l»"rS "Lb-, h, Dfvilrn '”' **Ä 0011,8 Prvcvi. * SftÄj / unb da °n- tn“'10 ''"d.Ä"L »Böch. ^./I, 20./I, 28.85 28.58 16.90 76.9fr 94.20 94.25 77.90 102 95 20.85 44.20 18.48 103.30 21.20 44.20 C®UN vom US-L88U.8S ,Serb. ®olb: ^kEisenbahu- '•W1880r cono. Lil. D Lold-Anl.' 387 . L priv.Lnl' XU chnLomkn^ru bo. do. Duxer Gold Gold (Sch!.) '-Josef Silber 8«r«nt3teottbi. ieazo Burlington J :imi 1N< • • I Uv" > nidiuu’- y“ / l»*200*1' Mio 104.60 SSÄ Li “ 1893 Nr 2t Erstes Blatt. Zltnts- unb Anzeigeblatt für den Tlreis Gieren MMwoch bett 25. Januar Äebaction, Expeditio» und Druckerei: -chulstratzeAr.^ Fernsprecher 51. vierteljähriger A5onnementsprei»> 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark.50 Pfg. Die Girhener Ii««tkieu blätter Werden dem Anzeiger »öchrntllch dreimal hrigelegt. Der Gteßener Anzeiger erscheint täglich, eil Aufnahme deS Montag-. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. | chratisöeikage: Gießener Kamiüenötatter. 2lmtlid?er Theil Alle Annoncen-Bureaux deS. In» und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Deutscher Reichstag. 28. Sitzung. Montag, 23. Januar 1893. Eingegangen: Novelle zum Postdampfergefetz. Vor Eintritt in die Tagesordnung spricht Abg. Singer sein Bedauern darüber aus, daß dem Abg. Dr. v. Fr ege es Gewohnheit unv Erziehung nicht möglich gemacht haben, se ne Ausführungen in dem Tone zu beantworten, in dem diese Ausführungen "folgt seien. Auf der Tagesordnung steht zunächst zweite Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung. Anstand. Budapest, 22. Januar.. Hiesigen Blättern zufolge wäre der serbische Regent Belimark0witfch heute Nacht tobsüchtig geworden und konnte nur m't schwerer Mühe unschädlich gemacht werden. Belimarkowitsch wird in eine Irrenanstalt gebracht. Belgrad, 22. Januar. Dem „Dnevni List"- zufolge hat die Regierung von der Aussöhnung der königlichen Eltern keine officielle Kenntniß. Die Versöhnung kam ganz unerwartet, selbst die Regenten harten keinerlei Kenntmß davon. — Der serbische Gesandte in Paris meldet, Milan sei seit Neujahr nicht in Paris. — Viele Anhänger und Ver- wandte Milans sandten Glückwunschdepeschen, für welche Milan telegraphisch dankte. Deutsches Reich. Berlin, 23. Januar. Die mit dem Krönungs- und Ordensfest eingeleiteten diesmaligen Winterfestlichkelten am Berliner Hofe erhallen mit dem herangenahten Vermählungsfeste der Prinzessin Margarethe von Preußen und der letzterem unmittelbar folgenden Feier des 34. Ge> burtstages Kaiser Wilhelms ihren Glanz- und Höhepunkt. Zahlreiche Fürstlichkeiten von nah und fern werden dieser erhebenden Doppelfestlichkeit im Schooße des Deutschen Kaiserhauses beiwohnen und die Reichshauptstadt wird darum in diesen Tagen am Hofe sich ein ganz besonders glänzendes und bewegtes Treiben entfalten sehen. Bei dem familiären Tharacter, der den Grundzug beider Feste bildet, ist es selbstverständlich, daß hierbei die Politik nicht in Betracht kommt, aber auch ohne eine politische Umrahmung präsentiren sich die Verwählungsfeier der Prinzessin Margarethe und das Geburtsfest des Kaisers bedeutungsvoll und imposant genug. Die Doppelfeier weist namentlich dadurch ein spezielles bemerkens- werthes Moment auf, daß sie mit den Königen von Sachsen und von Württemberg, sowie mit den Großherzögen von Baden, Hessen und von Weimar fast säwmtliche hervorragenderen Bundesfürsten als Gäste am kaiserlichen Hofe vereinigen wird und vielleicht dürste diese Gelegenheit zu traulicher Aussprache zwischen den erlauchten Fürstlichkeiten über dies und jenes führen. — Die Reichstags - Commission zur Vorberathung der | Die Commission (Berichterstatter Möller) empfiebtt unveränderte Annahme des Entwurfs, sowie Annahme^ einer Resolution um baldigste Vorlegung eines Gesetzentwurfs zur Abhulfe der wbel- tände die daraus entstehen, daß mit Einführung der Einheitszeit m Osten und Westen des Reiches vielfach erhebliche Verschiebungen gegenüber den auf Ortszeit berechneten Zeitbestimmungen des Arbeiter- ^"^Abg.E Brandenburg (Ctr.) bat aus Competenz- "udanderen Gründen tn der Commission gegen dte Vorlage gestimmt Er "blickt in derselben eine einseitige Unterordnung der Verhältnisse des bürgerlichen Lebens unter die Interessen des Eisenbahnbetriebs. Abg. Frhr. v. Heer emann (Ctr.) ist gleichfalls gegen die Vorlage, deren Annahme leider zweifellos sei. Er wolle nicht, daß die gute alte Reit zu Grabe getragen werde, ohne daß Jemand zu ihren Gunsten spreche. Die neue Zeitbestimmung bringe große unnatur- lU6C mTsr»"9™.' Stumm (Rp.) bat rrnfte Sebenten für bte UebergangSzeit und betont die Nothrvendtgkeit der tn der Resolution 6ti°' bemat 8 i> 111 d> e r erkennt baä V°rhand-nl-in °°n U-b-lft-nb-n ans b-r ElnheilSM für bte UeSeraangSwit an. werbe sich eine Erhebung über ben Umfang biefet Uebelftanbe nöfttg machen. Man werde sich übrigens rasch an die neue Zettdestimmung gewöhnen. In Baden, Württemberg und EUaß-Lothringen bestehe die neue Zeitbestimmung bereits seit dem 1. April v. I-, ohne daß Klagen laut geworden seien. Er schließe daraus, daß die befürchteten Uebelstände doch überschätzt würden. - Der Gesetzentwurf wird im Einzelnen gegen bte Stimmen der Mehrheit des Centrums angenommen. Die Resolution wird besonders discutirt. Abg Hirsch (dfr.) spricht gegen dieselbe als gegen eine Durch- 15dier^5)0.^©t!ü)ffoagen (Soc.) verwirft gleichfalls die Resolution im ^b^Bra^ndenEburg (Ctr.) befürwortet die Resolution, durch welche bezüglich der Bestimmungen des Arbeiterschutzgesetzcs der Willensausdruck des Gesetzgebers gewahrt werde. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) vertheidigt die Resolution gegen Abga. Hirsch und Stadthagen. Die Resolution wird abgelehnt. Es folgt erste Berathung der Novelle zum Wuchergesetz. Abg. Dr. Giese (cons.) begrüßt die Vorlage, da eine weitere Beschränkung des Wuchers eine alte Forderung seiner politischen Freunde bilde. Das bisherige Gesetz habe die daran geknüpften Befürchtungen nicht bestätigt und viel Gutes gewirkt; aber der Wucher habe vielfach andere Formen gewählt, um dem Gesetze zu^ entgehen, und dem müsse entgegengetreten werden. Der von dem Gesetzentwurf eingeschlagene Weg sei nach Ueberzeugung seiner Freunde der richtige, sie forderten aber eine gleichmäßige Behandlung des Credit- und des Sachwuchers: der ütztere müsse, auch wenn er nur im einzelnen Falle vor komme, ebenso strafbar sein, wie der Creditwucher. Auch wäre es angezeigt, dem Bewucherten in Gestatt einer im Erkenntnitz zuerkannten Buße eine «Entschädigung zuzusichern, anstatt denselben deshalb auf den Weg der Civilklage zu verwetten. Der schlimmste Wucher liege da vor, wo der Wucherer sein Opfer erst m eine künstliche Rothlage versetze, um dasselbe dann um so sicherer auszubeuten. Es würde sehr verdienstlich sein, wenn Mittel und Wege gefunden Bekanntmachung, betreffend Gesuch der Ersten D utschen Cautionsversickerungs- anstalt „Fides" zu Mannheim um Ertheilung der Erlaubmß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht,^ daß die Erste Deutsche Cautionsversicherungsanstalt „Fides zu Mannheim gemäß Beschluß der Generalversammlung vom 20. v. M. unter Annahme der Firma: „Fides, Erste Deutsche Cautions- und Allgemeine Versicherungs-Anstalt" durch enfc sprechende Aenderung ihrer Statuten ihren Geschäftsbereich auch aus die Unfall- und Lebens-Versicherung erstreckt hat. Gießen, den 21. Januar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Jex Heinze", des Gesetzes zur Bekämpfung der Unsittlichkeit, lehnte nach lebhaften Debatten den Absatz, welcher die Casernirung der Prostituirten ermöglichen sollte, mit 14 gegen 6 Stimmen ab. Da zahlreiche anerkannte Autoritäten sich aus gewichtigen Gründen für die Casernirung der Prostitution ausgesprochen haben, so muß der entgegengesetzte Beschluß der genannten Reichstogs-Commission Befremden erregen. Ob er im Plenum wieder rückgängig gemacht werden wird, erscheint indessen sehr fraglich. — Im Waldenburger Kohlenrevier ist em Strikeversuch gemacht worden. Achtzig Schlepper des Mehrauschachtes in Altlässig versuchten es, einen Strike zu insceniren, sie fanden aber keinen Anhang. Halle a. S., 22. Januar. In der Irrenanstalt Ni et- leben sind bisher 72 Erkrankungen^und 2 6 Todesfälle vorgekommen, gestern 9 Erkrankungen und 7 Todes alle. Zwei Aerzte und eine Wärterin waren erkrankt. Der Gefunv- heitszustand der Stadt ist nach dem Bericht der Santtats- commission vorzüglich. Feuilleton. _______ ) Irrwege. Novelle von F. von Pückler. (19. Fortsetzung.) Kaum daß Waldstein seine Sachen abgelegt und sich erfrischt hatte, machte er sich auf den Weg, Isa aufzusuchen. Tausende von Gedanken kreuzten sein Hirn, bleischwer lags ihm in den Gliedern, denn wenn er auch wußte, seinen Liebling nicht glücklich anzutreffen, so ahnte er doch nicht, daß das schwerste Leid für ein Menschenherz Isa betroffen, — daß sie hatte entsagen müssen der ersten jungen Liebe, dem Traume ihres Lebens, und abermals um des unwürdigen Vaters willen. Er langte vor dem Hause an, worin Constantin Volkert wohnte/ dieser selbst stand mit einem schmutzigen Händler an der Thür und verhandelte eifrig mit diesem. „Der Goldfuchs ist unter Brüdern seine zweitausend Mark werth, ich lasse Ihnen denselben für achtzehnhundert. Wollen Sie das Geschäft machen?" „Ich waiß nicht, Herr Director! Mair saien die Hinter- beene nicht sicher." „Aber ich bitte Sie, das Thier ist aus dem besten königlichen Gestüt und ich würde es nie veräußern, wenn — wenn ick nicht — einen anderen Kauf im Auge hätte." „Se mainen? Wie wärs mit sechszehnhundert Mark?" „Wenn ich sie baar bekomme, nun gut. Ich verliere natürlich bedeutend dabei. Aber heute Abend wird meine Tochter das Thier noch reiten." „Ah, die scheene Donna Bella! Was for 'ne Dame! Se springt so forsch über die höchsten Barrieren und sieht nicht rechts, noch links. Müssen gute Geschäfte mit ihr machen, Herr Director." „Hm ja, aber sie will jetzt wie alle Mädchen heirathen und zwar einen meiner Künstler/ unter uns, sie hätte nach einer Fürstenkrone langen können, freilich war sie klug genug, bei ihrem Beruf zu bleiben. Wenn mir nur das junge Paar nicht untreu wird und etwa nach England geht. Also, Herr Hirsch, wollen Sie mir die sechszehnhundert Mark gleich baar zahlen? Hier haben Sie ein Blllet für die Abend- Vorstellung und nach derselben nehmen Sie das edle Thier gleich mit." „Schön, Herr Dircctor, ich will Sie das Geld aufzählen. Kommen Se man ins Haus —" Voll Abscheu und Verachtung wandte sich Waldstein ab. Welch eine niedrige Natur war doch dieser Volkert, der aus Reclame seines einzigen Kindes schmerzlichstes Geheimniß vor einem Pferdehändler enthüllte. „Melden Sie mich bei Fräulein Volkert," befahl er kurz dem ihm öffnenden Dienstmädchen und reichte ihr seine Karte/ gleich darauf vernahm er von drinnen einen halb- erstickten Freudenruf, eilige Schritte fliegen herbei und dann lag Isa in seinen Armen, schluchzend vor Freude und Weh. „Onkel Alfred! Du kommst zur rechten Zeit. Hilf Deiner armen Isa/ o, wie ich mich freue, Dich zu haben." „Mein geliebtes Kind, mein theurer Liebling," flüsterte der starke Mann erschüttert, „ich sehne mich ja gleichfalls nach meinem goldenen Sonnenstrahl, denn es ist so einsam und öde ohne Dich und Dein frisches Lachen." „Ich lache nicht mehr, Onkel," murmelte sie in herzzerreißendem Tone, „ich habe es verlernt! Aber die Thränen sind mir geblieben, — sonst müßte ich ersticken. Ach, Onkel Alfred, wie schwer und wie lang ist doch ein Menschenleben !" „Mein armes Kind, was haben sie mit Dir gemacht, daß Du schon so jung zu diesem trüben Lebensresultat kommst?" „O, nicht viel, Onkel Alfred! Ich bin eben eine Kunstreiterin, die man — einem Berufsgenossen zur Frau giebt. Und dies Herz ist so thöricht, einen Mann zu lieben, den es nimmer besitzen darf." „O, meine Isa. Wärst Du nie aus meinem väterlichen Hause geflohen." „Onkel Waldstein, Du kennst ja auch das bittere Leid, entsagen zu müffen, aber doch war es bei Dir anders, denn meine Mutter liebte eben jenen Anderen und Dich nicht. Und ich — Onkel Alfred, fühle, wie es in meinen Schläfen klopft/ ich meine, man hat mir den Lebensnerv durchschnitten, als ich von ihm scheiden mußte." „Armes Kind, es stirbt sich eben nicht am gebrochenen Herzen, sonst würde manch armes Erdenkind in das Grab sinken." „Und hast Du keinen Trost für mich?/ „Doch! Droben lebt ein ewiger Gott, welcher das Leid abwägt, welches er seinen Menschen bestimmr. Und wenn es genug ist, dann winkt er, damit sie nicht unter ihrer Last zu Grunde gehen." „Du hast recht, Onkel, und doch meine ich, das Elend nicht tragen zu können, das aus mich herabsinkt." „Isa, reitest Du heute Abend?" „Ja," nickte sie müde, „und zwar auf Vaters Befehl als Amazone im Goldcüraß. O, theurer Onkel, vielleicht giebt es tm großen, weiten Circus Menschen, welche mich beneiden um all den Glanz und den Beifall, der mich um- giebt. Wohl ihnen, wenn sie nicht wissen, wie traurig das Herz unter der schimmernden Hülle pocht und wie manche Thräne die starren, trockenen Augen geweint haben." „Ich werde hingehen, — um Dich zu sehen, Kind!" „Thue es, Onkel Alfred, dann weiß ich doch, für wen ich meine Kunst ausübe." „Aber — Prinz Arloff begleitet mich." Sie zuckle unmerklich zusammen, die feinen Lippen bebten qualvoll: „Weßhalb eine neue Tortur? Aber sei es drum — so sehe ich ihn doch noch ein letztesmal." „Weßhalb, Isa, verkauft Dein Vater den Goldfuchs, welchen Du heute Abend reitest?" Das junge Mädchen blickte erstaunt in die Höhe. „O, davon ist keine Rede. Das Thier ist ein Prachtexemplar und für uns unersetzlich." (Fortsetzung folgt.) werden könnten, um dieser schlimmsten Art von Wucher zu begegnen. Seine Freunde stimmten der Vorlage ,u und würden nur einige Erwetterungen derselben beantragen. (Bravo rechts.) Abg. Dr. Horwitz (frt) bestreitet mit Berufung auf die Justizstatistik, datz der Wucher dermaßen überhand genommen habe, um ein neues Gesetz nolhwendig zu machen. Tas moralische Niveau deS Bewucherten stehe in den meisten Fällen dem des Wucherer- gleich. Mit Wuchergesetzen treffe man auch zumeist den Hauptschuldigen nicht: man treffe den Vermittler, nicht den eigentlichen Geldgeber. Tas Gesetz werde große Hemmnisse im Geschäftsverkehr zur Folge haben; der Darleiher werde damit von vornherein verdächtig gemocht und derselbe sei nie sicher, daß nicht das Gesetz zu einer Handhabe der Bosheit gegen ihn gemacht werde. Staatssecretär im Neichsjustizamt Hanauer: Tie verbündeten Regierungen seien bei der Vorlage durch Wünsche des Hauses be- einstußt gewesen. Es handle sich auch nicht um eine Umgestaltung, sondern um eine Ergänzung des bestehenden Gesetzes. Die bervor- getretenen Klagen über den Wucher könnten nicht unberücksichtigt bleiben. Wenn man sie nicht ganz beseitigen könne, so sei dies kein Grund, die Hände müßig in den Schooß zu legen- Bei Ausstellung des Entwutss würden Bedenken laut, ob man bezüglich des Sachwuchers so weit gehen dürse, als es in der Vorlage geschehen. Das legitime Geschäft solle ja nicht getroffen werden. Die Fassung des Entwurfs schließe aber eine Beschränkung des legitimen Geschäfts aus. Ahg. Frhr. o. Buol (Ekr.) stellt sich in Bezug auf die Tendenz auf den Standpunkt des Entwurfs, indem er den vorgeschlagenen Erweiterungen desselben nicht zustimme und andererseits die Bedenken gegen den Entwurf selbst nicht thetlen könne. Ein einmaliger Fall von Sachwucher könne schon den Charakter des Gewerbsmäßigen tragen, in welchem Falle nach der Vorlage die Bestrafung eintrete. Dr. Giese habe eben gewerbsmäßig und gewohnheitsmäßig verwechselt. Die Vorlage bilde eine nothwendige Ergänzung deS Wuchergesetzes. Weiterberathuna morgen 1 Uhr. Außerdem Vorlagen betr. die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstretligkeiten und betr. den Verrath militärischer Geheimnisie. Wahlprüfungen. Neueste Uac^ricbtcn. Karlsruhe, 23. Januar. Hoscapellmeister Vincenz Bachner starb gestern Nachmittag um 4*/2 Uhr an den Folgen deS am vorigen Donnerstag erlittenen Schlaganfalls. Wie«, 23. Januar. Die „Sonntagszeitung" kündigt die Einbringung einer Vorlage betreffs Erhöhung des Friedens ft andes des Heeres an. Wien, 23. Januar. Fürst Ferdin and von Bulgarien verbleibt 14 Tage in München. Als seine zukünftige Braut wird eine bayerische Prinzessin oder eine Verwandte der Herzogin Clementine bezeichnet. Rom, 23. Januar. Der Director der hiesigen Filiale der Bank von Neapel wurde als Priester verkleidet verhaftet. Paris, 23. Januar. Die Vorstellungen des österreichischen Botschafters über die Bezichtigung der Pariser Preffe, die Diplomatie des Dreibundes habe die Verdächtigung MohrenheimS inspirirt, machten einen erheblichen Eindruck, zumal das Gerücht hartnäckig circulirte, der Botschafter Mohrenheim solle durch einen gewöhnlichen Geschäftsträger ersetzt werden. Paris, 23. Januar. Der Untersuchungsrichter Franque- ville erließ einen Verhaftsbefehl gegen Arton, dessen Aufenthalt verrathen wurde. Amsterdam, 23. Januar. Zahlreiche Hausbesitzer erhielten Drohbriefe, worin angekündigt wird, ihre Häuser würden mit Dynamit in die Luft gesprengt, wenii nicht den Arbeitslosen eine größere Summe gewidmet werde. Saint Louis, 23. Januar. Die Großniederlagen von Carondelet sind vollständig verbrannt, eine Million Korn und V2 Million Oelfrüchte wurden vernichtet. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 23. Januar. Der Kaiser hat die Wahl des Rechtsanwalts Kirschner (Breslau) zum zweiten Bürgermeister von Berlin bestätigt. Berlin, 23. Januar. Zu Ehren der Prinzessin-Braut Margarethe fand heute Nachmittag ein Retterfest statt, veranstaltet vom 1. Gardedragoner-Regiment, an dem Kaiser, Kaiserin, Braut und Bräutigam, Friedrich Carl von Hessen, sowie sämmtliche hier anwesenden Fürstlichkeiten, darunter der König von Sachsen, theilnahmen. Das Fest nahm einen glänzenden Verlauf. Abends 7*/2 Uhr war Galatafcl beim Kaiserpaare, wozu 300 Einladungen ergangen sind. Paris, 23. Januar. Der „Soir" schreibt: Da De la- haye in der Sitzung der Panama Commission vom 21. d. M. keine Beweise für seine Beschuldigungen gegen 104 Deputirte geliefert habe, so müsse die Commission ihre Arbeiten abschließen und Delahaye als Ehrabschneider brandmarken. Paris, 23. Januar. Der Minister des Aeußeren suchte gestern den Botschafter Graf Münster auf, um sein Bedauern über die verleumderischen Angriffe der französischen Presse auf andere Vertreter der Dreibundmächte auszusprechen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 23. Januar. Das Hofmarschallamt hat ein wiederholtes Gesuch Berliner Zeitungen um Zulassung von Berichterstattern zu den Hoffestlichkeiten abschlägig geschieden und zwar, wie behauptet wird, auf directen Befehl des Kaisers. Berlin, 23. Januar. Die „Nationalliberale Corresp." meldet: Im Reichsamt des Innern wurden heute die Be- rathungen über den deutsch-russischen Handelsvertrag wieder ausgenommen. Vorschläge von Rußland liegen augenblicklich nicht vor. Ohne entsprechende Gegenconcessionen dürfte die Gewährung ermäßigter Getreidezölle nicht zu erwarten sein. Die Wiederbelehnung russischer Werthe durch die Reichsbank steht nicht in Frage. Berlin, 23. Januar. Wie die „Börsenzeitung" erfährt, finden Seitens der Conservativen Verhandlungen mit dem Centrum statt, deren Zweck die Gewinnung des Centrums für den Antrag auf Einführung eines Rohspiritus- Monopols, um so die Kosten für die Militärvorlage zu decken. Man hofft so das Centrum geneigt zu machen, die Vorlage anzunehmen- daß die Regierung dem Anträge zustimmt, ist zweifellos. ' Berlin, 23. Januar. Der Polizeipräsident ermächtigte die Heilsarmee, angesichts des Nothstandes ihre Versammlungslocale zu Wärm eh al len und Nachtasylen einzurichten. Nietleben, 23. Januar. Gestern erfolgten 12 Erkrankungen und 4 Todesfälle. Die Gesammtzahl beträgt bis jetzt 84 und 30. Heute findet eine Conserenz des Oberpräsidenten und des Regierungspräsidenten mit Vertretern der Behörden, sowie medicinischcn Sachverständigen statt. Petten- kofer aus München wird erwartet. Leipzig, 23. Januar. Ein Großfeuer zerstörte die in der JohanniSallc belcgene Buchdruckerei von Fischer und Wittich, die Schriftgießerei von Nummrich und die Gravir- anstalt von Born. Der Schaden ist bedeutend. Leipzig, 23. Januar. Eine von 2000 Personen besuchte Versammlung von Arbeitslosen beschloß heute Vormittag nach dem Vortrag deS Abgeordneten Geyer Petitionen an die städtischen Behörden, an das sächsische gcsammte Ministerium und die Reichsregierung zu richten, um zu veranlassen, daß dieselben für die Linderung des Nothstandes sorgen. Der Redner kritisirte scharf die Aeußerung v. Böttichers im Reichstage, wo. ach die Verhältniffe Sachsens günstige geworden seien und bezeichnete dies als der Wahrheit nicht entsprechend. München, 23. Januar. Infolge starker Schneeverwehungen und deS immer dichter fallenden Schnees ist der Betrieb auf dcu Bahnstrecken LandSberg-Schongau, Traunstein-Trostberg,. Roth-Greding, Schwaben Erding und auf der Jsarthalbahn für unbestimmte Zeit eingestellt worden. Stimmt- liche Züge treffen mit großen Verspätungen ein. Die Schnecmaffcn auf der Strecke München-Freising liegen drei- vicrtel Meter hoch. Cocatcs uttb provinzielles. Gieße«, 24. Januar 1893. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 2 6. Januar 1893, Nachmittags 4 Uhr: 1.» Errichtung eines neuen Pferdeschlachtraumes und eines Pferdestalles. 2. Unterhaltung des Schulhauses auf dem Oswaldsberg (Aliceschule). 3. Ausbau der Nordanlage. 4. Unterhaltung des Schulhauses am Asterweg (Erweiterte Handwerkerschule). 5. Herstellungen im Leichenhause auf dem Friedhöfe. 6. Vergrößerung des Friedhofs. 7. Beschaffung von Straßenschildern und Hausnummern. 8. Verkauf der Restparzelle des Plockischen Hospitals Flur X und VII Nr. 103 867/iooo an die Stadt. 9. Baugesuch des Gottlieb Nauheimer für die Bleichstraße. 10. Decretur von Kostenrechnungen. 11. Gesuch des Friedrich Kröll zu Gießen um Wirthschaftsconcession für die Reichshalle, Schützenstraße 1. 12. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe- hier: Wahl einer Commission.. — Neues Theater. Morgen Mittwoch findet und zwar im Abonnement, eine nochmalige und letzte Aufführung des so sehr beliebten Schwankes „Die Orientreise" statt. Diejenigen, welche das lustigste aller Stücke noch nicht gesehen haben, sollten diese Gelegenheit nicht unbenützt vorübergehen lassen, sich einen vergnügten Theaterabend zu verschaffen. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß außer den noch in Aussicht stehenden Gastspielen einiger Berühmtheiten nur noch 5 bis 6 Abonnements - Vorstellungen bis zum Schluß der Saison (17. Februar) stattfinden. — Der Bericht über das Concert des Gießener Concert» Vereins vom Sonntag den 22. Januar mußte wegen Raummangel für die nächste Nummer zurückgestellt werden. — Unter dem Protektorat Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Ludwig vonBattenberg findet Ende Februar ds. Jahres ein Vortrag von Fräulein Dr. Ella Mensch statt, der die Culturbedeutung der Chicagoer Weltausstellung für die allgemeine Frauenarbeit erörtern und im Anschluß hieran eine Charakteristik der Entwickelung geben wird, welche im Groß- herzogthum Hessen in diesem Jahrhundert die Frauenarbeit in humanitärer, pädagogischer und künstlerischer Hinsicht genommen hat und wie die hierbei erzielten Resultate die vom Chicagoer Comitö dringend gewünschte Beitragstellung der Frauen unseres Großherzogthums thatsächlich erfordern. Alle Diejenigen, welche theoretisch oder praktisch dem Thema in irgend einer Weise nahe getreten sind, werden daher höflichst ersucht, ihre diesbezüglichen Mittheilungen nebst kurzem biographischem Abriß an Frl. Dr. Mensch (Darmstadt, Sandstraße 22) gelangen zu lassen, damit diese durch solche Unterstützung im Stande ist, ihr Thema möglichst erschöpfend durchzuführen. — Tag, Stunde und Local des Vortrags, zu welchem man im Interesse der Sache eine große Betheiligung erhofft, wird durch Inserat bekannt gegeben werden. — Unglück. Gestern Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr wurde zwischen hier und Großen-Linden in der Gemarkung Klein-Linden der Bremser Fischer von hier von dem Zug, in dem er selbst als Bremser fuhr, überfahren und sofort g etöb tet. Fischer ist während der Fahrt von seiner Bremse herunter auf das Geleise gefallen. Der Verunglückte hinterläßt Frau und einige Kinder. — In Haft genommen wurden gestern zwei Leute wegen Obdachlosigkeit und zwei wegen Bettelns. § Groß Felda, 23. Januar. In der vorgestrigen Nacht brach gegen 4 Uhr Feuer in der Scheuer der Frau Kaufmann Seip Wittwe aus und legte sie in Asche. Den Anstrengungen der Feuerwehr gelang es, das dicht an die Scheuer grenzende Wohnhaus zu schützen. In der brennen den Scheuer lagerten ein Faß Pulver und Pettoleum. Noch rechtzeitig konnten die gefährlichen Stoffe in Sicherheit gebracht werden. § Gnnzenau, 22. Januar. Gegen die hier stattgefundene Bürgermeisterwahl wurde Reklamation erhoben, da der neu gewählte Bürgermeister Johann Georg Möller eine Gastwirthschaft betreibt. Der Reklamation wurde vom Kreis Ausschuß des Kreises Lauterbach nicht entsprochen und verfügt, daß die Wirthschaft durch Herrn Möller provisorisch , weiter betrieben werden kann. § Wallearod, 22. Januar. Die erhobene Reklamation gegen die Beigeordneten Dahl wurde vom KreiS-Ausschuß des Kreises Lauterbach verworfen und die Reklamanten in die Kosten, sowie Zahlung von 5 Mk. zur KreiSkaffe, verurtheilt. § Vom höheren Vogelsberg, 22. Januar. Infolge deS gestrigen Schneesturmes, welcher eine fast gleichmäßige Schneedecke von zwei Fuß Höhe über die Gegend auSbreitere, ist der Verkehr sehr erschwert worden. Die Kälte hat nach- gelaffen, und wäre zu wünschen, daß bald andere Witterung eintritt, denn hier sind sämmtliche Waffermühlen eingefroren- selbst wohlhabende Landleute, die den Speicher voll Frucht haben, müffen infolge der Unthätigkeit der Mühlen Mehl kaufen, um Brod zu bekommen, kleinere Landwirthe fahren nach entfernteren Großmühlen, um ihre Frucht mahlen zu laffen. Darmstadt, 23. Januar. Der von dem Abgeordneten W o l s s k e h l erstattete Bericht des Finanzausschusses über den Entwurf eines neuen Einkommensteuergesetzes empfiehlt der zweiten Kammer, den Entwurf, deffen wesentlichste neue Bestimmung die Einführung der Declarationspflicht ist, anzunehmen. Der Bericht schlägt gleichzeitig eine Reihe von Aenderungen vor, die namentlich auf eine stärkere Heranziehling der Einkommen über 20,000 Mk. ab- zielen. Auch wird vom Ausschuß analog dem Vorgänge in Preußen vorgeschlagen, daß die von dem Steuerpflichtigen gesetz- oder vertragsmäßig zu entrichtenden Kranken-, Unfall-, Invaliden- rc-, sowie LebenöversicherungSprämien unter 600 M. jährlich am E nkommen abzuziehen sind. Darmstadt, 23. Januar. Der zweiten Kammer ist eine Regierungsvorlage zugegangen, die zur Beschaffung von Mittel« zur Gewährung von Darlehen aus der LandeScreditkaffe die Aufnahme einer weiteren Anleihe im Nennwerthe von zwei Millionen Mark, zu 3*/2 Procent verzinslich, fordert Darmstadt, 22. Januar. Lieutenant Graf Sandizell von den hiesigen Gardedragonern, der jüngst durch einen Sturz vom Pferde sich eine Verletzung am Kopfe zuzog, ist nach hiesigen Blättern gestern Nacht plötzlich tobsüchtig geworden. Er warf die werthvollsten Stücke feines Mobiliar- zum Fenster hinaus und feuerte mehrere Schüsse ab. Der BedauernSwerthe wurde in das Krankenhaus verbrach:. Darmstadt, 23. Januar. Gestern Abend zwischen 8 imö 9 Uhr geriete en in dem Hofraume eines Gastwirthschaft in der großen Ochsengaffe mehrere Bäckergehilsen und ein erst hier zugereister Maler aus Rostock in Streitigkeiten. Nach kurzem Wortwechsel erhielt letzterer hierbei einen Messerstich in den Unterleib. Der Gestochene starb, bevor er in das städtische Hospital gebracht werden konnte. Die betr. Bäckergehilfen wurden sofort fest genommen. Gernsheim, 22. Januar. Fast unzählig war die Menge Derer, welche heute aus Nah und Fern schaarenweise herbeigeeilt waren, um die feststehende Eisdecke des Rhein- zu überschreiten. Die Restauration „zur guten Ouelle" am jenseitigen Ufer war nicht im Stande alle aufzunehmen, welche sich durch ein gutes Glas Rheinwein zu erquiclen beabsichtigten. Schon feit einigen Tagen ist der Verkehr mit Schlitten und sogar mit Lastwagen zu bewerkstelligen. Gestern wurde ein Faß, welches nach Amerika bestimmt ist, von Küfermeister Müller und seinen mackeren Gesellen Philipp und Jakob auf der Eisdecke des Stromes verfertigt und ist dasselbe zur Ansicht ausgestellt. Auch einige Radfahrer ließen es sich nicht nehmen, die Eisdecke zu Rad zu passiren und ist als erster Herr Kaufmann Medikus von hier zu nennen. Hoffentlich wird die soeben bestehende stehende Brücke ohne weitere Gefahr für die Rheinbewohner wieder verschwinden. Mainz, 22. Januar. Trotz des eingetretenen milderen Wetters bewegen sich noch Tausende von Menschen auf dem Eise des RhetneS- es herrschte ein ordentliches Volksfesttreiben, bei dem auch nicht die Carroussels, die Buden und sonstige volksthümliche Belustigungen fehlten. Die gestern vom Schnee verwehten Eisbahnen waren wieder in Ordnung gebracht worden, so daß sich Alt und Jung dem Sport de- Schlittschuhlaufens hingeben konnte. Man unternahm Spaziergänge auf dem Rheine bis nach Biebrich, wo ein reger Verkehr herrschte - die sonst bei dem Mangel einer Brücke und einer ausreichenden Fahrgelegenheit von einander abgetrennten Ufer sandten sich gegenseitig fortwährend Besucher. Ungemein stark war der Besuch des RheingaueS- Bingen und Rüde heim sahen Fremde in solcher Zahl, wie kaum im Sommer. Bemerkt sei übrigens, daß man allenthalben Vorbereitungen trifft, um dem zu erwartenden starken Ei-gange wirksam zu begegnen. Vom Nhei«, 21. Januar. Angestellte Berechnungen der Rhein ft rombau-Verwaltung haben ergeben, daß am 19. d. M. die Eisdecke des Rheines von Dortrecht bi- Düsseldorf 234, von Unkel diü Hönningen 13 und von der Loreley bis Speier 152, mithin insgesammt 339 Kilometer lang gewesen ist. Darmstadt, 24. Januar. (Privatdepesche.) Der zum Tode verurtheilte Schreck erhängte sich im Provinzialarresthause. Der „Obcrhessischc (tzeschichtSvcrein" in Wetzlar. (Schluß.) Der zweite Vortrag des Abends war von Herrn Rector Luerssen in Wetzlar übernommen worden. In Ausführung seines Themas „Zur Geschichte des Reichskammergerichtwährend des Rechtsstillstandes 1690 biö 25. Mai 1693* gab Redner eine Uebersicht über die Schicksale deo Gericht- in den 80er Jahren des.17. Jahrhunderts, über seine Flucht nach Frankfurt und seine endliche Ucberfiebelung nach Wetzlar. Hatten sich anfangs, al- die Verlegung des Kammergericht- au- Speyer der KriegSunruhen halber nothwendig wurde, verschiedene Städte ganz energisch geweigert, dem Gericht m ihren Mauern Aufnahme zu gewähren, so wollte später dieses seinerseits die ihm von Wetzlar eifrigst angebotene den Genüssen des „Vortrags des Vater Kuhn" hin. Nicht wenig trug zu der gehobenen Stimmung, die sich nun bald einstellte, das während der Sitzung eingelaufene Telegramm des Vereinsvorsitzenden bei, worin die Bewilligung eines jährlichen Beitrags von 100 Mark von feiten der Stadt Gießen an den Verein mitgetheilt wurde. Mit diesem Ausflug hat der Verein einen neuen Erfolg zu verzeichnen, denn er hat sich mit ihm die Sympathien unserer Nachbarstadt Wetzlarerworben, wie die sehr z ah lr e i ch en Anmeldungen, die noch im Laufe des Abends aus dem Kreise der Anwesenden geschahen, hinlänglich beweisen. Verkehr, Land, «nd Volksrvirthschafi. Gieße«, 24 Januar. Marktbericht. Aut dem heutigen Nochenmartt kostete: Butler pr. Pst>. ^ 0 8^-1.00, Hühnereier per Stück 8-9 H, 2 Stück - H, Käse pr. St. 6-10 A, Käsematte pr. St. 3 A. Srosen vr. Liter 24 A, Linsen pr. Lster 30 A, Tauben pr. Daar X 0,60—0,80, Hühner pr. Stück A 0,85—120, Hahnen pr ©t X 0,99-1,60, Enten pr. St- X 1,50 bis 1,70, Ochsevfleisch pr. Md 65—72 A- Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50—56 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 40-50 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 40-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00—0,00 X, Weffikraut pr. Stück 5-12 A. Zwiebeln pr. Eentner 8,00—8,60 X, Milch p-. Liter 12—18 A, Gänse pr. M. 48—64 A- Von vielen Leiten laufen Klagen ein über das jetzt im Handel befindliche amerikanische Petroleum. Das sind die Folgen des Kampfes der Amerikaner unter fich.H [223 Dagegen ist russisches Petroleum, Marke Nobel, immer beffer geworden und erhält heute schon zu gleichen Preisen den Vorzug. Literatur unfc ICtMtft — Carnepal 1893. Die »WienerMode'' versendet soeben ein Carnevalsheft mit einer überaus g.oßen Anzahl farbiger Costume, deren reizende Ausführung ungetheilten Beifall finden wird, „dtlder wie die zarte Libelle, das gelbe Phantaste-Costume, die niederländische Dame, der Domino im Stile Henri III. u. v. a. reihen sich dem Besten an, das in Farbendruck überhaupt geboten wird. Das schone Heft ist auch einzeln in den meisten Buchhandlungen erhältlich und kostet nicht mehr, als sonst für eine einzelne Costume - Vorlage gefordert zu werden pflegt. Vermischter. * Berlin, 22. Januar. Die Säuberung der Straßen von den Schneemassen hat der städtischen Straßenreinigung schon schwere Arbeit und große Unkosten verursacht. Die Berliner Straßen umfassen ungefähr 8 000 000 Geviertmeter. Am 14. d. M. fiel Schnee in der Höhe von rund 20 Centimeter, was eine Gesammtmasse von 1 600 000 Cubikmeter ergiebt. Am 16. ds. Mts. fielen 10 Centimeter Schnee. Aus diesen beiden Tagen erwächst also der Straßenreinigung die Aufgabe, 2 400000 Cubikmeter Schnee fortzuschaffen. Die Gespanne würden dazu Monate brauchen, wenn nicht der Witterungswechsel zu Hilfe käme. Die Abfuhr kostet rund 1 Mark für den Cubikmeter, ohne die Löhne für die Hilfsarbeiter, welche 2 Mark täglich betragen, also sür eine Hilfskolonne von 2000 Mann im Ganzen 4000 Mark täglich. Bis jetzt sind für Hilfsarbeiter etwa , 80000 Mark, sür die Abfuhr 205 000 Mark, zusammen also etwa 285 000 Mark ausgegeben, so daß die der Verwaltung zur Verfügung stehenden etatsmäßigen Geldmittel schon jetzt aufgebraucht sind. Daß die Verhältnisse dieses Winters einer großen Anzahl sonst beschästigungsloser Arbeiter lange Zeit hindurch Arbeit und Verdienst schaffen, ist dabei ein erfreulicher Umstand. Eine wesentliche Ersparniß nnd Vereinfachung könnte übrigens vielleicht dadurch herbeigesührt werden, daß man den Schnee innerhalb der Stadt in Gruben zum schmelzen bringt und das Wasser den Canälen zuführt. In London sind dahingehende Versuche bereits vor Jahren angestellt worden, wobei die Schneemassen in solchen Gräben mit Gas geschmolzen wurden, doch ist über den Ausfall dieser Versuche nichts Näheres bekannt geworden. * Berlin, 23. Januar. Aus Posen wird gemeldet: In dem Kohlenbergwerke zu Koszelow in Dombrowa, an der ostpreußischen Grenze, ist eine Kohlenschicht heruntergestürzt. Zwei Obersteiger und sechs Arbeiter sind tobt. * Berlin, 23. Januar. Die Berliner Gewerbeausstellung im Jahre 1896, so schreibt die „Baugewerks- zeitung", darf schon jetzt als vollkommen gesichert gelten, denn es sind in wenigen Tagen 1800 Anmeldungen zum Theil mit sehr warmen Anerkennungsschreiben, beim Arbeitsausschuß eingegangen. Es unterliege keinem Zweifel, daß die Zahl der Aussteller sehr bald 5000 erreichen wird, die Zahl der Aussteller 1879 betrug 2000. Demnächst gedenkt der ge- schäftssührende Ausschuß sich erheb'.ich aus den Kreisen der Anmelder zu verstärken. Diesmal werde sich besonders das Baugewerbe und der Maschinenbau stark betheiligen, wie aus den Anmeldungen ersichtlich. Minister Präsident Graf Eulenburg habe dem geschäftsführenden Ausschuß bereits geantwortet und dem Unternehmen den besten Erfolg gewünscht. * Berliner Elend. Eine Lehrerin an einer Gemeindeschule halte dieser Tage mit einer ihrer Schülerinnen folgendes Zwiegespräch: Du siehst ja so bleich aus. Bist Du krank?' Nein. Hast Du heute Morgen Kaffee getrunken? Nein. Was hast Du zum Frühstück bekommen? Brod. War was darauf? Nein. Was hast Du gestern Mittag gegessen? Nichts. Was gestern Abend? Brod. Trocken? Ja. Wird bei Euch geheizt? Nein. Was ist Dein Vater? Maurer. Was macht er? Er hat Schnee geschippt- aber jetzt ist erkrank, brustkrank. Was macht die Mutter? Sie ist tobt. Wieviel Geschwister seib Ihr? Sieben. * Duisburg, 23. Januar. Nahezu 36,000 Personen überschritten gestern das Rheineis bei Ruhrort-Homberg. * Halberstadt, 23. Januar. Die Eisenbahnverbindungen Halberstadt-Braunschweig-Hannover-Magdeburg sind frei. Im Harz werden statt der Bahnen Schlittenpvsten benutzt. * Rogasen, 20. Januar. In Großstilna tranken drei Arbeiter, die mit Schildhauen auf dem Eise beschäftigt waren, zu ihrer Erwärmung Branntwein. Daraufhin müssen sie wohl eingeschlafen sein- man fand sie nach einigen Stunden starr auf dem Eise liegen. Zwei waren erfroren, der dritte konnte zum Leben zurückgebracht werden. * Mülhausen i. E., 22. Januar. Die von hier flüchtig gegangenen Eheleute Bärenzung und deren Kostgänger, die wegen Verdachtes der Ermordung der kleinen Blanche Kahn verfolgt wurden, sind nach dem „Mülh. Tagebl." aus Belfort hierher ausgeliefert worden. * Elbing, 22. Januar. Das Schwurgericht verurtheilte nach zweitägiger Verhandlung in vergangener Nacht den Arbeiter Colin und dessen Concubine Schnack wegen Raubmordes, begangen an den Geschwistern Fast-Prangenau, zum Tode. Zwei der Beihülfe Angeklagte erhielten ein Jahr beziehentlich sechs Monate Gefängniß. * Sächsische Vieh-Versicherungs-Bank in Dresden. Diese größte und bestfundirte deutsche Anstalt (nicht zu verwechseln mit der Vaterländischen Vieh-Versicherungs- Gesellschaft) hat im verflossenen 20. Rechnungsjahre i wieder einen bedeutenden Erfolg zu verzeichnen. Welches große Vertrauen dieser beliebten und hochangesehencn Bank vom größten bis zum kleinsten Viehbesitzer entgegengebracht wird, beweist der enorme Zugang an neuen Versicherungen. Alle berechtigten Schadensälle wurden mit Mk. 772,083.24 in voller statutarischer Höhe prompt und coulant den Versicherten an ihren Wohnorten ausgezahlt. Trotz der hohen Schäden- leistung hatte kein Versicherter den geringsten Nach- und Zuschuß zu leisten, da die Bank nur zu festen und sehr billigen Prämien versichert, welche sogar zur Erleichterung in zinsfreien Terminen gezahlt werden können. Versicherungs- Capital, Prämien-Einnahme, Prämien-Reserve, Reserve-Fonds, sowie der Capital-Fonds sind beträchtlich gestiegen und bezifferte sich am 1. Januar 1893 die sür Schäden verwendbare Netto- Summe auf über Mark 450,000, wozu noch ca. Mark 900,000 Prämien des laufenden Jahres gerechnet werden. Versichert waren Mark 253,957,430. (Siehe heutiges Agenten- Gesuch.) * Politischer Philosoph. Sachse: „Was ist des deutschen Vaterland? Jst's Bayerland, ist's Steierland?" fragt der beriemde Ernst Moritz Arndt in einem Liede. — Weeß Gnebbchen, wenn er Heike zu Miquels Zeiden gelebt hädde, müßt er'sch: 's ist Steierland. ZLurkin, ßheviot, Delour ca. 140 cm breit ä Mk. 1.75 per Meter versenden jede beliebige Meterzahl dtrect an Private Buxktn-Fabrik-Depot Oettinger & Co., Frankfurt a. M. Muster-Auswahl txr.itwilligst franco. [195 — Der König!. Preußische Herr Minister der öffentlichen Arbeiten bat die Benutzung der früheren Frachtbriesformulare auch bet regelmäßig wiederkehrenden Glückgutiendungen im Localverkebr der preußischen Staatsbahnen geNaitet. Eine wettergehende Zulassung ist nur mit Genehmigung des Bundesratbs angänaig. Die B sckmtz- nahme desselben über zeitweise Weiterbenutzung dieser Formulare im gesummten Verkehr der Deutschen Eisenbahnen ist von Sr. Excrllenz beantragt und in Kürze zu erwarten. In gleicher Angelegenheit thetlt uns die Direclion der Ober- hessischen Eisenbahnen mit, daß sie die bisher gültigen Frachtbries- formulare bis zum 31. März a. c. in ihrem Localverkehr zulasse, so- fern darin der Vordruck für die Declaration der Gefammt-Werth- summe ganz und in dem für die Declaration des Jntensses an> der rechtzeitigen Lieferung bestimmten Vordruck das Wort »rechtzeitig vor der Uebergabe gestrichen worden ist. Großherzogliche Handelskammer. ____________ Koch. — In Folge unserer wiederholten Anträge bet königl. Eifenbahn- Direction Elberfeld und persönlichen Vertretung jener im Beztrks- Etfenbahnrath Köln ist tm künftigen Sommer-Fahrplan der An- schluß des Zuges 7 Creuzthal-Cölbe an den Zug 93 der Main- Weserbahn (Rachm. 122» ab Cölbe nach Cass-l) vorgesehen. Sodann ertölt Zug 1 Laasphe Marburg (damit Zug 1 Frankenberg-Sarnau) Anschluß an den Localzug 408 Marburg Gießen (hier 7* Vorm.) Großherzogliche Handelskammer. Koch. fit*** 61fr<*4*A** dringt ein Bad nur dann, wenn der ^ÖVllCll Kör per zugleich auch gut eingeseift wird. Durch diese Einfeifung wird nicht allein die Hautthättgkett erhöht und belebt, sondern es werden auch dadurch alle Schärfen rasch zur Ausscheidung gebracht und so namentlich dem Wundsein vorgebeugt. Die zu verwendende Seife aber muß natürlich eine ganz vorzügliche milde und reine sein: w.il scharfe Seifen das Uebel der Hautschärfe und Wundseins wesentlich erhöhen. Wir rathen daher Jedem Badenden.an, wenn er der Vortheile des Bades sich ganz erfreuen will, beim Baden sich der trefflichen Doerings Seife mit der Eule zu bedienen, die Resultate lohnen relchlichfl den Versuch. Zu Haden ä 40 Pffl. [170 Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. Unterkunft ablehnen. Da aber schließlich keine Wahl blieb, nahm das Gericht, wenn auch mit Widerwillen, die Ueber- siedelung nach Wetzlar vor. Redner wies an der Hand der Corresponbenz des Reichskammergerichts mit Trier, Mainz, Kaiser unb Reichsconvent nach, baß bas Gericht, bas sich in Wetzlar am 20. Februar 1690 extra judicialiter constituirt hatte, nichts eifriger betrieb, als wieder wegzukommen. Erst Die Sorge um die Existenz seit Sommer 1692 bewog es, bei Kaiser unb Reich auf eine Eröffnung ad interim leibst in Wetzlar zu drängen. Diese Bestrebungen würben zwar auf kurze Zeil burch bie Kriegspanik vom December IbOJ, wo bie Franzosen Rheinsels belagerten, unterbrochen, aber umso eifriger im Frühling des folgenben Jahres toieber ausgenommen, um endlich durch den Erlaß Kaiser Leopolds vom 28. März mit Erfolg gekrönt zu werden. In Anwesenheit des Kammerrichters, Erzbischof Johann Hugo von Trier, fand die Eröffnung ad interim am 25. Mai 1693 statt. Durch die Zeit wurde sie eine definitive: das Reichs- kammergericht hat Wetzlar bis zu seiner Auflösung nicht mehr verlassen. — Nach Herrn Rector Luerssen sprach Herr Professor I)r. B u ch n e r über „die Landgrafen von Hessen als Reichsvögte von Wetzlar." Redner führte etwa Folgendes aus: Der durch Jahrhunderte gepflegte freundschaftliche Verkehr der beiden Nachbarstädte Gießen und Wetzlar wurde mehrfach dadurch gestört, daß der Landgraf von Hessen als kaiserliches Lehen die Erbvogtei über Wetzlar trug. 1378 und 1393 wurde Hermann der Gelehrte durch dieses Ver- hältniß zwischen Stadt und Bürgerschaft Wetzlar gestellt. 1536 huldigt Wetzlar Philipp dem Großmüthigen, 1568 Georg L, 1605 Ludwig V. als Erb- und Schutzfürsten. Daß diese Stellung ihre Dornen hatte und uute^ Umständen recht unbequem werden konnte, beweisen die im Staatsarchiv aufbewahrten Acten so vieler Processe, bie beim Reichs- karnrnergericht gleich vielen anberen unerledigt geblieben sind. 1613, als Ludwig V. Erbvogt war, war zwischen Stadt und Bürgerschaft ein heftiger Streit entbrannt, infolge dessen der Landgraf von der Bürgerschaft um Hilfe angegangen wurde. Mit ansehnlicher Truppenmacht zieht der Schirmvogt von Gießen aus nach Wetzlar und stellt glücklich die Ordnung wieder her. Aber Bürgermeister und Rath klagen beim Reichskammergericht in Speyer gegen viele Bürger wegen Meuterei, wobei gegen den Landgrafen scharfe Hiebe fallen, weil er die Stadt mit Waffengewalt überfallen habe. Auf dem Reichstag zu Regensburg wird eine Commission zur Entscheidung der Streitfrage eingesetzt nnd dem Landgrafen die Sache übertragen. Der stellt denn auch Untersuchungen und Vernehmungen an, setzt Protokolle auf, allein alles vergeblich, bie Sache verläuft im Sanbe. Im Jahre 1750 war das Verhältniß zwischen Stadt und Erbvogt ein gespanntes. Schon 1749 hatte die Metzgerzunft auf-Fastnacht • gegen das Verbot des Rathes einen Umzug bewerkstelligt, wobei es zu einem Zusammenstoß zwischen den Umziehenden und den aufgebotenen Soldaten kam. Letztere wichen zurück, um unnützes Blutvergießen zu vermeiden. Diese Geschichte wiederholte sich 1750 mit dem Unterschied, daß diesmal nicht die Zunft, sondern die Söhne und Knechte der Meister den Umzug veranstalteten. Die Metzger riefen den Reichsvogt gegen das Verbot des Raihes zu Hilfe, allein diesmal behielt die Stadt die Oberhand. Ein sich hieraus entwickelnder Proceß blieb gleichfalls unentschieden. Etwas später wurde die vertragsmäßig kleine hessische Besatzung in Wetzlar allmählich vermehrt, was in der Stadt böses Blut setzte. Es kam 1763 zu einem Bürgeraufstand, in dem die hessischen Truppen entwaffnet wurden. Die Gießener Besatzung rückte daraufhin in Wetzlar ein und stellte die Ruhe wieder her. Noch einmal greifen hessische Soldaten in einen Bürgerzwist ein, indem sie gegen den Willen der Bürgerschaft dem katholischen Theil des Neichskammergerichts zwei Processionen zur Feier der Papstwahl Clemens IV. ermöglichen (1770). — Zum Schluffe gab Herr Dr. genfer eine Uebersicht über bie Kriegsbegebenheiten von Juli bis Mitte September 1796, soweit sie zu Wetzlar und Gießen in Beziehung stehen, und machte hieran anfnüpfenb einige Mittheilungen aus den Auszeichnungen des in Gießen ansässig gewesenen Franzosen Chastel, die recht interessante Einblicke in die damals bei uns herrschenden Zustände gewährten. — Sämmtlichen Rednern wurde der gebührende Dank für ihre lehrreichen Vorträge zu Theil. Alles in allem war es des Guten fast zu viel, was hier geboten wurde und am Schluffe machte sich eine gewisse Abspannung bemerkbar. Mit um so größerem Behagen gab man sich Wichtig für Hausfrauen. Beruh. Curt Pechstein, Wollwaarenfabr. in Mühlhausen i. 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Die f.t festgenonmen. fast unzählig Ivar die Menge nb Fern schaarenweise herbei- ibe Gläbede des Rheins uration „zur guten Quelle" i Stande alle auszunchMn, Aheinwein zu erMen be- i Tagen ist der Verkehr mit ,en zu bewerkstelligen. Gestern Amerika bestimmt ist, von -n wackeren Gesellen Philipp s Stromes verfertigt und ist Auch einige Radsahrer liefen recke zu Rad zu tzasfiren und Medikus von hier zu nennen, stehende stehende Brücke ohne ewohner wieder verschwinden, oh des eingetretenen milderen enöe von Menschen °usidem ächte ein ordentliches Volk-- ie Carroussels, die Buden und ungen sehiten. Die gestern en waren wieder m Ordnung ,lt unb >9 w W. Man unternahm SW > . Biebrich, wo ein reger D iem Mangel einer Brücke u I “’-j ullb«» i- l 339 M-* in insgesamt ----- Der zM ^*1 . 1690 0er* OS WB - Unentbehrlich in jeder Familie. Die fortschreitende Aufklärung, welche in Bezug auf bte gesundheitlichen DJlafenaomen sortgesitzt stattfindet, darüber herrscht kein Zweifel, hat manchen Aberglauben verdrängt und mitfrüheren, thörichten Gebräuchen aufgeräumt. Heute sind wir soweit, daß in jeder sorgsamen Familie dieiemgen Sachen vorräthig, welche in plötzlichen Krankheitsfällen uothig find. So z. B. der Thermometer, Eisbeutel, Jrrigateur und vieles andere mehr. In neuerer Zeit ist nun abermals eine hochwichtige Erfindung gemacht worden, welche nickt fcknell genug jedem Einzelnen zugangtg aemacht werden kann. Wie häufig kommen Verbrennungen, Verbrühungen, Verwundungen, Ouetschungen, Haurao- fchürfungen (Wundsein, Wolf) vor und wie angenehm ist es dann in solchen Fällen, sofort das Beste was es giebt, zur Hand zu haben. Apotheker A. Flügges Myrrhen-C^me (Deutsches Reichspatent Nr. 63592) ist das Mittel, das jedem Leier empfohlen wird, sich zu Hause vorräthig zu halten. Derselbe ist nach Aussage der Aerzte weit wirkungsvoller als Cold-Cream, Cardol-, Glycerine-, Vaseline-, Zinksalbe rc., verdirbt nie und ist in Dosen a Mk. 1 — nebst den ärztlichen Gutachten in den Apotheken^) vorrathtg. Wir sind überzeugt, für unfern Rath den Dank aller Derienegen zu ernten, welche plötzlich das Mittel nölhig Haden. „ *) In Gießen: Pelikanapothete. Myrrhen-Crume rst der patentirte ölige und verdickte Auszug des Myrrenharzes.__ — Die Unkosten und die Mühewaltung, welche der Hausfrau aus der Bereitung befonderer R^convalescenten-Speisen, vor allem concentrirter Fleischbrühen erwachsen, können auf ein Minimum be- fchränkt werden, da Kemmerichs F leifch Pepton, bei einem Gehatt von ca. 60% Eiweißfudstanzen, in Suppen, Wem oder Cacao qemifcht sich als ebenso vorzügliches als h.lliges Stärkungsmittel bewahrt hat. Auch auf Weißbrod gestrichen wird es feines angenehmen Geschmackes und Geiuckes wegen gern genossen. Ueberdies ruft es kemerlei Ber- dauungsstörungen heivor, fondern hebt die gefunkemn Kräfie bald wieder unb trägt wesentlich zur Genesung bet. Kemmerichs Fleisch- Pepton bildet daher eine außerordentliche Erleichterung in Her Pflege von Reconvalescenten, Bleichsüchtigen und all den zahlreich Leidenden, deren Verdauungsapparat nicht normal functionirt. lnbb S. C. Kaiser-Commers Der 8. C. zu Giessen 21 Das präsidirende Corps Starkenburgia Kissinger (XXX) XXX a.c. Giessen, 22. Januar 1893. 756 lieb NenesTheater,Giessen Erhöhung -es Einkommens Mittwoch den 25 Januar 1893: .. i Oeme 0 784 Eichen-Stämme von 14 biß 45 29 9 m 50 Wellen Bucken Reisig, rm 790] Der Vorstand Leun. 763 isitenkarten 9335 351 ^■rau Puth nnd Kinder. ■a 767 Walz. S! Laufbursche gesucht Fresenius. 786 Dermietyungen. 4 pEl. Griech. 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H Lchomber. gnnaob larfbcrg »MW Jdtnlbato tkiliob SMeohalllm Bami Wr v «urtbarbßitlbai pliiogthausm, vtobmtdj tzeillhaafm Wbdmob >5r#iai:8uffif h oitfrMai wiinberg mit $,1 »'S. Sinbn, Zu dem am 26. d. M., Abends 9 Uhr n. pr. im Saale «les Caf45 Leib 'stattfindenden 8. C. Kaisers- Commers erlaubt sich unterfertigter 8. C. seine lieben a. HE. a. HL. nnd Freunde des 8. C. ergebens^ einzuladen. Mit den besten Wünschen ^llle gewerblichen und industriellen Kreise werden mehr oder weniger vom Sinken oes Zinsfußes berührt, am unangenehmsten aber wird Derjenige betroffen, der auf die Zinsen seines Vermögens angewiesen ist. Für solche empfiehlt sich der Abschluß einer Rentenversicherung bei der 1838 gegründeten Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Kn a u t b. fitjl 25 104 (fonnirüurrfahrcn. Das Concursverfahren über das VermögendesMelchiorLchäfcrX. von Wies eck wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Gießen, 20. Januar 1893. Grobherzogliches Amtsgericht. Lomb. E>-B.-Act. Buichtheraber E^B^Acl. Eldtbal-Babrr-Act. Gott Hard-Bahn-Act. Schweizer Nordoft.-B^>ct. Mainzer T^B.-Act. Marienburger E^B^Act. Echluhcourte 1 Uhr 15 Min. 86 75 4 pCt. Ung. Gold-Rmte 1Cd35 5 pCt. Jtal. Rmte 86.75 3 pCt. Poitugreien 18160 131 20 138 00 93 40 99 00 269.60 100 00 Preußischen Renten-perkchcrungs-Anstalt rn Lettin, der größten Rentenversicherung Deutschlands. Die Anstalt gewährt gegen einmalige oder jährliche Einlagen feste, im Voraus bestimmte, sowie mit der Zeit steigende oder aufgesckobene Leibrenten. Sie bietet Demjenigen, welcher sich einkauft, nicht nur Ersatz für andere Speculationen, fondern ein Einkommen in vielleicht doppelter und dreifacher Höhe und einen sorgenfreien Lebensabend, da sie ihm ohne Einfluß auf den hin- und herschwankenden Zinsfuß eine voraus fest bestimmte Rente auszahlt, welche sich durch die Dividende noch rböht, und hastet für die Erfüllung ihrer Verpflichtungen mit nach Millionen zählenden Kapitalien. 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