'falt. «"S"* SJ-S ™ freund, '""'AM Jfflt rommeitben ^EMand^ Illi '* * behufs Nelaben, Mr, im 1 «itinben 's „Gießener >'/- U«r, tamlwj Hf, 1595 er Vorhand glaserei darmstadt, tut Archen und mben Arbeiten unter ) J* h schwerem Leiden UrOt i*to' t Zchäs", 11731 gratis und franco. _______________1242 jer - Akademie, 1255 it 1 Mi ^W- ^ptb. 1- Bl.__________ ergeselleu Bnckstabl I. EOtk-raße. jrttaÄtdmxätnbd iQftUt DM^'chr b Itittflt auS anNändtael bR« tttUn. *, Winbermtlfttr, nfofntafjt 15. __ unb Mn Taadgaße 5V. MtM- nat 18931 Agldöioür Rente I M, 5S> ul 80 93.20 21.10 6100 911» 395.50 203.87 ]pl80 0880 11140 6>b0 106.00 Nr^48^ Erstes Blatt Samstag den 25. Februar 1893 Der Oßcheeer *ejrt|tt »scheint täglich, mH Ausnahme drS Montag». IHt Gießener D«r»«u dem Anzeig» »Achentlich dreimal Ltigriegl Mchener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vieneljähriger JMoentmewUyrti» I 2 Mark 20 Pfg. mti Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, tpxbiti»« und Druckerei: Kchnkßratz« Ur.J. Fernsprecher 51. Amts- und Arrzeigeblntt für den Ureis Gietzem Annahme »on Anzeige« zu der Nachmittag» für d« ftOtt«lle Annoncen-Bureavx de» I«. und Ausland«» nehm« salzenden log »scheinenden Numm» bi» Bereu 10 Uh«. ^tUllPVVUUyC. ^UUUHCUVlUUCt« ««zeige« für den „Gießener ««zeiger" entgegen. Die wirthschaftliche Versorgung Deutschlands. Die großen handelspolitischen Debatten in den Reichstagssitzungen der vorigen Woche und das gewaltige Aufsehen, welches die Gründung eines neuen großen Bundes der Land- wirthe und die energische Vertretung der landwtrthschaftlichen Interessen durch diesen Bund im ganzen Deutschen Reiche hervorrtefen, beweisen auf das Schlagendste, daß die wirth- schaftlichen Fragen zur» Zeit die brennendsten in Deutschland geworden sind. Damit wollen wir allerdings in keiner Weise den vielfach übertriebenen Nothstandsklagen neue Nahrung geben, sondern wir wollen nur dadurch feftstellen, daß in Deutschland in mehr als einer Hinsicht unerquickliche wirthschaftliche Verhältnisse extstiren und daß nicht nur die Land- wirrhe, sondern auch die Industriellen, Handwerker und Kaufleute, ja, alle Staatsbürger ein großes Interesse daran haben, diese unerfreulichen Zustände, welche sich zumal in der Schmälerung des Verdienstes und der Einnahmen offenbaren, zu beseitigen. Geht man nun den Ursachen der Klagen und den Wünschen nach Abhilfe der Calamitäten in den einzelnen wirthschaftlichen Kreisen auf den Grund, so wird man allerdings manche berechtigte Klage hören, aber dabei auch die mehr als fatale Beobachtung machen, daß die Wünsche auf Abhilfe wirthschaftlicher Uebelstände in der Gesetzgebung niemals einheitlich und ohne die größten Widersprüche formulirt werden können, denn die Mittel, welche zum Beispiel die Landwirthe im Allgemeinen für die Aufbesserung ihrer wirth- schastlichen Lage verlangen, hohe Zölle auf Getreide und Vieh, Ablehnung der Handelsverträge mit auswärtigen Staaten u. s. w. stehen meistens den Interessen der Industrie und des Handels, ja, auch des Handwerks gegenüber, welche Erwerbskreise alle auf billige Rohproducte und billige Lebensmittel angewiesen sind, wenn das Geschäft blühen und der nothwendige Umsatz erzielt werden soll. Umgekehrt würden allerdings auch die schließlich auf vollständige Aufhebung der Zölle hinauslaufenden Wünsche der mit dem Weltmärkte rechnenden Industriellen und Großkaufleute unvereinbar mit den Interessen der von der amerikanischen und russischen Maffenproduction schwer bedrängten deutschen Landwirthschaft sein. — Wie wäre es da solchen sich entgegenstehenden Standpunkten gegenüber, wenn man nach einer tiefer liegenden allgemeinen Ursache suchte, um die wirtschaftlichen Mißstände und Widersprüche aufzuklären? Und wir glauben, daß diese Ursache, welche leider in den wirthschaftspolitischen Kämpfen vielfach übersehen wird, in der Thatsache liegt, daß seit ungefähr zwanzig Jahren die Bevölkerung Deutschlands um zehn Millionen Seelen gewachsen ist, daß jetzt Deutschland 50 Millionen Einwohner zu versorgen hat, während im Jahre 1871 nur 40 Millionen zu ernähren waren. Nun hat sich zweifellos seit dieser Zeit die wirthschaftliche Production Deutschlands auf allen Gebieten vermehrt uud auch die Capitalkrast ist bei den meisten Unternehmern gewachsen, aber viel schwieriger ist auch die wirthschaftliche Versorgung der um 10 Millionen Seelen gestiegenen Bevölkerung geworden , und in kritischen Zeiten, schlechten Ernten und Handelsstockungen muß deßhalb auch leichter eine Erschwerung der wirthschaftlichen Lebensbedingungen eintreten. Schwierig ist es schon an sich, in einer solchen verwickelten Frage Vorschläge auf Abhilfe zu machen, und jetzt, wo ein heftiger Streit der Meinungen darüber entbrannt ist, wird die Aufgabe noch schwerer, aber die Klärung und das ruhigere Ur- theil wird kommen und zwar mit der Notwendigkeit der besseren wirthschaftlichen Versorgung Deutschlands, die bei der stets stark anwachsenden Bevölkerung natnrgesetzlich auf eine noch stärkere Entwickelung des Reiches als Industriestaat hindrängt, wobei, wenn extreme Bestrebungen ausgeschlossen bleiben, auch Landwirthschaft, Handel und Gewerbe zu größerer Blüthc gelangen müssen, weil eine hoch entwickelte Industrie gute Derwcrthung für jede inländische Production und Handelstätigkeit schafft. Deutsches Reich. Berlin, 22.Februar. Die Gründung des Bundes der Landwirthe ist ein politisches Ereigmß, von dessen Bedeutung die Betrachtungen zeugen, welche von allen Seiten und Parteien über den Vorgang angestellt worden sind. Offenbar ist das Zustandekommen der genannten Vereinigung, welcher schon jetzt viele Tausende von Landwirthen angehören, nur ein erster Ausfluß der in den londwirthschaftlicheu Kreisen Deutschlands mehr oder weniger herrschenden Unzufriedenheit mit der heutigen Laue der Landwirthschaft. Wenn der Bund erst gehör g orgaui|ht sein wird, dann stchr von ihm zweifellos ein planmäßiges energisches Vorgehen behufs Ausführung des in der constituirenden Berliner Massenversammlung angenommenen agrarischen Programms zu erwarten. Einigermaßen gespannt darf man alsdann sein, wie sich die ReichS- regierung zu der neuen Agrarpartei, als welche man den Bund der Landwirthe wohl bezeichnen könnte, stellen wird. Hat doch Reichskanzler Graf Caprivi in seiner berühmten Reichstagsrede vom 17. d. M. den Vertretern des Agrarier- thums eine so unverkennbare Absage ertheilt, deren Wucht auch durch die im Allgemeinen sympathisch gehaltene Beur- theilung der neuen Organisation seitens der „Nordd. Allg. Ztg." kaum sonderlich gemildert erscheint. Sollte aber Graf Caprivi an den Zielen seiner Politik, wie er dieselben in der erwähnten Kundgebung andeutete, festhalten, so wäre ein Zusammenstoß zwischen der Regierung und dem Landwirths- Bunde auf handelspolitischem und wirthschaftlichem Gebiete sicherlich unvermeidlich und erstere würde nachher gut thun, die Bedeutung dieses neuentstandenen politischen Factors nicht zu unterschätzen. Berlin, 23. Februar. Die Wünsche und Klagen der deutschen Landwirthschaft sind nunmehr auch an Allerhöchster Stelle vorgebracht worden. Am Mittwoch Mittag empfing der Kaiser in Gegenwart des Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg und des Ministers für Landwirthschaft, v. Heyden, eine Abordnung der landwtrthschaftlichen Centralvereine der östlichen Provinzen, welche eine Denkschrift über die Nothlage der Landwirthschaft überreichte. Der Monarch empfing die Herren sehr gnädig und versicherte, daß es bei seinen auf das Wohlergehen seines Landes gerichteten unablässigen Bestrebungen auch sein Wunsch und Wille sei, den Sorgen und Schwierigkeiten abzuhelfen, mit denen die Landwirthschaft der Ostprovinzen zu kämpfen habe. Doch betonte er zugleich, daß die Lösung dieser Aufgabe selbst bei voller Hingabe seiner Regierung nicht leicht sei, namentlich hob der Kaiser hervor, wie die Förderung der Landwirthschaft vor Allem von der Sicherung des Friedens abhänge, und ermahnte er darum die Landwirthe, ihrerseits für die Stärkung der deutschen Wehrkraft einzutreten. Weiter erklärte der erlauchte Redner, die von der Abordnung vorgetragenen Wünsche würden von seiner Regierung eingehend geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Nochmals versicherte der Kaiser dann, wie sehr ihm das Wohlergehen der Landwirthschaft, dieser Säule des Königthums, am Herzen liege, wobei er an seine vor drei Jahren in Königsberg gehaltene Rede erinnerte. — Diese so wohlwollende Aufnahme der genannten Abordnung und der von ihr vertretenen Wünsche an Allerhöchster Stelle kann in den Kreisen der landwirthschaftlichen Jntereffenten nur mit Genugthuung erfüllen, besonders, da die Aeußerungen des Kaisers den vom Reichskanzler jüngst gegen die Agrarier gerichteten parlamentarischen Vorstoß gewissermassen abschwächen. In dem am Mittwoch in Berlin abgehaltenen Cong resse deutscher Landwirthe ist denn auch des Empfanges dieser Deputation seitens des Kaisers mit Befriedigung gedacht und überhaupt eine recht zuversichtliche Sprache geführt worden. In der Sitzung war auch der Landwirthschaftsminister v. Heyden zugegen, welcher sich beeilte, zu versichern, daß die erfolgte Gründung des Bundes der Landwirthe durchaus seinen Beifall besitze, da er selber schon ost zur Organisation der Landwirthe gerathen habe. Zur Annahme gelangte eine Resolution, durch welche sich der Congreß gegen die in der Branntweinsteuer-Vorlage enthaltene Erhöhung der Verbrauchsabgabe von Spiritus ausspricht. Schließlich wurde der Vorsitzende, Freiherr v. Manteuffel, von der Versammlung ermächtigt, eine Verschmelzung des Congresses deutscher Landwirthe mit der Vereinigung der Steuer- und Wirthschaftsreformer anzubahnen. Uewcfk Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 23. Februar. Im „Reichsanzeiger" liest man: In dem Bericht über die Ausgrabungen in Troja vom Jahre 1890 hatte Frau Schliemann das Versprechen gegeben, die durch den unerwareeten Tod ihres Mannes unterbrochenen trojanischen Grabungen fortzusetzen und zum Abschluß zu bringen. Dieses Versprechen soll jetzt eingelöst werden: die Ausgrabungen sollen gegen Mitte ,'April beginnen und werden voraussichtlich etwa drei Monate dauern. Ihre Leitung ist von Frau Schliemann dem früheren Mitarbeiter ihres Mannes, Herrn Professor Doerpfeld, ersten Secretär des kaiserlichen archäologischen Instituts in Athen, übertragen, dem noch einige deutsche Mitarbeiter zur Seite stehen werden. Während der Dauer der Ausgrabungen | sind die Herren gern bereit, allen Denjenigen, welche Troja besuchen, die Ruinen zu erklären und ihnen leim Studium derselben behilflich zu sein. Da über den Zustand der Ruinen und ihre Bedeutung nicht immer richtige Ansichten herrschen, ist es im Interesse der Wahrheit sehr erwünscht, wenn möglichst viele Fachmänner sich zur Reise nach Troja entschließen und die Ruinen selbst untersuchen wollen. Die Zeit dazu ist nicht zu versäumen, weil die Ruinen und Erdschichten wegen ihrer einfachen Bauart und geringen Festigkeit voraussichtlich den zerstörenden Einflüffen der Witterung nicht lange Widerstand leisten werden. Berlin, 23. Februar. Der BundeSrath stimmte in seiner heutigen Sitzung dem Gesetzentwurf wegen Aende- rung des Unter st ützungs Wohnsitzes zu. Budapest, 23. Februar. Ein hiesiger Agent kaufte in Wien ein Clavier. Als heute ein zwölfjähriges Kind auf ihm zu spielen begann, explodirte darin verborgenes Dynamit und verletzte das Kind lebensgefährlich. Der Zusammenhang ist bisher unaufgeklärt. Rom, 23. Februar. Der Papst empfing heute katholische Wallfahrer aus Frankreich, Ungarn, Uruguay und Argentinien. Zuerst wurden 250 ungarische vom Stuhlweißenburger Bischof vorgestellt, welche der Papst lateinisch ermahnte, stets am Glauben St. Stefans festzuhalten und gleich diesem die Rechte der Kirche zu vertheidigen. Der Papst wurde beim Betreten und Verlassen des Consistorial- saales enthusiastisch begrüßt. Er beschränkte sich im Beisein des Arztes, weil er noch etwas erkältet ist, darauf, nur die Führer zu empfangen und ließ sich bei den Wallfahrern deßhalb entschuldigen. Jede Pilgerschaft überreichte Geschenke für den Peterspfennig. Rom, 23. Februar. Der auf heute angesetzte Empfang des österreichischen Botschafters Revertera wurde wegen andauernder Erkältung des Papstes in letzter Stunde verschoben. _____________ Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 23. Februar. In der heutigen Sitzung der Militär.Commission wurden die finanzpolitischen Anträge von Richter, Buhl und Freiherrn v. Stumm berathen. Nach längerer Debatte wurden die Anträge Richter nebst dem Amendement Buhl angenommen, dagegen die Anträge Stumm, soweit sie den Richter'schen entgegenstehen, abgelehnt. Morgen wird die Berathung fortgesetzt. Berlin, 24. Februar. Die socialdemokratische Reichstags- Fraction brachte einen vollständigen Gesetzentwurf zur Seemanns-Ordnung ein. Berlin, 23. Februar. Behufs Stellungnahme zum Reichsseuchengesetz wird demnächst ein außerordentllcher deutscher Aerztetag einberufen. Berlin, 23. Februar. Heute Nachmittag 4 Uhr findet die Freilassung Ahlwardts aus Plötzensee statt. Eine antisemitische Demonstration tst wahrscheinlich. Budapest, 23. Februar. Gestern überflutheten die Donau und Waag bei Komorn etwa 50,000 Joch Acker. Paris, 24. Februar. Der Cassationshof verwarf die Recurse der verurtheilten Panama-Administratoren. Paris, 24. Februar. Die Untersuchungs-Commission in der Panama-Angelegenheit schloß ihre Arbeiten und nimmt den Generalbericht nach den Verhandlungen des Schwurgerichts entgegen. Marseille, 23. Februar. Im Mittelmeere herrschen anhaltende Stürme. Zwei Torpedoboote sind zusammengestoßen und wurden schwer beschädigt in den Hafen gebracht. Brüssel, 24. Februar. Der Jnspector der Pariser politischen Polizei, Rossignol, ist in einer geheimen Mission hier eingetroffen. Rom, 24. Februar. Der Papst erklärte in einer Ansprache der französischen Deputation, die Kirche veobsiättigte nicht die Absorbirung der Civilgewalt, sondern wünsche nur vollständige Freiheit in der Religionsausübung. Rom, 24. Februar. Der Papst verlieh dem General Los den Christusorden. Rewyork, 23. Februar. Heftige Schneestürme suchten die gesawmte Umgegend heim. Die Bahnverbindungen sind unterbrochen. Die Schulen wurden geirdlossen. Der Dampfer „Normandie" ist fast in dem ©türme verunglückt und rettete sich nur mit Mühe. Chicago, 23. Februar. Alle Eisenbahnarbeiter und Beamte der Chicago- und Westindiana Eisenb, dneu legten die Arbeit nieder. Der Verkehr ist vollständig unterbrochen. in den städtischen Trottoirs biete den Privaten in keinem Ber- hältniß zu den der Stadl erwachsenden Nachteilen stehende Bottheile, so daß auch hier die Erhebung einer dem Umfange jedes einzelnen Lichtschachtes angemessenen Änerkcnnungsgebühr als gerechtfertigt erscheint. ES wird deshalb vorgeschlagen, die jährliche Anerkennungsgebühr für Lichtschächte wie folgt fcftzuse^en: 50 Pfg- für jeden Lichtschacht bis zu IS Quadrat« bcumctcr Fläche, 1 Mk. für jeden Luftschacht bis zu 25 Quadrat« dezimeter Fläche und 3 Mk. für Luftschächte größeren Umfang«. Die Bc'chlußsaffung wird auf Antrag deS Herrn vr. Schäfer behusS Verweisung der Vorlage an die juristische Commission ausgesetzt. _ .. Die Berathung deS Entwurfs eines Statuts für die Gerne i n dekranke n-Dersicherung wird der vorgerückten Zeit wegen aus eine spätere Sitzung verlegt. zu bringen. m , Zufolge Beschlusses der Stadtverordneicn-Veisammlung war "die Lieferung zweisitziger, verstellbarer Subsellien für die höhere Mädchenschule und das Real« qymnasium, erstere veranschlagt zu Mk. 9900, letztere zu Mk. 7600, ausgeschrieben worden. Von den eingegangencn Angeboten nebst Mustcrbänken hat die Baudeputation nach vorheriger Begutachtung durch Mitglieder des Schulvorstandes Annahme deS Angebotes der Firma Fuhrmann & Ha ich in Frankenthal empfohlen. Genannte Firma hat einen lOprocentigcn Nachlaß auf ihre Normalpreise angeboten, wodurch sich die AnschaffnngSkosten aus Mk. 8991 bezw. 7110 ermäßigen. Dem Antrag der Baudeputation wird zugestimmt, deSgl. der llebertragung von 10 Dutzend Stühlen für den Zeichen« und Singsaal der höheren und erweiterten Mädchenschule an die Firma Hammonia in Alsfeld, deren Angebot aus Mk. 51,50 für da« Dutzend lautete. In Betreff deS 5. Gegenstandes der Tagesordnung: Erlaß eines OrtsstalutS für das hier zu er« richtende Gewerbegericht hat, veranlaßt durch ein Schreiben deS KrciSamts, die juristische Commission eine Anzahl Abänderungsvorschläge beantragt, deren en bloc- Annahmc Herr Petri empfiehlt. ES wird demgemäß be« schloffen. lieber die Verhandlungen dcü Sondcr-AuSschuffeS zur Berathung der vorgeschlagenen Acndcrnngen deS in Betreff der Sonntagsruhe zur Zeit gültigen Orköstatutö erstattete Herr Beigeordneter Georgi Bericht. Herr Georgi thcilt weiter mit, daß die Fleischer-Jnnung sich dahin auS« gesprochen habe, daß an den, bestehenden Onöstarut weder etwas geändert, noch eine Ausdehnung der VerkausSzeit für einzelne SrwerbSzweige darin vorgesehen werde; nach einer weiteren Mitlheilung deS Herrn Ko es er habe sich derselbe namens einer Anzahl Jntereffenten für Zusammenlegung der totale» «n- provinzielle». Gießen. 24. Februar 1893. -e- Die seit elf Jahren an unserer Hochschule bestehende Tarmstadia, schwarze Verbindung mit unbedingter SatiSfaction, hat am 18. d. M. Couleur ausgesetzt und sich al- La nd ö m a n u - schäft aufgethan. Die Farben sind violett-wciß-roth. Wir wünschen der nunmehrigen Landsmannschaft Darmstadia zu dem Schritte bestens Glück! — Die Darmstadia gehörte stets zu den angesehensten Korporationen und sie wird, wenn die Mitglieder an den überlieferten Principien festhalten, auch als Landsmannschaft ihren Weg machen. — Der größte Theil der auf beinahe sämmtlichen deutschen Hochschulen bestehenden Landsmannschaften hat sich vor Jahren zu einem Verbände, dem Coburger L. C. zusammengeihan. Der Verband umfaßt bis jetzt 38 Landsmannschaften auf 17 Hochschulen, ist alio anderen Verbänden überlegen. Wfe wir hören, wird die Darmstadia schon im nächsten Semester fest zum CoburgerL. C. gehören, der dann auch auf unserer Hochschule eine würdige Vertretung hal. Beschlüsse erhoben. I Das Gesuch einer Anzahl Anwohner der Schanzen- st r a ß e um Pflasterung des rechtsseitigen Trottoirs in der Breite I von l*/2 Meter wird aus Antrag der Baudeputation: dem I Gesuch zur Zeit keine Folge zu geben, abgelehnt. . I Nach einem in einer früheren Sitzung gefaßten Bttchluffc I sollte die Sandgrube am Sandberg (rechts an der I Straße nach Rödgen) an einen General - Unternehmer ver- I pachtet werden, um einestheils einen höheren Ertrag der Grube, j andcrntheilS einen geregelten Abbau zu erzielen. Die statt- I ochabte Verpachtung hat indeß ein befriedigendes Angebot I nicht ergeben (es wurden gegenüber dem Voranschlag von | 230 Mk. nur 100 Mk. geboten). Da nach Ansicht der Bau deputation ein Bedürfuiß für Jnbetriebhaltung der Grube I für Gießen nicht vorliegt, der Pachtpreiö von 100 Mk. zu I niedrig, und ein Weiterbetrieb in der bisherigen Welse nur I schädigend auf die Grube und ihre Umgebung wirken wurde, I hat sie beantragt, diese Sandgrube bis auf Weiteres ganz I zu schließen. Die Versammlung erklärt sich mit dem Anträge I der Baudeputation einverstanden. Der über die Herstellung der Schulstraße, tnsbe- I sondere über die Erhöhung der Trottoirs daselbst I gefertigte Plan wurde der heutigen Versammlung vorgclegt. I Die Baudeputation hat es, nachdem bereits bei Gelegenheit I der ersten Berathung des Gegenstandes von Herrn H e y l i g c n I ftaebt die vorgesehene Fahrbahnbreitc als ungenügend be« zeichnet worden, für angemessen erachtet, dte Fahrbahn um 30 Cm., also von 7 Meter 20 Cm. auf 7 Meter oO Cm. zu verbreitern. ES wird in diesem Sinne beschlosten und festgesetzt, daß daö südliche Trottoir um 30 Cm. schmaler als früher vorgesehen anzulegen ist, während sowohl die für die nördliche Seite vorgesehene Baumreihe wie die größere Trotloirbreite beibehalten werden sollen. Nachdem eine geregelte Uebersicht und Ordnung in die aus widerrufliche Genehmigung ausgeführten, lediglich Privat- zw ecken dienenden Anlagen auf städtiischem Gc- bie'te durchgeführt, ist die Aufstellung bisher noch fehlender Bestimmungen über die Anlage unterirdischer Entwässerungen von Seiten Privater für nöthig erachtet worden. ES liegt nach Mittheilung des Herrn Oberbürgermeisters Gnaulh nicht in der Absicht der Stadtverwaltung, die Entwaffnung von Privatgebäuden zu erschweren, denn der durch derartige Entwäfferungsanlagcn den Privaten gebotene Boitheil gehe Hand in Hand mit dem Dortheil der Stadt, weil durch Privat« EntwäffcriingSanlagen ein Theil der Goffen entlastet würde. Immerhin hat die Baudeputation geglaubt, daß der Vor»heil für Privaie ein solcher sei, daß die Erhebung einer «ncr kcnmmgSgebühr, wie sie für vorfpriiigende Treppen n. s. w. erhoben werde, berechtigt erscheint und schlägt sie deshalb vor, : cjnc Gebühr von 20Psg. pro Jahr für jedePlivatentwässcrmigS« anlagc zu erheben. Auch die Anlage von Lichtschächten Verkaufszeit auf die Stunden von 11 bis 3 Uhr und Weg- I fall der BormittagSstunde ausgesprochen. In der Commis,ton I selbst wurde zunächst sestgestellt, daß die C o l o n l a l w a a r e n • I Händler Werth auf Beibehaltung der DormittagS-DerkaufS- zeit, die nicht zu entbehren sei, legten. Andererseits habe man den Wünschen der Manufacturwaarenhandler entgegenzukommen und eine größere zusammenhängende I Verkaufszeit herbeizuführen sich bereit erklärt. I lich habe eine Einigung dahin stattgefunden, daß an Stelle I der N/rstündigen BormittagS-BerkaufSzeit eine einftundtge, I von 8—9 Uhr währende und an Stelle der dreistündigen I nach der Kirche eine Verkaufszeit von 3«/, Stunden (von I 1VL bis 3 Uhr) treten solle. Der Vertreter der Colonial- I waarenhändler in der Commission hätte sich mit dieser I Zeiteintheilung einverstanden erklärt, der Vertreter der I Manufacturisten sei nicht anwesend gewesen, so daß über die I Stellung der Jntereffenten dieser Branche eine Erklärung I nicht vorliege- der Vertreter der Kurzwaarenbranche hätte I sich jüt eine bis 4 Uhr ausgedehnte Verkaufszeit auSge« I sprachen, und schließlich der Vertreter der kaufmännischen I Angestellten für Schluß aller Geschäfte um 2 Uhr. Die I Commission hätte endlich die Aushebung der den Cigarren- I Händlern gewährten Vergünstigung für geboten erachtet. I Herr Georgi empfahl den Antrag der Commisnon, I dem er sich mit Freuden angeschloffen, zur Annahme. I An der darauffolgenden langen Berathung betheiligtcn sich die I Herren Oberbürgermeister Gnauth, Beigeordnete Georgi und I Grüneberg, die Stadtverordneten Vogt, Schmall, Lober, I Wallenfels, Scheel, Homberger, Heyligenstaedt, Grünewald, I Jughardt, Petri, Drbtg, Dr. Schäfer, Dr. Thaer, Heß. Da I in dieser Berathung die Redner im großen Ganzen den bereits I in der Generaldiscussion vor 14 Tagen eingenommenen I Standpunkt behaupteten, so sehen wir von einer ausführlichen I Wiedergabe des von ihnen in der heutigen Sitzung Gesagten | ab. Der Versammlung wurden am Schlüsse der Berathung I zwei Anträge zur Abstimmung vorgelegt, nämlich der Commisffons« j antrag auf Festsetzung der Verkaufszeit auf die Stunden von | 1/ 8—9 und 11^—3 Uhr und ein Antrag des Herrn Heyligenstaedt, die Verkaufsstunden unter Weglassung der P/2 Stunde Vormittags auf die Zeit von 11—3 Uhr zu legen. Der j Antrag der Commission wurde abgelehnt, derjenige des Herrn | Heyligenstaedt zum Beschluß erhoben. Schließlich erklärte die Versammlung ihren Beitritt zu einer Resolution, der zufolge weitere Ausnahmen für einzelne Geschäftsbräuchen nicht gestattet, die den Cigarrenhändlern und Conditoreien bereits mehr bewilligten Stunden zurückgezogen werden sollen. Ueber das Ergebniß der durch die Finanzcommission vorgenommenen Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1891/92 berichtet Herr Scheel, daß die Rechnung im Allgemeinen für richtig befunden wurde und kleinere | Anstände während der Prüfung erledigt werden konnten. . Demnach beantragt die Commission Genehmigung der vorge- ( schlagenen Kredite von a) 87563,66 Mk., d) 322,627,88 Mk., des Ausstände-Verzeichniffes über 4767 Mk., des Vorlagen« Verzeichnisses über 4534 Mk. und den Uebcrgang der tnu Rechnungsjahre nicht verwendeten Beträge in die Rechnung für 1892/93. Der Antrag der Finanz-Commifsion wird zum Sitzung ter Stadtverordneten am 23. Februar 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Faber, Flett, Grüne« wald, Heß, Hornberger, Helsnch, Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petti, vr. Ploch, vr. Schäfer, Schiele, Schmall, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Die Ueberschreibung der Stadtkirche auf den Namen der evangelischen Gemeinde Gießen im Grund« buche von Gießen war Gegenstand einer Eingabe, welche der evangelische Kirchenvorstand an die Stadtverordneten-Ver- sammlung gerichtet hatte. Anlaß zu dieser Emgabe bot ein vor Kurzem in der Sakristei ausgebrochener Brand, und er« Körte der Kirchenvorstand, daß er weder daS Recht noch die Pflicht habe, Anzeige hierüber zu erstatten, so lange dw Kirche noch auf den Namen der Stadt Giegen stehe. Nach einem Uebereinkommen auS dem Jahre 1885 ist die Kirche, mit Ausschluß des van dieser getrennt stehenden ThurmeS, in Eigenthum der kirchlichen Gemeinde übergegangen, wogegen bezüglich der Unterhaltung deS ThurmeS festgesetzt wurde, daß die auS Benutzung deffelben für die politische Gemeinde (Uhr, Thürmerwohnung u. s. w.) nothwendig werdenden Herstellungen auf Kosten der Stadt, solche durch Benutzung auS kirchlichen Anlässen (Glocken und Glockenstuhl) auf Kosten der kirchlichen Gemeinde vorgenommen werden sollen. Es wird, nachdem die Commission dies als im Geiste des Ueber- einkommens liegend bezeichnet hatte, auch die kirchliche Ge« meinde alle Unterhaltungskosten der Stadtkirche übernommen hat, beschloffen, die Ueberschreibung wie beantragt zu ge« 11Cl) Nachdem bei den Verhandlungen über den Geländeerwerb für den Neubau der zweiten Kirche festgestellt worden war, daß die Verbindung des neuen Kirchplatzes mit der Südanlage und die Bepflanzung deffelben auf Grund gegenseitigen Einverständnisses zwischen der politischen und kirchlichen Gemeinde ausgeführt werden solle, wurde von dem Erbauer der Kirche, Architett Grisebach, em Plan für die Bepflanzung ausgearbeitet. Der von Seiten des Stadt- dauamtes auögearbeiiete Plan wich in einzelnen Punkten von dem Grisebach'schen ab und war ihm ein Kostenvoranschlag in Höhe von rund 7500 Mk., wovon 2500 Mk. von der politischen, 4950 Mk. von der kirchlichen Gemeinde zu tragen sind, zu Grunde gelegt. Der Kirchenvorstand hat sich indeß für Beibehaltung des Grisebach'schen Entwurfes ausgesprochen, weil in demselben eine bequemere Vorfahrt, eine ihm zusagendere Anordnung der Beete, insbesondere regelmäßigere Anlage eines großen Beetes und ein passenderer Ort zur Ausstellung eines durch Buschwerk gehörig zu deckenden Pissoirs vorgesehen war. Die Kosten dieser Anordnung würden sich nach Berechnung des Stadtbauamts auf Mk. 6500 vermindern, wovon 1820 Mk. die politische, 4780 Mk. die kirchliche Gemeinde zu tragen hätte. Es wird beschlossen, diesem Plane zuzustimmen und die Entscheidung wegen Bepflanzung deS Kirchplatzes dem Kirchenvorstand zu überlassen. — Eine zweite Eingabe des Kirchenvorstandes betrifft die Beschaffung einer Uhr für die neue Kirche. Der Kirchenvorstand schreibt, daß eine acht Tage gehende Thurmuhr 3000 Mk. kosten würde und fragt an, ob die Stadt- verordneten-Versammlung geneigt sei, einen Theil der Kosten bt.ro. die ganzen Stoftcn auf die Stabt zu Übernehmen, da die Uhr mehr einem öffentlichen, denn einem ausschließlich kirchlichen Bedürfnisse entspreche- der Kirchenvorstand kleide deshalb die Anfrage in Form einer Bitte. Der Antrag der Baudeputation lautet in Anerkennung des öffentlichen Bedürfnisses auf Bewilligung der Gesammtkosten. Herr Dr. Thaer bemerkt, daß die freudig zu begrüßende Bereitt Willigkeit der Baudeputation einen noch freundlicheren Anstrich erhalte, wenn die Versammlung beschließen würde, anstatt die Kosten auf die Stadtkasse zu übernehmen, die Uhr zu stiften. Da hiergegen Widerspruch von keiner Seite erhoben wurde, wilrdc beschlossen, im Sinne deS Herrn Dr. Thaer diese Kostenbewilligung in Form einer Stiftung zum Ausdruck *♦ Ueber die freien Künste an unseren Universitäten gicbt der von Professor Ascherson herauSgegebene Deutsche Universitätskalender Auskunft, wobei der Begriff der freien Künste in so weitem Sinne genommen ist, daß Musik, Zeichnen, Malen, Reiten, Tanzen, Fechten und Turnen darunter zusammengefaßt wird. Am besten steht eö mit der edlen Fechtkunst- es giebt fein einzige Universität, an der nicht osficiell für den Fechtunterricht gesorgt wäre, in der Weise, daß der Fechtlehrer gleichzeitig auch als Turnlehrer (oder, wie eS in BreSlau heißt, als „Voltigirmeister") angestellt ist. Nach dem Fechten steht es am Besten mit der Musik - ganz abge« sehen von einer Anzahl besonderer Professoren für Musik« geschichte, wie in Berlin, Leipzig und Straßburg, ist an allen Universitäten, bis auf Freiburg, von der Univerfftät aus für Ertheilung von Musikunterricht gesorgt, irn Einzelnen in verschiedener Weise (Harmonielehre und Contrapunkt, Chorgesang, Kirchenmusik)- vereinzelt auch Orgelsptel und Hebungen im Enscmblespiel- bei Würzburg wird auf die dortige Musikschule verwiesen, an der für die UmversitatS« studenten unentgeltlich Unterricht in Docal und Instrumental musik ertheilt wird. Nach der Musik kommt das Reiten, die Pflege dieser Kunst ist osficiell nur noch an vierzehn Universitäten vorgesehen, akademische Tanzlehrer finden^ wir nur an dreizehn, Zeichenlehrer an elf und schließlich Turnlehrer nur an acht Universitäten unter dem Personal der Hochschule amtlich ausgeführt. Fassen wir nun noch die einzelnen Universitäten inS Auge, so finden wir bei Greifswald, Halle und Tübingen die sämmtlichen hier berücksichtigten Künste osficiell vertreien, bei Erlangen, Göttingen unb Straßburg alle bis auf daS Turnen- bei acht weiteren nur I vier von den sechs Künsten, und zwar fehlen bei Berlin, Gießen, Königsberg und Leipzig das Zeichnen und Turnen, bei Breslau, Kiel und Münster daS Reiten und Tanzen, und bei Heidelberg das Reiten und Turnen. An den übrigen vier Universitäten endlich werden nur drei von unseren freien Künsten osficiell gepflegt, und zwar sind nicht berücksichtigt in Bonn daS Tanzen, Reiten und Turnen, in Freiburg die Musik, daS Zeichnen und Turnen, in Jena daS Zeichnen, Turnen und Reiten, in Würzburg daS Zeichnen, Reiten und I Tanzen. *» Postschein al8 Quittung. Das Reichsgericht hat durch I eine seiner letzten Entscheidungen den Grundsatz ausgesprochen, daß der Postschein über eine mittelst Postanweisung gemachte I Zahlung noch nicht als Quittung über die Tilgung etuer I Schuld angesehen werden kaiin, vielmehr liefere bet 'iofndjem I nur den Beweis, daß an eine gcroiffe Person ein gewiff er I Betrag durch Postanweisung eingetragen sei. Da nun die I Möglichkeit nicht ausgeschlossen erscheint, daß der Post- I anweisungSbetrag an eine andere Person als an den Adressaten, I z. B. an dessen Verwandten, Ehegatten, auSgeliefert wird, so I wird der Zahlende streitigen Falls den Beweis zu fübien I haben, daß die Postanweisung in die Hände deS ForderungS« I berechtigten gelangte. SS ist daher erforderlich, daß Jeder, | welcher durch die Ppst eine Einzahlung macht, sich den Empfang I derselben vom Adressaten sofort bestätigen läßt. Da man I bisher wohl allgemein der Meinung war, daß ein Postschein ebenso ein völliger Beweis für eine geleistete Zahlung sei, I roie die Quittung deS Gläubigers, so sei auf diese Entscheidung I deS Reichsgerichts hiermit besonders hingewiesen. Invalidität^- und Altersversicherung. Obwohl bereits I mehrfach empfindliche Strafen erkannt wurden, weil Renten- I Ansprecher zum Zwecke der Begründung ihrer Ansprüche I Arbeitsbescheinigungen vorlegten, die der Wahrheit nicht I entsprachen, kommen diese Fälle doch lieber vor. I Erst kürzlich wurde von der Strafkammer zu Darmstadt der I Aussteller einer unrichtigen Arbeitsbescheinigung in eine Ge« sängnißstrafe von 14 Tagen verurtheilt, während die Straf« fammer zu Gießen einen Renten-Ansprecher, der zum Zwecke der Täuschung der Versicherungsanstalt eine gefälschte Arbeit-- bescheinigung vorlegte, wegen Urkundenfälschung und Betrugs« I Versuchs in ideeller Concurrenz zu einer Ges a ngn iß strafe 1 • vonneunMonatenverurtheilte. AIS straferschwerend >er dem n LZr 1,$wärgt= 8*tenwtat‘ S?1« für di, ,Öbete-Wit,n dies. 1893 U, " -u iftobia j1[lä fern di, Wta, °«ch als E M- $)til Wcn bestehenden u einem Verbände, tt Verband umfaßt Wultn, ist alio w Nn, wirb bir Coburger I.O. schule eine würdige !n Uoiverfitateo giebt ^gegebene Deutsche r begriff der freien n 'st, daß Musik, chten mb Turnen stehl es mit der edlen •i an der nicht osficiell der Weise, daß der cer (oder, wie eS in angestellt ist. Nach : NW; ganz abge- ofessoren für Musik- > Straßburg, ist an von der Universität gesorgt, im Einzelnen e und Cvntrapunkt, auch Orgelspiel und ;burg wird auf bie für die Universitäts- al und Instrumental-. kommt daS Men; ar noch an vierzehn Tanzlehrer sinden wir und schließlich Turn- :tr dem Personal der n wir nun noch die inden wir bei Greiss- hen hier berücksichtigten igen, Üttingen i'nb bei acht weiteren nur ar fehlen bei Berlin, leichnen und Turnen, Men und Tanzen, inen. An den übrigen )rei von unseren freien sind nicht berücksicht'gt *«, in in Jena das i 3*en, R-A» ""b HM* 8™* X die Tilgw'g ««? tierlo« ei” 9'* säS*'! »Bä Hände res ö ^er, rflrf'wwfW* g mach^ M „an estätige^v. war, daß sei, -«SPUw I Wei'* riin»«”9 nie» die der £ ^^cr vor- Wwer za emt ® b?scheinigtM^ . Straf' chN-be'- »«’ a[b(> ” ei«' 8« »1%tW!) wurde, wie die „Darmst. Ztg." meldet, hierbei in Betracht gezogen, daß die beabsichtigte Schädigung der Anstalt im Falle des Gelingens eine nicht unbedeutende gewesen wäre. Aufs nachdrücklichste sei daher vor dem Ausstellen einer falschen Arbeitsbescheinigung gewarnt. Es möge immer in Erwägung gezogen werden, daß bei dem Gelingen des Betruges eine Kaffe geschädigt wird, zu der alle Bevölkerungsschichten beitragen. Im Anschluffe hieran sei noch mitgetheilt, daß durch Urtheil der Strafkammer zu Mainz vom 6. v. M. ein Versicherter, der bereits verwendet gewesene Beitragsmarken noch einmal verwendete, in eine Haftstrafe von einer Woche verurtheilt wurde. — Militärisches. Zu der während der Kaiser- Manöver in Lothringen vom 8. Armeecorps aufzustellenden Cavallerie-Division wird auch das 2. Großh. Hess. Dragoner- Regiment No. 24 herangezogen. — Parlamentarisches. Die erste Kammer der Stände des Großherzogthums Hessen tritt am 7. März zusammen. — Bienenzucht-Ausstellung. Der Deutsche Bienenzucht- Club in Frankfurt a. M. wird vom 1. bis 3. Juli d. I. eine bienenwirthschaftliche Ausstellung, bestehend in lebenden Bienen, Bienenwohnungen, Erzeugnissen der Bienenzucht, Geräthschaften und Hilfsmitteln, Lehrbüchern re., verbunden mit Prämiirung und Verloosung, im „Scheffelgarten" abhalten. — Gefundene Erben, Wie dieser Tage mitgetheilt wurde, ist in Columbus im Staate Mississippi ein Deutscher Namens Johann Jacoby mit Hinterlassung eines Vermögens von etwa 16 000—18 000 Dollars gestorben. Der Betreffende hat in Mainz als Schuhmacher gelernt. Jetzt haben sich auch Verwandte desselben gemeldet; es sind Landleute aus Leeheim, wo Jacoby herstammt. — Aus unserer Landeswaisenanstalt. Im letzten Rechnungsjahr wurden aus dem Großherzogthum im Ganzen 350 Waisenkinder ausgenommen und zwar 161 aus der Provinz Starkenburg, 90 aus Oberhessen und 89 aus Rheinhessen. Die Zahl der aus dem letzten Rechnungsjahr noch in Verpflegung gebliebenen Waisen betrug 2241, während an 488 Waisen während der Lehrzeit Unterstützungen gewährt worden sind. Die Anstalt hat sich demnach in dem abgelaufenen Rechnungsjahr um nicht weniger als 2729 Waisen angenommen. Ausgetreten sind 227 Waisen aus der Provinz Starkenburg, 119 aus Oberhessen und 66 aus Rheinhessen, sowie 171, welche während der Lehrzeit Unterstützung erhielten, im Ganzen also sind 583 ausgetreten. Die Zahl der Waisen beträgt demnach insgesammt 2146. Die Einnahmen betrugen 232 565.60 Mark (231 619.36 Mark etatsmäßige) — wobei 188 270.57 Mark Zuschuß aus der Hauptstaatskasse — und 946.24 Mark außeretatsmäßige, während sich die Ausgaben auf 231 675.64 Mark beliefen. K. Ranstadt, 22. Februar. Bei der heute hier ftattge- habten Bürgermeisterwahl wurde der Landwirth Herr August Birk en stock, Sohn des seitherigen Bürgermeisters mit 60 Stimmen gewählt; sein Gegner Herr August Carl hat nur 43 Stimmen. Soviel uns bekannt, sind mit dieser Wahl die Bürgcrmeisterwahlen im Kreise Büdingen beendet. Bad-Rauheim, 22. Februar. Der Pächter der Wassernutzungen des großen Sammelteiches, Herr Kramm, ist im 59. Lebensjahre gestorben. Als Vermiether der Gondeln war der leutselige Herr bei den Kurfremden eine wohlbekannte Persönlichkeit. § Hain Gründau, 23. Februar. Ein junger Bursche von hier ist mit seinen Complicen in einer Sitzung der Strafkammer in Gießen verhaftet worden, weil dieselben in einer vor Großh. Schöffengericht Büdingen verhandelten Strafsache wegen Körperverletzung den ihnen abgenommenen Eid wiffentlich verletzt bezw. Beihilfe zu dieser Handlung gr leistet haben. nn. Darmstadt, 23. Februar. Zweite Kammer der Stände. Die Berathungen über die zweite Lesung des Einkommensteuer-Gesetzes werden mit Art. 20 heute fortgesetzt. Dor Eintritt in die Debatte macht Präsident Weber dem Hause die Mittheilung, daß die Großh. Staatsregierung im Einverständniß mit Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog die Gesetzes-Vorlage, betr. den B a u und bie Unter- ! Haltung der Kun st st raßen, sowie die Gesetzes Vorlage, betr. bie Revision ber Verwaltungsgesetze, zurückgezogen habe. Ferner habe Großh. Regierung bas Gewerbesteuer-Gesetz auf Wunsch für spätere Zeit zurückgestellt. Zur Berathung des Einkommensteuergesetzes übergehend, werden die sämmtlichen noch zur Debatte stehenden Artikel, so wie sie aus ber ersten Lesung dem Hause zugegangen sind, ohne wesentliche Aenderungen angenommen. Nunmehr tritt bas Haus in bie Berathung und Beschlußfassung über die Gesetzesvorlage, betr. Einführung eines einheitlichen Verfahrens der Zwangsvoll st reckung im Verwaltungswege. Das einzuführende Verwaltungsverfahren erstreckt sich auf die der Beitreibung im Verwaltungsweg überwiesenen oder fernerhin überwiesen werdenden Forderungen, insbesondere auf die Beitreibung der Reichssteuern und Zölle, der Staats-, Erbschaftsund Schenkungssteuern rc. rc. Der Ausschuß erkennt das Bedürfniß nach einem solchen Gesetz als unbestreitbar an und schließt sich den in der Vorlage enthaltenen Gesetzesparagraphen an. Nach kurzer Berathung gelangt daher die Vorlage einstimmig zur Annahme. Ein weiterer Gesetz-Entwurf über das Grundeigenthum und Hy p o the ke nwesen in der Provinz Rheinhessen gelangte heute gleichfalls zur Berathung. In rascher Folge erledigte die Kammer die einzelnen Gesetzes-Paragraphen und nahm am Schluß der Berathung die ganze Vorlage einstimmig an. — Morgen früh wird die Kammer noch eine Sitzung abhalten, um sich dann bis zum 7. März zu vertagen. nn. Darmstadt, 23. Februar. Heute Morgen um 7 Uhr fand im hiesigen Provinzial-Arresthause die Hinrichtung des jugendlichen Raubmörders Kramm aus Alzey statt. Am gestrigen Morgen wurde dem Verurtheilten durch den ersten Staatsanwalt die Nachricht zu Theil, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog dem Urtheil freien Lauf lasse. Bei dieser Mittheilung soll sich Kramm wie rasend geberdet haben, weil er sicher gehofft hatte, begnadigt zu werden. Im Laufe des Tages wurde derselbe in bie sogen. „Armesünder- zelle" gebracht, woselbst Kramm seine letzten Stunden verbrachte. Gebrochen an Leib und Seele bestieg der Verbrecher heute das Schaffst, um hier seine scheußliche That durch den Tod zu sühnen. Scharfrichter Brand aus Dresden nebst zwei Gehilfen vollzog die Hinrichtung, welche blitzschnell von Statten ging. Da von Seiten der Regierung die Zeit der Hinrichtung äußerst geheim gehalten wurde, hatte sich sehr wenig Publikum in den Straßen eingefunden. Der ganze Act nahm kaum 15 Minuten in Anspruch. Darmstadl, 23. Februar. Ein „Wilder" verbrachte die vorletzte Nacht in Polizeigewahrsam; der Wtlde, in seinem Civilverhältniß ein Aushilfskellner, hatte sich im Gesicht und am Körper schwarz bemalt, mit Nasenring, Federputz u. dgl. malerisch und mit wirklichem Geschick ausgerüstet, ein Fell umgürtet, auch seine Adjustirung mit einer schweren eisernen Kette vollendet. Natürlich rief das Erscheinen be8 „Milben Jumbo" in unserer civiltsirten Stadt einen Auflauf hervor, was wieder zur Folge hatte, daß Jumbo arretirt und in Polizeigewahrsam verbracht wurde, von wo er gestern Vormittag nach erfolgter Ocularinspection und nachdem man seine Civilkleidung herbeigeholt hatte, einstweilen wieder seinem bürgerlichen Berufe zurückgegeben wurde. Vermiß ebtes. * Lodz, 22. Februar. In der verfloffenen Nacht drang eine Räuberbande in den Gutshof des Pächters Lorenz in Sikawa, unweit Lodz, ein. Das Dienstpersonal wurde gefeffelt und unter Androhung des Todes zum Schweigen gebracht. Frau Lorenz mußte alles Geld und die Werthsachen ausliefern. Hterauf ergriff die Bande bie Flucht. Der Chef der Bande war elegant gekleidet, er trug eine Maske. * Prag, 22. Februar. Ein Diener ber böhmischen Escomptebank, Namens Söller, gab gestern Briefe an die Filialen statt mit 52,350 st. mit Pa p i c r sch ni tze l n auf. Als dies bekannt wurde, töbtete sich Söller, indem er sich mit einem Rasirmesser den Hals durchschnitt. Ein befreundeter Gastwirth deponirte bei der Bank ein ihm zur Auf- bewahrung zugesandtes Packet, das die ganze -summe, 52,350 fl., enthielt. verkehr, Land, «nd volkswirthschaft. Herborn (an ber Köln-Gteßener Eisenbahn), 23. Februar. Aus den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 522 Ochsen, Kühe und Rinder und 435 Schweine. Der nächste Markt ist om 23. März l. I. kirchliche Anzeige« der Stadt Giejzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- Sonntag den 26 Februar, Reminiscere. Vormittags 9'/- Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Militärg ottesdienst Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Din gelben. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrverwalter Dr ©rein- Kinberkirche Nachmittags 2V, Uhr: Pfarrer Schlosser Bibelstunde am Montag den 27. Februar, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Marcus Cap. 5, Vers 22: Die Erziehung des Jairus zum Glauben. Pfarrer 0r. Naumann- Mittwoch den 1. Mär,, Abends 6 Uhr: 3. Passiond- andacht. Pfarrer Dr. Naumann- Katholische Gemeinde. Sonntag den 26. Februar, 2. Fastensonntag. Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um >/,8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. ,r Sonntag: Vormittags von 8/<6 Uhr an Gelegenheit zur Hl- Beichte; um 6 Uhr erste hl. Messe; um 7 Uhr Austhe lang der hl- Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um 8/<10 Uhr Hochamt mit Predigt; Abends um */86 Uhr Christenlehre; darauf um 6 Uhr Fastenandacht. , ~ r . Mittwoch: Abends um 6 Uhr Fastenandacht. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgeseilschaft. Freitag Abend 5™ Uhr, Samstag Vormittag 88J Uhr, Samstag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 6'° Uhr. Deutsche, englische und französische Kerren- und Knaben-Kleiderstoffe in nur vorzüglichsten Qualitäten ä Mk. 175 bis 12.45 p. Mir. versenden jede beliebige einzelne Meterzahl birect an Private- Burkin-Fabrik-Depot Oettinger & Co., Frankfurt a. M- Neueste Musterauswahl franco ins Haus.175» Bekanntmachung. | In unserem Genoffenschastsregister ist folgender Eintrag vollzogen: Laut Statut vom 3. Februar d. I. hat sich unter der Firma „Landwirth- fchaftlicher Confumverein Reiskirchen, eingetragene Genoffenschaft mit un-' beschränkter Haftpflicht" mit Sitz in j Reiskirchen eine Genossenschaft zum > Zweck gemeinschaftlichen Einkaufes von Gebrauchsstoffen und Gegenständen des landwirthfchaftlichen Betriebs, sowie gemeinschaftlichen Verkaufs von land- wirthschaftlichen Erzeugnissen gebildet/ Ihre Bekanntmachungen erfolgen unter! der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern, indem „GießenerAnzeiger". Willenserklärung und Zeichnung des Vorstandes muß durch zwei Vorstands- Mitglieder erfolgen. Die Zeichnung geschieht durch Beifügen der Ramens- unterfchrift zu der Firma. Die Mitglieder des Vorstandes sind: 1. Philipp Stumpf VII., Director, 2. Ludwig Beck, Rendant, 3. Johannes Peter VII., Stellvertreter des Directors, 4. Phillipp Stumpf V., sämmtlich von Reiskirchen. Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. Gießen, 22. Februar 1893. Großherzogl. Amtsgericht Gießen. Gebhardt. 1769 ST Prima Kalbfleisch *96 A Psb. 45 Pfg. (Keule 10 und 12Psb). 1768] Emil Schmidt, Metzger, Tiefenweg am [1761 Dr. Diessendach. Lich, am 23. Februar 1893. 5 FtchieN'Derbstangen, ca. 0.30 km. Die Zusammenkunft ist am Abttiebsschlag im sog. Rtedchen. Langeberg: 6 rm Birken-, 2rm Eicben-Knüppel; 36 rm Fichten Stockholz; 1200 Weichbolz-, 300 Nadelholz-Wellen; 5 Kiesern-Abschnitte von ca. 28 cm Durchmesser und 6—9 m Lange; Holzverfteigerung in der Jürstlichen Obersörflerei Mch. Es sollen versteigert werden: Montag, den 6. März, in den Districten Mönchwald und Meil- bach (Schlinkenkopr oder Lichtchen), von Vormittags 9i/2 Uhr an: 4 rm Buchen-Scbeiter; 49 rm Buchen- und Birken-Knüppel, 8 rm Eichen- Knüvpel; 11 rm Buchen und Eichen-Stöcke; 3500 Buchen: Forstwellen, 1300 Buchcn-Astwellen. Ferner: „ 140 rm Kitsern-Knüppel; einige Raummeter Kiefern-Stöcke; 6C00 Kiefern- Wellen; 380 rm Kiefern-Reisholz in Schichten und 5 Fichtenstamme von zusammen ca. 2i/i km. Die Zusammenkunft ist auf der sogenannten alten Laubacher Straße beim Rußland und der neuen Waldwtese. Dienstag, den 7. März, von Vormittags 91/2 Uhr an: a. im District Höler, nahe dem Weg Lich—Garbenteich: 4 rm Buchen-Scheiter, 17 rm Buchen-Knüppel, 5'/, rm Buchen-Stocke, 120 Buchen-Wellen; b. im District Haler, nahe der Hauptschneiße: 12 rm Buchen-Scheiter; 34 rm Buchen-, 30 rm Eichen-Knüppel; 10 rm Buchen-. 97 rm Eichen-Stöcke; 400 Buchen-, 2190 Eichen-, 60 Nadelholz-Wellen; \ c. im District Höler, sog. Dippelöcher und oberhalb der Brandstelle: 37 rm Buchen-Scheiter; 79,6 rm Buchen-, 8 rm Eichen-, 25 rm Birken- Knüppel; 57 rm Bucken-, 10 rm Eichen-, 9 rm Nadelholz-Stocke; 1810 Buchen-, 120 Eichen-, 210 Nadelholz-, 700 Birken - Wellen; 10 Weitztannen, Schnitt« und Bauholz, von 30-47 cm Mttten- Durchmeffer — 19,05 km. d. am früheren Teich: 4 Eicken-Abschnitte von 41-48 cm Durchmesser und 1,8—7,2 m Lange = 3,62 fm. 1 Erlen-Abschnitt von 32 cm Durchmesser — 0,50 fm. 1 Birnbaum Abschnitt von 56 cm Durckmeffer — 0,99 fm. 28 rm Eichen Scheiter, ca. 1000 Eichen Wellen; 6. am Breuerberg: t m einige Raummeter EichewWerkscheitholz und etwas Brennholz Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Lich nach Garbentetch sogen. Hölereck. , ,,r *. _.n . . Mittwoch, den 8. März, von Vormittags 9i/2 Uhr an im District Wbel-Dersteigerung. Montag den 37. Februar, Nachmittags 3 Uhr, werden in der K. Th. Gläseuer'scheu Wohnung Möbel aller Art, zum Theil fast neu, als: Sophas, wobei ein Pliischsopha, Stühle, Tische, Nähtisch, Waschtisch mit Marmor, Tischdecken, Verticow, Meiderschränke, Teppich, Spiegel, Glas, Porzellan rc. gegen Baarzahlung versteigert. 1771 Hoffmanii, Concursverwalter. HolMrsteiaeruna. Mittwoch i>en 1. Mär;, e 0 IO o Nachmittags von 2 Uhr an. steigert: 230 81 137 28 üoni fm । 1 20a Aeikgeöotenes Das Holz eignet sich für Schreiner-, 3 bis 5 m Länge, Weichholzstamm mit 0,28 Inhalt. Eichenstämme von 2,4 bis 12 m! Länge und 15 bis 94 cm Durch-1 meffer mit 105,40 fm Inhalt, ; rm Eichenfchichtnutzholz von 3 bis: 5 m Länge, * Nadelholzstämme von 4 bis 12 m Länge und 15 bis 37 cm Durchmesser mit 24,07 fm Inhalt, | rm Nadelholzschichtnutzholz Zusammenkunft ist im T)istr. Sichert an der Grenze Bischoffen. (Sopha und 6 Stühle), 1 ovaler Tisch, 1 Ausziehtisch. 2 Sessel. 1S»rrenschretdtisch Diplomaten- tisa»), 1 Commode, 2 Tische, 1 Regulator, 1 Standuhr (Pen« dule), 1 vollständiges Bett, 1 großer Spiegel, 4 Bilder, schöne Nippsachen, 1 fast neue Waschmaschine IDecimalwaage, 1 schwarzer Herrenanzug (fast neu), 6 Polsterstühle. 1 großes Bücherreal u. s. w, mehrere Bände illustr. Zeitschriften. Louis Rothenberger, 1774J GertchtStaxator. Donnerstag den 2. März,: werden im .Wiener ßof*. Neuen« Vormittags 10 Uhr anfangend, werden weg 62, nachb.nannte Mobilien ver- in hiesigen Gemeindewaldungen ver-i steigert: 1 rothe Plüschgarnttur Bau-, Werk- und Grubenholz. Niederweidbach, 23. Febr. 1893. Der Bürgermeister: 1759 Kloos.______ Suppenwürze ist in Fläschchen schon von 65 Pfennig an zu haben bei [1755 E. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße- MAGGI5 SANITAS 1 TOILETTE • FETT - SEI EE C.NAUMANN OFFENBACHS Nur 25 Pfg clas -Stück in allen Seifen (unrenden Geschallen Königs-Heis-Stärke, Unübertroffenes Fabrikat zum Stärkender Wäsche, empfiehlt Ibis Emil Fischbach. r voa ntwerpe 1 ich-iell« Wahrten, gutr Vcnrslkgung. MLgtir Pmfc 1* • ecrW b° V* Issel" >tn Secke-r F** '• Mi S*«w J5'e M fei 7?.°"Ltr« N®i brt Pretiau -rnums des i* Ur. M. «. j. 3S7 ar chnllich folgt: ^luirr« floßt Mr LJ Mhdeo 1890 M" Kadschn Q 16 dit 5 himaL ab luben Äenn @ttfr S1*« mit mgra gestatte ViiJjnn vn Tal ft ilort hauvtstüdttz $2. fein Derfelb bohnnvzch Kadichm,, 'fr«/ rechts -ch wirb, cdatttn, hat l'- gieret t*ent m Leiche ?H«| ^adsahrera, 6rde pi ersi ,U « Hw ^tahrern ^'chm D6 ^enfo 10 langsam ; öa Ltei ,, fyit, fo „j 4. ■ 2*1*4, ^boteii T ödes-Anzeige. Gestern Abend 9/e8 Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden unser so sehr geliebtes Fränzchen im Alter von beinahe 4 Jahren, was wir Freunden und Bekannten tiefbetrübt miltheilen. Gießen, 24. Februar 1893. _1?7Q1___ Die trauernde Familie Kölle. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser innigstgeliebter Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Johannes Peter nach achttägigem schweren Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Gießen, 23. Februar 1893. Die Beerdigung findet statt Sonntag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause, Sichgärten Nr. 37 aus. [1779 Casseler Pädagogium. Klassen Eeria—Secunda Human und Realgymnasialsächcr. Kleine Klassen, besond- Berück sicht Zurückgebliebener. Borbereit. für Einjahrig-Freiwilligen-, Fähnriche-. Abiturienten- u. sonstige Examina. Pension für Auswärtige und Ausländer. Ausnahme jederzeit. Beginn deS neuen Schuljahre« DienS« tag den 11. April d I. Nähere AuS» kunsi und Prospekte unentgeltlich. Dr. phil. H. Warllch. 1695 j «offel. Versteigerungsanzeige. GuftavAdolfs Frauenvercin Biessener ConcertvereiiL dee der 1777 I. Symphonie in H-moll . t. Fr. Schabert. (zwei Sätze) C. M V Weber. Chemblai. t. L A Mozart. v. W Wagner. R Lieder mit Clavierbegleitun<: WmwÄT« T Mn 3-i0)- ,LnE'.t •1 «...i- ,n । der Musikalien - Handlung von Ernst Anfang S Uhr. Der Vorstand. (1613 mässigtem Preise zu haben. Statt jeder besonderen Anzeige Koche Stern Linie i Die tieftrauernden Kinder Giessen, den 24. Februar 1893. 1778 Verein /u Frankfurt (Malo). die Exp. d. Bl 1762 Tmhtni. fest. Familie Hinkler 1773 a) Liel^eetrou b) Ständchen 5. L r*4 a' a NS 4711 cj Liebe u.Gegenliebe v. F. Ries Eintrittskarten für Nkhtmitglieder za Im Auftrag des Vorstandes des Gustao-Adolfs-Frauenvereins: Der Schriftführer: Dr. Naumann, Pfarrer. Die Beerdigung wird stattfinden: Sonntag Nachmittag um 4 Uhr, vom Sterbehause, Marburgerstrasse 13. Grossh. Universität» - Muaikdirecters Herrn Adolf Felchner und Mitwirkung Königl. Säe ha. Hofopernsängerin Frau Marie Wittich aus Dresdee, Tiefbetrübt theilen wir Freunden und Bekannten mit, dass unsere liebe Mutter, die verwittwete sowie de* dun h auswärtige "Künstler verstärkten Vereinsorchesters. Viertes Concert (101. Vereinsjahr) am Sonntag den 26 Februar 1893, Abends 5 Uhr, im Saale des Gesellschaftsvereias. unter Leitung Hochzeit* . . . . Vorspiel zur Oper Lohengrin* firidiber'-'i itn.1 1764] Unserer Frau Wirthin J. L. zu ihrem 50. Geburtstage ein donnerndes Hoch, daß der ganze 9c. B. wackelt und die BierglLser unter den Bierhahnen rappeln Ob se sick woll wat merken leit? II. Sch. J. Sch. Bürgergesellschaft. Sonntag den 26. Februar: Abendunterhaltung in Steins Saalbau. Die verehrlichen Mitglieder werden ersucht, wegen der Größe des Programms pünktlich zu erscheinen. 1775 Frau Pfarrer Minna Georgi, geb. Biidden, heute Morgen um 7J/2 Uhr infolge einer Lungenentzündung im Alter von 71 Jahren sanft entschlafen ist. Redaktion: A. Scheuda. — Druck und Betlag brr Brühl scheu Druckerei (Fr. Lbr. Pietsch) In Siesten Die öcrrtigc Kummer umfaßt 6 Leiten. Aermietyungen. 1765] Echillersiraße 20, zweiter Stock, 4 Zimmer nebst Zubehör, zum 1. Mat zu vermiethen.____ 1766) Wohnung von zwei Zimmern, Küche und Zubehör, zu vermiethen. Gärtner Schneider, Lchifienbergerw. 61. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher theilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben unvergeßlichen Gatten, Vaters, Sohnes, Schwiegersohnes und Bruders sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. 175**) tfirta 20 Tentaer gute» Wrcscnheu, i 5 X, habe abzugeben. Gemisch, König!. Förster in Roßberg Tüchtiger Buchhalter für ein hiesiges (Getreide-Geschäft gesucht. Schriftliche Offerten mit A B beförd. 2. Scene und Arie: „Wie nahte mir4 etc. a. d. .Freischütz* . . . 3. Ouvertüre zur Oper „Anakreon* . . . 4 Rtcitativ und Arie: «Endlich naht sich4 etc aus , Figaros 3 psii. — »1rat'ffurIrr Hant 7 Henri 3?<ät Donnerstag den 2. März 1893, Vormittags 9 Uhr, werben dahier abgängige Inventar- stücke (bierunterungefähr70 wollene Bett-Teppiche >, sowie eine Parthie altes Eisen, Lumpen u. s. w. gegen Baarzahlung an den Meistbietenden versteigert. Marienschloß, 22. Febr. 1893. Gr. Tirection des Landeszuchlhauses. Bornemann. 1760 öiffnitlid)f Versammlung des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus Montag den 27. Februar, Abends S Uhr, im 2aalbau zu Marburg. Tagesordnung: Conservative und Antisemiten. Gäste haben freien Zutritt. 1756 Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 24. Februar 1893. Schkchcourie 1 Uhr 15 Mtn. 1757] Möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen. Neue Löberstraße 11, II. Geehrten llandlungahKnaern empfiehlt Ifnainnfrni eoiDC ur Be- IxUmIüUII Ü1 gftzungalleriruComptoir, Laden, Lager oder für die Reise frei werdenden Stellen der KaufmänelSObb Danksagung! Seit zwei Jabren wm de Id, von ent»; setzticken Magenlriden und Schmerzen gequält. Täglich hatte ich wiederholt Erbrechen, bei dem Ich glaubte, zu sterben. Da wandte ich mich in meiner Noth an den praktischen Homöopath, «lrzt Dr. med. Volvebing in Düsseldorf, der wich in kurzer Zeit wie durch ein Wunder curirte, ohne mich gesehen au baden Ich statte hiermit Herrn Dr. Bolbeding öffentlich den gebübrenden Dank ab. 1964 Eöffern, KrS. Bitburg Jife?. Wittwe Haa». v. I Brahms v. J. Brahms Sanmstangen, öohnenstangkn Karlenpsähle elc. 17821 werden frei auf den Platz geliefert An-' Meldungen und nähere Auskunft ertbellt Gastwirth Hammel, Grünbergerstratze ; 1772] Ein ordentliche« und tüchtiges Mädchen, welches im Kochen und der Hausarbeit bewandert ist, wird sofort! gegen hohen Lohn gesucht. 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