend Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft zur Entwässerung von Grundstücken in den Fluren III. und IV. der Gemarkung Bergheim. Nachdem zur Ausführung einer Entwässerung von Grundstücken in den Fluren III. und IV. der Gemarkung Bergheim Antrag auf Bildung einer öffentlichen Waffergenoffenschaft gestellt worden ist, und die Großh. Obere landwirth- schädliche Behörde als sachliche Centralbehörde das beabsich- ngte Unternehmen als zulässig und zweckmäßig erachtet und die Einleitung des Verfahrens zur Bildung einer öffentlichen Waffergenoffenschaft angeordnet hat, wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Vorarbeiten hierzu in der Zeit vom 589. März bis einschließlich 11. April l. I. auf dem Amtszimmer der (tzroßh. Bürgermeisterei Holzheim zur Einsicht sämmtlicher Grundeigenthümer, deren Grundstücke in die zu verbessernde Fläche fallen, offen liegen. Gleichzeitig werden diese Grundeigenthümer zur Verhandlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl ihrer Ver- ireter für das weitere Verfahren auf Mittwoch den 12. April l. I., Nachmittags SB1/, Uhr, in das Nathhans zu Holzheim vorgeladen, unter Androhung des Rechtsnachtheils, daß die Nichterscheinenden, sowie die Richtabstimmenden als Dem beantragten Unternehmen bei- stimmend und mit der Wahl der Vertreter einverstanden an- gesehen und mit ihren Einwendungen gegen die Art der Ausführung später nicht mehr gehört werden. Diejenigen Grundeigenthümer und Wassernutzungsberech- liaten, die an dem Unternehmen nicht unmittelbar betheiligt erscheinen, werden hiermit aufgefordert, etwaige Einsprachen »egen das Unternehmen in der vorerwähnten Tagfahrt gel- lend zu machen, widrigenfalls die Einsprachen nach Ablauf der Frist nicht mehr berücksichtigt würden und nur noch pri- valrechtliche Entschädigungs-Ansprüche gegenüber dem Unter- nehmen geltend gemacht werden könnten. Gießen, den 25. März 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Berlin, 25. März. ..... Ratibor, der hiesige Verein der Landwirthe hat beim Bunde der Landwirthe die Erstrebung des Weizen- undRoggen- Deritsches Reich. Berlin, 25. März. Auf parlamentarischem Gebiete, soweit es sich um die gesetzgeberischen Arbeiten im Reiche und in Preußen handelt, herrscht österliche Stille, da am Freitag das preußische Herrenhaus nach Erledigung des Etats dem Reichstage und dem Abgeordnetenhause in die Oslerserien nachgefolgt ist. Für die beiden letzteren parlamentarischen Körperschaften bringt die eingetretene Osterpause eine sehr willkommene Ruhe- und Erholungszeit nach langen Wochen angestrengter Thätigkeit, denn seit Neujahr hat man im Reichsparlamente, wie in der preußischen Volksvertretung tüchtig gearbeitet, sei es im Plenum, sei es in den Ausschüssen. Was das Abgeordnetenhaus anbelangr, so sind hier bis jetzt die meisten der ihm vorgelegten kleineren Gesetzentwürfe zur Erledigung gelangt, ferner der Etat und das neue Wahlgesetz srrtiggestellt worden, außerdem ist die Dorberathung der drei Steuerresormgesetze in der Commission zum Abschlüsse gebracht. Verhältnißmäßig wenig hat man im Reichstage während des zurückzelegten Sessionsabschnittes vor sich gebracht. Es sind zwar eine Anzahl kleiner Vorlagen zur Annahme gelangt, von den wichtigeren Arbeitsstoffen ist aber nur der Etat definitiv aufgearbeitet. Alle übrigen bedeutungsvolleren Vorlagen dagegen stecken entweder noch in den Commissionen oder sie harrm doch wenigstens noch der dritten Lesung. Die wichtigste Materie der gegenwärtigen Reichstagssession jedoch, die Militärvorlage, ist in der Commission völlig gescheitert, ihre Aussichten für die nach Ostern bevorstehende Plenarberathung sind verschwindend geringe, so daß also die Ablehnung der Militärvorlage auch im Plenum und hiermit die Auflösung deö Reichstages als ziemlich wahrscheinlich gelten können. Selbstverständlich wären bei einer etwaigen Auflösung des Reichstages alle bis dahin noch nicht erledigten Dorlagen als unter den Tisch gefallen zu betrachten, während anderseits fraglich erscheint, ob der preußische Landtag in dem beginnenden Wahltrubel noch im Stande sein würde, die schwebende Steuerreform zum endgiltigen Abschluß zu bringen, jedenfalls eröffnen sich für die nachösterlichen Sessionsalbschnitte in beiden Parlamenten vorerst keine besonders rosigen Ausblicke. — Der deutsche Pilgerzug nach Rom anläßlich das Bischofsjubiläums des Papstes ist vom 18. April auf Paares in Rom gewesen. Berlin, 25. März. Die „Allgemeine Fleischerzeitung" theilt mit, daß bei dem heutigen Berliner Viehmarkte 2000 Rinder, 1000 Schweine und 700 Hämmel überständig geblieben sind. Wenn diese Thiere bis Mittwoch stehen würden, sei der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in großem Umfange zu befürchten. Das Blatt spricht daher ' am kommenden Montag Viehmarkt ! f'vckbr. do. A 181900 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. mann, besonders für den Handwerker von großem Interesse sein muß. Geben diese Arbeiten doch ein wahrhaft treues Bild des bei Lehrern und Schülern vorhandenen ernsten Streben-, zeigen dieselben doch durch die zusammengestellten Lehrgänge nicht allein, daß hier fleißig gewirkt wird, sondern auch besonders wie dies geschieht. Und gerade dieses Wie ist es, das außerordentliche Vorzüge besitzt: Nicht ein Copiren der Vorlage haben wir hier vor uns, sondern von dem Schüler gut durchdachte Arbeiten- nicht ein mechanisches Nachbilden der vorgelösten Aufgabe, sondern ein Verarbeiten derselben durch jeden Schüler in seiner Art. Auch zeugen die einzelnen Lehrgänge von planmäßigem Vorgehen: Es ist ein Ganzes, was da zielbewußt behandelt worden ist, ohne ein Herum- fahren von diesem zu Jenem, wodurch die Kräfte zersplittert, die Vorstellungen verwirrt werden. Dies spricht aus allen Zeichnungen und den Gypsarbeiten sowohl, als auö Heften der theoretischen Fächer: Deutsch, Buchführung, Geometrie, Algebra, Physik, Statik, Bauconstruction u. s. w. Möge die Leitung der Schule auf diesem Wege fortfahren zu wirken in dem hehren Streben, unsere angehenden Handwerker in richtiger Weise für ihren Berus vorzubereiten, und möge der Handwerkerstand die ihm hier zur Ausbildung seiner jungen Leute gebotene Gelegenheit in vollem Maaße ausnutzen. Wir machen schließlich darauf aufmerksam, daß die Ausstellung, wie wir erfahren, nur noch bis zum Mittwoch (einschließlich) geöffnet sein wird und empsehlen den Besuch derselben nochmals dringend. r.- Gießen, 25. März. Vergangenen Freitag fand in der Restauration Bourgeois die diesjährige ordentliche Generalversammlung der Kaufmännischen Kranken- undBe- gräbnißkasse E. H. Gießen statt. Wie wir dem von dem Vorsitzenden, Herrn Wilh. Köser, eingehend erstatteten Berichte entnehmen, schließen sich die Ergebnisse des abgelaufenen Verwaltungsjahres ‘ in ihrer Gesammtheit denen der vorausgegangenen Jahre an. Die Mitgliederzahl unterlag durch Ab- und Zugang keinem großen Wechsel. Solche betrug am Schluffe des Verwaltungsjahres 85. Die Einnahmen beliefen sich insgesammt auf 1908,55 Mk., die Ausgaben insgesammt auf 1756,47 Mk., hierunter 1500,49 Mk. Krankenlohn und 60 Mk. Sterbegeld. Das Baarvermögen betrug am Schluffe des Verwaltungsjahres 3373,09 Mk., wovon 2431,21 Mk. als Reservefonds bei der Spar- und Leihkasse Gießen angelegt sind. Der Krankenlohn betrug, wie erwähnt, 1500,49 Mk. Es ist die höchste Leistung seit Bestehen der Kasse und wurden hiermit die vorherigen Jahre nicht unwesentlich überschritten. Im Jahre 1891 wurden an Krankenlohn entrichtet 1202,24 Mk., 1890 1235,24 Mk., 1887 1070,65 Mk. u. s. w. Der Gesammtkrankenlohn seit Bestehen der Kaffe (71/, Jahre) beträgt 7177,34 Mk. und das Sterbegeld 300. Diese Zahlen beweisen klar und deutlich die weitgehende Leistungsfähigkeit der Kasse. Die Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Herr Ernst Wiegelmann wurde als Vorsitzender, Herr Jos. Ehr mann als Rechner, Herr Wilh. Wagner als Schriftführer und die Herren Wilh. Küfer, Christ. Maas, Jac. Jung und Karl Wo sch als Beisitzer gewählt. Herr Wilh. Köser, welcher seit Gründung der Kasse dem Vorstande als Vorsitzender angehörte, lehnte unter Anführung von triftigen, privaten Gründen die Wiederwahl als Vorsitzender ab, was allgemein unter Anerkennung seiner Verdienste um die Kasse lebhaft bedauert wurde. Um ihn jedoch dem Vorstande zu erhalten, erfolgte dessen Wahl als erster Beisitzer. Die früheren Vorstandsmitglieder, die Herren Karl Heil und Hch. Wagner, lehnten eine Wiederwahl ebenfalls ab. Dem neugewählten Vorstande bringen wir die gleichen Wünsche entgegen, denen wir wiederholt an dieser Stelle Ausdruck gegeben haben. Auch verfehlen wir nicht, wiederholt auf queft Wohlfahrtseinrichtung hinzuweisen und solche der weit- gehendsten Benutzung zu empfehlen. Nicht allein Kaufleute, Handlungsgehülfen und Lehrlinge, sondern auch Bureau- und Betriebsbeamte, Techniker, Chemiker, Zeichner u. dgl. können Aufnahme in derselben finden. •• Distanzmarsch. Zwei Herren von hier unternahmen gestern früh 4 Uhr einen Distanzmarsch nach Frankfurt a. M. Sie legten den 65 km langen Weg nach kurzem Aufenthalte in Butzbach und Friedberg vom Frankfurter Hofe hier bis zu dem freien Platze der Friedberger Landstraße in Frankfurt in 12 Stunden zurück. ** Wir erlauben uns, auf eine in der Ferberffchen Univ.- Buchhandlung dahier ausgestellte Heliogravüre nach dem Oel- gemälde von E. v. Gebhardt, „das heilige Abendmahl" aufmerksam zu machen. Dies Bild ist, wohl als die Perle der neuesten christlichen Kunst zu bezeichnen. Die Charakterisirung des Heilandes und der Jünger im Gesichtsausdruck und Gestalt ist unübertrefflich, sodaß die einzelnen B ble za^7°kr jqa rKr KtzK Ls ***** gebliUH SW Aä ” Mmwerthe an bei rei-hli» .ehn Mark 'A wurde indessen Ochsten SiM ff* und erreichten wltbti "urben, baß bte Laube. lnb die Course stiegen mmen bStte. haunl- « unb Crebtl M8 am uEicher Werten, |o höchsten find. den 8. Mai verlegt worden. Maßgebend für diese Hinaus- I schiebung der Wallfahrt ist die Rücksicht auf den in der zweiten Aprilhälfte stattfindenden Besuch des Deutschen Kaiser- 153.6GI154.8O 1100.40 1 40020 [ntl , 104.—\ 401*.» Sa! 12550 425.40 ff. 4O8.4OW- * 1)02.20 ■ Ckl — Ausland. Roueu, 25. März. Gustav Kurz, ein deutscher Deserteur, welcher als Spion verhaftet worden, ist gestern wieder in Freiheit gesetzt worden. Algier, 25. März. Gestern Abend sand ein Empfang im Militär-Casino zu Ehren der Offiziere des russischen Geschwaders statt, bet welchem dieselben sehr gefeiert wurden. Rom, 25. März. Die „Agenzia Stefani" meldet: Als der König sich heute zu einer Festlichkeit nach der Villa Borghese begab, schleuderte eine schlecht gekleidete Person mit weiß-gelber Cocarde auf der Brust eine mit Erde gefüllte Papier Hülse gegen den Wagen des Königs. Sofort verhaftet, leistete der Mensch Widerstand und rief, er habe nur Achtung vor Gott und der Regierung des Papstes. Auf der Centralpolizeibehörde fand man bei dem Verhafteten andere weiß-gelbe Bänder, sowie Papiere mit Aufzeichnungen, woraus hervorgeht, daß der Verhaftete ein dericaler Fanatiker ist. Er heißt Louis Berardi und ist 31 Jahre alt. Er war 1882 wegen Meuchelmordes zu sieben Jahren Zuchthaus verurtheilt. Nach seiner Entlassung war er nach Amerika ausgewandert, aber seit Kurzem zurückgekehrt. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphische« Correspondenz-Bureau. Berlin, 26. März. Cardinal Crementz wurde heute Mittag 1 Uhr vom Kaiser in feierlicher Audienz empfangen. Derselbe war von seinem Hotel aus in Galaequipage abgeholt und nach dem Schlosse geleitet werden. Auch die Kaiserin empfing den Cardinal. Nach der Audienz folgte der Cardinal einer Einladung der Majestäten zur Frühstückstafel und kehrte bann nach dem Hotel Royal zurück. — Heute Abend 10 Uhr reist der Cardinal von hier nach Köln zurück. Heute früh 6 Uhr celebrirte der Cardinal die Messe im St. Hedwigskrankenhause. W 104.10 g» |1W5 191-50 ß?' 299.50 299- 5 L 16850 98.60 439.95 rltvSv" 85.50 i J 18.70 79.60 «iHv- X. 82.- 82.30 1880r 104.40 104.40 Ü.v. 22.10 22.45 -3nl 46.05 46.20 a 96.30 96.55 vieler Arbeiter, an Großherzogliche Direction der Oberhess. Eisenbahnen abgesandt worden. Durch dasselbe soü Großh. Direction veranlaßt werden, den Arbeiter-Frühzug bis nach Reiskirchen zu dirigiren, damit die Arbeiter von Reiskirchen, Lindenstruth, Saasen, Hattenrod und Burkhardsfelden dieselbe Annehmlichkeit und Vortheile wie diejenigen des Busecker Thals genießen. Bei der Anzahl der in Reiskirchen einsteigenden Arbeiter, bei der geringen Entfernung zwischen Reiskirchen und Großen-Buseck (ungefähr 5—9 Minuten einmalige Fahrzeit) und bei der Bereitwilligkeit, mit welcher Großh. Direction Verbesserungen, erprobte Neuerungen und Erleichterungen des Verkehres eingeführt hat, steht zu hoffen, daß auch dies vollständig berechtigte Gesuch mit Erfolg gekrönt wird. sich hierdurch die Anhänglichkeit und Liebe vieler Reiskirchner Familien erworben hat, hiermit öffentlich den gebührendes, Herr Fließ (Berlin): Die nasale Reflexneurose. — Herr | Emil Pfeiffer (Wiesbaden): lieber Harnsäurebestimmungen im Urine. — Herr Mendelsohn (Berlin): Zur Therapie der harnsauren Diathese. — Herr Korner (Reichenhall): Ueber Tuberkulose. — Herr Trautwein (Kreuznach): lieber Sphygmo- graphie. — Herr Rosenfeld (Stuttgart): Die Behandlung deS tachycardischen Anfalles. — Herr Helnr. Rehn (Frank- I furt a. M.): Ueber die Myxoedemform des Kmdesalter» und die Erfolge ihrer Behandlung mit Schilddrüfenextract, mit I Krankenvorstellung. — Herr Egger (Arosa): Die Veränderungen deS Blutes beim Aufenthalte im Hochgebirge. — Herr Baelz (Tokio): DaS heiße Bad in physiologischer und therapeutischer Hinsicht.—HerrDierordt(Heidelberg): UeberdenKalkstoffwechsrl bei RhachitiS. — Herr Stintzing (Jena): Zur Blutuntersuchung. — Herr MattheS (Jena): Zur Wirkung von Enzymen auf lebendes Gewebe, fpeciell auf die Magen- und Darmwand. - Herr Ewald (Berlin): Ueber Tetanie. - Herr Mordhorst (Wiesbaden): Ueber Fleischnahrung bei Gicht. — Herr Edinger (Frankfurt a. M.): Ueber die Bedeutung der Hirnrinde an- läßlich des Berichtes über die anatomische Untersuchung eines Hundes, dem Profeffor Goltz das ganze Borderhirn entfernt hatte. — Unser tägliches Brod. Man schreibt der „Franks. Ztg.": Den jüngsten Untersuchungen Balland S über den Nährwerth des BrodeS entnehmen wir die eine, die ein allgemeines Jntereffe hat. Der Gelehrte Hat zunächst die Temperatur des BrodeS bestimmt, die eS bet der Entnahme aus dem Ofen besitzt. Ein Brod von 1 Kilogramm Gewicht wird in 30 Minuten gebacken und wenn die Dauer I des Backens selbst 40 Minuten betragen sollte, so besitzt daS i Innere deS BrodeS doch nur eine Wärme von 97—100 °. | Diese Temperatur vermindert sich allmählich, so daß daS Brod erst nach fünf oder sechs Stunden die Temperatur seiner Umgebung annimmt. Eine Wärme von 97—100 0 ist jedoch nicht im Stande, die Mikroben zu tödten. Deshalb | sollten die Bäcker zum Brodbackcn nur abgekochtes oder gut ; filtrirteS Wasser verwenden. — Die Krume von gut ausgebackenem Brod enthält 38—49 pCt. Wasser, die Rinde dagegen nur 16-25 pCt. 100 Gr. Rinde sind demnach gleichwerihig 135 Gr. Krume. Der Wassergehalt eines BrodeS hängt also von seinem Gewicht wie von seiner Form ab. Ein rundes Brod von drei Pfund Gewicht besitzt einen Waffergehalt von ca. 39 pCt., während ein rundes Brod von nur iy2 Pfund, aus demselben Teig gebacken, nur 35 pCt. Wasser enthält. Ein langes Brod von demselben Gewicht dagegen schließt nur 33 pCt. Waffer ein. ES ist I demnach vorteilhafter, lange Brode und lieber zwei lange von N/z Pfund Gewicht, als ein rundes von drei Pfund zu kaufen. Gewinnt man dabei doch immer noch an 12 pCt. I Nährstoff. △ GroßenBufeck, 27. März. Scharlach und D i p h t e- I ritis, deren erstes unscheinbares Auftreten in dem nahen Reiskirchen sofort im „Gieß. Anz." gemeldet wurde, hielten bald in vielen Familien ihren gefährlichen Einzug. I Es wurde deßhalb nothwcndig, den behördlichen Anordnungen I Folge zu leisten, und gerade der Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und Vorsichtsmaßregeln ist es zu zuschreiben, daß I die Seuchen in ihrer Verbreitung beschränkt und endlich ganz I vernichtet wurden. Hierbei soll nicht verfehlt werden, der Decanatsschwester Frl. Büchs l er, welche durch ihre unermüdliche Pflege und rastlose Thätigkeit von früh bis spät den Leuten mit Rath und That helfend zur Seite stand und Jünger leicht zu erkennen find- die technische Ausführung der | Heliogravüre, der treuesten Nachbildung des Originals aber in I eine solche, daß der Meister selbst seinen vollen Beifall darüber ausgesprochen hat. ** Bei Zeiten! Im Hinblick auf die Einführung der I mitteleuropäischen Zeit im Deutschen Reiche vom ersten April ab theilt der Reichsanzeiger mir, dag die Berliner Normaluhren schon am 31. März, Nachmittags zwischen 4 und 7 Uhr aus die mitteleuropäische Zeit gebracht weiden. Es wäre gut, wenn man überall bei Zeiten der Veränderung Rechnung trüge, es könnte sonst am Morgen tres 1. April bei der Benutzung von Eiscnbahnzügen rc. manchen Aerger geben. Militär - Dienstuachrichte«. Bei der soeben erfolgten erfolgten Cadettenvertheilung wurden hesfischen Regimentern zugetheilt: Dem Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 Port.-Unterosfizier Poly als Seconde- Lieutenant, dem 3. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Leib-Regt.) Nr. 117 Ead. Stamm als charakt. Port.-Fähnrich, dem | 1. Großh. Dragoner-Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23 | Port.-Unteroffizier v. Becker als Seconde-Lieutenant, dem 1 Großh. Hess. Feld Art.-Regt. Nr. 25 Cadett Seederer als charakt. Port.-Fähnrich. — Der Getreidemarkt Auf dem G e t r e i d e m a r k t herrschte auch in der abgelaufenen Berichtswoche jene Lustlosigkeit entschieden vor, die ihn nun schon seit längerer Zeit chorakterisirt. Allerdings zeigten sich hie und da Anläufe zu einer Besserung, sie waren aber nirgends nachhaltig, so daß auf den allermeisten Plätzen schließlich ein nicht unerhebliches weiteres Nachgeben der Preise im Roggen- wie im Weizen- geschäst constatirt werden mußte. Da die amerikanischen Märkte erneut merklich verstaut sind, im Jnlande aber auf keiner Seite eine Anregung zu einer Dauer verheißenden günstigeren Wendung zu entdecken ist, so dürste die Depression im einheimischen Getreidehandel auch bis auf Weiteres noch anhalten. Nur Hafer behauptet im Allgemeinen noch feste Preise, allerdings bei geringen Umsätzen. Notirungen an der Berliner Getreidebörse: Weizen von 145—155 Mark pro 1000 Kilogramm, Roggen von 126—133 Mk., Hafer von 140-157 Mk., Gerste von 115-175 Mark. Munzenberg, 23. März. Der pensionirte Lehrer Her- mann Glockengießer ist im Alter von 71 Jahren dahier gestorben. § Groh-Felda, 24. März. Heute Morgen gegen 9 Uhr brach in dem Wohnhaus des Hausierers W. dahier Feuer aus und legte dasselbe, sowie daö dicht angrenzende Wohn- hauS des Nachbars in Asche. Obgleich die Feuerwehr sofort am Platze war und wacker eingriff, griff daS Feuer so rasch um sich, daß die beiden Wohnungen, kleinere Gebäude, nicht mehr zu retten waren. Die Entstehungsursache deS Brandes ist unbekannt. Bad-Nauheim, 23. März. DaS dem Freiherrn Karl von Wetzel in Prag in der Gemarkung Nieder Mörlen bei Bad- Nauheim zustehende, 215 Normalmorgen große HerrschastS- gut ist zu dem Preise von 135,700 Mk. an den Spar- und Vorschußverein Nieder-Mörlen e. G. m. u. H., verkauft worden. Dermalen ist daS 515 Parzellen umfassende Gut an 12 Landwirthe bis Petri 1895 verpachtet- nach Ablauf der Pachtzeit wird voraussichtlich zu einem parzellcnwcisen Verkaufe, event. zur Weiterverpachtung geschritten werden. Bezüglich 95 Parzellen ist die Freigabe auS dem Fideicommiß- verbände zu erwirken. △ Maio,. 26. März. Die von dem „Bund der Landwirthe" auf gestern Nachmittag in die „Stadthalle" hier einberusene Versammlung war von etwa 4000 Personen besucht. Der weitaus größte Theil der Anwesenden hall sand. △ Main,. 26. März. In Sachen der «rauer b e w e g u n g fand heule Vormittag eine von socialdemokratischer Seite einberufene Volksversammlung statt, in welcher die Redner die Forderungen der strikenden Brauer selbstredend als vollends berechtigt erklärten und die Arbeiter und Burger von Mainz aufforderten, die Brauer in ihrem nothgedrungenen Kampfe gegen das Großcapital dadurch zu unterstützen, daß sie aus den Brauereien, welche den gestellten Forderungen nicht Nachkommen, vorerst kein Bier trinken sollen. Em Gleiches haben die Gewerkschaften bereits am Freitag Abend beschloffen, doch ist von der Wirkung dieses Beschlußes bi» jetzt noch nichts wahrzunehmen, indem gestern wie auch heute die Wirthschaften der Braurreien, über welche der Boykott verhängt wurde, ein alltägliches Bild boten. Seitens ctr Brauereien herrscht nicht die geringste Neigung aut rrgeoo- welche Forderung einzugehen und zwar um so weniger, al» ihnen von hier wie auch von auSwärt» fortgesetzt so au»- reichende HülfSkräfte zur Verfügung stehen, daß sie noch nicht die geringste Aenderung in ihren Betrieben haben einlrcten lasten müssen. Nach Lage der Derhältniffe dürste der Str,ke aller Wahrscheinlichkeit nach sehr bald vorüber sein und mit j einer Niederlage der Strikenden enden. waren Großgrundbesitzer au« Oberheffen, Hessen-Nassau^ Starkenburg, Württemberg, Baden und Elsaß-Lorhringen, Baiern und daS Rheinland waren nur wenig vertreten, ebenso die Pfalz und Rheinhesten, von welch letzterem man nur ganz wenig Personen sah. Weder von den großen noch von den kleinen Landwirrhen au» der nächsten Umgebung von Mainz war in der Der» sammlung auch nicht ein einziger anwesend. Gut»befitzer Lucke-PaterShausen eröffnete die Versammlung und wurde auf dessen Vorschlag Oeconomierath H eyl auf Tücke!- Haufen bei Ochsenfurt gewählt, der nach einer kurzen Be- grüßung durch den Hauptmann a. D. von Plötz zunächst ein HuldigungStelegramm an den Kaiser und den Großherzog unter großem Beifall zur Verlesung brachte. AIS Redner traten sodann aus: der Vorsitzende deS Bunde» der deutschen Landwirihe von Plötz, der Director deS genannten Bunde», Dr. Suchar, Freiherr von Thüngen, Gras von DouglaS, Lutz und M enzer-Neckargemünd, Gutsbesitzer von Riepeuhausen, Hauptmann a. D. Wodiczka- Homburg und Gutsbesitzer von GaiSberg. Die Redner verbreiteten sich f'ämmtlich über Zweck und Ziele de- „Bunde» der Landwirthe", wobei von allen Seiten die Nothwendtgkeit deS engen ZusammenschließenS aller Landwirthe von Deutschland betont wurde. Der „neue EurS" wurde von verschiedenen Rednern mit Schärfe gerügt und dem Reichskanzler Caprivi vorgeworfen, daß er im Gegensatz zu feinem Vorgänger kein Verständlich und Herz für die nothleidende Landwirthschast habe. Besonders scharf kritifine Herr von Thüngen den jetzigen Reichskanzler und den „neuen Cnrs", welch letzterer mit seinen Handelsverträgen der beste Weg zum EoncurS wäre, wie sich ein Fachblatt der Eisenindustrie treffend auSgedrückt habe. Der Abgeordnete Lutz richtete die Spitze feiner Ausführungen gegen die deutsch- freisinnige Partei, die den „neuen CurS" verschuldete, während der Abgeordnete Menzer sich gegen die Handelsverträge und fpeciell gegen den Abschluß der Verträge mit Rußland wandte. Sämmtliche Ausführungen der verschiedenen Redner wurden fortgesetzt von lebhaftem Beifall begleitet und fand schließlich folgende, von Freiherrn von Thüngen vorgeschlagene Resolution einstimmig Annahme: „Die heute in Mainz versammelten Tausende von Land- wirthen auS allen Theilen Deutschlands erklären hiermit ihren Anschluß an den „Bund der Landwirthe" und beschließen weiter wie folgt: Wir sind von der festen lleberzeugung durchdrungen, daß die dauerndste und sicherste Grundlage I für unseres Vaterlandes Macht und Größe in dem Gedeihen des Bauernstandes und der Landwirthschast beruht. Wir | erkennen namentlich in der Gewährung weiterer Einführung«, begünstigungen an die auswärtige Landwirthschast eine unerträgliche Schädigung unseres Gewerbe-. W,r richten daher an die hohe Landesregierung und den Reichstag die dringende Bitte: Dieselben wollen allen weiteren Handelsverträgen, soweit sie eine Herabsetzung der bestehenden landwirthschast. I lichen Zölle enthalten, insonderheit einem Handelsvertrag mit Rußland unbedingt ihre Zustimmung versagen und auf eine Förderung auch der landwirthschaftlichen Ausfuhr Bedacht nehmen, damit die deutsche Landwirthschast blühen lönne zu« I Segen des gesummten Vaterlandes." Nachdem noch von verschiedenen Seiten betont wurde, daß zu der Agitation, die man im Sinne des landwirthschaftlichen Bundes betreibe, Geld und nochmals Geld gehöre, feierte in dem Schlußwort Gutsbesitzer Lucke-PaterShausen den Fürsten BlSmarck al« I den größten Bauern Deutschlands, aus den der Redner ein Hoch ausbrachte, welches in der Versammlung lauten Wider- werden. — Zwölfter Congreh für innere Medicin. Man schreibt unS: Vom 12. bis 15. April wird zu Wiesbaden unter dem Vorsitze dcS Herrn Profeffor Jmmermann der zwölfte Congreß für innere Medicin tagen. AIS schon länger vorbereitete Verhandlungsgegenstände, für welche Autoritäten ersten Ranges die Referate übernommen haben und welche höchst interessant sind, stehen auf dem Programme: Die Cholera: Herr Rumpf (Hamburg) und Herr Gasfky (Gießen) und die traumatischen Neurosen: Herr Strümpell (Erlangen) und Herr Wernicke (Breslau). — Außerdem wurden bis jetzt nodmide Originalvorträge angemeldet, welche alle Gebiete der inneren Medicin umfaffen. Die bereits angemelbeten Vorträge sind: Herr Moritz Schmidt (Frankfurt a. M.): Behandlung der Verbiegungen und Auswüchse der Nascnscheidewand durch Electrolyse. — Herr v. Ziemßen (München): a) Ueber parenchymatöse Injektionen bei Tonsillen- Erkrankungen, b) Ueber den diagnostischen und therapeutischen Werth der Punction deS Wirbelcanales nach Ouincke. Herr Emmerich (München): Die Herstellung, Conservirung und Verwerthung deS JmmuntoxinproteinS (JmmunproteidinS) zur Schutzimpsung und Heilung bei JnfectionSkrankheiicn. — Herr Adamkiewicz (Krakau): lieber den KrcbS und seine Behandlung. — Herr v. Jaksch (Prag): Zur Chemie deS BluteS. — Herr v. Mering (Halle): lieber die Function deS MagenS. — Herr Fleiner (Heidelberg): Ueber die Behandlung einiger Reizerscheinungen und Blutungen deS Magens. — Herr Pollatschck (Karlsbad): Haben die Karlsbader Wässer ekkopro- tische Wirkung? — Herr Rosenfeld (BreSlau). Ueber die Phloridzinwirkung. — Herr Koeppe ^ReiboldSgrün): Ueber Blutunterfuchungen im Gebirge. — Herr Balser (KöppclS- dorf): Winterreifen im Süden. - Herr Ziemßen (Wiesbaden) AuS Prof. Baccelli'S Klinik (m Rorn): a) Aorten Aneurysma, operirt nach Baccelli. b) Plötzliche endothoracische Druckvermehrung. c) Intravenöse Sublimatinjection. — Herr PoSner (Berlin): Farbenanalytische Untersuchungen. — Herr Quincke (Kiel): Zur Pathologie der Harnsecrction. — Herr Leyden (Berlin): lieber die Rolle, welche die Degeneration der hinteren Wurzeln bei der RückenmarkSsclerose der TabeS spielt. — vermischtes. * Leipzig, 25. Marz. Weinhändler Max Sret sch mar, der Urheber deS Brandunglücks am Neumarkt, wobei sieben Menschen verbrannten, wurde wegen fahrlässiger Brandstiftung zu zwei Jahren Geiängniß verurtheilt. * Grunberg (Schlesien), 25. März. In der Nachbar- stadt Neustädel sind die echten Menschenpocken auSge- brochen. Mehrere Familien sind erkrankt, ein Todesfall ,ft gemeldet worden. Die befallenen Häuser sind gesperrt. Die KreiSmedtcinalbehörde hat Vorsichtsmaßregeln getroffen. » Qtta, 23. März. Am 16. und 17. März tanb an der Amthor chen höheren Handelsschule die diesjährige mündliche Reifeprüfung statt. Sämmtliche Abiturienten haben dieselbe bestanden und sich m-t dem Reifezeugniß den sähigungSnachweiS, für den einjährig-freiwilligen Militärdienst erworben. . , . . ♦ Malsfeld, 24. März. Auf dem hiesigen Bahnbote ereignete sich gestern Morgen ein merkwürdiger Vorfall. Mit dem Frühzug kam eine Frau nebst ihrem halb- — Mittelrheinisches KreiStnrnfest in Darmstadt. Vor einigen Tagen sand eine Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses für das 21. mittelrheinische Kreislurnsest statt, in welcher die Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse Bericht erstatteten über die bisherige Thätigkeit derselben. ES war daraus zu entnehmen, daß alles ins Werk gesetzt wird, um'das Fest in jeder Beziehung zu einem der hohen Bedeutung der Turnerei würdigen zu gestalten und in nichts seinen Vorgängern nachstehen zu lassen. Der Termin des Festes konnte aus verschiedenen Gründen bis jetzt noch nicht festgestellt werden- sicher ist jedoch, daß dasselbe gegen Ende Juli d. I. abgehalten werden wird. Besondere Thätigkeit entwickelt der Bauausschuß, und sind von demselben bereits alle in sein Ressort einschlagenden Arbeiten, wie die Herrichtung der Festhalle u. s. w., in ihren Grundzügen festgestellt und die finanziellen Erfordernisse von dem geschäfts- sührenden Ausschuß genehmigt worden. ES sei noch erwähnt, daß auch der Turnausschuh beflissen ist, die Festtage in turnerischer Beziehung für die Turnerei möglichst nützlich zu arrangieren, wie es selbstverständlich auch an geselliger Unterhaltung nicht fehlen wird. Der Festplatz, auf dem Darmstädter Exerzierplatz, ist prächtig gelegen; nach Westen Vom Wald umsäumt, bietet sich von ihm auS nach Süden . ~ ein Blick auf die herrliche Bergstraße. So wird sich denn alles wohlverdienten Dank z sp ch - bereinigen, um daö Fest den Besuchern angenehm zu machen, | § Grohen-Buseck, 25. März. Auch von Reiskirchen die sich hoffentlich in großer Anzahl in dem so schön | aus ist ein Gesuch, versehen mit den^ Namensunterschriften am Fuße deS Odenwaldes gelegenen Darmstadt einfinden ' "" ° '** " Spitlplan der vereinigten frankfurter Ltadttheatrr. sind, kommen zu lassen. H. Curschmann. (Siehe Inserat.) : Bekanntmachung. Uebersicht Gemeinde Gemeinde nachfolgender Zusammen Einnahmeüberschuß. des Ergebnisses der Sammlungen in den einzelnen Gemeinden des Kreises Gießen. zv« a « OCX .Iw.. ’nPirdfl Weickartshain Wettershain Wieseck Winnerod 46.60 JL 195— „ Albach Allendorfa.d.Lahn Ullendorf a. d. Lda. Allertshausen Alten-Buseck Annerod Bellersheim Beltershain Bersrod Bettenhausen Beuern Birklar Dmkhardsfelden Climbach Daubringen Torf-Gill Eberstadt Ettingshausm Garbenteich Gellshausen Gtehen Göbelnrod Grotzen-Buseck Grohen-Ltnden Grünberg Grüntngen Harbach Oppenrod Queckborn Rabertshausen Reinhardshatn Reiskirchen Rodheim Rödgen Röthges Rüddingshausen Ruttershausen Saasen Stangenrod Staufenberg Steinbach Steinheim Stockhausen Trais-Horloff Treis a. d. Lda. Trohe Utphe 17.45 11.35 4.25 28.55 4.- 15.50 6 80 28.55 15.95 5.20 21.15 15.10 4265 12.30 2.10 18.50 41.40 7.55 12.90 34.13 Verglichen bleibt Etnnahmeüberschuß. Nachträglich noch eingegangen und obgeltefert von R. B. zu Georgshütte bet Burg-Solms . Gießen, den 16. März 1893. ». »agern, Provinzial-Director. GaU, Wilhelm, Eommerzienrath. Georgi, Sndwia, Fabrikant und Beigeordneter. Gnavth, Oberbürgermeister, vr. Gut steisch, Rechtsanwalt, Reichstags- und Landtags-Abgeordneter. Heichelheim, Bankier. Hehligenstaedt, Commerztenrath. Dr. JSrS, Rector der Landes- Universität. Mayer, Karl, Postsecretär. Metz. Rechtsanwalt und ^nRa^. Abgeordneter. Petri, L. III., Bauunternehmer. Dr. Schäfer, LandgerichtSrath. vr.^Streng, Geh! Hofralh und Universi'äts-Prosesior. Uhl, PHUiPP, Photograpb. - sämmlltch zu Güßen. Welcker, Apotheker, Aller^or^ a d. Lda. Wittwe Hassan, Hoflieferant Frankfurt a. M. feinste Java-Mischungen JL 1.60, 1.70 und 1.80 per Pfund netto. 332 Niederlage bei Eberh. Dort, Gießen, Wallthorstr. 45. ktz L; b» Be- SP OJ zunächst ° .^l8 Redner 6 deutsch^ Bundes ''Grus nb- TutSbchtzn >• !• Die Redner ^d-s „Bundes /othwendigkeit ■’e von Deutsch, "de von ver- d dem Reichs. zu feinem " nothleidendr ritlsirte Herr 1 den „neuen ^Mätzen der 1 WitiX der bw ÄdMdnete legen die deutsch. derschuldete, w die Handels. tr Vertrage mit ngen der ver« lebhaftem Beifall von Freihemi mmig Annahme.- ende von Land- en hiermit Ihren und beschließen n Ueberzeugung erste GruMtze in dem Gedeihen ift beruht. Wir erer EinführungS' hichafl eine uner- Lir richten daher tag die dringende Handelsverträgen, landwirthschast. mdritzvertra^ mir zrn und nus eine Ausfuhr Bedacht blühen könne zum dem noch von öcr= der Agitation, die Bundes betreibe, i dem Schlußwort ften Bismarck als .n der Redner ein ung lauten - Rur gut gestrichene und tackt. teFutzböden ^wüvrtetstm die größte Sauberkeit, befördern das Wohlbefinden der Familieund vermindern bet Krankheiten ganz erheblich die Ueb«tragungSgefahr, darum gilt als bester und 6eet0netfter ”?tn Ä Hausgebrauch vielfach angewendeten spirituösen Fußboden-Lacke ^drn Äcnfhn JSKM. «eg Tf- »■ ^Aecht'^um Gebrauch ’ÄÄ'st' i Z»°. Ab Der Haut spielt heute bet den Damen eine sehr arnbe Rolle und sie ist cS, welche bet der Schönheitspflege in erster 8inte in Betracht kommt. Erft die Haut, dann das Haar, die Mne rc., w?nn man etwas vollkommenes erzielen will. Aber 6^-die Hautpflege bat bisher sehr große Schwierigkeiten verursacht va d e zu Gebote stehenden Mittel (Waschwasser , CrömeS, Salben rc. rc.) lheils k aufcrfi« klonen SS W°n,°° aus btr W-tt, und st- v-rdi.n.n doher gewiß «°n, b-f-ndiS ^n den L,.n° chen g-d-gi und S'psi--- *' g* zuerst darauf aufmerksam gemacht, daß durch die Übermaß««- -ver sssta as, •?.KS'Ä-ÄflV dahin zielt, Flaschenkürbisse oder sogenannte- Pilgerslaschen zu Nistkästchen für unsere lieben Messen zu benutzen. Mübe- zu -'“Uta, ai’ solcher Kürbisie kostet nur -ine kl ine Mühe, man sie an der Sonne und zuletzt in der Nähe des Ofens rroanen. Bald werden Meisen ankommen, die Frucht aushohlen, den Winter über in ihr Nahrung finden und sich zum FtUhiahr«ihr Nest Yin n bauen. Man hüte sich aber, grüne, nicht ganz trockene Kürbisse ausz strllen die Meisen übernachien darin, werden naß und leiden vom Froste ES dürste auch gut sein, wenn man d.e Kürbisse, um sie für mehrer Jahre zu «halten, von einem erfahrenen Schreiner, nach Art der hölzernen Rtstkästchen vorrtchten ttefee. re(*.t nkltn Freuen soll es uns, wenn wir durch obige Zeilen recht vreren SÄ K'S körner benannter KürbtSart, wenn sie nicht tchon im Besitze oerieroen lungen ist, ein Mittel zu finden, wercyes nuu, -e ; " Fachleute von ausgezeichneter Wirkung aui die Haut rst. Dieses Mittel Avotbeker A. Flügges Myrrhen-Cröme, geschützt durch Deutsches Reichspatent Rr. tä592, bat sich km Sturm de Sympathien erworben und wird unzweifelkaftin kurzer Hett bk anderen werthlosen Mittel verdrängen Bei^auher, rtNiger, 8t a5l b»; n° sau tau « W«8 nete und dabet absolut unschädliche. Preis pro Dose Mfi 1. in Harzes. --- Dienstag den 28 M^^Her^ba. Mittwoch den 29. März « Ä^,O6ä«.3,0e ™i* :«p° :e 3-®%: Ddentreife äbenb«7Ubr? H-iwaib. ®len«tag ben 4 ilpril. Die Schwestern. . iw»*" jrau nt opernhau«. Dienstag den 28. März: Bajazz?. Die Regiment«- tochter. Mittwoch dm 29. März: Wilhelm Teil. Donnerstaa auizu- . « Mi. Hb.3' Ballsaal. Cavalleria rueticana. 25.30 62.80 5.- 7232 80 Apotheker, Allendorf a. d. Lda. Bopp, Bürgermeister, Bell-rShejm. Le«n. Bürgermeister, Großen-Linden. Pracht, Lü germetster, G'ünberg. Schüfer, Borschußkasse-Rechner Grunberg. Dr. Medtcinalrath, Hungen, rtzürst zu SolmS.HohensolmS.Lich, Ltch Walz,, B-lrgermetster, fit», »uderu», Georg, Huttenbesitzer, Lollar. Wahl, Decan^ Wieseck. Billingen Watzenberg-Steinberg 62.15 - * - ’ 6.60 1. Drucksachen und Porti • . . . . 2. Kosten der Erhebung in der Stadt Gießen_____________ Zusammen 241.60 JL Nachdem die Sammlung von Betttägen zur l^rrichhittq eines Denkmals weiland Grotzherzogs Ludwig IV. tat allen Gemeinden des Kreises Gießen zum Abschluß' gelangt ist undd" ringe- ! anaenen Gelder an den Schatzmeister des LandeS-Ausschu ses abgeltefert find, fLrhrm wir uns Namens des Ausschusses für den Kreis Gießen hierdurch allen Gebern, Vertrauensmännern und Ortsausschüssen aufrichtigen Dank zu sagm für ist iuua»st-h.ud«U°b«st»t^hat..n die Sammellisten jeder ctnzel.tcn Gemeinde liegen auf der betreffenden Bürgermersteret ;.ur Einsicht der Geber während der nächsten acht Tage offen. Einnahme: Fabrik. Gießen, am 27. März 1893. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. [2949 Gr. Oberheff. Eisenbahnen. Am 1- April d. Js. tritt an Stelle deS Tarifs vom 15.Juni 1884 ein n-u-rTarif für die Personenbeförderung mit Rundreise - Fahrkarten sür die Tour Gießen' Alsfeld - Fulda - Elm-Gelnhausen- Nidda- Gießen und umgekehrt in Krtfft, über dessen Inhalt die Stationen Auskunft Gießen, den 24. März 189^, 2937]_______Großherzogliche Direction. Freitag den 7. April, Nachmittag« 2'/. Uhr. fall auf d-m hi-stg-u Ortsa-r « b-r d n Georg Philipp Strack «heleuten in Gießen gehörige Acker: Flur 4 Nr. 6 — 9438 Meter über dem 51 Krofdorfer Weg am Fabricischen freiwillig^meistbietend versteigert werden. Gießen, 27. März 1893. Großh- Ortsgertcht Gießen. I. A.: Vogt. 294 : .via,n Qinbe aus Thüringen an, um fn der Richtung nach IKTÄSf«. Zw-ck- Lösung « Wg leraab die Frau ihr Kind einer anderen im Zuge befind ,u.Person, doch ehe die Mutter zurückkam, dampfte der i Rathlos und händeringend stand die betrübte Mutter nun auf dem Perron, bis die Beamten sich.derselben X™ unb das Stinb «l-graphisch van d.r Station ÄMe urückverlangten. Wohl und munter gelangte eS auch> an und konnte der vor Glück strahlenden Mutter übergeben dert>*n Hash stehen! Bei einem Aufenthalte im Riesengebirge 8nahm Friedrich Wilhelm HL von Preußen 'm Krerse feiner Kinder das Mittageffen in dem ^bnen, au^chtSreichen I Garten eines WirthSbauseS ein. (56 munbete »oriu9l fouderS die großen, frischen Forellen. Zufrieden mtt der Bewirth ung, schickte er nach Tisch seinen Adfutanten zum W rthe, um diesem seinen Dank abzustatten. Doch an seiner Stelle kam, sonntäglich gekleidet, die 28^^. bh\ürrftL5 »feinen Dank aus, fragte aber: „Warum kommt M nicflt ?" — „Ach," entgegnete die Frau, „der gerieth Cor yreuben außer sich, als er hürte, dah er E«. Maiestat und I bic kdnigliche Familie bewirthen solle, und da war eS mU I ihm schon heute fünf Uhr halb sieben." - „Da- verstehe ch s nicht, wa« heißt das?" - „So sagen w>r h«r zu Lande wenn einer besoffen ist. Damit er Ew Maiestat nicht lästig falle, habe ich ihn eingesperrt- er schläft setzt seinen Rausch auS." Darüber lachten nun der König und seine Kinder | herzlich, und die Redensart „halb sieben" wurde das Stlch- | wort der Unterhaltung. Sagte Jemand aus dem munteren Kreise etwa«, was nicht ganz passend erschien- gleich hieß es: ,Bei Dir ist eS wohl halb sieben?" So stieg man unter munteren Scherzen, in denen besonders der König und der Kronprinz glänzten, wieder in den Wagen und kam an dem Hause eines Pfarrers vorbei. Letzierer stand in Amtstracht vor seiner Thür und redete den König in ernster Rede an. Derselbe dankte und fragte bann, weil man noch mehrere Meilen bis Erdmannsdorf zum königlichen Schlosse hatte, wie • spül es sei. „Halb sieben," entgegnete der Pfarrer. Kaum horte er dies gesagt, so brach die ganze Gesellschaft tn lautes s Gelächter aus, so daß der arme Mann gar nicht wuff'e, wie ihm geschah. Der Kutscher wollte weiter fahren, doch der KSnig rief: „Halt!" stieg aus und reichte dem immer noch betreten und verlegen dastehenden Geistlichen die Hand. „Müssen nicht glauben," sagte er, ihm die Hand reichend, „daß wir Sie auölachen! Die Sache verhält sich so und so und - nun erzählte er ihm den ganzen Vorfall. „Speisen Sie t künftigen Sonntag bei mir, dann will ich Ihnen die Geschichte noch ausführlicher mittheilen." Sprach's und fuhr mit seinen rühmter Männer. 3. Georg,Friedrich Händel. Von vr Fritsche. Bilder aus der Statur. 1. Stürme. Von E. von Borgstebt. Die Schule geschwänzt! Humoreske von E. 9/.-«tt° D°sm. Nur ächt mit dieser Schutzmarke. Carl Tiedemann, Hoflieferant, Dresden, begründet 1813. [2930 Vorräthig zum Fabrikpreis, Muster aufstriche und Prospekte gratis, in Gieße« bei ($mil Fischbach, Seltcr-weg24. Bolero’s flUssIg.Flelschextract lat We vollendetste Form süd- “^erikanfschcn Fleisch-Ex- 5?®**. repracsentirt reinen ^schsaft nur durch Koch* 8alz eonsorvlrt, und die Dosis '’0n J/t Esslöffel voll pcrTosse eochonden Wassers crglcbt j T*® gerade richtig gewürzte ' Boai,,on. die ebenso kräftig h “”d Wohlschmeckend ist wie T10 a“» frischem Fleische j Jwoftete. Der Inhalt der E genügt für 6 LitcrJ Niederlage bei: A. Koch Nachfg 2940] Meines LoaiS zu vrrmiethen. ■ Schreiner ffinttl, Rittergaffe 19 vermiet dem dl AavlanSgaff?^i8.^ unteT Garantie für guten Sitz und elegante Arbeit besten- empfohlen. 2959] MSbl Zimmer ,u vermietden. Lager in sämmtlichen Militär-Effecten bester Qualüät. 2958] Hochachtungsvoll Flur 26 Nr. 247V,o — 256 Meter Hof-ie , - raitbe am untersten Riege lpjad, Flur 26 Nr. 247»«/,-. - 544 Meter Grab- < garten daselbst, ^pftehlt bei Abnahme von 5 Pfd. -19 A. Flur 26 Nr 248 V10 - 512 Meter Grab-, 20 *»b-“.J® . ... . garten daselbst Wiener Feinbäckerei, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 27. Mär» 1893. Grnßh. OrtSgericht Gießen. 3^ bei I Pfd 20 Pf. 2933 294b | Per 1. April ein Ära