Ä' 3*5 Ic Glieder und W terete geteiftet Warn dmMst * DK Mi» ’w sowohl tvie ^ntzegenzunehmen, }leM „Lchet uns des Glaubens 4698 itilmanii. ^aner • Pwjchor Stamm ™ in Unnerod. zermeister Germer LS w GrchruMen. icjed. txxxxxx? reger x sr * x riessen ? [4700 2 txxxxxxx !it£orf LW^zAL .......Badeanstalt tenani Wn' nbauten, MnA >onJaW_J^ «.ein Mtt «rK ßct ff(n auf sofort gtsu^ ' 22 " MarbmeV^. sWZ lr4u!"Ss-«htbli cL.h,r? 1U eV‘, .rtr. o. _ -kr. 120 Erstes Blatt. Donnerstag den 25. Mai 1893 Der Olehener Anzeiger erscheint täglich, ■üt Ausnahme deS Montags. Die Gießener Jramilieu b tälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal de gelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierteljähriger Akonnementspreir: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 60 Pfg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Anrts- und Anzeigeblatt für den Tireis Gieszen. Annahme» von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. ! Oratisöeilage: chießener Jamitienblätter. | Deutsches Reich. Berlin, 23. April. Die pfingstliche Fe st pause hat auf dem Gebiete der inneren politischen Angelegenheiten kein bemerkenswerteres Ereigniß gezeitigt, auch nicht aus dem speciellen Felde der Wahlbewegung. Letztere ist überhaupt durch die Pfingstfeier einigermaßen abgeschwächt worden, selbst mit der für die Pfingstfeiertage angekündigt gewesenen außerordentlichen Wahlagitation der Socialdemokraten scheint es nicht so schlimm geworden zu sein. Der osficielle Wahlaufruf des Centrums läßt noch immer auf sich warten, sodaß hier und da bereits die Meinung auftaucht, es werde wohl gar nicht mehr zu einer derartigen Kundgebung von Seiten der Leitung der Centrumspartei kommen. Was das aufgetauchte Gerücht anbelangt, es stehe nächstens anläßlich der Wahlen noch ein besonderer Schritt des Kaisers, vielleicht eine Art Manifest an die Nation zu erwarten, so stößt dasselbe fast allseitig auf entschiedenen Zweifel, der auch ganz berechtigt erscheint. Denn nachdem der erlauchte Monarch schon durch seine Ansprache auf dem Tempelhofer Felde und dann durch seine Rede bei der Görlitzer Denkmalsfeier seine Stellung in der schwebenden Krisis Aar genug bekundet hatte, ist wohl kaum noch auf eine specielle Kundgebung des Kaisers in Hinblick auf die Wahlen zu rechnen. — Der französische Botschafter am Berliner Hofe, Herbette, hat, wie eine Meldung des „Reichs- anzeigers" besagt, seinen Posten auf kurze Zeit verlasien und sich nach Paris begeben. Vielleicht geht man in der Annahme nicht fehl, daß diese Pariser Reise des genannten Diplomaten mit der bekannten Affaire Herbette-Baumbach in Verbindung steht, da es Herr Herbette für nothwendig zu erachten scheint, über diese so viel erörterte Angelegenheit persönlich an maßgebender Stelle in Paris Bericht zu erstatten. — In Potsdam sand am Pfingstmontag das herkömmliche Stiftungsfest des Lehr-Jnfanterie- Bataillon s in der üblichen Weise statt. Der Feierlichkeit wohnten der Kaiser und die Kaiserin, der Kronprinz und die vier älteren kaiserlichen Prinzen, Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen, der Erbprinz von Meiningen und verschiedene andere Fürstlichkeiten, ferner die Generalität und die sämmtlichen Militärbevollmächtigten bei. Bei der Festmahlzeit der Mannschaften.in den Colonnaden brachte der Kaiser einen Trinksprnch auf die Armee aus, welchen General Edler v. d. Planitz mit einem Toast auf Se. Majestät erwiderte. Nachmittags 1 Uhr fand im Muschelsaale des Neuen Palais Festtafel zu etwa 150 Gedecken statt. — Ausgeschied ene Reichstagscandidaten. Nach einem Verzeichniß der ,,N. A. Z." wollen sich nach bisherigen Erklärungen nicht wieder um ein Mandat bewerben oder ein solches nicht wieder annehmen von früheren Abgeordneten der Conservativen 20, der Freiconservativen 1, der Nationalliberalen 9, der Deutschfreisinnigen 11, des Centrums 23, der Volkspartei 3, der Socialdemokraten 2, der Elsässer 3, der Welfen 1 und 2 Wilde. Auf vollständige Richtigkeit kann das Verzeichniß natürlich keinen Anspruch machen. Es sind demnach im Ganzen 76 Parlamentsmüde. Berlin, 21. Mai. Wie wir hören, hat der Kaiser für den Bereich der Preußischen Militärverwaltung befohlen, daß diejenigen Uebungen des Beurlaubten st andes, welche in die Wahlzeit gefallen sein würden, nicht verschoben werden, sondern mit Rücksicht auf die bald darauf beginnende Erntezeit ganz ausfallen. Leipzig, 22. Mai. Heute Abend wurde die 3 0. allgemeine Lehrerversammlung in dem Krystallpalast Hierselbst eröffnet. Es sind über 4000 Theilnehmer aus allen Theilen des Reiches anwesend. Zum ersten Vorsitzenden wurde Debbe-Bremen, zum zweiten Vorsitzenden Germer-Leipzig und zum dritten Vorsitzenden Moerle-Gera gewählt. Während des heutigen Empfangsabends begrüßte der Rechtsanwalt Harich, Mitglied des hiesigen Schulausschusses, die Theilnehmer. Für die morgen stattfindende erste Plenarversammlung ist das Erscheinen des Cultusministers von Sehdewitz aus Dresden angemeldet. Ausland. — Zwei interessante politische Pfingstreden, beide am Sonntag gehalten, werden aus Frankreich gemeldet. Zn Bordeaux sprach der frühere Ministerpräsident Goblet auf einem ihm zu Ehren veranstalteten Banket. Die Rede Goblets betonte die militärische Wiederkräftigung Frankreichs und wandte sich dann dem französisch'-russischen Verhältniffe zu. Offen bedauerte hierbei Goblet, daß dasselbe noch immer zu keinem festen Bündniffe geführt habe, Frankreich könne daher dem Dreibunde nichts als einen Austausch von Sympathiekundgebungen mit Rußland entgegensetzen. Nach dieser deutlichen chauvinistischen Anzapfung Rußlands erging sich der als Anhänger des Revanchegedankens ja bekannte Redner und Exminister in allerlei Klagen über die Frankreich in Asien, Afrika u. s. w. entgegenstehenden feindlichen Einflüffe, wodurch die Actionskraft Frankreichs nur zu häufig gelähmt würde. Schließlich ertheilte Goblet den Opportunisten eine scharfe Absage. Von anderem Zuschnitte war die Rede, welche der Ministerpräsident Dupuy am gleichen Tage auf einem Banket zu Toulouse gehalten hat. In ihr entwickelte Dupuy ein förmliches Programm für die nächsten Wahlen, mit patriotischen „Schlagern" geschickt verziert; bemerkenöwerth ist, daß Dupuy den Papst wegen seiner Stellungnahme zu Gunsten der Republik unverkennbar feierte. Die Rede fand lebhaften Beifall. Rom, 20. Mai. Jacob Moleschott ist heute früh unerwartet gestorben. Die Trauer über den Tod desselben ist allgemein. Im vorigen Jahre feierten Alle, die sich der wissenschaftlichen Kämpfe und Siege unseres Jahrhunderts gern und mit Hoffnungen für die Zukunft erinnern, den siebzigsten Geburtstag des tapferen Gelehrten und Forschers. Norreste Nachrichten. Depeschen der Bureau „fccrolb*. Berlin, 23. Mai. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge entbehrt die Meldung, der Kaiser als Bundesfeldherr beabsichtige kurz vor den Wahlen eine Kundgebung an das deutsche Volk, jeder Begründung. Berlin, 23. Mai. Der „Reichsanzeiger" erklärt, die Nachrichten über den Verzicht der Regierung auf die Erhöhung der Brausteuer und die Verbrauchsabgabe bei Branntwein, sowie die Absicht der stärkeren Heranziehung des Tabakbaues oder die Einführung des Branntweinmonopols bei der Deckung der Kosten der Milttärvorlage beruhten auf Combinationen. Die Regierung prüfe zwar jede Anregung, bisher hätten aber nur die Projekte aus die Versteuerung des Luxus Aussicht auf Erfolg. Berlin, 23. Mai. Der „Reichsanzeiger" theilt mit, am 1. Juni trete in Rußland ein neues Zollgesetz in Kraft, welches russische Creditbillets bezüglich der Ein- und Ausfuhr für zollpflichtig erklärt, demgemäß deren Versandt in gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefen für verboten erklärt und mit 25pCt. Strafe belegt. Berlin, 23. Mai. Der Specialberichterstatter des „Berl. Tagebl." in Ostafrika, Eugen Wolff, dementirt in einem aus Kampala datirten Briefe alle Meldungen über den Tod Emin Paschas. Derselbe sei nicht am Jturi ermordet worden, sondern habe in der Richtung nach dem Congo seinen Marsch fortgesetzt, vermutlich nach den Stanleyfällen. Berlin, 23. Mai. Die „Germania" veröffentlicht den Wahlaufruf des Centrums. Ueber die Militärvorlage heißt es darin, der Widerspruch gegen die Militärvorlage des Reichskanzlers Caprivi und den von den Bundesgenossen aufgenommenen Antrag Huene sei der Feldruf des Centrums in der bevorstehenden Wahlschlacht. Das Centrum betrachte auch zukünftig die Resolutionen Windthorsts als Richtschnur. Hamburg, 23. Mai. Der Director des internationalen Privatdetectivinstituts, Swiateck und deffen Buchhalter Grove wurden unter der Beschuldigung umfangreicher Betrügereien abermals verhaftet. Budapest, 24. Mai. Die Königin Natalie und König Alexander von Serbien trafen gestern in Turn-Severin ein, wo großer Empfang stattfand. Nach einem sehr herzlichen Abschied reiste König Alexander nach Belgrad zurück, während Exkönigin Natalie nach Bukarest weiterreiste. Paris, 23. Mai. Bei der gestrigen Vorstellung der „W a lkür e" machte die Oper eine Einnahme von 22695 Frcs., was die höchste Einnahme seit Bestehen des Theaters ist. Rom, 24. Mai. Nach dem nächsten Consistorium nimmt der Papst Ferien, während welcher er in der neuen Villa in den vaticanischen Gärten wohnt. Oeffentliche und Privataudienzen unterbleiben bis Ende August. totales und provinzielles. Gießeu, 24. Mai 1893. ** Seme Majestät der König von Württemberg reiste heute früh mit Schnellzug 54 nach Frankfurt a. M. Ankunft 519, Abfahrt 5£4. ** Der vom Königlich Ungarischen Ackerbauministerium behufs des Studiums der Organisation des forstlichen Unterrichts und besonders der Einrichtungen der Lehrreviere und der forstlichen Versuchsflächen nach Deutschland (bezw. Eberswalde, Gießen, München, Tharand) abgeordnete ordentliche Profeffor für Waldbau und Forstschutz an der Königlich Ungarischen Forst- und Bergakademie, Herr Dr. Eugen Vadas zu Schemnitz, traf am 17. Mai in Gießen ein. Am Morgen des 18. nahm er die Sammlungen aus dem Lehrgebiete des Herrn Professor Dr. H e ß in Augenschein, besuchte dessen Vorlesungen und besichtigte unter des Letzteren Leitung am Nachmittage die forstlichen Versuchsplätze im Leihgcsterner Gemeinde- und Schiffenberger Domanial - Wald, sowie den Forstgarten,- den 19. Mai widmete er dem Lehrgebiete des Herrn Profeffor Dr. Wimmenauer, welcher ihn in die bezüglichen Sammlungen einführte und ihm auch Gelegenheit gab, im Bureau der forstlichen Versuchsanstalt Einsicht in die Lagerbücher zu nehmen und die Einrichtungen der Versuchsanstalt näher kennen zu lernen. ♦♦ Zur Reichstagßwahl. Gestern Nachmittaa sand in der Restauration Feidel Hierselbst eine Generalversammlung des freisinnigen Vereins für den ersten hessischen Reichstagswahlkreis statt. Gegenstand der Tagesordnung bildete die bevorstehende Reichstagswahl, insbesondere die Aufstellung eines Candidaten. Zu der zahlreich besuchten Versammlung waren auch die Vertrauensmänner des Wahlkreises erschienen. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Rechtsanwalt Metz hier, referirte zunächst über die Seitens des Vorstandes behufs Aufstellung eines Candidaten eingeleiteten Verhandlungen und theilte mit, daß dieselben bis jetzt zu einem Abschluß noch nicht geführt hätten, weshalb er zunächst der Versammlung und insbesondere den von auswärts erschienenen Vertrauensmännern anheimgab, ihrerseits Vorschläge in dieser Richtung zu machen. Von diesen wurde zunächst Herr Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in Gießen als Candidat vorgeschlagen. Dieser Vorschlag fand die lebhafte Zustimmung der ganzen Versammlung und wurde von verschiedenen Rednern warm befürwortet. Herr Dr. Gutfleisch legte sodann in längerer Rede seinen Standpunkt zur Militärvorlage, sowie die Gründe, welche ihn zur Zeit zur Ablehnung eines Mandats bewegen müßten, dar. Aus denselben ist zu entnehmen, daß Herr Dr. Gutfleisch sich in voller Uebereinstim- mung befindet mit der Seiten? d r Mehrheit der freisinnigen Partei bei der Abstimmung über die Militärvorlage bethätigten ablehnenden Haltung und daß derselbe lediglich wegen Verhinderung in seinem Berufe ein Mandat zur Zeit nicht anzunehmen in der Lage ist. Auch der zweite daraufhin gemachte Vorschlag, Herrn Fabrikanten Georgi hier die Candidatur anzutragen, fand die gleiche warme und lebhafte Ausnahme in der Versammlung, hatte jedoch das gleiche Resultat, daß Herr Georgi erklärte, auch seinerseits wegen Abhaltung durch seine Berufsgeschäfte verhindert zu sein, ein Mandat anzunehmen. Es wurde hierauf Seitens der Versammlung der Vorstand des freisinnigen Vereins in Gießen alsWahlcomits beauftragt, thunlichst bald für Proclamirung einer anderen Candidatur zu sorgen. ** Zum Polizeisecret'är des hiesigen Polizeiamts, an Stelle des Herrn Bischoff, wurde nach einer Meldung des „M. Anz." Herr Polizeicommiffar-Aspirant Roth in Mainz ernannt. ** Die hinter uns liegenden Pfingstfeiertage haben, soweit sich übersehen läßt, Alle befriedigt, die von ihnen vorher Angenehmes nach irgend einer Seite hin erwarteten. Lange vorbereitete Familien- und Gesellschaftsausflüge konnten unternommen und, trotzdem sich ab und zu Wolken am Himmel zeigten, zur Zufriedenheit durchgeführt werden, In erster Linie kam das schöne Pfingstwetter den Besitzern von Ausflugspunkten zu Gute, denn überall, wo etwas Trinkbares verzapft wurde, sammelten sich Ausflügler, um sich nach den stattgehabten Anstrengnngen von Fußreisen oder längeren Eisenbahnfahrten zu stärken. Daß die Eisenbahnen sehr stark in Anspruch genommen waren, bewiesen die in den Zügen laufenden, durch Einstellen von Bänken zum Personen- tranSport hergerichteten Güterwagen. Der von Pfingst- ausflüglern und Wirrhschastsbesitzern befürchtete, von den Landwirthen aber hrrbeigesehnte Regen trat gestern, und zwar Nachmittags in Gesellschaft von Donner und Blitz ein. Wenn auch das von oben gespendete Naß noch lange nicht hinreicht, um die erwünschte Wirkung auf den Wiesen, Feldern und in Gärten hervorzurufen, so ist doch alle Welt dankbar dafür, daß den ausgetrockneten Fluren wenigstens eine kleine Erfrischung zu Theil wurde. Die Pflanzen haben sich merklich erholt und das ist immerhin erfreulich. Hoffentlich tritt nach dem schönen Pfingstfest eine Wendung zum Besseren in der Entwickelung des Pflanzenwuchses ein. ** Ein Korohalm, welcher ohne Wurzel die Länge von 1,95 Meter hat, wurde uns gestern zugesandt. Daß trotz der bisherigen Trockenheit noch solche Rieienhalme gedeihen, ist fast ein Wunder. UebrigenS belehrt ein Gang durch die Fluren, daß eS Fruchtäcker giebt, die in Bezug auf Fülle und WachSthum nichts zu wünschen übrig lassen, wogegen wieder andere Grundstücke so gut wie gar nichts hervorzu- bringen vermögen. Auch in der Gießener Gemarkung sind einige mit Korn bestellte Aecker abgemäht worden. ** PlatowS Muse»«. Auf Grund eigener Anschauung können wir das naturhistorische Museum des Herrn Platow auf dem Oswalds Garten, worüber wir schon kürzlich berichtet haben, nur auf'S Beste zum Besuche empfehlen. Bei der Reichhaltigkeit des Gebotenen ist es rein unmöglich, sich eingehend über das Ganze zu äußern- man komme und staune selbst! Wir wollen nur daS gestehen, daß wir noch in keiner derartigen Sammlung so schöne Präparate, so außerordentlich rein und zart behandelte Thierskelette, so prachtvolle exotische Schmetterlinge und Käfer angetroffen haben. Diese allein schon sind, abgesehen von allen anderen Raritäten, eines Besuches würdig. *• Zusammenstellung der bis zum 1. April 1893 eingegangenen Beiträge für das Landesdenkmal für weiland Ludwig IV. von Hessen. Aus den Kreisen Darmstadt 29,508 Mk. 27 Pf., Bensheim 2531 Mk., Dieburg 2304 Mk. 75 Pf., Erbach 700 Mk., Groß-Gerau 2663 Mk. 83 Pf., Heppenheim 1643 Mk. 61 Pf., Offenbach --, Gießen 7054 Mk. 25 Pf., AlSfeld 2733 Mk. 91 Pf., Büdingen — —, Friedberg — —, Lauterbach 1603 Mk., Schotten 1540 Mk., Mainz 8500 Mk., Alzey 1600 Mk., Bingen 3476 Mk. 40 Pf., Oppenheim--, Worms — —, von außerhalb Hessens wohnenden Gebern 377 Mk. 50 Pf. Gesammtsumme 66,236 Mk. 52 Pf. ** Die niedere Jagd verspricht allem Anscheine nach dieses Jahr eine recht gute zu werden. Das trockene Frühjahr ist für die Vermehrung derHasen äußerst günstig. Die ersten Junghasen sind früh gesetzt worden und fast alle hochgekommen. Ebenso haben die Hühner bei dem schönen Wetter ihr Brutgeschäft früh begonnen, und man hofft auf eine gute Hühnerjagd im Herbst. ** Zn Gebrauchsmustern fanden letzthin für im Großherzogthum Hessen wohnende Erfinder u. A. folgende Eintragungen^statt: Fingerhutartiger Feder- oder Bleistifthalter: Karl Döring, Lehrer in Stockhausen (Post Mücke), 4. April 1893. ** Der Postzwang, d. h. das Verbok der Beförderung von Briefen zwischen Orten mit Postanstalten gegen Bezahlung auf andere Weise, als durch die Post, besteht, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, auch für die briefliche Corre- spondenz zwischen der Fabrik und dem in einem anderen Orte mit einer Postanstalt befindlichen Comptoir einer und derselben Firma. Eine in Hamburg domicilirte Firma hat in Harburg ihre Fabrik und eS wurden zwischen der Fabrik in Harburg und dem Comptoir in Hamburg in verschlossener- Mappe durch einen Geleglnheitsboten, der nicht ausschließlich im Jntereffe der Correspondenz zwischen Fabrik und Comptoir hin- und herfuhr, theilS schriftliche Mittheilungen auf losen Zetteln, theilS bei der Fabrik, bezw. dem Comptoir ein- gegangene, bereits geöffnete Briefe ausgetauscht. Die Inhaber der Firma wurden wegen Verletzung deS Postregals verurtheilt und die Revision derselben wurde vom Reichsgericht verworfen. + Hungen, 20. Mai. Ein heute Nachmittag in nordöstlicher Richtung über unsere Stadt ziehendes Gewitter brachte unseren Fluren einen lang ersehnten, ergiebigen Regen. Freilich ist derselbe nicht hinreichend, dem herrschenden Futtermangel, wie auch dem mangelhaften Stand der Feld- und Gartengewächse abzuhelfen, doch sind hoffentlich die Pflanzen, dadurch erquickt, vor dem Verdörren eine Zeitlang geschützt. O Södel, 21. Mai. Während des Gottesdienstes starb dahier der hiesige Kirchendiener. Derselbe war bei der Orgel mit Balkentreten beschäftigt, als er sich plötzlich unwohl fühlte, und kaum durch einen anderen Mann abgelöst, sank er lobt hin. Der Gottesdienst wurde durch dieses jähe Er- eigniß unterbrochen und beendigt. Hörgenau, 23. Mai. Für das am 4. Juni hier stattfindende fünfte Sang er fest des „Vogelsberger Sängerbundes" ist solgendes Programm festgestellt: Vormittags von ^/zlO Uhr ab: Empfang der auswärttgen Bundesvereine, Vgll Uhr. Bundesversammlung, V,12 Uhr: Probe der Ge- sammtchörc, von 12 Uhr an: Festessen, um l‘/2 Uhr: Aufstellung an dem Turnplatz, Zug durch die Straßen des OrtS nach dem Heiligenwalde, dann Festconcert, Abends: Bankett und Tanzvergnügen. N. Nidda, 22. Mai. Es scheint, daß unsere Gegend in diesem Frühjahre besonders stark von der Diphtheritis heimgesucht wird, denn was von Echzell und Bingenheim vor Kurzem in Ihrer Zeitung berichtet wurde, trifft in verstärkterem Maße für unser Städtchen zu. Wir haben in diesem Frühjahre wohl dreißig Kinder an der mörderischen Seuche verloren, welche in jüngster Zeit nicht allein kleine Kinder, sondern auch ältere vom 7. bis 14. Lebensalter er- preist und schnell wegrafft. Wiederholt sind Fälle vorgekommen, daß gesunde, starke SHnber binnen dreimal vterund- zwauzig Stunden verloren waren, nachdem man vorher gar keine Ahnung hatte, daß eine Erkrankung nur vorhanden sein könnte. Wir sind überzeugt, daß viele Eltern zu sorglos in Bezug aus Verhütung und Vorsicht der Epidemie gegenüber handeln, denn alle Fälle zeigen, daß sie durch Ansteckung, die vielleicht verhütet hätte werden können, herbeigesührt wurden. Wir machen hier auf ein einfaches und billiges Verhütungs mittel aufmerksam: auf das Gurgeln mit Salzwaffer, zwei- biS dreimal des Tags. Daö Salzwaffer reinigt die Mundhöhle und stärkt die Organe derselben, wodurch sie wider standSfähiger gegen bic Seuche werden. Auch das Ein schlürfen von Salzwa„er in die Nase ist sehr zu empfehlen. Nicht bloß Kinder, auch Erwachsene sollten daö höchst einfache und billige Mittel stets anwenden. Ist die Seuche aber wirklich bei einer Person ausgetreten, dann hole man unverzüglich den Arzt, weil daS Salzwaffer nur Verhütung-- und Schutzmittel ist. — Von Seiten aller einsichtigen Personen aber sollte erwartet werden, daß sie die Unverständigen aus die Gefahren der Verschleppung der Seuche aufmerksam machen und zur Vorsicht mahnen. Welche Mühe gibt man sich oft, um Viehseuchen, Maikäfer, Mäuse, obstverderbende Raupen und andere Uebel zu bekämpfen, wie viel wichttger ist eS aber, Menschenleben bedrohende Seuchen hintan zu halten. Die Herren Geistlichen, Lehrer und Ortsvorstände mögen eS als besonders schöne Pflicht ansehen, Unkenntniß und Trägheit in obiger Beziehung zu bekämpfen. E. Echzell, 23. Mai. Heute Nachmittag von 3 Uhr an fand im Saale des Herrn Schultheiß die erste Reichstagswahlversammlung der nationalliberalen Partei statt. DerCandidat der letzteren, Herr Meinert-KonradS- dorf, war erschienen. Er entwickelte sein Programm mit entschiedenem Geschick, verbreitete sich über die Militärvorlage, die sociale Gesetzgebung, die Börsen-, Branntwein- und Biersteuer, die gedrückte Lage der Landwirthe, sowie über eine Anzahl weiterer Punkte und sand am Schluffe seiner Rede lebhaften Beifall. Ihm trat der Vertreter der anttfemitischen Volkspartei, Redacteur des „Reichsherold", Herr G. aus Marburg, entgegen und suchte die Ausführungen deS Herrn Meinen zu entkräften. Herr G. wies darauf hin, daß die antisemitische Partei diejenige sei, welche daS eigentliche Volks- intereffe am richtigsten vertrete. Der „Bund der Landwirthe" sei von Berlin und den norddeutschen Großgrundbesitzern erschaffen und bei uns eingeführt worden, und waS von dort herkäme, habe für uns geringen Werth. Dieser Ansicht trat Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr auS Gießen mit großem Geschick entgegen, indem er nachwieS, daß die Candidaten der antisemitischen Volkspartei auS Frankfurt, Marburg, Dresden u. a. O. stammten und von der Landwirthfchaft und den Verhältniffen der Landwirthe herzlich wenig verständen, sich aber trotzdem als die Retter und Beglücker dieser Bürger gerirteu. Reden und Gegenreden folgten aufeinander volle drei Stunden lang. Herr Meinert und der Candidat der Antisemiten, Herr Köhler-Bettenhausen, betheiligten sich daran, aber es fehlt der Raum, um näher darauf einzugehen. Herr Lehrer Hof leitete die Versammlukig, welche wohl vierhundert Köpfe stark war, mit Umsicht und Geschick und brachte schließlich ein dreifaches Hoch auf Kaiser und Großherzog auS. Die Versammlung stimmte begeistert ein und fang darnach die „Wacht am Rhein". Auch die Hochs auf Herrn Meinert, sowie auf den antisemitischen Candidaten fanden ebenfalls Beifall. Heute Abend findet noch eine antisemitische Versammlung im Herzberger'schen Saale hier statt. Herr Meinert und Herr Dr. Fuhr begaben sich nach Nidda, wo auch heute Abend Herr Dr. Böckel, welcher in Stamm- beim redete, erwartet wird. Herr Meinert kann mit seinem heutigen Erfolge wohl zufrieden fein. Friedberg, 20. Mai. Rechtsanwalt Grünewald in Gießen hat die Candidatur für den Wahlkreis Friedberg- Büdingen angenommen. R. Reichelsheim i. d. W., 22. Mai. Da die Diphtheritis im Pfarrhause zu Bingenheim noch nicht erloschen ist, hat unser Herr Pfarrer Fischer am ersten Pfingstseier- tage bie Konfirmation der Kinber in Bingenheim vorgenommen. Die Confirmanben an letzterem Orte bebauem, baß sie von ihrem sehr beliebten Geistlichen, welcher die Kinder in großer Liebe und Gewiffenhasttgkeit vorbereitet und unterrichtet hat, nicht confirmirt werden konnten und Herr Pfarrer Frank bedauert es doppelt im Hinblick,auf die Konfirmanden und seine heimgesuchte Familie. Möchte recht bald wieder Gesundheit und damit Friede und Glück im Pfarrhause einziehen und die schwere Sorge verscheucht werden, welche jetzr dort eingekehrt ist. — Am Pfingstsamstage hatten wir gegen Mittag ein Gewitter mit Regenguß, leider aber nicht genügend, denn die zwei trocken heißen Feiertage haben die Feuchtigkeit schon wieder verschlungen. Der Futtermangel sängt an manchen Orten an, in Futternoth überzugehen. Es gibt Plätze, wo die Leute dem Vieh Laub vorsetzen müssen. Andere Landwirthe mähen Korn ab und benutzen es als Viehfutter, in der Hoffnung: eö möchte doch vielleicht in aller Nähe feuchtes Wetter eintreten und Futter nachwachfen. Dies kann aber recht bedenklich werden, wenn eS weiter dürre bleibt, denn bann wächst kein Futter unb daS Korn ist auch fort. Unsere Molkerei finbet in bem geringeren Fettgehalte ber eingeliefcrten Milch beutlich die Trockenheit und di» mangelhaftere Ernährung des Milchviehes heraus. Wahrscheinlich werden die Landwirthe mit dem Milchpreise aufschlagen und man kann es ihnen gewiß nicht verübeln, denn wenn der Centner Heu 6 Mark kostet, muß die Milch mehr kosten, als wenn daS Heu nur 2 Mark kostet. Schlagen die Bäcker, Metzger unb anbere Geschäftsleute nicht auch auf, wenn sich bic Preise ihres Rohmaterials verboppeln ober verdreifachen? * * Darmstadt, 20. Mai. In letzter Zeit wurden von im Großherzogthum Hessen lebenden Erfindern u. A. Patente wie folgt angemeldet: Formmaschine: Eisenwerk Hirzenhain H. R. Buderus in Hirzenhain, 8. März 1893. Zweitheiliger Ofenrost zur Reinigung des FeuerS von Schlacke: Carl Buderus in Gießen, 18. Juni 1892. Michelstadt, 22. Mai. Der hiesige Kriegerverein stellte zur Berathung auf der Delegirtenversammlung der „Hassia" am 3. Juni zu Heppenheim den Antrag, die 25jährige Gedenkfeier an Gravelotte dadurch zu begehen, daß auf Kosten der Hafsiakaffe am 18. August 1895 ein Extrazug zum Besuche der Gräber der bei Gravelotte gefallenen Angehörigen der hessischen Division veranstaltet werde. △ Mainz, 23. Mai. In der Fabrik deS Vereins für chemische Industrie bei dem nahen Mombach brach gestern Abend in den Maschinenräumen Großfeuer auS. In vielen leicht brennbaren chemischen Producten fand daS Feuer reiche Rahruug und gewann alsbald ziemliche AuSdebnung. Da mehrere Stunden ein heftiger Sturm lobte, so drohte das Feuer für den ganzen dorttgen Fabrikdistrict sehr ver- hängnißvoll zu werden, doch gelang eS schließlich gegen Mitternacht den vereinten zur Hilfe herbeigeeilten Kräften, dem verheerenden Elemente Halt zu gebieten. Der entstandene Schaden ist ein ziemlich beträchtlicher. — Dte diesjährige Mainzer Regatta findet am 24. unb 25. Juni statt. Meldeschluß ist den 26. d. MtS. Pmmfcbkf. * ♦* Frankfurt a. M., 24. Mai. Einem umlaufenden Gerücht zufolge soll bei dem gestrigen Wäldcheß-Tage ein Wirth (angeblich auS der Neugafle) erschlagen worden sein. * Frankfurt, 20. Mai. Auf dem Hauplbahnhof ist feit einigen Tagen ein electrischer Zugabrufer in Thättgkeil und zwar zunächst im linksseitigen Wartesaal 1. unb 2. Klaffe. Nachdem der Portier die Abfahrt auSge- rufen, steckt er einen Schlüssel in ein Schallbrett, worauf unter lautem Klingeln über dem Buffet die Abfahrt in weithin sichtbarer Schrift erscheint. Fährt der betreffende Zug ab, so laßt der StationSassistenl deS betefjenben Perron- durch einen Druck die Schrift im Wartesaal wieder verschwinden. ES ist die- die erste Anwendung dieser Neuheit in Europa. • Esten, 23. Mai. Auf Ersuchen der Hamburger Krimi« nalbehörde wurden heute Morgen auf dem hiesigen Schlacht- Hofe mehrere Viehhändler auS Anlaß de- Hamburger Billei- fchwindelS verhaftet. * Spanbau, 23. Mai. In einem hiesigen Vergnügung-- locale, der „Neuen Welt", gaben zwei Seiltänzer Vorstellungen auf dem hohen ©eile; einer verlor daS Gleichgewicht und stürzte fo unglücklich, daß er über das aus« gespannte Sicherheitsnetz hinaus und einem kleinen Knaben von 10 Jahren mit solcher Wucht auf den Kopf fiel, daß dieser nach zehn Minuten starb. Der Seiltänzer war nur leicht verletzt. * Metz, 17. Mai. Vor der Strafkammer de- hiesigen Landgerichts wurde gestern ein BestechungS-Proceß ab- geurlheilt, welcher für weitere Kreise Interesse haben dürfte. Der Tuchfabrikant Richard Ruhr in Euskirchen halte vertragsmäßig größere Lieferungen für daS Bekleidung-- amt des 16. Armeecorps; am 13. December v. I. traf die erste größere Sendung im Werthe von 15000 Mark ein. Die Prüfung unb Abnahme sollte durch den Vorstand unb Rendanten des BekleidungsamlS stattfinden. Am 11. December kam nun der Buchhalter deS Ruhr, Namens Heinrich Schmitz, zu dem Packmeister Kamenzien, fragte, ob die Tuche ange kommen seien und wann deren Abnahme statlsände. Bei dieser Gelegenheit suchte S. dem Beamten Geld in bic Hand zu drücken, und als das nicht ging, legte er 30 Mart auf den Tifch und bat K., ihn von dem Abnahmelermin in Kenntniß zu fetzen. K. schickte das Geld anderen Tage» zurück. S. ging auch zu dem Rendanten Schrader und übergab dort einen Brief seines Principal- mit doppeltem Umschlag, in dem sich mindesten- 200 Mark befanden, welche ebenfalls zurückgewiesen wurden. Bei der Abnahme wurden indessen die Tuche als gut befunden und nur eine geringe Stückzahl (10 von 130) nicht abgenommen. Schmitz erklärte diese Handlungen im Auftrage seines Chefs auSgeführt zu haben. Beide Angeklagte bestritten die Bestechung; sie wollen das Geld bloß behufs flotter und rascher Abnahme unb Bezahlung angeboten haben. Ruhr wurde indessen wegen Bestechung in idealem Zusammengehen mit Beleidigung zu einer Geldstrafe von 1000 Mark eöent. 100 Tagen Gefängniß, Schmitz wegen Beihülfe zu 100 Mark event. 10 Tagen Ge- fängniß unter Annahme mildernder Umstände verurtheilt. Außerdem wurden die 200 Mark, welche Ruhr dem Rendanten anbot, als bem Staate verfallen erklärt. * Paris, 20. Mai. Der Äriegßminifter erteilte bem in Verdun garnifonirenben 1. Jägerbataillon den Befehl, bei der demnächst flattfuibenben Exhumirung der bei Saint Privat gefallenen, in Saint Ail begrabenen deutschen Soldaten die militärischen Ehren zu erweisen. Bei der Zeremonie werden auch die Spitzen des 6. Armeecorps vertreten fein. ♦ Ein verkanntes Genie machte diefer Tage dem Schöffengerichte München seine Auswartung. Es war ein älterer Mann mit intelligentem Gesicht, graumelirtcm Lockenhaar, tausend Furchen im Gesichte. Auf den Aufruf tritt der Angeklagte in seinem schäbigen Gewände stolz wie ein spanischer Grand vor den Richlenisch, macht eine vollendet höfischc Verbeugung, obwohl seine defeclen Stiefeln einen quieksenden SchmerzenSlaui von sich geben, und setzt sich bann mit einem wahren Feldherrnblick in Positur, als sollte er ein Helben- gebicht vom Stapel lassen. Amtsrichter: „Sie heißen Julius August Friedrich Tröltzsch, sind Schauspieler, Tapezierer und Lackirer, aus Remscheid gebürtig ?" — Angeklagter: „Za dienen, mein Herr!" — Amtsrichter: „Wo sind Sie de- heirnalhel?" — Angekl.: „lieberall, wo die deutsche Zunge klingt. Zuletzt ist mir die Heirnath in Straßburg zugewiesen worden." — AmlSr.: „Sie haben eine Unzahl von Bettel- fünfen auf Ihrer Straflifte. Fast alle deutschen Gerichte haben Sie schon abgewandell." — Angekl. „Mir geht ei wie dem blinden Harfner, nur daß keine Mignon für mich sammelt. Dadurch kommt eß, nenn ich den Nord ober Süd mein Vaterland, ich komme von der Scvlla in die Charybbys. Dcßwcgen sind meine Strafen nichts Ehrverletzendes und ick kann sagen: Ein Biedermann wird immer noch gefunden, doch zeigl mir ein treue- Weib." — Aml-r. „vermögen besitzen Sie keine-?" — Angekl.: „Arm und klein ist meine Hätte unb ein wenig Weißzeug brtn." — AmtSr.: „Lassen Sie biefe Sprüche. Denken Sie benn gar nicht an bie Zukunft unb Ihr verfehltes Leben ?" — Angekl.: „Ein guter Baum, der gute Früchte trägt, wünscht niemals feine Blüthenzeii zurück." — Aml-r.: „Nun habe ich- satt. Sie ermähnen und belehren zu wollen. Haben Sie Legitimation ober können Sie sich ausweisen, in der letzten Zeit gearbeitet zu haben?" — Angekl.: „Auch noch Geschriebenes forderst Du, - Die m flQnbtne SteÖt fttA stS'Ja jSteä iu"l Wer üeuWt ktt 6«mlmtget 6,1-1, bb'® W«e« gilatt. ’ * BiOet= «--nB,rzch(,i„. ” vnlor das Gleich- » über das au«. nm® kleinen Knaben »f «off fiel, M ■T Seiltänzer >ar nur rafkammer des hichen chungs-Proeeß ab- Mereße haben bürgte. Echen have verttaaS- Bekleibungse December v. I. traf don 15000 Mark eii itd) den Vorstand m iben. Am H.DeceM iamens Heinrich e, ob die Tuche ongr nähme ftattsandk Sei unten Geld in die Hand legte er 30 Marl aus dem Abnahmeinmii- in s Geld anderen TageS nbanten Schrader und ncipaU mit bopptlttm Mark befanden, weiche btx wttr ( unb mr eine gering! Men. Schmitz erkiäne s Chefs ausgefuhrt |u >ie Bestechungsie wollkn ischer Abnahme und Binde indessen wegen Berit Beleidigung zu einer 100 Tagen Gefängch cf event. 10 Tagen Ge- : Umstände verurtheilt. cheMrdemMäanlen ltt. ^Minister erMe dem erbataiiion den rUmixunj fc 6il begrabenen glichen nen zu etwifen. w jtzen des 6. Amrexortzs ,a 68 war em allerer Lwtto* srrr stas* t M d°°" ->» 1 Ä « «i» *“• Uw«, T-s-ii--» ® r'-Ks Ä’. Amtsr.- " Msl SO Pendant ..." — Amtsr.: „Jetzt fordere ich Sie zum letzten Male auf, mir eine anständige und richtige Antwort zu geben. Sie scheinen an Größenwahn zu leiden." — Angekl.: „Ein ideales Streben tritt die materielle Neuzeit mit Füßen." — Amtsr.: „Sie bilden sich ein, Künstler zu sein und haben schon alle möglichen Handwerke ergriffen, ohne jemals eine feste Basis errungen zu haben." — Angekl.: „Im Vaterland gilt kein Prophet. Grabe Jeder nach Gold, bis er sein Grab gegraben, mir scheint Fortuna als eine Fata Morgana der Wüste, — sie wird mich endlich auf eine Oase geleiten." — Kopfschüttelnd betrachteten sich die Schöffen, der landstreiche- rische Künstler ist ihnen ein Räthsel. Er wurde zu drei Tagen Haft und Verschubung nach verbüßter Strafe ver- rirtheilt. Wieder leistete sich der Angeklagte eine tiefe Verbeugung unb Jagte: „Abeo valetel“ * Ein böser Streich ist einem Berliner Ingenieur, Louis Franz, gespielt worden. Im Laufe voriger Woche wurden durch die Post zahlreiche Briefe in Berlin befördert, welche eine fein ausgestattete goldrandige Karte mit folgendem Wortlaut enthielten: „Louis Franz und Frau beehren sich, Herrn .... zu dem am Sonntag, den 14. Mai er., Nachmittags 2 Uhr, stattfindenden Diner mit nachfolgender großer Festlichkeit ergebenst einzuladen. Bitte Gesellschafts- Anzug." — Mehrere Absagebriefe, welche bei dem ahnungslosen Ehepaare etnliefen, deuteten diesen den Streich an, der ihnen gespielt worden war, und da sie deffen Folgen nicht zu verhüten im Stande waren, so entschlossen sie sich, dem ihnen zugedachten Aerger insofern aus dem Wege zu gehen, als sie am Sonntag, dem für das Fest angesetzten Tage, ihre Wohnung verließen und mit dem Empfang der zu erwartenden Gäste ihr Dienstmädchen beauftragten. Und znr festgesetzten Stunde rollten vor das Haus Wagen auf Wagen, denen festlich gekleidete Gäste entstiegen, die zur Franz'schen Wohnung emporstiegen, in welcher das zurückgelassene Dienstmädchen die Ankommenden über die Sachlage aufklärtc. Die Szenen, die sich dabei entwickelten, brauchen wir wohl erst nicht näher zu schildern. * Bescheidene Fragen, Bei Beginn der Bädersaison richtet die Berliner Zeitschrift für Eisenbahnreform „Zonentarif" folgende Fragen an den preußischen Eisenb ahn- M in ist er: „Warum ist es gestattet, zwar nach Kösen billig zu einem Badeaufenthalt zu fahren, nicht aber nach Nauheim? Warum darf man zwar billig eine Badereise nach Warmbrunn machen, aber beileibe keine nach Wildlingen? Warum darf man nach dem Bade Kalb er g bei Elbing nur unter der Bedingung billig reisen, daß man sich alsda vom Amtsvorsteher eine schriftliche Bescheinigung ausstellen läßt, daß man auch dagewesen sei, ungefähr wie früher die wandernden Handwerksburschen sich ihr Wanderbuch vom Thorschreiber visiren lassen mußten, wohingegen eine solche Bescheinigung in keinem anderen preußischen Badeorte, nach dem es billige Sommerkarten gibt, nöthig ist? Was haben Eure Excellenz gegen das von so vielen Leuten auch für ein nützliches Bad gehaltene Wiesbaden? Warum belieben Eure Excellenz, nichtnach diesemBade ebenso gute billigeSommer- karten ausgeben zu lassen, wie z. B. nach den weltberühmten Bädern Cammin, Sto'.pmünde, Göhren, Schmiedeberg u. s. w. * Die theuerste Nähmaschine der Welt dürste jedenfalls diejenige fein, welche eine steinreiche Amerikanerin kürzlich als Hochzeitsgeschenk erhielt. Der Tisch der Maschine besteht aus einer wundervollen Marmorplatte, in welcher das Monogramm der Neuvermählten mit Edelsteinen eingelegt ist, umgeben von einem Kranze in herrlichem Mosaik. Schrank und Schubladen sind auS Ebenholz, reich durch Einlagen von Gold, Silber, Perlmutter und Elfenbein geschmückt. Die Nähmaschine hat die Kleinigkeit von 11,000 Mk. gekostet. * Kindermund. Berliner Blätter erzählen: In der Familie des im Westen wohnhaften Oberstabsarztes Dr. W. trifft vor einigen Tagen, gerade in dem Augenblick, als man sich zu Tische gesetzt hat, die Nachricht von dem Ableben einer der Familie nahestehenden lieben Persönlichkeit ein. Tief bekümmert bespricht man das traurige Ereigniß, wobei schmerzliche Thränen vergoffen werden und man des Mittagessens gänzlich vergißt. Da steht plötzlich der vierjährige Willy, der rathlos von Einern zum Andern, bann tief betrübt auf feinen gefüllten Suppenteller geblickt hatte, von feinem Platz auf, gehr zur Mama unb flüstert biefer schmeichelnd» zu: „Mamachen, wollen wir nicht er ft essen unb bann weinen?" Universität- - Nachrichten. — FortbildungScurse an der Universität Jena flür Lehrer Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz. Cs wird beabsichtigt, wie in den Jahren 1889, 90, 91 und 92 an der Universität Jena vom 3. bis 17. August die folgenden zwei- wöchentlichen Curse, welche für academisch gebildete Lehrer und Lehrer an Seminaren (nicht für Volksschullehrer) bemessen sind, abzuhalten: 1) 8—9 Uhr: Moderne physikalische Demonstrationen (Electrtsche Wellen, Gitterspectrum, Beugungstheorte des Mikroskops, absolute Härtemeffung, Photometrie u. s. w.), von Prof. Dr. Auerbach. 2) 9 bis 10 Uhr: lieber Bau und Leben der Pflanzen unter Vorführung von pflanzenphysiologtschen Experimenten, die für den Schulunterricht wichtig sind, von Pros. Dr. Detmer. 3) täglich: Anleitung zu botanisch - mikroskopischen Arbeiten und pflanzenphysio- logischen Experimenten (Versuche über Assimilation, Pflanzenathmung und Turgorerscheinungen, Pilzculturen, Experimente mit dem Auxanometer sowie dem Kltnostaten u. s. w.), von Prof. Dr. Detmer. 4) 10 bis 11 Uhr: Anleitung zu phvsicalischen Experimenten, von Prof. Dr. Schäffer. 5) 11 bis 12 Uhr: Schulhygiene, von Hofrath Prof. Dr. Gärtner. 6) 12 bis 1 Uhr: Grundzüge der Unterrichtslehre, von Prof. Dr. Rein. 7) täglich: Geographische Ortsbestimmungen mit praktischen Uebungen auf der Sternwarte in noch zu vereinbarenden Stunden, von Dr. Knopf. 8) 4 bis 5 Uhr: Geometrische und physicaltscbe Theorie des Mikroskops (Bildererzeugung, Bedeutung der Grundfactoren) mit Demonstrationen, von Dr. Straubel. 9) 5 bis 6 Uhr: Physiologische Psychologie mit Uebungen, von Prof. Dr. Ziethen. 10) 6 bis 7 Uhr: Anleitung zu Untersuchungen mit Spektral- und Polarisationsapparaten, von Dr. Gänge. 11) 7 bis 8 Uhr: Uebungen im Glasblasen, von Glasbläser Haak. Das Honorar für jeden einzelnen Cursus (10 bis 12 Stunden) beträgt 15 Mk. Diejenigen Herren, welche sich an den Fortbildungskursen betheiligen wollen, ersuchen wir, uns von ihrer Absicht in Kenntniß zu setzen. Auskunft über gute und preis- würdige Wohnungen erhalten die Herren Thetlnehmer am Mittwoch, den 2. August, im botanischen Institut. Mittwoch, den 2. August, Abends 8 Uhr gesellige Zusammenkunft im Weimarischen Hof. Anmeldungen nehmen entgegen und nähere Auskunft erthetlen Prof. Detmer und Prof. Nein. Citeratur nird Nnrrst. — „Der Stein der Weisen". Daß die illustrlrten Zeitschriften sich die alle Welt in Athem erhaltende Columbianische Ausstellung in Chicago nicht entgehen lassen werden, liegt auf der Hand. Es ist daher kein Mangel an Beschreibungen unb Bildern und man wird nachgerade davon übersättigt. Da kommt uns ba8_10. Heft obiger populär-wissenschaftlicher Halbmonatschrift in die Hände unb wir machen die Wahrnehmung, daß dieselbe auch auf diesem ausgetretenen Pfade Neue- zu bieten vermag. Zwar gilt dies nicht von Den Ansichten vom Weltausstellungsplatze, wohl aber von einer Anzahl Reproductionen alter Kupferstiche, welche uns in voller Ursprünglichkeit die mit der Amerikafahrt deS Columbus verbundenen Vorgänge vor Augen führen. Wir haben solche Bilder noch nirgends gesehen. Sehr intereffant ist die Karte deS Antillenmeercs nach einem Stiche aus dem 16. Jahrhundert. DaS vorliegende Heft enthält wissenschaftliche Abbandlungm über die Familie des Columbus und den Streit über deffen irdische Ueberrefte, Schilderungen von Hamburg und den Weltausstellungsbauten In Chicago, sodann ausführliche Mittheilungen über die Bremer und Hamburger transatlantischen Dampfer. Auch die Eisenbahnfahrt von Newyork nach Chicago ist nicht vergessen worden. Desgleichen enthält die „Meine Mappe" durchwegs amerikanische Sachen. Der „Stein der Weisen" (A. Hart- lebens Verlag, Wien) hat mit diesem Arrangement seinen zahlreichen Lesern eine lobenswerihe Aufmerksamkeit erwiesen. 2?erfrier, €anb» unb VolksrvirtKschaft. — Nach dm statistischen Ermittelungen deS Vereins deutscher Eism- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisenproductisn des Deutschm Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat April 1893 auf 393 366 Tonnen, darunter Puddelrohetsen unb Spiegeletsen 135 506 Tonnen, Bessemerroheisen 26 096 Tonnen, Thomasrohetsen 182 257 Tonnen unb Gießereiroheisen 49 506 Tonnen. — Die Production im April 1892 betrug 396 821 Tonnen, im Mär, 1893 409 399 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. April 1893 wurden producirt 1 528 247 Tonnen gegen 1597 540 Tonnen Im gleichen Zeiträume des Vorjahres. Deutsche, englische und französische Kerren- und Knaben-Kleiderstoffe in nur vorzüglichsten Qualitäten ä Mk. 1.75 bis 12.45 p. 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Todesfall- und Alters- (Kinder ) Versicherungen. rund 375 Millionen Mark // extra ©er- [4735 *.i n n ©ersichernngsstand derzeit Bankvermögen . . . Darunter Vxtrarescrvcn diese Nacht 9/4l Uhr im zarten Alter von zwei Jahren durch den Tod entrissen wurde. trnatmt MfS*0 I. Platz 75 Pfg., Familienkarten für 3 Personen 2.— Mk. II. Platz 50 Pfg., Familienkarten für 3 Personen 1.20 Mk. An der Abendkasse: I. Platz 90 Pfg., II Platz 60 Pfg. Billete für die Herren Studironden sind im Vorverkauf zu Hess. Hoftheaters zu Darmstadt. ElntrittNppei*e: in der Musikalienhandlung Ernst Challi er Im Vorverkauf (Rudolphs Nach!): Schmerzerfüllt machen wir hiermit Verwandten und Be kannten die traurige Mittheilung, daß uns unser so sehr geliebtes Kind Giessen, den 24. Mai 1893. Die Beerdigung findet Freitag Vormittag 10 Uhr vom Sterbehause, Seltersweg 77, aus statt. 3ttt g-j# bei ftrafie von vkerlaa o( arbnt, d«« 2687 *■ 81 1363 * U yi 18i3 Tonaersti Von ä der Ba Wcke durch vergeben wei Bei gu-n Brrileigenmo Tie Piäm diiigiMgM t fluuiim Bui IUftlb, 1 Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, Freunden, Be« kannten und Verwandten anzuzeigen, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Margarethe Hildebrand. im 87. Lebensjahre in ein bessere» Leben zu berufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Philadelphia, Gießen und Wies eck, 24. Mai 1893. Die Beerdigung findet Donnerstag den 25. Mai, Nachmittags 3 Uhr, zu Wieseck statt. 14743 k&dhTt jlT „ *IM] Ca »teiectton: «. Scheydo. — Druck nn> Berit« der Brübl 'üm Druckerei (Fr. Lhr. tzZtetsch) tr Mieten Nie heutige Nummer umfaßt 6 Seite». , »Partikel b *11* Arten, roh r •iMt Samstag den 27. Mai, Abends 8 Uhr: i Grosses Concert des Rheinischen Vocal-Künstler-Doppel-Quartetts, Ensemble Dioibrubf für dit (TobrofnUürrlidirrlni: 40% der ordentlichen AahreSprLmie und 20° o der alternativen Ausatzprämie oder 8°/o steigend au» der SesammtprLmie. Der Nechenfchaftsbericht der Bank für das Jahr 1N92 ist auf langen von jedem Versicherten dircct von der Bank zu beziehen. BerffcherungS-AntrSge nimmt die Bank wie ihre bekannten Vertreter entgegen. Statt besonderer Anzeige. Heute am Pfingstmontag Abends 7,/J Uhr ist unser Sohn Albrecht im Alter von 4*/a Jahren nach schweren Kämpfen verschieden. Professor Karl Müller und Frau, geb. Weizsaecker. und TU ift bt Mt f4ouj fei Dtr i, Md €»'ft Saftig, «hallens ®COTi __44 1 Statt besonderer Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, dass unsere gute Mutter Frau Helene Köhler Wittwe des verstorbenen Locomotivführers Johannes Köhler heute Nacht 3 Uhr sanft entschlafen ist. 4529 Donnerst! Nachmi ■all »um t 1 Mhi (kraulet ttw, 2 »i tfruwgft Matratze, 1 Petro ttebl, 1 Aei Pan von Ot 'n anwendbar bi-« Stoffe jtb, Mi eeOMnbii « Sirfung. Ma in btr t «839. i« •JlHt Tie A.mUU»' -ÜCBllldl 9 Uw 4311] Kinderfrau oder vefferes 4716| Reserveoffizier sucht auf acht, 4087] Von jetzt ab wohne Kindermädchen iür sofort gesucht. Ver« Wochen vom 31. Mat ab in der Grün« „ mtttluna verbeten berger, oder Licherstraße 1—2 Zimmer KtmCtntClHC O. Offerten »ub K 100 an die Geschäfts, mit Burschenzirnrner. ' stelle diese« Blattes.Offerten In der Exped d. Bl. abzugeb.' Frau Beinhauer, Weibzeugnäherin. „ 102 e, 17 Statt jeder besonderen Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, dass es Gott gefallen hat, unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Johannette Ferber geb. Spengel nach kurzem Leiden im Alter von 82 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 23. Mai 1893. Die Beerdigung findet Donnerstag den 25. Mai, Nachmittags 6 Uhr, von der Pulvermiihle aus statt. [4736 Die ticsbelrübten Eltern: August (tzreb und Hrau. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. Mai, Nachmittags 5 Uhr, vom Leichenbause des Friedhofs aus statt. 4738 Wien-Msacb (Geburts-, Verlobung«-, Vennählunge-Anieigen. Trauerbriefen etc.) •epneldt eich die Brühl sehe Druckerei Scbutetrasse 7. Verwandte und Freunde benachrichtigen wir, dass unser armer Gatte, Vater, Sohn, Bruder und Schwager. Ilm hintan inirnsl Balser im 36. Lebensjahre von seinem langen und schweren Leiden gestern Morgen um 2 Uhr durch den Tod erlöst wurde. Mit der Bitte um stille Theilnahme Muni Balser, geb. Landinann. August Balser Wittwe. Minna Matthes, geb. Balser. Ernst Balser Sophie Balser, geb. Geismar. Realgvmuasial-Director Dr. Matthes. Kreisthierarzt Dr. May. Giessen, Witten, Friedberg, den 24. Mai 1893.