Werg, tah. ö ^L?rstand^ tanschutz « >>hr *** 'Hl |>NNf ju^ fest FÄtMtah. Steien, 17' ^chlagbauw F MominativL « Wtf Riefe» °lk»°'»- „tu d-. lllich „ >itt. 8fe die llK. /io Ltr. 10 ^igen der Mitglieds- ^er finb frei. [6378 schäft. s Uhr: mlung lsiraße 2. Verschiedene Ver- gebeten. er Vorstand. Nachricht, daß ich mein $c[djäft auj5 Met Weijc fort* Taprftr, iSSOW Leipzig 1879. feviERBZ1 HUSSTEU» Lg/FZ/a j k 1873. / 86?) irtigfü $u8 ur W Klrto >pttinbtr Ju jgi79 , AühltnE^ der 0»A ial-Denkmal gliche Auzsic t- .richtete Z«^' Nr. 171. Drittes Blatt. Sonntag den 23. Juli 1893 Amts- und Anzeigeblatt für den Ttreis Gieren Hratisbeikage: Hießener KamifienöMter 1 *rom t eon Anzeigen zu bet Nachmittags für den lilienbm Tag erscheinenden Nummer bii Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Au-landeS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger'" entgegen. Nedactton, ®rpeMem und Druckerei: rch lSratze Jto.l Fernsprecher 5L Vierteljähriger JHeMtmrHtswreUi 2 Mark 20 Psg. nr* Bringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Marl 50 Psg. Die Gießener JleBUteeirilkr werten dem Anzeiger »4chentlrch dreimal dHgele gl. Der IMntx Anzeiger er scheint täglich, au Ausnahme de» Montag». Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Die Deckungsfrage bei der Heeresreform. Nachdem die Militärvorlage von dem neuen Reichstage endlich angenommen worden ist, tritt um so schärfer die Frage hervor, auf welche geeignetste Weise die Kosten der beschlossenen Heeresverstärkung zu decken sein würden. Soweit es sich um die Beschaffung der Mittel zur Durchführung für daS Halbjahr vom 1. October 1893 bis zum 31. März 1894 bandelt, kann die Sache allerdings als geregelt be- ttachtet werden, da auf die gedachte Zeit die auf etwas über 23 Millionen Mark veranschlagten dauernden militärischen Mehrausgaben im Wege der Erhöhung der Matrikular- beiträge gedeckt werden sollen, während zur Bestreitung der auf 48 Millionen berechneten einmaligen Mehrausgaben eine Anleihe zu dienen hätte. Dieser in dem jüngsten Nachtragsetat enthaltene Ausweg bedeutet aber selbstverständlich nur eine provisorische Lösung des Problems, welche die eigentliche Deckungsfrage unberührt läßt- deren Erledigung wird eine der hauptsächlichsten Aufgaben des Reichstags in der nächsten Wmtersefsion bilden. Bis zur Stunde fehlt eS nun noch immer an einem klaren, auf die Militärvorlage zugeschntttenen Steuerprogramm der verbündeten Regierungen. Aus den im jetzigen Reichstage abgegebenen Erklärungen deS Reichskanzlers weiß man tn dieser Beziehung lediglich, daß nach .wie vor die Börse zur Kostendeckung bei der Militärvorlage mit herangezogen werden wird und daß im Uebrigen die wirthschaftlich schwächeren BolkSkreise gegenüber den besser silmrten Bevölkerungs- rlementeu möglichst geschont- werden sollen. Allerdings wird ohne Weiteres zuzugeben sein, daß eine ausgiebige Börsensteuer einen guten Theil der bevorstehenden militärischen Mehrausgaben decken würde, immerhin müßten dann zur Bestreitung deS Restes derselben noch andere Gebiete herangezogen werden. ES fehlt in dieser Beziehung, nachdem die Projekte einer erhöhten Bier- und Branntweinsteuer als end- gilt'g ausgegeben zu betrachten sind, nicht an den manntg- jachsten Boi schlügen, die meisten derselben müssen jedoch von vornherein von einer ernsthaften Erörterung ausgeschlossen werden, wie z. B. die Jnseratensteuer, die Quittungs- und Rechnungssteuer, die Wehrsteuer u. s. w. Andere mit der Mililärvorlage zusammenhängende Steuerprojecte sind dagegen nicht ohne Weiteres von der Hand zu weisen, was besonders von der angeregten Reichseinkommensteuer gesagt werden muß. die ja auch zahlreiche Befürworter besitzt. Dennoch stehen gewichtige Gründe dem Plane einer Reichseinkommensteuer entgegen und würde er schon in Anbetracht der voneinander ungemein abweichenden Finanzverhältnisse der Einzelstaaten auf außerordentliche Schwierigkeiten stoßen. Unverkennbare Sympathien in weiteren Volkskreisen erfreut sich der Vorschlag einer Luxussteuer, und in der That läßt sich nicht leugnen, daß eine Besteuerung des Luxus, rationell angelegt und durchgeführt, Manches für sich hat. Schließlich erheben sich aber auch hier verschiedene nicht ungewichtige Bedenken, die aus dem äußerst dehnbaren Begriff des Wortes Luxus und der Unwahrscheinlichkeit eines wesentlichen Ertrages von Luxussteuern tn Deutschland resultiren/ außerdem ließe sich darüber streiten, ob eine Besteuerung des Luxus überhaupt mit den Grundsätzen der modernen Steuer- und Finanzpolitik in Einklang stünde. Zu erwähnen wäre dann vielleicht noch die immer wieder auftauchende Anregung einer Erhöhung der Tabaksteuer, die jedoch als ebenso unpopulär erscheint als der jetzt endgiltig beseitigte Vorschlag einer erhöhten Bier- und Branntweinbesteuerung. Die so mannigfachen Schwierigkeiten, welche die Frage einer ausreichenden und finanzpolitisch wie volkswirthschaftlich zu billigenden Deckung der neuen Militärlasten darbietet, machen es begreiflich, wenn die verbündeten Regierungen bis jetzt nur mit Zurückhaltung und Vorsicht an dieses verwickelte Problem herangetreten sind. Aber es muß wohl oder übel doch gelöst werden, schon in der nächsten Sitzungsperiode des Reichstages gilt es, die betreffenden Vorlagen den Vertretern der Nation zu unterbreiten und man kann nur aufrichtig wünschen, daß es der Reichsregierung bis dahin wirklich gelingt, die richtigen Mittel und Wege zur Erreichung des erstrebten Zieles aufzufinden. Vielleicht, daß die Conferenz der Finanzminister der größeren Bundesstaaten, welche nach einer Meldung der „Voss. Ztg." in den Tagen vom 6. bis 13. August in Frankfurt a. M. behufs Verständigung über eine systematische Finanzresorm zusammentreten soll, mit berufen ist, einen geeigneten Weg zur Lösung dieses schwierigen Problems zu entdecken. DermiMtef. P.A. internationale Jubiläums • Gartenbau • Ausstellung Leipzig 1893. Der Endtermin für die" Anmeldung ist der 25. Juli, wir halten für unsere Pflicht nochmals aufmerksam zu machen, da spätere Anmeldungen nur in soweit Berücksichtigung finden können, als es der Raum gestattet und die Anordnung der Ausstellung nicht hindert, auch haben später eingehende Anmeldungen keinen Anspruch auf unentgeltliche Aufnahme ihrer Ausstellungsgegenstände in den officiellen Katalog. Der Programm-Nachtrag, welcher die bis jetzt eingegangenen Ehrenpreise und einige Ergänzungen der allgemeinen Bestimmungen enthält, ist vor einiger Zeit an Interessenten verschickt und durch das Comite unentgeltlich zu erhalten. Nicht im Programm vorgesehene und den gestellten Ausgaben sachlich nicht entsprechende, hervorragende Leistungen können mit dem Vermerk „außer Programm" zur Preisbeurtheilung angemeldet werden; auch sind die Programm- Aufgaben derart ausgearbeitet, daß sich die kleinste sowohl als die größte Handelsgärtnerei mit Erfolg betheiligen und auch Privatgartenbesitzer und Planzenfreunde an vielen Concur- renzen theilnehmen können. Die Ausst llungssendungen gehen frachtfrei unter den üblichen im Programm Nachtrag bekannt gegebenen Bedingungen zurück. — Die 3000 Quadr.-Meter bedeckende Haupthalle (Sandstein- und Kupferdach-Jmitation) macht durch ihre vorzüglich gelungenen Größenverhältnisse und gediegene Architectur einen geradezu großartigen Eindruck. In gleicher Weise wirken die zahlreichen übrigen Bauten in dem mit überaus feinem Geschmack geschaffenen landschaftlichen Bildern auf dem von mächtigen Baumgruppen umgrenzten und einem kleineren Wäldchen vortheilhast durchzogenen herrlichen Ausstellungsplatze, woselbst durch das Comite zur günstigen Belebung noch eine 6000 Quadr.-Meter umfassende Seeanlage und größerer Grottenbau geschaffen wurde. Citeratar unt Armst. — »Wiener Mode". DaS neueste (20.) Heft der „Wiener Mode" enthält eine Reihe bemerkenswerther belletristischer Beiträge, wie u. v. 21.: eine reizende Plauderet über die innere und äußere Form der Damenbriefe, eine Studie über „Die Hand", einen ebenso getst- als lehrreichen Aufsatz über „Die Hygiene im Hause", „Die Landpartie", eine formschöne Dichtung von Paul Heyse, den kürzlich im Wiener wissenschaftlichen Club gehaltenen Vortrag über „Die Walzerdynastie Strauß" von A. Szczepantzki und einen reich illustrirlen Aufsatz über „Gartenspiele". Dieser kurze Auszug gestaltet einen Schluß auf den gesammten Inhalt des Heftes, tn dem von der „tobten Saison" nichts zu spüren ist. Wochenbriefe aus der Residenz. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 21. Juli 1893. Ein Sommerfest. — Straßenbahn. — Vom Turnfest. — Verschiedenes. Heute sei endlich der versprochene Bericht über das Sommersest des acadcmischen Vereins, das schon in der vorigen Woche stattgefunden hat, auch hier nachgetragen. Die Veranstaltung war wiederum im Jntereffe eines schönen Zweckes, der Erhaltung und Verschönerung deS sogenannten „MartinSpfadeS", arrangiert. Der Verlauf war, wie das bei unseren studentischen Festen fast stets der Fall ist, ein außerordentlich gelungener. Der Saal der Restauration Haust war mit allerlei studentischem Zierrath prächtig geschmückt, im Garten leuchteten nach Eintritt der Dunkelheit viele Hunderte bunter Lampions, auch für gärtnerischen Schmuck war in reichem Maße- Sorge getragen. Eine wohlgelungene musikalische Abendunterhaltung eröffnete die Feier, dabei sang Herr Hosopernsänger Stury, der rasch bekannt gewordene jugendliche Bariton unserer Hofbühne, ein paar hübsch ausgewählte Lieder, dann folgte ein abwechselungsreiches Gartenconcert, wobei die Capelle des Feld-Arrillerie- Regiments mit gediegenen Darbietungen erfreute. Auch der Männerchor „HumanitaS" hatte sich in liebenswürdigster Weise zur Mitwirkung bereit erklärt und verschönerte die Feier durch seine vortrefflichen Vorträge. Ein flotter Tanz bildete den Abschluß der hübschen Veranstaltung, die auch für den genannten guten Zweck eine ganz stattliche Summe abge- warfen haben dürfte. Don einem eigenartigen Plane, dessen Verwirklichung für unsere Stadt einen außerordentlichen Fortschritt bedeuten würde, wird hier schon seit einiger Zeit lebhaft gesprochen. Es handelt sich nämlich um die endlich vorzunehmende Einführung einer Straßenbahn, die ausschließlich den Verkehr im Innern unserer bekanntlich sehr ausgedehnten Stadt erleichtern soll. Mit den Vorstädten Eberstadt, Griesheim und Arheiligen verbinden uns ja schon seit einer Reihe von Jahren die Dampfstraßenbahnen, aber deren Verkehr innerhalb der Stadtgrenzen ist schon verschiedentlich als sehr wenig angebracht mit Recht getadelt worden. DaS Verlangen nach einer Darmstädter Pferdebahn wurde immer öfter und öfter laut und da hat sich denn die Firma Bachstein u. Co, die Unternehmerin der Dampfstraßenbahn, beeilt, diesem Verlangen Rechnung zu tragen, allerdings in einer anderen Form, als in der zumeist gewünschten. Sie will uns nämlich zwar nicht mit einer Pferdebahn beglücken, aber dafür eine electrische Straßenbahn erbauen, die ja den gleichen Dienst thun würde. Nach angestellten Ermittelungen soll unser städtisches Electricitätswerk in der Lage fein, ohne daß weitere größere Neuanlagen von Nöthen wären, die nöthige Electricität zu liefern. Es wäre wahrhaftig im Interesse der Entwickelung unserer Residenz sehr zu wünschen, daß die angeknüpften Verhandlungen zu einem befriedigenden Abschlüsse gelangten und zwar schon in allernächster Zeit. Darüber kann kein Zweifel bestehen, daß die Einführung einer Straßenbahn in der Innenstadt dringendes Bedürfniß ist, ähnlich wie das erst in unserem letzten Briefe erwähnte vielerörterte Winter- Schwimmbad, nur wird noch zu erwägen bleiben, welches Unternehmen das practisch bedeutsamere und vor Allem für das Publikum vortheilhaftere ist, eine Pferdebahn oder eine Bahn mit elektrischem Betrieb. Hoffentlich kann ich Ihren Lesern recht bald etwas Neues tn dieser Angelegenheit mittheilen. Inzwischen rückt die Zeit des mittelhreinischen Turnfestes immer näher heran und die Aufregung in der Stadt wächst immer mehr. Die Neugierde der Residenzler ist wirklich sehr groß, aber auch mindestens so groß ist ihre Bereitwilligkeit, die fremden Turnergäste herzlich zu bewillkommnen und ihnen ein paar fröhliche Festtage zu bereiten. Die Anmeldungen zum Feste laufen in riesiger Anzahl ein, bereits über 2100 Turner sind angesagt, 102 Musterriegen aus 61 Vereinen angemeldet, außerdem steht noch eine sehr rege Betheiligung am Einzel-Wettturnen sicher zu erwarten. Die ausführliche Festordnung ist bereits aufgestellt und wohl auch schon den Gießener Turnern mitgetheilt, die wir ja auch bei uns werden begrüßen dürfen. Schon am morgigen Sonntag den 23. Juli soll eine Art Vorfeier auf dem I mächtig großen Festplatze stattfinden, dabei wird die Darm- I städter Turnerschaft verschiedene Probeaufführungen und Vorführungen von Musterriegen u. s. w. veranstalten. Da§ eigentliche Fest beginnt bekanntlich erst am künftigen Samstag, mit dem festlichen Empfang der auswärtigen Turner am Bahnhof und der Begrüßungsfeier in der Festhalle am Abend. Im Ganzen können 3000 Personen in dieser Riesenfesthalle untergebracht werden, also gewiß eine stattliche Schaar von Jüngern der edlen Turnkunst und ihrer Freunde. Kürzlich hat auch die Versteigerung der öffentlichen Verkaufsstände 2c. auf dem Festplatz stattgefunden, dabei wurde eine weit höhere Summe erzielt, als Anfangs veranschlagt war, es scheint also auch, daß sich die Händler einen reichen Gewinn von dem Feste erhoffen. An Unterhaltungen und Vergnügen wurde uns in der vergangenen Woche wieder manch Amüsantes und Interessantes geboten. An musikalischen Genüssen ist gegenwärtig in der Residenz gewiß kein Mangel. Unsere vier einheimischen Militärcapellen veranstalten allwöchentlich mehrere Concerte und dazu besuchen uns gegenwärtig auch noch auswärtige Nationalcapellen und Virtuosen aller Art. Freilich, lange wird die Freude nicht mehr dauern, im September, wenn die Herbstmanöoer beginnen, pflegen unsere Concert- gärten gar sehr zu veröden und wenn dann auch die sonst nur sehr selten auf dem Plane erscheinende Darmstädter „Civilcapelle" auftaucht, so wird der Mangel an flotter Militärmusik doch immer sehr schmerzlich empfunden. Im Sommertheater wird Herr Reiners infolge seines guten Erfolges nunmehr bis Ende August spielen, und deßhalb noch ein neues Abonnement veranstalten. Neuerdings hat er uns einen recht interessanten Gast, einen ehemaligen Darmstädter, der auch hier seine künstlerische Ausbildung genossen hat, gebracht, Herrn Carl Peppler vom Prager Landestheater. Nur mit Richard Voß' Zuchthausdrama „Schuldig", das seinerzeit schon in Frankfurt von der Kritik so schlecht censiert wurde, wegen seines Inhaltes, der stark an den Hintertreppenroman erinnert, hatte uns die sonst so rührige Direktion verschonen sollen. Im Uebrigen stehen wir jetzt ganz in der Zeit der Theaterbenefize, einer Einrichtung, die unser Publikum vom Großh. Hoftheater her allerdings nur als außergewöhnliche Erscheinung kennt. Z. Kinderwagen ntwerpe b.lligst bei nach i 6150 Auskunft ertheiley: von Schwämme 6G76 < onre 00m 14/VII 21./VII. (’oure vom 14./VI1 21. VII. 9186 zum Waschen und Bügeln wird stets [5871 angenommen bei Bedingungen 27 B.H.atzew8teln<@4inerfir.27. gesucht. Ehr. Haubach 1 Neues Grünkern ~ —----- vmunntn. ©0 zahlreich die Nachrichten stnd. de STO hierüber schon verbreitet worden sind, noch nie sind sie fa mrit 3» M. Lchttlhof. «gegangen. aiS in dm letzten Tagen,' fchwankten sie doch von Ä m 6429 [1501 78. gesucht. Neuen Baue 21 schnelle Wahrten, gute Verpflegung. billigste Preise. M. Stengel, Bleichstraße 2, Ais alleiniger Vertreter einer der größten Hypotheken- banken vermittele ich die Beleihung von Immobilien zu günstigen große Auswahl. P. Jos. Mobs Seifenfabrik. paprere Ernst Balser, MLuSbur«. 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Die Courssteigerung von Bochumer und Laurahütte- Betten ist deshalb auch weniger diesen Nachrichten zuzuschreiben, al» dem günstigen Einrluß, den da» mit der Gesammtlage stark conlrastirende Verhalten des Montanmarktes audübte. In der Erwartung, daß am 28. Juli in England unter den Sohlen arbeiten! ein nahezu allgemeiner Strike auSbrechm werde, wurden auf diesem Gebiete zahlreiche DeckungS- und auch Meinungskäufe ausgeführt, da man annahm, daß dadurch das Absatzgebiet für deutsche Kohlen vergrößert werde. Wie weit die» zutrink, hängt natürlich lediglich von der Dauer der Strikebewegung üb. Der Beschluß des Verwaltung»- Eomit«-» deS Kohlen-Syndicat», am 1. August den Alleinverkauf aufzunehmen, berührte gleichfalls günstig, kam aber nicht voll zur Wirkung, weil sich die gleichzeitig in Aussicht genommene Betriebs Einschränkung al» bitterer Tropfen in den Becher der Freude mischte. Da schon früher der gleiche Vorsatz der Syndicais - Verwaltung an dem Widerstand der Mehrzahl der detheiligten Zechen gescheitert ist, so bleibt auch heute noch abzuwarten, ob sich die Ende diesetz Monate» tagende Versammlung dazu entschließen wird. Die Eourse der leitenden Kohlen- actien weisen recht ansehnliche Gewinne auf, Gelsenkirchener, Harpener und Hidernia je fünf Procent, Concordia und Eourl je zwei Procent. Die Entwickelung de» Bankenmarktes war weniger voriheilhaft: doch wirkte auch auf sie in der zweiten Wochenhälfte die feste Haltung der Montanwerthe günstig ein. Aus den anfänglichen Rückgang 'folgte eine kräftige Reprise, welche die leitenden Bankaciien, Eommandit und Kredit, sogar noch über ihren vorwöchentlichen Schlußcours erhob. Eine Ausnahme machten die Actien der Deutschen Bank, welche durch ihr Jniereffe an der Northern Pacific-Bahn von den New-Yorker Vorgängen mttgetroffen wird. Unter den deutschen Bahnen erfreuten sich Marienburger der Gunst de» Publikums auf die Nachricht, daß für die an dem russischen Getreide-Tran»port be- iheiligten Eismbahnen eine Tarifermäßigung in Aussicht genommen sei; sie haben daraufhin annähernd l1/« Procent gewonnen. Auch Lübeck Büchmer Actien schließen bester, Mainzer und Bexbacher dagegen abgeschwächt. Die österreichischen Eisenbahnen folgten der ihnen aus dem Mutterland zukommenden Anregung. Im Einklang mit der matten Haltung der Wiener Börse weisen sie eine weichende Tendenz auf, welche durch die bessere Stiömung der letzten Wochenhälfte ausgehalten worden ist. Buichtherader hatten 5 fl. rcrloren, wovon sie die Hälfte wieder eingeholt haben. Böhmische Westbahn und Eldthal sind 2 fl. niedriger, Lombarden waren fest, SiaatS- dahn hielten sich annäheind auf vorwöchentltchem Niveau. Von den schweizerischen Eisenbahnen wurden nur Gotthardtactten bei weichenden Eoursen in nennenSwerlhen Beträgen gehandelt. Der veiöffentltchte Ausweis bat trotz der Mehr-Einnahmen nicht befriedigt, weil die Ausgaben in noch größerem Maße gewachsen sind. Italienische Eisenbahnen lagen matt. Auch La Veloce haben 1 Procent eingebüßt, während Norddeutsche Lloyd ebensoviel gewonnen haben. Auf dem Rentenmarkt wurde den deutschen Fond» ihre Richtung durch den tbeuren Geldstand dlciirt, während die fremden Renten durch die niedrigen Londoner Notirungen ungünstig beeinflußt wurden. Griechen setzten ihren Rückgang ununter» brachen fort; auch Rumänier und 4^/,procentige Portugiesen venolgten einheitliche Richtung nach unten; österreichische und ungarische Anleihen sowie italienische Renten waren von der Gestaltung ihrer LandeSoaluia abhängig. Hand in Hand mit den besseren Devisencoursen erholten sie sich wieder von ihren CourSabschwachungen, haben aber den alten Stand nicht wieder erreicht. Serben eröffneten fest, gewannen noch ein halbes Proceni dazu, büßten aber ihren Gewinn Im weiteren Verlauf wieder ein. Argentinier waren auf die matten Notirungen weichend. Mexikaner lelfhtm mehr Widerstand, trotzdem sich der SilbercourS neuerdings wieder abgefchträcht Hai. teS Starling Aolhe Slern Linie König. Belg. Postdampfer Don Schleuder- ÜSSHt ,, . lief. freo. inS HauS ein Hnnifl Bienenzüchter o Lande. ff, nuiliy NSH.AuSk. erth.die Sxp größte» Lager am Platz, permanente Auswahl von mindesten» 150—200 Stück, stets das Neueste, Schönste und Beste zu billigen Preisen — Reparaturen billigst. A. Kilbinger, Leltersweg 19, Telephon Nr. 6289] Von heute ab wohne ich Tüchtige Pflastersteinhauer gesucht. A. Graff & Co», Londors, _____Basaltlavawerke. [6356 6365] Zwei tüchtige Schreiner auf sofort gesucht von W. Wack, Steinstratze. 6440] Ein Pferdeknecht auf sofort Aeikgeöotenes. 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A. . 4-/oSchwed.Obltg.I880i 78 35 77 50 „ Hamb.Staalsrente 98.— 97.60 108 20 108 15 4o/yOeftr. Goldrmte 97.60 97.55 l°/o Türken conv. Ltt. D. 21.70 21.55 , GriechischeMonopol- 50/0 Argent. Gold - Anl. 49 50 Anleihe . . . 4 Vo Rumänische Rente . 44.15 43 — v. 1887 ... 48.50 82.25 82.50 3Vto/o Egypt. prio. Anl. 96 30 95.60 Wo Ruff. ConsolS S.II1 —.— —.— «sendähu-Prio^itäte«. V1'» Psälz. LudwigSbabn 5% Südbahn Lombarden 104.20 103 90 ^Bexbach) . . 108.85 40/0 do. do. 98.— 97 55 , Hessische LudwigSd. 3°/o do. do. 65.60 65.05 68/69 garent. . , Elisebethb. steuerfrei 103.10 103.— 40/0 Prag-Duxer Gold . 100.80 100 50 , Rudolf Gold (Salzt.) „ Franz-Josef Silber 3°/0 fUatL gar an t. Jtal. 101.60 101.75 Gold .... 101.60 101.10 80.80 80.30 5% Oeftr. SteatSbahn. 109.10 108.60 4o/o do. do. 101.80 101.— Eisenbahn . . 55.40 55 30 30/0 do. do. 3°/0 Ltvorneser . . . 62.90 62 — L—VIII. Emtff. 84.70 84.70 4o/g Ruft. Südw Cisenb. 96.40 96 30 Wo do. ErgänzungSnetz 50/0 Nordweftdehn Gold 81.55 108.60 81.45 108 50 4o/o Wladikawkas gernt. 4o/o gar. Sardtn.Sec.stfr. 95.50 77.40 95 40 76 80 Sisnroahrr-Glctie«. i.'udwtgShafen-Bexbech. 225.45 224.50 Oest 9tordw.-B«hn Lit.ö. 201.- 197.50 hefsifche LudwigSbahn. 109.45 108 05 Gotthardt..... 156 40 155.10 ßfälzifche Nordbehn . 112.70 11275 Jtal. Mtttelmeer . . 100.— 99 65 Lübeck-Büchner . . . 131.80 133 — Baoftutim. Deutsche RelchSbenk 150 75 15075 Dresdener Bank. . . 189.85 138.80 Berlin. HandelSgesellsch. 185.90 185 10 Mtlteldeuttche Eredttb. . 97.20 96 70 Deutsche Bank . . . 156 75 154.10 Wiener Bank-Verein . 106'/, 99'/. DeutscheGenossenschflSb. Äürttemb. VereinSbavk 125.90 126.— o.Soergel,Parrisiu»äEo. 117 50 116 — Deutsche DercinSdank . 105.20 104 60 Auduffria'rlrtirn. Binding Brauerei . . 168.— 168.— Deutsche VerlagSanftalt 177.65 177.- Stern- do. (Oberrad) 149.70 149.65 Farbwerke^ oruuMeifter, Bad. Anilin- u. Soda- LuciuS ä Brüning. 329.80 330 — fabrik .... Hibernia Bergw.-Gef. . 341.80 346 — Riedeck'fcheMontanwerke 157.80 159 — 108.50 106.80 Bochumer Gußttahl 118 65 119.55 Vfä«pstriefa. 40/0 Frankl. Hvv.-Pfddr. 40/oDeutscheGrrmdfchld^ toi — v. 91 ad . . . 103.50 103.50 Bk.-Psandl'r. 102 — 3^?'?Fr7ckf.Hyp.-Pfdbr. 97.50 97.50 3V.Vo do...... *7 50 97 50 4o/aPrcutz.Hvp.-Act^Bk^ Pfandbr. . . . 103.— 103 — 31/ °/oRhein. Lyp.-Bank' Pfandbr. . . . 97 - 97 — 3W/o do...... 98 — 98 — 40/ Meininger Pfandbr. lol 80 101 30 4% Preuß. Eentr.-Bod.- 40/0 do. do. Ered.-Pfandbr. bi» unkündbar bi» 1900 108.- 103.— 1885 ..... 101.65 101.35 Sooft» Oeftr. 1860rfl.500-Loose 125 80 124.90 Braunschweig. 30 Thlr^ , 1854rfL250= , 131— Loose .... 104 10 104 20 4»/o Meininger Prämien- 3°/o Oldenburger Loose . N/^/o«öln-Mtnt»uLoosr 128.35 127.80 Pfandbr. . . . 129.50 129.80 132.— 132 35 Q«