*893 Freitag den 24. Februar Nr. 47 A,nts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Hratisbeikage: chießener Jamitienökätter Amtlicher Theil 1. Feuilleton 8ierttljLhri«cr J^xemtebinttei 2 Mark 20 Pfg. vringerlohn. Durch die Post be,»,« 2 Mark 50 PK Redaction, 8y|>tbHt«e und Druckerei: -ch- ßratze Mr A. F-ruKrecher 51 ganebrnt von «nzeigea ,u der NachmiNa§« für bei ^gmben leg erscheinen den Nummer bil Bonn. 10 Uhr. Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche. Zu Hof Marienborn und Eckartshausen, Kreis Büdingen, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnct worden. Gießen, den 21. Februar 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. ©tigern. straße. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß: der Antrag der Großh. Bürgermeisterei Gießen vom Bekanntmachung betr. die Eröffnung der Stephanstraße, hier die Enteignung von Gelände. Zum Zweck des Ausbaues der Bleich-, Göthe- und Bis- marckstraße, je von der Ludwigs- bis zur Stephanstraße, und der Stephanstraße von der Bleichstraße bis zur Bismarckstraße hat die Großh. Bürgermeisterei Gießen Antrag gestellt auf Enteignung: 1. von 323 m (wovon 37 Qm zur Göthestraße, 286 0 m zur Stephanstraße entfallen) des Grundstücks Flur XXVII Nr. 125 — Wiese in der Stephansmark — im Grundbuch zugeschrieben dem Franz Senner und dessen Ehefrau, geb. Noll dahier, 2. von 438 0m des Grundstücks Flur XXVII Nr. 231 — Wiese in der Stephansmark — im Grundbuch zugeschrie- bcn dem Heinrich Noll IV. und dessen Ehefrau, geb. Herbert dahier, zur Stephanstraße, ™ 3. von 691 0m des Grundstücks Flur XXVII Nr. 230 — Wiese an der Stephansmark — im Grundbuch zugeschrieben der Jacob Wißner Wittwe dahier, zur Stephan- ÄQc Umronem-Burcaix be« In» und WullanM nehmn gnjtigen für btn „Gießener »«»tiger" entgegen. Sfi 14. Februar 1893, 2. die Meßbriefe nebst geometrischem Plane und Grundbuchsauszug, 3. der Plan nebst den Längen- und Querprostlen in der Zeit vom 27. Februar bis 13. März d. I. auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen zu Jeder- manne Einsicht offen liegen. Zur Verhandlung über den Plan und dre zu leistende Entschädigung wird Tagfahrt vor der Local-Commission auf Mittwoch den 15. März d. I., Vorm. 8 Uhr auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen anberaumt. jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die «rotzh. Bürgermeiftereie» des «reifes. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auslage vom 7. d. M. noch nicht nachgekommen sind, erinnern wir an Erledigung derselben mit Frist von acht Tagen. v. Gagern. Brr -tzeß—rr *i|rte jfejSjÄT btiflUn Puri V. __J6tdnftra6e 67. M dtan üubeb Ä NTniit 'Wr, Wasserleitung, knanthiil per 1. Juni nterm Stock. ü-Zsmöbl. Zimmer r b Mr» ,u üermtetben. Noilmlage 19. in bester G nm der Stabt, mit Los» Wo? sagt die tzp, -. U. imtger Laden in bester ist ver sofort ober Wer Meres euftabt 78, eine Treppe. M Helle Wttkyätte ist ermiethm. Näheres eustadt 78, eine Treppe. Bere*«^ld* e, j° nMh. l-eber Sehu1' . A«shlld* Dir««*1’“- •ecte. Bekanntmachung. betreffend den Oberhessischen Obstbauverein. Sonntag, 2«. Februar, Nachmittags 2 Uhr | zu Weitershain im Saal von Theiß Vortrag des Herrn Hte Anzeigen. üchtiges Ltttistmäd-tv G ünberperfira^ 10. tchttgiö §tenstmädchtu ker, Grünber-erstr. tt- iraotl MWftA Diwst- ilniang März gesucht. tirchenplatz 21,1. Stock. braves tüchtiges jungt? n zum 1. März gesucht. Bahnhofstraße 8. uoerlässiges junges Räd- ju Kindern gesucht. ier (?rpebition_b-JB1. tüchtiges -ausmädcheei en Lohn per L Mrz geigen in btr (ÜPtb. -- W- rb-it gesucht. rMtrstraßE_ Wcngeschäst pnl einen l1«’ M»«. EmilPiston, 4 ,rlernen nnst, wnn 1L er günstiM WW» je Knectoe, j rssZr «ranstalt- rffltoe8*lt'utb Bekanntmachung, betreffend die Ernennung von Feuervisitatoren. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der seitherige Feuervisitator Heinrich Winn dahier um Entbindung von dem Amte eines Feuervisitators nachgesucht hat und daß wir mit der Vornahme der Feuervisitation in den Gemeinden Burkhardsfelden, Eberstadt, Ettingshausen, Hattenrod, Lich, Münster, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Öber-Hörgern und Oppenrod den Maurermeister Heinrich Uhrhan III. zu Lich beauftragt und denselben als Feuer- visitator verpflichiet haben. Gießen, den 21. Februar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _____v. Gagern._____________ Gießen, den 21. Februar 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien Burkhardsfelden, Eberstadt, Ettingshausen, Hattenrod. Lich. Münster, Nieder - Besfiagen, Ober Besfiagen, Ober-Hörgern und Oppenrod. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen. v. Gagern. ______________ Gießen, am 23. Februar 1893. Belr.: Das Landgestüt, hier den Abgang der Landgestüts- deschäler nach den Landgestütsstationen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien de- Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lasten, daß die Landgestütsbeschäler für die Landgestütsstationen Berstadt, Butzbach u. Grünberg abgegangen sind. v. Gagern. “ " 99 mjr 1893 Die Eigenthümer des obenveczeichneten Geländes und $etr,: Sie 1 '°°m 1891 über die Arbeitsbücher und die Beschäftigung Central vereine der Berlin, Mittag eine Landwirthschastslehrers Reichelt von Friedberg über „Obftbaumpflege". Die Vereinsmitglieder und Freunde des Obstbaues werden zu zahlreichem Besuch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister von WeiterShain und der Nachbarorte ersuche ich um gefällige ortsübliche Bekanntmachung. ließen, 23. Februar 1893. Der Vorsitzende des Vereinsbezirk» Gießen des Oberhesüschen Obstbauvereins. Nebel, Amtmann. Deutsche» Reich. — Bei den inBerlin vorgenommenen Wahlen zum Gewerbegericht, bei denen 210 Beisitzer auS der Klasse der Arbeitgeber und 210 Beisitzer auS der Klasie der Arbeit« nehmer zu wählen waren, haben die Socialdemokraten einen durchschlagenden Erfolg errungen. Sämmtllche gewählte Bei« sitzer auS der Klasse der Arbeitnehmer gehören der Social« demokratie an, außerdem wurden auch aus der Klasse der Arbeitgeber neun socialdemokratische Beisitzer gewählt. — Die Nationalliberalen We st Preußens wollen sich neu organisiren. Ein Comitv erläßt zu diesem Zwecke einen Aufruf. östlichen Provinzen. Herr Depeschen deS Bureau „fcerolb*. 22. Februar. Der Kaiser empfing heute Deputation der landwirthschaftlichen totale* rrn- proolnstette*. Sieben. 23. Februar 1893. • * Theater Berei«. Ueber die gestrige Aufführung de« DramaS „Galeotto" der Darmstädter Hofschauspieler im hiesigen Theaterverein wollen wir für heute nur kurz mir« theilen, daß die geschätzten Gaste mit ihrem Spiel einen durchschlagenden Erfolg erzielten und sich im Fluge die Sympathie des hiesigen Publikums errangen. Eingehender Bericht in folgender Nummer. ♦ ♦ Fernsprechverbindung Frankfurt Berlin. Man ist eben innerhalb der Stadt mit Herstellung der Leitung für die neue Fernsprechverbindung Frankfurt a. M.« Leipzig-Berlin beschäftigt. Eine wahrend dieser Arbeit vielleicht ab und zu eintretende kleine Störung dürfte daher von Seiten der Betroffenen zu entschuldigen sein. * ♦ Neue8 Papiergeld. Die Bank für Süddeutschland wird, wie das „D. Tagbl." meldet, demnächst neue Hundert« Markscheine auSgeben. Iu Amerika verstorbene Hessen. New«York, Eity: Georg Funk, 51 Jahre alt, auS Gedern- Earl Koch, 73 Jahre alt, aus Alsfeld. — Astoria, L. I.: Philipp HauS, 70 Jahre alt, auS Alzey. — Baltimore, Md.: Adam Schäfer, 69 Jahre alt, au« Schlitz - Elisabeths Krau«, 46 Jahre alt, aus Babenhausen. — Brooklyn, N. Y.: Maria Weiß, geb. Christ, 56 Jahre alt, auS Wörrstadt. — LouiSville, Ky.: John I. Krausgrill, 35Jahre alt, au« Nieder-Weisel. — Pittsburgh, Pa.: Sonrad Herchenrvther, 90 Jahre alt, aus Düdelsheim. * ♦ tzerbstübuugeu im Jahre 1893. Es ist bestimmt worden, daß baß 8. (rheinische)', 14. (badische) und 16. (lothringische) ArmeecorpS Kaiser-Manöver halten, jede« Armeecorps große Parade für sich. Beim 8., 16 , 3. und 10. ArmeecorpS wird je eine besondere Cavalleric Division ausgestellt. Dem 16. ArmeecorpS wird eine Luftschiffcr- Abtheilung zugetheilt. Für die zu den Kaiser-Manövern nicht herangezogenen ArmeecorpS haben die Herbstübungen unter möglichster Berücksichtigung der Ernteverhältnisse stattzufinden, und ist sowohl bei Auswahl de« UebungSgeländeS wie bei Ausführung der Hebungen auf möglichste Verringerung der Flurschäden Bedacht zu nehmen. Bei dem Gardecorp«, dem 1., 2., 6., 7., 8., 11., 14., 15. und 16. ArmeecorpS finden GeneralstabSreisen, bei dem 17. ArmeecorpS eine Festung«« GeneralstabSreise statt. — Die Rückkehr der Fußtruppen in ihre Standorte muß bi« zum 30. September, welcher der späteste EntlassungStag ist, erfolgt sein. • * Militärisches. Durch Allerhöchste EabinetSordre ist bestimmt worden, daß auch bei den Train-Bataillonen Offiziers-Aspiranten eingestellt werden dürfen. nn. Darmstadt, 22. Februar. Zweite Kammer der Stände. Die Verhandlungen werden um 1)110 Uhr eröffnet. Das Haus tritt in die Berathung der Vor« stellung und Bitte de« Hessischen Landeslehrer Verein« und der Ludwig und Alice st ist ung um Erhöhung der Pensionen der Lehrer Witlwen und um Gewährung von Waisengeldern für minderjährige Lehrer-Halbwaisen. Der Ausschuß erachtet eS für durchaus angezeigt, daß den minderjährigen Halbwaisen ebenfalls wie den Kindern von CivilftaatSdienern >/, deS WittwengehalteS zuerkannt werde. Die Großh. Regierung will die Sache näher prüfen und erforderlichen Falls Zuschüsse zur Schullehrer Wiltwenkasse in da« nächste Budget einstellen. Demgemäß erklärt da« Hau« die Vorstellung für erledigt. — Ein Gesuch des Lehrers Schneider und Genossen zu Eastel um Aufbesserung ihre« Gehaltes gemäß der in Hessen verbrachten Dienstzeit bi« zu 2000 Mk. wird ebenfalls für erledigt erklärt, nachdem die Großh. Regierung bemerkt, daß von Seiten der oberen Schulbehörde, bei dem Gemeinderath zu Eastel zu einer günstigeren Regelung der dortigen Lehrergehalte hingewirkt worden sei, daß aber in Folge de« Widerspruch« des dortigen Gemeinderaths ein günstiges Ergebniß leider bi« jetzt noch nicht erzielt worden fei. — Zu einer Petition der Mainzer Katholiken-Berfammlung, betreffend die Aufhebung de« Jesuitengesetzes, deS OrdenSgefetzeS vom Jahre 1875 und de« BolkSschnlgesetzeS ergreift Abg. Rackö da« Wort. Er bedauert, daß die Petition in so später Stunde, am Schluß der Session, in die Kammer gelangt sei. Er weist auf die segensreiche Thängkeit der Barmherzigen Schwestern für das Volk hin und beklagt eS tief, daß diese durch da« Gesetz so hart getroffen seien. Er bade aber die Hoffnung, daß die Regierung in möglichster Bälde auf die Fragen, welche hier angeregt seien, eingehen werde, um zu zeigen, daß sie gewillt fei, gerechten Beschwerden einer großen flila, 22. Februar. Der »Köln. BolkSztg.^ wird au* Rom gemeldet, die in Aussicht genommene Audienz der Pilger von Uruguay, Schottland und von Ungarn fei wegen leichter Heiserkeit de« Papste« verschoben worden. — Gestern Abend find der französische Barsch ast er und der Herzog von Norfolk vorn Papste empfangen worden. München, 22. Februar. Der Prinzregent bewilligte den durch die Donauüberschwemmung bei Regensburg hart betroffenen Gemeinden und minder bemittelten Emwohuern 15,000 Mk. Nürnberg, 22. Februar Eine öffentliche Versammlung deS Fränkischen BeremS der Colportage-, Buch- und Kunst« Händler beschloß, eine Petition an den Reichstag gegen die Einschränkung deS HaufirhandelS zu richten. Wien, 22. Februar. Der einstige EabinetSchef v. S ch m e r • ling ist infolge eine« neuerlichen Schlaganfalle« ganz gelähmt. — Der wiederholt angekündigte Strike der Glasarbeiter de« Jsergebirge« beginnt am 6. März. Die Fabrikanten bezeichnen d,e Forderungen der Arbeiter al« unannehmbar. Budapest, 22. Februar. Der sehr bekannte Feldz:ug- meister'Baron SdelSheim-Gyulai liegt im Sterben. Neueste Nachrichten. Wolff« telegraphische« Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 22. Februar. Congreß der deutschen Landwirthe. v. Manteuffel eröffnete mit einem Hoch auf den Kaiser und die Bundesfürsten die Sitzung. Er betonte, der Kaiser empfange soeben, wie er höre, eine Abordnung de« ostelbischen landwirthschaftlichen Cemralvereins; die Landwirthe dürften deßhalb mit freudiger Hoffnung in die Zukunft schauen. Der Landwirthschaftsminister begrüßte die Versammlung: Ich habe geglaubt, sagte er, in Ihrer Mitte erscheinen zu sollen, weil man neulich auö der Thatsache, daß aus zufälligen Gründen eine Betheiligung meines Ministerium« an dem landwirthschaftlichen Genossenschaftstage nicht möglich war, der Wirklichkeit nicht entsprechende Schlußfolgerungen gezogen habe. Ich habe geglaubt, durch mein heutiges Erscheinen die falschen Schlußfolgerungen öffentlich widerlegen zu sollen. Er habe oft den landwirthschaftlichen BerufS- genoffen gesagt: Legt selbst Hand an! Organisirt euch, so daß es ganz ausgeschlossen ist, daß meine Theilnahme nicht auch derjenigen Genossenschaft zugcwendet wäre, welche mit einer Organisation den Anfang machte. Ich schließe mit dem Wunsche, daß die heutige Versammlung einen kräftigen Antrieb zur weiteren Entwickelung deS landwirthschaftlichen GenossenschastSwesettS gebe. (Lebhafter Beifall.) Hierauf trat die Versammlung in die Tagesordnung. Commissare sämmt- licher Ministerien wohnen der Berathung bei. Berlin, 22. Februar. Der Congreß deutscher Landwirthe nahm eine Resolution an, in der gesagt wird, die Abänderung der Verbrauchsabgabe auf Spiritus von bisher 0,50 refp. 0,70 Mk. auf 0,55 oder 0,75 Mk. enthalte eine Schädigung des schwer darniederliegenden Brennereigewerbes. Die übrigen Bestimmungen des Gesetzentwurfs erkennt der Congreß als für daS Interesse des Brennereigewerbes und der Landwirthfchaft erforderlich an. Der Congreß ermächtigte schließlich den Vorstand, eine Verschmelzung deS CongresseS deutscher Landwirthe mit der Vereinigung der Steuer- und Wirthschaftsreformer anzubahnen. Harburg, 22. Februar. Der Schnellzug auß Hannover erlitt heute Morgen 6 Uhr kurz vor Harburg eine etwa zwei- stündige Verspätung, weil ein Wagen eines vorauf- gefahrenen Güterzuges entgleist war und das Geleise versperrte. Der Schnellzug wurde rechtzeitig zum Stehen gebracht, die Passagiere mußten an der Unfallstelle umsteigen. Rendsburg, 22. Februar. Seit heute Morgen haben wir heftigen Schneesturm. Der Bahnverkehr nach Norden stockt. v. Below überreichte dem Kaiser mit einer Ansprache eine Denkschrift, welche um Förderung der Landwirthfchaft bittet. Der Kaiser erwiderte, daß die vorgetragenen Wünsche von der Regierung aufs Eingehendste geprüft und nach Möglichkeit berücksichtigt werden würden. Berlin, 22. Februar. Der Kaiser verlieh gestern nach Beendigung der Vorstellung im Königlichen Opernhause dem Componisten der „Cavalleria nisticana“, Ma «cagni, den Kronenorden dritter Klasse und sprach ihm in schmeichelhaftester Weise seine Anerkennung auß. Berlin, 22. Februar. Gegenüber den Preßerörterungen über die Frage der Hinausschiebung der Entscheidung bezüglich der Militär Vorlage biß zum Herbste bemerkt die „Post", in leitenden Kreisen werde eine solche Möglichkeit al« nicht ötßcutabel bezeichnet. Berlin. 22. Februar. Die Beerdigung Bleich« röder« hat heute Nachmittag unter ungeheurer Betheiligung stattgefunden. Zahllose Blumenspenden schmückten den Sarg. 80 Wagen folgten. Berlin, 22. Februar. Eine stark besuchte Versammlung von weiblichen Handlungsgehilfen faßte den Beschluß, einen scharfen Protest gegen die geplante Verlegung der SonntagSardeit auf den Nachmittag zu erbeben und erklärt, daß gegenwärtige Gesetz fei nur ein Nothbehelf für die Freigabe deS ganzen Sonntag«. Deutscher Ueichstag. 49. Sitzung. Mittwoch, 22. Februar 1893. Vor Eintritt In die Tagesordnung bemerkt Präsident o. Leoetzow, daß, wie er au« dem Protokoll ersehe, gestern ein Mitglied des Hause« (Bebel) einen Reichsangehörigen (den Rheder Schiff in ElS- fleth), der im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte und jedenfalls nicht wegen Morde« bestraft fei, einen Massenmörder genannt habe. Er beschränke keinem Mttgliede de« Haufe« da« Recht, hier Thatsachen vorzubringen, namentlich wenn sie bewiesen werden können; er könne e« aber nicht al« der Würde des Reichstag« für angemessen erachten, fo weitgehende Folgerungen zu ziehen und erblicke darin einen Mißbrauch der den Abgeordneten zustehenden Rechte. Er bemerke dies für die Zukunft, damit nicht au« feinem gestrigen Schweigen ein Präjudiz gezogen werde. (Beifall.) Der Gesetzentwurf betr. die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung wird in dritter Lesung unverändert angenommen. Sodann wird die Berathung de« Etat« de« Innern beim Statistischen Amte fortgesetzt. Abg. Dr. Hirsch (dir.) wünscht eingehendere statistische Nachweise über den Zu- und Abgang bei den Krankenkassen und Angaben über etwaige den Kassen Seiten« der Gemeinden -ufließende Subventionen. Er habe zu seinem Erstaunen gehört, baß die Berliner Maurer Krankenkasse vom Magistrat 30000Mark Unterstützung erhalte. Unterstützungsgesuche freier Hilfskassen ^würden schwerlich Erfolg haben. Siaaissecretär v. Bötticher: Dm Wünfchm de« Vorredner« fei schon zum Tbeil entsprochen. Man dürfe die Krankenkassenbeamten nicht mit statistischen Arbeiten überlasten. Die Maurer-Krankenkasse sei dadurch in schwierige Lage gekommen, daß derselben ein größerer Unternehmer mit Beiträgen durch die Lappen gegangen. Don einer Subventionirung dieser Kasse sei ihm nichts bekannt. Abg. Schrader (bfr.) wünscht möglichste Ausdehnung der statistischen Erhebungen, um unsere Arbeiteroerhättntfse genau zu ermitteln. Abg. Dr. Buhl (natl.): Die Ermittelungen müßten so erfolgen, daß die Arbeiter selbst an der Richtigkeit der Ergebnisse nicht zweifeln könnten. Mit Rücksicht auf die Ueberlaftung der SelbstverwaltungS- organe seien indeß die statistischen Erhebungen auf das Nolhwendigste zu beschränken. Beim Capitel AichungSamt befürwortet Abg. Goldschmidt (bfr.) obligatorische Aichung der Bierfässer. StaatSsecretär v. Bötticher erwidert, daß augenblicklich festgestellt werde, ob ein Bedürfniß oder doch ein wirihschaftlicher Dortheil de« AichzwangS vorliege. Beim Eapiiel Gesundheitsamt wünscht Abg. Rosicke Auskunft über die Ergebnisse der Erhebungen betreffs eines Verbots der Surrogate bei der Bterbereltung. Dm obergährigm Brauereien könne ja die Benutzung von Surrogaten gestattet werden, falls sie nur ihre Biere als obergährige kennzeichnen. Auch für Exportbiere, die über See gingen, könnten Ausnahmen zugelassen werden. Siaaissecretär v. Maltzahn: Die Verwendung von Malz- surrogaten sei in Norddeutschland nur noch gering. Eine Vorlage auf Verbot der Verwendung von Surrogaten habe s. Z. nicht die Zustimmung de« Reichstags gefunden. Abg. Dr. Meyer (bfr.): ES gebe Leute, die reinen Wein trinken und deshalb Anderen verwehren wollten, canbtrten ober (baptaliftvten Wein zu trinken. Da« fei Unrecht. Unb wmn man Biertrinker zwingen wolle, auf weniger echtes Bier zu verzichten, so I verweise man sie auf den SchnapS. Weshalb Brauereien zu Grunde richten, die Zucker zum Bier verwenden? ES gebe durchaus gute Biere, welche auS Zucker hergestellt seien. Ueberhaupt solle man nicht die Technik festlegen, die vielleicht mit der Zelt noch bessere Biere schaffe, al« wir sie jetzt haben. Hopfensurrogate wolle er auch Vorboten wissen, nicht aber Zucker und Reis. Abg. Goldschmidt (bfr.) wünscht ein Surrogat-Verbot, ba der Mangel desselben die norddeutsche Brauerei mit einem gewissen Odium belaste. StaatSselretär. v. Maltzahn: Ob ein Verbot der Surrogate allein au« gesundheitlichen Gründen sich empiehle, habe der Bunde«- rath erwogen, die Frage aber verneinen müllen. Abg. Möller (natl.) tritt für die Beschränkung eine« Surrogatverbots auf Lagerbier ein. Abg. Röficke wundert sich, daß der Urheber des geflügelten Worte» von dem Bier, „das feinen Beruf verfehlt hat", die Surrogate vertheldlgen könne. Die obergährigen Biere anlangmb, fo würden zum Berliner Weißbier keine Surrogate verwendet. Von rund tausend Brauereien, die er befragt habe, wünschten neunzehntel daS Verbot. Abg. Fürst Hatz sei di (Np) befürwortet da« Surrogat-Verbot unter Hinweis aus die Qualität der bayrischen Biere. Auf eine Anfrage de« Abg. Dr. Lingens (Cir.) erwidert StaatSsecreiär o. Bötticher, daß nach angefteUten Untersuchungen an Leichen Cholerabacillen sich nicht lange in der Erde wirksam erhalten. Milzbrandgift bleibe länger wirksam; aber deshalb fei ja auch schon Desinfektion der betr. Threrleichen vorgeschrieben. Abg. Dr. Lingen« (Str.) bedauert, daß sich der Hamburger Smat der Leichenverbrennung zugänglich erwiesen, die da« christliche Gefühl verletze. Abg. Goldschmidt (bfr.) legt Verwahrung gegen letztere Aeußerung ein unb hofft, daß die oetbünberen Regierungen der facultatioen Feuerbestattung wohlwollend gegenüberstehen. StaatSsecrteär o. Bötticher erwiden, daß da« Reich mit der Sache nichts zu thun bade. Da« Reich begrabe "Niemanden und verbrenne 9liemanbcn. (Heiterkeit.) Abg. Schröder (bfr.) verweist darauf, daß e» den Städten Immer schwerer werde, Begräbnißplätze zu beschaffen. Durch die hohen Grundstückspreise werde man zur Erhebung von Gedührm gezwungen, die geradezu da« (Gefühl verletzten. Abg. Dr. Baumbach (bfr.) kündigt einen Antrag auf Zulassung der facultatioen Feuerbestattung an. Die Feuerbestattung lei in Zeiten von Epidemien gar nicht zu entbehren. Abg. Fr ohme (Soc.): Ueber die Lebensfähigkeit der Bacillen unter der Erde fei die W ssenfchast nicht einig; sicher vernichtet würden sie nur durch hohe Temperatur. Hingen« habe gewiß noch keine Beerdigungen bei Epidemien gefeben, fönst würde er nicht über Verletzung de« Gefühle bei Feuerbestattung sprechen. Dem Reich«- gefundheitsamte fehle e« an den nöthigen Comoeten-en, um bei einem Wieberaustreten der Eholeraepidemie fo einzutreten, wie man ba« wünfchen müsse. Die übertriebene De«infection, auf die man fo große« Gewicht lege, habe btrecl zu Erkrankungen geführt. Man sollte lieber nach den Leben«Verhältnissen bet Volke« forschen unb der WohnungShvziene mehr Aufmerksamkeit schenken. ES müßten allgemein gültige Grundsätze über die WohnungShyglene erlassen werden. Mtt der Besserung der Lebenshaltung der Arbeiter werde der Seuchen- gefahr in wirksamster Weise vor gebeugt. Abg. Dr. Endemann (natl.): Der KommabacilluS frage nicht nach der Eompeten; de« Reich« ober Einzelftaaten. Andererseits unterschätze der Vorredner da«, wa» zur Abwehr der Eholera geschehen sei. Ohne autglbige DeSinfection war nicht« zu erreichen. Abg. Dr. Lingens (Etr.): Die Feuerbestattung stehe schon deshalb im Widerspruch mit dem Ehristenthum, well dessen Begründer nicht verbrannt, sondern beerdigt worden sei. Auch die Rücksichten der RechtSpsiege sprächen gegen die Leichenverbrennung. Abg. Dr. L-ngerhanS (bfr.) tritt für bte Feuerbestattung ein. StaatSsecreiär v. Böti.icher: DaS Reich könne die Leichenverbrennung nur einführen, wenn deren sanitäre Nothwendigkeit fest- gestellt fei. Dann aber würde die Maßregel nur den einen Zweck haben, wenn sie obligatorisch gemacht würde. Dem würden sich aber die größten Schwierigkeiten entgegenstellen. Das ReichS-Gesundheitk» amt sei keine Executlobehörde. Abg. Metzger (Soc.) fordert strenge Aussicht über die Trinkwasserversorgung der Städte. In Hamburg habe das LeitungSwafser wesentlich zur Verbreitung der Eholera beigetragen. Abg. Dr. Buhl (nl.) bittet um Erlaß von Bestimmungen darüber, welche deutschen Weine zum Verschnitt mit italienischen zuzulassen seien. StaatSsecretär v. Maltzahn sagt solche Bestimmungen zu. Weiterberathung morgen. * «ben. J lafter b" “*• ÖÄ ichlen. b 9(9111 '^"'Schüler «Bi"®1»«’ inL®d» ®it «(« m. >» Sterben. ’ itcUes. • Februar 1893. ? d-« »«IINpitlet im 7° «w f-r» mit. .'7™ ®Piel -men ,i| '« ginge die Ehender tthn. Man ist eben >er Leitung für die anksurt a. M.- ährenö dieser Arbeit törung dürfte daher |tn fein. für SüddmMnd ft x\m hundert- ^etv-York,Cith: Carl Koch, 13 I.'. Philipp Haus, ore, Md.-. Adam Elisabetha Kraus, Zrooklyn, N. I.: . aus Wörrstadt. — l, 35 Jahre alt, aus ionrab Herchrnrother, 66 ist bestimmt (badische) unb 16. :ötitr halten, srdes m und e Cavcllerie-Division rb eine Lustschiffer- kaiser'Manövern nicht Herbstübungen unter sältniffe stattzufinden, tngsgeländes wie bei fite Verringerung der >em Garbecorps, dem 6. SInWorpS finbtn npS eine FestungS- der Fußtruppen in tember, weicher der te Mnetsordre ist ain-Bataillonen dürfen. iritr Kammer der de° m ,/=10?i|‘ BmW« b“ ®“t.' (nein»r«''^r,r HlictftifW'9 £eirer.®t«» -s-naeldern für I en. Det bafe den mtvdrl ■ \en Kindern w '.es it naher prüfen SÄ;;S 1 m «XW s bei borti9'n jetzt °°ü 6 lei“? 6 „ Sim“ t $etiW« , de« MtS “ji i S»* so Er rvr'st ge^.'''Ester" annherE ^rch da§ daß bie’, ßofinunS/ M °ber ^/Fragen, galde a»f “ tl zeigen. Anzahl Bewohner des Landes Abhülfe zu schaffen. Die Petition wird hiernach gegen die Stimmen der Abgeordneten Wolz, Frank, Racke, Pennrich und Ullrich abgelehnt. Abg. Ullrich motivirt seine Abstimmung dahin, daff er gegen alle Ausnahmegesetze sei. — Nunmehr tritt die Kammer in die Berathung der Gesetzes-Vorlage, die Kosten des Landarmen-Wesens betreffend, ein. Referent des Sonderausschusses Graf Oriola begründe! die Tendenz des Gesetzes. Er hofft, daß dieses, als letztes der Verwaltungsgesetze, nicht dem gleichen Schicksal verfallen werde, wie die sämmtlichen vom Hause abgelehnten vorderen Vorlagen. Er bittet das Haus, der Vorlage die Zustimmung nicht zu versagen. Staatsminister Finger präcisirt den Standpunkt der Re- gerung, welche im Auge habe, die Hälfte der Kosten der Landarmenpflege zu tragen- dagegen könne die seitherige bewährte Organisation bestehen bleiben. Abg. Dr. Gutfleisch befürworte! die Uebertragung der Kosten der Landarmenpflege von den Kreisen auf die Provinzen. Nach einer kurzen Bemerkung des Abg. Jöckel nimmt das Haus den grundlegenden Artikel 1 des Gesetzes einstimmig an. Die übrigen Artikel finden ohne Debatte die Zustimmung des Hauses. — Antrag des Abg. Pfann stiel auf Anhalten des von Alsfeld Nachmittags 3 Uhr 10 Min. abgehenden Zuges auf der Oberhessischen Bahn und Erweiterung der Warteräume daselbst. Der Ausschuß beantragt, dem Gesuch keine Folge zu geben. Abg. Psannst iel begründet seinen Antrag in eingehender Weise und weist auf die mangelhafte Verkehrsverbindung auf den Oberhessischen Bahnen hin. Abg. Guntrum pflichtet den Ausführungen Pfannstiels bei. — Finanzminister Weber antwortet, daß er den Ausführungen der Abgeordneten Guntrum und Pfannstiel widersprechen müffe, als ob die Oberhessischen Bahnen wie ein Stiefkind behandelt würden- die Herren möchten doch einmal ins Budget sehen. Dort seien doch im Laufe der Jahre in ganz enormem Maße Mittel für diese bewilligt worden, welche in keinem Verhältniß stünden zu allen übrigen Verkehrsmitteln des Landes. Er habe in dieser Frage ein völlig ruhiges Gewissen. Das Haus beschließt hiernach mit großer Majorität nach dem Antrag des Ausschusses. Der Antrag Haas auf Erbauung einer Nebenbahn Pfungstadt-Gernsheim wird von der Tagesordnung abgesetzt und tritt nunmehr die Kammer in die zweite Lesung des Einkommensteuer-Gesetzes ein. Vor Eintritt in die Berathung ergreift Präsident Weber das Wort und gedenkt in warmen Worten des verstorbenen Ministerialraths Baur. Mitten in seiner Thätigkeit sei derselbe aufs Krankenlager geworfen und nach kurzer Krankheit in ein besseres Jenseits berufen worden. Allgemeine Theilnahme fand die Trauerkunde im hohen Haus. Die Kammer und die Regierung beklage den Verlust eines durch reiches Wissen und mit vorzüglichen persönlichen Eigenschaften ausgestatteten Mannes, eines trefflichen Arbeiters. Dem Verblichenen werde das Haus ein ehrendes Andenken bewahren. Er ersucht die Kammer, sich von den Sitzen zu erheben. — Im Verfolg der Berathung finden die Artikel 1 und 18 des Gesetzes Annahme nach den dazu gemachten Anträgen. Zu Artikel 19 erhielt in erster Lesung der Antrag der Abgeordneten Schade und Western acher, daß.auch die Abnutzung von Gebäuden, Maschinen, Betriebsmitteln bei der Declaration in Abzug zu bringen sei, mit Majorität die Genehmigung der Kammer. Finanzminister Weber hält diese Bestimmung für äußerst bedenklich und in ihrer Tragweite für unberechenbar. Abg. Reinhardt widerspricht dieser Ansicht, ebenso der Abg. Wolfs kehl. Nach erfolgter Abstimmung über diesen Artikel wird der Antrag Schade-Westernach er nach einer redaktionellen Aenderung mit 27 Stimmen angenommen. Die Verhandlungen werden hier abgebrochen. Morgen früh Sitzung. Vermischtes. ♦ Frankfurt a. M., 22. Februar. Dem hier wohnenden Colporteur Herrschet, der wesentlich zur Ermittelung des inzwischen durch Selbstmord geendeten Mörders Schreck beigetragen hat, wurde durch die Staatsanwaltschaft in Darmstadt mitgetheilt, daß ihm die Hälfte der auf die Entdeckung des Mörders des Kartoffelhändlers Schulmeyer in Mörfelden ausgesetzten Belohnung demnächst ausgezahlt werden würde. * Frankfurt a. M., 22. Februar. Heute Nachmittag fiel dem Maurerlehrling Conrad Herzberger aus Mörfelden beim Holzaufziehen an einem Neubau ein Stück auf den Hinterkopf und zerschmetterte ihm die Wirbelsäule, so daß der Tod sofort eintrat. Verkehr, Cattd* und Volksrvirthschast, Limburg, 22. Februar. Fruchtmarkt. Rother Wet,e» X 14.00, meiner Weiten X , Korn X 11.00, Gerste X 10.00, Hafer X 7.20, Erbsen X Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 25. Februar: Vorabend 4" Uhr, Morgens 8®° Uhr, Nachmittags 3°° Uhr, Sabbathausgang 6M Uhr. i ®ie Seiden-Fabrik 6. Henneberg (k.u.k.Hofl.), Zürich sendet direkt an Private: schwarze, weiße u. farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.65 p. Meter — glatt, gestreift, , carrirt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual. u. 2000 versch. i Farben, DessinS rc) porto- und zollfrei. 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Becker in Seesen a.H. allen ähnlichen Fabrikatenoorgezogen. 10 Pfd. lose in Beutel fco.SMk. verzeichnetes Holz versteigert werden: 1750 Gnauth. 2015 [1744 Dr. Naumann. rm 109 Zusammenkunft 1730 A. 200 1150 Buchen Eichen Nadel Die rm 5 13 238 Das Genossenschasts - Cataster für die Röthseldgenossen- schaft, Gemarkung Steinheim, liegt vom 24. Februar bis 24. Marz 1893 zur Einsicht der Betheiligten auf dem Bureau des unterzeichneten Genoffenschafts-Vorstehers offen und können Einwendungen dagegen während dieser Zeit daselbst vorgebracht werden. Die Rechnung der v. Raubenau'schen Stiftung für 1890/92 liegt im Pfarrhaus an der Südanlage acht Tage lang zur Einsicht offen. Gießen, den 23. Februar 1893. Der evangelische Kirchenvorstand. Steinheim, den 22. Februar 1893. Nicklas. Bau-, Werk« und Nutzholz. Fichtenftämme mit 72,54 fm, Fichtenderbstangen m. 46,51 fm, darunter befinden sich für Weißbinder- und zu Spalierstangen geeignete, Fichtenreisstangen m. 34,33 fm. B. Brennholz. Lcheith. Knüppelh. Stockh. Reish. Licherstraße, 6. Schneise. Gießen, am 21. Februar 1893. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. [1697 rm Wellen — 250 — 50 105 6140 ist an der Holzversteigerung | Bekanntmachung. im Giesterrer Stadtwalde. Durch Beschluß der Stadtverordneten - Versammlung vom 9. d. M. hott ’ ist für die Nordseite der Nordanlage, zwischen Stem- und Dammstraße, 1S93 von9 Sonnittati 9^116* an “nb fiir die Südseite zwischen Wetzstein- nnd Dammstrabe eme veränderte ’ von Borimtlags v uyr an,, Bauflucht in Aussicht genommen. Wrr bringen dies Mit dem Anfügen zur Kenntnis,, daß der bezügliche Ortsbauplan von heute ab Dtstrict-n Walds Hute, Katharmen- 14 Tagen auf dem Stadtbauamt (Gartenstraße Nr. 2 Zimmer Nr. 7) Hütte, Unterhag und Oberhag nach- offen liegt, und daß Einwendungen gegen die geplanten Baufluchtlinien binnen gleicher Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen sind. Gießen, den 22. Februar 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Holz-Versteigerung in den Waldungen der Stadl Lich. Versteigert werden: Donnerstag den 2. März, Vormittags 10 Uhr, in der Forstwartei Großhäuserberg, Districten Dachsbau, Wartberg und Hirtenwiese: 5 Fichten-Derbstangen, 32 rm Buchen-Scheiter, 478 „ „ -Knüppel, 5235 Wellen „ -Reisig, 167 rm „ -Stöcke. Zusammenkunft und Anfang im Dachsbau auf der Wannwiesenschneise bei Abth. Nr. 1. Freitag den 3. März, Vormittags 9 Uhr, in der Forstwartei Vorderwald, Districten Rotherbusch und Alte Küh- unter: 246 rm Buchen-Scheiter, 140 „ „ -Knüppel, 235 „ „ -Stöcke, 5030 Wellen „ -Reisig, 5200 „ „ -Eichen-, Nadel- und Weichholz-Reisig. Zusammenkunft am Hattenröder Vicinalweg an der Steinbruchschneise. Lich, 22. Februar 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. 17231 Holzverfteigerung in der Jürfllichen Oberförsterei?ich. Es sollen versteigert werden: Montag den 27. Februar, Vormittags von 91/» Uhr an im District Riedw ald. 42 rm Buchen-Scheiter (dabei 24 rm Hainbuchen - Rundscheitholz von 15—24 cm Durchmesser), 130 rm Buchen-Knüppel, 35 rm Kiefern - Knüppel, 30 rm Buchen-Stöcke, 5000 Buchen - Forstwellen, 2000 Buchen-Astwellen, 400 Kiefern-Wellen, 26 Stück Eichen-Bau- und Wagnerholz, ca. 14 fm, 7 „ Fichten-Bauholz, ca. 3 fm, Kiefern - Stammholz von 15—20 cm Durchmesser, ca. 10 fm, 2590 Fichten-Stangen zu Leiterbäumen und Spalierholz, ca. 41 fm. Zusammenkunft ist auf der sogenannten Laubacherstraße, wo dieselbe vom Fußpfad von Lich nach Harbach gekreuzt wird. Dienstag den 28. Februar, Vormittags von 9V2 Uhr an im District Schwarzwald und nahe gelegenen Theilen des Diftricts Höler. 254 rm Buchen-, 45 rm Eichen - Knüppel, 36 rm Buchen-, 4 rm Eichen-Stöcke, 3150 Buchen-, 450 Eichen-, 50 Nadelholz-Wellen, 77 Stück Eichen-Wagnerholz, Stamm- und Stangenholz, zusammen 9,43 fm, 8 Stück Fichten - Bauholz = 2,27 fm, 12 Buchen - Stangen = 0.48 fm, 48 Fichten-Stangen — 2,73 fm. Die Zusammenkunft ist am District Schwarzwald auf dem neuen Weg nahe der Chaussee Lich-Gießen. Lich, am 13. Februar 1893. 1476 Dr. Diefienbach. Walthers [140 HUSTENSTILLER bestbewährtes Hustenmittel In Packeten ä 25 und 50 Pfg. bei Gustav Walter, Mäusburg 13J iä uO Holzversteigerung im akademischen Forstgsrtrn. Samstag den 25. Februar, von Nachmittags 3 Uhr an, sollen im akademischen Forstgarten nachverzeichnete 9tutz- und Brennhölzer versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzhölzer. 7 4 4 9 2 64 Eichenstämme m. 1,55’fm Ulmenstämme „ 0,49 „ Akazienstämme „ 1,52 „ Birkenstangen „ 0,25 „ Kiefernstämme „ 0,81 „ Fichten. derbstangen „ 4,10 „ 8,72 fm B. Brennhölzer. 1,2 rm Nadelscheitholz | 5,0 „ Nadelprügelholz l10 8 2,6 „ Lanbprügelholz 2,0 „ Laubstockholz J 340 Wellen Neisholz, größtentheils Nadelreisig. Gießen, den 23. Februar 1893. Die Direction des akademischen Forstinstituts. Dr. Heß. 1743 Holz -Versteigerung in der Fürstlichen Obersörsterei Hungen District Landheege. Mittwoch den 1. März, Morgens 10*/, Uhr, sollen 7600 Stück gemischte Wellen öffentlich verkauft werden. Zusammenkunft bei Nr. 1 Weg Gambach-Langgöns. Hungen, 22. Februar 1893. 1752]Ziegler-Stege. Bekanntmachung. Die am 15., 16. und 21. Februar d. I. im Beuerner Gemeindewald abgehaltenen Holzversteigerungen sind genehmigt, mit Ausnahme des Eichenstammholzes. Beuern, den 22. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. 1724 Freitag den 7. April, Nachmittags 2>/r Ubr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Artedri» Groo- u. Ehefrau in Gießen gehörige Hofratthe: Flur 34 Nr. 586*/io — 801 Meter zwischen dem Wäldchen und dem Schießhaus öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 23. Februar 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. 1725 Bekanntmachung. Johann Konrad Kämmerer II. von Lich, der unter der Firma „Joh. Kämmerer" einen Handel mit Lampen- und Metallwaaren betrieben, ist gestorben und dos Geschäft mit allen Activen und Passiven auf den Sohn und Erben desselben Friedrich Karl Jakob Kämmerer übergegangen; dieser führt die seitherige Firma weiter. Die dem Friedrich Kämmerer ertheilt gewesene Procura ist erloschen. — Wahrung im Handelsregister ist erfolgt. Lich, den 20. Februar 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Lang ermann. [1741 Mittwoch den 8. März, Nachmittags 2i/2 Uhr. sollen auf dem hiesigen Ortsgertcht die den Erben der Karl Lang Eheleute in Gießen gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 961 — 19 Meter Hofraum mit Stall auf dem Asterweg, Flur I Nr. 962 — 125 Meter Grabgarten daselbst, Flur I Nr- 968 — 56 Meter Hoftaithe daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 23. Februar 1893. Großh Ortsgericht Gießen- __I. A-: Bogt. [1726 Samstag den 25. Febr. werden zu Gießen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: a) Nachm. 2 Uhr in der Bieker'schen Hofraithe: 1 Pferd, 1 schwerer Rollwagen, 2 Secretäre, 1 Cassaschrank, Pta, ntno, 1 Parthie Cigarren. b) Nachm 3 Ubr bei der Heyligen- städt'schen Gießerei: 1 Parthie Bauholz, wie einige Eichenstamme. Beides voraussichtlich bestimmt. Engel, 1751__________________Gerichtsvollzieher. Dienstag, den 28. Februar, Nachmittags 2 Uhr, wird auf Lonys Bierkeller eine Parthie Wein in Flaschen, als: Tokayer, MenLscher, Rüster Ausbruch rc., sowie einige Fäffer Ofener Rothwein, ferner Cognac in Flaschen, sowie leere Flasche« und Weinsäßchen, ganz neue Kellergerüste, eine Wasch-Maschine mit Ringmaschine neuester Construction u. s. w. versteigert F. Hoffmann, 1747] Concursverwalter. Jeikgeöotenes. Donnerstag nnd Ntreitag: Schellfische. 1712] Emil Orvig. Kleinkinder-Bewahranstalt Dr. Naumann. n (treu Hür 'Jar.broirtb* Wirth. Riegelpfad 12. sckaft gesucht 1673 91 75 3.05 SO 203.87 194.80 10x80 n 14 > 61 50 190.10 139.70 150«*) 11050 105.37 278.87 101.87 DiSconio-EomllUmb^Rnth. Darmstädter Bant-Act. Dresdener Bant-Lcl. Rot>d. Llovd-Lh. Wiener Lankver^Aet Cdt. drebÜ-ÄcL ^tiL MMelmeerbahn Äct Tagesordnung: Statutenberathung. Ani5orm. 149*/) | ver. stbnigS-Laurah^Ael. itnbaii. fest *owie durch jede Buchhandlung. ~ (249] 9M | Suaden ob. Müdche«, welche in Siehrn bi# Schule des. wollen, find, gute Pens. 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