•Mieten gSS b Ni nd G«rt' 15 nitNet^it. Äb<5 b*"tbltls lWs |SÄ ^’iöldtiger MLZ che« — !NftTajt48, m. MS äeu °rh?n|ii<6tt WJttf* fflb Menn iWi« 12541 , Friedhofsgärtnn^ )ersirahe 44. JMb»tii7wt!M W., ©tiefen u. Sochrp bks- hat, sacht Stellt kuStrau. 9lib. gu$f. >®(tffttitrgtmM -uffeau W. gesucht. Eütrr-Mg 2b. ittvUUtn tucht DutsKlche. raves Tieust- Lande gesucht. !öberstrabe ö, I. !l.Mdchm;ue.-ind! lachtvav», Werb lädchen er 1. Hprtf fl4>rh<|i Jh.i 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen. ! Hratisöeikage: Gießener Aamitienökätter. rlnrtlicher Theil. Bekanntmachung, da» Erfatzgefchüft pro 1893 betreffend. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jabr 1893 findet an den nach. benannten Tagen statt und zwar/ I. Zu Sich im Rathhaussaale. Dienstag den 4. April, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbentcich und Großen-Linden; Mittwoch den 5. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Grüningen, Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns und Langsdorf; Donnerstag den 6. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Lich, Muschenheim, Münster, Nieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober- Bessingen, Ober-Hörgern und Rabertshausen; Freitag den 7. April, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rodheim, RöthgeS, Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Samstag den 8. April, Vormittags von 9 Uhr an: Loosziehung II. Zu Gießen in dem Schulhause in der Schulstraße. Montag den 10. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, Großen-Buseck und Klein-Linden; Dienstag den 11. April, Vormittag von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1891 und 1892); Mittwoch den 12. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1893) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Hattenrod und HeuchelheimDonnerstag den 13. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d.Lda., Trohe und Wieseck; Freitag den 14. April, Vormittags von 8 Uhr an: Loosziehung. III. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Samstag den 15. April, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter und Lindenstruth; Montag den 17. April, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. Dienstag den 18. April, Vormittags von 8 Uhr an: Loo-ziehung Besondere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meldung der gesetzlichen Strafen, zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogthum Heffen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohn- fitz — haben und sich nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Heffen oder einem andern Staate in einer her nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten; b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungs. diener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogthum Heffen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1873 geboren find; ferner Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1891 bezw. 1892 zur ückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Loosungsscheine mitzubringen. 3) Wenn von einem Militärpflichttgen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter Zurück« stellung in Anspruch genommen wird, so iü für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugniffe vor dem zur Musterung an- beraumten Termine zu sorgen. Die Zeugniffe müffen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission einzufinden. Noch nicht eingereichte Aurücksteüuugsanfprüche sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubringen und die Verhandlungen baldigst — unter allen Umständen vor Beginn de» Ersatzgefchüfte» — an die Ersatz-Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. w., so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugniffe des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Da» Vorhandensein von Gpilepste ist durch die eidliche Erklärung von mindesten» drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bej Feuilleton. Sine Rcisrbkksnntschaft. Novelle von Fred. Vincent. (2. Fortsetzung.) „Verzeihen Sie, Fräulein," fuhr er fort, „daß ich Sie da mit Dingen langweile, die Sie gewiß nicht interessiren- doch Sie sind durch Ihre Frage eigentlich selbst schuld daran. Ach, da sind wir am Ziel, an dem meinen wenigstens. Und nun eine Bitte. Wir haben ein paar heitere Stunden zu- sammen verlebt und wenn wir uns auch vielleicht im Leben nicht Wiedersehen, so werde ich doch manchmal an diese Reise zurückdenken, und ich möchte wissen, wer meine liebenswürdige Begleiterin war. Hier ist meine Karte. Darf ich um die Ihre bitten?" Der Zug fuhr eben in die Station ein, als er ihr die Karte gab. Rasch nahm sie dieselbe entgegen und zog ein kleines Täschchen hervor, aus dem sie eine ebensolche nahm und sie ihm reichte. Ein rascher Blick darauf und „Adieu, Fräulein Walter," ries er, „vergessen Sie mich auch nicht ganz!" „Gewiß nicht, Herr Rößler, leben Sie wohl, und viel Glück bei Ihrem Unternehmen." „Auch ich wünsche Ihnen den besten Erfolg," sprach er noch im Aussteigen, und bald war er im Gedränge ihren Augen entschwunden. Das lustige Lächeln von vorhin spielte wieder um die Lippen des jungen Mädchcns, das ganz allein im Coup« zurückgeblieben. „Er ist es also wirklich gewesen," flüsterte sie, indem ffe die Karte in ihren Händen drehte, „Ferdinand Rößler, der Name hebt ja jeden Zweifel auf, den ich noch hätte hegen können. Es ist wirklich köstlich, und daß ich gerade die Karte von Elise Walter bei mir hatte und ihm geben konnte, das traf sich prächtig, denn hätte er erfahren, daß ich Bertha Lindner bin, so hätte aller Spaß ein Ende gehabt. Es tft zu nett!" Und sie lachte fröhlich vor sich hin. Unter diesen Betrachtungen war auch sie an ihren vorläufigen Bestimmungsort angekommen, wo sie zu ihrer großen Freude ihren Bruder vorfand, den ein unvorhergesehenes Geschäft nach London geführt und der sie hier erwartet hatte. Er brachte sie zuerst in sein Hotel, wo ein Frühstück für sie bereitstand, und nach wenigen Stunden der Ruhe fuhren sie nach dem Euston Square Bahnhof, von wo der Zug sie in kurzer Zeit nach Exton, dem Wohnorte ihres Bruders, brachte. „O, Amalie!" rief sie nach der ersten Begrüßung ihrer Schwägerin zu, „wenn Du wüßtest, mit wem ich von Vlissingen herübergefahren bin !" „Nun, darf man nicht erfahren, wer die interessante Persönlichkeit war?" fragte Herr Lindner, während seine Frau der Ankommenden Hut und Mantel abnahm. „Du nicht, liebster Bruder- Amalien will ich es nachher unter dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit mittheilen." „So, so? Na, Ihr Frauenzimmer habt ja immer Geheimnisse miteinander, also plaudert nur zu, ich gehe noch einmal ins Comptoir, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Beim Essen sehen wir uns dann wieder. Lange werde ich ja doch nicht in Unwissenheit bleiben, denn Damen können ja bekanntlich keine Geheimnisse bewahren." Diesmal sollte sich Herr Lindner jedoch getäuscht haben, denn eS vergingen mehrere Tage, ohne daß man ihn zum Vertrauten gemacht hätte. Oft fand er seine Frau und Bertha in eifrigem Gespräch, das bei seinem Eintritt sofort abgebrochen wurde. „Ich möchte nur wissen, was die ewige Geheimnißkrämerei bedeutet," rief er einmal fast ärgerlich. „Die Herren der Schöpfung sind nicht neugierig, lieber Otto," meinte da Bertha lachend, „das ist ein ganz weiblicher Fehler, den Du uns überlassen mußt." Eines Morgens fand er die beiden Damen bei dem Lesen eines Briefes, der sie sehr zu amüsiren schien, denn schon vor der Thür hatte er Berthas Helles Lachen gehört, und auch Frau Amalie zeigte eine sehr heitere Miene, die sie jedoch in eine ernste zu verwandeln strebte, als er eintrat. „Hier ist ein Bries von Ferdinand," sprach sie und reichte ihm das Schriststück. „Er meldet wohl seine Ankunft?" „Ja, er ist schon seit vierzehn Tagen in London und wird morgen hierherkommen." „Vierzehn Tage? Da muß er ungefähr zur selben Zeit wie Bertha herübergefahren sein- schade, daß man das nicht wußte, sonst hätten die beiden ja zusammen fahren können." „Meinst Du?" lackte Bertha. „Wer weiß, ob ihm daS recht gewesen wäre- da hätte er am Ende die interessante Reisebekanntschaft nicht gemacht, von der er so viel schreibt." „Was, hat der auch eine interessante Reisebekanntschaft gemacht? Nun, dann wird Amalie wohl zu weiter nichts mehr Zeit haben, als die Vertraute zu spielen- bald wird sie mit Dir in einer Ecke flüstern, bald mit Ferdinand. Recht unterhaltende Aussichten für mich." „Wer weiß?" meinte seine Frau, „vielleicht wählt er Dich zum Vertrauten. Einstweilen aber lies seinen Brief, der wird Dich über die Hauptsache schon aufklären. Du aber siehst Dich unterdessen ein wenig in der Küche um, Bertha!" „So, so," sprach Herr Lindner nach beendigter Lectüre, „da scheint mir also Dein Lieblingsplan so ziemlich ins Wasser gefallen zu sein. Geschieht Dir schon recht. Warum müßt Ihr Damen Euch immer mit Heirathsprojecten tragen?" „O, ich gebe die Hoffnung noch nicht auf." „Nun, mir scheint, als ob diese Hoffnung auf sehr schwachen Füßen stände - schreibt er doch, er werde dies Fräulein Walter suchen bis ans Ende der Welt." „Ja, aber es ist sehr die Frage, ob er sie findet." „Selbst dann wird er sich nicht bewegen lassen, eine Andere zu nehmen." „Und ich sage Dir, Ferdinand und Bertha werden ein Paar!" rief Frau Amalie und verließ das Zimmer. „Merkwürdig," brummte ihr Gatte, „selbst die vernünftigste Frau wird verrückt, sobald sie sich einen Heirathsplan in den Kopf gesetzt. Uebrigens begreife ich noch nicht recht, worüber die beiden eigentlich so gelacht haben." (Schluß folgt.) 5 zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgen» 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 10. März 1893. Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission de» Kreise» Gießen. Dr. Melior, RegierungSrath. Permticbtcf. • WeltausstellungSNestaurant?. Mehr wie je wird sich das bekannte Sprüchwort: „Die eine Hälfte der Menschheit weiß nicht, wie die andere lebt" aus der in wenigen Wochen zu eröffnenden Columbischen Weltausstellung bewahrheiten und zwar ganz besonder- in Bezug aus die Magensrage. Wie wird der Weltausstellungsbesucher draußen im Jackson Park seinen inneren Menschen befriedigen können 1 — diese Frage drängt sich jetzt all den voraussichtlichen Besuchern, in Anbetracht der kurzen Spanne Zeit, welche uns nur noch von der Eröffnung der Ausstellung (1. Mai) trennt, unwillkürlich aus. Doch, die nachfolgende Statistik dürste auch den verwöhntesten Epikurär, sow.e den Mann mit dem chronisch gesunden Appetit zur Erkcnntoiß bringen, daß die Restaurant-Vorkehrungen auf der Columbischen Weltausstellung nichts zu wünschen übrig lassen werden. Es werden im Ganzen 150 Restaurants, Caf6s u. s. w. im AuS- stellungSpark vorhanden fein; in sämmtlichen Etablissements werden Wein und Bier, sowie feine Liqueure verabreicht werden. Bon der oben erwähnten Anzahl Restaurant- entfallen 125 auf 16 ofsicielle AuSstellungsgebäude, diese Restaurants werden von der „Wellington Catering (So.", einer in Illinois mit Körperschaftsrechten auSgestatteten Gesellschaft, geleitet. Die Bedienung, resp. die Qualität der Speisen und Getränke, zerfällt in drei Klaffen, und zwar vom eleganten, erster Klaffe-Restaurant bis zum sogenannten Lunch-Counter (Buffet), vor welch letzteren kleine Drehschemel angebracht sind. Für diese von der „Wellington-Gesellschaft" zu unterhaltenden Speiseanstalten wird jetzt an der Stony Island Ave., nördlich von der 67. Straße, also in unmittelbarer Nähe des Jackson-Park, ein Gebäude, welches als Proviant- LagerhauS dienen soll, errichtet^ dasselbe bedeckt einen Flächenraum von 125x325 Futz und ist zweistöckig. Die Bäckerei mit zwölf Oefen wird ein Areal von 150x150 Fuß bedecken, während die Küche für dieses Maffen-FütterungS- 'Unternehrnen 150x80» Fuß Flächenraum einnimmt. Alle Hauptvorbereitungen für diese 125 Restaurants werden in X>em Aufrufe nicht anwesend find, zieht ein Mitglied der Er- fatz-Commission das Loos. 6) Die Grosiherzoglichen Bürgerweistereie» haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtige auf Geund der ihnen bereit» zugegangenen Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. Bemerkt wird hierbei, daß Militärpflichtige, weiche sich auswärt» aufbalten, zur Musterung nicht geladen werden dürfen, da solche nur an ihrem Aufenthaltsort gestellungspflichtig find. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinde im Musterungstermin rechtzeitig anwesend zu sein und fich dämm zu bemühen, daß die Letzteren */a Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während de» MustemngtzgeschäfteS ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Beschetnigung des Gerichts vorzulegen. Den Grobherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Freitag den 7. April im Nathhaus zu Lich, Donnerstag den 13. April in dem Sch ul Haufe in der Schul st raße zu Gießen, Montag den 17. April im Gasthau s zum Rappen zu Grünberg, die Clasststeirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Aufgebots und der Grfatz-Reserve rückstchtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehr- männer ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer (Einberufung auf Zurück- fiellung wegen häuslicher Verhältniffe einen Anspruch machen dem vorerwähnten Gebäude getroffen, so wird daselbst Brod und Conditorwaare hergestellt, eS werden dort die Speiieu bereitet und in einer Abtheilung, woselbst sich die Waschanstalt befindet, wird dem Leinenzeug daS schönste Weiß beigebracht. Die an der Spitze deS Unternehmens stehenden Herren A. E. Gage, Seth Gage und E. B. Gage veranschlagen u. A. den voraussichtlichen Rindfleisch-Verbrauch auf 30000 Pfund täglich, ferner ist von ihnen ein Contraet für 400000 Pfund Kaffee mit einer bekannten Firma abgeschloffen tcorbm; dieser Quantität soll ein Aufguß von 16 Millionen Taffen Mokka Bouillon entzogen weiden. Die Angestellten dieses Riefen- unternehmens werden aus einer kleinen Armee von 500 Lüpfen bestehen und alle Branchen des culinarifchen Berufe» reprä- fentiren. Im zweiten Stockwerke deS vorerwähnten Proviant- gebäudeS wird eine Speisehalle für Angestellte der Ausstellung und für die HülfSkräfte der Aussteller errichtet Man schätzt die Zahl derselben auf rund 20000. Die Speisehalle ist 100x250 Fuß groß, man hofft 1500 Personen daselbst zu einer Zeit placiren zu können. 5000 Drehschemel und 12000 Stühle, sowie 000000 Kaffeetassen u. s. w. sind bereits von den Unternehmern bestellt, dieselben berechnen, tm Stande zu sein, 80000 bt- 100000 Personen täglich ipeifen zu können. In den Locolitäten der „Wellingtons-Gesellschaft wird die amerikanische Küche vorherrschen, wem diese nicht zusagt, der findet nun in 25 anderen und zumeist großartigen EtabliffementS, was dclv Herz, resp. der Magen begehn, denn die Kochkunst der meisten cioilifinen Länder wird da vertreten fein, namentlich am Midwav Plaifance, dem intematlonalen SchanstellnugS-Revier. * Rückkehr zur Solidität. Arzt: Ja sehen Sie Ber- ehrter, Sie müffen anfangen, solider zu leben. In Ihren obren geht daS nicht mehr io mit „Wem, Weib und Gesang '** Patient: Meinen Sie? Dann werde ich zuerst aus den Gesang verzichten! Literatur unt Knnft. _ ~ J«-end-Gartenta«be. Pi'rteljädrlich 1 Mk. Verlag der Kinder-Gartenlaube tu Nürnberg. Heft«! 1893 bringtdaSpetNotische Lied „Bedenk, daß du etn Deuscher bist" von E. Plettner: — die bochintereffante Erzählung „Nadine- von Fr. Holle: — DaS WaldhauS", Erzählung von M. ElaudiuS: — daS Gedicht .Der kleine Patient"; — baß echt volksthüurliche Märchen „Don dem KönigSklnde, das Perlen weinte"; — „Pom Gänslein, das ewig schnatterte" von G. Bleifteiner. — Dann allerhand Mittbetlungen, Scherz, Räthset, Rebu« rc. rc. — Pier prachtvolle Farbendruckdilder liegen diesem einen Hefte bei. Wir müssen betonen, daß die Zeitschrift ganz vortrefflich und außerordentlich btülg ist. Bekanntmachung. Die Grundliste über die zum Eintritt in die Pflichtfeuerwehr verpflichteten Personen (Jahrgänge 1867 bis 1858), sowie das Verzeichniß der hiervon für die Zeit von Anfang April 1893 bis 1. April 1894 für die Pflichtfeuerwehr in Anspruch genommenen Personen (Jahrgänge 1867 bis 1862) liegen während acht Tagen, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab gerechnet, auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß während dieser Offenlegungsfrist Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Listen, sowie Befreiung-ansprüche auf Grund der Ortsfeuerlöschordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Eintheilung in eine bestimmte Abtheilung der Pflichtfeuerwehr mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht werden können. Gießen, 23. März 1898. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.[2847 Holzversteigerung. Dienstag den 28. März I. I. werden aus den Districten Schiffenberg 32, Brauhofsberg 42, Rehhecke 52, Hafenwäldchen 61b, Wachholderhaide 62a, versteigert: 1 Eichenstamm von 56 cm Durchmesser mit 5 m Länge — 1,23 fm, 1 Fichtenstamm von 25 cm Durchmesser mit 12 m Länge — 0,59 fm, 12 Eschenstämme von 13—24 cm Durchmesser und 6—10 rn Länge = 2,25 fm. Buchen: 85,2 rm Scheiter, 44,9 rm Knüppel, 4560 Wellen, 96 rm Stöcke; Gscheu: 1 rm Scheiter, 6 rm Knüppel; Gicht«: 4 rm Scheiter, 5 rm Knüppel, 1690 Wellen, 6 rm Stöcke; Nadel: 7 rm Knüppel, 1840 Wellen, 2,4 rm Stöcke; Wcichholz: 870 Wellen. Das in Rehhecke, Hafenwäldchen und Wachholderhaide lagernde Buchen-, Eichen-, Nadel-, Knüppel-, Reisig- und Stockholz, sowie der in Wach- bolderlraide lagernde Fichtenstamm und das in Nabcnpfuhl 68b zerstreut liegende Weichholzreisig werden nicht' vorgezeigt und kommt gegen Mittags im District Schiffenberg zum Ausgebot. Steigliebhaber wollen dieses vorher einsehen. — Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an dem Brauhofs weiher. Nähere Auskunft ertheilt Gr. Forstwart - Aspirant Menges zu Baumgarten. Gietzen, den 17. März 1893. Großh. Ob-rförsterei Schiffenberg. Heyer. 2572 Ieilgeöotenes. Sie, färben 10 Pfg. [2791 Robert Stuhl. Neustadt 23. 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Bezugnehmend auf Obige» erlaube ich mir hierdurch meiner seitherigen Kundschaft, sowie meiner neuen Nachbarschaft ergebest anzuzeigen, daß ich mein seitherige- Geschäft, Bahnhofstrafte 26, in da- Hau- Bleichftratze 21 verlegt habe und bitte um geneigten Zuspruch. E- wird nun mein eifrigste» Bestreben sein, meine werthen Abnehmer bei guter Waare nebst billigen Preisen auf- Beste zu bedienen. 2779 Hochachtung-voll _______________Wilh. Haa». Eröffnung und Empfehlung. JE em verehr!. Publikum zur gefälligen Nachricht, daß ich da» früher von Frau Wwe. Schray geführte Restaurant Schray Weidengasse 1 übernommen und halte mich unter Zusicherung bester Bedienung, Verabreichung von Prjma-Lpeisen und Getränken besten» empfohlen. 2686] Hochachtungsvoll _________Frocop Schadeck. Geschäfts Uebergabe. Meiner werthen Kundschaft zur gefl. Mittheilung, daß ich meine Backstein-Fabrik bei Leihgestern an die Herren Gebrüder Carl und Chr. Faber daselbst käuflich abgetreten habe und bitte ich da» mir seither in so innigem Maße geschenkte Zutrauen auf meine Nachfolger übertragen zu wollen. Gleichzeitig haben dieselben für Leihgestern und Umgegend den Verkauf des Kalkes der Firma Carl Haas jr. mit übernommen. Gießen, im März 1898. Carl Haas jr. Aus Vorstehendes Bezug nehmend, soll e» unser eifrigste» Bestreben sein, unsere werthen Abnehmer in jeder Weise zufrieden zu stellen. 2591____ Gebrüder Faber. Geschäfts-Empfehlung. Einem hochverehrten Publikum halte ich mich in allen in das Polster- und Tapezierfach einschlagenden Arbeiten unter Zusicherung gediegener und geschmackvoller Ausführung bei billigster Berechnung besten» empfohlen. Achtung»voll Theodor Erb, Tapezierer, 2602____________________________Asterweg 26. — Afterweg 26. Stiftungen für die neue evang. Kirche zu Gießen. Nachdem der Baumeister unserer JohanneSktrche Herr Architekt Grisebach un» eine genaue Angabe der Inneren Ausstattung der neuen Kirche, nebst Zeichnungen und Kostenvoranschlögen übergeben bat, können wir nunmehr Allen denen, die biletzt schon ihre freundliche Absicht erklärt haben, eine Stiftung für die neue Kirche tu machen, sowie denen, die solche« erfreuliche Borbaben weiterhin fassen wollen, eine Uebersicht geben über alle die Gegenstände und Herstellungen in und an der Kirche, die zu besonderen Stiftungen sich eignen. Wir wollen hier ein vollständige« Verzeichniß aufstellen von derartigen Slip tungen, von den werthoollsten bi» zu den geringsten, Jedermann die freie lu»o>ebl für sich überlassend. ES eignen sich zu besonderen Stiftnnge«: 1. Die Orgel, die mit 39 klingenden Registern ein Meisterwerk tu« der Werkstälte de- Orgelbaumeister- Walcker in Vub®ig»burg werben soll, mit Gehäuse zu 18000 Mark. Auch da« p'ächttge, künstlerisch zu gestaltende •«&*«(« allein wäre eine schöne Stiftung im Werth von 4000 Mark. 2. Die Kanzel (in Sandstein und Marmorstuck) mit Schallbeckel und allem sonstigen Schmuck megesammt 6000 Mark; die Kanzel für sich allein 3000 Maik die < Stockrelief» der 4 Svangelifte« in den Brüstungen der Kanzel für sich allein 1200 Mark, also jeder Evangelist 300 Mark. 3. Der Altar (in Sandstein und Marmorstuck) in-gesammt 8500 Mark DaS große Relief de» heil, «bendmahl- in Marmorstuck all Rückwand bei Altars für sich befonberS 3500 Statt; ferner drei kleine krönenbe Gngelffgurea am Altar zusammen 600 Mark 4. Da« große Shorferrffer (über dem Altar) mit einer Darstellung der Kreuzigung Christi in Glasmalerei 4000 Mark. 5. Die 4 großen frenster im Schiff der Kirche (je 2 nach dem Selterlweg und der Südanlage hin) in Gla-malecei, jede- zu 10Ö0 Mark, also alle 4 zusammen 4000 Mark 6. Die 3 kleineren freutet im Schiff in «la«malerei, jede» 300-4^0 Mk, ferner die frendet im «onsirmandensaal und in der Sakristei, jede» etwa 100 Mk 7. Die Rose über der Orgel, im Hauptgiebel, in Glasmalerei 1500 dJlatl' , 8. Al» Wandbilder im Chor, die 12 ApOffelgeffaltam, jede 400 Mk., also fammen 4800 Mark. 9. 1 vierundzwanzi^stammige Walfronen im Schiff der Kirche, jede 600 Mark ferner • zehnflammige «askronea unter und über den Emporen, jede 280 Mark, endlich eine Anzahl kleinerer Saskronen je 100—200 Mark 10. Die Johannesftgnr außen am Giebel der Kirche Über dem Portal 2500 Mark. 11 «UarbeNeidnngen, (Altardecken, Kntepenbien) im Werth von 300-TOODL 12. Teppiche vor dem Altar und LÜvfer im Schiff der Kirche «0 - 300 Uff 13. «Itarlenchier, je einer etwa 150 Mark. 14 Adtndmahl-gerÜihe (Kelche, Kannen, Patenen) je von 80—200 Mk. und 300 Mark. 15. Eine S locke auf dem Thurm; die größte Ae, 8000 Mark, die »weite 4000 Mark, die dritte, Es, 2300 Mark, bte kleinste, Ae, 1000 Mark Wir bitten alle Freunde unterer Kirche, die zu einer der genannten Stiftungen geneigt sind, baldigst ihre Auswahl und Entscheidung zu treffen und die» dem Unter« zeichneten direkt oder durch emcn der Psarr.r oder Kirchen Vorsteher mttlheilen za wollen. ES wäre doch sehr erhebend und erfreulich, wenn recht viele (»lieber unterer Gemeinde du-.ch solche Stiftungen ihre Liede und ihren Namen unterem neuen Gottes- oeufe in besonderer Art einprägen würden. Mögen darum bleie unsere Mut Heilungen, zugleich al» herzlicher Aufruf an untere (Memctnbe, woblwollenbe Aufnahme finden und zu opferfreudigen Gaben veranlassen; Gott »alt «.- Gießen, Den 4. Februar 1893. Ter evangelische Kirchenvorftand. Dr. Naumann. 111fr >kebact»u: S, Pchetzda. — Druck uni »erlag de- Brühl'sche» Druckern tffr. 4 de. P,«tf ch> in »reßra