Donnerstag den 26. October E3 Erstes Blatt Amts- unb Anreigeblatt für den Tkreir Gissten Gratisbeilage: chietzener Kamilienölätter. Amtlicher Tbeil ‘jelflt ist. v. Gagern. Bezirksvereins. *|r nehmt von Anzeigen zu der Nachmittag« für den ft z?aden Tag erscheinenden Nummer btl Börm. 10 Uhr. |r |k n dem Anzeiger iit(id) dreimal dc.^elegt. Die Gießener Ie»ttle» § kälter Retintnxife zu geben. Gießen, den 24. October 1893. Der Director des landwirthschaftl. Jost. eloks mit voller k ellmne, Schlaff agd-Joppen, >lt in gutem Sitzch'^ Rübsami. ) Auswahl da Äch «L 88t! begründet. Aber kaum läßt sich bezweifeln, daß hinter den Berliner Regierungscoulissen wieder etwas vorgegangen, daß es höchst wahrscheinlich zu Differenzen und Auseinandersetzungen zwischen dem Reichskanzler Grafen Caprivi und dem teilenden Staatsmann Preußens gekommen ist. Vermuthlich ist jetzt der Riß noch einmal überkleistert worden, aber ob | der Kleister noch lange Zusammenhalten wird, das dürste eine andere Frage sein! — Just zum Zeitpunkt, da in Berlin die Finanz« Minister der Weinbau treibenden Bundesstaaten zu einer Berathung über den neuen Reichsweinsteuer-Entwurf zusammengetreten sind, sind nun auch die Grundzüge desselben, wie er schließlich festgestellt worden ist, veröffentlicht worden. Es ist hiernach die Besteuerung des | Naturweines, wie des Schaumweines und des Kunstweines I geplant. Steuerpflichtig sollen entweder der Kleinhändler oder der Verbraucher sein, mit bestimmten Ausnahmen. Die Weinsteuer soll in Procenten des Werthes des betreffenden Weines festgestellt werden, und zwar gilt als Werth der Kaufpreis, den der Kleinhändler oder der Verbraucher zu zahlen hat- über die Höhe der Steuersätze enthalten indessen die „Grundzüge" nichts. Dieselben enthalten dann eine Reihe von Bestimmungen über die Entrichtung der Weinsteuer und weiter den Versuch einer Regelung des Verhältnisses zwischen i dem Reiche und den Bundesstaaten im Hinblick auf die Wein- I frage. Hervorzuheben ist da namentlich die Bestimmung, daß es den Bundesstaaten überlasten bleibt, den vom Reiche nicht besteuerten Naturwein mit einer Landessteuer zu belegen, daß sie aber den schon vom Reiche besteuerten Wein keinen- falls noch mit einer anderen Steuer belegen dürfen. Die ferneren Bestimmungen beziehen sich auf die Erhebung von örtlichen Verbrauchsabgaben, auf die Controlle, auf die Anmeldepflicht, auf die Nachversteuerung usw. — Der Weinsteuerentwurf bildet den Hauptgegenstand der gegenwärtigen I Finanzministerconferenz in Berlin. Ob dieselbe an dem Ent- I würfe einschneidendere Abänderungen vornehmen wird, speciell I in der Richtung einer Besteuerung lediglich des Kunst- und I Schaumweines, muß noch dahingestellt bleiben. Berlin, 23. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." dementirt I die Blättermeldung, daß die Reichstags ei nberufung I über den anfänglich in Aussicht genommenen Termin hinaus- I geschoben sei. Vkrtkltöhngk: ^floneemrnUprttoi 2 Mark 20 Pfg. m* Bringerlohn. Durch die Post txzsH« 2 Mark 50 W* Kebaction, ®rpcbitto* und Druckerei: -chulflratze Hl»., Fernsprecher 51 CocaUs und provinzielles. Hießen, den 25. October 1893. J. B. Heinrich Laube am Neuen Theater. Nächsten Freitag, den 27. ds., wird die Bühne des Neuen Theaters ein Stück von Heinrich Laube zur Aufführung bringen. Die interestanteste Gestalt der neueren deutschen Theatergeschichte ist für unsere Bretter ein noch nie gesehener Gast, abgesehen von der vor Jahren unter der Direction Schölermann stattgehabten Wiedergabe von „Die Karlsschüler", der bühnenkräftigsten, aber auch sattsam bekannten Laube'schen Schöpfung. Anerkennenswerth ist, daß unsere Direction gerade „Böse Zungen" gewählt hat. Hier zeigen sich besonders prägnant die guten und schlechten Eigenschaften der dramaturgischen Talente des Dichters in getreuer Wiederspiegelung seiner ur- Lllt Ännoncen-Bureau? bei In- und AuSlande« nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen Gießen, den 23. October 1893. :0etr.: Die Unterstützung von Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften. Dail Großherzogliche Kreisamt Gießen w die «rstzh. Bürgermeistereien des «reifes. T Wir beauftragen Sie, die Gemeinde - Einnehmer anzu« tutifai, die aus der Gemeindekaste vorlagsweise gezahlten inbrkirtcn Unterstützungen innerhalb 8 Tagen bei der •flheittaffe gegen Aushändigung der Empfangs - Bescheinigun- rückzuerheben. CS geschieht dies am einfachsten in der Weise, daß die gelegten Beträge bei Gelegenheit einer, jetzt vorzunehmen- )en Ablieferung des Kreiskastebeitrags in Aufrechnung geluncht werden- falls der letztere bereits bezahlt ist, sind die Ciiltiungen der unterstützten Mannschaften der Kreiskaste zu- ,Äsenden, welche die Ersatzleistung durch Posteinzahlung be- •tiirier wird. Sie wollen jedenfalls dafür besorgt sein, daß die Ab- retyning dieser Vorlage bis Anfang nächsten Monats er- Bekanntmachung, betreffend landwirthschaftliche Generalversammlungen. i Infolge Verhinderung des Herrn Landwirthschaftölehrers 'jeitLiiger wird die Generalversammlung des landwirth- HaMchen BezirkSvereinS nicht Montag den 30. October l. I., ienber n Montag den 6. November I. I, Nachm. a*/_> Uhr, auf „Lony's Bierkeller" abgehalten werden. Die Herren Bürgermeister werden gebeten, den in ihren Otmmnben wohnenden Mitgliedern des landwirthschaftlichen Lneins und der landwirthschaftlichen Ortsvereine hiervon mWe MG ms Gack« 31 Empfehle mein r Coostructioll -- Billard -- »•WC1 Sie'» amte der Berltn-Stettiner Babn verhaftet. Criminalcommissar Zillmann ist vierzig Mal unentgeltlich von Berlin nach Stettin gefahren. Auch Verhaftungen von Fretpassagieren haben stattgesunden. Berlin, 24. October. Im Berliner Vororte Rixdorf ist die an der Cholera asiatica erkrankte Frau Dürkop heute Vormittag gestorben. Berlin, 24. October. Der „Reichsanzelger" meldet in Tilsit 1 Cholera - Erkrankung, 1 Todesfall, in Havelberg 5 Erkrankungen, 1 Todesfall, in Stettin, Herpenschleuse, Nauen, Wittenberge je 1 Er« krankung, in Warsow 2. In Rathenow ist eine wettere ärztliche Controlstation für die auf der Havel verkehrenden Schiffe errichtet worden. Köln, 24. October. Socialdemokratischer Parteitag. Im Anfänge der heutigen Vormittagssitzung kam nochmals die schon gestern erörterte Redacteurfrage vom „DorwärtS"-Berlin zur Erörterung. Fischer-Berlin wandte sich gegen die Anfeindungen des „Vorwärts^ und polemisirte dagegen, daß alle geistig bedeutenden und bewährten Leiter von Provinzialblättern nach Berlin gezogen würden. In den Provinzen mache sich dadurch ein zunehmender Mangel an tüchtigen journalistischen Kräften fühlbar. Im Gegensatz zu anderen Rednern betont ein Delegirter, vor^ Allem Landagitation zu betreiben, aber nicht, wie es verschiedentlich vor- ! gekommen, durch fein geschniegelte Agitatoren, sondern durch Leute, welche bei den Bauern bereits durch ihre Kleidung Vertrauen erwecken. Bern, 24. October. Eine mit 54,000 Unterschriften versehene ' Petition der schweizerischen Friedens- Vereine wurde der Bundesversammlung überreicht. Die Vereine verlangen, daß der schweizerischen Betheiligung an der interparlamentarischen Friedensconferenz ein offizieller Character verliehen werde und an das allgemeine Frtedens- bureau ein Beitrag abgehe. Paris, 24. October. Auf dem Marsfelde wurde gestern spät Abends auf einer improvisirten Bühne vom I Opernpersonal das Ballet „Maladetta" von Vidal aufgesührt. I Um den Eiffelthurm herum hatten sich gegen 500,000 Menschen angesammelt, um dem Feuerwerk vom Trocadero beizuwohnen. Admiral Avelan und die russischen Offiziere fuhren bis zur ersten Plattform des Eiffelthurmes hinaus, woselbst sie vom Ingenieur Eiffel empfangen und bewirthet wurden. Die Kosten des über alle Maßen großartigen Feuerwerks betrugen I ca. 30,000 Francs. In der Stadt selbst herrschte gleichfalls das regste Leben- an mehreren öffentlichen Platzen wurde die ganze Nacht durch getanzt. Abgesehen von einigen kleinen Zwischenfällen auf der Place de Repubhque ist der gestrige Tag ruhig verlaufen., . Paris, 24. October. Die Begräbnißfet er deS Com» ponisten Gounod ist auf Freitag verlegt worden. Am Donnerstag wird die Leiche des Verblichenen tn lewem Arbeitszimmer zu Paris ausgestellt werden. Paris, 24. October. Oberst Cardot vom 111. Regi- I ment, welcher gestern in Toulon zu Ehren der russischen Seeleute ein Festessen veranstaltet hatte, sandte an das 111. russische Regiment in Kowno ein Telegramm, rn welchem er sagte: „Wir gehorchen Eurem Kaiser, welcher befahl, daß beide Völker ihre Freundschaft bekunden möchten, und I trinken auf seine Gesundheit. Wir beten, daß Gott Euren Monarchen erhalte zu Eurem Ruhme und zum Schrecken I Eurer Feinde!" Paris, 24. October. General Chanoine erhielt von I den russischen Gardeoffizieren in Krasnoje Selo ein Telegramm, dessen Inhalt ihren Dank für die liebenswürdige Aufnahme, welche den russischen Offizieren zu Theil geworden, ausdrückt. Chanoine telegraphirte sofort zurück: „Wir trinken I auf Euer Wohl, Ihr lieben russischen Waffenbrüder!" Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. ;er aut lie ge^nscv starke.“ Giessen. $ätm*hl»fi0n ‘,0*- * ie W ! A’ettfaJ,oh; hwwim,4 r so sparsam brennt Kohle,,e,b*' ™ Schönheit und trotz heuerer als andere -------------- 798? Deutsches Reich. Darmstadt, 24. October. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog, Ihre Kaiserlichen Hoheiten der Großfürst inti die Großfürstin Sergius, sowie Großfürst Vml von Rußland, Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Heinrich von Preußen und Ihre Großherzogliche Hoheit ßrmzessin Alix reisten gestern Vormittag 11 Uhr 16 Min. »di Homburg zum Besuch Ihrer Majestät der Kaiserin tzri-drich. Nach der Tafel begaben sich die sämmtlichen Aller» Wien Herrschaften zu Wagen über Cronberg nach Schloß tznedrichshof, welches besichtigt wurde. Um 6 Uhr 17 Min. nditen Höchstdieselben von Cronberg per Bahn über Frank- flt: wieder hierher, wo die Ankunft der Allerhöchsten Herr» Raiten um 8 Uhr 5 Min. erfolgte, während Ihre Majestät ck Kaiserin Friedrich nach Homburg zurückkehrten. Berlin, 24. October. Die Gerüchte über eine bevor- ktchnde neue Ministerkrisis in Preußen werden jetzt duh ein hochofficiöses Berliner Dementi als jeder Bipriinbung entbehrend bezeichnet. Bekanntlich hieß eS, der Muisterpräsident Graf Eulenburg wolle seine Demission geben, ja, nach anderen Gerüchten sollte er sein Entlaffungsgesuch lnjar schon eingereicht haben- nunmehr erscheinen angesichts bii erwähnten Dementis diese gesammten Meldungen als un° N'. 252 nf . lw”anilSchuh u ? scheint tägl'ch, "i Han, M Ausnahme bei Montags. Bekanntmachung. In Folge eines besonderen Falles sehen wir uns ver» üiafrt, ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß nach dem für taik Provinzial-Hauptstadt nach wie vor zu Recht bestehenden Lcalreglement vom 8. Mai 1856 die Feierabendstunde, an velcher die Wirthschaften geschloffen werden müssen, auf l l llhr Abends festgesetzt, also geboten im Sinne des nach- ichnden § 365*) des Reichsstrafgesetzes ist. Gießen, den 21. October 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. •) tz 365. Wer in einer Schankstube oder an einem öffentlichen Lksinügungsort über die gebotene Polizeistunde hinaus verweilt, ringe- rültl der Wirth, sein Vertreter oder ein Polizeibeamter ihn zum gort: 5t5,n aufgefordert hat, wird mit Geldstrafe bi'S zu fünfzehn Mark ' »traft. Der Wirth, welcher das Verweilen seiner Gäste über die gebotene hcliMunde hinaus duldet, wird mit Geldsttafe bis zu sechszig Mark An mit Hast bitz zu vierzehn Tagen bestraft. Ausland. — Das englische Besuchsgeschwader an den Küsten Italiens ist am Montag von Tarent in Spezzia ein- getroffen. Auch in diesem Kriegshafen der Italiener haben die englischen Gäste eine begeisterte und herzliche Aufnahme gefunden, die ihnen von der Bevölkerung aller Schichten be- | rettet wurde. Nur müssen besondere Festlichkeiten noch unterbleiben, da sich der englische Geschwadercommandant, fyrb Seymour, von Spezzia nach Rom begeben hat, um daselbst dem Leichenbegängniß des von einer Lungenentzündung rasch dahingerafften englischen Botschafters Lord Vivian beizuwohnen. Ueucfk Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz- Bureau. Berlin, 24. October. Der Sonderzug mit dem Erzherzog Albrecht und dem Kaiser traf um 1 Uhr 30 Min. in der Wildparkstation ein. Der Bahnhof war mit österreichischen Farben und Tannengrün geschmückt, die Ehrencompagnie stellten die Gardejäger. Nach dem üblichen Frontabschreiten und Parademarsch fuhr der Erzherzog mit dem Kaiser im offenen Wagen nach dem „Neuen Palais". Auf dem Wege bildeten das 1. Garde-Regiment und die Schul- abtheilung Spalier. Vor dem „Neuen Palais" war ein aus sämmtlichen Garde-Cavallcrie-Regimentern combinirtes Regiment aufgestellt - nach der Auffahrt formirten sich alle Truppen zum Parademarsch, den der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich in der Front des 1. Garde-RegimentS mitmachten. Abends 7 Uhr ist ein Diner von 30 Gedecken. PolSdam, 24. October. Der Erzherzog Albrecht stattete Nachmittags 5 Uhr dem Prinzen und der Prinzessin Friedrich Leopold einen Besuch ab. Zu der Familientafel am heutigen Abend haben u. A. Einladungen erhalten: der Reichskanzler Graf Caprivi, der österreichisch-ungarische Botschafter v. Szöghönyi, der deutsche Botschafter am russischen ! Hose General v. Werder und der Cabinetssecretär des Kaisers Wirklicher Geheimerath v. Lucanus. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 24. October. Betreffs der großen Unter- । schleife auf der Ster tiner Bahn sind bereits 26 Be« ?/■ ^amilitnlßgib ju pmnitifci 10, Sdt bir AMergttst Hm LA yi ottmWn. Mm ttnW. ÄS LA yi vamiethev. SrSrüngn, LirWah! t Zwei kleine FamtltenÄK ft» iH mit Zubehör zu »mniuir __________ ReueMi K. Zwei ineinandergehenbe uk: imer im mittleren Stock p :< 9. Leib, »erpüe ____________Kirchstrch. Schon möblirtti Bimmc..: W.PM neben Schönes möbl. Ztm^ ______Wi_. 'Möbl. Parterre-M' , Marburg Ein tfteundlicheS B Lindcchla« 'k -SM MtSB? * s C: D: E: ? 1033 G . 36' H: 203 I. 248'. K: 334 L 1020 91 28 75 eigenen Denkungsweise: energische Behandlung des Stoffes, robuste Scenenführung, skrupellose Motivirung, scharf gezeich- nete Charakterbilder. Mit psychologischen Feinheiten oder gar philosophischen Grübeleien hat sich der alte Theaterfachmann nie abgegeben. Wenn es ihm nur gelungen, die Maffe zu packen und spannend und scheinbar die Sprache des Herzens zu reden, dann verzichtete er gerne auf Haarspaltereien mit schneidiger Geistesschärfe oder Balanciren mit witzigen Bonmots. Sagt er doch selbst in der Vorrede zu dem uns angekündigten Drama: „Ich bekenne mich in der Theaterästhetik zu den Vortheilen der sogenannten Actualität. Unter Actualität verstehe ich diejenigen Vorgänge, welche für Jedermann gegenwärtig und bedeutsam sind, welche die Gegenwart kennzeichnen, welche die Mitwelt treffen." F^ttag Abend werden derartige Vorgänge geschildert- denn von dem lieblichen Schwesternpaare Klatsch und Verleumdung, welche vielleicht guch jetzt noch „die Gegenwart kennzeichnen, die Mitwelt treffen," werden die Fäden zu einer Hofintrigue verschlungen. Den lebendigen Pulsschlag für die Vorgänge suchte der Dichter theils der französischen Schule abzulauschen, theils im unmittelbaren Verkehr mit der Wiener Gesellschaft zu erhaschen. Denselben oder wenigstens einen ähnlichen Stoff, den neuzeitlich der Spanier Echegaray in seinem Drama „Galeotto" und der Deutsche Zolling in seinem Gesellschaftsroman „Klatsch" des Schweißes der Edlen werth befunden, hatte einst, unter dem Druck der vormärzlichen Censur, der Wiener Theaterdirector bereits erfolgreich zu verwerthen gewußt. selbe wurde mittelst eines Wagens nach dem Haftlocale in der Sandgaffe verbracht, wo er Gelegenheit hatte, seinen Rausch auszuschlafen. noch dazu, daß die Leute ein volles Jahr Zeit erhalten haben, - diese Streu zu bezahlen, nämlich bis Martini (11. November) 1894. Man kann sich denken, daß bei so günstigen Bedingungen Steigliebhaber von allen Seiten hrrbeiströmten, be- sonders waren die Orte Sellnrod, Wohnseld, Bobenhausen, Kölzenhain, Altenhain, Rüdingshain, Götzen, Feldkrücken u. a. vertreten. Das finanzielle Resultat der Versteigerung war auch ein günstiges, indem wenigstens 70 pCt. mehr gelöst wurden, als der Tarifpreis betrug. Dieburg, 23. October. Zweimal Kartoffeln In einem Jahre auf einem Grundstück zu ernten, ist gewiß eine große Seltenheit. Herr Ofenfabrikanr Grißinger bestellte in diesem Frühjahre ein Stück seines GarrenS mit Frühkartoffeln, erntete dieselben Ende Juli und bepflanzte daffelbe Stück im August mit Spätkartoffeln und erzielte noch solche im Gewicht von Vs—8/< Pfund. △ Mainz, 24. October. In dem nahen Castel machten in der gestrigen Nacht zwei kaum der Schule entwachsene Burschen von 16 und 17 Jahren einen Messer- an griff auf einen dortigen Zimmermeister, durch welchen voraussichtlich der Tod des letzteren herbeigeführt werden wird. Wegen einer ernsten Mahnung auf Zahlung rück- ständiger HauSmiethe lauerten die vielversprechenden Messer- Helden dem nichts ahnenden Zimmermeister beim Nachhausegehen auf und versetzten demselben unfern seiner Wohnung mehrere tiefe Stichwunden in die Brust, auS welchen das Blut in solchen Massen hervorströmte, daß der Gestochene alsbald bewußtlos zusammenbrach und nach seiner Wohnung getragen werden mußte. Die beiden Burschen wurden als- bald verhaftet und in das hiesige UntersuchungSgefängniß ein- geliefert. Der Zimmermeister, der, wie oben bemerkt, schwerlich mit dem Leben devonkommen dürfte, ist Vater von sechs unversorgten Kindern. ?fdginbe Siefen nybfit werden: Ito.!: 3n , B: 147 Vermischter. * Sin Spieler- und Wucherer-Prozeß in Hannover. Der bereits seit langer Zeit angekündigte, schon einmal vertagte große Spieler- und Wuchererprozeß nahm am Montag vor der Strafkammer la des Königlichen Landgericht- zu Hannover Berichtigung. In der gestrigen Notiz über die Bürgermeisterwahl in Grünberg wurde irrthümlich der 24. October als Wahltag angegeben, während die Wahl am 23. stattfand. Beerfelden, 23. October. Reife Heidelbeeren werden eben in den Waldungen mehrfach angctroffen, gewiß eine Seltenheit der jetzigen Jahreszeit. 8. Bingenheim, 23. October. Interessante Grab- i n s ch r i f t e n. Vor einiger Zeit brachte Ihre Zeitung mehrere HauS- und Grabinschriften auS Echzell. Dies regte uns an den hiesigen Friedhof, welcher etliche alte Grabsteine besitz/ zu untersuchen und die kleine Mühe hat sich wohl belohnt! Auf der nördlichen Langseite der Kirche befindet sich noch ein Theil der alten Schloßcapelle, die sich durch ihren Baustyl, besonders durch die kleinen gothischen Fensterchen soson kenntlich macht. Der Rest der Schloßcapelle stößt rechr- winkelig auf das Langhaus der Kirche und bildet die Sakristei für Letztere. Ueber der nördlichen Kirchlhüre erblickt man die Jahreszahl MCCCCLXXI. Zu beiden Seiten dieser Thüre stehen, mit eisernen Klammern an die Mauer befestigt, die Grabsteine zweier Schultheißen von Bingenheim. Der Grabstein zur rechten gehört dem Schultheißen Joh. Georg Schäffer, der in den greulichen Hexenprocessen, welche von 1652 bis 1660 hier in Bingenheim würheten, eine hervorragende Rolle spielte. Schäffer führte ein (noch vorhandenes) Tagebuch, in welchem 54 Personen namentlich aufgesührt werden, die der Hexerei bezichtigt, auf gräßliche Weise gefoltert, schließlich enthauptet, einige sogar verbrannt wurden. Außerdem hat Schösser die Einnahmen und Ausgaben genau notirt, welche dem Schultheißenamte durch die Hexenprocesse erwuchsen- endlich soll noch bemerkt werden, daß Schösser in zwei Ehen 21 Kinder erzeugte: in erster Ehe 7 mit Marie Elisabeth Endelin, Tochter des Schultheißen Endel zu B'ngen- heim, in zweiter Ehe 14 Kinder, mit Anna Katharine Wach- rothin, Tochter dcS Schultheißen Wachroth in Echzell. Schösser wurde der Nachfolger feines Schwiegervaters Christoph Endel beziehungsweise seines Schwagers Johann Endel im Schult- heißenamte- außerdem bekleidete er die Stellen eines Obermärkermeisters, Zoll- und LandbereiterS 35 Jahre lang, zum Theil noch während des dreißigjährigen Krieges. Die Grab- steine der beiden Schultheißen waren vollständig mit MooS und Schutt bedeckt- erst nachdem sie sorgfältig gewaschen und abgebürstet waren, traten die Schriftzüge hervor. Wir bringen für diesmal die Grabschrift der beiden Schultheißen Endel- sie ist nach der Manier der Meistersinger („Hans Sachs war Schuh- Macher und Poet dazu." „Reim' Dich, oder ich fress' Dich") in Knittelversen gereimt und gibt das curriculum vitae von Vater und Sohn. Die Inschrift lautet folgendermaßen: Christoff Endel ehrengeacht, Von Caael seinen Stamm er bracht, Zu Bingenheim er Schultheiss war Bis in die 42 Jahr (1598), Von 80 Jahren war geacht, Als er zu End sein Leben bracht. Die ehrsame Marie nant a. D. Frhr. v. Zedlitz - Neukirch werden außerdem 8t< gewerbsmäßigen betrügerischen Glückspiels beschuldig:. sollen alle größeren Badeorte, Rennplätze und auch ioniugc l große Städte in Deutschland besucht habe«, in denen sie turch Falschspiel eine ganze Reihe von Offizieren und zwar Dem Generalmajor bis zum Seconde - Lieutenant abwänr, sowie Rittergutsbesitzer, Studenten u. s. w. in deö Wortes vollster Bedeutung ausplünderten, v. Meyerinck und v. Zedlttz ipi:l-tn gewöhnlich die Rolle der Schlepper. Vermöge ihrer gesell- schaftlichen Stellung und ihres schneidigen Auftretens fanden sie in den Kreisen der Offiziere u. s. w. leicht Eingang. I Sie stellten ihre Kumpane unter falschem Namen als «roß- ; Fabrikanten oder Großindustrielle vor und flüsterten ten Offizieren inS Ohr, daß die Großindustriellen viel Geld de- säßen, leidenschaftliche Spieler seien, aber kein Glück im Ttzul Hütten. ES sei mithin ein LrichreS, dirien 50-HO 000 »t abzunehmen. Wenn sich nun die herangeschleppten Opfer zum Spiel verleiten ließen, so wendete sich stet- das «lättdicn. Die „Großindustriellen" waren „ausnahmsweise" stark vom Glück begünstigt, denn sie spielten mittels doppelten Rouletts, gezeichneter Karten und wußten auch durch Winke aller «rt das Glück stets an sich zu fesseln, sodaß die Offiziere u. f. te. vielfach in einer Nacht viele Tausende von Mark verloren. Hatten nun die Gerupften nicht das genügende Baargeld bei sich, so mußten sie für den Restbetrag einen Wechsel geben. Ss waren weil über 100 Offiziere uhb zwar vom Generalm^or bis zum Seconde-Lieutenant abwärts aus den verfchietenstkn Garnifonorten Deutschland-, sowie eine große Anzahl -Hiner- gutSbesitzer, Studenten u. s. w. als Zeugen geladen. * Allensteio, 23. October. Bei einem Brande im Hauie eines Buchdruckers sind eine Frau und zwei Kinder in den Flammen umgekommen, zwei Personen sind schwer verletzt. * Heidelberg, 21. October. Ein heitere- Borko««- u i ß, welche- sich am vorigen DienStag bei der Gestelllliß der Rekruten dcS hiesigen Aushebungsbezirks abspielte, roufc viel belacht. Unter den angehenden Jüngern de- Mar» befand sich auch ein strammer Bauernknecht, in langen Stieseln, eleganter Joppe und mit einer grasgrünen Cravatte um dea Hals. Der zur Uebernahme des seinem Regimente zugefallenen AntheilS der Rekruten von Karlsruhe hierhergekomwene Dicefeldwebel musterte den fein herausgeputzten Burschen nvt kritischen Blicken und rief demselben dann spöttisch zu „Tu jefällst mir!" Der vngeredete antwortete darauf zum allge meinen Gaudium seiner Kameraden: „Du mir a!" • Neumünster i. H., 23. October. Der Hülfs-Po'ldoie Emst Friedrich Scheel auS Brockenlande bei A’r« Münster, ber am 9. Juni bs. J-. zwischen Padenstttk uni Wittorf bie Ehefrau Schaer von Padenstebt ermordere und beraubte, ist am SamStag früh im Hofe beS Kieler Justiz« gebäudeS hingerichtet worden. * Münster (Westfalen), 24. October. Da- Schwurgericht verurtheilte den Arbeiter Voß wegen Salten- morde- zum Tode. * Leipzig, 24. October. Der zweite ©iraffenot bei Reichsgerichts hob das von dem Landgericht L zu Berlm am 17. Juni gegen Ahlwardt ergangene Unheil auf, well in der Verhandlung ein LeumundSzeugniß verlesen worden wan * Slogan. 24. Oktober. Eine gewaltige Feuersbrunst hat daS ganze Dominium Alt-Kranz mit Gebäuden, Stallungen, Scheunen, 240 Schafen und dem gesammten Rindviehbestand eingeäschert. • Chicago. 22. October. D»e Zahl der Besucher ter Ausstellung wächst in den letzten Tagen ungeheuer. Bis gestern sind 19 568 492 zahlende Personen gezählt worden, welche die Ausstellung seit der Eröffnung derselben besucht haben. *’ Verhaftet wurden gestern drei Fortbildungsschüler- dieselben hatten in dem Unterricht durch allerlei Unfug Störung hervorgerufen. ** Waaren-Untersuchuug. Heute wurden von der Polizei in verschiedenen Läden Waaren-Proben zum Zweck der chemischen Untersuchung entnommen. ES handelt sich dies- mal um Farben enthaltende Gegenstände, als Tapeten, Eß- geschirre rc. ** Vorsicht beim Einkauf von Kartoffeln. Gleich wie in früheren Jahren wollen wir auch heute wieder darauf aufmerksam machen, beim Einkauf der Winterkartoffeln im eigenen Interesse recht vorsichtig zu sein. Gerade in diesem Jahre haben einige Sorten ein sehr gutes Aeußere, was schon zu mancher Täuschung Veranlassung gegeben hat. Beim Schälen und Auseinanderschneiden findet man aber, daß eine große Anzahl Kartoffeln entweder hohl oder faul ist. Man kaufe deshalb keine größere Menge Kartoffeln, wenn man sich nicht vorher von deren Güte überzeugt hat, was leicht bewert- stelligt werden kann, indem man einige Kartoffeln in rohem Zustande auseinauderschneidet oder aber ein kleines Quantum abkocht- letzteres Verfahren ist noch besonders deshalb zu empfehlen, weil man sich hierbei auch überzeugen Fann, ob bte Kartoffel mehlig ober seifig (wässerig) 'ist. Litera Id. Ilia .Mode mü h») - .Mlisüstte knbdtgcrWUfrr C'inhi tTcWbtrt, M Hani. <’ -ydxnb iü btr Mi Dx nbat wotbai. seinen Anfang. Auf der Anklagebank sitzen: 1) Bankier D»- Rosenberg, 2) Bankier Albert Heß, genannt Ecemaor 3) Bankier Louis Abtcr, 4) Sanfter Julius Süßmam?' 5) Rentier Johann Fahrle, 6) Rittmeister a. D. v. Meyers 7) Rentier Samuel Seemann, 8) Bankier Julius Rosenberg 9) Geschäftsreisender Julius Heinrich Ludwig Stamer. 5. August 1892 lief bei der Staatsanwaltschaft in Hannover die Anzeige em: die Bankiers Max Rosenberg und Alben Heß haben am 5. Mai 1892 zu Karlsruhe einem Vieutcnait v- Mildel aus Schwetzingen beim Glückspiel und zwar a» scheinend in betrügerischer Weise 14 700 Mk. abgenommn. Die Nachforschungen führten zur Entdeckung einer wenver. zweigten Gesellschaft von Wucherern und gewerbsmäßige Glücks- und Falschspielern. ES wurde zunächst ’ettgefttöt daß die Angeklagten Max Rosenberg, Abter, Albert Heß uni ein Rentier Arnold Herbert Lichtner in Hannover ein iey. nannte« Bankgeschäft betrieben. In Wahrheit iüdnw sie aber keine Bankgeschäfte, sondern boten den Osnjinw der Garnison und deS Militär. ReitinstitutS durch 9tw* schreiben Gelddarlehen an. Wollte nun ein Offizier geliehen haben, so trugen die „Bankier-" anfänglich Bedertt» schließlich erklärten sie sich aber bereit, bie verlangte Summ auf Wechsel und gegen 5—6 v. H. Zinsen und 1—2 v. H Provision, die stets sofort in Abzug gebracht wurden, zu leih«. Nunmehr erhielten die Offiziere cintn Theil baaren Gelbes, den größten Betrag erhielten sie aber in Gestalt von braue- sch w ei gischen, sächsischen und hamburgischen Loosen und zw« nicht in Originalloosen, sondern in Antheilscheinea, sogenanniu Verzichtloosen, d. h. die Offiziere hatten nur auf die Klaffe, auf die der Antheilschein lautete, ein Anrecht, aber auch nur bi« zu einem Gewinn von 2000 Mark. Sin Offizier, tn sich von Abter 2500 Mk. lieh, mußte für 8500 Mk. Verzicht- loose entnehmen, so daß der zu unterschreibende Wechsel aif 11 000 Mk. lautete. Diesem selben Abter übergab der Varn eines Offiziers, ein Rittergutsbesitzer, 2000 Mk., um Schult«: seines Sohnes zu bezahlen. Abter be.echncte sich für feint Bemühungen 400 Mk., hat aber die Schulden nicht bezahlt, sondern da- Geld behalten. Die Angeklagten Max Rostndeez Heß, Fährle, Samuel Seemann, v. Meyerinck, Stamer Abter, der bereits erwähnte Rentier Lichtner und ein Vteute- en elecmiten < ter A-üergehali drS r tt'ijm. Vuche, 2" : 1 die der Slitzaefa! cuj!tr ähoM, Ul®1 . . ;rjbrenb tcS Wi ifi tbr H 0er > ri tltmMtn Stro1 fct t io sommer eu <■ entgelte Angel t M'traianflQÜ mfinungitoge: Vormittags 10 Ul Zu Äebingungen vom 16. Juni j Ruinen unb befonbere ’ An H'^ßände Mi < rtchickchm erhält! ’ > 10 unb 12 u wiibt offen. ?,ufchlagsfrisi die Angebote Mn effiauung von Marienschlo^ ** Eisvereiu. In der am gestrigen Abend im Hotel Victoria stattgehabten, nicht sehr zahlreich besuchten General- Versammlung des EiSvereins erstattete der Vorsitzende den Jahresbericht über das Vereinsjahr 1892/93. Der Kassenbericht ergab insofern ein günstiges Resultat, als sich Ein- nahmen und Ausgaben deckten. Der Zugang zu der Eisbahn von der Ostanlage auS wird blrect fortlaufend mit der Moltkestraße hergestellt. Die Mitglieder-Beiträge sollen noch in dieser Woche von dem Vereinsdiener erhoben werden- wir machen hierbei darauf aufmerksam, daß jeder Quittung eine Deikarte beigefügt wird, daß aber weitere Beikarten gegen _________ Entrichtung von 50 Pfg. für das Stück vom Diener gefordert I Kael Von Grimberg war sein Ehgemael. Als die in werden können und für alle weiteren Familiengehörigen, I Gott geschieden ab, Ward auch getragen hier zum Grab welche die Eisbahn benutzen wollen, gelöst werden müssen. Es I Johann Endel der Ehrengeacht Im Ampt dem Vater dürfte sich deshalb empfehlen, die Zahl der gewünschten Bei- ! folget nach Zu Bingenheim bei 19 Jahr. Gela Schauelin farten bei Zeiten festzustellen. Später sind Beikarten nur I 8e’n Ehgemal, Es ruhen auch hier ihre Kind, Die in notfj vom Rechner des Vereins zu beziehen (s. a. Jnseratentheil). I der Eh’ erzeuget sind. Georg Wilhelm, Johann Valentin, Mit der Leitung des Vereins wurden für das Geschäftsjahr I Anna Margret ihr Schwesterlin. Wier warten hier ohn’ 1893/94 folgende Herren betraut: Director: Jean Kirch, alle Klag Mit Freiden uf den jüngsten Tag. Der Vater Stellvertreter: Dr. Fuhr - Eiswart: Professor Laspeyres, I al® zur Buh gesetzt (1618), Gen Dauernheim hat er Stellvertreter: Professor Netto- Lauswart: Assessor Wolff, klotzt Zehn Gülten zur Gab’ und Gift Den armen Stellvertreter: Professor Himstädt- Verwalter der Tages- Schülern hie gestift, Die Pension zu Büchern fein, Dass Tarten: Geyger, Stellvertreter: E. Balser- Geräthewart: sie Gott lernen forchten rein. Dem Stifter dieser Gaben Dr. Erb, Stellvertreter: Baumeister Wißmaun; Vorstands- I wegen Sie wünschen solen Gottes Segen. — Man darf Mitglieder die Herren: Polizeirath Fresenius, Freiherr annehmen, daß solche Grabsteine, welche den Lebenslauf zweier v. Gagern, Oberbürgermeister Gnauth, Hauptmann Goldmann, Familien, sogar deren testamentarische Bestimmungen über Director Landmann, Freiherr v. Ricou, Oberst v. Rosenberg, wilde Stiftungen und das Alles noch in absonderlichen Reimen Vereinsrechner: Carl KleeS. I darbieten, nicht häufig Vorkommen. Aus diesen Gründen haben ** Gauders Schreibcurfe. Wie ans dem Jnteratentheile 1T,ir Vorstehendes ausführlich mitgetheilt. unserer heutigen Nummer ersichtlich, werden die bekannten U. Ulrichstein, 24. October. Eine große Wohlthat ist Schreiblehrer morgen Donnerstag den 26. October ihre unserer Bevölkerung dieser Tage durch eine Waldstreu - Schönschreibcurse für Kaufleute, Beamte, Gewerbetreibende rc. v er steig er ung in der Oberförsterei Feldkrücken gethau eröffnen und so bietet sich dadurch die Vielen erwünschte Ge- worden und zwar dadurch, daß in den Forstwartbezirken legenheit zur Erreichung einer schönen kaufmännischen Hand- Rüdingshain, Altenhain, Feldkrücken u. f. w. das Laub auf fdjrift. Der Unterricht findet im Hause des Herrn Herbert, I den Waldwegen und Schneisen abgegeben wurde. Die Leute Marktplatz 2, statt. I können fich die Streu selbst machen und haben dazu ein ** Einen großen Auflauf auf der Mäusburg verursachte DotIeS h^bes Jahr Zeit, nämlich bis zum 15. Mai 1894. gestern Abend ein total betrunkener Mensch. Der- I biese Weise sparen sie die Aufarbeitungskosten, denn sie r‘,c‘ ‘ u ...... .. können ihre freie Zeit im Herbste, Winter und Frühjahre durch das Streumachen nützlich anwenden. Weiter kommt ! Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm. Das Wäsche- u. Ausstattungsgeschäft Stck. u n M in 8987] Neustadt 15. Borne mann. 5.8915 8969 Verdingung 8404 GelterSweg 33. 8977 I: K: L: und nach 8990 2487 334 1020 377 1471 28 28 75 1038 367 2034 1 1 (1) Barometer: Thermometer: Hygrometerstand: // // 1 (1) 1 1 (1) B: C. D: E: F: G: H: Diphtheritis Lungentuberkulose Lungenentzündung Sonstige entzündliche Krankheiten der Ath- Mkzeben werden: Abth. A: pr. Hammelfleisch, 8994] Metzger Schmidt, Tiefenweg. Weinfässer allen Größen empfiehlt Wilh. Kohzermann, Küfer, Verkehr, Land- ttnd VoLkswirthschast, — LebenSverficherungS- und Ersparnis • Bank in Stuttgart. Die Sterblichkeit war in den vergangenen neun Monaten des laufenden Jahres eine auffallend günstige. Während entsprechend dem Aelterwerden der Bank eine gegen das Vorjahr stärkere Sterblichkeit hatte erwartet werden dürfen, sind in genanntem Zeitraum ca. eine halbe Million Mark weniger |für Sterbfälle fällig geworden als in demselben Zeitraum 1892. Auf den Jahresüberschuß Messer, Kupfergegenstände (Ausspeisekessel rc.), Zink- und Vlechwaaren (Eimer rc.), Cylinderwischer, Glas- und Steingutgegenstände (Spucknäpfe, Leibstuhlgefäße, Flaschen rc.), Bürstenwaaren rc., für 1893 wirkt, wenn das letzte Vierteljahr hierin keine Verschlechterung bringt, dieses Verbältniß natürlich sebr vortbeilhast ein. Auw hinsichtlich eines weiteren Hauptsactors für die Ueberschußbildung, des Durchschnills-ZinSsußes für die angelegten Eapttalien, ist eine wenn auch nur kleine Aufbesserung gegen das Vorjahr zu erwarten. Auch eine kleine Hebung des DurchschnittSzinses ist mit Freuden zu begrüßen, nachdem derselbe, dem allgemeinen ZinSrückgang folgend, seit 1874 von 5,49 pEt. stetig — mit einer unbedeutenden Ausnahme in 1891 — zurückgegangen war. lieber den Neuzugang von Versicherungs-Anträgen in den ersten drei Vierteln des lausenden JahreS läßt sich nur günstiges berichten. Es sind bis Ende September d. I. 4952 Anträge über rund 30 Millionen Mark Versicherungs-Eapital gestellt worden. DaS Gesammtvermögen hat sich auf rund 104 Millionen Mark gehoben. Zellen, und Wandlampen (Petroleum), emaillirte Gegenstände (Eßnäpfe, Seifenäpfe rc.), Dzd. Eßlöffel von Britannia-Metall, Bei der Redaction eingcgangene Bücher rc.: — Von EngelhornS allgemeiner Siomanbibliothek der X. Jahrgang Band 4. „Einer alten Jungfer Liebestraum" von Alan St. Aubyn, Preis 50 Pfg. pro Band. Durch alle Buchhandlungen zu beziehen. — Emilie Flygare-EarlsnS sLmmtliche Romane. Fünfte wohlfeile Volksausgabe. I. Adthetlung. Stuttgart, Franckh'sche Verlagshandlung, W. Keller & Co. Obbornhofen, den 24. October 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Obbornhofen. L e s ch h o r n. Th. Haubach, Agent der fttznger iener-rierSchernigs.AistnIt in Gießen. von M. Kann, Kirchenplatz 8 unterhält stets großes Lager aller Ausftattungsartikel empfiehlt sich zur Anfertigung von Wäsche jeder Art Maß und Angabe bei billigster Preisberechnung. 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr ii (i) min.753mm,max.753mm|min. 752 mm,max. 753mm „ + 4o R. „ + 9°R. „ +Vi°R. „ + 2°ll. Jieig. f. trock. Wetter. | Nebel. Trocken. Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Qdbornhosen für 1894/95 vom 27. dieses Monats ab acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht iui dem Bureau der Bürgermeisterei daselbst offen. * In Ottikon im (Santon Zürich erstickten an den von ^gelaufenem neuen Wein entwickelten Gasen der Wirth mabi und ein Gast. Die „N. Zürch. Ztg." weiß darüber fixende Einzelheiten zu berichten: Das in der Wirthschast dienende Mädchen ging in den Keller, um für einen Gast ein zu holen. Unten erlosch das mitgebrachte Licht sofort, cS Mädchen stürzte, und im Fallen schlug es den Hahn '.es Fasses aus, dessen Inhalt sich in den Keller ergoß, ber das lange Ausbleiben des Mädchens besorgt, ging der lirth selbst in den Keller, hatte aber kaum den Fuß über ie Schwelle gesetzt, als er ebenfalls bewußtlos hinfiel. Der taft nun, dem das Ausbleiben beider auffiel, ging auch in int Keller- das gleiche Schicksal ereilte ihn. Die beiden länner sind erstickt, während man das Mädchen zu retten sofft. Der Keller ist ein dumpfer Raum ohne jegliche Lüftungs- tc;Tid)tung. * Die Ursachen der Blitzschläge in B'änme. Statistische Li fzeichnungen in den Lippe'schen Forsten ergaben, daß in 4'n Jahren 1879—85 vom Blitz getroffen wurden 159 Eichen, LI Buchen, 20 Fichten, 59 Kiefern, während das Beobach- wgsgebiet bestanden ist von etwa 11 Procent Eichen, ?i] Procent Buchen, 13 Procent Fichten, 6 Procent Kiefern. Die Blitzgefahr erwies sich also für eine Fichte 5mal, für fine Kiefer 33mal, für eine Eiche 48mal größer als für eine Auche. Es hat sich nun gezeigt, daß etwa im selben Ver- LiUnifc auch die Leitungsfähigkeiten der verschiedenen Hölzer fiu den electrischen Strom stehen. Es kommt dabei nicht auf hu Wassergehalt des Holzes an, sondern auf feinen Fett- mchthum: Buche, Wallnuß, Linde, Birke sind viel fettreicher o ö die ber Blitzgefahr stärker ausgesetzten Eichen, Pappeln, ükiben, Ahorn, Ulmen, Eschen. Die Kiefer hat in ihrem solz währenb des Winters größere Mengen Fett, im Sommer ober ist ihr Holz geradezu fettarm; dementsprechend bietet sie hnt electrischen Strom im Winter einen sehr großen Wider- ■ftanb, im Sommer einen sehr geringen. Wekannlinachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir unsere zuletzt von Herrn S. Elsoffer in Gießen verwaltete Agentur für Gießen und Umgegend an Herrn Th. Haubach in Gießen übertragen haben. Leipzig, den 30. September 1893. Leipziger Feuer-Verficherungs-Anstalt. Mit Bezug auf vorstehende Bekanntmachung empfiehlt der Unterzeichnete dieLeipziger Feuer-Verficherungs-Anstalt, gegründet im Jahre 1819, zur Uebernahme von Versicherungen auf Gebäude, soweit dies gesetzlich gestattet ist, Mobiliar aller Art, Maaren, Maschinen und Gegenstände Der Landwirtschaft zu Prämien, die hinsichtlich der Billigkeit denen anderer soliden Anstalten nicht nachstehen und bei denen der Versicherte nie einer Nachzahlung ausgesetzt ist. Bei Vorausbezahlung der Prämie auf mehrere Jahre werden erhebliche Vortheile gewährt. Zur Ertheilung jeder näheren Auskunft ist der Unterzeichnete gern bereit. Bedingungen und Antragformulare werden unentgeldlich verabreicht. — Jllustrirte Weltgeschichte für das Volk von I. G. Vogt, Verlag von E. Wiest, Leipzig. In wöchentlichen Lieferungen a 10 Pfg. zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Colporteure. Dieses Werk nimmt einen überaus ersreulichen Fortgang. Unstreitig hat es sich der Versasser zur Aufgabe gestellt, die bisher in ber Geschichtsschreibung so sebr vernachlässigten wirthschaftlichen Momente herauszuarbeiten. Die Culturgüter müffen burch Arbeit erst erzeugt werden und es ist habet von selbst einleuchtend, baß in der Geschichte der Eulturvölker die Principien ber wirtbschaftltchen Entwickelung eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Wir erlangen ganz neue, überaus interessante Gesichtspunkte, die uns bas Studium ber Geschichte um vieles anregender erscheinen lassen und uns vor Allem auch des Verständniß der gesellschaftlichen Probleme näher rücken. Ueberaus fesselnd wirkt unter diesem Gesichtspunkte die Eröffnung der griechischen Geschichte, die uns in den jetzt erschienenen Lieferungen vorlicgt. — Die Illustrationen sind gleich zahlreich und gediegen wie von Beainn an. Der Ausstattung wie dem Inhalte nach sei daher bas Werk aufs Neue dem Publikum empfohlen. — Dr. ReubertS deutsches Gartenmagazin, Jll. Zeitschrift für die Gesammt-Jnteressen des Gartenbaues 1893. Heft 13. Ein Blatt für Gärtner, Blumen- und'Pflanzenfreunde. München, M. Schortz' Verlag. Vierteljährlich (9 Nummern) Mk. 2.50 Drei fein ausgeführte Vollbilder zeigen uns einige Edelarten ber „Winterhärten Koniferen" in Riesenexemplaren. Auch baß bie Wellingtonia gigantea ihren Namen mit Recht trägt, lehrt uns ber Augenschein: mehr denn 50 Männer haben auf dem Umkreis ihres Wurzelstubbens Platz. Dazu bringen Specialberichte bas Wissens- wertheste von ber Laubes - Obstausstellung in Innsbruck und der Pomologen-Versammlung in Breslau. Ferner enthält das Heft einen Aufsatz über den neuen „Biologischen Lehrgarten" in München, bie Fortsetzung von „die Rose im Garten des Laien", practische Winke über Behandlung der Dungstätten, das Anbinden des Spalierobstes und die Antworten für ungeduldige Fragesteller. Vergebung. Folgende Lieferungen für die Zellenftrafanftalt Butzbach sollen Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen. 42. Woche. Vom 15. October bis 21. October 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 19,71°/« bezw. 9,83 nach Ausschi, der Ortsfremden. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom mit Kopfkeilkiffen. Versiegelte Angebote, versehen mit der Aufschrift: „Lieferung für die Menstrafanstalt Butzbach" sind kostenfrei bis zum Eröffnungstage: Dienstag den 14. November 1893, Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichneter Behörde einzureichen. Die Bedingungen für die Bewerbung um die Lieferungen (Minist.- Lilaß vom 16. Juni 1893), sowie die Verdingungsanschläge mit den all. Meinen und besonderen Bedingungen, aus denen auch erhellt, bezüglich mlcher Gegenstände Muster einzureichen sind, sind gegen Postnachnahme )tr Selbstkosten erhältlich, liegen auch an den Werktagen Vormittags fischen 10 und 12 Uhr und Nachmittags zwischen 2 und 4 Uhr zur rinfidit offen. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Für die Angebote ist ein besonderes Formular vorgeschrieben, welches MN Erstattung von 10 Pfg. Schreibgebühren zu erhalten ist. Marienschloß, Post Rockenberg, am 16. October 1893. Die Direction des Großh. Hess. Landeszuchthauses. “'»«ihr 115aiNltf* Ml . '» ‘<700’sj> mtrn n' "’ »"S Ntbe crS> Kbt« I-N ;?<*«■ (in Cs(c , *■ W-IS« M'Mttouria, , / *11 «ntbeiijdjeinen f ; ) fc * ’ ™rf. ®n r« ’6le f»t 8500 w‘s' verschreibende Weti len Abter übergab * bankte sich füt y Dulden nicht in' Mihrmä, 2- "rnch werden auE*, Glückspiels bescher, h Rennplätze und : chl haben, in baut n Offizieren ucl ! Lieutenant abn.7.: f- lv. in des fc eherinck und per. Verwöge Hm::. chneidigen Allstrelens re u. s. w. leicht (fir::-: Wem Warnen ti fci t vor unb DjtM ’Miftriellen viel O \ abet lein Mck m T bu\to Ad-WMl iit hnantzrschllppten y. nbete sich stets das Bl Ausnahmsweise" far.' ;• mittels doppelten Nir auch durch Winke afln ? , vM dieOssizim u.1: usende von Mark twr s genügende Baarzeidi!^ z einen Wechsel gibt, uhb zwar . oärts aus den btrifcH ie eine große N •" als Zeugen gM Bei einem rau und M/ Mr y , 3wiN”f”lv Bin jeitiree Sorlw )irnät«j bti btt 6ii»- mjStejnB **r einem S«.l8* W« " 16m »«" l»°1^ , j „wotttte bin» f- b«n: ictobn. ®« R iu8 Brockenlande br t. <*« »flebt -m- ttn H-I-b15 S“'' gttnber. ®»8 ® yeto -dt ergangenr , ’ LeMUnbsrenS" ne o ZM" n 9'1«“* tzroswnns Literatur rind Annst. — Befitzwechsel. Der bekannte Verlag der beliebten Zeit- ■riftnnu i von Elten & Keussen, Crefeld, g kJL 1111111111II L iu jedem Maaß zu beziehen. Man verlanget v ff* Muster mit Angabe de» (Nrwunlcbtrn •— mungSorgane Apoplexie 1 (1) 1 1 (1) 1 — — Alterskrankheit 1 1 — — Sonstige benannte Krankheiten 2 (1) 1 (1) 1 — Summa: 8 (4) 6 (3) 1 1 (1) Louis Treff & Co. Tuchhandlung. Wallthorstrasse 17. Eingang sämintlicher Neuheiten in 8671 vorzüglichen Qualitäten und grosser Farben-Auswahl. Dr. Röse, Gymnasiallehrer LP. 39* Löberstrasse 5. 9G Private Vorbereitung für Maturum, sowie für jede Klasse deutscher Gymnasien. Repetitionskurse in den Gymnasialfächern. Arbeitsstunden für schwächere Schüler des hiesigen Gymnasiums. 8268 Avis für Damen! Um vielen Wünschen zu entsprechen, beabsichtige ich vom 1. November an einen Lehr-Cursus im Kleidermachen re. zu eröffnen. Meine Methode ist eine sehr leicht faßliche und garantire für extra guten Schnitt. ” Auswärtige Damen erhalten Pension im Hause. — [8967 A-Friesse, Ludwlgsftratze Nr 12, parterre- 8992 Zur Namen der trauernden Hinterbliebenen: G. Kraft. Danksagung Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Verluste unserer unvergeßlichen Gattin, Mutter, Schwester und Tante Frau Loni*e Kraft sagt Allen, insbesondere der Fleischer- Innung und dem Gastwirth-Verband, den tiefgefühltesten Dank Gießen, den 24. October 1893. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Tochter Marie sowie für die zahlreichen Blumenspenden urb die trostreiche Grab rede des Herrn Dekan Wahl sagt herzlichsten Dank Wieseck, 24. October 1893. Der trauernde Vater: 8981 Lehrer Zimmer. Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Theilnahme bei dem langen, schweren Leiden, dem Hinscheiden und dem Be- gräbniss unserer unvergesslichen Else sowie für die zahlreichen Blumenspenden sprechen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank aus. Friedrich Sommerlad, Pfarrer. Hausen, den 25. October 1893. [8974 8982 Die trauernden Familien: Jfank und Menke. Freunden und Bekannten widmen wir hiermit die traurige Mittheilung, daß am 23. October unser lieber Schwiegersohn, Schwager und Onkel, Herr Christian Marth in Sebaldsbrück bei Bremen nach langem, schweren Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Gießen, den 25. October 1893. Neues Theater. Giessen. Freitag den 27. October: Bö*e Zangen. hchaaepif-1 in 5 Acten von Heinr. Laube. Nächste Vorstellung Montag. 30. Octbr.: ____Glück bei Frauen.____ Frankfurter Hof Lindenplatz 'M Guter bürgerlicher Mittagstisch zu 60, 70 und 90 Pf-. Billard. - Kegelbahn. Daselbst ein Kueiploeai nn ersten Stock zu vermiethen. 8650 M Lechner. Klavier- uud Violin- Unterricht ertheilt in und außer dem Hause C. Kruse, Lahnstein. [8392 Im Clavier- empfiehlt sich [776 Hermann Bauer, stimmen Kirchstr. 2, NI ZurBeachtung. Die umlaufenden Gerüchte gegen den Sparkafferechner Herrn Burk aus Watzenborn bezüglich meiner an denselben verkauften Kaufschillinge entbehren jeder wahren Begründung. Wilhelm Weigel, 8980] Gießen, Neustadt 55. Wucht parterrelogis, 5 helle, geraum Z im SO, 8 ob SW, von guter Miethspartei auf 1- April ob Juli 1894 Schrift!- Offert- mit Ang. b. Zimmergröße u -Höhe u. b Preises an die Expeb. d. Bl. unter „Parterre". 1876 ) Umänderungen und Reparaturen aller Pelzwaarcn werden in der Kürschnerei von A. Kretzscliniar, 22 Marktplatz 22 prompt besorgt.[8506 Das Garniren von Damen- u. Kinderhüten wirb in unb außer bem Hause rasch unb billig besorgt. Näheres [8330 ____Löwengaffe 16. 8541] Ein Mädchen empfiehlt sich im Bügeln außer bem Hause. __Kirchönplatz 15- Ein im Unterrichten geübter «tud. theol. ertheilt Rachhülfe - Unterricht in den Gyrnn -Fach. Gefl. Anfr. b. b (Sxp. [8927 892.)] Stud. d. neuer. Philol. erth grbl. Rachhülfeunterricht. Näh, i- b Exp. Pferde zum Lchlachten werden stets angekauft. ' [8491 Kehler, Roßschlächter- Danksagung. Unser Kinb Anna litt seit 3 Jahren an Scropbeln, besonders aber an starker Schwerhörigkeit. Das Kinb hörte fast gar nichts mehr, man mußte furchtbar laut schreien, wenn sie etwas begreifen sollte, was auch ber Herr Lehrer in unserem Orte bestätigen kann. Ein Specialarzt für Ohrenleiben wollte unser Kinb heilen, aber, wie er sag e, nur burch Operiren- Da uns bieS zu gefährlich schien, baten wir ben homöopathischen Arzt Herrn Dr. med. Boldedtng in Düffeldorf um Hülfe. Durch bie innerliche Arznei, bie wir von ibm geschickt bekamen, heilte das jahrelange Leiben. „die Schwerhörigkeit", in 4 Wochen, so baß unser Kind wieder spitz hört, was jeder im Ort bestätigen kann. Herrn Dr. volbeding unfern innigsten Dank. Wadgassen bei Saarlouis. Schneidermeister Peter Buhs 896<>____________unb Hra«.__________ -Reisender gesucht, der bei der Colonialw. - Kundschaft In der Geg von Gietzen gut eingesührt ist. Off unter C. U. 992 an Haasen- stein * Vogler, A..G-, granksurt a. M._________________(8740 57t>9’ BäckerlehrliRg gesucht^ ___________Ang. Deibel, Wieseck. »ut geübte Cigarrenarbeiter finden bauernde Beschäftigung bei [8954 _________________LsM» Scheid. Wir suche« für unsere •matatr« anstatt (Bemalung von Cefen mit Emaillefarben) auf sofort einen geschickten, mit der Arbeit durchaus vertrauten Maler al Meister anzuftellen Offerten mit Gebaltüonsprüchen, Angabe der seitherigen Thätigkeit und Zer gniffen an DirkS je «omp., Eisengießerei, 8958]________Leer (OstfrieSland)._______ ?Weinreifender für ei, geführte Tour per 1. Januar 1894 gesucht Beste »Zeugnisse erforderlich । Offerten erbittet [8970 Joh. Lchlitz, Mainz. Akademischer Gesangverein. Die regelmäßigen Proben beginnen am Freitag den 27. October und finden an jedem folgenden Montag und Freitag um M Hbr Abends in der kleinen Aula statt. • Die Anmeldung neuer Mitglieder wird ebendaselbst von dem afa. demischen Musikdirector entgegen genommen. 8830 ______________________ Der Vorstand. 'Giessener Eis-Verein. Der Jahresbeitrag beträgt auch dieses Jahr Mk. 2. Die Karten werden von dem Dereinstnener im Lau», dieser Woche den Mitgliedern in das Hau» gebracht werden, wobei auch die gewünschten Beikarten a 50 U erhältlich sind. Diejenigen Mitglieder, welche die Karte» bei dem Umgang des Dieners nicht in Empfang nebmti, muffen dieselben vom 10. November ob bei Henu Friseur Gerhardt, Lindcuplau, abbolen. Wer seine Karte bis zum 20. November nicht gelöst hat, güt nach § 9, 10 der Staturen al» aut- geschloffen. [8991 Gießen, 25. October 1893. Der Vorstand. Kaufmännischer Verein Gießen. Wir beabsichtigen in nächster Zeit MM" Unterrichtskurse fü- Handlungscommis einzurichten, an denen auch Nichtmitglieder theilnehrnen können. Es sind folgende Fächer, je nach Betheiligung, vorgesehen, in welche» an drei Wochentagen Abends unterrichtet werden soll: 1) einfache und doppelte Buchführung 2) Wechsellehre; 3) deutsche Correspondenz; 4) kaufmännisches Rechnen, 5) französisch, 6) englisch. Es können auch nur einzelne Fächer belegt werden und wirb tu Honorar mäßig bemessen. Anmeldungen sind an unseren I. Vorsitzender. Herrn C. Crbig, Bahnhofstraße 30, zu richten, bei welchem au± r.e näheren Bedingungen zu erfahren sind. [8696] Der Vorstand. /cfiönscfizeLßinVj gaMA MM TN 26. October, eröffnen wir ,ei MtljlM'* 1 Letzen von (Kisenöfcn und Herden. Reparaturen unb Reinigungen jeder Art bei billiger unb pünktlicher Vebrenung Wirthschafts" Ucbernahmc Verehrlichem Publikum beehre ich mich hierdurch ergebenst anzuzeiten, daß ich die Wirtschaft im Hause Neustadt Nr. II *WE übernommen habe. Für ein gutes (SlaS Bier und gute 5iüche werde ich i:eti besorgt sein und halte mich bei reeller und ausmerksamer Bedienung bcumi empfohlen. Hochachtungsvoll J. Fourier. Neues Billard bei billigster Berechnung steht zur Verfügung. 8881 8962] Lauffrau ober .Mädchen ge, sucht.______________Lubwiqstrnße 46, IV- Von (Hrosrh. Amtsgericht (Hießen als Taxator für Mobilien beeidigt, empfehle mich zur Taxation aller einschlägigen Artikel, sowie znr Uebernahme von Versteigerungen jed. Art. G. Schneider, (Berichts-Taxator, Wilhelmstr. 16. rsss Fermietliungen. 8971) tr« «leihen. «euftadt 48. 8964] Die von mir seither fnneyNNr Wohnung, Franksurtersirahe 59 (pu*n bau) ist getrennt ober zusammen iu »r» midben.__________«art HaaSM 8965) In meinem Neubau, Irtn’t’to l Nr 8, ist brr Parterrestock, 5 .Himma mit allem Zubehör, WasierleiUma k-.N vrrrniethen. <* LpU», Neunuve« Ein neu Hergericht ffawüstdoM , tu vermiethen_________Sonnenfiratzc (<* nebst Ltub« zu orrmtÄ I pari 3i**«*aa*, Neuen Bäu« 1* ßkebe^wn: 1 <4t|ba. — Druck und vertag ber vrühl'fches Drucker ec (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieße», feto todr Rwww SÄ c., H*net 2ln )fifße6ote ....rjtm im verschwinde / ' tm tzchwitnm £\n^n WI nicht etniyt c » u :$ni vir damit ‘H'uno, welches ein 1M. Scj -'f geraden Sii 8"t lene großarti y^unberung er -^nö-racht die ui "ns Diokletian ur htoL__r8^nji Kg eitiMn * ff“ , ,n- tjabtn, ha« ' llfrd KT iÖTP* „irt di- 0H«"6 ■tiiier. iSenuB (|t nncalbthrlch 1. Zeitliche lladeai rirf/ren §tüdttv nnge Ai eit reich, bie 6® i j d Atich^' 'l Ti pr Mcgc des alten 6ultu£D0lf n- hMtfl, wrnt roi 1C41; dieser Völker h in? rfell. Vei den Sri' m- chreichea Mnen Wcht. Zu i ki :r die tüaratn Ba ßcLkanstolten aus. Vir lesen in bi jniben unb Gästen t ei Grieche lagerte fid unb sein Bad L?e Babe- unb Schto' n ch t N in engster S1 E^ruLiffli. Nachdeo n ttn rurnhassen ui sp tiißte den mit St ö.SBab eine Erquickm 1 g-l M einem Bo LchrinsteLer Lucian t .Rachbem wir m krtrp, entfernten wir vyr noch im warmer ><:ri aber tauchten in >ritm und schwammen {tzti ,'znrf wandte fid •Th jeder ging feinen $ti ben Römern «•fien Zwecken ven iyvmmtn lernen. r tietrn erst spater m