•! ’A ’* d°», ^en eft90tt«bienften S2* * die »7 MerS Menden, '«'ton*. W'Sfrfhui MIUAa^ n$1:N«n, ’»2-5IU), En im Tchul- 7260 fr- Ausnahme Mch in btr i bei deniichv end des Mnals enbergermeg 14. ÄST t Mam 1-2 et Angabe d. Honor. ; erb. |7251 tmen i aller Lysieme 'illigst in eigener laubach, jofftrafee 40. •t fitiitn galt , tint Zr. -ocü xxtxi ^wugti im mein mv ftitut. Vom t. Dauernde (7232 irjdjkbttt, öl. r ExP. d. 61. neider NoSarbeiter für iben B-schäftiami, BabnboWaße 24 arsche gesucht. Lmjplatz u>_ fHWteM« Neuenweg ifort ein Mmgti. ^Köchen- ^ussnfß-Mchristen e M unter b * $UlMabiU6ibnL fleuflabi p._ Matzes rM M Id- 8cL ■Id- 93Ä 84.2k 21.50 40.00 84.50 360.15 190.00 144.40 101.80 106.$ 61.« 9308 189a Sonntag den 27 August Erstes Blatt. Nr. 201. R*flction, $Tpeöl*M und Druckern: >iA Fernsprecher bL eiertrliäbngrt JHe**,»ahmr eon Änjtigtn zu btr Nachmittags für bra ftUtnbni Dag erfd)tinmbcn Nummer bis Borm. 10 Uhr. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, Wirkung sein. — Bekäm pfung der Tabak-Fabrikatsteuer. Der Vorstand des Vereins deutscher Tabak-Fabrikanten und Händler, welcher seit seiner Gründung im Jahre 1879 bei den wiederholten Versuchen zur Mehrbelastung des Tabaks stets an der Spitze stand, wenn es galt, die drohende Gefahr von der Tabak-Industrie abzuwenden, hat, wie das „B. T. erfährt, an sämmtliche Fabrikbetriebe der Tabak-Industrie in Deutschland ein Anschreiben gerichtet, in welchem er sie auffordert, ihm möglichst viel statistisches Material zur Bekämpfung der drohenden Fabrikatsteuer zu liefern. Er wünscht die Ansicht der Fabrikanten darüber zu hören, wie sich wohl in ihrem Kreise die Wirkung der Fabrikatsteuer mit ihrer Ber- theuerung des Fabrikats und ihrer peinlichen Controle auf den Consum und auf den Industriebetrieb zeigen würde, und außerdem wünscht er von sihnen Angaben darüber, wie sich das Verhältniß der Fabrikation billiger Cigarren, welche mit 5 Pfg. und darunter im Detail verkauft werden, zur Gesammt- fabrikatton stellt. Es scheint uns ganz besonders wichtig, schreibt daß genannte Blatt, daß letztere Angaben recht zahlreich und recht genau gemacht werden, um dadurch zu con- statiren, wie sehr im Consum die billigen Cigarren überwiegen und wie daher die Einführung einer Fabrikatsteuer gerade die Armen und Minderwohlhabenden schwer treffen würde. Denn wenn wirklich, wie behauptet wird, die Cigarren im Preise bis zu 5 Pfg. rund zwei Drittel der Gesammtfabrikatton ausmachen, so würde das beweisen, daß selbst bei einer nach dem Werth abgestuften Fabrikatsteuer die billigen Cigarren ziemlich hoch belastet werden müffen, wenn die Tabaksteuer eine merkliche Summe mehr als bisher bringen soll. Eine hohe Belastung, etwa 5 oder 10 Mark pro MMe, d. h. 15 bis 30pCt. des Fabrikpreises, würden aber die billigen Cigarren nicht tragen können und wenn so durch gewissenhaft gesichtetes statistisches Material der Nachweis geführt wird, daß eine gesunde und ohne jede direete oder inbtrecte Staatshilfe, ja sogar trotz vielfacher Beunruhigungen groß gewordene Industrie theilweise ruinirt wird, so würde sich wohl nur ein sehr kleiner Theil der Reichstagsmitglieder bestimmen lassen, für die neue Steuer zu stimmen. Je eindringlicher den Abgeordneten das Verderbliche der neuen Steuer klar gemacht wird, um so geringer wird die Zahl der Freunde der neuen Steuer sein und deshalb wäre es wünschenswerth, daß auch die Handelskammern das Ihrige thun, um die Abgeordneten ihrer Bezirke aufzuklären. weil der Gedanke der erhöhten Besteuerung des Bieres an sich als ein unrichtiger erkannt werden sollte, sondern auS vorwiegend technischen Gründen. — Das genannte Blatt weist dann darauf hin, in welcher Weise in anderen Landern, in Frankreich, England, Oesterreich der Tabak in viel erheblicherem Maße alS bei unS zur Deckung der gemeinsamen Ausgaben beiträgt. Der Artikel schließt: Und da sollte eS n Deutschland allein nickt möglich sein, den Tabak noch in stärkerem Maße, alS bislang geschieht, heranzuzreheft und den Grad der Besteuerung dieses Objects um deswillen nicht in emer überall sonst mit verhältnißmäßiger Leichtigkeit erreichten Weise zu erhöhen, weil die irrige Meinung in Wort und Schrift propagirt und vielfach auch geglaubt wird, daß der Tabak zu den steuerfähigen Objecten nicht gehöre?. Wo die Summen und Einnahmen, die überall sonst, nur nicht in Deutschland, ganz besonders gerade aus dem Tabak gezogen werden, daß gerade Gegentheil beweisen, kann daS Ausgehen von einer solchen Voraussetzung unmöglich auf die Dauer von Arrrland — Der Militär-Attache Frankreichs inBerlin, Major Meunier, wird vorläufig auf Urlaub bleiben, während alle anderen fremdländischen Militärattaches in Berlin die Gäste des Kaisers bei den großen Manövern in Elsaß-Lothringen sein werden. In Berliner politischen Kreisen faßt man dieses voraussichtliche Fernbleiben des französischen Militärattaches von den Manövern im Reichslande als einen versteckten Protest gegen die Annexion Elsaß- Lothringens auf. Man kann eine derartige Haltung der französischen Regierung kleinlich und lächerlich finden, dennoch geht aus der ganzen Angelegenheit hervor, daß die chauvinistischen Regungen auch an den maßgebenden Pariser Stellen im Wachsen begriffen sind. — Die Straf expedition, welche der commtsiarifche Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Oberst von Scheele, gegen den rebellischen Stamm der Moscht im Kilimandscharo-Gebiet zur Zeit unternimmt, sollte nach englischen Quellen von einer Katastrophe betroffen worden fein. An unterrichteter.Berliner Stelle weiß man indessen mchtS von einem derartigen angeblichen Mißgeschick der Scheele schen Gefunden: 1 Zwicker, 1 Taschenmesser, 1 Schirm, 1 Taschentuch, 1 Halsbinde, 1 Geldbeutel mit Inhalt, 1 Paar braune Handschuhe, 1 Meisel, 1 Maurerhammer, 2 Wagenkapseln, 1 Waage, 1 Stuhl, 1 Hutnadel, 1 Paar Zugstiefel, 1 Badehose, 1 Handtuch, 1 Stück Bleirohr und Postwerthzeichen. Zugelaufen: 2 Hunde und ein schwarzes Schaflamm. Zugeflogen: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 26. August 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Deutsches Reich. betreffend Schießübung des Großh. Heff. Feld-Artillerie-Re- giments Nr. 25. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Großh. Heff. Feld - Artillerie - Regiment Nr. 25 am Ä. September ds. Js. mit 4 Batterien eine Schießübung mit scharfer Munition in dem Gelände - Rayon Wiffels- Rödgen—Beienheim—Melbach—Hohc-oder Römerftraste—Oppershofen — Steinfurth — Wisselsheim abhalten wird. Das Schießen beginnt um 81/2 Uhr und dauert etwa dis 10 Uhr Vormittags, jedoch wird der genannte Rayon uw -------------- . durch Sicherheitsposten schon von 73/4 Uhr an für jeglichen ^fig erscheinen daher auch die in manchen deutschen Blattern Verkehr auf den Straßen zwischen obengenannten Orten, auf aufgetauchten'Zweifel darüber, ob es angebracht erscheine, den Wegen, die in daß von obigen Orten eingeschloffene bafe ctn englischer Prinz als deutscher Bundessürst von allen Gtlande führen, oder in dem Gelände selbst, gesperrt I innerpolitischen Angelegenheiten, also auch von der Starke n.erben. des Heeres und der Flotte, genaueste Kenntlich erhalte, Da ein Absperren jedoch nur an den Straßenmündungen schwerlich opportun. — Von den großen Londoner Blattern dezw. Knotenpunkten erfolgen kann, weisen wir darauf hin, sprechen sich die meisten hoffnungsvoll und zuversichtlich über daß das Betreten obengenannten Rayons mit gröstter ^e Thronbesteigung des Herzogs von Edinburg aus. Nur die Lebensgefahr verbunden, ftreng verboten ift und liberale „Dail Chronicle" befürchtet, Herzog Alfred wurde feine auch nur auf Gefahr des Betreffenden erfolgen würde. Unterthanen niemals überzeugen können, daß er mehr deutsch Schließlich machen wir daraus aufmerksam, daß das a[6 englisch sei, und hieraus würden Schwierigkeiten für Auffinden blind gegangener Geschosse sofort dem Regiment I jcine Volksthümlichkeit und Regententhätigkeit erwachsen, bezw. den im Gelände befindlichen Unteroffizieren oder Mann- I $ cr V^stand dxs Deutschen Schützenbundes, schäften des Regiments Mitgetheilt werden muß und weisen bestehend aus dem Stadtverordneten Diersch, dem Hofbüchsen- roir hierbei darauf hin, daß solche Geschoffe unbedingt liegen ma^er Dörfer, dem Fabrikant Walter und dem Bankaffessor bleiben müssen, da das Aufheben mit der größten Lebensgefahr ^olt, wird sich morgen nach Gotha begeben, um am Sarge verbunden ift. I des Begründers deS Deutschen Schützenbundes, des Herzogs Ter durch daß Schießen entstehende Flurschaden wird I ^rnst II, eine kostbare Kranzspende mit schwarzer Widmungs- nach dem Schießen abgeschätzt werden und wird Vergütung fd)teifc niederzulegen. k k des Schadens erfolgen. I Zum russischen Getreideexport wird der Gießen, den 25. August 1893. • I P. B.-Ztg." aus Petersburg geschrieben: Mit dem Be- Großherzogliches Kreisamt Gießen. "inn &er laufenden Woche ist im Getreideexport Rußlands I. V.: Dr. Wallau. “ ine Wendung eingetreten, auf deren weiteren Verlauf man ”—" " Gießen, den 25. August 1893. gespannt sein darf. In Odessa ist nämlich eine Anzahl Netr ' Wie oben. I Agenten und Händler aus Oesterreich und Ungarn einge- Das Grotzherzogliche Kreisamt ®iefctn ew di« Srstzh. v-r-ermeiftereis» M ÄWiM. vielmehr weiter nach Podolien und Wolhynien, von wo aus Wir weisen diejenigen von Ihnen, deren Orte in dem pic bis ins Innere Rußlands bringen, um dort ihre Aufkäufe Umkreis des vorbezeichneten Rayons bezw. an den in das I machen. Das aufgekaufte Getreide soll in Oesterreich »on obigen Orten eingeschlossene Gelände führenden Straßen verbleiben, während das einheimische österreichische Getreide liegen, an, vorstehende Bekanntmachung zweimal auf ortsübliche „ach Deutschland exportirt wird. Nach Aussage dieser Händler Weise zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. I ist die jetzige Conjunctur wie auch der Preisstand in den I. V.: vr. Wallau. betreffenden Ländern durchaus günstig, um Oesterreich von ----------------Rußland aus mit Brod zu versorgen, dagegen den größten BeillNNMlllyUNg. s^eil des diesjährigen Ernteertrages Oesterreichs nach Droschkenbesitzer Konrad Junker in Gießen hat Deutschland abzuschieben. Die russische Regierung verhalt die Erlaubnis; erhallen, eine Droschke mit der Nr. 6 nach sich diesem Gedanken gegenüber durchaus wo^wollend und Maßgabe des Droschkenreglements für die Provinzial-Haupt- hat die Frachtsätze für Getreidetransporte nach Odessa en ftadt Gießen vom 3. August 1878 in Betrieb zu setzen. verbilligt. ßu.fcpn den 26 Auaust 1893. Berlin, 25. August. Die „Vosi.Ztg. «enoet sick yeute Großherzoglicheö Polizeiamt Gießen. energisch gegen die angeblich beabsichtigte Flaenbier- ^V-Rotb ft euer und fordert die Regierung zu einem Dementi tm ----> „Reichsanzeiger" auf. Der Handel mit Flaschenbier sei eines- theils eine Schutzwehr gegen übermäßigen Branntweingenuß und anderntheils eine Schutzwehr gegen den Cultus des Wirthshauslebens. Wir möchten, schließt der Artikel, ernstlich bitten, demselben keine Schwierigkeiten zu bereiten. — Zu den in Aussicht genommenen Steuer- pr ojecten schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Einige Blatter versuchen glauben zu machen, von den drei in erster Linie in Aussicht genommenen ©teuerprojecten im Reiche habe nur die Börsensteuer Aussicht, eine Mehrheit bei der parlamentarischen Vertretung der Nationen zu gewinnen. Sie allein sei wirklich populär, während insbesondere die stärkere Heranziehung des Tabaks zur Deckung der Reichsbedürfnisse einer großen Abneigung innerhalb der Bevölkerung begegne. Die letztere Behauptung ist ebensowenig begründet, wie es die gewesen ist, daß eine dem süddeutschen Modus sich mehr nähernde Besteuerung des Bieres innerhalb der Brausteuergemeinschaft von dem überwiegenden Theile der Bevölkerung als unbe- rechtigter Eingriff in die gewohnten Ernährungsverhaltmsfe empfunden worden wäre. Die Ansicht, daß das Bier noch in ganz anderer Weise, als bis jetzt geschieht, zu den öffentlichen Abgaben herangezogen werden müsse und könne, ist viel weiter verbreitet, als in einem großen Theil der Presse zugegeben wird, und wenn die während einer hinter uns liegenden Periode bestandenen diesbezüglichen Absichten fallen gelaffen worden sind, so ist es nicht um deswillen geschehen, Spedition, doch ist eß einigermaßen auffällig, daß über den Verlauf derselben noch immer keine Nachrichten vorliegen. Nerrefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin, 25. August. DaS „Armee verordoungSblatt" enthält einen Armeebefehl des Kaiser«, darin: Rein- hardSbrunn, 23. August, worin daSAblebende«HerzogS Ernst mitgetheilt wird, der fast 50 Jahre der Armee mit wärmstem Jntereffe angehört, an glorreichen Feldzügen theil- genommen und allezeit ein leuchtendes Vorbild militärischer Tugenden gewesen sei. Der Kaiser beklagt mit der Armee den Verlust deS treuen Freundes, der jederzeit unerschütterlich zum Kaiserhause gestanden har und dem sein Großvater und Vater stets in tiefer Dankbarkeit zugethan waren. Der Kaiser bestimmt dann über Anlegung der Trauer bei dem Regiment Nr. 95, sowie über die Theilnahme an der Bei- setzungSfeier. Dresden, 25. August. Der König begibt sich zur Bei- setzungSfeier nach Coburg. Gotha, 25. August. Der Landtag trat heute Vor» mittag zusammen. Staatsminister Strenge gab Kenntniß von dem Ableben des Herzogs und überreichte die Sterbe» urkunde, sodann die Urkunde der Eidesleistung des Herzogs Alfred und erklärte: In Gemäßheit der gesetzlichen Bestimmungen übernahm Herzog Alfred die Regierung. Unter den Wünschen, die Regierung möge dem Lande und Reiche zum Segen gereichen, nahm der Landtag Kenntniß von den Mittheilungen. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Friedrichroda, 25. August. Heute war die Leiche des Herzogs im Erdsaale ausgestellt. Von 9 Uhr ab sammelte fich ein zahlreiches Publikum am Eingänge des Parkes von ReinhardSbrunn. Der Herzog liegt in offenem Sarge in der Uniform der Halberstädter Kürassiere mit sanften ruhigen Zügen. Am Fuße deS SargeS ist ein Kissen mit den Orden. Tausende passirten in lautloser Stille den Saal. Speyer, 25. August. Auf das HuldigungS»Tele» gramm deS Evangelischen Bundes an Seine Majestät den Kaiser ist folgend: Antwort bei dem Vorsitzenden Grasen v. Wintzingerode-Bodenstein eingegangen: „Seine Majestät der Kaiser und König haben den telegraphischen HuldigungS» grüß der sechsten Generalversammlung deS Evangelischen Bunde- gerne enigegenzunehmen geruht und lassen bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl v. LucanuS, Geheimer CabinetSrath." Düsseldorf, 25. August. Nachdem bereits am Mittwoch auf dem Rotterdamer Schiff „Maria" im Hafen von Neuß ein Todesfall unter Anzeichen von Cholera erfolgt ist, wurden der „Düffeld. Ztg." zufolge gestern und heute drei wettere Todesfälle constatirt. Die Behörden trafen umfassende Vorsichtsmaßregeln, ließen die Schiffsbesatzung iso» liren, verfügten theilweise Hafensperre und verboten die Neußer Schützenbälle. Die Fälle sind aus Belgien und Holland eingeschleppt. Spezia, 25. August. Heute Morgen ist die „Savoia" hier eingetroffen. Der König, Prinz Heinrich und der Kronprinz wohnten einer Schießübung bei, besichtigten die militärischen Etablissements und begaben sich um 41/« Uhr Nachmittags zum Bahnhofe, von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Die Truppen bildeten Spalier. Der König und der Kronprinz verabschiedeten sich von dem Prinzen Heinrich sehr herzlich mit mehrmaliger Umarmung. Prinz Heinrich trat dann die Rückreise nach Deutschland an. Der König und der Kronprinz begaben sich nach Monza. Vor seiner Abreise hatte Prinz Heinrich noch an den Uebungen des Unterseebootes „Pullino" theilgenommen. Petersburg, 25. August. Der „Regierungsbote" theilt mit, daß, nachdem der Kaiser und die Kaiserin gestern früh um 7 Uhr in Libau eingetroffen seien, daselbst in Gegenwart des Kaiserpaares die feierliche Grundsteinlegung zum Bau des neuen Kriegs- ynb Handelshafens erfolgt sei. ______________ Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 25. August. Don den deutschen Maschinen- fabrikanten, welchen in Folge des russischen Zollkrieges der dortige Markt verschlossen ist, die sich daher nach außen nach anderen Absatzgebieten umsehen, ist nunmehr die Entsendung von Jngeoieuren nach Südamerika, besonders Brasilien, zum Studium beS dortigen Marktes in Aussicht genommen. Der Plan erfreut sich der werkthätigen Unterstützung unserer amtlichen Stellen. Wien, 25. August. Wie der „Freien Presse" aus Paris gemeldet wird, schweben, seit kurzer Zeit zwischen dem russischen Finanzminister und einer Pariser Bankgruppe Verhandlungen wegen Abschlusses einer neuen russischen Anleihe. Wien, 25. August. Nach einer Veröffentlichung der amtlichen „Wiener Zeitung" ordnete der Kaiser an, daß eine Summe von 240,000 Gulden auS Staatsmitteln zur Dertheilung an die nothleidenden Districte in Galizien und Tyrol überwiesen werden soll. Wiea, 25. August. Die Bildhauergehilfen eröffnen den General st rike. Sie fordern eine achtstündige Arbeitszeit ohne Lohnkürzung, die Anerkennung ihrer Vertrauensmänner seitens der Prinzipale, die.Uebergabc der ArbeitSvermittelung und die Schaffung einer eigenen Krankenkasse. Vemberg, 25. August. Laut Beschluß des Gemeinderaths werden in Zukunft alle von der Gemeinde hergestellten Militärgebäude polnische Aufschriften erhalten. Budapest, 25. August. Reserveumerofsiziere des HeercS werden jetzt zu den Honveds cinberufen, um das ungarische Commando kennen zu lernen. Aus diese Weise erhält der Landsturm im KriegSsall die erforderliche Anzahl Unteroffiziere. Bukarest, 25. August. Major HieSco, Directvr der Pulverfabrik von Lokazel, hat em neues rauchlofeSPulver erfunden, welches die bisher bekannten übertreffen soll. ES werden augenblicklich mit demselben Versuche angestellr, die bisher zu einem zufriedenstellenden Resultat geführt haben. Ao», 25. August. Gestern und heute find wiederum mehrere choleraverdächtige Erkrankungen hier vorgekommen. Paris, 25. August. Aus der Eisenbahnlinie Toul-Porr- St. Vincent brachen Streitigkeiten mit Italienern aus. Zwei Gensdarmerie»Abteilungen find dahin abgegangen. Lyon, 25. August. An der Schweizer Grenze wurde ein bedeutender Schmuggel entdeckt. Es sollen mehr als 22,000 schweizer Uhren in Blechdosen als con- denfirie Milch eingeschmuggelt worden sein. Landau, 25. August. Die Regierung legte dem Parlament Pläne zur Erbauung vou zwei neuen Kriegsschiffen vor. Dieselben sollen alle jetzigen Schiffe der englischen Marine an Größe und Vollkommenheit der AuSftarrug übertreffen. Antwerpen, 25. August. Die Berichte einiger Brüsseler Blätter über den Cholera ft and in Antwerpen haben die hiesige Einwohnerschaft in große Aufregung versetzt. Man verlangt nun von der Behörde offizielle Angaben über die Ausdehnung der Cholera. Halle, 26. August. Der „Halleschen Zeitung" zufolge ist in vergangener Nacht im Nachbardorfe Kröllwitz ein Steinsetzer unter choleraartigen Erscheinungen erkranktes sind alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die bacteriologische Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. ------ ------.. ..... .... totale* nnO provinzielle*. Sieben, 26. August 1893. * ♦ Von Krämpfen befallen. Ein hiesiges Dienstmädchen wurde gestern Abend beim Wasserholen an einem Brunnen in der Bahnhofstraße von Krämpfen befallen und mutzte, da dasselbe nicht zum Bewußtsein zurückzubringen war, auch der Dienstherr (ein Restaurateur) auf polizeiliches Auffordern sich nicht im Geringsten um daS Mädchen bekümmerte, sondern jede Hülfe entschieden ablehnte, in die Klinik verbracht werden. • • Verhaftung. Ein der Brandstiftung zu Großen-Buseck verdächtiger, berüchttgter Mensch von dorten wurde gestern gefänglich eingezogen. ♦ ♦ Auszeichnung. Dem Amtsgerichtsdiener am Amtsgericht Hungen Jacob Karg wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. Die Antisemiten haben für die bevorstehenden LandtagSwahleck bis jetzt folgende Candidaten proclamirt: für den Wahlkreis Gießen-Land und den Wahlkreis Hungen den Landwirth Philipp Köhler zu Bettenhausen, für den Wahlkreis Homberg a. O. den Landwirth Heinrich Kratz IV. zu Elpenrod, für den Wahlkreis Reichelsheim i. Odw. den Landwirth Philipp Ripper V. zu Pfaffenbeerfurth. ♦ ♦ Lehrer - Zusammenkunft. Wie vor 10 Jahren die Lehrer, welche in den Jahren 1852 bis 1855 daS Seminar in Friedberg besucht, sich auf eine Einladung hin am Ludwigs- tage in Frankfurt zusammenfanden, so hatten sich gestern auf die freundliche Einladung ihres Obmanns dieselben in Friedberg vereinigt, um ein paar fröhliche Stunden miteinander zu verleben. Von den 101 Lehrern, welche damals das Seminar besucht, waren 36 nicht mehr unter den Lebenden und von den noch übrigen 37 erschienen. Nach einem kleinen Frühstück und kurzer Begrüßung im Pfälzer Hof, begaben sich die Teilnehmer um 11 Uhr auf den Friedhof, um daS Andenken ihrer hier ruhenden früheren Lehrer, durch eine würdige Ansprache zu ehren, worauf der noch lebende Lehrer auS dieser Zeit, Herr Lang, besucht wurde. Um 1/al Uhr ging es zum allgemeinen Mittagessen im Hotel Trapp und wurde auf allseitigen Beschluß ein HuldigungS-Telegramm an Seine Königl. Hoheit den Großherzog abgesandt, und heiterer und ernster Episoden auS der Seminarzeit gedacht. So verlief die Zeit, bis um 3 Uhr, nach dem Besuch des Burgwalls, unter freundlicher Leitung deS Herrn Director Quentell die Räume des Seminars besucht wurden. Höchst befriedigt über die jetzige Einrichtung verließen die Theilnehmer ihre ehemalige Stätte der Bildung, um noch ein paar Stunden gemüthlichen Zusammenseins im Pfälzer Hof zu verleben- alsdann brachten die Züge dieselben mit dem Wunsche auf Wiedersehen In 5 Jahren wieder in ihre Heimalh zurück. ♦ ♦ Wegfall der ersten WageuNasse. AuS Ersparnitzrück- sichten soll, wie die „K. Ztg." meldet, vom 1. October ab in den Personenzügen der preußischen Staatsbahnen die erste Wagenklasse weg fall en, soweit nicht berechtigte allgemeine Interessen dadurch geschädigt werden. ES hat sich nämlich herauSgestellt, daß in den Personenzügen die erste Klasse so wenig benutzt wird, daß ein wirkliches Bedürsniß für diese Wagenklasse nicht als vorliegend erachtet werden kann. • • Fahrplan Aenderuag. Nach der in vorliegender Nummer (2. Blatt) enthaltenen Bekanntmachung der K. Eisenbahndireciion Hannover tritt vom 1. September ab eine Aenderung in der Fahrzeit deS Zuges 103 (Gießen-Sassel) insofern ein, als der- selbe um 4 Uhr 20 Min. Morgens, anstatt wie bisher 4 Uhr 12 Min. in Gießen abfährt. Der Setreidemarkt. Lustlosigkeit bleibt im Allgemeinen noch immer der hervorstechendste Sharacterzug im einheimischen Getreidegeschäft, woran auch die neuerdings vom amerikanischen Markte gemeldete Besserung anscheinend noch nicht- zu ändern vermocht hat. Die in den letzten Tagen veröffentlichte jüngste Erntestattstik für daS Königreich Preußen mit ihren für Roggen und Weizen durchschnittlich ziemlich günstigen Berichten trägt anderseits offenbar dazu bei, daß der Preisdruck in beiden Hauptgetreidesorten noch immer an» hält, wenn auch hie und da sich ein leises Anziehen der Preise in Folge localer Einflüsse bemerklich macht. Die Zufuhren von neuer Waare in Roggen und Weizen find zwar gering, einstweilen ist aber dieser Umstand noch ohne Einfluß auf die Preisbildung geblieben. In Hafer behaupten fich bei mäßigen Umsätzen die etwas besseren Preise an den meisten Plätzen, und ist in Folge der andauernd ungüusttgen Ernteberichte über Hafer eine weitere Preissteigerung in diesem Artikel nicht unwahrscheinlich. An der Berliner Produkten- börse ootirtcn: Weizen 149—159 Mk. per 1000 Kilogramm, Roggen 134—138 Mk., Hafer 162—190 Mk., Gerste 125—170 Mk. t h. Alßielb, 27. August. Die land w. Winterschule beginnt ihr diesjährige« Wintersemester den 30. Ocrober. B . Inheiden, 25. August. Eine Obstverfteigerung auf der Staatsstraße Gießen—Gelnhausen, Abtheilung 106 bi« 108, har stattgefunden und ein bescheidene« Resultat ergeben. Die Versteigerung war in den Orten Utphe und Berstadt bekannt gemacht worden. Auf die meisten Loose wurde gar kein Gebot eingelegt- auf andere nur ganz ungenügende Gebote gethan. Zuletzt erhielt Straßenwäner Frank zu Inheiden sömmtliche Loose zu 2,50 Mark übertragen. Wenn nicht« davon kommt, ist das Geschäft gar nicht so übel. N. AuS dem oberen Riddathale, 25. August. Dieser Tage fand eine Brennholzversteigeruug bei un« statt, an welcher sich die Bewohner der Ortschaften Nidda, EichelS- dorf, Fauerbach, Wallernhausen, die beiden Schmitten u. A. beteiligten. Die Preise sind mäßig geblieben, denn sie habe» den Tarifpreis nicht erreicht. — Eine große Wohlthat M eS, daß seit dem heftigen Sturm mit einigen Gewittern am vergangenen Montage die Hitze nachgelassen hat. Wir haben seitdem auch etwas Regen bekommen. Die Witterung hat jetzt schon mehr den Charakter deS Nachsommerwetters angenommen und er ist dadurch normal geworden. 8. W. An« der südlichen Wetteran, 25. August Die Feldbereinigungen in unserer Provinz mehren fich und finden unter den Landwirthen immer mehr Anhänger. So hat unsere Gemarkung EckhartShausen nunmehr ihre diesbezüglichen Arbeiten nahezu beendigt und man ist gespannt, ob sich alles gut bewährt. — Der „Gießener Anzeiger" hat früher einmal nachgewiesen, daß die Bauern kaufmännisch rechnen lernen müßten und hat alS Beispiel einen rheinheffischen Landwirth angeführt, welcher in den heißen Jahren 1857, 1858 und 1859 riesiges Geld für sein Stroh einnahm und sich anders behalf. Wir haben dieses Jahr einen ähnlichen Fall, der manchem Kleinbauern ein deutlicher Fingerzeig werden kann. Herr Pachter M. zu Marienborn verkaufte 300 Ctr. Stroh ä 31/, Mk. und löste 1050 Mk. Dagegen kaufte er 300 Ctr. Torfstreu A 2 Mk. und zahlte 600 Mk., folglich Mehrerlös 450 Mk. Die Torfstreu thur dem Herrn M. dieselben Dienste, mitunter noch bessere wie Stroh und 450 Mk. find rein gewonnen. Solche Beispiele muß man vorführen, damit die Leute denken und überlegen lernen. Das wird fich diese- Jahr besonders beim Ob ft verkaufe zeigen. Als vor zwei Jahren das viele Obst gewachsen war, führe» die Leute planlos nach Frankfurt und es kam vor, daß hundert und aber hundert Wagen hintereinander bis Halbweg» Vilbel hielten und nicht in die Stadt konnten, weil alles überfüllt war. Da geschah eß, daß mancher Bauer „adgeknüpst" wurde, d. h. er gab schließlich daS Obst zu Schleuderpreisen her, damit er e« nicht wieder heimfahren mußte. Seitdem haben wir einen „Obstbauverein" und eine „ObstverwenhungS» genossenschaft" bekommen, denen viele tausend Mitglieder beitraten, eß sind die intelligentesten Leute. Diejenigen, welche am meisten der guten Rathschläge bedürften, die kleinen Leute, halten fich fern von den Vereinen. Wir rufen aber gerade dieses Jahr dem kleinen Bauer zu: Achtung, und Ohren und Augen auf bei dem Obst - Verkaufe. Unsere Hauptobstabnehmer sind bekanntlich die Württemberger, wenn sie auSbleiben, ist der Franksuner Markt gedrückt. Man sucht in dieser Beziehung schon Stimmung zu machen. Der heuttge „Gießener Anzeiger" bringt eine Mittheilung über Obstmärkte und Obstverwerthung in Frankfurt. Wir rathea allen Landwirthen dringend, sich bei der Sache zu beteiligen, Niemand wird eß zu bereuen haben. Babenhausen, 23. August. DaS KriegSministerium zu Berlin hat baß Gesuch um Wiebererrichtung unserer Garnison abgeschlagen. Die amtliche Nachricht traf gestern bei ber hiesigen Bürgermeisterei ein. Dem vernehmen nach soll bie Intendantur zu Kassel nicht dafür geneigt gewesen sein. An« Rheinhessen, 24. August. Die amtlichen Erhebungen der landwirthschastlichen Vereine über den Stand der Reben im Monat August lauten äußerst befriedigend. Sie verzeichnen für bie Bezirke: Alzey, Mainz, Oppenheim, Osthofen, Wörrstabt und Wormö „sehr gut"- für die Bezirke: Ingelheim, Nieder-Olm und Psedderßheim „sehr gut bi» gut"; die Bezirke Flonheim und Wöllstein „gut" und für den Bezirk Bingen „mittel". Warm«, 25. August. In der verflossenen Nacht kam eine Frau beim Latwergekochen mit ben Kleibern bem Feuer zu nahe, so baß biefe in Branb gerieten. Die Unglückliche würbe schrecklich verbrannt in» Hotzpital verbracht. Der Bruder berielben, ber bie Flammen ersticken wollte, erlitt ebenfaQß schwere Branbwunden. ' Dermiicbtc». ♦ Leipzig, 25. August. Unter großer Theilnahme der geladenen Ehrengäste, ber Aussteller unb beS Publikum« würbe heute um 11 Uhr die intern ationale Gartenbau- Ausstellung nach einer Ansprache deS Oberbürgermeister« Georgi durch ben Vorsitzenben ber AusstellungScommitfion, Moßborf, seierlich eröffnet. Die Ausstellung ist großartig, bie Zahl der Aussteller beläuft sich auf 600. • 31 drei Tagen lach Amerika! Auf diese verschwindend geringe Frist soll künftig die Fabn zwischen Europa unb Amerika nach einem Vorschläge der Canavian Pacific Railway SmchenM zu *t*nifon traf gestern btt Vernehmen nut für Lweige gt ibttn d-» V WU«S®* Wiradlt. ™ ten "" >«.dL 54** ™ h; Äufluft. Die lchen snh uni W«|R. L» ihre bitM- n ist gespm^ Sener Anzeiger- lrn kaufaiännlsli nrheinhefsischen t fahren 1857, ih einnahm un- eiven ähnlichen cher Fingerzeig nbarn verkaufte M. Dagegen Bte 600 Mk., treu thul dm fiert wie Stroh Beispiele nms überlegen lernen. )bstverkaufe tynroar, fufre tj ba^ Mwtgb Mel es überfüllt war. thmpft" wurde, eudeyneisen her, Seitdem haben bstverwerthach'. send Mitglieder ie. Diejenigen, rftev, die kleinen Wir rufen aber r. Achtung, und erkaufe. Unsere temberger, wenn gedrüikt. Man zu mchtn. Der Mlheilmig übtr rt. Mr rathen e zu betheiligen, 0ie'7Hult ■ ^ttober. » ?"» >0« er, i,ta 8o., ' «®i mit, JJ*h< aft Lur nicht * Dies, K^ftat 'chuntten u. z ^nn fie haba 1 Wohlthat * 1 ^ewittnn am Qt Wir haben tttrung hat st^ xi angenommen lichtnvM" n St^d der >efritH9‘”b' ” Oppenheim/ ' für lit N*; in» fürl“ 8 , KE. !ll d des v nf)ou* KL lung ’i13 h,ei' MOP« «"* Company verringert werden können. Da» Project nimmt die Linie zwischen Neufundland und Irland als Weg für die Oceandarnpfer an, welche Strecke allerdings nur 2500 km mißt. Zur Weiterbeförderung der Passagiere durch Neufundland ist eine Eisenbahn zwischen St. John und Cap Breton projectirt, welche eine Länge von 320 km erhalten würde, eine Fähre soll dann die Reisenden nach dem amerikanischen Festlande tragen. Aus diese Weise soll es ermöglicht werden, die ganze Reise von Irland über Neufundland nach New-Aork in fünf Tagen zurückzulegen. Das Project zeigt indessen bedenkliche Schwächen, u. A. braucht nur daran erinnert zu werden, daß eine Dampferverbindung zwischen St. John, der Hauptstadt von Neufundland und Europa, lediglich im Sommer möglich ist. • Schwerin, 25. August. In der Dynamitfabrik D o em i tz ereignete sich eine Explosion, wobei vier Arbeiter getödtet wurden. * Chicago, 24. August. ES ist jetzt beschlosien worden, die Gebäude der Weltausstellung nach dem Schlusie derselben als altes Material zu verkaufen. Man glaubt, daß dieselben nicht mehr als 1,000,000 Dollar einbringen werden. • Die Erfindung der Streichhölzer feiert in diesem Jahre ihr sechzigjähriges Jubiläum. Der deutsche Student I. F. ttammerer hat die Erfindung auf der Festung Hohen« aSperg gewacht, als er wegen politischen Vergehens dort eine sechsmonatliche Haftstrafe verbüßte. Damals, im Jahre 1833, war noch kein Patent« und Musterschutzgesetz vorhanden, und der Erfinder konnte nach der Entlastung aus der Hast seine Fabrikate nur ungeschützt verkaufen. Die HerstellungS- weise wurde schnell bekannt, und die Concurrenz überwand den Erfinder in der Weise, daß er sein Vermögen verlor. Im Jahre 1837 starb er im Jrrenhause zu Ludwigsburg in Württemberg. • SrbfchastSdebalte in der Kaserne. „. . Aber MenschenS- kind, haben Sie 'ne schwere Verstehste! Hier steht's ja schwarz auf weiß, oder richtijer jesagt schwarz auf jelb, bet Sie in Ihre Pflegeschaftssache die Kündigung Ihres Muttererdes jejenüber dem jetzigen Eijenthümer von'S Jrundstück c. p. p. selber zu besorgen haben und nach Ablauf der Frist dem questionierten Eijenthümer 'ne jerichtlich oder notariell bejlaubigte Löschungsbewilligung ertheilen müssen." — „Ja wohl, Herr Unteroffizier, aber wie mach' ich daS?" — „Wie Sie bet machen sollen? Sehr simpel! Sie bitten unfern Einjährigen, baß er Ihnen bet Schreiben uffsetzt, unb schmieren es benn wörtlich ab. Nicht wahr, Sie Rechts- stlehrtcr in spe, Sie werben bie Chose schon deichseln?" — „Offen gesagt, Herr Unteroffizier, berortige Sachen habe ich noch nicht gemacht. Ein Rechtsanwalt, glaube ich —". — „Ach wat! Jlauben heißt nischt wissen. Aber ba haben wir wieder mal den Beweis, wie es mit bie vieljerühmte dumanitätsbilbung bestellt iS; ’ne halbe Million Vokabeln, JenuSregeln mit x Ausnahmen, bie zu verknusen keen Jenuß iS, ic. p. p., Rvmerrecht un wat nich noch allenS for'n unnützes Zeugs wird ba uff bie hohen Schulen injeochst un wenn benn bie jungen Jelehrten jlücklich den Referendar gemacht haben un in die Praxis beweisen sollen, wat sie theoretisch jelernt haben, denn stehen sie da, hilflos wie'n ncujeborneS Jöhr, un wissen sich teenen Rath. Böhme, jehen Hie mal nach'S Feldwebelzimmer und fragen Sie den Cornpagnieschreiber, ob er nich mal auf'n Augenblick Zeit hat. Es handelt sich darum, dem Schumann seine Erbschaft Lu kündigen." — Nach einigen Minuten erschien der Gewünschte mit der Feder hinter dem Ohr, las sich den gerichtlichen Bescheid, den Schumann erhalten hatte, durch und meinte kopfschüttelnd: „So was ist mir in meiner Praxis als Rechtsanwaltschreiber noch nicht vorgekommen. Da müßte -sich Schumann schon an den Herrn Einjährigen wenden, der ist doch Stud. jur. und kennt den Rummel bester. Oder, fuhr der Compagnieschreiber fort, als der Einjährige schleunigst das Zimmer verließ, „bitten wir den „Spieß" darum, der macht ja die schwierigsten Sachen." Das geschah und Füsilier Schumann versprach hoch und heilig, nach Empfang seiner kleinen Erbschaft der Stube ein Achtel zu schmeißen. Ar»OMg cms den Stanfeomntortgifttrii der Stadt Siefcau vafgedor«. August: 24. Carl Wilhelm Gustav Neusch, Sänger zu-Stettin, mit Wittwe Schuhmacher, Lutie, geb. Albes, Schauspielerin daselbst. 24. Dr. Franz Friedrich Schmitt, LehramtSassestor zu Gießen, mit Katharina Franziska Mayer zu Gau-Algesheim. 24. Carl Friedrich Klemmraih, Kaufmann dahier, mit Elisabeth Luise Schäfer bierselbst. 24. Julius Joseph Köhler, Steinhauer dahier, mit Elisabeth Katharine Albach Hierselbst. «KfdHirtmwiu August: 19. Dr. Magnus Kupfer, pract. Arzt zu Lahr in Baden, mit Rofa Katzenstein bierselbst. 22. Christian Friedrich Walter, Forftaccesfist zu Bodenhausen mit Marte Emilie Schwall hterselbst. 23. Andreas Weber, Bierbrauer dahier, mit Marie Katharine Lästert hterselbst. 23. Wilhelm Gelzenleuchter, Taglöbner dahier, mit Elisabeth Dietz hterselbst. 25. Daniel Berger, Bäcker dahier, mit Katharine Hofmann hterselbst. Gabore«. August: 12. Dem Schlosser Ludwig Kreuter Zwillinge, eine Tochter, Wilhelmine Luise Jacobtne, ein Sohn, Jacob LudwigWtlhelm. 13. Dem Schuhmacher Jacob Gerhard eine Tochter, Minna Elisabeth. 14. Dem Dtenstmann Eduard Lind eine Tochter, Luise Susanna. 14. Dem Telegraphist Heinrich Martter ein Sohn, Josef Karl. 16. Dem Wirth Andrea- Sorgenftei ein Sohn. 17. Dem Schneider Adam Volz ein Sohn. 17. Dem Schuhmachermeister Louis Lüter eine Tochter. 20. Dem Großh. Realgymnastallehrer Dr. Heinrich Ditz eine Tochter. 20. Dem Sergeanten Johann Melchior Rupp ein Hohn, Conrad Philipp Wilhelm. 21. Dem Taglöhner Konrad Maus eine Tochter, Katharine. August: 19. Margarethe Drescher, geb. Schmidt, 46 Jahre alt, Witlwe von Schuhmacher Wilhelm Drescher dahier. 20. Julius Valser, 77 Jahre alt, Bleicher dahier. 20. Elisabethe Kuhl, 44 Jahre füt, ledig dahier. 20. Peter Len», 39 Jahre alt, Former von Lollar. 2l. Albert Ludwig Büttner, 4 Monate alt, Sohn von Schneider Jacob Büttner dahier. 21. Hermann Weller, 6 Monate alt, Sohn Don Buchhalter Hermann Weller zu Höchst a. M. 22. Susanne Mann, geb. Walz, 74 Jahre alt, Ehefrau von Privatier Josef Mann dahier. 22. Karl Repp, 23 Jahre alt, von Betzenrod. 24. Elise Dauernhetm, geb. Sauerwein, 46 Jahre alt, Wtttwe von Bahnarbeiter Andreas Dauernheim dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Matthäus gemeinde. Den 19. August. Maximilian Moritz Jakob Julius Kurz, Bankier in Gießen, und Minna Luise Karoltne Johanna Georgi, Tochter dcS Ctgarrenfabrtkanien und Beigeordneten Ludwig Georgi in Gießen. . Den 25. August. Daniel Berger, Bäcker in Gießen, und Katharine Hofmann, Tochter des verstorbenen Müller« Conrad IHof- mtnn in Wteseck. Markusgemeinde. Den 23. August. Taglöhner Wilhelm Gelzenleuchter zu Gießen, und Elisabeth Dietz zu Gießen. JohanneSgemeinde. Den 23. August. Andreas Weber, Bierbrauer zu Gießen, und Marie Katharine Löffert, Tochter deS verstorbenen DlenstmannS Heinrich Löffert zu Gießen. Getaufte. MatthäuSgemeinde. Den 20. August. Dem Htlfsbremser Georg Christ ein Sohn, Ernst, geboren den 19. Juli. Denselben. Dem Maurer Heinrich Schneider eine Tochter, Katharine, geboren den 26. Jult. Lukasgemetnde. Den 20. August. Dem Heizer KaSpar Römer ein Sohn, Johann Friedrich, geboren den 9. August. JohanneSgemeinde. Den 20. August. Dem Schutzmann Carl Zink eine Tochter, Frieda Johanna Elisabeth, geboren Den 10. Juli. Denselben. Dem Zimmermeister Georg Schubecker eine Tochter, Lina Wilhelmine Auguste, geboren den 1. Juli. Mtlitärgemetnde. Den 13. August. Dem Sergeant Johannes Eidam eine Tochter, Marie Luise Katharine, geboren den 10. Jult. veerdi-te. MatthäuSgemeinde. Den 19. August. Friedrich Wilhelm Georg Balser, Universttäts- stallmetster, alt 58 Jahre, gestorben den 17. August. Markusgemeinde. Den 22. August. Julius Balser, Bleichereibesitzer, alt 77 Jahre, starb den 20. August. Lukasgemetnd e. Den 19. August. Marie Lehrmund, geb. Stabl, Ehesrau des LacktrerS Carl Lehrmund, alt 29 Jahre, starb den 19. August. Auswärtige aus den Kliniken. Den 23. August. Philivv Peter Lenz, Maschinengießer in Lollar, Sohn des Bergmanns Johann Prter Lenz in Obershausen, alt 39 Jahre, gestorben den 20 August. Schiffsnachrichten. Hamburg, 25. August. Der Hamburger Doppelschrauben- Schnelldampser „Columbia", Capttän Vogelgesang, der Hamburg- Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gesellschaft, welcher am 18. August von Southampton abgegangen, ist am 25. August, 6 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Reisedauer von Hamburg bis Newyork 7 Tage 22 Stunden 50 Min. Oceanfahrt von Southampton 6 Tage 21 Stunden 30 Min., von Queenstown aus gerechnet nur 6 Tage 6 Stunden 30 Min. Hamburg,22. August. Der Hamburger Dampfer „Stubbenhuk", Capttän Thetle, von der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien» Gesellschaft, ist am 21. August, 7 Uhr Morgens, von Hamburg unb Antwerpen wohlbehalten in Montreal angekommen. Verkehr, Land- und Volkswirthfchasi. Gieße«, 26 August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd- .* 1,05-1,15, Hühnereier per Stück 6 2 Stück 12-13 H, Käse pr- St. 4-8 A, Käsematte pr. ©t 3 A, Lrbsen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,50—0,70, Hühner pr. Stück .* 0,90—1,10, Habnen pr. 6t. X 0,50 - 0,80, Enten pr. St- X 1,30 bis 1,50, Ochsenfleisch pr. Pfd 60—66 A> Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50—56 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Md. 46-50 A, Hammelfleisch pr. Md. 40 - 68 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 8,00-12,00 X, Weißkraut pr. Stück5-12 A. Zwiebeln pr. Centner 9.00—0,00 X, Milch pr. Liier 16 20 ch, Enteneier pr. St. 6— 4, Gänseeier 11-12 A- Stuttgart, 25. August. Dem Allgemeinen Verbände der deutschen tandwirthschaftltchen Genossenschaften, welcher in den nächsten Tagen seinen HaupttGenossenfchaststag in Stuttgart abhalten wird, gehören zur Zeit 20 Landes- bezw. Provinzialverbände mit 12 Central-Genossenschaften und 1863 Einzel-Genossenschaften an. Der erwähnte Verband ist hiernach der weitaus stärkste Genossen- fchafts-Verband in Deutschland. Der Sitz der Anwaltschaft befindet sich in Offenbach a. M. Der Stuttgarter Vereinstag wird nach ben vorltegenben Anmeldungen aus allen Thetlen Deutschlands sehr stark besucht werden. — — Freie Bereinigung deutscher CredttgenOffenschafte«. Vom 12. bis 14. August d. I. fand in Hannover eine Versammlung von Credttgenossenschaften statt, die von mehr als 200 Delegirten aus allen Tbeilen-Deutschlands beschickt war. Alle waren dem Rufe gefolgt, in Hannover zusammenzutreten, um eine freie Vereinigung der Credttgenossenschaften Deutschlands unter Ausschluß der Konsumvereine ins Leben zu rufen. Die Creditvereine wollen sich deshalb für sich zusammenthun, um ihre Interessen um so kräftiger fördern zu können, woran sie thatsächlich durch die Consurnoereine oftmals gehindert wurden. Dabet soll nicht ausgeschlossen sein, daß in allgemein genossenschaftlichen Fragen die Creditvereine mit 'allen Arten der Genossenschaften Hand in Hand gehen. ' Die Verhandlungen fanden in Hannover in der Börse statt, die Versammlung wurde seitens der Staatsregierung und der Stadtverwaltung begrüßt und willkommen geheißen. Ohne lange Debatte fand das Statut einstimmig Annahme und mit Jubel wurde die Erklärung von der Conflitutrung der Freien Vereinigung der Creditgenossenschaften Deutschlands ausgenommen. Sofort traten eine große Zahl der Creditvereine der neuen Vereinigung bei. In den Vorstand wurden gewählt aus Hannover: Senator Dr. Glackemeyer (Vorsitzender), Preiser, (Schriftführer), Wallheinecke, O. Myrus (Casstrer), Michaelis und Baum, von auswärts die Herren: Senator Schulze-Gifhorn, Damm-Hamburg, Graefe - Magdeburg, Dr. Gump ertz - Creseld, Lamv-Hanau, Seher-Wiesbaden, Stadtrath Schultzes Aschaffenburg, Voigt-Dresden und Wachter-München. Die nächste Aufgabe der freien Vereinigung der Credttgenossenschaften soll sein, eine Anzahl Revistonsverbände in Deutschland ins Lebm zu rufen, mit denen Hand in Hand die Gründung von Centralkaffen ins Auge gefaßt ist. Da über 1000 Städte Deutschlands noch eines Creditvereins entbehren, so soll die Gründung neuer Creditvereine kräftig betrieben werden. Ueber diese 3 Fragen hielten 3 Genossen- schastSrnänner aus der Praxis Referate, die mit Befriedigung entgegengenommen wurden. Herr Senator Dr. Glackemeyer stellte in Aussicht, in nächster Zett über diese wichtigen Punkte in den ver- schiedenm Städren Deutschlands Vorträge zu halten. Auf der Versammlung in Hannover hielten 3 anerkannt tüchtige Rechtsanwälte ausführliche Vorträge über Reform des Genoffenschastsgesehes und sonstige, tief in das genosienschaftltche Leben einschneidende Fragen. Gerade diese Theilung der Zett zur Erörterung mehr theorettscher unb rein practtscher Fragen befriedigte alle Besucher deS TageS. Im nächsten Jahre will die Freie'Vereinigung der Credttgenossenschaften in einer Stadt Mitteldeutschlands tagen. Die Kosten der Mitglieder der Vereinigung sind äußerst gering demeffen. Tie Versammlung nahm einen Verlauf, der zu den größen Hoffnungen für die Credttgenossenschaften Deutschlands berechtigt. Literatur und Kunst. — Das neueste, 25. Heft der beliebten tllustrirten Familten- zeitschrift »Universum^ (Verlag deS „Universum", A. Hauschtld, Dresden) enthält folgende Beiträge: „Die vier Haimonskinder", Roman von Hans Richter. — „Die Münhener Künstlersesttage im. Sommer 1893" von Max Haushofer. Mit Illustrationen von Albert Richter. — „Einem genesenden Kinde." Gedicht von Ferd. AvenartuS. — „Wie sollen wir athmen" von Ernst Halm. — „Die Ameisen al8 Gärtner". Naturwissenschaftliche Skizze von W. Heß. — „Evas Fertenbrief". Humoreske von Alwin Römer. Mit Illustrationen von Erdmann Wagner. — „Wenn man kein Geld in der Tasche hat." Nach einer wahren Begebenheit aus dem Leben Napoleons erzählt von Eduard Schulte. — „Die Andere". Novelle von Hermann Hetderg. - Rundschau: Biographie von Louise Dumont mit Portrait. — „Eine Weltkatastrophe." — „Ein Steg über dte Reblaus." — „Der Untergang der Victoria". — „Der ZettungSleser". — Humoristisches. Räthsei. Spiele. — Don den Illustrationen sind als ganz besonder» hervorzuheben: „Diana" von OSw. Richter. „Annäherung" von E. Louyot. „Aus aermantscher Urzeit" von Eugen Bracht. — Preis für ein Heft 50 Pfg. Vrodpreise vom 27. August bis 10. September 1893. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod bet L. Kämmerer, Emil Noll u. Carl Steinberger 2 Kg. (4 Pfd.) „ bei L. Kämmerer 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod bet L. Kämmerer, Emtl Noll u. Carl Stetnbnger 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod bei L. Kämmerer, Emtl Noll u. Earl Steinberger 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot) bei L. Kämmerer, Emil Noll u. Carl Steinberger 2 Kg. (4 Pfd.) bei L. Kämmerer, Emil Noll u. Carl Steinberger 3 Kg. (6 Pfd.) „ Der auswärtigen Bäcker. 27 Pfg. 26 „ 54 „ 52 „ 25 „ 24 „ 50 „ 48 23 22 46 44 69 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) betGg.Ant.Heuseroon Gr.-Ltnden 42 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) „ Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Linden, H Ph. Velten I. v. Gr.-Linden 40 „ bei W. Amend von Lang-Göns u. Joh. Kd. Veite v. Kirch-Göns 42 „ bei W. Steinmüller v. Lang-Göns 44 „ „ F. Schön v. Ruttershausen . 45 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot» „ Balth. Christ Wwe. v. Wteseck 69 „ Der Brodverkäufer. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Psd.) Weißbrot) 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) 1 Kg. (2 Psd.) Schwarzbrot) 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod Gießen, den 26. August 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Pfg. 27 54 ‘25 50 23 46 69 Unterhaltungen zu Bad-sranheim von Sonntag den 27. August bis Freitag den 1. September. Dte Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an der Kurquelle, Nachmittags und Abends siehe unten. Bei weniger als 101 R. Wärme spielt sie im großen Speisesaale beS Kurhauses. Sonntags unb an ben Feiertagen Nachmittags werden 30 Pfg. Eintrittsgeld für den Besuch der Terrasse gegen Abgabe einer Karle erhoben. Nur dte Besitzer von Kur- oder Tageskarten haben gegen Vorzeigm derselben freien Zutritt. Sonntag ben 27. August, Nachmittags von 4*/i bis 10 Uhr': Concert der Capelle des 2. Großh. Hess. Jnsanterte-RegimentS Kaiser Wilhelm Nr. 116 aus Gießen, unter Leitung des Großh. Mustk- directorS Herrn Krauße. Eintritt 1 Mk., Kinder 50 Pfg. Gelbe Kurkarten frei, Tageskarten 50 Pfg. Nachzahlung. Abends 8 Uhr im Saale: Gastspiel der Hoffchauspielerin Frl. Thllbe LkPSki vorn Kgl. Hoftheater in Wiesbaden und deS Hofschaufpielers Herrn Rudolf Possin vorn Hoftheater in München. Die Haubenlerche. Montag den 28. August, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Bei gutem Wetter findet von 8 Uhr an Tanz auf dem nordwestlichen Theil der Ierraffe statt. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Zweites und letztes Gastspiel der Hofschauspielerin Frl. Thllbe LipSki. Cyprlenne. Dienstag den 29. August, Nachmittags von 5 bis 8 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Concert von Frau Melanie von TempSky, Kammersängerin Ihrer König!. Hoheit Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein, Prinzessin von Großbritannien unb Irland. Abends 8 Uhr bei gutem Wetter auf der Ten affe Theatervorstellung. Mittwoch den 30. August, Nachmittags von 5 bis 6«/i und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Einmaliges Gastspiel der ersten Op-rettensängerln Frl. Johanna Geera vom Residenztheater in Wiesbaden. Die schöne Galalhea. Zehn Mädchen und kein Mann. Donnerstag den 31. August, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Bei gutem Wetter Abends 8 Uhr: Tanz auf dem nordwestlichen Theil der Terrasse, bei schlechtem Wetter im Saale (daS Abendconcert fällt dann au6). Freitag den 1. September, Nachmittags von 5 bis 6l/i unb von 8 biS 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Gastspiel des Zwergcomikers Herrn Janez Mally. Jägerblut. Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. 25. August, "Mitt. 12'Uhr 26. August, Morg. v Uhr Barometer: Tbermometer: Hygrometerstand: min. 749 mm, max.751 mm „ 4- 13°R. „ 4- 16°R Neigung f. trock. Wett. min. 747 mm, max. 75'J mm „ + 8°R. „+IP/.«R. Neigung f. nasses Wett. Mtttlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm. Temperatur der Lahn und Luft nachReauumr gemeffenam 26.August, Mittags zwischen 11 unb 12Uhr: Wasser 15V», Lust 15 Grab. Rübsamen'sche Babeanstalt. 7294 Unter Mitwirkung der Die Direetien. Eintritt LV Pt. 7307 wozu Block. 7319 7276 Krämer. 7289 [7290 die Exped. b- Bl. Heegstrauch (7278 wozu höflichst einladet Vormittags 710* 7296 Großes Preis • Wett - Kegeln [7293 Um stille Theilnahme bitten 94« Stilen. Bago «Hct Xri4*b. s-«»»«». 133.701 8a. tmbeui; fester. Zum Chausseehaus. Heute Sonntag: [7306 Restaurant Deutscher Kaiser Heute Sonntag den 27. August: Mittwoch den 30. August, Nachmittags 2J/a Uhr, versteigere ich Grünbergerstraße 13 eine größere Parthie Möbel und Wirthschafts-Utcnsilien, darunter eine Obstmühle nebst Kelter (von Mayfarth), sowie sonstige Gegenstände für HauS- und WirlhschaftSzwecke. 7305] I. A.: H. C. Werner. Concerthaus Lahnstein. Bei günstiger Witterung auf der Terrasse. Heute Sonntag den 27. August. Nachmittags 4 u. Abends 8 Uhr: Grosses humoristisch. Gesangs-Concert des Künstler-Ensembles Margot Loeuhoir.XÄOefen mit continuirlicNer FülUchachtleuerung Veatiletioe wnd Wasser- «e'dunstungi-Vomcbtung and 8ocMelZjg1d»nrag in »cbwarxer. vernickelter and bemalter Aa.-te’tanc, aaeReiübrt von dem Großen-Buseck. 8 Sonntag den 27. und Montag den 28. August Kirchweihfest wozu ergebenst einladct 7277 Heinr. Größer, Gastwirth. S Großen-Buseck. Z Sonntag den 27. und Montag den 28. August Kirchweihfest Bekanntmachung. Donnerstag den 31. August d. I., von Nachm. 3 Uhr ab, sollen in dem Hofe der Realschule 200 Stück gebrauchte Subsellien von 1,50 bis 2,30 m Länge und gebrauchte Turngeräthe, als: 1 Bock, 1 Pferd, Z Wippen, 3 Barren. 2 Sprungständer, 3 Leit em, 3 Bohlenlettern, 1 Hausen Kletterstangen, 2 Rund lauf- masten und 14 Balken (zum Hoch- fprung), sowie 1 Haufen Bretter rc. öffentlich versteigert werden. Gießen, den 25. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Georgi. 7312 ergebenst einladen Die Wirthe: I Schön, „z. Schwanen", F. Weinrich, „z. Traube" 8. Schön, „z. Schönhof". Nicht übersehen! I^iumachbüchsen jeder Größe auf Lager, sowie zum Löthen der selben empfiehlt sich unter Garantie Th. Waldschmidt, 7313 Spenaiermeister. 29allthorstraße 8. 7314] ein Pferd (Mappen), com »Ut aer.. truppensr., flott. WAngir, event. mit Sattel an» 3aumi