Börse. 9ffI- 16,/Vj. 31.90 !L L totm! • 106.35 1” 191— 194- 103.- 103.- 83.90 83.— 19195 M.1SI2 Wmicon- DLr.1920 1103.40 103.90 llS Ich 18« W"* «**5 M* iS 102 jO 97J9 320.20 158.20 117.70 102.20 97.50 97- 10/30 104.30 89.10 65.9$ 100.55 101.80 81.55 57.70 64.15 96.20 95.60 81.70 319.80 158.70 11955 ,-Rrntmb. L . . ein. fiimmluN MM »M 97.- 101.35 103.85 99- 65.80 100.30 101.85 82.30 579Q 6420 96- 95.75 81.95 urlingion 927 . . nit Pscij. 'Äsenö' 'igarnt. 81.6Q 80.30 82 30 22- 51^5 96.50 Echer, Brüning, inienwedt Wch 80- 81.30 103.85 22.05 50.40 «6.50 1101.40, IM 20^ I I . . . 106.- 106.85 'Sooft. 128.65 1/8.35 taMt (181.75(um fei* »•8ttD "ld-Anl.' nwdschld.5 wdbr. . )YpÄwl- iL . . . c PstM. do. rbii 1900 ^"ubndtn do. do. «M . <3tiL ho . ttr ' ' 159 90 ' 01.50 101.6Q 9» Msero tage, ge 2286 rasse- rfl- Nr. 143 Erstes Blatt. Mittwoch de» 21. Juni___________________________893 Drr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener ?-amitie»VtLtier r rden brm Anzeiger .'chemlich dreimal bfigdegt Gießener Anzeiger Kmerat-Wnzeiger. Bierteljahriger Aöon«ementrprei»r 2 Mark 20 Pjg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expeditio» und Druckerei: -chukftr«heAr.7. Fernsprecher 61. Aints- und Anzeigeblutt für den Tlveis Gieren. wud" ! Oratisöeikage: chießener KamittenbMten Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Theil. Bekanntmachung, betreffend Maßregeln gegen die Maul« und Klauenseuche, hier den Besuch der Märkte. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in den meisten Orten des Kreises, in welchen sie im Frühjahr d. I. ausgebrochen war, wieder erloschen ist, haben wir die unterm 21. April d. I. getroffene Anordnung, wonach alle diejenigen — einerlei ob Händler oder Landwirthe, welche Vieh auf Märkte treiben wollen, im Besitz thierärztlicher Gesundheitsscheine sein müssen, versuchsweise wieder aufgehoben. Hiernach bedürfen die Landwirthe beim Auftrieb von Rindvieh, Schafen, Ziegen, Schweinen auf Märkte eines Zeugnisses überhaupt nicht, die Händler bedürfen in solchem Fall eines Gesundheitsscheines der Bürgermeisterei. Soweit die Thiere aus Orten stammen, in welchem ein Thierarzt wohnt, und soweit es sich um Treibherden von Schafen und Schweinen handelt, bedarf der Händler indeß auch fernerhin eines thierärztlichen Zeugnisses. Den Treibherden stehen bezüglich des Erfordernisses thierärztlicher Gesundheitsscheine die von Händlern auf Wagen auf die Märkte gebrachten Herden gleich. Gießen, den 20. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 20. Juni 1893. Betreffend: wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen rage durch die Stichwahlen auf mindestens 50 steigt. Be- j merkenswerthe Erfolge in allerdings beschränktem Rahmen haben auch die Antisemiten erzielt, speciell im Königreich Sachsen, wo sie mehrere Wahlkreise errangen und in anderen zur Stichwahl stehen. Von antisemitischen Führern ist Ahl- wardt in Arnswalde wiedergewählt, und zwar doppelt, nämlich auch in Neustettin. Die conservative Partei hat durch den siegreichen Vormarsch der Antisemiten einigen Abbruch erlitten, von der ihr politisch am nächsten stehenden Partei, den Frei- conservativen, sind nur einige wenige Vertreter bis jetzt gewählt. Ueberaus schwere Verluste hat die freisinnige Volkspartei erlitten, die Zahl der ihr schon im ersten Wahlgange verloren gegangenen Mandate dürfte sich aus 15 bis 18 belaufen- bis jetzt ist noch kein einziger Dolksparteiler als gewählt bekannt, selbst Herr Eugen Richter muß sich in seinem alten Wahlkreise Hagen erst noch einer Stichwahl mit dem socialdemokratischen Mitbewerber unterziehen, wobei einerseits die Nationalliberalen, andererseits die Centrumsanhänger in Hagen-Schwelm den Ausschlag geben. Bei den Stichwahlen wird es zwar der freisinnigen Volkspartei gelingen, in einer Anzahl von Wahlkreisen zu siegen - dafür wird sie jedoch höchst wahrscheinlich in so manchem anderen Wahlkreise unterliegen. Die durch die Militärvorlage in die frühere freisinnige Ge- sammtpartei hiueingetragene Spaltung macht sich eben in diesen Niederlagen bemerklich, wobei es für Herrn Richter nur ein schwacher Trost ist, daß die freisinnige Vereinigung gleichfalls nur wenig erreicht hat. Besser dagegen ist vom Centrum die auch in seinen Reihen ausgebrochene Spaltung überstanden worden- seine regierungsfreundlichen Dissidenten wurden ganz vereinzelt gewählt, dafür siegten im Rheinland, in Westfalen, in Schlesien, in Württemberg fast allenthalben die der Militärvorlage feindlichen Centrumscandidaten. Unentschieden ist für das Centrum noch der Wahlausfall in Bayern, da hier die officiellen Centrumscandtdaten einer Reihe von Bauerbündlern in der Stichwahl gegenüberstthen. Ueber- raschend günstig haben sich die Nationalliberalen im ersten Wahlgange gehalten, sie haben es bis jetzt aus etwa 20 Abgeordnete gebracht, die vielen Stichwahlen, in denen die Nationalliberalen engagirt sind, werden indessen die Gesammt- zahl ihrer Vertreter im neuen Reichstage zweifellos wiederauf mindestens 40 bringen. Die Polen kehren vermuthlich in alter Stärke wieder, ebenso die süddeutschen Demokraten- von den welfischen Candidaten ist dagegen noch keiner gewählt worden. Im Elsaß sind erfreulicher Weife abermals mehrere deutschfreundliche Abgeordnete neben gemäßigten Protestlern und Clericalen gewählt worden. Im Uebrigen muß eben, ehe sich die Zusammensetzung ' des neuen Reichstages und hiermit zunächst daß Schicksal * der Militarvorlage definitiv beurtheilen läßt, das Ergebntß ' der vielen Stichwahlen, die in ihrer großen Mehrheit am 24. Juni stattfinden, abgewartet werden. Wesentlich wird deren Ausfall von dem geschlossenen Zusammenhalten der bürgerlichen Parteien gegenüber der Socialdemokratie abhängen - ob dies allenthalben geschieht, ist freilich schon jetzt fraglich, man darf aber wenigstens hoffen, daß in der großen Mehrzahl der Fälle, in denen es sich um die Entscheidung zwischen einem socialdemokratischen Candidaten und einem solchen der bürgerlichen Parteien handelt, die letzteren sich ,egenseitig kräftig unterstützen werden. Deutsche» Reich. Darmstadt, 19. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 17. Juni dem Kreisrath des Kreises Alzey Karl Ludwig Wolf, dem Kreisrath des Kreises Friedberg Dr. Johannes Julius Braden, dem Kreisrath des Kreises Dieburg Friedrich Heß und dem Kreisrath des Kreises Büdingen Alfred Klietsch den Charakter als „Geh-.imer RegiernngSrath" zu verleihen. Darmstadt, 18. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog fuhren gegen 4 Uhr mit Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Alix nach dem Dieburger Gemeindewald, von wo ein Waldbrand gemeldet worden war. Derselbe war in den Theilen zunächst der Fohlenweide entstanden und bereits gelöscht, 11 Hectar waren verbrannt. Berlin, 17. Juni. Dem Bundesrath ist die Uebersicht der Ergebnisse des Heeres-Ergänzungsgeschäfts für das Jahr 1892 zugegangen. Darnach werden in den alphabetischen und Restantenlisten geführt 1463495 Mann. Davon entfallen auf das 1. Armeecorps 56 859 Mann, auf das 2. 71440, auf das 3. 118757, auf das 4. 99742, auf das 5. 70043, aus das 6. 98 518, aus das 7. 122 490, auf das 8. 82164, auf das 9. 107 483, auf das 10. 77 450, auf das 11. 81044, auf die großherzoglich hessische (25.) Division 30 615, auf das 12. königl. sächsische Armeecorps 94912, auf das 13. königl. württembergische Armeecorps 56 903, auf daS 14. 65 400, auf das 15. 17 535, auf das 16. 9250, auf das 17. 63 464 Mann. Dazu kommen 1. k. bayerisches Armeecorps 56084, 2. k. bayerisches Armeecorps 83072 Mann. Bon den aufgeführten 1 463 495 MaNn sind als unermittelt in den Restantenlisten geführt 43 932 Mann, ohne Entschuldigung ausgeblieben 114 554 Mann, anderwärts gestellungspflichtig wurden 359870, zurückgeftellt 507144, ausgeschlossen 1280, ausgemustert 30043 Mann, dem Landsturm 1. Aufgebots überwiesen 118 313, der Ersatzreserve 81 349, der Marine-Ersatzreserve überwiesen aus der seemännischen bezw. halbseemännischen Bevölkerung 281 Mann, aus der Landbevölkerung 166 Mann. AuSgehoben sind 169 830, überzählig geblieben 21074, freiwillig eingetreten 14 660 Mann. Im Ganzen also 1463 495 Mann. Bon den Ausgehobenen sind gekommen für das Heer zum Dienst mit der Waffe 161 660 Mann, zum Dienst ohne Waffe 3598, für die Marine sind ausgehoben aus der Landbevölkerung 2578, aus der seemännischen und halbseemännischen Bevölkerung 1994 Mann. Es sind ferner vor Beginn des militärpflichtigen AlrerS freiwillig eingetreten in daS Heer 14 749, in dir Marine 974 Mann. Wegen unerlaubter Auswanderung sind verurtheilt aus der Landbevölkerung 23 893, auS ter seemännischen und halbseemännischen Bevölkerung 406 Mann. Noch in Untersuchung befinden sich aus der Landbevölkerung 16671, aus der seemännischen und halbseemännischen Bevölkerung 381 Mann. Berlin, 18. Juni. In Berliner Regierungskreisen soll in Hinblick auf den Umstand, daß von den 214 ReichstagS- abgeordneien etroa 110 für die Militärvorlage stimmen dürften und ferner in Erwägung dessen, daß auch von den aus den Stichwahlen vermuthlich hervorgehenden Abgeordneten ein beträchtlicher Theil zu den Freunden der Militärvorlage zu rechnen sein würde, eine ziemlich zuversichtliche Stimmung herrschen. Vor den Äichwahlen laßt sich jedoch noch nicht daS mindeste Bestimmte über die Zusammensetzung deS neuen Reichstages und hiermit über das Schicksal der Militärvorlage sagen, ja, selbst nach dem Zusammentritt des neugewählten Parlaments wird die Stellung so manches seiner Mitglieder zur brennenden Frage der Heeresreform noch eine schwankende sein. Berlin, 17. Juni. Am 26. Juni findet am Berliner Landgericht der große Anarchtstenprozeß statt. Acht Personen erscheinen auf der Anklagebank, alle wegen Aufreizung zur Gewalt. Der Hauptangeklagte Schenk ist flüchtig. — Im Aus lande hat man den Verlauf der deutschen Reichstagswahlen mit kaum geringerer Spannung verfolgt, als dies in Deutschland selbst geschehen ist. Die ausländischen Preßstimmen hierüber heben namentlich die relativ großen Wahlerfolge der Socialdemokratie hervor, indessen gibt sich in der Beurtheilung der politischen Tragweite der socialistischen Erfolge theilweise eine augenscheinliche Verkennung der deutschen Verhältnisse kund. Die französischen Blätter thun natürlich, als ob jetzt der Zerfall des Deutschen Reiches herangekommen sei — Phantastereien, welche bei den eigen« thümlichen Anschauungen der meisten französischen Blätter über die deutschen Dinge freilich nicht weiter überraschen können. ---- ■ .1— Neueste Nachvtchteu» Wolff- telegraphische« Correspondenz-Bureau. Kiel, 19. Juni. Der Kaiser traf um 71/, Uhr ein. Er wurde von Prinz Heinrich empfangen und begrüßte im Schlosse die Prinzessin Heinrich. Dann begab er sich unter Salut der Flotte an Bord des „Hohenzollern". — Der Kaiser ist heute Vormittag 10 Uhr an Bord der Rennyacht „Meteor" in See gegangen. Friedrichsruh, 19. Juni. An der gestrigen Fahrt der Mecklenburger zum Besuche des Fürsten Bismarck bethei- ligten sich 4000 Personen. Ansprachen an den Fürsten hielten Stichler (Wismar), Hillmann (Güstrow) und Grospitz (Hamburg), letzterer in plattdeutscher Sprache. Bismarck antwortete in einer halbstündigen Rede, worin er sich gegen den Partikularismus und die Fractionspolitik aussprach, und schloß mit einem Hoch auf den Großherzog von Mecklenburg. Depeschen deS Bureau „Herold*. Aruswalde, 20. Juni. Ahlwardt hat das Mandat für Friedeberg-Arnswalde abgelehnt, da er in Neustettin bei der Stichwahl auf einen Sitz rechnet. An seiner Stelle soll Hertwig aufgestellt werden. München, 19. Juni. Fürst Ferdinand von Bulgarien ist gestern hier eingetroffen. Darmstadt, 20. Juni. Laut soeben veröffentlichtem Edict Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird ein außerordentlicher Landtag auf Dienstag den 27.Juni einberufen. Berlin, 20. Juni. Vormittags. Bekannt definitiv 393 W a h l r e s u l t a t e. Gewählt: 49 Conservative, 12 Reichs- partci, 16 Nationalliberale, 3 freisinnige Vereinigung, 80 Centrum, 12 Polen, 3 Antisemiten, 24 Socialdemokraten, kein Welfe, keine freisinnige Volkspartei, 1 Liberaler, 1 Däne, 2 bayerischer Bauernbund, 7 clertcale Elsässer, 4 süddeutsche Volkspartei. Außerdem 179 Stichwahlen. Hieran sind beteiligt: 81 Socialisten, 73 Nationalliberale, 52 Conservative, 32 freisinnige Volkspartei, 31 Centrum, 21 Reichspartei, 16 Antisemiten, 14 freisinnige Vereinigung, 11 Polen, 10 Welsen, 9 süddeutsche Volkspartei, 4 nieder- bayrischer Bauernbund, 2 Bund der Landwirthe, 1 Elsässischer Protestler, 1 clericaler Elsässer. Berlin, 20. Juni. Vor der heutigen Gerichts-Verhandlung gegen den Antisemiten Paasch wegen Beleidigung des Gesandten Brandt, sowie höherer Beamten des auswärtigen Amtes versuchte Paasch im Untersuchungsgefängniß im Zustande der Exaltation, sich die Pulsadern zu öffnen. Die Verhandlung wurde auf zwei Stunden vertagt. Der Gerichts- physikus wurde mit der Untersuchung Paaschs beauftragt. CocaU» un6 provinzieller. Sieben, 22. Juni 1893. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 22. Juni 1893, Nachmittags 4 Uhr pünktlich: 1. Mittheilungen. 2. Gesuch des Karl Becker um Erlaubniß zur Errichtung eines Gewächshausanbaues. 3. Die Uebernahme der Schanzenstraße durch die Stadt. 4. Untersuchung des Wassers der öffentlichen Brunnen und Anbringung von Sandfiltern. 5. Errichtung einer Desinfectionsanstalt. 6. Instandhaltung der durch Private erworbenen Gräber und größeren Begräbnißplätze. 7. Satzungen der Gießener freiwilligen Feuerwehr. 8. Erhebung des Octrois von Wein und Branntwein. Z Grundsteinlegung. Samstag den 24. d. M., Nachmittags 5 Uhr, findet die Grundsteinlegung des neu zu erbauenden Corpshauses des Corps Teutonia statt. Abends wird ein Commers abgehalten. ** Hessischer Fechtvereiu „Waifeuschutz". Heute Abend feiert der Hessische Fechtverein „Waisenschutz", Verband Gießen, in dem oberen Locale des Gasthauses „Zum Deutschen Hof" sein erstes Stiftungsfest. Freunde des Vereins sind willkommen. ♦♦ Durch Zufall wurde gestern hier ein Eisenbahn- Unglück verhütet, das schrecklich hätte werden können. Infolge der großen Hitze hatten sich in der Nähe der Unterführung in der Neustadt zwei Schienen so gestreckt, daß sie an ihren Berührungspunkten zum Steigen gebracht wurden. Der um 1 Uhr 30 Min. Mittags hier in der Richtung nach Kassel abgelassene Schnellzug Nr. 55 kam zwar noch über die kritische Stelle hinweg, drückte aber die beiden Schienen vollständig auseinander. Der nächste 15 Minuten später folgende Schnellzug 73 sollte gerade abgelassen werden, als von Streckenarbeitern der Schienenbruch bemerkt wurde. Diese verständigten sofort die Station, sodaß der Zug auf das andere Geleise gesetzt und auf diesem bis Lollar weitergeführl werden konnte, wodurch allerdings eine erhebliche Verspätung entstand. Hatte man den Schienenbruch nicht entdeckt, so wäre der zweite Schnellzug unfehlbar in der Nähe des „Lahnstein" entgleist und die Böschung herabgestürzt. Die Folgen eines solchen Unfalls kann sich Jeder auömalen. Die gebrochenen Schienen wurden sofort durch neue ersetzt, sodaß um 5 Uhr die Strecke wieder frei war. ** Vom Wetter. Gestern Abend gegen 10 Uhr entlud sich über Gießen ein heftiges Gewitter. Leider hielt der im Gefolge desselben eintretende Regen nur kurze Zeit an. Auch ba8 heute Morgen zwischen 4 und 5 Uhr auftretende Gewitter war von schwachem Regen begleitet. UnS vorliegende Wetterprognosen kündigten für den 19. heiteres Wetter mit Wolken, für den 20. zunehmende Wolken und gewitterhafteS Wetter an. Morgen und übermorgen soll es 'ebenfalls gewitterhaft und windig, sonst vielfach heiter sein, am 23. ziemlich heiter und heiß, am 24. heiter, lieblich, stellenweise regnen. * * Zur Wahlbeweguug. Unmittelbar nach der F e st- st ellung deS Wahlergebnisses hat dernattonalliberale Wahlausschuß mit neuer Kraft sich an die Arbeit begeben. Am Samstag und Sonntag wurden Versammlungen abgehalten in Ermenrod, Ruppertenrod, Ober-Ohmen, Groß- Eichen, Grünberg, Merlau, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Geiß-Nidda, Berstadt, Echzell, Gettenau, Gedern und Ranstadt. Allenthalben besteht die Hoffnung, daß es gelingen wird, Diejenigen, die sich der Abstimmung am 15. d. M. enthalten haben, zur Urne zu bringen und daß Alle, denen das Ganze Häher steht, als das Interesse einer einzelnen Partei, mitzu- helfen gesonnen sind, unseren Wahlkreis vor einer antisemitischen Vertretung zu bewahren. Die meisten Versammlungen nahmen einen recht schönen, günstigen Verlauf- nur in Echzell, Gettenau und Berstadt bewiesen die Herren Antisemiten, wie während des ganzen Wahlkampfes schon, daß sie sich vor allen anderen Parteien durch wüste Störung anderer Versammlungen auszuzeichnen suchen. Was während des ganzen Wahlkampfes noch nicht geschehen, blieb den Antisemiten Bingenheims unter Führung der Candidaten Köhler und des Malers Bindewald Vorbehalten. Sie veranstalteten einen solchen Scandal, daß es den nationalliberalen Rednern nicht möglich war, zum Worte zu gelangen. Mögen die Herren Antisemiten nur so weiter arbeiten, es wird sich um so schneller ihr Anhang vermindern und sich in immer weiteren Kreisen die Ueber- zeugung befestigen, daß wir es mit einer demagogischen Bewegung zu thun haben, der mit Entschiedenheit entgegen zu treten Pflicht jedes Mannes ist, der Interesse und ein. Herz I für eine gedeihliche, freiheitliche Weiterentwickelung unseres Volkslebens, der es nicht dulden will, daß von kurzsichtigen Fanatikern auch auf dem Lande der Haß der Aermeren gegen die Besitzenden, gegen die bestehende Staatsordnung planmäßig genährt und groß gezogen werde und unsere Landbevölkerung der ruhigen Mitarbeit in unserem Staatsleben entfremdet und mit wahnsinnigstem Mißtrauen gegen unsere Regierung erfüllt werde. * * An niederen laudwirthschaftlichen Unterrichtsanstalten befanden sich im Großherzogthum Hessen im Jahre 1891/92 elf, die zusammen von 298 Schülern besucht wurden. * * Feuer. Während des Festes am Sonntag Nachmittag entstand in einem Garten am Asterweg dadurch Feuer, daß ein an einem Nebengebäude lagernder Haufen dürres Fichtenreisig durch Kinder angezündet worden war. Das Feuer, welches gefährlich hätte werden können, wurde alsbald bemerkt und gelöscht. * * Unfall. Vorgestern wurde ein hiesiger Mann durch zu schnelles Fahren eines auswärtigen Kutschers um die Ecke Neuen Baue—Weidengasse überfahren und leicht verletzt. Ein Strafmandat dürfte den unvorsichtigen Rosselenker für die Zukunft belehren. * * Verhaftet. Gestern Abend wurden zwei Frauenzimmer wegen Obdachlosigkeit, Trunkenheit und Ruhestörung verhaftet, desgleichen ein Taubstummer wegen Bettelns bet den Gästen in Wirthschaften. * * Gestürzt. Ein junger Radfahrer hatte gestern das Unglück, mit dem Rade zu stürzen, wodurch er sich einen Beinbruch zuzog- er wurde in die Klinik verbracht. Aus Oberheffeu, 17. Juni. Herr Karl Fischer zu Zwiefalten hatte aus seinem Zuchthof 15 Stuck Rindvieh Vogelsberger Rasse auf der soeben stattfindenden Landwirth- schastlichen Ausstellung in München ausgestellt und erhielt dafür acht erste Preise, vier zweite, zwei dritte und einen vierten Preis im Gesammtbetrag von 1585 Mark, ein wirklich glänzendes Resultat. Herr C. Hoffmann zu Hof-Güll hatte 23 Schweine der Yorkshire-Rasse in München aus- gestellt, wofür er drei erste, einen zweiten, zwei dritte Preise und drei Anerkennungen erhielt. Die Geldpreise betragen 320 Mark. H N. Nidda, 18. Juni. Die Kirschen auf den Staatsstraßen des Baubezirks Nidda sind versteigert worden und sind, da die Gebote das Taxatum überstiegen, sogleich genehmigt worden. Aehnlich erging es mit dem Grase an den Chausseeböschungen. An vielen Plätzen steht nichts, denn es ist Alles ausgebrannt. Da wo die Lage etwas feuchter ist und sich Graswuchs zeigt, wurden hohe Preise erzielt. Futter ist jetzt das meistbegehrteste und gesuchteste Object auf dem Lande. Der Gentner Stroh kostet 5 Mk. und Heu 10 Mk. -a- Schwalheimerhof b. Echzell, 18. Juni. Ihre Meldung, daß in Geiß-Nidda, welches in unserer Nähe liegt, nächtlicher Weile Angriffe auf fiscalische Wiesen gemacht wurden, hat bei uns ein Seitenstück erhalten, indem einem hiesigen Land- wirthe V. gestern Nacht anderthalb Morgen Weizen, welcher noch ganz grün war, abgemäht und weggefahren wurde. Man weiß, wer die Thäter gewesen sind, will sie aber nicht zur Bestrafung bringen, weil die Handlung aus bitterer Noth geschah. Einsender war dieser Tage dabei, daß für eine Kuh Vogelsberger Rasse, welche seit 5 Monaten trächtig ist und mit 200 Mark in der Vieh- versicherungSkasse steht, 35 Mark geboten wurden. Der Handel wurde schließlich mit 48 Mark zum Abschlüsse gebracht. Welche riesige Capitalien zu Grunde gehen und wie daS BolkSvermögen durch die unerträgliche Dürre geschädigt wird, dafür gibt uns daS angeführte Beispiel einen Anhaltspunkt. Die Leute wehren sich bis zur Verzweiflung gegen den Verkauf der Thiere. Jedes Futterhälmchen wird aufgesucht, daS Kraut und das Unkraut in den Feldern wird gesammelt, seit Jahr- zehnten sah Einsender die Felder nicht so sauber und rein von Unkraut — waS freilich auch zum Thell in der Trocken- fjeit seinen Grund hat — eS wird gespart wo eS angeht, man füttert Laub, schließlich reicht eS aber doch nicht mehr, das Thier wird immer magerer, zuletzt unverkäuflich, alle Hoffnung auf Regen schwindet und mit ihr die Hoffnung au> ^utterzuwachs und so bleibt nur noch der bittere Schritt, das Thier um einen Spottpreis abzusetzen. E. Echzell, 19. Juni. Eine kleine Etappe des Anti. ''emitismus in der Wetterau ist unser schöner Marktflecken Echzell. Früher war alles antisemitisch- noch bis 6. Mai l. Js. Als aber der „Reichsherold" seine unqualifi: cirbaren Schimpfereien nach allen Windrichtungen hin jagte, wandten sich viele von den besseren Elementen ab und anderen Richtungen zu. Das FiaSco, welche- die antisemitischen Radaubrüder am 3. Pfingstfeiertage bei uns machten und den Humbug, den die Herren darüber im „Reichsherold" verübten, ha: Ihre Zeitung entsprechend gekennzeichnet. Ueber die gestrigen Versammlungen hier in Echzell, sowie in Gettenau und Bingen, heim wird es wohl auch nicht am erforderlichen „Ulk" fehlen- wir wollen daher den Hergang kurz schildern. Herr RechtSanwal! Dr. Fuhr und Herr Professor B. von Gießen waren als Vertreter der nationalliberalen Partei erschienen und fanden die Herren Köhler-Bettenhausen und Maler Bindewald als Vertreter der Antisemiten vor. Die Reden und Gegenreden der Herren dauerten etwa 3 Stunden, von 3 bis 6 Uhr. Hier und da kamen antisemitische Unruhen zum Vorschein, doch konnte die Versammlung ordnungsmäßig zu Ende gebracht werden. Zorn und Aufregung hatte die Antisemiten ergriffen, als sie sahen, daß ihre Actien um kein Haar weiter gestiegen waren, wie am 3. Pfingstfeiertage. In Gettenau verlief alles in bester Ordnung, etwa eine Stunde wurde hier gesprochen. Inzwischen hatten die Antisemiten noch Mannschaften sür Bingenheim aufgeboten- junge, nicht majorenne Leute bildeten ein Hauptcontingent der Versammlung im Münch'schen Saale, welchen Herr Dr. F. gemietet hatte. Herr Oberförster Lang' eröffnete die Versammlung, aber sogleich entstand Lärm. Man ließ Herrn Dr. F. nicht zum Worte kommen. Herr Köhler-Bettenhausen redete sich so in die Hitze, als er mit Dr. F. verhandelte, daß sich seine Haupt- und Schnurrbarts- haare sträubten. Schließlich ließ Herr Dr. F. darüber ab. stimmen: ob die Versammlung ihn hören wolle ober nicht. Die Abstimmung ergab Nein — und das in dem Saale den der Herr Dr. F. selbst belegt hatte. Die National! liberalen entfernten sich und die Radaubrüder johlten und gröhlten dazu. Mit Widerwillen wird ein solches Treiben von allen besseren Elementen angesehen. Herr Dr. F. erklärte, daß sich die Socialdemokraten in Wieseck besser zu be nehmen wüßten, als die verhetzten antisemitischen Spectakel- macher. Letztere und ihre Führer merken deutlich, daß eS bergab mit ihnen geht und darum suchen sie ihre Schlappen mit Spectakel zu verschleiern. § Aus dem Kreise Lauterbach, 18. Juni. Es wurde ferner betreffs der gegenwärtigen F u 11 e r n o t h noch folgendes Schreiben von Großherzoglichem KreiSamt Lauterbach an fämmtliche Bürgermeistereien deS KreifeS erlassen: „Mit Rücksicht auf den gegenwärtigen Futtermangel ermächtigen wir Sie, von den an der Kreisstraße befindlichen Eschenbäumen nach näherer Angabe des KreiSstraßenmetsterS Laub zu entnehmen und dasselbe nach einer von dem Gemeinderalh festzusetzenden Norm bezw. Taxe an die ortSangehöriaen Vieh- besitzer zu vertheilen." § Aus dem Kreise Lauterbach, 18. Juni. In Betreff der gegenwärtig hier herrschenden Futternoth hat daS Frei- herrlich Riedesel'sche Forstamt an GroßherzoglicheS KreiSamt Lauterbach zur weiteren Kenntnißnahme an die Großherzog, lichen Bürgermeistereien des Amtsgerichts-Bezirks Lauterbach und Herbstein folgendes AuSschreiben erlassen: „Auf Ihre Anfrage in dem werthgeschätzten Schreiben vom 6. d. MtS. beehren wir uns ergebenft zu erwidern, daß die Freiherrlich Riedesel'sche Forstverwaltung seither stets bemüht gewesen ist, der herrschenden Streu- und Futternoth durch Abgabe von Gras, Ueberlassung von Wegen und Schneißen und von ganzen Districten zur Behütung mit Rindvieh und von Streu- zeug in reichlicher Menge möglichst und soweit eS der forst- wirthschastliche Zustand zuläßt, abzuhelfen und daß die Absicht besteht, noch ferner die Landwirthschast durch derartige Ab- gaben aus den Freiherrlich Riedesel'schen Waldungen nach Kräften zu unterstützen, (gez. Weidig.)" Dieses Entgegen- kommen gerade in der jetzigen Zeit ist von den Landwirthen in unserem Kreise mit Freuden begrüßt worden und verdient allgemeine Anerkennung. Laubach, 15. Juni. Gestern Nachmittag fiel ein Mädchen von 7 Jahren auS dem Fenster des dritten Stockwerkes auf den gepflasterten Marktplatz. Glücklicher Weise gelang es noch Herrn Kaufmann Kratz, daS Kind aufzufangen, ehe es den Boden berührte. Hierdurch blieb das Kind vor weiterem Schaden verschont. A Aus der oberen Wetterau, 19. Juni. Wie in anderen Gegenden so herrscht auch hier durch die anhaltende Dürre Futtermangel im höchsten Grade. Nicht allein die kleineren Landwirthe, denen es durch die Gewährung von GraS auS fiskalischen, wie auS Gemeindewaldungen noch möglich ist, ihre 2 bis 3 Stück Rindvieh zu ernähren, werden betroffen, sondern vielmehr diejenigen Landwirthe, welche einen Viehstand bis 12 und 15 Stück Rindvieh haben, denen ist es keineswegs möglich, dasselbe mit RupsgraS zu ernähren. Diese Landwirthe erleiden colosialen Schaden, müssen daß Vieh um jeden Preis losschlagen und wird dadurch die Steuerkraft aller einigermaßen situirter Landwirthe enorm geschwächt. Ebenso ist eS bei den Gutspächtern hiesiger Gegend. Mancher hat 20 und mehr Pferde und 80 bis 100 Stück Rindvieh zu ernähren und kein Futter. Gewiß keine Kleinigkeit. — Die Heu - Ernte beginnt fast Überall. Dieselbe fällt sehr schlecht auS. Trockene Wiesen braucht man gar nicht zu mähen. Ueberhaupt sind hier alle Ernte- aussichten recht ungünstig. — Gemeinde-HeugraSversteiger- ungen haben noch nicht stattgefunden. Butzbach, 27. Juni. Ein Lehrerveteran ist wieder dahin- geschieden. ES ist dies der Lehrer i. P. Herr Karl Bernhard zu Gambach, welcher gestern daselbst im hohen Alter von Äftl1» K ?lnb*u , „ .>«l; eintiiwi£bSl6c Sm1#! ft:Ä ft:»ft J'Srorebei b ®*?- "b'°ch. Ä*£ ’S*?*«»? fnfeObei^ Stoll fi i*nb 8»’ ■ 7®rte kommen. fun ,n d'e Hitze, als ,n Dl $■ inrüitt tb S"ri” Mt olw ä. nbc ba8 i» l!m g,,, * ®e »fc ' !abau6ruber joj[ln e llb ei" Milt» St* I "St». Htrr Dr. S. „, " in SBielti beffer p i( ' MilmWm epi», "erken deutlich, d M sie ihre gfa 18. Juni. Es Burtt kernoth nochjolgtnbd reisamt Lauterbach an teiseS erlaffen: M ttemngtl ermächtigen inblifyn ß^tnb&umtn leistens Laub zu ent- m Brm^na^ \(\v artsanzPrizen Viehfi. Juni. In Betreff lernoth Hal das Frei' oßherzogliches Sreisamt me an die Großherzog' ichts-BezirkS Lauterbach erlaßen: „Aus He reiben Dom 6. d. Mts. ti, daß die FreiheM etS bemüht gewesen ich oth durch Abgabe dce i Schachen und m ndDieh mb von Streu- rt soweit es der H- \\t& und chbieÄW Qjt durch derartige W l'schen Waldungen nach am W Entgegen- lst von den Landtvirtheu $ worden und verdient l ein Stoch Wck d aus tb das Nachmittag mster des dritten 4 MM w* “ ®! Hierdurch w > 8iti? «ü ddi- ” v. Nicht allein b- ‘1 ii( G-mh« U—J-J Laodlvlrthk/ •“.Im W ■«s- und »w, „stt n @*4Urth so W # c« *? nb !tl»8“ .jj y «tt lä*-* lyljp j. Hrrr^s M 36 Jahren starb. Derselbe war ein tüchtiger Lehrer und früher auch als Verfasser trefflicher Schulbücher bekannt. Ein Sohn von ihm ist Lehrer in Darmstadt, seine jüngeren Söhne sind die Inhaber des renommirten Orgelbauereigeschäfts. Bad Rauheim, 17. Juni. Gestern wurde die mit einem Kostenaufwand von 125000 Mark ausgeführte elektrische Beleuchtung unserer Badeanstalt feierlich eröffnet und in Betrieb genommen. Die Anlage functionirte auis beste und muß der Firma Schuchert & Cie. in Nürnberg für die treffliche Ausführung des Werks alles Lob gespendet werden. Die Herren Geheimer Hofrath Dr. Kittler und Oberbergrath Braun, sowie die Beamten der localen Badeverwaltung wohnten dem Eröffnungsacte bei. Seligenstadt, 18. Juni. Am Aushängeschilde eines hiesigen Victualtenhändlers prangt gegenwärtig wieder die merkwürdige Anpreisung: „Selb st gelegte Eier, per Stück 5 Pfennig." Mainz, 17. Juni. Heute Morgen ertrank beim Baden im offenen Rhein an der Petersaue ein etwa 14jähriger Knabe Namens Schott. Die Leiche ist noch nicht geländet. — Auch ein Soldat der in Weisenau liegenden 4. Compagnie des 3. Artillerie-Regiments ertrank gestern Abend beim Baden an der Mainspitze. " vermischter. * Marburg, 19. Juni. Amtlich festgestelltes Ergebniß der ReichstagSwahl im Wahlkreise Marburg-Kirchhain- Frankenberg-Vöhl. Dr. Böckel 6736, Lucke 2754, Müller 1600, Schott 1425, Kaiser 809, John 357, Martin 166; zersplittert 4 Stimmen. Demnach Stichwahl zwischen Böckel und Lucke. * Dresden, 19. Juni. Ein ungeheurer Waldbrand wüthete gestern auf der Dresdener Haide. Die gesammte Dresdener Garnison wurde alarmirt. Wegen Waffermangels waren die Löscharbeiten sehr erschwert. Das nahegelegene Pulvermagazin war sehr gefährdet. * Bayreuth, 17. Juni. Die wegen Diebstahls angeklagte Maurersfrau Kn ab ertränkte ihre zwei Kinder und sprang dann selbst in den Main, wurde jedoch gerettet. * Ein erschütterndes Ereignis hat sich in Hamburg zugetragen. Am Mittwoch Nachmittag fuhr eine alte Dame ihren Enkel in einem Kinderwagen in der Bleicherstraße in der St. Georg spazieren und sah dann plötzlich, wie ein kleiner Knabe, den Rücken einem daherfahrenden Straßenbahnwagen zugewandt, zwischen den Schienen stand und ersichtlich das Herannahen deS Wagens nicht bemerkte. Die alte Dame stellte den Kinderwagen quer auf den Fußsteig, eilte auf den Knaben zu und riß ihn von der Stelle fort. In demselben Augenblicke gewahrte sie aber auch zu ihrem Entsetzen, daß ihr Enkel auf den Schienen lag und von dem Straßenbahnwagen überfahren wurde. Während sie den fremden Knaben rettete, war der Wagen, in welchem ihr Enkel lag, ins Rollen gerathen und vor den Schienen umgeschlagen. Das Kind war auf der Stelle tobt. Der Jammer der bedauerswerthen Dame über den von ihr herbeigeführten Tod ihres Enkels war ein herzzerreißender. * Cannes, 17. Juni. Beim Einsturz eines Hauses wurden sechs Arbeiter verschüttet, von welchen drei getödtet wurden. * Für die Distanz Rad - Wettfahrt Wien-Berlin wächst, wie Berliner Blätter schreiben, das allgemeine Interesse, je näher der Termin heranrückt. Die Meldungen mehren sich und schon rechnet das Comite, daß sich am 29. Juni in Floridsdorf weit über 100 Fahrer dem Starter stellen werden. Das Berliner Comits hat für das Rennen bereits mehr als 5000 Mark gesammelt, und auch das Wiener Comite macht alle Anstrengungen, um in finanzieller Beziehung nicht hinter -en Deutschen zurückzubleiben. Das Training ist bereits in vollem Gange und namentlich die Reichsdeutschen (affen sich eine genaue Aneignung der Wegkenntniß angelegen fein. Es wurden bei de» Probefahrten schon ganz beachtenswerthe Resultate erzielt. So hat ein Radfahrer die 600 Kilometer lange Strecke in 36, ein anderer in 37 Stunden zurückgelegt. ♦ Beschwerlich und nicht ganz ungefährlich war es zu Anfang deS vorigen Jahrhunderts, in Deutschland eine größere Reise zu machen. Daß man sein Testament vorher aussetzte, war selbstverständlich. In einem Reisehandbuche, welches um das Jahr 1710 in Südwestdeutschland erschien, wird, wie die „K. V.-Ztg." aus diesem Baedeker des 18. Jahrhunderts mittheilt, den Reisenden unter Anderem empfohlen, große Vorhängeschlösser mit auf die Reise zu nehmen, da in den Gasthäusern und Herbergen die Thüren und Schlöffer oft in sehr schlechtem Zustande wären. Vor Antritt der Reise solle man ferner seine Schulden bezahlen, auch seinen Freunden und Bekannten einen AbschiedSschmaus geben, sich aber selber weislich hüten, „wohlbezecht" von Hause abzureisen, „wie es leider zu Viele thäten." Ganz besonders wird noch den Reisenden eingeschärft, im Winter mit pelzgefütterten Futteralen für die Nase und ebensolchen Ohrenklappen sich zu versehen. Der Reisende zu jener Zeit hatte sich aber nicht nur vor Wegelagerern, Räubern und Dieben zu hüten, sondern mußte sich oft noch von den Bauern, durch deren Dörfer er fuhr, die gröbsten Verhöhnuügen und allerhand Belästigungen gefallen lassen. So klagten um das Jahr 1708 die Reisenden, welche von Gera nach Leipzig fuhren — also eine verhältniß- wäßig kurze Strecke —, daß sie unterwegs von den Landleuten stark belästigt würden, welche zur „Kurzweil" mit Steinen nach den Postwagen warfen. * Gläserne, aufwickelbare Fenster Rouleaux. Diese hübsche Neuheit, die eine ganz neue Industrie bezeichnen und ins Leben zu rufen geeignet sein möchte, kommt jetzt von Paris aus in Aufnahme. Die Festerläden sind nach Art der mittelalterlichen Glasgemälde aus kleinen bunten Glasscheiben in ornamentalen oder figürlichen Mustern hergestellt, die einzelnen Theile in Blei gerändert und diese Faffungen durch dünne Drahtkettchen aneinander gefügt, so daß auf diese Weise ein tuchartig, also auf ein Rollholz recht wohl aufwickelbares Ganze entsteht. Durch diese Glasrouleaux laffen sich, dem Geschmack der Käufer entsprechend, ganz wunderbare Lichteffecte erzielen._________________ Eingesandt. «letzen, 19. Juni 1893. 3«r ReichStagS-Stichwahl. Der Ausfall der diesmaligen Wahlen durch den Sieg und die Zunahme der sogenannten antisemitischen Volkspartei — in allen drei oberhesstschen Wahlkreisen kommen sie bekanntlich in die Stichwahl — sollte wirklich allen Wählern, einerlei welcher Partei dieselben angehören, zu denken geben. Namentlich und vor allen Anderen Denjenigen, welche ihr Stimmrecht;ü6erbaupt nicht ausgeübt (und es sind im hiesigen Wahlkreise deren viele) soll und muß es Veranlassung sein, ihrer Wahlpflicht als deutsche Männer nachzukommen, besonders wenn es gilt, einer Partei wie der antisemitischen den Wahlkreis zu entreißen. ES ist bedauerlich, daß die bürgerlichen Ordnungs- bezw. Mittelparteien nicht zusammenstehen, um gegen solche Auswüchse im politischen und geschäftlichen Leben Front zu machen ; welchen Schaden dieser, ich möchte tagen kleinliche Fractionshaß anrichtet, beweist am besten unsere Nachbarstadt Frankfurt a. M., welche als eine der größten und reichsten Handelsstädte Deutschlands bereits feit neun Jahren durch einen Socialdemokraten im Reichstag vertreten tft! Eine angenehme und als Vorbild hinzustellende Ausnahme,'macht Bremen, welches diesmal durch die versöhnliche Stimmung unter den bürgerlichen Parteien im ersten Wahlgange durch gemeinsames Vorgehen gegen die Socialdemokratie dieselbe erfolgreich bekämpft und auch besiegt hat. Der Ausfall der Stichwahl im Wahlkreise Gießen-Grunberg dürfte zum großen Theil von den freisinnigen Stimmen abhängig sein und ich hoffe, daß mein wohlgemeinter Ruf nicht ungebörl verhallt. — Mögen die freisinnigen Wähler aber auch bedenken, daß in den meisten Orten, wo die freisinnige VolkSpattei in die Stichwahl kommt, es von den nationalliberalen Stimmen abhängt, denselben zum Siege zu verhelfen, ja, daß sogar dem in Hagen i. W. in Stichwahl stehenden Führer der Partei, Herrn Eugen Richter, nur die nationalliberalen Stimmen zu einem Retchstagsmandat verhelfen können. Aber auch an alle anderen Parteien sei mein Appell gerichtet! i Jeder prüfe sich selbst, hier kann von Partetintereste nicht mehr die Rede sein! Hinaus mit den antisemitischen Hetzaposteln sei die Losung! Hinaus mit ihnen aus allen drei oberhessischen Wahlkreisen! Ein christlich patriotisch rechtlich denkmder Mann kann diesen Leuten seine Stimme nicht geben! ' Wahlenthaltung bedingt in diesem Falle Unietstühung der Antisemiten! Literatur und Aunst. — Nicht von alle« Zeit««gen, die jetzt mastenbast zu Tage gefördert werden, läßt sich sagen, baß dieselben geeignet sind, als Familienlectüre zu gelten. „Für« HauS" bietet seinem groben Leserkreis stets nur gediegene literarische Erzeugnisse und ist bei reichem, solidem Inhalt, bei der Menge interessanten Lesestoffs eines der beliebtesten Frauenblätter geworden. Es dringt so recht in dos Familienleben ein, widmet allen in Frage kommenden Ereignissen seine vollste Aufmerksamkeit und ertheilt seine Rathschläge, weiche sich bei richtiger Befolgung nie anders als gut bewähren. Durch immer weitere Bereicherung deS Inhalts, durch Beigabe der verschiedenen GratiS- blätter als „Modmdlatt , Mustt und „Handarbeits - Beilage", „Fürs kleine Volk", Unterhaltung^ - Beilage hat „Fürs Haus" es verstanden, trotz des großen Mitbewerbes seine angesehene Stellung zu behaupten, waS wohl für die Gediegenheit des trefflich rebtgirten Blattes das beste Zeugniß ablegt. Ungeachtet dieser Vorzüge aber ist .Fürs Haus" zu dem billigen AbonnementSpreiS von vierteljährlich 1 Mk. erhältlich und können wft ein Probe - Abonnement nur wärmstens empfehlen. Probe-Nummern sind von jeder Buchhandlung und von der Geschäftsstelle „Fürs HauS" zu Berlin SW. gratis zu beziehen. — »Der Stein der Weisen" beschließt mit dem unS soeben zugekommenen 12. Hefte den ersten Semestralband des laufenden Jahrganges (den 9. seit seinem Bestehen) und wir dürfen constatirm, daß die Gesammtleistung auch diesmal eine sehr erfreuliche ist. In dem außergewöhnlich reichen Schlußhcfte der beliebten gemeinnützigen Revue (A. HartlebenS Verlag), Wien) finden wir Aufsätze prähistorischen, technischen, naturwissenschaftlichen Inhaltes und solche von allgemeinem Jntereffe. Sehr lesenswerth sind: Prähistorisches aus Bosnien und Istrien (17 bildliche Darstellungen), Eßbare Vogelnester, SicherheitSvorkehrunaen an Dampfkesseln (9 Bilder), Beobachtungen an Jupiter und Saturn im Jahre 1892 (9 Bilder), Neue Einrichtungen an Eisenbahn-Fahrzeugen (3 Bilder), eine treff« lichc Abhandlung über die Geschichte des Kartenwesens (7 Nevro- ductionen alter Karten) u. s. w. Zwei hübsche Vollbilder führen ©eenen aus dem Leben und Treiben der australischen Schafzüchter vor. Auch etliche kleinere Mittbeilungen (darunter solche über Amateur- Photographie), dann über die Herstellungsweise von Ketten aus einem Stabe u. s. w.) sind durch Abbildungen erläutert. Wir wünschen der trefflichen Zeitung ein weiteres glückliches Gedeihen zur Freude ihrer vielen Leser und zum Nutzen aller Freunde des wissenschaftlichen Fortschrittes. Verkehr, Cant* und Volk-rvirthschaft. Sietze«, 20. Juni. Marktbericht- Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd- X 0,85—0,95, Hühnereier per Stück 6- A, 2 Stück 11- A, »äse pr. St. 5-8 A, Käsematte pr. St- 8 A, Erbsen vr- Liter 18 A, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Baar X 0,70-0,90, Hühner pr. Stück X 1,10-1 50, Hahnen pr. ©t X 1.70-2,00, Enten pr. ©t X 1,80 bis 2,00, Ochsenfleisch pr. Vfd 60—68 A- Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 40—50 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 40-46 A, Hammel« fleisch pr. Pfd. 40 -70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00-7,00 X. Weißkraut pr. Stück 5-12 A, Zwiebeln pr. Gentner 11,00-00.00 X* Milch pr. 8tter 12—18 3», Enteneier pr. St. 6— A, Gänseeier 11-12 A, Kirschen pr. Pfd 14—18 A- »rftnbtrg, 17. Juni. Fruchtpreise. Weizen X 1760, Korn X 17.60, Gerste X Hafer X 20.—, Erbsen X 20—, Linsen X 00.00. Wicken X ——, Lein X 00.00, Kartoffeln X 5.80, Samen X —. Zum Ruhe« Jedermanns! Jede scharfgelaugte ToUette- Seife luinirt die Haut, vermittelt vorzeitiges Altern, Runzeln, Gesichtsröthe rc. Bedient man sich beim Waschen anstatt solcher der milden, vollkommen neutralen Doerings Seife mit der Eule, bekanntlich die beste Seife der Welt, erzielt man schönen Teint, frisches Aussehen, zarte schöne Haut. 40 Pfg. [4555 Engroe-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. Wichtig für Hausfrauen. Beruh. Curt Pechstein, Wollwaarenfabr. in Mühlhausen i. TV., fertigt aus Wolle, alten gestrickten, gewebte« und anderen reinwollenen Sachen und Abfällen haltbare und gediegene Stoffe für Damen, Herren und Kinder, sowie Portisre«, SckUafdecken und Läuferstoste in den modernste« Mustern bei billigster Preisstellung und schnellster Bedtenuna. Annahme und Musterlager in Kietze« bei [192 L. Mühlhausen, Bismarck straffe IO. Witterungsaussichten Wktterbäuswen, ©fibanloae. — l9.Juni, Mttlaa« 12Uvr 20. 3unt, Moeaens 8ltbr Baromeier: Tberw.ometer: HygrcmelerUand: Mittlere m in. 751 mm, max. 753 mm. „+11Vi°R., „ 4-26‘Z.oR Klar, trocken. Barometerstand bei 0° ! min.739mm, max,740mm „ + 16° R. „ + 21° R. Gewittrrbttdung. L — 744,7 mm. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 20. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 19, Lust 20 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. 5606 [5482 [5483 Oelfarben * Fußbodenlacke * Pinsel alle Arten Steinfetzen Gießen, den 20. Juni 1893 in nur besten Qualitäten bei billigsten Preisen. (35ie Senßfelder. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und mit dem Bemerken festgesetzt, daß bei dieser Wahl alle auf andere Can-die Wahlvorsteher unverändert. Wir verweisen hierbei auf unsere Gießen, den 20. Juni 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 3) „ Carl Orbig, Stadtverordneter in Gießen . . 4) „ Landrichter Dove in Frankfurt am Main . . 5) auf andere Personen...... . . . . Äidaten fallenden Stimmen ungültig sind. Gießen, den 20. Juni 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Arbeitsversteigemng. Mittwoch den 28. l. Mts., Nachmittags 5% Uhr sollen in der Gemeinde Mainzlar nachstehende Arbeiten öffentlich in den Accord gegeben werden: veranschlagt zu Mk. in jeder gewünschten Nuance, schnell und hart trocknend, Maurerarbeiten Schlofferarbeiteu , Chaussirarbeiten Steinlieferung 324.— 35.— 210.— 563.50 21.— lmnmm.cn PH.Köhlcr-Bctteuh°u!en und K. M-i«-rt-A°nr,dsd°ri «.(■ _ bic erfte. Samstag den 24. Jun» d. I. ---- Bekanntmachung, betreffend die Reichstagswahlen. Unter Bezugnahme auf die nebenstehende Bekanntmachung, wonach eine engere Wahl für den Reichstag auf Samstag den 24. Juni d. I. festgesetzt ist, wird bezüglich des Wahlgeschäftes das Folgende zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Die Abstimmung wird um 10 Uhr Morgens beginnen und um 6 Uhr Abends geschloffen werden. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß bei der am 15. d. M. vorgenommenen Wahl in dem ersten Wahlkreise des Groß- herzogthums von 14 683 gültig abgegebenen Stimmen gefallen sind au£ 1) Herrn Philipp Köhler, Landwirth in Bettenhausen . . 2) „ Konrad Meinert, Domänenpächter in Konradsdorf Bekanntmachung, betreffend die Reichstagswahlen. - Das Heugras ! von den cameralfiscalischen Sorau- 1 wiesen bei Daubringen wird Donnerstag den 22. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr : in 20 Loosen ä P/4 Morgen bei Wirth Schäfer zu Daubringen versteigert und kommen hiernach 17 «Stück Düngersäcke in 4 Loosen zum Ausgebot. [5473 1 Treis a. d. Lda., 18. Juni 1893. j Großh. Oberförstern Treis a. d. Lda. A m e n d t. Bekanntmachung vom 29. Mai d. I. (Anzeiger Nr. 125). Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angeweudet, wie bei der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben stndet nicht statt. Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Candidaten $u ßonyabäborf. Alle auf andere Caudidaten fallenden Stim' aesallen ist, wird die Vornahme einer engeren Wahl zwischen den Höchst- mcn 11?* c c r,, ., . , . r,, m 9 - - ''— - - - r. 2 c Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vov 4300 2852 , - . . .. 1883 Auf die engere Wahl kommen nur die Herren Philipp Köhler, 42 Landwirth zu Bettenhausen, und Konrad Meinert, Domänenpächter Mälisdurg 13. Gustav Walter, Misburg 13. 5488s" B-r-rks-B-m-msseh-r. AeUgeöotenes. । Bekanntmachung. Weinfässer. Ziead ® Arisch entleerte Weinfässer (wein- MM grün) in allen Größen, empfiehft 1OOO Stück XU 16 Mk. Wilh. Kohlermann, Äuferet,; 7. ” 7? ,7V 5476] Neustadt 15. Fürstliche Ziegelei Lieh. schuizmari U MU. ME v flGfi-. ifew die Einbev strt'rvm btt %V und dameialbe an die Großherzr folgende» AuSsch\ MN handene Fult erheblich gesi Lberförstereie DieheS in d manialwaldun stehenden Ge ktattev. Hiervon jtnigtn Domal Berechtigungen fü9ung über d Bezüglich "n Troßh. $ M hier in gi ö0"; Trust fiub' Hessen und bei Rk Nachdem Wi> trotm Witterung schafr und der L d.'k Bcrathung un ehunlichjktn Milder und rarer zu b« Stände aus Diensi zu einer außerorden Wir solches hierdurc treuen Zlände, das Unserer Haupt- und ihrer nersassungsmäs entgegennehmen, wel zu lassen. Urkundlich Unse 5'irüjttn Groberze Kranichstein, de (LS.) Ilontagv. oü Sießa>" - .«Ille-»"" - ban «"Z"! ,,,.5 »rti® FiissMeHnstriclie Conditorei Hettler. Ausverkauf I ...» ää»;.. U?U ggÄÄ In Giessen sind einige Hundert Gas-Kochapparate in Gebrauch. stets vorräthig. veranschlagt zu 32.50 vtl Preis dieses Gaskochers Mk. 4.70. H* E» Werver. 2 Dermietyungen. Gebrannter Jntjoffen^ 7* |. 4126J Ein geräumiges Mansardenlogts y in nprmtptfi.n r._______ W M Noll, Edorstr. feinschmeekende und sehr beliebte MineralwafferHm V --- «trchenplatz 21, I. Barbarossa-Brunnen äÄ; in Hannover wird bei Abnahme von W. Kerber, Buchhändler. Heuchelheim: Ph. Neidei 11. Wermischte Anzeigeir. Zeitung für Mode und Handarbeiten. 2702 [2314 **•**»: 9L 66tibr 1) Pflasterarbeiten 2) Pflastersteinliefern (drrnlel) “/i oder «/, Flaschen. Pilsener J c'Y ?ut gezogenen Jungen wird Lehrstelle bei einem tücht. Schreiner« meister gesucht. Näh, i. d. Exped. d Bl. ^V*r empfehlen bestens: Gas-Koch- und Heizapparate verschiedener Ausführungen und in allen gangbaren Grüssen. Messing Eisen Nickel Porzellan Blech Zinn Bierdeckel Messer Küchenherde Badewannen Ladentische Montag den 26. Jnni, Bormittags PräeiS « ut)t, lfc”Jüüi2BieJ/, Pfg„ bei Benutzung einer von dei* Leuchtgasleitung abgezweigten Heizgasleitung mit besonderem Gasmesser (Gaspreis 16 Pfg. für 1 cbm) 0,48 — nicht ganz V« Pfg. 521 Die Apparate können in unseren Ausstellungsräumen in Rofrlph gezeigt werden. Städtisches Gas- und Wasserwerk Giessen. Lich, am 17. Juni 1893. Fürstlich Solmsische Rentei. «rettiag. 5439 Heugras Bersteigerungen der Fürstlich Solmsischrn Nenkei Ljch. Das Heugras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: J?dbere3to ’b« 9r„TrfabOnnemlnVCr9«benft cin unb bem«fe, daß all» iulrf^nn" anRQ“' m° “f "''M- -u-g-»^chn-n-°ff-° Hegt, l. ihr. Kubsamen Wwe. Iür je 3 Mark liefern wir frei inS.]Ha«S r Wiener Export N/i oder «/, Flaschen. Böhmisch Export "/ikoder «/, Flaschen. Franziskaner trod Jnt *n,6e er6t,'f»® *■*«* Ä7 rd-.U.,i<> a„6tr. Gartenbücher in reicher Auswahl bei [1788 E. Trenlkmann Gießen Sonnenstraße 5 am Kanzletberg. 1 Kaffee-Essenz in Dosen. 5473 Anerkannt bester und ausgiebigster Kaffeezusatz. Ueberall vorräthf# Vor Nachahmungen wird gewarnt 3466] Der neu hergerichtete mittlere Stock meines Hauses ist zu vermtethen Ang. Wallenfels Wwe., Ktrchenplatz 21, I. 5291J Ein freund!. möblir'tes Zimmer per sofort zu v.rmiethen Neuenweg 17, m zu oer- m:Liter-Flaschen. Gebr. Röhrle, «ießen. achtfach preisgekrönt! Anerkannt wohlschmeckender und im Gebrauch billigster Kaffee. [U94 „ _4 , P« H. Inhoffen, Bonn. Hoflieferant Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Friedrich. Erste und grösste Dampf-Kaffeebrennerel In Bonn. Preise: 85, 90, 95 und 100 Pfg. pro 1 Pfund-Pakot. Niederlagen in Giessen: Hob. Arnold II., Marktstr. •Vilh. Haas, Bleichstr. JaO- Häuser, Ludwigstr. Joh.HalnbachWtw., Marburgerstr. 29 L. Kalkhof, Westanlage. Albert Köchlln, Gartenstr. 38. Fr. Kühnhold. Ludwigstr. loh. Wilh. Kurz, Neustadt 28. Fritz Lony Nacht, Dammstr. Ludwig Loth, Wallthorstr. _______ Ehr. Spies, Neuenweg 29. 5415] in Logis zu vermtethen. «chreinermeister Hetz, ^aplansanssc 25. schönes Mansardenlogis zu vermiethen. Seltersweg 65, pari. ^56] Ein kleines Familtenlogts zu vermiethen.__Neustadt 22. 3858J Mansardenlogts zu vermtethen. Nonstadt, Germania, i 2Stuben nebst Zubehör, _____Wetzstetngaffe 10. 5429] In meinem Neubau in der Dietz'- straße sind mehrere Logis, je 5 bis 6 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, 1U Pudding:*, Sandtorten, h Verdickung von Sappen, Saucen, Cacao vortrefflich. i„ Coionial- __UD(* Drog.-Hdlg. */< u, i/8 Pfd. eng| z fip nnj 3q pf>f___________ 5332] Ein Mädchen, welches selbstständig kocht und alle Hausarbeit gründlich ver- steht, wird gepen hohen Lohn auf Juli 0^er*^U8U^ tn c,nen kleinen Haushalt 8*________Marktstratze 17 o 1 5282j Wegzugsbalber schöne Woh« 5 (erfter Stock) 4 Zimmer nebst Zu- to i ÄVet 1- August, sowie ein kleines " per^September m vermiethen. * Lepper, Schiffenbergerweg 43. = L ^ö] Im Löwenftetn'schen Hinter-1 I 6au& Schloßgasse Nr. 9, eine neu her-' « 15SStetre Wohnung zwei Zimmer und =: obcr später zu vermiethen □ tbe” Concursverwalter I Boe», cv I Wallihorstraße 18. y“*fe Gg. Unverzagt, Kaplansgaffe. $«r Brunnen ist in Lüttich und Bremen als der einzige unter sechs coneurriren^en Quellen mit der i goldenen Medaille prämiirt. 5372] In dem Neubau Goethestr. neben K?Ulamfc BeL-Etage, 5 Z mit all. Zubehör lGartenantheil) auf 1. October an e. ruhige Familie zu vermiethen. Näh. bei^Herrn Buchbinder Häuser, Ludwtastr 8 5286] Möblirtes Zimmer zu vermtethen ________________Blockstraße 2, 111. Stock. Rübsamen'sche Bade- n. Schwimm-Anstalt. Uhr. In diesen Stunden wird gnVe iL Mufflet flcriibrf, so da ft die verehrlichen Eltern " lrder Beziehung beruhigt sein können. Whruhd b,£ Anstalt von Morgens 6 Uhr bis °n Sonntagen nur Bormittags von 6 bis i £390} Eine anständige Frau sucht eine Monats, oder Ausbülfstelle ; Näheres tn der Exped, d. Bl. Tüchtige Kautabakspinner JnlKn bamnxte Stellung bei [5457 G-S^Heinr^Schirmer. tällT^chtübilngrn u)irb -^-n ^^^/offener Raum gesucht. ^ Off. unt. K. 111 an die Exped. d. Bl zu Muschenheim nachstehende Ar- *'**, ,*''•’ ,ww‘t in betten in Accord gegeben werden: verschiedenen Sorten bekannter Güte- zu vermiethen.___________Kreuzplatz 10? , _ 5294] In meinem Hause Marktplatz 6 d-r zweite Stock nebst allem Zubehör an ruhige Leute zu vermiethen. J. Pfeffer. 5381] Kleine Wohnung zu vermtethen. ___Schiffenbergerweg 56. 5421] Frdl. Logis, “ '----------- zu vermiethen. Treppen Marmorplatten Oelanstrich Fahrräder Spiegel und hundert andere Sachen. »>ne ist e§ weiter kein Kunststück, dieselbe übertrifft an Haltbarkeit, i schnellem Trocknen und elega ntem I Aussehen alle anderen Fußbodenlacke. [ Niederlage bei: 3699 ; August Noll II., Bahnhofstrabe Nr. 5h Jeilgeöotenes. Boehms „SAPONIA“ •*** U"b p-tt't srünblich unb rasch alle Gegenstände au8: Kupfer Holz «n $aa«, Nachmittags AirMklIÜ0rstr MttlMtt c ar,?'™* 1 Uhr, I das beste. Es hat bei gleicher medicinischer 2B r^sen und conservirt sich lange, ohne fm Schloßgarten an der! welchen Verlust an seiner Heilkraft. Etsenbahnbrücke. An Flaschen a 70 nur im Alleinverkauf Dienstag, den 27. Anni, I derAdler-DrogerievonOttoSchaal. Vormittags PräeiS 8 Uhr, oon den Fürstlichen Wiesen in den Ge- .Cbm und s..k^'E"lst«gen, ^Ganzen 130Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. 8 Donnerstag den 29. J«ni, Vormittags PräeiS 9 Uhr, lü'btt-M-uchwU.^" Zusammeukunft