öörse. ö "*» "m ntl *8J? den tz »Sfe *• ,'fei ' 16 m««lir,|n^ fe>, °Sche? ‘Ä*- T^^tteÄR Ztzrr KrL Ä?0bt,®olbto M^dUnkr- unter bcx‘ ,u8 ‘oieinfiang Bi|. nnftn hren BeM ■ bl' übrigen (ttiok Ä but4 'h® r Jwo wann MU», bttMtt bm l» M btm Ä 5t »uj M-it Jt*. [ W detlSchUlih a;; N und feft. 1 Atting; Lübecks, ten aniangsflag. ünstlgeLerichtexec- »Ä tn Theil mlcbn M irteom 22.//I 15.H 88il89 M i N 6.188k .UV. d-M. io.inL 21.101 UH 7560 78.60 \W\ *\W \01.1b\101t) ni; 45 «M 95.8« f mbtrben 1102.95 do. 95.80 do. r®olb. (W) s Silbe ntStil « . . । iS ganrt ,6* 82.2H 99.50 99.15 78.- 52.35 58.40 95.50 95.30 72.10 Hill- tti m MJ III Hl K tnßtLB. \m\ . 146 20 1 / , J 91.55/ H . . .118.9511»»;« ? ’kuf. 95Hl 98.- Bacto Äffisr 181! intciwtrft 1H 11760 M jjsmfWl i«l'5i o-Msttr. 3$ sa Sm? ?' ** ^8«j: Pfimdbr- do. Ml 1900 20^ ioZ45 '• . - • «07 90 |J| MldiSts» 5$«* fe ,!.!« ''' SS.» ** Dienstag dm 26. September Uv. 226 1893 A«z«t«er td^ein täglich, Btt liinabrnt des DonlopS. Di G'etzener jtwUlcxIUUer . rn t-'m Vf nötiger » ainr*;t t -1 mal eC.y'UjL Meßmer Anzeiger Keneral-Wnzeiger. vieNrNShnqer AH»««emeuts»relLl 2 Marl 20 W mit Bringerlvdn. Durch btt Post btjogai 2 Marl 50 Psg. Webaction, «nnbitie« unb Druckerei: Kch»cftr«h« Ur.D Fernsprecher 51. 2lints- und 2lnzeigeblutt für den Ureis Giefzen. i' chratisbeilage: chießener Jamitienökätter Alle AnnonceifBureaux des In- unb Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. und der Wohnungsnachfrage unter Ausschluß jeder Gewinnabsicht nachzukommen. Gewiß erscheint der Grundgedanke der Lechler'schen WohnungSreform ansprechend genug, aber seine Umsetzung in die Praxis dürfte doch auf verschiedene große Schwierigkeiten stoßen. Vor Allem würde sich die Beschaffung der Mittel durchaus nicht so leicht und einfach gestalten, als sich Herr Lechler dies zu denken scheint, und könnte es leicht geschehen, daß die Reichsgarantie oder doch wenigsten- die Garantie des betreffenden Einzelstaates in einer Weise in Anspruch genommen werden müßte, welche einer Verstaatlichung des Wohnungsbau Unternehmens bedenklich nahe käme, vorausgesetzt überhaupt, daß Reich und Staat zu einem solchen kostspieligen Experiment geneigt wären. Dann wäre auch die Schaffung neuer selbstständiger Behörden, wie der pro» jectirten Wohlfahrtsämter und eines Reichswohlfahrtsamtes für den fraglichen Zweck insofern zu beanstanden, als man ja bet uns in Deutschland ohnehin mehr als genug über ein Uebermaß behördlicher Thätigkeit und Einmischung klagen hört. Es werden daher wohl auch noch fernerhin die Versuche zur Beschaffung billigerer und dabei gesunder Wohnungen vorwiegend der privaten Initiative entspringen müffen, wobei es ja allerdings nur höchst wünschenswerlh bleibt, daß diese Bestrebungen je nach Umständen von Seiten des Staates oder der Gemeinden wohlwollende Förderung erfahren. Aber an eine nationale Wohnungsreform unter Reichsgarantie, worauf doch die Lechler'schen Vorschläge im Grunde genommen hinauslaufen, ist offenbar noch lange nicht zu denken, so schön sich auch der ganze Gedanke ausnimmt, vielmehr wird zielbewußte private Thätigkeit, speziell cooperative Selbsthilfe ohne directe Inanspruchnahme von Staatsmitteln oder staatlicher Garantie zunächst auch weiterhin zur Beseitigung der Wohnungsnoth innerhalb des hierbei von selbst gegebenen beschränkten Rahmens berufen sein. Zur Wohnungsfrage. Die Wohnungsfrage bildet zweifellos einen wichtigen Ml des großen socialen Gesammiproblems, denn nichts ist g(tlßneter, den Culturmenschen mit Zufriedenheit zu erfüllen unb zu emem heiteren Genüsse des Daseins gelangen zu lassen, ni der Besitz einer wohnlichen und traulichen Hetmstätte. Cnber sind aber die Wohnungsverhältnisse selbst in den ent» mtfeUten Culturstaaten noch immer vielfach recht mißliche unb gerade bei uns in Deutschland herrschen in den unteren Iirt nicht selten sogar auch in den mittleren Bevölkerungs- Men häufig solche bedenkliche Zustände hinsichtlich des DchuenS, daß man getrost vorn Vorhandensein einer Wohn- »'gSnoth sprechen kann. Dieser sociale Uebelstand ist denn tjdi in weiteren Kreisen schon längst erkannt worden und bcher kann es kaum Wunder nehmen, daß die auf Besserung mlcrtr gesellschaftlichen Zustände zielenden Bestrebungen mtbr und mehr die Wohnungsfrage mit zu ihrem Zielpunkte Unter den zahlreichen Vorschlägen, die auf eine Reform M Wohnungswesens in Deutschland zielen, sind nun die- jtn-qen, welche der württembergische Fabrikant Paul Lechler ii einer vor einiger Zeit erschienenen Broschüre niedergelegt bei, deßhalb besonders bemerkenSwerth, weil ihr Versaffer Den der Ansicht ausgeht, daß eine Lösung der Wohnungs- siige auf privatem Wege nimmer gelingen werde. Er regte bt(ür ein Eingreifen des Reiches an, dahingehend, daß Wohl- sis tscommissionen oder Wohlfahrtsämter zu schaffen seien, idiie unter Controle und Oberleitung eines Reichswohlfahrts- Gates namentlich auch die Projekte zur Beschaffung von Volks- v-lnhäusern in größerem Umfange zu prüfen und durch- jislihren hätten. Es handelt sich also bei dem Lechler schen y.tiu gewissermaßen um eine Organisation behufs Beschaffung bifltrer Wohnungsbedingungen für die minder bemittelten MSklassen, eine Organisation aber, welche frei von bureau- kmischem Geiste sein soll. Die Aufbringung der noth- vaidigen Mittel jedoch soll dadurch geschehen, daß das Reich ztirtzlich die allgemeine Aufstellung von Landesbaukaffen an- Dtbnet und die billige Aufbringung von Anleihen zur Durch- föbrung der Wohnungsreformen durch Zinsgarantie unter» Diese Methode der Beschaffung der Mittel erstrebt du mäßiger Verzinsung des Anlagecapitals die Befreiung des llahnungswesens aus der Sphäre schrankenloser, die Preise seigernder und die Wohnungen verschlechternder Concurrenz -nü bezweckt demnach, durch eine uninteressirte Thätigkeit beim Herstellen von Wohnungen das Angebot zu ergänzen Innab m< von Anzeigen zu bei VlJdbminag» für btn oigtiiben lag etfd)rinenben Aumm' I orten mit über 5000 Seelen die hauptsächlichsten v^schristem beschränkt find. Wir beschließen hiermit unfern flüchtigen Ueberklick, der jedoch das im Eingänge dieser Betrachtung Gesagte vollauf bestätigen dürste. Freilich find verschiedene bedeutsame gesetz» geberische Versuche auf dem abgelauienen Tage ergcbnßlo» geblieben: die Novelle zum Einkommensteuergeehe, mit der obligatorischen Eelbstdeclaration und Erhödun; der Progression, sowie weiterer Entlastung MinderleistungSfäuger, wie fie von der Zweiten Kammer angenommen worden find, j scheiterte leider an dem Widerspruch der Ersten Kamner. - Die sogen. DerwaltungSgesetze konnten, wenn sich tuch in einzelnen Fragen, wieder Beibehaltung der direet'n Bürgermeifterwahl in den Landgemeinden, gegn. I über der Vorlage der Regierung eine erfreuliche Uebereir. * stimmung zeigte, schon in der Zweiten Kammer keine Med» heit erlangen. Die von der natiooalliberalen Partei stett betonte Nothweudigkeit einer besseren Ausgestaltung unseres directen StcuerwesenS, namentlich durch Einführung der obligatorischen Selbsteinschätzung bei den Einkommensteuer» pflichtigen I. Abtheilung, durch eine nach unten entlastende und nach oben stärker eingreifende Progression wird fich immer mehr geltend machen. Mögen dte Wähler des Hessenlandes chrerseits dafür sorgen, daß bei der bevorstehenden Ergänzung tüchtige, erprobte Männer in die Zweite Kammer entsendet werden, die unab» hängig nach oben, aber auch nach unten, daS allgemeine Wohl höher schätzen, als eine wohlfeile Popularität, die ihre Aus. gäbe nicht im Schassen und Verschärfen, sondern im Mildern bestehender Gegensätze erblicken und die bereit find, ihr Bestes einzusetzen für die Wohlfahrt deS Volkes, für eine friedliche, gesunde Weiterentwickelung unseres öffentlichen Lebens! Darmst. Tagt. Anz. der Ausstellung von Gesundheitsscheinen durch die Kreisveterinärärzte bei Ausbruch der Maul» und Klauen» s e uch e und hinsichtlich der Uebernahme der hierdurch bedingten Taggelder und Transportkosten auf die Staatskaffe gefaßt worden find, anzuführen fein. Die Neuregelung des Landarmenwesens, nach welcher die Staatskasse neben den einzelnen Landarmenverbänden mit gewissen Paufchsummen an den hierdurch verursachten Kosten Theil nimmt, wird dazu dienen, die Gemeinden in ihren Beiträgen zur Kreiskasse zu entlasten. Dem gleichen Streben nach Entlastung der Gemeinden entspringt ein von der Zweiten Kammer beschlossenes Ersuchen an die Großh. Regierung, dte Uebernahme der Bau- und Unterhaltungskosten von Realschulgebäuden, bezw. die Leistung einer Miethentschädigung für derartige, bereits von Gemeinden errichtete Gebäude für den künftigen Hauptvor- anschlag in Erwägung zu ziehen. DaS Gesetz wegen Beaufsichtigung der Mieth» Wohnungen und Schlafstellen erscheint, nachdem die von der Kammer erhobenen Bedenken durch Einvernehmen mit der Regierung erledigt worden sind, in seiner endgiltigen Fassung wohl geeignet, auf diesem für die ärmere und ärmste Bevölkerung hochwichtigen Gebiete Besserung zu schassen, ganz besonders in den Stäbfen, auf welche neben den Land» Beauvais, 24. September. Der Präsident Carnot nahm, begleitet von dem Kriegsminister Loiztllon, heute Vormittag die Parade über das 2. und 3. Armeecorps ab. Der Präsident traf um 9 Uhr früh in einem Landauer auf dem Paradefeld ein und fuhr die Front der Truppen ab. Hierauf verließ er den Wagen und wandte sich zu den fremdländischen Offizieren, welche zur Begrüßung von den Pferden stiegen. Der Präsident reichte den Offizieren die Hand und nahm alsdann auf einer Tribüne Platz, um dem Vorbeimarsch der Truppen betzuwohnen. Präsident Carnot, der sich deS besten Wohlbefindens erfreute, wurde von einer zahlreichen Menschen» menge, welche aus der Umgegend und selbst auS Paris herbeigeströmt war, lebhaft begrüßt. Nach Beendigung der Revue beauftragte der Präsident den Kriegsminister in einem Schreiben, dem General Billot, welcher dte Oberleitung der Manöver gehabt hatte, feine Glückwünsche wegen der guten Haltung der Truppen zu übermitteln. — Nach der Truppen- besichtlguug gab Präsident Carnot der Generalität und den fremdländischen Offizieren ein Dejeuner zu 160 Gedecken. Hierbei hielt derselbe eine Rede, in der er NamenS der Regierung die Armee beglückwünschte, welche Frankreich Vertrauen in seine Stärke gebe und ihm Ruhe und Kaltblütigkeit verleihe. Der Präsident fügte hinzu, Frankreich, treu seinen Freundschaften, die eS glücklich sei, zu feiern, und treu seinen Ueberlicfcrungen der Höflichkeit, könne erhobenen Haupte« seine wahre Friedensliebe verkündigen, in der Ucberjeugung, daß die Zukunft der Klugheit und Redlichkeit gehöre. AIS- dann belobte der Präsident die Armee. Sie sei eine Schule patriotischer Pflichterfüllung und kenne keine verderblichen Lehren, welche bestrebt wären, die Nation zu spalten und fie dem Vaterlandsbegriffe abwendig zu machen. Carnot schloß mit einem Toast auf die französische Armee. Hierauf dankte der Kriegsminister Loizillon, indem er hervorhob, Frankreich f- r M 1,61 I iratetatl I v tk Äugen ipr Bitci ybrait f JI7 fcfg. pro 6o r * t birgt. - UdnliL Wr.t 10 Uhr it Mr turn, tu & » a. I erlassenen Gesetze in einer, allerdings nur allmähliche AuS- I führung zulassenden Weise angebahnt Haden, ist durch sehr erhebliche Nachbewilligungen für einzelne Linien sichergeftellt worden, weitere Ergänzungen dieses Netzes sind entweder, wie die Linien Offenbach—Heusenstamm und Bickenbach— Jugenheim—Seeheim, mit Berücksichtigung von Alsbach, gesetzlich feftgestellt oder doch, wie diejenigen von Darmstadt über Roßdorf nach Groß-Zimmern oder durch den sogen. Bachgau nach Aschaffenburg, sowie von GernSheim nach Pfungstadt, der Großh. Regierung zur Bearbeitung und ent» I sprechenden Vorlage von der Kammer empfohlen worden. Abgesehen von diesen, mehr die einzelnen LandeStheile als solche interessirenden Maßnahmen, war die Fürsorge der Kammer den verschiedenen Bedürfnissen einzelner Klassen der Bevölkerung zugewendet. Was zunächst den Beamten st and betrifft, so ist zwar die von der Großh. Regierung vor» geschlagene allgemeine Einführung eines WohnungSgeldzuschusseS nicht genehmigt worden, dafür aber wurde eine allgemeine procentuale Gehaltsaufbesserung von 10 und —. für die Gehaltötheile über 2000 Mk. — von 5 Procent beschlossen, welche mit dem Beginn der laufenden Finanzperiode in Kraft getreten ist, und überdies von der Großh. Regierung die Zusage eines umfassenden BeamtenbesoldungSgesetzeS erwirkt. Auch in der Anregung und demnächstigen Genehmigung der festen Anstellung verschiedener Kategorien von Bediensteten, die einer solchen biß dahin entbehrten, wie der Hülfsgerichts» schreiber, der Steuercommiffariatsgehülfen, in der Anregung einer Vergütung an die Steueraufseher für deren auswärtige Dienstgeschäfte, ist die Fürsorge für die unteren Beamten- klaffen zum deutlichen Ausdruck gekommen. Endlich soll die Erhöhung der Pensionen derjenigen Civildiener-Wittwen und -Waisen, deren Bezüge noch nach den älteren, weniger günstigen Gesetzen geregelt waren, hier nicht unerwähnt bleiben. Zahlreichen Mühlenbesitzern wird das Gesetz, welches die Ablösung deS auf ihren Mühlen ruhenden Wasserfall- zinfeS zum zehnfachen Jahresbetrag gestattet, eine will- kommene Handhabe bieten, sich auf verhältnißmäßig recht günstige Weife von einer dauernden Belastung zu befreien. Der Landwirthschaft treibenden Bevölkerung dürften die Mittel, welche zu umfangreicheren Versuchen von Torf streu bewilligt worden sind, demnächst zu erheblichem Vortheil gereichen. Nicht minder werden die Befchlüsse, welche hinsichtlich der russischen Offiziere votirte, verwahrten die Socia- listen fich gegen eine solche Creditforderung und stellten den Antrag, daß der genannte Betrag für die ausständigen Grubenarbeiter oder die Armen verwendet werde. Paris, 23. September. DaS Amtsblatt veröffentlicht einen ministeriellen Beschluß, nach welchem alle öffentlichen Verwaltungen die Annahme fremder Münzen zu verweigern haben. Diese Maßregel richtet sich hauptsächlich gegen Italien. jtf 233 (h nur 2.08 (f » 812, HB 1 Jf icr°N • W T al« falb £ kgaotit R . derusc-k ,pchl-g ’tr t i, tenn, ®<ü f-a, Mk. S könne im Vertrauen auf den Patriotismus seiner Armee mit Ruhe allen Ereignissen der Zukunft entgegensehen, und schloß mit einem Toast auf den Präsidenten Carnot. Tepeschen des Bureau .Herold'. Neuß, 25. September Auf einem an der Erftmündung bei Herdt liegenden Schiffe erkrankte unter choleraverdächtigen Umständen ein Junge. totales rrrid provinzielles. Gieße,. 25. September 1893. Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Cbetbtflt» | vom 25. September 1893. Heute wurden unter Vorsitz bei I Großh. LandgerichtSrathS Kullmaun U. die Schwurgericht-, Atzungen für daS dritte Quartal eröffnet. Zur Verhandlung kam die Straffache gegen den Taglöhner Jacob Sadon, I Don Laubach bei Usingen wegen Verbrechens gegen die Sitt» I lichkeit. Die Anklage vertrat der Großh. Erste Staatsanwalt Jöckel, vertheidigt wurde der Angeklagte von Rechtsanwalt I Kraft, als Geschworene wurden auögelooft die Herren I Johannes Becker VI., Georg Haas II., Hermann Karl Schmidt, Wilhelm Bloch, Johann Heinrich Müller II., Wilhelm Zieh Heinrich Wilhelm Alles, Gustav Vogt, Friedrich I Fenchel II., Rudolf Nöggerath, Friedrich Katz II. und Ludwig. I Horst- Die Verhandlung gegen det^ schon öfter vorbestraften I Angeklagten sand auf Antrag der Staatsanwaltschaft unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und endete, nachdem die Geschworenen (Obmann Herr Rudolf Nöggerakh) dos „Schuldig" unter Ausschluß der mildernden Umstände ausgesprochen, mit der Berurtheilung des Angeklagten in eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren. Rückkehr aus de» Mauöoeru. Da« Jnfanterie-Regi ment „Kaiser Wilhelm" ist gestern Vormittag wieder hier eingetroffen. Die Bataillone wurden von der Regiments- musik von der Frankfurter Straße au» durch die Stadt geleitet, desgleichen die Fahnencompagnie, welche die Fahnen nach dem „Hotel Einhorn" brachte. Wie immer, so vollzog fich auch diesmal der Einzug des Regiment» angesichts einer großen Zuschauermenge, welcher der gestrige Sonntag übrigens eine Menge Leute vom Lande zugeführt hatte. Die Reser- visten wurden heute entlassen. Unter Vorantritt der Regiments- musik marschirten sie heute Vormittag nach 11 Uhr über die Südanlage zum Bahnhose, und die um diese Zeit dort ab- gehenden Züge entführten sie nach allen Richtungen. Für das Regiment beginnt nun eine kurze Reihe ruhigerer Tage, bis nach dem in diesem Jahre um volle drei Wochen früher erfolgenden Eintritte der Rekruten und der Neuformatios eines weiteren (4.) Bataillons der anstrengende Dienst wieder beginnt. -L Eäugerlag. Gestern Nachmittag wurde im „Vensb 8rn#6m 1 iwr i ^sten tz ♦* Coucert-Bereio. Mit dem 1. October 1893 tritt der i ein toürbiaeß Alter, I in Deutschland aufgedeckten Castelle zeigen. Dem Vernehmen irische und Leistungs- I nach werden die schönsten Stellen photographisch ausgenommen. auch ist alle Hoffnung vorhanden, daß der interessanteste Theil Unsere hiesigen hiesiger Taglöhner wurde gestern Centner n 8049 Bekarmtmachrmg. auf dem Wege der Submission oer« 8068 Gnauth. 8050 Gnauth. // n n daß die minimale Erhöhung eine ganz belanglose Mehrausgabe 12 550 10 1V2 8 IV2 172 6 10 36 100 300 350 250 Stück Aepfeln, Kartoffeln, untererd. Kohlraben, obererd. Kohlraben. Bekanntmachung, ! betreffend die Vergebung der Holz- I Hauer- u. Setzerlöhne für den Gießener Zwiebeln, rother Rüben, Meerrettig, weißer Rüben, gelber Rüben, Weißkraut, Rothkraut, Wirsing, Lauch und Sellerie Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 6. October, Vormittags Flur 34 Nr. 586'/,o — 801 qm zwischen dem Wäldchen und dem Schieß - abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis längstens den 14. October. Gießen, den 25. September 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Mainz, Bingen, Offenbach, Gießen, Butzbach, Worms, Densheim, Friedberg und Darmstadt, welche zahlreich erschienen waren. Zunächst handelte e5 sich um Stellungnahme zu der, auf dem in Wiesbaden stattfindenden Derbandslag Deutscher Gewerbvereine zur Verhandlung gestellten gleichen Frage, da der Heff. Landesgewerbverein mit 15 Stimmen dort vertreten ist. Im Auftrag der Großh. Heff. Regierung wird Herr Regierungsrath Dr. Hesse den Verhandlungen des II. Verbandstages Deutscher Gewerbvereine beiwohnen und auch noch andere deutsche Regierungen werden Vertreter dorthin entsenden. △ Mainz, 24. September. Vor acht Tagen ist der Postgehilse Groß von dem hiesigen Postamle nach Unterschlagung von 1000 Mark verschwunden. Eine diesbezügliche Blättermeldung wurde alsbald von dem Postamte widerrufen, nunmehr stellt sich aber doch heraus, daß die Nachricht wahr war. Der Postdesraudant ist in Lauterbach in Oberheffen bereits ermittelt und verhaftet und steht seine gefängliche Einlieferung hier bevor. — Die städtische Wasser- Versorgung hat sich in Uebereinstimmung mit der gesammten Bevölkerung jetzt auch mit Entschiedenheit gegen eine Wasserversorgung der Stadt Mainz mit filtrirtem Rheinwasser ausgesprochen. 'ZrireiS gebracht sein, 1(17 Pfg. pro Concert) in sich birgt. ** Ueberfall. Ein 'Rbnid 10 Uhr in der Berdiuguug. tie Weißbiaderarbeiteu für den ' rmpenabschlußbau an der Bahn- Ivstroße sollen Donnerstag den 28. d. M., Vormittags ll1/» Uhr vergeben werden. Bedingungen und lnz-botformulare durch das Stadt- iciucnit. Hießen, den 25. September 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 8069' Bekanntmachung, betreffend die Löber'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 jährlich an einen in Gießen geborenen verwittweten Handwerker zu vergeben, welcher einen guten Ruf besitzen, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt haben und wahrhaft dürftig sein muß. Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen auf dem Bureau des Armenamts entgegengenommen. Gießen, den 22. September 1893. etter. Wir Ms. Hnbg Auhch, die Schlvurzuik 8ut Verhaus Jacob ggbiv n8 gegen die tzj» Erste StaatöanUli ! von Rechtsmai! eloost die tzenu ■•/ Hermann Kan Mer II, Wilhel- Logt, Friedrii !atz II. und Ludivn öfter vorbestrafte!! Anwaltschaft unter bete, nachdem die MX t Aberlennung in n slins Jahren, s Jnsanterie-Ki Vormittag lute >on der Regim^ ) die Stadt gcltnr die Fahnen M er, so vollzog sttz & angesichts mn e Sonntag übrigens hatte. Die Rein> tritt derRegimmt' K 11 Uhr über tit diese Zeit dort ob 1 Richtungen. > he ruhigerer Tazi rei Wochen stühv der Reusormalic ende Dienst wiedn Dienstag, 24. October, Nachmittags 2V» Uhr, Submission. Für unsere Kliniken soll pro 1893/94 die Lieferung von: Großh. Verwaltungs-Direction der chirurg.-ophthalm. Univ.-Klmik. Bose. Vossius. 8072 hatten sich eine Schulklasse des dortigen Gymnasiums, sowie viele Bewohner von Lich und Laubach angeschloffen, außerdem war auch der Vorsitzende der „ReichSlimeSforschung", Herr Profeffor Mommsen auS Berlin, in Begleitung verschiedener Mitglieder deS Laubacher Grafenhauses gekommen, um diese altehrwürdige römische Niederlaffung In Augenschein zu nehmen. Nach einem Ausspruche Mommsens soll dieses Römercastell die schönsten und best erhaltensten Ueberrefte aller bis jetzt geben werden. Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau Nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. »ntlmehr darum, weil sie diese Wünsche als berechtigt an- mhnntn mußte, denselben zu entsprechen. Eine solche Mehr- 11 ulflabe ist aber ohne Mehreinnahme nicht auSzusühren und ll-ct die berufene Generalversammlung daher beschloffen, da üit Beiträge unter keiner Bedingung erhöht werden sollten, ! tli »schlag für die Sperrsitze von 3 auf 4 Mk. zu normiren. Tie Inhaber der Sperrsitze werden dadurch kaum fühlbar iMaftct, denn, während der Nichtabonnent für einen numme- -ißtttn Platz Mk. 3,50 zahlt, kostet dieser dem Abonnenten xst Mk. 2,33 (früher Mk. 2,16), bei zwei Abonnements ’bgar nur 2,08 (früher Mk. 1,91) und bei drei Mk. 1,83 iMet Mk. 1,66). Der große V 0 rtheil eines IbonnementS dürfte durch diese Erläuterung wohl deutlich n tU Augen springen, gleichzeitig aber auch dadurch der 1 Wleche, empfiehlt Emil Fischbach. - i Plan, Voranschlag und Bedingungen Mittwückl d. 27. Sevlbr. können auf dem Bureau des Herrn k ft • . Architecten L. Seuling dahier in “'l ümTi mr Borin: bk «artoffdernte den üblichen Bur--ustund-n eingesehen von einem Triebviertel. ! werden, woselbsthm auch die emzu- Zusammenkunst am Mittelweg, Grün« gebenden Offerten portofrei bis zum bergerstraße. 1. October d. I. erbeten werden, b. um 2 Uhr Nachm.: verschied. Möbel, _ 1 Stoßkarren, 15 MrthStische, 1 Kuh, -r^ •_ axe-i.. 1 Wagen, 2 Betten u. a. X2OHlgS-Xx©lS-S vÄTäO, Zusammenkunft tm Bieker 'schen Unübertroffenes Fabrikat »um Stärken dei Saale, Neustadt 55. „aufgedeckt" erhalten bleibt. W. Nidda, 24. September. Der vor wenigen Jahren von Lich hierher verzogene weithin bekannte Bienenzüchter und Hersteller der anerkannt besten Bienenwohnungen, Keck, ist gestern in der Klinik zu Gießen verstorben. -t- Staden, 24. September. In der Nacht auf gestern erlebten wir hier ein prächti ges militärisches Schauspiel. Zwischen hier und Florstadt war ein großes Biwak, in welchem alle Waffengattungen vereinigt waren. Von allen Seiten strömten die Landleute herbei, um sich die Krieger und ihre interessanten Beschäftigungen anzusehen. Butzbach, 23. September. DaS in Folge der Manöver in hiesiger Gegend seit 14 Tagen herrschende militärische Leben und Treiben erreicht mit dem heutigen resp. morgigen Tage sein Ende und die stark durch Einquartirung in Anspruch genommene Bevölkerung von Stadt und Land kann jetzt wieder mehr ihrer täglichen Beschäftigung nachgehen, denn seither hat es durch die großen Truppenbewegungen in hiesiger Gegend bei Vielen an der nöthigen Ruhe gefehlt, denn das zeigte auch das zahlreich anwesende „Civil" im Manövergelände. Selbst unter unserer Damenwelt herrschte eine große Begeisterung für das militärische Leben; denn täglich konnte man Frauen und Mädchen im Manövergelände bewundern, wie selbige trotz aller Hindernisse den Truppenbewegungen folgten und sich selbst bis in nächste Nähe der dröhnenden Geschütze und des knatternden Gewehrfeuers wagten, lieber die gestrigen und heutigen Manöver ist noch zu berichten, daß der gestrige Tag, wie anfänglich beabsichtigt war, kein größeres DivisionSmauöver brachte, sondern nur dazu diente, die theils weit auseinander liegenden Truppen näher zusammen zu ziehen. Ein Kamps fand deshalb nicht statt und das zahlreiche Publikum, welches selbst aus weiterer Ferne (Gießen, Frankfurt 2c.) eingetroffen war, mußte unbefriedigt heimkehren, d. h. insofern es nicht die Biwaks der Großh. (25.) Division (die 21. Division biwakirte im Streife Büdingen) besuchte, welche auf den Höhen von Rockenberg und Oppershofen stattsanden, denn daselbst herrschte von Nachmittags bis spät Abends ein bewegtes Leben. Erst fand das „Abkochen" statt, dann wurde Seitens der Reservisten die feierliche „Begrabung der Löffel" vorgenommen, wobei es an humoristischen Auszügen, Reden, Musik 2c. nicht fehlte. Später concertirten die verschiedenen Regimentscapellen und Abends wurde großer Zapfenstreich und das Gebet geblasen. Noch spät in die Nacht hinein konnte man auf den Höhen die lodernden Flammen der Biwaksscuer sehen. Heule früh 6 Uhr erfolgte der AuSmarsch der Truppen aus dem Lager in die Gefechtsstellungen. Gegen 8 Uhr sand das Zusammentreffen der beiden Divisionen (21. und 25.) statt und es entspann sich auf den Södeler Höhen ein Kampf, der bis gegen 10 Uhr dauerte, womit die diesjährigen Herbstübungen ihren Abschluß erreichten. nn. Darmstadt, 24. September. Unter dem Vorsitze des Präsidenten der Großherzogl. Centralstelle für die Gewerbe, Regierungsrath Dr. Hesse, sowie unter Anwesenheit deS Referenten für das Gewerbewefen bei Großh. Regierung, Ministerialrath Emmerling, fand gestern in den Räumen Großh. Centralstelle für Gewerbe eine Sitzung des engeren Ausschusses des Landesgewerbvereins zur Berathung der neuen preußischen Borschl äge wegen Organisation des Handwerks und Regelung des Lehrlings wesenS statt. Zu dieser Berathung waren noch außerdem zugezogen Vertreter der Ortsgewerbvereine von Berdiuguug. Ne zur Erbauung eines Feuer- l öfch-GeräthemagazinS nebst Steiger- 1 'hmin erforderlichen Zimmer-, Dach- Huftr- und Speuglerarbeiteu, sowie lieft nigen für Anlage eines Blitz- ulltiltr8 sollen Lonncrstag den 28. d. M., Vormittags 11 Uhr i «öffentlichen Angebotsverfahren ver- iljkn werden. Pläne, Arbeit« - Be- itzinbung und Bedingungen liegen v:w dem Stadtbauamte offen. An- t.;elvle auf dem vorgeschriebenen For- tiiIüt sind daselbst bis zur genannten Bhinbe einzureichen. Neben, den 25. September 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Rittergaffe von einem Hausburschen : i btrialien, zu Boden geschlagen und hierbei am Kopse und 8059 Geißler, Gerichtsvollzieher. mi Haus öffentlich meistbietend versteiaert werden. Gießen, 11. September 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 7689 *'btt >!'- »6 (®ilte ihr All l«r eine friedlich Htn Lebens' Tägl. Anz. *lini erheblich verletzt. ** Zimmerbrand. In einem Hause der Ludwigsttaße '«nfiaub gestern Abend ein Zimmerbrand dadurch, daß der 1 eireffenbc Bewohner, nachdem er sich zu Bette gelegt, das 2id't auf dem Nachttische hatte brennen lassen. Nach- I em dos Licht abgebrannt, fing die auf dem Nachttisch liegende Oecke Feuer, das sich dem Bettwerk mittheilte und an diesem «Krim bedeutenden Schaden anrichtete. Der Zimmerbewohner, ) oildiex im Bette eingeschlafen war, erwachte noch rechtzeitig, nm sich zu retten. fÖiefetf, 25. September. (Landtagswahl). Die von der 'Iibciterpartei vorgeschlagenen Wahlmänner: Joh. Jost Rein, ‘ Ciam Ziegler, Johannes Deibel VIII., Heinrich Seibert III. 1 »uröen heute einstimmig gewählt. n. Hatlentod, 24. September. Im Zeiträume von zehn lUbnaten wurde Herr Mengel heute hier zum drittenmale - diesmal mit 3 Stimmen Majorität — zum Bürgermeister I Mhlt. Seine beiden ersten Siege wurden — wie s. Z. '«.Gieß. Anz." gemeldet — durch Beschlüsse des Kreis- neb Provinzialausschusses nicht anerkannt. r- Lich, 24. September. Gestern war das in der ^ähe von ArnSburg aufgedeckte Römercastell wieder sehr fteri besucht. Der Oberhessische Geschichtsverein Gießen war in stattlicher Anzahl erschienen, demselben Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß vom nächsten Dienstag ab der Verkauf von Obst, Kartoffeln rc. an den Wochenmärkien nicht mehr auf dem Brandplatz, sondern auf dem Marktplatz in Oswalds Garten ftattfindet. Gießen, den 23. September 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. urbe IttM®7 berwsti-al- n roaten dir Cüt .. M, WM, die laytotW Antrag: btn >fänge W* Qt derselben W bei dem Sänger' ' in Boikenheiin 9(- aertag zoriilkgestrm- f“ L «bt«"» :r* würbet ,n h,rr er meftonb „.ist einen w hi, Kinigel' wurde die /? i(f *'*s nde der . K-"' ,,, „■.^lieber des „Bauer'schen Gesangvereins" und der „Har- ifien Ueberw dti fast vollzählig eingefunden, welche die Zeit bis zur '"8 (Stfa ^ nfctist der Vertreter durch mit großem Beifall aufgenommene iebebtnl?eMt. vi'ikr» Verträge au8füöten. Mit dem Scheidegruß: „Auf Tage A ersehen nächstes Jahr in Butzbach!" entführte das Dampf- tnft(Ut nt .ne von Auswärts zahlreich Erschienenen nach allen Rich- unb ,aeltn bcr Windrose. Loncert-Bereic. Mit d:- 1 isa.q tritt her °"nen GioXert=$erein in sein 102. Jahr ein, ein ivuiviyc» «u», !r (hften ? voe.teS der Verein in vollster Jugendfrische und Leistungs> iten, toenn i Li-kcit erreicht hat. Trotzdem nun die Anforderungen der "9 bct x?'Rflirler, sowie die NebenauSgaben sich in fortwährender ^einde/^''' ^öinftrung befinden, so hat doch eine fast übergroße Spar- r^eulick» «1^ l'Wnt den Ausgleich zwischen Einnahme und Ausgabe bisher ID,Wt tfin v-r»glichen lassen. In den letzten Jahren jedoch hat sich ieralen Pg.. ^i-i-r Verhältniß immer schwieriger gestaltet, Abstriche ließen 'Mttiltun C1 ^t:! ' ^otz aller Bemühungen, ohne Gefährdung des Zweckes h Einsj!^ :n keinem Etatsposten mehr machen und das Gespenst q'Dficit" drohte mit seinem Erscheinen. Es kam nun i) unf,n ' c{1 b'nzu, daß eine ganz bestimmte, unvermeidliche Aus- c'°- auf seiner Höhe oder besser gesagt, auf seiner 0 'DiDit tkielrigkeit nicht mehr zu halten war. Unsere hiesigen >z je . SWefifer, die als treue Mitarbeiter an unserem Musikleben iatfoht; vhrilnebmen, sind für die heutigen Bedürfnisse durchaus un- ton?» ^iiiglich honorirt - bei aller Bescheidenheit, die diese Herren k«, Verein stets entgegenbringen, wurden deren Wünsche aus -Osbefferung immer lauter. Die GeschästSsührung glaubte üc^ir weniger weil sie Unliebfamfeiten fürchtete, sondern Stadtwald pro 1894/95. Die vorbenannten Löhne sollen Samstag den 30. September, Vormittags 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses öffentlich vergeben werden. Gießen, den 23. Septbr. 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 8014 Vergebung w von Chausfirarbeit. Das Chaussiren der in die Wall- thorstraße mündenden Privatstraße de» Herrn Eduard Sack hier, veranschlagt zu 625,51 JL. soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Verkehr, ltond- und Gründers, 23.September. Fruchtpreise. Weizens 15C0, Korn v4t 14.00, Gerste X 14.—, Hafer JL 17.00, Erbsen X 00.00, Linsen JL 00 00, Wicken X--. Lein X 00 00, Kartoffeln X —, Sarnen X —. Vogelfreunde, füttert nur Botz'fches Vogelfutter mit der Schwalbe, es ist das anerkannt beste und billigste. Niederlage bei Emil Ftfchbach, Seltersweg 14. Piofpecte umsonst [5251 soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Tuf'bYrn^menÄ|.*" Vermischtes Ms. flaffel, 24. September. Ermordung eines Knaben. Eine entsetzliche Blutthat, die wohl nur im Wahnsinn begangen sein kann, wird au6 dem Dorf Niedermöllrich bei Wabern von gestern gemeldet. Der Landwirth Bräutigam und dessen Frau begaben sich zu einem Leichen- begängniß in dem Nachbardorsc Zennern und ließen ihren einzigen Sohn von zehn Jahren unter der Aufsicht der Nachbarsleute zurück. Die in der Nachbarschaft ebenfalls wohnende Frau deS Landwirths Herzog rief nun den Knaben zu sich und schnitt ihm mit einem Messer denHals durch, sodaß der Tod d-s unschuldigen Kindes aus der Stelle eintrat. Auch nicht einen Schrei hat das Opfer der Megäre von sich gegeben, wenigstens hat Niemand von dem grausigen Vorfälle etwas gesehen und gehört. Abends, als die Eltern nach Hause zurückkehren und ihr Kind nirgends finden, fängt man an zu suchen, bis man zum großen Schrecken den Leichnam bet der Mörderin im Bette versteckt vorfindet. Die Mörderin entfloh, wurde aber später eingeholt und fest- genommen, wie gemeldet wird. Dieselbe soll schon früher Spuren geistiger Gestörtheit gezeigt haben. ♦ Zn Chicago pramiirt. Die Nähmaschinen- und Fahrrad- Fabrik Adam Opel in Rüsselsheim a. M. erhielt auf der Weltausstellung in Chicago die höchste Auszeichnung in ihrem Fach und zwar Ehren-Medaille und Diplom. Schiffsnachrichten. (Mtlgetheilt durch den Agenten deS Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl L00S in Gießen). Bremen, 23. September. [Per transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Trave, Eapitän R. Sander vom Norddeutschen Aoyd in Bremen, welcher am 13. September von Bremen und am 14. Septbr. von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 23. Septbr. [Per transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampser Darmstadt, Capttän G. Thumann vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. September von Bremen abgegangen war, ist gestern, 8 Uhr Morgms, wohlbehalten in Baltimore angekommen. ____________ Der Postdampfer „Pennsylvania" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 22. September wohlbehaltm in Phtla- belptti angekommen. Neu! Neu! T« 801$. bitter Methode zur sofort radtcalen mit Wohnung von h AVt 5 u. Zu. U U tll ^h. tu vermiethen. 1620) Settersweg 87. Privat-rtnffatt Billa tkhriftiua bei Söckingen, Baden. s8016 UmhLngetuar. W*tc daSselbe Marktplatz 2 abzugeben. Karl Lynker München Lothar a Lumar | Meggendorfers Humoristische Blatter. Fendt. 8056 V, Jahrgang. München AohS. Dera, Frankfurterstr troiULUk: - FETT - SEIFE I « C NAUMANN OFFENBACHS I L (6912 Pr. und Nürnberg. 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W 8 fptxi M »w „ nt «r 8073J Zum 1. October ein Dienst Mädchen für kleine Beamtenfamilie nach Heidelberg gesucht- Näheres bei Kaufmann H A. Nastauer. 1 zwei Zimmern Kraa Dr. Franz Eckstein, «licestratze 13. 7« unt. Garant. *^g| Briefen find fiO^ tn Briefmarken beizufüg. Man adresfire: fl e Offerten unter DiSconto-Eonmlanb^Lnttz. Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Ld. Nordd. Lloyd-Act.. Wiener Bankver.-Ad Oest. Tredit-Ad. 311L Mitteimeerdaha Id. <5r. Nbtthkff. Elsknbahukn Die Großh Heffische Brooinz Ober- heffen wirv mit dem 1. Cctober d. I unter die in dem Ausnahmetarif für Stc-u- und Futtermittel unter IV nuf- ge'ührten Nothftandsbeffrke ausgenommen. Die damit verbundene Frachtermäßigung 1 von 257o der Au^nahmesätze bezw der j auf die betr Bahnen entfallenden F-acht antheile wird für den Verkebr nach ge nannter Provinz seitens der Bayerischen Etaatsbahn und den Ober hesfischen Bahnen bereits mit Wirkung vom 10 d. M. ab. gewährt. Erstattung deS FrachtunlerfchiedeS findet • im ReelamationSwege statt, sobald die im Tarife unter IV a zu la und 1b aufs geführten Bedingungen erfüllt find, wobei ; an Stelle der Besck-einigung des Land- 1 ratbS eine solche der betreffenden Kreis- < amts tritt. 6411 |csuric 1 Uhr 15 Min. 85 35 4»/e Ung. Sold-Rente 99.45 so/, ^tal. Rente 8525 So/. Portugiesen 99.70 4»/. Griech. Monopol-Anl. Keilgeöotenes. Rechte Frankl Würstchen empfiehlt [8064] L. Kalkhof. 8070! 6«. 12 Vir. Heu u. 25 «ir. Grummet verkauft Babenhausen bei Mücke, 24. Sept 1893. «Sitz, Lehrer. Relse-L'ntall-Versicherung i»uf beliebig-- Z . laa Proapect«', Antragtipapiere otc. werden unentgvldi'h verabfolgt, gewünschte Auskunft bereitwilligst ertheilt von dem Vertreter: Adolf Bieler, Westanlage 45, Giessen. •ftala ichgtstrl ihvis MM i-^nHt ftlafier M eint 3x: ''olftschule ibt: imbvitthsi Br« nur M nawkr bereits ^lMAichniz etbewntig Me t ^ uet hibtn. N EourSbericht Boa E. Wasserschleben, Bankgeschäft 2" Frankfurter LSrse vom 25. September 1893. Nummernausgabe wöchentiich --------------------erscheinend 71. 3.— pro Quartal. Heftausgabe UtAg. erscheinend M. —.50 pro Heft. Von jetzt ab habe meine Sprechstunden wieder täglich von 8—12 und 2-6 Uhr 3*/. ReichSanlethe »‘/••/e do. 3*/. Preuß. Eonsol« 3'/?/. do. gesucht. Die Stelle eines SeeretLrs des 86 75 362.75 Vorzüglicher Aepfelmost üue- nur Detterauer Aepfeln bei 8047] C. Luft, „im Löwen". Knecht mit guten Zeugnissen zu einem Pferd ge» sucht. (8071) H. «. Jughardt. Zahnarzt Dr. Hoddes Bahnhofftratzc 37 im Hause des Herrn Instrumentenmacher Schmidt. ±ann soll । k.'j den st -rutm von _! "och e '1 * Ultetwfa •■•rr! Inbroi Jkima Wriwu zur Saat zu hasten bei Goldenberg & Marcus, fcWnb die li itsklicha Brrc 4 Tn Uitti ifruu« btgr :I. Äovcmbc ■Mai a Lammstraße 5. an die Exped. des ,Gießener Anzeigers". 8' 63) Gin jfl- verheir Mann sacht Stelle als Diener. Zu erfragen Ltrchenplatz 9. «cbaction: I. B.: Hermann LUe. Truck und Verlag der Brühl'schen Trucker« Fr. Lhr. P.etlch in Gießen. 78741 vier schön möblirte Zimmer mit, Kreisausschuffes und Vareauvor« auch ohne Host zu oermi.then- ' stederS bei der unterzeichneten Bebö de ist zu beseheu. AnfangSgehalt 240u x Bewerber wollen ihre Gesuche mit Zeug« niffen alsbald hierher cinfenben. Nur solche, welche im BerwaltungSsache voll- ftändia bewandert sind und eine Reihe von Jahren im krei-amtlichen Dienste befcbSntflt waren, finden Berücksichtigung. Aspiranten, welche die Fioanzprüfung 1. Kategorie absolvirt haben, werden bevorzugt Offenbach, 18. September 1893. «roßherzogliches chreisamt. Stellenvermittelung durch den Verband dentacn ^VOliCTffy unb 2^"«, ii v ? unb fah9 n-" ^tollen. . ÖN Umgegend von einer Rheingauer Cham« sucht. O 6018 an Rudats Hk. stehend auS zwei Zimmern, zwei zimmern, Küche und Zubehör, pr. 1. Dc. tob er für 15 Mark an ruhige Leute zu 1 vermiethen. Concert-Verein. Die Generalversammlung am 21. September bat beschlossen, den Preis der Sperrnye im Lbonuemeut von 3 Mark am 4 Mark iu erhöben. Der Mttgliederbeurag bleibt nach wie vor 10 Mark für eine 'Heron 17 Mark für 2 Personen, 21 Mark für 3 Personen :c. GleichzeUig rott hiermit Muitkliebende, die bisher noch mit Mitglieder sind, für das im October beginnende 102. Concertjahr zum Etntrut in den Benin etn. Anmeldungen find bei Herrn Ernn Ehallier zu machen, der auch alle Wünsche und Anfragen entgegennimmt und erledigt. [8057 Kiesten, int September 1893. Der Vorstand. ,,Schöne Änsficht". . ™ ha -ucrwnucye -vornrUung ~AQnin ounter Beifügung von Zeugniffcn und sclbst- o rr9^ ?rb ‘ 'Wohng. p. 3 Zim-, < geschriebenem Lebenslauf während der 2 Cabtneten, zus. oder getrennt zu verm.' üblichen Bureaustunden L »tUb, oerl Afterm,n 4R _ Versicherung gegen Unfälle aller Art, in und auMwer dein Berufe, beim Belten, Fahren, Jagen, Badfahren u. *. w., gewährt die Frankfarter Transport-, Unfall- n. 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Neue Löberstraße 11. 7388] Der zweite Stock Wes?rftratze'7, besteh. auS 4—5 Zimmern, auf sofort zu vermiethen. «. H. Müller, SLillerftr. 26. 7878) Kleine Mansarden »Wohnung zu vermietben auf der »Germania^. 7927) LchöneS LogiS zu vermietben. Schließlich wird bemerkt, ba6 vom 1- CctobcT b. Z. ab der Arttkel »Heide- tteut* nach ben Sätzen der ZariftabeHe Ila deS ÄuSnahmrtarifs abgefertigt wird- Gießen, ben 22. September 1893. 8f65 Großherzogliche Direktion. Gr. Gerheff. ifistndahllkü. An Stelle des Tarifs vom 1. October 1889 tritt am 1. k M. ein neuer gemeinschaftlicher ©leb» rc - Tarif für den gegen» festigen Verkehr zwischen den Eisendahn- directionsbezirken Altona, Elberfeld, Hannover, Frankfurt a. M, Köln (r. und L), ber Oberhesfischen Bahnen rc rc tn Kraft. Die Einführung der darin enthaltenen zusätzlichen Bestimmungen ist von der LandeSaussichtSbebörde genehmigt worden- Nähere Auskunft ertbeUen die Güterabfertigungen- Gießen, den 22. September 1893. 8060________Öro&berjosliche Direction- Verdingung. Die Arbeiten zur Erbauung eine« Rohrkanals für die Stadl Schotten, bestehend in ca. 600 l. m Rohrgraben, Legen und Dichten der Rohre, sowie Herstellung der vorgesehenen Schächte u. s. w., sollen vergeben werden. Die Pläne und Bedingungen können aus hiesiger Großh. Bürgermeisterei eingesehen werden. Angebote sind kostenfrei, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift ver- sehen, bis Mittwoch den 4. Cctobcr, Vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlag«frist drei Wochen. Schotten, 24. September 1893. Großh. Bürgermeisterei Schotten. Fnssbodenanstrich aller «rt, rasch trocknend unb von großer Dauerhaftigkeit billigst. [6157 Angn*t Xoll II , Bahnhofstraße 51. Täglich frische Hefe 7575]_______________im »Rebstock^. stur neueste Sachen. In großer Auswahl neu angekommen: vänder, Spitzen, Seidenstoffe und Sammle, sowie Pelüschreste für CLp« unb Kleiber zu ben anerkannt billigsten Preisen. 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