Lloyd >hck. ich breiml, kldampsna. Postdampsrni abäckerei *hute ®QG ***.»;.* ^chtUWE ät lÄuth. B*Tir®Er 2 rrfw «&"?£& Ae Leute zu v-mtet-en, edrM- r^*«^ Schreier in ~iJ^btrSäÜ8 jgj! „Erlengüsse 1° , M M 3. ^o?Äe» eöus bewoh ocrmiethrn- .z ist zum 1] HlöbL Simmtr5ßMa8ejL, A«»iu^^sL- K--Ms^ ^--d ä?'^ 6-7 lagt, •10 tage 2286 eßrn. itbbttg. berg. 12] An Logis zu vermiethrn- __Ebrrstrahe IS. >2] Kleine FaMen-Wohnung, jnxt itr, Küche und Zubehör, event- such ifltg., zu vermiethm. ________________Wallthorstraße 21. IJ 2. Gißt, 4 ßimmtT, fflanfarbt, met mit Wasserleitung, SlelchKtz, imübtti unb Aubchir, yx \. M :mWn. tz. tza»r HL, Merstrahe 11. >6] Der neu hergerichtete mittlere ! meines Hauses ist zu vrmieihen- Avg. Wallevfrls B»l, ____________Kirchmplich 21,1 17] Im Vorderhaus ein kleines Logii irmiethen- Leihgesternerweg 24. )3] Im Limpert'schen Hause, Aster- Ä, ist eine elegante Wohnung doi immern zum 1- M atfM früher, zu vermiethen. PferdeM Wagenremise können mitgemlelha Rt. 94. Samstag den 22. April 1893 Set «scheint täglich, Wtt luLnahm» bei Montags. Me Gießener Heeiriteltiliit wewben dem Ängriftt mSch«ttltch dreimal Leige(t|L Gießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. vtetteltädri,« IfmmMbFtMl 2 Mark 20 Pfg. mtt vringerloha. Durch die Post bez^M 2 Mark 50 Pßg. Kebadien, »0>tb*t»e und Srudetei: S-r»hprecher 61. Anrts- und Anzeigeblutt für den Avers Gieren. Hratisöeilage: Hießener JamilienSkätter Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzeu weilen Kaiser Victoria als Königshofe »«nähme oo« »ngeige« zu der Nachmittags für ba lelynbfn tag erscheinenden Nummer bis 8»neu 10 UH Ullk Uono»cen.Burkanx des In» mrd Uusla«des nehme» leietae« für den .Gießener »«zeiger- entgegen. an die (Srofth. Bürgermeistereien bezw. Local Polizeibeamten des Kreises. erlangt durch die Gegenwart des deutschen Kaiserpaares eine Bedeutung, die über den Character eines blosen fürstlichen Familienfestes wett hinausragt. Mit dem Erscheinen der deutschen Majestäten in Rom erfährt die traditionelle Freundschaft zwischen den Häusern Hohenzollern und Savoyen, sowie das seste politische Bündnißverhältniß zwischen dem deutschen Reiche und Italien aufs Reue eine kräftige und klare Be« sregelung und in diesem Bewußtsein hat die deutsche Nation ihr erhabenes Herrscherpaar mit den besten Wünschen bei der Fahrt gen Süden geleitet, in dieser Erkenntniß ist aber auch den hohen Reisenden auf italienischem Boden und zumal in Rom selbst, ein wahrhaft begeisterter, echt volksthümlicher Empfang geworden. Im italienischen Volke lebt noch heute die Erinnerung daran, daß es seine nationale Einigung wesentlich den Erfolgen der preußischen Waffen von 1866 und später denjenigen der deutschen Waffen vom Jahre 1870 mit verdankt, kräftig fort. Auf den Schlachtfeldern, auf welchen die deutsche Kaiserkrone geschmiedet wurde, ist auch die Bahn nach Rom für die Italiener freigemacht, ist die Erhebung der „ewigen Stadt" zur Hauptstadt des geeinigten Italien ermöglicht worden, und mit letzterem Ereignisse erfuhr ja die nationale Einigung der Italiener erst ihre Krönung. Alle diese historischen Thatsachen haben in den weitesten Kreisen des italienischen Volkes längst ihre volle Würdigung gefunden, während man daselbst auch zugleich den Werth der politischen Freundschaft Deutschlands mit dem Apenninenkönigreich zu schätzen weiß, unter dem Eindruck dieser Empfindung ist darum dem deutschen Kaiscrpaare ein so jubelnder Empfang bei seinem Einzuge in Rom zu Theil geworden. — Noch zahlreiche andere fürstliche' Gäste sind neben Kaiser.Wilhelm und seiner erlauchten Gemahlin am italienischen Hofe anläßlich des sil- bernen Ehejubiläums des Königs Humbert und der Königin Margarita anwesend, wie Erzherzog Rainer von Oesterreich, Großfürst Wladimir von Rußland, Prinz Georg von Griechen- land und noch zahlreiche andere Fürstlichkeiten. Auch durch diese glänzende Fürftenversammlung im Quirinal wird den Italienern selbst wie den übrigen maßgebenden Nationen Europas die einflußreiche Stellung, welche sich Italien in der Weltpolitik errungen hat, wiederum zum Bewußtsein gebracht. — Der Besuch der deutschen Majestäten beim Papste findet an diesem Sonntag den 23. April, Mittags, statt. Der Besuch wird sich genau in denselben Formen bewegen, welche schon bei dem erstmaligen Besuche Kaiser Wilhelms im Vatican im Jahre 1888 beobachtet wurden. ___________________ Ausland. Nom, 20. April. Die Stadt macht mit ihrem Flaggenschmuck und der durch die Straßen wogenden Menschenmenge einen festlichen Eindruck. Schon seit 11 Uhr ist der Verkehr unterbrochen und vom Bahnhof nach dem Quirinal ist ein Militärcordon gezogen. Auf dem Bahnhof sind die Mitglieder der deutschen Botschaft, eine Vertretung der Bockenheimer Husaren, die Herren des archäologischen Instituts und des Historischen Seminars, der Consul, sowie eine Anzahl junger Mädchen und Kinder der deutschen Colonie unter Führung der Gattin des Consuls zur Begrüßung des deutschen Kaiserpaares anwesend. Pünktlich um 12 Uhr 50 Minuten fährt der kaiserliche Extrazug in die Bahnhofshalle ein. Die Musikbande der Ehrencompagnie stimmt die preußische Hymne an, die Königsfamilie und der Minister treten auf den Perron hinaus. Schon vom Wagen aus winkt der Kaiser ihnen freundlich zu- dann, nachdem er abgestiegen, umarmt er herzlich den König, ebenso wie die Kaiserin die Königin. Darauf überreichen die jungen Mädchen der deutschen Colonie der Kaiserin ein Bouquet, während der Kaiser mit dem Prinzen von Neapel und den Ministern Giolitti und Brin spricht. Beim Hinaustreten auf den Bahnhofsplatz in« Deutscher Reich. Berlin, 20. April. Seit Donnerstag Wilhelm II. und Kaiserin Auguste hochwillkommene Gäste am italienischen zu Rom, um daselbst die Feier des silbernen Ehejubiläums der italienischen Majestäten mitzubegehen. Die schöne Feier toniren die Musik-Corps die preußische Hymne. Der König steigt mit dem Kaiser in den ersten Wagen, die Königin nimmt mit der Kaiserin im zweiten Wagen Platz. Herr von Marschall fährt mit Giolitti und Brin. Auf dem ganzen Wege zum Quirinal werden die Souveräne ununterbrochen warm begrüßt. Auf dem Quirinalplatz ist die Menge lebensgefährlich gedrängt; 22 Vereine haben hier ihre Aufstellung genommen und bereiten den Monarchen bei ihrer Vorbeifahrt eine stürmische Ovation. Mit „Viva Fltalia“ wechselnd „Viva Falleanza* und „Viva la Germania!“ Da die Rufe und das Beifallklatschen der Menge fortdauern, nachdem die Monarchen bereits den Quirinal betreten haben, treten daS Kaiserpaar und das Königspaar mit dem Prinzen von Neapel auf den Balkon hinaus, um zu danken. Die Königin macht die Kaiserin auf das prächtige Panorama mit der Peters- kuppel aufmerksam, das sich von hier bietet und auf das die Kaiserin einen langen Blick wirft- dann verneigen sie und der Kaiser sich leicht vor der Menge, während die Königin glücklich lächelnd den Gruß durch Schwenken ihres Taschentuchs erwidert. Heute Abend findet Beleuchtung der Denkmäler statt. Rom, 20. April. Die deutsche Kaiserin begab sich nach 4 Uhr, von einer Hofdame begleitet, nach dem Pantheon, vor dem sie vom Minister Martini erwartet wurde. Martini reichte der Kaiserin den Arm und führte sie in den Tempel, woselbst sie ihren Namen in das Album der Besucher eintrug. Die Kaiserin besichtigte dann unter Führung Martini's das Pantheon und fuhr nach wenigen Minuten in den Quirinal zurück. Eine halbe Stunde später erschien der Kaiser mit dem General Mocenni und legte am Grabe Victor Emanuels einen Lorbeerkranz mit goldenen Beeren nieder. Der Kranz war vorher hingeschickt worden, der Kaiser hatte aber Ordre gegeben, ihn bis zu seiner Ankunft aufzubewahren, weil er selbst ihn am Grabe niederlegen wollte. Vor dem Pantheon war nur wenig Volk versammelt, das dem Kaiser applaudirte. Rom, 20. April. Der deutsche Kaiser entsandte einen Adjutanten zum Cardinal-Staatssecretär Rampolla, um ihm officiell seine Ankunft in Rom mitzutheilen und für Sonntag den Besuch des Kaiserpaares beim P a p st anzukündigen. Rom, 20. April. Als Kaiser Wilhelm mit dem König gegen Abend den Corso Passtrte, versuchte ein Theil der Volksmenge die Pferde auSzuspannen und konnte nur mit Mühe daran von Wachen gehindert werden. Ueber das Ceremoniell beim Empfang des Kaiser paar es im Vatikan erfahre ich Folgendes: In der Sala Gialle sind vor einem Baldachin drei Sessel aufgestellt, auf dem mittleren nimmt der Papst Platz, zur Rechten der Kaiser, zur Linken die Kaiserin. Nach kurzer Unterhaltung entfernt sich letztere, um die Museen und die Peterskirche zu besichtigen, während 2lmtlid?cr Theil. Gießen, den 20. April 1893. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. Soweit Sie unserer Verfügung vom 2. Februar 1893 — Kreisblatt Nr. 30 — noch nicht entsprochen haben, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. v. Gagern. Gießen, den 20. April 1893. Betr.: Die Wahl der Schulvorstandsmitglieder. Die Vrotzh. Kreis-Schulcommisston Gietzeu an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Sie mit Erledigung unserer Verfügung vom 30. März 1893 — Anzeiger Nr. 80 — noch im Rückstände sind, erinnern wir Sie an baldige Erledigung. v. Gagern. Frrrilleton. Der kritische Tag. Eine Examensgeschichte von Edgar Reinhold. (2. Fortsetzung.) ,Ja," sagte dieser gemächlich, „aber Sie müssen mir erst irgend eine Legitimation zeigen, der Herr Lieutenant könnte darnach fragen." Eine Legitimation! Himmeldonnerwetter, auch das noch! Doch halt! Anton hatte ja in seiner Brieftasche noch die glücklich wiedergesundene alte Studentenkarte- war sie auch ungiltig, so stellte sie doch zweifellos seine Identität fest. Eiligst griff er in die Brusttasche seines Fracks und merkte in der Hast und Erregung nicht, daß das in Papier gewickelte Armband dabei herausfiel und einem Schutzmanne — der Schnapsbruder war inzwischen in die Arrestzelle gebracht worden — vor die Füße kollerte, der es in einer Anwandlung von Höflichkeit oder Neugier aufhob, sorgfältig betrachtete, dann stutzte, einen scharf prüfenden Blick auf den Verlierer warf und dann verstohlen einen Wink dem Wachtmeister gab, der eiligst zu seinem Untergebenen trat und mit diesem, unbekümmert um den Protest des unglückseligen Can- didaten, ein heimliches Zwiegespräch begann. In diesem Augenblicke schlug es zehn Uhr und der Lieutenant des Reviers betrat die Stube. In seiner Angst wollte Anton auf ihn losstürzen, aber der Wachtmeister kam ihm zuvor: „Ich melde gehorsamst, Herr Lieutenant, daß ich eine Meldung von Wichtigkeit zu machen habe." Und als Anton dennoch zu sprechen versuchte, wies ihn ein, wenn auch nicht unhöfliches, so doch nachdrückliches: „Warten Sie bis nachher," zur Ruhe. Er wartete also. Es kam ja nun auch aus einige Minuten mehr oder weniger nicht an, er kam doch zu spät zur Prüfung. Indessen hingehen wollte er auf jeden Fall, sagte er sich mit verbissenem Ingrimm- hatte er heute so viel Pech gehabt, wollte er auch den Kelch bis auf die Neige leeren und seinen Durchfall mit allen Chicanen haben. Die Conferenz zwischen dem Lieutenant und seinem Wachtmeister währte eine ganze Weile, ohne daß Anton Feller sich erklären konnte, worüber eigentlich verhandelt wurde. Schließlich setzte der Lieutenant sich an den Tisch, studirte aufmerksam das vorhin angefertigte Protokoll und winkte dann dem Delinquenten — denn als solchen begann Anton bereits sich zu betrachten, ohne daß es ihm jedoch klar war, was er verbrochen — heranzutreten. Das Verhör begann: „Sie haben angegeben, der Rechtscandidat Anton Feller und auf dem Wege zur Referendariatsprüsung zu sein." „Ja-" „Können Sie sich über Ihre Person ausweisen?" Anton überreichte seine Erkennungskarte, die vorhin der Wachtmeister zu beaugenscheinigen nicht mehr Zeit gehabt hatte. Der Lieutenant betrachtete das Document, dann den Inhaber desselben und sagte kopfschüttelnd: „Wenn Sie wirklich Rechtscandidat sind, dann mußten Sie doch bei der Exmatrikulation die Karte abgegeben haben. UeberdieS ist mir erinnerlich, daß eine Anzahl studentischer Erkennungskarten als verloren angemeldet wurde. Sehen Sie doch einmal nach, Wachtmeister, ob die des atud. jur. Anron Feller darunter ist." Der Wachtmeister schlug nach und berichtete schmunzelnd: „Jawohl, Herr Lieutenant, als verloren angemeldet und von der Universität für ungiltig erklärt am 27. Februar." „Also ist daS jedenfalls keine Legitimation," bemerkte der Lieutenant ernst, „das hätten Sie wissen müssen. Wie kann ich nun glauben, daß Sie der rechtmäßige Inhaber der Karte find?" Anton berichtete wahrheitsgetreu die Geschichte von der verloren gewesenen und wiedergefundenen Studentenkarte. Der Polizeiosfizier sagte: „Das mag ja so gewesen sein —" „Es mag nicht nut so gewesen sein, sondern es ist so gewesen," brach hier der durch die vermeintlichen Weitläufig, teilen gereizte Candidat los, „und ich darf nun wohl bitten, mich hier nicht länger zurückzuhalten." „Halten Sie sich, wenn ich bitten darf, in den einer königlichen Behörde gegenüber zu beobachtenden Grenzen," entgegnete der Offizier scharf, fügte dann aber gleich freundlicher hinzu: „Ich begreife das Unangenehme Ihrer Lage vollkommen, denn als Mensch schenke ich Ihren Worten vollere Glauben, als Polizeibeamter darf ich es vorläufig unter keinen Umständen thun, bis Ihre Angaben ausreichende Bestätigung gefunden haben." „Aber ich selbst habe mir doch gar keine Ausschreitung zu Schulden kommen lassen." „ES handelt sich gar nicht um Ihr Rencontre mit dem Proleten, deßwegen hätten Sie längst hier fortkommen können. Aber Sie werden gleich selbst sehen, daß ich gar nicht einmal die Befugniß habe, Sie sofort zu entlassen. — Geben Sie einmal das Ding her," wandte sich der Lieutenant an betr hinter Anton in dienstlicher Haltung stehenden Schutzmann, welcher nun dem Offizier einen in Papier gewickelten Gegenstand überreichte, das gefundene Armband, den glückverheißenden Talisman, wie Anton sofort erkannte. Das inquisitorische Frage- und Antwortspiel begann sofort wieder: „Gehört dieses Armband Ihnen?" der Kaiser beim Papst zurückbleibt. Die Kaiserin kehrt nicht mehr in das Cabinet des Papstes zurück, sondern begiebt sich direct zur preußischen Gesandtschaft. (Franks. Ztg.) — DaS schweizerische Tepartement be» Aeoßeren hat offiziell bekannt gegeben, daß daS deutsche Kaiserpaar bei seiner Rückreise durch die Schweiz am 2. Mai in Luzern durch eine Abordnung de» Buode-ratheS begrüßt werden w rd. Die Majestäten gedenken an genanntem Tage, falls es das Wetter gestattet, mit Dampfschiff von Flüelen her in Luzern einzutreffen und daselbst bis Mittag zu verweilen, dann erfolgt die Weiterreise über Basel. Drei höhere schweizerische Offiziere werden daS Kaiserpaar auf deffen ganzer Reise durch die Schweiz begleiten. Deutscher Uerchrtag. 79. Sitzung. TouuerStag, 20. April 1893. Aus der Tage-ordnuna steht zunächst- erste Berathung de» Gesetzentwurfs zum Schutz der Waarenbezetchnungen. Abg. Dr. Hammacher (nl.) erblickt tn der Vorlage einen wesentlichen »Fortschritt. Sie bringe eine wichtige Neuerung, als sie mit den Freizeichen Aufräumen wolle Weitere Vorzüge de« Entwurf« seien die Eoncentratton des Markenschutzes, indem die Marken nicht mehr bei den localen GerichtSftellen, sondern beim Patentamt etnzu- reichen find: die Zulassung von Worten al» zu schützende Marken: die Einführung einer Art von Vorprüfung an Stelle befl reinen Anmeldeverfahren»; Strafbarkeit der groben Fahrlasfigkett beim Gebrauch geschützter Marken; Rechtsschutz derjenigen characteristischen Bezeichnungen der Waaren, welche, ohne in den Bereich der eigentlichen Marken zu fallen, ähnliche Zwecke wie diese verfolgen, indem fie rasch und leicht Über Ursprung oder Beschaffenheit der Waarm ortentirm, also u. A. Bestimmungen gegen fälschliche Angaben über dm Ursprung der Waaren. Bedmken beständen gegen die Besttm- munam zum Schutze nichtetngetragmer Bezeichnungen und die Form der Austragung von RechtSstretttgketten über Markenschutz. Redner beantragt Verweisung der Vorlage an eine 21er-Eommission. Abg. Schmidt-Elberfeld (bfr.): Die Vorlage sei mit großer Sorgfalt und Hingabe an bie Sache auSgearbettet. Die Veröffentlichung deS Entwurfs vor deren Feststellung habe gute Früchte getragen, indem die Wünsche der Interessenten weitgehende Berücksichtigung gefundm. In der Commission werde der Wunsch ver- schiedener Handelskammern »u erörtern fein, ob es sich empfehle, dem Patentamt eine Centralstelle zur Seite zu geben, welche die den Waaren direct aufgeprägten k. Waarenzeichen prüfe. Auf Freizeichen werde man wohl nicht ganz verzichten fennen. Die Behandlung der Ausländer sei anders zu regeln; der Ausländer, der für etwas, wo- füt der Inländer mit strafe bedroht werde, straflos auSgehe, könne nur bei dm Zollämtern gefaßt roerben. AuSlänbische Waaren, bie unter Verpackung, welche den Anschein erwecken, alS ob sie in Deutschland geschützt feien, ober unter falscher Ursprungsangabe eingehen, seien zu consisciren. In Englanb würden dmtsche Waarm viel schlechter behandelt al» englische Waaren und wir hätten alle Ursache, uns vor unreeller Concurrenz zu schützen. DaS englische Gesetz über Waarenbezeichnungm gehe daraus auS, rmommirte deutsche Waaren- zeichm zu unterdrücken und die betreffenden Waarm namenlos zu machen. Gegenüber der böswilligen GesetzauSlegung tn England zu Ungunsten deutscher Waaren helfe nur, baß wir dm Engländern in gleicher Münze heimrahlm. Obgleich Deutschland einen Meistbe- günfttgungSoertrag mit England abgeschlossen habe, würdm deutsche Waaren in England differentiell behandelt. ES müffe dem Auslände durch seste Gesetzesbestimmungen klar gemacht werden, daß Deutschland feine Gewerbetreibenden wirklich schützt. Der Chauvinismus in England gehe so weit, baß eS neulich öffentlich monirt würbe, daß am Hofe der Königin beutsche Bleistifte unb amerikanische Gold- ftbern benutzt würben, anstatt englische» Product; aber btefe Artikel wurden in England gor nicht in gleicher Qualität geliefert. DaS Bestreben in England sei ersichtlich daraus gerichtet, die deutsche Einfuhr zu verhindern: bei dieser Vorlage biete sich Gelegenheit, dm Engländern darauf die nöthtge Antwort zu geben! Hier könne es nur beißen: Auge um Auge, Zahn um Zahn! Die englische Regierung lasse deutsche Waaren, weiche dm dortigen, künstlich aus dem Gesetz interprettrten Ansorberungm nicht entsprechen, ein loyal geschütztes deutsche» Zeichm tragen, bas ähnlich auch in Englanb eingetragen ist, ober nicht bie Worte aufwetsm: „made in Germany1- einfach confis- ciren unb zu Gunsten der Zollbeamten vei steigern. Letzt-rer Umstanb beweise, baß man gar kein sachliche» Bedenken dagegen hat, baß jene Waaren im Lande verarbeitet werden. Frhr. o. Buol - Behrmberg (Ctr.) spricht seine Freude über die allgemein günstige Ausnahme der Vorlage aus unb steht etwaigen Vorschlägen hinsichtlich ber Behanblung der Ausländer im Sinne des Vorredners zustimmmd gegenüber. Er begrüßt die Ausdehnung des Markenschutzes auf nicht in das Handelsregister eingetragene Gewerbetreibende, Landwtrthe usw. unb erklärt fein Ein- »ES wuß mir vorhin aus ber Tascke gefallen sein, ohne daß ich eS gewahr wurde." „Ganz recht. Wollen Sie mir, bitte, erklären, wie Sie in den Besitz dieses Armbandes gekommen sind?" „Ich habe es gefunden." „Wann und wo?" „Heute Morgen in einer Conditorei, in^welcher ich eine Taffe Bouillon zu mir nahm." „In welcher Conditorei?" Anton wußte den Namen nicht, doch vermochte er die Straße anzugeben. „Also jedenfalls die Conditorei von Otto Kleine," sagte der Lieutenant, „roor Jemand zugegen, als Sie den Fund aufhoben?" „Die Conditormadame. Sie sagte, eine junge Dame, bie Tags zuvor dagewesen wäre, hätte es jedenfalls verloren. Die Madame selbst wollte den Fund nicht aufbewahren, sie behauptete, und wie ich jetzt sehe, nicht mit Unrecht, man habe mit solchen Dingen nur unnäthige Scherereien. So nahm ich da» Kleinod am mich, um eS dann später auf der Polizei abzuliefern." Der Lieutenant ignorirte die Bemerkung über die un- nütbigen Scherereien nnd schwieg eine Weile nachdenklich, dann sagte er: „Ich zweifle nicht, daß die Recherchen die volle Wahrheit Ihrer Angaben bestätigen werden. Sie sind jedenfalls das Opfer eines unglücklichen Zufalls. Sie sagen, das Armband soll gestern bereits verloren worden sein?" „So sagte die Frau." „DaS Armband ist aber mitaufgeführt unter den heute Nacht bei Herrn Geheimerath Lange gestohlenen Gegenständen. Die Sache ist also einigermaßen räthselhaft und Sie werden selbst einsehen, daß ich Sie nicht entlassen kann, bis Sie von dem mit den Nachforschungen über diesen Einbruch betrauten Criminalcommiffar, dem ich sogleich Mittheilung zu- kommen lassen werde, vernommen sind." (Fortsetzung folgt.) verständniß mit den wesentlichsten Punkten der l-orlage, so mit der Eenlraltfiiuvg. mit der Vorprüfung ohne Aufgebot rc. Der von mehreren Setten gemachte Boi schlag, locale Meldestellen tu errichten, fei nicht practifch, well dem Schwierigkeiten tn der Feststellung der Priorllät der Anmeldungen entstehen würden. Von dem Entwürfe gelte das Wort: Wa» lange wähn, wird gut Direc'or im Reich Samt des Innern Rieberding: Das BedÜrfniß zu den vorgefchlagmm Äexberungcn habe sich erst im Laufe der Jahre herauSgestellt. Redner oertheidigt dem Abg. Dr. Hammacher gegenüber, daß nicht dem Patentamt, sondern den ordentlichen Gerichten bie Entscheidung in Markenfchutzftreilsachen übertragen wird. Die Ausführungen de» Abg. Schmidt anlangend, so würben die von ihm empfohlenen Maßnahmen eine wesentliche Verzögerung bei der Waareneinfudr zur Folge haben. Da» auswärtige Amt sei bemüht, die Interessen der deutschen WaarenauSfuhr zu fördern; da» sei ja auch vom Abg. Schmidt anerkannt worden. Jedenfalls werden die deutschen Waaren tn England nicht schlechter behandelt, wie französische, spanische usw. Mit der englischen Gesetzgebung müffe die deutsche Einfuhr nach England rechnen. Adg. Huitz sch (conf) consiatirt, daß die Vorlage gut vorbereitet und gründlich durchgearbeitet sei und den Wünschen ber Interessenten entgegenkomme. Sie habe deshalb auch auf allenISeiten eine wohlwollend« Ärttif gefunden. Er wünsche nur, baß die Vorlage recht bald zur Verabschiedung gelange, wenngleich in dieser Hinsicht bei ber Geschäftslage bes Haufe» nicht sehr große Hoffnung zu hegen sei. Einer Beschleunigung der Fertigstellung der Vorlage würde es förderlich sein, wenn dieselbe nur an eine 14-r-Commission verwiesen würde. Abg. Goldschmidt (dir.) spricht für Entscheidung von Marken- schutzstreitigkeilm durch da» Patentamt. Die Vorlage wird an eine 21er-Commission verwiesen. Sodann wird die zweite Berathung der Novelle zum Wu cher- gesetz fortgesetzt. Die Bestimmungen über den Sachwucher werden gegen die Stimmen der Freisinnigen angenommen. Die Bestimmungen über die Rechnungslegung finden in nachstehender, vom Abg. Frhrn. v. Buol (Ctr.) beantragten, vom Abg. Hahn (conf.) amenbirten Fassung Annahme: Wer gewerbsmäßig Gelb- ober Kreditgeschäfte betreibt, hat für Jeden, mit welchem er darau» in Geschäftsverbindung steht, für jedes Kalenderjahr bie Rechnung abzufchlteßen unb dem Schuldner binnen drei Monaten nach Schluß des Jahre» einen schriftlichen Auszug dieser Rechnung mitzutheilen, der außer dem Ergebniß derselben auch erkennen läßt, wie solche» erwachsen ist. Wer sich dieser Verpflichtung vorsätzlich entzieht, wirb mtt Geldstrafe biß zu 500 Mark ober mit Haft bestraft unb verliert ben Anfpruch auf bie Zinsen für ba» verflossene Jahr hinsichtlich der Geschäfte, welche in den Rechnungsauszug aufzunehmen waren. Die vorstehenden Bestimmungen finden keine Anwendung: 1. auf öffentliche Banken, Notenbanken, Boden- creditinstitute und Hypothekenbanken auf Actien, auf öffentliche Leihanstalten, auf Spar- und Darleihinstitute öffentlicher Korporationen und auf eingetragene Genossenschaften, wenn es sich um ben GefchäftS- verkehr mit ben Mitgliedern handelt; 2. auf ben GefchäftSoerkehr zwischen Kaufleuten, beren Firma in das Handelsregister eingetragen ist. Die Abstimmung erfolgt durch Namensaufruf und ergibt 131 Stimmen mit Ja und 83 mit Nein. Abg. Rintelen (Ctr.) beantragt Einfügung einer Bestimmung, wonach eS ber Landesgesetzgebung überlasten bleiben soll, weitere Bestimmungen zur Verhütung unb Bestrafung beS Wuchers bei dem Handel mit Vieh, bei der Diehpacht unb bei dem Handel mit ländlichen Grundstücken zu treffen. Reg.-Commistar Geh. Rath Dungs tritt dem Anträge in dieser Form entgegen. Die Befugniste, die der Landesgesetzgebung übertragen werden sollen, müßten wenigstens ganz speciell umgrenzt werden. Abg. Dr. v. Bar (bfr.) schließt sich dem an. Abg. Graf v. HoenSbroech (Ctr.) befürwortet den Antrag, über dessen Wichtigkeit man juristische Bedenken hintansetzen sollte. Abg. Stadthagen (Eoc.) spricht gegen ben Antrag, ber nur Special- und Ausnahmegesetze schaffe. Abg. Dr. v. Marquardlsen (notl.) spricht sich gleichsallS gegen ben Antrag in ber oorltegenben Fassung auS. Abg. v. Äarborff (Rp.): In ber Sache habe ber Rintelen'sche Antrag burchaus Recht. BiS zur drillen Lesung werbe hoffentlich eine Fassung gefunben werben, welche die heule geäußerten Bedenken auSschließt. Abg. Dr. Böckel (Mntifemii) spricht für den Antrag Rintelen. Der Handel mit ländlichen Grundstücken sollte überhaupt verboten werden, denn der Boden solle die Nation ernähren, kein Schacherobject sein. Redner schildert bann bie verschiebenen Formen beS Viehwuchers im Hessischen, der dort so verbreitet sei, weil dort so viele Juden feien. Abg. Stadthagen (Soc.) protestirt gegen die letztere Aeußerung. Es müsse jeder Wucher bekämpft werden; einen speciell jüdischen Wucher gebe eS nicht. Der Antrag Rintelen wird angenommen. Damit ist bie zweite Berathung bet Novelle zum Wuchergesetz beendet. Morgen: Antrag Stadthagen auf Genehmigung feiner Strafverfolgung, kleine Vorlagen, Reichsseuchengesetz. Heucfte Hacbrlcbtcit* Wolff- telegraphische» Correfpondenz-Bureau. Hamburg, 20. April. Eine stark besuchte, von sieben Bürger- und Communalverefnen einberufene Versammlung nahm nach einer beifällig aufgenommenen Rede des Rechtsanwalts Dr. Goldfeld eine Resolution an, bie besagt: DaS Bürgerschaftswahlrecht soll allen Staatsangehörigen ertheilt werden, die daS 25. Lebensjahr vollendet, die letzten fünf Jahre ununterbrochen im Hamburger Staatsgebiet gewohnt, im letzten Jahre Einkommensteuer bezahlt und den Bürgereid geleistet haben. Wählbar zur Bürgerschaft sollen alle dreißigjährigen Bürger sein. München, 20. April. Weiter eingezogenen Erkundigungen zufolge erlitt der Großherzog von Luxemburg kürzlich im Schloß Hohenburg einen Rippenbruch und erkrankte, wenn auch nur unerheblich, bei der gestern erfolgten Ankunft in München. Die völlige Erholung und die Rückreise nach Schloß Hohenburg dürfte demnächst erfolgen. Floreoz, 20. April. Die Trauung deS Fürsten Ferdinand von Bulgarien mit der Prinzessin von Parma hat heute Nachmittag in der Billa Pianore stattgefunden. ____________ Depeschen de» Bureau .Herold". Berlin, 20. April. Die Socialdemokratcn haben durch den Abg. Bebel erklären lasten, daß sie der Interpellation Ahlwardt die Unterstützung versagen. Infolge dessen hat Ahlwardt nochmal» mit Bebel versucht, ihn für eine andere Form der Interpellation zu erwärmen und versprach dann Bebel, demselben Einsicht in einen Theil de» Actenmaterial» zu gewähren. Berlin, 21. April. Der BuNdeSrath hat in seiner gestrigen Sitzung den Gesetzentwurf wegen Fertigstellung de» Nachtrages zum ReichShauShaltS-Etat betreffend Nach- förderung zur Chicagoer Weltausstellung dem Ausschuß für Rechnungswesen überwiesen. Berlin, 21. April. Der Bericht der Militär- co mmiffion, welcher bis Montag frstgestellt fein wird, umfaßt im Druck 140 Quartseiten. MhSlowih, 21. April. Große» Aufsehen erregt die Landesverweisung von 19 deutschen Beamten auS den Fabriken bei SoSnowice tn Polen, weil fie angeblich der russischen, bezw. der polnischen Sprache nicht mächtig sind. Ro«, 20. April. Der „Popolo Romano- feiert in begeisterten Worten die Ankunft deS deutschen Kaiser» in ! Italien. Der Artikel schließt mit erneut .Erviva Germania*. Ro«. 21. April. Heute empfängt König Humbert die außerordentlichen Gesandten und zwar zuerst General Billot, welcher Frankreich vertritt. Ra«, 20. April. Da» hiesige Docialtstenblatt fordert den König auf, seine Civil liste auf 250,000 Franc» festzustellen und zwanzig Millionen zu Gunsten de» Volke» zu opfern. Sharleroi, 20. April. Die Polizei hielt bei einem Anarchisten eine Haussuchung und entdeckte eine große Anzahl Dynamitpatronen. Der Anarchist wurde verhaftet. Coccdts unb provinzielle». Gieße». 21. April 1898. •* Reue» Theater. Der gestrige Theaterabend brachte „Die weiße Dame", komische Oper in 3 Acten von Boildieu. Zu den großen Vorzügen derselben gehört hauptsächlich die vortreffliche Textunterlage, welche dem Componisten ein überaus dankbare» Feld geschaffen, fein Talent zu ver rathen. Die schottische Sage von der „weißen Frau von Avenel" ist uralt und von verschiedenen englischen Romanschriftstellern aus da» Ergiebigste auSgebeutet worden, kein Wunder, daß sich der französische Lustspiel-Dlchter Eugen Scribe de» interessanten und ergiebigen Stoffe» bediente unb dem hochbegabten Componisten ein Llbretto zur Verfügung stellte, welches sowohl der Romantik, sowie der Komik in gleich glücklicher Weife gerecht wird. Die Musik ist von seltener Schönheit und gehört unstreitig zu dem Besten, wa» auf dem Gebiete der komischen Oper je geleistet worden ist. Der Melodienreichthum in derselben, die effectvolle Instrumentation, sowie die meisterhaften Ensemblesätze weisen von den vielen Compositionen deS Meister» gerade der „weißen Frau von Avenel" den ersten Rang in seinen Schöpfungen an und ist ihm dafür auch der Lorbeer der Unsterblichkeit geworden. — Um die gestrige Aufführung machte sich in allernächster Linie Herr Eapellmeister Frenzel verdient, der mit dem tüchtigen Orchester die gestellten Aufgaben glücklich löste und namentlich da» äußerst schwierige Finale im 2. Acte mit Bravour zur musikalischen Geltung brachte. Herr Neu sch, den wir seit langer Zeit nicht gehört, schien uns als Georg Brown, diesem Steckenpferde aller Tenoristen, noch nicht ganz sicher zu fein; trotzdim sand er sich mit seiner Parthie zufriedenstellend ab, einzelne Nummern, wie z. B. „O welche Lust, Soldat zu sein", und im 2. Acte „Komm, o holde Dame" wurden mit vieler Wärme vorgetragen. Herr Kieker (Gavefton) löste seine wenig dankbare Aufgabe mit vielem Geschicke, dasselbe gilt von Herrn Beermann als Dickson, der die dankbaren „Schlager" feiner komischen Partie trefflich wiedcrzugebxn wußte. Fraulein Kronegold al» Miß Anna dürfte diese Partie mit zu ihren besten Leistungen zählen, welche die tüchtige Künstlerin bisher geboten. Fräulein Ziemann leistete als Jenny ebenfalls Anerkennendes und wurde namentlich die Ballade im 1. Acte von ihr vorzüglich gesungen; nur wolle sich die Darstellerin von einigen unschönen Gesten, namentlich den Armbewegungen frei machen und sie würde un» noch bet Weitern besser gefallen. Eine noch unbekannte Kraft lernten wir in Fräulein Marano kennen, welche die Margarethe zufriedenstellend sang; im Dialog machten sich einige Unebenheiten geltend, die wohl aus Kosten der Befangenheit zu setzen sind, auch war Fräulein Marano in Ma»ke entsprechend, im Spiel jedoch zu jugendlich. Die kleineren Parthien waren entsprechend besetzt^ vieles Lob verdient auch da» Chor-Personal. Die Ausstattung an schottischen Gewändern war eine sehr glänzende und farbenreiche und hat Herr Director B a a r» somit wieder einmal von Neuem gezeigt, wie sehr derselbe bemüht ist, dem Publikum da» denkbar Vollendetste zu bieten. Die Aufführung der Oper war eine durchweg ehrenvolle. Da» gut besuchte Hau» nahm die Leistungen sehr dankbar auf unb opplaudtrte tüchtig. Eine baldige Wiederholung der Oper dürfte der Direction in ihrem Interesse zu rathen fein unb nochmal» ein vollbesetzte» Hau» bringen. *• Reue» Theater. Am Sonntag gelangt Carl Mari» von Webers „Freischütz" zur Aufführung und dürfte un» somit eine recht genußreiche Sonntagsvorstellung in Aussicht stehen. ** Wie wir bereit» meldeten, unternimmt die bei Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm in diesem Sommer wieder eine Eoncertretse nach Hamburg. Die Adreife erfolgt am 6. Mai und dauert da» Engagement bi» zum 27. Mai. Die Concerte finden nicht, wie wir berichtet, in dem Richter'schen Locale, sondern in dem öcncertbou» von Gedr. Ludwig, bekanntlich dem größten unb schönsten Concertlocal Hamburg», statt. Da voraussichtlich am 23. (nächsten Sonntag) die Capelle da» letzte Mal vor der Abreise in voller Stärke conccrtiren wird, so machen wir da» Publikum auf diese» in Steins Garten statifindende Covcen aufmerksam. ** Schalter «nnben an Sann unb Feiertagen. Au» Berlin wird mitgethellt, daß die von den Oberpoftdirectionen eingeforderten Gutachten über Verlegung der Schalterstundew * Bürginnen' ... AM-öusecker rtrlt” «übte- fritrtott werde" «aldt"«d ve r=k earüM 5-»Katrin del pjOO Mark kaum Lttiifirih, 2( -.'«daenn unsere! -grade getragen, y; fahren. ' b-ji* war d ..-rr den SM i. ter Familie ist •frruM HcchtsanwaliS B «ul', wurde flt1 ;R;d)tknWfllt D -cutt Lorwittaj —"1 Ter diesjäh •MQunithW T.nncl .Du Til Di'mci „Treifpi Tiüncl „Cchei'l'l Tnmct „I'obenj" Tiind Mühlbach „Dianadu foil in Lege bet1 welche gegen bli Gebote sind bis 28. ’-nfM versieg emzureichen, zu Mnnbet. Diese Lraunfe Weiter Ir. ßdkihkß ctr'Mch btt S Wfafflung Jn$so** Baltb !HÄkli JS8® Manjia« ^»ven f WJ «'M emann.Ho Tut Toonerftt 460,000 fit MvUhnlt ciqe Teidcshcir ^Halts-Eta. t fr10 8kmani«tl rt E8-bent^en ft in be- • * *av .'S»««• »...,„ '--tritt. "* ** S-n,,^ * *•* 4^ ' 1(1 ^ovinzielles. M», 21. April 1893 ftstfü* 7°«°» Mflb« “’S-, t-elche dm Lmp^ m ltd*», fem Uh „ 5 X* "Wta $mu °°» .J*, '**» »«*■ Iwrben (ein i* L°^i!,.Dicht« km -jliMjeii Stofjts btbiinte unb J ™ «tbrttto jur Streun« wmantit, fomie btt Somit i, * »’r»- Di- Rostt ist e»n “M i“ tat Btfttn, m 1 Dper je geleistet worden ist. Ä, die efitcfoottt Mru« ijttn WrMfiätze- weijen von Meisters gerade der „weißen en Rang in seinen Schöpsungen der Lorbeer der Unsterblichkeil Aufführung wachte sich in aller- leister Frenzel verdient, der )ie gestellten Ausgaben glücklich äufeerft idjmitrige filnolt im musikalischen Geltung brait?. mgrr Zeit nicht gehört, schien a Tteäen^rrde aÄn Tenoristen, ; trotzdem fand er sich mit feiner einzelne Rumwern, wie z. B. jein", und im 2. Acte „Komm, lit vieler Wärme vorgettagen. te seine wenig dankbare Ausgabe . e gilt von Herrn Beermann in „Schlager" seiner komischen wußte. Fräulein Kronegold je Partie mit zu ihren besten tüchtige Künstlerin bisher gt- n leistete als Jenny ebenfalls mentlich die Ballade im 1. Mett nur motte sich die Darstellerin namentlich den Armbewegungen s noch bei Weitem bester ge- Araft lernten wir in t Margarethe zchrrdenstellen h einige Unebenheiten jeltenb, >« * Di- w iiWf11 i« D«i gut l )u*m *"* au( •» G--i sS&~ \ bie Wle ndern ,n -i.(Q und ' «o | li» d»>Alht« * | >tt 5 i»f * re ,n Aus 1 ’ Berit»« b" tiei den Postanslalten an Sonn- und Feiertagen sich in der Mehrzahl für Offenhalten der Postschalter von 11 bis 1 Uhr ausgesprochen haben, wogegen dann das Offenhalten Nachmittags von 5 bis 7 Uhr fortfallen könne. *♦ Der siebente Berufsgenoflenschaftstag findet am 27. Juni d. IS. in Stuttgart statt. — Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß» ; Herzog haben Allergnädigst geruht: am 6. April dem Be- ' dienten Johann Wailgony und dem Hausknecht Ludwig s Bro hm, beide in Diensten Seiner Erlaucht des Herrn I Grafen zu Erbach-Fürstenau, die Rettungsmedaille, am 12. April dem Bürgermeister Konrad Wolf von Appenrod das all- * gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „für langjährige treue Dienste" — zu verleihen. n. Alteu Buseck. 19. April. Heute Nachmittag entstand im AlteN'Busecker Wald ein Brand, der bald solche Ausdehnung annahm, daß die Feuerwehr in Alten-Buseck alarmirt werden mußte. DaS Feuer konnte bald auf seinen Herd beschränkt werden. Ober Mörlen, 19. April. Die durch den neulichen Waldbrand verheerte Fläche, etwa 40 Morgen 6jähriger eichener Stockschlag, muß ab geholzt werden. Da die Lohrinde natürlich verloren ist, so dürfte der Gemeinde, der Eigenthümerin des Areals, ein recht empfindlicher (mit 1200 Mark kaum zu hoch bemessener) Schaden erwachsen. Steinfurth, 20. April. Vorige Woche wurde die älteste Bewohnerin unseres Ortes, die Wittwe des Peter Schneider zu Grabe getragen. Dieselbe erreichte das hohe Alter von 9 3 Jahren. Eine zahlreiche Nachkommenschaft war ihr Geschieden, waS die 87 Enkel und Urenkel, wovon noch 64 unter den Lebenden weilen, zeugen. Als jüngster Sprosse ihrer Familie ist ein Ururenkel zu verzeichnen. Dermifditcs» * Frankfurt, 19. April. Ueber das Vermögen des früheren Rechtsanwalts Barth, Verlegers des „F a n k f u r t e r I o u r- n a l", wurde gestern Nachmittag Concurs erkannt und der RcchtSanwalt Dr. Hassel zum Concursverwalter ernannt. Heute Vormittag sollte die gesummte Druckerei-Einrichtung des „Frankfurter Journal" zwangsweise versteigert werden- diese Versteigerung mußte aber in Folge der ConcurSerklär- ung unterbleiben. Es wird beabsichtigt, das Blatt auf Kosten der Concursmasse vorläufig noch weiter erscheinen zu lassen, um zu sehen, ob sich ein Käufer dafür findet. Nach einem Mitte März versandten Rundschreiben an die Gläubiger belaufen sich die Schulden des Verlegers auf 80—90000 Mk. Herr Barth hat überdies sein ganzes nicht unbeträchtliches Vermögen für das Unternehmen geopfert. N. H. Volksbl. * Trier, 19. April. Durch ein zusammenstürzendes Gerüst beim Kirchenbau in Sien, Regierungsbezirk Trier, wurden drei Arbeiter getödtet und fünf verwundet. ♦ London. 20. April. In der Wohnung des Directors , der englifchen Bank wurden für 50000 FrcS. Juwelen j gestohlen. ♦ Chicago, 20. April. Bei dem Abstürzen eines Ballons fiel der Luftschiffer Steringer aus einer Höhe von 40 Fuß herab und verletzte sich lebensgefährlich. kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 22. April: Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dingeldey. Sonntag den 23. April, Jubilate: Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dingeldey. Conflimation der Kinder aus der LukaSgemeinde. Feier des heiligen Abendmahls. Collecte für die Armen. Abends 6 Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein- Kinderkirche Vormittags SV, Uhr in der Friedhofscaptlle: Pfarrer Schloff er. Sonntag den 30. April, Nachmittags 2 Uhr, findet Vorstellung und Prüfung der Confirmanden aus der Markusgemetnde statt. Katholische Gemeinde. Sonntag den 23. April, 3. Sonntag nach Ostern. Samstag: Nachmittags um 4*/e Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um v'/, Uhr erste hl. Messe; um 71/, Uhr AuStheilung der bl. Communion; um 81/, Uhr zweite hl. Messe; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre, darauf Andacht. Eingesandt. »teste«, 20. April 1893. Nachdem die Aussaat längst beendet und die FrühjahrSsaaten, ttotz der anhaltenden Trockenheit, bereits aufgegangen find, erscheint in Nr. 88 Ihres geschätzten BlaiteS eine Bekanntmachung der Groh- herioglichen Bürgermeisterei dahier, welche sämmtltche Taubenbefitzer aufforbert, ihre Tauben „während der Saatzeit vom 15. April bis 15. Mat" in den Schlägen einzusperren. Da nach dem Urthetl erfahrener Landwirthe die Tauben auf richtig bestelltem Felde einen Schaden überhaupt nicht anrichten können, so dürfte es wohl an der Zett sein, daß dieses Verbot aufgehoben, und der durch dasselbe bedingten Thterquäleret eine Ende bereitet würde. Es dürfte der verehrl. Theater - Dtrection empfohlen werden, die Imitation der Harfen durch ein verstimmtes Klavier in Zukunft zu Unterlasten, da ein alt verstimmtes Klavier das Ohr gerade so unangenehm berührt wie eine alte verstimmte Harfe. Briefkasten. Dr. — * hier. Sie wollen das HauS bezeichnet wtsten, In welchem Dr. Büchner die in vor. Nr. erzählte Austreibung der Kamtsöler auSführte. Wir können Ihnen nach Erkundigung bei unserem Gewährsmann« mitthetlen, daß der Streich in dem früher Schreiner Marguth'schen (später Kirchendiener Knoll'schen, jetzt von der Stadt angekausten) Hause auSgeführt wurde^ i sdic Seiden-Fabrik 6. 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