Börse. WSL KLK Oer btlbetiiAi btt .b,eGnbebh [t> leittnbe?2'^ '6w’»"^ÄS L »; M W ö "'“W ÄL'tzL “®X1m to Zomoien İ?bt$ buchener Ac!ien».°> Ää*- ^3H -K«'Sr ;*MS: ■wt eingebuße, wälM butä)btn ttÄMVontDntt im Sa?4.86”8 ununtn, l®, o r|ol0itn tlnbtliiiibt " o®ie ilfllknifleSentm lbk-Hanbmiibenbefftrtn ch-vachungen, haben aber gewannen noch ein Ver^ul raubet ein. Mann Idfatm mehr ott abgescha-Lcht Hal. M Dom UM 21.,VII. i. 88 n.88 b. Gold- 3020 2980 isenbihn- 7750 77.20 LLA.. 7835 77.50 ifl.18801 10320 10815 .8(1. D. 21.70 21.55 MxL 4B.50 niv.Äril | 96.30 95.60 D Wb. 96.40 96.50 N.S«.stft. । 77.40 76 90 55.40 62.90 10390 97 55 65.05 100 50 101.75 80.80 104.20 98.- 65.60 100.80 101.60 80.80 5530 62- 96.30 95 40 lombtrben bo. bo. irGolb. )W) rs SÄn ernt Stil ibn . . r . . - SahnM. Mtr . - 201.-1197.50 156.401155.1- 100.- 99.6i st. Btt ein • XU- toSboiu fcW. «N° Ä SLi 125-90 126.- :etnibtd 105.20 10* “ \ 189.85 138.80 96.70 iagötntzU rni* Brüning, oniawverre uhstahl 177.65 177- 329.80 151.80 11865 830- 159- I19.M SnUldM Wbbr. - mN* ,w bo. rbi819°° 102.' q7 — 97 — 101-80 10130 L 97 50 103.- 703-- REM8 >»-!! S 8220 106.- 10130 1893 Rr. 172. Erstes Blatt. Dienst», dm 25. Juli Der ♦irttwtr >*|dt« «jchnnl täglich, ettt »dlSnahmr bei Montag». Die Gießener Werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal »rch-legt. Meßmer Anzeiger Kenerat-Mzeiger. vierteljähriger >»»**emenU?teUt 2 Mark 20 Pig. Brtt Bringerloh«. Durch die Post 2 Mark 50 Pftz. Rebaction, LxpebMa« und Druckerei: rchnlßrateUi.A Fernsprecher 5L und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen falgenden Lag erscheinenden Nummer bil vorm. 10 Uhr. 1400 2. 3. 4. b. c. d. 900 600 // n Die Qualität wird pro Hectoliter auf 78 bis 82 Kilogramm geschätzt. Der Roggenertrag ist im Durchschnitt schwach mittel, die Qualität wird überwiegend gelobt- Gerste ist quantitativ gebessert, das Resultat ist überwiegend ein mittleres, qualitativ größtenteils zufriedenstellend. Hafer dürfte den mittleren Durchschnittsertrag erreichen. Rapsertrag ist schwächer. Mais ist derzeit an vielen Orten schwach, aber im Allgemeinen zufriedenstellend. Interlaken, 22. Juli. Der siebzigste Geburtstag des früheren Retchstagsabgeordneten Dr. Bamb erger wurde heute hier festlich begangen. Viele Korporationen und Bereine hatten zur Beglückwünschung des Jubilars Vertreter entsandt. Zahlreiche Glückwunschtelegramme waren aus allen Theilen Deutschlands eingegangen. Die Glückwünsche der ehemaligen deutschfreisinnigen Reichstagsfraction übermittelte Dr. Goldschmidt. London, 22. Juli. Infolge der gestern im Westminster- Hotel abgegebenen Erklärung der Bergarbeiter gegenüber den Bergwerksbesitzern, daß sie sich weigerten, einen Schiedsrichter anzuerkennen, glaubt man allgemein, daß der Ausstand unvermeidlich sei. Heute finden mehrere Meetings statt, worin die Lage nochmals besprochen wird. London, 22. Juli. Die heute in Newcastle stattgehabte Versammlung von Delegirten der Bergarbeiter Northum- berlands beschloß, gemäß den Beschlüssen des nationalen Bergarbeiter-Verbandes eine Lohnerhöhung von lö^pCt. zu fordern. betreffend Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig'freiwilligen Militärdienst im Herbst 1893.' Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1893 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum I. August 1893 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt: I. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs > Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende hm Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsbeglaubigt seinem Unbeschollenheitszeugnitz, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ift- cin selbstgeschriebener Lebenslauf. ort hat. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. Das Gesuch muh von dem Betreffenden selbst geschriebenem. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: Zeit, spazieren zu gehen. Berlin, 23. Juli. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." mtt- theilt, sprach der Reichsschatzsecretär v. Maltzahn seine Absicht, aus dem Reichsdienste auszuscheiden, zuerst in einem am 8. Juli an den Reichskanzler gerichteten Schreiben aus und reichte sodann einige Tage später sem Abschiedsgesuch bei Sr. Majestät dem Kaiser ein. Bis zur Allerhöchsten Entscheidung werde v. Maltzahn die Geschäfte fortführen. Begründet sei der Entschluß in dem Umstand, daß zur Deckung der Kosten der Militärvorlage das Bier nicht herangezogen werden solle. Maltzahn hege die Ueberzeugung, daß eine Erhöhung der Biersteuer, welche aus dem Jahre 1819 stamme, vom Standpunkt einer billigen Steuervertheilung durchaus gerechtfertigt sei. Er befürchte, daß die Beschaffung von 50 Millionen neuer Reichseinnahmen ohne eine Erhöhung der Biersteuer statt zur Verminderung, vielmehr zur Verschärfung der Unbilligkeiten des jetzigen Reichssteuersystems führen werde, und glaube, die Vertretung für eine derartige Vorlage nicht übernehmen zu können. — Ueber den Ausfall der Manöver äußert sich heute die „Nordd. Allgem. Ztg." dahin, daß der Werth der a. Geburtszeugnih; Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über .dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes a) bei einem Feldwebel nicht...... b) „ „ Serganten oder Unteroffizier nicht c) „ „ Gemeinen nicht...... d) „ einer Militärperson des Nnteroffizier- standes, welche sich mindestens zwölf Jahre im activen Militärdienst befunden hat, nicht ------"---------j ~ A j Allr Annoncrn-vureaux de» In- und AuSlanbr« nehm«, »on Anzeigen zu der NachmiNag» für den | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. § 103. Erreicht das Diensteinkommen eines im Civil- dienst angestellten oder beschäftigten Pensionärs nach Abzug des etwa miteinbegriffenen Betrages zu Ausgaben für Dienstbedürf- niffe nicht den doppelten Betrag der Jnvalidenpension, ausschließlich der PensionS- und Verstümmelungszulagen, oder al bei einem Feldwebel nicht...... 1200 Jt, Amtlicher Theil. Gießen, den 21. Juli 1893. Betr.: Gesetz, einige Abänderungen und Ergänzungen der Militärpensionsgesetze vom 27. Juni 1871 und vom 4. April 1874, sowie des Reichsbeamtengesetzes vom 31. März 1873 und des Gesetzes über den ReichS- Jnvalidenfonds vom 11. März 1877 betr., vom 22. Mai 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen cm die «rotzh. Bürgermeistereien deS Kreises. Indem wir Sie auf die nachstehend abgedruckten 103 und 106 des rubr. Gesetzes (Reichsgesetzblatt Rr. 19 von 1893) Hinweisen, empfehlen wir Ihnen, Diejenigen, welche em Jntereffe an den durch diese Bestimmungen herbeigeführten Aenderungen haben, auf dieselben aufmerksam zu machen. Wir bemerken besonders, daß der Communaldienst von der Pensionskürzung nunmehr vollständig sreigelaffen ist. I. V.: Dr. Melior. Manöver für die Ausbildung der Truppen und Truppenführer in weitesten Greifen unterschätzt werde. Jedes Ausfallen derselben füge der Armee beträchtlichen Schaden zu und könne das Manco an Ausbildung durch nichts ersetzt werden. Auch dem einzelnen Manne präge sich das Kriegs- leben tief ein und verkette ihn mit dem Heere fürs ganze Leben. Deßhalb würde an maßgebender Stelle nur ungern auf die Manöver 'verzichtet. „Nichts destoweniger würde nichts so unrichtig sein, als anzunehmen, die Heeresleitungen ließen nicht in dem Falle unter allen Umständen die im Vorstehenden berührten Rücksichten zurücktreten gegen diejenigen auf das Gesammtwohl der Bevölkerung, wenn wirklich eingetretene oder zu befürchtende Nothstände das Ausfallen der Manöver oder deren Verschiebung nahe legten. Die Veränderungen, welche in den diesbezüglichen Dispositionen mit Rücklicht auf die drohende Gefahr der Verschleppung der Cholera im vorigen Jahre getroffen wurden, beweisen zur Genüge, wie weit in solchen Fällen die Armeeleitung im Concediren zu gehen bereit ist. Im Uebrigen aber wird bei der Begründung der mehrfach besprochenen Wünsche zu wenig daran gedacht, daß kein verantwortliches Glied der Armeeleitung seine letzten Entscheidungen bezüglich der Manöver trifft, ohne mit derjenigen Instanz der Civilverwaltung sich ins Benehmen und in Einverständniß gesetzt zu haben, in der die Sorge für die Wohlfahrt aller Bürger concentrirt ist, nämlich mit dem Minister des Innern." — Das Futterausfuhrverbot Oesterreich- Ungarns soll hauptsächlich den Zweck haben, die österreichischen und ungarischen Viehzüchter, welche dieses Jahr zu ihren Beständen noch viel billiges Vieh gekauft haben, vor den Nachtheilen einer Futtertheuerung zu schützen. Auch wünscht man in Oesterreich nicht das Futter für die Militärpferde zu I vertheuern. . , Friedrichsruh, 21. Juli. Fürst Bismarck hielt bei Begrüßung der 800 Braunschweiger eine bemerkenswerthe politische Rede. Er äußerte sich abfällig gegen den Reichstag, der nach seiner Ansicht zu nachgiebig gewesen und über die Bureau- kratie, bestritt, daß er in seiner Rede an die Lipper für den Particu- larismus eingetreten sei und gab seinemMißtrauen gegendiePolen ______________ v „ „ I Ausdruck. Der Fürst betonte ferner, daß der Prinzregent genannten; sie öffentlich namhaft zu machen, wäre aber ver- Albrecht von Braunschweig ihm stets in allen Lagen unver- früht. Die Angabe, daß für die beabsichtigte Reichsfinanz- änbert wohlwollend gewesen sei und besprach das Verhalten reform u. A. eine Erbschaftssteuer in Erwägung gezogen sei, I ^jnes Sohnes im Reichstag. ist, wie wir zuverlässig erfahren, durchaus unbegründet- es I Trier, 22. Juli. Das Generalcommando stellte die wird streng daran sestgehalten werden, daß die Einkommen- Herbstübungen des Brigade- und Divisionsund Vermögensbesteuerung den Einzelstaaten verbleibt. verbandes in der Eifel und dem Hundsrück ab. Die — Bekanntlich werden in vielen Kreisen Klagen über Gruppen üben bis zur Trierer Kaiserparade in der Garnison. Nachtheile, welche mit dem Jnvaliditäts- und Alters- ^ie Kaisermanöver in den Reichslanden bleiben unverändert. Versicherungsgesetze verbunden sind, erhoben. Ein — anscheinend officiöser Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." befaßt sich nun mit den im Reichstage eingebrachten Anträgen des , 3lU»lOtlO» Centrums und der Conservativen zur Abänderung gewisser! ,, „ _ . o . ..x ., Bestimmungen des Jnvaliditäts- und Altersversicherungs- Wien, 22. Juli. Der Reichs-Krtegsmtnister Freiherr gesetzes. Der Artikel kommt darauf hinaus, daß die Regierung v. Bauer ist heute Abend 10 Uhr 45 Mm. g e ft o r 6 e n. an eine grundsätzliche Aenderung des Gesetzes nicht denke, mit Budapest, 22. Juli. Nach dem Saat en st and vom dem ja auch die Socialdemokratie sich inzwischen befreundet 15. Juli sind die Ernteaussichten des Getreides im all- babe, daß aber ein Gesetzentwurf in Vorberathung sei, der gemeinen Durchschnitte dem mittleren Ertrage ""^kommend, wohl nicht im Umfang, aber im Sinne der vorerwähnten Der Weizenertrag kann als beinahe mittel bezeichnet werden, rouiji iiiuji iui uu |uuö, __I wvn CÄor'tnfisor Auf 7R bis R2 Sfilnoramn Antragsteller den vielen Klagen über die formale Handhabung des Gesetzes Rechnung tragen solle. Berlin, 23. Juli. In dem Befinden des Grafen Caprivi ist eine wesentliche Besserung eingetreten; der Reichskanzler ist seit gestern im Stande, nicht nur im Zimmer, I sondern auch im Garten, wenn auch zunächst nur für kürzere Berlin, 23. Juli. Der Kaiser Wilhelm und die Kaiserin Augusta Victoria haben ihre Ostseefahrt beendigt und sind bereits am Samstag Abend auf dem Kaiserschiff „Hohenzollern" nach Kiel zurückgekehrt. Als das be- merkenswertheste Ereigniß von dieser Kaiserreise muß hervor- gehoben werden, daß das kaiserliche Paar am Donnerstag und Freitag in Tullgarn eine sehr herzliche Begegnung mit dem Könige Oskar und dem Kronprinzen und der Kronprinzessin von Schweden gehabt hat, sicherlich ein neuer Beweis für die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Schweden. — Trotzdem an der Absicht des Reichsschatzsecretärs ,v. Maltzahn-Gültz, zurückzutreten, kein Zweifel besteht, so wird dem Pensionär, st-nachdem es günMer für ihn ist, I ^chung^er ^Mnanzminis^r^ über ^e Deckungsvorlage zum die Pension bis zur Erfüllung des Doppelbetrages oder b I ^jlitäraesetz und die Reichssteuerreform in Frankfurt a. M. -ur Erfüllung jener Satze belassen. I am 6. August noch Theil nehmen wird, da die Entscheidung § 106. Unter Cwrldtenst im Sinne der vorstehenden °^r die Neubesetzung des Schatzamtes sich möglicherweise Paragraphen ist jeder Dienst bezw. jbde Beschäftigung eines I rn roirbi gür diese sind bisher auch schon andere Beamten zu verstehen, für welchen em Entgelt (die Natrna- I J I g ^kommen, als die in der Presse lien nach ihrem Geldwerth gerechnet) aus einer öffentlichen | J ninrhen. wäre aber ver- Neichs- oder Staatskasse gewährt wird; ferner der Dienst bei solchen Instituten, welche ganz aus Mitteln des Reiches oder Staates unterhalten werden. Dienstverrichtungen gegen stückweise Bezahlung, gegen Boten-, Tage- oder Wochenlohn, auch wenn die Verwendung des Pensionärs zur Befriedigung eines dauernden Bedürf- niffes und mit Aussicht auf dauernde Beschäftigung erfolgt, gehören nicht hierher. ______________________________ Bekanntmachung, 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. .. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 5 von 1889) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattstndet, erfolgt entweder weitere Bekanntmachung oder schriftliche Mittheilung. Darmstadt, den 13. Juni 1893. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Deutsches Reich. Neueste Nachrichten. Depeschen des Bure«u .Herold*. Loudon, 24. Juli. An Bord des auS Manilla eingetroffenen Dampfers„Allmira" war ein Cholerakranker. Das Schiff muhte in Quarantäne gehen. Newyork, 24. Juli. Der Arbeiterstrike in den Bergwerken der Wear City CanfaS artete in eine offene Revolte aus. Arbeiter, welche am Slrike nicht theilnahmen, wurden mit Waffen angegriffen, viele verwundet, einige getödtet. Biele Verhaftungen wurden oorgenommen und die Ruhe wieder hergestellt. Pari-, 22. Juli. Eine Versammlung socialisti- scher Studenten nahm eine Resolution an, wonach der SocialiSmuS gegen die Regierung und das Parlament kämpfen soll, um die Fäulnih an beiden Körperschaften zu beseitigen. Pari«, 23. Juli. Wie amtlich bekannt gemacht wird, find die legislativen Wahlen auf den 20. August an- beraumt. , r ., . Madrid, 22. Juli. Die Polizei verhaftete fünf Individuen in dem Augenblick, als dieselben eine Dynamit- Petarde legen wollten. Bier schon vorbereitete Petarden wurden gleich hinterher aufgefunden. Stockholm, 22. Juli. Nacb dem Bericht deS ersten Stadtarztes, Profeffor Dr. Linroth, sind hier im vorigen Jahre 246 Personen an Influenza gestorben. Cocoles rrnd provinzieller. ' Gießen, 24. Juli 1893. •• Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 19.Juli den ordentlichen Profeffor Dr. Pasch zum Rector der Landes- Universität für die Zeit vom 1. October 1893 bis dahin 1894 zu ernennen. ** Militärdienstnachrichten. v.NordeckzurRabenau, Brüel, Vicefeldwebel vom Landwehrbezirk Gießen, zu ©ec.» Lts. der Reserve des Jnf.Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess. Nr. 116) befördert. *♦ Rudersport. Ein neues Blatt im Ehrenkranze der Gießener Ruder-Gesellschaft bildet der 23. Juli, die Kaiser- Regatta zu Bad Ems. Herr Albert Rübsamen siegte auch dort wieder im Ersten Einer in einer bei ihm jetzt fast zur Gewohnheit gewordenen überlegenen Weise über Herrn A. Meixner von der Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Germania", Herrn Dr. Brockhoff und Herrn H. Crone, beide vom Bonner Ruder-Verein. Die bewundernswerthe Taktik des Herrn Rübsamen, die ihn dieses Jahr stets zum Siege führte und die bei manchen Zuschauern früher Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit vorübergehend aufkommen ließen, besteht darin, daß er seine Körperkraft in richtiger Maßhaltung /Ulf die ganze Strecke zu vertheifen versteht und im letzten Theile der Bahn, durch seinen bekannten Tribünenspurt und sein ruhiges schwungvolles Rudern sich bis jetzt als unüberwindlich erwiesen hat. — Hoffentlich läßt es sich ermöglichen, wie wir unlängst schon anregten, daß Herr Rübsamen im nächsten Jahre bei dem hervorragendsten deutschen Rennen, bei der Meisterschaft von Deutschland, mitconcurriren kann. Nach seinen diesjährigen Erfolgen erscheint cs nicht unmöglich, daß er auch bet diesem von den besten Straften bestrittenen Rennen sich ehrenvoll behaupten könnte. Die Gießener Ruder- Gesellschaft darf stolz darauf sein, daß sie in dem Sohne ihres Begründers ein Mitglied besitzt, welches den Namen Gießen im Rudersporte zu früher nie geahntem Ansehen zu bringen verstand. Möge er in seiner ruhigen und bescheidenen Weise fortfahren, den Anforderungen, welche seine Gesellschaft an ihn stellt, stets gerecht zu werden, dann wird er die edlen Ziele, die der Rudersport verfolgt — Kräftigung deS Körpers, Stählung der Willenskraft und Gewöhnung an DiSciplin — zum eigenen Wohle an sich selbst empfinden. ** Das vom „hessischen Fechtverband Waisenschuh" gestern Nachmittag auf der „Schönen Aussicht" arrangirte Volksfest war so zahlreich besucht, daß Mangel an Platz herrschte. Die Extra-SehenSwürdigkeiten, Schießbude u. s. w. erfreuten sich zahlreichen Zuspruchs, so daß diese sowohl wie daS Fest im Allgemeinen einen hübschen Ueberschuß zu Gunsten deS von dem Verein befolgten Zwecks abgeworfen haben dürften. ** Diejenigen Etudireudeu der Theologie, welche sich um eines der am 1. October l. I. frei werdenden Stipendien der hessischen Luther st iftung bewerben wollen, werden aufgefordert, ihre Gesuche bis zum 10. August l. I. bei dem Schriftführer des Vorstandes, Herrn Dekan Wahl in Wieseck, einzureichen. Die heff. Lutherstistung ist bestimmt, solche Studirende der evangelischen Theologie, weche sich verbindlich machen, der hessischen Landeskirche zu dienen, und sich durch erwiesene Tüchtigkeit würdig gezeigt haben, durch Stipendien bei ihrem Studium, vorzugsweise bei solchem auf bei: Landesuniversität zu Gießen, zu unterstützen. Die ©t'pendten betragen 850 bezw 700 Mk. und werden in der Regel auf zwei Jahre verliehen. ** p® W hundebefitzer wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß das Umherlaufcn von Hunden auf den städtischen Anlagen strafbar ist, zumal die Anlagen sich durch die ein» getretene feuchte Witterung etwas erholt und solche auch theil- weise frisch eingesäet worden sind. M,Ieate unb Äscher. Heute früh wurde ein Mtlchfahrer in Folge Außerachtlassung der Iah rord- n un g von einem hiesigen Kutscher angefahren und an Kopf unö Hand verletzt. ES kommt in letzter Zeit nicht selten vor, daß Leute durch die Unvorsichtigkeit verschiedener Kutscher, wie zu raschcS Fahren, Trabsahren um Straßenecken und Außerachtlassung der nölhigen Vorsicht, beschädigt werden. ES sei deshalb bemerkt, daß in solchen Fällen der Fahrer, neben der etwa verwirkten Polizeistrafe, von den Verletzten wegen fahrlässiger Körperverletzung zur Verantwortung qe- zogen werden kann. •• Verhaftet. Gestern wurde ein Handwerksbursche verhaftet, welcher vorgestern aus der.Herberge zu Wetzlar einem anderen Reisenden den Berliner gestohlen hatte. Zur Beachtung. Im Mainthale werden allenthalben Klagen laut über die Ueberhandnahme des MäusevolkS. Die bisherige Trockenheit begünstigte ungemein die Vermehrung dieser Nimmersatten Nagethiere. Die Landwirthe beeilen sich mit der Einheimsung ihrcS Getreides und laffen eS nicht erst in Hausen auf freiem Felde sitzen, damit eS nicht der Vertilgung durch das verheerende Mäusevolk anheimfällt. Gleichwohl findet man zuweilen ganze Büschel zernagter Garben auf den Getteidefeldern. ** Chemische Prüfung«. und AuSkunstrstation für die Gewerbe in Darmstadt. ES dürfte noch nicht allgemein bekannt sein, daß die genannte Stelle die Ausführung chemischer Untersuchungen, sowie Auskünfte, Gutachten, Rath und Belehrungen über alle chemisch-technischen Fragen nicht nur auf Antrag einzelner Gewerbtreibender gegen mäßige Vergütung, sondern, wenn solche Untersuchungen re. im allgemeinen Interesse ober bemjenigen einzelner Gewerbezweige liegen, auf Veranlaffung der Großh. Centralstelle für die Gewerbe auch unentgeltlich übernimmt. Wir wollten daher nicht verfehlen, unsere Leser, insbesondere die Mitglieder der Gewerbevereine, hierauf aufmerksam zu machen. ** Fallobst muß, da es wurmstichig ist, täglich aufgesammelt und nach Ausschneiden der von dem Jnsecte beschmutzten Stellen zu Essig, Gelde rc. verwerthet werden. Wer solches Obst sorglos unter den Bäumen liegen läßt, schafft dadurch einen neuen Herd für die Larve deS schädlichen ApfelwicklerS, welcher nach feiner Entwickelung sich hinter der Rindenfchuppe des nächsten Baumes verpuppt, um im Juni des folgenden Jahres als Schmetterling von Neuem fein Unwesen zu beginnen. — Die älteren Bäume jeder Obstart müssen schon jetzt aus- geputzt werden, wobei man darauf zu achten hat, daß die Früchte keinen Schaden nehmen. ** Der Getreidemarkt. Auf die Haltung dcS Getreide- Marktes beginnen die Ernteberichte ihren Einfluß allmählich mit zu äußern. Die ersten dieser Berichte haben eine Festigung des Getreidemarktes zur Folge gehabt, die besonders auf die Meldungen hin eintrat, denen zu Folge im Westen die Ernte unter Regengüssen begonnen hat. Auch die Meldungen über vielfach eingetretenes regnerisches Wetter haben an den meisten Plätzen ein Anziehen der Weizen- unb Rvggen- preise gezeitigt, da die Speculativn auf eine die Ernte schädigende anhaltende Nässeperivde rechnet. Ob sich aber die Speculanten hierbei nicht täuschen, das ist noch die Frage, denn einige Tage Regenwetters würde wohl in den aller- meisten Gegenden ganz erwünscht fein, selbst da, wo die Ernte bereits im Gange ist. Am Berliner Platze wirkten speciell auf Roggen staple russische Angebote etwas drückend ein, während sich in Hafer eine Baiffefpeculation nicht ohne Erfolg bemerklich machte. Es notirten bei Abschluß dieses Berichtes an der Berliner Productenbörse: Weizen 153 bis 165 Mk. pro 1OOO Kilogramm, Roggen von 139—144 Mk., Gerste von 123—170 Mk., Hafer von 175—190 Mk. ** Biehaukänse. Nachdem bas Königlich Preußische Kriegsministerium den Ankauf größerer Mengen vonSchlacht» Vieh (nicht über 7 Jahre alte Ochsen, junge Kühe unb Hämmel) behufs Conservierung des Fleisches angeordnet hat, werden demnächst, wie die „Darmst. Ztg." meldet, solche Ankäufe von Seiten der Königlichen Intendantur des 15. Armeecorps in Straßburg durch zu bildende Commissionen auch im Großherzogthum in denjenigen Gegenden statlfinden, in denen ein besonders großer Nothftand infolge Futtermangels vorhanden ist und daher ein starkes Angebot von Vieh erwartet werden kann. Voraussichtlich werden diese Ankäufe auf den nächsten'regelmäßigen Märkten in den nördlichen unb östlichen Theilen ber Provinz Oberheffen und im südöstlichen Theil der Provinz Starkenburg stattfinden. ** Depeschen an Reisende im Cisenbahnzuge. ES dürste noch nicht allgemein bekannt fein, daß die Eisenbahnstationen angewiesen sind, den Inhalt eines bei ihnen einlaufenden Telegramms, welches die die betreffende Station passirenden Reifenden angeht, denselben während des Aufenthaltes des Zuges mitzutheilen. Dies geschieht dadurch, daß ein Beamter den Zug entlang geht unb ben Namen ber Person laut auS- ruft, um ihr alsbann von bem Telegramm bie nöthige Mittheilung zu machen. Diese Einrichtung kann in einzelnen bringenben Fällen von großer Bebeutung sein. ** Hebet das richtige Verhalten bei einem Gewitter herrschen noch bie verschiebensten Anschauungen. DaS Wichtigste bei einem Gewitter ist, Zugluft in ben Wohnungen ab» zuschneiben, also bie Klappen zu ben Schornsteinen unb bie Thüren zu schließen unb nur in jebem Zimmer einen oberen Fensterflügel offen zu lassen. Zugluft hat schon in nicht seltenen Fällen ben Blitz, sogar am Blitzableiter vorbei, in Gebäube hineingelenkt. In jebem bewohnten Raume ist der Zutritt ber freien Luft nicht nur ber Regenerirung ber At» mosphäre wegen, fonbern auch barum anzurathen, weil ein in ein geschloffenes Zimmer hcreinfahrenber Blitzstrahl ben betäubten Bewohnern leicht ErstickungSgefahr bringen kann. Zn ber Regel hinterläßt ber Blitz in ben Orten, wo er ein» schlägt, einen starken schwefeligen Qualm, unb Leute, bie vor Schrecken ober aus Betäubung ohnmächtig geworben sind, können bann leicht ersticken, wenn nicht irgenb eine Stelle zum Abzug offen gelassen ist. § Burkhardsfelden, 22. Juli. Am vergangenen Freitag wurde der bisherige Bürgermeister, Herr Hoffmann, mit 83 von 95 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Jagdschloß WolfSgarte», 21. Juli. Ihre Großherzogliche Hoheit Prinzessin Alix fuhren gestern, das Gespann selbst lenkend, in Begleitung der Hofdame v. Fabrice unb deS Großh. Oberstallmeisters Freiherrn Riedefel zu Eifenbach in ben Erzhäuser Wald. Dort begegnete Höchftdiesclbe einer armen Frau, welche im Begriff war, ihre Mutter nach Hause zu tragen, welche im Wald durch baß Sammeln von Holz erschöpft, schließlich infolge eirreS Magenkrampfes ohnmächtig geworben war. Ihre Großherzogliche Hoheit, Höchftwelche sofort anhielt^ befahl, bie erkrankte Frau vorsichtig in ben Wagen zu bringen, und fuhr dieselbe nebst ihrer Tochter nach Erzhausen, um selbst dabei zu fein unb zu überwachen, baß bie Aermste gleich zu Bette gebracht unb ihr die nöthige Pflege sogleich zu Theil würbe. Gleichzeitig würbe der Arzt, Dr. Horn von Langen, benachrichtigt. Heute beabsichtigt Ihre Großherzogliche Hoheit nach Erzhausen hinüber zu reiten, um noch weiteres für die Patientin zu thun. Darmst. Ztg. Von der Bergstraße, 18. Juli. Die Gurkenernte hat bereits begonnen und liefert trotz der seitherigen Trocken» heit im Durchschnitt gute Ernte. Auffallender Weise sind die Fruchtblüthen auf freiem Felde in größerer Menge vorhanden, als in den Gärten. Durchschnittlich werden 100 Stück Gurken zu 3,50 Mk. von meistens auswärtigen Käufern aufgekauft. Die Landwirthe, welche die Gurkenzucht in größeren Flächen betreiben, machen ganz bedeutende Einnahmen, die gerade bei jetziger Jahreszeit ben Leuten sehr zu statten kommen. Im benachbarten Biblis wurden in diesem Jahre ca. 225 Morgen mit Gurken bepflanzt. Der dort wöchentlich zweimal abgehaltene Gurkenmarkt wird von fremden Käufern, namentlich aus den benachbarten Großstädten, stark fre- quentirt. Die neue mechanische Kälteerzeugung^- und Kühlanlage der Actienbrauerei (Ziehen. Wir hatten vor Kurzem Gelegenheit, uns in hiesiger Actienbrauerei deren neue Eismaschine und Kellerei-Einricht- ungen anzusehen und glauben manchen unserer Leser einen Gefallen zu erzeigen, wenn wir eine kurze Beschreibung der Anlage im Nachstehenden mittheilen. In der Actien-Bierbrauerei Hierselbst befindet sich seit kurzer Zeit eine mechanische Kühlanlage in Betrieb, welche wohl als ein Muster derartiger Einrichtungen gelten darf. In einem eigens dazu errichteten Gebäude ist der maschinelle Theil der Anlage, bestehend auS einer großen ca. SOpferbigen Ventil-Dampfmaschine unb ber eigentlichen Kühl» und Eismaschine untergebracht. Die Kühl- und Eismaschine, nach dem bewährten und meist verbreiteten System „Linde" gebaut, besitzt zwei auf einem gemeinschaftlichen Fundamentgestell ungeordnete Ammoniak Compressoren, welche birect von ber Kurbelwelle ber Dampfmaschine aus angetrieben werben. Gleichzeitig werden durch bie Dampfmaschine auch sämmtliche Apparate und ArbeitSmaschinen deS SubhauseS unb ber Mälzerei re. betrieben, sobaß ber gesummte muschinelle Betrieb ber Bruuerei von einer Centrulstelle uuS erfolgt. Um letzteres ermöglichen zu können, ist buS neue Kühlmufchinen-Gebäube mit bem burch ben Hof ber Bruuerei getrennten Mälzerei- unb SubhuuS- Gebäube mittelst einer uuSgebehnten soliden TrunSmission in Verbindung gebrucht. Die Leistungsfähigkeit ber KÜHlmaschme ist eine sehr bebeutenbe unb zwur entspricht bieselbe, bei .Benützung beiber Ammoniuk-Compressoren, einem EiSersutze von eu. 800 Ctr. täglich. Die probucirte Kälte wird zum größten Theile birect zur Kühlung ber zahlreichen Gähr- unb Lagerkeller ber Brauerei, sowie zur Abkühlung ber Bierwürze und deS auf Gährung stehenben Bieres benützt. Zu ersterem Zweck sind an ben Gewölben unb Decken ber Keller uuSgebehnte Rohr- systeme angebracht, burch welche mittelst einer befonberen CirculationSpumpe eine von ber Kühlmaschine auf einige Grad unter Null ubgekühlte Soole (Salzlösung) in beftänbiget (Siiculation erhalten wirb. Die Lust in ben Kellern kühlt sich hierbei an den kalten Wandungen der Rohrsysteme entsprechend ab, indem sich an den letzteren gleichzeitig ein Theil des Feuchtigkeitsgehaltes ber Luft in ber Form von Schnee nieberfchlägt. Es finbet auf biefe Weise neben ber Kühlung ber Kellerräume auch in einem gewissen Grade eine Austrocknung derselben statt, was als ein besonderer Vorzug der künstlichen Kühlung gegenüber der seither gebräuchlichen Kühlung mittelst Natureises anzusehen ist. Zur Abkühlung der Bierwürze und deS Bieres während des GährungSprozesscS wird gewöhnliches Brunnenwasser benützt, das in einem besonderen Apparat ber Kühlmaschine, dem SüßwasserkÜhler, immer roieber auf eine Temperatur von etwa 1° C. zurückgekühlt wird. Mittelst einer zweiten CirculationSpumpe unb besonderen Rohrleitungen wird daß gekühlte „Süßwasser" zu ben verschiebenen DerwendungSstellen in ber Brauerei unb von da wieder zurück nach dem Süß» wasserkühler gebracht. Eis wird infolge der directen Verwendung ber Kälte zum eigentlichen Brauereibetrieb nicht mehr benöthigt, wie letzterer durch die Kühlmaschine Überhaupt vollständig unabhängig von Jahreszeit unb Witterung geworden ist. Gleich-- wohl ist die Kühlmaschine auch eingerichtet, um mit derselben eine nicht unbeträchtliche Menge Kunsteis zu anderen Zwecken erzeugen zu können. BemerkenSwerth bei ber Anlage ist schließlich noch bie Construction beS Ammoniak-CondensatorS der Kühlmaschine, welche eß erlaubt, letztere mit einer verschwindenb geringen Menge frischen KühlwasserS zu betreiben. Ermöglicht wird eine so bedeutende Reduction der sonst gebräuchlichen Kühl- wassermengen dadurch, daß bei erwähnter Construction ein unb dasselbe Wasser immer wieder zur Verwendung kommt, wobei eß, an den Ammoniak-Rohrschlangen deS CondensatorS herabriefelnd, die aufgenommene Wärme an die umgebende freie Luft theilS birect, theilS durch Verdunstung eines kleinen TheilS der Waffermenge, abgibt. ES findet hier also in einfachster Weise eine continuirliche Wiederabkühlung beß erwärmten Kühlwasserß an der freien Luft statt und eß ist diese Neuerung in der Betriebsweise der Kühlmaschrnen insofern von großer Bedeutung, als von der künstlichen Kühlung nunmehr auch da überall Gebrauch gemacht werden kann, wo der Betrieb einer Kühlmaschine Mangels genügender 4,;» tcTtitl rarntn, WNS'-E' ES ist W -an N H,---" 7°-- M ler yav" werden 1 S&ö Ä-'C nt MfW „ i4 rn< tn »m W tef*" I’* 11 5 In * -ebenen konnte, bad e nad) » W ad S die Höhe der > -snt Präzision war. Dar KC^; üederversichernntz t48 Tatzen Gesängch' tt bemerkt, dah Uebi Nutung haben, da in Tpirfli» erlittene Sch- tmüttt wird. • Berlin, 21. Jul gegeawärlig bei j ua Vittel zur Gründu, VA der ehemalige Ser- ittt brandenburgischen s im 1862 in 2. ■Bdfdtrin in BeMunge eait war, bemerkte er lchre ijffl ;i« Rede. D« Ossizii entwandte und zerbrach -noch kbätlich. Der Os ch. sollte in Untersuchui lilöege dorthin wußte i juiammtn sahnensl uofmt in der französisch Ütnit er in der sren Temichland zurückgekrh !^ehs,nicht zu jroan, ?feie Strafe hat er in •fcier in Berlin auf. § tie Summt von etwa 1 ' Wl. 20. 3n| ",r al'eiten SchanWten Jhfe in Gohlis, Die seit Beaten und Bauern : *27 b!" hir°« ‘”mi- »m iiibtrti ±’(; Smib .’*<*»* m " s‘;® «W Sittich, 20. <\U|! 14( 4s?j» -« eber mit f* tn ^cheS IW. id,n,,6«7^ tanb,,ite I --'ib. Barometer: min.744nnn, liXoR —4 AgrEttrstand: TOgungf. itoi. 'Bettet'. G-wttterbildüng. Mittlerer Barometerstand bet MR. — 744,7 mm. Witterungs aussichten Wetterhäuschen, Südanlage. * Leipzig, 20. Juli. Ende dieser Woche feierte eine der ältesten Schankstättcn Neu-Leipzigs, die ehrwürdige Oberschänke in Gohlis, das Jubelfest ihres 300jährigen Bestehens. Die seit dreihundert Jahren von Bürgern, Studenten und Bauern stark besuchte Gohliser Oberschänke ist auch von den hervorragendsten Dichtern, von Lessing, Goethe und Schiller, besucht worden und hat bis zu seinem Tode auch einem unserer besten Lustspieldichter des 19. Jahrhunderts, dem biederen Roderich Benedix, als Stammkneipe gedient- der von Benedix allabendlich benutzte Stuhl in der Gohliser Oberschänke wird noch heute von den Freunden des tcrftorbenen Dichters, der Benedix Stammgesellschaft „Humor", in Ehren gehalten. ♦ Stettin, 20. Juli. Einem ruchlosen Verbrechen sind auf dem Dominium Groß - Schönfeld bei Fiddichow «Regierungsbezirk Stettin) vier Menschenleben zum Opfer gefallen. Dort war in einem Familienhause eine Anzahl polnischer Schnitter mit ihren Familien untergebracht. Einer dieser Schnitter hatte am Sonntag Abend einen heftigen Zank mit seiner Frau gehabt, der dazu führte, daß er beschloß, das Haus in Brand zu stecken, um sich seiner Frau zu entledigen. Er führte sein Vorhaben in derselben Nacht aus, legte Feuer an, wodurch das Gebäude vollständig eingeäschert wurde. Seiner Frau gelang es, sich zu retten, dagegen fand die Frau eines anderen Schnitters mit ihren drei Kindern den Tod in den Flammen. Ein Schnitter, der noch einmal in das brennende Gebäude drang, um eine ersparte Geldsumme von 146 Thalern zu retten, wurde unter den Trümmern des einstürzenden Daches begraben. Er wurde noch lebend, aber mit schweren Verletzungen hervorgezogen. Das gesuchte Geld hatte er noch erlangt und in den Schaft seiner Stiefel gesteckt. Der Brandstifter, gegen den sich sofort der Verdacht gelenkt hatte, war entflohen, er wurde aber durch einen Gendarm festgenommen, als er im Begriffe stand, sich auf einem Dampfer einzuschiffen, um seine Flucht fortzusetzen. Er wurde gefesselt in das Amtsgerichtsgefängniß zur Bahn gebracht. Seine ruchlose That hat er bereits eingestanden. * Nach fünfundzwanzig Jahren. Ende der 60er Jahre wohnte in der Klosterstraße in Berlin ein Fleischermeister F., Mengen von Kühlwaffer bisher ausgeschloffen oder doch wenig Interessenten, welche die Anlage persönlich in Augenschein nehmen wollen, ist von Seiten der Direktion der Actwn- brauerei der Zutritt gerne gestattet und wird fachkundige Auskunft wie auch Führung bereitwilligst geleistet. fr. Vermachter • Kastel, 21. Juli. Die seit Kurzem in Wilhelmshöhe weilenden kaiserlichen Prinzen werden, wo sie sick, nur zeigen, von Neugierigen so sehr umdrängt, daß hiesige Blatter bereits Veranlassung genommen haben, vor derartiger Zu- dringlichkeit zu warnen, um nicht erneute Sperrmaßregeln herbeizuführen. ES ist in der That ein widerwärtiges Schau- spiel, wenn man das Nachlaufen und Begaffen beobachtet, dem die Kinder des Kaisers ausgesetzt sind. * Die Garde Cavallerie-Regimenter machen zur Zeit auf der Havel Schwtmmübungen mit voller Ausrüstung. Bei denselben werden eigens dazu construirte Kähne auS präpariertem Segeltuch verwendet. Diese Kähne, welche zusammengelegt werden können, werden in Wagen an Ort und Stelle gefahren, doch sind dieselben derartig eingerichtet, daß sie auch aus die Pferde verpackt werden können. Vor dem Gebrauch werden die Seitenwände der Kähne mit Luft gefüllt - die Mannschaften, die in denselben Platz nehmen, ziehen die tm Wasser schwimmenden Pferde an den Zäumen nach. An verschiedenen Stellen der Havel haben mit diesen Segeltuch- kühnen Flußübergänge stattgefunden. * Ein Strafprozeß von allgemeinem Jntereste wurde dieser Tage vor der Liegnitzer Strafkammer verhandelt. Der Agent einer Feuerversicherungsgesellschaft war wegen Betruges und Anstiftung zur Ueberversicherung angeklagt, da er angeblich eine Anzahl Personen veranlaßt haben sollte, ihr Mobiliar über den wirklichen Werth hinaus zu versichern. Außer dem Agenten befanden sich auch die Versicherten auf der Anklagebank. Der Agent wurde schließlich freigesprochen, well er nachweisen konnte, daß er bei der Ausnahme der Versicherungen lediglich nach den Angaben der Versicherten gehandelt hatte und daß die Höhe der Versicherungssumme ohne Einfluß auf seine Provision war. Dagegen wurden sieben der Versicherten wegen Ueberversicherung zu je dreißig Mark Geldstrafe oder sechs Tagen Gesängniß verurtheilt. — Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß Ueberversicherungen keine praelische Bedeutung haben, da im Falle eines Feuerschadens nur der wirklich erlittene Schaden von der Versicherungsgesellschaft vergütet wird. • Berlin, 21. Juli. Ein alter Militärstrafltng macht gegenwärtig bei seinen früheren Kameraden die Runde, um Mittel zur Gründung eines Geschäftes zu sammeln. Es ist der ehemalige Sergeant H. von der zweiten Compagnie deS brandenburgischen Füsilier-Regiments Nr. 35. Er stand utt Jahre 1862 in Luxemburg und trat dort zu einer Wäscherin in Beziehungen. Als er eines Tages auf Kasernenwache war, bemerkte er, wie seine Geliebte einem Offizier ihre Aufmerksamkeit zuwandte. Er stellte feinen Vorgesetzten zur Rede. Der Osfizier zog seinen Degen- der Sergeant entwandte und zerbrach ihm die Waffe und wurde außerdem noch thätlich. Der Offizier mußte aus der Armee ausscheiden, H. sollte in Untersuchungsarrest genommen werden. Auf dem Wege dorthin wußte er seinen Begleiter zu überreden, mit ihm zusammen fahnenflüchtig zu werden, und H. fand Ausnahme in der französischen Fremdenlegion. Zehn volle Jahre diente er in der fremden Armee. Im Jahre 1872 nach Deutschland zurückgekehrt, wurde er verhaftet und durch ein Kriegsgericht zu zwanzig Jahren Festungsstrafe verurtheilt. Diese Strafe hat er in Spandau verbüßt und hält sich jetzt Her in Berlin auf. Seine Sammlungen sollen ihm bereits die Summe von etwa 1000 Mark eingebracht haben. der ein gut gehendes Geschäft besaß. Eines Tages vermißte derselbe einen 500-Thal er schein, den er kurz vorher einem Nachbarn eingewechselt und welchen er im Drange ber Geschäfte auf den Tisch gelegt hatte. Trotz allen Suchens blieb der Schein verschwunden, und der Verdacht de Bestohlenen lenkte sich auf seine Ladenmamsell, welcher er kurz vorher den Dienst aufgekündigt hatte. Das fahrige Mädchen wurde verhaftet und verblieb in mehrwöchentltcher Untersuchungshaft, aus welcher es schließlich, da der Verdacht nicht aufrecht erhalten bleiben konnte, entlassen wurde. Spater gab der Fleischerrneister sein Geschäft auf, kaufte eme Villa im Thiergarten und zog mit den ©einigen dahin. Vor etwa acht Tagen befand sich die einzige Tochter des Rentiers, die zur Zeit der Diebstahlsaffaire fünf Jahre alt gewesen sein mochte, zu Besuch bei ihren Eltern und half ihrer Mutter beim Aufräumen einer Bodenkammer. Zufällig fiel ocr jungen Frau ein kleiner Wollenknäuel in die Hände, an dem der Zahn der Zeit arg genagt hatte. Mechanisch wickelte sie denselben auf und entfaltete das Papier, auf welches die Wolle gewickelt gewesen. Zu ihrem Erstaunen entdeckte sie in bemfelben einen preußischen SW-TH-tlerschein!. J-tzd wurde cö der Dame klar, daß sie seiner Zeit den Schein selbst bei Seite gebracht haben mußte- denn auf demselben hatte sie damals Schreibversuche mit einem Bleistift gemacht. Als kleines Mädchen hatte sie, allein in der Stube anwesend, den 500-Thalerschein vom Tisch genommen, beschrieben, die Wolle darauf gewickelt und nach Kinderart die Sache vergessen, vielleicht auch aus Furcht vor Strafe den wahren Sachverhalt verschwiegen. Die junge Frau machte natürlich den hochbetagten Eltern sofort Mittheilung von dem Funde, und nun versuchte der reiche F. Alles, um seine frühere Verkäuferin ausfindig zu machen. Nach vieler Mühe gelang ihm dies- die damalige Ladenmamsell lebte als Wittwe in einem Hause der Barnimstraße in recht schlechten Verhältnissen. Dieser Tage besuchte sie ihr ehemaliger Brodherr, der ihr unter vielen Entschuldigungen die Summe von 1500 Mart als Schmerzensgeld auszahite. Den 500 - Thalerschem aber hat F. zum ewigen Gedächtniß seinem Geldschrant einverleibt. _ . * En merkwürdiger Reisender ist am Freitag voriger Woche auf der Eisenbahnstation Amsee (Posen) festgehalten worden. Es war ein Knabe von acht Jahren aus einem Dorfe bei Memel, der auS Furcht vor Schlägen seiner Mutter entlaufen war. Er hat die weite Reise zurückgelegt, indem er unter der Locomotive sich festhielt. Wenn der Hunger ihn quälte, verließ er sein fahrendes Versteck und erbettelte sich in den an der Eisenbahn gelegenen Ortschaften Brod, von dem er bei seiner Ergreifung noch einen Vorrath in seinen Taschen hatte. An jenem Freitag war er von Graudenz ab mitgefahren. In Amsee wurde er von einem Stationsbeamten bemerkt, als er eben seinen Platz unter der Locomotive wieder einnehmen wollte. Auf die Frage nach dem Ziele seiner Reise antwortete er, er hätte so weit mitfahren wollen, wie die Eisenbahn überhaupt führe. Von dem Rauch und Ruß der Locomotive war der Knabe schwarz wie ein Mohr und hatte nur um die Augen Helle Ringe. Seiner Gesundheit schien die Reise nichts geschadet zu Haden. * Eine practische und originelle Neuerung in Festzugen wurde bei dem Sängerfest zu Heddernheim zu Wege gebracht. Hatten sich daselbst sämmtliche unverheirathete junge Leute des festgebenden Vereins vereinigt und beschlossen, den Festzug als solche in besonderer Abteilung und unter Bekanntgabe ihres noch ledigen Standes zu Nutz und Frommen aller liebenden Mädchenherzen, verherrlichen zu helfen. Gesagt, gethan und am Sonntag bildeten sie unter Vorantragung eines großen Schildes mit der Aufschrift „Junggesellen des festgebenden Vereins" als stattliche Schaar, die würdige und viel bewnnderte und belachte Schlußnummer des Festzuges. Vielleicht wird jetzt diese Neuerung bei allen Festzügen auch anderwärts Eingang finden und den Mädchen das Heirathen nicht unwesentlich erleichtern. * Von einem Ehedrama in Venedig erzählt man der Frkf. Ztg.". Dort pflegte ein Ehepaar, das dem Arbeiterstande' angehört, sich häufig mit Eifersuchtsscenen zu quälen. Bei einer solchen Gelegenheit, als es einmal wieder sehr heftig zuging, drohte der Mann, die Frau zu tobten und diese erklärte, sie wolle sich lieber selbst zum Fenster hinausstürzen. Als der Mann dies spottend aufnahm, eilte sie dem offenen Fenster des ersten Stockwerkes zu und sprang mit einem Satz hinab. Entsetzt rief der Mann: „Meine Frau hat sich umgebracht und ich bin schuld daran!" und eilte in den Hofraum hinab, um die Glieder der Unglücklichen auszulesen. Anstatt ihrer findet er seine Frau „voll und ganz" aus Matratzen und Polstern sitzend und aus vollem Halse lachend über den Schreck, den sie ihm verursacht. Ste hatte mit gutem Bedacht ihr Bettzeug zuvor in den Hofraum geworfen. o ... ♦ London, 24. Juli. Infolge einer Gasexplosion wurde das Gebäude der Nationalprovinzialbank in Dover bemolirt, wodurch vier Arbeiter gelobtet wurden. Literatur und Aunft. - Eine klassische Länderkunde. In dem vom Bibliographischen Institut in Leipzig und Wien verlegten, alle Erdthetle in fünf Bänden umfaffenben Sammelwerk -Allgemeine LLnderkrmde" ist rum erstenmal der Versuch einer Kusammenfaffung unserer heutigen gesammten Kenntniß von der Erdbeschreibung in einheitlicher, übersichtlicher Form, gemeinverständlicher Darstellung und bildlicher Anschauung unternommen und praktisch gelöst worden. Dem epochemachenden Verlagsunternehmen verdankt die einschlägige Literatur somit ^r erstes populärE licheS geographisches Gesammtwerk. In dieser"Alla-mein^ künde" besann kürzlich als dritter selbständiger Theil „ amertra zu erscheinen, dessen Bearbeitung der alS Autorität aus geog^phischmi Wissensgebiet weit bekannte Gelehrte und Reifende W. Sievers in Gemeinschaft mit Dr. E. Deckert und Pros. Dr W Kükenthal übernommen hat. — Der Anlaß, gerade jetzt dm Band d-r .Mg-m-tn-n L-nd°rkund." -rlch-'n.n iU lassen, lag für die Herausgeber auf der Hand. Es war in der Morgenfrühe des 12. October 1492, als die feetüchtigen Sudeuropaer und luerei Gieren, töt/ uns in hiefiotr Kellerei,EiL ' unsrer Leser ein« ltie Beschreibung der dst. befindet sich seit e m Betrieb, welche chlungen gelten dars. ibe ist der maschinelle stoßen ca. 80pflr-igen !chen Kiihl- und Eis- dem bewährten und aut, besitzt zwei aus :ll angeordnete Ammo- der Kurbelwelle der i- Gleichzeitig werden etliche Apparate und der Mälzerei zc. be« Betrieb der Brauerei m letzteres ermöglichen Aebäude mit dem durch üzerei- und Sudhaus« liiefi Zranßtnijfion in Mine isi eine sehr bei Benützung beider atze von ca. 800 Ctr. größten Theile direct und Lagerkeller der erwürze und des auf u ersterem Zweck sind in ausgedehnte Rohr- . tttlft einer besonderen Mine aus eiche Grad lösung) in beständiger st in den Kellern kühlt n der Rohrsysteme ent- :en gleichzeitig ein M der Form von Schnee eise neben der Kühlung rissen Grade eine AuS- besonderer Sorzug der : qtbiüuWn*”6 d des Bieres mhrend rlickeS Brunnenwasser llQt der KühlmasäM, auf eine Temperatur Mm» m« iohrleitungen wu -r-s» hi E unafr- t chupt : 19 < b«fel6‘" ,fi Jt Ä[tion 111 °h°>« w* Men ^gebende Ä5 .1-L» *** fS#»3,nüä Temperatur der Lahn und Luft nach R.aumur g-Mtfim «m 24!» SRlH.aJ i «IW« 11 und 12M-! Wasser 16, Luft 16 Grad. .. Rübsamen sche Badeanstalt. 247ZMMorge^WI^Züt^MmägS^E -in.744mm, max.746rnm min. 747mm, max^749mm Kampfe- , ««« ’ "ebst ibrJ *n den 1 und Jnt Mtet ■ ^'chzeitia l bit °. s* LSzS lotter $eJp 5ÄÄ die @5 ^°usern i'Ä «SB zum erstenmal amerikanischen Boden betraten. Seitdem find vier Jahrhunderte dahingegangen, eine Zeit der tiefgehendsten UmgeMltung und der rastlosen Kulturarbeit. Heute steht Amerika im ^orbc(.t8r“"? des allgemeinsten Interesses. DaS Verlangen, von diesem ErdtheN im Ganzen etwas Übersichtliches zu erfahren undetwas Einheit, sicheres zu wisfen, als es von der verstreuten Einzel-Literatur gegeben werden kann, ist jetzt dringender und umfänglicher als je zuvor. Soweit nun die uns vorliegende erste Lieferung ein UrtbeU gestattet, wird „Sievers Amerika" dieses Verlangen im vollsten Matze erfüllen; nach dem bisher Geleisteten verspricht bat> Ganze ein Werk von eminenter Bedeutung, eine Jubilaumsgabe würdigster Art zu werden. Eingeleitet wird das Buch mit einer lichtvollen Darstellung der Erforschung Amerikas von den Uranfängen bis auf die neueste ^eit. Der Inhalt de? ersten Heftes belehrt dann in dem Abschnitt »Allgemeine Uebersichi" weiter über den Aufbau des amerikanischen Conti- nents, feine Bodengestalt rc., während in dm folgenden Heften sich das Werk mit der Pflanzen- und Thierwelt, der menschlichen Ratur- und Culturbevölkerung, der Entwickelung und Zustände der Staaten und Colonien Amerikas beschästigen wird, um endlich mit einer Schilderung der alle amerikanischen Lander umschlstlgenden Formen des Verkehrs abzuschließen. Das erste Heft von „Sievers Amerika ist illustrativ sehr reich ausgestattet; austerordentÜches Jntetefst beansprucht die Wiedergabe von Abbildungen aus der älteren Reiseliteratur über Amerika. Eine prächtige Farbendrucktafel: der -pudall- gletscher im Whale - Sund, Nordwest - Grönland, verschont das Heft ehr wirksam, betgegeben ist dem letzteren auch eine interessante ftorte. Entwickelung des Kartenbildes von Amerika. —.Das Werk erscheint zunächst in 13 Lieferungen zu je 1 Mk. und im Herbst rn gebundener Ausgabe zum Preise von 15 Mk. __ Verkehr, Canb» tut* Volkrwirthschaft. »rüuberg, 22. Juli- Frucbtpreise. Weizen 16.50, Korn X 16.30, Gerste X 15.20, Hafer ^.^^. Erbsen^L 21.00, Linsen v* 00.00, Wicken X---- Lein X 00.00, Kartoffeln X ö.3V, Samen X. 24.70.__ - Die Fabrik von Friedrich Woesch in Würzburg leistet auf dem Gebiet der Herst« llung von FeuerwerkSkorpern Hervor, ragendes, wobei ausdrücklich betont werden mutz, daß bei ihren Artikeln das „Spielen mit dem Feuer" eine durchaus M Ehrliche Sache ist, da ihre sämmtlichen Feuerwerksgegenstände absolut keiner Selbstentzündung ober Explosion unterworfen find. Der Eatalo^ der Firma weist von den einfachen Schwärmern, Möfiyen uno Kanonenschlägen, von den verschiedenen Raketenarten bi«zu den Vertikal- und Horizontal-Sonnen, Feuerrädern und sonstigen Front- Nücken Alles auf, was das Herz des Pyrotechnikers zu erfreuen vermag. Eine ganz besondere Specialität der sabrikation bengalischer Schellackfever und MaguefiumfackeM. Spielplan der vereinigten Prandsurter Ltadttheater- Opernhau». Von Dienstag den 25. bis Sonntag den 30. Juli täglich r Flick und Flock (Amor) Eingesandt. Gießen, 24. Juli 1893. Am tünfti8en Srdtag findet ,um ersten Male dte Wahl der Beisitzer des neuerrichteten Gewerbegerichts statt, 12 Arbeitnehmer und 12 Arbeitgeber sind zu wählen. Wäre es nicht an der Qett, daß die hiesigen Gewerbetreibenden auf die Vorarbeiten für diese Wahl gingen? Soll denn das „ (Somit o . das oÜe Arbeit- nebrner zur öffentlichen Versammlung einlabet, um dieCandidaten aufzustellen, seine Absicht verwirklichen, alle die Beifitzerstellen, auch diejenigen der Arbeitgeber nur mit Socialdemokraten zu besetzen? Ein solches „Comitö" war auch in unserer 3tachbarstabt Frankfurt bereits thätig, als alle anderen Gewerbetreibenden noch die Schlafmütze über den Ohren hatten und den Ausfall der Wahl dem Schicksal anheimgaben. Das Schicksal entschied wie immer zu Gunsten der Rührigen, thätigen, und streng geschlossenVorgehenden: alle Belfitzer- stellen wurden mit Socialdemokraten besetzt. Soll das bei uns auch geschehen? Wollen wir die Entscheidung über unsere Streitigkeiten in die Hände von Socialdemokraten legen? Bedenken wir, daß alle Urtheile des Gewerbegerichts in Sachen, deren Streitgegenstand den Betrag von 100 Mk. nicht übersteigt, unanfechtbar sind! Lernen wie aus den Erfahrungen, die man anderwärts gemacht hat und rütteln wir schnell die Gleichgültigkeit ab, dte durchaus nicht am Platze ist, es handelt sich um unter Recht, das wir nur Leuten in die Hände legen wollen, an deren strenger Unparteilichkeit wir ^^^Nach^schi^mnwn Vorbildern bei Stadtrathswahlen und dergl. ist jedoch zu befürchten, daß die bürgerlichen Stimmen sich auf zahllose^Candidaten zersplittern und so den Gegnern den Sieg erleichtern. Sollte es nicht möglich sein, sich auf eine Liste zu veremigen^ Einigkeit macht stark und Hilst zum Siege! Konnte ^cht der Gewerbeverein sich der Sache annehmen? Er ist doch berufen jur Vertretung aller Gewerbe und feine Thätigkeit konnte hier gute drückte bringen. Warum stellt er keine Liste auf?*) Wir find übers zeugt daß es nicht schwer fallen würde, eine Liste von Mannern auszustellen, die sich des Beifalls aller Gewerbetreibenden zu erfreuen h°b°° "-«den. Wir h-b-n gewarnt. 3nl„elfenten. •) Ist in vorliegender Nummer geschehen. Red. Dem Einsender de« Artikels im Anzeiger vom Samstag gebührt zu tragen- _____ UCC IUI CQQ M FR Baden, Frankfurt a. M. durch Placael II11 “111 tO Will altrenommirte Firma, kenntlich- 57881 Tausendfaches Lob, notariell bestätigt, über ^e>llLnd. Tabak oonB. Becker in «eesou a. Harz. 10 Pfd. fco. 8 Mk- hat d. Exp. d. Bl. eingesehen. _ 1 Bekanntmachung -rr. 6499 3! tu s« barem Gebote erfolgt der Zuschlag sofort. 6498 6510 «S13] Awei junge Doggen und alte «Ovtunnilliucvung, &9W (tBeitaen), 2% Jahr alt, mit Familie Meverhoff. verrause die Loose gen- monatliche Raten zu 3 Mt. Porto 20 Pfg. 6511 // 1614.— // 183.20 418.50 35.— // Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6507 im 24. Lebensjahre. Rüectün; 1. S-eyda. — tnd m> Verl«, der vrühl'»ck>en Druckerei CWt. Ehr. Pietsch) in Stehen Dio heutige Stumme, »«fatzt • Seite». MAGGI5 steinen b. Aufsetzen der S; 2. Feilens -er Irbcitnebmer: Friedrich Darr, Tapezier. Christian Euler, Lackirer. Gcrh. Klingelhöfer, Weißbinder. Lud. Klotz, Schlosser. Leonh. Kröger, Modellschreiner. W. Kinzenbach, Werkmeister. Carl Miiller, Dreher. Wilh. Scheich, Maler. Clem. Schwerdtfeger, Schlosser- Kaspar Beith, Schlosser. Wilh. Walther, Schlosser. Chr. Weidig, Möbelschreiner. >, Äeverdecken d. Chaus si. rung mit Sand ' e. Lieferung von Basaltkleinschlag f. Anfertigung eines Wafserdurch lasses g. Aufräumung von Gräben Gießen, am 22. Juli würz« in Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir herzlichen Dank. Rathhauses öffentlich vergeben werden, als: veranschlagt zu a. Lieferung von Basalt- Programm folgt. — Eintritt unentgeltlich. — ftür die inactiven Mitglieder werden Plätze rcservirt.[6414 Gießen, den 24. Juli 1893. Großherzogliche Handelskammer. Koch. Bad-Nauheim, den 20. Juli 1893. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. W ö r n e r. Aeilgeöolencs. «ll-eher Loos«, ä 1 X, girantfurter Pserdeloos«, ä 1 X, Mainzer AuS- stellungSloos«, d 60 empfiehlt und versendet [6508 A. tirelecher, Weidengasse 1. 40,000, 30,000 20,000, 15.000 Gulden u. s w | Herzog]. Meininger-Looge.Z Jährl 4 Ziehungen, Liften gratis. 1 ♦ Nächste Ziehung 1. August. <*■ Feuerbestattung Heidelberg 5059 Auskunft erth. die Friedhof Commisfion. Nachdem durch Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der; Justiz vom 14. Juli 1893 das durch Großh. Steuer-Commtsiariat auf- gestellte Hebregister für die Beiträge zu den Kosten der Handelskammer Eitt'TlÄ mm sachkundige und unabhängig urtheilende Männer ;u Beisitzern des (ssewerbegerichts gewählt werde» Bureau der Firma A. Heichelheim mit dem Ansügen offen gelegt, daß und darauf, daß seine Mitglieder eine Vereinigung zum Zwecke der Förderung der Gewerbe etwaige Einwendungen gegen dasselbe binnen dieser Frist vorzubringen, find, bilden, hat der Vorstand des Gewerbevereins es für seine Pflicht gehalten, einen Vorschlag für und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berückuchtigung finden tz^se Wahlen zu machen und empfiehlt die Wahl der nachstehenden Herren: werden. Letztere Liste wurde unter Beihülfe einer Anzahl von Arbeitnehmern aufgestellt. Der Dorstand des Geiverbevereins Gießen Gefellfchaftsverein. Alle aus der Bibliothek entliehenen Bücher sind spätestens bis Montag den 31. Juli zurück zu liefern. 6m Ter Vorstand. ar ryür «tellesuchend- ist die 1 „Deutsche Vacanzen - Poft" in Eßlingen am Neckar o. grösster Wichtigkeit. Probe- ! Nr. grat. Aufn. off- Stell, kostenfr- >6495 65011 ein Junge, der bas Schmiede-1 Handwerk erlernen will, gesucht von PH. Drescher, Krofdorf. Wahl zum Gewerbegericht. In Rücksicht auf das Jnterefie, das die Gewerbetreibenden daran haben, dafi möglichst Türken-Loose gegen monatliche Raten zu 6 Mk., jahrl. 6 Ziehungen. | ♦ Nächste Ziehung 1 August ch Hauptgewinn: 600,000 ArancS. Jedes Loos gewinnt 185 Mk. Augsburger Prämien - Loose gegen Monatsraten zu 3 Mk 4 Zieh i. Jahre. Nächste Zieh- 1. Aug. DT* Jedes LooS gewinnt. Aufträge erbitte baldigst. Bankhaus J. Scholl, Berlin Rieder-SchSnhausen. Auch sind obige Loose durch unsere Haupt ’ Agentur Schmitz in Gießen zu beziehen-(64941 Die Besichtigung der Fabrik kann Freitag den 4. August und ä Manrermfistpr auf Wunsch auch vorher erfolgen. - „ 60.- 1893. rienstag,5.Sev Ra-MazS 2'/,' bla aufdrmhiesigmOrtsg feil veUdasee Kalt SttötiM Immobil!, ?-ur 1 »r. 30 - 125 Met _ in btr Neustadl, Dm 1 Nr. 30a - 625 3 garten in du Mül N»r 3 Nr 80 - M Lchwalbachischm ^^^raben t linn'dxn Ü« 3 ’LB -«« 7 ML _ 5K Srh81* HB— M tow« «r <9>/„ _ m H. ^rresgrat haft ~ <-M'r Ä‘. 251a — ,on 51« 11 ®,UT 31 ft ™,b,aWtr4$ bof< ~ 2956 vermischte Anzeiger!. r~ Bauschule Strelitz i. B. i /Stnafsprei*. Goldene Medaille. J Eintritt jeden Tag.J Jir Hitlenkofer.jS ;i4 Saaterbsen Saatwicken Incarnat-Klee Ewiger Klee Roth-Klee in nur guten Qualitäten empfiehlt billigst [6509 6arl Petri, Äsrktplütz Neue Jncarnat- Nleesaat eingetroffen. [6479 ___ H. F. XasNaner. Gbtthksßschk (fifrnhflljnrn. Anstrich von Dachpappdächern. Der Anstrich von ca. 2200 qm Dach Pappdächern einschließlich der erforderlichen Reparaturen im Bahnhof Gießen soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. 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