die ft* s X'Ä! 6 in ««■...ft* .S-». i» Ml, fertu »fern lgr, 2286 Z. in Nehlar. Nt bin ich venM Meinverkauf mn Netze« Men unb Seibetmanb tiftn angenommen und [5171 Taschenbtrg, pj. iff. 1893 Nr. 147 Erstes Blatt. Sonntag den 25. Juni Der Gietzener Anzeiger erscheint täglich, «it Ausnahme de» Montags. Die Gießener AarniltenVtLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal de,gelegt. Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger. Bierteljähriger ASsunementsprets t 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Urdaction, Expeditt« und Druckerei: Kchulftratze Ar.7. Fernsprecher 5L Aints- und Anzeigeblutt für den ICrds Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Iamilienbtätter Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche» Theil. Gefunden: 1 Damenuhr mit Kette, 1 Uhrgehäuse, 1 Taschenmesser, 1 Brosche, 1 Stiefelknöpfer, 1 Schirm, 1 Haarpfeil, 1 Firmenschild, 3 Musterkarten (von Kleiderstoffen, 1 Hundehalsband, 1 Beißzange, 1 Rodhacke, 1 Kinderstrohhut, 1 Paar und 1 einzelner Handschuh, 1 Weste, 2 Schürzen, 1 Radfahrermünze (Festmünze) und verschiedene Schlüffe!. Gießen, den 24. Juni 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutscher Reich. Berlin, 22. Juni. Der „Retchs-Anzeiger" publicirt eine kaiserliche Verordnung, wonach der Reichstag auf den 4. Juli -einberufen wird. Die Verordnung lautet: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen rc., verordnen auf Grund des Artikels 12 der Verfassung im Namen des Reiches, was folgt: Der Reichstag wird berufen, am 4. Juli dss. Js. in Berlin zusammenzutreten, und beauftragen Wir den Reichskanzler mit den zu diesem Zweck nöthigen Vorbereitungen. Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen Jnsiegel. Gegeben Kiel, den 21. Juni 1893. Wilhelm. von Bötticher. Berit«, 22. Juni. Die Angelegenheit der dem Herzog von Cumberland zugeschriebenen Erklärung in Sachen der Milttärvorlage kann noch immer nicht zur Ruhe kommen. Es wird jetzt gegenüber den Versicherungen welfischer Blätter, daß von einer der Militärvorlage günstigen Erklärung des Herzogs von Cumberland nichts bekannt sei, von zuständiger Seite mitgetheilt, daß eine derartige Aeußerung des Herzogs allerdings gefallen sei. Dies wird in einem Briefe, den Landschaftsrath v. Hake aus Oehr bei Hameln, ein entschiedener Vorkämpfer des Welsenthums, an den Landesdirector v. Hammerstein in Hannover geschrieben, mitgetheilt, welches Schreiben dann dem Civilcabtnet des Kaisers zugegangen sein soll. -Der Rückgang der am 15. Juni abgegebenen welfischen Stimmen wird mit dieser Erklärung des Herzogs in Verbindung gebracht. — Die Klagen über die herrschende Futternoth haben in einer Anzahl von Bundesstaaten bereits Regierungs- Maßregeln zur Beseitigung dieser landwirthschaftlichen Noth- lage zur Folge gehabt. Hie und da ist auch die Einberufung der Landtage zu einer außerordentlichen Session geplant, um besondere gesetzgeberische Maßnahmen zur Beseitigung der Futternoth zu veranlassen. Dem preußischen Landtage soll Feuilleton. Wochendriefe aus der Residenz. (Ortginalbericht für dm „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 23. Juni 1893. Das Turnfest — Von der Wahl — Wochenbericht. Dem im vorletzten Briefe aus der Residenz gebrachten ausführlichen Berichte über die Jubelfeier des Mozart- vereins sei heute noch etwas nachgetragen, um ihn zu vervollständigen. Der Mozartverein hat nämlich nach dem glänzenden Verlauf seines Jubiläums seinem Festpräsidenten, Herrn Gymnasialdirector Nodnagel, die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt, um den großen Verdiensten des genannten Herrn um das Gelingen der ganzen Feier den gebührenden Dank abzustatten. Außer Herrn Director Nodnagel besitzen gegenwärtig nur noch zwei um den Verein hochverdiente Männer die Auszeichnung der Ehrenmitgliedschaft, Herr Hofcapellmeister de Haan und Herr Musikdirector Niederhof. Auch der Vereinsdirigent, Herr R. Senff, erhielt von dem Vereine noch nachträglich ein stattliches Ehrengeschenk zum Danke für seine unermüdliche Thätigkeit. Indessen rüstet sich Darmstadt schon wieder zu einem neuen Feste. Wie an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt wurde, wird vom 29. Juli bis 2. August das 21. große Mittelrheinische Turnfest in den Mauern unserer Residenzstadt abgehalten werden. Schon früher konnte ich Ihnen über die Wahl des Festplatzes, die Thätigkeit des ComiteS u. s. w. mehrfach berichten, jetzt aber, wo die Zeit des Festes immer näher heranrückt, erwacht auch das Interesse der Bevölkerung für die turnerische Veranstaltung immer mehr, noch im Verlaufe seiner gegenwärtigen Session eine bezügliche Vorlage unterbreitet werden. Im „Berl. Tagebl." wird die Herabsetzung des Zolles auf Futterstoffe behufs Bekämpfung des Futtermangels angeregt, es ist indessen fraglich, ob die Reichsregierung zu einem derartigen Schritt geneigt sein würde. Da inzwischen aus vielen Gegenden der Eintritt regnerischer Witterung gemeldet worden ist, so dürfte es wohl überflüssig sein, ganz außerordentliche Maßnahmen zur Beseitigung des herrschenden landwirthschaftlichen NothstandeS zu ergreifen. Berlin, 22. Juni. Der Saaten st and in Preußen für Mitte Juni stellt als Durchschnittswerthe fest, wobei Nr. 1 als sehr gut, 2 als gut, 3 als mittel, 4 als gering, 5 als sehr gering gilt: Für Winterweizen 2,6 (Mai 2,6), Sommerweizen 2,9 (Mai 2,8), Wioter-Spelz 3,3 (Mai 2,9), Sommer- Spelz 4,3 (Mai 4), Winter-Roggen 2,8 (Mat 3,2), Sommer- Roggen 3,2 (Mai 3,1), Sommer - Gerste 3 (Mai 2,8), Hafer 3,1 (Mai 3,1), Erbsen 2,9 (Mai 2,9), Kartoffeln 2,4 (Mai 2,5), Klee 3,9 (Mai 3,7), Kriesen 4 (Mai 4). Eine Besserung der Ernteaussichten hat danach nur bei Winter- Roggen und Kartoffeln stattgefunden. In den Einzelberichten streift Klee und Gras vielfach an die schlechteste Note, so z. B. für Erfurt, Kassel, Wiesbaden, Coblenz, Cöln, Trier, Aachen. Nur für Kartoffeln lassen die jetzigen Aussichten eine Ernte über mittel (2,4) erwarten. Arrslarr-. Madrid, 22. Juni. Gestern wurde hier eine weitere Anzahl von Anarchisten verhaftet. Neueste WolffS telegraphische« Correspondenz-Bureau. Berlin, 23. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Bundesrathsbeschluß, demzufolge auf die Erzeugnisse der deutschen Colonien und Schutzgebiete die vertragsmäßigen Zollsätze anzuwenden sind. London, 23. Juni. Das britische Panzerschiff „Victoria", zum Mittelmeergeschwader gehörig, ist in Folge Collision mit dem Panzerschiffe „Camperdown" bei Tripolis untergegangen. Der commandirende Admiral Tryon mit 400 Mann e r - tranken. London, 23. Juni. Beim Untergang des Panzerschiffs „Victoria" sind ertrunken: Der Commandeur Admiral Tryon, Capitän Clerk-Allen, Lieutenant Munro, Marinepfarrer Morris, 5 Ingenieure, 8 Seecadetten. 255 Mann Besatzung, die gerettet wurden, sind nach Malta gesandt worden. Der „Camperdown" ist auch stark beschädigt. Nach einer Depesche des „W. B." befanden sich 650 Menschen an Bord der „Victoria". Der Zusammenstoß sand Nachmittags während des Manövrirens statt. Die „Victoria" wurde vom „Camperdown" in der rechten Seite ange- ronnt; sie sank nach 15 Minuten 150 Meter tief mit dem Kiel nach oben. _ Depeschen bei öuretu .Herold". Berlin, 23. Juni. Die Spaltung der Anarchisten und unabhängigen Socialdemokraten hat sich gestern vollzogen. Der „Socialist" wird künftighin in rein anarchistischem Sinne redigirt. Berlin, 23. Juni. Dem hiesigen amerikanischen General- consulat wurde von der Unionsregierung aus Washington depeschirt, daß die Einwanderungsacte vom 3. März 1893 nur auf ausländische Einwanderer angewendet werde, aber nicht auf Personen, welche die Union besuchen, diese würden weder der durch die Acte vorgeschriebenen Re- gistrirung, noch der Befragung unterzogen. Berlin, 24. Juni. Die „Kreuzzeitung" meldet aus Wien: Die Polizeileitung theilte den Arbeiterführern mit, daß sie die für den 9. Juli geplante socialdemokratische Versammlung auf dem Rathhausplatze untersage, solche jedoch in der Volkshalle gestatte, falls der Bürgermeister seine Einwilligung gebe. Letzteres scheint aber sehr fraglich. München, 23. Juni. Dem Saaten st andSbericht für Mitte Juni entnehmen wir Nachstehendes: Alle Klagen gehen dahin, daß Regen in den drei letzten Monaten nur in Gestalt von Gewitterregen in einzelnen Strichen auftrat und daher nicht genügend war. Sämmtliche Kreise klagen über Futtermangel, besonders die Pfalz und die drei fränkischen. Das Heu ist überall sehr schwach. Alle Bezirke klagen über Ungeziefer an den Sommersaaten und am Hopfen, ebenso über Frost an den Kartoffeln. Kernobst steht gut. Untersranken klagt über großen Mäuse-, Schwaben über Hagelschaden. Tabak steht gut, ebenso der Wein in der Pfalz. Untersranken verspricht dreiviertel Herbst. Im Allgemeinen sind die Aussichten recht trübe. Mailand, 24. Juni. Gestern zogen wiederum 2000 Arbeiter an das deutsche Consulat, indem sie socialistische Lieder sangen und Verwünschungen gegen Deutschland hineinriefen. London, 23. Juni. Laut Nachrichten auS Mekka starben gestern an der Cholera 185 Personen, vom 16. bis 19. d. M. 860 Menschen. Newyork, 23. Juni. Ein großer Theil der Stadt Tilloniack wurde durch eine Feuersbrunst zerstört- da das Feuer an verschiedenen Orten zugleich ausbrach, wird allgemeine Brandstiftung vermuthet. Stichwahl-Ergebnisse. Frankfurt a. M., 23. Juni. Das Ergebniß der heute vollzogenen Stichwahl zwischen Schmidt (Soc.) und Dr. Oswalt (Natl.) ist folgendes: Schmidt 17,180 Stimmen, Oswalt 11,266 Stimmen. immer häufiger wird das „Turnfest" zum Gegenstand der Stammtischunterhaltungen gemacht — kein Wunder, gilt es doch für unsere Bürgerschaft wieder einmal von neuem zu beweisen, daß sie den Ruhm der Gastfreundschaft in jeder Beziehung verdient und daß sie sich darauf versteht, Feste zu veranstalten und deren Besucher freundlichst zu bewillkommnen. Unsere Tagesblätter öffnen den Mittheilungen und Wünschen des Comitös in liebenswürdigster Weise ihre Spalten und so ist denn von dieser Seite aus auch schon mancher Apell an die Residenzler ergangen, um ihre Anteilnahme an dem Feste zu sichern. Vor allem wird es sich um die Beschaffung einer größeren Anzahl von Freiquartieren handeln, denn auf hohe Hotelpreise pflegen unsere Turner meist nicht „eingerichtet" zu sein. Ein besonderer Wohnungsausschuß hat die Erledigung dieses wichtigen Punktes übernommen und wird sie auch sicher zur Zufriedenheit unserer Festgäste ausführen. Auf recht zahlreichen Besuch hoffen wir nämlich bestimmt, auch die Gießener Turnerschast wird hoffentlich im Juli auf dem Fest- platze und bei den Wettkämpfen vollzählig vertreten sein. Zum Schluffe möchte noch erwähnt sein, daß außer dem Wohnungsausschuß noch ein „Finanz-", ein „Preß-", ein „Turn-", ein „Musik- und Vergnügungsausschuß", ferner ein „Empfangs"- und ein „Zug- und Ordnungsausschuß" thätig sein werden. Nun zum eigentlichen Wochenberichte. Da wäre zunächst wiederum etwas vom vielgenannten Mozartverein zu berichten. Am vergangenen Samstag hatte dessen activer Männerchor nämlich die Ehre, Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog und Ihrer Großherzogl. Hoheit Prinzessin Alix in Kranich- stein, wo sich die allerhöchsten Herrschaften gegenwärtig zur Sommerfrische aufhalten, eine Serenade bringen zu dürfen, nach der der Vereinspräsident von Seiner Königl. Hoheit empfangen und zu den Leistungen des Vereins huldvollst beglückwünscht wurde. — Große Aufregung und eine außerordentlich lebhafte Agitation veranlaffen natürlich die Stichwahlen, doch darf man wohl mit Bestimmtheit hoffen, daß unser bewährter seitheriger Vertreter, Dr. Osann, auch diesmal siegreich aus dem Wahlkampfe hervorgehen wird, daß also somit die Socialdemokraten eine Niederlage erleiden. Daß übrigens die Politik nicht den Humor verdirbt, bewies in der vergangenen Woche unser bekannter einheimischer Dialectdichter Karl Schafnit, der ein komisches Wahlstückchen aus dem Odenwalde in prächtigen Versen verherrlicht hat: Ein biederes Bäuerlein ist von einer liberalen Partei zum Agitator auserkoren, vor Allem soll er g e g e n den antisemitischen Can- didaten Propaganda machen und diesem möglichst viele Stimmen entziehen. Aber als das Wahlresultat bekannt wird, da hat der von unserem Agitator „protegiertes Can- didat überhaupt keine Stimme bekommen, das Comite fragt nun seinen Vertrauensmann aus und da gesteht dieser traurig, er habe selber dem Antisemiten seine Stimme gegeben. Die kleine Geschichte ist hier infolge der trefflichen poetischen Verarbeitung, die ihr zu Theil geworden, viel belacht worden. Nächst der Wahl bildet die entsetzliche Trockenheit und deren Folgen für unsere Landwirthschaft den Hauptgegenstand des allgemeinen Interesses. Wie Ihre Leser wissen, hat sich unsere hohe Regierung der Angelegenheit sofort angenommen und sie sucht allenthalben dem Futtermangel zu steuern, so weit das eben nur möglich ist. In der Presse sind mehrere aufklärende und belehrende Aufsätze von Fachleuten über dies leidige Thema erschienen, auch wird von Seiten der landwirthschaftlichen Anstalten Alles gethan, um der weiteren Hairau, 23. Juni. Stroh (Lons.) ist mit schwacher Majorität gewählt. Wenige noch fehlende Ortschaften können am Resultat nichts mehr ändern. Solingen, 23. Juni. Gewählt Schumacher (Soc.) mit 11,764 Stimmen gegen Römer (Nl.), auf den 8138 Stimmen fielen. Gberfeld, 23. Juni. Der socialdemokratische Candidat Harm ist mit 22,630 Stimmen gewählt. Dahm (Cartell- antisemit erhielt 20,189 Stimmen. Leipzig, 23. Juni. In der Stichwahlwahl im Wahlkreise Leipzig - Stadt wurde Profeffor Hasse (Cartell) mit 16,242 Stimmen gewählt. Auf Pinkau (Soc.) fielen 14,224 Stimmen. Offenburg i. B., 23. Juni. In der Stichwahl siegte Reichert (Centr.) mit 9292 Stimmen gegen Schauenburg (Nl.), der 8364 Stimmen erhielt. Die Socialdemokraten gaben den Ausschlag. Lübeck, 22. Juni. Bei der heute stattgehabten Reichstags-Stichwahl erhielt Dr. Görtz (freis. Vereinigung) 8023, Schwartz (Soc.) 7869 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Cocalt» unb Lrovinzieller. Gießen, 24. Juni 1893. ** Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 8. Mai dem Schullehrer Nicolaus Heil zu Biebesheim daS Silberne Kreuz, — an demselben Tage dem Schullehrer Johann Reitz Iller t zu Leeheim das Silberne Kreuz, — am 11. Mai dem Oberlehrer Friedrich L e i t h ä u s e r zu Butzbach das Silberne Kreuz — des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen, — am 12. Juni dem Schullehrer Friedrich O u t r i n zu Harheim das Silberne Kreuz, — an demselben Tage dem Oberlehrer Scherer zu Castel das Silberne Kreuz — des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen — zu verleihen. ** Kirchliche Dieustuachrichten. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 10. Juni dem Pfarrverwalter Adam Beckenh au b zu Groß-Gerau die zweite lutherische Pfarrstelle zu Groß-Umstadt zu übertragen. *’ Tyroler Coucerle. Heute, Samstag Abend, findet in „Steins Garten" Concert der Tyroler Sänger-Gesellschaft Gebrüder Auer aus Salzburg statt, desgleichen morgen und Montag im „Lenz'schen Felsenkeller". Ueber die Leistungen der Gesellschaft schreibt die „Hessische Post" in Easiel: „Gestern Abend fand Concert der Throler Concert- und Quartettsänger Gebrüder Auer in beiden Sälen des Arbeiter- Fortbildungsvereins statt und war dasselbe so zahlreich besucht, daß bereits um 8 Uhr kein Platz mehr zu haben war. Die Leistungen der Gesellschaft sind aber auch thatsächlich vorzüglich. Das reichhaltige Programm wurde mit großem Beifall belohnt, ganz besonders das humoristische Quintett von Heyden „Der Dorfschulmeister", sowie der Schuhplattlertanz fanden allseitig reichste Anerkennung. Da die Concerte sich so großer Beliebtheit erfreuen, hat sich der Besitzer des Etablissements entschloffen, Herrn Auer mit seiner Gesellschaft noch auf einige Tage zu engagieren und können wir einen Besuch der Concerte nur empfehlen." — (S. Ins.) ** Rudersport. Die vorjährige sieggewohnte Junior- Mannschaft der Gießener Ruder-Gesellschaft sowie die beiden Skuller starten am 24. und 25. d. M. zum ersten Male in dieser Saison auf der Mainzer Regatta gegen den Mainzer Ruder-Verein und den Höchster Ruder-Club. Die Mainzer Mannschaften sind auch in diesem Jahre wieder unter Leitung eines englischen Berufs-Ruderers ausgebildet worden, doch läßt der Eifer und die Ausdauer, mit denen unsere Gießener Mannschaften seither geübt haben, trotzdem auf Erfolg hoffen. — Die diesjährige Gießener Junior- Mannschaft wird am 1. und 2. Juli auf der Frankfurter Regatta ihre Leistungsfähigkeit zum ersten Male zu erproben haben und zwar in dem Rennen um den Staatspreis, welcher von nicht weniger als zehn Vereinen bestritten werden wird. Der schöne Fortgang, welchen auch die Junior-Mannschaft Ausbreitung der schon zu Tage getretenen Schäden zu begegnen. So wird beispielsweise die hiesige Ackerbauschule auf Sonntag den 2. Juli ihre ehemaligen Schüller aus der Provinz Starkenburg versammeln und dort eine Besprechung der Futternothlage veranlaffen. Einigermaßen Ersatz, aber allerdings nur sehr geringen, werden unsere Landleute durch die Obsternte dieses Jahres gewinnen, denn diese dürste voraussichtlich ganz außerordentlich reichhaltig ausfallen. Aus dem Sportsleben in der Residenz wäre für heute vor Allem der ersten diesjährigen Besteigung der „Darmstädter Hütte" im Moosthale zu gedenken, die Herr Hofmusiker Dern, ein tüchtiger Hochtourist, vor wenig Tagen ausgeführt hat. Die hiesige Section „Darmstadt" des Alpenvereins wird in diesem Sommer übrigens durch eines ihrer Mitglieder, Herrn Privatdocenten Dr. Greim, eine ge- naue Feststellung der Höhenlage der „Darmstädter Hütte" vornehmen laffen, seither ist das nämlich nur in unzureichendem Maße gelungen. Dann bliebe noch ein wichtiges Ereigniß aus dem Kunstverein zu erwähnen, das auch weitere Kreise intercssiren dürfte. Der hiesige Kunstverein ist in den großen Münchener Kunstverein eingetreten, nimmt also in Zukunft an den Verloosungen dieses Vereines Theil und ist außerdem ta der Lage, seinen Besuchern zukünftig wirklich ganz erlesene Gemäldesammlungen und Werke erster Meister in seiner Ausstellungshalle zugänglich zu machen. Eine neue Collection dieser Bilder ist bereits bet uns eingetroffen und schon in allernächster Zeit soll dieselbe durch zahlreiche Nachsendungen ergänzt und vervollständigt werden. Jeder Freund der Kunst wird diesen neuesten glücklichen Umschwung freudigst willkommen heißen. z. bisher im Rennboote schon erzielte und der erfreuliche Eifer, mit dem dieselbe sich noch zu vervollkommnen strebt, berechtigen zu der Hoffnung, daß sie ihren ersten Start in Frankfurt ehrenvoll bestehen wird. ** Ehrenmttgliedschaft — Ehrenpreis. Dem Stifter des imposanten Achterpreises, welchen die Gießener Ruder- Gesellschaft gegen die Offenbacher Ruder-Gesellschaft auf der vorjährigen Regatta im spannendsten Bord an Bordrennen gewann, Herrn BergwerkSdirector S. Pascoe, ist in Anerkennung seiner Verdienste um die Förderung des Rudersports, sowie seiner thatkräftigen Unterstützung der Gießener Ruder-Gesellschaft seitens der letzteren die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt und eine entsprechende Urkunde überreicht worden. — Dem hiesigen Schützenverein wird zum demnächst stattfindenden Schützenfeste ein Ehrenpreis der Gießener Ruder-Gesellschaft gestiftet werden als Zeichen der fteundschaftlichen Beziehungen der beiden Vereine zu einander und als Ausdruck der dankbaren Anerkennung für die Sympathien, welche der Schützenverein stets der Ruder-Gesellschaft hat zu Theil werden laffen. ** Das diesjährige Somwerfest de8 Fechtverbands Gießen wird heute auf der „Pulvermühle" abgehalten und verspricht alle vorhergegangenen zu übertreffen. Für kleine und große Kinder ist außer Carouffel noch Schaukel, Schießbude :c. vorhanden und wird es an Vergnügen nicht fehlen. Hoffen wir, daß auch die Einnahmen sich entsprechend gestalten und etwas für die Waisenhaussache erübrigt wird. ** Eingefangen. Der von der Außenarbeit gestern entwichene Gefangene erfreute sich nicht lange der Freiheit. Die von dem Schutzmann Weiß und der hiesigen Gendarmerie sofort eingeleitete energische Verfolgung war von Erfolg. Es gelang dem berittenen Gendarm Schwarz von hier in Verbindung mit dem Fußgendarm Riebel, den Entwischten in einem Gasthause zu Lich, wo er sich. beim Schnaps gütlich thun wollte, zu verhaften. Schwarz lieferte ihn schon in der Mittagszeit wieder hier ein. ** Warnung. Trotz Absperrung der Abbruch stelle am alten Hofgerichtsgebäude am Brandplatz wird dieser Ort täglich von einer größeren Anzahl Kinder zum Tummelplatz benützt. Dadurch ereignete sich gestern ein Unfall, indem ein Kind rücklings über die Mauer in den Stadt« bach fiel und sich nicht unerheblich verletzte. ’* Ertrunken. Ein hier beschäftigter, aus Hochfeld stammender junger Schlosser ist gestern Nachmittag am Heßlar, vermuthlich beim Baden, in der Lahn ertrunken. ** Tobte Fische. Gestern Morgen schwamm eine große Anzahl Fi schleich en auf der Lahn, welche sich von oberhalb der Throm'schen Fabrik bis weit in den Heßlar hinein verbreiteten. Ob Vergiftung oder ein Frevel vorliegt, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. ** Vorsichtsmaßregeln beim Baden dürften jetzt, wo Jung und Alt in den kühlen Fluthen Erquickung und Erfrischung sucht, sicherlich erwähnenswerth sein. 1) Hauptregel ist: „Gehe, wenn Du nicht schwimmen kannst, in kein zu tiefes oder reißendes Wasser. 2) Vermeide es, bevor Du abgekühlt bist, in das Waffer zu gehen. Ein Schlaganfall, der Deinem Leben mit einem Male ein Ende machen kann, ist unter solchen Umständen schon sehr häufig vorgekommen. 3) Bist Du abgekühlt, so springe mit einem Mal und zwar kopfüber in das Wasser. Zu große Zimperlichkeit in der Annässung des Körpers zieht Rheumatismus nach sich. 4) Bleibe nicht allzulang im Waffer, höchstens 15 bis 20 Minuten, längerer Aufenthalt in demselben ist dem Körper direct schädlich. 5) Iß nicht zu viel, ehe Du zum Baden gehst; die Wirkung des Waffers ruft bei einem gefüllten Magen Krampfanfälle hervor. 6) Kommst Du in die schwierige Lage, im tiefen Wasser von einem Krampfanfall überrascht zu werden, verliere nicht den Kopf. Lege Dich ruhig auf den Rücken und rufe, ohne viel Bewegung zu machen, um Hilfe. Nur auf diese Weise kannst Du gerettet werden. Geistesgegenwart ist hier das hauptsächlichste Hilfsmittel. 7) Vermeide es stets, in Wasser zu baden, wo Schlamm, Schlinggewächse, eine freie Bewegung verhindern. Selbst dem besten Schwimmer sind sie schon verhängnißvoll geworden. 8) Bade nie in zu kaltem Waffer. 12 Grad Reaumur ist das Medrigste, was ein Mensch mit normaler Gesundheit vertragen kann. Der Getreidemarkt. Die Hoffnungen der Landwirth- schäft auf eine größere Regenperiode haben sich nicht erfüllt, vielmehr wird aus den meisten Gegenden unseres Vaterlandes über intensive Trockenheit geklagt. Diese Berichte verfehlen begreiflicher Weise ihren Eindruck auf den Getreidemarkt nicht, auf welchem sich allenthalben eine feste Stimmung bei im Allgemeinen anziehenden Preisen kundgiebt. Dies kann namentlich vom Hafer gelten, der auf den allermeisten Plätzen bei erheblichen Umsätzen consequent gestiegen ist. Roggen folgte der Preiserhöhung vielfach nur zögernd, da Waare auf den Markt drückte. Weizen zeigte überwiegend ebenfalls eine festere Tendenz, obwohl die Berichte vom amerikanischen Markt nicht sonderlich anregend lauteten. Preisnotirungen an der Berliner Productenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm von 152—168 Mk., Roggen von 142—149 Mk., Hafer von 160—180 Mk., Gerste von 123—170 Mk. -n-. Was ist ju thun? Wie auS dem Annoncentheil dieses Blattes ersichtlich, findet nächsten Donnerstag den 29. Juni auf Station Mücke eine von den Herren Lehrer Dern und LandwirthschaftSlehrer L e i t h i g e r einberufene Versammlung statt, in der, angesichts der herrschenden Futter- noth über obige Frage berathen werden soll. Ja, waS ist zu thun? um die Landwtrlhschaft nicht auf Jahre hinaus erwerbS- und leistungsunfähig werden zu laffen. Was ist zu thun, um einer verhängnißvollen Calamität vorzubeugen? Die Versammlung, zu der auch an dieser Stelle noch einmal cingeladen sei, wird folgende Fragen einer eingehenden Be- sprechung zu unterziehen haben: I. Ist eß möglich, eine gesteigerte Futterproduction durch Anpflanzung geeigneter Gc wüchse für den Herbst zu erzielen? 2. Wie kann der Gefahr eines maffenweisen HinschlachtenS deS Zuchtviehes vorgebeugt werden? 3. Wie können Staat und Gemeinde, gemeinnützige Institute rc. dem Landwirthe zur Ueberwindung dieser Futternoth behilflich sein? 4. WaS hat der Einzelne zu thun, um den erstrebten Erfolg zu sichern? So schwierig eß auch erscheint, hier durchgreifende Maßnahmen zu finden, dürfte gemeinsames, planmäßiges Handeln nicht ohne Erfolg fein. Hoffen wir, daß die Versammlung zu bestimmten durchführbaren Beschlüffen gelange; hoffen wir aber auch, daß die Betheiligung eine rege sei, nicht nur aus den zunächst intereffierenden Streifen, nein, daß auch Männer aus anderen Berufskreisen, denen daS Wohl und Wehe unseres Bauernstandes am Herzen liegt, zum Mitarbeiten sich bereit finden. □ Vo« Vogelsberg, 23. Juni. Die Fleis chp r eis e für daS Rindvieh sind gegenwärttg auf eine Stufe herabgegangen, die unserer jetzigen Generation unvergeßlich bleiben wird. Man bezahtt für das Pfund gutes Rind- und Ochsenfleisch (junge Stiere) 25 Pfennig. Und trotz diesem Spottpreis werden die Landwirthe ihr selbst geschlachtetes Vieh nur mit Bitten los, da eben den Landleuten jede Einnahmequelle mangelt. Noch erheblich tiefer sind die Verkaufspreise für das Vieh selber; nur Vs und ,/4 ihres sonstigen normalen WertheS wird erreicht. Kälber verkauft man zu 6—8 Mark, die im vorigen Jahr noch 40—50 Mark galten. Man befindet sich eben in der Heuernte, sie verdient aber diesen Namen nicht; denn sie besteht in einem bloßen Sammeln der nicht verttockneten Grashalmen. Im oberen Vogelsberg ist allerdings der GraswuchS ungleich bester, aber zu den dortigen Heugrasversteigerungen kommen so viele Kaufliebhaber herzu, daß auch dort der Gentner Heu sich auf der Wiese auf 10—15 Mark stellt. Fleißig eilen die Landleute in die Wälder, um Laub und RupfgraS zu holen und eß muß gesagt werden, daß hierdurch immerhin die Noth bemerkens- werth gelindert wird. DaS Vieh frißt eben selbst daS Laub unter Stroh geschnitten recht gern. Uebel sind aber die Gemeinden daran, die nicht in der Nähe von Waldungen liegen, ihnen fehlt diese Aushilfe. Da der Vogelsberg, ähnlich wie die Rhön, zum größten Theil von der Viehzucht lebt, so ist eben hier die Noth durch den Futtermangel um so größer, je länger er währt. Die Trockenheit läßt auch wenigen Strohertrag erhoffen, da das Futterstroh, welches Hafer, Gerste und Weizen liefern, durch den schlechten Stand dieser Getreidearten ebenfalls sehr schlecht ausfallen wird. Ueberhaupt zeigen sich auch sonst die üblen Folgen der Dürre. Das Obst — die Obstbäume hingen sehr voll — fällt massenweise entkräftet zu Boden; die Kartoffeln stehen ungemein lückenhaft, da viele nicht aufzugehen vermochten; das Korn wird auf ohnehin ttocknen Aeckrrn zur verfrühten Reife gebracht. In vielen Gemeinden herrscht Wastermangel, ja in manchen Orten muß der Eimer Brunnenwasser bezahlt werden. In anderen Gemeinden ist daS Begießen der Garten-" pflanzen verboten, weil daS vorhandene Waffer zur Tränke des Viehes nöthig ist. Durch dieses Verbot werden aber die Gartenpflanzen dem Verderben preisgegeben. Zu dieser Trockenheit gesellt sich noch daS massenweise Vorkommen von Erdflöhen und Blattläusen, welche den gesetzten Ackerpflanzen den Garaus machen. Morgen ist Johanni; eine alte Wetterregel sagt von diesem Tag, daß sich mit ihm die Witterung ändere. Den Anschein hat es schon; möge sich diese letzte Hoffnung nicht trügerisch erweisen. V. Schotten, 22. Juni. In Rücksicht auf die im Ber- einSgebiet herrschende Nothlage hat sich der Vorstand deS Vogelsberger Höhenclub veranlaßt gesehen, baß auf Sonntag den 2. Juli festgesetzte HoherodSkopffest auSfallen zu lassen. Es schließt dies allerdings nicht aus, daß sich an diesem Tage, einer lieb gewordenen Gepflogenheit folgend, Mitglieder und Freunde deS Clubs im Clubhause in gemüth- licher Geselligkeit vereinigen. § Crainfeld, 22. Juni. Heute brach in hiesiger Gemarkung (District Steinerwäldchen) ein Waldbrand auS, welcher, Dank der sofort herbeigeholten Hülfe, bald gelöscht werden konnte. Deemtfdtt##. • Frankfurt a. M., 23. Juni. Gestern Abend eröffnete unter größtem Beifall das italienische Künstlerpaar Signora Bellincioni und Signor Stagno ein Gastspiel in Mascagnis „Cavalleria rusticana“. DaS gut besetzte HauS rief das Künstlerpaar wiederholt bei offener Scene und am Schluß des Stückes. * Esten a. d. R., 22. Juni. Das Schwurgericht Der- urtheilte den Metzger Uebelgünn wegen Raubmordes zum Tode. * Siegen, 21. Juni. Bei dem großen Brand in Müsen sind im Ganzen 55 Gebäude eingeäschert worden. Von der Kirche stehen nur noch die UmfaffungSmauern. Der Brand hat zum großen Theil arme Bergleute betroffen, von denen oft mehrere Familien in einem Hanse wohnten. Die Noth ist groß. • Metz, 22. Juni. Im Festsaale bei Kemp wurde gestern der 20. deutsche Gastwirthetag eröffnet. Don auswärtigen Mitgliedern sind 150 erschienen. NamenS der Regierung begrüßte der OberregierungSrath Frhr. v. Cramer die Versammlung mit herzlicher Ansprache. Die Lerathungen dauern mehrere Tage. AlS nächster Versammlungsort wurde Hannover gewählt. Die hiesigen VereinSgenoffen bieten ihren Gästen in geselliger Hinsicht Concerte, Commers, Fefttheater und Ausflüge nach den östlichen und westlichen Schlachtfeldern. * Heidelberg, 20. Juni. Bereute Selbstmordversuche. In dem benachbarten Schlierbach trug sich ein Lieb eS- drama zu. Ein junges Liebespaar, besten Berheirathung sich Schwierigkeiten entgegenstellten, suchte seinem Leben burch Erschießen ein Enbe zu machen. Da bie abgefeuerten Kugeln nur leichte Verletzungen verursachten, wollten sie ihr Vorhaben burch Erhängen ausführen. Als baS Mäbchen aber die Schlinge um den HalS fühlte, kehrte bie Lebenslust roieber itbi'S Hebt ' bot8rteu«t SÄ?* ' i« w V*5b,n dürfte oln’^,Df/ । s8a*u, ^tbQreÄST' »ch'L'-ikiftr «**&■& 1 ’biy Ä?*>* "»h Mr „6 E'nnahmequelie Der aufsprejse für * normalen zu 6-8 Mark, S°lten. Man aber öitf(n "EN VvMeitz V\t ^Er zu den dvniaen ^aufliebhaber herzu, °us der Wiese aus ne Landleute in die holen und es muE d!oth bernerkens- Eben selbst das Laub ^kbel sind aber die ähe von Waldungen ?a der Vogelsberg, 'l von der Viehzucht tn Futtermangel um Trockenheit läßt auch Futtersttoh, welches den schlechten Stand echt aussallen wird, en Folgen 8er Arie, i sehr voll - M ie Kartoffeln sieden fzugehen vermochten^ eckern zur verfrühten errscht Wassermangel, rmnenwasser bezahlt kgießen der Garten' Wasser zur Tränke Mot werden aber !gebeii. Zu bitter i\t Wwm vvn efttzten Ackrrpilanzm ti j eine alte Wetter- t ihm die Witterung möge sich diese letzte cht aus die im Ler- h der Vorstand deS :n, das auf Sonmg pffest auSsallen ! nicht aus, baß sich Sepflogenheie solgend, llubhause in gemülh- ich in hiesige Waldbrand aus, Mr, Wb <^W estern Abend eröffnete künstlerpaar Ägnora o ein Gaftspul m D«S 8«' ■tmt 6* ««» im mty« ««*’* «°b-° ® äff *'”■ '' hpr Weqterung ens der -ab ^^^mheirath^^ dur» '«betten W" '■ °bSE^7sock^ । Arädchr" ,^r in«*** in sie zurück. Sie fing furchtbar an zu strampeln, und gelang es ihr auch, sich aus der Schlinge herauSzuarbeiten. Hierauf hatte sie nichts Eiligeres zu thun, als auch ihren zappelnden Geliebten wieder aus seiner lebensgefährlichen Lage zu befreien. Hierauf traten die Beiden den Heimweg an. * HungerSnoth in China. Die feit einiger Zeit in der chinesischen Provinz S ch a n s i herrschende HungerSnoth, die in Folge einer langen Dürre auSbrach, hat, nach dem „O. Bl." bereits Tausende von Opfern gefordert. In der bedeutenden Stadt Kuei-Hun-Tschang sollen allein gegen 10,000 Personen deS Hungers gestorben sein und auf dem Lande ist die Todesrare verhältnißmäßig noch bedeutender gewesen. Aus verschiedenen Quellen sind bis Ende April gegen 1,400,000 TaelS zur Unterstützung der Nothdürftigen zusammengebracht worden; außerdem schenkte die Regierung 200,000 Säcke ReiS. Die HungerSnoth soll noch entsetzlicher sein, als die, welche in Chansi und anderen Provinzen Chinas in den Jahren 1876 bis 1878 herrschte. ArrsMg au» den Stattfcesmnisrtgiftem der Stadl »teßerr. «afgebote. Mat: 29. Heinrich Launspach, Maler zu Marburg, mit Frieder»« Luise Heck hterselbst. Juni: 20. Johannes Peter Pfeiffer, Bäckermeister dahier, mit Katharine Neuweger zu Biedenkopf. 22. Martin Philipp Schmoll, Bildhauer dahier, mit Hulda Ida Marte Eltsabeth Kersten von Stetttn. 23. Robert Oscar Emtl Gärtner, Schnetver dahter, mit Johanna Elisabeth Benner hterselbst. 23. Christian Kühn, Diener dahter, mtt Eltsabethe Schmidt hterselbst. «heschlleßange». Juni: 17. Peter Lenhart, Schriftsetzer zu Friedberg, mtt Elisabeth Roth hterselbst. 21. Jacob Carl Adolf Stetnseifer, Kaufmann zu Etserfelb, mit Katharine Adolfine Mathilde Fischbach hter- irlbst. 22. Konrad Martin Bepler, Metzger dahier, mit Marie Eltsabeth Ohly von Holzheim. 23. Levi Katz, Kaufmann zu Caffel, mtt Johanna Rosenthal hterselbst. »tbomu. ' Junt: 15. Dem Taglöhner Ludwig Christian Werner eine Tochter, Lina Katharina Anna. 16. Dem Bcztrksbauaufseber Hugo Rohrer ein Sohn. 17. Dem Maler und Lacktrer Ernst Ahmann ein Sohn. 17. Dem Hülss-Portter Johannes Becker V. eine Tochter, Anna Marte. 18. Dem Schreiner Karl Joseph Plattner ein Sohn, Friedrich Karl. 18. Dem Architect Hans Meyer ein Sohn. 20. Dem Bahnarbeiter Johannes Menges eine Tochter, Emma. 20. Dem Buchdruckereibesttzer Ludwig Pretsag ein Sohn. 22. Dem Jnstttuts- diener Karl Fischer ein Sohn. 23. Dem Bierbrauer Johann Heinrich Angermüller ein Sohn. »dtottxtu. Juni: 18. Wilhelm Spies, 39 Jahre alt, Sattlermeister dahier. 18. Ludwig Schneller, 46 Jahre alt, Taglöbner dahier. 18. Peter Becker, 43 Jahre, Taglöhner dahter. 19. Wilhelm Mootz, 5«/, Jahre slt, Sohn von Maurer Wilhelm Mootz zu Großen-Buseck. 19. Karl äiudwtg Wilhelm Wallenfels, 1 Jahr alt, Sohn von Färbereibesitzer Johann Christian Wallenfels dahter. 19. Emtlte Natalie Bertha Therese Luise Fresenius, 19 Jahre alt, Tochter von Großh. Ober- amtSrtchter Gustav FrefeniuS dahter. 21. Marte Retnschmidt, 3 Jahre alt, Tochter von Schuhmacher Heinrich Retnschmidt von Großen-Buseck. 21. Heinrich Seim, 22 Jahre alt, Schreibgehülfe dahter. Auszug aus den Airchenbücherir der Stadt Giesren. Evangelische Gemeinde. Getraute. Markusgemetnde. Den 17. Juni. Peter Lenhart, Schriftsetzer zu Friedberg, und Elisabeth Roth, Tochter deS Taglöhners Konrad Roth zu Gießen. Den 22. Juni. Konrad Martin Bepler, Metzger zu Gießen, unb Marie Elisabeth Ohly, Tochter des Landwirths Konrad Ohly zu Holzheim. Lukasaemetnd e. Den 18. Juni. Johann Georg Mandler, Anstaltsdiener und Emma Heinrike Reiser, Tochter des verstorbenen Gustav Adolf Reifer uon Sechselberg. Johannesgemeinde. Den 22. Juni. Jacob Carl Adolf Steinseifer, Kaufmann zu Etserfelb, und Katharine Adolfine Mathilde Fischbach, Tochter des Kaufmanns Emil Fischbach zu Gießen. »lauft«. MarkuSgemetnde. Den 18. Juni. Dem Kutscher Wilhelm Völpel ein Sohn, Wilhelm Heinrich, geboren den 7. Mai. Denselben. Dem Schneider Karl Dechert eine Tochter, Johanna, geboren den 19. Mai. Denselben. Dem am 21. Februar d. I. verstorbenen Eisendreher Ludwig Htnkler eine Tochter, Marie, geboren den 12. Mai. Denselben. Dem Monteur Wilhelm Grümer eine Tochter, Johanna Irene, geboren den 20. April. Dmselbm. Dem Bierbrauer Jakob Müller eine Tochter, Ella Louise Hermine, geboren den 19. Mai. Den 22. Juni. Dem Gastwtrth Karl Eugen Betz ein Sohn, Karl Wilhelm Heinrich, geboren den 18. December 1892. Lukasgemeinde. Den 18. Junt. Dem Mafchtnenarbetter Ludwig Schäfer eine Tochter, Lina Katharina, geboren den 27. April. Denselben. Dem Schlaffer Ludwig Sehrt ein Sohn, Heinrich Wilhelm Ludwig, geboren den 14. Mai. Johannesgemeinde. Den 18. Juni. Dem Taglöhner Heinrich Oswald ein Sohn, Heinrich, geboren den 20. Mat. veerdigte. Matthäus gemeinde. Den 17. Junt. Barbara Müffel, geb. Bechtel, Wittwe des Lehrers Georg Andreas Müffel von Albisheim, alt 71 Jahre, starb den 15. Junt. Den 22. Junt. Heinrich Friedrich Bernhard Seim, Scribent, Sohn des Arresthausaufsehers Heinrich Seim, alt 22 Jahre, starb den 21. Junt. Markusgemetnde. Den 18. Junt. Karoltne Roll, geb. Stamm, Wtttwe des Armenkaffedteners Christian Roll, alt 71 Jahre, starb den 16. Juni. Den 20. Junt. Ludwig Schneller, Arbeiter, alt 46 Jahre, starb den 18. Juni. Johannesgemeinde. Den 17. Junt. Emtlte Koch, ledig, alt 73 Jahre, starb den 15. Juni. Denselben. Carl Schäfer, Kaufmann, alt 33 Jahre, starb den 15. Junt. “ Den 20. Juni. Wilhelm Spies, Sattlermetster, alt 39 'Jahre, starb den 18. Juni. Den 21. Juni. Luise Fresenius, Tochter des Oberamtsrtchters Gustav Fresenius, all 19 Jahre, starb den 19. Juni. Unterhaltungen zu Bad-Rauheim von Sonntag den 25. Juni bis Freitag den 30. Juni. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an der Kurquelle, Nachmittags und Abends stehe unten. Bei weniger als IO» R. Wärme spielt fie im großen Speisesaale des Kurhauses. Sonntags und an den Feiertagen Nachmittags werden 30 Pfg. Eintrittsgeld für den Besuch der Terrasse gegen Abgabe einer Karte erhoben. Nur die Besitzer von Kur- oder Tageskarten haben gegen Vorzeigen derselben freien Zutritt. Sonntag den 25. Juni, Nachmittags von 4 bis 9Vs Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle deS 3. Schlesischen Dragoner- Regiments Nr. 15 aus Hagenau, unter Leitung deS StabstrompeterS Herrn Uhlmann. Eintritt 50 Pfg. gegen Karte. Gelbe Kur- und Tageskarten frei. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Das Schwert des Damokles. Papa hatS erlaubt. Montag den 26. Juni, Nachmittags von 5 bis 6 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Großstadtluft. Dienstag den 27. Junt, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Im zweiten Theile Sinfonie. Abends 8 Uhr im Saale: Concert des Claviervirtuosen und Mustkdtrectors Herrn Jos. H. Töpfer (Schüler von Rubinstein) und der Concertsängertn FrI. Mia Medefind auS Dresden. Nur bei gutem Wetter Abends 8 Uhr auf der Terraffe: Theatervorstellung. Papageno. Mittwoch den 28. Juni, Nachmittags von 5 bis 6 und von 8 bis lOVe Uhr: Concert der Kurcapelle auf der 'Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Wenn Leute Geld haben. Donnerstag den 29. Junt, Nachmittags von 5 bis 6 und von 8 bis lOVi Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr tm Saale: Tanz. Freitag den 30. Juni, Nachmittags von 5 bis 6 und von 8 bis 10'/« Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse, tm zweiten Theile Potpourris. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Samstag den 1. Juli, Abends 8 Uhr tm Saale: Concert des Tenoristen Albert Moxall und des Pianisten Herrn Profeffor M. Reger. 3)erlebt, Canö* unb Volkswirthschast. Stetzel», 24. Juni. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,95—1,10, Hühnereier per Stück 6- A, 2 Stück 11- A. Käse pr. 6t. 5-8 H, Käsematte pr. St. 8 Ai Crbsen pr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 28 A. Temben vr- Baar x 0,70—0,90, Hühner pr. Stück X 1,10—1,50, Hahnen pr. 6t X 1.70-2,00, Enten pr. 6t X 1,80 bis 2,00, Ochsevstetsch pr. Bsd 60 -68 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Psd. 80-40 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 35-40 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 40 -70 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00-7,00 X, Weißkraut pr. Stück 5-12 A, Zwiebeln pr. Centn er 11,00-00.00 X* Milch m. Liter 12—18 A, Enteneier pr. 6t. 6— A, Gänseeier 11-12 A, Kirschen pr- Pfd. 16—20 A- S Hercheahata, 31. Juni. Der gestern unb heute hier abgehaltene Viehmaikt war schwach befahren, da viele Verkäufer tn der Voraussetzung, doch keine Käufer zu finden, auSgeblieben waren, von den 20 biS 25 zu Markt gebrachten Bullen wurden einige zur Zücht verkauft. Gelöst wurde 100—160 M. für da« Stück, die »um Schlachten bestimmten kosteten 20—30 M. der Centnrr Schlachtgewicht. Zweijährige Rinder kosteten 70—80 M., drei bis vier Jahr alte Stiere wurden zu 200—220 M. da« Paar verkauft, trächtige Kühe zu 80—100 M., Milchkühe zu 50— 80 M. das Stück. Rinder kosteten 50— 60 M. das Stück. Von zu Markte gebrachten 500—600 Schweinen wurden nicht viel vrrkauft. 3—6 Monat alte Ferkel gingen zum Preise von 45—60 M. das Paar ab, junge 5—6 Wochen alte Ferkel zum Preise von 15—20 M, fette Schweine erzielten Preise biS zu 42 M. pr. Centn er Schlachtgewicht, Zuchtschwetne 40—50 M. das Stück. — Nach den statistischen Ermittelungen deS Vereins deutscher Eisen- und Stahltndusttteller belief sich die Roheisenprodvcttor» des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat Mai 1893 auf 402 874 Tonnen, darunter Puvdelrohetsen und Sptegeletsen 133 889 Tonnen, Beffemcrroheisen 25 526 Tonnen, ThomaSrobeisen 192 382 Tonnen und Gteßeretrobeisen 51077 Tonnen. — Die Production im Mat 1892 betrug 408 896 Tonnen, tm April 1893 393 365 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. Mai 1893 wurden producirt 1 931121 Tonnen gegen 2 006 435 Tonnen tm gleichen Zeiträume des Vorjahres. Berichtigung. In unserem gestrigen Berichte über das sechste Concert deS ConcertvereinS ist ein sinnentstellender Satzfehler unterlaufen. Die letzte Zeile der ersten Spalte muß nach der 16., von unten gezählt, zu stehen kommen, sodaß es heißt: „Dazu kommen Einzelmalereien, die unS den Componisten von der besten Seite zeigen!" Seitenstück Kleinen sichtliches, , billigste, gebunden Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. 23.Juni, Mittags 12,Übt | 24~ Junt, Morgen« 811 br min.735mm, max.736mm min.736mm, max.736mm Barometer: + 190 R. + 161/8° R.„+171/,OR. + 6° R , Thermometer: „+ 16i/8° R.„ + 17V1°R. „ + 6° R., „t* Hygrometerstand: Neigung für nasses Wetter. Neigung zu Regen. Mittlerer Barometerstand bet 0° R. = 744,7 mm. Temperatur der Lahn und Lnft nach Reaumur gemessen am 24. Junt, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Luft 13 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Oeffentliche Impfung. Die diesjährige Impfung wird Mittwoch, den 28. Juni, ft ff 3u!i, ff tr 12. ff tf ff 19. „ jedesmal Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, im alten Rathhaus abgehalten werden, und die Nachschau, zu welcher die geimpften Kinder nochmals er* scheinen muffen, 8 Tage später. Jmpfpflichtig im laufenden Jahre sind die im Jahre 1892 geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Es dürfen jedoch auch Kinder, die erst in 1893 geboren sind, zur Impfung gebracht werden und auch Erwachsene werden auf ihren Wunsch geimpft. Es kommt nur Kälberlymphe aus dem Landes-Jmps- Jnstitut zur Verwendung. Wir laden die hiesigen Einwohner zur Benutzung dieser Termine em mit dem Bemerken, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen für den Einzelnen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß aus eigene Kosten die Impfung vornehmen laffen. Kinder, deren Zurückstellung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können in den Terminen gleichfalls dem Jmpfarzt vorgestellt werden. Gießen, 23. Juni 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5638 Heugras. Mittwoch den 28. Juni, Nachmittags 2 Uhr, wird das Heugras auf der Carl Ninu'fchen Wiese an der Rod- lheimerstraße (Schomber gegenüber) »ersteigert. F. Hoffmann, 5643 ConcurSverwalter. Ieikgeöoienes. ML Schlachthaus. Freibank. [5628 Heute und Montag: Ochsensieisch, nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. Schleuder- en H . lief. srco. Ins Hans ein S Hnnin Bienenzüchter v. Lande. 10 ,IUHiy Näh.Ausk. erth. dieExp Nähmaschinenbesitzer Zum Schmieren der Nähmaschine gebraucht das Beste; cS ist das Billigste! Die dem Petroleum ähnl. Vaselineöle haben keinen ölenden Fettgehalt u. ruiniren die Maschine. Klauenöl ist das beste Nähmaschinenöl, eS besitzt arößte Schmierfähigkeit und harzt nicht! Klauenöl, prfiparirt für Nähmaschinen rc, von Döblus & Sohn, Hannover, ist zu haben bei Herrn H. «rafft in Flaschen ä 60 A- 11542 5487] Ein Handwagen und ein Herd billig zu verkaufen. Asterweg 26 5632] «in in gutem Zustand de« stndltcheS Wasserrad, «nterschlstchtig, 5 m Durchmesser, mit hölzerner Welle, gußeiserner Rosette, doppeltkrevzig, billig ab- zugeben. Nähere- in der Exped. d. Bl. Ein Pferd, braune Stute, 6jährig, fehlerfrei, ein- und zweispänntg gängig, zu verkaufen. Näheres Marktplatz 17. (5633 Fleisch-Abschlag: prima Ochsen- «. Rindfleisch, 85 bis 40 Psa., prima Kalbfleisch 35 Pfg. 5655] Emil Harme, Neustadt 48. ®e TP eine Störung im Hause •• bei Anwendung von g Georg Coste’s Fussboden-Glanzlacken, g ■ aus bestem Rohmaterial bereitet, verbürgt frei von giftigen Farben und werth- ■ ■ losem Colophonium oder Erdschellack ____________________ sofort und geruchfrei trocknend. Sie geben einen sehr gefälligen Glanz, lassen 'ich überbohnern. Strichfertig in 6 verseh. Farben, in Blechdos., die zugl. als Anstreichtopf verwendb. ■ Engros-Lager bei A. A ti. Wallenfels, Uleseen. 5630 Geschäfts-Uebernahme. Meinen werthen Freunden und Bekannten, sowie geehrter Nachbarschaft zur gefälligen Mittheilung, daß ich meine ________ MT Wirtschaft Frankfurter Straße 62 nunmehr wieder selbst übernommen habe und bitte mir das seither geschenkte Vertrauen auch ferner bewahren zu wollen. [5400 Hochachtungsvoll J. Seibel. Laden-Eröffnung. Weidengasse 10. Weidengasse 10. Meinen werthen Kunden, verehrl. Publikum und Nachbarschaft die ergebene Mittheilung, daß ich mit dem Heutigen neben meinem VlaatzgeschLft ein Lager fertiger Schuhwaaren errichtet habe. Durch Führung von nur guter Waare hoffe, geehrte Abnehmer in jeder Weife befriedigen zu können. Mache besonders auf eine schöne Auswahl aller Sorten Kinderschuhe aufmerksam- Hochachtungsvoll 5596 Friedrich Magnus» Weidengasse 10. Philosophenwald Eüdanlage 5631 en aNß- Das im Handel vorkommende angebliche Salzschlirfer Eal, ist nur künstliches werthloseS Fabrikat; auS den hiesigen Quellen werden keine Talje bereitet. 5637 21. Henrich, Director. Mädchen 5654] Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen-Kreuiplatz 11. 5640 Bferd, womöglich auch Echeueranthetl zu miethrn ges. Zu erfr. in der Exped d. Bl. 5660 Der Vorstand 5611 wozu ergebens! einladet [6616] K. Häuser. Kenbaq: still. ReichSbank-DiSLOnt 4 p€L - Frankfurter Bank-Dikcrmt 4 pttL 2. Von baar 3. Von Dern, Lehrer. Leithiger, Großh. Landwirthschastslehrer. ?a es mir nicht möglich war, von allen meinen lieben Freunden und Wannten sowie von meinen wertheu langjährigen Kunden bei meiner Abreise nach Wiesbaden persönlich Abschied jn nehmen, sage ich hiermit denselben aus diesem Wege ein herzliches £.5650] Zwei Arbeiter erhalten Kost und LogiS. Wolkengasse 17. Stiftungen und Geschenke zur inneren Ausstattung der neuen Johanneskirche. Nachfolgend verzeichnete Gaben sind uns weiter für die neue Kirche zugewendet worden: 1. Von zwei Schwestern E. S. und M. D. aus der Lukas- gemeinde, baar 40 Mk. --——— -------- welche im Bekleben von Ci ÄKÄ** g°rr-nkistch°„ ac.ib. find, stw __________________Neuenweg 2. den dauernde Arbeit _ 5614] Ein tüchtiger Schreineegeselle 5461] Schillerttratae 18. Gießen, am 24. Juni 1893. Der evangelische Gefammt-Kirchenvorstand. Dr. Naumann. Herrn Prälat D. Habicht zu Darmstadt (zweite Gabe), 20 Mk. findet dauernde Beschäftigung bei | 5501] Ein Ktnderusüdche« tagsüber Schreinermeister Beuzlee, Ästerweg 16 I gesucht. Neuenweg 39, II. 6t. Gießen, den 24. Juni 1893. Johanna Textor Für diese Gaben sprechen wir auch auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Spar u. Leihkaffe zu Lang-Göns Eingetragene Genossenschaft mit unbeschrankter Haftpflicht. Einladung- zur 31. ordentlichen Generalversammlung, welche Dienstag den 4. Juli d. I., des Nachmittags 2 Uhr, in bem Saale des Wirths Konrad Bruchei IX. hier abgehalten werden soll und wozu die Genossenschafter eingeladen werden. Tagesordnung: 1) Mittheilung der Jahresrechnung für 1892 und Geschäfts-Bilanz. 2) Beschlußfassung über Vertheilung des Geschäftsgewinnes und die dem Vorstand zu ertheilende Decharge. 3) Ergänzungswahl des Aufsichtsraths. Lang-Göns, am 21. Juni 1893. Der Vorstand der Spar und Leihkasse zu Laug-Göus. Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Neber Lebensversicherung für von anderen Gesellschaften Abgelehnte ms sehr günstigen Bedingungen gibt Auskunft Heinrich Wallach, Vertreter der Lebens Vers -Act.-Gesellsch. _________„Nordstern" zu Berlin [4798 5534] Ein kl. Logis u. Stall für ein Fahrplan der auf Station Giesten vom 1. Mai 1893 ab verkehrenden Eisenbahnzage. 3« Pachte« gesucht: von cautionSfähigen Leuten eine gutgebende Wtrthschast. (5544 Offerten unter F. H. an die Exped d. Bl 6b47] Mebrere gute Aecker werdenvon ims—Coblenz 5^ 8 '3 1012 1224 26J 5'13 60; 8» 932. H48 463 763 1219. Deutz-CSlu 662 1023 1236 610. «ßu. Gr.-Bufeck) 8-2 136 452 ?fulda 760 121052b (bis Alsfeld) 25- 965 332 721 H42f. Gelnhausen 730 1 230 146 (bis Hungen) 5® 8-6 (bis Büdingen) s^fts. 6<‘ (aus Stockheim) 9dd 332 721 1142t- Schotten bezw. Nidda 730 1230 506 8-» 9»fts. 6»^(aus Stockheim) M>6 332 721 «edern, Laubach bezw. Stockheim 730 1230 506 826 MO^-j-, 3°/o Reichsanleihe 3 V.% do. 3% Preuß. ConfolS 3V«°/o do. 86 65 100.35 86.65 100.55 4% Ung. Gold-Rente 50/0 Jtal. Rente y>/0 Portugiesen 4°/0 Griech. Monopol-Anl. 96.ee 91.6» 21.8t 51.80 D iSconto-Command^Snth. 186.00 Lomb. E--B.-Ac1. 90 87 Darmstädter Bank-Sct. 136 50 Buschthersder E^B^Act. 377.00 Dresdener Bank-Act. 142 50 Elbthal-Bahn-Act. 199.00 'Jtorbb. Lloyd-Act. 114.50 Gotthard-Bahn-Act. 159.86 Wiener Bankver^Act 101.12 Schweizer Nordost.-L^Act. 109.90 Ceft Credit-Sct. 281 25 Mainzer E^L.-Acl. 110.9t Jtal. Miltelmeerbahn Sct 100.56 Marienburger E^V^Act. 71.84 Gelsen Bergw^Lct. 129.60| 8er. KönigS-Laurah^Att. S9 60 ReHctton: 8. Scheyda. — Druck Vrrlea der Vrühl'fchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) hi Gießen. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seite». M3 Uh'. ’*«* 4 Uh, t schiirf^ StteSj*»«’ SfeM othtOn' w unb ÄJ"’’ ttSte °'d [i8 durch bft ü w\te ÄÜ’ M«cta Verhandlungen. [4iy ist m ^l!tint Salze brrM. taftR*.1“ eine« in der Cn>, b, 81 'Urlerstraßt 43, U ÄfiT [5617 iflm in der Exped. h. U MeiT- Bekleben von Ci- eu geübt sind, fr de Arbeit Uferstrasse 18. ivdermädchn, tagilbct Neuenweg 39, II. 6t MrttDWchM. Adfahrt,^ 829* 101112« [lührt 2.4 Äasje). ’ nitu 412 83010'6 1203 lio \ti> 5« 7o7 AIS». 122? 132412 610 8)11Q11 12M 13V 17b 315 y<- 7b2 919*9«.___ Klttffe) _ i"652 833 1012 102J ■> b 2» 503 622 612^*9” 912- A___ 6io.__ ^10^ W Weldjs zrrstis 0 i23o 503 E Eu- 0 1230 505 »bnRbtuW^«^' ,g, M-° nur 1 «d M» MtM i 1893. Mn!e itt WOpo^lll- M K»^ 96.(1 91» 21» 61» 90» M B' 1^ !*■* stM --SO Nr. 147 Zweites Blatt. Sonntag de« 25. Juni 1893 Der Olehener Anzeiger erscheint täglich, ■Ü Ausnahme deS Montags. Die Oießener Aamikien blätter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal drigelegl. Gießener Anzeiger Kenerat-'Unzeiger. Lierteljähriger Avoanementspretsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kch»tftr«tz-Nr.7 Fernsprecher 51 Zlnrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für dm I (&V flfUfiHfrtrtP- &t<*6<>YtPr ^Nril'i-rrKlVill-r «lle Annoncen-Bureaux deS In. und Auslandes nehmen folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. | ^l^nCr ^UmUKlWUiner. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegm. Abonnements - Einladung! Zum Bezug des ,,Gietzerrer Anzeiger" für das 3. Vierteljahr 1893 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis feiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Fnmilienbläiter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Juli den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch). politische Wochenschau. Gieße«, 24. Juni 1893. Von dem neuen Reichstag läßt sich auch jetzt noch kein völlig neues Bild zeichnen, wenn auch einzelne seiner Züge bereits sest- stehen. Hätte es sich bei den Hauptwahlen um ein P lebiszit über die Militärvorlage gehandelt, so wäre — darüber herrscht jetzt aus keiner Seite mehr ein Zweifel — der Regierungsantrag mit einer sehr erheblichen D ajorität verworfen. Rechnet man nämlich in den einzelnen Wahlkreisen die Stimmen zusammen, welche für die Gegner der Vorlage abgegeben worden sind, und vergleicht sie mit der Siimmenzahl der Freunde der Mtlitärvorlage, so ergiebt sich, daß in rund 260 Wahlkreisen die Gegner und nur in etwa 150 die Freunde der Regierungspläne die Mehrheit der Stimmen erhalten haben. Gleichwohl kann es schon jetzt als zweifellos angesehen werden, daß die Opposition nicht entfernt eine im Verhältniß der großen Stimmenzahl stehende Zahl von Reichstagsmandaten besitzen wird. Es rührt dies zum Theil daher, daß die Gegner der Vorlage nicht, wie deren Freunde, in eine enge Verbindung mit einander getreten sind, gemeinsame Candidaten ausgestellt und so eine Zersplitterung der opposttionellen Stimmen auf mehrere Candidaten verhindert haben. Außerdem erleiden bei Stichwahlen die Socialisten, welche diesmal in 15 Wahlkreisen die Freisinnigen aus der Stichwahl verdrängt haben, erfahrungsgemäß die größten Verlustprocente, weil die meisten nicht- socialistischen Parteien sich nur schwer und theilweise entschließen, : für einen Socialisten einzutreten. Die Siege der Socialisten über die Freisinnigen werden demgemäß nicht der Opposition, ; sondern der Regierung zu Gute kommen. Unter diesen ; Umständen kann man schon jetzt die ziemlich unveränderte Annahme des Antrages Huene im neuen Reichstag als sicher prognostiziren. Einzelne Parteiorgane rechnen sogar bereits mit der Möglichkeit einer Cartellmehrheit. Nach Angabe des Wolff'schen Telegraphenbureaus, welches über die amtlichen Quellen verfügt, sind bereits 80 Mitglieder der I früheren Cartcllparteien gewählt und stehen 166 in Such- 1 wählen. Nimmt man den günstigsten Fall an, so würde | demnach das alte Cartell im neuen Reichstag 246 Mandate umfassen, während zur absoluten Mehrheit nur der Besitz von 199 Sitzen erforderlich ist. Wenn also die vereinigten Conservativen und Nationalliberalen nicht in mindestens 48 Stichwahlen unterliegen, so wird der neue Reichstag das Gepräge desjenigen von 1887—1890 tragen. Indessen ist es doch wohl wahrscheinlich, daß den alten Cartellparteien noch mehr als 48 Stichwahlkreise abgenommen 'werden. Immerhin berücksichtigen die einzelnen Parteien die Möglichkeit einer Cartellmehrheit in der Gestaltung ihrer Stich wahl- politik. Die Socialisten und das Centrum fordern ihre Anhänger mit großer Entschiedenheit auf, unter allen Umständen darauf Bedacht zu nehmen, daß die Parteien des alten Cartells keine Mehrheit gewinnen. Ebenso unterstützt die freisinnige Volkspartei in vielen Kreisen das Centrum und die Socialisten, wenn auch manigsach nur unter der Hand und nicht mir officiellen Proclamationen. Andererseits haben die „conservative Correspondenz", das conservative „Volk", die „Berliner Politischen Nachrichten", die freiconserva- tive „Post" in einem Eingesandt, das nationalliberale Comits in Hagen, und die nationalliberale „Elberfelder Zeitung" der freisinnigen Volkspartei in Berücksichtigung der Thatsache, daß von dieser Fraction der wirkungsvollste Widerstand gegen die Mtlitärvorlage ausgegangen und das reichste Material zu ihrer Bekämpfung beschafft worden ist, ihre Unterstützung im Kampfe gegen die Socialdemokratie versagt. ,Jn Hagen, wo Richter einen gewaltigen Vorsprung hat, 'wird diese Stellungnahme keine große Wirkung äußern, in anderen, namentlich in den Berliner Wahlkreisen, aber ist damit der Sieg der Socialisten über die freisinnige Volkspartei so gut wie besiegelt. Angesichts der schweren Niederlage, welche die letztgenanntePartei erlitten hat, hat ihre Centralleitung dieParole ausgegeben sogleich nach Beendigung des Wahlkampfes mit der Reorganisation der Partei zu beginnen. In einem bemerkenswerthen Expose weist Richter darauf hin, daß nur der langjährige innere Zwiespalt in der früheren deutschftei- sinnigen Partei eine energischere Agitation und straffe Organisation verhindert habe. Nicht ein Mal sei es deshalb zu allgemeinen oder provinziellen Parteitagen gekommen. — Neben der Wahlbewegung und ihren Ergebnissen beginnt jetzt die außerordentliche Futt'ernoth die Aufmerksamkeit weiter Kreise auf sich zu lenken. Die zuständigen Instanzen sind gegenwärtig mit der Erwägung geeigneter Abhilfemaßregeln ernstlich beschäftigt. In Frankreich, wo ebensolche Zustände wie bei unk herrschen, wird in der Deputiertenkammer bereits der Antrag Deroulöde erörtert, den Zoll auf Viehsutter (auch Hafer) für drei Monate aufzuheben. In Deutschland beträgt der Zoll auf Hafer an der Grenze Rußlands, des Hauptexportlandes, für Hafer 40 Mark. Im Uebrigen ist vom Auslande nicht viel zu berichten. In England hat Gladstone gelegentlich der Berathung einer Resolution zu Gunsten der Einführung internationaler Schiedsgerichte die Aeußerung gethan, der Militarismus sei eine entsetzliche Last und eine abscheuliche Plage für die Civilisation. Auch sei das Problem noch nicht gelöst, ob die immer weitergehenden Rüstungen der Mächte den Ausbruch eines Krieges nicht beschleunigten, statt ihn zu verhindern. Man erinnere sich an die kürzlich in dem gleichen Sinne gemachten Aeußerungen Kalnokhs. Cocalt» und provinzielle». Gießen, 24. Juni 1893. ** Militardienstnachrichlen. Perthes, Oberst und Commandeur des Jnf.-RgtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, unter Beförderung zum Gen.-Major, zum Corn- mandeur der 44. Jnf.-Brig., — v. Rosenberg, Oberst und etatsmäß. Stabsoffizier des Gren.-Rgts. König Friedrich III. (1. Ostpreuß.) Nr. 1, zum Commandeur des Jnf.- Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, ernannt, v. Oppen, Oberst und Commandeur des 2. Bad. Gren.- Regts. Kaiser Wilhelm I. Nr. 110, unter Beförderung zum Gen.-Major, vorläufig ohne Patent, zum Commandeur der 49. Jnf.-Brig. (1. Großh. Hess.), — Frhr. v. Dalwtg, Pr.-Lt. vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, commandirt zur Dienstleistung bei der Gewehr- Prüfungscommission, in daS Commando als Assistent bei der Gewehr-Prüf ungscomrnission übergetreten, — v. Obernitz, Gen.-Major und Commandeur der 49. Jnf.-Brig. (1. Großh. Heff.) in Genehmigung seines Abschiedsgesuches als Gen.- Lieut. mit Pension zur Disposition gestellt. -0- Avendorf a. d. Lda., 21. Juni. Wie in den zwei letzten Jahren feierten wir auch in diesem Jahre ein localeS Missionsfest, daS dieses Mal auch in Anbetracht der schweren Sorge, die jetzt auf dem Bauernstand lastet, ein ernster Bettag war. Schon in der Frühe strömten die Schaaren der auswärtigen MifsionSsreunde, besonders aus dem Ebsdorfer Grund, hierher- es predigten Pfarrer Dr. Nauman n und Pfarrer Bogel, die beide den meisten Versammelten von anderen Missionsversammlungen her bekannt sind. Das Schlußwort sprach der Ortsgeistliche, die Bedeutung deS Tages als Bettages in gegenwärtiger Noth hervorhebend. Der Chor, blrigirt von Herrn Lehrer Adam, trug an diesem Tage vor: „Siehe das ist Gottes Lamm", „Fahre fort, fahre fort", „Jerusalem, du hochgebaute Stadt", „Dort oben, dort oben". Die Collecte betrug 181 Mark. H. Aus dem Horloffthale, 21. Juni. Mit großer Spannung erwarten die Landwirthe den Ausfall der Heugrasversteigerungen. Gestern Nachmittag fand eine solche bei uns statt, deren Resultate kurz angedeutet werden sollen. Die Stücke, welche versteigert wurden, sind in Parzellen von etwa einem halben Morgen, etwas größer ober kleiner, je nach Lage und Configuration des Bodens, eingetheilt. Die Stücke sind taxirt und das Taxatum beträgt seit einer Reihe von Jahren zwischen 14 bis 24 Mk. Die gestrige Versteigerung lieferte 40 bis 68 Mk., obgleich an Quantum kaum die Hälfte an Futter gegen frühere Jahre vorhanden ist. Die Graspreise sind also fünf bis sieben- mal so hoch wie in normalen Jahren, was mit den gegenwärtigen Heu- und Strohpreisen übereinstimmt. Von den gestrigen Gewittern, die über uns hinzogen und von denen Ihre Zeitung berichtet, daß sie ihre Schleusen in der dortigen Gegend geöffnet hätten, ist uns kein Tropfen Feuchtigkeit gespendet worden. Dafür ist es heute, auf Sommeranfang, bei steifem Nordost, recht empfindlich kühl geworden. — Einsender erlaubt sich darauf hinzuweisen, daß die Ziegen das Laub von Hollunder und Roßkastanie gerne ausnehmen, wie ihm seit 14 Tagen angestellte Versuche beweisen. Beide Baumarten sind reich belaubt und vertragen die Entnahme von Blättern sehr wohl. Das Durchbringen der Ziege, der Kuh des armen Mannes, ist durch Laub- sütterung wesentlich erleichtert. Auch Schilfrohr, wenn es noch nicht zu hart geworden, wird von Kühen und Ziegen gerne gefressen, worüber ebenfalls schon seit längerer Zeit Fütterungsversuche gemacht wurden. Erfreulich ist es, daß die Dickrübensetzlinge bedeutend im Preise gesunken sind, man kauft sie um den halben Preis gegen früher. Der erste Schrecken pflegt die Preise in der Regel empor zu schnellen. Weiter ist erfreulich, daß sich die Kartoffeln, wenn vielfach auch lückenhaft aufgegangen, doch sehr schön herausmachen. Selbst viele Aecker, die ganz verloren gegeben waren, bestocken sich jetzt zusehends. Die Fehlstellen laffen sich zweckmäßig mit Dickwurzeln und Erdkohlraben ausfüllen. PA. Darmstadt, 22. Juni. Die Vorbereitungen zum Mittelrheinischen Turnfest, das bekanntlich in den Tagen vom 29. Juli bis 2. August in Darmstadt abgehalten werden wird, schreiten rüstig vorwärts. Die Festhalle auf dem Exerzierplatz giebt schon jetzt in ihren äußeren Umriffen ein Bild von ihrer demnächstigen imposanten Gestaltung. Die Festwirthschast ist an den als sehr leistungsfähig bekannten Herrn Theodor Feilbach aus Stettin übertragen worbender einzige Darmstädter Bewerber hat zu Gunsten des Genannten auf den Mitbewerb verzichtet. Der Wohnungsausschuß konnte über den flotten Eingang von Beiträgen zu Maffenquartieren und die lebhafte Anmeldung von Privatquartieren für die Festgäste berichten. — Der Preß-Ausschuß ist bemüht, für die Festgäste einen kurzgefaßten, übersichtlichen „Fremdenführer" zu beschaffen, welcher s. Z. mit den Quartierkarten ausgegeben werden soll. Ferner ist dieser Ausschuß dermalen mit der Einrichtung eines stenographischen Bureaus beschäftigt. — Der Turn-Ausschuß konnte berichten, baß bas Schüler-Turnen bezüglich ber Volks- und Mittelschule gesichert sei, bie Mitwirkung ber höheren Schulen wegen der durch die Schulferien sich ergebenden Schwierigkeiten noch 'nicht bestimmt feststehe. — Der Empfangs-Ausschuß konnte über die Fahrpreis-Ermäßigungen und Giltigkeits-Verlänger- nngen der Fahrkarten seitens der Eisenbahn-Verwaltungen berichten. Die König!. Preuß. Staatsbahnen geben bei gemeinschaftlichem Bezug von mindestens 30 Fahrkarten halbe Fahrpreise- die Main - Neckarbahn bei Vorzeigung der Festkarte freie Rückfahrt auf einfache Fahrkarte vom 29. Juli bis 3. August- die Hess. Ludwigsbahn, die sonst gegen Vereine rc. so sehr liberal ist, hat sich bis jetzt nur zu sehr geringen Vergünstigungen herbeigelassen. — Der Turn-Ausschuß hat von Herrn Prof. Müller dahier einen sehr gelungenen Entwurf zu einer Ehrentafel anfertigen lassen, deren Ausführung genehmigt wurde. A Mainz, 22. Juni. Der Verein selbstständiger Gewerbetreibender hier, dem der größte Theil der Mainzer Kleinmeister angehört, hat in einer gestern stattgehabten Versammlung beschlossen, bei der bevorstehenden Stichwahl für den nationalliberalen Candidaten Amtmann Braun einzutreten. Da die Statuten des aus allen Parteien zusammengesetzten Vereines ausdrücklich jede politische Agitation ausschließen, sind in Folge des gestern gefaßten BeschluffeS, der lediglich auf eine, von den nationalliberalen Mitgliedern selbst am meisten verurtheilten Tactlosigkeit des Vorsitzenden zurückzuführen ist, in dem Vereine ernste Mißhelligkeiten entstanden, die möglicher Weise zu dessen Auflösung führen werden. — Mit dem kommenden 1. Juli werden hier, wie im ganzen Landkreis Mainz, die Bestimmungen über die Sonntagsruhe wesentliche Veränderungen erleiden- das Friseur- und Barbiergeschäft wird keinerlei Beschränkung mehr unterliegen, deßgleichen werden die Conditoren, Back- waarenhändler und Blumenhändler große Erleichterungen in ihrem Geschäftsbetriebe eingeräumt erhalten. Bei den Tabak- und Cigarrenhändlern findet eine einheitliche Regelung des Geschäftsbetriebs statt und zwar in der Art, daß das j ganze Jahr über die Verkaufsstunden Sonntags von 11 Uhr • Morgens bis 7 Uhr Abends festgesetzt sind. Bingen, 20. Juni. Weinhändler und Handelskammer- Präsident Coblenz von hier und Weinhändler Sturm aus Rüdesheim sind als Mitglieder des internationalen Preisgerichts nach Chicago berufen worden. Verbrachtes. tt Kassel, 22. Juni. Massenhaftes Absterben der Fische. In Folge der in letzter Zeit ungewöhnlichen Trockenheit ist der Wasserstand des Fuldaflusses ein ganz ungewöhnlich niedriger geworden, namentlich unterhalb der Stadt Kassel nach Bad Wolfsanger und der hannöverschen Grenze zu, tritt dies besonders auffallend in die Erscheinung. Hierdurch ist nun leider ein höchst bedenkliches, geradezu massen- hafteö Absterben der Fische herbeigeführt, welches bei hiesigen Fachmännern der Fisch- und Flschereikunde große Befürchtungen mit Recht hervorruft. An einzelnen seichten Stellen, namentlich da, wo der Fluß Biegungen macht, liegen die tobten Fische centnerweise an den Ufern herum, so daß ordentlich die Lust dadurch verpestet wird. Von sachkundiger Seite wird der Verlust der verendeten Fische auf mindestens 200 Ccntner in einer Zuschrift an die hiesigen Zeitungen abgeschätzt, ja eß wird sogar die Befürchtung darin ausgesprochen, daß bis zur hannöverschen Grenze der gesummte Fischbestand vernichtet ist. Thatsache ist, daß Sonntag, Montag und Dienstag einzelne Stellen des Fuldaflusses buchstäblich von tobten Fischen gänzlich bebeckt waren. Der Verlust ist auf Jahre hinaus sicher fühlbar, nicht nur größere Fische, tote Hechte, Aale, Forellen rc., auch Millionen werth- voller Fischbruten sinb vernichtet worden. Schuld trägt auch, daß einzelne Mühlgräben völlig trocken liegen. * Frankfurt, 19. Juni. Die Straße nach M ör feld en, wo bekanntlich auch Kuhmichel und die Mordgesellen Schreck und Kramm ihre Blutthaten verübten, ist wieder einmal der Schauplatz eines Ueberfalles gewesen, der diesmal glücklicherweise nicht mit dem Tode der Ueberfallenen, sondern mit der Festnahme des Verbrechers seinen Abschluß fand. Ein junges Mädchen aus Walldorf, die 18jährigc Katharina Becker, hatte sich gestern Vormittag um 10 Uhr mit ihrer jüngeren Schwester aus den Weg von Walldorf nach Mörfelden begeben, als sie plötzlich von einem Menschen angehalten und zu Baden geworfen wurde. Zwar gelang es ihr, sich wieder aufzuraffen, sie wurde aber von dem Menschen mittelst eines Todtschlägers sofort wieder niedergeschlagen. Zwei zufällig in der Nähe arbeitende ältere Männer eilten auf die Hilferufe herbei- deren vereinten Kräften gelang es nach hartem Kampfe, den Unhold zu überwältigen und mit Hülfe der herbeigeeilten Mörfelder Polizei gefesselt nach Walldorf zu bringen. * Militsch, 21. Juni. Eine furchtbare Feuersbrunst zerstörte in Schlabotschine 13 große Wirthschaften. 80 Personen sind obdachlos, ein Mädchen ist umgekommen, zwei Männer haben schwere Brandwunden erlitten. * Trier, 21. Juni. Gestern Nachmittag entluden sich über Saar und Mosel mehrere heftige Gewitter, die endlich dem auSgedörrten Erdreich den ersehnten Regen brachten. Ein Blitzstrahl traf einen 55jährigen Mann und ein 18jähriges Mädchen, welche beide auf einer Wiese bei Irsch im Kreise Saarburg arbeiteten, und tödtete sie auf der Stelle. Posen, 22. Juni. Nach einer Meldung der „Posener Zeitung" aus S ch n e i d e m ü h l von heute hat der Brunnenmeister Bayer den Brunnen geschlossen. Derselbe wird von Zeit zu Zeit geöffnet, um Wasser ablaufen zu lassen. Daß Gebiet der Bodensenkungen hat sich nicht erweitert. Verkehr, £mtö» rind Volkswirthschast. Die Herstellung von rchaumwein (Champagner) a«g selbstgekeitertem JohanniSbeerweia. Der JoharmlSbeerwein liefert von allen Obst- und Beerenweinen den feinsten Schaumwein (Champagner). Das Herstellungsverfahren ist einfach und von jedem Laten ausführbar. Durch Gährung wird Zucker in Alkohol und Kohlensäure zerlegt, wobei sich Hefenthetle ausscheiben und zu Boden finken. Wenn man nun jungen Wein auf Flaschen zieht, mit Zucker versetzt und eine geringe Quantität Hefe htnzusetzt, so wird innerhalb der Flasche hn nicht zu kühlen Keller eine langsame Gährung stattfinden, ohne daß es der Kohlensäure bei luftdichtem Verschluß möglich ist zu entweichen. Sie wttd vom Weine absorbiert (aufgesogen). Die Hauptsache ist, daß man Flaschen von starkem Glase (am testen Champagner- oder ^elterwasserflaschen) verwendet und einen durch» aus luftdichten Verschluß herstellt. Auch Bierstaschen mit sog. Patentverschluß find sehr wohl zu benutzen. Das Verfahren ist folgendes: Man zapft klaren Wein aus Flaschen, setzt auf jede Flasche 10 bi6 40 x fein gepulverten Zucker und eine geringe Quantität (Vu !hee- löst'el voll) Weinhefe zu, verkorkt die Flaschen, verbindet die Korke mit Bindfaden und versichert sie mit Draht In Art der Setters- flaschen, verlackt sie und bringt sie in den Keller, wo sie bis zum Gebrauch stehend aufbewahrt werden. Die sich absetzende Hefe bUbtt einen Bodensatz. Beim Transportieren der Flaschen, Entkorken und Einschenken muß man etwa« vorsichtig verfahren, damit man den Wein wenigstens anfangs klar abschenken kann; der unterste Tbeil wird Immer trübe ablaufen. Junge Weine, die völlig klar geworden find, eignen sich zu Schaumwein, der in dieser Weise erzeugt wird, am beften. Mehr abgelagerte vergähren meist schwerer und behalten den Zucker aufgelöst In sich. Der Alkoholgehalt darf nicht zu groß fein; am zweckmäßigsten beträgt er 9—10 o/o. Die Menge des zuzusetzenden Zuckers richtet sich nach der Süße des Weins. Ist derselbe noch sehr süß, so setzt man pr. Flasche nur 10—12 g zu; bei solchen, die fast keinen Zucker mehr enthalten, nimmt man ca. 40 g. Bei kühler Kellertemperatur geht die Gährung in der Flasche nur sehr langsam vor sich. Will man baß Verfahren beschleunigen, so muß man die Flasche anfangs eine Zeit lang in eine Temperatur von ca. 15—18° R. bringen. Man stellt sie deshalb am zweckmäßigsten während der (Sommermonate auf den HauSboden. Später müssen sie kühl lagern. Die Zeit der Ausbildung richtet sich nach dem Alter des^Wiines und der Wärme des GährraumeS. Im Mai auf Flaschen Senommene und anfangs warm gelagerte Weine sind meist im Spät- erbst schon trinkbar. Lagern sie von Anfang an im Keller, so ist die Gährung meist nach einem Jahre noch nicht beendet. Wer sich über diesen Gegenstand, sowie über die Obst- und Beerenweinkelteret im Allgemeinen und die deS JohanntsbeerweinS im Besonderen ge neuer informiren will, den verweisen wir auf das bereits in 2. Auflage vorliegende Buch: „H. Timm, Der IohanniSbeerwein und die übrigen Obst- und Beerenweine." Dasselbe ist bet Eua. Ulmer in Stuttgart (Preis el«g. geb. 3 Mk.) erschienen und kann von jeder Buchhandlung sowie auch dtrect vom Verleger bezogen werdm. Bekanntmachung. Die erledigte Stelle eines Kreis Straßenwarts mit dem Sitz in Watzenborn-Steinberg soll bis zum 1. September l. Js. wieder besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen bei Bezirksbauaufseher Rohrer in Gießen bis zum 15. Juli d. Js. einzureichen, wobei Alter, Wohnort und seitherige Beschäftigung unter Beifügung etwaiger Zeugnisse über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art anzugeben sind. Gießen, den 23. Juni 1893. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. ________v. Gagern. [5610 Arbeitsdersteigerung. Mittwoch den 28. l. Mts., Nachmittags 5*/, Uhr sollen in der Gemeinde Mainzlar nachstehende Arbeiten öffentlich in den Accord gegeben werden: veranschlagt zu Mk. Maurerarbeiten 324.— Schlosserarbeiten 35.— Chaussirarbeiten 210.— Steinlieferung 563.50 Steinsetzen 21.— Gießen, den 20. Juni 1893. Der Bezirks-Bauaufseher: 54981 Senßfelder.________ Är. Oberhkff. Sisenbahueu. 6540] Die Lieferung von 409 laufenden Meter Weichenschwellen auS Eichenholz für Nebenbahnen soll vergeben werden. Die Bedingungen nebst Verzeichntß der Schwellen find bei unserer Magazins- verwaltung, sowie auf den Stationen Hungen und Nidda einzusehen, Angebote biß zum 30. d. Mts. dahier einzureichen. Gießen, den 20. Juni 1893. Großherzogltche Direction. Hofraithe-Verkauf. Donnerstag den 29. Juni l. Js., Nachmittags 1 Uhr, soll die Hofraithe des verstorbenen Gerhard Schön II. dahier im Saale des Ludwig Geißler VII. unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Staufenberg, den 24. Juni 1893. | Großh. Ortsgericht Staufenberg. Stephan. [56351 Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettzeug und Krankenkleidern für die neuen Kliniken in Gießen soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen und Musterstücke sind auf dem Verwaltungs- Bureau genannter Anstalt an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr einzusehen. Offerten mit der Aufschrift „Lieferung von Weißzeug" sind verschlossen bis zum Dienstag den 11. Juli 1893, Vormittags 11 Uhr, unter Beifügung von Mustern der Stoffe an die Verwaltung der neuen Kliniken einzusenden. Gießen, den 22. Juni 1893. Großh. Direction der neuen Kliniken. ___________Riegel. [5609 Arbeitsdersteigerung. Samstag den 1. Juli l. Js., des Nachmittags um 6 Uhr beginnend, sollen nachstehende Arbeiten in dem hiesigen Gemeindehaus öffentlich vergeben werden: veranschlagt zu 1) Erdarbeiten 84.— 2) Nöhrenlieferung 172.78 „ 3) Fuhrlöhne 38.— „ 4) Pflafterarbeiten 552.50 „ Rödgen, den 22. Juni 1893. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. _________Jnderthal. [5622 KkUMg-Vkrsteiskrullg. Montag den 26. Juni Nachmittags wird alsbald nach Beendigung der städtischen Gras - Versteigerung im Philosophenwald das Heugras von der in der Gemarkung Wiefeck am Weg nach dem Philosophenwald gelegenen Karl Jughardt'schen Wiese Fl. XXIH Nr. la, Id, 5, 5a, 21 675 Qm auf der Ursulum meistbietend versteigert. [5571 F. Hoffmann, Concurs - Verwalter. Haus-Verkauf. I Haus mit Laden in der Schloß- gaffe No. 5 ist zu verkaufen oder per sofort zu vermietheu. Heinrich Arnold II. Heugras Versteigerung. | NächstenMontag den26.d.M. > von Morgens 9 Uhr an soll das Heugras der Gemeinde Großen-Buseck meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist bei der Fußmühle. Großen-Buseck, 23. Juni 1893. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. __Meyer.______[5636 Augiibung dcs Mgdrechls Versteigerung. Montag den 26. Juni, Vormittags 9 Vhr, kommt im Hofgerichtsgebäude, Brandplatz, zur Versteigerung : Werk- und Brennholz, größere Parthien, welches sich für Glaser und Schreiner eignet, Treppen, Fenster, Thüren, Ziegel, Platten, Steintritte U. s. W. 5602 innerhalb der Gemarkung Münchholzhausen wird Samstag den 1. Juli d. I., Nachmittags 4 Uhr, in meiner Amtsstube Hierselbst öffentlich ausgeboten werden. Groß-Rechtenbach, 22. Juni 1893. Der Bürgermeister: ___________Hardt. [5623 Die Heugrasmstkigerung vom 22. und 23. Juni von den Do- manial-Wiesen ist genehmigt und können die Abfuhrscheine bei Großh. Rentamt Gießen vom 28. d. M. an abgeholt werden. Gießen, den 23. Juni 1893. Großh. Oberförsterei Gießen. Block. [5618 Aeilgeöolenes. Ital. Rothwein, garantirt rein, 65 Pf. per Flasche mit Glas. Vino d’Apulia, hochfeiner rother ital. Tafelwein, Mk. 1.— per Flasche. Gebr. Adami, 3888_________MäuSburg._______ Prima Wiesenheu und Stroh off tritt billigst in Waggonladungen F. 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Es ist dabei unser Wunsch und unsere herzliche Bitte, daß an dieser Stiftung jede Familie mit einer Gabe an Geld, mag fie auch nur ganz klein sein, sich betheiligen möchte, so daß unsere Stiftung wirklich 'eine allgemeine Gabe aller Frauen und Jungfrauen unserer Gemeinde werde. Durch diese gemeinsame Stiftung einer Altardecke sollen natürlich die besonderen Stiftungen und Geschenke, welche bereits gespendet wurden oder noch in Aussicht stehen, in keiner Weise berührt oder ersetzt werden. Eine besondere Sammlung von Haus zu Haus wollen wir nicht veranstalten, wir bitten aber alle Frauen und Jungftauen, welche willig find, zur Anschaffung einer Altardecke für die neue Kirche beizutragen, ihre Gabe an eine der Unterzeichneten abgeben oder einsenden zu wollen. Gießen, den 5. Juni 1893. Bürgerclub. Die auf Lonntag den 25. ds. Mts. geplante Parthie nach Arnsburg fällt vorläufig aus. 5M4 Der Vorstand. % ^z V// * Xw> WA X A. (Gebr. 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Unseren verehrlichen Mitgliedern zur Nachricht, daß für die fahrplanmäßigen Züge nächsten Sonntag, Morgens 5 Uhr und Mittags 12 Uhr 6 Minuten abgehend, die übliche Fahrpreisermäßigung erwirkt ist. Darauf reflectirende Vereinsmitglieder wollen ihre Fahrkarten ä 1.20 mit dreitägiger Gültigkeit für Rückfahrt, gefl. 1/3 Stunde vor ! Abgang der betr. Züge am Bahnhof in Empfang nehmen. Das Standquartier für unsere Turner befindet fich während bei Festes in der Restauration „zur Waldlust", Hauptstraße. [5568 ______________ __________________Der Vorstand. Heuchelheimer Mühle. Herrlichem Thal gelegener, beliebtester Ausflugsort in der Nähe Gießens. Einem P. T. Publikum empfehle meine geräumigen Garten- und Wirthechafts-LocaMtdten aufs Beste. [4656 Separate Simmet für Gesellschaften nnd vereine. Ausschank von Pa. Exportbier. Beine Weine. ®nte Küche. Beste »evienung. lb°ch°chiungs°°ll Heinr. Knoch, Restaurateur. Ktgrüudrt 1881 Giessen $d*n k 21 15 Westanlage 15 Filiale: Frankfurt a. 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