Literatur und lUnft — WaS dkS JSgerS Auge sieht, wenn er pürfchend durch den Wald schleicht, das entgeht dem Laten wohl zumeist. Wer hätte wohl je, ohne Weidmann zu fein, daS Wild so recht belauschen können? Nicht einmal die Lebensgewohnheiten unseres guten Lampe sind allgemein bekannt, wie sollte man da wtffen, womit das scheuere Hochwild oder das Rehwild seine Tage resp. Nächte verbringt. Man hält das Reh für scheu, ängstlich, feige. Weit gefehlt! Wie tapfer oer- theidtgt die Ricke ihr Junges gegen den listigen FuchS! Und erst der Bock! In der Mtnnezeit, in der er sich jetzt gerade befindet, ist er ein rauflustiger Geselle, der jeden vermeintlichen oder wirklichen Nebenbuhler auf die Mensur fordert. Und wehe dem Schwächeren — das Rehgehörn ist eine fürchterliche Waffe — er wird ohne Gnade „geforkelt". Eine solche der Natur abgelauschte Scene gibt uns der bekannte Jagdmaler Otto Vollrath-München in einer Nummer der in Cöthen (Anhalt) erscheinenden Jagdzeitschrift ,«♦ Hubert«-", dem Brevier aller derer, welche zum edlen Weidwerk schwören. Aber außer noch vielen anderen Illustrationen find auch weidgerecht und doch populär geschriebene Abhandlungen in der nicht weniger als 24 Seiten starken Nummer enthalten, deren Lectüre wir Jedem, der sich für Jagd, Hundezucht, Naturkunde, Fischerei interesstrt, aufS Wärmste empfehlen können. Das Blatt erscheint wöchentlich und kostet bei einer Bestellung durch die Post unter Nr. 5681 der Postzeitungsliste frei ins HauS nur 1.40 Mk. für ein Vierteljahr. Bei der Redaetion eingegangene Bücher re.: ,Ha«dkarte von Hi«teri«dieir «nd de« Ostindische« Juseln". Siam, Birma, Süd-China, Annam, Tongking, sowie die Spanten gehörige Philippinen-Kruppe und ganz Ntederländisch- Jndien — alle diese weiten, südostasiatischen Gebiete, welche in der Politik nicht nur z. Z. actuell, sondern dauernd eine wichtige Rolle spielen und auch für Deutschland eine commerctelle Bedeutung haben, sind auf der vorliegenden Karte in klarer und übersichtlicher Weise veranschaulicht. — Im handlichen Format von 42 : 49*/a Ctm. ist die im Verlage von Carl Flemming in Glogau erschienene Karte für den billigen Preis von 50 Pfg. in allen Buchhandlungen zu haben. ______ Durch alle Buchhandlungen zu beziehen: A KAMT LEBUD AKAfl IM REICHE DES GEISTES lllustrirte Geschichte der Wissenschaften gemeinversiindlicb dargeeteilt von Karl Faulmann. niuelnrtd Ucschicbto der Wissmebifleo - «OMUenfL derweil »Ri Mit iz Tafeln, 30 Beilagen und über 200 Text- Abbildungen. Erscheint in 30 zehntägigen Lieferungen ä 50 Pf. — 30 Kr. — 70 Cts. — 30 Kop. A. Hartleben’s Verlag in Wien. <3* r > w * > t> * w 5- * - > W * 'fr fr fr fr fr fr fr fr fr fr fr c fr < fr fr -2, fr fr ihr ; pCa8sel |6m d“ ConMn —_?146 k »eiche« r*, l'*Wloca| I—-_S Mkelmacher l"eyer | »uensa-rik |,«nb®Wn ■ Sättigen mteüü Lff» Äbre tu Melle Wk sesvchl. »8 5655 btjJrber! ffvri a. to, wÄnTmfc btr gesucht, ’otfl 39. 2. et ^y~Cciöbtr~äb W gtfittet i w« wtatu Sers °vm 1. bU b. b. 81. ünd. noch geti n Preise, lhe 28,1. sucht. r -üfer für e« lucht tb. diese- LIM M schnmn A ytiemtn Aus- ;rühmte Weik den ichrid'ichen ddet, seine isdnth- ten jährlich Tw- de Za beliebe» - M«r»rln in . i»rkl 34, k le Buch- A lenen I er, d. t t 15P6L 83.C0 350^ 188.50 ]4H0 1ÜL1J 103^ 61-OC 912C 21.60 39.30 Nr. 196. Zweites Blatt. Dienstag den 22. August 1893 «ßchwn täglich, M «N»nah», M MontiDB. #t*nn ikBeHUeiritHi ■Mai Hm Ixyie« >»ch«tltch iMimil Achmer Anzeiger Kenerat-HInzeiger. BiertestLyrtger Aiewemnrttytriei 2 Mark 90 Pf,. mst Bringerlohn. Durch die Post btm* 9 Mark 50 W «edacNU«, trab Druckerei FoNsdrecher 61. Amts- und Anzeigeblutt fflr den Ureis Gietzen. «UUUhma ••■ Sa|ti|t« >u da «achmiNOG« ftr ba MtaOai Lag rrschrinenda, Vhnnma bi» Im. TO llh». ] Hratisöeitage: chießener Aamitieuölätt«" 18t ImuecauBvrtear da» J» und ÄeMeebe» aatzrnM l«|ii|tn für dra ^Oteßtutr li,ii,tr* ratyfnu Trockenlaub als Futtermittel.*) Bereits vor einer Reihe von Jahren hat Profeffor Dr. Naumeister in Tharandt auf den hohen Nährwerth hin- gewiesen, welchen Trockenlaub verschiedener Art, namentlich aber trockenes Eichenlaub für Roth-, Dam- und Rehwild besitzt. Seither ist diese Futtermethode in mehreren großen Hochwildrevieren, z. B. in den herzoglich Coburg'schen Wildbahnen, im Greizer Thiergarten und auf der fürstlich Clary- Aldringen'schen Herrschaft Teplitz tn Böhmen mit den besten Erfolgen erprobt worden und gegenwärtig bei der fast allgemeinen Futternoth tritt die Frage, ob und inwieweit daS Trockenlaub als Ersatz für Körnerfutter und Heu dienen kann, dringend in den Vordergrund. Trotzdem chemische Analysen ergeben chaben, daß speciell dem Eichenlaub eine früher nie geahnte Summe werthvoller Nährstoffe innewohnt und trotzdem eS sich, wie gesagt, auch in der Praxis bereits erwiesen hat, daß bei dieser Fütterung ein sehr nennenswerther Procentsatz von anderen, ungleich theueren Futtermitteln ohne Schaden für das Wild abgebrochen werden kann, ist diese Methode doch noch nicht einmal in weiteren Kreisen bekannt, geschweige denn in bedeutenderem Umfange eingeführt worden. Und doch ist es in den meisten Gegenden nicht schwer, Trockenlaub von Eichen zu erhalten. Deutschland besitzt gegenwärtig rund 450000 ha Eichenschälwald- das an sich sonst fast werthlose Eichenreisig braucht bloß zu Ende der Schälzeit in den Schälschlägen gesammelt und getrocknet, dann in mäßig große Bündel zusammengeschnürt zu werden, und man erhält ein Wildfutter, welches viel werthvoller als das beste Heu, an Ort und Stelle aber kaum halb so theuer und auch in entfernteren Gegenden einschließlich der Transportauslagen mindestens nicht kostspieliger ist. In einem so schlechten Futterjahre wie das lausende, erscheint es daher von weitgehendster nationalöconomischer Bedeutung, daß das Eichen- reisig in Eichenschälwaldungen nicht anderweitig verwendet oder gar vergeudet, sondern als Wildfutter verwerthet wird- auf diese Weise können im kommenden Winter, für welchen ja eine schlimmere Futternoth droht, tausende Gentner von Heu für daS Vieh gespart und dem Wilde Ersatzmittel geboten werden, die ihm zuträglicher sind. Wenn sich die betreffenden Revierverwaltungen entschließen, das Eichenlaub sammeln zu lassen und es im Jnsertionswege als Wildfutter anzubieten, so bin ich überzeugt, daß die Nachfrage das Angebot bei Weitem übersteigen, der Erfolg also auf beiden Seiten direct und indirect ein durchschlagender sein wird. Namentlich die glücklichen Besitzer guter Rehstände sollten sich zeitig nach Eichenlaub umsehen- Wiesenheu, auch das beste, ist ja dem Rehwilde direct schädlich, Rothkleeheu und Hafergarben aber dürften zum Winter einen Preis erreichen, der ihre Verwendung als Wildfutter nur für sehr vermögende Jagdherren durchführbar erscheinen lasten wird. Wo im weiten Umkreise kein Eichenschälwald vorhanden, Eichenreisig daher zu kostspielig wäre, können zur Noth auch andere Laubhölzer zur Verwendung gelangen- allerdings erreicht keine andere Holzart in ihren Blättern den Nährwerth der Eiche, immerhin aber ist derselbe stets noch höher als jener gewöhnlichen Wiesenheues. Nächst der Eiche eignen sich wilder Jasmin (Philadelphus coronarius), Brombeeren, Himbeeren, Haselnuß, Ahorn, Hainbuche, Erle und alle Pappelarten am besten zur Laubfütterung. Die jungen Triebe dieser Holz- und Streusorten, namentlich Stockausschlag, werden im Sommer geschnitten, getrocknet und dann in Bündeln für den Winter aufbewahrt. Im Anwenden mit billigeren Lohnverhältnisten sind die Auslagen, welche diese Ernte an sich werthloser Pflanzentheile erfordert, überaus geringe- sie sichern aber das Wild vor Noth und verhüten es, daß dem zahmen Vieh Futter entzogen werde. Für Normaljahre kommt dieser Punkt ja weniger in Betracht, da Deutschland mehr Wild- und Viehfutter producirt, als es braucht, in so futterarmen Jahren aber, wie das jetzige, begeht jeder Revierbesitzer, der nicht für Laubfütterung vorsorgt, nicht bloß eine Unklugheit für seine Person, sondern auch einen argen Fehler in nationalöconomischer Hinsicht. Ernst von'Dombrowski. *) Vorstehenden Artikel entnehmen wir dem in Cöthen (Anh.) erscheinenden „St. Hubertus", illustrtrte Zeitschrift für Jagd und Hundezucht, Fischerei und Naturkunde, dessen Abonnement wir bestens empfehlen können. Preis pro Quartal durch die Post bezogen 1.40 Mark frei ins Hautz. Probenummern durch den Verlag, Paul Schettlers Erben, Cöthen (Anh.), gratis zu beziehen. * Frankfurt a. M., 18. August. Heute, am 18. August, sind es fünf Jahre, daß der Frankfurter Hauptbahnhof dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde. * Frankfurt a. M., 18. August. Der erste Frankfurter Schwimmclub läßt jetzt einen Theil seiner Mitglieder besonders für die Hilfeleistung bei Ertrinkenden ausbilden. An dem Unterricht ist auch ein Arzt betheiligt. * Vom Main, 17. August. In Miltenberg ertrank, wie die „Kl. fßr* mittheilt, ein zehnjähriger Knabe, Franz Mittermaier, als er einen andern Knaben vom Ertrinken rettete. * Karlsruhe. 18. August. Die Staatsanwaltschaft erläßt ein Ausschreiben wegen Fahndung auf zwei Männer, die im benachbarten lutherischen Wäldchen eine Frau zu erschießen suchten. Die Frau hatte angeblich ein auf ein anarchistisches Unternehmen abzielendes Gespräch belauscht. * Dortmund. 18. August. Auf der Zeche „König Ludwig" fand infolge Schlagwetter eine Explosion statt. Sieben Personen wurden getödtet, sechs verletzt. * Dresden, 18. August. Sämmtliche Elbschif ffahrts- Gesellschaften haben wegen Wassermangels den Güterverkehr eingestellt. * Bei Beginn des Schützenfestes in Greiz hat sich ein UnglücfSfall zugetragen. Nach dem Zapfenstreich sollten die drei Böller gelöst werden. Der diese bedienende Kanonier H. schoß, nachdem der erste versagte, den zweiten ab, der aber dabei zersprang und H. sofort töbtete. Eine andere Person wurde leicht verletzt. * Berlin, 17. August. Auf einem Holzplatz am Tempelhofer Ufer Hierselbst brach heute Vormittag eine Feuers - brunft auS, bei welcher durch den Einsturz einer Mauer drei Feuerwehrleute und ein Civilist schwer verletzt wurden. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Mittag fort. * Schon wieder hat sich ein Fall ereignet, der mit ernster Stimme mahnt, kleine Kinder nie ohne Aufsicht zu lassen. In einem Fleischergefchäst in Eisenach sollte der Fleischkessel einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Zu diesem Zweck hatte man Schwefelsäure holen lassen. In einem unbewachten Augenblick nahm der zwei- biS dreijährige Sohn des Meisters das Glas mit der Schwefelsäure in die Hand und trank daraus. Trotzdem sofort mehrere Aerzte zu Hilfe gerufen wurden, starb das Kind noch in der Nacht. * Ein tragischer Vorfall hat sich auf der Netze bei Usch ereignet. Zwei Flößer, Vater und Sohn, waren bei der Ausübung ihres Berufes in Streit gerathen. In der Erregung versetzte der Vater seinem Sohne einen Stoß, wodurch der Sohn das Gleichgewicht verlor und von dem Floß ins Wasser stürzte. In seiner Angst griff er im Fallen nach einem Halt und erfaßte dabei die Beine seines Vaters, den er dadurch mit in das Wasser hineinzog. Beide mußten, da Hilfe nicht schnell genug zur Hand war, ertrinken. * Eine deutsche Kirche in Jerusalem soll auf jenem Theil des Muristan, des ehemaligen Besitzes der Johanniter, welcher 1869 bei dem Besuche des damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm in Constantinopel vom Sultan der Krone Preußens als Geschenk überlassen wurde, erbaut werden. Geh. Oberbaurath Adler hat den Gesammtplan entworfen. Die feierliche Grundsteinlegung soll am 1. October stattfinden. • Antwerpen, 12. August. Die Passagiere, welche in der Nacht vom 9. auf den 10. ds. auf dem Dampfer Norwich die Reise von Harwich nach Antwerpen zurück- legten, werden diese Fahrt schwerlich jemals wieder vergessen. Auf dem Schiffe befanden sich nämlich in zwei abgesonderten Käfigen zwei ausgewachsene Tiger, und dem größten derselben gelang es in der Nacht, seinen Käfig zu zerbrechen, worauf das Thier, der wiedererlangten Freiheit sich freuend, alsbald einen Spaziergang durch den Zwischendecksraum unternahm. Die Mannschaft wurde gegen 1 Uhr Nachts auf dieses Ereigniß zuerst durch die ungeheure Aufregung aufmerksam gemacht, welche sich der 20, gleichfalls in jenem Raume untergebrachten Pferde bemächtigt hatte, und nunmehr traf man sofort alle Vorsichtsmaßregeln, welche die zumal mit Rücksicht auf das gänzliche Fehlen von Schußwaffen höchst gefährliche Situation erforderte. Man warf vor Allem dem Tiger reichlich Fleisch hin, dem die Bestie auch mit so viel Eifer zusprach, daß sie darüber ganz vergaß, sich an einem der Pferde zu vergreifen und sich schließlich in einer Ecke des Zwischendecks gesättigt zur Ruhe legte. Sowie der Norwich Vlissingen erreicht hatte, wurde die Direction des Zoologischen Gartens in Antwerpen, für welchen die beiden Tiger bestimmt waren, sowie die hiesige Hafenbehörde telegraphisch von dem Entweichen des Tigers benachrichtigt, und so kam es, daß, als der Dampfer in Antwerpen anlangte, eine Anzahl mit Flinten bewaffneter Hafenbeamter, sowie ein Dutzend Männer vom Personal des Zoologischen Gartens, die gleichfalls gut , bewaffnet waren und die außerdem eine große Falle mit sich führten, zu seinem Empfange bereit standen. Die Falle, ein großer Käfig mit einem Fallgitter, wurde in den Zwischen- deckSraum gebracht und bann suchte man den jedenfalls sehr durstigen Tiger mit Wasser in dieselbe zu locken. Aber trotz seines Durstes war das Thier so vorsichtig, daß die Tigerfänger erst nach einer mehr als vierstündigen Anstrengung endlich ihre Absicht erreichten. Dann wurde das eingefangene Thier ohne weitere Schwierigkeiten nach dem Zoologischen Garten gebracht. Daß dasselbe während seiner 14ftünbigen Freiheit auf bem bicht besetzten Schiffe auch nicht daS geringste Unheil angerichtet hat, darf mit Recht als ein halbes Wunber angesehen werden. Römerbrunnen rühmlichst bekannte Mineralquellen bei Echzell (Oberheffen). ■ Anerkannt vorzügliches natürliche» ■ kohlensaures Tafelwasser. ■ von «erztea sehr empfohlen. ■ Alleiniger Verkauf für Gießen uns Umgegend bei Heinrich Wallach, Mmeralwafscrhaudlung. Wiederoerkäufer und Wirthe erhalten von unserer Verkaufsstelle in Gießen günstige Bedingungen. [5479 Dienstag, 5. September,! Nachmittag- 2«/« Uhr, sollen auf dem hiestgen Ortsgericht die dem 1 utze folgte, und nach diesen warm Rumänen einem Angriff der Berliner Eonttemine auSgesetzt, welche annahm, dadurch auf dm Eour« von DiSconto-.Eosunandit-Antbeil'cheine wirkm zu können- Die IntervmlioaSkäufe die'eS Institut« und de«Hause« Bldchröder ließen aber nur eine Abschwächung von nicht ganz einem Procm: zu. Portugiesen und Spanier waren annähernd behauptet, lürtai sind leicht adgeschwächt, weil die Regierunz zweck« Befriedigung ihrer Seldbedür'nisie zur Aufnahme einer neuen Anleihe gezwungen ist die allerding« im Heimatland «Hergebracht werben 'oll. Lest erreich iiche und ungarische Fonds litten unter der Steigerung der Golddevilen in Wien. Interessant ist die Polemik, welche die österreichischen Zeitungen an die Ur» lachen des GoldagioS aalnüpfen, und die Mittel, welche sie zur Beseitigung vor» schlagm. Früher stimmtm sie alle darin überein, daß Oesterreich daS Ausland lur Regulirung feiner Valuta nicht nöthig hat, und heute ralhen sie der österreichisch- ungarischen Bank, ihren Zinsfuß in die Höhe zu setzen, damit stavitalien au« dem Ausland angezogm werdm würden. Solche künstliche Maßregeln sind aber nicht im Stande, da« Goldagio zu beseitigen, und man wird sich in Oesterreich Ungarn wohl zu größerm Opfern verstehm müsim, wenn die effedioe Goldzahlung im Laufe de- kommmdm Jahre« beginnen soll. Griechen und Itallmer hielten sich auf an« nähernd oorwochentlichem Stand: Raffen sind behauptet. Die »eiben Tmkfchriften der deutschen und der russischen Regierung find fpmlo« an der Börse vorübergegangen, da dadurch an der Thatsache, daß der Zollkrieg besteht, nicht» mehr geändert wird. Unsere dienten lagen mottj Bankactien wurden in der ersten Wochenhälfte ^drückt, indem man bei Handelsgesellfchaft-Antheilscheinm auf die Beziehungen zu Serbien, bei der Deutschm Bank auf das Interesse an der Northern Pacific Dahn, bei Gommanbit auf einen starken Besitz rumänischer Renten und bet der Dresdener Bank auf da« enge Ter» hüttniß zu der Tehuantesee-Eisenbahn hinwie«: später folgte bann eine leichte Dcsferung, ausgehend von Wim, wo man für Eredstaettm Stimmung »rächte, mit der Mottvlrung, daß der Semestraiabschluß außerordmtlich günstig sei. Auf dem Bahnen markt sind beinahe durchweg Abschwächungen vorhanden, der sowohl mit der Furcht vor der Eholera al« auch auf ungünstige Monat : auSweife, wie z. B. Gotthardt, oder mit Ueberschwemmungcn zufammenhingen: da» Levtere güt insbesondere von den österreichischen Eisenbahnen, die durch den Austritt einiger Flüffe in Galizien und Ungarn Verkehrsstörungen erleiden. Eine Ausnahme machten Böhmische Westbahn und Buschtherader, für erstere wurden dte DerstaarltchunaS- verHandlungen in« Treffen geführt, und dir letzteren waren begehrt in fiolge Der Tarisoerständigung mit der Staatsbahn. Unter den schweizerischen Bahnen find Gotthardt mit 7 Procertt am empfindlichsten geworfen worden. In Berücksichtigung des immer noch anhaltenden Slrike« in England und in der Erwartung, daß derselbe noch einige Zett fyrtdauern werde, bewahrten stöhlen - actien eine feste Haltung. Unterstützt wurde die gute Meinung durch die günstige Dioivenden-Festsetzung der Wurmreoier.Gesellschaft, auf Grund deren die Speculation auch für die anderen rcohlen probuclrcnben Werke ein befriedigende« Resultat in Aussicht nahm. Die erste Enttäuschung bereitete ihr aber schon die Harpen er Bergbau-Gesellschaft, weßholb die ^'ourSfteigerung von beten Actien auch sofort wieder verloren ging. Eisenactim hielten sich,eine stleinigkett über dem ootwöchenl» lichen Niveau. Course der Frankfurter Börse. Ueare vom 1 O/VIII. 18./VIU. Cour* vom 10./V1U. 18 VIII- 4'/<> Hessische Obligatton. , Sanem .... , Baden..... 106.— 106.85 105 80 106 10 4>/^/oPorlug.-A. 88 u.89 6% amort. Serb. Gold- 28.80 27 90 104.05 103 95 Rmte .... 76 40 73.— 3v/l» Sächsische Rente. . 3*/,o/o BremerSlaatSanl. 86.50 85 90 SerbtscheEisenbahn- 9750 97.60 Hyp.-Obl. L. A. . 4o/oSchwed.Oblig.1880r 76 50 72.50 , Hamb.StaatSrmte to/o Oestr. Goldrente 97.90 97.80 102 85 101.90 96.85 96 20 l°/o lürfen conv. Ltt. D. IU 0 21.50 , GriechifcheMonopol- 5»/o Irgent Gold »Anl. 'n nlrtnr 41.25 40.45 v. 1887 ... 46.10 45 — 4Vo Rumänische Rente . 81.50 80.45 3’/a°/o Egypt. priv. Anl. 95.15 94.55- 4«/0 Rust. Consol« S. in eifraXta-SrioritAUa. V>le Psälz. Ludwigtzdahn lBexbach) . . . , Hessische LudwlgSb. 6», 0 Süd bahn Lombarden 103.90 108 90- 103.45 102.65 40/0 do. do. 97.20 96.70 30/0 do. do. 64.60 63.75- 68/69 garant. . , Elisabethb. steuerfrei 102.95 102.75 4*/o Vrag-Duxer Gold . , Rudolf Gold (Salzk.) 100.10 101.35 100.25 100.10 Gold .... 100.65 100.60 . Franz-Josef Sillrer 3°/o rUoiL garant Ital. 79.90 Te.ee 6°/0 Oeftr. DtaatSbahn . 107.80 107.40 4»/0 do. do. 100.50 100.10 Eisenbahn . . 54.30 5345 3°/o do. do. 3*/o Livorneser . . . 61.— 80 20 L—VUI.®mtff. 88.85 83.75 4o/g Rust. Südw -Eisend. 95.10 94.70 3°/o do. ErgänzungSn^ 50/0 NorbweftbaKn Gold 81.20 107.70 80.70 107.10 40- 0 Wladttawka« garnt. 40/0 gar. Sardin.SeL.ftfr. 9L.iÜ 75 — 93.8fr 73 Sfr •HeiMMäiM. LudwiaShaf en-B ex dach. Hessische Ludwigtzbahn. Pfälzische Nordbahn 224.— 223.30 Oeft. Nordw^Bahn Ltt^. 1 190»/, 193» * 107.40 106 30 Gotthardt..... 1 152.75 146.65 111.10 111.— Ital. Mittelmeer . . 96.55 95.40 üübeck-Büchner . . • 131.— 180 50 BaafeMtea. Deutsche ReichSbank 150 — 149.95 Dr eiben er Bank . . . 186.18 I 135.25 Berlin. HandelSgesellsch. 132.60 129.65 Mitteldeutsche Eredlld. . 95.90 94.80 Deutsche Bank . . . 151.— 148.70 Wiener Bank-Verein 98.— 97» 4 DeutscheGenoffenschftSb. ffiürttemb. Vereinsbank 125.40 124.9fr o.Soergel.ParristuSLLo. 115.50 115 20 Deutsche Bereintzbank . 104.30 103 40 Binding-Brauerei . . 167.60 167.60 Deutsche Verlagsanstalt 179.— 180.— Stern« do. (Oberrod) 149.45 149.— Farbwerke,oorm.Meifter, Bad. Anilin- u. Soda- Luciu« A Brüning . 332.20 330.50 fahr« .... 343L0 343.20 Riebeck'scheMontanwerke 156.80 156 50 Hibernia Bergw^-Gef. . 109.70 108 80 Bochumer Gutzftahl 11640 116.25 BlaaMHide« 40/0 Franks. Hpp.-Pfdbr. 4°. oDeuttcheGrundschld.- v. 91 ab . . . 103.50 103.— Bk.-Psanbbr. I u. II 102- 101 80 3»/?/oFrnks-Hpp.-Pfddr. 97.50 97.— 3»/t’/o do...... 97 50 97 — 40 ,Preuß.Hvp^Acl^Bk.- Pfandbr. XV.-18. 31 °o Rhein. Hyp.-Bank- 103.— 103 — Pfandbr. . . . •650 96 10 3»/«e/o do...... 98 — 97 50 Meininger Pfandbr. 101.60 101 20 4»/o Preuß. Eentt.-Bod.- Ered.-Psandbr. bi« do. do. unkündbar bi« 1900 108.— 108 — 1885..... 101.50 101.50 Oeftr. 1860r st. 500-Loose 123.35 121.75 Braunschweig. 20 Dhlr.» , 1854 t ft 25a , 127.70 124.20 Loose . . » . 104 — 104 — 4»/0 Meininger Prämien« Oldenburger Loose . 128 95 Pfandbr. . . . I 129.60 129.80 3'/^ ostöln-Mindn.Loost 132.30 182.— «iseatzada-Bsa»-. 6°/oShic.Mttw.f.St.Paul 40/0 Ehicaao Burlington Nebraska 1927 . . Prt., rückzahlb. 1910 . 111.— 106.50 - » 5°'°Ehtc.MUw.f.St.Paul M 4>/aP/a California Paris. Ptt., rüHahld. 1921 . M/x Eerttr. Pacii. l.Mrtg. 104 50 102 20 I. M., rückzahld. 1912 *■» 1 EM— ■■ S» »Parif^fMistouri ton* rückzahlb. 1896 . . | —.— f olidaled I. M. r. 1920 98.4O| 97.50- 4°/e Buderu«-Obligat. 104.6511 03 90 I 4*/c Eisenbahn-Rentenb.« 1 1 ObiiMt . . . 1 101 30 | 101.30 mbadlMj; A. Schevda. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) te Gießen