Goncert •tSÄ?$rsoi> r , Violine •HiCT«*-. v“?erchor 6^ein. imliing 'bs 8 Uhr, Mr. 49. Zweites Blatt. Sonntag den 26 Februar 1893 Der Oieße«er *w|dget erscheint täglich, ertt lulnabme de- MontaqS. Die Gießener yewlfUelfitttt »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal hrrgelegt. Gießener Anzeiger Henerat-Mnzeiger. vierteljähriger JMoneemenlspretoi 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bczoA« 2 Mark 50 Psg. Redaction, lkxpeditia» und Druckerei: Fernsprecher 6L Aints- nnd Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. tir s 8‘/< Uhr: lng. Frankfurt a. gjl.: loftatie?" ^Lorftanb. mome» ‘ 7 Uhr: mprinz". r Vorstand, MtllNg. bends 8 Uhr, rlage. n sreiivilliges Entree »inberujer. 1 ■ mit, baß ich vor wie lles Dortmunder et diiedezeViäzrn ig mutz ich mein Be- zu M übMsigen rein Austritt aus der len noch verkauft habe. ler, Ostanlage 3. inneren Ans- i$i* )en für unfat neue vorben: ue: Die 2 klmnm mlay yii w w ixb Heilem Dam» ter§, 20. Februar": andes: baar200 W. inn: baar 30 W. wir auch auf drefem WM- ar 1893. iold-Nmte imte ^iwpo^ Act. 101.CC 97.20 93.20 21.36 61.50 92.50 308.50 204-00 155.08 108.66 111.80 61-C0 OaN^'nea. Runahmr von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. chratisßeikage: Gießener Aamikienbkütter. Alle Annoncen.Bureaux deS In- und Au-lande- nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Amtlichem Tbeil. Bekanntmachung. Betr.: Maßnahmen gegen die Einschleppung der Lungenseuche aus Oesterreich - Ungarn (Art. 5 des Vieh- seuchen-Uebereinkommens bezw. Ziff. 4 Abs. 2 des Schlußprotokolls). Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 21. December v. I., Kreisblatt 301, bringen wir die im Abdruck nachstehende Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 22. Februar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Darmstadt, den 6. Februar 1893. Betr.: Wie oben. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter. Im Anschluß an unser lithographirtes Ausschreiben vom 14. December v. I., zu Nr. M. I. 33038, theilen wir Ihnen mit, daß die Einfuhr von Rindvieh aus Oesterreich-Ungarn, soweit dieselbe aus einzelnen Gebietstheilen deffelben wegen des Herrschens der Lungenseuche daselbst nicht gänzlich untersagt ist, bis auf weiteres darauf beschränkt worden ist, daß die Thiere von der Grenze aus in öffentliche, veterinärpolizeilich überwachte Schlachthäuser zur alsbaldigen Abschlachtung überzuführen sind. Sie wollen hiernach das Erforderliche 'veranlaffen. ________________________Finger.___________Schliephake. Gießen, am 22. Februar 1893. Betr.: Ausführung der Landesfeuerlöschordnung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach § 11 der Ausführungsordnung vom 11. October 1890 haben Sie im Monat Februar jedes Jahres eine Grundliste der nach Art. 11 des Gesetzes vom 29. März 1890 pflichtigen Mannschaften, sowie ein Verzeichniß der aus dieser Grundliste für das nächstfolgende, vom 1. April bis 31. März laufende Jahr als feuerwehrpflichtig in Anspruch zu nehmenden Personen aufzustellen und beide Listen acht Tage lang zur allgemeinen Einsicht offenzulegen, auch diese Offenlegung vorher ortsüblich bekannt machen zu lassen. Auf stattgehabte Entscheidung über die etwa erhoben werdenden Einwendungen ist sodann bis 1. April die Eintheilung der neu herangezogenen Pflichtigen von Ihnen vorzunehmen. Indem wir Sie auf diese Vorschrift und den hierbei zu beachtenden Inhalt von Abtheilung I. der Kreisfeuerlöschordnung Hinweisen, erwarten wir spätestens bis 1. April Ihren Bericht über das hiernach von Ihnen Veranlaßte. Zugleich ist alsdann zu berichten, ob Seitens der Befehlshaber der Feuerwehren die Ab- und Zugangslisten geführt werden und ob auf Grund derselben gemäß § 11, Abs. 1 der Verordnung vom 11. October 1890 Ihrerseits die Verzeichnisse über den Mannschaftsstand der Feuerwehr und ihrer einzelnen Abtheilungen angelegt, sowie ob die Befehlshaber der Feuerwehren mit Dienstbüchern ausgerüstet sind. v. Gagern. Gießen, am 23. Februar 1893. Betr.: Anschaffung von Vogelnistkästen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die «rotzh. Bürgermeistereien de- Kreises. Der Umstand, daß in Wald, Feld und Garten die alten Bäume rascher als früher beseitigt und daß auch nicht mehr so viele dichte Hecken erhalten werden, hat es mit sich gebracht, daß eine Menge nützlicher Vögel die ihnen in hohlen Bäumen und Hückenfturnpsen früher gebotenen Niststätterr verloren haben und daß in Folge dessen schon jetzt eine bedauerliche Abnahme der auf solche Nistplätze angewiesenen Vögel, der Höhlen- und Heckenbrüter, zu verzeichnen ist. Von der Ueberzeugung ausgehend, daß es gerade im Interesse der Landwirthschaft dringend geboten ist, diese Vögel, welche ausschließlich Jnsectenvertilger sind, bei uns nicht nur zu erhalten, sondern auch wieder zu vermehren, hat der land- wirthschaftliche Bezirksverein Gießen im vorigen Jahr eine größere Anzahl von Nistkästen für diese Vogelarten angeschafft und an verschiedene Gemeinden des Kreises vertheilt. Es mar hierbei die Absicht, zu erproben, ob die betreffenden Vögel die Nistkästen annehmen, und für den Fall des Gelingens des Versuchs, darauf hinzuwirken, daß Seitens unserer Gemeinden die Anfertigung von Nistkästen nach den bezogenen Mustern in großer Zahl erfolgt, um den Vögeln ihre verloren gegangenen natürlichen Niststätten reichlich wieder zu ersetzen. Mit Befriedigung kann nun festgestellt werden, daß der angestellte Versuch im Allgemeinen wohl gelungen ist. Die Herren, welche das Aufhängen und die Beobachtung der Nistkästen übernommen hatten, konnten berichten, daß der größte Theil derselben bezogen war. Wir können Ihnen deshalb dringend empfehlen, durch Handwerker Ihrer Gemeinden Nistkästen nach den zur Verfügung stehenden Mustern anfertigen und aufhängen zu lassen. Im Einzelnen bemerken wir hierzu noch Folgendes: Nistkästen wurden angeschafft für 1) Buschrothschmanz, 2) Spechtmeisen, Wendehals, 8) Meisen, Nothkehlchen, 4) Fliegenschnäpper. Die Kästen sind zur Hälfte Natur-, zur Hälfte Kunst-Nistkästen, d. h. aus Baumstücken unter Erhaltung der Rinde oder aus Brettern gefertigt. Nach der gemachten Erfahrung haben die Vögel zwischen beiden Arten im Wesentlichen keinen Unterschied gemacht, vielmehr die Kunstnistkästen fast ebenso gern angenommen, wie die Naturkästen. Bei Anfertigung von Nistkästen ist zu beachten, daß Größe, Form, Weite und Höhe des Fluglochs u. s. w. ganz genau den vorhandenen Mustern entsprechen muß, die Vögel würden sie andernfalls nicht beziehen. Die Kästen bedürfen indeß insofern einer Verbesserung, als die Kunstkästen wie die Deckender Naturkästen, sowohl um sie gegen die Witterung widerstandsfähiger zu machen, als auch um denselben ein naturgemäßeres Aussehen zu geben, mit dunkeler Oelfarbe anzustreichen und vor dem Trocknen mit fein zerschnittenen Moosen oder zerriebener Baumrinde zu überstreuen sind. Auch -mvsieblt es sich, das Innere beider Arten von Küsten mit dunkler Oelfarbe anzustreichen, hier indeß nicht zu überstreuen. Die Kästen wurden im vorigen Jahre überlassen an die Herren Lehrer Curschmann-Gießen, Reuß-Grünberg, Sauer- Lich, Gunschmann-Hungen, Schneider-Heuchelheim, Rückert- Großen-Buseck. Dieselben werden gern bereit sein, Ihnen auf Anstehen Muster von Kästen abzugeben und zugleich die nöthige Anleitung zum Aufhängen zu ertheilen. Wir wünschen indeß, daß die jetzt schon vorhandenen Kästen, nachdem Muster von denselben entnommen sind, alsbald wieder zurückgegeben werden, da die Benutzung derselben im laufenden Jahr nochmals beobachtet werden soll. Indem wir noch anfügen, daß mit Rücksicht auf die bevorstehende Brutzeit die Anfertigung der Nistkästen baldigst, möglichst innerhalb der nächsten Tage, erfolgen muß, und Fenilleton. Felix. Aus dem Leben eines Knaben von Zoü v. Reuß. (Nachdruck verboten.) Er hieß Felix und war bis jetzt auch ein Glückskind gewesen. Wohnte er doch in einem schönen, alten Hause am Marktplatze, dem man es ansah, daß seine Vorbesitzer schon angesehene Leute gewesen waren. Auch pflegte ihm der Vater- eigentlich niemals etwas abzuschlagen. Freilich hatte dieser wenig Zeit und seine liebe Mutter war gestorben. Das stattliche Haus besaß auch nicht viel Raum zum Austummeln, alle Räume fast standen voll hundertjährigen, verstaubten Hausraths, bis auf die Treppenwinkel herab. Aber diese ehrwürdigen Dinge wurden von dem einzigen Erben rücksichtslos zur Seite geschoben, um für sich und seine Kameraden Raum zu schaffen. Und unten in dem riesigen Speicher, wo die große Waage hing, ließ sich trotz der aufgeschichteten Fässer und Kisten noch immer mit den Schulkameraden Soldaten spielen. Eines Tages war der Vater bei Tisch sehr aufgeräumt, trank ein Glas Wein mehr als sonst und wollte Felix einen Kuß geben. „Jungen küssen nicht, Papa," wies ihn dieser zurück. „Ich bin kein Mädchen," wischte sich der Knabe den Mund ab. „Ich habe Dir etwas Schönes zu erzählen," sagte der Vater zögernd. „Hat die Lotte ein Füllen gekriegt?" „Wo denkst Du hiw?" „Schade! Du hast gewiß einen weißen Karnickelbock gefunden, aber rothe Augen muß er haben." „O, nein!--Du bekommst bald eine neue Mama, Felix „Eine — Mama? Ich will keine Mama, nein, nein, lieber einen Leonberger. Ich werde sie prügeln!" schrie Felix, mit dem Fuße stampfend. „Wart, Du Schlingel!" schüttelte der Vater den Sohn zum erstenmale. Felix gehorchte der Uebermacht und hörte auf, um sich zu schlagen. Es ward ihm klar, daß er diesmal den Kürzeren ziehen werde. Das erhöhte die Erbitterung. „Keine — Mama, nein!" klang es in trotzigem Weinen. „Gehe in Deine Stube und repetire die lateinischen Vocabeln, ich werde sie Abends abhören." Dazu kam es freilich nicht. Als Herr Stalling gegen Abend nach der Annenstraße ging, um seiner Braut den Verlobungsring anzustecken, hatte er die Declination vergessen. Felix schlug sich etwas mit mensa herum, weidete die Butter von der Stulle und dann ging der Hauskobold todtmüde zu Bette. Am anderen Morgen kam die Braut, um sich ihr künftiges Heim anzusehen. Sie war aus adeliger Familie und während des letzten Winters der star der Saison gewesen, vorzüglich auf den Bällen des Offiziercasinos. Es ließ sich aber auch schwer ein lieblicheres Geschöpf denken als Hildegard von Bern. Ein holdes Kindergesicht, mit Grübchen und braunen Rehaugen, in denen zwei Goldpünktchen glänzten, und die frauenhaft entwickelten, schönen Formen bildeten einen entzückenden Contrast. Als Herr Stalling sie mit ihrer Mutter aus dem Wagen hob und die teppichbelegte Treppe hinaufführte, strahlten seine Augen in stolzem Glanze. In dem gediegen, aber einfach eingerichteten Wohnzimmer droben erschien Hildegard wie eine farbenprächtige, exotische Blüthe. Der Vater ging, seinen Sohn herbeizuholen. Der verzogene Bursche kam auch — aber ganz ersichtlich mehr aus Freude, den Vater endlich wiederzusehen, als aus Neugier auf die neue Mama. Erst von der Thür an ließ er sich ziehen. Frau von Bern nahm ihre Lorgnette und beäugelte den zukünftigen Stiefsohn ihrer Tochter. Was sie wahrnahm, .schien ihr wenig zu gefallen. Auch Hildegard dachte wohl nicht anders. Der Vater hatte auch bereits berichtet, daß Felix „ein Rüpel" sei. „Er hat ein sommerfleckiges Gesicht wie seine liebe Mama," hatte er im Wagen gesagt. „Nur kleideten sie die Sommerflecken besser. Die Augen sind wasserblau, von Statur ist er grobknochig und unschön, wie ich, überhaupt soll er mir sehr ähnlich sein." Hildegard fand das alles bestätigt, — dennoch trieb sie plötzlich ein starkes Gefühl, dem mutterlosen Knaben entgegenzugehen. Und dabei wurden die schönen Augen naß und ließen die Goldpünktchen wie zwei freundliche, durch feuchten Nebel schimmernde Sterne erglänzen. Herr Stalling sah es freudig und schob ihr den Knaben entgegen. Nun brauchte er sich auch um den der neuen Mama trotzig verweigerten Handkuß nicht zu sorgen. Jetzt küßte Hildegard sogar den Knaben . . . Entsetzlich, der tölpelhafte Bursche wischte, sich wieder den Kuß mit dem Aermel ab. „Wollen wir gute Freunde werden, Felix?" „Nein!" Hildegard fuhr hocherschrocken zurück, die Grübchen in ihrem weichen, rosenschönen Gesichte verschwanden. Frau v. Bern wünschte plötzlich die Räume des Hauses zu sehen, um die Einrichtung danach treffen zu können. Sie schien Eile zu haben, um die Scene zu beenden. Zwei Monate später war die junge Frau in der neuen Heimath eingezogen. Da das Rococo Plötzlich wieder modern geworden, war auch die Einrichtung darnach getroffen worden. Daß der Character desselben, halb Idylle, halb Koketterie, für das altersgraue Giebelhaus keineswegs paßte, empfand nur Herr Stalling selbst, und sah deßhalb die alten, spiegelblanken, wohlconservirten Sachen nicht ohne Bedauern zu der „Urväter Hausrath" auf den Boden stellen, um den Holzwurm auch an ihnen sein Zerstörungswerk bi* ginnen zu lassen. Desto besser paßte das Rococo für Hildegard. Trotz ihres altdeutschen Namens schien sie so recht bestimmt, zwischen Rosen, schnäbelnden Tauben und Amoretten zu leben. ES ward auch bald recht lebendig um sie her. . (Fortsetzung folgt.) -aß wir uns sehr freuen würben, wenn recht viele Ge- meinben, auch biejenigen, in welche im vorigen 3ci§r btist» kästen gekommen stnb, solche anfertigen ließen, sehen wir bis 1. September b. I. ben Berichten berjentgen von Ihnen, welche unserer Empfehlung entsprechen werben, barüber ent* gegen, ob bie Nistkästen fich bewährt haben. ü. Sägern. Localer unb Lrovinzielles. Hieße«, 25. Februar 1893. — Der Gelreide»arkt. Die Tendenz im deutschen GetreidegeschLst bleibt nach wie vor eine matte, wie solche sich auch im Verlause der jüngsten Berichtswoche bekundete. Von den ausländischen Getreideplätzen fehlte es fast gänzlich an Anregungen, so daß sich der Verkehr aus den allermeisten Getreideplätzen des Inlandes in sehr engen Grenzen bewegte. Wenn trotzdem sich die Preise für Roggen wie für Weizen im Allgemeinen behaupteten und nur vereinzelt kleine Rückgänge auswiesen, so ist dies wohl der Vorsicht im Angebot zuzuschreiben, die ihrerseits mit Besorg- nisten wegen des Wetters zusammenhängen mochte. Hafer verkehrte ebenfalls beinahe überall sehr still und wenig im Preise verändert. Die Notirungen an der Berliner Producten- börse waren: Weizen von 146—160 Mk. pr. 1000 Kilogramm, Roggen von 128—136 Mk., Hafer von 140—157 Mk., Gerste von 115—175 Mark. § Srebenhaiu, 22. Februar. In dem benachbarten Bermuthshain sah man heute einen höchst seltenen Trauerzug. Er galt dem Begräbniß der Eheleute Balthaser Muth II. und Elisabeths Muth, geborene Oechler. Beide Eheleute waren einen Tag nach einander gestorben. Der Mann hätte ein Alter von 73, die Frau ein solches von 63 Jahren erreicht. Q Hungen, 23. Februar. Der hiesige Landwirth D. Weck fiel vor einigen Tagen in seiner Scheuer so unglücklich, daß er infolge der dabei erhaltenen schweren Verletzungen heute verschied. Allgemein bedauert man den jungen kräftigen Mann, welchen so plötzlich der Tod ereilte. — Auch eine ältere Frau, welche des Abends vor dem Schlafengehen die Stube verlosten hatte, fand man bald darauf auf der Treppe vor der Stubenthür tobt liegen. Ein Blutsturz war die Todesursache. Lauterbach, 21. Februar. Eine hiesige Familie wurde in einer der letzten Nächte durch ein unheimliches Ge* Polter im Hause aus dem Schlafe geweckt. Obwohl die Leute Diebe im Hause vermutheten, verhielten sie sich doch ruhig bis zum Morgen. Als sie sich nun aus der Stube wagten, sahen sie den nächtlichen Ruhestörer noch in der Küche sichen und zwar — eine Kuh! Nur mit größter Mühe gelang es, die ungebetene Köchin aus dem etwas engen Raume zu entfernen. Der Grund, weshalb die Kuh ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort verlosten, soll folgender gewesen sein • Ein Nachbar hatt? geschlachtet und bekam des Abends von guten Freunden nach altem Brauch einige salben Töpfe wider die HauSthüre. Dadurch erschreckt, hat sich das Thier wohl losgeristen und ist durch die angelehnte Verbindungs- thür in die Küche gekommen. Daß die Kuh, wie zwar auch behauptet wird, infolge deS Gesangs der fidelen Schlachtgäste auSgekniffen sei, dürfte ihrem musikalischen Verständniß doch wohl nicht zuzutrauen sein. Vermischtes. * Erstickte Zwillinge. Dem im zehnten Bezirke in Wien wohnhastcn Musiklehrer und Chorsänger der russischen Kirche Josef Janda hatte seine Gattin vor kurzer Zeit Zwillinge geboren. Als die beiden Kleinen ungefähr vierzehn Tage alt waren, befand sich der Vater einmal allein mit ihnen in der Wohnung.' Die Kinder waren an jenem Tage sehr unruhig und daS Concert, welches die beiden Schreihälse austührten und daS nicht sehr musikalisch geklungen haben mag, versetzte den Vater, der überdies schon vom Hause fort sollte, in große Bestürzung. Endlich versuchte es der in die Practiken der Kindermägde nicht eingeweihte Mann, die Zwillinge dadurch zu beruhigen, daß er sie mit dem Gesichte nach abwärts legte, so daß sie mit dem Munde daS Polster berührten. Nun waren sie ruhig und Herr Janda ging eilig seinen Geschäften nach. Als er jedoch nach Hause kam, harrte seiner eine traurige Ueberraschung. Man hatte die beiden Kleinen tobt auf ihren Kisten gefunden, sie waren erstickt. Der arme Manu gestand dieser Tage vor Gericht mit verzweiflungSvoller Miene sein Verschulden ein, für welches er schon durch den Tod seiner beiden Kinder schwer bestraft ist. Der Gerichtshof nahm auch darauf Rücksicht und verurtheilte den Angeklagten zu einer Woche Arrest. * Eine Stunde vor dem Polizeirichter schildert ein Bericht auö Berlin, wie folgt: „Unter den aus dem Polizeigewahrsam Vorgesührten waren fast alle Stände vertreten: ein Graf D., Sproß einer begüterten Adelssamilie im Osten des Reiches, auf deren Besitzungen der als Richter fungierende Astestor einmal Gost gewesen zu sein sich erinerte; ein socialdemokratischer Schriftsteller K., der behauptete, noch jetzt Mitarbeiter des „Vorwärts" zu fein; ein ehemals steinreicher Bäckermeister, der eine durchaus formgewandte 93er* theidtgungSrede hielt, eine Anzahl Kaufleute, Kellner, ein ehemals fürstlicher Leibkoch, ein gewesener Gendarm, ein nm sein Patent gekommener Schiffe apitän, ein Schauspieler und drei Athleten, eine Reibe von Männern, die sich „Arbeiter" nannten, ferner ein holländischer Offizier a. D., ein Malaie, der al» Schistsknecht und „Menschenfrester" gearbeitet zu haben nachweisen konnte u. s. w. Unter ben weiblichen Angeklagten befanben sich: „eine dreimal geschiedene Frau", eine ehemalige Qoncertfängerin, eine Lehrerin, eine Kartenlegerin, eine Gästwirthösrau, eine ehemalige Gärtnereibesitzerin,. die davongelaufene Tochter eines höheren Staatsbeamten, eine Frau Lieutenant, verschiedene Näherinnen, eine ehemalige Diaeonisiin, eine Anzahl Ladenfräulein, Dienstmädchen a. s. w. Biele dieser Personen machten nicht den Eindruck, als ob sie arbeitsscheu seien, doch die Zeugen — meist Polizeibeamten — bekundeten, daß sie bettelnd betroffen worden waren. Nur wenige von ihnen konnten ihre Freisprechung erlangen, — Freiheitsstrafen wurden gar manchem zudictiert. Die Strafe ist bald abgeseffen und waS dann? Die Zahl der Arbeitslosen ist gar groß und der Sinter gor hart." Und trotzdem lasten sich die Bethörien unseres Volkes nicht warnen, sondern ziehen, wie die Mücken dem Lichte, den unzählige Opfer verschlingenden Großstädten zu. • Es ist bekannt, daß auS Sleinkohlentheer viele in- dustrielle Producte, wie Ammoniak, Anilinfarben, Benzol, Sacharin :c., gewonnen werden. Weniger bekannt dürste der Werth sein, den die Steinkohlen repräsentiren, wenn ihre ausschließliche Verwendung zur Gewinnung genannter Produkte in Betracht gezogen wird. Eine Tonne Kohle enthalt z. B. soviel Ammoniak, daß eine erhebliche Menge Salmiak daraus gewonnen werden kann. Aus die 9 Millionen Tonnen Steinkohlen übertragen, die London zu Heiz- und industriellen Zwecken jährlich verbraucht, ergibt dies 10000 Tonnen Salmiak im Werthe von 95 000 Pfund Sterling. Dieselbe Menge Kohlen zu Anilinfarben verarbeitet, würde 1800000 Tonnen Farbmaterial im Werthe von 400000 Psd. Sterling ergeben. Wenn trotzdem die Kohlen zumeist als FeuerungS- material verwendet werden, so liegt dies darin, daß für die erwähnten Nebenprodukte nicht entsprechender Absatz vorhanden ist. Wäre er vorhanden, so müßte sich, nach einem Bericht des Patent- und technischen Bureau von Richard Lüders in Görlitz, unser Kohlen-Heizmaterial wohl ebenso theuer stellen, als wenn Chinarinde oder ähnliches hierzu verwendet würde. Es richtet sich also auch hier der Preis lediglich nach der Nachfrage. * Beim Abschied. „Und waS würden Sie thun, mein Fräulein, wenn ich Ihnen jetzt einen Kuß raubte?" — „Mein Gott, wie kann ich das im Voraus wiffen?" * Der enthüllte ZukunftSstaat. „Sage mir, Männchen, ich lese jetzt immer in ben Zeitungen so oft vom Zukunftsstaat ! Erkläre mir doch einmal, was baS eigentlich ist." — „Zukunftsstaat? Hm, das ist leicht zu erklären, — daS ist sehr einfach! Siehst Du, mein Kind, das ist: wenn man zum Beispiel wie Du im Februar schon Frühjahrs- toiletten kaufen will. DaS istZukunftSstaat und — das will ich nicht!" Landwirihschafiliche Winke und Zlalhschläge. △ «uS vberheffen, im Februar. Beiträge tut Bekämpfung deS Futter- und StreumangelS. In unserer lanbwinhschafllichen Rück-, Um- und Vorschau Im October vor. Js. (netze „Gießener Anzeiger" Nr. 241, zweite- Blatt v. 15 October 1892) brachten wir zum Schluffe den letzten Satz: Vorsicht und Sparsamkeit müssen diesen Winter fortwährend als Lchildwachen neben den Stallthüren stehen. Seitdem ist über ein Vierteljahr verflossen und diese kurze Zeit l,at jcbcai ^anbtviuoc Vic Jtldjiltfrcll dl-se» AuSspruchrS, den sich Viele auch selbst thaten, deutlich vor Augen geführt. Langsam kam der Winter, aber in der zweiten Decemberhälfte recht energisch. Die Fuller- und Streuoorräthe schwinden immer mehr zusammen; dis man Grünfuttcr schneiden kann, vergehen noch einige Monate und bi« man Getreide ausdrischt, um Streumaterial zu erlangen, wild es Ende Juli werden. Da heißt es: Bauer, kalte jedes Hälmchen zu Rathe, denn die Fulter- und Striumitlel muffen mit Silber aufgewogen werden. Es bleibt nichts anderes übrig, als alles Stroh zum Füttern zu verwenden und für daS verfütterte Stroh billige Streumaterialien herbeizuschaffen. Bei Streumangel denken die Leute vor allen Dingen zuerst an Waldstreu: Laub, MooS, Ginster und Nadeln. Heber Laub (liebt es ein Sprichwort, welches lautet: Laub macht den Acker taub. Das kommt daher, daß das Laub nicht viel flüssigen Dungstoff aufnimmt. Die Zersetzung ist eine ungenügende, wodurch der Lauddung eine geringe Wirkung auf dem Acker äußerl. Bit MooS geht es schon beffer. Die Nadeln eignen stch besonders als Dung für Tabak- pslanzen, welche in Oberhessen aber nicht gebaut werden. Ginster und Heidekraut zersetzen sich auch nur langsam. Der Schreiber dieser Zeilen stimmt daher nicht für Waldstreu, auch destzalb nicht, weil durch zu starke Wegnahme derselben der Wald denachtheiligl werben kann. Mäßige Entnahme dieser Streu, > besonders wenn sie von Schneisen und Wegen geerntet wird, ! schadet natürlich gar nichts, kann aber einen ganz hübschen Neben- nutzen gewähr, n. Kann der Bauer also Waldstreu auf diese Weise um billige- Geld erhalten, so ist nichts dagegen einzuwenden. Muß er sie aber tbeuer bezahlen, weil überall Streumangel herrscht — wie es diesen Winter der Fall ist — dann thut er besser, erst einmal zu rechnen und sick umzusehen, ob nicht andere Streumtttel billiger zu haben sind und nebenbei doch einen viel besseren Dung lieferen, als die Waldstreu. Der Bauer muß rechnen lernen, das haben wir schon oft genug gesagt und wiederholen eS diesen Winter besonders eindringlich. Zum Glück für die Landwirthschaft ist nun eine Streu vorhanden, welche nicht bloß ebenso gut wie Stroh — wenigstens in vielen Fällen — und besser als Waldstreu ist, sie kostet auch weniger Geld als Slrob, mitunter auch weniger als Waldstreu und liefert dabei einen trefflichen Dünger. Dieses Etreumaterial ist die Torsstreu. Der Name selbst sagt uns schon, woher die Streu stammt, es ist daher eine weitere Erklärung nicht erforderlich. Wie kommt e« nun, daß dieses Mittel so wenig bekannt ist und daher, trotz seiner guten Eigenschaften, diS jetzt so wenig Anklang gefunden hat? Antwort: Weil die Landwirthe ein zu große« Vor- urtheil dagegen haben und--waS der Bauer nicht kennt, das nimmt er nicht. Das ist nun alleS ganz schön und gut, denn Vorsicht ist die Mutter deS Porzellanschrankes, sagt eine banale Redensart. Eine andere sagt: Man muß nicht von Allem zuerst haben; mit demselben Rechte aber kann man auch sagen: Ich gehe nicht eher inS Wasser bis ich schwimmen gelernt habe, wa» zur Folge haben wird, daß man niemals schwimmen lernt. Somit bleibt nichts anderes übrig, als daß man die Sache einmal probirt, denn probiren geht über studiren. Wer den Torfmull aber einmal richtig probirt und angewandt hat, der wird auch mit ihm zufrieden fein. Haben bie Kartoffeln nicht hundert Jahre gebraucht, bis sie sich in Europa eingebürgert hatten? WaS wären wir denn heute ohne Kartoffeln! Hat cs nicht Jahrzehnte gedauert, diS die Leute anfingen zu begreifen: Der künstliche Dünaer ist ein ausgezeichnete- Mittel, um die Ernten zu erhöhen! Jetzt fangen die kleinsten Bauern an, Ehilifalpeter und Thomasmehl auSzustreuen und siebe da, sie machen sehr freundliche Gesichter, wenn Jie die guten Erfolge merken. Mil der landwirthschaftlichen Buchsüd'ung geht eS gerade so, wie mit den soeben angeführten Neuerungen. Die Leute wollen noch nicht dran, weil sie noch zu große Voru'iheile dagegen haben, ober weil sie noch zu bequem sind unb daS Schreiben scheuen. Die Zeit kommt aber, wo Viele daS Aufschreiden lernen und sie sind bann sehr ärgerlich darüber, baß sie eS nicht schon längst D. örunbjüge der Wappen. langen grei- — Katechismus der Heraldik. titeratur rrnd ICunft. - E. Cremer, liebet die Cnisiehung der christliche« Gewißheit. Zur Auseinandersetzung mit 3ranf u. Herrmann. (42 S). Gütersloh. Bertelsmann. 1893. Jrn übersichtlichen Rahmen eines frischen und verständlichen Conferenzvortrage» behandelt hier der jetzige bessische Pfarrer und Licentiat der Theologie E. (Sterner, Der Sohn deS hochgeachteten ForfcherS und Bekenners in Greifswald, die Kernfrage der neueren Theologie und den springenden Punkt in dem neuentfachten Kampfe um daS Glaubens- bekennlniß der evangelischen Kirche. UnauSweichbar deutlich und doch fachlich und weitblickend erweist er gegen übergläubige Selbstherrlichkeit und halbgläubigeOffenbarungSkritik au» der wahren Eoniequenz deS sittlichen SelbstbewuhtfeinS die allen zugängliche Pflicht und darum auch daS Allen festdleibende Recht, nach einem biblischen Heil«glauben von des Paulu» und Augustin- Alt zu streben und desselben in diesem Streben selbst gewiß zu werden. Diejenigen, welche ben „Evangelischen" Glaubensbegriff al- eine sittliche, ja als die höchste ethische Frage, auch in der gegenwärtigen Krise erfassen aber eben deh halb auch die allein zureichende Antwort auf sie in den göttlich - ethischen HeilB- thatsachen deS unoerstümmelten EoangeliumS finden, werden sich diese» klaren undfriedefchaffendenZeugnisse-imWiderstreit ber Parteien freuen und nach desselben Verfasser-weste,führender Schrift „bie stell uertretenbe Bedeutung der Perfon Christi" mit um so größerem Verkünde von Eduard Freiberrn v. Sacken, fünfte, verbesserte Auflage. Mit 215 in ben T-xt gedruckten Abbildungen. In Original L'efnenbanb 2 Mark Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Dadurch zahlreiche Abbildungen erläuterte Merkchen gibt in klarer, bündiger Darstellungsform Belehrungen über Stil und Eharacter der heraldischen Figuren nach kunstwiffenschaftlichen Prinzipien und unterrichtet auf Grund der gegenwärtigen Resultate der eine- Zunehmenden Aufschwunges sich erfreuenden Forschung den Laien wie den Liebhaber, Künstler und Gewertsmann über da- Wesentliche der Heraldik. Da- handliche, übersichtlich gehaltene Büchlein fei namentlich der Aufmerksamkeit derjenigen empfohlen, die in ihrem Gewerde- betrieb ober bei künstlerischen Arbeiten häufiger in die Lage kommen, daS Gebiet der Heraldik betrete^umüffen^ thaten, weil sie nachträglich einsehen lernen, baß die Buchführung Zu ihrem Besten gewesen ist. __ Wir kehren -u unterem Hauptthema der iodftreu jurucL Damit kein Jrrthum entstehen kann, bemerken wir: Die DorTVre» fall und kann den etrobmifl niemals ganz ersetze«. Edlerer besitzt Eigenschaften, bie für manche Bobenarten, z. B- schwere, notz- kalie Böden, unentbehrlich find. Wir wollen darum auch ben mist durchaus nicht abgeschafft haben. «S giltunB ben oor liegenbenFall tpecie'.l nur darum, ein StraZmittel zu finden, weiche- billig und gut ,st und unS ermöglicht, da- vorhandene Stroh «iB Futtermittel herbeizuziehen. Wer nun diese- Jahr, ber fpä - Uchen Ernte, genügende- Futter und hinlängliche- StreMiaterial besitzt bet mag eS ruhig in seiner WsithfchaN verwmden. Wer aber klug und Z"rechnen versteht, der wird sich lagen; Hast i» verkaufe t nen Töerl meines Strohes und löie einen stattlichen Posten Gelb bafitr Wenn ich mir für bie Hälfte diele- Erlöse- zorfftreu mrschane ™brreiÄtaerabe’fomeit.^wie mit bem ebenso gut ist und mein Vieh gerade so gesund und "wlich bleib als bei dem Stroh: dann ist doch offenbar die eine ftÄIfte M ©elbeB welches auB Stroh einging, reiner Gewinn. Und bar um soll vernünftiger l'iann, der zu rechnen versteht, biefen machen wollen.' Ober warum soll dn «nberet, bet auch ju rechnen versteht, da-Stroh riestg theuer bezahlen, wenn er flr bflB balbe©UD Torfstreu an schafft unb mit bieser gerade so weit reicht a - mit dem Stroh! Wer rechnen kann, der rechne und lege seine Borurtheile av. er wird e- nicht zu bereuen haben. Untenntntfc urtbeUe sind Dinge, welche Manchen zchon °)Ue-Gelb gekostet Haden- In der Industrie unb im Fabrikbetrieb zeigt sich diese- noch viel deutlicher al- in bet Landwirthschaft. Vst le blühende Geschäfte^gehm zu Grunde, weil die Inhaber e- nicht verstehen, den Fortschritten aui technischem Gebiete rechtzeitig zu folgm. ftür heute wollen wir, da der Raum mangelt, abbrechen. Zn einem Schlußworte werden wir un-bemühen, die guten sagens^asilen de- Torfmull- vorzuführen und die «nwardimg in ben Ställm unb bei ben verschiedenen Viehgattungen <:waS näber ,u de'chrerden an ... bet tiebrüder Stamm die schönste ZvCClIl JlllUvX Auswahl der neuesten VuckSkinS, d Sie zerfällt in mehrere Abteilungen, zunächst eine aUgemeine(Unl verfitätswesen unb UniversttätSwesen im Allgemeine) und eine historische, welche historische Stücke unb brlbltd)<1 ^aTfleflungai aus brr äSrrgangmbrU brr UnlDrrfitätrn, «Ubrr “ veisität-lehrer, Apparate unb Instrumente usw. enthält, sowie einzeln r wissenschaftliche Veröffentlichungen, an welche sich debeutende iS» - bedungen, Erfinbungen ober sonstige Erfolge deutscher gelehrten knüpfen. Eine dritte Abtheilung umfaßt die Lehr- und Forschungs mittel (Lehrmittelabtheilung). Nach der Absicht deSr EultuBministet. Dr. Bosse wird endlich eine besondere Abtheilung den Ltbrgang b<^ Anatomie an der Berliner Universität dar stellen. Ter erste CustoS der Anatomie hat den Auftrag erhalten, plastische und graphische DarstellÜngen aller Apparate unb Lehrmittel )u ammmzuftellen we cke diesen Lehrgang veranschaulichen. Daran schließt sich «ne »u fteflung der AnschauungStaseln für ben physiologischen Unterricht die seit 30 Jahren unter Leitung von du Bois Reymond hergeNeUt sind. Ferner wird die Einrichtung dcB OperatlonssaaleS der Komg lichm chirurgischen Klinik zu Berlin tn etnem sonderen Z mmer ausgestellt. Die letzte Abtheilung endlich umfaßt eine Bidtiothek- auSstellung. ___> Xlcrfcbr, Land- unb Volkswirtbschaft. - Verweichlichte vbstdäume. Laß nicht nur dieMen'chen, sondern auch die Pflanzen durch die Eultur verweichlicht werden können, hat kürzlich, wie die „T. R." mittheilt, Proseffor Sorauer in Proskau an den Obstbäumen nachgewiesen. Er Hal an'WUdlingen und Edel stammen deS Birnbaumes bie Dicke beB HolzkörperS unb brr Rinde ber Zweige gemeßen unb hat habet gefunden, daß bie Zweige unserer Culturrassen eine fleischigere Rinde bekommen, während Ler Holzkorper^ der die Festigkeit deS Zweige- bedingt, bet ihnen bedeutend an Dicke abnimmt. Dadurch verlieren die Zweige an Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse; namentlich .st die Frostempfindlichkeit der fleischigen, wasserreichen Gewebe sehr beträchtlich. Wenn die Züchter also durch hocharadige Steigerung der Ernährung auch die ProducttonS- fähigkelt der ObstbSume steigern, größere und zuckerreichere Früchte erhalten, so müssen sie doch wohl bedenken, daß sie damit zugleich den ganzen Organismus deS Baume- verzärteln und hinfälliger machen. Zur Bewahrung einer dauernden Gesundheit unserer Eulturpflanzen tst es nach SorauerS Ansicht erforderlich, die Festigkeit des Achsen baues zu erhalten unb nicht burch fortgesetzte Steigerung der Waffei- unb Nährstoffzufuhr übermäßig zu erschüttern. Edm. Jacobis Regensburger Kräuter-Liqueur ist der beste. In Kietzen zu haben bei Herren Heine. Belloff, Alicestraffe, Cberh. Dort, Wall- thorstrabe, L. «alkhof Wittwe, West, anlage.__[764 1727] Ein verschlietzb. Brodwagen mit Aedern zu verkaufen Näheres in der Exped. d Bl Wenn. Du stets einen trockenen Fuß haben willst, so schmiere Deine Ltiefel mit Myristin. ii renn Du 1/1/ Deine Stiefel, Lederzeua. Geschirre 11 stets weich und wasserdicht haben I | willst, so gebrauche [1634 Kroners Kdersett Dosen V. 10—80 Pf., ächt in Gietzen bei Pb. Völlmar, roeidengaffe 6. ßT Special- -MA Cassee- u. Theehandlung Java-Caffee nach Prof. v. Liebigs Methode gebrannt, h vH. 1.70, 1.80 2 pr. Pfd. Diese Coffees erfüllen in Aroma. Kraft und Ergiebigk it die höchsten Ansprüche. M. M. Rothschild, 915]Bahnhofstraße 6- Backsteme, Feldbrand, la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Baustelle geliefert werden. 1660 Andr. Euler. 1457] Ein wenig gebrauchtes, neu hergerichtetes Halvverdeck mit Patent achsen ist billig zu verkaufen Anzusehen bei Herrn Carl Leib, Burggraben 1 i.______________________ 1127] Schöner grotzer Garten am Nabrungsberg, beste Lage, preiswerth zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 1771 Hoffmann, Concursverwalter. roh und gebrannt, Emil Fischbach. Holz rm BucheN'Scheitholz, M Wellen rm Kiefcrn-Scheitholz, ii // 1,72 fm, Die Zusammenkunft und der das Liter —.65 Flasche [1719 Bureau abzugeben. Krämer. 1698 und rm Buchen-Scheiter, 167 rm im Küh- rm Buchen-Scheiter, veranschl. zu 1723 Walz. // [1666 Krämer. 1747] um Ettingshausen, 20. Februar 1893. // // Alten-Buseck, 21- Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. 1 7 3,33 9,91 3,75 10,69 // n 2.75 3.50 32 478 5235 -Knüppelholz, -Stockholz, -Reisholz, 1889r 1886r 1886r 1884r 1886r 1890r Scharzhofberaer do. Tisch- und Bowlen- Rhelnweln tm Fasse, 200,09 73,70 39,00 16,50 22,40 60,49 42,23 460 149 135 4850 50 170 .70 3410 4550 F. Hoffmann Concursverwalter. 1889r 1889r 1889r 1886r 1889r 1889r 1886r 1884r !890r Gießen, 22. Februar 1893. Großh. Direction der neuen Kliniken. u Anunter : 246 140 235 5030 5200 -Knüppel, -Reisig, -Stöcke. werden: Maurerarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeitcn Wellen // Wellen Districten Dachsbau, Wartberg Hirtenwiese: 5 Fichten-Derbstangen, fang ist Morgens 9 Uhr am Ameisenkopf am Kiefernholz, um 11 Uhr am Buchenholz. Die Stämme u. Stangen kommen Vormittags nicht zum Ausgebot. Steinbach, 21. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. // Der Anfang ist Vormittags 9 Uhr bei Nr. 1. chtett. >0 des Deutschen jwdlungtn nunmehr jt «m aflßtmtint 'M-. Remdtiui) und eine aus Bußen berühmter Uni- enthäll, sowie einjelne de sich bebeutenbe Eni- deul/cher Wchrlen , l!ebn und Forschungs- icht des CultusmWeis -ilung den Lehißang der lien. Dec erste CusioS Sittiche und graphische usammenzuftellen, wtlit schließt sich eine Au' - hysioiogischen Unterricht, ois-Reymond hngesteUt ratioossaaleS der König- nem desondnen Zimnur umsaßt eine Biblioihek- kswirthfchast. aß nicht nur dieMenschen, :weichiichi werden können, or Sorauer InPioskau m üiWMngtn unb ßbtb zkörpers unb her Rinde daß die 3®eiße unserer .während der HGvrper, hnen bedeutend an Dicke an MderstandssahigkiU e Frostempfindlichkeit der Itlid). Wenn die Züchter ungauch die Productions- rnb zuekerreichere Früchte n, daß sie damit zugleich In und hinfälliger machen, it unserer Kulturpflanzen die Festigkeit des Men- ieS'e/gmmg btrW; rn. ___________ bei Abth. Nr. 1. Freitag den 3. März, Vormittags 9 Uhr, Kcilgeöotenes. 1733] Caffeler unb Schlüchterner Brot, sowie prima ungarisches Bekanntmachung. Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1893/94 auf dem SubmifsionSwege vergeben werden: 1. Die Lieferung von : Backwaaren, Fleischwaaren, Specereiwaaren, Milch, Butter und Eier, Bier, Kohlen, Holz, Schreibmaterialien, Kornstroh, Seife, 2. das Reinigen der Wäsche für Beamte und Dienstpersonal, 3. das Reinigen des Herdes und der Oefen, 4. Die Abgabe von Knochen, Ge- spül, leeren Oxhoft-Weinfässern und Oelfässern, sowie leeren Mineralwasserflaschen, 5. die Entleerung der Kehrichtgrube und Schlammfänge. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau der Großh. neuen Kliniken an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden. Offerten, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum b. März 1893, Mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten -Knüppel, -Stöcke, -Reisig, -Eichen-, Nadel- und Niersteiner Rheinwein . Nackenheimer do. . . . Oppenheimer Sacktr do. Geisenheimer do. . . . Erbacher do . . . . Rüdesheimer Berg do . WinkelerHasensprung do Schloß Vollrads . . . Rothweln im Fasse, Dienstag, den 28. Februar, Nachmittags 2 Uhr, wird auf Lonys Bierkeller eine Parthie Wein in Flaschen, als: Tokayer, Menescher, Rüster Ausbruch rc., sowie einige Fässer Ofener Rothwein, ferner Cog nac in Flaschen, sowie leere Flaschen und Weinfästchcn, ganz neue Kellcrgerüste, eine Wasch-Maschine mit Ringmaschine neuester Construcüon, ferner 1 Posten feiner Cigarren u. s. w. versteigert. Weichholz-Reisig. Zusammenkunft am Hattenröder Vicinalweg an der Steinbruchschneise. Lich, 22. Februar 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. n ii Wellen „ in der Forstwartei Vorderwald, stritten Rotherbusch und Alte f"* Georg Orlenbach in Wetzlar i empf. folg, sehr prelswerthe Sorten fraoht- 1 — 125 1.50 1.50 2— 2.50 3- 3.50 Möbel-Versteigerung. Montag den 27. Februar, Nachmittags 2 Uhr, werden in der K. Th. G läsen er'scheu Wohnung Möbel aller Att, zum Theil fast neu, als: Sophas, wobei ein PlÜschsopha, Stühle, Tische, Nähtisch, Waschtisch mit Marmor, Tischdecken, Verticow, Kleiderschränke, Teppich, Spiegel, Glas, Por zellan rc. gegen Baarzahlung versteigert. Zusammenkunft und Anfang Dachsbau aus der Wannwiesenschneise u n Scharzberger do . . . 2 — OberernmelerRosenbergdo 2.50 Berncasteler do das Liter —.55 die 8/t-Llter-Flasohe Holz-Versteigerung in den Wsldungrn dcr Stadt Lich Versteigert werden: Donnerstag den 2. März, Vormittags IO Uhr, in der Forftwartei Grobhäuserberg, Holzversteigerung im Ettingshäuser Gemeindewald Mittwoch den 1. und Donnerstag d. 2. März l. I. sollen im Gemeindewald Ettingshausen, Distritt Gabrielszimmerplatz, versteigert werden: 141,59 fm Fichten-Schnittholzstämme, von 27—47 cm Durchm. und bis 25 m Länge, 15,27 km Kiefern-Schnittholzstämme, von 27—40 cm Durchm. und bis 20 m Länge, 339,61 fm Fichten * Bauholzstämme von 15—26 cm Durchm. und bis 22 m Länge, 119,39 fm Kiefern - Bauholzstämme von 15—26 cm Durchm. und bis 20 m Länge, 31,46 fm Fichten-Derbstangen von 8—14 cm Durchm. 26 Fichtenstämme „ 62 Fichtendevbstangen,, 1789 Fichtenreisstangen „ inst. dtt tzriMm Tant U. Herrmann. 1893. Im Üterfichllichm nserenzvoltrages bthande t eicmtlat der Theologie Forschers unb Bekenne s ,rm Tbeolozie unb btn um das Glaubens 'nach einem SLzj-M SZSV JjsSSfS n. ^^"-^Mbisscr^rus- Fünsie, ’T'aiflinfl!' ibtlbui’0cfn Weber In W Ilflier, unb kharacler Über 6tU «n . n unb schafilichel' yu- iltn- fcHbk%afletoo1in' Mr01 •n. // -Knüppelholz, „ -Stockholz, „ -Reisholz, Buchen- und Eichen - Durchforstungs-Wellen, Eichenstamm von Eichenftämme „ uns für ?L6ltob: Itl zu vor- S&ft siSä Hail'i^uber -°'"ichen L^ause ■ NLL '' bm MWtt« m[ ’jnßelt, abbrrchen. % JJJ® den Eüllm unb jer iu beschreiben. Holz-Vcrsteigerung.! w Montag den 27, Februar m allen Ar^n’ '? allc-n Prci81a8en» d. I soll in dem Steinbacher Ge- emP6ehi? meindewald, Districten Heegheck und 1319 Ameisenkopf, nachverzeichnetes versteigert werden: Ich gerne In m. Weinstube zur Verfügung ____________ Brennholz,। Buchen und Tannen, [60 per Meter und per Centner. Bei 5 Ctr. franco ans Haus. Andr. Euler. Caseler Moselwein . . 1.50 frei Gießen u. unt Vergütung des Octrols: die 8/4»Llter-Flasohe JL 1890r naturreinen Enkircher Moselwein 1.— Ä ®ÄfiÄg^a^n: | «-ÄS* Görnert. 1654' Seltersweg 46. _ . . wird zu 15 H das Stück frei »urückgenomrnen. Preis!, meines reichbalt. Lagers steht zu Diensten. Proben stelle Brennholz- Versteigerung im Fkldhkimcr Walde. Mittwoch den 1. März L I. sollen in den Districten Hinterwald, Tannengarten und Scheibel öffentlich versteigert werden: 190 rm Buchen-, 6 rm Eichen- Scheitholz, 150 rm Buchen-, 28 rm Eichen-, 6 rm Nadelholz- und 8 rm Weichholz-Prügelholz, 55 rm Buchen-, 40 rm Eichen'Stockholz, 350 rm Buchen-, 350 rm Eichen- und 70 rm Nadelholz- und Weichholz-Reiserholz. Kaufliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe gefl. vorher ansehen. Zusammenkunft: Vorm. 9'^ Uhr im District Tannengarten am Stein- bmch. Arnsburg, 20. Februar 1893. 1648 Gräfliche Oberförsterei. Arbeitsversteigemng. Mittwoch den 1. k. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesigem Gemeindehause nachstehende Arbeiten öffentlich in den Acwrd gegeben OGG Ausverkauf. HO Wegen weiterer Vergrößerung meiner Geschäftsräume wird mein Lager vom 15. Februar ab ausverkauft. Besonders zu empfehlen: ^09 Abschnitte zu Anzügen und Hosen, von den gewöhnlichsten ms hochfeinsten Stoffen und neuesten Mustern; Hunderte Anzüge, al oft $ , Kaisermäntel, Radmäntel und Buckskin - Anzüge von den kleinsten bis zu den größten Nummern; Arbeiter - Hosen 2 Mk.; Arbeiter-Jacken 1 Mk.: Buckskin- Hofen 2 Mk.; Tausende Stück Jagdwesten; Tausende Stück Unterhosen von 50Psg. an; Regenschirme von 1 Mk. an. Frauen- Unterröcke von 1 Mk. an; ein Posten Knaben- und Jünglings-' Katfermäntel ä. 3—6 Mk.; Filzschuhe in allen Arten, enorm billig; emen Posten Frauen-Filz-Schnürstiefel ä 2^ Mk.; Normal- Hemden und Unterhemden sowie Hantjacken a 1 Mk.; Schäscr- mäntel, auch für Kutscher und Nachtwächter, ä 10 Mk.; ein Posten Buckskin-Bnrschen-Anzüge ä 8 Mk.; Stiefeletten, mit einfachen und Doppel-Sohlen, von 5i/3 Mk. an; Shawltnchcr von 30 Pfg. an; Filzhüte in allen Fa^ons unb Farben, erstaunlich billig; ein Posten Chemifetten-Hemdcn von 2 Mk. an; Kindcr-Bnckskin-Anzüge, vorzüglich schöne Waare, 3*/2 Mk.; Kuh- und Pferdedecken 1 Mk.; Holzfchuhe, 2vafser- und Kniestiefel; IOOO Paar Damen- Stiefeletten ä 4 M.; C0NfikMaNdeN - ANZÜgt, -Stiefel und -Hüte, Tanfende Stück. H. Moeller, Marburg. Glas- re. Thüren sowie eifcruc Säulen werden billig ab gegeben. . 1555 Das Allervollkommenste! 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Nachdem der Baumeister unserer IohanneSktrche Herr Architcct Grisebach nn» eine genaue Angabe der inneren Ausstattung der neuen Kirche, nebst Zeichnungen und Kostenvoravschlägen übergeben bat, können wir nunmehr Allen denen, bk m jegt ichon ihre freundliche Absicht erklärt baden, eine Stiftung für die neue Kirch« zu machen, sowie denen, die solches erfreuliche Borbabrn weiterhin fassen wolbm, eine Ueberficht geben über alle die Gegenständ« und Herstellungen in und an der Kirch«, die za b«sonderen Stiftungen stch eignm. Wir wollen hier ein vollständiges Verzetchniß aufstellen von derartigen Stif- tungen, von den werthvollsten bis zu den geringsten, Jedermann die freie Auswahl für sich überlaftenb. ES eignen stch zu besonderen Etiftnrrgen: 1. Die Orgel, die mit 39 klingenden Registern ein Meisterwerk aus 'der Werkstäite deS OrgelbaumeifterS Walcker in Ludwigsburg werden foll, mit Gehäuse ju 18000 Mark. Auch das p'ächtige, künstlerisch zu gestaltende Getzünse allein wäre eine schöne Stiftung im Werth von 4000 Mark. 2 Die Kanzel (in Sandstein und Marmorstuck) mit Schalldeckel und allem sonstig'N Schmuck tnSgcsammt 6000 Mark: die Kanzel für stch allein 3000 Mark; bk 4 rtvckrelief» der 4 Evangelisten in den Brüstungen der Kanzel für stch allem 1200 Mark, also jeder Evangelist 300 Mark. 3. Der Altar (in Smdstein und Marmorstuck) inSgesammt 8500 Mark. TaS große Relief de» heil. Abendmahl» 'n Marmorstuck al« Rückwand de» AltarS für sich besonders 3500 Mark; ferner drei kleine krönende Gngelstgure« am Altar zusammen 600 Mark. 4. DaS große Chorfenster (über dem Altar) mit einer Darstellung der Kreuzigung Ehristt in Glasmalerei 400U Mark. 5. Die 4 großen Fenster im Schiff der Kirche (je 2 nach btm S«lter«weg und der Südanlage hin) in Glasmalerei, jedes zu 1000 Mark, also alle 4 zusammen 4000 Mark. 6. Die 3 kleineren ryenster im Schiff in Glasmalerei, jede« SW-^OMk., ferner die Aenster im Sonstrmandensaal und in der Sakristei, jedes etwa lOu Mk. 7. Die Rose über brr Orgel, im Hauptgiebel, in Gla-maleret 1500 Mark. 8. «IS Wandbilder im Chor, die 12 «postelgestalten, jede 400 Mk., also sammen 4800 Mark. 9. S vterundzwanzis stämmige GaSkronen im Schift der Kirche, jede 600 Mark, ferner 6 zehnstammtge Gadkronen unter und über den Emporen, jede 280 Mark, endlich eine Anzahl kleinerer ««»kroaen je 100—200 Mark. 10. Di« IohanneSstgnr außen am Giebel der Kirche über dem Portal 2500 Mark. 11 AltarbeNeidungen, (Altardecken, Ant. pendien) im Werth von 300—700Dk. 12. Tch»piche vor dem Al.ar und Läufer im Schift der Kirche 80-3.« Mk. 13. «ltarleuchter, ,e einer etwa 150 Mark. 14. «bendmohl»ger»the (Kelche, Kannen, Patenen) je von 80 -200 Mk. und 300 Mark. 15. Eine «locke auf dem Thurm; die größte As, 8000 Mark, die zweite, C. 4000 Mark, die dritte, Es, 2300 Mark, die kleinste, As, 1000 Mark. Wir bitten alle Freunde unserer Kirche, die zu einer der genannten Stiftungen geneigt sind, baldigst ihre Auswahl und Entscheidung zu treffen und die« dem Unter« zeichneten direkt oder durch einen der Pfarrer oder Kirchenoorsteber mittheilen zu wollen. ES wäre doch fehr erhebend und erfreulich, wenn recht viele GUeder unserer Gemeinde durch solche Stiftungen ihre Liebe und ihren Namen unserem neuen Golte^- yause in besonderer Art einpiägen würden Mögen darum diese unsere Mitlheilungen, zugleich als herzlicher Aufruf an unscre Gemcmde, wohlwollende Ausnahme nntm und zu opferfreudigen Gaben veranlosf-n; Gott walt'S." Gießen, den 4. Februar 1893. Der evangelische Kirchcnvorstand. ___________________Dr. Naumann.__________________U15 KleinkinderBewahranftalt. Von dieser Woche an werden die Beiträge für unsere Anstalt für da» erste Vierteljahr d. I , mit denen zugleich der Gesammt Jahresbeitrag gezahlt werden kann, erhoben werden durch unsere Vereinsdienerin Elise Werner. Indem wir dies den Wohlthätern und Freunden der Anstalt nnttheilen, richten wir an dieselben die herzliche Bitte, uns auch in diesem Jahre freundlichste Unterstützung gewähren zu wollen. Wir haben für nahezu 200 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen und sind hierbei zumeist auf Liebesgaben angewiesen. Gießen, den 2l. Februar 1893. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranftalt. Dr. Naumann. Aug. Montanas Nachf. 622] (Inhaber R. Sf M Imheufer). ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦!♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Hausverkauf. 10809) DaS an der Ecke der Sonnen- ftraße und Neuen Bäue gelegene ♦ Syniphonions. Herophons. Aristons. ♦ Harmonikas, Zithern, Violinen, Flöten, v sowie alle Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der ▼ Inetrumentenfabrik and Handlang 0 : Ernst Chai Her (Rudolphs NachfY, Giessen. + Illustrirte Preisverzeichnisse gratis und franco. (33 Die Alaschenöier Kandl'ung bou Daniel Heil Aklkphsn Ur. 55 Lintlenplatx 3 empfiehlt: bklkphllN Ur. 55 Bier der Actien Brauerei Gießen: Lagerbier, hellfarbig (Wiener Brauart) Per Flasche IS Pf do. dunkelfarbig (Bayr. Brauart) „ 20 „ Exportbier, hellfarbig (Wiener Brauart) „ 23 „ do. ganz hell (Pilsener Brauart) „ 23 „ Jedes Quantum frei in’s Haus, iso* Asterweg 47. Ederstrasse 8. (Eigene Schreiner und Tapczicr-Werkstättc. vom allein berechtigten Fabrikanten 1108 Qesundheits-J^affee f rxris- MBDAILLE l 1870 , S § ■ Si <3 ' 2 Kilo 40 Pfennige, 1 4 Kilo 20 Pfennige (Niemals lose, nur in gesetzlich geschützter Packung.) Vollkommenster Ersatz für Bohnenkaffee. Zu haben in den besseren Colonialwaarenhan.il ungen. Unübertroffen an Güte T\ r • undWohlgeschmackist»UF> GFIV 61 HS Carl Stückrath Gießen Alle Gattungen Möbel in reichster Auswahl zu D billigst gestellten Preisen. • Reellste Ausführung vollständiger Ausstattungen unter sehr ® günstigen Bedingungen und Nabattbewilligung. 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