1893 Dienstag den 24. October '-x. 250 Erstes Blatt BikrkrffLhnger Zlmts- und Anzeigeblatt für den Itrets Gielzen Gratisbeilage: Gießener Jamilienölätter Lnnahmr von Anzeigen zu de» Nachmittag« für den '»sgmden Lag erscheinenden 9himm**rnte|< JU.l F. t>. Ngän tri tzm ibiautt, bti r. Jahren eine Brauerei (dtov- ittt, futt Stelle als W# fr je r. cfl Cfftxftn antfotlltnii’foi ^jJBrfluerfnf^sgrataH^^ öftsWm hiesiges Sotoniolc^ iroä GeM ein Leheliij >1. Wo? iagi dii Wb.d. f! 7ti9] SMttiMÄT «ug. reidei, v MsMIüchiiger Lch«-^ seMändig arbeiten kantD n auf dauernde Arbeit f* ldressen in der Est-d.« gor_____ dje Aammgarv/Mü jtorf uiutnit noch R Arbeiter...^ unsch M ««i?" in dem Müdö DEM -ZG: 5". "k C.TO*n —j Lackfabrii. ? einen M 'en Maea/i»: and)tte für t Vorzug. Offeri ;n {läntn, etj Gietzener Anzeiger Keneral-Mzeiger. oeftönten ©«neralinfpector babei certr.ten wird und in deren I Die Anwelenheit der rulsiichen G°i»w°d-r.Owi'°r(^^.n Pari- Listen der ruhmvolle Nome des König- mehrsoch verzeichnet | ho. inbeffen no« ist, begleitet das Jubiläum mit ber herzlichsten Theilnahme. Wien, 21. October. Bei der anhaltenden Krisis be- chästigt man sich in parlamentarischen Kreisen nur noch mit ber Auslösung beö Reichsrathes. Von verschiedenen Parteien wurden heute die Candidaten für die am Montag 'tattfinoende Wahl aufgestellt. — An dem Ausschuß für die Prager Ausnahme-Verordnung beteiligen sich elf Mitglieder, während gegen dieselbe dreizehn Mitglieder auftreten. Sonach dürfte die Ablehnung der Ausnahme Maßregel sicher sein. Die heutige Sitzung des Ministerrathes oll von besonderer Bedeutung sein; man sieht wichtigen Be- wie in früheren Zeiten. — Bei der Galatafel brachte der Kaiser einen Trinkspruch aus, worin er Namens der gejammten Armee für die vorher ausgesprochenen huldreichen Worte des Königs dankte, sowie seinen persönlichen Dank abstattete für die Annahme der Chesstelle des 2. Garde- Ulanen-Regiments. Der Trinkspruch schloß mit dem Wunsche für das Wohlergehen des Königs. — König Albert sprach seinerseits seinen Dank für die früheren und jetzigen Worte des Kaisers aus und trank auf das Wohl der deutschen Armee. ■ " ........... -ij— Localer unb Provinzieller. Hießen, den 23. October 1893. * * Am gestrigen Sonntage waren aus Anlaß des Geburtstages Ihrer Majestät der Kaiserin die Kasernen, sowie sonstige öffentliche Gebäude beflaggt. * ♦ Jubiläum. Am 30. October dsS. Js. feiert Herr Pfarrer Wilhelm Nebel zu Groß-Gerau, ein geborener Gießener, von 1844 bis 1847 Pfarrvicar zu Kirchberg, in erfreulicher Rüstigkeit sein 50jähriges Dienstjubiläum. **" Znnkermanus Reutervortrag. Herr Aug. Junkermann erzielte gestern Abend im Saale des Gesellschafts- Vereins einen großen Erfolg. Saal und Gallerte waren dicht besetzt. Der auf einer Jubiläumstournü befindliche ausgezeichnete Darsteller Fritz Reuter'scher Dichtungen versteht es wohl wie kein Zweiter, die in diesen Dichtungen gezeichneten Personen dem Publikum zu vergegenwärtigen; lebenswahr traten sie uns gestern in einigen Capiteln aus „Ut mtne Stromtid" entgegen, in meisterhafter Wirkung traf Herr Junkermann sowohl den tiefsten Seelenschmerz, wie die ausgelassenste Komik; in letzterer Beziehung veranlaßte „Die Spatzenfamilie" aus „Hanne Nütte" säst ununterbrochene Heiterkeit bei dem nach jeder Nummer lebhaft Beifall spendenden Publikum. Da Herr Junkermann eS vortrefflich versteht, die niederdeutsche Mundart mit der hochdeutschen Redeweise zu verquicken, so ging dem Hörer so gut wie nichts von dem Borgetragenen verloren. Es ist nach dem gestern uns Gebotenen begreiflich, daß Junkermann im In- und Auslande sich so besonderer Gunst des gebildeten Publikums erfreut. JB. Neues Theater. „Durch die Intendanz", Preislustspiel von Elise Henel. Di» zünftige Kritik hat preisgekrönten Werken gegenüber immer die größte und schärfste Hornbrille den Skepsis aufgesetzt. Ist es doch vom ästhetischen Standpunkte aus eine Geschmacklosigkeit, vom künstlerischen eine Unmöglichkeit, vvm allgemein menschlichen aus eine Grausamkeit, unter vielen hundert Wettbewerbungen ganz positiv zu sagen: das ist das beste Stück. Hier kann meisterhafte Technik ersetzen, was dort Mangel an Handlung verschuldet- dort bühnengerechte Diction verdecken, was hier Schwerfälligkeit des Dialoges zu nichte macht und umgekehrt. Lessing-Contis Ausspruch „Die Kunst geht nach Brod" wird durch die Massenbetheiligung an derartigen „Preis-Concurenz- Ausfchreiben" drastisch illustrirt. — Das Spiel vom vorigen Freitag erzählt von einem jungen, noch unbekannten Schriftsteller, der sich im Bureau der Intendanz nach dem Schicksal seines Jahr für Jahr in jeder gewünschten Umarbeitung eingereichten Stückes erkundigen will. Natürlich trifft er im Vorzimmer einen wunderbaren Engel mit ditto Augen. Nicht natürlich, sondern sehr unwahrscheinlich ist, daß die Dame gerade mit dem Waldau zusammentrifft, dessen reizende Novelle in ihr den Trieb zur Bühnenlaufbahn rege gemacht hat. Der Verfasser räth ihr von diesem gefährlichen Wege ab. Er denkt, an Stelle Thaliens, will ich den „Engel" in meine Arme nehmen. Sein Stück soll — ein Glück kommt selten allein — zu seinem namenlosen Entzücken, am Geburtstag des-Groß- herzogs Premiöre erleben. Ein Wermuthstropfen im Freudenbecher: er kennt den Namen seiner Angebeteten nicht. Doch, „wenn zwei sich lieben mit Gottesflammen, dann geschieht ein Wunder und führt sie zusammen." Auf dem Heiraths- markt der eleganten Welt, einem Balle, treffen sie sich. Die Verlobungskarten könnten ihren goldgeränderten Flug beginnen, aber — wir haben (siehe Theaterzettel) noch drei Acte zu erleben. Ein commerzienräthlicher Vater kann nur einen Schriftsteller mit lucrativem Absatzgeschäft als Schwiegersohn gebrauchen. Ein hochnäsiger und arroganter Oberregisseur, dessen Lorgnette ein paar, für einen Jntriguanten ganz brauchbare, falsche Augen verbirgt, hintertreibt eines weggeschnappten Tanzes wegen (!) die Aufführung des Stückes. Zum Glück ist ein allerliebster, kleiner Backfisch da, der jeder Hygiene zum Trotz eine Unmasse Süßigkeiten vertilgt, darunter auch das Kriegerherz eines schneidigen Adjutanten. Letzterer muß — ftrict nach Befehl des naseweisen Koboldes — über die Klinge springen und sämmtliche Conflicte aus der Welt schaffen. Am Schluß: Segen der Eltern, zwei glückliche Paare, ein preisgekröntes Lustspiel. Die Handlung bewegt sich also in den alten und auögesahrenen Geleisen, welche einst von Jff- land, Raupach und Kotzebue gelegt wurden. Dafür enthält der Dialog feinsinnige Züge und scharf beobachtete Genrebilder auS dem Kleinleben der Gesellschaftswelt, wie sie, in dieser intimen D6tailmalerei, nur dem Frauenauge offenkundig werden können. Die Charactcre, besonders die männlichen, sind in weichen, verschwommenen, frauenhaften Linien gezeichnet. Eine wirklich gelungene Figur, der Journalist Strohberger, der keck und verwegen aus dem conventionellen Rahmen hervortritt, ist leider nur Träger einer ganz kleinen Episodenrolle. Herr Raschig spielte dieselbe etwas lahm, doch mit Erfolg, den unlohnenden Versuch abgerechnet, die dichterischen Intentionen an einer Stelle noch zu übertrumpfen, wodurch die nachhaltige Wirkung einer vornehmen DarstellungSweise weichen mußte der Augenblicksheiterkeit, welche die Carricatur zu erregen pflegt. Herr Ni em ei er als Hoftheater-Jntendant war eindrucksvoll wie immer, schade, daß der Darsteller mitunter zu starke Accente gebraucht, was er bei feinen guten natürlichen Mitteln gar nicht nöthig hat DaS commerjien* räthliche Ehepaar sand in seiner männlichen Halste durch Herrn Paul Ernst die von diesem verständigen Schauspieler gewohnte tact- und maßvolle Vertretung; seine Frau (Frau Wehn) (sie hatte eine Menagerie en miniature auf ihrem Ballkleide) ist eine gute Sprecherin - nur ließ manches geistreiche Aperxu, da- leicht hingeworfen werden müßte, die Absichtlichkeit merken. Frau Anni ReinerS gab die „in drei Monaten erst 17 Jahre alte Jungfer Naseweis und Altklug" mit Temperament- die koboldische Ausgelassenheit und das silberhelle Lachen erinnerten, nicht zum Nachtheil der kleinen Hedwig, an Puck'S neckische Schelmenqeftalt. Herrn Reiff S (Lieutenant Baron Paul Alexander Theodor von — zu :c.) elegantes und siegesbewußtes Auftreten schien zu künden, daß I er dereinst auch an der MajorSecke nicht feteitern wird. Fräulein Schumann verdient als Marie alles Lob- nur war sie in den letzten Acten zu elegisch. Sanfte Schwer- rnuth wurde Sentimentalität. Herr Gohr traf als Ober- regiffeur den richtigen arroganten Ton. Don einem Bösewicht hatte er nichts als die bekannte intriguante Ecke an der Stirnfrisur. Jetzt noch der Held (Waldau). Herr Stückel hat sich erheblich gebessert- hoffentlich ist die Lustspielfeder dieses Schriftstellers flüssiger als seine sprachliche Conversationsgabe. — DaS Stück war sorgfältig einstudirt, das Publikum sehr animirt; es schien so recht mitzuempfinden. Doch wenn auf dramatischem Gebiet dem Publikum vom Schriftsteller gehuldigt wird und dieses wiederum dem Schriftsteller huldigt, so bedeutet die beiderseitige Harmonie, mit seltenen Ausnahmen, eine Dissonanz für den Sänger des literaturgeschichtlichen Epos. ** Stenographisches. Der hiesige Gabelsberger Steno- graphen-Verein läßt, wie' aus dem Anzeigentheil zu ersehen ist, Dienstag den 24. d. M. in einem von der Universitätsbehörde in entgegenkommendster Weise zur Versügung gestellten Hörsaale im Universitätsgebäude einen AnfangS- Unterrichts-Cursus in der Gabelsberger'schen Stenographie eröffnen, worauf wir bei dem unbestrittenen Nutzen derselben für alle Diejenigen, welche schriftliche Arbeiten zu besorgen haben, nochmals Hinweisen möchten. Für solche, die schon früher Stenographie erlernt haben, wird ein Wieder- holungs- und Fortbildungscursus, sowie ein DebattenschriftS- cursus abgehalten werden. Dieselben beginnen Montag den 23. October im Dereinszimmer (Cafv Ebel) und werden auch besonders diejenigen Gabelsberger Stenographen, die dem Vereine noch nicht angehören, hierauf aufmerksam gemacht und aufgefordert, demselben beizutreten. Für einen ganz geringen Vereinsbeitrag ist den Mitgliedern Gelegenheit geboten, diese Fortbildungscurse, sowie die Büchersammlung und die sonstigen Einrichtungen des Vereins zu benutzen. * * Unfug. Am Freitag Abend belustigten sich vier junge Herren, angeblich Studenten, am Neuenweg dadurch, daß einer derselben einen Hund an vorübergehende Mädchen hetzte und diese dadurch ängstigte. Einigen hinzugekommenen älteren Herren war es zu verdanken, daß dem Betreffenden eine Tracht Prügel erspart blieb, die ihm von jungen Leuten wegen dieser Heldenthat zugedacht war. * * Plötzlicher Tod. Am Samstag Abend starb plötzlich in einer hiesigen Wirthschaft der Taglöhner Johannes Best aus Lumda. Als Todesursache wird Herzschlag angenommen. Die Leiche wurde in das Leichenhaus verbracht. * * Verhaftet wurde am vorigen Samstag ein Arbeiter von auswärts wegen Trunkenheit und Ruhestörung und ein Lehrling wegen Unterschlagung. In der verflossenen Nacht wurden verhaftet ein Kellner wegen Trunkenheit und ein Arbeiter wegen Obdachlosigkeit. * * Anerkennung einer edlen That. Dem Schiffer Adam Schmitt in Nierstein wurde in Anerkennung der von demselben am 12. September dss. Js. mit Muth und Ent- schlossenheü, sowie eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des Kindes des Heinrich Wittenberger von da vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie verliehen.; * * Ja Amerika verstorbene Hessen. New-Aork, N. A. Philipp Wagner, 84 Jahre alt, aus Framersheim, Kreis Alzey. Louis Helfer ich, 40 Jahre alt, aus Mommenheim, Kreis Oppenheim. Dorothea Schäfer, geb. Diehl, aus Affenheim, Kreis Friedberg. — Jersey City, N. I. Stephan Keßler aus Hambach, Kreis Heppenheim (ehe mals Besitzer der Hahn-Mühle bei Bensheim). — Sommer» ville, N. I. Jacob Reich, 77 Jahre alt, aus Framersheim, Kreis Alzey. ♦ * Postalisches. Werthvolle Gegenstände in gewöhnlichen Nachnahmebriefen werden nicht selten verschickt, da angenommen wird, daß die Angabe des Nachnahmebetrages mit der Werth- angabe gleichbedeutend sei. Letztere Voraussetzung ist indessen nicht zutreffend. Denn nach der Postordnung gilt der Vermerk über Postnachnahme nicht als Werthangabe; Nachnahmesendungen werden nur dann als Werthsendungen behandelt, wenn auf der Sendung außer dem Nachnahmebetrag ausdrücklich ein Werth angegeben ist- auch kann nur in diesem Falle bei eintretendem Verluste seitens der Postverwaltung Ersatz geleistet werden. Bei Nachnahmebriefen, deren Inhalt von Werth ist, empfiehlt es sich daher, von der Werthangabe ober der Einschreibung Gebrauch zu machen. *♦ lieber die Bewährung der Sonntagsruhe schreibt in seinem neuen Jahresbericht für 1892/93 der „kaufmännische Verein" in Bochum: „ES blieb natürlich nicht auS, daß sich nach Inkrafttreten des SonntagSruhegesetzes mancher Widerspruch der thatsächlich oder vermeintlich hierdurch geschädigten Geschäftsinhaber geltend machte, und es ist gewiß nicht zu verkennen, daß bei einer derartig einschneidenden Neuerung ein Theil der Gesammtheit vorübergehend eine gewisse Benachtheiligung erleidet, die aber gegenüber der auf dem Spiele stehenden Erhaltung deS körperlichen und geistigen Wohles eines ganzen Standes nicht ins Gewicht fallen dürste. Wir können überdies heute, nachdem daS Gesetz mehr als dreiviertel Jahre wirksam gewesen, feststellen, daß fast aller Orten die ursprünglich sehr heftigen Bekämpfungen der neuen Einrichtung aufgehört haben und daß sogar viele Gegner der Sonntagsruhe jetzt Freunde derselben geworden sind. Bedeutende Firmen erklären, daß der früher gerade an Sonntagen übermäßige Andrang der Käufer sich jetzt auf die ganze Woche vertheile und insbesondere die vordem stets inS Tressen geführte Lait kundschaft sich durchweg sehr bald mit dieser Einrichtung , freundet habe." • • Ta8 „Briefrecht". Ein soeben erschienenes juristsschr, Werk: „Das Recht an Briefen" von Prof. Dr. I. R0|k- enthält fo viel für die GeschäftScorrespondenz bodiroidnu- Rechtsverhältnisse, daß wir nicht verfehlen wollen, auf by Werk aufmerksam zu machen, und jedem Sausmanne raifa die darin ausgesprochenen Sätze wohl zu beachten. AuS reichen Inhalt seien beliebig nur einige Sätze alS Rachwrs dafür herauSgegriffen, daß die Beachtung deS Inhalt« i.? die HandelSwelt wirklich wichtig fein kann: Der Empfang? wird durch die Annahme deS Briefe« zum Eigenthümer de selben- der Absender hat nicht mehr daS Recht, den 8rtJ zurückzuverlangen. — Briefe, d c an einen Theilhaber Angestellten eines Geschäfts gerichtet, aber Angelegen^-.y des GefchäftSherrn betreffen, gehören nicht dem Adressen fonbem bem GefchäftSherrn. — Die Veröffentlichung rnti Briefes zur Selbstvertheidigung gegen die Angriffe der Per'», welche den Brief geschrieben hat, ist keine Vertrauende erlege Gegen die Angriffe eine- Dritten steht dem Empfänger h gegen das Recht der Veröffentlichung von Briefen »ich: - Briefe dürfen durch Execution nicht abgefordert und werthet, z. B. als Autographeu verkauft werden. — tu Beweis vor Gericht gilt ein Brief, wenn er in ehrütn Weise vom Absender in die Hände deS Empfänger« gelacr — Dem Edemanne wird allgemein daS Recht zuerkannt, r? an seine Ehefrau gerichteten Briefe ohne bereu Erlaubmß p erbrechen. Dagegen steht der Frau das Recht der Vnr eröffnung bei den an ihren Gatten gerichteten Brtssa nicht zu. * * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich oetfeiji Die am linken Auge blinde Ehefrau deS Johann Hosmoni Viktoria, geb. Wesola au« Uttenbach, zuletzt Dienstmagd n Burg-Gemünden, von der Staatsanwaltschaft in Gießo wegen Körperverletzung- der Kuhschweizer Iako b Kupfer- schmidt aus dem Kanton Bern von derselben wegen Dtet> stahl-- der Schneidergeselle Friedrich Lechleitner bn Luzern, zuletzt in Gießen, von der Staatsanwaltschaft ü Gießen wegen Urkundenfälschung- der Schlossergefelle i¥ j Lehmann, alias Max ©lüber von Suhl vom Ami« anwalt in Offenbach (Reat unbekannt)- die Dienstmagd El,fr Müller von Eltville von demselben wegen Betrug- bet Handarbeiter Philipp Kloster von Abenheim, zulest Bretzenheim, von demselben wegen Körperverletzung dec Maurer Julius Stellwagen von Framersheim dc ?. ... vorn Amtsgericht Oppenheim wegen Landstreicheret btt Töpfer Emil Friedrich Karl Trappe von ©tralfur: vom Polizeiamt Mainz wegen Diebstahl«: der Schlosst. Jacob Wittmann von Ober-Modau, zuletzt in Darmstadt vom dortigen Amtsanwalt I wegen Betrug« - Hausbur'ch Peter Wißmann von Pfungstadt von demselben weg« Diebstahls. E. Echzell, 18. October. Eine Familie in dem an 20 Minuten von hier entfernten Dorfe Bisse« ist durch da Kinderwürgengel Diphtheritis in tiefe Trauer oerffy worden, denn die mörderische Krankheit raffte die zwo blühenden Knaben jener Familie einige Stunden hinter et» ander weg. Die Knaben standen im Alter von 10 und II Jahren - der eine starb Abends, der andere früh am folgende. Morgen. Zwölf Stunden später (Abends nach 6 Uhr) faii die Beerdigung der beiden Kinder statt. Die tief betrübte Eltern werden allgemein bedauert. — Wir theileu biefn schmerzlichen Fall besonders um deßwillen mit, auf daß überall, wo die Seuche auftritt, die größte Vorsicht gegen Ansteckung und Verschleppung angewandt werden möchte. Bei brr /e|f herrschenden nassen Witterung erkälten sich die Kinder leit und sind für Ansteckung mehr geneigt als bei nodtntn, sonnigem Wetter. Unsere Landbewohner sind aber trotz aün Belehrung noch sehr unvorsichtig- ja sie haben vielfach rot ganz fatalistische Anschauungen, indem sie glauben: wa-einer Menschen geschehen soll, das widerfährt ihm, einerlei, ob i vorsichtig ist oder nicht. So lange noch solche Ansicht» herrschen, helfen die sorgfältigsten Bestimmungen der Medicina- und Verwaltungsbehörden nicht viel. L. li Büdingen, 22. October. Mit unserer eit • triften Beleuchtung scheint eS nunmehr Ernst werd-, zu wollen, nachdem Sc. Durchlaucht Fürst Bruno zu UsenburM Büdingen den Entschluß ausgesprochen hat, sür die Beleuchte. des Schlosses etwa 100 Glühlampen einzurichten. Herr Dr. May von Frankfurt machte demzufolge am SamS:^ feine Aufwartung und unterbreitete feine Vorschläge für d: Installation. Se. Durchlaucht der Fürst hat durch he- kräftige und einsichtsvolle Förderung dieses, für unsere L:a' so hochbedeutsamen Unternehmens eine entschiedende Deodun herbeigeführt, welche bad Gelingen mit ziemlicher (si4 Reparaturen und Reinigungen jeder Art bei billiger nud pünktlicher Bedienung. Walz. 8913 Dermiethungen. ftr die in der Gemarkung Wieseck Der vorüalld des Gabelsberger Stellographell-Derems. 8839 HLODIN WRI dieser 'Schutz- Marke 3M6T Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. Nur ächt mit Mark 1.25 Mark 2.— Bekanntmachung. 500 Lindenstämme, 3 Meter hoch, tn Freien ohne Stangen gezogen, in Pflanzgarten der Forstwartei Lorderwald können durch Forstwart Ci fe in Lich ä Stück zu 40 Pfg. ^gegeben werden. Lich, am 21. October 1893. ßroßherzogliche Bürgermeisterei Lich. Wiesenverpachtung. Montag Nachmittag, den 3D, Cctobcr d. I., werden in vagen von Frames: eim wegen Landstichv. i Karl Itapp{»rote segen Diebstahls la Bi. Ober-Modau, zuletzt iaDvr. I Wegen Bmugt; fyAr. tyim/j/tabt Don btmftlbtn 1-; filizerung bekannt gegebenen Bedin- Erf. LeidenSbeschr. u. Ang. ob Füße kalt guii1 gen durch mich auf längere Zeit Stenographie-Unterricht. Dienstag, 24 Oktober, Abends 8 Uhr, beginnt in einem Lehrsaal des Universitäts-Gebäudes ein neuer Anfangs-Unter- richts-Cursus in der Rettungskähne zu „retten", die streng ressortmäßige Aeuße- rung zu thun: „DaS ist Sache des Marineministers!" * Ueber die Poesie der Dreschtenne und die auf ihr heimischen Gebräuche veröffentlichte vor längerer Zeit L. v. Hörmanns eine Studie, welche folgende Mittheilung vom Schwank „des letzten Drischelschlags" giebt, wie er im Ober- Innthal sich findet: Nach altem Glauben denkt man sich in den wogenden Halmen der Kornfelder ein dämonisches Wesen, den Kornhund oder den Kornwolf, verborgen, der nun mit der letzten Garbe gefangen und mit dem letzten Drischelschlag getödtet wird. Dieser zweifelhaften Ehre sammt sich den daran schließenden unangenehmen Folgen zu entgehen, hütet sich nun jeder Drescher auf das Sorgfältigste. Doch das ist schwer, wenn auch jeder mit größter Aufmerksamkeit auf den „Tennenmeister", der durch den „Vorschlags den Gang des Dreschacles angiebt, heimlich hinüberschielt. Denn dieser erhebt beim Dreschen der letzten „Schanze", die bereits ausgedroschen auf der Tenne liegt, plötzlich den Flegel. Wer nun alsbald noch einen Schlag macht, der hat den „Hund" erschlagen. Nun giebt es ein wahres Faschingskunterbunt. Unter Lärm und Gelächter wird derselbe gleich erfaßt. Während die Einen ihm mit „wiechem" (fettem) Ruß tüchtig das Gesicht einreiben, binden andere drei Kränze aus Stroh und setzen ihm diese auf. Ein Strang kommt um den Kopf herum, zwei andere werden in Kreuzesform darüber gewölbt und zur Vervollständigung der Narrenhaube noch mit rothen Bändern durchflochten. Nun setzen die übrigen Drescher den Gefoppten auf einen Wagen oder Karren und ziehen ihn jauchzend durch das ganze Dorf, wo alles natürlich aus den Häusern läuft, um die Cornödie anzusehen. Neben dem armen Sünder sitzen zwei seiner Kameraden, die ihn mit lächerlichen Ehrenbezeugungen überhäufen. Schließlich geht es zum Mahl. Man führt den „Drischelkönig" zum Ehrenplatz, vor welchem zwei Teller stehen. Auf dem einen liegen die besten Bissen, auf dem zweiten — Hühnermist, daneben Messer und Gabel. Neues Gelächter bricht los und eine Fluth von derben Witzen überschüttet aufs neue den Helden des Tages, bis ihm endlich nach dem Essen der Strohkranz abgenommen wird. vermischtes. * Berlin, 21. October. Der Ausschuß der Stadtverordneten - Versammlung trat gestern zu einer Berathung der Magistrats-Vorlage, behufs Errichtung eines zweiten Berliner RathhauseS, zusammen. Die getroffene Vor- ol ftlmmung ergab eine Majorität für die Vorlage. * Berlin, 20. October. Der Hauptmann Lodemann com Cadettencorps in Lichterfelde hat sich erschossen. Er v«r seit längerer Zeit herzleidend. * Zittau, 21. October. Der Maurer Schandertödtete in olge eines Streites seine Frau mit fünf Revolverschüssen uliid dann sich selbst. * Plauen (Voigtland), 20. October. Eine große Feuersbrunst zerstörte neben der Hauptkirche acht Gebäude. * Leobschütz, 20.October. Im nahen Johannisthal ermordete der 20jährige Webergehilfe Barnett aus Eifer- sllcht durch vier Revolverschüsse feine 17jährige Geliebte Aloysia Pilz. Der Mörder ist verhaftet. * Zwei hübsche Anekdoten werden von dem eben ver> iloabenen M a c M a h o n erzählt. Bei einer Truppenrevue irarr der Marschall auf einen in der Armee dienenden Neger air merksam gemacht und ersucht worden, dem Braven einige sekundliche Worte zu widmen. Der Marschall, dessen Stärke da^ Reden nicht war, schritt auf den Schwarzen zu und ifi^lch ihn also an: „C’est vous, le ndgre!“ (Sie sind also dei Neger!), woraus dieser nicht umhin konnte, zu bejahen. Dm wohlwollende Marschall aber richtete den freundlichen Zuspruch an ihn: „Continuez!“ (Fahren Sie so fort!), eine Mahnung, weiter schwarz zu bleiben, die der Neger unter alü n Umständen beherzigen mußte. — Während Mac Mahons Präsidentschaft gab es irgendwo eine große Ueberschwemmung. Minister, bemüht, die nicht sehr starke Popularität des Staatsoberhauptes zu stärken, hatten für den Marschall, da er «das Verwüstungswerk besichtigte, eine Art Potemkin'scher M tungSscene vorbereitet, aber der Plan mißlang. Mae M«:hon, als er des vielen Wassers ansichtig wurde, that zu- nsl die tiefsinnige Aeußerung: „Que d’eau!“ (Welche Wasser- menge!), um dann, als man ihn animirte, eine in irnprovi- firiorn Wassernöthen befindliche Familie mittelst bereitstehender Ieilgeöotenes. Corned Beef pr. Pfd. 80 H im Ausschnitt. Gust. Walter, Mäusburg 13. [8931] Eingesandt. Die im vorigen Jahre in der Stadt Wetzlar begründete Landwirthschaftliche Winterschule beginnt nach Mtttheilung in den öffentlichen Wetzlarer Blättern demnächst ihr 2. Unterrichtsjahr. Wie sehr eine solche Schule Bedürfniß ist zur wetteren Ausbildung der jungen Landwirthe tn ihrem Beruf, hat sich bereits auf'S glänzendste herausgestellt. Schon im 1. Schuljahr nahmen 26 Schüler im Alter von 15—18 Jahren an dem Unterrichte Thetl. Die Ende März d. I. abgehaltene Prüsung wies ein überaus günstiges Resultat auf. Jeder, der derselben beiwohnte, konnte sich überzeugen, daß die Leitung der Schule in den Händen eines bewährten und erfahrenen Schulmannes liegt, der es in vorzüglicher Weise versteht, in seinen Schülern Lust und Liebe für ihren Beruf zu erwecken. Der Unterricht erstreckt sich auf die Naturwtssenfchasten, als: Chemie, Physik, Pflanzenkunde, Bodenkunde u. f. w., auf die besonderen „Landwirthschastlichen Fächer", Thierzucht. jLandwirlhschastliche Betriebslehre u. f. w., sowie auch auf die Htlfsfächer, Deutsche Sprache, Rechnen, Feldmessen, Ntvelltren und Zeichnen, und wird, was besonders hervorzuheben Ist, in der Weise erthetlt, daß die jungen Landwirthe ein volles Berständniß von den Vorgängen in Ihrem Berufe gewinnen und befähigt werden, ihr landwirthschastliches Gewerbe mit Erfolg zu betreiben. Dem Leiter der Anstalt stehen noch drei bewährte Hilfslehrer zur Sette Durch diese Anstalt ist den Landwirthe» der hiesigen Gegend die beste Gelegenheit geboten, ihren Söhnen eine berussmäßlge Ausbildung geben zu lassen, wie sie für den erfolgreichen Betrieb der Landwirthschaft tn der Gegenwart erforderlich ist und für die Zukunft tn noch viel höherem Maße nöthtg sein wird. Wie wir hören, so können auch Schüler aus den an den Kreis Wetzler angrenzenden Bezirken Aufnahme finden. Wir glauben, manchem Landwirth damit einen Dienst zu erweisen, daß wir ihn auf diese Anstalt aufmerksam machen, wenn er sich die Frage vorlegt: „Wohin soll ich meinen Sohn schicken, um ihm eine tüchtige berufsmäßige Ausbildung geben zu lassen?" Wir bemerken noch, daß nähere Auskunft über die Anstalt, die am 2. November ihren Unterricht wieder beginnt, von dem Letter derselben, dem Wtnterschuldtreetor Herrn Rhode tn Wetzlar, erthetlt wird. Ausgenommen werden Schüler im Alter von 15—25 Jahren. Das Schulgeld beträgt 20 Mark. Nachweis- und Auskunftsbureaus hier findet bei den Arbeitgebern keinen Anklang. In einer an die Bürgermeisterei gerichteten Eingabe erklärt sich der Vorstand des LereinS selbstständiger Gewerbetreibender — zu denen sämmt- lche Jnnungsverbände gehören — entschieden gegen die Errichtung eines Arbeitsnachweisbureaus in dem geplanten . Sinn, indem nach der Ansicht des Vereins selbstständiger (Gewerbetreibenden ein solches Nachweisbureau lediglich den einseitigen Interessen der Arbeitnehmer entsprechen würde. kllS ein Hauptargument für die Errichtung des Arbeiter- nachweisbureaus wird Seitens der Arbeitnehmer angeführt, i baf? die herrschende Arbeitslosigkeit bei planmäßigem Arbeitsnachweis wesentlich gemildert werden könne. △ Vom Rhein, 22. October. Die in vergangener Woche I begonnene Sprengung des Montebellothurms ober: j halb der Amöneburg hatte bis jetzt bereits zwei Unglücksfälle ' ?u.r Folge, indem bei den Vorarbeiten zwei Pioniere lebens» | gefährliche Verletzungen erlitten. Die Verletzungen des einen ! ter beiden Soldaten sind derart, daß an dessen Aufkommen xc zweifelt wird. Schiffsnachrichten. Bremen, 19. October. Der Dampfer Laugthon, Capitän Moon, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. September von Bremen abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angetommen. — Der Postdampfer „Nhynland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. October wohlbehalten in Newyork angekommen. Bekanntmachung. Die Rechnung der Armenkasse und der Plock'schen Stiftung für das Aatsjahr 1892/93 liegen während 8 Tagen auf dem Bürgermeisterei- Bureau zu Jedermanns Einsicht offen. Gießen, den 23. October 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. feinste Ausführung, garantirt tadelloser Sitz, civile Preise. Johanna Petri-Beck aus Frankfurt a. N 8929]Aliceftraffe 19, Nebenhaus. Albert Hess, Mnermeifler, Giessen 4 Brandgasse 4 empfiehlt sich einem verehrlichen Publikum im Setzen von Porzellanöfen, altdeutschen Kachelösen, Wandbekleiduugen, Umsetzen von Kachelösen in geschmackvoller und dauerhafter Ausführung. Jede Feuerungsanlage wird nach dem neuesten, sparsamsten Verbrenn, und Heizsystem eingerichtet, Mukrr n. Zeichnungen non -onellan- u Kachelöfen sowie ManvdeKleidnnsen Sehen in Diensten. Das Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemäße« Erlernung der französischen, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, holländl- scheu, dänischen, schwedischen,polnischen, russischen und böhmischen Greachäfta- und TT mgangaaprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal. Französisch - Englisch — Spanisch, Polnisch, compl- i je 15ßectionenäl Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen IM Schlüße! hierzu ä 1 Mk 50 Pf. Portugiesisch — Holländisch — Dänisch — Schwedisch — Böhmisch, complet in je 10 Lectionen ä 1 Probebriefe aller 11 Sprachen ä 50 Ps. Ieipjig. Kosenihal'sche Keriagshaudlung. pachtet. Sommerlad, 89213] Bürgermeister in Wieseck. Donnerstag den 26. d». Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich die Ernte Kartoffel und Kraut von einem Trtebvieriel gegen Baarzahlung Zusammenkunft bet Wirth Hengst. Versteigerung bestimmt. Gießen, den 23. October 1893. 8917 Mulch, Pfandmeister. v« WW geräucherte Kieler Bücklinge r-r Dorfeld scheu Wtrthschaft ba*|Sprotten offerirt billigst [8916 -- " * — r w E> Port, Wallihorstratze 45. Das von vielen Autoritäten u. a. Professor Dr. Wittstein empfohlene und allgemein begehrte Jllodin Zahn- u. Mundwasser ist stets erhältlich bei Gabelsberger’schen Stenographie belle gründlich unter ^^ung des Herrn cand. cam. Balser. Auch bei lang m für! Teilnehmer - Karten sind zum Preise von Mark 8.— in der unheilbar gehaltenen Ferb er'schen Univ.-Buchhandlung, die auch die Lehrmittel vorräthig hat, Krankb.u hoh.Alt. zu erhalten. dauernde, günsttge Montag, 23. October, Abends 8f/2 Uhr, im Vereinszimmer (8188 (Cafe Ebel) Beginn eines Fortbildungscursus und Abends 9Va Uhr MM eines Debattenschriftscurfus. Anmeldungen hierzu werden zur angelegenen der Frau Otto Kempfs _ . ir. Gießen gehörenden Wiesen (Wiese Ä HTtimQ «m Gänsbach und Ochsenwiesen) 11X 1111 IIq össeiltlich meistbietend zu bei der Ver- 1 50961 Mein HauS mit Lade«!gegebenen Zeit im'VereinSzimmer entgegen genommen. WMHorstraße 18 verkaufe billigst. I »oeck. | Derkehr, Land- ttttö volkswirthschaft. Srünberg, 21.October. Fruchtpreise. Weizen JL 15.00, Korn xM. 13.50, Gerste JL 13.00, Hafer JL 16.30, Erbsen OCJOO, Linsen JL 00.00, Wicken --, Lein JL 00.00, Kartoffeln v4L 3.10, Samen JL —.—. __________ — Das Halten von,Ziegen ist unter Umständen einträglicher als das Halten einer Kuh. Mit dem Futter, welches eine Kuh verbraucht, können 8 Ziegen ernährt werden. Eine Ziege aber giebt durchschnittlick 2 Liter Milch täglich. Bei der Redaction eingegangene Bücher re.: — lkentralblatt für Anstrumentalmufik, Solo» und «horgesang. Verlag der Hos-Musikallenhandlung H. Licht, Leipzig. Das im XIX. Jahrgang stehende Centralblatt für Instrumentalmusik ist bestrebt, nicht blos für den Augenblick zu interessiren, w h ’S unb n h)o[i(h ' - Di- m V« Adi. l1i feint $ertTn 21 ' Bitten ftthf C Tn81^ i Bliese nhn. x •'ta »trtw ^^1 g ” * * »»«ihr: «uhschweizerJakob fty m von dnstiben tototr;- ,tion ft»;btt ^lübtr von Sub.- . unbefannt); die Du-, n demselben wegen löstet von Abechii^ en wegen Köipervk'.^ sondern auf die Dauer zu fesseln durch seinen stets reichhaltigen Inhalt für Musiker, Gesangvereine, ganz besonders aber für jede« musikalische Haus. Wesentlich von Bedeutung ist das Blatt für Vereinszwecke durch seine Beiträge für Solo- und Ehorgesang, außerdem bilden die zahlreichen Musikbetlagen einen nicht zu unterschätzenden Werth als Hausmusik und zur Förderung des musikalischen Geschmacks. rpielpltm Oer vereinigten Frankfurter Ltadttheater opernbau». Dienstag den 24 October: Martha. Mittwoch den 25. October: Flick und Flock. Donnerstag den 26. Oktober: Der Prophet. Freitag den 27. October: Wilhelm Teil. Samstag den 28. October: Königin von Saba. Sonntag den 29.lOctober, Nachmittags 3Vt Ubr: Flick und Flock. Abends ‘ 7 Uhr: Norma. Montag den 30. October: Götz von Berlichingen. Echauspielhau». Dienstag den 24. Lcwber: Wallensteins Tod. Mittwoch den 25. October: Gasparone. Donnerstag den 26. October: Mauerblümchen Freitag den 27. October geschlossen. Samstag den 28. October: Mauerblümchen. Sonntag den 29. October, Nachmittags 3>/, Uhr: Veilchenfresser. Abends 7 Uhr: Sodoms Ende. Montag den 30. Oktober geschlossen. Bekanntmachung. Das 4 Ziel Gemeindesteuer Pro 1893/94, sowie die bis jcht fälligen Holz- und Grasgelder sind innerhalb 8 Tagen bei Meidung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Gießen, den 21. October 1893. $$ Der Stadtrechner: ß| 8885 Doepser. t Eine Familie in dem raUn Mg \\t tot \n iW Trante tv x\# Kranlheit raffte )it e amilie einige Stunden timtr t standen im Aller uon 10 ds, der andere früh amiolyr' später (Abends nach 6 W - i Kinder statt. Die tick’ bedauert. - Wir theii!: .um deMeu mt, auf br ie Me Dorsch gegen t mbt werden möchte. F ■> iing erkälten sich die> mehr geneigt als Landbewohner sind Mtch ja sie WV1V'” > m, i»d.m w.** i« Biierf**.'“ L. &> W '’S?» b 1 iid)t viel. ■Ä nbtine* j imtniM'111”' [,n »kl un!--n i[ bttnii1™' m!, A«s«'' ober- qhH11 »5** MöblirteS und unmöblirtes Zimmer zu vermiethen. s89111 Kirchenplatz 15. 8933] MöblirteS Zimmer zu vermiethen. ____________________Löberstraße 5, IL 8926] MöblirteS Zimmer zu vermiethen. Bleichstraße 11, II. 8924] Ein schön möblirtes Zimmer in schöner Lage gegen Unterrichts-Erthei» luvg eines Schülers der unteren Klaffen an einen Philologen abzugeben. Offerten unter B. C. an die Expedition dieses Blattes Briefkasten. Ein Stenotachygraph. Anonyme Einsendungen können keine Aufnahme finden. _________________________________________________Rrdaclion_______ Cheviot und Loden ä Mk. 1.75 per Meter Velour u. Kammgarn ä „ 2.35 per Meter nadelfertig ca. 140 Unterricht in den Gyrnn.-Fäch. Gkfl. Anfr. b. d Exp. [8927 8925] Stud. d. neuer. Philol. erth. grdl. Rachhülfeunterrtcht. Näh, i. d. Exp 8729] Wäsche zum Waschen und Bügeln wird angenommen; bei größeren Posten entsprechend billiger. Asterweg 20. Gesucht geschlossener Raum zu Fechtübungen. Anm- unter K. 111 an die Expedition dieses Blattes.__[8811 Wrr erthrilf lwci Amerikanern -1 Ltlkfklti gründlichen deutschen Unteritcht und m welchem Preis- Offerten unter B. 5 an die Expedition dieses Blattes.[8910 Zum Vertrieb eines sehr gut ver-1 käuflichen ntutn Artikels, der von all Gummiwaarenhandl.,Bandagisten u. ähnl. Geschäften bestimmt gekauft wird, werden für alle mittleren und größeren Städte [8780 Matzvertreter, die bei dieser Kundschaft etwas ein- geführt sind, gegen gute Provision gesucht. Angebote m. Ang. von Referenzen unter A. 1204 bef Haasen« stein & Vogler, A- G, Cassel. 887'2] Für eine leistungsfähige Lackfabrik wird ein jüngerer Reisender zum alsbaldigen Eintritt gesucht. Offerten unter Chiffre R. R. an die Exped. d Bl erbeten _________________ ^0699] «in «aufmann in gesetztem Alter, mit besten Empfehlungen hiesiger ersten Firmen, sucht unter ganz beschet. denen Ansprüchen Ltellnng im Comptoir, Magazin oderLaden irgend welcher Branche Gefl. Anerbieten befördert die Erped d- vl. unter (>. 100.__ 8909] Eine gepr «indergLrtnerin mit best. Beugn. wünscht paffende Stelle d. Frau HüUenberger, SelterSweg 67. 883 ;] Ein tüchtiger Schreinergesellc, der selbständig arbeiten kann, gegen hohen Lohn auf dauernde Arbeit gesucht. Adressen in der Exped d- Bl. nteder- zulegen.____________________________________ ^753) Ein Kindermädchen, nicht unter 16 Jahren, gesucht. Neuenweg 39, 2 Stock. Kammermusikabende veranstaltet von den Herren Bauer, Krausse und Polster unter Heranziehung weiterer namhafter Kräfte. Abonnementskarten für eine Person auf alle vier Abende a 5 Mk., Familienkarten ä 8.50 Mk. für 2 Personen, ä 12 Mk. für 3 Personen, Einzelbillets ä 1.50 Mk. und Schülerkarten ä 0.60 Mk. sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier, Studentenkarten ä 0.60 Mk. auch bei Herrn Hausverwalter Storck zu haben.' — Nähere Angaben über Ort und Zeit der einzelnen Abende blgen in den nächsten Tagen. =__________________________8892 Akademischer Gesangverein. Die regelmäßigen Proben beginnen am Freitag den 27. Cctober und finden an jedem folgenden Montag und Freitag um 8 Uhr Abends in der kleinen Aula statt. Die Anmeldung neuer Mitglieder wird ebendaselbst von dem afa» oemischen Musikdirector entgegen genommen. 8830 Der Vorstand. Giessener Eisverein. Dienstag deu 21 Oktober a. c., Abends Sy2 Uhr: „Hotel Victoria61 fweneralversaiinnlung. Tagesordnung: 1) Nechnungsablage. 2) Vorstandswahl. 3) Geschäftliches. (8904 Gießen, October 1893._______________Der Vorstand. Unterzeichnete, welche sich in der französischen Schweiz und Paris in der französischen Sprache ausgebildet hat und vorzügliche Zeugnisse besitzt, ertheilt Unterricht in allen Fächern derselben. [8912 __Toni Sander, Seltersweg 44. XXXXXXXXXX x x xxxxxxxxxxxx X Meine Verlobung mit Frau Bertha $$ X X «gg Bornagilis zu Darmstadt beehre ich mich X hierdurch ergebenst anzuzeigen. o o X Giessen, im October 1893. X X X Louis Buss § R 8919 Kgl. Bahnmeister. A X X xxxxxxxx xfcxxax xxxxxxxx* Zu tieft. Beachtung. Meiner verehrl. Kundschaft und werthen Nachbarschaft zur Nachricht, daß ich die von meinem fei. Manne seither geführte Wirthschaft und Metzgerei unverändert weiterführe und bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll Iran E. Harms Wwe. 8928 48 Neustadt 48. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Be« erdigung unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Onkels und Schwagers ____ Emil Harms sagen allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere Herrn Pfarrer Dr. Grein für die trostreiche Grabrede, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden, unseren herzlichsten und tiefgefühltesten Dank. Gießen, den 23. October 1893. Die tieftraueruden Hiuterblicbeneu. 8921 Familie Harms. Todes Anzeige. Nach längerem Leiden verschied am Samstag Mittag 3 Uhr unser inniggeliebter Gatte und Bruder Wilhelm Rabes im Alter von 32 Jahren. Um stille Theilnahme bitten Gießen, den 23. October 1893. Die trauernden Hinterbliebenen. Thekla Habe*, geb. Kuder. Minna Rabe*. Die Beerdigung findet Dienstag, 24. October, Nachmittags 2 Uhr, vom Bahnhofe aus statt. 8920 Gießen, 23. October 1893. [8922 bei College Albold. Tie Beerdigung findet Dienstag den 24. October, Vor mittags 11 Uhr, vom Trauerhause, Wetzsteinstraße 42, aus statt. [8935 Der Vorstand. Die Lieferung der bestellten Kartoffeln wird im Laufe dieser Woche fortgesetzt. Tie Lorten Taber sche, Juno, Schneerose rc. sind noch vorräthig. — Bestellungen aus Bisqnitkartofseln könuen von heute ab nicht mehr angenommen werden. Hardthos, 33. Cctohcr 1893. 8918 Schlenks. Verein der Gastwirthe. Wir ersuchen unsere Mitglieder, sich bei der Beerdigung der Frau Louise Kraft recht zahlreich zu betheiligen. Zusammenkunft heute Dienstag Vormittag 10% Uhr Todes-Anzeige. Gestern Morgen verschied nach langem, mit Geduld ertragenen Leiden unsere lieb? Gattin, Mutter, Tochter, Schwester und Tagte Fran Louise Kraft geb. Weber was wir hierdurch theilnehmenden Verwandten und Bekannten tiefbetrübt mittheilen. Um stille Theilnahme bitten Die tüstrauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres innigstgeliebten Sohucs, Bruders und Schwagers Herrn Georg Eiff insbesondere auch für die liebevolle Pstege der Schwestern, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein am 6kah des Dahingeschiedenen, den Vereinen „Union" und „Sängerkranz" und für die überaus reiche Blumenspende sagen ihren tief- gefühltesten Dank [8936 Die trauernden Hinterbliebenen. Versicherung gegen Unfälle aller Art, in nnd au**er dem Berufe, beim Kelten, Fahren, Jagen, Bad fahren u. *. w., gewahrt di- Frankfurter Transport-, Unfall- u. Glas-Vereicherunge-Actten-Gesellschafi in Frankfurt a. M. Grund-Capital Mk. 5,000,000.—. Capital-Reserve Mk. 1,016,250.— Dio Gesellschaft versichert gegen die Folgen körperlicher Unfälle unter dei vorteilhaftesten Bedingungen zu äusserst mässigen Prämien, je nach Wun«ch dei Versicherungsnehmers mit oder ohne Bäckgewähr der eingeiaWw» Prämien und garantirt bei sehr ausgedehnten Respectfriston für Primienrahleif überraschend hohe, von vornherein feststehende Entschädigungsleistun|e« ® InvaliditätsfaHe. bezw. bei Verlust von Gliedmassen. RelMe-Untall-Verwichernng auf beliebige Zeitdauer Prospecte, Antragspapiero etc. werden unentgeltlich verabfolgt, sowie yde gewünschte Auskunft bercitwilligst ertheilt von dem Vertreter: l'1"3 Adolf Bieler, Westanlage 45, Giessen. fcliönsclizeiüimj Ik.K all. j «k46. October, eröffnen wir di-: ™ 11 ■ ■ 1. 1 9 angekündigten Curse im kaufm >chndl- und Schönschreiben für Herren und Damen. Geti. Anmeldungen nehmen vrir noch am Donnerstag den 186. d. M. von 6- s Ihr Ab. nds in unserer Wohnung: Marktplatz Nr. L entgegen. Hrn. W. 1L rberte Haus.) 941 Gebr. Gander z. Zt. in Glessen Marktpl. 2. Ö A 4% ; H die selbstständig kochen owUCv'kann und Hausarbeit Übernimmt, mm 15. November gesucht Gehaltsansprüche, .tzeugniffe senden. Gräfin von Schwerin 8914______________in Butzbach. b932] Ein Sanfmädche« gesucht. ___Bleichstraße 13, part- S93Ö] rückliges Dienstmädchen mm alsbaldigen Eintritt gegen guten Lohn gesucht. SelterSweg 38. Feuerbestattung .Heidelberg ♦ 5069 Auskunft erth. die Friedhof-E-muisstoa. Von (tzrotzh. Vrntögerich Gießen als Taxator für Mobilien beeidigt, cm pfehlc mich zur Taxatio» aller einschlägigen Artikel, sowie zur Uebernahme vor Versteigerungen jcd. Art. G. Schneider, (tzerichts-Taxator, Wilhelmstr. 16. Äebachss. & — Druck imb fcr-lag sö BrShs'fch« Srudtrn (Fr. tiije. Pietsch) In Utrfrn, „ We tfflj- n—M» wUV •