'htt lb brrrilr ten, L8 großer Nttl/ L'bvvgs «°«an. iMlu.fr 'eProb, i SW. iM össe. D M ttlTUlMl er W L an amt wfinfdit Führung m öbrnitbmtn. w.b/tforb. Mcbtr. MtfferuM ;fedä and Mitt- ter, Ksckw- icta. SM®, eometer ubA a Darmstadt, (in kuslämler, Inpnieur-u=d aber?, Baden. Dtober. Bega» eltlich. l"^1 irection.. r finden nsi Erlernung ;Ur Crbolung o für jüntim :it iumW ei ch Wwi, i. vttgsir. Beste Reiereq ittflühürtin ihnes bei orJW Mger recht gesucht, enthal. if fof- gest benstraße SStSS II n. f- * $t. 222 Erstes Blatt. Donnerela« de» LI. September Der ^ietze»er rdd^exnt täglich, ■tt liiinatjmt bei Montags. Bit Gießener yteirUemiltt rben bem Lnzetger ' chentlich dreimal be-.gelegr. Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger. 1893 Biertelsthrtger Aionuemcntsprcisl 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Pfg. Kiedaction, Expeditia» und Druckerei: -chukfir.t-Kr.D Fernfprech« 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giefzen. Gratisbeilage: Gießener Kamitienökätter. Anrtlicher Theil Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den *elgenben Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. von Gagern. gewinn u. f. w., bestehl. Das Einkommen wird ferner unterschieden in fundlertes und unfundiertes Einkommen. Unter jenem versteht man daS auS Vermögensnutzung, unter diesem das auS Arbeitsleistung hervorgehende Einkommen. Ricardo sagt, daß das letztere wenig Ersparnisse zu machen zuläßt. Dem soll hier nicht widersprochen werden. Die Bedeutung des Einkommens für den Einzelnen besteht darin, daß seine gesammte öconomische Lage durch dasselbe bedingt ist. Wie und in welchem Umfange er seine Bedürfnisse zu befriedigen im Stande ist, hängt von der Höhe seine- Einkommens ab. Reicht daffelbe nur hin, um die unentbehrlichen materiellen Bedürfnisse zu befriedigen, so ist Dürftigkeit, genügt das Einkommen nicht einmal hierzu, Armuth und Elend die Folge. Gestartet dasselbe aber die Besriedigung entbehrlicher, materieller und weiterhin solcher Bedürfnisie, die zur Erhöhung des feineren Lebensgenusses materieller wie unmaterieller Art, sodann zur weiteren Entwickelung des Menschen, insbesondere der geistigen Seite seines Wesens dienen, so bietet daS Einkommen in aufsteigender Linie Wohlstand, Reichtum, Ueber- । fluß. Daß dies letztere die unteren BevölkerungSklasien nicht trifft, dürfte klar sein, ebenso klar aber auch, daß sie zu neuen Opfern nicht herangezogen werden können. Soll die öconomische Lage aufrecht erhalten werden, muß mindestens Gleichgewicht zwischen dem Einkommen und den Bedürfnisien, Auskommen, vorhanden sein. Die öconomische Lage der einzelnen Volksangehörigen hängt nun aber ab von der Höhe des Volkseinkommens, das unter sie vertheilt wird, besonders von dem Grade der Gleichmäßigkeit dieser Vertheilung. Auch bei hohem Volkseinkommen kann bei sehr ungleicher Vertheilung deffelben die große Maffe der Bevölkerung sich in dürftiger Lage befinden. Deß- I halb fällt der Volkswirthschaft die doppelte Aufgabe zu: Er- I zielung eines möglichst hohen Volkseinkommens und möglichst I günstige Vertheilung desselben. Die Erreichung der einen I Aufgabe führt nicht nothwendig zugleich zur Lösung der I anderen. Vielmehr kann eine bestimmte Organisation der I Volkswirthschaft das höchste Volkseinkommen gewährleisten, I aber eine ungünstige Vertheilung deffelben Hervorrufen, und I andererseits kann eine günstige Verheilung der Güter die I Erzielung des höchsten Volkseinkommens verhindern. Die aufzuwerfende Frage, welche Vertheilung nun aber I die beste ist, wird die Volkswirthschaftslehre zu beantworten I versuchen müffen, falls sie ihre Aufgabe nicht beschränken will I auf die Erklärung „dessen, waS ist", sondern das Feld ihrer I Untersuchung auch auf „das, was sein soll," erstrecken will. Freilich wird die Antwort, wie sie auch lauten mag, | schwerlich auf eine allgemeine Zustimmung rechnen können, I denn während die einen eine möglichst gleiche Vertheilung I der Güter als das zu erstrebende Ziel hinstellen (Social- I demokratie), verwerfen es die anderen, weil es nach ihrer I Meinung zum Niedergange der Wirthschaft und der Gesittung I führt, die sie nur in einer richtigen Abstufung des Ein- I kommens für die verschiedenen Klaffen der Bevölkerung ge- I sichert und gefördert sehen. Hierzu aber bietet uns die Geschichte der alten Völker I die beste Auskunft. Mögen Diejenigen, die berufen sind, bei Vertheilung der I Lasten ein Wort mitzusprechen, dies beherzigen,- mögen sie I erst Studien in der Volkswirthschaft der alten Völker treiben. I Dann wird eine übergroße Belastung der unteren und mitt- leren Klaffen nicht eintreten und ein neues Mittel gefunden sein, mindestens das Gleichgewicht zwischen dem Einkommen und den Bedürfnissen mehr und mehr anzubahnen. Egon W. Deutsches Reich. Berlin. 19. September. Kaiser Wilhelm weilt seit Sonntag auf ungarischem Boden, wo er in Gemeinschaft mit dem Könige von Sachsen, dem Prinzen Leopold von Bayern und dem Herzog von Connaught der Manövergast des Kaisers Franz Josef ist. Der deutsche Kaiser ist.SeitenS kommen zunächst dienen muß, regelmäßig wiederkehren, so muß das Einkommen auf dauernden, regelmäßig sich erneuernden Einnahmen beruhen, wie sie auS den Reinerträgen der einzelnen Unternehmungen oder aus der Verwerthung der Arbeit und des CapitalS in fremde Unternehmungen hervorgehen. Das Einkommen aus einer solchen Ertragsquelle, die an sich fähig ist, einen regelmäßig, periodisch wiederkehrenden Ertrag zu gewähren, heißt ordentliches Einkommen im Gegensätze zu dem außerordentlichen Einkommen, welch letzteres aus den nicht regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen, wie gelegent- lichen Geschenken, Erbschaften, Legaten, Stipendien, Lotterie- Vom Einkommen und seiner Vertheilung. (Nachdruck derboten.) Nachdem die Militärvorlage, wenn auch mit geringer Majorität, die Genehmigung des Reichstags gefunden hat, werden von allen Seiten Mittel und Wege vorgeschlagen, in welcher Weise der größere Geldbedarf gedeckt werden soll. Man hat zunächst betont, daß die unteren und mittleren Klassen von weiterer Heranziehung zur Beitragsleistung werden verschont werden. Wer gehört aber zu den unteren und zu den mittleren Klassen? Dies zu beantworten, dürfte nicht schwer sollen, da schon der Wortlaut „untere und mittlere Klassen" genügende Auskunft gibt. Sagen wir nun für untere unb mittlere Klassen untere und mittlere Steuerklassen, so dürfte kaum noch ein Zweifel übrig bleiben. Wenn wir aber von Steuerklassen sprechen, so ist eng I damit verknüpft der Begriff Einkommen. Und von diesem I und seiner Vertheilung wollen wir heute sprechen. I Wir haben hierbei zunächst zu unterscheiden a) den I Ertrag der Einzelwirthschaft und b) das Einzeleinkommen. Der Productionszweck der Einzelwirthschaft ist infolge I der gesellschaftlichen Gestaltung menschlicher Wirthschaft nicht I mehr, wie es bei unentwickelten Geschäftsverhältnissen der I Fall ist, die Hervorbringung der Güter für den eigenen un- I mittelbaren Gebrauch, sondern für den Absatz an andere | Wirtschaften. Die Production in wirthschaftlichem Sinne ist I für die Einzelwirtschaften daher erst dann als beendigt an- I zusehen, wenn die erzeugten Güter abgesetzt und der Erlös I aus denselben vereinnahmt ist. Für die isolirte Einzel- I wirthschaft bildet die in einer bestimmten Wirthschaftsperiode I hervorgebrachte naturale Gütermenge den Rohertrag der I Production. Der Rohertrag der einzelnen Verkehrswirthschaft ist dagegen der Erlös ans dem Verkaufe der erzeugten Güter. Der Rohertrag muß bei jeder wirtschaftlich gelungenen Production zwei Bestandtheile enthalten. Der eine umfaßt den Ersatz des gesammten bei der Gewinnung des Rohertrages aufgewendeten Capitals, der andere den Über denselben hinausgehenden Betrag. Dieser letztere ist der Reinertrag der Production, der Ertrag im engeren Sinne. Während der erstere Bestandtheil voll ersetzt werden muß, wenn die wirth- I schaftliche Grundlage der Production keine Verschlechterung erfahren soll, bleibt der Reinertrag dem Produzenten zur freien Verwendung verfügbar. Der Ersatz des verbrauchten Capitals muß umfassen: das gesammte umlaufende Capital, die Abnutzung des stehenden Capitals, unb zwar sowohl bie laufenden Unterhaltungskosten wie die laufende Amortisationsquote behufs der mir der Zeit erforderlichen gänzlichen Erneuerung deffelben, endlich die Versicherungsquote gegen die Gefahr, Verluste zu erleiden, die bet längere Zeit fortgesetzter Production unvermeid- I lich sind. „ , . Zur Gewinnung des Rohertrages ist nicht nur Capital I erforderlich, das ersetzt werden muß, um Reinertrag zu er- I halten, sondern mich ein Aufwand an persönlichen Opfern, I die in eigenen Arbeitsleistungen und in dem Verzicht auf die unmittelbare und mittelbare persönliche Nutzung derjenigen I Güter bestehen, welche von ihren Besitzern für die Production I verwendet werden. Auch diese persönlichen Opfer müssen durch den Rohertrag der Production vergolten werden. Die Vergütung für dieselben ist der Reinertrag. Die Begriffe Roh- und Reinertrag find aus der Betrachtung der Erwerbsgeschäfte nach ihrem wirthschastlichen Erfolge ohne Rücksicht auf die bei ihnen beteiligten Personen abgeleitet. Dagegen führt eine analoge Betrachtung aber I mit Bezugnahme auf die Wirthschastssubjecte zu den mit I jenen correspondirenden Begriffen der Einnahme und des Einkommens. Und diese beiden Begriffe sind Vielen nicht klar. Unter Einnahme wird nämlich die Summe aller wäh- I rend eines bestimmten Zeitraumes dem Wirthschastssubjecte I neu zugehenden Güter- oder Wertherhöhungen verstanden. I Unter Einkommen versteht man dagegen die Summe der einer Person in einem bestimmten Zeiträume zufließenden wirth- schaftlichen Güter- oder Wertherhöhungen, welche nicht Ersatz von Capital sind und von derselben daher ohne Verminderung ihres Vermögens verzehrt werden können. Wenden wir uns nun zu den Arten des Einzeleinkommens. Da die Bedürfnisse, zu deren Befriedigung das Ein- Bekanntmachung, jetreffenb Bildung einer öffentlichen Waffergenoffenschast zur Entwässerung von Grundstücken in den Fluren V unb VI bet Gemarkung Steinheim. Nachbem zur Ausführung einer Entwässerung von Grundstücken in den Fluren V und VI der Gemarkung Steinheim Antrag auf Bildung einer öffentlichen Waffergenoffenschast Mellt worden ist und die Großh. Obere landwirthschaftliche Behörde als fachliche Centralbehörde das beabsichtigte Unternehmen als zulässig und zweckmäßig erachtet und die Einleitung des Verfahrens zur Bildung einer öffentlichen Wasser- 1 gmoffenschaft angeordnet hat, wird hiermit zur öffentlichen Lemitniß gebracht, daß die Vorarbeiten hierzu in der Zeit Tom 25 September bis einschliesslich 9. October l. I. auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Cteinheim zur Einsicht sämmtlicher Grundeigenthümer, deren (Brwibftüde in die zu verbessernde Fläche fallen, offen liegen. Gleichzeitig werden diese Grundeigenthümer zur Verhandlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl ihrer Vertreter sür das weitere Verfahren auf Mittwoch den 11. October l. I., Nachm. 3 Uhr, in das Rathhaus zu Steinheim, vorgeladen, unter Androhung des Rechtsnachtheils, daß die Nichterscheinenden sowie die Nichtabstimmenden als dem beantragten Unternehmen beistimmend und mit der Wahl der Vertreter einverstanden angesehen und mit ihren Einwendungen gegen bie Art ber Ausführung später nicht mehr gehört werden. Diejenigen Grundeigenthümer unb Waffernutzungsberech- tigten, bie an bem Unternehmen nicht unmittelbar beteiligt erscheinen, werden hiermit aufgeforbert, etwaige Einsprachen gegen baS Unternehmen in der vorerwähnten Tagfahrt geltend zu machen, widrigenfalls die Einsprachen nach Ablauf der Frist nicht mehr berücksichtigt würden und nur noch privat- rechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Unternehmen geltend gemacht werden könnten. Gießen, den 19. September 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, Amtstage des Großh. Kreisamts Gießen betreffend. Die unterzeichnete Behörde wird Samstag den 7. October 1893 von Vormittags 9 Uhr an einen Amtstag im Rathhause zu Grünberg abhalten und »ird den Kreis-Eingesessenen aus den Amtsgerichts-Bezirken (Brünberg, Homberg unb Laubach anheimgestellt, etwaige Anliegen in diesem Termine vorzubringen. Gießen, den 20. September 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 20. September 1893. Betr.: Wie vorher. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grossh. Bürgermeistereien der in den Amtsgerichtsbezirken Grünberg, Homberg und Laubach gelegenen Gemeinden des Kreises Giessen. Vorstehende Bekanntmachung woll n Sie auf ortsübliche Seife zur öffentlichen Kenntniß bringen lassen. v. Gagern. Gießen, am 20. September 1893. betreffend: Die Ableistung des Huldigungs- und Verfassungseides. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen ott die Grossherzoglichen Bürgermeistereien der ÄmtsgerichtsbezrrkeGrünberg und Homberg. Die Ableistung des Huldigungs- und Verfaffungseides ber in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Untertanen, welche sich ohne Ortsbürger zu werden, verheiratet haben, soll Samstag den 7. October d. Js., Bormittags 9 Uhr, in bem Rathhause zu Grünberg stattfinden. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu dem Termine vorzuladen und wie geschehen unter Angabe der ungarischen Blätter ohne Unterschied der Parteirichrung in wärmster Weise anläßlich seines erstmaligen Erscheinens in Ungarn begrüßt worden, und mit Recht heben diese Be- grüßungSartikel die politische Bedeutung der Kaiserlage von GünS hervor. Denn ste bringen durch die erneute Begegnung der Herrscher Deutschlands und Oesterreich Ungarns abermals die unerschütterliche Festigkeit des zwischen den beiden mächtigen Nachbarreichen bestehenden Bündnisses zum greifbaren Ausdruck, wie ste zugleich die treue Waffengemeinschaft, welche die beiderseitigen Heere mit einander verbindet, wiederum bekunden. Wenn aber die ungarische Presse in Besprechung der Monarchen- begegnung von Güns betont, dieselbe trage keineswegs den Eharacrer einer internationalen Demonstration, sie sei vielmehr der spontanen Sympathie der naturgemäß verbündeten Reiche entsprungen, so kann man einer solchen Auffassung ebenfalls nur beipflichten. Die Zusammenkunft der Kaiser Wilhelm und Franz Josef weist nach keiner Seite hin einen drohenden Character auf, und wenn man in dem Ereignisse doch eine Demonstration erblicken will, so ist eS lediglich eine solche zu Gunsten der Aufrechterhaltung deS Friedens. Im Uebrigen ist die politische Umrahmung der ungarischen Kaisermanöver allerdings unverkennbar, sie erhellt schon auS dem Umstande, daß Graf Lalnoky, der österreichisch-ungarische Minister deS Auswärtigen, ferner Dr. Wekerle, der ungarische Ministerpräsident, und dessen Ministercollegen, die Herren Fejervary, Hieronymi und TiSza, dann der österreichischungarische Botschafter in Berlin, Graf Szoegienyi und der deutsche Botschafter in Wien, Prinz Reuß, in GünS anwesend sind. — DaS Parteileben beginnt allmählich wieder stärker zu pulsiren. Anzeichen hierfür sind die stattgefundenen Gründungen der Teutoburger Partei und der polnisch-sozialistischen Partei, sowie verschiedene größere Paneiversammlungen der letzten Tage. Bon ihnen verdienen Erwähnung der in Berlin abgehaltene Parteitag der norddeutschen Antisemiten und die Posener Parteiversammlung der freisinnigen Bolkspartei der Provinz Posen und der angrenzenden westpreußischen Kreise. In der Berliner Antisemitenversammlung sprach man sich gegen ein Bllndniß mit den Conservativen anläßlich der bevorstehenden preußischen Landtagswahlen, ferner gegen jede die unteren und mittleren Klassen belastende directe und in- directe Steuer aus. Auf dem Posener Parteitag der Frei- sinnigen wurde eine einheitliche Neuorgnisation der Volkspartei in der Provinz Posen uud den angrenzeuden westpreußischen Kreisen beschlossen. Berlin, 19. September. Neue Marineforderungen. Die „B. B.-Ztg." schreibt: Vor Wochen schon erwähnten wir, daß dem Reichstag Martneforderungen zugehen werden, da sie sich nicht umgehen lassen. Daraufhin beeilten sich übereifrige Officiöse, zu sagen, eS stände ihres Wissens nichts dergleichen zu erwarten. Dann wurde in anderen gut unterrichteten Blättern doch wieder von Forderungen für Er- gänzungsbauten, Anlage von Strandbatterien rc. gesprochen und nun wird über den Zustand unserer Marine hier und dort in einer Weise geklagt, die nicht mißzuverstehen ist. BetressS der Flottenmanöver vom 29. und 30. August heißt eS, daß die Panzerschiffe „König Wilhelm" und „Deutschland" wegen schwerer See nicht einmal Gebrauch von ihren Geschützen machen konnten. Man denkt denn auch an Stelle der unbeholfenen, großen und schweren Panzerschiffe mehr kleinere behendere Seeschiffe zu bauen. Wie man hört, wird die Marine-Verwaltung dies Vorschlägen, zugleich aber auch andere Schiffe verlangen und zwar Hochsee-Kreuzer und Panzerschiffe. In diesem Sinne ist auch die officiöse Notiz aufzufassen, daß der Marine-Etat für das nächste Jahr im Voranschläge noch nicht endgiltig festgestellt sei. — In militärischen Streifen glaubt man, daß mit Inkrafttreten der neuen HeereSgesetznovelle und der damit verbundenen zweijährigen Dienstzeit bei der Infanterie sich der Zugang von Einjährig-Freiwilligen bei dieser verringern werde. Namentlich dürften solche junge Leute, welche nicht höheren Studien obliegen, es in Anbetracht der großen mit dem Einjährig.Freiwilligendienst verbundenen Kosten vorziehen, von nun ab die um ein ganzes Jahr verringerte Dienstzeit wie alle übrigen Dienstpflichtigen abzuleisten. — Ein deutsches Berufs- Consulat wird, wie die „Post" erfährt, zu Krakau in Galizien eingerichtet werden. Abgesehen von der Aufgabe, den Handel zwischen Oesterreich und Deutschland zu schützen und zu fördern, wird das neue Consulat vermuthlich auch dem österreichisch-russischen Verkehr seine Aufmerksamkeit zuwenden. Unter diesem Gesichtspunkte erscheint die Einrichtung deS ConsulatS sehr zeitgemäß. Berlin, 19. September. Die Platzfrage in der Angelegenheit der Berliner Gewerbe-AuSstellung von 1869 dürste im Lause des MonatS October noch zur Entscheidung gelangen. In der Frage neigt, wie die „A.-P." von wohlinsormirter Seite crsahrcn haben will, die überwiegende Mehrzahl der Comitümitglieder dem Vorschläge zu, den Treptower Park als AuSstellungSterrain zu wählen. — Tabaksteuer- Eonferenz. In der heutigen Sitzung der Tabaksteuer - Eonferenz im Reichsschatzamt haben Vernehmungen von mehreren Sachverständigen stattgefunden. — Zu den Wahlen zum Abgeordnetenhaus erfahrt die „Kreuzztg.", daß in der gestrigen Sitzung des StaatSministeriumö sicherem Vernehmen nach endgültig über den Termin für die Wahlen Beschluß gefaßt worden ist. Dieselben werden in der letzten Woche deS October stattfinden. — Verhandlungen über die Sonntagsruhe. Am Mittwoch, den 20. d. M. beginnen im Reichstagsgebäude die Verhandlungen über die Sonntagsruhe bei der Gruppe III der Gewerbestatistik (Bergbau, Hütten und Salinenwesen) mit Vertretern der Arbeitgeber und Arbeiter. Zur Vertretung der Arbeitgeber sind die größeren wirthschaftlichen Vereinigungen der Montanindustrie aufgefordert, auch einzelne hervorragende Industrielle direct eingeladen worden. Berlin, 17. September. Die im Militär-Wochenblatt veröffentlichten Personal-Veränderungen für die Stellen- | besetzungen aus Anlaß der HeereSverftärkungen I und sonstige Veränderungen betreffen im Ganzen 2582 Offiziere des activen Heeres. Davon entfallen auf die Infanterie 1226, die Jäger und Schützen 39, Generalstab, Kriegsschulen u. s. w. 77, die Cavallerie 78, die Feldartillerie 406, die Fußartillerie 265, daS Ingenieur- und PionircorpS 255, die Eisenbahntruppen und Luftschiffer-Abtheilung 74, den Train 14 Veränderungen, zusammen 2434. Außerdem haben noch 100 weitere Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen, sowie 48 Verabschiedungen ftottgefunben; die Gendarmerie ist ferner mit einer Ernennung und einer Verabschiedung be- theiligt. Nicht eingerechnet find dabei die Generäle, welche ein Patent ihrer Charge erhalten haben. — AuS Hamburg wird amtlich der AuSbruch der Cholera gemeldet. Vom 15. bis zum 18. September find im Ganzen zwölf Cholerafälle vorgekommen, hierunter fünf mit tödtlichem AuSgange. Die Behörden ergriffen die umfassendsten Maßnahmen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Frankfurt a. M., 19. September. CS ist bereits bekannt geworden, daß das Freie Deutsche Hochstist in Frankfurt a. M. durch seine volkswirthschaftliche Section einen socialen Congreß veranstaltet, der angesichts der socialen Vorgänge des letzten Winters über die „Arbeitslosigkeit und ArbeitSvermittelung in Industrie- und Handelsstädten" verhandeln und diese brennenden Fragen der städtischen Socialpolitik für den bevorstehenden Winter klären helfen soll^ Wie zu erwarten war, hat der Gedanke dieses Eon- gresseS sehr beifällige Aufnahme gefunden. Der Conareßtag ist nunmehr auf den 8. October d. IS. bestimmt. AlS Re- ferenten fungiren der auS der ethischen Bewegung bekannte Professor Tönnies-Kiel, als Statistiker der Directorial- beamte des Berliner Statistischen Bureaus Dr. H irschberg, und als Vertreter einer centralisirten Arbeitergewerkschaft der Vorsitzende des deutschen Tischlerverbandes Kloß-Stuttgart. Für die Einleitung der Discussion sind eine Reihe sachkundiger Herren gewonnen, u. A. der Vorsitzende des Stuttgarter Gewerbegerichts Lautenschläger, der durch Organisation deS dortigen städttschen Arbeitsamtes neuerdings so bekannt geworden ist, mehrere Leiter von Arbeitergewerk- schäften u. s. w. Wie zu erwarten war, sind Anfragen und Anmeldungen zu dem Congreß bei dem Bureau deS Freien Deutschen Hochstifts (Frankfurt a. M., Hirschgraben) bereits zahlreich auS städtischen, Gelehrten-, Geistlichen-, Arbeiterund Gewerbegerichtskreisen eingelaufen und verspricht der Congreßtag für alle Freunde einer volksthümlichen Social- Politik von höchstem Interesse zu werden. Die Theilnehmer haben einen Beitrag von zwei Mark zu leisten, wofür ihnen der in Buchform nach stenographischer Niederschrift zu veröffentlichende Verhandlungsbericht unentgeldli'ch zugesandt wird. Beschlüsse soll der Congreß nicht fassen, sondern nur, wie eS im Programm heißt, eine Veranstaltung darstellen, bei der Fachmänner aus Praxis und Theorie, sowie sonstige Inter- essenten ihre Ansichten über sociale Zeitfragen frei und offen aussprechen können. Immer sollen die Besprechungen in enger Fühlung mit der wirthschaftlichen und socialen Praxis bleiben und bei allen die Arbeiter betreffenden Fragen dieie als gleichberechtigte Theilnehmer an den Vorbereitungen und Verhandlungen mitwirken." Man darf wohl von allen Seiten rege Theilnahme und gutes Gelingen für die Verhandlungen wünschen, welche für die sociale Praxis deS nächsten Winters von Bedeutung werden dürften. Ausland. — lieber das Befinden deS Czaren waren in den letzten Tagen ungünstige Gerüchte im Umlauf- speziell hieß es, er litte an heftigen Magenblutungen. Dem gegenüber wird aber auS Kopenhagen gemeldet, daß der Kaiser Alexander die daselbst ankernden russischen Kriegsschiffe am Sonntag besichtigte, wobei sich der Großfürst Michael und Admiral Avelan vom Kaiser verabschiedeten. Am Montag gingen dann die Kreuzer „Dmitri DonSkoj" und „Pamiat Azowa" nach Cadix in See, in welchem spanischen Hafen das nach Toulon bestimmte russische Geschwader zusammengezogen wird. — Wenn der Czar im Stande ist, Flottenbesichtigungen vorzunehmen, so dürfte es mit seinen angeblichen Magenblutungen wohl nicht so schlimm sein. — Der drohende Bergar bei ter strike im nördlichen Frankreich hat am Montag seinen Anfang genommen. Im Departement Pas de Calais ist der Ausstand ein allgemeiner, während im Departement du Nord vorläufig nur in einigen Gruben die Arbeit eingestellt worden ist- im Ganzen beläuft sich die Anzahl der strikenden Bergleute auf ca. 47 000 Mann. Die belgischen Bergleute, die ebenfalls zum Strike neigen, sind von dem socialistischen Deputirten BaSly, dem Präsidenten des Grubenarbeiter - SyndicatS für das Departement PaS de Calais, aufgefordert worden, dem Beispiel ihrer französischen Kameraden zu folgen - einstweilen wird aber in den belgischen Kohlengruben noch ruhig weiter gearbeitet. Unter den strikenden französischen Bergleuten bekundet sich eine bedenkliche Neigung zu Ausschreitungen, wofür verschiedene Vorfälle zeugen- eS find deshalb starke Truppenabtheilungen in daS Strikegebiet entsendet worden. Neueste WolffS telegraphisches Korrespondenz - Bureau. Berlin, 19. September. Der Reichskanzler Graf Caprivi ist heute Morgen 8 Uhr nach Karlsbad abgereist. Berlin, 19. September. Die Sitzungen des Colo- ni alraths haben heute Vormittag unter dem Vorsitz des LegationSrathS Romer begonnen. Berlin. 19. September. Der Colonialrath beschloß, von der Zusammenfassung der Zölle und Umschlagsteuern in Deutsch-Oftafrika abzusehen, dieselben vielmehr getrennt zu erheben, und stimmte der Vorschrift zu, die Rupienwährung statt der Dollarwähruag bei der Zolldeclarariou eintrtten sowie an Stelle der'Wertbzölle GewichtSzölle treten zu lassem Ferner nahm der Colonialrath im Wesentlichen die Vorschläge der Colonialabtheilung bezüglich einer anderweitigen 9Zor» mrrung der Zollpositionen an und vertagte sich darauf bi* Mittwoch vormittag. der!in, 19. September. Der „Reichsanzeiger" meld«, daß der Gouverneur von Deutsch-Oftafrika, Freiherr v. Soden, seinem Anträge gemäß von seinem Poften ab- j berufen uud unter Srtheilung der Befugniß zur Fortführung.- deS Prädikats Excellenz in Ruhestand versetzt worden sei. Hamburg, 19. September. Infolge deS ungünstigen niedrigen WasserstandeS der Elbe find 107 Kähne der deutschen ElbschifffahnS-GesellsLaft „Ättte", welche tn hiesigen Hafen liegen, an der Weiterfahrt verbinden. — Die Ouarantänestation „Concordia", welche am 15. d. M aufgehoben worden war, wurde wieder eröffnet, aber noch nicht in Benutzung genommen. 8nllS, 19. September. Dem gestrigen Hofdiner wohnten beide Kaiser, der König von Sachsen, der Herzog von Connaught, Prinz Leopold von Bayern, der Erzherzog Franz Salvator, der Botschafter Reuß, Gras Kalnoky, der sächsische Gesandte v. Wallwitz, alle Mtlitärattachä», Minister TiSza, ba6 Gefolge und der Ehrendienst bei. GnnS, 19. September. Die beiden Kaiser, der König von Sachsen, die übrigen Fürstlichkeiten und die Erzherzöge begaben sich um 61/, Uhr früh nach dem Manövetterrain. DaS Manöver, welches sich sehr interessant gestaltete, wurde um 1 Uhr abgebrochen. Um 2 Uhr kedneu die Herrschaften hierher zurück. DaS Wetter ist prachtvoll, aber sehr heiß. Der Herzog von Connaught reift am 21. September nach Wien ab. Paris, 19. September. Die brasilianische Gesandtschaft theilt mit, daß Rio de Janeiro gestern Mittag stark beschossen worden, die Lage aber sonst unverändert sei. Paris, 19. September. Bei dem gestrigen Diner auf dem Manäverterrain antwortete auf den Trinkspruch de» Generals Loizillon Namens der fremden Militärattaches der russische General Fredericks. Derselbe dankte für dte herzliche Gastfreundschaft der französischen Offiziere, sowie für die zuvorkommende Aufnahme überall und rranf auf das Wohl Frankreich» und feiner Armee. Newyork, 19. September. Dem „Herald" wird aus Montevideo vom 18. September gemeldet: Alle Fon» bei Rio de Janeiro find mit Ausnahme von Santa Cruz neutral oder für Mello. Munition und Lebensmittel gehen in Santa Cruz au«. Die Armee ist, obwohl anschetnend Peixoto treu, völlig diSciplinloS. Mello kaufte von ver- fchiedenen Schiffen Dorräthe, deren er dringend bedarf. Die auf dem Lande befindlichen Marineoffiziere weigern sich, gegen die Kameraden zu kämpfen. Drei Rebellenfchiffe gingen nach Santos ab, um sich de« dortigen Zollamts zu bemächtigen und Peixoto eine Einnahmequelle abzufchneiden. SS heißt, daß in Rio de Janeiro nahezu Anarchie herrsche. Der Re- dacteur der Zeitung „Herolds" wurde grausam ermordet. Der Abfall von Bahia und Pernambuco, sowie de« gesammten Geschwader« bei Rio Grande wird bestätigt. Die Aufständischen in Rio Grande do Sui mobilifiren ihre Streitkräfte, um General Caftilho zu besiegen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 19. September. Der Ausschuß zur Prüfung der Verhältnisse in den von Hochwassergefahr bedrohten Stromgebieten tritt demnächst zur zweiten diesjährigen Tagung zusammen. An die Berathung schließt sich eine Bereisung derjenigen Theile an, au« denen in dem letzten Jahre Klagen über Hochwasser kamen. Berlin, 19. September. Die deutsch-russischen Zollconferenzen beginnen am 2. October im Auswärtigen Amt unter dem Vorsitz de« Frhrn. v. Thielemann. Berlin, 19. September. Laut „Reichsanzeiger" wurden dem kaiserlichen Gesundheitsamt von heute au« Hamburg sechs Cholerafälle, wovon einer tödtlich verlief, gemeldet. In Emmerich starb ebenfalls ein Schiffer. Berlin, 19. September. Der „Reichsanzeiger" publicsti zahlreiche anläßlich der Herbstmanöver vom Kaiser an Ht Offiziere des 8. und 16. Armeecorp« verliehene Ordens- auSzeichnungen. Berlin, 19. September. Gestern hat im Handelsministerium eine Eonferenz von R e g i e r u n g s vertret ern begonnen, um den Arbeitsplan für die demnächst in Berlin abzuhaltenden Verhandlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Sachen der Sonntagsruhe für die Eisenindustrie rc. festzustellen. Leipzig, 19. September. Da« Reichsgericht verhandelte heute die Revision Ahlwardt» in dem Judenflioten- proceffe. Der Reichsanwalt beantragte Verwerfung der Revision, weil dieselbe proceffual und materiell iinbegrünbet sei. Ahlwardt wohnte der Verhandlung bei und versuchte in einer längeren Rede auszuführen, daß er nicht beleidigen, sondern nur dem Vaterlande habe dienen wollen. Ahlwardt und dessen vertheidiger beantragten Aushebung de» Unheil». Dasselbe wird heute Nachmittag 4 Uhr gesprochen. Der Andrang deS Publikum« zur Verhandlung war enorm. — Die Revision Ahlwardt« wurde vom Reichsgericht verworfen. trfnrt, 19. September. Auch die nichtpreußischen Eisen- bahndtrectiouen Norddeutschland- haben dem Vorschläge auf Einführung von zehntägigen Rückfahrkarten zugestimmt. Die Durchführung hängt nunmehr von den noch znrückstehenden preußischen Staatsbahnen ab. Kola. 19. September. Wegen der Choleragefahr hat die Kevelarer Polizeibehörde Processionen au» Holland und Belgien verboten. Prag, 19. September. Der mütelböhmische Zuckerverein stellte fest, daß der Rübenbau Böhmens so groß wie :m vorigen Jahre fei, daß jedoch die Ernte nur 200 Metercentner j gegen 260 im Vorjahre per Hector benagen werde. frw. -ril tfrifinii- f.uutntprätaw EL flitrnt 5 ~ (toii ('in ® »’&W'" *! „Xi r°“ “ Kl« JLj labtn M P1 ■ '"LvirTtn- V ®oi K J frxbrita 2*0 Wt ri» irupp« venvättn " 8ii >tr tzr^htnog h )r. iuBtrorbtntlic V-. ttiM-Untatr jnf.ixn aul b - Mb“1 0 lszhetzogl gcn Cbtrforftmä 0a;.tou|m in gl fu't verlegen Du.'! Joseph r: tret ks 1. Cctober 7"-,^ l5e J? k® z 6>«t * Lj6*“1'« M,. . «r-n 3, " 111 bt b. Sepnmber g Httnt der Gro aajfbt, den Pi Id ^stiegen hiei tn i-esicorpt (combl tu tm Änmarjdi g«*:.beten Dftci a,jüwarten. Tx it 1er Front aq mt seinen Lossl an' ftr-V aj leichten ii der Front bt gchnch« Meibun bfl rtutn Tlax1 Mtelaytt ihn, ben Angnss N -er Holzheim J»M$trpg b, l' ufini auf dies ptidfn Holzheim " ' los der Ins. W-xt die Nun «WtAti rW=iniTtien. v °tee dem eifri Mkr, der sein, ichei Mlgel ge® P deriafsa bei ta» ja i gelöst M dem ! 15 Kimmen. Xi :abtg r ^Mbrreni ■ 'n * litt ? t< faß Mer v«, n- zur zweiln hung schließt itnen in la -russischen Austvanigll nn. igel" würbe Hambiilf lief, gemelli: er" publie iftr an Dtbec:1 ungiW* e btmÄ tgtbttn unb t sür dir it whaMr ensUutt"' njeijung bn [ unbegrunbr! ) versuch" ö chl beleih Ahllvarbi deS Urrheil^ * Der r enonn- " ichSgeii»' i-r!s°S- ® arten HJ 6o« i-° «** ur«8«fol|i t&zi «t»6 ®l! * ittbe- Budapest, 19. September. Sümmtliche Parteien Ungarns find über die Steigerungen des Kaisers bei dem Empfange in Güns äußerst erregt- namentlich die Führer der Oppositionellen beabsichtigen, die Angelegenheit im Paria- »ent vorzubringen, sodaß stürmische Parlamentsdebatten in HSftcht stehen. Es soll damit bezweckt werden, die Auf- aerksamkeit von den kirchenpolitischen Fragen abzulenken. Pari«, 19. September. ES steht nunmehr fest, daß general Bo iS de ff re Nachfolger deS verstorbenen Miribel »ird: die Ernennung wird in den nächsten Tagen erfolgen. Paris, 19. September. Infolge deS Ausstandes im Pis de Calais und im Departement Nord find wegen der u befürchtenden Ausschreitungen bedeutende Truppenabtheil- una.cn dahin abgegangen. Die Socialistenführer Basly und Lmiendin setzen ihre Agitation zu Gunsten des Ausstandes sri und beabsichtigen, die Regierung bei Eröffnung der Kammer zu interpelliren. Basly sandte ein Telegramm an die Gruben- Mbeiter von Charleroi und Mons, worin er dieselben zum Ausstand auffordert. Der Ausstand wird jedoch vor dem 1. October nicht allgemein sein. LeaS, 19. September. Dem Correspondenten des „Figaro »vcde von einem der Grubendirectoren versichert, daß der Ausstand für die Industrie nicht gefährlich sei, da einer- smS die Fabriken für einen Monat Borrath an Kohlen hätten, andererseits die Bergleute es nicht länger als einen Monat aushalten könnten. — Die Einwohner von Cardin weigern ftd), den Truppen Quartier zu geben. — In der vergangenen Ratr versuchten mehrere Ausständige das HauS eines Steigers durch Dynamit zu sprengen. Die Truppenverstärkung wird heute früh ankommen. Ehristiania, 19. September. Der Magistrat hat der öörgerrepräsentation den Vorschlag unterbreitet, den Verkauf von Bier und Wein überall in der Stadt von Samstag Abends 5 Uhr bis Montag Morgens 8 Uhr zu verbieten. Loyales und provinzieller, Gießen, 20. September 1893. ♦♦ Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 15. September den außerordentlichen Professor der philosophischen Facultät der Landes-Universität I)r. Ferdinand Holthausen auf sein Rachsuchen aus dem Dienste zu entlaffen. ♦♦ Forstdieust-Nachrichteu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 15. September den Oberforstmeister des Forsts Nidda August Schenck zu Salzhausen in gleicher Diensteigenschaft in den Forst Darmstadt zu versetzen, den Oberförster der Oberförsterei Lorsch August Joseph zum Oberforstmeister des Forsts Nidda mit dem Amtssitze Salzhausen zu ernennen, beide mit Wirkung vom 1. October d. I. an. ♦♦ Au8 den Manovern wird der „D. Ztg." vom 18. September geschrieben : Heute früh fuhren Se. Königl. Hoheit der Großherzog mit der Herzogin von Son» riau ght, den Prinzessinnen und dem Gefolge nach Butz- tach, bestiegen hier den Wagen und begaben sich auf die Höhe von Münzenberg, um hier bei den Vorpostentruppen des WesicorpS (combtnirte 49. Infanterie-Brigade) den Angriff des im Anmarsch von Wohnbach auf der Alten Römerstraße gemeldeten OstcorpS (combinirte 50. Infanterie-Brigade) abzuwarten. Der Gegner zog es jedoch vor, statt die Höhen in Ser Front anzugreifen, nach der linken Flanke auszuholen und seinen Vorstoß mit den Hauptkräften in der Richtung aus Gambach—Holzheim zu versuchen, während seine Avantgarde in leichten Schützenschwärmen die Münzenberger Höhen in der Front beschäftigte. Rechtzeitig von der Cavallerie gebrachte Meldungen setzten den Führer des Westcorps von ler neuen Marschrichtung des Gegners in Kenntniß und rcranlaßten ihn, die Münzenberger Höhen ganz aufzugeben und den Angriff des Gegners diesseits der Wetterdefileen vollendetste Form ‘“»«riianJschen Fleisch-E*' repraeeentirt reinen nur durtb Koeb* ■•h coniervirt. und die Do»1’ Ton Esslöffel voll perTasie »ochenden Wukn crgi«bt gerade richtig gewnrrte ^OQWon. die ebenso krxMK °”d wohlschme< kend Ut wie 7® frischem Fleisch« L^reJtete. Der Inhalt der FUeche genügt für 6 Liter. 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Js. ab werden im Königlichen Eisenbahn* Directiousbezirke Hannover die der Personen ab fertigung dienenden Theile aller Stationen der Linie Hamm Lehrte-Braunschweig, sowie der Stationen Gontershausen, WilhelmShöhe, Cassel und Toest abgesperrt und können diese dann nur noch unter Vorzeigung gültiger Fahrtausweise oder besondere Bahnsteigkarten, welche zum Preise von 10 Pfg. erhältlich sind, betreten sowie verlassen werden. Dies geschieht -um Zwecke der Abänderung der bisher üblichen Fahrkartenprüfung aus mehreren Staatseisenbahnlinien in der Art, daß die Hauptvrüfung der Fahrtausweise auf ihre Gültigkeit, sowie die Durchlochung und die Ab* nähme derselben nicht mehr an oder auf den Zügen stattsindet, sondern an den Ein- und Ausgängen der Stationen. Das Nähere besagt eine in den Vorfluren der Stationen ausgehängte Bekanntmachung. Hannover, im September 1893. 7944] Für Rüche unb Hausarbeit ein solides älteres Mädchen ober syra« gesucht. Frau E. Schwall, Dflanlage 36, I 7946] Sin Lavfmädchen gesucht. _______________________Schillerstraße 27. Wir suchen ein Lehrmädchen An Abschreibung auf Inventar JL 27.83 An Zuschreibung zum Reservefonds 360.— An Reingewinn „ 3172.- JC 3559.83 An Vortrag auf neue Rechnung n 14.10 _____ JL 3573.93 D4- h»liy Raeiwt mb• ®«it#e»_ ieHnr/,61 Snrtmrantt! ÜichaiN-s ,eaba bi< nach griu JWlri», Bttilidtnb wrft von Da Li; I tgfOV ■ NB 1 Achät M. t*. Wf re abge, fieliigtkh K» 25 Z BKüöagi 11 ■ । * ew., lö# m Xt taiil Hott Sftulijt S! n Slt-Mi tlnihr 'n «7 Ami inltitt' 7?chlk5skch.