r. ließen des Obech tmann. Mbauöerein, Mmitto« Z *** , Mdmg ftan oen. j!xt: »Die von । ObHamny ^'erische unb !N". x? Md M & lun9 steundWl tz- k1S j iben <55 L7L sSgft •*ttu ?W N ssig ideresaig und h: t jeden von ander? bestens empfo'u. ihhatia, wird für die I* Flasche zurüj vergütet w* itn^u. gtrurfjlb nUW«»««»« in Gick« av Walte*,! föuibutß 13- ( issÄ? ichten »«' eJFÄ *E.n.rt,( -ßj Helft Stz ien enthalten ach/ __________W j en Rck c itr Tagtet »rr. 199 Der #U|ewer >Ä|tigei erscheint täglich, wir Au»nobmk bei Montags. Dir Girßrner >a*Hit*IC4tter werven bem Anzeiger eb^oittid) dreimal bftgrUflL Freilag den 25. August Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. >888 ViertkljLdrtgrr ^öonn.mentsprei»» 2 Mark 20 Pjg. mit Bringerlohn. Durch bie Post bezoga 2 Mark 50 Psg. ÄebQCticn, Esprbitia» unb Truderet: AchulKratze Kr.H. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Giefzen c ilnnoncen-Bureaux be» In- unb Auslandes nehmen nj eigen für den Amtlichev Theil Ausland. — Die am Sonnlag in Frankreich vollzogenen Neuwahlen zur Depulirtenkammer liegen nunmehr in ihren Ergebnissen fast vollständig vor- es fehlen nur noch die abschließenden Ziffern aus drei Wahlkreisen. Es sind gewählt 315 Republikaner, 30 socialiftische Radicale und Socialisten, 13 Ralliirte (zur Republik bekehrte Monarchisten), 56 Bonapartisten und Royalisten- daneben machen sich 164 Stichwahlen erforderlich. Dieses Wahlergebniß bedeutet seinem hervorragendsten Zuge nach eine weitere schwere Niederlage der monarchistischen Parteien in Frankreich, denn von 164 parlamentarischen Mandaten, die sie zusammen besaßen, haben sie jetzt kaum ein Drittel im erstell Wahlgange behauptet, und daß die Stichwahlen den Monarchisten noch einen ansehnlichen Stimmenzuwachs in der neuen Kammer erhalten sollten, ist völlig ausgeschloffen. Anscheinend haben die verschiedenen Gruppen der gemäßigten Republikaner die besten Geschäfte bei den Wahlen gemacht, so daß nun endlich vielleicht eine gemäßigt-republikanische Mehrheit in der französischen Kammer zu Stande kommt. — Der so lange von sich reden machende Gegenbesuch eines russischen Geschwaders in Frankreich soll nun zur Wirklichkeit werden, da für den 15. September die Ankunft einer russischen Flottenabtheilung — es sind die Schiffe, welche Rußland anläßlich der Columbusfeier nach Newyork entsandt hatte — in dem westfranzösischen KriegShafen Brest angekündigt worden ist. .Gießener Anzeiger" entgegen. Sachsen-Coburg-Gotha am Dienstag Abend 118/< Uhr verschieden ist. Bor wenigen Wochen war der greise Fürst, als er den von ihm ins Leben gerufenen Musteraufführungen am Theater von Gotha beigewohnt hatte, bei der Rückkehr nach Schloß Reinhardsbrunn von einem Schlaganfall betroffen worden, dessen Folgen die kräftige Constitution des Herzogs anfänglich zu überwinden schien, denen indessen der edle Monarch nach längerem Leiden und tagelangem Ringen mit dem Tode nunmehr doch erlegen ist. Das Hinscheiden dieses echt deutsch gesinnten Fürsten hat weit über die Grenzen seines Landes hinaus im ganzen übrigen Deutschland schmerzliche Bewegung und Theilnahme hervor- gerusen, die sich aus den nationalen Bestrebungen hinlänglich erklärt, die der nun verewigte Monarch von Beginn seiner Regierungsthätigkeit an verfolgte. Schon in jungen Jahren ist Herzog Ernst ein überzeugter Vorkämpfer für die nationale Einigung Deutschlands gewesen, dieses hehre Ziel hielt er sich auch in reiferen Jahren stetig vor Augen, bis ihm dann 1871 die Genugthuung wurde, dasselbe durch die Gründung des neuen ruhmvollen deutschen Kaiserreiches erreicht zu sehen und seitdem hat Herzog Ernst bis zu seinem Lebensende allzeit treu zu Kaiser und Reich gestanden. Tief beklagt darum das ganze deutsche Volk den Heimgang dieses trefflichen Fürsten, während er außerdem in seinem eigenen Volke durch die segensreichen Früchte seiner fast fünfzigjährigen Regierung, durch sein wahrhaft landeöväterliches Walten und durch die ihn in so ungewöhnlichem Maße auszeichnenden Eigenschaften des Geistes und Herzens ein unauslöschliches Andenken hinterläßt. Was den äußerlichen Lebensgang des verblichenen Monarchen anbelangt, so seien an dieser Stelle die folgenden hauptsächlichsten Daten hieraus wiedergegeben. Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg Gotha wurde am 21. Juni 1818 zu Coburg als der erste Sohn des Herzogs Anton Karl Ludwig aus dessen später wieder getrennten Ehe mit Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha geboren. Am 3. Mai 1842 vermählte er sich mit Prinzessin Alexandrine von Baden, geboren am 6.'December 1820, und folgte seinem Vater am 29. Januar 1844 in der Regierung der Herzogtümer Coburg und Gotha nach. Die stürmischen Jahre 1848 und 1849 sanden in den beiden Herzogtümern nur einen schwachen Widerhall, da Herzog Ernst die Gemüther durch rechtzeitige Zugeständnisse zu beruhigen wußte und überdies den beiden Herzogthümern eine gemeinsame Versassung gab. Thalkräftigen Anteil nahm der jugendliche Fürst an dem Kriege gegen Dänemark im Jahre 1849. Er führte in demselben den Oberbefehl über das thüringische (Kontingent und trug wesentlich zu dem glänzenden deutschen Waffenerfolge von Eckernförde am 5. April 1849 bei. Im Inneren beschritt Herzog Ernst immer entschiedener die Bahn zeitgemäßer Reformen in allen Derwaltungszweigen, nach Außen, speciell was die allgemein deutschen Fragen anbelangt, theilte er den preußischen Standpunkt. Immer aber behielt er dabei die Einigung Deutschlands im Auge und wirkte Herzog Ernst für die Erreichung dieses Zieles durch eine ganze Reihe von Schritten. Eine fast beispiellose Popularität in ganz Deutschland errang sich der Herzog durch seine persönliche Theilnahme an den deutschen Schützen- und Turnerfesten der sechziger Jahre und durch die eifrige Begünstigung der politischen Bestrebungen dieser Vereinigungen, von welch letzteren man damals die Herbeiführung der deutschen Einheit mit erwartete. Mit großer Hingabe widmete sich Herzog Ernst 1864 der Sache Schleswig-Holsteins und befürwortete er warm die Rechte des Erbprinzen von Augustenburg gegenüber Preußen, was lhn aber nicht hinderte, sich im deutschen Kriege von 1866 offen auf. die preußische Seite zu stellen und das coburg gothaische Truppencontingent sofort zu den Preußen stoßen zu lasten. Den Krieg gegen Frankreich 1870/71 machte Herzog Ernst im Gefolge König Wilhelms mit. — Der Heimgegangene Fürst zeichnete sich auch durch hohen Kunstsinn und estrige Förderung von Kunst und Wissenschaft aus, namentlich der Musik und der dramatischen Kunst. Er war selbst ein hervor- ragender Musiker und Componist, als welcher er eine Reihe melodiöser Opern verfaßt hat. Den gedachten Zwecken opferte Herzog Ernst auch namhafte Summen aus seinem Vermögen, während er sich sonst in seinem Privatleben großer Einfachheit befleißigte. — Da die Ehe des Herzogs mit Herzogin Alexandrine kinderlos geblieben ist, io besitzt sein englischer Anverwandter, der Herzog von Edinburg, zweiter Sohn der Königin Victoria, das nächste Anrecht auf den erledigten Thron von Coburg-Gotha. Derselbe hat denn auch bereits seinen Regierungsantritt angezeigt. — Die preußischen Bischöfe waren am Dienstag und Mittwoch zu Fulda zu ihren herkömmlichen alljährlichen Berathungen wiederum versammelt- denselben wohnte auch der Bischof von Mainz bei. Den Vorsitz in der Dersamm- Deutsches Reich. Berlin, 23. August. Aus Schloß Reinhardsbrunn bei Gotha kommt die allerdings nicht mehr überraschende ^.rauerkunde, daß daselbst der Herzog Ernst II. von lang sühne der Erzbischof von Köln, die Ergebniste der Conserenz werden noch geheim gehalten. — Zn Sp eher tagte um die nämliche Zeit die sechste Generalversammlung des Evangelischen Bundes. — Der Antisemitismus. Dieses Thema beschreibt die „Nordd. Allg. Ztg." in ihrer Abendausgabe vom Montag, anknüpfend an den vor Kurzem von Herrn Geheimrath Virchow gebrauchten Ausspruch: „Bis jetzt hat man noch keine Pro- sestur des Antisemitismus gefordert." Wir entnehmen dem Artikel Folgendes: „Das Thema des Antisemitismus in der socialpolitischen Bedeutung des Wortes — unb in dieser allein kommt ihm der Werth eines substantiellen Begriffs zu — fordert allerdings aufs dringendste eine Prosestur, d. h. eine unbefangene unb sachkunbige, im Geiste ber Wissenschaft burch- geführte Untersuchung. Schließt boch dieses Thema zwei Fragen in sich, welche in allen (Kulturländern, hier in dieser, dort in jener Form eine Antwort heischen unb welche unter den großen Fragen ber Weltöconomik leicht die beiden wichtigsten sein dürsten. Ist es wahr, daß der Staat überhaupt, nicht bloß der von capitalistischen Anschauungen und^Jnteressen übermäßig beherrschte, macht- unb wehrlos ist gegenüber dem fortschreitenben Proceß einer Zerreibung des MittelstanbeS, welche vom Liberalismus mit kleinlauter Ängstlichkeit, vom Socialismus mit höhnischer Schabensreube übereinstimmend als eine unaufhaltsame Nothwendigkeit der wirthschastlichen Evolution bezeichnet wird? Dies die erste Frage. Die zweite schreibt jetzt immer häufiger ein blutiges Memento in die Blätter der Tagesgeschichte. Sie müßte ihre theoretische Ausklärung finden in einem Werke, welches „bie wirthschast- liche Concurrenz der Fremden ober nicht vollstänbig national Assimilirten in ben Culturländern, bereit sociale unb politische Folgen" zum Vorwurf nähme. Nur in dieser Weise erfaßt, wird der Gegenstand sich in jenen großen, von allen Heber* Wucherungen durch Zufälligkeiten befreiten Zügen darstellen, die ihn der wissenschaftlichen Bearbeitung erst zugänglich machen. Die Ermordung italienischer Arbeiter in Südfrankreich , die Vertreibung der Chinesen in den Hnionstaaten Nordamerikas und aus den australischen Colonien sind Erscheinungen, welche mit dem Antisemitismus verwandt und boch auch wieder, besonders hinsichtlich der practischen Folgerungen, von ihm wesentlich verschieden sind. Die internationale Socialdemokratie wittert in dem besonders in Frankreich unb Norb - Amerika sich täglich schärfer accentuirenben „Knownothingthum" der Arbeiterbevölkerung ihren gefährlichsten Gegner. In Zürich sind die Franzosen, die jetzt zum ersten Male die passive Seite der Verbrüderung kennen lernen, auf dem (Kongreß kaum hörbar geworden. Es ist Hundert gegen Eins zu wetten, daß sie in drei Jahren ganz wegbleiben. Je mehr der Staat von possitivem Werth für die Erwerbenden wird, desto eifersüchtiger wird dieser auf „Nationalisirung der Arbeit" bedacht sein. Probleme, um- fassend und wichtig genug, um die volle Energie des nnffan« schaftlichen Denkens herauszufordern! Wieseck, den 23. August 1893. Das Grotzh. evangelische Decanat Gießen an die evangelischen Pfarrämter des Decanats. Von heute ab habe ich einen achttägigen Urlaub erhalten. Eilende Sachen werden in dieser Zeit von meinem Stell- Vertreter erledigt. Wahl. ——. . —. ---—------‘ ■---------------------1 “ Innabmt von Antigen zu der SiachmmagL für den 2 (^HCßCltCt । «n folgenden Tag erscheinenden 9himmer biß Sonn. 10 Uhr. | ™ 0 c? < ______________________________________ Bekanntmachung, betr. die Herbstübungcn der Großh. (25.) Division; hier die Flurschäden. Im Laufe dieses Monats werden auf einem noch auszuwählenden Gelände bei Gießen die Hebungen der Infanterie- Regimenter Nr. 115 und 116 (verstärkt durch das Jäger- Bataillon 11) ihren Anfang nehmen und es wird sodann die 49. Infanterie - Brigade dis zum 10. September auf dem betr. Felde exerciren. Sodann finden in der Zeit vom 11. bis 15. September die Brigade - Manöver der verstärkten 49. und 50. Infanterie - Brigaden in dem Dreieck Lich— Wetzlar—Butzbach und in dem Bezirk Butzbach—Hsingen— Friedberg—Hungen—Münzenberg und im Anschluß hieran die Divisions Manöver in dem Landstrich Hungen—Gießen —Wetzlar—Butzbach statt. Zur thunlichsten Vermeidung von Flurschäden in Folge der Hebungen ergeht hierdurch an die Grundbesitzer die Aufforderung, ihre Grundstücke noch vor Beginn der Exercitien bezw. Manöver, soweit dies überhaupt möglich ist, abzuernten und diejenigen Grundstücke, welche während der Hebungen noch mit Früchten bestanden sind, sowie die vorzugsweise zu schonenden Ländereien, wozu in diesem Jahre besonders die mit Futterpflanzen bestellten gehören, durch Anbiingen von etwa zwei Meter hohen Stäben mit Strohwischen schon von Weitem erkenntlich zu machen. Zur rechtzeitigen Wahrung ihrer Interessen machen wir die Kreisangehörigen noch auf folgende gesetzliche Bestimmungen aufmerksam: 1) Grundstücke. deren Benutzung bei Truppenübungen gänzlich ausgeschloffen ist (Gärten, Parkanlagen, Holzschonungen, Pflanzgärten 2c.) müssen, insofern deren Eigenschaft als solche nicht ohne Weiteres erkennbar ist, an den Enden durch hochstehende Tafeln mit Aufschrift bemerklich gemacht werden. 2) Beschädigungen, welche nicht durch die Truppenübungen, sondern auf andere Weise, besonders dadurch entstanden sind, daß die Betheiligten das rechtzeitige Abernten Unterlasten haben, begründen keinen Anspruch auf Vergütung. 3) Arbeiten und Aufwendungen, von welchen die Jnter- estenten gewußt haben, daß sie durch die Truppenübungen ber nächsten Tage zerstört werden mußten, begründen einen Anspruch auf Schadloshaltung gleichfalls nicht. Gießen, den 16. August 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. Gießen, den 16. August 1893. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen <1* die «rstzh. Bürgermeistereien de- »reise-. Soweit Ihre Gemarkungen nach vorstehender Bekanntmachung und der Ihnen mit unserem Ausschreiben vom 11. d. M. (Kreisblatt Nr. 190) mitgetheilten Unterkunfts- liste voraussichtlich von den diesjährigen Truppenübungen berührt werden, wollen Sie diese Bekanntmachung alsbald und sodann mit Zwischenräumen von 8 Tagen zweimal auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen. Zugleich beauftragen wir Sie, Ihren Polizeibebiensteten und Feldschützen ganz besonders die Heberwachung des Publikums auf den Hebungsfeldern und bei den Biwaks zur Pflicht zu machen, damit Flurbeschädigungen durch dasselbe möglichst vermieden werden. Durch Zuschauer verursachte Schäden werden aus der Militärkaste bekanntlich nicht ersetzt. I. V.: Dr. Melior. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphische« Korrespondenz - Bureau. Coburg, 23. August. Herzog Alfred befindet sich in ReiohardSbrunn, Prinz Alfred, feie Sohn, in Oberhof. ReiuhardSbruuo, 23. August. Der Kaiser ist bald nach seinem Eintreffen von der verwittweten Herzogin empfangen worden und drückte derselben sein inniges BeUeid auS. Hierauf begaben fich die Herrschaften an daS Sterbelager des Herzogs, woselbst fie eine halbe Stunde verweilten. ReiuhardSbruuu, 23. August. Der Kaiser wohnte heute auf besonderen Wunsch des Herzogs Alfred von Sachfen- Coburg-Gotha der Eidesleistung des Herzogs auf die Berfaffung bei, die in feierlicher Weise vor dem versammelten Staatsministerium erfolgte. Minister Strenge dankte am Schluß dem Kaiser für seine Theilnahme an der Feier. Friedrichroda, 23. August. Der Kaiser reift heute Abend den früher getroffenen Dispositionen entsprechend von Reinhardsbrunn nach Schwerin. Friedrichroda, 23. August. Der Erbprinz Alfred wird morgen hier erwartet. Heute war auch Prinz Wilhelm von Baden anwesend. — Nach einer amtlichen Mittheilung wird die Leiche des Herzogs am Freitag 10 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Abends ausgestellt werden. Die öffentlichen Gebäude und zahlreiche Privathäuser haben Trauerfahnen ausgesteckt- es sind bereits viele Kranzspenden eingetroffen. Duisburg, 23. August. Laut Bekanntmachung des hiesigen Bürgermeisteramtes ist der im Ruhrorter Kaiserhasen beschäftigt gewesene Baggermeister Erbel auS Duisburg gestern im Duisburger EpidemienhauS an asiatischer Eholera gestorben. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 23. August. Das Reichspostamt erklärte dem , „Geschäftsfreund" zufolge, auf eine Anfrage hin, eine A b« Änderung deS Packetporto-Tarifes sei nicht beabsichtigt ; die diesbezüglichen Gerüchte entbehrten der Begründung. Berliu, 23. August. DaS „Berliner Tageblatt" lobt die Entschlossenheit, womit die italienische Regierung die Angelegenheit betr. AigueS^MorteS zu Ende geführt hat- dagegen hätten die französischen Minister Develle und Dupuy nickt Energie genug besessen, den Pflichten der internationalen Höflichkeit Genüge zu leisten, sie müßten es sich daher gesagt sein lassen, daß die Regierung trotz deS Erfolges bei den Wahlen eine schwache sei. Berliu, 23. August. Der „Reichsanzeiger" meldet, der königliche Hof legt für den verstorbenen Herzog Ernst eine dreiwöchige Trauer an. Berlin, 23. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Blättermeldung, es bestehe die Absicht, mit bedeutenden Marineforderungen an die gesetzgebenden Factoren heran- zurreten, als völlig unrichtig. Berlin, 23. August. Eingeweihte Kreise wollen wissen, der Rücktritt deS KriegSministerS v. Kaltenborn- Stachau werde erst nach Beendigung der durch das neue Militärgesetz hervorgerufenen organisatorischen Anordnungen erfolgen. Posen, 23. August. In Kolo werden drei Cholera- baracken errichtet. Ohne vorherige DeSinficirung darf Niemand die Stadt verlassen. Der Gouverneur hat die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln bis zur preußischen Grenze angeordnet. In Galizien beträgt die Sterblichkeit an der Eholera 80 von 100 Erkrankungsfällen. No», 23. August. Die Arsenalarbeiter von Venedig überreichten dem Marinemintster einen Brief, worin sie bedauern, daß sie nicht mehr unter der österreichischen Verwaltung arbeiten, welche sie besser behandelt als ihre Landesleitung. Damals betrugen die TageSlöhne 1.75 Lire und jetzt nur 1 Lire. Paris, 23. August. Der italienische Gesandte Rebmann theilte den Ministern Dupuy und Develle mit, die italienische Regierung mache durch Maueranschläge bekannt, daß Frankreich Genugthuung gegeben, indem der Bürgermeister von-Aigues-MorteS abberufen worden und daß die Regierung bereit sei, die Opfer zu entschädigen. Loudon, 28. August. Auf den Kohlengruben bei Blanelly kam eS gestern Abend zu einem blutigen Kampfe zwischen wallisischen und englisch-schottischen Bergleuten. Die Polizei war kurz vorher in der Meinung, daß die Ruhe nicht weiter gestört werde, abgezogen. Viele verwundete fielen in die Hände der zurückgekehrten Polizei. Loudon, 23. August. Die Nachrichten auS dem Strikcgebiet sind heute günstiger. — Die Eonferenz der vereinigten Bergarbeiter Großbritanniens wurde gestern im Westminsterpalasthotel eröffnet. Die Debatten finden bei geschlossenen Thüren statt. Delegirte sind durchaus von der Versammlung ausgeschlossen. Cocole* rend provinzieller. Sieben, 24. August 1893. * • UniverfitätS Nachricht. Zum Nachfolger des Professors Dr. Reitzenstein ist Prof. Dr. Gotthold Gundermann in Jena berufen worden. • • Herbstmauover betreffend. In dem „Ein gesandt" (Gießener Anzeiger Nr. 192 erstes Blatt) über die bei den diesjährigen Herbslmanövern angeordnete Magazinverpflegung wollen wir zur Aufklärung bemerken, daß diese Anordnung nicht auS der Initiative der Militärverwaltung hervorgeht, sondern solche aus von den beiden Ständekammern übereinstimmend geäußerten Wunsch bestimmt worden ist. • • Setzeilt. Der jungt Mann, welcher sich am Mittwoch voriger Wocke auf der Nordanlage zu erschießen versuchte, ist heute als geheilt auS der Klinik entlassen worden. •• Petroleum zu« Feaeranzuaden ist schon oft die Ursache brllagenSwerther Brände geworden. Jetzt wieder in Schwanheim bei Frankfurt a. M. Der „Franks. Gen. Aoz." schreibt: „Wie oft haben wir eS schon an dieser Stelle gepredigt, wie oft haben wir schon davor gewarnt, beim Feueranmachen Petroleum zu verwenden! Immer und immer wieder gewinnt der unverantwortliche Leichtsinn die Oberhand und ist dann bas Unglück geschehen, daun, ja dann wird die Leichtfertigkeit bitter bereut, wenn eS zu spät ist. Soll denn dieser sträfliche Unfug niemals ein Ende nehmen, soll die Zahl der Opfer, die er alljährlich fordert, immer noch wachsen? Ist denn daS bischen Beouemlichkeit von so unschätzbarem Werth, daß man, um der lieben Faulheit willen, daS Leben auf'S Spiel setzt? Hat daS Mädchen am Morgen zu lange geschlafen und will daS Feuer dann nicht rasch genug brennen, dann wird die Petroleumkanne geholt, womöglich gar noch erst das Holz entzündet und dann das Oel hineingegvssen. Passirt dann nichts, so ist eS ein Glück zu nennen, geschieht aber ein Unglück, dann ringt man die Hände, statt daß man vorher seine fünf Sinne zusammengenommen und sich die ungeheure Gefahr seine- Beginnens klar gemacht hätte. Wir sind wirklich weit davon entfernt, auf die arme unglückliche Frau, die gestern in Schwanheim auf solche Weise verunglückte, einen Stein zu werfen, aber möchten sich doch alle Anderen, die sich von unseren Worten betroffen fühlen, ihr trauriges Schicksal zu Herzen nehmen. (Am Montag Mittag kurz'nach 12 Uhr schüttete die 30 Jahre alte Ehefrau dr» in Frankfurt a. M. beschäftigten Schriftsetzers Theodor Gräser in ihrer im ersten Stock in der Borderstraße zu Schwanheim belegenen Wohnung auS einer Blechkanne Petroleum in» Feuer, um dasselbe zum Bügeln stärker anzusachen. DaS Petroleum explodierte, die Kanne flog der Frau an die Brust, und der brennende Inhalt ergoß sich über die Frau. Im Nu stand fie in hellen Flammen. Allein, wie sie war, lief sie nach dem Parterre des HauseS und rief um Hilfe- die dort wohnenden Leute schlossen aber die Thür und leisteten keine Hilfe, und so lief die brennende Frau zu verwandten NachbarSleuten. Holzwellen, welche im Hose aufgespeichert lagen, fingen sogar Feuer. Die leichte Kleidung der Frau war schließlich vom Feuer verzehrt und der ganze Körper verbrannt, ja gewissermaßen geröstet. Obwohl alsbald die beiden Schwanheimer Aerzte zur Stelle waren und den erforderlichen Wattenverband der Verletzten anlegten, verschied sie dennoch zwischen 4 und 5 Uhr bei vollem Bewußtsein unter den unsäglichsten Schmerzen.) ** Nachdem die Mehrzahl von Handelskammern, die kaufmännischen Corporationen, Gewerbe-Vereine rc. die Verlegung der Post-Schalterstundeu an Sonn- und Feiertagen befürwortet hatten, war aus verschiedenen Kundgebungen der ReichS-Postbehörde zu entnehmen, daß die ausgesprochenen Wünsche Berücksichtigung finden würden. Die Reichs-Postbehörde scheint jedoch jetzt anderer Meinung geworden zu sein. Aus einer vorliegenden Kundgebung der ReichS-Post- behörde geht hervor, daß die gegenwärtige Dienstordnung (Schalterdienst am Sonntag Nachmittag) auch in Zukunft beibehalten werden dürfte. Nach den bisher angestellten Ermittelungen erscheint daS namentlich im Interesse des Kleingewerbes, deS Arbeiterstandes und der dienenden Klasse dringend geboten, da für diese die bisherigen Geschäftsstunden am Sonntag Nachmittag unentbehrlich erscheinen. Rückfahrkarten. Dem Vorgänge Bayerns, Württembergs und Badens folgend, hat jetzt auch die Eisenbahnverwaltung Elsaß-Lothringens die zehntägige Gültig- keitSdauer für Rückfahrkarten eingesührt. *♦ Frankfurter Obstmärkte. DaS Gönnte, welches in den letzten zwei Jahren in Frankfurt a. M. Obftmärkte mit sehr gutem Erfolge veranstaltet hat und welches in diesem Jahre durch Errichtung einer Centralstelle sür Obstvcrwerthung weiter bemüht war, zur Hebung deS Obstbaues beizutragen, wie sich schon jetzt sagen läßt, mit ebenso gutem Resultate, wird auch in diesem Jahre zwei Obstmärkte abhalten. Dieselben mußten früher als sonst gelegt werden, da daS Obst so früh zur Reife gekommen ist, und werden am 5. und 22. September, wieder m der von den Behörden zur Verfügung gestellten Stadthalle, stattfinden. Zugelaffen werden sämmtliche in Deutschland gezogene Obstsorten, sowie die verschiedenen Obstproducte, endlich, in diesem Jahre zum ersten Male, auch Verpackungsmaterial. Letzteres spielt eine so wichtige Rolle im Obsthandel, daß die Zulassung desselben gewiß allerseits Zustimmung finden wird. Alle Verkäufe auf den Märkten finden durch von dem Marktcomitö abgestempelte Schlußscheine statt. Die Vermittelung aller An- und Verkäufe findet auch in diesem Jahre wieder kostenlos statt. ES ist auch keinerlei Platzmiethe zu entrichten. Jede weitere Auskunft wird von dem Comits, das Gneisenau- ftraße 15, gegenüber dem Hauplbahnhos, seine Bureau hat, wohin auch alle Anmeldungen für die Märkte zu richten find, ettheilt. ** Mitteleuropäische Zeit und Gasverbrauch. Man schreibt der „F. Z." auS Heidelberg, 21. August: Ueber eine seltsame Wirkung der Einführung der mittel- europäischen Zeit, die in Baden bekanntlich schon am 1. April 1892 erfolgte, spricht sich der soeben erschienene „Bericht über den Betrieb deS städtischen GaSwerkS Heidelberg im Jahre 1892" auS. ES heißt dort: „Die Ein- fährung der mitteleuropäischen Zeit im bürgerlichen Leben, welche am 1. April 1892 stattfand, hat allen Gaswerken, westlich vom bestimmenden Meridian einen um so größeren Ausfall im Gasverbrauch verursacht, je weiter westlich von ihm sie gelegen sind. DaS öffentliche Leben richtet sich, verschwindende Ausnahmen abgerechnet, mit dem Beginn und Schluß seines Tagewerks und also mit seinem GaSbedarf, wie früher, so auch jetzt, lediglich nach der Uhrstunde, nicht nach der Sonnenzeit, zwischen denen für Heidelberg bekanntlich ein Zeitunterschied von fast einer halben Stunde besteht. Der Effect für unS ist also der, daß eS sozusagen eine halbe Stunde länger, als sonst der Fall war, Tag bleibt, und wenn auch sreilich daS Tageslicht Morgens um eben so später einttttt, so har dies dock, weil Handel und Wandel in der Hauptsache erst viel später beginnen, auf den GaSver» brauch wenig oder gar keinen ausgleichenden Einssuß. So haben wir noch in den ersten drei Monaten des Berichtsjahre» eine sehr erfreuliche Zunahme deS Gasverbrauchs gegen da» Vorjahr verzeichnen können, während vom 1. April ab sofort ein Minderverbrauch ein trat, der erst im Herbst und Winter wieder in eine geringe Zunahme überging- dieselbe beträgt im JahreSdurchschnstt nur 2,27 pEr gegen 5,70 pCt. im Jahre 1891." _ C AuS dem Kreise Allfeld, 23. August. Endlich sind nach langem Hoffen und Harren der Landleute die von der NothstandScommission besorgten Fütterungsartikel, wie Mais, Palmmehl :c. eingenoffen und unter die zahlreichen Besteller zur Vertheilung gelangt. Obwohl der Funernoth- stand gegenwärtig als beseitigt zu benachten ist, indem da» Grünfutter eben reichlich wächst, so ist doch damit der Ausfall der FütterungSvorrathSartikel, wie Heu und Futterstroh, nicht ausgeglichen. Eben deshalb kommen die Lieferungen der NothstandScommission den Landwirthen sehr erwünscht. Ueber die Güte der gelieferten Maaren ist nur Gutes zu vernehmen. Ueber den Preis derselben werden die verschiedensten Gerüchte laut, welche wohl olle nicht ernst zu nehmen sind, da der Preis der Maaren behördlicherseits noch nicht bekannt gegeben ist. Groß Umstadt, 21. August. Ein Act unglaublicher Rohheit wurde vergangene Woche von einigen hiesigen, noch schulpflichtigen Jungen verübt. Dieselben fingen auf dem Felde eine verwilderte Katze, zwei hielten daS Thier an Kops und Hinterbeinen, wähend die anderen zuerst die Beine und den Schwanz abschnitten und dann dem verstümmelten Körper den Bauch aufschlitzteu. Der Anstifter nahm al» Trophäe den Schwanz mit nach Hause und rühmte sich noch der scheußlichen That. Hoffentlich wird die gerechte Strafe die Schuldigen neffen, umsomehr, als einer der Thäter bereits vor längerer Zeit einer lebenden Ente den Leib aufschnitt. Bei dieser erschreckenden Rohheit unserer Jugend must man sich besorgt fragen, was wird auS solchen Kindern werden!? Zwingenberg, 21. August. Am SamStag Nachmittag wurden auf hiesigem Amtsgericht durch einen Auditeur und zwei Offiziere aus Mainz in Sachen des wegen Majestät»- beleidigung verhafteten Ca p ellm e ist erS Kern vom 118. Infanterie Regiment drei hiesige Herren, worunter ein Reserve-Offizier, als Zeugen vernommen. Dieselben sollten angeblich die strafbaren Aeußerungen Kerns, gelegentlich de» RegimentS-ExercierenS auf dem UebungS-Terrain bei Bickenbach im Vorjahre mit angehört haben. DaS Zeugniß der drei Herren soll aber derart sein, daß fie durchaus nicht» Gravirendes vernommen hätten. Oppenheim, 22. August. Auf dem Marsch zu den lothringischen Kaisermanövern setzte gestern da» Dragoner- Regiment Nr. 24 über den Rhein und bezog hier und in der Umgebung Quartiere. Während drei Schwadronen unt die Bagage mit der fliegenden Brücke befürbert wurden, setzten die beiden anderen Schwadronen über den Rhein. Die Mannschaften und da» Gepäck wurden in Nachen übergefahren, die Pferde mußten schwimmen. ' vermischtes. • Berlin, 23. August. Die zweite Compagnie des im Mannöver befindlichen zweiten Garde-Regiments z. F. hat in der Nacht zum Montag bei Perleberg ein arges Mißgeschick erlitten. In dem Dorfe Düpow war der Lieutenant der Reserve v. Seckendorff mit seiner Mannschaft bei einem Bauern einquartiert. In der Nacht zog ein Gewitter auf und der Blitz zündete in dem Gebäude, in welchem das Militär in tiefem Schlafe lag. Em Theil der Soldaten vermochte noch rechtzeitig mit der Ausrüstung in« Freie zu kommen, während dreizehn Mann und der Offizier nur mit Mühe da» nackte Leben retten konnten. Die betroffene Mannschaft mußte in dem Dors zurückbleiben und c« wurde sofort ein Eommando nach Berlin entsandt, um Ersatz an Montirung»- stücken zu holen. Auch da« Sattelzeug, da» der Offizier mit sich führte, wurde ein Raub der Flammen. • LudwigSbnrg, 21. August. Lieutenant SchSnlein vom 3. Jnf.-Rgt., der in Untersuchung war, weil er sich mit blanker Waffe gegen die Sicherheitsorgane stellte, hat sich, nach der „Ulm. Ztg.", heute Bormittag erschossen. Die Schlußverhandlung gegen ihn war auf heute Früh 10 Uhr anberaumt. • Saarburg, 21. August. Ein schweres Unglück meldet die „Str. P." von hier: Die Frau de« Steuerkaffenboten Matt ging mit ihren zwei Kindern zum Baden in die Saar- hier gerieth der neunjährige Knabe in einen sogen. Gumpen. Die Mutter und da« elfjährige Schwesterchen wollten ihn retten, aber alle drei ertranken. Der schwergeprüfte Mann hat noch vier Kinder. * Zu Nab nach Konstantinopel. Gericht«assistent B. Kil- bin per in Höchst, der schon verschiedene größere Rad- sahtten unternahm, hat seinen diesjährigen Urlaub wiederum zu einer derartigen Reise benützt. Er fuhr mit der Bahn nach Wien und von da ging e« auf dem Zweirad über Preßburg, Kymorn, Pest, Semiin, Belgrad, Nijch, Slivnitzn, Sophia, Tatar-Bazarschick, Philippopel und Adrianopel nach der türkischen Hauptsiodt. Die ReHe verlies ohne den geringsten Unfall, auch in Räuberhände ist der unternehmende Radfahrer nicht gefallen, dagegen klagt er in den an seine Frankfurter Bekannten gerichteten Postkarten über die Beschwerlichkeit de» Wege« durch den Balkan, über die große Hitze und den dadurch erzeugten starken Durst, zu dessen Löschung sich nur selten Gelegenheit bot. Die Rückreise wird wegen de» Vordringen» der Cholera aus der Eisenbahn erfolgen. • Eine „Etulleubörse" ist seit Kurzem in Berlin in» Leben getreten. E» werden auf ihr arme stellenlose Leute ft i-zo ?"bli* Kd »in bn "/Men uuttttnoth, ' ,nbtm Laz '"»Aussall ""H «i» ytttfeen b,. lJ*. lllbtT 'stktt Gerber M Lc> ^Nhlannt glaublicher "»tn hiesige^ ln, fngen Quf d°s Thier an '»st die «eine verstümmelten ter oahm als Ne sich noch rechte Stxafr - Wtt bo &«i Leib -r fugend mu^ 'lchen Kindern :9 Nachmittag Äubiteut und Jen MajeftälS- Kern vom worunter ein ieselben sollten gelegentlich dcS «in bei Bicken- 1 Zeugnitz der urchauS nichts barsch zu den i das Dragoner« 1 I/itr unb in oadronen mt tttxt wKttni Jen Rhein. Dir n übergefahren, ipagnie des a nentS z. F. hc rges MßgeschiL Lieutenant btr haft bei einem n Gewitter auf hem das Militär .baten vermochte •eit zu kommen, mit Whe daS ne Mannschaft urde sofort ein n Monürungs« btt Wer mit t tzchilnkeru weil et nut stellte, Hai erschoss-n. .fr te Früh10 ereS Un0M jes SteueckM' m ie in trntn fog«« 11 §chw-stttchen 'r.nltn. D-- fitot »• »'V . «rSb-r- ®at” rlaub i»«6'™” mit to 8* aweitob ■* sgS -K- Sf*“* Jj? d-s , Lettin i^ in «V.t, Leute mit „Stullen* (Butterbroten) versehen. Lieferanten dieses Artikels find zumeist alte gewiegte Bettler, sogenannte „Klinleuputzcr", welche von HauS zu Haus gehen und daS Mitleid der Hausfrauen zu erregen suchen. Diese Art der Bettler hat eine besondere Ausdauer - Morgens 8 Uhr beginnt ihre Thätigkeit in den meist von Arbeitern bewohnten Stadtvierteln. An jeder Wohnung wird die Klingel gezogen und um eine Gabe angesprochen. Giebt die Hausfrau keinen Nickel, so schützt der Bettler, falls ihm nicht schon im voraus eine Stulle angeboten ist, großen Hunger vor, was meistens eine oder einige Stullen einbringt, die zuweilen auch noch mit Käse ober Wurst belegt find. Diese Stullen verzehrt der Empfänger aber nicht, sondern läßt sie sofort in seine „eigens dazu angefertigten" Taschen verschwinden, um dasselbe Manöver an der nächsten Thür zu wiederholen. So geht S fort bis Nachmittags um 2 Uhr. Um 3 Uhr treffen dann gewöhnlich zwei dieser Stullenlieferanten in der BolkSkaffee- halle in der Niederwallftraße ein und es entspinnt sich gleich ein lebhafter Handel. Besucher dieser Halle sind zumeist stellenlose Leute, welche sämmtlich großen Hunger, aber nicht den Muth haben, die Güte mildthätiger Menschen in Anspruch zu nehmen, und sich mit ihrem Wenigen so lange wie möglich einzurichten suchen. Dies wird ihnen hier erleichtert, da die ©tutten:Lieferanten für jeden nur annehmbaren Preis verkaufen. * Zum Kapitel der „Titel" noch einige kleine Beiträge: Vor zwei Jahren war in der Krankenheiler Fremdenliste zu lesen: „Gepanzerte feuer- und diebessichere Kaffen-General- depositairs'Gattin". — In Wien lebt laut des dortigen Adreßbuches eine „SalamiwursterzeugerSgattin". — In einer der jüngst erschienenen Fremdenlisten von Tegernsee findet sich ein Herr Josef S., „Betthandlung mit zwei Kinder!" * Potographieeu vom Meeresboden. Wie der „Figaro" meldet, hat Louis Louton, Privatdocent an der Pariser Universität und bekannt durch seine unterseeischen Forschungen und zoologischen Arbeiten über das Rothe Meer, durch ein sinnreiches Verfahren photographische Ausnahmen des Meeresbodens erzielt. Der junge Gelehrte stieg zuerst in einem Taucheranzug in der Nähe des Jchthyologischen Labatoriums bei Banyul sur-Mer auf den Seeboden hinab und begann seine Ausnahmen mit einem eigens zu diesem Zweck angefertigten Apparat bei natürlichem Lichte. Es stellte sich im dessen heraus, daß dieses Licht zu schwach war und die Aufnahmen zu lange Zeit erforderten. Auch brachte die geringste Bewegung der Meeresoberfläche störende dunkle Wolken. Herr Bouton erkannte daher bald, daß nur die Augenblicksaufnahme zuverlässige und günstige Ergebnisse liefern könne. So wurde denn ein Apparat ersonnen, der fein Licht durch eine auf einer Flasche mit Oxygen ruhende, mittelst einer Glasglocke geschützten Spiritusflamme erhält, in die durch den Druck auf eine Kautschukbirne Magnesiumpulver eingespritzt wird. Bei jedem der hierdurch erzeugten Lichtblitze wird eine Platte gewonnen. Der Gelehrte erzählt, wie durch diese Blitze die Bewohner der Tiefe, zur höchsten Neugier gereizt, von allen Seiten herbeieilen. Fische, groß und klein, schwimmen in Schaaren herbei und umkreisen das fremde Unthier, das zwischen ihnen in so seltsamer Weise sein Wesen treibt. Furcht zeigen sie nicht. Streckt der Taucher nach einem der Neugierigen die Hand aus, so weicht er gerade genug zurück, um sich dem Bereiche dieser Hand zu entziehen, und beobachtet aus einem oder zwei Meter Entfernung ruhig den weiteren Vorgang. Die bisherigen Versuche wurden nur in verhälmiß- mäßig geringer Entfernung von der Küste in einer geschützten Bucht gemacht. Man plant aber die Erweiterung der erzielten Fortschritte und träumt bereits von großen automalischen Apparaten, die man in unendliche Tiefe Hinabfenken würde, um den Anblick von Stellen des Meeresbodens zu gewinnen, die noch keines Sterblichen Auge zu erkunden vermochte. * Trübe Betrachtungen über da8 jetzige Banjahr stellt die „Deutsche Bauzeitung" an. Es dürste eines der schlechtesten werden, welches seit langer Zeit über Deutschland gekommen ist. Fast überall wird über Mangel an Bauthättgkeit, Mangel an Unternehmungslust und über schlecht eingehende Zahlungen geklagt. Diele hören auf zu bauen, weil sie wirtschaftlich ruiniit sind, andere deswegen, weil sie keinen Erwerb im Baugeschäft mehr sehen. Wenn daS vorstehend Gesagte auch in erster Linie von Berlin gilt, so geht cs doch fast in den meisten Großstädten ebenso und auch in den kleineren Städten und auf dem Lande ist es nicht viel anders. Die Schuld an dem großen Tiefgang des Baugewerbes ist zum Theil in den überaus schlechten wirthschastlichen Verhältnissen zu suchen, welche neuerdings durch den russisch« deutschen Zollkrieg, die Silberkrisis und das Bankerottiren mehrerer Staaten, wie Portugal, Griechenland und bald auch Meriko, noch verschlimmert worden sind. * Wie die „Allg. Wr. med. Ztg." meldet, hat sich jüngst der Professor der Anatomie Dr. Laskowski in folgender bemerkeuswerther Weise über die „Studentinnen" der Medicin an der Faeultät in Gens geäußert: „Die an der Genfer Universität Medicin ftubirenben Polinnen zeichnen sich burch Fleiß aus, ber aber nicht immer einen günstigen Erfolg erzielen läßt, und zwar wegen Mangels einer genügenden Vorbereitung. Der größere Theil der Studentinnen kämpft außerdem mit schwerem Mangel an materiellen Mitteln, was ebenfalls schädlich auf den Verlauf der Studien einwirken muß. Seit 17 Jahren waren an der Genfer medi« cinischen Faeultät 50 Polinnen und 125 Frauen anderer Nationalität eingeschrieben. Von diesen 50 Polinnen haben aber nur zwei (Frau Krajewska und Fräulein Littauer) an der Genfer Universität sich das Doctordiplom erworben, während zwei andere, Fräulein Jakubowska und Mlodziejowska, sich nach Paris begaben, um daselbst ihre Studien zu vollenden. Bon den 125 Frauen anderer Nationalitäten haben nur 10 den Doctorgrad erworben, und von diesen zehn ist wieder eine gestorben, zwei heiratheten und gaben die Praxis auf, drei erfreuen sich eines gewissen Rufes, während vier blos kärglich oegetiren. Ich glaube nicht, daß ein solches Perzent für die zukünftigen Eandidatinnen der Medicin ein auf- mu-iternbeS ist! so und nicht anders gestalten sich aber die Verhältnisse." ' * Ein empfindlicher Gaul. Gar komische Scenen ereignen sich manches Mal bei der von der Polizei vorgenommenen Visitation der Milch, so auch dieser Tage in Frank- furt. Kam da endlich ein Milchhändler an die Reihe, auf dessen Wagen man eine Kanne mit — Wasser zu Tage förderte. Auf die Frage, warum er das Wasser mit sich führe, erwiderte er gelassen, fein Gaul könne das Frankfurter Quell- waffer nicht vertragen, darum nehme er, der Milchhändler, immer von zu Hause eine Kanne der heimischen Quelle mit. Ist das aber einmal ein empfindlicher Gaul! Verkehr, CanO* rrird VoUrrvirthschaft. Limburg, 23.August. Fruchtmarkt. Rother Weizen (alter) X 13.70, neuer X 13.10, weißer Weizen X —, Korn X 10.55, Gerste X 9.30, Hafer (aller) X 9.20, neuer JL 7.20, Erbsen X —, Kartoffeln X —. — Nach den statistischen Ermittelungen des Verein- deutscher Eisen« «nd Stahlindustrieller belief sich die Rohetsenproduction des Deutschen Reiches (einschlietzlich Luxemburg) im Monat Juli 1893 auf 401,046 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 130,149 To., Bessemerroheisen 28,509 To., Thomasroheisen 192,706 To. und Gießereiroheisen 49,682 To. — Die Production im Juli 1892 betrug 393,893 To., im Juni 1893 396,417 To. Vom l. Januar'bis 31. Juli 1893 wurden probuctrt 2,728,584To. gegen 2,790,020 To. im gleichen Zeiträume des Vorjahres. — Das Technikum Mittweida und besonders der Unterricht in der Electrotechnik an demselben wird, um allen Anforderungen, welche die rasche Entwickelung der Electrotechnik an eine maschinentechnische Fachschule stellt, vollauf genügen zu können, vom October d. I. durch den bann beendeten Neubau eines „Electrotechnischen Institutes" bedeutend erweitert roerben. Dasselbe enthält 15 größere Arbeits-, Sammlungs« und Maschinenräume und ist nur für den Unterricht in der Electrotechnik nebst den zugehörigen Hülfswissenschaften bestimmt. Der Betrieb mehrerer Dynamomaschinen, welche 9000 Volt- Ampere liefern, wird durch Gasmotoren bewirkt. Außerdem ist eine größere Accumulatorenbatterie aufgestellt. Sämmtltche Räume sind eletrisch beleuchtet. Die Anstalt zählte im vergangenen 26. Schuljahre 1358 Besucher, welche der Abthellung für Maschinen-Jngenieure unb Electrotechniker, bez. der für Werkmeister angehörten. Die Aufnahmen für das nächste Winterhalbjahr beginnen am 16. October, während dagegen die Ausnahmen für den am 25. September beginnenden unentgeltlichen Vorunterricht jederzeit stattfinden. Der Besuch des letzteren ist eine Vorbereitung für das eigentliche Semester. Programm mit Jahresbericht erhält man von der Direction des Technikum Mittweida. Citeratar und Arrnst. — Kllhrer durch vberhesse« «nd dnrch Lahn-, «der-, Dill-, Ltzm» «nd Schwalmthak. 160 Seiten nebst 4 Karten unb einem Plan. Preis elegant in Eatico-Jmitation Mk. 2.50. Gerade zur rechten Zeit ist das ausführlich gehaltene, schön auogeftattete Reisewerk im Verlage von Carl Kraatz in Marburg erschienen, um Manchem, der den Rest des Sommers noch zu einer Tour durch die nähere Umgebung, das Hessenland, benutzen will, als willkommener Führer zu dienen. 164 Touren von 1 biS 6 Wegstunden sind in dem Werke so ausführlich beschrieben, daß es selbst keiner mündlichen Auskunft in Bezug auf Lage von Ortschaften, Aussichtspunkten, Flußläufen, Waldwegen, Gasthäusern, Sehenswürdigkeiten u. f. w. mehr bedarf, um sich zurechtzusinden und jede Tour zu einer befriedigenden zu gestalten. Der Führer kann auch in zwei Theilen bezogen werden; der erste Theil behandelt Parthien durch die Obere Lahn, die Eder^bie Ruhne, die Ohm und die Schwalm, enthält 2 Karten und 1 PUm und kostet Mk. 1.50, der zweite Theil die mittlere Lahn, die Salzböde, das Dillthal, enthält ebenfalls 2 Karten und 1 Plan und kostet Mk. 1.25. Mmeralwafier-Anstatt der Pelikan-Apotheke Gießen. Attest. Auf Verlangen wird hiermit dem Herrn Walter Weitz, Apotheker in Gießen (Mettenheimer'sche Apotheke) bescheinigt, daß nach stattgehabten Revisionen des Großherzogl. KreiSgesundheils- amtS Gießen daS zur Herstellung des Mineralwassers verwendete Wasser sämmtlich aus der städtischen Wasserleitung stammt, zuvor aber noch ein Kohlensandfilter passirt, auS welchem es fast chemisch rein, destillirtem Wasser sehr ähnlich, hervorgeht. Die verwendete Kohlensäure wird in den bekannten schmiedeeisernen Flaschen in flüssigem Zustande bezogen. Alle diese Ingredienzien unb verwendeten Stoffe find ohne nachthellige Einwirkung auf die menschliche Gesundheit. Der ganze Betrieb ist sehr gut ausgestattet, alle Regeln der Reinlichkeit sind beachtet. Apparate unb sonst verwenbetes Material entsprechen i« jeder Bsriehung nicht allein ben gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch ben weitgehendste« Anforderungen der Gesundheitspflege. Gießen, ben 5. August 1893. Großherzogliche- Polizeiamt Gietze«. Fresenius. 7253 ________________________________________ ■ 1 l 1 ' ■ — Die Firma Kathreiner- Malzkastee - Fabriken Wilhelm & vroogier in München ist von ben bisherigen Inhabern in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. — Das Stammcapital beträgt Mk. 1 000 000 unb ist besten Erhöhung auf Mk. 2 000 000 im Gesellschaftsvertrage bereits vorgesehen wordm. Als Gesellschafter ftgutiren neben ben bisherigen Besitzern, welche mit einem beträchtlichen Capital beteiligt bleiben, hervorragende Industrielle Mittel- und Norbdeutschlands. Die Umwandlung erfolgte, weil sich mehr und mehr als nothwendig erweist, die Malzkaffee-Fabrikation, welche bekanntlich nach einem mehrfach patenttrten Verfahren erfolgt, auf sämmtliche Culturstaaten auszudehnen; ein erfreuliches Zeichen der Entwicklung deutscher Industrie. StitaMt biteet'oue bet @a>rtt allo au8 erster Hand v —, von Elten & Keussen, Crefeld, 8 in jedem Maaß au beziehen. Man verlange B Muster mit Angabe de» Gewünschten. «atterdienft der ieraelitifdjtn Keligiansgesellschast. Freitag Abend 6« Uhr, Samstag Vormittag 8» Uhr, Samstag Nachmittag 400 Uhr, Samötag Abend 810 Uhr. Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlaae. 23. August, Min. 12 Uor 24. August, Mora, v Üdr Barometer,: Thermometer: Hpgrometerstand nun. <43 mm,max. 4 DU mm „ + 14°».,, 4- 21°R Gewitterbildung. nun. in mm,max. hömm „ + 9°R. „ + 13°8. Feucht. Mittlerer Barometerstand bei 0° 8. — 744,7 mm. Temperatur der Lahn und Luft nachReaumur gemeßenem 24.August, Mittags »wischen 11 unb 12Uhr: Master 18, Luft 18 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Einträge in das Handelsregister Gr. Amtsgericht Gießen. L Neue Einträge. 1. Adolf Welz in Gießen betreibt daselbst seit l.Juli d. I. ein Bürsten, und Pinselgeschäft, verbunden mit Toiletteartikeln unter der Firma: „A. Welz, vormals F. E. Winter Nachfolger". Seiner Ehefrau Julie, geb. Walther, hat er Procura ertheilt. 2. Friedrich Eduard Winter Wittwe, Helene, geb. Vogt in Gießen betreibt feit l.Juli 1893 dar von ihrem verstorbenen Ehemanns betriebene, in 1857 gegründete Bürsten- und Pinselgeschäft für eigene Rechnung unter der Firma: „F. E. Winter". 3. Salomon Ganß in Gießen und Liebmann Schloß in Alsfeld betreiben feit 1. Juli 1893 in Gießen einen Handel mit Oel, Fetten und Lackwaaren unter der Firma: „Hessische Oel- und Fettmanusactur, Schloß und Ganß". 4. Georg Bichler von Gießen betreibt seit 1. Mai 1893 daselbst Bierbrauerei unter der Firma: „Brauerei Textor: G. Bichler". 5. Hermann Dietz Ehefrau, Johanna Henriette, geb. Hoch in Gießen, betreibt daselbst seit 1. Mai 1893 eine Agentur für Handelsgeschäfte unter der Firma: „I. H. Dietz". 6. Franz Arthur Eyserbeck in Gießen betreibt daselbst seit 15. August 1893 Handel mit musikalischen Instrumenten unter der Firma: „G. D. Gebauer Nachfolger". 7. Gustav Meyer, alleiniger Inhaber der beim König!. Amtsgericht Bünde unter Nr. 585 des Firmenregisters eingetragenen Firma: „Bünder Cigarren-Versand, Gustav Meyer", mit dem Sitze in Bünde, hat am 20. Juli 1893 unter dieser Firma eine Zweigniederlassung in Gießen errichtet. II. Löschungen. 8. Die Firma Martin Vogt in Gießen, 9. Die Firma F. E. Winter Nachfolger daselbst, 1-0. Die Firma Karl Matthäus Cahn daselbst, 11. Die Firma Karl Fröhlich daselbst, 12. Die Firma Georg Dietrich Gebauer daselbst wurde gelöscht. III. Sonstige Einträge. 13. Der Mitinhaber bet Firma „Gebrüder Windecker", Wilhelm Lieberich in Gießen, ist verstorben und ist das Geschäft auf Gustav Windecker daselbst als alleinigen Inhaber übergegangen, der es unter Ueberuahme aller Activen und Passiven, unter der seitherigen Firma weiter führt. Derselbe hat dem Wilhelm Möhl in Gießen Procura ertheilt. 14. August Gabriel, Inhaber der Firma gleichen Namens, ist Der- storhen und ist das Geschäft auf August Gabriel jun. unter lieber» nähme der Activen und Passiven übergegangen, der es unter der seitherigen Firma weiter fuhrt. Gießen, den 21. August 1893. Grobherzogliches Amtsgericht Gießen. I. V.: Dörr.[7237 usverkauf ! Freitag den 22. Septbr. Nachmittags 2»/i Uhr, i sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Karl (»ermann Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr- 566 — 75 qm Hofratthe auf dem Kreuz, Flur I Nr. 568 — 150 qm Hofraum baselbft öffentlich meistbietend versteigert werben. Gießen, den 9. August 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I- A-: Vy«,. 6908 Freitag den 22. Septbr., Nachmittag« 2‘/i Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Bäcker Karl German« in Gießen ge» hörigen Immobilien: Flur I Nr. 566 — 75 qm Hofratthe auf dem Kreuz, Flur I Nr 568 — 150 qm Hofraum daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 11. August 1893. Großh- OrtSgericht Gießen. I. A: Vogt. M2« sämmtlicher Arrrzwaareri, als: wollene und baumwollene Strickgarne, Rockgarne, Lchnur, Band, Litzen, Zwirne u. bergt wegen Geschäftsveräudnung. 7021 Carl Hoffmann, Leltersweg 33. 6861] Jrn Centrum der Stadt ist eine seit Jahren besteh. «estauratton nebst Logis prrisw. zu verkaufen ob. zu verm. Näh, b- Lo«i- Rothenberger, Neuenw. 10 Aa-en guter Kuhmist zu verkaufen. . ‘ Wo? sagt die Exped. d. Bl. 17153 brn 2) 7228 4435] Baumaterialieuhaudluug. Arbeit gesucht. (7250 Reutin«. 7229 Ein Mädchen Amendt. 7216 la. Speisekartoffeln an MäuSburg 12. 7212] Etotzkarre« «. Schrotleiter - p'H'r'r - 1 C.HAUMANN OFFENBACHS Gellen. ®r Sommer fest in ben Vereiuslocalitätcn. Eintritt gegen Porzeigen der Mitgliedskarte frei. Kinder haben Abends keinen Antritt. 7249 Der Vorstand. C’hr. Petri V. verficherungswksen Buchs., Sorreso gewandt. Mann 1—2 St. tägl. qes Offert mit Angabe d. Honor. »oft!. 8 incl. Sonntag erb_______172-54 7243) Ein Loufinädchan oder »-tzra« auf sofort gesucht Näh. in der Erped 7245] Ein gebild. Fräulein au» guter Familie, da» im Hnu»halt und allen wetbl. Handarbeiten ttfabren, auch Beaus- ichtigung der Schularbeiten von Bindern übernimmt, sucht Stellung mit Familien- anschluß Wo? sagt die Srp.d. d- Bl- _3. Bamberger, Südanlage 20. 5193] Der mittl Stock m.inetz Hause», ----. r. * - » zu,«.., Frankfurterstraße Nr. 6. ff. von Pros Wiesen im Heegstrauch, 1', u 4 Morgen, I Philippi bewohnt, ist durch dessen Weg- zu verkaufen. I zug pro L October mit allem Zubehör Beide Wiesen werden auch einzeln auf ( anderweitia zu vermiethen längere Jahre verpachtet- ___I>r. A. Mettenheimer. 5990] Kleine» Logis mit Wafferlettung an eine ruhige Familie »u vermiethen A. Prie-me. Ludwtgste. 12. Part. Ein solide» ViLdchen zur Auß» hülfe gcsuck' Nähere» Ludwigstraße 1. einmal pebr., groß und start, für @e« treibe, »artoffeln, d 30 und 25 Psg. Probeb. d 25 St vers. geg. Nachn. unt. Angabe d Bahnstat. Max Menders» tzanseN, Cättzen I. A._________[6898 Fussbodenanstrich °°" 8L0*K AnCumt Noll 11., Bahnhof straße 51. Großer mit Wohnung von 13 a X 6 Zunmern u. Zu. LI LI 1, TI beh. ru oermiechen. 1620: eelterSche, 87. sowie für die zahlreichen Blumenspenden und insbesondere dem Herrn Pfarrer Dr. Grein für die trostreichen Sorte sagen herzlichen Dank [7236 Di« trauernden Hinterbliebenen 6915] Freundl. Wohnung. 3 ,.8lmmrr mit Zubehör (Wafferl ), per 1. October an rotzige Leute zu vermiethen. gtähereß Alicestraße 19, II.____________ 6319] In meinem Neubau sii d mehrer: Logi» niit Zubehör und Wasserleitung zu vermiethen vesonbrr« wrrtbvoll sind bte »rank- *l*it*- und 9«lrtten*-8md)te von der ttvnlgltchen BeunnattUnif der Unteer fUät und der Kprechsaal. in welchem auf Anfragen zuverlässige Hultunft von bewährten Fachleuten erlhetlt wird. Abonnement «preis eferterjMrr. 76 fh Erscheint Mittwoch«. kämmll. Woflannallen u. Vnchbaudtnvgrn nehmen Bestellungen an. Jnsrrttonßpretl: »es-attene Zeile oder deren Rau« 20 Pf. rt>brflüo»l-$örre* vermittelt all da» ang»s»I,ena, und w»rbr»ltAcr 66^5 133401 Ver. stönigS-LaurTh^Ue^ 94.20