893 Samstag deu 21. October Kr. 248 Erstes Blatt Aern prcch« 5L Xints» und 2lnzeigeblutt füv den Äveis Gieren Gratisbeilage: Gießener Aamikienblätter । Bureaux de- In- und Auslandes nehmen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Landes^ zur 18. October der Tag jener Flußbetts 'Ö zu richten. v. Gagern. gedenktage, und von dieser welche der kaiserliche Herr Rathhause hielt, aus. Der Tnnahmr von Anzeigen zu der AachmMag« für den folgenden Tag erfchrinrnden 91 umnur bis Borm. in Ubr Erinnerung ging auch die Rede, bei dem Festmahle im Bremer Kaiser erinnerte daran, daß der Polizeiverordnung für den Kreis Gießen Sr. Majestät^ König von Wirft* ! I" die T-t Gießener p>««truairttf(c itm drrn Anzeiger •ja^rnri'd} dreimal tze^rlegl. Ta Anzeiger «kfcnnt tägltdi, uti Ausnahme des Monkaqs. brande daS ersehnte Ziel zu erreichen, denn auS platonischer, begehrloser Liebe besteht die französisch-russische Freundschaft nicht. grsize anzusehen ist. Gießen, 18. October 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 19. October 1893. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen, v. Gagern. bttrcffenb die Benutzung des Wassers und des des schiffbaren Theiles der Lahn. In Gemäßheit des Artikels 78 der Kreisordnung wird hiermit auf Grund des Artikels 54 des Gesetzes vom 14. Juni 1887, betreffend das Dammbauwesen und das Ä-cfferrecht in den Gebieten des Rhein, Main, Neckar unb des schiffbaren Theiles der Lahn, sowie der §§ 13, 14 unb 15 der Verordnung vom 23. Juni 1891 über die Ausführung dieses Gesetzes unter Zustimmung des Kreis-Aus- schr.sseS und mit Genehmigung des Großh. Ministeriums des Amtliche»» Ttzeil Bekanntmachung, Die französisch-russische Freundschaft unter dem Einfluffe der Russenfeste in Frankreich. Aus dem Gebiete der europäischen Politik ist der russische I Flotienbesuch und der begeisterte Empfang der Russen in I Frankreich ohne Zweifel das bedeutsamste Ereigniß der I Gegenwart, denn so sehr man auch geneigt war, den Besuch I der Russen in Toulon und Paris zunächst nur als eine Höf- I ltche Erwiderung des französischen Flottenbesuches in Kron- | stadt anzusehen und der ganzen Angelegenheit nur die Be- I deutung eines ceremoniellen Actes und eines flüchtigen I Freudenfestes beizumessen, so muß man jetzt doch zugestehen, I daß gerade die Ruffenfeste in Frankreich gereifte Wahlver- I reandtschaften im französischen und russischen Dolkscharacter I offenbarten, welche unter Umständen auch einen großen Ein- I fluß auf die Behandlung der politischen Geschäfte erlangen I können. Denn wenn man auch die Umarmungen und Küsse, | welche in Toulon und Paris zwischen Franzosen und Russen I ausgetauscht wurden, zumal wenn diese zärtlichen Freundschaftsbeweise zwischen russischen Matrosen und Männern und I Frauen aus dem französischen Volke in den Casvs, Concert- I gärten und selbst auf offener Straße stattfanden, wohl vielfach I nur auf Rechnung einer rosigen Weinlaune und eines feurigen I südfranzösischen Naturells setzen kann, so bleibt von den | Russensesten doch auch der unbestreitbare Beweis bestehen, I daß zwischen Franzosen und Russen überraschend viele und große Sympathien bestehen. Ist doch selbst der Kaiser Alexander von dem glänzenden Empfange der Vertreter Rußlands in Frankreich und dem Berichte des Admirals Avellan über diese über alle Maßen herzliche Aufnahme so gerührt und erfreut gewesen, daß er eine Verlängerung des Aufenthalts der russischen Vertreter in Frankreich und auch einen Besuch der russischen Flotte in Marseille zugesagt har. Und man kann sich denken, in welcher Weise die vom Czar bewilligte Verlängerung des Besuches der russischen Gäste auf die leicht erregbaren Gemüther der Franzosen wirkten und dem Glauben an ein französisch-russisches Bündniß neue Nahrung gaben. Man sieht auch wieder aus diesen seltsamen Begebenheiten, | daß die meisten Völker aus den Lehren der Weltgeschichte nicht das Geringste für ihre Staaisweisheit profitiren. Das französische Volk, welches so stolz darauf ist, vor hundert Jahren das Joch eines verrotteten Regierungssyftems abgeschüttelt und seine Freiheit gewonnen zu haben, schwärmt für Rußland, welches sich in Bezug auf seine Verwaltung, Finanzen, Cultur usw. so ungefähr auf dem Standpunkte besindet wie Frankreich vor 150 Jahren. Und die Ruffen, welche von dem übermächtigen Frankreich nicht nur 1812 an der Moskwa, sondern auch in Moskau selbst schwer ge- demüthigt wurden, ferner 1854 und 1855 vor Sebastopol das französische Schwert fühlen mußten und im Pariser Vertrage von 1856 aus Frankreichs Hand einen Rußlands Stellung im Orient arg schädigenden Frieden entgegenzunehmen gezwungen waren, sie umarmen jetzt als ihre besten Freunde die Franzosen!? Woher ist diese seltsame Umwandlung gekommen? Die Franzosen und Ruffen haben sich nicht nur im Stillen in ihren auf die Herrschaft in West- und Osteuropa gerichteten ehrgeizigen Bestrebungen, denen der Dreibund entgegensteht, zusammengefunden, sondern sie berühren sich offenbar auch in Volksleidenschaften und Volksinftincten viel mehr, als man bisher Ursache hatte, anzunehmen. Die Phantasie und die Schwärmerei, daß Frankreich im Westen und Rußland im Osten der maßgebende Staat sein müsse, scheint Franzosen und Russen fast im gleichen Maße zu .beherrschen und man muß leider befürchten, daß diese elementaren Volksleiden- schafren, wenn begünstigende Ereigniffe eintreten, zur hellen I Flamme auflodern werden, um in einem europäischen Welr- SirrtrllHiriger >Bonnfment5Ftet»l 2 Mark 20 Pfg. wM Brmgerlohn. Durch dir Poft bqo|cs 2 Mark 50 PI- Rebactiou. unb krudem: Deutscher Reich. Berlin, 19. October. Die abgelaufene Woche hat eine erneute hochbemerkenSwerihe Kundgebung Kaiser Wilhelms gezeitigt, die Rede des erlauchten Monarchen anläßlich der Einweihung des K a i s e r W i l h c l m I. in Bremen errichteten Denkmals. Der erhebende Act der Denkmalsweihe vollzog sich am Mittwoch, den 18. October, also an einem für das deutsche Volk so bedeutsamen Doppel- Bekanntmachung, betreffend Obstbauvorträge. deffen Stellvertretern ernannt. Wir weisen Sie hierdurch an, die Benachrichtigung über Einleitung einer Untersuchung über die bei Mitgliedern ber genannten Berufsgenoffenschaft an den Vertrauensmann in Gemäßheit des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 anwesend sein. — Vom Bundesrath. Dem Bundesrath ist em Schreiben des Staatssecretärs des Reichs-Justizamts zugegangen, welches Aenderungen in den geschäftlichen Einrichtungen der Commission für die zweite Lesung des Entwurfs eines bürgerlichen Gesetzbuches vorschlägt. Frankfurt a. M., 19. October. Gestern hatte sich eine größere Anzahl von Interessenten des Frankfurter Weinhandels auf Deranlaffung der Handelskammer und in deren Sitzungssaal versammelt, um zu der geplanten Reichsweinsteuer Stellung zu nehmen. Nach gründlicher Durchberathung des Entwurfs, soweit derselbe veröffentlich ist, erklärten sich die Anwesenden einstimmig gegen die Annahme desselben als gänzlich unausführbar und durchaus schädlich für Wein- production und Weinhandel. Die Versammlung genehmigte Sonntag den 22. l. Mts. wird Herr Landwirth- betreffend den Erlaß einer Polizeiverordnung zum Gesetz vom fchafts Lehrer Reichelt in Grün in gen einen Vortrag ‘ halten über das Thema: „Was kann während des Herbstes, Winters und Frühjahrs an den Obstbäumen zur Hebung deren Ertragsfähigkeit geschehen." Alle Mitglieder des Obstbauvereins und Freunde des Obstbaues sind hierzu freundlichst eingeladen. 14. Juni 1887 über das Dammbauwesen und das Wafferrecht. Die nachstehende Polizeiverordnung bringen wir hiermit ; mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß nach der | Verordnung zur Ausführung des rubricirten Gesetzes vom i 23. Juni 1891 als schiffbarer Theil der Lahn die Strecke | not der Einmündung der Wieseck abwärts bis ~ ___________ ... _ o , gewaltigen Schlacht auf Leipzigs Fluren, die ganz Europa von einem unwürdigen Joche befreite, sei, wie er anderseits auch der Geburtstag des unvergeßlichen Kaisers Friedrich LIL sei. Dann wies der hohe Redner daraus hin, wie Kaiser Friedrich als Kronprinz mit dem Schwerte in der Faust seinem Vater auf blutiger Wahlstatt die deutsche Kaiserkrone gewonnen habe, weshalb der siegumstrahlte erste deutsche Kronprinz dem deutschen Volke ewig vor Augen bleiben werde. Hierauf ging der Kaiser zum pietätvollen Gedenken seines kaiserlichen Großvaters über, er betonte, daß es Kaiser Wilhelm I. nach mancher Trübsal bestimmt gewesen sei, das Sehnen aller Deutschen zu stillen und Deutschland die nationale Einigung zu ver- schaffen, bei welchem großen Werke er die Unterstützung großer Männer gesunden habe. Weiter sprach der Kaiser der Stadt Bremen seinen Dank für die glückliche Wah' des Tages zur Weihe des Denkmales und für die Ehrung des großen Heldenkaisers aus und knüpfte er hieran die Versicherung, er werde jiets bestrebt sein, dem leuchtenden Vorbilde des ersten Kaisers des neugeeinten Reiches nachzueifern. Der Kaiser schloß seine Rede mit Worten der Erinnerung an die besondere Blüthe Bremens zur Hansazeit und mit einem warmen Trink- spruche auf die Stadt Bremen. — Es ist eine überaus würdige und vom hehrsten patriotischen Feuer durchglühte Sprache, welche der erhabene Schutzherr des Reiches in seiner Kundgebung von Bremen führt. Dieselbe erscheint darum wohl geeignet, das nationale Empfinden und den patriotischen Stolz des deutschen Volkes erneut zu wecken, namentlich gerade zum jetzigen Zeitpunkte, da von jenseits ber Vogesen tagtäglich der Chorus der russisch-französischen Verbrüderungsreden heri^berertönt. Man kann bis jetzt nicht sagen, daß I die Kundgebungen anläßlich der Ruffenfeste in Frankreich bedenkliche Herausforderungen speziell Deutschlands enthielten, aber der in den Festreden von Toulon angeschlagene Ton ist doch characteristisch durch die triumphirende Genugthuung über die enger und enger werdende Verbindung zwischen Frankreich und Rußland, welches Gefühl er genügend zum Ausdruck bringt. Dem gegenüber bedeutet die Bremer Ansprache Kaiser Wilhelms eine würdige, wenn auch nicht beabsichtigte, Anwort von deutscher Seite, eine Erwiderung, die sicherlich in allen deutschen Herzen ihr Echo finden wird. — Am kommenden Sonntag begeht König Albert sein fünfzigjähriges Mi li t är. I u b i l äum. Die einflußreiche Stellung des sächsischen Monarchen im Rathe der deutschen Bundesfürsten, vor Allem aber seine leuchtenden Verdienste um das hehre Werk der nationalen Einigung Deutschlands, welches er durch seine glänzenden Siege auf den I Schlachtfeldern Frankreichs mit vorbereiten half, sichern dem I seltenschönen Ehrentage König Alberts die freudigste Theilnahme I des ganzen deutschen Volkes. Soweit bekannt, werden bei I der Jubelfeier des 22. October Kaiser Wilhelm, der deutsche I Kronprinz, eine Anzahl regierender Bundesiursten, Erzherzog I Albrecht von Oesterreich und noch andere Fürstlichkeiten, sowie I die sämmtlichen deutschen commandtrenden Generäle in Dresden Gießen, den 19. October 1893. getr.: Unfallversicherung; hier Ernennung von Vertrauensmännern. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien derLandgemeindcn desKrerses. Der Vorstand der Berufsgenoffenschaft der chemischen Industrie hat den Herrn G. Throm, in Firma G. Throm, tzi-ßen, zum Vertrauensmann für den Kreis Gießen und die Herren: Dr. Brunner, Betriebsleiter der Firma Müller, Packard & Co., Wetzlar, H. Langsdorfs, Friedberg, Carl Rübsamen, in Firma C. Rübsamen in Fulda t Eisbahn soll M m werben. Die M- r Einsicht offen; einzmW Innern und der Justiz verordnet: Einziger Paragraph. Wer unter Zuwiderhandlung gegen jdie zur Erhaltung ider Sicherheit, Bequemlichkeit, Reinlichkeit und Ruhe auf den betreffenben Wasserstraßen erlassenen Vorschriften, insbesondere auf) gegen die 13, 14 und 15 Der Verordnung vom 28. Juni 1891, betreffend die Ausführung des Gesetzes vom 14. Juni 1887 über das Dammbauwesen und das Wasser, techl in den Gebieten des Rhein, Main, Neckar und des schiffbaren Theiles der Lahn ohne vorherige ausdrückliche Genehmigung der Flußbaubehörde: 1) das Wasser des schiffbaren Theiles der Lahn durch besondere Anlagen, wie die Aufstellung von Anlande, brücken, Nferrampen, Bade, -und Waschanstalten benutzt, oder 2) Steine, Kies, Sand, Schlamm, Erde oder Pflanzen aus dem Flußbett des schiffbaren Theiles der Lahn entnimmt, oder 3) Schutt, Steine, Bäume, Erde, Schlamm, Asche, sowie Materialien irgend welcher Art in dasselbe ein, führt, durch welche nach Ansicht der Flußbaubehörde eine Erhöhung der Sohle des Flußbettes oder eine Verschiebung des Ufers bewirtt werden kann, oder 4) flüssige Abgangsstoffe in dasselbe einleitet, mrd, soweit nicht im Einzelfall nach den bestehenden Vor- griffen, insbesondere in Gemäßheit des §§ 366 pos. 10, des Reichsstrafgesetzbuchs eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Gelldsirafe bis zu dreißig Mark bestraft. Die Funktionen der Flußbaubehörde werden in Gemäß, hnr des § 2 der angezogenen Verordnung durch das zuständige Wafferbauamt wahrgenommen. Gießen, den 18. October 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.____ Pudel, fe* ^wkaufeir gesucht. Srünanue^ Pferde zum 'erden stets angekaust. Keßler, 8729] Wäsche zum <«• «atm wirb angtnomir- ■ Wen entsprechend billigt!. 3374] 0ubrt. Sinw. d Siesta. bah ich mich biMst eMer habe. KM M.aistis.oeseau. hntav. es. Fache vor!. Sitv»rM«n mi!- -bill. besorgt. MetneAvhnMt!'- te«mVäoet?b.Hrn. W.i lüftr ÄchtvnMvmcharbk ftz, Ofensetzer sfrüher in Man- 5699| ein »ausmann in ter sucht unter ganz bescheiß ritchen Stellung im te' elcher Branche. MMr ,e tzMd. b. Bl. unter 0. Ile •lizeilxK nnJh so undeutliche.1 —* .. trefl. Anmeli"- Ä MarktpU r Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. WkHtz' ^KuleiM^ -nniLhrn. ^ort -ä6«Uaflti8. 8,nt * l L^räen. 9,4 ■6t' 45?^ itmietben -Mhtlm Müller cm • ffr— 2oui« L.« M Mehren schäH^P '**"■ •«««««, MX Tme vorliegende Denkschrift als Grundlage für eine seitens der Handelskammer an die Reichs« und StaatSregierung zu richtende Eingabe gegen den Gesetzentwurf. Der Beschickung einer allgemeinen in Wiesbaden ftattfindenden Versammlung wurde unter der Voraussetzung zugestimmt, daß die Berufung derselben recht bald geschehe und wurde ferner die Zweckmäßigkeit betont, daß dazu auch die ReichstagSabgeordneten der Weinbezirke eingeladen werden. Neueste Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Bremen. 19. October. Wie BoeSmannS telegraphisches Bureau zuverlässig erfährt, berichten die neuesten aus Rio de Janeiro eingegangenen Mittheilungen, daß mit dem Eintreffen der deutschen Kriegsschiffe „Arcona" und „Alexandrine" für die in Rio anlaufenden Dampfer eine Aenderung zum Besseren eingetreten sei. Insbesondere werde dem Com- mandanten der „Arcona", Corvettencapitän Hoffmeyer, für seine thatkräftige Unterstützung Anerkennung gezollt. Unter Mitwirkung der Kriegsschiffe fei den Dampfern des Norddeutschen Lloyd, „Ohio" und „Berlin", die Ladung und Löschung in Ohio ermöglicht worden. Denselben sei auch auf das Entgegenkommenste frisches Waffer geliefert worden, nachdem alle Hafenfahrzeuge, aus Furcht, von den Aufständischen weggenommen zu werden, ihre Fahrten eingestellt und die Behörden sogar die Wafferhähne im Hasen ver- schloffen hatten. Paris, 19. October. Die Abendblätter berichten, daß im Strikegebiete in vergangener Nacht wiederum verschiedene Zusammenstöße zwischen Strikenden und GenSdarmen und Soldaten stattfanden. Auf der Bergwerksbahn bei Lens erfolgte Nachts eine Explosion, durch die ein Theil des Bahnkörpers zerstört wurde. Die socialistischen Depu- tirten protestirten energisch gegen das Vorgehen einzelner Offiziere. Moutcreffon, 19. October. Die vorläufige Beisetzung der Leiche Mac Mahons findet Samstag statt. Indem Sterbezimmer, das in eine Capelle umgewandelt ist, defilirt fortwährend eine große Menschenmenge. Avellan tele- graphirte an die Wittwe Mac Mahons: Wie ganz Frankreich schließt sich auch das russische Geschwader Ihrem Schmerze an. Ich bitte Sie, mir zu gestatten, im Namen des Geschwaders den Ausdruck unserer tiefen und achtungsvollen Sympathie auSfprcchen zu dürfen. — Erzherzog Albrecht von Oesterreich telegraphirte: Empfangen Sie den Ausdruck des aufrichtigsten Beileids und der lebhaftesten Sympathie mit Ihrem großen Schmerze. Die Armee verliert einen berühmten Führer. Alle, die ihn kannten, besonders seine Freunde, zu denen ich mich zähle, werden eine dauernde Erinnerung an diesen edlen Character bewahren. — Die Königin von England sowie der Prinz von Wales übermittelten den Wunsch, sich bei den Beisetzungsfeierlichkeiten vertreten zu lasten. Außerdem trafen noch viele andere Depeschen ein. Tarent, 19. Oktober. Dem gestrigen, von Admiral Seymour an Bord des englischen Panzerschiffes „Sans Pareil" veranstalteten Diner wohnten bei die Admiräle Corsi und Turi, der Unterpräfect, die Bürgermeister von Tarent, die Commandanten der italienischen und englischen Kriegsschiffe und der englische Viceconsul. Admiral Seymour brachte einen Trinkspruch auS, in dem er für den warmen und herzlichen Empfang dankte und seiner Genugthuung Ausdruck gab, daß ihm die Ehre zu Theil geworden fei, einen der größten Häfen Italiens besuchen zu können. Der Admiral schloß seine Rede mit einem Hoch auf den König und die Italiener. Admiral Corsi erwiderte hierauf, der herzliche Empfang deS englischen Geschwaders sei die Pflicht der Gastfreundschaft zwischen befreundeten Seemächten. Er trinke auf daß Wohl der Königin Victoria und deS Königs Humbert. — Heute Vormittag begaben sich die Deputationen der Arbeit erv er er ne an Bord der „Sans Pareil" und überreichten dem Admiral Seymour das Diplom als Ehrenmitglied. Der Admiral sprach der Deputation feinen herzlichsten Dank hierfür auS. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 19. October. Der „Reichsanzeiger" publicirt die Entlastung des preußischen KriegSministerS Kaltenborn- Stach au, sowie die Ernennung des Generals Bro ns art von Schellendorf zum KricgSminister. Berlin, 19. October. Nach dem „Reichsanzeiger" kamen am letzen Tage in Hamburg zwei Cholerafälle (einer davon tödtlich) vor, in Stettin wurde bei zwei Todesfällen Cholera asiatica festgestellt. In Warsow waren sieben Erkrankungen an Cholera, einer davon tödtlich, in Stepenitz drei Erkrankungen, davon zwei Todesfälle. Berlin, 19. October. Nach dem „Berliner Tageblatt" tritt ab 1. Januar 1894 für viele Maaren, welche nach Brasilien eingeführr werden, eine Erhöhung des EingangSzolleS um 30 pCt. ein. Namentlich werden davon betroffen Wollenwaaren, Confection, Eifenwaaren, GlaS, Porzellan, Seide. Eine Zollerhöhung von 300 pCt. erfahren Zündkörper - 200 pCt.: Tabak, grobes Salz,- ganz frei eingehen: Baumwollwaaren, alles Material zur Errichtung von Zuckerfabriken, Eisenröhren für GaS- und Wasserleitungen, alle Arten clectrische Maschinen, DestillationS- apparaten, Treibriemen, sowie Material zur Errichtung von Feldbahnen. Karlsruhe, 19. October. Von der heute stattgefundenen Wahlmännerwahl zum badischen Landtage liegen folgende Resultate vor: In Karlsruhe siegren die Nationalliberalen, ebenso in Pforzheim-Stadt und Land, in Offenburg- Stadt siegten die Demokraten, in Offenburg - Land daS Centrum. In Freiburg, Bühl, Ettenheim wurden CcntrumS- wahlmanner gewählt. Die Wahl v. Wittum-KarlSruhe (not(.) unb Muser-Offenburg (Dem.) ist gesichert. Chemnitz, 19. October. Bei der heutigen Landtag-- wähl wurde im ersten Wahlkreise Theuerkorn (Amis.), im zweiten Seifert (Soc.) gewählt. Dresden, 19. October. Bei der heutigen Landtags'- wähl wurde Socialdemokrar Gruner mit unerheblicher Mehrheit gewählt. Paris, 19. October. Gestern Abend hatte sich vor dem Marineministerium eine zahlreiche Menge versammelt, welche nach der Melodie des BoulangistenliedeS fang: „C’eet Avellan qu’il nous faut* Beim AuSfteigeu auS dem Wagen glitt ein russischer Offizier vor dem Marineministerium auS und erlitt einen Beinbruch. Er wurde sofort nach dem Militärcasino zurückgebracht. Toulon, 19. October. Täglich finden an Bord der französischen Schiffe Festessen für die russischen Seeleute statt. Gestern gaben die Offizier« deS Schiffes „Colbert" ihren russischen Kameraden Festesten. Madrid, 19. October. Ein spanstcheS Kriegsschiff ist nach Hamburg abgegangen zur Uebernahme von zehntausend Mausergewehren. 20 Kanonen wurden bereits von Barcelona nach Melilla geschickt. — Nach einem hierher gelangten Telegramm soll der Sultan von Berberstämmen zwischen Tafilelt und dem AtlaSgebirge umzingelt sein. Summe der ordentlichen Einnahme Summe der außerordentl. Einnahme 63133.02 356513 66931.44 1068.56 Summe aller Einnahmen 66698.15 68000.— B. Ausgabe. (Selbunttr ft Übungen und sonstige Gaben 25241.21 26000.— Anschaffung von Schulbedürsnissen 764.16 800.- Aerztliche Behandlung und Arzneien 13921.89 13300.— Begräbnißkosten 743.78 700.- itoften deS BürgerhoSpitalS 6862.52 6778— Kosten für Verpflegung armer Geisteskranken 656.91 1000.— DeSgl. von Epileptischen urtb Idioten — 1250.- Unterbringung armer Kinder in Familien 6222.72 8300.— Fürsorge für verwahrloste, blinde und taubstumme Kinder 3072.76 2570 — Lehrgelder 310.- 300 — Summirung ber Rubriken: Verwaltungskosten, Abgänge unb Nachlässe 5073 37 4660.60 Unterstützungen 48190.47 49828 — AuS Stiftungen 2015 90 2004 38 Pflege und Erjiehung armer Kinder 9605.48 11170.- Reservefonds — 322 59 Summe der ordentlichen Ausgabe 64885.22 67985.57 Summe ber außerorbentlichen Ausgabe 744.37 14.43 Gesammstumme aller Ausgaben 65629.59 68000.— Sitzung der Stadtverordneten am 19. October 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmelius, Faber, Flett, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Heß, Jughardt, Keller, Löber, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Schmoll, Simon, Dr. Thaer, Bogt und Wallenfels. lieber bie Rechnung ber Armenkasse für 1892/93 und über den Voranschlag derselben für 1894/95 reserirt Herr Oberbürgermeister Gnauth. Im Allgemeinen ist hier hervorzuheben, daß die Rechnung einen um 10866 Mk. niedrigeren Zuschuß aus der Stadtkasse (veranschlagt war derselbe, ausschließlich der Zuflüste aus anderen Kassen auf 44 177.87 Mk.) ergab. Demgegenüber weist die Rubrik „Ersatz von Verpflegungsgelbern usw." eine gegen den Voranschlag um 4150.63 Mk. erhöhte Einnahme auf; es sind im Rechnungsjahre erhebliche Auslagen theilS von den Angehörigen der Unterstützten, theils von den dazu verpflichteten Gemeinden und Kaffen zurückerstattet worden. Die Zahl der in Armenpflege zu nehmenden Personen ist seit Inkrafttreten der neuen Satzungen der offenen Armenpflege erheblich zurückgegangen; sie betrug im Rechnungsjahre 1890/91 202, 1891/92 189, 1892/93 174; erhöht hat sich dagegen in den gleichen Zeiträumen die Zahl der auf ber Armenliste stehenden Personen, welche Anrecht auf ärztliche Behandlung und Aufnahme in die Kliniken haben und für die die Stadt ein jährliches Aversum von 10000 Mk. entrichtet. Diese Zahl hob sich von 228 auf 296 bezw. 352. In den Kliniken wurden verpflegt 153 ortsarme Personen. Bezüglich 277 zu verpflegenden Personen mußte mit auswärtigen Armenverbänden verhandelt werden. — Der Voranschlag für 1894/95 weicht unwesentlich von dem früheren ab. Eine Erhöhung deS städtischen ZuschusteS um 2000 Mk. ist vorgesehen für die Unterbringung armer elternloser Kinder; es soll zwar das monatliche Pflege- geld nicht erhöht, dafür aber die Einrichtung getroffen werden, daß den betr. Armenpflegern für jedes Kind pro Jahr 40 Mk. zur Verfügung stehen, um da, wo es nöthig, die Pflegekinder mit Kleidern, an denen erfahrungsgemäß von Seiten der Pflegeeltern gespart wird, versehen, außerdem ein Weihnachtsgeschenk beschaffen zu können. An Geldunterstützungen und sonstigen Gaben sind 26 000 Mk. vorgesehen; hiervon sollen nur ca. 6000 Mk. in Baar an einzelne Personen, die Übrigen 20 000 Mk. in Naturalien gegeben werden. Die Gesammt- Einnahmen und Ausgaben gleichen sich nach dem Voranschlag aus mit rb. 68 000 Mk. Inwieweit Aenderungen in ber nun seit drei Jahren bestehenden Neuordnung der Armenpflege sich erforderlich machen, soll erörtert werden in einer demnächst einzuberufcnden Versammlung sämmtlicher Armenpfleger, an welcher auch die Stadtverordneten theilnehmen. Als hauptsächlichste Rubriken von Rechnung und Voranschlag der Armenkaste theilen wir die nachstehenden mit: Betrag Voranschlag nach der Rechnung für 1892 93 1894 95 A. Einnahme. Von Gebäuden und Grundstücken 1553 30 1711.16 Capitalzinsen 10951 32 11089.42 Zuschuß auS anderen Kassen Ersatz von LerpflegunaSgeldern, Be- 33291.08 41177.87 gräbnitzkostm und Unterstützungen 16981.56 12852.98 Außer diesen Summen sind als DiSpositionSfond in Einnahme und Ausgabe 400 Mark vorgesehen. Aus diesem Fond werden Unterstützungen ^an Personen gewahrt, denen aus irgend einem Grunde auS öffentlichen Mitteln Unter, stützuogen nicht bewilligt werden können; die Einnahmen breite Dispositionsfonds setzen sich zusammen auS Sühnegeldern il f. Nach der hierauf vorgelegten Uebcrsicht über die wirk, lichen Einnahmen unb Ausgaben ber Vorschule beS Gym. nasiumS für 1892/93 war an städtische« Zuschuß n, forderlich der Betrag von 517 Mk. 33 Psg.; an Schulcr-.d wurden erhoben 4330 Mk., bie Besoldungen erforderte.-, 4647 Mk. 33 Psg., die Geschäftsführung 50 Mk., Heizung unb Beleuchtung 150 Mk. Die Rechnung gleicht sich azi mit 4847 Mk. Für bie Waldculturlöhne imGießener Statt, walde werden dieselben Sätze wie m dem Vorjahr« nommen: Mk. 2.— für eine Mannsperson im Mk. 1.60 im Winter; Mk. 1.60 für eine Frau im Soran wie im Winter; an Fuhrlohn 6 Mk. für einen Wagen r.t einem Pferd oder zwei Kühen, 10 Mk. für einen Wagen ar zwei Pferden oder zwei Ochsen. Zur Anschaffung von Mobilien behufs AuSstatrr-z eines Lehrerinnen ConferenzzimmerS: Stühle, Spiegel, Vamtrc quinö :c. werden die Kosten bewilligt, dagegen bie beantrcc:t Gasbeleuchtung für daS betreffende Zimmer abgelebt«. — Eine Rechnung im Betrage von Mk. 110.20 über Rippe» unb Füllungsböden für Oesen im Mädchenfchulgebäude »trt gutgeheißen. Die Anschaffung zweier Lehrerpulte für da» Real gymnasium zum Angebot von 85 Mk. wird genehmigt. Der Schulvorstand hatte f. Z. der KreiSfchulcommiiüon gegenüber den Wunsch auSgedrückr, daß der Handfertig: keitsunterricht für Knaben der städtischen und der höbere. Schulen auf Holzarbeitcn ausgedehnt werden möge. Tircr Wun che wurde entsprochen unb Herr Lehrer Schmidt, der den feit einem Jahre bestehenden Unterricht bereit- leitet, zur Theilnahrne an einem entsprechenden CursuS nach Leivug entsandt. Die Kosten hierfür im Betrage von 313 ’M werden auf die Stadtkaste übernommen unb weiter werden 130 Mk. bewilligt zur Beschaffung von Werkzeug für kerb schnitzarbeilen. (Die von Herrn Schmidt wahrend der Dauer deS Cursus ange fertigten Kerbschnitz- unb Holzarbeiten wate» während der Stadtverordnetensitzung ausgestellt). Der Untetr* in diesem neuen Zweige soll am 1. November beginnen, an demselben können frlche Schüler theilnehmen, welche bereu# den ersten CursuS tn Papparbeiten durchgemacht haben. Für Schüler der Stadtschule ist der Unterricht kostenfrei, tititlbci haben nur 2 Mk. für Material zu entrichten, Sifcultr m höheren Lehranstalten zahlen neben der Vergütung für Mater.. 4 Mk. Schulgeld. Der Unterricht findet Wittwo.t- unt SamstagS von 3—6 Uhr statt. DaS Gesuch deS Pfarramts der evang. Matth uu 4- gemeinde um Ueberlasfung eines Saales im Siabtlnabtn« schulgebände für den Confirmandenunterricht und der Turn- halle daselbst für Gemeindeversammlungen wird unter dent von dem Herrn Oberlehrer dieser Schule gemachten Dorbedalr genehmigt. Das für gleiche Zwecke bisher verwendete Schulhaus in der Neustadt ist bekanntlich mit einer Compagnie des hiesigen Regiments belegt worden. Infolge der nöthig gewordenen Nettnumerirung der Häuser im Zuge der durch Steinö Garten führenden Gartenstraße war darüber zu entscheiden, ob die neben Stein» Garten hinführende bisherige Gartenstraße ihren Namen tu- halten sollte, oder die neue durch Steins Garten geheute danach zu benennen sei. Die Baudeputation hat sich dafür ausgesprochen, daß die nunmehr in gerader Linie durch rtrni Garten führende Straßenstrecke als natürliche Fortsetzung ter unteren Gartenstraße anzuschen und danach zu btntunc’ für die bisherige obere Gartenstraße dagegen eine ntue nennung emzuführen fei. Diesem Anträge stimmt« die Versammlung zu und beschloß, ebenfalls auf Antrag der deputation, diese letztere Straße, vom Hause der Hrrnri Keßler und Stein bis zum Hause deS Herrn Univ Rem- amlmann Schmitt, ihrer Richtung nach dem Nahrung-dna halber „Bergstraße" zu benennen. Von Herrn Dr. Schäfer waren die Namen „Hoffmannstraßc" (als Ehrung für oen vor zwei Jahren verstorbenen Ehrenbürger Prof. Dr. Hoffmann in Berlin) und „Ebelstraße" (nach dem Stifter der Ehelstiftung) vorgeschlagen worden, wogegen Herr Wallenfei- sich für den Namen „Hügelstraße" auSiprach. Herr G. Wagner hat fein untenn 13. Juli in der Stadtverordneten-Versammlung bereits behandelte-, aber wegen Verstoßes gegen den § 7 des Ortsbaustatuts und den § 16 der Localpolizeiverordnung beanstandete- Gesuch um Erlaubnis zum Bauen in der Weserstraße erneuert. Die Versammlung beschließt Beharren auf dem betreffenden Beschluß. Nach § 1 deS Ortsbaustatut- dürfen an noch nicht eröffneten Strasw Gebäude nur im Anschluß an bestehende Häuser «triefet« werden, und nach § 16 der Localpolizeiverordnung muß «f jedem Grundstücke mindestens ein Fünftel der Gefammtgrant- flMt unbebaut bleiben und zwar derart, daß hinter dem Dorderhause ein Hofraum von 8—10 Meter Länge unb 4—5 Meter Breite frei bleibt. Diesen Anforderungen t-* spricht baß in Frage stehende Bauproject nicht. Zwei Gesuche um Ertheilung der Concession zum Wirch- schaftSbetrieb, nämlich dasjenige deS Herrn Phil. Bob für daS HauS Bahnhofstraße 11 und dasjenige des Herrn Aug> Helfenbein für das Hau- Ecke der Weser- und Stein- straße, werden, nachdem die Commission die Dedürfnißfrage betr. AuSschank von Branntwein bejaht, nicht beanstandet. Cocains und provinzielles. Gießen, den 20. Oktober 1893. •• Preisgekrönt auf ber Welt-Au-stellung in Chicago wurden für die ausgestellten wissenschaftlichen JvstrumerUe die hiesigen Firmen E. LiebrichS Nachfolger (Gebrüder Schmidt) und E. Staudinger & Co. (D. Spärhase). * r Barometer: Tbermometer: Hygrometerstand: ■tuten Mannschaften zu beschleunigen und im Interesse der chtüchtigkeit die Leute mit möglichst gut passendem Schuh- Mrk zu versehen, finden in diesem Jahre zum ersten Male lii den Coutroll - Versammlungen Fuß messungen bei sstvnmlichen sich Gestellenden statt, deren Ergebniß in die Äittiärpässe eingetragen wird. Ta Oil? .r .stadt - zur Strafverbüßung: Korbmacher Franz Geißler > Ober-Seemen vom Amtsanwalt in Alsfeld. Militärische Fußmessunge». Um das Einkleiden mit i ln für die im Mobilmachungsfalle zur Einziehung kom- Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 21. October: Vorabend 500 Uhr, Morgens 830 Uhr, Nachmittags 3°° Uhr, Sabbathausgang 6°° Uhr. Bade - Etablissement ist der Firma Gebr. Helfmann in Frankfurt a. M. zu 1,105,000 Mk. zugeschlagen worden. * Straßburg, 19. October. Bei einem Zusammenstoß zweier Wagen der Nappoltsweiler Trambahn wurden zwölf Personen verletzt, einige davon schwer. * Obernburg (Waldeck), 18. October. Eine Feuers- brun st hat hier in wenigen Stunden 30 Gebäude, darunter 8 Wohnhäuser, eingeäschert. Viele der Betroffenen haben nichts versichert. * Berlin, 19. October. Privaterseits wird auS Greifswald gemeldet, daß die Gräfin Blücher ihren Verletz- Schotten, 18. October. Daß auch im Vogelsberg in günstigen Jahren die Gaben der Natur üppig gedeihen, beweist ein in einem hiesigen Garten gewachsener Kürbis, der das ansehnliche Gewicht von 74 Pfund und einen Umfang von 165 Zentimeter hat- zwei weitere an derselben Pflanze gewachsene Kürbtffe wogen je 33 und 28 Pfund. — Vergangene Nacht sank daß Thermometer unter den Gefrierpunkt. Fürth i. O. Dieser Tage wurde der hiesige G e - meinderechner gefänglich eingezogen. DaS Deficit soll 7000 Mk. betragen. Michelstadt i. O. Die „Starkenb. Prov.-Ztg.", der die Verantwortlichkeit überlaffen werden muß, bringt von hier folgende Notiz: Zur hiesigen landwirthschaftlichen Schule hat sich für den Winter ein ganzer Schüler gemeldet. Das Lehrerpersonal besteht auS sieben Personen. Ein theurer Schüler! Mainz, 18. Oclober. Jnsolge des großen Weinsegens herrscht Mangel an Fässern und so behelfen sich die Producenten mit Spritsäffern, von welchen dieser Tage ein ganzer Eisenbahnzug hier eintraf, welche sämmtlich nach den Weinorten kamen. * Welche Lasten der Vater Rhein zt^ trugen vermag, zeigte sich wieder gestern Mittag. Es kam von Bingen nach Mainz der Remorqueur Niederrhein I. mit 9 Kähnen Kohlen im Anhang. So imponircnd sich dieser Schiffszug ausnahm, man glaubte es kaum, welch ungeheure Last er barg. Man höre und staune: 125 000 Zentner, für deren Beförderung 30 Güterzüge oder 630 DoppelwaggonS nöthig würden. An Heizmaterial fehlts also vorläufig nicht. Wiesbaden, 19. Octobcr. Das Wiesbadener 5788] Stetig steigender Absatz seit 1880 verbürgt die Güte des Holländ. Tabak bet B. Becker In Ctefena. lÜPsd.feo. SMk. will. 755 mm, max. 765 mm w + 1°R. „ + 3°B. Nebel. Neig, für trock. Welter. Nordwind. min. 753 mm, max. 7 5b mm „ + 40 R. „ 4- 11OR. Trocken. Nordwind. vermachter. * Marburg, 10. October. Versteigerung. In dem heute Morgen unter großer Betheiligung stattgehabten Versteigerungstermin der Lederer'schen Bierbrauerei, Wirthschaft und sämmrlichen Immobilien wurden als höchstes Gebot von Herrn Bankier B. Strauß dahier Mk. 150000 geboten. Gegen einen Zuschlag für diesen Preis protestirten die be- theiligten Rechtsanwälte und wurde daraufhin der Termin aufgehoben. * Mannheim, 18. October. Anläßlich des Besuchs des Großherzogs stifteten die Armaturenfabrik Bopp & Reuter 50000 Mk. und die Maschinenfabrik Heinrich Lanz 10000 Mk. zur Unterstützung bedürftiger Arbeiter. Katholische Gemeinde. Sonntag den22.October, 22. Sonntag nachPfingsten: SamStag: Nachmittags um 41/i Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6*/i Uhr erste hl. Messe; um 7>/r Uhr Austbeilung der hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt; Abends um 5>/, Uhr Christenlehre; daraus Rosen- kranzandacht mit Segen. Anmerkung: An den Wochentagen ist täglich des Abends um 6Vs Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. s ch r sfs n ach richten. (Mitgetheilt durch den Agenten des Norddeutschen Lloydes, Herrn Carl LooS in Gießen.) Bremen, 18. October. Die von der Amerikanischen Cin- wanderungS-Behörde tm September erlassene Verfügung, daß alle Zwischendeck Passagiere fünf Tage vor der Abfahrt deS Dampfers im CinfchiffungShaien einzutreflen haben, ist für Bremen für Passagiere auS Deutschland mit dem heutigen Tage aufgehoben. Bremen, 19. Oclober. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Havel, Capt. Tb. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Oclober von Bremen und am 11. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. — Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Linie" in Antwerp en ist laut Telegramm am 17. October wohlbehalten in Philadelphia angekommen. kirchliche Anzeigen der Statt Giefzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 21. Sonntag nach Trinitatis, den 22. October: Erntedankfest. Vormittags 9f/2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: M i l i t ä r g o t t e s d i e n st. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein. Kinderkirche: fällt aus. Nach den Gottesdiensten Collecte fürden hiesigen Kirchbaufond». Am Sonntag den 29. October und Sonntag den 5. November (Reformattonsfest) werden Beichte und heiliges Abendmahl und zwar im Anschluß an die Abendgottesdienste gehalten- August Iunkermanns humoristisch-dramatischem Reuter- betrag am nächsten Sonntag wird allseits mit Jntereffe ent- ^gengesehen. Sind doch die Erfolge Junkermanns in 5! .i Kreisen, in denen er auftrat, darunter vor Kaiser Wil« m I., so großartig, daß es angesichts des diesjährigen öhrigen Künstlerjubiläums keines besonderen Hinweises 6e- htrf. Jo Hs. Proelß schreibt in der „Gartenlaube": Jetzt t jon den Aposteln Reuters nur dieser Eine, dafür aber «aff in rüstiger Kraft, noch am Leben: August Junkcr- m in, der erste und nach wie vor beste der Schauspieler, i !die die Gestalten der Reuter'schen Romane der Bühne ge- Tiinen und die Kunst der unmittelbaren Lebensdarslellung |i den Dienst der Muse des niederdeutschen Humoristen stellten, Ht als Reuter Apostel bei Weitem die größten Erfolge erzielt. Mite kennt die Hauptgestalten seiner Schöpfung wohl jeder I ItbUbete, und das ist Junkermanns allgemein anerkanntes, ' ^bestreitbares Verdienst. ** Die Tiefbau-Berufsgeuofsenschast hat für die Zeit vom I October 1893 bis dahin 1895 für die Provinz Starken- ! g Herrn Stahl, Kreis- und Provinzial-Jngenieur in 6it6.cn, als Vertrauensmann bezw. Beauftragten, und alß kijen Stellvertreter Herrn Eichler, Kreistechniker in Bens- tziin, gewählt. *• Uebertrctang. Gestern Abend versuchte ein Mann mit jnin einspännigen, mit Kartoffeln beladenen Fuhrwerk auf UP neuen Trottoir die Schulstraße zu passiren. An kr sogen. Schulhofe wurde der Wagenführer, nachdem er itrenß ein Bäumchen angefahren, abgefaßt und zur Anzeige jibradjt. ** Zur Beachtung. Bekanntlich muß an jedem Fuhrst k bei Eintritt der Dunkelheit eine brennende Laterne gebracht sein. Bei den Herren Oeconomen hat man bisher, I dieselben öfters bei ihrer Feldarbeit von der Dunkelheit errafft wurden, öfter ein Auge zugedrückt/ jetzt soll jedoch tig darauf gesehen werden, daß die betr. Verordnung genau bttchret wird. ♦* Son hessischen Behörden werden steckbrieflich Dtr1 o Ig t: wegen Diebstahl-: eine angebliche Frau Groß- hsüs aus Eichen vom Amtsanwalt in Friedberg, Taglöhner Jvfornn Henkel aus Weiskirchen von Großh. Staatsanwalt« Ihm Gießen- wegen Sachbeschädigung: Taglöhner Johann Ntnmann von Gersfeld vom Amtsanwalt in Offenbach; itge Zechbetrugß: der angebliche Kaufmann Schulz aus Aikt cheim von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz, und der apic liche Botaniker Renieur aus Erbach i. O. vorn Amts- ati.Dclt I zu Darmstadt- wegen Widerstands: Ziegler Anton Siebt nauer von Schweinheim von Großh. Staatsanwaltschaft W ♦ k *1 S* direkt auB der Fabrik allo aus erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, K UHU' IHlUlIL io jedem Maab au beziehen. Man verlange § Muster mit Anaabe des Gewünschten. S1’" 8,.. w„ »ik. < 33 Q Kb W ^nun9 •*'iS**< «rrW n. 1 'öt -Sä* ^rerpultrfür bae< T ba6 d°r iettlt... ’b« f*[fa «Ji,, 'Mit »erben t J'n &ittr l6e" bereit! :r 'ree^enben (Eurfm ... ™ ®“t«ge Den 313! iinounnen unb weiter sc Üun9 von Weckzkug süi'i "n Schmibt während bett unb hvlznbkiitn a tzungausgestellt).DerU^ am 1. November brzw: ler theilnehmen, we^ eilen burchgemacht t Untenicht kofienft:- 'ial zu entrichten, L: !ben der Vergütung Die tterricht findet . t. lwts der cömj. ines Saales im Ww \nbtnunttr:i(f)t unb btr In •l'ümmlungtn wird imttt er Schule ;eMchleu ißoitc »de Mn mwrnbm <: tuMich mit einer Somp: Witterungsaussichten Wetlerhäuscben, Sudanlaae. 19. Octover,Mitt. 12Uvi[2ö. Octoder, Atorg. 8 Uhr worden. ungen erlegen sei. Mittlerer Barometerstand bet 0° R. = 744,7 mm. wordenen Neunumeri^'. ins Gatten Menbrn^rft scheiben, ob die * & ©axtenHe ihren Stoa durch Steins Gatten cti e Baudeputalion hat fich - in gerader Linie bunt k natürliche hen und danach zu lr enstraße dagegen eine ejnn Anträge stimm'» , ebenfalls aus S ausiprach. ä f. . . as&s b 1 «iffit eröffneten & R 5 on ; !,:,-iverordnung S’“Ä brt S HW"' -ÄKchM ttlung Phil, * ^Jtnlge der Sf; nnl d-sl-W . ms Bi 18 ??i ®i e »iE t W'.t 1t »*> b der Privat klagesache dlö Aakob Wchrum von Garbenteich, Privatklägers, MN Ludwig Schäfer von da, Angeklagten, wegen Beleidigung hit d«s Großh. Amtsgericht zu Gießen im deir Sitzung vom 3. Octbr. 1893 iü Ziecht erkannt: Der Angeklagte Ludwig Schäfer • citö der Beleidigung im Sinne der 185, 200 Str.-G.'B. für schuldig «!am>t und dieserhalb in eine Geld- jtroje von fünf Mark, die im Fall der ’ ffliein bringlichkeit mit zwei Tagen Ge- sÄzmß zu verbüßen ist, sowie in )n, Kosten des Verfahrens verurtheilt. Gleichzeitig wird dem Privatkläger dtt Lefugniß zugesprochen, den ent- • s-jtidenden Theil des Urtheils inner» : julb vierzehn Tagen von der Urtheils- - ,Mung an durch einmaliges Ein- -Mn in den „Gießener Anzeiger" i.rn* Kosten des Angeklagten zu du i Mtlichen. Zu Nichtigkeit der Abschrift der ' llülheilsformel wird beglaubigt und : tiil Vollstreckbarkeit des Urtheils de- jMagt. Gießen, den 14. October 1893. i(HS.) (gez.) Glässing, HrichtSschreiber Gr. Amtsgerichts. Namens des Privatklägers: Dr. Jung, Rechtsanwalt. 8822 Zwiebeln, W Lo. mit Sack für »* 6.— ab Fried- hc;, versenden unter Nachn. Gebr. Oppenheimer, _________Friedderg (Hessen> Kkgenschirme wähl- Repara- twrm unb Ueberziehen schnell und billig bei 8$] H A. Sack, Neuenweg 58. Oeffentliche Gläubigeraussorderung. Der Nachlaß des am 26. v. Mts. in' Wilhelmshöhe ledig verstorbenen Gr. Gerichtsschreibers Georg Schütz von Bad-Nauheim ist von den gesetzlichen Erben nur unter der Nechts- wohlthat des Inventars angetreten worden. Es sind deshalb Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Nachlgßvermögen binnen 8 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzumel den, wenn sie bei der fraglichen Rach- laßregulirung berücksichtigt werden sollen. [8813 Bad-Nauheim, 16. October 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Bauer. Krell. Jeilgeöolenes. Ät. MMHaus. Freibank. [8838 Heute und morgen: Ochfensieifch, nicht ladenrein, per Pfd. ^8 Pfg. Reue Kastauieu, 10 Pfd. JL 1.80, Biru« Quitten empfiehlt 18818 I. Schäfer, Kirchenplatz 4. 88091 Eine gute B-Trom|iete pretsw. z. p. Karl Wlasner, Königsberg, Haus 1. Spansau. Heute Gamstag Abend r "fs Spansau. Restauration „Fourier" 8829 Neustadt 11. Geschäfts - Eröffnung*. Einem verehrten Publikum von hier und Umgegend zur gefl. Anzeige, daß ich mit dem Heutigen ein Zweiggeschäft am hiesigen Platze W 63 Seltersweg 63 eröffnet habe. Ich werde wie in meinem Hauptgeschäfte in Frankfurt a. M. Fms-». (Stbriiidiüiirlilitl, S|iidwnoreii, pWkii re. re. zu festen Preisen ä 50 Pfg. 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Tandaradei . . . . 9 60 st. 20-32 16.10 JttJO «IC »W 3645- 1S6J 1513 IU62 1011 es.c Eintrittskarten für Nichtmitgliedor zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 8.50), sind in der Musikalienhandlung von Herrn Ernst Challior (Rudolphs Nach!.), für Stu- dirondc auch bei Herrn Hausverwalter Storck zu ermässigtem Preise zu haben. Im Hinblick auf dio Sonntagsruhe findet am (’oncorttage ein Billetverkauf von 3'/, Uhr Nachmittags ab nur im l'oncert- 8819] Eine im Galanterie- und Spiel« waarerfach erfahrene tüchtige ver» k L v f e r i n per sofort gesucht. Nähere- im L'aden SelterSweg 63. Ausführende: Marie Schmidt-Koene, Sopr., Charles Gregorowitsch, Violine, Fritz Masbach, ( lavier, aus Berlin. im Alter von 34 Jahren nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Giessen, den 20. October 1893. echl»«'(nn4, 1 Uhr 15 Min. 85 40 4°/o Ung. Gold-Nente 09.65 »o/o ^taL Rente 86.40 3% Portugiesen 99.75 40/0 Griech. Monopol-Lnl. l't Verwandten, Freunden und Bekannten widmen wir hiermit die traurige Mittheilung, dass heute Morgen 9 Uhr unser Sohn, Bruder und Schwager Alleinige Niederlage für Giessen und Umgegend: Carl Schwaab, Hoflieferant (102. Voreins)ahr) Sonntag den 29. October 1893, 1. Theaterabend: Donnerstag den 2. November (Programm in aller Kürze). Preise der Plätze für Einzel vor Stellungen : 80mb. E-B^Lct. Buschtherader E.-B^Nct. Eldthal-Bahn-Act. Gotth«rd-Bahn*«ct. Schwei,er Nordost.«B^Irt. Mainzer Morgens nach Schotten. (8832 dieses Blattes. (8811 < philol. erth. titilnblidxn s. T, 52 desörd. die Exped. d. Bl. 8638] Ein deff. welche« Abends 5 Uhr, im Saale des Gesellsohafts Vereins. ChamMgiin-Kellereikn Sdiltifi Dheiiibrrg Geisenheim a. Rhein. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Rübsamen. Johanette Haas, geb. Eiff. Robert Haas. Die Beerdigung findet Sonntag den 22. October, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Mäusburg 16, aus statt. Neues Theater, Giessen. Freitag den 20. October: — Durch die Intendanz. “ Original-Preis-Luatepiel in 5 Acten von E. Henle. Nächste Vorstellung Montag, 23. Octbr.: Der Bnreaukrat. •* ihni-’l1- Ä •*?«-**' Ättarhea: V. ftödbi. — Trud ur.e Verlag der vrühl'sche» »tudfre ^r. Lhr. Pietsch) In «Uint Meetwi **f«W • >dfßf60 Sifins ( ifiöerw aus dem „Lahnstein". Der Vorstand. I. Parquet und I. Parqnet-Anbau Mk. 3.50. II. Parquet und II. Parquet-Anbau Mk. 2.—. Studentenkarten Mk. 1. Gallerie Mk. 1. Programm. Nocturne F-moll . . Aufforderung z. Tanz Die junge Nonne Solveigs Lied . . . Vergeb!. Ständchen . IV. Vereinsjahr. In dem vorliegenden Theaterjahr werden fünf Vorstellungen gegeben werden. Ein Abonnement für fünf Vorstellungen kostet: L, Parquet: Mk. 14.— (für Nichtmitglieder Mk. 15.—). II. Parquet8 Mk. 9.— (für Nichtmitglieder Mk. 10). Die gezahlten Mitgliederbeiträge werden auf vorstehende Preise voll in Anrechnung gebracht. Die öffentliche Verloosung der Sperrsitze findet am Montag den 23. October, Abends 8*/, Uhr. im Hotel Victoria statt. Neuanmeldungen sind bald bei Herrn Krönt ChalHer zu veranlassen, falls eine solche nicht stattfindet, wird angenommen, dass die bisherige Zahl der Abonnements beibehalten werden , "Wünschen auf Zusammensitzen befreundeter Familien kann entsprochen werden, jedoch wird hiermit ausdrücklich, soweit nicht schon geschehen, um Mittheilung derselben gei,. ,,. CourSbericht so« E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 20. October 1893. b. c. Geschäfts Empfehlung. Einem verehrt. Publikum, sowie allen Bekannten zur gefälligen M richt, daß ich Teltersweg Nr. 35 ein Tapezier- u. Folstergeachäft errichtet habe. Es wird mein Bestreben sein, durch gute Arbeit uni gediegene Preise mir ein volles Zutrauen erwerben zu suchen. Mit aller Hochachtung zeichnet Daniel Linker, Tapezier. (Waise), sucht Stelle zur Stütze der Hausfrau (ohne Gehalt). , .... _____ ___ Offerten unter L. M. 100 an die Expcd alle fein- Handarb., sow. d. Bügeln erl- b d- Bl. erbeten. 1 sucht paff. St. Näh. Goethestr. 52, 3. St' Bürgergesellschaft tzkulk Samstag» den 21. Oktober: 16 141 Ducaten Engt. Sovereign» | Ruff. ImverialeS Wirthschasts•Nebernahme. Verehrlichem Publikum beehre ich mich hierdurch ergebenst anzuzeigen, daß ich die Wirthschaft im Hause Sonntag den 22. October, Wae hm. 5 Uhr, im Saale des Gesellschaftshauses: Humorist, dramatisch. Reuter-Vortrag von August Junkerniaiin, Kgl. Hofschauspieler. August Junkermann spricht in einer jedem Auditorium vw ständlichen Mundart. Eintrittspreise: Nummerirter Platz Mk. 1.25, Xi. nummerirter Saal und Gallerie Mk. 1.—. Billetverkauf in der 'Ferber’schen Univ.-Buchhandlung. Kirchenplatz 11, und an der Saalkasse. Studirende und Schüler erhalten Eintrittskarten zu ermässigt™ Akademischer Gesangverein.Gteener Concerl,irEm Die regelmäßigen Proben beginnen am Freitag den 27. October und finden an jedem folgenden Montag und Hrcitag um S übernommen habe. Für ein gutes Glas Bier und gute Küche werde ich stets besorgt sein und halte mich bei reeller und aufmerksamer Bedienung bestens empfohlen. Hochachtungsvoll J. Fourier. Neues Billard bei billigster Berechnung steht zur Verfügung. 8831 R « r • ÄS“« <’i Lilien ^•uoir • dVt?n Dl do. in 11 Gefueht I geschlossener Raum zu1 Fechtubungen. Anm unter K. 111 an die Expedition stelle 17123 128 3t) 182 90 11550 98.00 267 62 88 30 Abends in der kleinen Aula statt. Die Anmeldung neuer Mitglieder wird ebendaselbst von dem demischen Musikdirector entgegen genommen. 8830 Der Vorstand. stchW I IV rwnini von -ieftrnlchwelli >■«*» inttfok i ■NMn Lusschfti !'1 l»m SO. Vitt«» bie «ebtngi Igtrfntt ticiaibunfl butd) unfd -'uch bei unfti 8kl tok kn 5 Nietn unb , •*, ba 16. Cctol !?* «W JiltWttl Wonlflg den 23. [W anbei Gkmeinbe! 'puelochi n'trrndaseb Wixn. den 19. ( -oeetilab, \ ncruirtfripringt' . dOf btn Hktttt, unb toiM M btr M Ihxk" unb wu:Etn ||,Ä, fit hatte ein teil UtB ftd) aber I timen, es war k V* . AüriWj Q In' jinemben hänbt ronrni beio Sille \\ ,7> mir venigflen tri tdonberl geget n l lafie meinen Tc 3n biesem Aug ' Sitten bei slld ü räien bie Sesialt e1 tetlqtiiMrjttn &< auf seinen Än •V ui weiten Sähen rät lobt \< c> ein swtztr Lv *n»f verliefi fit | 139 031 RSnlgkEanraMW. t?nbn<|: matt 5 p