Sil?* l,l«r LW L Dort, NZ7 Äat SL« ^IMtmann. 5 8imnüT5ir%: 1 g «rmittljen. ' ©rünbngtt LLtz^.-^ ?Ö8 Hachen, ist ttr b Bimmen * auf 1. Co xabtrti imaxdftx^t nt i. SHgtrB": nem (Satten, >u: oumielhen »cueir h. Näheres SöMhorsttahe 18. LöziS zu oermietbc l» Darnmsiratze 12 ÄnjTTSmö? «!.), per L Dctotr veranethrn. je 19,1L chietes gamtliailoi1.! lobet an ruhige ÜL! Itt, XrtiwH L A, k tyllflNX xn >p, Sikinfitaße 39. ® im 16t: Zubehär o miethen. ff», Marktplatz S. uung/L !ster GeichästSIage c tu mitten in bereis rß ,U VNMÜM anlagt7,2.6t [öiv - Lliohnung, bestehe itt allem Mhär, f iu oemieM, alito: >_ Bahnhofstratze^ sNrubou flnblnebM unb Sefittldtung | rrrttvohmmg a« WWW IW 40 ;ä «u<. Sann MM kS LaWch^. !, WeUenieU iSSST^ «ÄL rEb, 31, UL tiT”S r-Ak rns*?y> kraße, bE nlsge *»__/ Nr. 196 Erstes Blatt. Dienstag den 22. August 1893 Drr Anzeiger rdd>nnt täglich, ml lulnabmt de» Montags. t)u Girhener »eeUlCMifältrt rcre-n 6rm Anzeiger 5-- tfltd' dreimal ip.q- l»jt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. virrtetjahrigrr A-annemcnlspreiot 2 Mart 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezöge» 2 Mark 50 Pfg. ViedaeNon, Exprditio» und Druckerei: -chulftratze Kr.1 Fernsprecher 61. 2lnrts- und 2lnzcigeb!utt für den Ureis Gietzen. Hratisbeilage: chießener Aamitienktatter jede 13. 673 490 1 1 6. Ettingshausen 7. Grüningen . 8. Hattenrod . 9. Hungen . - 10. Inheiden 11. Langd . - 18. 19. 20. 2504 328 634 348 344 543 404 341 334 290 483 334 508 927 4. 5. 6. 7. 8. 9. 5 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 3 2 1 3 2 2 2 2 1 1 1 1 1 2 4 192 zugetheilt.) 1. Mendorf an der Lahn . . 2. Alten-Buseck 3. Annerod Daubringen. . Garbenteich - - Großen-Buseck . Großen-Linden . Hausen . . • Heuchelheim. - Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den olgenden Tag erlchrinenden Nummer bi« Norm. 10 llbt. 599 1245 537 655 676 1689 1426 379 1844 1108 1423 1106 1436 428 312 810 397 619 1471 2461 Im IV. Wahlbezirk Bellersheim Bettenhausen Birklar 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. unv Mühlsachsen. . Münster Muschenheim mit Hof-Güll Rieder-Bessingen . . - Nonnenroth Obbornhofen .... Ober-Bessingen.... später slattgefundenen Cercle zeichnete der Kaiser den österreichisch - ungarischen Botschafter durch eine längere Unter- Ober-Hörgern . . - - • Rodheim mit Hof Graß . . Röthges....... Steinheim ..... Trais-Horloff Utphe ....... Billingen Im V. Wahlbezirk: Mr Annoncen-Burraux de- In- und Au«landeS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. 21. •! 22. ‘ 23. । 24. 25. : 26. 10. Klein-Linden 11. Lang-Göns 12. Leihgestern 13. Lollar........ 14. Mainzlar 15. Oppenrod t Rödgen 647 16 s Trohe 163 17. Ruttershausen mit Kirchberg . Staufenberg mit Friedelhaufen. Watzenborn mit Steinberg . . Wieseck Im VII. Wahlbezirk: Rüddingshausen Weitershain I« XII. Wahlbezirk: Rabertshausen mit Ringelhausen (Ist der Gemeinde Borsdorf 1. 2. 3. 4. 1. 2. Dorf-Gill 5. Eberftadt mit Arnsburg . . an die «rohherzoglichen Bürgermeistereien Bellersheim. Betten- Hansen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Nonnenroth, Obbornhofen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Billingen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshansen, Grüningen, Hattenrod, Lich mit Hof Albach, Eolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Muschenheim, Rieder- Besstugen, Ober-Besfingen, Ober-Hörgern, Alleudorf a. d. Lahn, Garbeuteich, Grohen-Linden, Hausen, Heuchelheim, Klein-Liudeu, Laug - Gons, Leihgestern, Watzenborn mit Steinberg, Trohe, «Ileu-Buseck, Annerod, Daubringen, Großen - Buseck, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Rabertshausen mit Ringelhausen, Rodgen, Ruttershausen, Stausenberg mit Friedelhauseu, Wieseck, Rüddings- Hausen, WeiterShaiu. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 8. v. M. bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir auf Grund des Gesetzes vom 8. November 1872 und der An- letlung zur Vornahme der Wahlen der Wahlmänner für biß Ernennung der Landtagsabgeordneten vom 8. November 1872 die nachverzeichneten Wahlgemeinden gebildet haben, deren die beiaefüate ^ahl von Wahlmännern zu wählen hat. Zahl der zu wählenden 12. Langsdorf....... Lich mit Hof Albach, Colnhausen Sie wollen nun, gemäß §. 44 der Anleitung die unverzügliche Wahl der Wahl-Commission durch den Ge- meinderath veranlaßen und darüber das vorgeschriebene Protokoll (Formular B) aufnehmen. Die Liste der Urwähler (Formular C), zu deren Aufstellung und Absendung an _bie betr. Großh. Steuer-Commissariaten wir Sie durch unsere Verfügung vom 8. Juli d. I. angewiesen hatten, haben Sre inzwischen zurückerhalten. Sie wollen dieselben mit den gewählten Commissionsmitgliedern nochmals prüfen, soweit nöthig richtig stellen und sodann nach Vorschrift des §.19 der Anleitung abschließen. Gleichzeitig hat die Wahl-Commission nach Vorschrift der §§. 5, 7 und 15 der Anleitung eine besondere Liste der Wählbaren (Formular D) aufzustellen. Eine gleiche Liste der Wählbaren (Formular C) wird Ihnen auch durch das Großh. Steuer-Commissariat mitgetheilt worden sem. Die Wahl-Commission hat eine Vergleichung der letzteren mit der von ihr selbst aufgestellten Liste der Wählbaren vorzunehmen, diese soweit nöthig, zu berichtigen uno dann auf dieselbe Art abzuschließen, wie dies bezüglich der Urwählerliste oben bemerkt ist (§. 19 der Anleitung). Wenn hiernach die Listen der Urwähler und Wahlbaren festgestellt sind, sind dieselben von Montag den 11. September l. I an drei Tage lang offen zu legen und ist die vorgeschriebene Bekanntmachung (Formular F) in ortsüblicher Weise zu ver- [ öffentlichen. x Die stattgefundene Offenlegung der Listen ist nach Ablauf der Offenlegungsfrist von der Wahl-Commission unter den Listen zu bescheinigen. (§§. 20 und 21 der Anleitung.) Endlich machen wir Sie auf die Bestimmung des §. 22 der Anleitung aufmerksam, wonach die Liste der Stimmberechtigten nach stattgehabter Offenlegung der betr. Großh. Diftricts-Einnehmerei und dem Gemeinde-Einnehmer mit Dem Ersuchen mitzutheilen ist, die Namen derjenigen darin aus- geführten Personen, welche mit der Entrichtung ihrer LtaatS- steuer, oder falls sie zu einer solchen nicht herangezogen Und, ihrer Communalsteuer, länger als zwei Monate sich un Rückstände befinden, in der Spalte „Bemerkungen" mit „L-t. R. beim. „C. R." (Restant) mit rother Tinte zu bezeichnen und I Ihnen die Liste sodann niöglichst beschleunigt zurückzugeben. I Seitens des Gemeinde-Einnehmers dürfen mit solche communalsteuerpflichtige Personen als Restanten bezeichnet werden, welche eine Staatssteuer überhaupt nicht entrichten. Die Wahlen der Wahlmänner, zu deryn Vornahme eine I weitere Weisung von uns nicht mehr ertheilt wird, haben Montag den 25. September l. I. I stattzufinden. Damit dieser Termin eingehalten werden kann, I sind alle Vorarbeiten der Wahl Commission thunlichst zu be- I schleunigen. r, , t „ ,r. Die Formularien zum Wahlgeschäft (Wahlprotokoll nebst Anlagen A, B, D, F, G, H und J) haben wir Hentern Sie abgehen lassen. Tas Formular C und B haben eie bereits früher erhalten. Das Formular A ist bereits von I uns ausgefüllt. , .. ~ Schließlich empfehlen wir Ihnen noch die genaue Be- I achtung der Anleitung zur Wahl der Wahlmänner und der hienu im Jahre 1887 ergangenen abändernden Bestimmungen, I welche wir Ihnen mit Amtsblatt Nr. 6 vom 23. Mai 1887 I mitgetheilt haben. y I. V.: vr. Melior. redung aus. . Berlin, 19. August, lieber die Reise des Kaisers nach Oesterreich ist nach übereinstimmenden Meldungen auswärtiger Blätter in Ergänzung früherer Mittheilungen Folgendes bestimmt: Sonntag den 17. September trifft der Kaiser mit Gefolge und Begleitung des österreichischen Bot- schafters in Kösseg ein, wo der österreichische Kaiser schon am 16. September und der König von Sachsen am 17. September kurz vorher angelangt sein werden, um an den Manöoern theilzunehmen. Die Armeemanöver im Eifenburger Comitat werden, da dies eine sehr gesunde Gegend ist, ieden- falls stattfinden. Am 18. September Abends begeben sich die beiden Kaiser nach Belye, der König von Sachsen aber za mehrtägigem Aufenthalt nach Gödöllö. Von Belye bv gibt sich der österreichische Kaiser am 23. September nach Wien und Kaiser Wilhelm reift um einen Tag später, am 24. September, ohne Wien zu berühren, nach Schönbrunn, wo am 25. September ein Frühstück slattfindet, worauf der Kaiser noch an demselben Tage um 1 Uhr Nachmittags von Schönbrunn nach Deutschland reist. ... — Der deutsch-russischeZollkrieg hat in I einem Weitergange die Beseitigung des bisherigen Ausnahmezustandes für das Großfürftenthum Finnland zur Folge gehabt. Nachdem Rußland mit Erhöhung des finnischen Zolltarifs gegen Deutschland vorangegangen war, ist jetzt diese Maßnahme deutscherseits durch die Einführung eines Zollzuschlages für aus Finnland kommende Maaren beantwortet worden. Der Bundesrath stimmte der betreffenden Verordnung in einer zu diesem Zwecke am 17. d. M. abgehaltenen Sondersitzung zu und ist die Verordnung dann laut Bekanntmachung tm „Reichsanzeiger" sofort in Kraft getreten. Mit diesen gegenseitigen Maßnahmen in Betreff Finnlands ist also die zollpolitische Absperrung Rußlands und Deutschlands gegeneinander eine vollständige geworden und diese Sachlage muß die noch immer hie und da auftauchenden Hoffnungen auf eine baldige Wendung zum Besseren in dem deutsch russischen Zollconflict auf ein Minimum herabdrücken. Wenigstens scheint man in d7n maßgebenden Petersburger Kreisen noch immer nicht zu der Erkenntniß gelangt zu sein, daß Deutschland auch für fernerhin die Getreidezufuhr aus Rußland ganz gut entbehren könne- unter der Voraussetzung aber, daß Deutschland btt seiner Brodvettorgung das russische Getreide schließlich doch beziehen muffe, ist ja russischerseits der Zollkrieg gegen Deutschland hauptsächlich begonnen worden. — Die Meldungen aus den letzten Tagen über das Befinden des Herzogs Ernst von Coburg klingen leider abermals sehr bedenklich. Sie besagen, daß der Herzog an- dauernd bewußtlos sei und daß seine Schwäche zunehme. Es scheint demnach, als ob der hohe Kranke nur noch durch fünft«, liche Mittel am Leben erhalten würde. * — Die wichtige Frage einer Organisation des Handwerks, in Verbindung mit einer Regelung des Lehr, lingswesens scheint endlich in Fluß zu kommen. Vom preutz- Handelsminister v. Berlepsch ist ein Erlaß an die Ober Präsidenten gerichtet worden, in welchem die letzteren zur gut- achtlichen Aeufterung über die bisherigen Vorschläge in dieser Angelegenheit aufgefordert werden. Welche weitere Schritte nach Eingang der betreffenden Gutachten unternommen werden sollen, steht noch dahin, jedenfalls darf aber wohl erwartet werden, daß man maßgebenderseits auch die Wünsche und Anschauungen der Handwerkerkreise selbst hinsichtlich der geplanten Reformen gebührend berücksichtigt. Berlin, 19. August. lieber angebliche Cholera- Todesfälle in Berlin hat die „Kölnische Volkszeitung" in den letzten Tagen fast täglich telegraphische Nachrichten verbreitet. In Bezug hierauf schreibt die „Nordd. Allgem. Ztg.": Wir haben über diese Telegramme im Bureau der Sanitätscommission des königlichen Polizeipräsidiums, bei der von den Aerzten die Meldung über alle in Berlin vor- . kommenden Fälle von JnfectionSkrankheiten Meldung zu erstatten ist, Nachfrage gehalten und ist uns die Erklärung gegeben worden, daß bei der genannten Commission überhaupt bis heute Mittag IP/2 Uhr keine Meldung über andere Erkrankungen und Todesfälle an Cholera eingelaufen war, das speziell aus dem Hause Pallisadenstraße 26, wo nach dem Correspondenten der „K. V.-Z." gestern ein Todesfall vorgekommen sein soll, keine Jnfectionskrankheit zur Anzeige gelangt ist. Angesichts der Beunruhigung, welche durch derartig unbegründete Alarmnachrichten in die weitesten Kreise genügen wird, würde eS sich für auswärtige Blätter em- pfehlen, wenn sie bei Aufnahme von Depeschen Über Cholera- fälle in Berlin mit der größten Vorsicht unb Zurückhaltung iU Werke gingen. Die Berliner Preffe hat im vergangenen Berlin 19 August. Am kaiserlichen Hose in Potsdam fand am Freitag die Feier des Geburtstages des Kaisers Franz J°!-s °°° O-st-rr-i» ,n der her- kiimmlichen Weise durch -in grüb-r-S D-1-un-r statt. An der Tafel faßen der österreichifch - ungarische Botichafter v. Szögyenyi zur Rechten, der Reichskanzler Graf Caprivi zur Linken des Monarchen- die Kanerin hatte g^enüber Ihrem kaiserlichen Gemahl Platz ' der Tasel brachte der Kaiser emen Trmklprnch aus d n Rotier von Oesterreich auS, welchen der erlauchte Redner als semen nächsten Vetter und treuen Allurten bezeichnete. De: dem L-eelenzahl 558 393 452 431 508 598 709 395 1327 358 611 892 Wahlrnänner 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 Amtlicher Theil. Gießen, den 18. August 1893. Betr.: Die Wahlen zum XXIV. Landtag. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gießen Wir bringen hiermit in Erinnerung, daß Erkrankungen beziehungsweise Todesfälle an Cholera oder choleraverdächtigen Krankheiten sofort dem Kreis - Gesundheitsamt anzu- zeigen sind. Gießen, den 20. August 1893. Das Kreis-Gesunikheitsamt Gießen. I. V.: Dr. Wengler, Kreis Assistenzarzt. Deutscher Reich. Jahre erwiesen, daß sie als ihre Pflicht ansiehr, das Publikum über den wirklichen Stand der Epidemie in Kenrttniß zu erhalten- sie ist in der Lage, auftauchende Gerüchte auf ihre Begründung hin zu prüfen, während auswärtige Blätter dies den Gerüchten gegenüber, die ihnen übermittelt werden, nicht vermögen. Findet ein derartiges Gerücht seine Bestätigung, dann sorgt schon der Telegraph für seine Verbreitung. Berlin, 19. August. Die Nummer 34 deS „Svcialist" wurde heute früh beschlagnahmt, weil in einem Artikel eine Aufreizung zur Gewalt, in eine« andern eine Verletzung der öffentlichen Sittlichkeit gefunden wurde. Pofen, 19. August. Infolge der in der Nähe der Grenze gelegenen russischen Ortschaften vorgekommenen Eholerafälle wird heute noch die Warthe für inficirt erklärt. Die Badeanstalten wunden geschloffen. Ausland. Budapest, 19. August. Laut dem ofsiciellen Saaten- standSbericht sind in diesem Jahre producirt worden: 36 Millionen Metercentner Weizen gegen 38,65 Millionen im Vorjahre, Roggen 11,50 gegen 13,33, Gerste 12 Millionen gegen 11,63, Hafer 9,7 gegen 9,82 im Vorjahre. MaiS, Tabak, Hanf stehen gut, Zuckerrüben befriedigend. Prag, 19. August. In einigen TabakStrafiken und Stempelverfchleißlocalen wurden in letzter Nacht die AmtS- fchtlder theils demolirt, theilS heruntergeriffen. Diese Schilder tragen neben dem österreichischen Adler deutsche Aufschrift. — Die Prager Ezechen haben eS für angezeigt gehalten, am diesjährigen Geburt-feste Kaiser Franz Josefs gröblich st e Straßenexcesse von nicht nur antideutschem, sondern sogar auch antidynastischem Eharacter in Scene zu setzen — sollte diesem frechen Treiben gegenüber nicht endlich einmal der Geduldsfaden der österreichischen Regierung reißen? Nur nach Aufgebot einer starken Polizeimacht und Vornahme zahlreicher Verhaftungen gelang eS, die öffentliche Ordnung in dem „goldenen Prag" mühselig wieder herzustellen- bei den Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Pöbelmassen kamen viele Verwundungen vor. In Prag haben diese Bor- gänge große Erregung hervorgerufen. — ES wäre in der That Zeit, daß regierungSseittg dem immer üppiger in die Halme schießenden Ezechenthum endlich kräftig entgegengetreten würde, daS mag aber freilich schwer fallen, nachdem die Czechen unter dem Regime Taaffe so lange gehätschelt und bevorzugt worden sind! — Die ohnehin nicht allzu freundlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Italien drohen durch die blutigen Vorgänge in dem französischen Städtchen AigueS- MorteS bei Marseille von Neuem eine bedenkliche Trübung zu erfahren. Hier ist es infolge deS Haffes, welchen die französischen Arbeiter gegen ihre nach Frankreich eingewanderten italienischen Kollegen wegen der billigeren Lohnbedingungen der letzteren hegen, zu einem furchtbaren Zusammenstoß zwischen beiden Theilen gekommen. Hierbei wurden, soweit ermittelt, 10 Arbeiter getödtet und 26 verwundet, sämmtlich Italiener - man glaubt aber, daß in den Sümpfen der Umgebung von Aigues-MorteS noch mehr Tobte und Verwundete liegen, daß sich viele Italiener vor den sie wüthend verfolgenden französischen Arbeitern dorthin flüchteten. Gens- darmerie und Polizei erwiesen sich zu schwach, um die Ruhe wiederherzustellen, dies gelang vielmehr erst den telegraphisch nach Aigues-MorteS beorderten Truppen. FranzöfischerseitS ( schiebt man die Schuld an diesen blutigen Vorgängen den Italienern in die Schuhe, welche vorher die französischen | Werftarbeiter in Fangonne angegriffen haben sollen, sicherlich । waren aber die Italiener in AigueS-MorteS nur in der! Defensive, wofür schon der Umstand spricht, daß sie fast allein nur Verluste in dem Handgemenge erlitten. Vorläufig hat der Zwischenfall von AigueS-MorteS Vorstellungen des | italienischen Botschafters in Paris, Reßmann, bei der franzv- scheu Regierung zur Folge gehabt, vom Ministerpräfidenten Dupuy ist außerdem eine Untersuchung der Affaire eingeleitet worden. Kopenhagen, 19. August. Die- „Nationaltidende" berichtet, Kaiser Wilhelm statte auf der Fahrt nach West- schweben zur Slchjagd einen kurzen Besuch in Fredensborg ab, auch die Familie deS Ezaren sei zu dieser Zett in Fredensborg anwesend. Algier, 19. August. Seit gestern wuthen bedeutende I Waldbrände. 12 000 Hectar stehen in Flammen - Truppen, I Eingeborene und Waldbesitzer wetteifern vergeblich, dem Feuer I ®Malt zu thun. AuS den Provinzen Oran und Eonstantine I werden ebenfalls Brände gemeldet. Rom, 19. August. Als heute Abend daS übliche Eoncen I auf der Piazza Colonna begann, verlangte eine Anzahl von I Personen, nachdem einige Fahnen herbeigeschafft waren, daß I al0 Demonstration gegen die Vorfälle in AigueS-MorteS I die KönigShymne und andere patriotische Lieder gespielt werden I sollten. Unter lebhaftem Beifall wurde diesem Verlangen I Folge geleistet. Darauf zogen die Demonstranten unter I erregten Rufen vor die französische Botschaft beim Quirinal. I Bon dort durch die Polizei zurückgewiesen, begaben sie sich I nach der Piazza Eolonna zurück, woselbst die Musik auf ihr I Verlangen unter erneuten VeifallSbezeugungen wiederum die I König-Hymne, die deutsche Hymne, sowie patriotische Lieder I spalte. -US da- Evncert gegen 10'/, Uhr endete, zerstreuten I fnl) die Demonstranten, ohne daß weitere Zwischenfälle vor- I gekommen wären. Neueste Hac^ricbtcit. Wolfis telegraphische- Eorreipondenz - Bureau. Hamburg, 20. August. In der vergangenen Nacht wurde die Bootbauerei von Heitmann auf der Uhlenhorst durch eine Feuersbrunst vollständig zerstön. Sämmtliche Maschinen, sowie die großen Holzvorräthe wurden vernichtet. Lübeck, 20. August. Der Dom zu Ratzeburg, eine der ältesten und größten Kirchen deS HerzagthumS Lauenburg, ift durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt worden. Die Thürwe und der Dachstuhl sind abgebrannt, die Glocken herabgestürzt. DaS Innere der Kirche, in welchem sich viele Kunst- schätze und Alterthümer befinden, blieb erhalten. No», 20. August. Gestern Abend haben in den Straßen der Stadt Volksdemonstrationen stattgesuvden. Die Pollzei verhinderte jedoch jede Gewaltthätigkeit. Die Demonstranten drangen zweimal auf die Piazza Farnese, wo die französische Botschaft liegt, vor, wurden aber iedeSmal von der Polizei zurückgedrängr. Bei dem ersten Vordringen warfen die Demonstranten mit Steinen, welche jedoch keinerlei Schaden an dem Palaste der Botschaft anrichteten und nur eine Straßenlaterne zertrümmerten. Bon dem Eollegium Santa Chiara wurde das päpstliche und baß CardinalSwappen abgerissen. DaS Collegium enthält zwar daS Seminar für französische Priester, ist aber keine national-französische Anstalt und steht auch nicht unter französischem Schutz. Der Urheber der Beschädigungen ist verhaftet und den Gerichten übergeben. Rom, 20. August. Der Kanzler der französischen Bot- schäft beim Quirinal, welcher gleichzeitig franzöfischer Consul in Rom ist, hatte heute Vormittag eine Zusammenkunft mit dem Polizeidirector, dem er für die anläßlich der gestrigen Demonstrationen zum Schutze der beiden französischen Botschaften getroffenen Maßregeln den Dank aussprach. In der Stadt sind nach wie vor viele umflorte Fahnen als Zeichen der Trauer über die Vorfälle in AigueS-MoNeS auSgehängt. Rom, 21. August. Wegen der Vorfälle in AigueS MorteS (woselbst italienische Arbeiter durch französische schwer mißhandelt und verwundet wurden) fanden Abends Volksdemonstrationen in der Piazza Colonna statt. Die Menge drang trotz der Besetzung durch Truppen auf die Piazza Farnese vor die französische Botschaft und zertrümmerten die Fensterscheiben der Botschaft. Ein Offizier wurde verwundet. Die Truppen säuberten den Platz und verhinderten die Menge, zum Gebäude der französischen Botschaft beim Papst vorzudringen. In Messina riß die Volksmenge das Wappenschild deS französischen ConsulatS ab und verbrannte eS. In Genua wurden zwölf Wagen der französischen Trambahn Gesellschaft verbrannt. Auch auS Turin, Neapel, Bologna rc. werden VolkSdemonstrationen gemeldet. Pari-, 21. August. Bis heute früh 51/, Uhr sind 455 Wahlresultate bekannt: 267 Republikaner, 12 Ral- lirte, 37 Conservative- 139 Stichwahlen. totales rin- provinzielles. Sieben, 21. August 1893. ♦* Sravelotte • Feier. Zu den bedeutungsvollsten Erinnerungstagen des deutschen Volkes gehören ganz gewiß diejenigen, die auf die Einigung Deutschlands in heißen Kämpfen auf den Schlachtfeldern Bezug haben. Besonders sind eS die großen Kämpfe aus dem deutsch - französischen Kriege, welche dem nunmehr 23 Jahre im Besitz seiner Ein- heit befindlichen deutschen Volke Gelegenheit geben, die Helden- thaten Derer zu feiern, die aus den Schlachtfeldern Frank- reichs gekämpft und geblutet. Während der Tag von Sedan als allgemeiner deutscher Siegestag gefeiert wird, begeht man in eiizzelnen Theilen Deutschlands die Erinnerung an hervorragende Kämpfe des 1870er Feldzugs noch besonders. Für uns Hessen ist es der Tag von Gravelotte, der 18. August, der hoch gehalten wird, weil Hessens Truppen an diesem Tage so hervorragend Antheil nahmen an einem Riesenkampse, der eigentlich an sich schon genügte, daS Schicksal deS Feindes zu besiegeln. Der Tag von Gravelotte brachte eine Reihe von Kämpfen in den Tagen vom 14. bis 16. August zum Abschluß, nach dem die hochgepriesene französische Garde, die stolze Rhein- armee aufhören mußten, theilzunehmen an den ferneren Kämpfen, denn sie waren gefangen. Wir theilten bereits in voriger Nr. mit, daß Theile der hessischen Division schon am 16. August nach Überschreiten der Mosel bei Corny mit in den Kampf eingriffen, eS war dies nicht nur das 1. Jnsanterie-Regiment, sondern auch daS 2. Regiment, welche von dem unvergeßlichen Prinzen Ludwig, späteren Großherzog Ludwig IV. in den Kampf geführt wurden. Auch zwei hessische Batterien griffen, nachdem die preußische Artillerie sich verschossen hatte, so erfolgreich in den Kampf ein, daß ihnen nach dessen Beendigung das höchste Lob von Seiten deS betr. preußischen ArtilleriesührerS zu Theil wurde. Jndeß war eS, wie erwähnt, erst am 18. August der Gesammtdivision vergönnt, an dem großen Kampfe bei Gravelotte theilzunehmen. Mit Stolz begehen daher unsere alten Krieger alljährlich ihre Gravelotteseier. Der Krieger- verein Gießen that dieS bereits am Freitag (18.) durch eine entsprechende Feier auf der „Schönen Aussicht", an welcher auch die Familien - Angehörigen theilnahmen- die officielle Ehrung der Gefallenen oder in Folge Verwundung Gestorbenen hält sich der Verein alljährlich für den 2. September vor. Dagegen beging der Veteranenverein am gestrigen Sonntag die Jahresfeier von Gravelotte durch Theilnahrne am Gottesdienst in der Friedhofcapelle, Andacht an den Gräbern der hier beerdigten Krieger, Schmücken der Denkmäler auf dem Friedhof und Waldfest am Luduügsbruuuen. Sowohl im Gottesdienst in der Friedhof - Capelle, wie auch an den Kriegergräbern gedachte Herr Pfarrer Schlosser in eindrucksvoller Rede jener großen Zeit, die Hessens Söhne nach Frankreich führte, und wenn wir hier noch einfügen, daß Herr Pfarrer Dr. Naumann während des gestrigen Mtlitär-GorteSdiensteS feiner Predigt ebenfalls die Ereignisse von 1870 zu Grunde legte, so können wir sagen, daß gestern die Helden deS großen Kriege- hervorragend kirchlich geehrt wurden. — An dem Wald fest des Veteranen- Verein- am LudwigSbrunnen nahmen die Veteranen in ihrer Geiammtheit, sowie deren Familien und viele Einwohner Gießen- Theil. ES entwickelte sich daselbst ein recht fröhliches Seft, ver'chöm durch Musikvorrräge und Ansprachen. Die auf Kaiser und Großberzog ausgebrachten „Hoch-' fanden freudigen n n 1,721,869 605,100 375,572 467,600 75,600 Mainz Offenbach Gießen WormS Alzey n n n N n 29,4 25,8 28,2 27,698 22,837 29,4 25,74 26,4 25,101 22,613 Widerhall bei den Festtheilnebmern. Am Tanze 6e* theiligte sich Jung und Alt, Veteranen - Töchter und -Söhne, zukünftige Deteranen-Schwiegenöchter und Schwiegersöhne , und wenn schließlich die Eltern auch noch ein Tänzchen wagten, so geschah es sicherlich mit auS Freude darüber, daß ein gütiges Geschick vor nunmehr 23 Jahren ? den Vater davor bewahrt, den Seinen durch eine feindliche Kugel entrissen zu werden. Auch die Kleinen und Kleinsten 1 gingen nicht leer ans, denn ein unerschöpflich scheinender Kord spendete große Bretzeln und wurde auf diese Weise dafür ] gesorgt, daß auch die Kleinen den Tag von Gravelotte, der für ihre Väter so ruhmreich endete, nicht vergessen. Mögen unsere Krieger von 1870 noch recht lange sich ihrer Thare» 1 freuen, die Erinnerungsfeier an Gravelotte ihnen noch recht oft vergönnt sein. * • Cuell»affctleitneg. Wir machen unsere Leser auf die heutige Bekanntmachung deS städtischen GaS- und Wasserwerk- besonders aufmerksam. Um die ununterbrochene Abgabe bet QuellwasscrS für den eigentlichen Haushaltung-- bedarf möglichst au-zudehnen, wird sparsamster Gebrauch deS Quellwassers empfohlen. — Wir schließen un- im Interesse unserer Haushaltungen diesem Ersuchen an. • * Coocerthan- Lahnstein. Auf die morgen Dienstag Abend stattfindende Benefize-Soir4e der Herren Kammermusiker Heinrich und Willy Kruse fei hierdurch auf» merksam gemacht. Wie wir schon deS Oeftem Gelegenheit nahmen anläßlich der AbvnnernentS-Soir^en, deren künstlerische Gestaltung in der Hauptsache den genannten Herren zuerkannt werden mußte, unsere vollste Anerkennung der vollendeten Technik, der vorzüglichen Auffaffnng und Ausführung der Benefizianten knndzuthun, glauben wir nicht sehlzugehen in der Annahme, daß dieser Benesize-Abend ein künstlerisch genußreicher werden wird. Rach Schluß deS Uuncerteß soll laut Inserat ein kleine- Familienkränzchen stattfinden. * * 'Nachdem die Comwunalfteaerau-schlage berjenigen hessischen Städte, in welchen die ©täbteorbnung gilt, für 1893/94 nunmehr sämmtlich ftattgeftinden haben, bürste die nachstehende Vergleichung nicht ohne Interesse sein. ES er« Daraus geht hervor, baß die Norm des Steuerau-schlag- bei Darmstadt und Mainz vollständig, bei Offenbach und Alzen nahezu gleich geblieben ist, daß aber Gießen und Worms ihren Coefficienten nicht unwesentlich erhöht haben, nämlich Gießen l«m 1,8 Pf. und WormS um etwa- mehr al- 2,5 Pf. auf bie Mark Communalsteuercapital. • • UngluckSsall. Dem hier ftatignirten, in Allen- dorf a. d. Lahn wohnhaften Bremser Hepp wurden in vergangener Nacht in Würgendors bei Haiger (Strecke Gießen- Deutz) beide Beine abgefahren. Hepp ist wahrscheinlich von dem Güterzug gefallen und zwischen bie Räber gekommen- er war sofort tobt. * • Körperverletzung Ein lOjährig^r hiesiger Junge würbe, als er am verflossenen SamStag bie Hofraithe des Arbeitgebers seine- Vaters betrat, von ber Dienstmagb des betr. Oeconomen mit einer Mistgabelin ben Arm gestochen. Anzeige gegen bie Magb ist erhoben. • • Schwindel. Ein gut gefleibeter junger Mensch (Taglöhner) aus Elberselb bettelte am vorigen SamStag in ber Ostanlage unter Vorzeigung französisch geschriebener Bettelbriefe, wonach er angeblich in einer Fabrik verunglückt, an einem Arm gelähmt unb ihm ber Daumen einer Hand beschädigt worden sei. AlS ein Schutzmann hinzu kam, warf er die gefälschten Papiere weg unb ergriff bie Flucht. In ber FriebhofSanlage eingeholt, stellte eS sich heraus, daß man es mit einem ganz gesunden Menschen zu thun hatte. Schlägerei. In ber Nacht vom SamStag auf Sonntag gerieten auf dem Heimweg von den Kneipen mehrere junge Leute in der Neustadt in Streit, wobei der eine durch einen Messerstich am Kopf nicht unbedeutend verletzt wurde. Gelandet. In voriger Woche wurde die Leiche eine» seit Kurzem hier wegen eines SittlichkeitSverbrechenS verfolgten TaglöhnerS aus Rödgen in der Lahn bei Wetzlar ge- ländet unb ift am SamStag bortfelbst beerbigt worben. ** Erhängt. Im Walbe am Bergwerk würbe gestern Morgen die Leiche eines unbekannten Manne-im Alter von etwa 24 Jahren erhängt aufgefunden. Die Leiche, welche sich auf der Gemarkung Großen Linden befand und etwa einen Tag gehängt haben mag, wurde nach Großen - Linden verbracht. • • Verhaftet. Ein seither hier beschäftigter Arbeiter, gegen welchen Untersuchung wegen Sachbeschädigung eingeleitet war, wurde, weil er fluchtoerdächtig ist, verhaftet. • * Holzdiebßahl Gelegentlich der Reparatur de- Re- gierupgSgebäudeS am Brandplatz sind in voriger Woche vo« einer größeren Anzahl Kinder und von Erwachsenen Holzdiebstähle auSgeführt worden. Die Thäter wurden ermittelt und zur Anzeige gebracht. Nene ^ndiläm-Briefmarken. Der großen Schaar der Briefmarken-Sammler dürfte es von Interesse fein, zu erfahren, daß nächstes Jahr in Portugal der 500. Geburr-tag Heinrich- deS Seefahrers (geb. 4. März 139^) gefeiert und außerordentlich begangen werden wird. Um Me allgemeine Freude zu erhöhen, hat die ponugiefische Negierung mit Ge- nehmigung der (Sorte» beschlossen, ber Stabtverwaltung von Oporto, wo Heinrich geboren wurde, bie Ausgabe besonderer JubiläumSbriesmarken zu gestatten, die während der Festtage (4. und 5. Mai, eventuell ein paar Tage länger) verkauft werden. Der Staat läßt sich nur ben realen Werth der gegen 1892/93: öommun.1, M ft" cotÄmton 1,040,000 M. 25,00 Pf. heben im laufenden Jahre: kommunal- W ft™1"* ichlagS- n coefficienten oon Darmstabt 1,049,000 M. 25,00 Pf. 1,665,090 „ 585,739 , 342,977 , 412,500 „ 75,600 „ $16“ W-IÜ V-- Ä’» 1 xrS ’a ßrobhcrM der w /•Haltung sehlte • ..iea unb Toast .-aniit ®an N ..... fciOT usidit W wti eine Au TCtnbcn Slattläui 2jtn East, der wirb, auMtiben; ..7.iz, roie ihn vie -3 nnt Mtonty i. 'tz paßt ixodi üttbm WtW crofctn, am Ta Vachlltzurri der f 6on:g, wohl eint Juin müßte sich •am, autt Lla c>t Mtlause •ngtn m in Viauhanig oi tx rnchtht, sich Sianlame bie 6; ft fol* tut < .it’trtcn gmbt i und W frr ?on bitten L ■ schlichen ißtobai he edle unb in« :bn thatsächiiche ^Mläm't öyeuc an tn&it, sich Wen», tnbem bi, '-•tat unb belieb z?5l etntn tz U16 »it ftiZ tonbtn “f unfi stp unb auch ' er Vinmtzncht f tätige BUulau^ Mrben aber bie ^ „ 29,4 , 1 n 25,74 „ r . 26,4 , ' „ 25,101, 1 „ 22,613, 4euerausschlagz 'dach und Alze: ib WormS ibm nämlich Wen 8 2,5 M aus <, Vx Ito wurden in bei- strecke Tietzer- ist wahrschein die Räder ge :r Junge rouibi, he des Arbeit' magd deS betr. m gestochen. er Mensch (Tag' samslag in der Ebener Bettel« verunglückt, an einer Hand be> nju kam, wars ie Flucht. In :raus, daß man |u thun halte, rg aus Sonntag mehrere junge :lne durch einen end verlest t Leiche einer echeni vnsolgtk Wetzlar gn t worden. murde gestern it M । efi.fi«« """ ,,,1'inbtn «»' ; tet Ätbeitn, )tij ift- .«tut d.» » ux »* ’ tet wurde" er tWi W il«*"" »«« "LL-tt- 55 Marken bezahlen - was darüber hinaus erlöst wird, kann die Stadt zu den Kosten ihrer Jubiläumsfestlichkeiten verwenden. ES werden sammrliche Marken angefertigt- die von 5 bis 100 Reis in 500 000, die übrigen in 30000 Exemplaren. r. Großen Buseck, 18. August. Gravelottefeier im Deteranenverein. Der Jahrestag dieser Entscheidungsschlacht wurde heute infolge der durch den Tod des Herrn Ehrenpräsidenten eingetretenen Trauer in aller Stille gefeiert. Man beschränkte sich auf einen Besuch bei der hohen Gemahlin des hochseligen Herrn und lckgte unter entsprechender Ansprache des Präsidenten Garnier einen Kranz auf dem Platze der BereinSeiche nieder. An der nun folgenden geselligen Vereinigung im Local betheiligten sich die Spitzen der Ortsbehörde, der Geistliche und die Frauen der Kameraden. DaS erste begeistert aufgenommene „Hoch", vom Präsidenten auSgebracht, galt Sr. Majestät dem Kaiser und Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog- dann gab der Redner, ausgehend von ,.Gravelotte", in kräftigen Worten einen Ueberblick der Kriegs« ereignisie des JahreS 1870/71. Trotzdem jede musikalische Unterhaltung fehlte, eilten die Stunden, gewürzt durch Ansprachen und Toaste, schnell dahin- in fröhlicher Stimmung trennte man sich, sichtlich befriedigt durch die erhebende, patriotische Feier. -n-. Reiskirchen, 19. August. Wie alljährlich, so versammelte sich auch diesmal der hiesige Kriegerverein wieder zu einer „Gravelottefeier". Mit einer der ernsten Bedeutung deS Tages entsprechenden Rede wurde die Feier an der „Friedenslinde" eröffnet. Hierauf begab sich der Verein zum gemüthlichen Zusammensein in die Lepper'sche Wirthschaft, wo unter Musik, Gesang und Ansprachen die Feier einen sehr erhebenden und würdigen Abschluß fand. ? Vom Laude, 19. August. Im Laufe dieses Sommers wurde von vielen Zeitungen die Ansicht verfochten: „Honig- thau sei eine Ausscheidung der häufig in Unmengen auftretenden Blattläuse". Wohl mögen die Blattläuse einen süßen Saft, der bekanntlich von den Ameisen aufgesaugt wird, ausscheiden- aber der eigentliche Honigthau oder Blatt- Honig, wie ihn viele Bienenzüchter nennen, ist weiter nichts als eine Ausschwitzung der Pflanzen. Verursacht wird dieselbe durch große Trockenheit des Bodens, durch hohe Tages- und niedere Nachttemperaturen und die durch letztere entstehenden großen, am Tage begonnenen Hemmungen im fröhlichen Wachsthum der Pflanzen. Wenn die Blattläuse den Blatt- Honig, wohl eine der besten Arten des Bienenhonigs, erzeugten, dann müßte sich 1. überall da, wo diese Schmarotzer auftreten, auch Blatthonig finden, 2. könnte kein Vlatthonig ohne Blattläuse entstehen. Genaue jahrelange Beobach' langen von Jntereffeuten haben aber bewiesen, daß der Blatthonig ohne Blattläuse vorkommt, daß aber da, wo er entsteht, sich oft eine Blattlauscolonie ansiedelt. Wenn Blattläuse die Erzeuger des Blatthonigs wären, so müßten ffich solche auch an Fichten und Eichen finden- denn sie lieferten gerade dieses Jahr sehr viel Honigthau- doch ihre Zweige und Blätter waren, weil zu harzreich bez. zu bitter, frei von diesen Schmarotzern. Diese hier bekämpften, auf oberflächlichen Beobachtungen beruhenden Behauptungen schädigen die edle und interessante Bienenzucht ganz ungeheuer. Sollten ober thatsächliche Beweise dafür sprechen, daß wirklich die Blattläuse Erzeuger des Blatthonigs seien, dann ist es sehr an der Zeit, sich mit der Eultivierung der Blattlaus zu befassen, indem diese Schmarotzer dann die Quelle eines gesuchten und beliebten Volksnahrungsmittels, wozu die Biene 'bis jetzt und auch für immer berufen ist, bildeten, und statt ügliche Zeugnisse aufweisen. [7161 Die Stellung ist dauernd und wird gut bonorirt Schriftliche Offerten unter ae» nauer Angabe ber biflbertaen ISStigfeit nebst Zeugnißabschriften sind an Rudolf Moste in Köln unter Z 7203 zu richten. Tüchtige Knechte 6503] Melker. Kleintnechte, Dienst» iungen rc. (ausgesucht brauchbare deutsch redende Leute vom Lande) vermittelt in Jabretzlohn Überallhin schnell und sehr billig Blebenatahl, BermiethungS» comptoir, Verli«, gr. Hamburgerftr. 16. (Nähere« auf gefl. Anfrage) 7176] «in -nverlässtger Knecht mit guten Zeugnissen kann eintreten bei Eduard Klinket, Bahnhofstraße 10. 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Adressen in der Exped. diese» Blatte» abzugeben.______________________________ [4366] wahrer Schatz Uge« Beiebn;tu--. rette* (IKrhch lautende .em sichern Tode Zu *tee durch de» Verl«»« - H*i»rln in k Leipzig, \runiarkl 34. A ». wie dor. b Jede Becb- heodteeg Todes Anzeige. Gestern Morgen um 6‘/4 Uhr verschied nach langem schweren Leiden unser lieber Bruder Und Onkel Herr Julius Balser, Bleichereibefiyer, im 78. Leben»jahre. Um stille Theilnahme bitten Tie trauernden Hinterbliebenen: Emilie Pimper, geb. Balser, JnliuM Pimper. Die Beerdigung findet Dienstag Mittag ,/a3 Uhr vom Sterbchause (mittlere Bleiche Rr. 24) aus statt. [7159 LourSbericht m E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter vbrse vom 21. August 1893. Schlutzcoort« 1 Uhr 15 Uhn. 3»/e NeichSanleihe 3‘/«% do. 3*/e Preuß. Eonsoll Wk do. 85 00 99.30 85.00 99.70 4»/e Ung. Gokb-Nente 5»/e 3UL Rente 3*/e Portugiesen 40/, «riech. Monopol-Unl. 93J0 ; 83.60 21.60 39 30 T i»coulo-Eommand.»LiUtz. 168.80 Lomb. E.-B^Nct. 83 CO T armsiädter Penfdlrt. 127 00 Buschtherader » f >lct 150.37 DreSham Bmck-Lll. 132.66 Lldthal-Bahn-Lc:. 188.50 Jietbb. Lloyd-LQ. 108.00 Gotthard-Bahn-Sl^. 1444.0 Wiener Bankver.-ALt 96 50 Schweizer Nerdefi.-V^Mrr. 101.70 CdL Eredtr-Ict. 284 62 Maimer E.-V.-Lct. 103^0 Jtal. Mittelm«rbah, Id. 9X80 Marienburger E^V.-Lü. 67.00 «dfen Bnp» -ÄcL 13400 Ber. König»« ^Mrrah -Net 940C Lead« 4: matt RrtW*d»rtic«U 5 pLr. - Franttunn iRöMtiUeet 5 *L ^«ktt»n: ■ Schevtz^ — Tmtf «rb Prrlte brr PrO6JMd-m trudrrH kstr LH» 81lt14) bi Gießen Die Ruann «Mf«tzt < Critta. Ä ........w Dockenle gercks vor r S trocfenc» M & e*,il 1 Ltn, iot Greizer. ^^ngen lten cerri frfclgen erprobt woi inttmtn Mentt'h Iicdtnloub al» Erich Wfü m den Lord ffrtbnt W/ TllvM wert wie zestzt, c kB ki bttf« W? 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