M 195 Zweites Blatt. steih । Ohr: Sonntag den 20. August 1893 Amts- und Anzeigeblatt für den «reis Gietzen Zum Kampfe wider das Capital. , denn sie könnte wirthschaftlich nur ssow füll I0VM die «Ct Annoncen-Bureaux btl In- und ÄultanM nt^m« «njeigen für den „Gießenrr Anze,grr- entgrge». 93.8 85.1' 21/ «■ aft. r* i,, 'Mmii 893. Der KU-e»er Auzet-er «rfcheint täglich. eil Lulnahmr bei Montags. Die »ießrner •erben bem Lnzeiger »tzchevtlich dreimal Weit Ein altes Sprichwort sagt: Wenn es raucht, da muß eS auch irgendwo brennen. Das kann nur bedeuten, daß, wenn in irgend einer Sache ein großes Geschrei und Lärm entsteht, so muß auch ein gewisser Grund dazu vorhanden sein, und wenn in der gegenwärtigen Zeit sich nun in vielen Bolkskreisen und zwar nicht nur in den unteren, sondern auch in den mittleren und höheren ein großer Unwille, gegen das Capital und seinen Einfluß im wirthschaftlichen und socialen ast; 1)5? 146 t 1Ü3-I-’ 0 611 Localer rrnd Provinzieller. Gießen, 19. August 1893. ♦* Im Augenblick, wo die Wespen so viel Schaden anrichten, wird es manchem Ob st freunde angenehm sein, zu erfahren, wie man auf einfache Weise den Schädlingen Einhalt thun kann. Man bereitet aus Wasser, Essig und etwas Fruchtsafl eine duftende Flüssigkeit, fülle solche in Fläschchen, die einen etwas weiten Hals haben,'-und hänge dieselben an die Obstbäume oder in die Nähe derselben, wenn möglich, in schiefer Richtung auf. Man wird dann die Freude haben, nach kurzer Zeit schon zu sehen, wie viele der Näscher m der Falle den Tod gesunden haben- in Gesellschaft der Wespen finden sich oft Hornisten und Fliegen aller Art, niemals aber Bienen. Denn die Biene lockt nur der Duft der Blüthen, nicht der der Frucht. ** Bisweilen werden zum Militärdienst Ausgehobene in Folge ihrer Einberufung brodlos, da ihre Arbeitgeber sofort nach erfolgter Kenntnißnahme von dieser Einberufung es vorziehen, sich schleunigst nach neuem Personal umzusehen, um später deßwegen nicht in Verlegenheit zu gerathen. Es fällt den demnächstigen Rekruten unter der ,fo gegen ihren Willen gezeitigten Ruhepause oft genug schwer, bis zu ihrer Einstellung beim Truppentheil inzwischen Verdienst oder Beschäftigung zu erhalten. Für diese gibt es in diesem Falle einen immerhin rettenden, meist nicht gekannten Ausweg, Viertetjährigke 2 Mark 20 M. m» vringerlohn. Durch bie Post btpgw 2 Mark 50 Reboction, QEypebiKee unb Druckerei: ,4»rßr«te M« * Fernsprecher &L Verinischter. * Geisenheim, 16. August. An der Lehranstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau dahier wird soeben ein stark besuchter ObstverwerthungScursus sür Damen abgehalten. Der theoretische Unterricht und die praktischen Unterweisungen umfassen die Obstweinbereitung und dessen Behandlung tm Keller, Bereitung von Essig, Branntwein (Liqueur), Beerenwein, Pasten, Gelee und Marmelade und Herstellung von Conserven, das Dörren von Obst und Gemüse und Ernte, Aufbewahrung und Versandt deS frisches Obstes. Der Obst- verwerthungscursus für Herren beginnt Ende dieses MonatS, der Nachcursus für Obst- und Gartenbau nimmt nächste Woche seinen Anfang. I.-Rct K.Scl. „Verliebt?" „Bis über beide Ohren!" „Du erschreckst mich. In wen denn?" „Ja, wenn ich das wüßte: allem Anscheine nach wohnt Dame in Baden, in Rastatt." Preisschleudereien getrieben, ferner durch Verlockung des kleineren Capitalisten zur unsoliden Anlage seines Capitales in bedenklichen ausländischen Papieren und faulen Gründungen. Ein weiterer Mißbrauch mit dem Capital wird durch gewinnsüchtiges Creditgeben, versteckten Wucher, Güterschlächtereien und ähnliche rasfinirte Manipulationen getrieben. Auch ist das Capital oft der Gegenstand des Mißbrauches in industriellen Großbetrieben, wo Hungerlöhne an die Arbeiter bezahlt werden, um eine große Dividende für die Actionäre herauszuschinden. Gegen die geschilderten wie ähnlichen Miß- bräuche des Capitols muß mit allen Mitteln der Moral, denn die Militär-Ersatz-Jnstruction bestimmt, daß derjenige, welcher ohne sein Verschulden wegen seiner Aushebung zum Militärdienst brodlos wird, seine sofortige Einstellung zum Militärdienst beantragen kann. △ Wormser Lutherfestspiel. Zehn Jahre sind verflossen, seit auf Anregung eines Wormser Bürgers daS Lutherfestspiel von H. Herrig gedichtet worden ist. Bei der Feier des 400jährigen Geburtstags Luthers diente es dazu, den Bürgern der alten Lutherstadt den Gegenstand deS Festes nahe zu bringen und in ihnen die rechten Gedanken und Empfindungen lebendig werden zu lasten. Seitdem ist daS Stück in sehr vielen Städten Deutschlands wiederholt zur Darstellung gebracht worden und der ihm innewohnende religiös-nationale Geist hat so Gelegenheit erhalten, aus immer weitere Kreise zu wirken. — Jetzt planen auch die Bürger der Stadt Worms, die mehr wie alle anderen Städte Eigenthumsrecht auf dieses Stück hat, neue Aufführungen des Lutherfestspiels. Dieselben sollen diesmal in dem städtischen Spiel- und Festhause ftattfinden, besten Bau seiner Zeit durch das Lutherfestspiel angeregt worden ist und das deshalb für solche Darstellungen mit besonderen Einrichtungen versehen ist. Unter der bewährten Leitung des Herrn Hofschauspielers Werner von Darmstadt, der auch die Titelrolle übernehmen wird, wird es wohl den Bürgern von Worms gelingen, abermals etwas zustande zu bringen, das geeignet ist, wie damals Vielen weihevolle Stunden zu bereiten. Die ersten Aufführungen sollen am 26. und 27. August und am 10. September stattfinden. „In Ostpreußen hast Du solch wunderbare Erfahrungen gesammelt?" „Ja, das heißt — ich traf einen Herrn in Berlin, mit dem ich mich unterhielt." „Muß eine ungeheure UeberredungSgabe besessen haben, dieser Herr," sagte der Alte sarkastisch, „jedoch dem möge sein, wie ihm wolle, ich freue mich über die Aenderung Deiner Ansichten, und bedauere nur, daß ich augenblicklich Niemand habe, den ich mit dieser schwierigen Mission betrauen dürfte." „Ich selbst, Vater —" „So, also Du selbst? Pun, noch besser, wenn einer Non uns selbst das erste Mal nach dort geht, es ist sicherer, — am Ende auch zweckentsprechender, wenn Du hingehst," unterbrach ihn der Alte, „ja, ja, ich bin vollständig überzeugt." Während nun Knauth junior sich wieder der Landkarte zuwandte, stieg der Alte langsam die Treppe hinauf, um sich in das Zimmer seiner Frau zu begeben. „Weißt Du, Charlottchen," redete er sie an, „mit unserem Jungen ist es nicht richtig!" „Aber Mann!" „Ja, ja, ich habe so meine Gedanken. Der Bengel ist verliebt!" er N«|t > 712! deutlich angesehen. „Du bist seit einiger Zeit nicht mehr der alte, was ist Dir? — Sonst war ich gewohnt, daß mein Sohn am Herzen seiner Mutter das Vertrauen suchte, das er noch immer gefunden hat. Habe ich Dein Vertrauen nicht mehr?" Er sah bittend zu ihr auf. „Sprich!" fuhr sie fort, indem sie ihm forschend in die Augen sah. Er suchte nach einem Ausweg und als er immer wieder ihrem fragenden Blicke begegnete, kniete er vor ihr und legte sein Haupt in ihren Schooß, und dann kam es stoßweise von seinen Lippen und er beichtete und erzählte, und je mehr er sprach, desto leuchtender wurden seine Augen, zumal er die Wahrnehmung zu machen glaubte, daß seine Mutter mit ihm fühlte und seine glühende Begeisterung mit ihm theilte. Als er geendet, fühlte er den warmen Händedruck der Mutter. „Ob sie Dich lieben wird, Otto?" „Ich glaube und hoffe es, Mutter!" „Nun, dann geh mit Gott, mein Sohn, möge es der Weg zu Deinem Glücke sein!" Schon Tags darauf führte ihn das schnaubende Dampfroß nach dem Süden und etwa eine Woche später ward den Einwohnern von N. das unerwartete Ereigniß kund, daß sich der einzige Sohn des reichen Knauth mit der Tochter eines Majors verlobt habe- wie das zugegangen, wußte man sich vorerst nicht zu erklären. Jahre sind nunmehr darüber hingegangen. Das junge Ehepaar lebt glücklich und zufrieden und Frau Elise Knauth hat längst ihren Abscheu gegen den Genuß des Tabaks wenigstens insoweit überwunden, oaß sie ihren Mann deS öfteren bittet, seine Cigarre, die ihm zum Lebensbedürfnis geworden ist, in ihrer Gegenwart zu rauchen. Du aber, lieber Leser, der Du vielleicht nach einer Lebensgefährtin suchst, laß Dir den Rath ertheilen, datz daS Glück auf allen Wegen lauert, und wenn Du eine weite Reise zu unternehmen hast, so bedenke, daß Dir dieses G ebenfalls lächeln kann „im Coupe für Nichtraucher . Feuilletön. Im Coup« für Nichtraucher. Novelle von Erich Doges. (Schluß.) Da war er nun wieder zu Hause, nach einer zweimonatlichen Abwesenheit, aber seltsamer Weise empfand er heute gar nicht das Glücksgefühl, welches ihn sonst beseelte, wenn er nach längerer Reise nach Hause zurückkehrte. Er fühlte zum ersten Male etwas Unvollständiges- er merkte, daß ihm etwas fehle, ohne sich doch Rechenschaft geben zu können, was eS sei. Dem besorgten Vater, der ihn am Eingänge des Hau,es empfing, entging die Stimmung nicht, in welcher sich fein Sohn befand - er erkundigte sich teilnahmsvoll nach der Ursache, ohne indessen eine befriedigende Antwort zu erhalten, bis er ihn denn schließlich — es waren inzwischen einige Tage vergangen — überraschte, wie er vor der Landkarte stand und mit dem Finger die dicke Eisenbahnlinie verfolgte, die sich bis nach Frankfurt zog, um von dort in etwas schwächerer Gestalt südwestlich zu führen. Der alte Herr blieb hinter ihm stehen, bis der Finger des Suchenden schließlich nach manchem Zickzackzuge auf „Rastatt" haften blieb. „Eine gute Gegend das," meinte der Alte, und wahrend Knauth junior sich erschreckt herumdrehte, fuhr er fort: „Schade, daß wir dort keine Geschäftsverbindung haben." „O," erwiderte der andere zerstreut, „die dürste sich dach ohne große Mühe anknüpfen lassen." „So?" sagte der Alte gedehnt, indem er seinen Sohn sinnend ansah, ^früher warst Du dach anderer Meinung. Baden, überhaupt Süddeutschland, war früher für Dich eine terra abstracta, van welcher man nicht sprechen durfte." „Je nun, Du wirft zugestehen, Vater, daß man sich auch irren kann." „Webhalb sollte ich das nicht? Aber so plötzlich? — „Ich habe auf meiner letzten Reiie Gelegenheit gehabt, meinen Jrrthum einzusehen und die Erfahrung zu machen, daß Baden ein ganz gesegnetes Land ist." Gießener Anzeiger General-Anzeiger. iunt IWontat 5, mit welche« st, - ßiniff theilnchnm im Lchulloca 11fr und Obst- gerven and allen PreW ibriken empfiehlt jU Fischbach- A,»ahmr von Inj -e,.n »uw- .“r Gratisbeilage: Gießener Iamilienbkätter. filtzenlrn lag erscheinenden Nummer biß Borm. 10 Uhr. j „Woher weißt Du das?" , „Ich traf ihn vorhin, wie er auf der Landkarte btejen Ort suchte. Im Uebrigen magst Du ihm mal auf den Zahn fühlen, er wird Dir gewiß Rede stehen- ich gehe in meinen Club, wenn ich zurückkehre, hoffe ich Aufklärung zu erhalten. „Ich lasse meinen Sohn bitten!" beorderte Frau Charlotte das Mädchen, nachdem ihr Mann gegangen war, und gleich darauf trat der Gerufene ins Zimmer. „Was wünschest Du, Mütterchen?" frug er, indem er sich ihr gegenübersetzte, um ihre weiche Hand in die seine zu I „Otto," begann sie, nachdem sie ihn eine Weile nach- Z GEWERBEN Ausstellung [ LEIPZIG V imVI । Leipzig 1814. Äfe gettenb mach,, können di- brtr.ff.nbni brauch, es C°P,°s (dmebenen Sünden und Vorwürfe übertrieben und ungerecht Nicht gebilligt werden, werden. Wir wollen deshalb versuchen, eine Scheidelinie . lahmend wirken.__________ in dem Kampse gegen das Capital zu ziehen und zu ! zeigen, wo die Gegnerschaft berechtigt und wo sie unberech- । tigt ist. . c I Zunächst sei hervorgehoben, daß eine Feindschaft gegen daS Capital als solches weder vernünftig, noch wirthschaftlich klug ist, denn das Capital an sich ist nicht des Menschen Feind, sondern des Menschen Freund. Es ist das Product einer höheren Cultur und bedeutet aufgespeicherte Arbeit, aufgespartes Gut zum Zwecke zu steigernder Production und . zur Bekämpsung wirthschaftlicher Nothstände. Also ist bei Lichte betrachtet, das Capital das Universalproductionsmittel innerhalb der menschlichen Cultur, denn nicht nur das Geld ist in gehöriger Menge ein Capital, sondern auch alle Güter, die mit demselben erworben werden können, wie Grund und Boden, Häuser, Fabriken, Maschinen, Werkzeuge, dann vor i allen Dingen auch die immensen Mittel des Verkehrs, wie Schiffe, Eisenbahnen und Telegraphen. Kein Culturmensch kann also die Vortheile und Segnungen des Capitals entbehren, denn es brachte und bringt noch täglich Jedem Nutzen. Wie nun aber Alles in der Welt, selbst auch das Gute und Veste, mißbraucht werden kann, so ist es leider auch mit den Capitalmächten der Fall und gegen die mißbräuchliche Anwendung des CapitalS von Seiten gewinnsüchtiger und beutegieriger Unternehmer und Speculanten kann und muß mit voller Berechtigung angekämpft werden. Die größten Mißbräuche mit dem Capital werden vor allen Dingen an der Börse durch oft ganz unerhörte Preistreibereien oder auch ihr ‘ ".........r n-Bersichenniz chnden t in M, M. Ionen Marl die AM eil Lebensjahre - jährlich, steigende kultigen ab. den Verirelti M/tanlage ü 56|>t a“8 Cassel I dem Uw,» “ ias C0ncer ■-- 7Ur ♦ Hersfeld, 11. August. Die diesjährigen abnormen Verhältnisse in Bezug auf Die hpreise werden recht treffend illustrirt durch einen Vorfall, der sich auf dem hiesigen Vieh- markte abgespielt hat. Einem Bauern wurde aus dem vor einigen Wochen hier abgehaltenen Viehmarkc für eine junge Kuh 50 Mark geboten. Da ein höheres Gebot nicht erzielt wurde, so wollte eS der Bauersmann doch lieber auf da« Aeußerste ankommen lassen. Er nahm seine Kuh wieder ruhig mit nach Hause und hat dieselbe auf dem am ver- wichenen Mittwoch hier abgehaltenen Diehmarkt nunmehr für 150 Mark verkauft. ♦ Neisse, 15. August. Ferida, die neunjährige Tochter Emin Paschas, welche seit einigen Tagen hier in der Obhut ihrer Tante, deS Frl. Melanie Schnitzer, weilt, bildet den Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit. DaS sehr schwächliche Mädchen weist eine unverkennbare Aehnlichkeit mit dem Vater auf, von dem sie den regen Geist und großes Sprachtalent geerbt hat. Die kleine Ferida spricht arabisch, englisch, französisch, italienisch und deutsch, letzteres nicht so gut wie arabisch, aber besser wie die übrigen europäischen Sprachen, wie auch die Tochter Emins mit Stolz betont, sie sei eine Deutsche. Als solche wird sie, sobald sie sich von der Reise erholt und Klima und Verhältnisse einigermaßen angewöhnt hat, auch erzogen werden. Für die Zukunft seines einzigen Kindes hat Emin Pascha vor seinem letzten, anscheinend verhängnißvollen Zug durch Niederlegung einer bedeutenden Geldsumme in Bagamoyo Sorge getragen. * Zermatt, 17. August. Ein englischer Student, 22 Jahre alt, der mit einem Eollegen und zwei Führern von Saas gekommen war, um sich über baß Täschhorn nach Zermatt zu begeben, stürzte diese Nacht um 2 Uhr von einem Felsen, auf welchem die Gesellschaft Halt gemacht hatte, um den Tag zu erwarten. Die schrecklich verstümmelte Leiche wurde iy2 Stunden oberhalb Randa gefunden. * Wörtlich befolgt. Aus Oppeln wird berichtet' Ein geistlicher Herr auS einem benachbarten Dorfe schenkte einer armen, alten Frau seiner Gemeinde ein Stückchen Land, damit sie sich etwas anbauen könne. Die Alte pflanzte sich Kohl, der auch prächtig gedieh. Eines Morgens aber, als sie auf das Feld kam, sah sie zu ihrem Schrecken, daß ihr in der Nacht all der schöne Kohl gestohlen worden war. Ihr erster Gang war zum Herrn Pfarrer, dem sie ihr Leid klagte. Der geistliche Herr war entrüstet, daß man der armen Frau das Letzte genommen hatte und wies in seiner Predigt am nächsten Sonntag darauf hin, welch große Sünde es doch sei, die alte Frau zu bestehlen. „Wenn man mir," so fuhr der Pfarrer dann fort, „das gethan hätte, so wäre das noch nicht so schlimm gewesen, denn ich hätte den Verlust eher verschmerzen können." Die Gemeinde lauschte diesen Worten ihres geistlichen Oberhirten mit besonderer Aufmerksamkeit und als der Herr Pfarrer an einem der darauffolgenden Tage seinen Acker beschritt — sand er sein ganzes Kohlfeld abgeräumt. * Von der Wirkung des Infanterie-Gewehres Modell 88 rheilt die „Tägliche Rundschau" einen recht interessanten Fall mit. Die Besatzung von Hornkranz in Afrika wurde öfters beim Wasserholen von den Witboys von einer Anhöhe aus beschossen und es gelang, des zerklüfteten bergigen Geländes wegen, selten, einen der unruhigen Geister herunterzuschießen. In einer nach Hornkranz zu mit FelSsteinen verschlossenen Rinne, die nur mannSbreit ist, schlichen die KerlS sich vor und warteten auf die günstigste Zeit. Am 30. Mai, kurz nach Anbruch des Tages, ehe die Wasserholer hinausgingen, wurde jene Rinne genau beobachtet, und bald bemerkte man darin auch drei hintereinander stehende Hottentotten, die von Zeit zu Zeit wie auf Commando sich senkrecht ausstellten, um, nachdem jeder nach einer anderen Richtung hin recognoscirt hatte, schnell wieder hinter der Deckung zu verschwinden. Diesen Moment paßte nun aber einer von der Besatzung, ein ehemaliger Goslarer Jäger, ab. In der Secunde, wo die drei dunkeln Gestalten wieder erschienen, krachte sein Schuß und alle drei wankten in die Rinne zurück. Eine noch am selbigen Tag unter allen Vorsichtsmaßregeln dahin abgeschickte Patrouille fand darin drei Leichen vor. Alle drei waren von der Kugel in die obere Brust getroffen. Der erste in die Mitte, der zweite, der nach links auSgeschaut hatte, in die rechte Seite, und der letzte, der nach rechts gesehen hatte, oberhalb deS Herzens. * Allerlei Titel. Aus M a r i e n b a d erhält die „F. Z." folgende Zuschrift: Ich gestatte mir, einige Titelmonstrositäten auS der Marienbader Kurzeitung auSzugraben. Möchten Sie ihnen einen Ehrenplatz in den unergründlichen Tiefen Ihres „RedactionSmakulaturaufbewahrungSkorbeS" anweisen, oder auch Ihren geehrten Leserinnen und Lesern als abschreckende Beispiele vorführen- einige dürften auch als Sprechübungen für stotternde Menschenkinder von nicht zu unterschätzender „zungenequiltbristischer" Wirkung sein. Die schon oft citirte „pens. OssizierS'" oder „Eapitänsgemahlin", eine „ExpeditionS- Diätarin a. D." mögen noch hingehen, obwohl auf den ersten Blick die Pensionsverhältnisse der Damen doch etwas verwirrt und eigenthümlich erscheinen. Mit einer „Arztensgemahlin", und sei cS selbst einer „k. k. RegimentSarztenögemahlin^', oder ein „OberstenS-Gattin" müssen wir schon etwas strenger verfahren- das sind Mißbildungen, pardon Wortmißbildungen, geßcn welche der „Deutsche Sprachverein" energisch zu Felde ziehen sollte. Wie denken Sie aber über eine „AdvocaturS- ConzipicntenSgattin", eine „k. k. Bezirksgericht« - Adjunkten«- gemahlm", eine „ComitatS-Ober-PhysikuStochter", eine „Feld- marschall-LientenantSgemahlin", eine „Rauchwaaren-Commif- sionärSgaltin", eine „Weißwaaren-GeschäftS-JnhaberS-Gattin", eine „med. DoctorS- und Universität-Professorentochter?" Oder fürchten Sie nicht, sich einen ganz complizirten Zungen- datterich zu holen, wenn Sie mir nachsprechen sollten, daß die „BuchhaltungS-DiSponenten-gattin" X. die „k. k. WaldschätzungS- ReferentenSgemahlin" Z. und die „Eommerz- und Admiralität«' rathSgemahlin" B. einladen läßt, mit ihr und der „Advokaten«, und Kammer-DeputirlenSgattin" A. nach Tisch auf dem „Eger- länder" bei einem „Verkehrten" einen kräftigen Vierdamenscat zu dreschen und Mohnkipfel? Ich weiß nicht, wenn ich so etwas höre, dann habe ich in den Fingern das Gefühl, als ob ich beim Blumensuchen mit der Hand unversehens in die Brennnesseln oder in Disteln gerathen wäre. Und wie an- muthig und bescheiden schimmert dann zwischen diesen Sprachdisteln ein niedliches „Glaswaarenerzeugungstöchterlein" hindurch? Allerliebst, nicht wahr? Doch genug deS Schrecklichen, höre ich Sie rufen, und auch ich will schließen, denn meine Feder macht schon ganz bedenkliche Beinverrei.koersuche und bevor sie zu einem Generalstreik anhebt, muß sie nochmals alle Kraft zusammennehmen, um Ihnen zu versichern, daß ich mit aller Hochachtung bin Ihr ergebenster Kur- und Badegäste- titelmonstrositatennachspürungscommissionSoberreferent. ♦ Die Knute. Einiges aus einem neuen, noch unveröffentlichten Werke des Grafen Tolstoi, „Gott und Menschen" betitelt, ist von einem Correspondenten deS „Daily Chronicle" im Manuskript gelesen worden. Er ist der Meinung, daß daS Buch in Rußland verboten wird. Im 12. und letzten Capitel des Buches erzählt Tolstoi, daß er am 29. September v. I., in einem der Districte reifte, in denen die Hungers- noth herrschte. Er bemerkte die Ankunft eines Schnellzuges, welcher einen General und eine kleine Abtheilung Soldaten enthielt. Sie waren auf ihrem Wege nach Tula begriffen, um einige Bauern zu bestrafen, die es yroagt hatten, sich der Schmälerung ihrer Rechte seitens eineß jungen, aber einflußreichen Grundbesitzers zu widersetzen. Gras Tolstoi giebt die folgende realistische Beschreibung der Art und Weise, wie bei dieser Gelegenheit die Gerechtigkeit gehandhabt wurde — nicht, wie er sagt, als ein außerordentliches Beispiel, sondern weil er das einzige ist, mit dem er gesetzlich bekannt geworden. „Als Alles vorbereitet war, befahl der Generalgouverneur, daß der erste der zwölf Bauern, welche der Grundbesitzer als die Rädelsführer der Revolte bezeichnet hatte, vorgeführt werde. Dieses Opfer war ein Familienvater, ungefähr 40 Jahre alt, dessen Rechtschaffenheit sprichwörtlich war und der sich der Achtung seiner Mitbürger im höchsten Grade erfreute. Es wurde ihm befohlen, sich außzu- kleiden und seinen Platz auf der Bank einzunehmen. Der Bauer bat nicht um Gnade- er wußte, daß dies unnütz sein würde. Er bekreuzte sich schweigend und legte sich hin. Zwei Polizisten eilten vorwärts, um ihn auf seinem Platze zu halten. Ein gelehrter MedikuS stand nahe bei, um im Falle der Noth Hilfe zu leisten. Die beiden Verbrecher, die mit der Ausführung der Strafe beauftragt waren, spukten sich zuerst in die Hände, knallten dann mit ihren Peitschen und begannen ihr Werk. ES begab sich, daß die Bank zu klein war und eS war schwer, den gequälten, sich windenden Menschen ruhig zu halten. Der Generalgouverneur befahl, daß eine andere Bank gebracht werde. Unterdessen stand das arme gemißhandelte Geschöpf mit finsteren Blicken, zuckender Unterlippe und mit zitternden, nackten Beinen da. Als die zweite Bank gebracht wurde, band man den Armen noch einmal darauf und die Henker nahmen ihr Werk wieder auf. Mit jedem Augenblicke wurden die Wunden schrecklicher, dem Rücken, den Seiten und Beinen des gefolterten Wesens entströmte Blut und nach einem jeden Schlag stieß der Gequälte einen Seufzer auS, den er vergebens zu ersticken versuchte. Und aus der Menge, welche umherstand, erscholl das Geschluchze der Frauen, Mütter, Kinder und Verwandten des Gemarterten und das Gewinsel Derjenigen, deren [eine gleiche Strafe wartete. — Der Generalgouverneur zählte an seinen Fingern die Zahl der Schläge und rauchte kaltblütig seine Cigarette. Nachdem mehr als fünfzig Schläge ertheilt worden, hörte der Bauer auf zu seufzen oder sich zu bewegen und der gelehrte Herr Doetor, welcher seine Dienste und seine Weisheit dem Distriet- Hospital zur Verfügung gestellt, kam herbei, fühlte den Puls des Gefolterten, bückte sich, zu lauschen, ob das Herz noch schlüge- er benachrichtigte den Repräsentanten der Kaiserlichen Autorität, daß das Opfer bewußtlos und daß eine fernere Bestrafung seinem Leben gefährlich sein würde. — Aber der Generalgouverneur, trunkener denn je durch die ihm verliehene Machtvollkommenheit geworden, wurde beim Anblicke von Blut wild: er befahl mit der Strafe fortzufahren. Der Folterproeeß nahm seinen Fortgang, bis der 70. Schlag gefallen war — 70 schien aus unbekannten Gründen die heilige Zahl zu sein, unter der es eine Beleidigung der Gerechtigkeit wäre, aufzuhören. Dann nahm er seine Cigarreite auS dem Munde und sagte ruhig und gelassen: „Genug! Führe den Nächsten her!" * Statistik der Analphabeten Europa«. Herr Janshut gibt in der „Nedelja" folgende Tabelle über die Volksbildung in den verschiedenen Ländern Europas: Des Lesens und Procent Schreibens Unkundige: 0,2 — Sachsen „ 0,3 — Norwegen „ 0,4 — Bayern und Schweden „ 0,6 — Preußen „ 1,9 — Finnland „ 9,0 — England „ 9,5 — Frankreich „ 23,6 — Oesterreich „ 42,0 — Italien „ 78,3 = Rußland „ 79,3 — Serbien , 82,0 — Rumänien „ 85,0 ---- Bulgarien „ ? --- Türkei Abgesehen von den Balkanstaaten, steht also Rußland in Europa auf der niedrigsten Bildungsstufe, während das kleine arme Finnland selbst so reiche Länder wie England und Frankreich übertrifft. • Nicht selten machen Lehrer die trübe Erfahrung, daß die der Schule entlassene Jugend sich in wenig ehrerbietiger Weise gegen ihre ehemaligen Lehrer betragt. Die jungen Burschen glauben, da der Lehrer keine Strafgewalt mehr über sie hat, sich alles gegen ihn erlauben zu dürfen. In Stettin passierte vor einiger Zeit der Fall, daß ein vor einigen Monaten entlassener Knabe seinem ehemaligen Lehrer aus der Straße ein Schimpfwort nachries. Dieser meldete die Angelegenheit bei der Polizei und beantragte gerichtliche Strafe, Kürzlich kam die Sache vor dem Schöffengerichte zur Verhandlung. Der Amtsanwalt beantragte eine Woche Gefängniß. Bei der Verkündigung deS Unheils sprach der Vorsitzende Richter den Wunsch auS, daß dieses Unheil vom Katheder herab den Schülern verkündet werden möge, damit sie erfahren, daß daS Gericht in solchen Fällen keinen Spaß verstehe. * Die einfachste Erklärung. „Sagen Sie, lieber Mayer, woher kommt es, daß der Stadtrath i. noch ganz schwarze« Kopfhaar und schon einen weißen Backenbart hat?" — „Weil der Rath sein Lebenlang bei Weitem mehr mit den Backen gearbeitet hat, al« mit dem Kopse!" Scbiffsttacb richten» (Mitgeiheilt durch den Agenten des Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl Loo« tn Gießen) Bremen, 17. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmer« vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 8. August von Bremen und am 9. August von Southampton abgegangen war, ist heute 3 Uhr Nachmittag« wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 17. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Straßburg, Capitän H. Winter, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, welcher am 2. August von Bremen abgegangen war, ist gestern, 5 Uhr Nachmittag«, wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 5. August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer München, Capitän C. Steencken, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. August von Bremen abgegangen war, ist gestern, 8 Uhr Abends, wohlbehalten in Newoork angekommen. Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 15. August wohlbehalten in "Newyork angekommen. Literatur und Aunft. — Die Barrikadenkämpfe tn Pari« und da« neue französische Miltlärgesetz haben Frankreich wieder einmal in den Vordergrund deS JntereffeS gerückt. Da ist e« sehr erwünscht, daß soeben der 7. Band der Jubiläums - Ausgabe von Vrockhau«' Sonversations-Leriko« erscheint, welcher Frankreich und den damit tn Verbindung stehenden Artikeln nicht weniger al« nahezu 300, durch 11 Tafeln und Karten tllustrirte Spalten widmet, in denen daS Gesammtwissen der Gegenwart über Frankreich concentrkt enthalten ist. Wir machen besonders aus den durch 2 DlSlocation«- karten erläuterten Artikel „Französisches Heerwesen" aufmerksam, der viel zu denken giebt, ferner aut „Französische Kunst" mit G Tafeln und „Französische Eisenbahnen." Da« Militärische tritt Im 7. Bande stark hervor, da derselbe die Artikel „Geschoffe" und „Geschütze" enthalt. Sie sind durch 9 Tafeln und 67 Textbilder illustrirt und bieten, da sie von hervorragenden Mitgliedern des preußischen General- stabeS bearbeitet sind, die beste Gewähr für Richtigkeit. Der Bedeutung der Technik in unserer Leit Rechnung tragend, giebt dieser neue Band unter 50 Tafeln und 282 Textabbildungen nicht weniger alS 12 Tafeln und 183 Texisiguren zu den außerordentlich pröci« und doch auch dem Laien verständlich abgesaßten technischen Artikeln, unter benen wir nur „Gasbeleuchtung" und die damit zusammenhängenden Stichworte nennen wollen Auf gleicher Höhe stehen die naturwissenschastlicyen und geographischen Artikel. Einen Beweis von der ausgezeichneten Ausführung specicll der Chromotaseln giebt die Tafel „Giftschlangen". Gerade zu jetziger Jahreszeit werdm die beiden hübschen Chromos der einheimischen Giftpflanzen inter- essiren, nach denen jedes Kind diese Arten zu ernennen vermag. Der Kunst sind 8 Tafeln gewidmet, darunter eine hervorragend schöne Chromotafel, RauchS berühmte« Berliner Monument Friedrich« de« Großen, und ein Broncedruck, die bekannte Erzthüre Ghiberti« in Florenz darstellend .Wie ausgezeichnet Handel und VolkSwirthschast bearbeitet sind, beweisen Artikel wie „Freihandel", „Gebrauchsmuster", „Geld" u. a. m. Interessant ist der Artikel „GemeindehauShalt", welchen eine Tabelle begleitet, aufl der hervorgeht, daß unter allen europäischen Großstädten llNünchen die größten Einnahmen und Ausgaben per Kops hat, daß die größten Ausgaben für Schulwesen (per Kops) Frankfurt a. M. leistet. Sehr lesensweith ist der Artikel „Geheimmiltel", der eine ausführliche Aufzählung der hauptsächlichsten Mittel mit dem Nachweise Ihrer Schädlichkeit ober Werthlosigkeft enthält. Der biographische Theil ist wieder sehr gut vertreten, wie dies der Artikel „Friedrich Barbarossa", „Friedrich der Große", „Franz Joseph I.", u. a. tn. beweisen. Als neu fiel uns auf, daß die berühmte Schauspielern Geislinger nicht, wie sonst überall zu lesen ist, 1828, sondern nach ihrer eigenen Angabe am 28. Juli 1836 fleboren ist. Wie schnell die Redaction von Brockbau«'Conversatton«- Lexikon den Zeitereignissen folgt, ersieht man z. B. au« den Aeitkeln, die dem serbischen Minister Garaschantn und dem russischen Minister Giers gewidmet find. Wir begrüßen auch diesmal wieder den neuen Band von BrockhauS' Conoersation« - Lexikon al« ein Muster gedrängter sorgfältiger Zusammenstellung deS Wissen« der Gegenwart in unübertroffener kunstvoller Ausstattung. — Gutfreund werden un« die Franzosen nie werben. E« heißt sie daher zu bekämpfen, nicht durch Haß, sondern durch Bestrebungen, die un« frei machen von ihrem Einflüsse. E« ist noch nicht lange her, da mußte jede bessere deutsche Schneiderin und jede feinere deutsche Familie ein französische« Modeblatt Haden, und der unverschämt hohe VierleljahrSprei» von 10 Mark und darüber wurde freublg bewillig. Seitdem die jüngste, aber vollendeste Schöpfung auf dem Gebiete der Mode, die „Große vlodenwelt". ihren Slege«lauf über Deutschland und weit über Deutschland« Grenzen hinaus angetreten Hal und Kenner feststellten, daß die „Große Modenwelt' an Neuheiten, AuSwahlreichthum und chic — leider hat die deutsche Sprache für dieses französische Wort keinen bezeichnenden Ersaß — ferner an anmuthigen Darstellungen der Mode, an Vielseitigkeit und Gründlichkeit der Kleiderschnitte und an vornehmer Ausstattung bei erstaunlich billigem Bezugspreise 1 Mark vierteljährlich) wesentlich Beffere« lieferte al« die französischen Blätter, da wurde der franzöfische Ballast sofort abgefchüttelt, und die Große Modenwelt" al« maßgebendste Beratherin für Mode und verwandte« herangezogen. — Wie auf den meisten Gebieten, so hat Deutschland auch auf dem de« Maschinenbaue« in Chicago einen vollen Erfolg zu verzeichnen, der selbst von ben anglo amerikanischen Blättern, wenn auch nicht ohne Widerstreben, anerkannt wird. In seinem Bericht über die ausgestellten deutschen Dampsmaschinen schreibt einer der berufensten Beurtheiler. Herr Prosesior Riedler in der „Zeitschrift bei Verein« deutscher Inaenieure vom 17. Juni 1893: „Die aulgestellten deutschen Tanw'maschtnen von F. Schichau in Elbing und die LoeomodUe« von «. »elf in MaOdednrO-VnFa« reprä- senliren »war nur einen kleinen theil der deutschen Industrie, find aber aUtn gleichartigen Maschinen der «nsstelnng sowohl in Bauart al« «lnßfüßrun- überlegen." In ähnlicher Weste äußert sich Herr Emil Blum, Director der Berlin And Maschinenbau-Act.-Gel., Defiau, im osficiellen Bericht de« Reichsanzeiaer« untenn 17. Juli 1893: „Die Locomobilen der Firma R. Wolf tn Buckau, welche übet die Grenzen Deutschland« durch peinliche Ausführung, sauberer Ausstattung, sowie geringen Dampfoerbrauch sich einen großen Markt erobert haben, finden allseitig großen Beifall und dürften im der «nostellun« ohne Tomemrrems fein." * Äiifa tn p v- Aks« urd , Ad, 911 «rtKlf“* » sfisÄy wftWlMttunst ® Montag- ft« -ormittags p äSSS “SÄ' 1 M 2 Morgen- ’jkdtn vorstrW Mrd MutigM 1 UM Eolm RttlU Montag den 21 iol aui Mgn - ■fetter Urloch» v Vellern, den 1 Srovh. MM O Berste tit tm W Teiheldchngr u. a. Dsche, G 1 Letter x x,; H4 ffljr Wc oertat btitimmt im Hose DeW Gießen, den: Der Micher SM] Legen l ®errenhewdeu. Hau«- und Iagdröcke, Weste«, Havelock« und Regenmäutel liefere auch, nach Wahl der Stoffe nach Maß uitet Garantie de« guten Sitzen«.__ Herren«rNodervaaren«Gefchäft Heinr. Rübsamen, Kürschner Mäusbnrg 16 Giessen Müusburg 16.4293 A. Fangmann. 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Zusammenkunft in der Mönchwiese. Die Ausgebote geschehen in Abtheilungen von 1 bis 2 Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d- I. gestattet. Lich, am 18. August 1893. Fürstlich Solmsische Rentei _____________Kreilings_________7120 Bekanntmachung. Montag den 21. August l. I., Nachmittags um 2 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei ein fetter Faselochs versteigert werden. Beuern, den 18. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Beuern. _____________________ 13 Feinsten (Kmmenthaler, Dlmtmnlikn-HuMMg Mk // // Kttinania-Eacaa per,/iD°9eMk-2-8l)- Lonsum-tacao Aechten st Fahrräder Xaehf., C. A. Faber. 6491 4071] Doppel-Essig Reparaturen werden tn meiner Fabrik fachgemäß und schnell auSgeführt. Emil Fischbach Aiidr. Euler Korbflasche JL 1.50 6615 T n Waare.) I SUiluufl kUheiletz. ty^örtcranrn^crtin (tiirSni./w Zur Erinnerung an die Schlacht von I Der Vorstand 7074] Schönheit 5 6921 JUbecttoH: *. 6 (lose billiger). per 1/g DoseMk.2.—. 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