893 Ur. 224 ^tmlpred)« 51. Giessen Die fälle. 12 Mill. Mk. 600000 Mille SMS *7hfr frptb. d. »»■ Schwedens stimmend. 8 42 7 218 u u w n // ft // // // // ii // Von u u n n n tr '/ Der »Ktze«er Aazeiger «rfcheint täglich, Btt Lu-nah mk dr« Montag-. Die Gießener »- nn dnn Ln,e,ger Neueste Nachrichteir. Wolffs telegraphisches Corresponden,-Bureau. v fMc 6. denkenden Deutschen. — Als einen Vorläufer der parlamentarischen Winter- seision im Reiche kann man gewissermaßen die am 19. September eröffnete neue Tagung des Colonial rathes be- NaLten. In derselben sind eine ganze Reihe specieller Fragen jlir die deutschen Schutzgebiete zur Berathung und Erledigung gelingt, außerdem stellte der Colonialrath die neuen Colonial- etais fest. Von allgemeinerem Interesse war die Eröffnungsrede des Chefs des Colonialamtes, Dr. Kayser, dadurch, daß m ihr Dr. Kayser ebenfalls der Ueberzeugung von dem Tode Emin Paschas Ausdruck gab und dem berühmten Afrikaforscher einen warmen, ehrenden Nachruf widmete. nd Umgegend, tri, (flr den Verteilt HW Innobmc von Anzeigen zu der Nachmittag« für den Agenden Tag erscheinenden Nummer bi« vorm. l0 Uhr. »lager |73« sbildung und ^rtheilung voi frässe 61. Dörin» Bierteljädr»ger A-onnementspretO I 2 Mark 20 Psg. mtt Brengerlohn. Durch die Post dtzoge» 2 Mark 50 Plg. «edacnon. Expediti« und Druckerei: Ausland. Wien, 21. September. Die Ausnahmemaßregeln in Böhmen haben auf die radicalen Elemente des Czechen- volkes offenbar noch keinen besonderen Eindruck gemacht, fln der Hauptstadt Prag selbst wie in anderen überwiegend I iober ganz czechtschen Bezirken des Landes finden fortwährend größere und kleinere Exceffe statt, welche von der gereizten Stimmung unter den Czechen hinlänglich zeugen. Es geht -daher das Gerücht von der bevorstehenden Abberufung des I Statthalters Grafen Thun und seiner Ersetzung durch einen -energischen activen General, so daß also eine Art Militär- I dictatur für Böhmen in Ausficht stünde. Paris, 21. September. In den schäumenden Freuden- ^brcher der Franzosen über den bevorstehenden russischen! Flottenbesuch in Toulon sind die ersten Wermuthstropfen gefallen. Bon Petersburg aus sind durch Vermittelung des °m'sischen Botschafters Baron Mohrenheim, den Pariser offi- ciellen Kreisen wie den privaten Comitös für den Empfang - der russischen Gäste deutliche Winke ertheilt worden, daß der -6zar und seine Regierung durchaus keine lärmenden größeren Zeitlichkeiten anläßlich des Besuches des russischen Geschwaders | in Frankreich wünschten. Hiermit decken sich auch die in- .zivischen bekannt gewordenen Dispositionen des Petersburger Cabinets für die neueste russisch-französische Verbrüderungs- . stier. Die russischen Geschwadermannschaften werden während ihres Aufenthaltes in Frankreich Toulon nicht verlassen, die Offiziere des russischen Geschwaders dürfen außer Toulon nur Paris besuchen, aber nicht in corpore, sondern nur cruppenweise. Auch heißt es jetzt, der Großfürst Alexis werde weder bei den Empfangsfeierlichkeiten in Toulon, noch bei denen in Paris zugegen sein. Schließlich soll der Botschafter Mohrenheim noch deutlich zu verstehen gegeben haben, die russische Flotte würde sofort ihren Aufenthalt in Frankreich abkürzen, wenn es während ihres Besuches zu irgend einer bedenklicheren politischen Demonstration kommen sollie. Infolge dessen ist in der bisherigen Ruffenbegeisterung in Paris eine merkliche Abkühlung eingetreten, wozu auch die Wahrnehmung beiträgt, daß die Landessammlungcn für die Empfangsfeierlichkeiten zu Ehren der Russen unvermuthet spärlich fließen, es sollen zu diesem Zwecke bis jetzt erst 60000 Francs eingegangen sein. — Der Bergarbeiter- Ausstand in Nordfrankreich soll auf schiedsgerichtlichem Wege wieder beigelegt werden. ‘t»8U, Druck**1 t vvn Pvrzellu 'ungen, Uwsn dauerhafte! 3* Leckt» •Nti M»|i|ini> 'den. i« punfüii$et Bebim rief- *•* IttX® Berlin, 21. September. Noch während des Manöver- «uflnthaltes des Kaisers Wilhelm in Güns hat der officiöse । Telegraph von dort eine bedeutsame und für alle deutschen Patrioten hochersreuliche Kunde gebracht. Sie besagt, daß llriser Wilhelm, welcher erst nachträglich von der schweren Erkrankung des Fürsten Bismarck in Kissingen Nachricht dem Altreichskanzler telegraphisch seine Thetlnabme evsaesprochen und ihm in Berücksichtigung deS ungünstigen tzlmaS in Friedrichsruhe eines der Kaiserlichen Schlosser als Wohnung angeboten habe. Fürst Bismarck habe in einem längeren Telegramm sofort lebhaft gedankt, jedoch auf die rtiuahme deS Kaiserlichen ÄnerbietenS verzichtet, da von Prof. Schweninger jeder Aenderung des gewohnten Aufenthalts des Fürsten widerrathen worden sei. — Nur mit lebhaftester Befriedigung wird man in den weitesten Kreisen des demschen Volkes von diesem Telegrammwechsel zwischen Kaiser Willielm und dem Altreichskanzler hören, deutet der Vorgang .bot darauf hin, daß die Wolke der langen schweren Verstimmung zwischen dem Kaiser und dem eigentlichen nationalen Helden des neuen Deutschen Reiches endlich zu weichen beginnt. Hoffentlich darf man in der teilnehmenden Depesche, .........- - - - welche der Kaiser so unvermuthet dem Mrsten Bismarck • ^Verbringung, Erziehung und Versorgung der befreiten zugchen ließ, den Ausgangspunkt einer baldigen, vollständigen« • • "" x,e Aerföhnung zwischen dem kaiserlichen Herrn und seinem ehemaligen Berather erblicken, in dieser Richtung bewegen sich wenigstens die heißen Wünsche aller wahrhaft patriotisch ist. — D i e Kiel, 21. September. Die hier wegen Verdachts der Spionage verhafteten Franzosen wurden heute nach Berlin übergesührt, wo die Voruntersuchung stattfindet. Wien, 21. September. Die hiesige Regierung hat für den Grenzverkehr mit Futtermitteln nach Deutschland in ähnlicher Weise Erleichterungen vom österreichischen Futter- aussuhrverbot bewilligt, wie solche deutscherseits früher von dem von Deutschland erlaffenen Futterausfuhrverbot für den Erstes Blatt. Samstag deu 23. September Kautabak Schnupftabak Rauchtabak Cigarretten Cigarren ___ Zusammen 287 Mill. Mk. An Arbeitskräften für die Herstellung dieser Fabrikate Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger" entgegen. 5 500000 „ Berlin, 21. September. Der Colonialrath beschloß in seiner heutigen Sitzung eine Resolution über die Frage Giehmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 110 000 „ 600 000 „ Berlin, 21. September. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der bisherige Stellvertreter des Gouverneurs von Deutich- Ostafrika Oberst Schele, ist zum Gouverneur von Deutsch-Ostafrika ernannt worden. . Berlin, 21. September. Der „Reichsanzeiger schreibt. Unter Vorsitz des Unterstaatssecretärs Rottenburg traten gestern Vertreter des Reichsamts des Innern, des preußischen Handelsministeriums, einiger Bundesregierungen, Arbeitgeber und 18 Arbeiter zusammen. Der Vorsitzende begrüßte die Anwesenden, denen er für ihr Erscheinen dankte, und sprach die Hoffnung für Gewinnung einer festen Grundlage zur Durchführung der Sonntagsruhe aus. Der Referent des Reichsamts des Innern entwickelte die für den Entwurf der Ausnahmebestimmungen leitenden Gesichtspunkte. Hierauf wurde tn die Spezialdiscussion eingetreten, wobei auch die der Regierung seit Fertigstellung des Entwurfs zugegangenen Abänderungsvorschläge vorgetragen und erörtert s Uhr: *9 fällt Qlls $ctt>«6loc8| AUllUti! «u® Sklaven. Vor und nach der Plenarsitzung, in welcher die Berathung des Etats für die Schutzgebiete begonnen wurde, tagte die Commission für die Berathung des Entwurfes einer Enteiqnungsverordnung für Deutsch-Ostafrika. Hamburg, 21. September. Im Laufe des heutigen Tages waren die Kr a nk en t rans p ortw ag en starker benutzt als bisher. Die Medicinalbehörde hatte eine Anzahl weiterer Wagen bereitstellen lassen zur Vermeidung jeder Verzögerung. Vier verdächtige, mit der Eisenbahn eingetroffene Erdarbeiter wurden sofort isolirt und in einer Baracke untergebracht. Alt ona meldet zw ei Choleraerkrankungs- fälle. Die Sanitätswache am Hafen ist vorsorglich verstärkt, obwohl der Gesundheitsstand daielbst bisher vorzüglich Abschließung Dänemarks und gegen Hamburger Reisende wirkt sehr v e r - iegt eben eine von 1100 Tabak-, Cigarren-, Cigarretten- Fabriken und Rohtabakhandlungen auf gewissenhafter, fachmännischer Schätzung beruhende Darlegung vor. Demnach ist die Production nach sorgfältigen Ermittelungen zu schätzen im Facturenwerthe der Fabrikanten auf: 80 000 Ctr. im Werthe 1 riesen, sollen wesentlich dazu beigetragen haben, den Kaiser zu veranlaffen, dem Auölande zu zeigen, daß auch ihm die Rücksichten auf die europäische Politik und die Gesammtlage über die persönlichen Empfindungen und Interessen geben. Auch der plötzliche Besuch des Prinzen Albrecht von Preutzen bei der Kaiserin Friedrich in Homburg wird mit der Ange- ützuechttinns»« -ttn mitte W btt iu__ ;e Knecht« »Idötneflltt, Start gesucht brauchbare bar: im Lande) oermlttd: Mn schnell unb |i stahl, $mnW 1, gr. HamburgM I, Anfrage) ünW sucht. VN thtlich« Z» t tox W w* t hn EM AjL MckiW (Sonntags^. SM RSdchM °der W Verkehr an den Grenzen gewährt wurden. Guus, 21. September. Das heutige Manöver wurde nach einem glänzenden Angriff des zweiten Armeecorps auf das dritte um 121/* Uhr beendet- damit ist die Manöverperiode beschlossen. Die beiden Kaiser und die übrigen Fürstlichkeiten kehrten um 1 Uhr nach GünS zurück. Güns, 21. September. Der König von Sachsen ist um 5 Uhr 5 Min., der Deutsche Kaiser um 5 Uhr 15 Min. nach Mohacs abgereist unter brausenden Ovationen des Publikums, daS die scheidenden Monarchen auf der Fahrt zum Bahnhofe stürmisch begrüßte. Beim Abschiede sagte Kaiser Wilhelm zu Wekerle: „Ich nehme ein sehr angenehmes Andenken von Güns mit mir!" Der Kaiser von Oesterreich rief Kaiser Wilhelm ein Waidmannsheil zu. — Kaiser Franz Josef reiste um 6 Uhr 20 Min. Abends nach Wien. , „ . . Paris, 21. September. Die Blätter thetlen mit, der Kriegsminister habe angesichts der Unmöglichkeit, anders für die Unterkunft und den Unterhalt der nach dem Strikegebiet entsandten Truppen zu sorgen, denselben das Requis itions - recht zuerkannt. In Carmaux werden die dorügenBergleute am Sonntag eine Versammlung abhalten, um über den etwaigen Anschluß an den Strike des Norddepartements zu berathen. Die Hüttenwerke Commentry stellten wegen Wassermangels den Betrieb ein. Tausend Arbeiter feiern. Chicago, 21. September. Die Directoren der Ausstellung haben beschlossen, dieselbe am 31. October zu schließen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 21. September. In Hofkreisen wird dem freundlichen Depeschen wechsel des Kaisers und Bismarcks eine persönliche und politische Tragweite zugeschrieben. Den unmittelbaren Anstoß dazu habe der Kaiser von Oesterreich und der König von Sachsen gegeben, welche sich täglich in Kissingen nach Bismarcks Befinden erkundigten- auch Erwägungen, welche die Geschehnisse der äußeren Politik wach- legenheit in Zusammenhang gebracht. „ Berlin, 21. September. Der „Nordd. Allg. Ztg. Zufolge werden die Steuergesetzentwürfe sammt der Denkschrift dem Reichstage sofort beim Beginn vorgelegt. „ Berlin, 21. September. Der „Retchsanzeiger veröffen^ licht eine Reihe von. Ordensdecorationen anläßlich der Herbstübungen an die Offiziere des 14. und 15. Armee- C°rPS»etliB, 21. September. Amtlich. Heute wurden drei Choleraverdächtige in das Moabiter Krankenhaus ein-- geliefert. Sämmtliche Fälle betreffen Schifferfamilien. Kissingen, 21. September. Dr. Schwemnger empfahl Bismarck eine Nachkur in Wiesbaden. Diedefinitve Entscheidung steht noch aus. Geeignetenfalls erfolgt die Abreise dorthin am Samstag. Straßburg, 21. September. Heute wurden hier zwei Cholerafälle, wovon einer tödtlich verlief, constatirt. Hamburg, 21. September. Heute wurde hier eine K^olcraertraniung, in Alton- eine Grhanfung und ein Todesfall gemeldet. . . Wien, 21. September. Wie aus Güns gemeldet wird, hat Kaiser Wilhelm dem österreichischen Kaiser setne Befriedigung über den glänzenden Verlauf der Manöveraus^ gedrückt und ihn zu der vortrefflichen Führung und Haltung der Truppen beglückwünscht. Wien, 21. September. Die © o ci al bemo traten beabsichtigen dem Vernehmen nach am Tage der ®roffnung des Reichsrathes in ganz Oesterreich für das allgemeine Wahlrecht zu demonstriren. Es sollen überall Volksversammlungen unter freiem Himmel abgehalten werden. Triest, 21. September. Iu der Provinz Massa fand ein Cyclon statt, welcher große Verheerungen anrichtete. Viele Häuser sind eingestürzt, mehrere Personen wurden getödtet, viele verwundet. lieber die Bedeutung der deutschen Tabak- Industrie werden in ca. 5000 Betrieben beschäftigt: mit einem jährl. In der Rauch-, Kau-, und Arbeitslohn von Schnupftabak-Fabrikation ca. 9000 Arbeiter 5Mtll.Mk. In der Cigarretten-Branche „ 2000 „ 1 „ „ In der Cigarren-Branche „ 150000 „ 57 „ „ Zusammen 161000 Arbeiter 63Miü.Mk. Die Zahl der Arbeitskräfte in der Cigarrenbranche weicht von den statistischen Angaben der Berufsgenoffenschaft mit ca. 95 000 Arbeitern deshalb ab, weil in der Berufsstattstik je 300 Arbeitstage jährlich für eine Arbeitskraft gerechnet werden, während in Wirklichkeit bei den eigenartigen Verhältnissen der Cigarren - Industrie eine Arbeitskraft durchschnittlich im Jahr nur 225 Arbeitstage erreicht. Hierdurch erhöht sich die Zahl der wirklich beschäftigten versicherten Arbeitskräfte auf ca. 126 500 Arbeitskräfte wozu weiterhin noch die nicht versicherten Hausarbeiter hinzukommen und zwar „ 23 500_______lt sodaß sich für die Cigarren-Branche die Zahl von „ 150000 Arbeitskräften ergiebt. Was nun die Wirkung einer allensallfigen Steuererhöhung betrifft, so hat eine Umfrage bei einer größeren Anzahl von maßgebenden Fabrikanten das für die ganze Frage sehr bedeutsame Ergebniß gehabt, daß das in den Consum gelangende Quantum der Cigarrenfabrikate sich auf annähernd 90 pCt. Cigarren zum Detailverkaufspreise von 6 Pf. und darunter (in der Hauptsache 5 - Pfennige - Cigarren) und auf nur 10 pCt. Cigarren in höheren Preislagen stellt. Im Jahre 1878 hat nach den Resultaten der Tabak- enquete von 1878 in Deutschland der Lonsum an Tabak nach dem Facturenwerth der Fabrikanten bei 43 Millionen Einwohnern 235 000 000 Mark betragen, daS macht pro Kopf der Bevölkerung 5,47 Mk. Nach vorstehender Berechnung beträgt der Consum gegenwärtig bei rund 51 Millionen Einwohnern 287 000000 Mk., also pro Kopf der Bevökerung 5,63 Mk. Es ergiebt sich sonach für einen Zeitraum von 15 Jahren eine Erhöhung deS ConsumS um jährlich P/15 Pfg., es ist sonach der Werthbetrag deS auf den Kopf der Be- völkerung entfallenden Tabakverbrauchs fast genau derselbe geblieben. Eine Erhöhung der Tabaksteuer würde eine entsprechende Verminderung des Consums und demzufolge eine Verminderung der Eigarrenfabrikation zur Folge haben, welche bei den be» kannt gewordenen Steuer absichten für die UebergangSzeit des ersten JahreS von Fachleuten auf 50 pCt. geschätzt wird und die dauernd mindestens auf 30 bis 33'/, pCt. zu ver- anschlagen sein dürfte. Dies würde aber eine Arbeiter« entlassung von zunächst 75000 und dauernd von 40 bis 50000 Personen bedeuten mit einem entgehenden Arbeitsverdienst von zunächst annähernd 30 Millionen und dauernd 20 bis 25 Millionen jährlich, wobei nicht zu übersehen ist, daß noch überdies durch den Druck der frei werdenden Arbeits- kräfte die Löhne der bleibenden erheblich sinken werden. ES ist anzunehmen, daß auch die übrigen Zweige der Tabak-Industrie durch eine Mehrbelastung deS Tabaks einen Rückgang deS ConsumS erleiden werden. Dieser Rückgang würde zusammen mit der Abnahme der Cigarrenfabrikatton dauernd aus ca. 20 pCt. des jetzt verarbeiteten RohtabakS in der Höhe von 1500000 Ctr. des ungefähren Durchschnitts der letzten 5 Jahre, also auf einen Minderverbrauch von annähernd 300000 Ctr. im ungefähren Werthe von 18 Millionen Mark zu bemessen fein, welcher Ausfall den Tabakhandel und den Tabakbau schwer schädigen wird. Zu Alledem ist noch zu erwähnen, daß die oben geschilderten Folgen einer Mehrbelastung des Tabaks neben den zahlreichen, in den HülfSgewerben thätigen Unternehmern und Arbeitskräften, auch die Hunderttausende mit Tabakfabrikaten im Detail Handel treibenden empfindlich treffen und theilweise geradezu deren Existenz untergraben würden. Sitzung -er Stadtverordneten am 21. September 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Bei- 1 geordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmelius, Faber, Flett, Habenicht, Helfrich, Homberger, Heß, Jughardt, Keller, Löber, Dr. Ploch, Petri, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Schmall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Die erste der auf der Tagesordnung stehenden Mittheil« ungen bezieht sich auf den Umbau des Bahnhofs Gießen. Nachdem in dieser Angelegenheit der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten in einer früheren Zuschrift an Großh. Ministerium zwar die Erweiterung des Gießener Bahnhofs für nöthig erachtet, aber das Projeet seines das öffentliche Bedürfniß überschreitenden Umfanges, der geforderten hohen Geldmittel und des für unzulänglich erachteten Zuschusses der Stadt Gießen wegen nicht genehmigt hat, /iegt eine weitere Mittheilung des genannten Ministers vom 6. September d. I. vor. Danach ist der umgearbeitete Entwurf genehmigt worden und soll derselbe zur Ausführung gelangen, sobald die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. — Die zweite Mittheilung bezieht sich auf die geplante Haltestelle der M a i n - W e s er- Bahn am Rodberg, um welche s. Z. die Bürgermeisterei unter Hinweis auf die Ausdehnung der Stadt und des Be« bauungSplaneS nach dem Nordende hin und unter der Bereitwilligkeit zur Leistung eines Zuschusses und Herstellung einer festen Straße vorstellig geworden war. Unterm 14. August hat die Königl. Eisenbahn-Direction Hannover die Mittheilung an Großh. Bürgermeisterei gelangen lassen, daß sie das Gesuch abgelehnt habe. Der zwischen der projectinen Haltestelle und dem bebauten Stadttheile befindliche große Zwischenraum würde zwar der Bauspeeulation Anstoß geben, indeß liege ein öffentliches Bedürfniß nicht vor. Auch die Rücksicht auf die großen Kosten verbiete die Willfahrung deS Gesuches. Eine Haltestelle am Rodberg sei selbst dann nicht nöthig, wenn die Stadt in ihrer Bebauung bis an den Rodberg sich ausgedehnt habe, da der größte Theil der Stadt dem alten Bahnhofe dann immer noch näher liege. Bei der folgenden Ausloofung der zur Tilgung bestimmten Obligationen des 1893er 3>/zproeentigen AnlehenS wurden gezogen: Lit. L (ä 2000 Mk.) die Nrn. 31 49 127 203 205 223. Lit. M (ä 1000 Mk.) die Nrn. 9 30 192 215 217 308 313 354. Lit. N (ä 500 Mk.) die Nrn. 8 111 117 125 132 221 239 310 442 557 563 669 575 581 587 595. Lit. 0 (ä 200 Mk.) die Nrn. 85 156 169 210 216 276. Lit. P (i 100 Mk.) die Nrn. 103 222 227 267 272 277 321 344. Die Rechnung derPlock'fchen Stiftung für 1892/93 und der Voranschlag derselben für 1894/95 wurden genehmigt. Die ordentlichen Einnahmen betrugen in 1892/93 4863.05 Mk., für 1894/95 sind vorgesehen 5083.05 Mk., die außerordentlichen Einnahmen 3934.49 Mk., für 1894/95 2813.33 Mk., einschließlich der beiderseitigen Kassenvorräthe von 825.18 Mk. bezw. 2530.76 Mk. Die ordentlichen Ausgaben in 1892/93 betrugen 4534.20 Mk., für 1894/95 sind vorgesehen 5083.05 Mk. (die Hauptsumme von 4190.40 bezw. 4604 Mk. erfordert die Unterhaltung der HoSpitalpfründner). Die außer ordentlichen Ausgaben (auszuleihende Capitalen) betrugen in 1892/93 1500 Mk., für 1894/95 sind 2813.33 Mk. vor- gesehen. Die ebenfalls genehmigte Löber'sche Stiftung-, rechnung für 1892/93 weift nach: Einnahme 18811 Mk. (einschl. 15 700 Mk. zurückempfangene Capitalien), Ausgabe 18 584.79 Mk. (einfchl. 16 697.13 Mk. auszuleihende Capi- talien). Der Voranschlag über Einnahme und Ausgabe für 1893/94 gleicht sich aus mit 2449.08 Mk. Die Herren Chr. Lony und S. Rosenbaum haben im Schoorgraben an der Westanlage kleine Pumpen angelegt, ohne um die Genehmigung dazu nachgesucht zu haben. Auf dies- bezügl.'nachträgliche Gesuche wird den Genannten gestattet, diese Pumpen bis auf Widerruf und gegen Entrichtung einer jährlichen AnerkennungSgebühr von je 50 Pfg. zu belassen. Dem Gesuch der Herren Brüder Schmivt um Er- laubniß zur Entnahme von Wasser aus dem Schoorgraben an der Südanlage wird unter der Bedingung widerruflich zu- gestimmt, daß Gesuchsteller ebenfalls eine Anerkennungsgebühr entrichten und an betr. Stelle eine Treppe anlegen. Herr Karl Leib beabsichtigt einen Theil de» Stadt- bacheS an der Kirchstraße zu überbrücken. Dem Gesuch wird stattgegeben und die Bedingungen gestellt, daß Gesuchfteller eine jährliche Anerkennungsgebühr von 3 Mk. leistet, die geplante Uederbrückung innerhalb drei Monaten auSführen und das nutzbare Gelände vorschriftsmäßig einfriedigen läßt, daß er außerdem für allenfalls durch die Absperrung bezw. Bauausführung entstehenden Schaden haftet und vor Errichtung von baulichen Anlagen auf der Ueberbrücfung die erforderliche Genehmigung einholt. DaS Gesuch deS Herrn Emil Kalbfleisch um Er- laubniß zur Errichtung eines HühnerstalleS hinter der Werkstätte am Schiffenbergerweg wird ausnahmsweise und auf Widerruf genehmigt, desgleichen das Gesuch deS Herrn Fritz Schreiner um Erlaub- niß zur Errichtung einer Gartenhütte in der Schwarzlach. Das Angebot des Herrn L. Seuling, das zum Ausbau der L ö b e r st r a ß e für feinen Antheil in Bettacht kommende Auffüllungsmaterial zum Preise von 60 Pf. für den Cubik- meter zu liefern, wird angenommen, ebenso dem Gesuch deS Herrn Bezirksbauaufsehers Senßfelder um Vergütung für Auffüllung in der Stefanstraße unter Bewilligung des geforderten Preises von 90 Pfg. per Cubik- meter zugestimmt. Nach Beendigung der Auffüllung, mit welcher die Verbindung der Stesanstraße mit der Gartensttaße her- gestellt ist, soll das der Engelbach'schen Besitzung entlang führende Gäßchen geschlossen werden. Herrn I a e o b H e l s e n b e i n soll für geleistete Straßen- auffüllung in der Wesersttaße, die derselbe s. Z. auf mündliche Vereinbarung mit Herrn Stadtbaumeister ©tief auS- sührte, eine Abfindungssumme von 200 Mk. gezahlt werden; ferner erhält die Genehmigung eine von Herrn Helfenbein gestellte Rechnung über Herstellung eines Spaliers am ehemals Koch'schen Garten in der Schottstraße (Betrag 89 Mk. 90 Pfg.). Für die Dachdeckerarbeiten am alten Rathhause sind dem Voranschläge in Höhe von 592 Mk. entsprechende Angebote nicht gemacht, vielmehr der Voranschlag so überschritten worden, daß das niedrigste Angebot auf 820 Mk. lautet, daS höchste auf 1039 Mk. ES wird beschlossen, die (inzwischen ausgeführten) Arbeiten an den Min- destsordernden zu vergeben und den den Voranschlag überschreitenden Credit von 228 Mk. zu bewilligen. Nach erfolgter Anzeige hat Herr Herrn. Schäfer durch Errichtung eines Baues in den Elchgärten daS Eigenthum der Stadt um einen 4 Quadratmeter messenden Streifen überschritten. ES wird, nachdem Herr Schäfer sich zur Erwerbung des in Rede stehenden Geländestreifens bereit erklärt, beschlossen, den Preis hierfür auf 3 Mk. per Quadratmeter festzusetzen, vorausgesetzt, daß die Kosten für die Grenzregn- lirung vom Käufer getragen werden. Die Berathung über den 17. Punkt der Tagesordnung, Herstellung der Senckenberg st raße, wird ausgesetzt. Zudem Gesuch um Pflasterung eines lieber» ganges auf der SD ft a n I a g e vom LaSpeyreS'schen nach dem Hahn'schen Hause wird beschlossen, einen von der beantragten Richtung etwas abweichenden Uebergang provisorisch herzustellen, da später die ganze Straßenkreuzung gepflastert werden soll. Verschiedene Sch lamm sänge in der KaplanSgasse, Bahnhofstraße, Neue Däne, die mißständig, bezw. für die Passanten gefährlich geworden sind, weil ihre Roststäbe längslausend zur Straße liegen und durch Fuhrwerke verbogen worden, sollen entfernt und durch Einfallschächte ersetzt werden. Die Kosten für sechs Einfallschächte (ä 60 Mk.) werden bewilligt. Das städtische Waaghäuschen am Neustädter Thor ist infolge AnsammelnS des von dem Eisenbahndamm herab- kommenden Regenwassers und Schnees der Feuchtigkeit in so hohem Grade auSgesetzt, daß nicht nur daS Holzwerk des Gebäudes, sondern auch die in demselben befindlichen Utensilien anfaulten. Die Baudeputation hat Anlage eines neuen Waag- Häuschens empfohlen. Es wird beschlossen, ein solches nach dem Voranschläge von 1200 Mk. zu errichten. Die Beetanlagen um die JohanneSktrche sollen, dem Vorschläge des Architecten entsprechend, mit niederen eisernen Umwehrungen umgeben werden. Der auf die Stadt entfallende Antheil dieser Umwehrungen schließt 380 lfd. Meter zum DoranschlagSpreise von 820 Mk. in sich. Ferner har die Deputation für daS GaS- und Wasserwerk im Anschluß an die für die Kellerräume der Kirche bestimmte Wasser- leitung die Ausstellung eine« Gartenhhdranten in den bezeichneten Anlagen empfohlen, was einen Aufwand von 280 Mk. erfordern würde. Die Anttäge auf Anschaffung der eisernen Beetumwehrungen und Errichtung eines Gartenhydranten werden zum Beschluß erhoben, dagegen die Errichtung eine« Feuerhydranten Himer der Kirche im Hinblick auf die bereit« in der Nähe derselben befindlichen Hydranten abgelehnt. Die neu errichtete DeSinfectionSanstalt betreffend, tbeilt Herr Oberbürgermeister Gnauth mit, daß dieselbe am 1. October eröffnet werden könne. Die dem noch zu ernennenden Sttaßenmeiüer zu unterstellenden beiden DeS- infectoren sind in Berlin auf Kosten der Stadt ausgebildet worden, der Transport der zu deSinficirenden ©egetntfiabr auS den Wohnungen nach der Anstalt und von da zurück w besonder« zu diesem Zwecke angeschafften Wagen soll Herrr Fuhrmann Bender probeweise übertragen werden, die Höhe der Vergütung hierfür soll festgesetzt werden, wenn y, nügende Erfahrungen gesammelt sind. DeSmsectionSgerfithr und Kleider für die DeSinsectoren (drei Drillanzüge für jede», sollen nach Berliner Muster beschafft werden. ES werd«» unter Genehmigung der gestellten Anträge die 315 Mk. 60 Hf. ! betragenden Kosten für die Ausbildung der DeSinsectoren um .* 113 Mk. 38 Pf. für die Anzüge derselben bewilligt. E« ist gesetzlich vorgeschrieben, daß der Betrieb v„ Feldbahnen nur nach besonderen polizeilicherseit« zu erlassenden Reglement- zu erfolgen hat. Großb. Polizei»», hat deßhalb für den Betrieb der Gail'schen Feldbahn fe Schiffenberger Thal ein Reglement der Stadtverordnete» Versammlung vorgelegt. Daffelbe wird nicht beanstandet. Unter den zurBerathung stehenden sechs Gesuchen ut Ertheilung der WirthschajtSconcession befinde» sich vier, bezüglich deren e» sich nur um Uebergang bereits bestehender Wirthschaften in andere Hand handelt - dieselbe» wurden durch Bejahung der Bedürsnißfrage über den Ao«, schank von Branntwein befürwortet. Gesuchfteller fivs Heinrich Jochem, Winhschast Schloßgaffe 9, J,g Gonter, Wirthschaft im Pfaff'schen Hause in der BahchM ftraße, Ferd. Harnikel, Wirthschaft im Hause Marktstr. Ä, Peter Rehm, Röhrle sche Winhschast an der Nordanlage. Die weiteren auf der Tagesordnung stehenden Gesuche vor Carl Dräbing Wtwe. um Ertheilung der Concejfion zu» WirthschastSbetrieb für da« Hau- Ludwigftraße 28 und Georg Hebstreit (derselbe besitzt bereits Concesfion zu» Ausschank von Bier und Wein) um Concesfion zum Ausschank von Cognac und L'iqucur im Hause Wallthorsttaße 46 werden, dem Anträge der Commission entsprechend, ebenfalls befür» wartet, bezw daS Bedürfniß zum Ausschank von Branntwe» als vorliegend erachtet. Cocalc» «nd provinzielle-. «'eßen. 22. September 1898. ** Militärische«. Die Militärbehörde lenkt neuerdings bie Aufmerksamkeit auf den Berus der Waffenmeister, b. h derjenigen Militärbeamten, die sich au« den intelligenten Schloffern rekrutieren, welche bei der Artillerie cingetrun sind. Nachdem sie hier genügend militärisch au-gebilde worden sind, werden diese jungen Leute in die Waffenmeister- i Werkstatt des betreffenden Regiments commanbirt und schließlich in bie Artillerie-Werkstatt gesanbt, wo sie ihre vollkommene I Ausbildung erklingen. Als Waffenmeister-Aspiranten kehren sie sodann, fall« sie daS nicht gar schwere Fachexamen bestanden haben, zum Regiment zurück, um in die erste beste vacant werdende Waffenmeisterstelle einberufen zu werden. Das Einkommen eines Waffenmeister- beträgt durchschnitttltch 150 Mk. monatlich. Schotten, 18. September. Unsere Nachbarstadt Bübingen beabsichtigt, eine electrische Straßenbeleuchtung anzulegen und soll als Triebkraft der Maschinen ber Seemen’ bad) nutzbar gemacht werden. Büdingen ist eine der wenigeo Städte Oberhessens, die, wie man zu sagen pflegt, mit der Zeit gehen. □ AuS dem Kreise AlSfeld, 21. September Die Preise für das Getreide sind gegenwärtig auf einer so tiefen Stufe angelangt, wie sie nicht häufig vorkommt. Der Centner Korn wird im Durchschnitt mit 7—7,25 Mk. verkauft. Der Weizen steht auf derselben Preisstufe, der Centner auf 7,30—7,60 Mark. Allerdings ist der diesjährige Weizen nicht erster Qualität, da er vielfach beregnet und auch gewachsen war. DaS Mehl aus dem vorjährigen Weizen über- \ trifft den diesjährigen entschieden an Gehalt. Auch bäckt fick letzterer nicht gut. Unsere Hausfrauen, bie ben diesjährigen Weizen zu Zwetschenkuchen verbackten, mußten die unangenehme Erfahrung machen, daß die Kuchen davon dicht und „knutsch-; — wie ber lanbSläufige Ausdruck lautet — blieben, bt Brodpresse, die in Alsfeld selbst 40 Psg. per vierpfücktztt Laib, auf den Ortschaften aber noch 42 und 43 Pfg. strhir dürsten nach solchen Preisen ganz gewiß billiger fein. Am für den Hafer zahlt man hohe Preise, bie selbst biejgnißtn f für den Weizen übersteigen, nämlich für den Centner im I Durchschnitt 8,25 Mk. — Aehnlich wie bie Brodpresse, sind I auf dem Lande auch die Preise für daS Rindfleisch im Ber» hältniß zu den Viehpreisen zu hoch. Man bezahlt hier für ; bad Pfund Rindfleisch 60 Pfg., alfo daS Doppelte, wie zur Zeit der Dürre. Dann müßten auch die Biehpreise um daS Doppelte gestiegen fein, da» ist aber nicht ber Fall. Friedberg, 19. September. Se. Königliche Hoheit ttr Großherzog unb die hier anwesenden Höchsten Herrschaften begaben sich zu den heutigen Manövern über Lang-Gön« zunächst nach der Grüninger Watte und rocbmei im weiteren Verlauf der Hebung auS unmittelbarer Nähe den Kämpfen um bie Höhen bei Eberstadt und Ober-Hörgen bei, welche mit dem Rückzüge deS Ost-DetachementS über die Wetter endigten. Die Rückfahrt erfolgte zu Wagen über , Butzbach und Nauheim. Am Bahnhof in Lang-Gön« wäre» Se. Königliche Hoheit der Groß her zog von dem Bürgermeister, dem evangelischen OttSgeistlichen, dem Kriegervere« und der gelammten Bevölkerung empfangen und begrüßt worden. Seine Königliche Hoheit erwidetten huldvollst die Anfprachen deS Bürgermeisters und Pfarrers, sprachen out einzelnen Mitgliedern deS KriegervereinS und fuhren durch die fpalierbildevde Schuljugend nach GrÜningen. A Mainz. 21. September. Infolge de« niedere» Was ferst an de« ist eben jeden Tag eine neue SchiffScal» mitfit zu verzeichnen. So fuhr sich heute Morgen da« Schraube» boot „Amsterdam VI* auf der Bergfahrt vor Weisenau aus einer Sandbank vollständig fest. Erst nachdem man bal Schiff zum größten Theil entladen hatte, war ein schwerer | Remonquettt mit vieler Mühe im Stande, da«selbe wieder flott drS genialen Oesterreichers heute von dem Repertoir vollständig "verschwundene Oper „TituS" schloß. t 15788] Stetig steigender «bsatz seit 1880 verbürat die Güte de» HollLnd. Labak bet B. Beckertn Seesena.H tvPfb.fco. SMk. Wrftobt Subin^ttt hfäintn bet Sterner n ist eint der wenig» agen pflegt, mit bt 115,00 22,00 10,00 2,00 1,50 6,05 3,90 Mk. f/ n tf tf u n verkehr, LanS. u«ö Volkrrvirthschaft. — Die Autternoth wird, da das Stroh vielfach zum Füttern verwendet werden muß, einen Mangel an Dungmitteln im Gefolge haben. Es dürfte daher vielen Landwtrthen willkommen sein, wenn wir auf ein verhältnitzmäßig billiges und dabei sehr wirksames Dungmittel hinweifen. Es ist dieses der Schlachtbausdünger und schrieb hierüber die „Franks. Ztg." vor einiger Zeit Folgendes: Wenn auch tn den Schlachthäusern größerer Städte die Verwerthung der Abfälle geregelt ist, so ist das doch bet denen kleinerer Städte meist nicht der Fall und bereitet der Absatz der sich "ansammelnden Abfallstoffe gelegentlich Schwierigkeiten. In den Mitch, d. D. L. G. macht Dr. I. H. Vogel auf den hohen Düngerwerth dieser Abfälle aufmerksam und giebt ein Verfahren an, welches ihm zu einer für Düngungszwecke nothwendigen Zubereitung geeignet erscheint. Man richtet auf einer Lagerstätte zunächst eine feste Schicht von Torfstreu her, breitet aus dieser die Schlachtbausabfälle aus und bedeckt diese wiederum mit einer Schicht Torfmull, Torfstreu, Stroh, Sagespähne oder dergleichen. Darauf kommen wieder Schlachthausabfälle und dann wieder Torfmull oder sonstige wasseraussaugende Substanzen. In dieser Weise fährt man fort und bereitet fo einen Eomposthaufen, der zuletzt, wenn er nicht alsbald ausgefahren und untergepflügt werden kann, gut mit Erde bedeckt werden muß. Zweckmäßig ist es noch, die Schlachthausabfälle mit einem Düngerconservtrungsmtttel zu versehen. Der Verfasser schlägt für diesen Zweck Kainit oder Carnallit vor. Unseres Erachtens würden sauere Phosphate, also SuperphoSphate, insbesondere Doppelsuperphosphat, hierzu zweckmäßiger sein, da diese die Zersetzung der thierischen slickstoffreichen Massen nicht aufbalten, aber dennoch vor Verlusten an Stickstoff schützen und den Eompost mit einem zweiten werthvollen Dungstoff versehen. Ganz dringend muß davor gewarnt werden, die Massen längere Zeit ohne Compostirung lagern zu lassen, da sonst Verluste und dabet austretende, die Luft mit Gestank erfüllende Gase unvermeidlich sind. Nach mehrmonatlichem Lagern wird die Masse mehr oder weniger die Beschaffenheit eines gut verrotteten Stallmistes annehmen. Landwtrthe, denen Gelegenheit geboten ist, Schlachthaus- absälle billig zu erwerben, sollten den Ankauf solcher nicht versäumen. Mit einiger Sicherheit wird auf diese Weise eine Menge von Pflanzen- nährstoffen für einen Geldbetrag erworben, wie man sie tn künstlichen Düngemitteln nicht annähernd für einen gleichen Betrag erhalten kann. — Zur Herbstsaat. Da in kurzer Zeit die Landwtrthe mit der Aussaat des Roggens und Weizens beginnen werden, so sei abermals darauf aufmerfam gemacht, daß neben der gehörigen Bearbeitung und Düngung des Bodens ein vorzügliches Samenkorn die wichtigste Bedingung für eine gute Ernte ist, denn nur ein kräftiges Samenkorn erzeugt auch eine kräftige Pflanze und reichliche Körner. Am wichtigsten ist wohl die Aussaat eines zuverlässigen Roggensamens, da ausgewinterte Roggenfelder oder auch nur schlechte Bestände derselben im Frühjahr einen großen unersetzlichen Schaden für die Landwirthschaft bedeuten. Die größte Sorge des Landmanns sollte daher fein, ein gutes Samenkorn zu erlangen, das die oft fchneelofen, harten, trockenen Winter und fonstigen Unbilden der Natur erträgt, das sich gut bestockt und reiche Aehren liefert. Da könnte ein Versuch mit dem in ziemlich weiter Ferne und tn der rauhen gebirgigen Waldgegend mit größtem Nutzen gebauten bayerischen Alpenroggen (Gebtrgskorn) von größtem Nutzen sein- der Samenwechsel liefert ja immer die günstigsten Resultate, und die Landwtrthe, welche ihre Felder damit bestellen, erhalten dieses Getreide aus dem Herzen der Kornkammer Bayerns; alle Oeeonomen sind voll des Lobes über diese edle Getreidesorte. — Btttterprüsungsn. Die preußischen landwirthschastltchen Versuchsstationen sind vom Landwirthschaflsminister angewiesen, eine größere Anzahl von Butterproben in allen Jahreszeiten auf ihren Wassergehalt zu untersuchen, um auf diese Weise eine Maximalprocentzahl des Wassergehalts zu ermitteln, welcher bet dem Berkau von Butter nicht überschritten werben darf. Das gesammelte Material wird von dem Director der milchwtrthschaftlichen Versuchsstation zu Kiel bearbeitet werden. -eptmber. DikPw g aus einer so tiiit flammt. Der CM !5 Mk. verlaust, k fe, der Centn« u >er diesjährige N > beregnet und aut i rjährigen Weizenfifr iehalt. Auch bat:: n, die den bitSjäh nutzten die uimgM on bid)t und „kack utet - blieben. ßfg, per vierpfm ! und 43 Pfg- [ muffen: a. Kaufgeld für die Kuh...... b. Transportkosten nach Elberfeld . . . c. Futterkasten für zehn Tage..... d. Für thierärztliches Attest..... e. Telegramm und Portokosten . . . . f. Frachtkosten der Haut von Elberfeld hierher g. Gebühren für Herrn Rechtsanwalt Meier Summa 160,45 Mk. Diese Zahlen sprechen ohne Worte eine sehr beredte Sprache". ♦ Ein seltsames Inserat findet sich in der Nummer vom 14. September 1819 im Anzeigentheil der „Spenerschen Zeitung". Das Inserat ist eingesetzt worden vom Major von Lützow und bezweckt nichts Geringeres, als den berühmten Führer der nach ihm benannten verwegenen Schaar bei den Berlinern von dem Verdachte zu reinigen, daß er — ein Räuberhauptmann wäre. Das vor 80 Jahren erschienene Inserat hat folgenden Wortlaut: „Schon längst habe ich stillschweigend gehofft, daß man mich und das Frey« Corps, welches Se. Majestät der König meiner Führung anvertraut hat, endlich mit lächerlichen und verleumderischen Zeitungsberichten verschonen werde. Aber nun lese ich wieder, daß die Schaar sich schwarz und drohend wie Gewitterwolken auf der Ebene von Neuem lagert, daß ich kürzlich mit Cavallery einen Wald attaquirte, um das Gespann eines friedlichen Bauern zu erbeuten u. s. w. So wird von Unberufenen vieles über mich geschrieben und gesprochen genau in einem Tone, als ob ich ein Räuberhauptmann wäre, während doch mein höchstes Bestreben ist, dem König und dem Vaterlande zu dienen und den erwünschten Erfolg s. Z. freimüthig darzulegen. Jede Bekanntmachung, welche etwa fernerhin nicht von einem Vorgesetzten oder mir selbst unterzeichnet, erscheinen dürfte, bitte ich daher dringend, als nicht gedruckt anzusehen." • Kriegshuude. Aus Annaberg wird dem „Chemn. gbl." geschrieben: Mir dem 15. Jägerbataillon sind während teS diesjährigen Manövers sünfKriegshunde ausgerückt, b?r Raffe nach zwei schottische und drei deutsche Schäferhunde. Fi? Hunde sind zunächst für den Ordonnanzdienst abgerichtet. n gehen mit den Vorposten vor und tragen auf den Befehl Meldung vor" in einer am Halsband befestigten Tasche die Firldung zu ihrem Truppentheil und kehren auf den weiteren befehl „Meldung zurück" unverzüglich zu ihrem Vorposten zurück. Der Krtegshund „Tilly" hat kürzlich eine Strecke von 3000 Meter hin und zurück in sieben Minuten zurück- gclegt. Auf Vorposten bei Nacht leisten die Thiere infolge ihrer sicheren Witterung unersetzliche Dienste. Die Hunde fuib aber auch zur Auffindung Verwundeter abgerichtet und gitibt worden. Bei Nacht werden sie mit dem Befehl „Such' Verwundete" ausgeschickt. Sobald sie nun einen Menschen in Jägeruniform auf der Erde, im Gebüsch rc. liegend finden, bellen sie so lange, bis Hilfe kommt. * Pest, 10. September. Ein seltsames Abenteuer ei lebte gestern Abend der Geheimrath Michelet, Präsident des internationalen Straßenbahncongreffes. Auf dem hiesigen Destbahnhofe erwartete Mtchelet einen aus Wien ankommenden Freund. Bevor er nach dem Bahnhofe ging, hatte er sich in der Kerepeserstraße in einem Hutladen einen neuen Hut gekauft. Im Bahnhofe angelangt, ging er auf dem Perron auf und ab und war nicht wenig überrascht, als er plötzlich in der einen Tasche seines Ueberrockes eine Geldbörse mit Me$. StWtX M >rde lenkt ntiifity Wassrnmeistr.»' lu8 den mttpx Artillerie tin^v. militärisch autyL : in die WaffeMü miandirt und Des sie ihre boQlomr ter-Aspiranten ty teere Fachexarnen i m in die erste fen inberufen zu wer!» !nuieißers beträ lehnte dankend mit dem Bemerken ab, daß er als der König der weinliebendsten Nation leider gezwungen sei, sich des Weines gänzlich zu enthalten. „In ganz Italien," bemerkte er lächelnd, „giebt es wohl keinen schlechteren Weintrinker als mich!" * Bohl. 18. September. Eine Warnung an alle Mitglieder der Viehversicherungsgesellschaft für den Bezirk Vöhl erläßt der Vorsitzende des Vereins Eigenbrodt mit folgender Begründung: „Der Ackermann Herr Lippe zu Thalitter verkaufte an den Handelsmann Liebmann Katz zu Frankenberg eine Kuh zu dem Preis von 115 Mark. Diese Kuh wurde im Schlachthause zu Elberfeld geschlachtet, dort verworfen. In Folge dessen hat Lippe folgende Rechnung an Katz zahlen ArüE t( j eine Ahrauik lcir^en ft. . i Sagen d Mm' SS B der K,» '■ "N* 9 ’ btt $2 »Mm««; ““ in aiotii. Rtnbtn '^Sfttatze 28 ^SCoucGj. celnon zum ta- Wttfe« w. enb/ ebenfalls in. 'M von Braumir! 3U machen. — Gegen das in Stadtverordneten kreisen auf- «etauchte und von einflußreicher Seite befürwortete Project, unsere nicht ausreichende städtifcheWasserleitung durch Ilie Zuführung von filtriertem Rheinwaffer zu verstärken, ^nbebt sich in der Bürgerschaft eine immer größere Opposition, sowohl in berufenen städtischen Vereinen, wie in der t-ocalpresse laut hervortritt. Dem Hauseigenthümeroerein <>it sich in dieser Opposition auch der südöstliche Bezirks- o rein angeschloffen, der in einer Eingabe an die städtische ^Verwaltung nicht allein den sanitären Bedenken Ausdruck ziebt, sondern auch die finanzielle Seite dieses zu zwei Mionen veranschlagten Projeetes einer scharfen Kritik unter- zieht. Bei der Bürgirschast wie auch in der Presse ist allgemein he finanzielle Seite wenig berührt worden, wogegen die -sanitären Bedenken in den weitesten Kreisen getheilt werden. △ Mainz, 21. September. Heute, am 21. September, sind es 60 Jahre, daß das von Hofbaumeister Moller in Darmstadt erbaute Mainzer Stadttheater eröffnet wurde. Die Eröffnungsvorstellung am 21. September 1833 stand unter dem Zeichen von C. M. von Weber und Mozart. Des Ersteren Jubelouverture bildet den Anfang, woran sich ft w W* direkt aus der Fabrik also aus erster Hand v ■= KttlUttl llttt von Elten & Keussen, Crefeld, 8 ClIUi 111 UI1L io jedem Maah au beziehen Man verlange « \r s"' v zs Muster mit Anaabe des Gewünschten -5 Gulden fand, von der er bestimmt wußte, daß sie ihm mcht gehörte. Seine Ueberraschung wurde aber geradezu unheimlich, als er hierauf in der anderen Tasche seines i'eberrockes eine silberne Uhr vorsand, von welcher er gleichfalls nicht behaupten konnte, sie je früher zu seinem Besitz gerechnet zu haben. Er wandte sich daher an einen Polizisten, fccT aber mcht in der Lage war, das Anliegen Michelets zur ! mntniß zu nehmen, da derPräsidentdes Straßenbahnvereins es bisher versäumt hatte, sich die ungarische Sprache anzueignen, tzast zu gleicher Zeit schlug jedoch ein Czegleder Landmann Lärm, weil ihm seine Geldbörse abhanden gekommen war. bum Glück war bald ein Geheimpolizist zur Stelle, dem sich sichelet verständlich machen konnte. Nun erfuhr man, daß | der Börse des Landmanns ursprünglich ein viel geringerer betrag enthalten gewesen war, als in dem Augenblick, da fc Micheler in feiner Rocktasche vorfand. Während man roch darüber redete, wurde von der Polizei in der Person M Jakob Schlesinger ein internationaler Taschendieb verhöret, und dieser gestand, dem Czegleder Landmann dje wähnte Börse mit fünf Gulden gestohlen zu haben. In- feinem Besitze waren zu dieser Zeit jedoch schon 90 Gulden unb eine silberne Uhr, welche er anderen Opfern entwendet hatte. Er that das ganze Geld in die Börse und steckte liefe sammt der Uhr in die Rocktasche des Herrn Michelet, |cn er für einen Diebesgenoffen hielt. Schlesinger ist nämlich Mtglied einer Diebsbande, deren einzelne Mitglieder sich nicht kennen, die jedoch ein unauffälliges Erkennungszeichen haben, ämlich — einen gemeinsamen Hut. In einem Hutladen in er Kerepeserstraße wurden vor einiger Zeit fünfzig große, !i Form und Farbe außergewöhnliche Hüte bestellt, natürlich r,ne daß der Geschäftseigenthürner verständigt wurde, welchem Zwecke sie eigentlich dienen sollten. Der Geschäftsmann hatte jedoch, ohne daß die Besteller dies wußten, on demselben Muster noch mehrere Hüte anfertigen laffen nd zufällig Herrn Michelet einen solchen verkauft. So kam i; daß Schlesinger den Präsidenten des internationalen Straßenbahnvereins für ein Mitglied einer internationalen Literatur und Arrrrst. - «btto« Batoi» allgemeine «rdbeschreibnng. Ein Handbuch des geographischen Wissens für die Bedürfniste aller Gebildeten. Achte Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von Dr. Fran, Hetderich. Mit 900 Illustrationen, vielen Terflkartchm unb 25 Kartenbeilagen auf 41 Kartenfeiten. Drei Bände. In w ßteft: rungen L 75 Psg. ober in 10 Abtheilungen k 3.75 Mk. Auch in drei eleg. Halbfranzbänden L 15 Mk. zu beziehen. Bisher 34 Lieferungen autzgegeben. (A. HartlebenS Verlag in Wien.) Von diesem trefflichen Werke liegt nunmehr der zweite Band abgeschlossen vor, ein stattliches Buch von über 1000 Seiten, auf bas Reichste, Gebogenste auSgestaltet mit künstlerischen Illustrationen, zahlreichen kleinen Textkärtchen unb aparten, in vieliachem Farbendrucke ausgeführten Kartenbeilagen. — Der zweite Band enthält bie Lander- kundc Astens, ber Polargebiete unb ben Beginn bes länberkunblichcn Thelles von Europa. Mit seltenem Geschick unb unter Benützung einer Unsumme von Ouellenmaterial hat eS Dr. Heiberich verstanden, ein überaus lebendiges und belehrendes Bild der physikalischen, ethno graphischen und politisch-ftatisttschen Verhaltntffe ber genannten Gebiete zu entwerfen. A. Balbis Erbbeschretbung bietet in ihrer neuen Fassung dem Laien rote dem Fachmanne reichste Belehrung und Anregung unb ist berufen, ein Volksbuch im besten Sinne beS Worte« zu werden, bas in keiner Familienbibliothek fehlen sollte. — .Wiener Mode.* Das soeben erschienene 24. Heft, mit welchem ber 6. Jahrgang schließt, ist eine so hervorragende Leistung, daß wir nicht umhin können, daraus speciell. aufmerksam zu machen. Die farbigen und schwarzen Bilder gehören fast ausnahmslos zu dem Besten, daS die Kunst des Holzschneiders hervorzubringen vermag, unb enthalten eine llebersicht ber neuesten Schöpfungen auf bem Gebiete ber Herbstmode. Auch der belletristische Theil ist reich ausgestattet, unb enthalt als besonbers glänzenben Beitrag ein Gedicht von Ferdinanb v. Saasr, in welchem ber ganze Zauber eines Spätsommertages in entzückenbster Welse wiebergegeben ist. - Karl PrSllS Kalender aller Deutsche«, herausgegebm vom „Allgemeinen Deutschen Verbände" in einer Auflage von 12 000 Exemplaren, hat es sich zur Aufgabe gestellt, ben alldeutschen, den rodtnationalen Standpunkt nach jeder Richtung hin zu vertreten unb die Arbeit bes österreichischen und reichsdeutschen Schulvereins, der Colonialgesellschaften, deS Vereins für Handelsgeographie de« deutschen Sprachvereins u. s. w. publizistisch zu fördern. Deshalb sind alle inneren Fragen unb Parteitendenzen streng ausgeschlossen unb bas Augenmerk nur auf bie Stärkung ber deutschen Weltstellung unb Erweckung bes nationalen Gemeingesuhles gerichtet worben. Der „Kalenber aller Deutschen" bilbet ein nationales Hausbuch im besten Sinne des Wortes unb bars deutschen Mannern unb Frauen bestens empsohlen werben.__________________________ __ kirchliche Anzeige« -er Stadt Gietzen. «vaugelifche Gemeinde. Gottesdienst. 17. Sonntag nach Trinitatis, ben 24. September: In ber Stadtkirche: Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Naumann Nachmittags 2‘/8 Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein- Christenlehre für die MarkuSgemeinbe. In ber Friedhofscapelle: Vormittags 8'/, Ubr: Pfarrverwalter Dr. Grein. Nachmittags 2>/, Uhr: Pfarrer Dingelbey Christenlehre für bie Lucasgemeinde. Katholische Gemeinde. Sonntag ben 24. (September, 18. Sonntag nach Pfingsten: Samstag: Nachmittags um 4Vi Uhr unb Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte- Sonntag: Vormittags von b Uhr an Gelegenheit zur hl- Beichte, um 6'/, Uhr erste hl. Messe; um 7Ve Uhr AuStheilung der hl. Corn- munion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um 9V- Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht- Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 23. (September: Vorabend 6« Ubr, Morgens 8»« Uhr, Nachmittags 4°<> Uhr, Sabbathausgang 7°° Uhr. Montag den 25. September, Laubhüttenfeft, 1- Tag: Vorabend 60r* Uhr, Morgens 830 Uhr, Nachmittags 4°° Uhr- Dienstag ben 26. September, 2- Tag: Vorabend 6»u Uhr, Morgens 8»° Uhr, Nachmittags 4°° Uhr, Abends 7°° Uhr- Diebesbande hielt. * Theorie und Praxis, In der zwerten allgemeinen Sitzung des Nürnberger N atur s or sch ertages hielt der jeweilige Prorector der Universität Erlangen, Professor Dr. t. Strümppel, einen Vortrag über die gesundheitsschädliche Wirkung des Alkoholgenusses, dem die gelehrte Versammlung endächtig lauschte und am Schlüsse verdienten Beifall zollte. Die nach dem Vortrag eintretende Pause benützten die Zuhörer, um zu den Erfrischungshallen zu eilen und sich am -Hlase Bier, Gläschen Liqueur, Schoppen Wein, auch Knicke- zu stärken. ♦ Em König, welcher keinen Wein ttinkt, ist, wie man -us Rom schreibt, Humbert von Italien, welcher seit einem Jahre auf Anrathen der Aerzte sich des Genusses von Rebensaft fast ganz enthält. Als er neulich bei den Manövern - DO, Mk.'-' y in Pallanza weilte, besuchte er auch die Fabrik des Vermouth W m s"" ' de Torino und wurde hier von den Besitzern eingeladen, W ein eine Flasche vom Besten zu kosten. Allein der Monarch h, dMn sein. ■ bie M W für btn Stott« ® iiebkMAy Mrv i>tM W so “■ m d>- «S SB*1»* bt« $8«.' J - tiaen Mnovem -• ,er W°rtt unstätt®«« » W«»dOb-,« Betatjemen« "i! v *L°- j’Ä* Bt 1 s spräche"8 >iLt S *6 5 Fünfter Jahrgang. Häljrlirf! 24 Hefte. o = = 11 Ä 2 II1 "2 He II25 sST en s Jährlich tirca 1200 Illustrationen aus allen Gebieten des Wissens. m 3 11 = = iia »B.3 |=® Sonntag bcn 24 September: 938 Gorr. 8003 Aeifgeöotenes. 7992 Diefenbach. 7891 die Adam Meiner*. Schuh-Marks 7980) Der Vorstand. haben. 7998 bis Abenös 7 Zlhr geschlossen 79« Das Comit6 statt, wozu freundlichst einladet Vermischte Anzeigen. und Phil. Wagner 770 Nieder)age: Emil Pistor, Giessen Grofztc» Lementwerk vavcrn» und wozu ergcdcnst ciuladen [7985 isitenkarten Saales ladet freundlichst ein 7984 [7995 Gießen, 21. September 1893. (tzasthaus zur „Ttadt (Rieften", Londorf. Redactto«: 1L Scheyde. — Druck und Verla« der «rühl'lchrn Druckerei (Fr. Ehr Viets») tn W*n. Das 6ro ai die (9t Gblt-Verlteigerung. Mittwoch den 27. Septdr. um Donnerstag den 2S. September l. I., jedesmal 10 Uhr Vormittags anfangend, sollen die der hiesigen Gemeind« gehörigen circa 250 Malter Aepfel und circa 50 Centner Zwetschen, abcheilungSweise au Ort und Stelle versieigert werden. Munzenberg, 21. Seplbr. 1893. Großh. Bürgermeisterei Münzenberg. Gewinne i W von 24,000 Mk. Loose i 2 Mark versendet General-Agentur Per- ver- Wahmborn-Sttinberg. Sonntag den 24. u. Montag den 25 September Kirchweihfest Weisskraut und "Zwiebeln auf dem vrandplatz billigst zu empfiehlt ihr vorzügliche» Fabrikat unter Garantie für höchste Festigkeit unbedingteZuoerläsfigfeit " bti ".'Nulv ♦eueren ot 9- aie r Lieferung von Drainröhren. Tie Lieferung der zur Entwässerung der siScahschen Wiesen zu P^tershainerhof erforderlichen Drainröhren und zwar 24 500 Stück n it 44 mm, 8300 de-gl. mit 50 mm, 4700 deSgl. mit 62 mm, 1450 d Sgl. mit 75 mm und 210 deSgl. mit 87 mm Lichtveite und je 30 cm Länge, soll auf dem Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden. Offerten unter Beifügung von Musterröhren sind bis längsten! Montag den 2. Cctobcr l. I bei der unter; zchneten Oberförsterei einzureichen, auf deren Geschäftszimmer die Eröffnung der Gebote an dem darauf folgenden Tage, Vormittags 11 Uhr, in Gegenwart der erschienenen Submittenten erfolgen wird. — Bon den aufgesührten Röhren ist ca. der dritte Theil bis längstens 3 Wochen nach erfolgtem Zuschlag, ein weiteres Drittel bis zu einem noch zu bestimmenden Termin im Laufe des Herbst«.» zu liefern. Schotten, den 20. September 1893. GroßherzogUche Oberförsterei Feldkrücken. reichlicher Wassorverdunstung. Rationelle, der Gesundheit zuträgliche behagliche Heizung. Diese Ofen übertreffen alle anderen manentbrenner durch überaus sinnreich „Der Registrator auf Reisen". ilbonuementd: Parquet 30 JL. Sperrsitz 20 «4L, Estrade 15 A 1. Platz 10 JL. sind bei Herrn Gustav Gerhardt, Lindenplatz, heule an zu haben. Indem ich das hochgeehrte Publckum noch auf meine am 16. l. M. vertheilte Ankündigung gesl. aufmeiksam mache, zeichne ich mit der vor züglichsten Hochachtung Die Wirthe: Jacob Sommer II. Balth. Schäfer VI. Lndwig Faber. Georg Schmandt. Zu der am Sonntag den 24. 0. M. ltatt- findenden Einweihung wkines neuerbauten 3« letzter Zeit versuchen neu auftanchende Händler, Laien ohne jede Erfahrung in der Vogelpflege meine seit 10 Aahren im Handel befindlichen mit 70 ersten Preise« au»gezeich> «eten Vogelfutter durch mtnderwerthtge den Vögel» nachtheilige Mischungen uachruahmen. Wer also seine Böget gesund und im Gesänge erhalten will, verlange Bo»»'sche Bogelfutter mit der Schwalbe. MWT Kein Vogelfreund veruäamo sich in obiger Niederlage mein neues kleines Buch „Rathgeber über Vogelptiego“ amsonst geben zu lassen. Den Werth meiner Bogelfutter-Mischungen werde ich nicht weiter hervorhebe«, sonder« unparteiische AutoritLten ersten Range» darüber uriheilen lasten. Die Direktion de» Zoologischen «arten» Antwerpen schreibt: 1W »Die Bogelfutter-Epectalitäten für alle Arten Vögel, welche von „der ftirma Gustav VosS, Hoflieferant in Cöln a. Rh., hergestellt und ^»um Berkaus gebracht werden, sind von uns den eingehendsten Prü- ,sungen unterworfen und praetisch vielfach verwendet worden- Wir „können unserer Ueberzeugung dahin Ausdruck geben, daß die VoSS'schen „Bogelfutter von unübertrefflicher Güte und hervorragendem „Nährwerth sind, daß fie Zeugntß ablegen von der durch langjährige „Erfahrung erreichten Jkenntniß des Nahrungs-Bedürfnisses „der verschiedenartigen Vögel, und in Folge dessen jedem Vogellieb- „haber auf6 Wärmste empfohlen werden können.- Antwerpen, den 9 August 1893 Socilte Royale de Zoologie D’Anvers, 8oci6te Anonyme. Der Director: gez. F. L'Hotist. (Gustav Voss, Hoflieferant, Köln a Rh Preisliste über alle Arten Vögel und Käfige umsonst. [8001 im „Hotel (Einhorn". Der Vorstand. per Liter 80 empfiehlt [7997 Peter König, „Stadt Cassel". Zeiertagshalber bleibt mein Geschäft Montag den 25. und Dienstag den 26. September Productionssähigkeit der Fabrik: 250,000 Haft pro Jahr. Pünktlich« und gleichmäßige SuSsührung auch der größten Aufträge wird zu- gesichert. Alle (Korrespondenzen erbitten wir nach Karlstadt a. Main. Telegramm.Adresse: (leeeHlfelril Karksta»i»ata. BeMtMtz der .7, bi W Ü® fall llir Halen, erhoben fcfcnnnnatfuiu f-r Cffrrdegwig hQt 6a Koronfd «atpuftt an, fcmwbiigai. Dich Mi ü •Negmglfnf ?<f.Negtl. Nr. ll» (Äeifft Wilhelm) Hiter Leit», bei Mafikbirecterl Herrn Sraaße Anfang Uhr.__Bier im Glas. Gntree :»Q Pfg. Neues Theater in Giessen. (titeetwe: Abam «einer».) Sonntag den 1. Cctober Ih93: Hermann Katz, Mäusburq, Manufactnr- und Modcwaaren. (sonfection für Damen. Montag den 2. Cctobcr d. I. findet in dem grossen neuerbauten Saale im Gasthaus zur „2tadt Gießen" in Londorf Tie» Israelitenball niessner Ofen - von C. 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