em. 1893 Mittwoch den 22. Februar i" >*«äs Ser»1»reches Papstes beauftragten Botschafter und außerordentlichen Gesandten geladen waren. Rechts von Rampolla saß der französische Botschafter, links General Coe; gegenüber saß Cardinal Morenni, dieser hatte zur Rechten den Patriarchen Graf Azarian. Unter den Gästen befanden sich Graf Balleftrem und der französische Deputirte Graf Mun. — Der König, der seinen gewöhnlichen Spaziergang machte, wurde lebhaft begrüßt. Rom, 20. Februar. Der Papst erhielt gestern ein Glückwunschtelegramm des Czaren. Iswolsky wird außerdem ein Handschreiben des Czaren und ein Geschenk überreichen. Glückwunschtelegramme gingen ferner ein von dem russischen Minister des Innern, dem Fürsten von Montenegro und dem Schweizer Bundesrath. Petersburg, 20. Februar. Das Departement der Reichs- Oeconomie stimmte dem Projecte des Finanzmintsters zu, wonach von allen Rubel-Postsendungen von und nach Rußland eine Steuer von einem Kopeken für 100 Rubel erhoben wird, um die Höhe der Circulation des Creditrubels von und nach Rußland festzustellen. Reisende müffen an der Grenze ihren Besitz in boaren Rubelnoten declariren. Einzelne Personen dürfen 500, einzelne Familien 1000 Rubel steuerfrei mitsühren. Im Falle der Nichtanzeige eines übersteigenden Betrages tritt Confiscation ein. Alle Lnnoncen-Bureaux bei Ja- imb lullanbt« nehm« Anzeigen für btn .Gießener «»»ei,er- entgegen. Z. Zur Feier des goldenen Bischofsjubiläums Sr. Heiligkeit des Papstes Leo XIII. sand am vergangenen Sonntag im großen Saale von Steins Garten eine nach mehreren Hunderten zählende Festversammlung statt. Eröffnet wurde dieselbe durch eine Ansprache des Herrn Pfarrer Bayer, der den Anwesenden in herzlicher Weise seinen Dank aussprach, daß sie seiner Einladung in so großer Anzahl- Folge geleistet hätten. Hierauf ergriff Herr Caplan Hattemer das Wort, um die Festrede zu halten. In schwungvollen und beredten Worten feierte er die Päpste und insbesondere den jetzt regierenden als die rührigen Ausbreiter der christlichen Cultur, als die eifrigen Förderer der Wissenschaften und Künste und endlich als die tapferen Vertheidiger der Freiheit der Völker. Der Redner schloß seine durch öftere Beifallsrufe unterbrochenen trefflichen Ausführungen mit einer Mahnung an das katholische Volk, daß es mit Vertrauen und treuer Liebe zu seinem greisen Kirchenfürstekf Hinblicken möge, der hochgeachtet und geehrt selbst bei den Nichtkatholiken dastehe, wie es ja nicht zum wenigsten das Beispiel unseres Kaisers beweise. Lange andauernder, stürmischer Applaus lohnte die von warmer Begeisterung getragenen Worte des Redners, woran sich der von Herrn Pfarrer Bayer auf Se. Heiligkeit ausgebrachte Toast reihte, in den die Versammlung enthusiastisch einstimmte. Aus den folgenden Nummern des reichhaltigen Programms seien an dieser Stelle nur noch die beiden scenischen Prologe erwähnt^, die sich vor der in einem Haine von Blumen unter einem Baldachin thronenden Papstbüste abspielten. Der erste Der» sinnbildlichte in geschmackvoller Weise die Huldigung der Wissenschaft und der Gewerbe, der zweite zeigte die Vertreter, der fünf Welttheile, in prächtigen Costümen, ihre Glückwünsche darbringend. Im weiteren Verlaufe wechselten rechr tüchtig einstudierte Chorlieder mit allgemeinen Gesängen, die die Theilnehmer bis gegen Mitternacht in zwangloser Weise fröhlich beisammen hielten. Die ganze Veranstaltung zeigte, daß in unserer Stadt das Verhäitniß der Katholiken zu den Nichtkatholiken ein sehr einträchtiges und friedliches ist, denn in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saale wurden viele Andersgläubige bemerkt, welche mit ihren katholischen Mitbürgern in heiterster Weise verkehrten. Möge dies friedliche Verhältniß weiter bestehen und blühen zum Wohle des Einzelnen Depefchen des Bureau „Herold". Berlin, 20. Februar. Am 24. März findet bei dem Staatsminister v. Bötticher ein Herrendiner statt, welchem der Kaiser beiwohnt. Der Reichskanzler, die Minister und Mitglieder des Bundesraths und Reichstags sind eingeladen. Berlin, 20. Februar. In der Militärcommission des Reichstags sind neue umfangreiche Unteranträge der Abgeordneten Buhl und Stumm zum Anträge Richter ein- gegangen. Berlin, 20. Februar. Die Commission des Reichstags zur Borberathung des Gesetzes über die Abzahlungs- Geschäfte nahm den Rest des Gesetzes an, nachdem die freisinnigen Anträge abgelehnt worden waren. Berlin, 20. Februar. Der deutsche Bauernbund hielt heute Vormittag seine achte Generalversammlung ab. Der Vorsitzende v. Plötz erklärte, der Bauernbund sei bereit, seine Auflösung auszusprechen und dem „Bunde der Land- wirthe" beizutreten, wenn im letzteren den Mitgliedern die wirthschastlichen Dortheile wie im „Bauernbunde" gewährt Rr. 45 Erstes Blatt Bekanntmachung, betreffend Gesuch der „Germania", HagelversicherungSgesell- schäft zu Berlin, um Ertheilung der Erlaubniß zum Geschäfts' betrieb im Großherzogthum Hessen. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz der „Germania", Hagelversicherungsgesellschaft zu Berlin, die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen unter den üblichen Bedingungen auf Widerruf ertheilt hat. Gießen, den 20. Februar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Localer unb provinzieller. Gießen, 21. Februar 1893. *♦ Behufs Bildung der Spruchliste für die am 6. März 1893 beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts wurden die Namen folgender Hauptgeschworenen aus der Jahresliste für 1893 gezogen: 1. Pfannstiel, Karl, Gemeinderechner in Ulrichstein. 2. Schwarz, Georg, Kaufmann in Echzell. 3. Heß, Heinrich, Beigeordneter in Münster. 4. Deweil, Jakob III., in Rendel. 5. Huth, Heinrich V., Landwirth in Gettenau. 6. Dieffenbach, Heinrich I., Landwirth in Berstadt. 7. Klingel- höfer, Oswald, Gutspachter auf Hof-Graß. 8. Zimmermann, Hermann Philipp, Bäcker in Lich. 9. Schmidt, Friedrich, Fätber in Hungen. 10. Güngerich, Christian, Pachter auf Hof-Albach bei Lich. 11. Brückmann, Georg Ludwig, Pachter in Steinfurth. 12. Pfannmüller, Hermann, Kaufmann in Lauterbach. 13. Sandmann, Friedrich, in Lauterbach. 14. Schaub, Balthasar Christian, in Büdesheim. 15. Moscherosch, Konrad Jakob, Landwirth in Ossenheim. 16. Dörner, Jakob, tn Ockstadt. 17. Stolz, Philipp Heinrich, in Laubach. würden. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, I wonach vom Abschluß des russischen Handelsvertrages, bei | welchem die Landwirthschaft von Neuem bluten müsse, abzusehen sei. Bundesrath und Reichstag werden sehr dringend gebeten, ihre Zustimmung zum Abschluß zu versagen. Berlin, 20. Februar. Der Antisemitenführer Paasch wurde gestern durch einen Commissär der politischen Polizei verhaftet. Angeblich hat er das Staatsministerium beleidigt. Berlin, 20. Februar. Die heutige Sitzung der Mili- tärcommission wurde auf morgen vertagt, weil Freiherr v. Stumm plötzlich erkrankt ist. Berlin, 21. Februar. Die „Kreuzztg." meldet aus Liegnitz: Eine Stichwahl zwischen dem Antisemiten Heriwig und dem Freisinnigen Jungfer erscheint gesichert. Berlin, 21. Februar. In einem längeren Artikel warnt die „Nordd. Allg. Ztg." vor den Privat- und außerpreußischen Lotterien und drückt den Wunsch aus, daß die Staatsregierung die preußische Staatslo tterie in dem erforderlichen Umfange ausdehnen werde, um dem verbotenen Spiel in auswärtigen Lotterien ein Ziel zu setzen. Breslau, 20. Februar. Bei Ohlau fand ein Deichbruch statt. Die Ohle- und Oderniederung stehen unter Wasser. Hildburghausen, 20. Februar. Bei dem hier garnisonirenden Jnfanteriebataillon ist eine Ty Ph u s epid emie ausgebrochen. Das Lazareth ist fast vollständig mit Kranken belegt. Mit der Stadt ist der Verkehr gesperrt. Wien, 20. Februar. In dieser Woche trifft hier eine russische Militärcommission behufs Besichtigung der österreichischen Waffensabrik in Steyr ein. Wahrscheinlich wird letztere kleinkalibrige Magazingewehre für Rußland liefern. Rom, 20. Februar. Das Jubiläum für den Papst ist ohne Störung verlaufen. Die Feier war eine großartige, der Zudrang ungeheuer. Zwei Bataillone Bersaglieri hielten den Petersplatz bis zur Basilika frei, innerhalb derselben hielten Nobelgarden die Ordnung ausrecht. Der Papst wurde geradezu in enthusiastischer Weise gefeiert, er ertrug die An- strengungcn vortrefflich. Der Kaiser von Oesterreich sandte 100000 Francs in Gold in einem Schmuckkasten, die Kaiserin ein mit Diamanten geschmücktes Hirtenkreuz. Rom, 20. Februar. Am späten Abend während der Illumination sanden tumultua rische Manifestationen vor den belgischen und irländischen Collegien statt, welche Transparente mit dem Papstporträt und der Inschrift „Hoch der Papst-König" ausgehängt hatten. Die Volksmenge forderte die Entfernung und versuchte die Transparente abzureißen. Starke Polizeicolonnen räumten die Straßen und stellten die Ordnung her. Paris, 20. Februar. Der Cassationshof fällt am Donnerstag das Unheil über die Berufung der Parlamentsmitglieder, welche vor das Schwurgericht verwiesen worden waren, sodaß der Prozeß am 6. März beginnt. Gegen den Unternehmer Letellier, welcher acht Millionen von der Panamagesellschast erhielt, wurde Untersuchung eingeleitet. Berlin, 21. Februar. Die Te l egraphenverbindung zwischen Deutschland und Kamerun ist hergestellt. Der Präsident der Afrikanischen Telegraphengesellschaft, Pender, sandte heute dem Staatssecretär Stephan ein Begrüßungstelegramm. 18. Fauerbach, Georg Philipp, Gemeinde-Einnehmer in Ock- . 19. Keil, Georg, Müller in Grünbcrg. 20. Schneider, Engelbert, Beigeordneter in Herbstein. 21. Laux, Konrad, Landwirth in Gambach. 22. Walther, Heinrich IX., Landwirth in Dauernheim. 23. Martini, Karl, in Vilbel. 24. Schultheiß, Philipp III., Landwirth in Echzell. 25. Schneider, Peter II., Landwirth in Ostheim. 26. Kumpf, Wilhelm, Oberförster in Ockstadt. 27. Scheerer, Heinrich, Bürgermeister in Nieder-Breidenbach. 28. Hofmann, Adam IV., Landwirth in Wölfersheim. 29. Loth, Ludwig, Pachter in Nieder Ofleiden. 30. Winter, Jakob Konrad, Landwirth in Nieder-Weisel. MW . j iß Olli Msstckltung. >■ ** iS."“-»"' ALS» f»fj« igäRii? Mchener Anzeiger Keneral-Mzeiger. • Neubau (Seltersweg) eine .8 8 Z., Bade,, nebst jub., Laden tn. Wohn, zu nenn. I. Stein, Architekt. aHau-, Grünbenerstraße iine Familie ober auch ge- Men. «hMav Petri V. Katze 10 zwei gröbere Logis nsarben-Wohnung zu ver- trt§ bti fr. Hoffmann, )er bet #. Keller, Ofb i. Stock, Ostaulaae Ä, ift .__A. «eller. Maße 12, butter Stock, mmer nebst Zubebör, zum Verlangen auch Wer, zu 1. Stock, S Zimmer mit , nahe ber Anlage ju «er« ttti Menoeg 44,3 Matze Nr. 12 eine smA. fl, 3 Zimmer mit Zubeb r, i* Meres Labnstratze 11. trcunblichc schäneFmilM- 4 Zimmer nebst ZuM, rri zu vermiethen tn llittelhaus, Wetzsteins & SPSS DDLZ Sss? 2555 Mw«. Hfl Mn, sSEassüjwÄ y nMäbindTÄ MWS^SteWM - Bleichstraße 5, ' ^ng von drei Zimmern mit • Mil zu vermiethen. ^Grürbergerstrahe lb. stmmer mit allem Zubeb. rm. SWnskatze 23, Niogitz zu vermiethen. _______ Steinstraße 67. ■ Familienlogis, gleichbe» m. Schühenstratze 19. ** Was kostet eine Reise jur WellauSstelluug i« Chicago ? Die gewiß jedem Leser unserer Zeitung schon aufgetauchte Frage beantwortet unS die Direktion der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschast wie folgt: Wir haben mit dem bekannten VerkehrS-Jnstitut deS Hauses Thomas Cook & Sohn eine Uebereinkunft geschlossen, wonach in Anschluß an unsere Schnelldampfer- führten nach New-Dork die Firma Cook die Veranstaltungen für die Reise nach Chicago und den sehenSwerthesten Orten der Vereinigten Staaten unternimmt. Der ProspectuS über die sogenannte kleine Reise, welche etwa fünf Wochen in Anspruch nimmt, ist bereits fertig gestellt und soll in Kurze veröffentlicht werden, während über eine größere Tour von sieben Wochen die Bekanntmachungen Anfang März erfolgen dürften. Die Kosten für die fünfwöchentliche Reise stellen sich auf 1530 Mark. Für diese Summe erhalten die Reisenden Beförderungen in erster (Kajüte mit einem unserer Doppelschrauben - Schnelldampfer nach New-Dork und zurück, ferner 1. Klaffe Bahnfahrt, eventl. mit Schlafwagen, nach Washington, Chicago, den Niagara-Fällen, Toronto, Montreal, Boston und zurück nach New-Aork. Der Aufenthalt ist für New-Kork auf drei Tage, für Chicago auf fast eine Woche berechnet, auf die anderen Plätze entfallen je nach Bedeutung meistens zwei Tage. In dem genannten Preise von 1530 Mk. sind außer freier Dampfschiffs- und Cisenbahnsahrt völlig freies Logis und Verpflegung in erstklassigen Hotels, die Entrees zur Ausstellung und den Sehenswürdigkeiten in den anderen Orten, Besichtigungsfahrten, Trinkgelder in den Hotels, kurzum, mit Ausnahme der Auslagen für Spirituosen, alle Kosten einbegriffen. Die Abfahrten der Schnelldampfer der Hamburg Amerikanischen Packetfahrt-Actien - Gesellschaft finden jeden Donnerstag Mittag von Hamburg (Cuxhaven) aus statt. Im Falle die Cholera wieder auftreten sollte, wird die Expedition der Hamburger Schnelldampfer nach Wilhelmshaven verlegt. *♦ Etwas zum Nachdenken! Im deutschen Reiche flieht es gegenwärtig ungefähr 50 Spielkartenfabriken, die zumeist sehr gute Geschäfte machen' In dem Jahrzehnt von 1881 bis 1891 hatten sie einen Absatz von 48,198,100 Spielen. Die Gesammtausfuhr betrug im letzten Jahrzehnt 11,264,300 Spiele, also den vierten Theil des Gesammt« absatzeS der deutschen Kartenfabriken. Abnehmer sind hauptsächlich die Niederlande und daneben Belgien, Dänemark, Brasilien und Britisch Ostindien. Eingeführt wurden dagegen 1881 bis 1891 vom Auslande, besonders von Frankreich und von Nordamerika, 243,700 Spiele. Der Gesammtver- brauch in Deutschland stellt sich dar in der Summe der in den genannten zehn Jahren „versteuerten" Kartenspiele- es waren 37,177,500, also durchschnittlich im Jahre 4 Millionen und 1 Spiel jährlich auf etwa 12 Personen. Der Verbrauch ist, wie die neueste Statistik nachweist, beständig in die Höhe gegangen, er hat in zehn Jahren 22,5 pCt. zugenommen. Das Reich hat infolge deffen in der gleichen Zeit 11,566,300 Mk. an Kartenstempelsteuern vereinnahmt, in den letzten drei Jahren jedesmal Über eine viertel Million. Nachweisung über den telegraphischen Verkehr der im Kreise Kietzen telegenen, zum Ober-PostdireciionSbeztrk Darmstadt gehörigen Post- bez. Telegraphenanstalten im Jahre 1892. Name der Telegiaphenanstalt § nach dem Reichs- Telegraphengebiet £* SS 6) nach Sagem, Bürt trau ® 'S fx berg und dem Aullande e ® öf —------ o- ; 5 Zusammen Qi £! Eingegangene Telegramme g (in- und ausländische) Telegrammgebühren © Zahl Der im Betrieb ci befindlichen Apparate Bemerkungen Allcndois a. b. Lumda (Hessin) .... Beuern (Hssen) . . Gießen 1 . . . . Gießen 2 . . . . 277 207 16156 8916 15 5 2034 nie 292 242 18190 10026 371 18519 8140 189 112 10923 6775 1 1 19 2 Gießen 25072 3144 28216 26659 17698 21 Großen-Buseck. . . Großen-Linden . . Grünberg (Hessen) . Hungen..... Langgöns .... Langödorf .... Lick...... Lollar ..... Londorf..... Reiskirchen.... Steinbach (Hessin) . Tret» (Hessen) . . Pillingen (Hessen) . Wiesick (Hessen) . . 227 167 864 1639 115 102 901 1194 293 ,92 115 88 60 169 4 2 30 100 10 2 52 87 5 6 1 1 12 ! 231 1 169 894 1739 । 125 104 1 953 1281 298 98 116 88 61 181 238 900 1777 193 160 1186 1334 518 83 78 49 207 124 2 93 1 499 1 1155 2 66 1 61 1 595 2 1012 2 197 1 60 1 60 1 46 1 34 1 95 1 Summa 3158213476 35058 34138 22096 41 — Parlamentarisches. Der Zweite Ausschuß hat an der Regierungsvorlage, betr. die Einführung eines einheitlichen Verfahrens der Zwangsvollstreckung im Verwaltungswege, nur wenige Aeuderungen borge- nommeii und beantragt Annahme der Vorlage. — Der Dritte Ausschuß beantragt, der Petition der Mainzer Katholiken- Versammlung, betr. die Aufhebung des Jesuiten- gesetzeS, des Ord enSgcsetzeS vom Jahre 1870 und die Reform deSVolkSschulgesetzeS vom Jahre 1874, keine Folge zu geben. Die Großh. StaatSregierung hat sich in einem Schreiben an den Vorsitzenden des dritten AuS- schuffeS hierüber dahin geäußert, „daß eS dermalen nicht in der Absicht der Großh. Regierung liegt, eine Revision des Gesetzes vom 23. April 1875, betr. die religiösen Orden und orden-ähnlichen (Kongregationen bezw. des Gesetzes vom 16. Juni 1874, das Volksschulwesen im Großherzogthum betr., vorzunehmen." — Der Erste Ausschuß beantragt betreffs der Vorstellung und Bitte deS hessischen Landes-Lehre r- vereinS und der Ludwig- und Alice-Stiftung um Erhöhung der Pensionen der Lehrerwittwen und um Ge- Währung von Waisengeldern für minderjährige Lehrer-Halbwaisen, mit Rücksicht auf eine Erklärung der Regierung, daß sie nach verschiedener Richtung Erhebungen über diesen Gegenstand habe eintreten lasten und erforderlichen Falls eine Vorlage für die nächste Finauzperiode machen werde, die Vorstellung für erledigt zu erklären. — Gegen den Antrag deS Abg. Pfannstiel auf Anhalten deS von Alsfeld Nachmittags 3 Uhr 10 Min. abgehenden Zuges Nr. 6 auf der Haltestelle Ehringshausen und auf Erweiterung der Räumlichkeiten dort hat sich das Finanzministerium ablehnend verhalten- mit Bezug hierauf beantragt der Erste Ausschuß, den Antrag Pfannstiel für erledigt zu erklären. — Da über die grundlegenden Artikel des KunstftraßengesetzeS und der Kreis- und Provinzialordnung eine Verständigung zwischen der Zweiten Kammer und der Regierung nicht erfolgt ist, steht die Zurückziehung des Gesetzes und der Verwaltungsgesetze bevor. Münzeuberg, 19. Februar. Der hier im Ruhestand lebende frühere Pfarrer Blumhof von Wohnbach ist daS Opfer eines bedauernSwerthen Geschickes geworden. Der 78jährige Greis stürzte gelegentlich eines Spaziergangs im Hausgarten infolge eines Anfalls zur Erde und unglücklicherweise mit dem Kopfe in ein in die Erde eingegrabeneß, theilweise mit Master angefüllteS Regenfaß. Von dem Anfall ober von dem Sturze betäubt, vermochte der zu Boden Gefallene sich nicht mehr zu erheben und fand so feinen Tod. Ober-Wollstadt. 17. Februar. Auf bedauernswerthe Weise kam heute ein junger Mann in Nieder-Wöllstadt umS Leben. Der erst 20jährige Sohn des Lehrers Walter dahier war nämlich bei Errichtung der neuen Telegraphenlinie beschäftigt. Derselbe wurde dabei durch eine nieder fallende Telegraphenstange derart verletzt, daß ein Bruch deS Schädelbeiues und infolge dessen der sofortige Tod eintrat. r. Büdingen. 20. Februar. Der hiesige Kaufmann Koppel M . . ., eine allgemein bekannte Persönlichkeit, ist heute wegen Verdachts des Meineids gefänglich eingezogen worden. Aus Oberheffen. 18. Februar. Unter Vorsitz des Herrn Geh. OberfchulrathS Soldan fand in Butzbach die Schlußprüfung der die 1. Klasse der Realschule besuchenden Schüler statt. Sämmtliche 23 Abiturienten bestanden. Darmstadt. 19. Februar. Der vor Kurzem in Falken- stein im Taunus verstorbene Herr Rentner Heinrich Künzel dahier, ein Sohn des früheren Lehrers an der höheren Gewerbeschule, Hofrath Dr. Künzel, hat fein beträchtliches, wohl 200000 bis 250000 Mark betragendes Vermögen nach Abzug verschiedener Legate testamentarisch seiner Braut, der Großh. Hofschauspielerin Frl. Ethel, vermacht, die Stadt aber als Nacherbin mit der Verpflichtung eingesetzt, ein Viertel der Erträge für die Armen, drei Viertel aber zu einer Stiftung mit dem Zweck der Ausbildung junger Leute hessischer Staatsangehörigkeit in Oper, Schauspiel und Musik zu verwenden, lieber dieses Ver- mächtniß ist, wie das „D. Tgbl." berichtet, den Stadtverordneten in deren letzter geheimer Sitzung Mittheilung ge macht, ein definitiver Beschluß hinsichtlich der Annahme aber bis zur Erledigung von Vorfragen außgesetzt worden. Offenbach, 19. Februar. Einen schrecklichen Tod sand gestern das zweijährige SHnb deS Herrn Metzgermeisters Roos en. Das Dienstmädchen des Letzteren hatte am Freitag Mittag im Zimmer einen Znber voll kochendes Wasser zum Reinigen niedergestellt und war im Begriff, da das Wasser zu heiß war, kaltes Master zu holen. Als das Mädchen daS Ziüimer wieder betrat, war das Kind in daS kochende Master geraden und hatte sich furchtbar verbrüht. Gestern Abend ist dasselbe seinen Leiden erlegen. A Mainz, 19. Febrnar. Das goldene Bischoss- jubtläum deS Papstes wurde heute hier besonders festlich begangen. Der Bischof fuhr mit feinem Hauscaplan um 9Va Uhr Morgens am Liebfrauportal des DomeS an, wo er von dem Domcapitel und einer Deputation der katholischen Vereine empfangen und in feierlicher Prozession nach dem Westchor geleitet wurde. Zu dem um 10 Uhr folgenden Pontifical-Amte waren auf Einladung deS Dom- capitels der Provinzialdirector mit särnmtlichen Regierungs- räthen, der Oberbürgermeister nebst den drei Beigeordneten, der Gouverneur und der Festungscommandant mit zahlreichen Stabsoffizieren, die Spitzen der Gerichtsbehörden, Vertreter der Handelskammer, ferner der größte Theil der Stadtverordneten erschienen und hatten, an dem Portal von dem Domcapitular Nostadt empfangen, auf refertiirten Sitzen neben dem Hochaltar Platz genommen. Nach dem Pontifical- amt, während welchem wie auch bei dem NachmittagSgolteSdienst der Dom zum Erdrücken gefüllt war, fand im bischöflichen Palais Gratulation statt, an welcher die Spitzen der Behörden wiederum theilnahmen. Der kirchlichen Feier folgte am Abend eine außerordentlich zahlreich besuchte Festverjammlung im „Frankfurter Hof", bei welcher der Rechtsanwalt Dr. Brentano auS Offenbach die Festrede hielt. Vo« Rhein. 19. Februar. In den letzten Tagen der verfloffenen Woche wurden aus mehreren Stationen viele Waggons Kartoffeln verladen, welche nach Antwerpen befördert und dort für Amerika verschifft werden. Meistens wird die Sorte magnum bonum verlangt. Amerika als Abnehmer unserer landwirthschaftlichen Producte ist gewiß etwas Neues. Dermifdytef. * Jena. 17. Februar. Ein trauriges Ende fand heute Nacht der Doclor der Mcdicin Ernst Krüger aus Neu-Brandenburg. Er hatte gestern fein Staatsexamen glucks lich beendet und sich darauf mit Freunden zur Feier des frohen EreigniffeS zusammengefunden. Nach der Trennung verließ er nochmals feine Wohnung, um noch einige Wirths- Häuser zu besuchen. Zuletzt gerieth er an die Saale, fiel in den Fluß und ertrank. Krüger war ein solider Mensch, den gestern die Freude über den AuSgang der Prüfung veranlaßte, mehr zu trinken als gewöhnlich. Bei der Leiche fand man eine Postkarte vor, durch die der Bruder Nachricht von dem Ergebniß deS ExameztS erhalten sollte. • Wetzlar. 20. Februar. DaS seltene Fest der goldenen Hochzeit feiern am 26. d. MtS. die Eheleute Walzendreher W. TheiS zu Bahnhof Wetzlar. Beide Eheleute sind noch körperlich wie geistig frisch und gesund. Der Ehemann versieht heute noch auf der Carolinenhütte seine Arbeit mit bewunderungswürdiger Pünktlichkeit. Dem Jubelpaar ist eS beschieden, auf einen Nachkommenkreis von 25 Enkeln und 2 Urenkel zu blicken. * Marburg. 16. Februar. Der kleine Bittsteller. Wie auch die kleinsten Staatsbürger oftmals bei unterem kaiserlichen Herrn Gehör und Beachtung finden, daS beweist wieder einmal folgender rührender Vorfall am hiesigen Orte. Vor einigen Wochen erhält ein Familienvater, der mehrere Zünder hat, die Vorladung, mit einem feiner Jungen, der bestimmt benannt war, vor dem Herrn Landrath zu erscheinen. Darob war in der Familie unseres Mitbürgers gar große Beforgniß, denn man nntthmaßte allerlei Arges, was der zuerst in tiefes Schweigen sich hüllende kleine Verbrecher aus- geführt haben könnte. Und in der That war der ahnungslose Vater nicht wenig erschrocken, als ihm der Herr Land- ratb einen Brief vorlegte, den sein wiffenSdurstiger Junge dreist und vertrauensvoll birect an Seine Majestät den Kaiser gerichtet hatte. „Lieber Herr Kaiser!" begann der Brief, „ich mochte gern aufS Gymnasium, möchte Theologe werden, aber meine Eltern können daS nicht, denn sie baden mehr Kinder," und schließlich bat der Junge um kaiserliche Gnade, daß ihm geholfen werde. Der Herr Landrath mag dann festgestellt haben, daß eS sich um einen fleißigen Schüler und um brave Eltern handelt, denn dieser Tage traf auS dem Geheimen Cabinet die Freudenbotschaft ein, daß dem Vater deS Jungen eine ErziehungSbeihilfe refp. eine Erhöhung deS Gehaltes um 100 Mk. bewilligt wäre. * Wittelsberg. 16. Februar. Vor einiger Zeit theilte die „OberhessischeZeitung" mit, daß die Gemeinde HeSkem auf daS Einfangen von Sperlingen eine Geldprämie gesetzt habe. Dies veranlaßte auch einen hiesigen Knaben, mit vieler Mühe ein Dutzend deS genannten Schädlings lebend einzufangen und mit ihnen nach HeSkem zu marfchiren in der Hoffnung, dort den versprochenen Lohn in Gestalt einiger blanken Nickel einzuheimsen. Aber o weh, dort angelangt, erklärte man ihm, daß nur für HeSkemer Spatzen eine Fangprämie bezahlt werde, nicht aber für solche auS der Gemarkung Wittelsberg. DaS verdroß unseren kleinen Vogelfänger aber skhr, er ging kurz entschlossen von bannen, versäumte aber nicht, vorher auf dem Hofe deS Vicebürger- meisterS fein Taschentuch zu öffnen und die gefangenen Sperlinge davonfliegen zu lassen. Ob dieselben wieder nach Wittelsberg zurnckgekehrt sind ober nunmehr in Hcökcui ihr Standquartier aufgeschlagen haben, weiß der Einsender diese» nicht anzugeben. * Hamburg. 19. Februar. Im Vororte Eimsbüttel erdrosselte in der vergangenen Nacht der 35jährige Kutscher Meggers, Vater von drei Kindern, in einem plöy- lichcn Ansall von Wahnsinn seine junge Frau. Dann stürzte sich MeggerS aus feiner Wohnung, die im zweiten Stockwerk des betreffenden Hauses liegt, auf die Straße. Er blieb, wie der „Köln. Ztg." gemeldet wird, sofort tobt. * Bremen. 17. Februar. Die Polizei hat ein schwindel- Haftes Unternehmen, genannt Einkaufsverein Bremer Butter-Grossisten, aufgedeckt und mehrere Personen verhaftet. * Karlsbad, 20. Februar. In dem Braunkohlenwerke „RudolfSfchacht" bei Putschten drang plötzlich Wasser ein, so daß die Bergleute bis auf sechs, welche ertranken, nur mit größter Noth sich retten konnten. ♦ München. 16. Februar. AuS dem Soldatenleben berichtet die „Münchener Post" nach Privatbriefen folgenden Fall: Der Soldat Thomas Gebrank aus Owingen in Hohen- zollern mußte im vorigen Jahre als Rekrnt beim achten bayerischen Jnsanteneregirnent in Metz einrüden; eS passirte ihm daS eigenthümliche Unglück, daß ihm fein Unteroffizier eine thalergroße Wunde mit einer Platzpatrone in den Rücken schoß. Anstatt G. an daS Lazareth abzuliefern, bestimmte der Unteroffizier den Mann, zu schweigen, was dieser leider auch that. Ein Lazarethgehilfe, den der Unteroffizier in» Vertrauen zog, lieferte heimlich Verbandzeug. DaS geschah am 23. December 1892. Am Sylvesterabend jagte der Unterosfizier seine Leute zum Jackenwaschen an die Mosel. DaS EiS mußte erst aufgehackt werden, ehe man überhaupt diesem Befehle Folge leisten konnte. Bei dieser Gelegenheit, bei welcher der Unteroffizier wohl sehr gut gethan hätte, den durch seine Schuld verletzten Mann zu Hause zu laßen, erkältete sich G. derart, daß Wundstarrkrampf eintrat, dem der arme Mann am 12. Januar erlag. • In einem Dorfe bei Schkeuditz hat ein Occonom bei einem anläßlich feines Geburtstages abgehaltenen „Hasen- schmause" feinen Gästen statt des saftigen Hasenbratens das Fleisch von Katzen vorgesetzt. Nach Schluß deS Mahle» machte er die „Festester" mit dieser Thatsache bekannt, begegnete aber ungläubigen Gesichtern und holte darauf zur Bekräftigung die frisch abgezogenen Felle der Katzen herbei. Unter den Zeichen stärksten Ekels sind darauf einige Theil- nehmer nicht unbedenklich erkrankt und eS ist Anzeige erstattet worden. * ES gibt zwei Zeitungen, die ganz in Versen geschrieben sind. Die eine, die m Athen erscheint und von GeorgioS Soun» rebigirt wird, sühn den Namen „Roo- moiS" und erfreut sich in der griechischen Hauptstadt großer Beliebtheit. In diesem Blatte sind auch die Anzeigen, ja M d" i-ä MÄ in ^4 ®"* be„ d« ?4 2!«6te, !,W^ d° ®We® fe* »•?,*£ K f le'ne Arbeit 2 :^«u ^fe(n und ste«, te ^-h«K ’™JW 8« grobe J,1.1 ®M to«8 der “«*M« m. 6m"h ° a6nu* J” " Hm And. *Sbutftf8er Qunge «M°Md-n»-,s„ • nrnn btt $,iti ’4te iitologe Herben, °enn sie haben mehr : um kaiserliche Gnade, r LMxath mag dann 1 "ewigen Schüler und r Tage traf aus dem kin, daß dem Vmer P. eine Bähung des ior einiger Zen Wr >ie Gemeinde Hrsim ngen eine Geldprämie einen hiesigen Knaben, inten Schädlings lebend m zu marschiren in der ivhn in Gestalt einiger > weh, dort angelangt, ner Spatzen eine Fang- r solche aus der Ge- unseren kleinen Logel- tschlossen von bannen, Hofe des Licebürger« > die y\anyntn Sper- dieselben wieder nach ibMmrh'c in SptMtin ihr itifc der Einsender dieses Vororte GimSbüttel Nacht der 35jährige mbexn, in einem tW fyau. Dann Mzte ie im zweiten Stockwerk die Straße. Er blieb, sofort tobt. zei hat ein schwindel- Einkaussverein Bremer irere Personen verhaftet. dem Braunkohlenwerke plötzlich Wasser em, velche ertranken, nur "i® S-ld°i-°l-b-° , Privatbriesen folgenden aus Owingen in Hohem als iüifrut beim * °» rinrüien; i« P* 7 Mn IW*R 6 r «* ü6*“?* vfaif* rkrampf tlnnu' nie za°r '"A«t «”l in selbst die Vermerke über Erscheinungsart, Preis,Druck und Verlag in Reime gebracht. Das andere Blatt heißt „Williston Journal", erscheint in Kansas und wird herausgegeben von Miß Elisabeth Wilson, die alle Artikel eigenhändig in Verse bringt. * Das gewaltigste der Ausstellungsgebäude in Chicago ist der In dustriepalast, gleichzeitig wohl das größte Gebäude, das jemals von Menschenhänden errichtet wurde. Die Pyramiden, die indischen Tempelbauten, der Kölner Dom, ja selbst die vielgerühmte Maschinenhalle der Pariser Weltausstellung von 1889 werden an Größe von diesem großartigen, der Industrie aller Länder gewidmeten Tempel des Jackson Park in Chicago weit übertroffen. Man denke nur, ein Gebäude, das 40 preußische Morgen Landes bedeckt und in dessen Innerem man die ganze Maschinenhalle der Pariser Ausstellung, der bisher größte gedeckte Raum der Welt, spazierenfahren könnte! Die Längswände des Palastes sind zusammen l1/* Kilometer, die Stirnwände zusammen über einen halben Kilometer lang. Der Kölner Dom, eines der größten Gotteshäuser der Erde, könnte über zwanzigmal im Innern des Palastes aufgestellt werden, und die seiner Zeit als so groß angestaunte Rotunde .der Wiener Weltausstellung ist wie ein Fingerhut im Vergleich zu diesem Dtanenpalast. * Die electrische Droschke ist für Berlin in Sicht! Das von electrotechnischen Fachschriftstellern schon lange angekündigte Zukunftsfahrzeug dürfte vielleicht schon in naher Zeit die Straßen Berlins durchsausen. Ein süddeutscher Erfinder ist beim dortigen Polizei-Präsidium vorstellig geworden, seine electrische Droschke einer amtlichen Prüfung unterziehen und die Genehmigung zur Jnbetriebstellung ertheilrn zu wollen. # Tief blicken läßt folgende Mittheilung der „Coblenzer Volksztg.": Ein Beweis, wie wohlthuend die Carn evalslust auf gewisse Kranke einwirkt, ist die Thatsache, daß sich am Samstag Nachmittag auf der Ortskrankenkasse 34 Mitglieder noch rasch haben gesund schreiben lassen, um nicht Zurückbleiben zu müssen bei der Huldigung des Prinzen Carneval. * Einfache Geschichte. Ein bei dem Münchener Schwurgericht vernommener Zeuge erwiderte auf die Frage des Vorsitzenden, warum er schon sechs Jahre im Zuchthaus war: „Ja, dös war a einfache G'schicht^ mir Ham halt g'rauft und am anderen Tag is oana g'storb'n." Erklärung. In Nr. 44 finde ich von „vier Mitgliedern der Wahlcommission der Iohannesgemeinde" einen Artikel mit der Ueberschrtft „Erklärung und Abwehr", der auf einen Artikel in Nr. 37, xu dem ich mich sehr gern bekenne, antworten soll. Ich erkläre, um der Sache meinerseits ein Ende zu machen, Folgendes : 1) Auf die Wahlcommtssion als solche ist kein Angriff gemacht worden, wie ja auch nicht die ganze Commission für nöthig befunden hat, einen solchen „abzuwehren." Nur durch eine Wortklauberei, die sich aus dem Zusammenhänge meiner Worte als unbegründet erweisen läßt, konnte aus meinem ein Mal gebrauchten ungenauen Ausdrucke „im Wahllocal" (an zwei anderen Stellen habe ich die Wendung gebraucht: „vor der Thür" des Wahllocals!) heraus- construirt werden, daß ich der Wahlcommtssion den Vorwurf machen wolle, sie habe „wider die gesetzlichen Bestimmungen gefehlt". 2) Ich stelle hiermit fest, daß im Wahllocale selbst ein zweiter Wähler an Herrn Pfarrer Dr. Nauman» die Frage gerichtet hat, „ob der vor der Thür angebotene Wahlzettel vom seitherigen Kirchenvorstand empfohlen werde." Auf Verlangen kann 3eber den Namen dieses Wählers erfahren. 3) Was meine sachlichen Ausführungen anbelangt, so conftattre ich, daß Nichts zur Entkräftigung derselben beigebracht ist. Ich gebe den Leiern meines Artikels völlig anheim, ob derselbe nicht einfach Thatsachen berührte. Diese hervorzuheben und vor der Oeffentlich- keit zu besprechen, bin ich übrigens nur veranlaßt worden durch den Artikel in Nr. 32. Wenn Herr Pfarrer Dr. Naumann der Verfasser dieses anonymen Artikels gewesen ist, kann ich es nicht ändern, daß er überall getroffen worden ist, auch wo ich nicht von ihm zu reden annehmen durste. 4) Den Vorwurf, Herrn Pfarrer Dr. Naumann „gehässig" angegriffen oder gar „hämisch verdächtigt" zu haben, weise ich als eine Insinuation einfach zurück! Ich habe als Mitglied der Johannesgemeinde das Recht, mir Gedanken über die Art, wie darin die Wahlen xu Stande kommen, zu bilden und dieselben, wenn ich meine, der Gemeinde damit zu nützen, auch öffentlich darxulegen. Ich habe als Mitglied der Gesammtgemeinde das Recht, mich darüber zu äußern, wie ein anonymer Artikelschreiber die eben bethätigten Wahlen in den vier Einzelgemeinden zu beleuchten gut befindet. Ob ich um meines Artikels in Nr. 37 willen nicht zu den „rechtschaffen denkenden Gliedern der Gemeinde" gehöre, kann ich sehr ruhig Anderen zur Beurtheilung überlassen'. Gießen, 20. Februar 1893. Prof. D. Kattenbusch. ipklplan der vereinigten Frankfurter rtadttheater. Opernhau». Mittwoch den 22 Februar: Tannhäuser. Donnerstag den 23. Februar: Der Bajazzo (Pagliacci). Eine Entführung aus dem Ballsaal. Der Ehemann vor der Thür. Freitag den 24. Februar geschlossen. Samstag den 25 Februar: Der Freischütz. Sonntag den 26. Februar, Nachmittags 3Va Uhr: Der arme Jonathan. Abends 7 Uhr: Bajazzo (Pagliacci). Eine Entführung aus dem Ballsaal. Ehemann vor der Thür. Montag den 27. Februar: Siegfried. Schauspielhaus. Mittwoch den 22. Februar: Orientreise. Donnerstag den 25. Februar: Natalie. Freitag den 24. Februar: Heimath. Samstag den 25. Februar: Natalie. Sonntag den 19. Februar, Nachmittags 31/? Uhr: Zwei glückliche Tage. Abends 7 Uhr: Cyprienne. Vorher: A tempo. Montag den 27. Februar: Götz von Berltchingen. Verkehr', £anO* und Volkswirthsehafk. Giess er», 21. Februar- Marktbericht. Aul dem heutigen Sockenmarkt kostete: Butter vr- Pfd- X 0,90-0.95, Hühnereier per Stück — 4, 2 Stück 11—13 H, Käse pr. St. 5—8 A, Käsematte pr. St. 3 A. Erbsen vr- Liter 24 H, Linsen pr. Liter 30 A, Tauben pr. 93aat v* 0,70—1,00, Hühner pr- Stück X 1,00—1.20, Hahnen pr. St JL 1,40-2,00, Enten pr- St. X 1,70 bis 2,00, Ocksevfleisch pr. Pfd 63—72 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50—56 Schweinefleisch pr. Pfd. 60—70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 40—50 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 40-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50-5,00 A, Weißkraut vr- Stück 5—12 -L, Zwiebeln pr- Eentner 8,00—8,50 X, Milch pr. Liter 12 -18 A, GSnseeter. pr. St. 7 A- Eingesandt. Gießen, 21. Februar 1893. Verehr!. Redaction ersuche höflichst um Aufnahme nachstehender Zeilen. Auf das in der gestrigen Nr. ds. Bl. gebrachte Referat über die vergangenen Sonntag in meinem Locale stattgehabten Specialitäten- Vorstellungen kann ich nur versichern, daß ich beim Engagiren der Gesellschaft ausdrücklich die Ausführung eines streng decentenFamilienprogramms zur Bedingung machte und an dem Vorkommntß völlig schuldlos bin. Mein Bestreben ist, wie ich schon so oft bewiesen, nur Gutes und Gediegenes dem verehr!. Publikum zu bieten, ganz besonders ivcibc ich bemüht sein, daß derartiger Anlaß zur Unzufriedenheit für die Folge vermieden wird. Hochachtungsvollst Gustav Gühlholtz, Besitzer des „Cafe Leib". kirchliche Anzeigen -er evang. Gemeinde. Mittwoch den 22. Februar, Abends 6 Uhr: 2. PassionS- anbadjt. Pfarroerwalter Dr. Grein. Wichtig für Hausfrauen. Beruh. Curt Pechstein, Wollwaarenfabr- in Mühl Hausen i. Th., fertigt aus Wolle, alten gestrickten, gewebten und anderen reinwollenen Sachen und Abfällen haltbare und gediegene Stoffe für Dame«, Herren und Kinder, sowie Stoffe z» Portisren in den modernsten Mustern bet billigster Preis- stellung und schnellster Bedienung. Annahme und Musterlager in Gießen bei 1192 L. Mühlhausen, Bismarckstraftc 10. — Die überaus große, fortgesetzt steigende Nachfrage nach Apotheker A. Flügges Myrrhen-Er^me hat dahin geführt, daß dirserTage vorübergehendkeineDose mehr in denDepots oorräthig war! Es ist dies jedenfalls der beste Beweis für die Güte des Präparats, das nach den Empfehlungen, welche ihm von einer sehr großen Anzahl Aerzte zu Theil wurde, bei Wundsein der Haut, Verbrennungen, Verbrühungen, Geschwüren, den bisher gebräuchlich.»! Mitteln, wie Glycerine, Vaseline, Earbol, Zink rc. wegen seiner antiseptischen, neubildenden und heilenden Wirkung wett überlegen ist. Um sich vor Täuschung zu bewahren, sei hervorgehoben, daß der ächte Flügge'sche Myrrhen-Cr^-me nur in fertig verpackten Dosen L Mk. 1.— verkauft wird, deren Umhüllung als Schutzmarke einen weißen Halbmond mit Stern in rotbem Feld, sowie den Namenszug A. Flügge trägt. Erhältlich in Gießen in allen Apotheken. Apotheker A. Flügges Myrrhen - (Sterne tft der patenttrte ölige und verdickte Auszug deS Myrrhenharzes.________________________________________[1642 — Das Geheimnis» jugendfrisches Aussehen auch noch in den reiferen Jahren zu Haden, besteht darin, daß man die Haut pflegt, sie zart und geschmeidig erhält und sich von der Anwendung schlechter, sodascharser Seifen hütet. Durch das Waschen mit letzterer wird die Haut rissig und welk. Wer das Antlitz hübsch, die Haut zart und frisch et galten will, der verwende für seine Toilette keine andere Seife als die bewährte Doerings Seife mit der Gute laut chemischer Analyse befunden als die mildeste, die reinste und beste Seife der Welt. Zu haben ä 40 Pffl. (92) — Wenn die Köchin in die Bouillon Eier hineinbringt, so be zweckt sie damit, ihr selbst wohl am häufigsten unbewußt, die Bouillon aus einem Genußmittel in ein Nahrungsmittel umzugestalien. Die Bouillon enthält nämlich keine Eiweißkörper, die ihr durch Einschlagen eines Hühnereies zugesührl werden müssen, wenn sie Anspruch auf den Namen eines Nahrungsmittels erheben will. Nun sind aber im Hühnerei nur ungefähr 15 Procent Eiweißkörper enthalten. Es leuchtet daher ein, daß, wenn es gelingt, in einem Nahrungsmittel den Eiweißgehalt über diese Zahl zu erhöhen, es rationeller erscheinen muß, die Bouillon mit diesem neuen Präparate aus einem Genußmittel in ein Nahrungsmittel umzuwandeln. Ein solches Product ■ ist Kemmericks Fleisch-Pepton, das sich bald überall in der Küche ! die grbührende Stellung errungen haben wird. [1643 i - AlS ein Kaffee«Ersatzmittel hervorragendster Be» i dentnng erscheint der ganz neue Gesundheits-Kaffee des Dr. Erwetn, ! dessen Herstellung die für Kafieeröstungen mehrfach prämürte.Flrma , August Feine in Mainz übernommen hat. Nach langjährigen . mühevollen Versuchen ist es Dr. Erwein jetzt gelungen, aus Malz, ! Cacaotheilen, Feigen und anderen Früchten eine vortreffliche Mischung herzustellen, die dem Bohnenkaffee (Coffea Arabica L) nicht nur in Farbe, sondern auch in Geschmack und Aroma so nahe kommt, wie bisher noch kein anderes Präparat und ihn in mancher Beziehung sogar übei trifft. Der Erwein'sche Gesundheitskaffee enthält absolut nichts von schlecht riechenden und unangenehm streng schmeckenden brenzlichen Stoffen, sondern alle seine Bestandtheile sind nur geeignet, ein stets gleichmäßiges, angenehmes Aroma zu entwickeln. direkt auS der Fabrik also auS erster Hand v von Elten &. Keussen, Crefeld, S io jedem Maaß zu beziehen. Man verlange Muster mit Angabe deS Gewünschten. Holzverfteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms Freitag den 34. Februar 1893. 1. Distrikt Lappenberg. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Lappenberg unmittelbar bei Hohensolms. 129 Eichen-Stämme und zwar Schnitt-, Bau-, Wagner- und Grubenholz von 20—52 cm Durchmesser mit 55,77 fm. 2. Distrikt Bieidenberg und Grnndwald. Zusammenkunft 1 Uhr Mittags am Bleidenberg zunächst dem Altenberg auf der Hohensolms-Wetzlarer Straße. 13 Eichen-Stämme mit 7,41 fm. 163 Kiefern-Stämme mit 20 fm von 15—23 cm Durchmesser. 64 Eichen - Stangen, 124 Fichten - Stangen, 93 Kiefern - Stangen von 6—14 cm Mittendurchmeffer. 35 rm Buchen-Scheit- und Prügelholz. 8 „ Eichen-Scheit- und Prügelholz. 12 „ Kiefern-Scheit- und Prügelholz. 2 „ Erlen-Prügelholz. 33 „ Buchen-, Eichen- und Kiefern-Stockholz. 1050 Wellen Buchen- und Eichen-Ast-Reisig. 1710 „ Kiefern-Ast-Reisig. Das Holz liegt bequem zur Abfuhr nahe und an der Hohensolms- Wetzlarer Straße. Hohensolms, den 20. Februar 1893. [1650 "Fürstliche Oberförsterei. Arbeitsversteigerung. Mittwoch den 1. k. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesigem Gemeindehause nachstehende Arbeiten öffentlich in den Accord gegeben werden: veranschl. zu Maurerarbeiten 200,09 JL Zimmerarbeiten 73,70 ,, Dachdeckerarbeiten 39,00 „ Spenglerarbeiten 16,50 „ Schlosserarbeiten 22,40 ,, Schreinerarbeiten 60,49 „ Weißbinderarbeiten 42,23 „ Alten-Buseck, 21. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer. [1666 Bekanntmachung. Am 2. März, Vormittags 10 Uhr, soll beim hiesigen Postamte (Bahnhofstraße 85) ein ausgemusterter zweiachsiger Bahnpostwagen mit Oberlicht öffentlich meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt zu machenden Bedingungen verkauft werden. Gießen, 20. Februar 1893. Kaiserliches Postamt. ___________Ritsert. 1667 Cervelatwurst in allerbester Qualität frisch eingetroffen bei 1208 Emil Fischbach. Holzversteigerung im Ettingshäuser Gemeindewald Mittwoch den 1. und Donnerstag d. 2. März l. I. sollen im Gemeindewald Ettingshausen, Distrikt Gabrielszimmerplatz, versteigert werden: 141,59 fm Fichten-Schnittholzstämme, von 27—47 cm Durchm. und bis 25 m Länge, 15,27 fm Kiefern-Schnittholzstämme, von 27—40 cm Durchm. und bis 20 m Länge, 339,61 fm Fichten * Bauholzstämme von 15—26 cm Durchm. und bis 22 m Länge, 119,39 fm Kiefern - Bauholzstämme von 15—26 cm Durchm. und bis 20 m Länge, Holzversteigerung 190 rm Buchen-, 6 rm Eichen Hannover - Dberhessischer Personenverkehr. Brennholz- Versteigerung im Fcldhnmer Walde. । Mittwoch den 1. März l. I. Für den vorbezeichneten Verkehr gelangt am 1. März d. I ein neuer Tarif zur Einführung, lieber dessen Inhalt erteilen die betreffenden Stationen Auskunft. Gießen, den 18. Februar 1893. Großh. Direciion s!652 sollen in den Distrikten Hinterwald, der Oberhessischen Eisenbahnen. ' Tannengarten und Scheibel öffentlich versteigert werden: Freitag den 24. lfd. Mts., Vormittags um 10 Uhr anfangend, sollen folgende Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 5 rm Buchen-Knüppel, 2110 Buchen-Wellen, 9 rm Eichen-Knüppel, 2,4 „ Eichen-Stöcke, 100 Eichen-Wellen, 2 rm Nadel-Scheit, 34 Nadel-Knüppel, 3 „ Nadel-Stöcke, 1920 Nadel-Wellen, 9 Eichen-Stämme mit 1,35 fm, Scheitholz, 150 rm Buchen-, 28 rm Eichen-, 6 rm Nadelholz- und 8 rm Weichholz-Prügelholz, 55 rm Buchen-, 40 rm Eichen - Stockholz, 350 rm Buchen-, 350 rm Eichen- und 70 rm Nadelholz- und Weichholz-Reiserholz. MKaufliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe gefl. vorher ansehen. Zusammenkunft: Vorm. 972 Uhr im Distrikt Tannengarten am Steinbruch. Arnsburg, 20. Februar 1893. 1648 Gräfliche Oberförsterei. 30 Eichen-Stangen „ 1,56 „ 17 Nadel-Stämme „ 5,12 „ 42 Nadel-Stangen „ 1,80 „ Der Anfang ist im Distrikt UderS- berg, gegenüber an der Straße nach Gießen, unweit des Orts. Rödgen, am 20. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. 1649 Mittwoch, 22. Februar, Nachmittags 2 Ubr, versteigere ich im Bieker'scheu Saale: Möbel aller' Arten, 1 Pianino, 3 Wagen, 1 Sommerwagen, 10 Mille Cigarren u. a. Geißler, 1658 Gerichtsvollzieher. 1638] Ein noch gut erhaltenes sechssitziges Break mit Patent-Achsen zum Ein- und Zweispännig-Fahren, sowie Pferdegeschirre f. Arbeitspferde preisw. zu vrrk. B. Strauch, Bleichstr. 15. 31,46 fm Fichten-Derbstcmgen von 8—14 cm Durchm. Der Anfang ist Vormittags um 9 Uhr bei Nr. 1. Ettingshausen, 20. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. _________G öTTiert._______1654 Donnerstag d. 23. Febr., von Nachmittags 2 Uhr ab, zu Gießen Schloßgasse Nr. 9 läßt die Concursverwattung im Concurse L. Löwenstein allda durch den Unterzeichneten öffentlich gegen Baarzahlung versteigern: 1 Wurstmaschine, 1 Fleischwiege, 1 Aleischklotz und sonstige Metzgereiutensilien, sodann 10 Betten, 2K!eider- schränke, 2 Sophos, 1 Eaffaschrank, 1 Secretär, 2 Waschtische, I Commode, runde und viereckige Tische, Stühle, Küchengeräthe, Vorhänge, Spiegel, Bilder u s. w, eidlich 20 Flaschen Rothwein undb Flaschen Champagner. Versteigerung bestimmt. Engel, 1680 Gerichtsvollzieher. Aeilgebotenes. Alten-Bujeck. Auf dem Fluß bei der Schäferei sind 120 Stück Schafe zu verkaufen. Liebhaber können sich in den ersten Tagen melden beim Salzmeister C. Becker, 1673____________Wirth.__ Backsteines Feldbrand, la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Baustelle geliefert werden, iso» Andr. Euler. fleberschüss.Wasserluast (für electiiscke Beleuchtung geeignet), ist nebst großen Räumlichkeiten zu verpachten. Drahtzieherei und Drahtstiftesavrik AlbShausen (Station), Post Wetzlar. 11679) Vermischte Anzeigen. 1655] »trlorcn ein Si»senkranz. Ubzugeden gegen gute Velobnung Brandgafse 4. 1665] EinPferdetepplchvonMainüar big racb Gießen am 16 Februar ob* Händen gekommen. Gegen Belohnung ab^eben auf der vetien • Brauerei 1651] Braun und weist gefleckter Jagdhund entlaufen. Vor Ankauf wird gewarnt. 4lbzng. 5krofdorferftraste IO. Die Beleidigung gegen Juda Lteru II. in Wiese ck nehme ich al- unwabr zuruck. (Eberhard Rodcnhausten, 1671 |_________Wiefeck._____________ Porlland-Cement-Fabrik Karlstadt a. M. vorm. Ludwig Roth in Karlstadt am Main empfiehlt la. Fortland-Cement Fabrikat I. Range« von hfir.heter Fertigkeit und Volumenbeatändigkcit. — Durch die hohe LelNtongMlaliii'keit der Fabrik—grö-hte* ('-•mentwerk Bayerns — wird die prompte und gleichmässige Ausführung auch der grössten Aufträge garantirt. — Ferner: la. Roman-Cement vorzügliche* u. billige* hydrauli*che* Mörtel-Material. Zahlreiche Zeugnisse Ober ausgeführte grosse Lieferungen siehe» gern zu Diensten. Verkauf*bureau: 1640 Giessener Concertverein. Theater - Verein. Viertes Concert (101. Vereinsjahr) am Senntag den 26 Februar 1893. Abends 5 Uhr, im Saale des Gesellschafteverelot. unter Leitung des Grossh. Universität* - Musikdirectors Herrn Adolf Felchuer und Mitwirkung der Königl. Sachs. Hofopern »in ger in Frau Marie Wittich aus Dresden, sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters Programm. 1. Symphonie in H-moll (zwei Sätze; . v. Fr. Schubert. 2. Scene und Arie: „Wie nahte mir11 etc. a. d. ,Freischütz1* . v. C. M. v Weber. 3. Ouvertüre zur Oper „Anakreon* . . . v. L. Cherubim. 4 Rccitativ und Arie: „Endlich naht sich1* etc. aus „Figaros Hochzeit“ . . v. W. A- Mozart. 5. Vorspiel zur Oper Lohengrin" . v. R. Wagner. 6. Lieder mit Clavierbegleitung: a; Liela-streu . . . v J. Brahms, h Ständchen . . . v. J. Brahms. Mittwoch den LL. Februar, präcis l’/j Uhr in Steins Saalbau: Ensemble-Gastspiel des Darmstädter Hoftheaters: Galeotto von Jos£ Echegaray; deutsch von Paul Lindau. Rillet« in der Musikalienhandlung Ern*t ('ballier (Rudolphs Nachfolger), sowie an der Abendkasse: 1. Parquei Mk. 3.50, 12. Parquet Mk. 2.25. Studentenkarten Mk. 1.—. Gallerte Mk. 1.—. Theaterzettel 10 Pfg. 1454 Cafe Leib. Einem verehrlichen Publikum lheile ergebens! mit, daß in meinen Localitäten ■■ verschiedene Spiele ■■ als: Schachbrett, Lotto, Domino, Tivoli, Ning- werfspiel, ^roquet :c, rc. zur gefl. Verfügung stehen. Auch ist meine ganz neu hergerichtete Kegelbahn "2^27 noch an einigen Abenden frei. Hochachtend ! 1669 Gust. Gühlholtz. Die Geburt einer Tochter von und zu Steinfurth geb. Frei Giessen. den 20. Februar 1893. zeigen hocherfreut ergebens! an Sylvester Freiherr von Autenried, Lieutenant im Regiment Kaiser Wilhelm. Georga Freifrau von Autenried, Husten lindern 'WuLherer’a Gummi-Brust? S Bonbons. Seit IR?4 itMfiMWUK.Miükwiti MiMhI nd untflrt tniUItL 1362 Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, bnft heute morgen unser liebes Töchterchen nach langem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Familie Stephan Sandgasse 28. Gießen, 21. Februar 1893. 1668 F. W. Rob. Meyer, Nürnberg, Krausstrasse 4. [1613 mäseigtem Preise zu haben. MEHLE Dr. Naumann. Alle Interessenten (1674 Dr. Naumann. X Lehrlingftelle [1634 willst, so gebrauche Marktstraße 16. 1647] 1656] 10331 Tüchtige» Dienstmädchen mit besten Zeugnissen per 1. April, eoent. auf Riegelpfad 12 1672] Kirche,Platz. isitenkarten Wilson, Wilbelmstraße. 1615] zu in 1 werden In jeder 1 Schriftart und Papiertorte angefertigt In der c) Liebeu.Gegenliebe v. F. Ries. Eintrittskarten für Nichtmitglieder Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50), sind Wir wollen demnächst die Stelle eine« sind hierbei zumeist aus Liebesgaben angewiesen, fest anzustellenden Kirchendieners neu bt-. - setzen. Demselben sollen außer den gewöhnlichen Geschäften auch schriftliche Arbeiten übertragen werden, weshalb auch Gewandtheit mit der Feder von ihm oer* langt wird Wir bieten einen Anfangs - gehalt von jährlich 1200 Mk- Schriftliche Bewerbungen nebst Zeug nisten wolle man baldigst dem Unter- eine tücht. perkäuserin für mein Manuiacturwaarengeschäft mit Landkundschaft.| I. Lchmiicker Nachf., KleinkinderBewahranftalt. Von dieser Woche an werden die Veiträge für unsere Anstalt für das erste Vierteljahr d. I , mit denen zugleich der Gesammt Jahresbeitrag gezahlt werden kann, erhoben werden durch unsere Vereinsdienerin Elise Werner. Indem wir dies den Wohlthätern und Freunden der Anstalt mittheiken, zeichneten zukommen lasten Gießen, 20. Februar 1893. Der evangelische Kirchenvorstand. 1610| Ein Mädchen oder Krau tagsüber für Hausarbeit gesucht. Schillerstraße 23. sind zu der auf heute Dienstag den 21. Februar, Abendd S’/a Uhr, in den Saal des Cafe Ebel einberufenen Ver*ammlung. betr. 1662] Möblined Zimmer zu vermiethen. Kaplaneigaste 11. ■r Z CD © O g Gießen, den 21. Februar 1893. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Fen- ifrveter 11. H Tonntagsruhe im Handclsgewcrbe, freundlichst eingeladen und wird um recht zahlreiche Betheiligung gebeten. [1670 örr Dorflonb bre fiaufmännifdirn örrrine. Kroners ^edersett Dosen v. 10 80 Pf., ächt in «tetzen bei Pb. VUllmar, Weidengasse 6. Fahrplttn der auf Station GieOe» verkehrenden Lisendatzazüge. enn Du I stets einen trockenen Fuß haben । willst, so schmiere Deine Stiefel mit Myristin. enn Du I Deine Stiefel, Lederzeug, Geschirre \ stets weich und wasserdicht haben Dienstmädchen sucht zum 1. April -tzran A. Salomon, Brühl'.chenDruckerel Schult traue 7. Zimmergeselleu gesucht von H. UuckNtuhl I. «derstratze. der Musikalien - Handlung von Emst Challier (Rudolph*. Nacht), für Studirende bei Herrn Hausverwalter Storck zu er- Lehrling für ein feineres Manufacturwaarengeschäst gesucht. Offerten sub A Z 5 an die Exped. d. Bl.11080 1065] In dem Bureau eines hiesigen VerlagsgeschästeS wird pcr Ostern 1693 ein Lehrling mit schöner Handschrift und guter Schulbildung ausgenommen- Selbstoerfaßte und eigenhändig geschrie» bene Anmeldung nimmt die Expedition d- Bl. entgegen- Kutscher gesucht 1659 Hotel zum Rappen. wie Erbsen-, Bohnen-, Griinekern-. Geraten- und HeiMmehl etc. sind zur Schnellbereitung leichtverdaulicher Suppen unentbehrlich Ueberall zu haben. ! C. H. Knorr, Conservenfabrik, Heilbronn a. N 16771 Sonntag VJ2 Uhr ongün- ftige Zeit, bitten Donnerbtag Abend 9 Uhr an bestimmten Platz. B. II. 1637) Nr. 128 hat den Wandschrank gewonnen. 1636] (SinBücherschrank,ukaufen gesucht.____________Wcsrrfiraße 6, 111. 961) »naben ob. Mädchen, welche in Gießen die Schule des wollen, find, gute Pens. Fr. Lehrer Wenzel, Liebigstr. 55 16.8] Geräumiger Speicher wird für die Sommermonate zu miethen ge- sucht. Offerten an die Exped. d Bl. 1661] Di« Hälfte von e. Garten zu verpachten. Näheres __Kaplaneigaste 11. 1668] Fräulein aus besserer Familie, alleinstehend, wünscht Stellung bei allerem Herrn oder Davie zur Führung befl Hau-baltS. Gefl. Offerten durch Aerd. Schnitzler in Wetzlar erbeten. ______________ 3ii Cftern wird in meinem (tzefchäftc eine ^ehrlingftelle frei; dieselbe ist zu vergeben an einen jungen Mann mit guten Lchnlkenntnisfen. [1487 Emil Roth, vkklagsduchlMdl. 1507) (Sin braver Junge in die Lehre gesucht. Artedr. Wtlh. Läber, Schuhmachermeister. 1490] Ein braveS tüchtiges junges Dienstmädchen zum März g sucht. Bahnhofftratze 8 1556] Küchen», HauS und Kindermädchen finden sofv't und später bestere Stellen durch die Stell,noermtttelung von _____________Frau Hüttenberger. 1531] Ein älteres zuverlässiges Mäd» chen mit guten Zeugnissen wird für Küche und Hausarbeit gesucht- Frau Elisabeth Hochstätter, _______________Babnhosstraße 71._______ 1605) Ein zuverlässiges jung.S chen tagsüber zu Kindern gesucht- StähereS in der Expedition d Bl.__ ”16091 Für mein Holz- und «tsen- geschäft suche ich zum 1. April einen Lehrling. 1639] Ein tüchtiges Hausmädchen wird gegen fluien &>ou per 25 März ge- fucht Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Ein junger (Sörtner mit guten Zeugnissen bei freier Station und gutem Gehalt auf sofort gesucht. * Für Schneider 1612) Ein Arbeiter wird gesucht. __Asterweg 22. 1' 92) ^ür Schneider. Ein Arbeiter und ein Lehrling gesucht. _____Steinstraße 50. 15391 Eiü Junge, der Lust hat. daS Schmtedegeschäfi zu erlernen, kann sogleich oder später in die Lehre treten bei Air. Schwa« in«, in Wetzlar. ‘fttrrtwtihttntr - 'stellf richten wir an dieselben die herzliche Bitte, un» auch in diesem Jahre freund- ^nujniuitnu -<5>UUV Unterstützunff gewähren zu wollen. zu (Ziesten. | Wir haben für nahezu 200 Kinder in unserer Anstalt zu sorgen und ~76~5i BeisetzurgSdalber ein Logis zu sofort gesucht Näheres SelterSweg 19. vermiethen.__Schützenstraße 4 j 16751 Ein Lehrling kann eintreten bei 1645] Zwei ineinandergehende gut möb. ___ Lockirer Bogel, Dammstraße 8. lirte Zimmer an einen oder zwei Herren i 1676) Ein Arbeiter für Landwirth- zu vermiethen Frankfurterstraße 43, JI- schasr gesucht._____________Riegelpfad 12 1644) Ein Zimmer mit Cabinct und 1664] Ein Zunge aus anständiger ein einzelne« Zimmer, beide mäblirt, zu Familie kann in die Lehre treten. oe>miethen- Frankfurterstrabe 31, Hl. ; Paul Richter, Buchbindermeister, Bahnhofstraße 15. Bermictyttngen. 16571 LogiS von 3 Zimmern mit Zu- behär im Hinterhaufe zu vermiethen. __Marktstraße 8. 1663] Großes Zimmer mit Küche im BorverhauS zu vermiethen. Th. Vogt, Löwengasse. "Ä, Klei-ermacherin empfiehlt sich in und außer dem Hause. 1645)______________Sandgaffe 59. , "Gesucht Hntanft « b f a tz t U V'i 760 gto H» 100 jib *4« 5M 726 8<_* 10^ 11». Frankfurt 2« 4» 422 8^e y*- 11" 15? <3ß 532 7» 77 438 6T7 6«7WflOT^», 94t 1132 12" 32« 622 811 1P1 •mt 6 ob len, H05 B* P.7 UM 4*- 5. 7*. 1120 7Z7 UM Deutz Täl» 6» 10»j M 546. 7^7 iti 427 1022. Kulda 7» 11« (btt Äieielb) 7». 9" 307 ßtt «elnbanfen 7<* is* 4*o liv(M« Hungen). 930 307 6». Schotte« bezw Nidda 7» 12<» 440 8* 6« »30 307 6^, Geber», LaaSach bezw. Stockheim 706 12® 4*o 0do. Knorr^ßujijien-- Nehmen Si« und es wird besser1 y.efctction: ü. Schepde — Druck und Verleg der Brützl'schen Druckerei (Fr. Lhr. Bietsch) tn Sichen Die heutige INummer umfaßt 6 Seiten.