1893 Samstag den 22. Juli Zweites Blatt. M. 170 Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger. Redaction, Lxpediti«» und Druckerei: KchulstratzeMr.,. Fernsprecher frl. Bierteljähriger AvoanementspreiO» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg- Die Gießener P.mitieuStLtier -vevden dem Anzeiger oScheuei'ch dreimal Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme deS Montags. Amts- und Zlnzeigeblatt für den Kreis Gießen Gratisbeilage: Gießener Iamitienvlätter. hat mit dem alten französischen Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. haft zu machen. „Flick und Flock" Flock" zu fragen, ob das „Silber" nicht ebenso gut Jasmin oder Narzisse, das „Kupfer" nicht Goldlack, das „Eisen" Tollkirsche bedeuten könne?!! Das ist ein Funkeln, ein Glühen und Blühen, daß Einem die Augen übergehen, und wenn dann gar vollends die Topase als Gnomenkönigs Tochter (Frl. Bayz) einen Tanz aufführt, dessen Anmuth mit dem Leuchten der Edelsteine wetteifert, Hal das unterirdische Fest seinen Höhepunkt erreicht und wir streben mit Flick und Flock anderen Scenen zu. Nach einem gemüthlich-humoristischen „Schiffbruch (3. Bild), der auch kein zu starkes orchestrales Unwetter erregt, befinden wir uns „Auf dem Meeresgrund (4. Bild). Die oceanische Welt wird außer den bekannten mythologischen Erscheinungen der Amphitrite, der Tritonen, Najaden und Nereiden, denen ihre Natur schon das volle Anrecht auf ein Balletcostüm gibt, belebt durch den Polizei- commissär „Sägefisch", den Reporter „Tintenfisch", der mit Recht die große Seeschlange der oberirdischen Zeitungen als Originaleigenthum beansprucht und mit Flick und Flock Jnter- wiews nach berühmten Mustern anstellt, und vor Allem durch den Electrotechniker Zitteraal, der die Liebenswürdigkeit hat, Flick und Flock und mit diesen das Publikum in Augen- communication mit Wien, Nordcap, Peking, Chicago, Parts, Frankfurt a. M. zu setzen. Nationaltänze mischen sich in diese Städteerscheinungen, welchen der Deco- rationsmaler Prof. Brückner in Koburg Naturwirklichkeit verliehen hat. An einen Yankeetanz, der zu dem Bilde der Chicagoer Weltausstellung gehört, schließt sich eine „Serpentine' von Frl. Bayz, die zu den Novitäten im Balletgenre zu rechnen ist. In allen Regenbogenfarben zeigt sich die gractöse Gestalt der Tänzerin, die ein loses griechisches Gewand trägt, und das Bestrickende an den Schlangenwindungen dieses Tanzes ist eben, daß alle wechselnde Beleuchtung von den Bewegungen der Serpentine, nicht etwa von Beleuchtungsapparaten hinter den Coulissen auszugehen scheint. Wer sind die Hauptpersonen in dem Taglioni'schen Ballet mit seinen acht Bildern und sechs Erscheinungen? Flick und Flock bedeuten nur Randglossen — den eigentlichen Text aber liefern: der Decorateur, der Maschinenmeister, der Ballet- meister, der Beleuchtungsinspector, die Costümschneider, die Solo- und Chortänzerinnen und auch die Menge der Figurantinnen. Wie viele Choristen, Balleteleven und Statisten die Frankfurter Oper ins Feld schicken kann, wenn es einmal gilt, bewies der Schlußact „Amor" von Manzotti. Die Mühewaltungen des Oberregisseurs Herrn Kreidig werden sich durch .eine Anzahl von Wiederholungen belohnt finden. das Bild des Verstorbenen- am Rahmen springt eine verborgene Feder auf, eine breite Oeffnung wird sichtbar, durch welche die beiden Bursche, durch Zaubergewalt entführt, ver- schwinden, um ihre Abenteuerfahrt nach dem Glück anzutreten. Zunächst bringt sie diese in die Wundergrotte (2. Bild), die ihren Namen mit Fug und Recht trägt, denn ein Märchen u M4lv aus Tausend und eine Nacht ist es, was uns in dieser Hofballet darin Aehnlichkeit, daß es eine Vereinigung von I Gnomenwelt entgegentritt. Solche Pracht muß das Auge Musik, Tanz und recitirter Dichtung gibt, eine Vereinigung des Cbamisso'schen Abdallah geschaut haben, als ihm: der nicht im Stile des Dramatikers, sondern in dem deS Phan- Derwisch die Wunder des Erdinnern erschloß. Das prächtig tasten. Von einer „Idee", auch von einer „Handlung" im funkelnde Gestein, die schimmernden Erze gehen in dem Ballet eigentlichen Sinne ist in „Flick und Flock" nicht die Rede- gewiffermaßen ins Reich der Vegetation über, insofern als sie das Libretto hält den Vergleich mit „Excelsior" und anderen durch einen Flor junger blühender Madchengestalttn repra- Producten der Neuzeit nicht aus. Aber eß gewährt dem sentirt werden. „Und keiner weiß im grünen Mai, was Beschauer in vollem Umfange das, was geeignet ist, nicht nur Rose und was Mädchen sei", heißt es m einem Vers der dem Gesichtssinn im Allgemeinen bunt durcheinander geschüttete Weber'schen „Euryanthe". Mit einer kleinen Abänderung Nahrung zu bieten, sondern jene Unterhaltung, die bereits | fühlte man sich versucht bei der Wundergrotte in „Flick un . 1 ein feiner entwickeltes, auf malerische Wirkungen geschultes #euilUton> I Sehvermögen voraussetzt. Schon das erste Bild, oder sagen wir die erste Scene, frhrntprhrirf welche in einem holländischen Zimmer spielt, hat die feine, Frsnksuner alJfainDnq. künstlerisch berechnete Stimmung eines tableau vivant. In (Ortginalbericht für der „Gießener Anzeiger".) I Brüssel oder Antwerpen muß man gewesen sein, um diese (Nachdruck verboten.) schweren eichenen Möbel, den breiten Porcellanofen, das riesige „Flick und Flock". Himmelbett, die an den Wänden herlaufenden Borden, kurz Dr, M. Ferien kennt das Frankfurter Bühneninstitut diese ganze niederländische Einrichtung in ihrer Stilechthett riaentlich nur in sehr bedingtem Sinne. Die ersten Kräfte würdigen zu können. sind allerdings fort, aber die Arbeit steht nicht still. Die Adolf Sroltze hat in fernet te?thd)en 14 Tage, da das Opernhaus geschloffen war, find dazu benutzt des alten Ballets mit Geschick den Versuch gewagt, den beiden worden, das Ballet „Flick und Flock" vorzubereiten, das Helden Flick und Flock ein sogenanntes Handlungsgerust zu in der Pracht seiner Neuaufführung fast alles bisher auf bauen. Die zwei jungen Bursche kommen als Freunde und dl-Iem G-bi-t Dagewiekene in Schalten stellt. Gratulanten in das Haus der Wittwe d- Straaten, die In die Zeit des sranzösischen Ballet de cour wähnte gerade ihren 70. Geburtstag I->-rt- Unter den Glu i- man sich zurückversetzt, wo glaubwürdigen Nachrichten zufolge wünschenden befindet sich auch in höchst eigener P-rson de die Kosten eines ballet comique äe la reine auf 5 Millionen Bürgermeister vom Bett, der seinem Namensvetter in Francs geschätzt wurden. Laborde in seinem „Essay" spricht Lortzings Oper „Czaar und Zimmermann sehr ahnl ch^schaut sogar von 1200000 Thalern (mehr als 6 Millionen von Er richtet seine begehrlichen Aeuglein auf die jugendliche unserem Gelde). Nichte der alten Frau, Nella, die ihn mit einem richtigen Eine solche unsinnige Verschwendung, wie sich das Frank- Korb heimsendet. Drob regelrechte Entrüstung und Rache reich der Könige leisten konnte, ist natürlich für unsere Wirth- der hohen beleidigten Obrigkeit Die Wittwe ist dem Bürger- schaftlichen Verhältnisse, die denn doch eine gesündere Basis meister noch 500 Gulden schuldig, sie kann nicht zahlen u haben, zum Glück ausgeschloffen. Aber, ich glaube, daß wenn wird mit Execution bedroht- die beiden Freunde wollenl Rath man die ästhetischen Eindrücke, die Menge der Licht- und schaffen- der eine ist inzwischen über ein weibliches Portratt, Farbeneffecte, die uns eine Vorstellung von „Flick und Flock" daS im Zimmer hängt, dermaßen in Entzücken gerathen, daß zusührt, in Zahlenwerthe übersetzt, es einem naiven Menschen- er dem Bilde eine feurige Liebeserklärung widmet und dann finde vor den Augen gerade so flimmern würde wie beim I sehr enttäuscht ist, als man ihm sagt, daß es die..Großmutter Anblick deS glänzenden, in Lichtfluthen gebadeten Finales, mit vor 50 Jahren darstelle. Flick und Flock wollen sich erinnern, welchem der „Triumph des Amor" abschließt. daß der alte v. d. Straaten einen Schatz besessen und ver- An „Flick und Flock", das seiner Zeit ein Parade- | graben habe. Bei der Nachforschung gerathen sie auch an siück der Berliner Königlichen Oper war, hat sich eine Gene- ' ration erfreut, die von Zukunftsmusik L la Wagner und italienischem Verismus ä la Mascagni und Leoncavallo noch nichts wußte, und eS bedarf schon ganz besonderer Mittel und Kräfte, um das Opus dem Publikum von heute schmack- Bekanntmachung, die Wahl der Beisitzer für das Gewerbegericht der Stadt Gießen betreffend. Für das demnächst in Wirksamkeit tretende Gewerbegericht sind 24 Bei- sitzer auf die Dauer von drei Jahren zu wählen und zwar die eine Hälfte aus der Zahl der wählbaren Arbeitgeber von den wahlberechtigten Arbeitgebern und die andere Hälfte aus der Zahl der wählbaren Arbeiter von den wahlberechtigten Arbeitern. Zum Beisitzer eines Gewerbegerichis kann nur berufen werden, wer das dreißigste Lebensjahr vollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahr für sich oder feine Familie Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln nicht empfangen oder die empfangene Unterstützung erstattet hat und in dem Bezirk des Gewerbegerichts feit mindestens zwei Jahren wohnt oder beschäftigt ist. Personen, welche zum Amt eines Schöffen unfähig sind, können nicht berufen werden. Die Wahl findet Freitag, 28. Juli 1893, von Mittags 12 Uhr bis Abends 6 Uhr im Sitzungssaale des Bürger- meiftereigebäudes statt. Die wahlberechtigten Arbeitgeber und Arbeiter werden daher em- geladen, in der angegebenen Abstimmungszeit sich persönlich einzufinden und ihre Stimmen abzugeben. Gießen, 17. Juli 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6329 ♦ Trommeln. — Pfeifen. — Trompeten. ♦ ♦ Harmonikas, Zithern, Violinen, Flöten, ♦ sowie alle Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der ▼ Instrumentenfabrik und Handlung : Ernst Chai Her (Rudolphs Nacht)., Giessen. ♦ Illustrirte Preisverzeichnisse gratis und franco. [3099 ♦ Ernst Bloedner. Aeisgeöotenes. 6402 Bor«, GerichtSsollzicher. Versteigerung ad 1 findet bestimmt statt, ad 2 thellweise. Buchen- u. Tannen- Scheitholz Bekanntmachung. Damit die zum weiteren Ausbau der Stadt-Fernshrecheinrich- tuna in Gießen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig m Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen bezw. Geschäftsräume rc. im Laufe dieses Jahres mit ber vorbezeichneten Stadt-Fernsprecheinrichtung verbinden lassen wollen, ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis zum1. August d. I. an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den zweiten Bauabschnitt des laufenden Jahres m Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse können erst im I. Bauabschnitt des nächsten Jahres zur Ausfühmng gelangen. Darmstadt, den 3. Juli 1893. Der Kaiserliche Oberpostdirector. Clavel. ! für die einfache und feinere Küche Isind bei mir in gediegenster " aare zu billigstem Preise vorräthig. 2±±±±UAlle Artikel billigst bet Otto Schaaf, Seltersweg 39.' 1874 Emil Fischbach. Daa \5>a Neueste in Verlobungsanzeigen x* Hochzeitseinladung’en loss Visitenkarten empfiehlt bei hochf. Ausführung in kürzester Zeit von Münch Univ.-Druckerei Seitenweg 52. Versteigerung Samstag den 22. Juli, »as3£a-"sSgsg'Züg-Jaloiisleii schaftsttsche und Stühle, 1 Buffet/ bestrenommirtes Fabrikat 1 Schleudermoschine, 1 gr- kupferner, . r-nT.« KessA, 2 vollst Betten, 1 Nähmaschine, empfiehlt zu Fabrikpreisen [5751 1 Spielwerk. 1 Pferd, 1 Kuh, mehrere Wagen u. v- a- Geißler, 1. 1 Kleiderschrank, 1 ovalen Tisch, 1 Nachttisch, 1 Pendule und 1 Wanduhr; 2. 1 Pferd, 1 Wagen, 9 Mille Cigarren, j 1 Casiaschrank, 1 Clavier, 1 Ladeneinrichtung, 1 goldene und 1 silberne; Taschenuhr, 1 Silberschrank, 6403 ISchreibsecretar.Sophas.Commoden Tische und andere- Möbel, sowie 2 Säcke Mehl bereits von verschiedenen Seiten zur Verfügung oder in Aussicht gestellt worden und wird der friedliche Wettkampf um dieselben in Folge der zahlreichen Besetzung der einzelnen Nummern in diesem Jahre nicht nur ein heißer, sondern auch für die Zuschauer ein hochinterest'anter werden. Das Arrange« ment der Regatta wurde verschiedenen AuSschüsien für Bau-, Wirrhschafts-, Finanz- rc. Angelegenheiten übertragen und sind die Arbeiten derselben im vollen Gange. Die Zuschauer- Tribüne wird in diesem Jahre dicht an dem User der Lahn errichtet werden und bietet einen prächtigen Ueberblick fast auf die ganze etwa 2 Kilometer lange Weitfahrtftrecke. Die Capelle unseres Infanterie - Regiments „Kaiser Wilhelm" har unter der berühmten Leitung des Herrn Musikdirektors Krause den musikalischen Theil der Regatta übernommen, und so wünschen wir denn der Rudergesellschaft nicht nur die besten Erfolge in sportlicher Beziehung, sondern auch die gewohnte starke Betheiligung der hiesigen Bevölkerung, welche bei keinem Feste, besonder- bei einer Regatta nicht fehlen darf. Die großen Sympathien, welche gerade dem Rudersporte von allen Seiten entgegengebracht werden, laffen in dieser Hinsicht das Beste hoffen. Frisch auf denn ihr Ruderer zum friedlichen Wettkampf auf unserem idyllischen, wenn auch etwas kleinen „Lahnstrome" ! Möge am 30. Juli Fortuna euch hold sein! • * Tie Einstellung der Rekruten soll bei der I nfanterie am 3. November, bei der Cavallerie am 3. October stattfinden, die Oeconomie-Handwerker treten am 1. und 2. October ein. Beim preußischen GardecorpS erfolgt die Einstellung von Infanterie und Eavallerie je einen Tag später wie bei den übrigen Ärmeecorps. * • Bei den diesjährigen Herbstübungen sollen nunmehr, wie die „Darmst. Ztg." mitthetlt, infolge der außergewöhnlichen Ernteverhältniffe, die Regimenter auf den gewöhnlichen UebungSplätzen bei den betreffenden Garnisonen exerciren. DaS Infanterieregiment Nr. 118 exercirt auf dem Schieß- platze bei Griesheim und wird in den Baracken untergebracht. Für das Exerciren der 49. Infanterie-Brigade, Regimenter Nr. 115 und 116, ist ein Geländestück bei Gießen, für die 50. Infanterie-Brigade ein solches bei Mainz vorgesehen. * • Mit Annahme der Militärvorlage rückt nicht nur die Aufbringung der Mittel, sondern auch die Unterbringung der mehr bewilligten Mannschaften in den Garnisonen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Von den außer sonstigen Neuformationen bezw. Verstärkungen von bestimmten Truppenkörpern zu formtrenden 173 Jnfanterie-Halbbataillonen (für jedes Regiment eins) kommt auch eins nach Gießen, wodurch unsere Garnison um rd. 200 Mann, einschließlich der Offiziere und Unteroffiziere, verstärkt wird. Ob diese Mannschaften, wie dies ja auch früher vor Erbauung der beiden Kasernen an der Grünbergerstraße geschah, in Bürgerquartieren unterzubringen oder ob für dieselben, bevor Kasernenerweiter- ungSbauten vorgenommen werden, Baracken zu errichten sind, ist noch unentschieden. Anderwärts schweben bereits Verhandlungen zwischen der Militärverwaltung und den Gemeinden. So sind beispielsweise in Dessau für daS neue Halbbataillon des 93. Infanterie - Regiments Wellblechbaracken bis zum 1. October fertig zu stellen. Für Bunzlau hat man keine Kasernen, sondern nur für 600 Mann Massenquartiere verlangt. In Meiningen roiU man gemeinsame Emquaniersräume ein» richten. Die Heeresvermehrung hat übrigens auch einer ganzen Reihe ehemaliger Garnison-Städte Veranlassung gegeben, um Wiederverleihung einer Garnison vorstellig zu werden. Aussicht auf Verwirklichung haben derartige Gesuche wohl in den seltensten Fällen, höchstens könnten kleine Garnisonen nur für den Nothbehelf errichtet werden. Eher wird eine Verminderung der kleinen Garnisonen eintreten, weil die Errichtung größerer Truppenlager (eS sei hierbei nur an das bei Griesheim geplante erinnert) ernstlich in Erwägung gezogen ist. -th. Zur Asseujagd. Der dem Sorger'schen Thierpark (Schöne Aussicht) entsprungene Affe Minka ist glücklich eingefangen. Joko und Minka sitzen nun beide wieder vereint in ihrem Käfig und erzählen sich gegenseitig ihre Erlebnisse aus der goldenen Freiheit, indem sie gar wichtige Grimaffen dabei schneiden. Minka hat in den letzten Stunden seiner Freiheit noch allerhand Unheil angerichtet. Einem Villenbesitzer, dem er durchs offene Fenster seinen Besuch machte, zerschlug er einen werthvollen Spiegel. Im Gasthaus zum „Russischen Hof" zertrümmerte er einen Stuhl, außerdem versuchte sich der Affe im Abdecken von Dächern. Herr Sorger hat sich mit den Geschädigten abgefunden und wird wohl mit Recht seufzen: „Der theure Affe!" * * Schuldienst - Nachrichten. Am 17. Juni wurde dem SchulamtSaSpiranten Daniel Müller aus Worms die Lehrerstelle an der kathol. Schule zu Gau-Weinheim, — an demselben Tage wurde dem PfarramtScandidaten Conrad Theodor Wiegel aus Rimloö die erste Knabenlehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schotten, — am 20.^Juni wurde dem Schullehrer Heinrich Geißler zu Ober-Mumbach die Lehrerstelle an der evangel. Schule zu Nieder-LieberSbach, — am 23. Juni wurde dem SchulamtSaSpiranten Wilhelm Müller aus RüffelSheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Babenhausen II übertragen - — am 26. Juni wurde der Schulverwalter an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz Georg E ck zum Lehrer an dieser Anstalt, unter Belassung in der Kategorie der VolkSschullehrer, ernannt. * * Erledigte Lehrerstelle. Erledigt ist: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- menideschule zu Sellnrod mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. V «ul dem nordöstlichen Bogettderge, 21. Juli. Bekanntlich wurde bei den Wahlagitationen den Anti- semitensührern vorgehalten: Es wären nicht weniger al- 40 000 Mk. Provisionen in gewisse Taschen gewandert. Die Behauptung wurde als Lüge bezeichnet und da-Resultat war: Die Richtigkeit der Behauptung. Gegenwärtig, wo für die Nachwahl im Wahlbezirke Alsfeld-Lauterbach gewirkt und von beiläufig 12 Antisemitenaposteln in jenem Reichsragswahl- bezirke Stimmung gemacht wird, dürfte ein andere- Stücklein Böckel'scher Wühlpolitik nicht unintereffant sein und zwar Folgende-: Die Zeitung „Volk" hielt dem Dr. Böckel vor: Er habe seine Leute in Siegen gegen Stöcker für den Nationalliberalen Dreßler stimmen laffen. Nun schreibt Dr. Böckel in Nr. 621 des „Reichsherold": „Das; ist einfach -Unwahrheit, denn wir haben überhaupt keine Wahlparole auSgegeben." Auf diese Ableugnung hin bringt die Zeitung „Volk" in Nr. 158 den Inhalt einer Postkarte, welche Dr. Böckel an seinen Vertrauensmann in Feudingen, Kreis Wittgenstein, geschrieben hat und die ?also lautet: „Geehrter Herr! Bitte, senden Sie mir Wahlresultat. Ich ersuche Parteigenoffen, bei der Wahl für Dreßler Mann für Mann zu stimmen. .Deutschen Gruß! Ihr Otto Böckel." Was sagen denn nun unsere biederen Oberheffen zu solcher Wahrheitsliebe? Es ist bereits früher im „Gießener Anzeiger" darauf hingewiesen worden, wie Böckel gegen unsere Regierung hetzt, die vielleicht das Hervorragendste zur Bekämpfung der Futternoth in ganz Deutschland gethan und wie er bei der bevorstehenden Landtagswahl das Volk gegen Bürgermeister, Lehrer, Pfarrer und Beamten auswiegelt. Selbst die Socialdemokraten Hetzen nicht in dieser böswilligen Weise, wie es der BöckelianiSmus thut und eS ist damit zugleich der Beweis geliefert, daß diese Hetzpartei den Socialdemokraten Vorspanndienste leistet. Aus den sächsischen Zeitungen ist zu ersehen, daß die Böckel'sche Wühlarbeit in Sachsen noch vicl schamloser, die Verhetzungen des Volkes noch viel gemeiner und rücksichtsloser betrieben werden, als in Heffen. Was die Hetzapostel dort ausgesprochen — ohne daß es die antisemitischen Blätter auch nur zu dementiren wagten — spottet jeder Beschreibung. Der BöckelianiSmus und der Ahlwardtismus gleichen sich auf ein Haar. Ahlwardt hat den Wählern in Neustettin versprochen: er wolle ihnen den Liter Schnaps zu 25 Pfennigen verschaffen. Daß dies offenbarer Blödsinn ist, sehen die Leute selbst ein, eS macht ihnen aber Spaß, wenn alles ver- schimpfirt und besudelt wird. Das Ziel dieser beiden Leute ist wohl nur das, sich Ansehen und eine persönliche Stellung zu verschaffen, und diesem Zwecke ist jedes Mittel recht: Aus- wühlung der Massen und grobe Unwahrheit in erster Linie. Hoffentlich gehen den Leuten doch noch die Augen auf. § Nieder Gemünden, 21. Juli. Von einer sehr bösartigen Krankheit, dem Typhus, wird unsere Gemeinde schwer heimgesucht. Nicht weniger als sieben Personen, meist junge Leute vor dem 20sten Lebensjahre, sind daran erkrankt. □ Aus dem Kreise Alsfeld, 21. Juli. Die beste Ernte haben in diesem Jahre unstreitig die Bienenzüchter zu verzeichnen. Trockene Jahrgänge, namentlich solche, in denen reichlich Honigthau fällt, sind stets gute Jahre für die Bienenzucht. Honigernte und landwirthschaftliche Ernte stehen meist im Gegensatz zu einander, wie auch in diesem abnormen Jahre. Schwärme hat eS allerdings wenig gegeben, was aber nach unserer Erfahrung in der ausgezeichneten Honigernte begründet liegt. Wie groß und reichlich das diesjährige Honigergebniß ist, mag auS folgenden Angaben ersichtlich fein. In Hainbach erntete ein dortiger Bienenzüchter von 22 Völkern neun Gentner Honig, in Homberg a. O. schleuderte ein anderer von drei Völkern 125 Pfund Honig. B. Aus dem Kreise Büdingen, 21. Juli. Heute fangen die sog. Hundstage an und wie das Wetter da beginnt, so soll cs 6 Wochen lang bleiben. Nachdem sich die Gewitter am 18. d. Mts. (Mittwoch) nach und nach ausgetobt hatten, wurde es etwas heller, gestern, am 20. er. (Donnerstag) bekamen wir Sonnenschein und heute zu „Hundstageanfang" herrscht weiche, mollige Luft, bei etwas verschleiertem Himmel, das rechte „Wachswetter", wie eS im Buche steht. Wenn wir das 6 Wochen lang so fort behalten sollten, könnten wir uns gratuliren. Eine andere Witterungs- und Bauernregel hat sich aber dieses Jahr, trotz Falb — NB! Falb hat im letzten Witterungsberichte gesagt, daß es vom 11. bis 19. Juli Regen und Gewitter gäbe! — ganz gut bewährt. Bei uns heißt es nämlich: Bis zu Johanni müssen die Bauern dem Pfarrer um Regen beten helfen, nach Johanni packls der Pfarrer allein. Die Regentage vom 11. bis 19. Juli haben das Schneiden der Gerste verhindert, worauf inzwischen auch die Weizenernte herangekommen ist. Beide Getreidearten zeigen, wie der Roggen, einen wohlgebildeten Stern, schönes, weißes Mehl und großes Gewicht. Die Anzahl der Gebunde läßt zu wünschen übrig, wie dies anno 1893 bei allen Halmgetreidearten erwartet werden muß. AlS Druschresultat bei Roggen ist mitzutheilen, daß wir pro Fuder — 60 Garben nahezu 3 Malter Körner aufheben. Sobald als thunlich, soll neues Korn zur Mühle gebracht und vermahlen werden, um festzuftellen, wie sich baß neue Korn verbackt. Da der Kern gründlich gereift, durchgeistigt und getrocknet ist, so bietet die Vermahlung keine Schwierigkeiten. Das Frühobst: Pflaumen und Frühbirnen, ist durch die feuchtwarme Witterung sehr wohl in feiner Ausbildung und Reife gefördert worden. Langsamer, darum um so sicherer, geht daS Spätobft vorwärts. Trefflich schreiten Klee, GraS, Kartoffeln, Gemüse und alle Futter- und sonstigen Hackfrüchte weiter vorwärts, man sieht die Sachen förmlich wachsen. Wir können daher jetzt sagen, daß die Futternoth als solche wenigstens gebannt ist, wenn auch Futtermangel daS ganze Jahr, bis 1894 bestehen bleibt. DaS ist aber schon ein großer Fortschritt. Bleiben unS die „Hundstage" mit günstiger Witterung treu, wie prophezeit wird, bann können wir noch ein gutes Stück auß der Verlegenheit heraußkommen und daß Jahr wird schließlich bester als die meisten zu hoffen wagten. Tarmstadi. 21. Juli. Die beiden Söhne der Familie Rau unternahmen vor einigen Tagen einen Ausflug in die I Schweiz. Mit einem Führer bestiegen sie vorgestern den ' Titlis, wobei der ältere 19jährige Wilhelm Rau abstürzte und auf der Stelle tobt blieb. Seine Leiche wird nach Mainz übergeführt, um in dem dortigen Familiengrab beigesetzt zu werden. Mainz. 21. Juli. Capellmeister Kern vom 118. Infanterie-Regiment wird wahrscheinlich nicht mehr in den Dienst zurückkehren. Als fein Nachfolger ist bereits ein Mitglied der Hochschule für Musik zu Berlin berufen, welches demnächst eintreffen wird. (Frkf. Ztg.") △ Mainz. 21. Juli. Der bekannte Parlamentarier Dr. Ludwig Bamberger begeht morgen feinen 71. Geburtstag. Bamberger, der am 22. Juli 1823 hier al- Sohn eines Bankiers geboren, war es, der in den sturmbewegten Jahren 1848/49 die Mainzer wie kein zweiter für die Freiheit begeisterte und trotz feines damaligen fast jugendlichen Alter- einzig der geistige Führer der politischen Bewegung hier war. Nach Niederwerfung der Revolution begab sich Bamberger nach Pari- und wurde Theilhaber de- bekannten Bankhauses Bischofsheim u. Eie. Kurz vor den Zollparlamentswahlen im Jahre 1868 von Pari- zurückgekehrt, lebt Bamberger feit 25 Jahren in Berlin, wo er sich bekanntlich bi- zur ReichstagSauflöfung hervorragend am politischen Leben be» theiligte. Aus verschiedenen Kreisen hier sind für den morgigen Tag Ovationen für Bamberger geplant. — Auf dem hiesigen Markte wurden heute bereit- die ersten reifen Trauben verkauft. Dieselben waren auS einem Garten in dem benachbarten Bodenheim. So frühzeitig sind feit langen Jahren keine inländischen Trauben hier auf den Markt gebracht worden. — In dem nahen Boden heim wüthete verflossene Nacht ein große- Schadenfeuer. Eine ausgedehnte Dampfziegelei ist mit mehreren angrenzenden Gebäuden ein Raub der Flammen geworden. Ms. Kassel, 21. Juli. Ein unglaublich sahr- laffig er Schütze. Ein umfangreicher Strafproceß spielte sich heute vor der hiesigen Strafkammer ab. Der Bürgermeister Albrecht von Karl-Hafen, jetzt Dice-Bürgermeister in Anklam, früher Marineoffizier, war wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt, weil er am 6. Januar Nachmittags bei Schneefall auf einer Treibjagd im ReinhardS- walde den Treiber Volle- mit feinen zwei Hunden für eine Bache mit zwei Frischlingen ansah und durch zwei Kugelschüsse schwer verletzte. Albrecht gibt an, er habe geglaubt, der Treiber sei längst vorüber, als er in der Fichtendickung eine lebende Creatur hörte - er habe nicht genau sehen können wegen der Bäume, indessen angenommen, eS sei eine Wildsau. Den Aufschrei nach dem ersten Schüsse habe er für daS „Klagen" des Wildes gehalten und deshalb nochmal- rasch geschossen. Der unglückliche Vorfall habe ihn tief niedergedrückt, er fei entsetzt gewesen, sei vor Verzweiflung hin- und her gerannt. Den WarnungSruf des Nebenschützen, Lieutenant v. Vulter, zwischen dem ersten und zweiten Schuß habe er nicht gehört. Dieser bekundet, daß er (Vulter) ganz deutlich den Ton der Treiber, ebenso daS Anschlägen der Hunde hörte. Die Treiber gingen nämlich leise mit feftge» faßten Hunden durch. Der Treiber Volles, der einzige Sohn eines Bauern, der zum Vergnügen als Treiber mitging, ist zum Krüppel geschossen, er geht an zwei Krücken, kann sich kaum helfen und ist dauernd erwerbsunfähig. Er war auf 20 Schritt an dem Bürgermeister vorbeigekommen, konnte denselben stehen sehen, als der erste Schuß fiel. Er schrie so laut er konnte: „Au, au, mein Finger!", woraus der zweite Schuß fiel. Die erste Kugel durchbohrte den rechten Daumen, schlug vor das rechte Bein, prallte aber an einem in der Hosentasche befindlichen Taschenmesser ab. Die zweite Kugel drang in die linke Hüfte ein und sitzt jetzt noch int Bein. Dolles fiel um und brach bei dem Sturze da- rechte Bein noch obendrein. Er hat 19 Wochen krank gelegen. Der Staatsanwalt beantragte nur 100 Mk., der Verletzte beantragte keine Buße, da er auf dem Eivilproceßwege eine Entschädigung von 15,000 Mk. geltend machen will, um sorgenfrei leben zu können. DaS Gericht nahm eine sehr grobe Fahrlässigkeit für erwiesen an und erkannte auf eine Geldstrafe von 500 M k. und Tragung sämmtlicher Kosten. * Berlin, 21. Juli. Gegen neun Reservisten eine« hiesigen Regiment-, die in einer Schänkwirthschaft socia- 1 istische Lieder sangen, ist auf Anzeige eine- Gen-darmen die militärgerichtliche Untersuchung eingeleitet worden. • Barmen, 21. Juli. Die Strecke Barmen-Tölle- thurm der Barmer Bergbahn, die erste e lectri sche Zahnradbahn in Deutschland, gebaut von Siemen- u. Hal-ke in Berlin, wurde gestern Nachmittag vollständig befahren. Die Bahn ist 1630 Meter lang, größte Steigung 1 : 5,5. Der Betrieb wird am 1. August eröffnet. • Ein Mangel. Musikrecensent (zu einer jungen Dame, die sich gesanglich probudrt hat): „Wissen Sie, mein Fräu- lein, waö noch im Strafgesetzbuch fehlt?" — Dame: „Nein, Herr Doctor! WaS fehlt denn?" — Musikrecensent: „Ein Paragraph, derdasunbefugteKletternauf derTon- leiter verbietet." Ar-srr-s aus den Sfanfcesamt*r ftT* «Sft* "£*?'*■ E / ” M für h,n ' „9'M “ A * “*• r=if,„ W1*« M frit : «"f ta% *®S ^'°°blich iatj,. r ipielte \ab- Der Bürger- 1 dice« Wgttmeiftn ,r ^gen fahrlässiger m b. Januar Nach- 'jagd im Reinhards» '« Hunden für eine D burch zwei Zuges. ,n/ er habe geglaubt, in der Fichtendickung l)t genau sehen können es sei eine Wildsau, se habe er für daS -halb nochmals rasch >e ihn tief niederge- ierzweiflung hin- und Nebenschützen^ Lieute» । jiveiten Schuß habe 8 er (Mer) ganz das Anschlägen btt lvch W wir \t^v- ütfc, der einzige Sohn Treiber mitging, ist iei Krücken, kann sich ufahig. Er war auf rbeigekommen, konnte Schuß fiel. Er schrie inger \", vorauf bei rchbvhrte den rechttn prallte aber an einem meffet ab. Die zweite nö sitzt jetzt noch im lern Sturze das rechr Lochen krank gelegen. 00 M, der Verletzte : Civilproeeßwege eine end machen will, um ; Gericht nahm eine ttwiejen an unb >on 500 M und [ Reservisten ernt« inkwirthschast ioeta« ige eines Gensdarmen lelettet worben. -e Barmen-Tolle eIecttfM'3» „ Siemens u. eolftii* <>' *!' ,6le SteiSW 1:g' meiner tfc M-L M*«** , mll k . ,«M ” , Sohn, Philipp fcenriette Karoltne. 14. Dem Postschaffner Heinrich Retning eine Tochter, Emma. 15. Dem Kaufmann August Ewald Spornhauer | ein Sohn.'Auaust Eugen. 15. Dem Schuhmacher Wilhelm Schmidt eine Tochter, Margarethe Louise. 16. Dem Dachdecker Emil Noll HL eine Tochter. 16. Dem Bahnarbeiter Carl Nolte ein Sohn, Georg. 18. Dem Fabrikanten Georg Noll eine Tochter. eeftorben«. Juli: 14. Louis Christoph Heinrich Decker, 25 Tage alt, >L>ohn von Fuhrmann Ludwig Decker dahier. 14. Eugen Philipp Hartmann, 1 Monat alt, Sohn von Gefangenaufseher Philipp Hartmann dahier. 15. Ludwig Böcher, 1 Jahr alt, Sohn von Landwtrth Philipp Bocher oon Bersrod. 15. Heinrich Steinmüller, 34 Jahre alt, Fabrikarbeiter von Klein-Linden. 15. Johannes Lotz, 40 Jahre alt, Schneider dahier. 16. Gertrude Müller, 2 Jahre alt, Tochter von Großh. LandgerichlSrath Wilhelm Müller dahier. 13. Sophie Sara Stern, 10 Tage alt, Tochter von Restaurateur Bernhard Stern. 18. Johann Georg Schmidt, 80 Jahre alt, Privatmann von Schotten. 19. Marte hinkler, 2 Monate alt, Tochter von Eisendreher EmU Ludwig Htnkler dahier. 19. Otto Heinrich Philipp Haas, 6 Jahre alt, Sohn von Werkführer Heinrich HaaS dahier. 19. Georg Kausch, 41 Jabre alt, cand. med. dahier. 20. Wilhelm Curtman, 60 Jahre alt, Rechtsanwalt dichter. 21. Eva Meyerhofs, geb. Faßbender, 50 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Abraham Meyerhofs dahier. 8. Juli. Beerdigt«. Matthäusgemeinde. Dm 18. Juni. Johannes Lotz, Schneider dahier, alt 39 Jahre, Auszug aus den 2 leinene Kragen, Vorhemden, Pulswärmer, Halskrausen, Kaputzen, Unterhosen, Unterjacken, Kinder-Mützen, -Höschen und -Jäckchen, Herren- und Damen Handschuhe, Pellermen, Muffs, Pelzmützen, Taschentücher, Commode- und Tischdecken, ^tin- Blousen, Schürzen, Taillenfiäbe. Häkelnadeln, Corsetkordel, Corset- schoner,Vorstecks-Schleifen,Kragen-, Manschetten- und andere Knopfe, Shlipse und ShlipS-Nadeln, Frisir, kämme, Maschinengarn, Häkelgarn, Nähzwirn, Metermaße, Strumpfbänder u. Fingerhüte, sow. Herren- und Damen-Strümpfe; 2. Spielwaaren, als Bleisoldaten, Lotto, spielen, Puppen u. f. w.; 3. ein Ladenschrank und Theke, 2 Ladengestelle, sowie 1 Flobert-Gewehr. > Di« Berst«ig«rung findet bestimmt Prima Heu (kein holländisches) per Ctr. Mk. 6.- im Waggon sco. Bahnhof Gießen. Proben können bei mir eingesehen werden. 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Schiffenbrrgerthal 52. 6458] Die den Erben der verstorbenen Eheleute Jacob WSrner zu Burgsolms gehörige Mahlmühle mit zwei Cylinder- gängen, Gries- und Putzmaschine, sowie eine neu erbaute Oelmühle, Holzschneiderei mit Kreissäge, ferner geräumige Wohngebäude, Stallung, Scheune, nebst circa 8 Morgen unmittelbar dabet belesenen Gärten, Wiesen und Aeckern mit Obstbäumen sind unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Die Besitzungen liegen in der Nahe der Bahnstation Burgsolms. Nähere Auskunft ertheilt der Vormund Sttiuhard SUUtt zu Burgsolms. |i|7ßvpr— / Baar ’ / X 5 Abzug. DerWaise Sr-ebur turi Provinz Jtrdfl Wb. . . Tübingen. . Friedberg. , Eietzm. . , Lntabach. , Stylten . Dm Provinz Provinz SrriS Lensheim. Tarmstadt. ’ Dieburg . 6xbad) . . , Groh-Gerau ^*'21* »ui«*' ftenta9v- r!^ A'< W« hm llimti ./«»»UimtUn Iw Bad) Erlitt. Mit i'l-hend durchflog «rtt fein * _ »m »ttad, d„ Man Warnt bitter RM, SSS* *•< M, i" einem H°ar ES hwHtt?it0 $ _ ^«iten g, le »o foi 14 ‘M e .! i^Nne gant n Jtbei fint meifigrito n8 ** 2° , Qn^i 't meene?! Üre toi‘ 14 Lendiv.Lercinsbezti 151 . U\ . n , 18 , 19 , 20 , 21 , 22 , 23 , 34 , ' »i. : Dm Durchschnitt l Bemerkungen: 8u! WfaumMt। -chck besser. 5Lc ifltbfn flfflni Belohnu: Bahnhofstraße 67, L Maehf., C. A. Faber. 6491 n Dank 2619.— 4823.83 aus. *«*^0******Äi Den Jnteresienten zu^Nächricht, "(64.2 2eiten t>er Nothstands - Commission in Wegen Todesfall bleibt unser 6208 "N Lande gesucht. Nap?an?gaff^i8.^" Geschäft bis Donnerstag de« 27. d vom 6448 ioc^e Xd(bteL Rente 86.30 3% Portugiesen 100.86 4»/e Griech. Monopol-Anl. Rödgen, am 3. Januar 1893. Der Director: Der Rendant: Wilh. Jnderthal. Jacob Stein II. Mehrere Former, tM«« Arb-II-r für CfenÄu8 findm sofortige dauernde Arbeit bei ». Benz a« Vo., «derstadt b. Darmstadt. 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