Atteiil. c Iw^QtlUs iittA . l83l statt. Erstand. Teuer unten. T »■ •«: ?^L____J826 ngsstelle W oder später. ------Otto Tchaas SS , ?} Stton?mtt «W la Haasbursch^^E. Metzger, NechM 8, T»rei«er-tseLi gesu« K- Koch, Steinstraße 17, rdentlichesDiech 1 str die Frauen Leucht. u- Ehrling Engros Geschäft für jetzt oder fr günstigen Bedingungen ges. Offerten an die Efi>ü>. V $t 4.____________________825 inSliche erste -ypothel 5000 zu ee-irea. bei der Sg-ed. 6. Sl. [829 Hinlttdlttmw. 838 ,tjtn 5 W 14 Giessen. 64» A iß unsere liebe Gattin, 13. ü i Ulii Dtt. Mtag 1 Ankauf ittei. Bitoerl(,| le ganzer Bibliotheken, sowie Bücher erbittet die er’sche Buchhandlung | 1893 Nr. 24 Samstag den 28. Januar Ter dimer Anjeiftet erscheint täglich, mit LtiSnahme des DtontagS. Die Gießener Kamille» k tatter werben dem Anzeiger 'drschrntlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger ASonnemeutspret», 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mart 50 Psg. Hebaction, Lxpediti« und Druckerei: -«-utstrahe 3k. 1. Fernsprecher 5L Amts- und Zlnzsigeblatt für den Ureis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- stur den folgenden tag erscheinenden Nummer bifl Norm. 10 Uhr chratisöeilage: chreßener Aamilienökätter. - - ........... . -J - 11 ■■*« Alle Annoncen-Bureaux deS In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend Vorträge des Oberhessischen Obstbauvereins. Sonntag den 29. Januar 1S93, Nachmittags 3 Uhr, im Nathhaus zu Langsdorf Vortrag des Herrn Landwirthsckaftslehrers Neichelt von Friedberg über „Die wichtigsten Oberhesffschen Obstsorten und ihre Eigenthümüch. leiten". t Alle Mitglieder des Obstbauvereins und Freunde des Obstbaues werden hierzu freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister von Langsdorf und der Nachbarorte ersuche ich um gefällige ortsübliche Bekanntmachung. Gießen, den 26. Januar 1893. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberhessischen Obstbauvereins. ____________Nebel, Amtmann._________________ Bekanntmachung. Der neu gewählte und bestätigte Großh. Beigeordnete Johannes Schwarz von Trohe ist heute als Stellvertreter des Standesbeamten der Gemeinde Trohe verpflichtet worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen, den 25. Januar 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. Deutsches Reich. Berlin, 26. Januar. Eine glanzvolle Festwoche findet soeben am deutschen Kaiser Hofe ihren Abschluß und vom deutschen Volke ist an all diesen Festlichkeiten im Geiste freudiger Antheil genommen worden. Haben doch die Vermählung der Prinzessin Margarethe von Preußen, der Lieblingstochter des unvergeßlichen Kaisers Friedrich, und die Feier des 34. Geburtstages Kaiser Wilhelms, im Herzen der Nation einen lebhaften Widerhall gefunden, und darum find beide frohe Ereignisse dem deutschen Volke zum willkommenen Anlasse geworden, auf's Neue seine Treue und Liebe zu dem verehrten Kaiserhause zu bekunden. Eine ungewöhnliche große Anzahl fürstlicher Gäste ist in diesen festlichen Tagen am Berliner Hofe versammelt und verleiht demselben durch ihre Gegenwart eine besonders glänzende Umrahmung. Unter den fremden Fürstlichkeiten befindet sich auch der Großfürst-Thronfolger Nicolaus von Rußland, dessen jüngster Besuch in der deutschen Reichshauptstadt allgemein als ein Zeichen wiederPlatz greifender freundlicherer Beziehungen zwischen den Höfen von Berlin und Petersburg und somit hoffentlich auch zwischen den beiderseitigen Reichen betrachtet wird. Kaiser Wilhelm zeichnete den russischen Thronfolger in specieller Weise durch Verleihung der Kette zum Schwarzen Adlerorden aus. — König Albert von Sachsen hat auch während seines jüngsten Aufenthaltes am Berliner Hofe den Reichskanzler GrasenEaprivi wiederum in längerer Audienz empfangen. Man wird wohl nicht fehl gehen, wenn man dieselbe mit der schwebenden Militärfrage in Verbindung bringt. — Die Militärfrage steht in der betreffenden Reichtagsscommission noch immer auf dem alten Fleck. Die verbündeten Regierungen zeigen, wie alle Erklärungen des Reichskanzlers bekunden, nach wie vor keine Neigung, in irgend einem Punkte der Militärvorlage nachzugeben, während anderseits die große Mehrheit der Commission sich nicht dazu verstehen will, die volle Vorlage gutzuheißen. Ein gedeihlicher Abschluß der Commissionsverhandlungen wird darum immer unwahrscheinlicher. Wie übrigens das „Berl. Tagebl." erfahren haben will, wären Verständigungsverhandlungen der Nationalliberalen und Conseroativen mit der Regierung auf Grundlage eines jährlichen Recrutenangebotes von 54,000 Mann im Gange (?). Neueste Nachrichten» Depeschen detz Bureau „Herold". Berlin, 26. Januar. Der „Berliner Zeitung" zufolge hielt der Kaiser bei der letzten Cadetienvorstellung eine längere Rede. In deren ersten Theil beschäftigte er sich mit den Pflichten der Offiziere gegenüber den Mannschaften. Der Kaiser ermahnte die in die Armee eintretenden Cadetten, keine Soldatenmißhandlungen zu begehen und empfahl ihnen, obwohl sie jung seien, sich auf ihre große Autorität zu verlassen, die sie besäßen. Der zweite Theil der Rede handelte über die Stellung des Offiziers zum Civil. Der Kaiser sprach den Wunsch aus, die Offiziere möchten sich im Verkehr mit Civilisten, namentlich in öffentlichen Localen, die größte Zurückhaltung auferlegen. Berlin, 26. Januar. Bei dem Frühstück, welches das Kaiser Alexander-Regiment dem Großfür st- Thronfolger gab, brachte der Kaiser den Toast auf den Czaren aus, hob hervor, daß der Czar nicht nur der Chef des Regiments, sondern vor Allem der Träger der altbewährten monarchistischen Traditionen sei. Der Kaiser gedachte ferner der oft erwiesenen Freundschaft, der innigen Bande und intimen Beziehungen, welche das russische Kaiserhaus zu seinen Vorgängern stets gehabt habe und deren Erfüllung in früheren Zeiten russische und preußische Regimenter auf dem Schlachtfelde mit dem Blut besiegelten. Der Czarewitsch dankte kurz undchrachte ein Hoch auf den Kaiser und das Regiment aus. Berlin, 26. Januar. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, überbringt Frhr. v. L o e, der Commandirende des 8. Armeecorps, die Glückwünsche des Kaisers zum Jubiläum des Papstes als Specialgesandter nach Rom. Berlin, 26. Januar. Die Reichspostverwaltung beabsichtigt, eine dirccte Fernsprechverbindung Berlin-Köln und Berlin Hannover-Köln einzurichten. Nietleben, 26. Januar. Gestern erkrankten 4 Per- i sonen, 5 starben. Die Gesammtzahl beträgt bis jetzt 109 Erkrankungen und 38 Tobte. In Trotha erfolgte keine Neuerkrankung. Wien, 26. Januar. Mehrere Mitglieder des hiesigen Jockehclubs versichern bestimmt, der deutsche Kaiser habe eine Einladung zu einem Zusammentreffen mit dem Fürsten Bismarck angenommen. Dasselbe werde wahrscheinlich im Spätsommer, jedoch weder in Friedrichsruh, noch in Berlin stattfinden. Lüttich, 26. Januar. Die Ueberschwemmungen infolge Hochwassers nehmen zu. Die Eisenbahnstrecke Lüttich- Limburg steht unter Wasser, sodaß der Dienst eingestellt werden mußte. Zahlreiche Häuser stehen ebenfalls unter Wasser, mehrere Gebäude sind bereits eingestürzt. Die Wäffer sind in verschiedene Kohlenbergwerke eingedrungen. Cardiff, 26. Januar. Die Krisis nimmt einen heftigen Character an. Sämmtliche Gruben kündigten per 1. März, sodaß 90000 Bergleute arbeitslos werden. Die Verhandlungen sind gescheitert. Berlin, 26. Januar. Der Großfür st-Thronfolger hat heute Abend den Reichskanzler v. Caprivi in Audienz empfangen. ~ Sitzung der Stadtverordneten am 26. Januar 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Faber, Flett, Grünewald, Habenicht, Helfrich, Heß, Heyligenstaedt, Keller, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Simon, Schmall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Nach Eröffnung der Sitzung gab Herr Oberbürgermeister Gnauth Kenntniß von dem Eingänge eines Schreibens des Oberhessischen Geschichtsvereins, in welchem dieser sür die durch Bewilligung eines Jahresbeitrages bethätigte wohlwollende Berücksichtigung seines Gesuches seinen Dank abstattet. Mit der Zunahme der Pferdeschlachtungen hat sich das Bedürfniß zur Vergrößerung des von Anfang an kleinen Schlachtraumes, ingleichen die Errichtung eines besonderen Pferdestalles im Schlachthofe ergeben, und hatte deshalb die Schlachthaus-Commission beantragt, den Schlachtraum zu vergrößern, sowie durch Anlage eines Stalles für 4 bis 5 Pferde der Nothwendigkeit überhoben zu werden, Pferde in den Stall für Großvieh stellen zu müssen. Es wird nach dem von der Commission gestellten Anträge beschlossen, neben dem bisherigen Pserdeschlachthause ein neues mit einem geräumigeren Schlachtraume und neben dem zum Schlachten von krankem Vieh bestimmten Raume einen Pferdestall zu errichten. Das bisherige Pferdeschlachthaus soll für anderweitige Verwendung reservirt bleiben. Die Kosten dieser Neuanlage sind generell auf 5400 Mk. veranschlagt. lieber die beiden Gegenstände der Tagesordnung: Unterhaltung des Schulhauses auf dem Oswalds Berg und Ausbau der Nordanlage wird gemeinsam Feuilleton. Wie es in Panama ?uging. Es ist nur der kleinste Theil der in der Panama-Affaire zu Tage getretenen Korruption, welcher jetzt in Paris ans Tageslicht kommt,- weit ärger — so führt der Pariser „Figaro" aus — ging es in Panama selbst zu. Der neue „Enthüller" lacht über die in Paris herrschende Aufregung, weil die Gesellschaft dort einige Millionen vergeudet hat, während in Panama selbst Hunderte von Millionen verschwendet wurden. Wer nämlich glaubt, daß man sich wirklich in Panama mit der Durchstechung des Kanals viel beschäftigt, der irrt sich! Freilich fehlte es weder an Menschenkräften, noch an Material — ja, es war genug vorhanden, um zwei, drei Kanäle zu bauen. Man fand hier ein ganzes Heer von Ingenieuren (darunter allerdings ziemlich viele frühere Opernsänger, Finanziers, Unterpräsecten, Commis u. s. w.), ganze Hausen von Maschinen, und zwar kamen jeden Tag bessere, schneller arbeitende, einfachere an, so da-ß die alten in die Rumpelkammer wandern mußten. Was die Leitung des Unternehmens anbetrifft, so gab es hier 1) die Dircction Generale,- 2) die Administration Generale - 3) L'Entreprise Generale und fünf große Unternehmer. Die großen Unternehmer vertheilten ihr Gebiet an verschiedene „sous-entreprises“ (Unter-Unternehmer), diese ihrerseits wieder unter verschiedene Werkmeister und diese unter einzelne Arbeiter. Und nun begann der Tanz! Ge> arbeitet wurde gar nicht, sondern immer nur Terrain gekauft und dann wieder mit Gewinn verkauft. Leute, die ohne Heller in Panama angekommen waren, kehrten auf diese Weise schon nach sechs bis acht Monaten mit gefüllten Taschen nach Europa zurück, ohne auch eine Schaufel angerührt zu haben. Von Controlle war keine Rede! Wenn die Herren de Lesseps, die Commission der Pariser Handelskammer u. s. w nach Panama kamen, wurden sie mit Triumphbogen, jungen Mädchen in weißen Kleidern, Feuerwerk u. s. w. empfangen. Das genügte, und die Heeren kehrten bann zurück, überzeugt, daß in Panama alles vortrefflich gehe. Uebrigens waren die Herren zu sehr mit Panama in Paris beschäftigt, um sich darum zu kümmern, wie es mit Panama in Panama stand und der dort herrschenden Confusion ein Ende zu machen. Denn Niemand war in Panama auf seinem Platze, Leute, die als Photographen in Panama ankamen, wurden Köche, und aus Ingenieuren wurden Architecten. Jene Unternehmer, welche dazu bestimmt waren, den Kanal auSzugraben, fingen sofort an zu bauen: Palais und Villas zu bauen! Jeden Tag kamen Hunderte von Abenteurern und Vagabunden an, welche nur die- Reise nach Panama gemacht hatten, um sich die Taschen zu füllen. Daher die allgemeine Räuberei und Plünderei! Der Eine rechnete statt 8 Kubikmeter 12, der Andere ließ sich noch Löhne für Arbeiter auszahlen, die schon vor Wochen gestorben waren, aber den Hauptschwindel machten die, welche die Lieferungen und Käufe zu beaufsichtigen hatten. Um recht viel zu gewinnen, hatten sie ein Interesse daran, recht viel und oft zu kaufen, ja meistens benutzten sie gar nicht das erkaufte Material und bestellten sofort neues! Ganze Ladungen von Material wurden auf diese Weise einfach bei Seite gestellt, vergraben oder verschleppt! Ja, einige machten sich die Sache noch bequemer. Sie sandten einfach dem Exporteur die Maaren zurück und ließen sich dieselbetr. dann nochmals zurückkommen. Man erzählt, daß einmal ein Waggon mit Zinnplatten in dieser Weise dreimal denselben Weg hin und her zurücklegte. Natürlich ließ sich der Exporteur dreimal seine Lieferung bezahlen und der Aufseher der Lieferungen steckte dreimal seine Gebühr ein. Und wie wurde das Material abgeladen? In aller Eile, oft 2—300 Meter von seinem Bestimmungsort, und dann blieb es hier liegen — oft Jahre lang, und bann war es natürlich keinen Heller mehr werth. Im Jahre 1890 mußte bie mit ber Liquibation betraute Commission Brunei, um gewisse Maschinen, bie fehlten, wieberzufinben, gerabezu toieber beginnen, abzuholzen. Für zehn Millionen Material würbe schließlich als altes Eisen für 240,000 Frcs. verkauft. Ein anberes Mal würbe fünf Meter tief unter ber Erbe eine Locomotive eingegraben gefunben. Sie befanb sich hier in einzelnen Stücken in fünf Kisten verpackt. Die Stücke waren ganz neu und brauchten nur in Stanb gesetzt zu werben. Unb so gings überall zu! Begreift man jetzt, fragt „Figaro", baß bie Panama- Affaire verkracht ist? berathen. Während nach der Erklärung des Herrn Oberbürgermeisters bezüglich der künftigen Verwendung des Gelände-Dreiecks zwischen der Steinstraße und der Nordanlage (gegenüber dem Knabenschulgebäude) in der nächsten Sitzung der Baudeputation Beschluß über einen der Stadrverordneten-Dersammlung zu unterbreitenden Antrag gefaßt werden wird, hat dieselbe Deputation betreffs des von dem städtischen Holzmagazin, dem noch nicht überwölbten Schoorgraben, dem früheren Schulgarten am OswaldSberg usw. markirten Theile städtischen Besitzthums folgende Vorschläge unterbreitet: Die hier bezeichnete Partie soll dadurch in Einklang mit der Umgebung gebracht werden, daß 1) der Holzschuppen entfernt und durch eine zweckmäßige Anlage, etwa durch ein massives Magazin zur Aufbewahrung von Werkstücken, abgängigen aber noch brauchbaren Einrichtungsgegenständen aus städtischen Gebäuden und Anlagen, zu ersetzen ift; daß 2) im Anschluß an diesen Massivbau eine Halle zur Unterbringung der Gießfässer, Schneeschlitten, Thonröhren usw. zu errichten ift; daß 3) das Bedürfnißhäuschen, weil für die Marktbesucher unentbehrlich, durch zweckentsprechende Anpflanzungen den Blicken der Vorübergehenden möglichst zu entziehen ist. Der zum Schulhause der Aliceschule gehörige Hof soll als Garten, bezw. Erholungsplatz für die Schülerinnen gen. Schule hergerichtet, die Waschküche in demselben abgebrochen und an einer anderen Stelle neu errichtet werden. Es wird im Sinne des Deputationsantrages, unter Bewilligung der auf 11300 Mk. veranschlagten Kosten und der Kosten für den äußeren Verputz des alten Schulhauses am OswaldSberg (1270 Mk.), beschlossen. Zu dem vierten Punkt der Tagesordnung: Unterhaltung des Schulhauses am Asterweg wird be- schloffen, die auf 350 Mk. veranschlagten Kosten für die als besonders nothwendig erachteten Ausbefferungen Hu bewilligen, dagegen die Herstellung des äußeren Verputzes an dem bezeichneten Gebäude noch zurückzustellen. Für verschiedene Herstellungen im Leichenhause auf dem Friedhöfe werden 2500 Mk. bewilligt und zwar 1500 Mk. zu Lasten der Betriebsrechnung, 1000 Mk. zu Lasten der Vermögensrechnung. — Erstere Summe ist vorgesehen für Weißbinderarbeiten, Dachreparaturen, Herstellungen in der Säulenhalle, au der Freitreppe rc., während für den inneren, durch Vergrößerung der Friedhofaufseher-Wohnung und theilweise Verlegung einzelner Räume bedingten Umbau des Hauses selbst die angesorde^ten 1000 Mk. zu verwenden sind. Die Belegung des Friedhofs in seinem alten Theile ist nunmehr so weit vorgeschritten, daß im Sommer des laufenden Jahres Reihengräber daselbst nicht mehr angelegt werden können, und demnach zur Belegung des neuen, am Südende gelegenen Theiles geschritten werden muß. Nachdem schon vor einiger Zeit die Versammlung Kenntniß genommen von der künftigen Gestaltung des Friedhofes, besonders in seinem neuen Theile, wurde in heutiger Sitzung dem inzwischen gefertigten Specialplan Genehmigung ertheilt. Nach dem Stande im October v. I. ist auf dem alten Theile deS Friedhofs noch vorhanden Raum für 116 Erbbegräbnisse, 46 Rabattengräber (Randgräber, den Uebergang von Erbbegräbnissen zu Reihengräbern bildende Gräber), 156 Reihengräber; auf dem neuen Theile 130 Erbbegräbnisse, 118 Rabatten- größer, 1292 Reihengräber, ebenso ist auf dem alten Theile der für Kindergräber zur Verfügung stehende Raum noch für zwei Jahre ausreichend; für den neuen Theil des Friedhofes sind Abmessungen für Kindergräber, die mau in drei nach dem Lebensalter der Kinder zu trennende Klassen zu scheiden gedenkt, nicht vorgenommen. Es würde nach diesem Stande der ganze zur Verfügung stehende Raum ausreichen ca. 16 Jahre für Erbbegräbnisse, 6 bis 7 Jahre für Reihengräber. Die Fried- Hofs-Commission hat angesichts der hier bezeichneten Umstände .es für räthlich erachtet, schon in der nächsten Zeit Umschau zu halten nach von der Stadt entferntem, zur Anlage eines zweiten Friedhofes geeignetem Gelände, da an dem im Prinzip aufgestellten Grundsätze festgehalten werden soll, daß an eine Wiederbelegung der Reihengräber im ältesten Theile abzu- sehen sei. Der Specialvoranschlag für die erforderlichen Arbeiten beziffert sich auf 22 500 Mk. Vorgesehen sind hierbei u. A. die Ausführung einer Mauer um den noch nicht umfriedigten Thetl, die Aufstellung eines Ventilbrunnens, die Errichtung einer Anzahl Ruhebänke, die gärtnerische Anlage und die Erdarbeiten. Die Versammlung faßte nach längerer Berathung den Bcichluß, die Voranschlagssumme unter Strich der als entbehrlich bezeichneten Erdarbeiten auf 21 000 Mk. herabzusetzen mit dem Vorbehalt besonderer Beschlußfassung über die Ausführung deö östlichen Theiles der Friedhofsmauer. Dieser Vorbehalt gründet sich auf den Vorschlag des Herrn Stadtverordneten Heß, welcher sich nicht für Verlegung des Friedhofes noch einer anderen Gegend aussprechen zu können erklärte und vorschlug, den Friedhof nach der Oberhessischen Bahn hin zu erweitern; mit dieser Erweiterung entferne sich der Friedhof von selbst aus der Nähe der Stadt. Komme dieser Vorschlag zur Annahme, so werde der in Rede stehende Theil der Mauer entbehrlich. Herr Dr. Thaer sprach sich in Anbetracht der großen Ausdehnung Gießens für Anlage eines zweiten von der Stadt entfernteren uftb auf einer anderen Seite derselben anzulegenden Friedhofes unter Beibehaltung deS bisherigen aus. Beide Vorschläge wurden vorerst der Friedhofs - Commission zur Vorberathung unterbreitet werden. Der 7. Gegenstand der Tagesordnung: „Beschaffung von Straßenschildern und Hausnummern" wurde ausgesetzt. Zum Verkauf einer in die Flucht der Löberstraße fallenden, der Plock'schen Stiftung zugehörigen Restparcelle an die Stadt wurde Genehmigung ertheilt. Daö Gesuch des Herrn Gottlieb Nauheimer um Erlaubniß zur Erbauung eines Pferdestalles neben seinem Hause in der Bletchstraße wurde unter der Bedingung befürwortet, daß durch Aufbau eines steileren Pultdaches und entsprechende Verzierung des Giebels dem Bau ein etwas gefälligeres Aussehen gegeben, sowie die Dunggrube vorschriftsmäßig abgedeckt wird. Ferner ist Gefuchsteller verpflichtet, das Gebäude mit einer für Vorgärten vorgeschriebenen Metall- Einfriedigung abzuschließen und den auf die ganze Länge seiner Hofraithe entfallenden Beitrag zu den Straßenbaukosten zu entrichten. Einige aus Gebühren für Feldgesch worene und die Parcellenverrnesfung entstandene Rechnungen erhalten die vorgeschriebene Deeretur. Gegen das Gesuch des Herrn Friedr. Kröll um Wirthschasts'Concession für die „Reichshalle" (Schützenstr. 1) hat die Versammlung, da es sich lediglich um Uebergang einer bestehenden Wirtschaft in andere Hand handelt, nichts zu erinnern. In Betreff der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe hat vor einiger Zeit das Großh. Kreisamt der Bürgermeisterei eine Verfügung zugehen lassen, in welcher um Mittheilung über aus den Wünschen verschiedener Interessenten- gruppen sich ergebenden Vorschläge, über Abänderung der bestehenden Bestimmungen, über die Verkaufszeit an Sonn- und Festtagen ersucht wird. In dem in dieser Verfügung angezogenen Ministerialerlaß heißt es u. A.: „Den Berichten über die Sonntagsruhe entnehmen wir, daß die durch unser Amtsblatt vom 18. Juni d. I. unter den dort näher bestimmten Voraussetzungen zugelaffene Hinausrückung der fünfstündigen Beschäftigungszeit im Handelsgewerbe bis 2 Uhr Nachmittags dem bestehenden Bedürfniß der ländlichen Bevölkerung zur Besorgung ihres Einkaufs an Sonn- und Festtagen in den benachbarten Städten und verkehrsreichen Orten des Landes zum Nachtheil vieler auf diese Kundschaft angewiesener Gewerbetreibenden nicht überall genügt hat, und daß auch für einzelne Zweige des Handelsgewerbes das Be- dürfniß zum Erlaß von Ausnahmebestimmungen auf Grund des § 105 e der Gewerbeordnung hervorgetreten ist. Im Anschluß an unser Amtsblatt Nr. 12 vom 18. Juni d. I. haben wir daher bestimmt: Für Städte und Orte mit aus- gebreiteter Landkundschaft kann die regelmäßige fünfstündige Beschäftigungszeit unter den durch die Bestimmungen in III gegebenen Voraussetzungen an Sonn- und Festtagen bis 4 Uhr Nachmittags hinausgerückt werden. Den hierzu zuständigen Organen bleibt überlassen, diese Stunden ununterbrochen auf die Zeit nach beendetem Hauptgottesdienst zu legen. Dabei wird gestattet, diese veränderte Beschäftigungszeit für alle Handelsgewerbe gleichmäßig festzusetzen oder zu bestimmen, daß die neuen Anordnungen nur für das Handelsgewerbe mit offenem Ladenverkehr oder nur für einen Zweig desselben Anwendung zu finden haben; jedoch müffen diese Bestimmungen für den ganzen Zweig eines Handelsgewerbes gleichmäßig sein. Diese Aenderung soll für solche Orte in Anwendung kommen, an denen in Folge bestehender und nicht leicht zu beseitigender Kauf- und sonstiger Gewohnheit das Bedürfniß für eine längere Beschästigungszeit hervorgetreten ist." Auf Grund dieser Mittheilungen hat sich eine, die Mehrzahl der Manufacturwaarenhändler umfassende Gruppe hiesiger Interessenten an die Bürgermeisterei gewendet mit dem Ersuchen, die Verkauisstunden für diese Gruppe an Sonn- und Festtagen auf die Stunden von 1/212 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags zu legen. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt dazu, daß die Vorschlagscommission beantragt habe, die weitere Beschlußfaffung durch eine Spezialcommission, wie sie schon vor Inkrafttreten der Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe bestanden, vor- bereiten zu lassen. Die Einsetzung einer Spezialcommission sei zu empfehlen, da sowohl die allenfalls in Folge kommende Aufhebung des Ortsstatuts, wie eine Aenderung desselben Vorberathungen nöthig machten, mit denen man in Anbetracht der zu erledigenden Spezialfragen eine ständige Commission wohl nicht betrauen könne, man könne event. die frühere Commission reconftituiren uni) in dieselbe wieder Vertreter der Interessenten, Prinzipale wie Gehilfen, zuziehen. Der früheren Commission gehörten aus der Mitte der Stadtverordneten - Versammlung neben Herrn Oberbürgermeister Gnauth (Vorsitzender) an die Herren Georgi, Dr. Gutfleisch, Jughardt, Löber, Scheel. Herr Oberbürgermeister Gnauth schlägt vor, in die neu zu bildende Commission Herrn Beigeordneten Georgi als Vorsitzenden zu wählen und bemerkt bezüglich der Herren Dr. Gutfleisch und Scheel, daß dieselben den Wunsch geäußert, nicht wieder hinzugezogen zu werden. Danach werden vorgeschlagen von den Mitgliedern der Stadtverordneten - Versammlung Herr Beigeordneter Georgi als Vorsitzender, sowie die Herren Jughardt, Löber, Vogt, Grünewald, Orbig und Schmoll, aus den Kreisen der Jntereffenten die Herren Adami, Carl Loos und Friedrich Teipel als Prinzipals-Vertreter, Herr Kaufmann Orbig als Gehilsen-Vertreter. Die Versammlung erklärt sich mit der Wahl der hier bezeichneten Herren einverstanden. Cocates und Provinzielles. Gießen, 27. Januar 1893. — Die Feier von Kaisers Geburtstag wurde gestern Abend militärisch eingeleitet durch den Zapfenstreich der Musik und der Spielleute des hiesigen Regiments. Heute Morgen fand Reveille statt, nach welcher vom Thurm der Stadtkirche ein Choral geblasen wurde. Nachdem in den Kirchen beider christlichen Confessionen der Militärgottesdienst beendet, nahm daö Regiment in Oswaldsgarten Aufstellung zur Parade, dem äußerlichen Glanzpunkte der Feier. Diesem militärischen Acte wohnte eine große Zuschauermenge bei, indem Anordnung getroffen war, daß das Publikum auf dem Platze selbst mit Ausstellung nehmen konnte. Herr Oberst Perthes hielt nach Ausstellung deS Regiments an dasselbe eine Ansprache, die mit einem Hoch auf Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. schloß. Hieraus nahm das Regiment Ausstellung zum Parademarsch, der in Zügen auSgesührt wurde. Zur Parade waren außer den Vertretern der Civilbehörden die Reserve-Offiziere geloben. Um 2 Uhr sand im Clubgebäude daS Festmahl statt. — Wie alljährlich, so wurde auch diesmal Kaisers Geburtstag in den Schulen durch einfache Feierlichkeiten begangen. P. Kaisers Geburtstag in der Bolksschnle. WaS auch immer sonst im socialen und politischen Leben unS scheidet, welcher Art auch die Gegensätze seien, die dort trennend zwischen unS treten, heute eint unS gewiß Alle nur der fromme Wunsch: „Gott segne, beschütze und erhalte Seine Majestät Kaiser Wilhelm, er schenke ihm eine glorreiche und lange Regierung." Und von diesen Gedanken getragen soll beute in allen Versammlungen, wo'Seiner gedacht wird, in jeder deutschen Brust daS Gelvbniß reifen: „Treu zu Kaiser und Reich bis in den Tod !* Insbesondere aber ist es die deutsche Volksschule, die diesen Vorsatz der Jugend ipS Herz pflanzen soll, da sie in Ihm Upen Schirm- und Schutzherrn erkennt und verehrt, fest venrauend, daß Er hinfort wie bisher alle Einflüsse. von ihr fernhalten werde, die ihrem Wachsthum und Gedeihen schädlich oder hinderlich jein könnten. Und darum begeht sie auch diesen Tag im Vollgefühle treuester Anhänglichkeit und höchster Verehrung, ist er ihr mehr als die leere Form, lieber den Verlauf der Schulfeier berichten wir, daß sie in der mit der Büste des Kaisers und reichem Blumenschmuck verzierten Turnhalle in folgender Weise abgehalten wurde: Vortrag des ChoralS: „Allein Gott in der Höh' sei Ehr'", darauf ein Gedicht, welches die drei Kaiser besingt, vorgetragen von einem Schüler, zweistimmiger Feft- gefang, überschrieben: „Am Geburtstag des Kaisers", Ansprache, Vortrag deö Gedichtes: „Heil dem Kaiser", Schlußlied: „Heil Dir im Siegerkranz." Aus der Ansprache heben wir hervor, daß sie zurückgreift auf die Tage Kaiser Wilhelms I. und Friedrichs und die Einigung aller deutschen Volksstämme und daß sie in dem Enkel daö treue Abbild seiner erlauchten Ahnen erkennt. Demzufolge schtldert sie ihn als den gerechten, milden und FriedenssÜrsten. Seine Gerechtigkeit beweist er Allen, Hohen und Niederen, seine Milde insbesondere den weniger mit irdischen Gütern Bedachten, den Arbeitern. Er hat gezeigt, daß er für den Arbeiterstand ein fühlendes Herz hat; das beweisen die Arbeitergesetze, die er geschaffen und die vornehmlich bezwecken sollen, den Arbeiter in schlimmen Tagen und im Alter vor drückender Noch und Sorge zu bewahren. Er ist aber auch der FriedenSsürst, das hat er darin zu erkennen gegeben, daß er gleich beim Antritt seiner Regierung zuvörderst denjenigen Höfen einen Besuch abstattete, deren Friedensliebe damals nicht ganz außer Zweifel stand, sodann in der Befestigung seiner freundlichen Beziehungen zu den meisten anderen in Frage kommenden Fürsten qnb Volkern. Das Schlußwort wendet sich an die Jugend, namentlich an den Theil, der der Schule nun bald entwachsen ist und ermahnt sie zu treuester Anhänglichkeit und Liebe an den Kaiser und die Kaiserliche Familie. Vor Weggang der Schüler erfolgte noch die an diesem Tage übliche Vertheilung von Backwerk, womit, wie wir glauben, die Feier allerseits ihren befriedigenden Abschluß sand. — Der Director des chemischen Laboratoriums, Professor Dr. Nauman n, erläßt durch Anschlag am schwarzen Brett der Universitätsaula folgende Bekanntmachung: Die durch den gestrigen Brand deö chemischen Universitätslaboratoriums unter brochenen Vorlesungen über anorganische Experimentalchemic werde ich nächsten Montag 30. Januar im kleinen Hörsaale wieder ausnehmen. Die practischen chemischen Arbeiten hoffe ich ebenfalls im Laufe der nächsten Woche wieder zu ermöglichen. Gießen, 26. Januar 1893. Alex. Naumann. — Wie das „Berliner Tageblatt" von hier zu berichten weiß, sind bei dem Brande deS chemischen Laboratoriums der Universität werthvolle Präparate Liebigs, die für die Chicagoer Weltausstellung bestimmt waren, miioerbrannt. — Kr. Concertverein. Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Daß unser Orchester verhältnißmäßig Gutes zu leisten vermag, zeigte die Wiedergabe der Symphonie im letzten öoncert: ließ auch die Feinheit der Durcharbeitung sicher zu wünschen übrig, so war doch die frische Auffassung und Durchführung besonders des letzten Satzes, aber auch die hübsche Wiedergabe des Trios wirklich lobenswerth. Mehr zu verlangen würde bei den hiesigen Verhältnissen unbillig sein. Wer vollendete Orchesteraufführungen hören will, wessen Urtheil durch die Leistungen Leipzigs und anderer großer Musikstädte boreür genommen ist, nun, der muß eben d-e hiesigen Aufführungen meiden. Freilich soll man auch mit Lobsprüchen von „unver- gleichlich schön" u. A. mindestens sparsam sein, will man nicht auSgelacht werden. Das mag heute auf sich beruhen, aber auf einen sehr wunden Punkt dieser Aufführungen auch einmal öffentlich hinzuweisen — leider ist eS von Seiten des berufenen Recensenten nicht geschehen —, wird nachgerade unabweisbare Pflicht. Wir meinen die jämmerliche Begleitung, die sich die Künstler vom Orchester gefallen lassen müssen. Man hört schon gar nicht mehr anders zu als mit der fragenden Empfindung: wie wird eS dieser Arie, diesem öoncert ergehen? Mehrfach haben wir erlebt, daß Künstler und Orchester rettungslos auseinander waren, zur Regel aber scheint es werden zu sollen, daß, wo daS Schlimmste nicht eintritt, doch ein ewiges Gejchwanke die musikalischen Nerven des aufmerksamen Zuhörers in ganz unerlaubter Weise tyrannisirt. Am vorigen Sonntag wurde der Sängerin eine gute Wiedergabe der Arie, besonders des RecitativS, einfach unmöglich gemacht. Aber auch daS ganze Schumann'sche öoncert hindurch störte daS Orchester. Bon einem Eingehen auf die Intentionen der Künstlerin, die mit wunderbar tiefem Ver- ständniß allen Feinheiten der herrlichen Composition gerecht zu werden suchte, konnte natürlich da nicht die Rede fein, wo selbst bloße Aeußerlichkeiten nicht beachtet werden, wo man sogar mit dem Tact auf dem Kriegsfuß stand. Wir sagen eS offen heraus: so darf eS nicht weitergehen. Hier muß etwas geschehen. ES kann nicht genug geübt worden sein, wenn doch das Orchester nicht einmal mit den Noten vertraut schien. Der Concertverein wird sich schaden, wenn er nicht Sorge trägt, daß solche qualvolle Momente, wie wir in den beiden letzten heute an bis IO. Februar d. I auf unserem Bureau — Zimmer 20 92 830 354 21,2 593 29,3 854 Noth. N* 4711 Flur S5 E 205] Bettenhausen, 24. Januar 1893. [808 f bei 490 I. A.: Bogt. 852 Ruckel. Lich und Reiskirchen entfernt. 35 35 Flur Flur Flur Acker Acker Acker n Moratoriums, Professor sag am schwarzen Brett der nachung. Die durch den rMslaborutorrums unter-- panische E;pcrimcnlalcheime tümiar im kleinen HörsaLÜ n chemischen Weiten hasse fftn Woche wieder zu er- beamten verüben wellen, der seinen Schwiegersohn erschlagen hatte. m N 3 3 Nr- 117 — 869 Meter daselbst, Nr- 118 — 859 Meter daselbst, Nr- l'.83/io — 325 Meter S CO E CS tn i Brennholz Versteigerung im Arnsburger Walde. Mittwoch den 8. Februar ds. Js. sollen in den Districten Lauterbachs-Wäldchen, Mucken-Wäld- chen und Kl. Seif öffentlich versteigert Ilm Länge, 30,16 fm haltend, Stück Fichten-Derbstangen, 7bis 18 m Länge, 25,22 fm haltend, rrn Buchen-, Eichen- u. Nadel- Knüppel, rm Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weichholz-Reisig, rm Nadel-Stockholz. ÖagÖoerpadjtung. Die der Gemeinde Ettingshausen (Kreis Gießen), zustehende Wald- und Feldjagd, bestehend in circa 3OO Hectar Wald und 375,5 Hectar Feld, soll 'Mittwoch den 8. Fc- Hruar l. I., Vormittags um 11 Uhr, auf dem Rathhause auf 6 Jahre ver- Der Anfang ist in dem District Lache und wird mit dem Fichtenholz gemacht. Muschenheim, 26. Januar 1893. Gr. Bürgermeisterei Muschenheim. |teu anderen in §iay Dus Schlutzwort toenbtt den Thnl, der der Schule nahnt sie zu treuester An- laiser und die Kaiserliche üler erfolgte noch die an von Backwerk, womit, wie üts ihren befriedigenden ist wegen der vielen minderwerthigen Nachahmungen wohl zu achten. Büchsen 25 und 50 Pfennig sind sammt Gebrauchsanweisung in folgenden Handlungen zu haben: in Gießen bet: Gebr. Adami, Mäusburg H. DrebeS & Wallenfels, Marktpl, Ar. Leo, Seltersweg, Ang. Noll 11., Bahnhofstraße. Alsfeld: Gg. Hill, «raufe, R., Werner Gebauer. Butzbach: Rob. Schmidt. W. Seippel Wwe., Iae. SteinhLufer, Ernst Bogt. Ariedbergr W. Bernbeck, Wtlh. Aörtfch, I. L. Pauly, Aranz Stamm. Grünberg r Earl Schmierer, E. WillemS. Bad-Nauheimr H. Keg.lman«, Jagd - Verpachtung. Am 2. Februar, Mittags 121/2 Uhr, soll die Feldjagd der Gemeinde Grüningen, sowie die Waldjagd der Mark Grüningen und Dorf- Güll auf dem Rathhaus dahier verpachtet werden. Grüningen, den 24. Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Gilbert. [799 Freitag den 10. Februar 1893 Nachmittags 2*/2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Peter Jmmel Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Nr. 3 — entgegengenommen. Gießen, den 27. Januar 1893. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gn a u t h. Vevmischtes. * Leipzig, 24. Januar. In einer der letzten kalten Nächte sind zwei Bremser, welche auf dem zwischen hier und Hof verkehrenden Nacht-Schnellzuge Dienst zu versehen hatten, durch Erfrieren ums Leben gekommen. * Altona, 26. Januar. Das Schwurgericht verurtheilte fünf Arbeiter zu Nordhastedt bei Meldorf wegen Landfriedensbruchs und anderer Strafthaten zu 6 bis 12 Monaten Ge- fängniß. Sie hatten Lynchjustiz an einem Gemeindedaselbst, Flur 35 Nr U88/10 — 225 Meter Acker daselbst, Flur 50—71 Nr. l8m ®“’kl M. »«•-»* itn UtH.it dm» di- Xufe «f M ’ü (et AiPhrM-" °u§ » ft .8 vonenten W „ L, Md n*lbt JEU «#•**? a[A ' ,nr 9V wo Nerven ltlil «# a wurde on eln ai «8 W *5^ Bon 5 tief.» * mit iW^ Lfition g^1 gliche" CoM ^de < a da li>cht man ®itf# "fr®"* ">»!.« etti; «»d lanqt " i'k te °ber ift7a* und .« Iw"'?* 6-t-en IX**"* 9 ta ®oQgcjü/|tn/0nn*en- ng, ift er if, euefter rs?- ■ «Win Gott in L ■ "Heil dem Kaise? X. ble?9t • ^" 8ung aller deutschen ^nkel das treue Abbild .^Rusolze schildert sie Seine jfyj und Niederen, seine 'rdlschen Gütern Bedachten, 8 er für den Arbeiterstand u die Arbeitergesetze, die er Atollen, den Arbeiter in w drückender Noth und r auch der FriedenSsürst, tben, daß er zleich beim ; denjenigen Häsen einen iebe damals nicht ganj Befestigung seiner fremi- _________Wildprethändler Ebel. 687] Ein gutes Zugpferd zu ver- kaufen, 5- oder »jähriges, unter drei die Auswahl. Fuhrunternehmer H. Heer« berger, Rodheimerstraße 6._____________ Feinster Medicinal-Kberthran, ärztlich empfohlen. [654 in der Sldler-Drogerie SelterSweg SS. Aeitgeöotenes. Bock-Ale aus der Brauerei Wei big, per Flasche 25 H, verkauft [855 Hrch. Belloff, Alicestraße 20. 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Januar wohlbehalten in Newyork angekommen._________________________ kirchliche Anzeige»» der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- Sonntag den 29- Januar, Septuagesimä- In der Stadtkirche: Vormittags 9'/r Uhr: Professor D. Reischle. Nachmittags 5 Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein. Kinderkirche Vormittags 11 Ubr: Pfarrer Schlosser. In der Friedhofscapelle: Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Bibelstunde am Montag den 30. Januar Abends 8 Ubr, in der Kleinkinderschule: Marcus 4, Vers 1: Gl.ichniß von viererlei Acker — die Geschichte des Menschenherzens. Pfarrer Dr. Naumann- Am nächsten Sonntag den 5. Februar: Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst. Katholische Gemeind-e. Sonntag den 29. Januar, Septuagesima. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um Vr8 Uhr °°N ./.« Uhr an ®Wit »Ur hl. Beichte; um 6 Uhr erste hl. Messe; um 7 Uhr Austhei ung der hl- Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um »/.10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen Donnerstag, am Fest Mariae Lichtmeß, findet vor der hl. Messe um 7 Uhr die Wachsweihe statt. Freitag, am Feste des hl- Bischofs und Märtyrers BlasiuS, wird nach jeder hl. Messe der St- Blasius-Segen ertherlt- Professor Rust, welcher 30 Jahre lang Chef der chirurgischen Abtheilung der Chartto in Berlin war und in dieser Stellung die reichsten Erfahrungen sammeln konnte, sagt auf Seite 114 irr Band XII seines berühmten Handbuches, daß die Myrrhe von keinem andern Mittel bei der Behandlung eiternder Wunden ubertrosten werde. Professor Rust wandte s. Z. das gepulverte Harz an, während jetzt Dank der Erfindung des Apotheker Flügge die wirksamen Bestandtheile in Oel ausgezogen werden. Hierdurch ist der Myrrhe ein weites Feld der Anwendung eröffnet worden. Der durch Patent geschützte Flugge'sche Myrrhen-Cr«'me nimmt beute als Mittel flegee Hautkrankheiten, wunde Stellen, Wundsein, offene und schlecht heilende Wunden, Geschwüre rc. die erste Stelle ein und ist unübertroffen in seinen antiseptischen, neubildenden und heilenden Eigenschasten. — Apotheker A. Flügge's Myrrhen - Zr^me (Deutsches Retchspatent Nr. 63592) nebst den ärztlichen Gutachten ist L Dose Mk. 1.- in den Apotheken^) erhältlich. *) In Gießen: Pelikanapotheke. Myrrhen-Crvme ist der patentirte ölige und verdickte Auszug des Myrrenharzes. [847 MmgShaus-n 25, Januar 1893. «»»•£ ^r. Surgermeifterei Ettingshausen. un^ Gefrorenem in vorzüglichster Qua- Görnert. 842 utat zu mäßigen Preisen. 477 Bekanntmachung, Holzversteigerung. betreffend die Heichelheim'sche Stiftung. In den Waldungen der Mark Aus obiger Stiftung sind am 27. April d. Js. die halbjährigen Muschenheim kommen Mittwoch, Zinsen mit 525 JL an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige den 8. Februar,^E"agS l0Uhr christliche Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden von anfangend, zur Versteigerung. 1 ‘ ~ -r.-r-— oq------- «0 Stück Fichten-Stämme, 9 bis 18 m Länge, 5,02 km haltend, Stück Kiefern-Stämme, 3 bis Wasserdichte Aliefctschnnere von Otto Schaaf, vorschriftsmäßig aufgetragen, macht das Schuhwerk auf lange wafferdicht. Dosen ä 50 Psg. in b:r (771 Adler-Drogerie Seltersweg 39. lief, fre bill als Fabr. ««/PTp 283] R. Seit, Eltville a Rh. > Scliubfett Marke UiilTelhauL DEAtTDECOtJ du NchMvg Dienst aui Diejenigen SQuljeugnif W nachjuchen den, bei Anbring bü btm Änjngei stündige GrW 1) Da« Gesuch Eommiss Meldende Vjlichtig IjaUfto r t 2) Die örrechl nicht vor spätesten felfd^^ 1. In der im 1892, unter testend die kötzlendergwei Wien im 1892 ist in ! 13 M Miv .vvrsteipdv 2. Zn dn den IP. Mai 1 fflüfftbe r; 1892 - 9 Leschußtafel alt Bohrung angegebenes ^.idet Bericbtigung d' den Eisenbchs ymr 1893. Gießen, 6 vollendet n: Der 91 ihrigen spätester ju erbring, alter bie ( geschoben, j am Schluffe 3" solchen s - ^Hugnis 3) Da» Gesuch, sein und if W Brich 4) D«n Gesuch J) Gebun Einivil ^ormu viltiq iWn slnvie b1 übmch e) ein Ur Zöglinge Cf °«d h b tn N. > d» ^stbe! «ÄS' Tft 4 ’S««"*’1 mUK'*1 >ftl Der von vielen Aerzten empfohlene Dr. Erwebis Gesundheits-Kaffee ist der wohlschmeckendste gesundeste Ersatz für Bohnenkaffee. Es sollte Niemand Unterlasten, sich durch eine Probe von der Güte dieses Genußmittels ersten Ranges zu überzeugen. Preis: 40 Pfg. das 1/2 Kilo - 20 Pfg. das % Kilo. Allein berechtigter Fabrikant ist: August Feine, Mainz. ■■ Prämiirt mit goldenen Medaillen und Diplomen. ■ Zu haben in Gießen bei Herren: L. Kalkhof Wwe., Gustav Walter und Hch. Zell. [277 Weitere Verkaufsstellen werden gerne errichtet. Gießener Zither-Club in Giessen sind einige Hundert Gas - Kochapparate in Gebrauch. 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