Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Flensburg, 20. November. Infolge des anhaltenden Nordoststurmes sind die niedrig gelegenen Stadttheile am Hafen völlig überfluthet. Der Verkehr auf der Schiffsbrücke sinder auf Kähnen statt. Die Dampfschiffsverbindungen sind abgeschnitten. Die Fluth ist im Steigen. Der Schaden ist bedeutend. Rostock, 20. November. Durch einen Nordoststurm hat Hochwasser die niederen Stadttheile überschwemmt. In Warnemünde sind die Moolen überfluthet. Die Bismarckpromenade ist gefährdet und wird durch Sandsäcke zu schützen versucht. Der Wassersland ist ein Meter über der Normalhöhe. Lübeck, 20. November. Das Hochwasser, das bis Mittag stieg, begann gegen Abend langsam zu fallen. Der Bahnbetrieb zwischen Lübeck und Travemünde, der eingestellt ist, da der Bahndamm überfluthet wurde, wird voraussichtlich erst am 22. d. M. wieder ausgenommen werden können. Die Maaren aus den Schuppen am Gestade sind mir Mühe geborgen worden. Vielfache Beschädigungen von Telephonleitungen, Gebäuden, einzelnen Schiffen und Flößen sind vorgekommen. Abends setzte ein neuer Sturm ein. Bayreuth, 20. November. Infolge heftigen Schneesturmes ist der Telephonbetrieb auf mindestens acht Tage gestört. Die Drähte sind sämmtlich zerrissen. Graz, 20. November. Unter den Hunderten an der Bahre des Grafen vonHartenau niedergelegten Kränzen ist auch ein solcher des Prinzen Albrecht von Preußen Namens des Regiments Gardes du Corps. Graz, 20. November. Die Leichenfeier des Grafen Hartenau begann Nachmittags 2 Uhr in dem Trauergemach, worin die Leiche aufgebahrt war. Pfarrer Leidenfrost gedachte in der Trauerrede der Eigenschaften des Herzens und Geistes des Verstorbenen. Nach der Einsegnung der Leiche bildete sich der Trauerzug- hinter dem Sarge schritten der vom Kaiser von Oesterreich entsandte Flügeladjutant Lonay, Prinz Heinrich von Battenberg, der von der Königin von England entsandte Botschafter Monson, Herzog Wilhelm von Württemberg, Prinz Franz Joseph von Battenberg, Graf von Erbach, die bulgarischen Deputationen, der Statthalter v. Knebeck, der commandirende General mit der Generalität und das Offiziercorps, sowie zahlreiche andere Leidtragende. Unter militärischen Ehren begab der Trauerzug sich nach dem Friedhof, woselbst die provisorische Beisetzung erfolgte. An der Gruft hielt der bulgarische Minister Grekow eine Ge- dächtnißrede. Brüssel, 20. November. Von allen Küstenstädten treffen schreckliche Nachrichten über den Seesturm der verflossenen Nacht ein. Ein Orkan von seltener Heftigkeit wüthete die ganze Nacht hindurch. Der kleine Leuchtthurm von Calais ist umgestürzt. Mehrere Ostender Fischerboote kehrten mit erheblichen Verlusten an Mannschaften und Geräthen heim. Mehrere Villas am Seestrande sind zerstört. In Antwerpen sind auf den Quais die Dachbedeckungen aus Zink zum Theil zerstört. Die Telegraphenstangen sind umgeworfen. In der Umgegend von Brüssel sind zahlreiche Dächer zerstört, Kamine umgeworfen und Bäume entwurzelt. Paris, 20. November. Wie aus Cherbourg gemeldet wird, ist während des Sturmes der deutsche Dreimaster „Corrientos" gescheitert und völlig zerstört worden. Von vierzehn Mann Bemannung sind neun gerettet worden. Zwei Leichen wurden gefunden. Von der Nord- und Südküste wird das Fortdauern des Sturmes gemeldet. Paris, 19. November. Von der französischen Nordküste wird das Wüthen eines großen Sturmes im Canal gemeldet. Weiter wurden sieben Schiffbrüche in der Nähe verschiedener Hafenorte berichtet. Die gescheiterten Schiffe scheinen ausschließlich französische oder englische Mannschaft gehabt zu haben, die überall gerettet worden zu sein scheint. In Havre ertrank ein Looise. Die Kriegsflotte in Cherbourg ist ständig unter Dampf, da jeden Augenblick der Bruch der Anker gefürchtet wird. Selbst in den Küstenstädten richtete der Sturm Verheerungen an. Auch aus Süd-Frankreich werden Stürme gemeldet. Paris, 19. November. Depeschen aus Havre, Fecamp '""en » Wit )f« Miners ibenvertast ;00 jährlich fort®8 Personen .jeden JÜ- n ihren freien Standen s ifannkuchl lonJRr. sz n unt rer n„':! f’xiiäHQ ['•Saison »tickte Mtieckei, Deckchen. ack । Geschäft j «SSW» TINE •ENS BENEDIC7V 1 rtiCAMP V h, tonisch, Verdauung hefrtefed. Man achte dumi, disi sich auf jeder Flasche , die riereekige Btiqiette \ ™if der nebenstehenden UnterschnftdeaQenttiA- Directora beWel 1 'BXroche ist gesetu-.X Vor jeder Nachahnz: 1 mungen wird mithin e v I :ht allein wegen der n fr 7olgen, sondern lath • die Geeimdheit n f heile, welchen sich setzen würde, chriftlich, keine Nac I le zu verkaufen: / Emil Fischbach . -alagent, HAMBl'V .mber, .. Streng über l IfiSw»' aluiig Ub-nds » ® Stillen . I S1SS k .tun ii. MH Ilügela und ikr GaralltikiNlflEvt^"- L 8, $, 5U‘ ___£rorWtrbi_ asenscll- M.undNar-te'M^ etzschmr, M 12 Marstplah^«^ m. 275 Der Oichewer ed*entt täglich, ■ht Ausnahme des Montags. Die Siebener »vtzen dem Anzeiger willentflrf) dreimal bcg'legt. Erstes Blatt. Mittwoch den 22. November 1893 Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. BiertrNährlger >Be**eaent5yrd»i 2 Mark 20 Pfg. mM Bringerlohn. Durch die Post bc|o/4 Uhr Wachtparade auf dem Brand, daran anschließend große Parole-Ausgabe. — Die Compagnien des Regiments Kaiser Wilhelm halten ihre Festlichkeiten am Abend deß 25. in folgenden Localen ab: Leib-Compagnie „Cafö Leib", 2. „Lenz'scher Felsenkeller", 3. „Gasthaus zum Löwen", 4. „Schützenhaus", 5. Turnhalle in der Nordanlage, 6. „Lahn- stein", 7. „Restauration Bramm", 8. „LonyS Bierkeller", 9. Restauration „Schiffenberger Thal", 10. u. 11. „Steins Garten", 12. „Poftkeller", 13. „Zum Comet", 14. „Zum Kronprinzen". * * Die Einweihung bet ZohanneSkirche am 30. November und der aus diesem Anlaß bevorstehende Besuch unserer Stadt durch Seine Königliche Hoheit den Großherzog werden sich, so viel bis jetzt feststeht, unter Zugrundelegung des nachfolgenden Programms vollziehen: Am Vorabend, Mittwoch den 2 9. November: Geläute der Glocken auf den Thürmen der Stadtkirche und der JöhanneSkirche, darauf Blasen eines Chorals vom Thurme der JöhanneSkirche. — Donnerstag den 30. November, Morgens 7*/2 Uhr: Glockengeläute und Blasen eineß Chorals vom Thurme der JöhanneSkirche. Vormittags 10 Uhr: Ankunft Sr. Königl. Hoheit des Groß Herzogs Ernst Ludwig. Empfang Höchstdesselben am Bahnhofe durch die Spitzen der Civil- und Militärbehörden, Vorstellung des Offiziercorps auf dem Bahn- steige. Hierauf Fahrt durch die Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurterstraße, Seltersweg, MäuSburg, Marktplatz, Kirchenplatz, Lindenplatz zum Absteigequartier im „Einhorn". Auf dem Wege bilden die Krieger- und sonstigen Vereine, sowie die Schulkinder Spalier, während die Studentenschaft auf dem Lindenplatz Aufstellung nimmt. Am SelterSthor, vor der dort zu errichtenden Ehrenpforte, wird Seine Königliche Hoheit durch den Stadtvorstand begrüßt. Im Hotel „Einhorn" erfolgt dann die Aufwartung des Lehrkörpers der Universität. — Um 10'/2 Uhr wird der Festzug am Neuen- weger Thor (Südanlage) Aufstellung nehmen, während welcher Zeil die mit Eintrittskarten Versehenen an den drei Portalen der JöhanneSkirche Aufstellung nehmen. Unter dem Geläute aller Glocken auf beiden Kirchthürmen setzt sich der Festzug nach dem Hauptportal der Kirche in Bewegung und erfolgt hierauf die Fahrt Sr. Königl. Hoheit deS Großherzogs nach der JöhanneSkirche Über die Schulftraße, Neuen Bäue und Südanlage. Am Hauptportal der Kirche wird Se. Königl. Hohlit von der Geistlichkeit und dem Kirchenvorstande begrüßt und ihm der Schlüssel überreicht. Nach Oeffnung der Kirche erfolgt unter EinführungS-Musik der Eintritt. Der hierauf folgende Gottesdienst vollzieht sich in folgender Ordnung: Gesang deS KirchengesangvereinS. — Weihehandlung deS Großh. Superintendenten Prälaten D. Habicht. — Orgelspiel und EingangSlied. — Liturgie durch Herrn Pfarrer Dingeldey. — Hauptlted. — Festpredigt durch Herrn Pfarrer Dr. Naumann. — Gelang deS KirchengesangvereinS. — Gesang der Gemeinde. — Gebet durch Herrn Decan Wahl. — Segen durch Herrn Prälat D. Habicht. — Nach dem Gottesdienst erfolgt die Rückfahrt Sr. Kgl. Hoheit deS Großherzogs nach dem „Einhorn" über die Goethestraße, ’ findet um 2Vs Uhr ein Festessen statt. — Um 4 Uhr En SelterSweg, Kreuzplatz, MäuSburg, Marktplatz und Virchev. platz. — Um 1 Vs Uhr findet Diner im „Einhorn" statt, 3 Uhr an Empfang von Einzelpersonen, Deputationen e. , daselbst. Während der Zeit von 2—4 Uhr ist die Besichtig^, der neuen Kirche Jedermann gestattet. In „Stein- Gan er* Se. Kgl. Hoheit mittelst Sonderzug nach Darmstadt zurßch die Fahrt nach dem Bahnhöfe geht über die Marktstraße Bahnhofstraße. — Um b1/« Uhr Abends findet durch Allgemeine Versammlung in ,,SteinS Garten" die Feier ihrs Abschluß. " • Professor Dr. Kaltenbach t. AuS Halle geht uni Drahtnachricht zu, daß heute daselbst der früher an uni em Universität thätige Professor der Gynäkologie, Dr. Kalte», bad), an einem Herzschlag gestorben ist. * * Eangerkranz Abenbuaterhaltnng. In unserer gefmyi Nummer sind uns zwei Druckfehler unterlaufen, die der richtigung bedürfen. Auf Zeile 21 von unten ist zu lres heuchlerischen rselben einen lang« der Dichter niemals» tte, allerdings nm. cerL, o-ar ebenfalls l, vertreten, jedoch'.' Unser Ensemble ja e Situation. 6in dem Zusammen^' > Frl. Butze teimke ! es bin Zuschauer y ■ (QberfWn^Y- öerMstlnln y*, ihrt. Auch her' nenn Uint LeisM ■ t herameicht, doch nicht i* ; e in recht guten Kritik, nur die F»-.- gerne in Maske- fit auffafe«., '» Tw»* W« »-«'L । crroartenbe" 3«r. x w8**- :1» L- ier 8«« "“L#«1 *>s"( ■onen C1 tut. Malt. _ M»g nach 7? 4 Uhi [<&**: MS*- P"Ä; ["•fr 3» unter« ■ E schickte"^ ist z° I Stelle. täte« hta1? ®*w I. ^lche sie auch rcop, Stllckauch seines L» besteht kein Md 4 rfn 0 offenkundig »? Schach, Mb bieftr Ga^ k putschen Beamten ^le schach Arichnv nb Reicht auch btr- M überhaupt gesch-- utor8/ «spective ? n wird bewirkt, / denn in ihm p«k ungen zu scharf E otzer Genauigkeit )and, das Gain.' . H zu bringe - L -ttolle des föü, bit V kuschaBup. Unbbit den eine FiM zu yitai:. rgreifenmch. litt; 'liebt, ba§ if)u flunft t it auf bitfe fßtilt ift M, was der Dichter tach^Men k itwixti ty». tzrU. brechende Gebühr zu entrichten, sowie 10 Mk. für Kosten ler DeSinfeclion der benutzten Wagen, die in jedem einzelnen ^alle erfolgen muh, zu hinterlegen. ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: sandarbeiter August Burkart auS Mörsch in Baden rom Amtsgericht Worms- Zimmermann Adolf Krämer ton Meckmühl bei Neckarsulm von demselben- Schreiner khristian Eisinger von Darmstadt vom Polizeiamt Darmstadt wegen Diebstahls- Metalldrucker Friedrich Gohl lo,i Neckar - Weidlingen vom Amtsgericht Offenbach wegen ketrugS- Schweinehändler Peter Hilbert von Niedernhausen pon der Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen Unterschlagung, tu. Untreue, Glaser Oswald König von Leipzig von derselben wegen Körperverletzung - Taglöhner Valentin ^Oberr von Vöchelsbach bei Ettlingen von derselben wegen Diebstahls- Schulverwalter Georg Beller in Ockenheim 'im Kreise Bingen, früher in Ober-Mörlen, von der Staats- * omoaltschast in Mainz wegen Sittlichkeitsverbreche» - Schlosser tüilhclm Vonderschmidt aus Bessungen vom Amtsanwalt in Offenbach wegen Diebstahls. § Ober Ohmen, 20. November. An einem Abend der vorigen Woche gegen 9 Uhr bemerkte man im Schiff der h^sigeck Kirche den Schein eines Lichtes. Anfangs war man M der Meinung, der Pfarrer sei wohl darin, um irgend etwas »zu besorgen. Als man sich aber vom Gegentheil dieser An- »ahme überzeugt, meldete man den Vorfall dem Pfarrer. Dieser begab sich mit einigen Männern nach der Kirche und ^schloß das Thor auf. Beim Oeffnen desselben sah man, wie eine dunkle Gestalt aus der Kanzelstube flüchtete und durch den Thurm, besten Thür wegen der Glocken offen steht, das Weite suchte. Zurückgelassene Spuren deuten darauf hin, daß ter absonderliche Gast hier in der Pfarrstube in nächtlich sirisanier Kirchenhalle geschrieben hatte. Was aber und warum on solchem Ort? Die Fama geht, es sei ein liebedurstiger sttingling gewesen, der hier seiner Geliebten, von der seine Eltern nichts wisten wollen, einen Brief geschrieben. Das muß denn doch ein absonderlicher Verliebter sein. A Aus dem Ohmthal, 20. November. Nachdem die Skvppen des Vogelsbergs bereits weiß ins Thal gesehen, ist seit heute Nacht der erste Schneefall im ganzen Gebirg riagetreten. Die Schneedecke hatte über x/2 Fuß Höhe. Htrrschendes Thauwetter dürste sie bald wieder beseitigen. Betzenrod, 19. November. Herr Bürgermeister Rahn zu Betzenrod wurde mit 39 gegen 21 Stimmen wiedergewählt. Eichelhain, 19. November. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch brannten hier acht Gebäude nieder. W. Weckesheim, 20. November. Die Zahl der an D ip h ther itis Erkrankten ist auf 31 gestiegen, wovon drei Kinder gestorben sind. Der Procentsatz an Todesfällen ist also ein sehr mäßiger. Unter den in Behandlung sich befindenden Fällen ist noch ein complicirter, der einen operativen Eingriff erheischen wird, bei den übrigen Erkrankten verläuft die Seuche ziemlich normal. N. Nidda, 20. November. In der hiesigen Oberförsterei hat kürzlich auch eine Streulaubversteigerung, sowie die Vergebung von Nutzreisig stattgefunden. Die Leute waren auS Wallernhausen, Oberlais, Fauerbach, Michelnau, Bors- dorf und vielen anderen Orten erschienen und boten gute Preise. Es wurde mehr als das Doppelte des Tarispreises erzielt. Die Steigerer erhalten ein ganzes Jahr Zahlungsfrist. Diejenigen Gemeinden, welche eigene Waldungen haben, lassen ebenfalls Laub rechen und durch die Nothstanbscommiff sionen gegen billigen Preis an die Bürger abgeben. 0. Aus Oberheffen, 20. November. Seit etwa einem halben Jahre oder noch etwas länger zeigt sich die Thatsache, daß die sogen. „Kronen", d. h. die goldenen Zehnmarkstücke, aus dem Verkehr verschwinden. Der Vorrath bei der Reichsbank und der Reichshauptkaffe an Zehnmarkstücken ist zurllckgegangen. Vor einiger Zeit meldete Ihre Zeitung, daß eine Münzzählung bei be t öffentlichen Kassen, besonders auch bei den Postkaffen, ftattsand. In Folge davon, daß so wenige Zehnmarkstücke vorhanden sind, wurde angeordnet, daß die öffentlichen Kaffen mittheilen mußten, wie der Bestand an Kronen bet ihnen sei und ob der Münzverkehr genügende Mengen von dieser Münzsorte aufwiese, das heißt, damit gesättigt sei ober nicht. Da sich in ber That weniger Zehnmarkstücke ober Kronen als Zwanzigmarkstücke oder Doppelkronnen zeigen, wird die Ausprägung von ersterer Münzsorte demnächst zu erwarten sein. WormS, 20. November. Gestern Nachmittag vecstarb der älteste Einwohner unserer Stadt, Herr Levi. Derselbe hätte im März des nächsten Jahres seinen 100. Geburtstag gefeiert. _____________ Verkehr, Land- und VoLk»wirthschaft^ — Vorsicht beim Dreschen der Braugerste. Daß die Landwtrthe, natürlich ohne es zu beabsichtigtn, oft die zum Verkauf an Brauereien bestimmte Gerste beim Dreschen falsch behandeln und die Preise schädigen, gebt aus folgenden Nachrichten hervor. Stach einer Mittheilung des Ausschusses des Deutschen Brauerdundes zu Frankfurt a. M. wird seil einer Reihe von Jahren in stets zunehmendem Matze die Gerste beim Dreschen mit Maschinen durch Zerschlagen vieler Körner ganz hervorragend in ihrer Qualität geschädigt. Dieser Umstand hat den genannten Ausschutz veranlaßt, sich direct an die Landwtrthe zu wenden, um h er Abhülfe zu schaffen. Beim Dreschen der Blaugeiste ist in erster Linie darauf zu achten, daß die Dreschmaschinen nicht zu enge gestellt werden; Hot doch ein durch Anhaften eines Theiles der Granne längeres Korn für den Mälzer nicht den geringsten Nachlhell. Mit Recht betont „die Fundgr.", daß jedes zerschlagene oder nur beschädigte Korn nicht nur seine Keimfähigkeit verliert, sondern auch durch Schimmelansay auf der Malzlenne die gesunden Keime ansteckt, beziehungsweise den Schimmel auf dieselben überträgt. Spitlplan -er vereinigten Frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 22 November geschlossen Donnerstag den 23. November: Die Willis. Das Versprechen htnterm Heerd. Freitag den 24 November: Orpheus in der Unterwelt. Samstag den 25. November: Rigolctto. Sonntag den 26.November, Nachmittags 3V, Uhr: Da? verwunschene Schloß. Abends 7 Uhr: Figaros Hochzeit. Montag den 27. November: Die Willis. Das Versprechen htnterm Heerd Lchauspielhaus. Mittwoch den 22. November geschlossen. Donnerstag den 23. November: Eharleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Freitag den 24. November: Rache. Hierauf: Mt l ttärsrourw. Samstag den 25. November: Charleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Sonntag den 26. November, Nachmittags 3>/, Uhr: Mauerblümchen. Abends 7 Uhr: EharleyS Tante. Vorher: Millionär a. D. Montag den 27. November: Der Sohn der Wildniß. Ca. 2000 Stück Foulard-Seide Mk. 1.35 bis 8.88 p M. — bedruckt mit den neuesten Dessins und Farben — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.68 p- Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste rc (ca. 240 versch. Qual, und 20t 0 versch. Farben, DessinS rc) ■er Porto- und steuerfrei ins Hau»!! Catalog und Muster umgehend. [8282 6144) Vogelfreunde. Schiffers Vogelfuiter, nur echt in versiegelten Packeten „mit dem Vogelneste" (eingetragene Schutzmarke) ist unübertroffen im Alleinverkauf zu Ortginalpreisen bei A- u G- Wallenfels, Gießen, Marktplatz 21 Samstag, 30. 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Gießen. 20. November 1893. Grotzh Ortsgericht Gießen. I. A.: Bogt. 9660 Hamburger Engros-Lager Kirchenplatz II. GIESSEN Kirchenplatz II. Cravatten, Kragen, Chemisetts Tricottaillen, Tricotjacken Verkauf nur gegen Saar. — Reelle Kedienuug. Pelzwaaren anerkannt gute Sorten und billig. Vorgezeichnete Decken und Kasten für alle Zwecke. ft Gestickte N. V* Dorsetts ^Kopfshawls.Capotten Unterzeuge jeder Art. 8586 QC Von heute an täglich frisch Berliner Pfannkuchen und Kreppe! in der bekannten vorzüglichen Qualität. Conditorei Hettler 9689 Nr. 1 Frankfurterstraße Nr. 1. Moritz Gregori & Sohn, Giessen Kreuzplatz 14 und Bahnhofstrasse 23. Gnauth. 9683 9676 Görnert. 9671 Jeikgeöotenes Emil Fischbach. uns Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. Der Voranschlag der Gemeinde (Ettingshausen pro 1894/95 liegt vom 23. d. M- bis einschließlich 30. d. M. auf unserem Bureau zur Einsicht der Betheiligten offen. Ettingshausen, den 20. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. 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November 1893. Aufruf. Anläßlich der Einweihung der neuen evangelischen Kirche wird Leine Königliche Hoheit der Großherzog Ernst Ludwig m 30. d. Mts. unsere Stadt mit Seinem Besuche beehren. Der Einwohnerschaft Gießens ist dabei Gelegenheit gegeben, den LandeSherrn zum ersten Mal als solchen in der Provinzialhauptstadt Ober- helfens feierlich zu begrüßen. Ueberzeugt, daß alle Kreise unserer Bevölkerung bei diesem Anlaß wetteifern werden, dem Allerhöchsten Besuch einen herzlichen Willkommen fti bereiten, gestatte ich mir — im Einvernehmen mit der Stadtverordnetenversammlung — schon jetzt die Bewohner unserer Stadt aufzufordern, zum äirßeren Zeichen ihrer Gesinnung auf den 30. d. Mts. eine allgemeine Schmückung der Häuser mit Flaggen und Grün vorzubereiten. Gießen, den 21. November 1893. Der Oberbürgermeister: oc ■ B •ex n n • P u MAGGI5 statt. [9667] (Sebhardt. W Ajentaren werden vergeben! 9687 Eichenbohlen K. Jung, Zilein Linden , Lagcr UlNlllUslh fertiger Leib- uud BpHwästbe ~ _ .. . 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Herr Dr. med. volbebing, vraet. homöopathischer Arzt in Düsseldorf, heilte mein Bein vollständig zum Staunen meiner Bekannten in vier Wochen zu, wofür ich ihm meinen tiefqesüblten Dank sage. Grimminghausen bet Neuß- 9680] Carl Beyer», Echmiedemeister- Pferde zum schlachten werden stets angekaust. [8491 Kehler, Rostscklächter. Schuhmacher, ein tüchtiger, gesucht 19671 ________«rnst Hoch, SelterSroeg 3>. (?m junger angehender Commis für ein Fabrik - omptoir so- 9692] 2in zuoerläsfiger «rdeiter kein sofort eintreten.______G. Uuverhaßt. 9"’91 j (hn Lltere« draoeß Mädchen wird gesucht Wo? sagt di« Exped. d- Bl. v.j Die Heutige ^Nummer umfaßt 6 Seiten.