,«93 Sonntag den 24. September Erstes Blatt Kr. 225 9trn1pred)«r 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren Hratisbeitage: chießener AamMenölätter Den Besitzern guter können, sow'ei.'die Mittel uotern-tzmen gestern Nachmittag°>n. F°hn in dtt«nd. reichen, Wegegelder, vorbehaltlich näherer Bestimmung, in Amtlicher Theil le Neigen. Feuilleton Innahme von Anzeigen zu bei Nachmittag« für btn folgenden lag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Der Eichener >*|d«et «scheint täglich, Btt Ausnahme bei VionlagS Di» Gießener f emifltelCilttr irrten dem Lnjerger c.it'iitlid) dreimal bngflegt Aussicht gestellt werden. Gießen, den 22. September 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Wien zurück. — Zahlreiche Ordensauszeichnungen sind von Kaiser Wilhelm bei den ungarischen Manövern ver- liehen worden. Die bemerkenswertheste unter ihnen ist die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an den österreichischen Gkneralstabsches Freiherrn v. Beck- der ungarische Ministerpräsident Dr. Wekerle erhielt das Großkreuz des Rothen Adlerordens. — Im Reichsamte' des Innern haben am Donnerstag die Berathungen über die Einsührung der Sonntagsruhe auch für das Handwerk und die Industrie begonnen. Es nehmen an denselben Vertreter der Reichsregierung, des preußischen Handelsministeriums und einiger Bundesregierungen, außerdem eine Anzahl Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus den in dieser Frage interessirten Kreisen Theil, den Vorsitz führt Unterstaatssecretär v. Rottenburg. In der Eröffnungssitzung entwickelte der Präsident des Reichsamtes deS Innern die Gesichtspunkte des Entwurfes Guido Ratelli und ist seiner Abstammung nach Spanier oder Italiener, vielleicht auch Amerikaner. Wenigstens kam er daher, um seine Künste im Schießen und Taschenspielen bei uns einem schaulustigen Publikum zu zeigen. (St gab seine Vorstellungen im ReichShallen-Theater der Hauptstadt und soll wahre Begeisterung und große Bewunderung durch dieselben erregt haben. Nicht wenig trug zu seinem raschen, erstaunlichen Erfolg ein junges Mädchen bei, daS er mitgebracht und das den Namen Miß Mary führte. Mary war eine entzückende Blondine von kaum zwanzig Jahren, von wundervollem Wuchs und wahrhaft klassischen Zügen, deren seltene Reinheit an die Göttinnen Griechenlands erinnerte. Allabendlich erschien sie als Page in einem reizenden schwarzen Sammetcostüm, das die Schönheit ihres herrlichen Körpers recht hervorhob, und gab mit etwas hochmüthiger, kalter Haltung ihre Vorstellungen. Natürlich blieb ihre Schönheit und wirkliche Anmuth nicht lange unbeachtet und die Schaar ihrer Anbeter, die sich zu den Vorstellungen im Reichshallen-Theater drängten, wurde täglich größer. r , . Am meisten Bewunderung erregte sie, wenn sie in dieser kleidsamen Tracht, daS schöne Haupt in ruhiger Entschlossenheit etwas zurückgebeugt, fünfzehn Schritte von Guido entfernt stand, der mit sicherer Hand die geladene Pistole auf sie richtete. Keine Wimper zuckte ihr bei dieser gefährlichen Stellung, wußte sie doch, daß Guidos Kugel in unfehlbarer Sicherheit eine Karte aus ihren Fingern, ein Pfeifchen aus ihren Lippen oder eine Nußschale von ihrem Kopfe wegschoß, denn seine Hand zitterte nie. Man zerbrach sich den Kopf, in welchem Verhältnis der Künstler zu dem wunderschönen Geschöpf stände, ob sie sein Weib oder seine Geliebte sei, ohne hinter die Wahrheit kommen zu können. Gießen, am 20. September 1893. betreffend-. Die Ableistung des Huldigungs- und Ver- faffungseides. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Groftherzoglichen Bürgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Grünberg und Homberg. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfaffungseides her in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Untertanen, welche sich ohne Ortübürger zu werden, verherrathet haben, soll Samstag den 7. October d. Js., Bormittags 9 Uhr, in dem Rathhause zu Grünberg stattsinden. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zn dem Termine vorzuladen und wie geschehen unter At^abe Bierleltlbrtger JtBennemcntiprtUl 2 Mart 20 Psg. mtt tiringerlebn. Durch bie Poft bejog* 2 Mark 50 Psg. Webachon. trpebiti« und Z)ruderet: «in Meisterschütz. Don El. Bernhard. Auf einer Reise nach Süddeutschland besuchte ich auch meinen UniversitätSfreund Schw ...., der in schöner Gegend eine Irrenanstalt besitzt. Er zeigte mir die großartigen Gärten und Anlagen seiner Anstalt, wobei er natürlich auch von diesem oder jenem seiner besonders intereffanten Kranken sprach. Als wir in einen Laubgang einbogen, begegnete uns ein schlanker Mann mit hochmüthiger Haltung, der uns auffallend herablassend grüßte. t m Das war auch," sagte mein Freund in Beantwortung -meines fragenden Blickes, »ein Opfer deS Größenwahns. Der Unglückliche bildet sich nämlich ein, Herrscher deS Reiches ier Mitte zu sein und beschäftigt sich nun ausschließlich damit, Verfügungen, diplomatische Noten und sonstige mit der Regierung eines Landes zusammenhängende Schreibereien zu terfaffen und sie seinem Gesandten, wofür er den Wärter kält, zu übergeben." Ehe ich noch weitere Fragen stellen konnte, ertönte Plötz- Ich ekn Schuß aus geringer Entfernung. „WaS war das?" fragte ich erschreckt, „ist etwa ein Unglück passirt.?" Doch mein Freund lächelte nur und zog mich statt aller Antwort nach einem kleinen Pavillon, der ganz hinter Bäumen versteckt lag. Er schloß die Thür auf, durchschritt •ttne kleine enge Vorhalle und führte mich auf einen langen, von Mauern umgebenen Hof. Hier stand ein Mann in 'fremdartiger, eigenthümlicher Jägertracht, mit dem Rücken gegen die Pavillonwand gelehnt. Bei unserem Eintritt, den er nicht zu bemerken schien, Bekanntmachung, betreffend die Faselschau zu Gießen im Herbst 1893. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß am ll. October d. I. gelegentlich des an diesem Tage statt- fiili»enden Viehmarkts zu Gießen auf dem Viehmarktsplatze eine öffentliche Faselschatk durch die Körcommisfton abgehalten werden wird. Die Schau beginnt Vormittags 10 Uhr; zur Ankörung kommen nur Fasel der Vogelsberger und Berner, speciell Simmenthaler Raffe; auch müffen die Bullen sprung- Bekanntmachung, betreffend die Faselschau zu Hungen am 18. September l. I. Die nachstehend verzeichneten Bullen wurden bei der am 18. d. M. zu Hungen abgehaltenen Faselschau für tauglich befunden, als Gemeindezuchtstiere verwendet zu werden. Gießen, den 22. September 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ___ Ullr Annnncen-Vurraux be« In- unb Auslanbe« nehmen Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger- entgegen. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Im Walde bei Ziegenberg wurde der Thee eingenommen. Zur Abendtafel hatten die Ehre eingeladen zu werden: ©eine Excellenz Generallieutenant v. Wittich, commandierender General des 11. Armeecorps, Oberstlieutenant v. Bock, Ches des Generalstabs, sodann Major Roehl, Oberftlieutenant Winter, Major Cullmann und Premierlieutenant v. Grundherr. Heute wurden mit Einladungen zur Tafel beehrt: General Prinz Croy, Commandeur d'er 21. Cavallerie Brigade, Generalmajor Leo, Commandeur der 11. Feld - Artillerie - Brigade, Generalmajor v. Maffow, Commandeur der 25. Cavallerie- Brigade, Generalmajor von Igel, Commandeur der 50. Infanterie-Brigade, Generalmajor v. Meerscheidt-Hülleftem, Commandeur der 42. Infanterie-Brigade und Generalmajor v. Gersdorff, Commandeur der 41. Infanterie-Brigade. Berlin, 21. September. Dem am Donnerstag Nachmittag beendigten Manöverbesuche KaiserWilhelms beim österreichischen Herrscher in Güns ist der Jagd auf- enthalt des deutschen Kaisers in der Gege n d von Mohacs unmittelbar nachgefolgt. Arn Freitag früh gegen 2 Uhr traf der Kaiser in Mohacs ein, hier auf dem Bahnhofe vom Könige von Sachsen, vorn Erzherzog Friedrich und vom Prinzen Leopold von Bayern empfangen. Die gelammten Fürstlichkeiten begaben sich alsdann nach dem für sie auf der Donau bereit liegenden Salondampfer, mit welchem sie nach dem Jagdgebiete abfuhren. Soweit bekannt, gedenkt Kaiser Wilhelm bis diesen Montag in den Jagdgründen zwischen Donau und Drau zu verweilen. Kaiser Franz Joseph reiste am Donnerstag um 6 Uhr Nachmittags, nach herzlichster Verabschiedung vom deutschen Kaiser, von GÜns direct nach der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen ober zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. von Gagern. mit "wl.fofort ob. fnfo EMerstraße 11 UmniV 111 r KinMahri irte§ unb • zu vermietbtn. Btt, Srltnsm ii M. StLbchüUst. en__MibtJ. Oiwmtfmih: sofort zu omnlttbe Häuser, MuSbun ^blirles Zimm,7 Ecker-weg^ möölirt, (in Zim« Mtn. [75?, Lstidmzaste 2. fall (form. : v 1 Dttmbtr, tuf L 3 N tttmiM t26- äSS ’"4?b^’sfe >rle 7iUfnb 76t, tul übn • rsZL ZK ? Wschnft iit Viereck- $7.,' uummern beji,h, J Gefunden: 1 Meffer, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Haarpfeil, 1 Metermaß, 1 Regenschirm, 1 Manschetten- knops, 1 Thürdrücker, 1 Hundehalsband, 1 Hundekette, 1 Milchblech, 1 Kinderschuh und 1 Schürze. Gießen, den 23. September 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutscher Reich. Friedberg, 21. September. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und die Höchsten Herrschaften ^ob^r*bK^^te, bewaffnete Hand und feuerte nach der entgegengesetzten ©fite. , Als ich dek Richtung des^chuffes folgte, sah ich eine Weiße Gypsmaske^ einen schönen kwfsischen Fr^-nkopf-dav stellend, an der Wand befestigt. > *1 * 3 ertrüt Sims, anwalt Element, vettheidiger: Rechtsanwälte ®rüni. wald und Dr. Stein. M Gommett alter EorpSstudeuteN. Samstag, 7. October, Abends 8 Uhr, findet im Saale de» Palmenganest zu Frankfurt a. M. ein Eommer» alter EorpSstuderne, statt. Die Galerie ist für die Damen reserviert. Am folgend« Tage ist offizieller Frühschoppen in der „Allemannia", v» Nachmittag» 4 Uhr ab (Saf6 mit Damen im reservien« 1 Saale de» Zoologischen Garten» Die Einladung ergebt vn 51 vielsäch in hoher Lebensstellung stehenden Hetten an Frankfurt a. M., Offenbach, Darmstadt, Mainz, Worm» Heidelberg, Aschaffenburg, Wiesbaden, Bockenheim, Dürzbura Bübingen, Gießen, Marburg, Hanau, Höchst a. M., Wetzlar, Michelstadt, Homburg, Soden u. a. O. ** Verkehr»-Rotiz. Wie wir von befreundeter Seite erfahren, Dürfte unsere Stadt demnächst um ein Unternehmer bereichert werben, welches einem schon lange lebhaft empfundener Mangel abzuhelfen berufen sein dürfte. E» besteht die Absitz unsere Bahnhöfe durch einen regelmäßigen Omnidrs verkehr mit der Stadt in Verbindung zu bringen M hierdurch Jedermann Gelegenheit zu geben, für einen klemn Bettag, man nennt uns 10 bezw. 15 Pf. pro Perlon, zu jedem abgehenden Zug nach dem Bahnhof unb umgekehr- nach jedem ankommenden Zug, bequem nach ber Stadt zo gelangen. Wenn auch die in Aussicht genommene OwmduS- verbindung bie früher einmal geplant gewesene Irambabn nicht zu ersetzen vermag, so begrüßen wir baS Unternehmen, welche» für unsere Verkehrsverhältnisse von enormem Wend sein Dürfte, auf Da» Wärmste, wünschen Demselben aufrichtig den besten Erfolg, sowie die lebhafte Betheiltgung und «nthetl nähme Seitens unserer Mitbürger. Wir trfahicn lernet noch, bag zunächst ber Versuch gemacht werden soll, einen Privat- Unternehmer zur Uebernahme des Unternehmens zu gewinnen, in zweiter Linie ist Dann, wenn ein solcher sich nicht finden würde, an die Gründung einer Genoffenschaft ober «cticn- gefellfchaft gebacht. • CocaXcs und provinzielles, Gießen, 23. September 1893. ♦♦ Verzeichuiß der Sitzungen de» Schwurgerichts der Provinz Oberheffeu pro 3. Vierteljahr 1893: 1. Montag ben 25. September, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Jakob Sa t v ni von Laubach bei Usingen wegen Verbrechen gegen bie Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheibiger: Rechtsanwalt Weibig. 2. Dienstag ben 26. September, Vormittags 9 Uhr- Anklage gegen Karl Tobias N o h l von Blofelb wegen Meineid Die Anklage vertritt Staatsanwalt Clement. Vertheibiger: Rechtsanwalt Dr. Guts leifch. 3. Mittwoch ben 27. September, Vormittag» 9 Uhr- Anklage gegen Abam Geyer von Merkenfritz wegen Ber- Mary hatte an bemselben Abenb eine furchtbare Scene mit ihrem tyrannischen Gefährten, bie besten Sache freilich nicht günstiger gestaltete. Denn Mary ließ sich bie auf- falUnben Hulbigungen be» reichen Amerikaners nur zu gern gefallen, hoffte sie doch, durch ihn von der fast unerträglichen Tyrannei Guido» befreit zu werben. Dieser schäumte vor Wuth, verlangte von bem Director, er solle seinem Rivalen ba» Betreten ber Bühne untersagen, wa» ihm zwar versprochen, aber nach einem klingenben, inhalt! schweren Hänbebruck be» Letzteren nie auSgesührt würbe. Da sah Guibo an einem Abenb, wie Mary beim An- fleiben ein Blättchen Papier fallen unb achtlos liegen ließ. Er hob e» auf unb la» eS voll eifersüchtiger Ahnung, bie er auch burch ben barin stehenden Inhalt bestätigt fand. Der Amerikaner verabredete darin mit Mary eine beim- liehe Flucht. Eine grausige, unheimliche Ruhe erfaßte den Unglück- lichen, nur eine tiefe Falte ward auf der Stirn sichtbar und die Augen nahmen einen starren Ausdruck an. Fünf Minuten später stand er mit der Waffe in der Hand auf der Bühne dem schönen treulosen Geschöpf gegenüber. Noch ahnte sie nicht». Ihre Augen unb Lippen lächelten verheißungsvoll, doch nicht für Guido, wie dieser eß an der Richtung ihrer Blicke sehen konnte, sondern für seinen verhaßten Nebenbuhler, der hinter den Couliffen stand. Plötzlich trifft ihr Blick da» ftarre, düstere Auge Guidos und ein banger Schatten huscht über ihr Gesicht und ver- wischt da» Lächeln. — Sie fürchtet sich plötzlich vor ihm __ sie will ihre Stellung ändern — da kracht der Schuß und Mary» schöner Körper liegt tobt am Boden. AIS man dem besinnungslosen Schützen den Leichnam au» den Armen nahm und ihn erweckte — war er wahnsinnig geworden." »T® 6,T ?.A* *bd, V, «HW - Utbtr Konti 9>>*" ■'»* * Ü r ’ Ptrrr a ’m r-e k,. Mhtfl ■S »n 1 • ‘ ntl» 1 U i irjfuws w »rikuv i'a*w|ifon .^rruj oo Dir ':umfolMtU Neueste riachrictsten. , Wolft'S telegraphische» Eorresponden; - Bureau. Berlin, 22. September. Nach bem amtlichen Bericht über .Saaten ft anb unb Ernte in Preußen mehren sich in einem Theile Westpreußen» und Pommern», ferner in ben Provinzen Branbenburg, Posen, Schlesien unb Sachsen tn Folge ber anbauernben Trockenheit bie Besorgnisse wegen drohenber Futternoth. Die Kartoffeln finb vielfach vor- züglich gerathen, die Verhältniffe bezüglich der Neubestellung de» Ackerlandes für die Wintersaaten mit geringen Ausnahmen günftig. Bei dem Roggen wäre ein Ertrag von 113,2 auf das Hundert einer Mittelernte zu erwarten Berlin, 22. September. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Colonialrath setzte heute die Etatderathung fort. Sei dem Etat für Kamerun sprach sich der Colonialrath auf Anregung Wörmanns für Durchführung de» deutschen Maß-, Münz- und GemichtSsystemS aus. Der Etat für Togo wurde ohne Debatte erledigt. Bei' dem Etat für Südwestafrika war der Colonialrath darüber einig, daß die wirksame Nieder- werfung W i t b o i s mit allen Mitteln anzustreben fei. Ferner- wurde auf die Nothwendigkeit der Anlegung einer g c s i ch e rten Landungsstelle an der SchwachauSmündung hingewiesen. Die Berathungen werden heute voraussichtlich beendigt. Berlin, 22. September. Das Comitö für die Ge- Werbeausstellung im Jahre 1896 hatte beantragt, der Magistrat möge drei Mitglieder in das Eomitv entsenden, ! ferner eventuell den Treptower Park als AuSstellungSplatz j hergeben, sowie sich über den zu leistenden Beitrag Seitens der Stadtgemeinde zu äußern. Der Magistrat lehnte sämmt- liche Anträge ab. Straßburg i. 6., 22. September. Die auswärts verbreitete Nachricht, daß zwei Erkrankungen an Cholera hier vorgekommen seien, ist absolut falsch. Der Gesundheitszustand ist vortrefflich. Mohac», 22. September. Auf der heutigen Morgen- Pürsche schoß Kaiser Wilhelm einen Zwölfender, Prinz I Leopold von Bayern einen SechSzehnender. Um 12 Uhr! fand em Dejeuner statt. Nachmittags 3 Uhr erfolgte der 1 Aufbruch zur zweiten Pürsche. Paris, 22. September. Der Munizipalrath bewilligte I e^nen Credit von 350,000 FrcS. für die Festlichkeiten zu I Ehren der russischen Seeleute. Ferner beschloß ber I Munizipalrath, bem Commanbeur bes russichen GeschwaberS, I Admiral Avelane, eine silberne Statue, ben bewaffneten I grieben barstellenb, zu überreichen unb an bem von I Turgenjew bewohnten Hause eine Gebenktafel anbringen zu lassen. a I Petersburg, 22. September. An Cholera erkrankten resp. starben: vom 18. biß 20. b. M. in Petersburg 166 I unb 78; vom 16. bis 18. b. M. in Moskau 13 unb 10 I vom 15. bis 20. b. M. in Kronstabt 20 unb 8, vom 15. I bis 19. b. M. in Sewastopol 3 unb 3; in ben Gouverne- I ment» vom 10. bis 16. b. M.: in Petersburg 78 unb 11, I in Moskau 124 unb 74, in Grobno 189 unb 114, in I Woronesh 397 unb 107, in Orel 255 unb 80, in Poltawa 139 unb 68, in Tula 221 unb 83, in Charkow 120 I und 58. Chicago, 22. September. In der Abtheilung für I Blumenzucht auf der Weltausstellung wurden Deutschland 46 I unb Hollanb 6 Preise, Italien unb Oesterreich je ein Preis I zuerkannt. Depeschen be» Bureau „Herold". Berlin, 22. September. Im Ministerium des Innern I wirb an ber Absicht festgehalten, mittelst einer genauen I Wahlstatistik bie Wirkungen be» neuen Wahlgesetze» fest- zustellen. U , |.‘Tf - W weitet 8tn ef:n TcriiBt - r«« tm btt kinht traitt Dautt | viiloodit ma ’.c trfni ylttti m Ithta tai r cterum nitl kJfidkn Gci Imdenz wenij xtauchrcn ©er r-^idini Hat iai Koggen c i-ebngtt, al8 nf btt Mit ^tzieha, nn elf Roggen u cntlti an li afltn «ei Gem a:äa 'Ute) keffen sh 1 a:: 126 bU mit 148 bi» «ibk 2i ’liben jt nach 3« i roh flau, us ihren 8tl Äinmnbergn h«t pro zwei ^tr tzLsser hl I — Auch bie I »o bei Ungej »ach -eha B. fltt t) unb A -^lobtufen, fpt Äanfta tsandit Steiger ßitba ist. B B»rlki ; • l«uÄ Pfgarten L/* »22 ' nli Settritt BP * ®t6ni. JI^S« 8 fe S'.b-Wttg EW‘8antoälte ®r SaviSla« tat’wll" S;ättfc 1 //«Uemonnia1 i-" rte Wmg ergeb, Wa Herren \ Mainz, ®flr L^,Mjbr n bchrMrter L : um tinUrc.-;-. ’ 9e lebhaft et •_, Es besteht b,.^. “BigtnDmDi1. 3un9 zu bringen ben, für einen f? Pf. pro Pr chhvs uni umj-‘ 1 nach der St1: genommene Dafc gewesene Jrnrt: »r das UniernetiT von enormem Wer. iemfe/ben aufridi: ifigung unb fattjcil n B, einen Pm: nehmens zu gtroir lcher sich nit, •:. senschast obrirnr bschlnß werde, >pen wieder it trappen dom Bck unser Regimen, M i Tonntagi nnit: nemann, fta ir in den Pordnzr-' itS in den SRmi: ,n lustig wahren! gewordene Garn noch einmal im baut: guter Kar Noch einmal dem Bahnhr unb leichten ©fr bewaffnet^ ih ।fUaAßa eW mg on die w ( in das Mün chea MW ' n worden ist- ** scht den Meschen - begonnenen Wv:: s Mckerinnera w wenn sich QÜt helmkehmben.^ t -u neuer, nu(- ttern ft ' rnb tuicht unbedeutende. An der Berliner Productenbörse notirten Weizen mit 142 bis 156 Mk. per 1000 Kilogramm, Roggen S mit 126 bis 132 Mk., Gerste mit 125 bis 190 Mk., Hafer mit 148 bis 187 Mk. '■ Nidda, 20. September. Die Obftver st eigerungen gaben je nach der Güte der Sorten verschiedene Erträge gehabt. Im Allgemeinen ist die Stimmung auf dem Aepfel- markt flau. Die einheimischen Wirthe kaufen noch nicht, um ihren Bedarf für Acpfelwein zu decken — und die Württemberger bleiben aus. Eine Offerte aus Frankfurt bot pro zwei Doppelcentner franco Frankfurt 3,50—4 Mk. Wer Fäster hat, legt Acpfelwein ein und thut so am besten. — Auch die Kartoffelernte hat begonnen und fallen da, wo das Ungeziefer nicht gehaust hat, die Knollen nach Menge -tote nach Gehalt recht gut aus. D. Ztg. B. Bleicheubach, 22. September. Das Spätobst: Aepfel und Rüste auf der großen Staatsstraße Gießen- Gelnhausen, speciell auf den Abheilungen in unserer Gegend, SelterS, Ranstadt, Bleichenbach, ist versteigert worden, hat die Taxation überschritten und wurde trotzdem billig, denn manche Steigerer werden erheblich mehr ernten, als taxirt worden ist. B. Borsdorf, 20. September. In das Obstgeschäft ist jetzt bei uns, sowie in den umliegenden Orten Ober- und UnterwidderSheim, Utphe u. a. Zug und Leben gekommen. Man verkauft den Doppelcentner geschütteltes (Kelterobst) zu 3.25—3,50 Mark, wofür die Verkäufer den Transport an die Bahn zu übernehmen haben. Zwetschen werden mit <—6,50 Mark bezahlt. In Ringshausen wurden sie anfangs zu 2,50 Mark pro ©immer, also zu 10 Mark pro Malter vffcrirt, ein Preis, der keine Aussicht aus Beständigkeit haben konnte. WaS das gebrochene (Tafelobst) anbelangt, so kann man zu 5 Mark pro Doppelcentner, bei besonders guten Sortimenten zu 6 Mark kaufen, soviel man Bedürfniß hat. Die Leute sind mit diesen Preisen nicht recht zufrieden, sie möchten für das Fallobst 6 Mk. und das gebrochene 10 Mk. pro Gentner einnehmen; aus diesem Grunde wollte sich kein rechter Preis machen und alles hielt zurück. Durch die warmen Tage in der letzten Zeit ist das Obst fast überall reif geworden, es fällt massenhaft ab und muß nun verkauft werden. Die Leute sehen ein, daß sie einen Fehler machten, weil sie sich nicht mit Fässern versahen, um Aepselwein zu keltern. Man denke nur: 3,50 Mk. pro Doppelcentner Kelterobft, tote kann man sich da einen vortrefflichen, billigen Haustrunk • bereiten. Der Schoppen = x/2 Liter braucht nicht höher als 6 Psg. zu kommen. — Mit der Kartoffelernte hat man auch bei uns begonnen, doch die ruhigen, überlegenden Leute halten noch zurück, weil die noch nicht ausgewachsenen Kartoffeln sicher später in Fäulniß übergehen. Die Keller sind auch noch zu warm, was das Faulen noch mehr be- sördern würde. Die Kartoffelernte fällt sehr verschieden aus, •an manchen Orten werden große Massen geerntet, besonders da, wo die Accker gut im Bau und etwas feucht sind- an \ anderen Orten giebt es weniger, weil sie zum Theil von den Engerlingen gefressen wurden. — Die Jagd fällt in unserer Gegend nicht so gut auS, als man erwartet hatte- im Frühjahr und im Sommer zeigten sich mehr Hasen als jetzt. Es wird behauptet, das Streuen von künstlichem Dünger, besonders von Ehilisalpeter, sei dem Wilde sehr nachtheilig. Wenn Hasen Gras oder sonstiges Futter, auch junges Getreide : Korn, Gerste und Weizen, welches mit Ehilisalpeter bestreut wurde, aufnehmen, gehen sie zu Grunde. Rindvieh und Ziegen werden auch dadurch geschädigt und mancher Bauer hat schon bitteres Lehrgeld zahlen müssen, wenn er bald nach dem Ausbringen des Chilisalpeters das Gras abfütterte. Friedberg, 21. September. Einem Offizier des Dragoner- Regiments Nr. 23 passirte das Unglück, daß fein Zelt im letzten Biwak in Feuer gerieth, wodurch derselbe nicht unerhebliche Brandwunden erlitt. Der Offizier (Lieutenant de Neufville) mußte nach Gießen in das Lazareth gebracht werden. N. H. D. Darmstadt, 22. September. Das Provinzial-Arresthaus ist derart mit Gefangenen über füllt, daß gestern nicht weniger als 19 Gefangene in die verschiedenen Amtsgerichts- Hafilocale der Provinz verschubt wurden. Darmstadt, 21. September. Um minderwerthigen Arbeitskräften, namentlich auch für die Winterzeit Arbeitsgelegenheit zu geben, beschloß die Stadtverordnetenversammlung heute Abend, zunächst 36 Morgen der westlich der Staatsstraße nach Frankfurt gelegenen Hammelstrifft in städtischer Regie zu bewirthschasten. Durch geeignete, vom Landwirthschastsinspector Stimme! in Vorschlag gebrachte Melioration des Bodens hofft man das Erträgniß schon nach dem ersten Betriebsjahr von 6 auf 16 Mk. pro hessischen Morgen bringen zu können. Höchst, 20. September. Die diesjährige (19.) Generalversammlung des hessischen Thierschutzvereins fand heute Nachmittag im Gasthaus „Zur Post" dahier statt. Herr Geh. Oberschulrath Greim zu Darmstadt eröffnete dieselbe und begrüßte die zahlreich Erschienenen. Herr Pfarrer Nebel hier hielt die Begrüßungsansprache im Namen der Gemeinde Höchst, Herr Weitzel im Namen der hiesigen Ortsgruppe, Herr Kreisrath Dr. «reibert aus Erbach im Namen des Kreises Erbach. Den Jahresbericht über die Thätigkeit des Thierschutzvereins erstattete der Schriftführer, Herr Director Dr. Boßler- Darmstadt. Derselbe lieferte ein günstiges Bild für das abgelaufene Jahr. Der Verein hat in demselben einen Zuwachs von 149 Mitgliedern zu verzeichnen. Das Protocoll von der vorjährigen Generalversammlung sttnd keinerlei Beanstandung. Die RechnungD- ablage für 1892 weist eine Einnahme von 7157,44 Mark und eine Ausgabe von 6202,58 Mark auf. Der Kassenbericht für 1893 btlancirt in Einnahme mit 3673,93 Mark und in Ausgabe mit 3450,35 Mark. Für 1894 wurde der Voranschlag nach dem Antrag des Bureaus mit 7200 Mark in Einnahme und Ausgabe genehmigt. Nachdem noch die Anschaffung von 7000 Stück Thierschutz-Kalendern zur Ver- theilung an die Schuljugend des Großherzogthums genehmigt wurde, fand auch die vom Vereinsausschuß vorgeschlagene Prämiirung von Polizisten keinen Anstand. Es erhielten Geldprämien die Schutzleute Schildwächter und Stöhr-Darm- stadt, Schlachthofverwalter Ohly-Darmstadt, Otterbein- Gießen, Schädel-Gießen, außerdem die mit der Beaufsichtigung der Thiertransporte auf den Darmstädter Bahnhöfen betrauten Wachtmeister Köhler und Schutzmann Bickelhaupt je 5, bezw. 7*/z und 8 Mark. Weiterhin hat die Versammlung beschlossen, weitere Prämien für die vom Gendarmeriecorps und von den Kreisämtern gemeldeten Personen nach Gutdünken durch den Vorstand zu bewilligen für erfolgreiche Anzeigen wegen Mißhandlung der Thiere, ebenso sollen in Zukunft Prämiirungen für gute Pflege von Thieren stattfinden. Herr Lehrer Curschmann-Gießen theilte alsdann seine Erfahrungen auf dem Gebiete der winterlichen Vogelfütterung mit. Zum Schlüsse wurde die Katzenfrage behandelt, welche darin gipfelte, die als anerkannt verwilderten Katzen, welche sich im Felde aufhalten, sind als gefährlich zu betrachten und zu tödten. AUOZUg cm* den Standesennt»*«siftO*ii der Stadt Gietze«. «ufgebote. September: 16 Wilhelm Scverin Heinrichs, Kaufmann dahier, mit Maria Antonie Pauline Kamps zu München-Gladbach. 16. Dr. Wilhelm Baldensperger, Professor dahier, mit Friederike Julietta Jaegle zu Altthann. 16. Dr. Karl Friedrich Georg Hofmann, pract. Arzt zu Nieder-Florstadt, mit Anna Natalie Thekla Marie Emllie Fresenius hierselbst. 21. Albert Otto August Meckelburg, Locomottvheizer dahier, mit Auguste Mathilde Schepers hierselbst. SheschlieBuuge«. September: 20. Dr. Louis Theodor Thomas Przybylski, pract. Arzt zu Beuthen O.-Schl., mit Katharine Georgine Johanna Busch hierselbst. 22. Julius Joseph Köhler, Steinhauer dahier, mit Elisabeth Kathartire Albach hierselbst. Stbotetu. September: 10. Dem Hilsslademeister Heinrich Christ eine Tochter, Anna Sophie. 15. Dem Brauereibesitzer Georg Bichler ein Sohn, Walther. 15. Dem Kaufmann Carl Wenzel ein Sohn. 16. Dem Viehhändler Johannes Born ein Sohn, Karl Johannes Ludwig. 17. Dem Dienstmann Daniel Weißenstein eine Tochter. 18. Dem Glaser Adolf Deutscher ein Sohn. 18. Dem Vorarbeiter Johannes Keller eine Tochter, Maria Lina. 18. Dem Schneider Georg Nahrgang eine Tochter. 18. Dem Schmiedmeister Heinrich Adam Lindenstruth eine Tochter. 19. Dem Locomottvheizer Max Sadowski eine Tochter, Lina Johanna Valeria. 20. Dem Schreiner Konrad Drescher eine Tochter, Anna. »esiordene. September: 16. Lorenz Adam, 8 Monate alt, Sohn von Metalldreher Johann Adam dahier. 16. Ottilie Pfaff, 5 Jabre alt, Tochter von Bahnarbeiter Adolph Pfaff zu Launsbach. 19. Elisabetha Bertha Pennrich, geb. Hannesse, 56 Jahre alt, Ehefrau von Oberst,. D. Johann Baptist Pennrich zu Mainz. 20. Christen Keller, 53 Jahre alt, Rendant dahier. Auszug au» dc« Airch-nbüchern der Stadt «Sieben. Evangelische Gemeinde. Betraute. JohanneSgemetnde. Den 22. September. Julius Joseph Köhler, Steinbauer zu Gießen und Elisabeth Katharine Albach, Tochter deS verstorbenen Bahnarbeiters Heinrich Albach zu Gießen. •etaufte. Matthäusgemeinde. Den 16. September. Dem Forstassessor Ludwig Block ein Sohn, Walter Wilhelm Otto Rudolf, geboren den 11. Mai. Markusgemeind«. Den 17. September. Dem Hilsbremser Valentin Ruppel eine Tochter, Luise, geboren den 22. Juli. Denselben. Dem Oeconom Wilhelm Lindenstruth III. ein Sohn, Wilhelm Karl, geboren den 6. August. Lukasgemeinde. Den 17. September. Dem Schlosser Georg Schardt eine Tochter, Karollne Marte Margaretha, geboren den 9. August. JohanneSgemelnde. Den 17. September. Dem Schuhmacher Jacob Gilbert ein Sohn, Hermann Ludwig, geboren den 18. Juli. Denselben. Dem Wirth Johann Heinrich Rumpf ein Sohn, Heinrich Georg, geboren den 28. Auaust. , , Den 18. September. Dem Friseur Leonhard Dechert ein Sohn, Wilhelm Martin, geboren den 22. August. Matthäus gemeinde. Den 20. September. Fritz Scharmann, Uhrmacher in Gießen, all 39 Jahre, gestorben den 18. September. Johannesgemeinde. Den 22. September. Christian Keller, Rendant und Gruben- repräsentant, ein Wittwer, alt 53 Jabre, starb den 20. September. Gottesdienst in der Synagoge Montag den 25. September, Laubhüttenfest, 1. Tag: Vorabend 61» Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4” Uhr. Dienstag den 26. September, 2. Tag: Vorabend 6»> Uhr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4» Uhr, Abends 7oo Uhr. «otttBbitnfl itr israelitischen KeligiousgeseUschaft. Laubhüttenfest: Montag den 2b. unb Dienstag den 26. September: Vorabend 5“ Uhr, Montag Vormittag 8« Uhr, Montag Nachmittag 4°° Uhr, Montag Abend 6" Uhr. Dienstag Vormittag 8°» Uhr, Dienstag Nachmittag 4°o Uhr, Dienstag Abend 6*> Uhr. verkehr, Land, «nd vslk,«»ir1h,'chaft. »tetze«, 23. September. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90-1,00, Hühnereier per Stück 6-7 A. 2 Stück — H, Käse pr. St. 5-8 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen vr. Stier 18 A, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Baar X 0,59-0,70, Hühner pr. X 0,85-1,10, Mnen pr. <5t X 0,50- 0,90, Enten pr. St. X 1,40 bi« 1,60, Ochsensleffch pr. Psd 62—68 A- Kuh- und Rindfleisch pr. Psd. 50-56 A, Schweine, fleisch pr. Md. 60 -70 A, Kalbfleisch pr. Md. 48-52 A. Hammelfleisch pr. Pfd. 40—60 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00—7,00 X, Weißkraut pr Stück 8-15 A, Zwiebeln pr. Eentner 6,50—7,00 X, Milch dt. Stier 16-20 A, Enteneier pr. St. — A, Zwetschen Gießen, 23. September. Auf dem am 19. b. Mts. dahier abgehaltenen Vieh markte waren auf getrieben: 614 Stück Rindvieh und 390 Stück Schweine. Eine merkliche Aenderung in den Preisen war nicht eingetreten. — Nächster Markt Montag den 9., Dienstag den 10. und Mittwoch den 11. October ds.Js.; am letzteren Tage auch Krämermarkt (erster Zwiebelmarkt) und findet Morgens 8 Uhr das Verlesen der Krämerstände statt. Vrodpreise vom 24. September bis 8. October 1893. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) „ t 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod „ S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) „ S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) 1 Kg. (2 Psd.) Schwarzbrot) 2 Kg. (4 Psd.) „ 3 Kg. (6 Md.) „ Der auswärtigen Bäcker. 26 52 24 25 48 50 22 44 66 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) bei Gg. Heuser von Gr.-Linden 40 „ W. Amend von Lang-Göns 44 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot) bet W. Amend v. Lang Göns I 91 „ W. Steinmüller „ \ 2 Ka (4 Psd.) „ bei Aug. Deibel von Wieseck . 42 V „ Gg. Heuser von Gr.-Linden 48 3 Kg. (6 Psd.) Schwarzbrod bet Balth. Christ Wwe. v. Wieseck 69 Der Brodverkäufer. W r, w 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) 2 Kg. (4 Psd.) Weißbrot» 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod Gießen, den 23. September 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. 26 Ms. 52 „ 24 „ 48 „ 22 „ 44 , 66 , Bedeutende Betriebsersparnisse rotr$r tn maschinellen Anlage der Großindustrie, deS Kleingewerbes ober der Landwirthschaft durch Ausstellung einer Wölfischen Loco mobile als Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von R. Wolf in Magdeburg-Buckau seit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationären und fahrbaren Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln Übertreffen an Sparsamkeit des Brenn material Verbrauchs, Dauerhaftigkeit und Lei- stungsfähiakeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locontobil-Concurrevzen den Sieg davongctragen. [4276 Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlao«'. ' ' 122.'Seplbr., Mitt. 12 Ulns'/3. Septdr., Mörg. 8 llhr Baromeler- min.738mm.mar.740mm min. 738mm,max. 742mm Thermometer: „ 4-7°R. „ +1272°R , + 4®R. « +$ Hygrometerstand: Sehr feucht. Regen. Neigung f. nasses Wett. Mittlerer Barometerstand bet 0° R. = 744,7 mm. -»gewendet worden: 'Gnauth. 8049 8037 Gnautb. 8050 Grossh. Univ.-Tanz- und Fechtlehrer. Joseph Möhl 8012 und 2—6 Uhr •Oll Prima neue Häringe, Auf zur Landtagswahl! Stemler's Friedrichsdorfer^wieback tetft frisch, in Packelen ä 20 Psg. zu haben bei (6352 A. UL Rmte 8036 9941 Oelsen, ttergw »iHkMi 5 t*t 7770 Rrietberf-tMtcaiu n n fj 172 50 130.00 13810 116 90 99.25 271.87 9140 Wod)rn (Cdfim Lomd 6-»iB.»äcl Buschthaader E^B.'Acr Elbkhsl-Bshn-Ld. Gotthard- Bahn-Lci. Schweizer Nortz«st--B>Ud. Mamzer E.-B.-Lcl. Ä arten trat gr Uft Id. gattitio eontei enbtn, w teil ht naaihdji aiauui zu lagt Xtm kr a?ot br MarÜgtget chhqlit yi rrlricht lizflt Utl gr bi angängig mi V«an 6(8 dot f hoit Thingkk f i dir laafmh Ilm kos Brt« 139 40| «a. Mnia^tienaMUL t*i t>eq behauptet 8006] Eine billige Wohnung mit Garten» antheil zu vermiethen Darmstädter BanMkt Dre-dcner CanMd. Nordd. SogMd. Wiener Bankver^Ld DdL Lredit-Ld. 3taL DUttdm«r**5e Id. hat Euch Landwirthe vor ca. S Jahren schon aus dem Schlafe geweckt. ist Mitglied des Landes-Ausschusses des landw. Vereins des (tzroßh. Hessen, ist Mitglied der Nothstands - Eom- misfion. ist Mitglied der Berufsgenostenschafts- Schiedsrichter. ist Ausschuß-Mitglied der Alters- nnd Jnvaliditäts-Berficherung. sou 1. von Ungenannt, Fran Sch., haar 20 Mark. 2. Bon Frau St. baar 20 Mark. 3. Von Herrn Wilhelm Block in Bremen baar 100 Mark. Für diese Gaben sprechen wir auch auf diesem Wege unseren llchsten Dank aus. Bon jetzt ab habe meine Sprechstunden wieder täglich von 8—12 Bekanntmachung, betreffend die Löber sche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 JL jährlich an einen in Gießen geborenen verwittweten Handwerker zu vergeben, welcher einen guten Rus besitzen, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt haben und wahrhaft dürftig sein muß. Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen auf dem Bureau des Armenamts entgegengenommen. Gießen, den 22. September 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. marinirte Häringe, Bismarck-Häringe, neue Rollmöpse, neue Sardinen, 90er Sardellen, Sprott-Bücklinge Elb-Caviar Gefl. Anmeldungen erbitte ich vorher in meiner Wohnung Weiden,.... 7. p. RoeSe Gießen, am 23. September 1893. Der evangelische tztzesammt Kirchenvorftand. Dr. Naumann. empfehlen in ganz vorzüglichen Qualitäten A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21 Für Restaurateure bei größerer Abnahme .Preisermäßigung^. [8048 ß-w-' IN"1 Hkermielvungen. 8008] Eine kleine Wohnung tu vermiethen.Dammstraße 29. T anz* Unterricht Mein Tanz-Unterricht beginnt wieder I (^rohere Parthie prima Eichen, Buchen u. Eschen in Stärken 1—3 ", sowie astreine 5/4" Weiden- Blöcke zu kaufen gesucht. Cff. unt. L 4540 an W. Thienes, Elberfeld. _________________[8009]_________________ Bureaugehülfe. 8022] •<# gewandter Lchreider al» vureaogehstlfe wird zum 10. Oo toder gducht. Bersänltche Vorstellung unter Beffüflung von Zeugnissen und selbst» aeschriebenem Lebenslauf während der üblichen Bureaustunden. asuigl. «isentzahn Vaee-Juspeetto« Warburg. S chwamborn. 87.UU 363 50 19671 145 9/ 1UÖ I- v eN 66 ll 86.28 S6/# Pertugiefeu 99.80 4»/e Sriech. Monopol-»al. Zahnarzt Dr. Hoddes Bahnhofstraße 37 im Hause des Herrn Instrumentenmacher Schmidt y/e Reichsanleihe do. 3*/e Preuß. Eonsol« W/e do. LourSbericht een E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 28. September 1898. Musik. Hausfreund Bretter f6r aosgewählte SakmnmeOu VL Jahrgang ■oneÄeh ewel Nammen (mit Taxt- beflsgm). Vermischte Anzeigen. Restauration „zum Pfau“. Heute Samstag den 23. und Sonntag den 24. Sept.: Gänsckegeln. 8080 (9. Böhm. Bekanntmachung Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß vom nächsten Dienstag ab der Verkauf von Obst, Kartoffeln rc. an den Wochenmarkten nicht mehr auf dem Brandplatz, sondern auf dem Marktplatz in QswaldS (Harten stattstndet. Gießen, den 23. September 1893. Großherzsyliche Bürgermeisterei Gießen. Retzection 1. Schrvda. — Druck snb Verla, der »eühl ick»Druckest (Fe. tbc. tM«««*' in Die hEtiOO fturaw wefeN IO XXX Klavierunterricht. Nack beendigter coufcrvatorischer Ausbildung und im Besitze besten Zeugniffes, empfehle ich mich zur Ertheilung von Klavierunterricht in und außer dem Hause. Wohnung im Hause meiner GÜcrn:Liebig8trasse 6 I. 7912] Auguste Döring. xxxxx (Gesetzlich geschützt) Anwendbar für alle Lampen nnd Eylinder. Urrtd • 50 Pfennige für gewöhnliche Lampen. ytlAB • 80 Pfennige für große Lampen und Ga«»Srgandbrenner 6*ü*o*r1e 1 Uhr 15 Mtn. 85 25 4»/e Ung. Gold-Rmte Frau Albert Behrend Wtwe. früher Geschwister Meier. Gütertarifs etngereiht- Gießen, den 20. September 1893. 8046 Großherzogliche Direction. Das billigste Schuhlager bestndet stch jetzt [7340 Bahnhofstrasse 6, nicht mehr Marktstraße 27, sondern Aahnhofftrahe tt. Ph. Waldschmidt, Wallthorstr. 8, Ter*fu"u?<*«e« Tanz-Unterricht. t3r- Mein Tanz Unterricht beginnt wieder Montag den 16. Cctobcr. — Gefällige Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung ■■ Dammstraffe 6 ■■ ;u machen. * .,Tl Wl frr Jkjunn der Ifr Loeteizloeikr ®ix milbm mabtt furje lat iounJen ttntn < rat ra*. bc < ttinanb#DO hiimi-z. dav y teiytuuntn Wc OtreäL Äegitrun ItiW unö finitia (fttt bringen An die Wahlmanner! Lasset Ench diesmal nicht irre machen! Wählet einen Mann aus dem Volke, der auch Euch an Crt und Stelle vertritt, der auch das Zeua in sich hat, an Crt und Stelle den Nagel auf den Kopf zu treffen. Wählet Herrn PachterMÜmi-Hnngen! $«B llvstt g rxnig btgür ' hnu mi ^1* dir kizentl injem Uafange *u zimlich all, rt-i dn gam ? Vimr N ffitile ' ^uQe ( H*?nac8tn tb< Mtifitmti oneinnal P’.'ie aller A Gießen, den 23 September 1893. Geschäftsverlegung. Mein Geschäft in Porzellan-, GlaS-, Thon- und Steingut- Maaren befindet sich von Freitag den 15. September ab in ______________Rodheimerstraße 40. 7869] Famtlienlogts an rubige Leute vermiethet « arl Bieler. 801b'| Wohnung, drei geräumige Atmmer und AabehSr, in freier Lage zu vermiethen. Am 1. October b I gelangen zu den Montag Abend 8 Uhrr Uebung. Gütertarifheffen Nr 1, 2 b, 3 und 4 die Cämmtltche actioen Mitglieder haben Nachträge 111, zum Heft Nr. 5 der Nach« zu erscheinen. (8 >33 trag v und zum Heft Nr. 6 der Nach-, .w. ttaa vii zur Einführung 1 ©dcibigung gegen Ueber den Inhalt der Nachträge ertheilen Lvtlhelm Rupp nehme ich MeÄr°b6,n "'s »«wahr zurück. Gießen, den 20. September 1893. inatl,H Grohh. Direction (8007 Ja8t”* H®,™ann’ der Oberhessischen Eisenbahnen. j — _ -KiöfiotOrften, tikel »TchlaLenabfälleE unter die Güter sowie einzelne gute Werke kaust ««. «U6na»m.tarif6 2 uns«.- . Buchhändler Krebs, 95 Sonnenstraße 2S. [8014 ne ;fbrait i -e, pauk *nge . ui reriff , rforren l rrrtnt Inid SelterSweg 3. errichtet habe. Gestützt auf da« Bcrtraueu und Wohlwollen, welche« mir früher 801ft] Sch8n möblirtr« Zimmer ju ver- bier entgegengebracht wurde, bitte ich die gechrten Damen um ihren gefl. Befuch mtethen.Bleichstrahe H, pari , Hochachtungsvoll gesucht zu einem Pferd. Gute Zeugnisse erforderlich. [8045 Nähere« in der Exped. d. Bl.__ 8015] Tüchtiger ehrlicher LanfVursch« gesucht. Meldungen Montag« von 9 bis 12 Ubr Borm. Buchhändler ttzrehtz, Sonnenftr. 25. 3« erfrag«» t« der »xped. d. «u 8042] Kleine« Logt« zu vermiethen. d041] 2. Stock, 4—5 Z. u. Zub., ruh'Wohn., pr. l.Oct. zu. verm. PH. Schaefer, Dtezstr- 8023] Schöne Mansarden-Wohnung zu vermiethen. Frankfurierflraße 93. 8020] Ein LogiZ an ruhige Leute zu vermiethen. Sonnenitraße 11. 8082] Ein freundl. möbl. Zimmer mit separ. Eingang pr. 1. Oct. ob. sofort zu vermiethen. Asterweg 60, 1 Stock. 8029] Stube m. Küche, sow. e Stübchen mit Best ju vermiethen. Ttefenweg 10. "TO] Än mijblirt- Zimmer m. ^abinet zu «rmtetben. SelterSweg 3. Gesucht ein tüchtiger zuoerläsfiger Pferdeknecht bet hohem Lohn mit guten Zeugnissen. 7972] Gebrüder RMfendaum. Zunger Bädiergeselle sofort gesucht (Sonntagsarbeit ausgeschlossen). Bäckermeister Deuker, 7976] Rodhetm a. Bieber. 7890] Eine tüchtige itzindrr-tzrttrert« nach England gesucht. Nähere« bet Frau Dlredor Pa«co«. 8010] Eine Kinderfrau sucht Stell« für Nachmittag« Näheres ________Neuen Bäue 13 im 3. Stock 8027] Ein Mädchen für Mittag« und ein LehrmLdche« gesucht Frau Hamel, Schneiderin, Diesstraße. 8031] Werkstatt mit Wohnung zu miethen gesucht. Schrift!. Offerten unter N 8 an die Epped. d. Bl. Mädchen »Xib« ’ •• •• zeugnayenchand» und Waschinennäh««, sowie das An- schneide» gründlich erlernen GeMchwieter Räuber, 8031 SelterSweg 30. w- "i n fo E* Men Ar h ZT IS« l„ f übt. h l ’8 'in i -..T* >°, lr«>" ti;, I« »-m Äeisgeöotenes. Vorzüglicher Aepfelmost aus nur Wetterauer Aepfeln bei 8047] £. Luft, „im Löwen". Frisch gekelterter Aepfelmost vom Schiffen berg ist bei Herrn Rollof, Wolkengaffe 1, zu haben; ferner empfehle feinste Sorten A epfel, guten Biruhonig und frische Nüsse. [8035 KarILynker. Einem solchen Manne gebt Euere Stimme! jliflf Kinger aus langen uni) llmgrgkad. Geschäfts Eröffnung. Hierdurch erlaube mir die ergebene Mtttheilung zu machen, daß ich in meiner Wohnung Ludwlgetraeee 1Ä, parterre, ein Stiftungen und Geschenke zur inneren ... 2'2o Ausstattung der neuen Zohanneskirche. Nachfolgend verzeichnete Gaben sind un« für die neue Kirche weiter Champagner-Vertreter für Platz und Umgegend von einer leistungsfähigen Rheingauer Eham« pagnertellerei gesucht. 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