189? Sonntag den 20. August Zlintr- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Hratisbeitage: Gießener Kamitienbkätter Gin Utll UUUUt, UUU, lUUt --- r ~ , thätlg für das Theater, indem es Ihm gelang, mehrere damals noch ganz unbekannte Bühnentalente, wie Hermann Winkel- | BierleliLhnger A»sn«eme,1,ffret-, 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post btjog» 2 Mark 50 W Rrbaction, Lxpediti» und Druckerei: Kchu tkratze Kr.D Fernsprecher 61. Heute will ich Ihren freundlichen Lesern von einem Ereigniß berichten, das zwar nicht in Darmstadt selbst statt- gefunden hat, das jedoch mit unserer Residenz in innigstem Eonnexe steht. Es ist die« die Enthüllung des Pasquö- Denkmals in dem nahen Ausflugsorte Alsbach a. d. Bergstraße. Gerade für Darmstadt, meine ich, hat diese Feier besonderes Interesse, denn durch sie wird der überaus großen Zahl der -hiesigen Freunde und Verehrer des Entschlafenen sein theuereS Bild von Neuem vor die Seele gestellt, sein theureS Andenken von Neuem im Geiste ausgefrischt. In allen Schichten der Bevölkerung, besonders aber in Künstler- und Literatenkreisen war Ernst Pasquö ein äußerst beliebter und gern gesehener Gast und wie weit ihn auch die Stürme des Lebens in der Welt umherwarsen, sein geliebtes Darmstadt hatte er nie vergessen, denn dreimal sehen wir ihn während seiner Laufbahn als Sänger und später als Schriftsteller wieder hierher zurückkehren, um dann hier auch sein Leben zu beschließen. Ernst Heinrich Anton Pasque, ein geborener Kölner, machte seine Studien im Gesang und Spiel zuerst in seiner Vaterstadt, dann in Paris. An beiden Orten pflegte er regen Verkehr mit dem munteren, lebensfrohen Künstlervolke, so vor Allem mit seinem Landsmann, dem Operettencomponisten Jaques Offenbach, ferner mit Adolf Adam, Spontinl u. a. Die Erinnerung an jenes fröhliche, ungebundene Treiben seiner Jugendzeit begeisterte den Dichter später zu seinem Werke: „In Paris, heitere Geschichten auS Alle Annnncen-vurcaux de- In- und »u»lanbe« nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. 9lt. 195 Erstes Matt Feuilleton. Wochenbriefe aus der Residenz. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 18. August 1893. Darmstädter Dichter. — Vorbereitungen für die Winter- Saison. — Jubiläum de8 Bicycle-Clubs. Meßmer Anzeiger Kemral-Wnzeiger. pottttsche Wochenschau. Hießen, den 19. August 1893. Je näher der Termin der neuen Rekrutenaushcbung rückt, umsomehr steigert sich naturgemäß das Interesse weiter Kreise an den practischen Folgen der neuen Militär- Vorlage. Mit der einfachen Mehremstellung von 54000 Mann ist die Angelegenheit eben nicht — wie man Anfangs vielfach im Publikum angenommen hat — vomg erledigt. Vor Allem interessirt weite Kresse die Frage, was denn aus denjenigen Mannschaften werden wird, die der Ersatzreserve überwiesen sind und vielleicht ,chon ernt Hebung absolvlrt haben. Diese Frage sührt zu der weiteren: welche Gestalt wird denn die Ersatzreserve überhaupt annehmen ? Bekanntlich sind seither 80 bts 90 000 Mann der Ersatzreserve überwiesen worden, und zwar erstens dte Heber- ziidliaen mit hoher Looönummer, zweiten« die wegen h-lu«. licher Verhältnisse im Frieden vom Dienst Befreiten, dritten« die bedingt Tauglichen und endlich die zeitig Dienstuntauglichen Soweit mehr al« 90000 mann au« diesen Sategonett vorhanden waren, wurden sie sogleich dem Landsturm ersten Ausaebote« zngecheilt. Diese Verhältnisse andern sich nun- mehr von Grund aus. Bon den seither der Ers°tzr-s-rv- zusallenden 90000 Mann werden 54000, vornehmlich au» den Klassen der Uederzähligen und bedingt Tauglichen, sür di- Linie audgehoben. E« bleiben somit der Er °hr-s-r°- 96—30000 Mann. Sie würde also unter diesen Umstanden nicht im Stande fein, ihrer Bestimmung gemäß nach Verfluß von sieben Jahren den erforderlichen Ersatz von 500 000 Mann für den Kriegsfall zu stellen. Der Ausfall muß demnach den Lehrjahren eines Sängers", worin er in ganz köstlicher Weise seine damaligen Erlebnisse schildert. Heberhaupt spielt der größte Theil seiner Romane und Erzählungen eben In Künstlerkreisen, denen er immer neue interessante Setten und anregende Stoffe abzugewinnen wußte. Bon Paris aus begab sich der jugendliche Sänger nach Mainz, wo er im Jahre 1844 zum ersten Male die Bühne betrat. Ein mehrjähriges Engagement an unserer Hofbühne war die Folge dieses ersten glücklichen Auftretens. Schon in dieser Zeit war der Sanger zugleich als Dichter eifrig thätig- zwei größere dramatische Opernscenen, die uns auS jenen Tagen erhalten sind, legen ein beredtes Zeugniß hierfür ab. Nach einigen Jahren unstaten Wanderns von einer großen Bühne zur anderen kehrte Pasqus 1847 wieder nach Darmstadt zurück, wo er denn auch, geringe Unterbrechungen abgerechnet, bis 1855 als Opernsänger verblieb. Im Sommer letzteren Jahres übernahm er dann dte Leitung der deutschen Oper in Amsterdam, wirkte von 1856 an drei Jahre in Weimar als Opernregisseur gleichzeitig mit Franz Liszt als Capellmeister und Franz Dingelstedt und kehrte 1859 abermals an unser Hoftheater zurück. Leider war es ihm jetzt nicht mehr vergönnt, als Sänger die Bretter, „die die Welt bedeuten", zu betreten, seine Stimme hatte nämlich durch die immense Arbeit, die er begangen und der er mir eisernem Fleiße und riesiger Geduld lange Zett hindurch während jeder freien Stunde in dem Großh. Haus- und Staatsarchiv in dem Studium theilweise Jahrhunderte alter bestaubter Acten und Correspondenzen oblag, erheblich gelitten, sodaß er im besten Mannesalter seine seitherige Laufbahn, die ihm so viele Triumpfe und Erfolge eingebracht hatte, verlassen mußte. Er widmete sich deshalb ganz dem Schrtft- stellerberuf und übernahm die artistische Leitung unserer Hofbühne. Im Jahre 1874 wurde er auf sein Nachsuchen pensionirr, doch war er auch in späteren Jahren noch mehrfach Der ttc|rxrr erscheint täglich, .Wit Lusnabmk bei Montags. Di' Gießener ^«eirU*6ritter T'-rrm Nm Anzeiger Mtbdr ' t dreimal gelegt. mann, die Sängerin Czerwenkn u. a. anfzufinden und für unsere Hofbühne zu gewinnen. Seme ausgezeichnete Geschichte des Theaters und der Musik am Hofe zu Darmstadt von 1559 bis 1710, egkeit de» nun seit Jahresfrist Entschias-n-n. In den letzten Jahren seines Lebens hatte sich Ernst PaSquö in dem benachbarten Alsbach an der Bergstraße, auf einem reizenden Fleckchen Erde, ein idyllisches TuSkulum ge- schaffen, das ganz nach dem Geschmacke seines Besitzers aus- qestattet, eine Fülle von interessanten Andenken an zahlreiche Sterne, die einst am Kunsthimmel glänzten, in seinem Innern barg. Von dort aus erfreute er seine Darmstädter Verehrer und Freunde noch kurz vor seinem Tode durch eine Bearbeitung von Webers „Silvana" und Mangolds „Der getreue Eckart . Dort in seinem herrlichen buen retiro schloß der auch sonst als trefflicher, edler Mensch allgemein hochverehrte und geschätzte Dichter am 20. März vorigen Jahres die Augen zum ewigen Schlummer. Unb dort haben auch seine zahlreichen Verehrer und besonders die dem Heimgegangenen dankbare Gemeinde Alsbach, ein Denkmal errichtet, das den kommenden Geschlechtern erzählen soll von dem begeisterten Sanger der Bergstraße, aus deren Vergangenheit er in Lied und Wort so manche herrliche Sage erzählt hat. Doch zurück nach Darmstadt. Dort ist es momentan noch recht ruhig im gesellschaftlichen Leben. Allerdings hier und da regt -« sich schon so ganz tm Stillen zu den Bor. b-reitungen sllr di- kornm-nde Lonc-rl- und Th-at-rsalson. Schon erlassen di- einzelnen Vereine ihr- "pp°lleandie Mitglieder betreffs der Veranstaltungen irn kommenden Herbst und Winter. Indessen wird imHosthealer fleißig gearbeitet, denn schon am 1. September öffnen sich die Pforten unsere» Unnahmr von Anzrigkn zu her Nachmittags für den felgtnbtn Tag rrfchemrndrn Nummer bis Borm. 10 Uhr. Amtlicher Theil. Gießen, den 18. August 1893. S e t r.: Die Herbstübungen der Großh. (25.) Division; hier die Abschätzung der Flurschäden. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gieße« an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. d. M. (Kreisblatt Nr. 193) und die Bestimmungen im Reichsgesetzblatt Nr. 35 von 1887 S. 446 zu § 14 beauftragen wir Sie, die Grundbesitzer alsbald, nachdem dte Hebungen innerhalb Ihrer Gemarkung beendet sind, durch ortsübliche Bekanntmachung zur Anmeldung ihrer Flurschaden aufzufordern. JU fertigenden Zusammenstellung der angemeldeten Schäden ist das vorgeschriebene Formular zu verwenden, welches als Beilage E zur Instruction in dem vorgenannten Reichsgesetzblatt S. 481 abgedruckt ist. Die daselbst gegebenen Anmerkungen Nr. 1-4 sind genau zu beachten. Das Formular wird Ihnen auf Anstehen durch uns übersandt werden. Sie wollen dasselbe, sobald Schadensanmeldungen bei Ihnen erfolgen, unter Angabe der ungefähren Zahl der beschä- bigten Grundstücke schleunigst von uns erbitten. In dem Formular sind die erfolgenden Anmeldungen nach Flur und Nummer geordnet durch Ausfüllen der Spalten 1—5 mit Tinte einzutragen, während die Spalten 6—9 mit Bleistift auszufüllen sind. Die Spalte 6 a, Forderung des Beschädigten, ist nur auszufüllen und zwar mit Tinte, wenn der Beschädigte thatsächlich einen bestimmten Anspruch erhebt. Bei Ausfüllung der Spalte 7 empfiehlt sich Angabe des Verlustes von Körnern, Heu, Kartoffeln 2c. in Gentnern. Die Spalten 7 und 8 sind so aus- zufüllen, daß die Entschädigungsbeträge im Wege der Berechnung genau ermittelt werden können. Unmittelbar nach eingetretener Beschädigung haben die Betheiligten Ihre Entscheidung darüber anzurufen, ob und inwieweit die Aberntung der beschädigten Felder einzutreten hat. Letztere ist anzuordnen, insoweit beim Verbleiben der Früchte auf dem Felde ein höherer, als der durch die Truppen verursachte Schaden entstehen würde, namentlich also bei Früchten, welche dem Verderben ausgesetzt sind. Wird die Aberntung demgemäß vor dem Eintreffen der Abschätzungscommission angeordnet, so haben Sie sofort unter Zuziehung zweier, her Abschätzungen dieser Art kundigen, unparteiischen Personen den Stand der beschädigten und abzuerntenden Felder, das Quantum (Fuder u. s. w.) und die Qualität der übrig gebliebenen Früchte und deren etwaige wettere Ver- wendbarkeit (z. B. als Viehfutter) und den sich hiernach er- gebenden Umfang des Schadens festzustellen. Es ist hierüber ein kurzes Protokoll aufzunehmen und der Nachweisung beizuschließen, in welcher das Ergebniß der Abschätzung mit besonderer Erwähnung Ihrer Verfügung wegen des Aberntens in Spalte 10 einzutragen ist. Zur Abschätzung sind die Beschädigten zu laden. Für ihre Thätigkeit in Flurschadenangelegenheiten beziehen die Großh. Bürgermeister keine Vergütung. Die Thett- nahme bei der Abschätzung gehört zu Ihren Pflichtgeschaften. Indem wir noch auf unser Ausschreiben vom 24. Marz d. I. (Kreisblatt Nr. 73) verweisen, wonach die bei Ihnen zur Anmeldung kommenden Schäden in dem Formular em utragen sind, ohne daß Sie die Feldgeschworenen wie früher zur vorläufigen Abschätzung heranziehen, beauftragen wir Sie, die nach Maßgabe der vorstehenden Bestimmungen ausgefüllten Nachweisungen thunlichst bald und spätestens bis zum 27. September d. I an uns einzufenden. , , Sollte bis dahin die Zusammenstellung noch nicht be* endet sein, so ist uns jedenfalls anzuzeigen, daß Flurschäden zur Anmeldung gekommen sind. I. V.: Dr. Melior.________________ Bekanntmachung, betreffend Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft für die Gemarkung Inheiden und einen Theil der Fluren III und IV der Gemarkung Feldheim. Nachdem Großh. Ministerium d. I. und d. I. durch Verfügung vom 10. August 1893 zu Nr. M.J. 22974 dem Statut der rubricirten Wassergenossenschaft d« Genehmigung ertheilt hat, wird in Gemäßheit des Art. 38 des Gesetzes vom 30. Juli 1887 nachstehender Auszug aus demselben unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntmß gebracht, daß das Statut mit feiner Verkündigung in Kraft tritt. 1., Name der Genossenschaft: Wassergenossenschaft Inheiden. 2., Sitz derselben: Inheiden. 3., Gegenstand des Unternehmens: Ent- und bezw. Bewässerung der Fluren I—VI der Gemarkung Inheiden und III-IV der Gemarkung Feldheim. m t 4., Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen werden unter der Bezeichnung „Wassergenossenschaft Inheiden" im Kreisblatt für den Kreis Gießen bekannt gc* macht und vom Vorsteher unterzeichnet. Gleichzeitig wird Tagsahrt zur Wahl des Genossenschaft^- Vorstandes aus Samstag den 2. September 1S93, Vormittags 9 Uhr, in das Gemeindehaus zu Inheiden anberaumt und zu derselben die Generalversammlung der Genossenschaftsmitglieder hierdurch einberufen. Gießen, den 16. August 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior.__ Gesunden: 1 Siegelring, 1 Zwicker, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Bierzipsel, 2 Tasch-nm-ff-r, 3 *1«* 2 Taschentücher, 1 Badehaube, 1 Hut, 1 Packet mit Inhalt, 1 Kinderschuh, 1 Hundehalsband, 1 Kette und 1 Dachdecker- Hammer. Zugelaufen: 1 Hahn. Gießen, den 19. August 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. ersetzt werden. Zu diesem Zwecke wird man zunächst alle diejenigen Mannschaften künftig der Ersatzreserve überweisen, welche unter die bezeichneten vier Categorieen fallen, seither aber als Ueberschuß dem Landsturm ersten Aufgebotes zugewiesen worden sind. Außerdem aber wird man auch einen Theil der auS anderen Gründen dem Landstürme Zugetheilten zur Ausfüllung der Lücken in der Ersatzreserve verwenden müffen. Bon der Gesammtzahl der Ersatzreservisten wurden seither 17 500 schon im Frieden geübt. Wie wird es nun mit diesen künftig gehalten werden? Nach dem neuen Nachtragsetat sollen im Jahre 1893/94 nur etwa 800 bis 900 Ersatzreservisten auch zu der zweiten und dritten Uebung einberufen werden. Daraus ergiebt sich, daß die Regierung die Einrichtung der Uebung von Ersatzreservisten im Frieden nur fn beschränktem Maßstabe aufrecht zu erhalten gedenkt. Nur die Ausbildung von Bäckern, Krankenträgern und in anderen ökonomischen Diensten soll auch späterhin stattfinden. Ganz in Wegfall kommt dagegen die Ausbildung von Ersatz- reservtsten im Dienste mit der Waise. Diejenigen Ersatz» reservisten also, welche vor der neuen Militärvorlage zu einer solchen Uebung eingezogen waren, sind von der zweiten resp. brüten Uebung dieser Art befreit. — Hinsichtlich der Entlassung der Mannschaften wird durch die neue Militärvorlage für dieses Jahr keine Aenderung herbeigeführt. Genau wie seither werden zwei Drittel der Mannschaften mit zweijähriger Dienstzeit als Dispositionsurlauber entlasten, während ein Drittel bei der Fahne zur Ableistung eines dritten Dienstjahres zurückbehalten wird. — Endlich hat die Frage der Cafernterung de^r neuen Truppen auch für die Bürgerschaft ein bedeutendes Jntereste. ES können nämlich bei weitem nicht alle Truppen in den Casernen, fiScalischen Gebäuden und Baracken untergebracht werden. Nach einer Notiz im Nachtragsetat kommen allein in Preußen 21 700 Mann in Miethquartiere und 19000 als Einquartierung in einzelne Bürgersfamilien. Wie es speziell hier in Gießen gehalten werden wird, ist noch nicht bekannt. Mit Spanien ist nun endlich ein Handelsvertrag zu Stande gekommen. Seither waren bekanntlich die Ber« Handlungen deßhalb gescheitert, weil die spanische Regierung im Interesse ihrer einheimischen Spiritusindustrie keine Zoll- ermäßigung für deutschen Spiritus zugestehen wollte. Auch in dem von Deutschland nunmehr angenommenen Vertragsentwurf ist keine Zollherabsetzung für Spirituosen ausgesprochen. Dafür aber hat die spanische Regierung für andere wichtige Exportartikel Deutschlands namhafte Zollminderungen gewährt. In Amerika scheint der Präsident Cleveland bei seinem Versuch, die bedenklich erschütterten Währungsverhältnisse gründlich zu reformieren, auf größere Schwierigkeiten zu stoßen, als man anfänglich für wahrscheinlich gehalten hat. Immerhin gilt auch jetzt noch die völlige Aufhebung der Shermanbill, durch die der Staat seither gezwungen war, durch regelmäßige Silberankäufe dem Silber einen künstlichen Werth zu erhalten, als das Wahrscheinliche. — Die alte Streitfrage, wem das Recht des Robbenfangs im BehringS meere zusteht, ist jetzt endlich von einem Schiedsgerichte endgiltig auS der Welt geschafft. Im Wesentlichen haben die Vereinigten Staaten von Nordamerika den Kürzeren gezogen. Sie haben auf das ausschließliche Recht des Robbenfangs zu Gunsten Englands verzichten müssen. Deutscher Reich. Berlin, 17. August. Dem Bundesrathe liegt-zur Zeit der wiederholt angekündigte Entwurf vor, der sich mit der Regelung des Verkehrs mit Giften befaßt. Es ist nicht beabsichtigt, ein dem Entwurf entsprechendes Reichs- gesetz zu schaffen, sondern eS werden die einzelnen Bundesstaaten gleichförmige, mit dem Entwürfe übereinstimmende Vorschriften erlassen. Der Entwurf bezieht sich lediglich auf den Handel mit, nicht auf die Fabrikation von Giftstoffen. Musentempels nach langer Zeit der Ruhe und Erholung. DaS Sommertheater, daS in letzterer Zeit besonders unsere Local» und Dialectstücke, wie wir hören mit guten Kassen- erfolgen, wiedergegeben hatte, schließt in der nächsten Zeit seine Aufführungen und verläßt Darmstadt wieder. Zum Schluffe will ich Ihnen noch von einem sportlichen Ereigniß berichten, daS vorige Woche dahier feierlich begangen wurde, eS ist dies das Jubiläum deö hiesigen Bicyle-Clubs. Gießen hat ja ein sehr regeS Jotereffe an dem Radfahr-Sport, deshalb dürfte eS für manchen Ihrer freundlichen Leser von Interesse sein, zu erfahren, daß wie in Ihrer Alma mater, so auch in unserer Residenz dieser Sport, obwohl schon gewaltig entwickelt, dennoch verhältnißmäßig noch recht jung ist. Vorige Woche also waren eS zehn Jahre, daß genannter Verein mit ihm eigentlich auch der ganze Velocipedsport in unserer Stadt entstand. Der junge Club hatte Anfangs stark zu leiden unter dem Pessimismus eines großen TheileS des hiesigen Publikums, unzählig waren die Spottnamen, mit denen man die biederen „Radler- belegte u. s. w. Doch bald schon erstarkte der Verein, und zeigte jenen Spöttern und Schwarzsehern durch seine imposanten Aufzüge und glanzvollen Rennen, weß Geistes Kind seine Mitglieder waren, und welches Ansehen sie bei den Brudervereinen genossen. Und heute, nachdem der Verein durch eigene Kraft die Mittel zusammengebracht hat zur Herstellung einer eigenen Rennbahn, auf der schon die schönsten Feste und heißesten Wettkämpfe siattfanden, nachdem er sich in den Dienst deö öffentlichen Wohle» gestellt und seine Leistungsfähigkeit zur Genüge bewiesen hat, da ist jeder Tadel, jedes spöttische Achselzucken verschwunden, alle Darmstädter bewundern und freuen sich über den einst so viel geschmähten Verein. Die officiellc Feftfeier wird am 3. September d. I. erst begangen werden und zwar in Verbindung mit den an jenem Tage statt- findenden großen Herbstrennen, worüber Ihnen dann eingehender Bericht zugehen wird. Z. — Deutschlands Bevölkerung nach der Religion. Nach dem Statistischen Jahrbuche für 1892 trafen auf 10,000 ortSanwesendc Personen im Jahre 1890: 6277 Evangelische (gegen 6263 im Jahre 1880), 3576 Katholiken (gegen 3589 im Jahre 1880), 29 sonstige Lhristen (gegen 17), 115 Juden (gegen 124), 27 anderer Religion (gegen 6,8). — Die Quitt ungS steuer, welche gegenwärtig wieder auf der Tagesordnung der öffentlichen DiScufüon steht, ist keine neue Angelegenheit. Schon in dem Entwürfe eines Stempelsteuergesetzes, wie es im Jahre 1880 und sodann im Jahre 1881 dem Reichstage vorlag, war eine Besteuerung der Rechnungen, resp. Quittungen vorgesehen. Der Betrag, welchen man durch diese Steuer aufzubringen hoffte, belief sich auf 20 Millionen Mark. Der Gesetzentwurf sand, soweit er sich auf die Quittungssteuer erstreckte, im Jahre 1880 im Reichstage cinmüthige Derurtheilung. Man wird gespannt sein dürfen, mit welcher Morivirung eventuell der neue Entwurf dem Reichstage zugehen wird und in welcher Form nunmehr eine Quittungssteuer geplant wird, da die abgelehnte fraglos äußerst unvollkommen war. — Die nächste Volkszählung wird voraussichtlich am 1. December 1895 stattfinden. Da eS wünschenswerth erscheint, daß die für die Ausführung des ZählgeschäftS in Betracht kommenden Tage vom 30. November bis einschließlich den 2. December bei der Ansehung der Kram-, Vieh- und Jahrmärkte für 1895 marktfrei bleiben, so haben die Minister deS Innern und des Handels die Oberpräsidenten ersucht, in diesem Sinne auf die Provinzialräthe einzuwirken und insbesondere die Bezirksbehörden wegen der Vorschläge zu den Marktterminen mit der erforderlichen Weisung alsbald zu versehen. Berlin, 18. August. Die Cholerstation in Moabit ist wieder eingerichtet- fünf choleraverdächtige Personen find, dorthin gebracht. BreSlau, 17. August. Die von Rußland und Galizien drohende Choleragefahr veranlaßt die Direktion des hiesigen HoSpitalS, die gefammten Einrichtungen deS vorigen Jahres in Bereitschaft zu setzen. Karlsruhe, 17. August. In Donaueschingen starb am Dienstag ein 17jähriger Gymnasiast, der aus Marseille von einer Ferienreise zurückkehrte, unter verdächtigen Krankheitserscheinungen. Die heute abgeschlossene bakteriologische Untersuchung ergab asiatische Cholera. Hamburg, 17. August. Bei der heute stattgehabten Reichstags-Ersatzwahl erhielten: LaeiSz (natl.) 8800, Raab (Antis.) 2285 und Molkenbuhr (Soc.) 16,474 Stimmen - zersplitterte Stimmen 29, ungiltige 85. Molkenbuhr ist somit gewählt. Ausland. Bukarest, 18. August. In den letzten 24 Stunden sind an der Cholera in Braila 9 Personen erkrankt und 2 gestorben, in Sulina 10 Personen erkrankt und 3 gestorben, in Galatz 10 Personen erkrankt und 7 gestorben, in Fetesei 5 Personen erkrankt und 2 gestorben. — Heute früh 4 Uhr 30 Min. wurden in Bukarest drei heftige Erdstöße verspürt. Neueste Nachrlc^tcn. Wolff» telegraphische» Korrespondenz-Bureau. Berlin, 18. August. Die „Post" erfährt, die Conferenz zur Berathung der in Frankfurt vereinbarten Steuervorschläge werde vornehmlich aus den Bundesstaaten beschickt werden, in deren Gebiet Tabak und Weinbau vorkommt. Berlin, 18. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Handelsministers an den Oberpräsidenten, worin Vorschläge für Organisation des Handwerks, sowie Vorschläge für Regelung des LehrlingSwesens im Handwerk zur gutachtlichen Aeußerung mitgetheilt werden. Zugleich werden die Vorschläge nebst den Erläuterungen veröffentlicht. Neapel, 18. August. Der König, Prinz Heinrich, der Kronprinz und der Marine min ist er trafen heute Vormittag an Bord der „Savoia" zwischen Cap Misenum und Capri auf daS in Doppellinie aufgestellte permanente Geschwader und daS Manövergeschwader. Während die „Savoia" jenseits der Geschwaderlinie Aufstellung nahm, um den Evolutionen der Flotte beizuwohnen und letztere Revue passiren zu lassen, falutirten die Schiffe die königliche und die deutsche Flagge. Loudon, 18. August. 20,000 Bergleute von Rhondda (Wales) zogen nach Merthyrvale und Treharris und zwangen die dortigen Arbeiter zur Einstellung der Arbeit. _________ Depeschen de» Bureau „Herold". Berlin, 18. August. Die „Nordd. Allgem. Zeitung" btmentirt auf baS Entschiedenste die von der „Kölnischen Volkszeitung" täglich gebrachten Cholera fälle, die angeblich in Berlin vorgekommen sein sollen. Der „National- Zeitung" zufolge wurde im Krankenhause Moabit eine Cholerastation errichtet; daselbst befinden sich mehrere verdächtige Kranke zur ärztlichen Beobachtung. Berlin, 18. August. Im oberen Stjoerdal bei Dront- heim fand ein größerer Erdrutsch statt. Ein Häuser- complex mit zwei Scheunen, drei Bauernhöfe und 30 Hectar Land sind in der Tiefe verschwunden, wodurch der Fluß Graael in einer Länge von 1500 Metern verstopft wurde. Bremen, 18. August. Wegen zunehmender Choleragefahr in Rußland wirb bie hiesige Einschiffungsstation für russische Auswanderer demnächst bis auf Weiteres geschlossen. Thora, 18. August. Al» unmittelbar bevorstehend wirb ein Verbot an die Flößer, die Weichselstädte zu betreten, erwartet. — In Thorn selbst wird ein Barackenbau auf* geführt. Kattowttz, 18. August. Durch die MandatSniederlegung LetochaS ist eine ReichStagS-Lrfatzwahl im hiesige» Wahlkreise nothwendig geworden. Dieselbe findet am 5. September statt. Wie», 18. August. DaS offiziöse „Fremdenblatt" bemerkt zu der von der „Kreuzzeitung" ausgesprochenen 93t» fürchtung, daß Oesterreich Ungarn sich bei der deutsch-russischen Zollfehde nicht neutral verhalten werde, Oesterreich Ungarn habe sich stet» der strengsten Loyalität befleißigt, eS werde dies auch ferner so halten und alles thun, um Mißbräuche im Getreideverkehr nach Deutschland nach Kräften zu verhindern. Paris, 18. August. Der Zustand l>eS durch den Anarchisten Moors verwundeten Deputaten Lockroy ist fortgesetzt bedenklich und auch seine Ehefrau, welche auS Vichy zur Pflege ihre» Gatten hergekommen, ist gefährlich erkrankt. Paris, 18. August. Eine Dame Namens Paula Minke hielt gestern eine Wahlrede, an deren Schluß sie zur Kammer - canbibatin auSgerufen wurde. Neapel, 18. August. Gestern erfolgten 10 Erkrankungen und 6 Todesfälle an der Cholera. Cocains nnd provinzielle». Sieben, 19. August 1893. •** Ein altes Wahrzeichen GießenS ist mit dem gestrigen Tage verschwunden, nämlich daS S t o r ch n e st auf dem alten Schlosse. ES stand den eben in Ausführung begriffenen Her- fteöungßarbeiten im Wege und mußte deshalb fallen. Zn welcher Zeit da» Storchnest entstanden ist, weiß, sofern schriftliche Auszeichnungen darüber nicht vorliegen sollten, Niemand- die noch lebenden „ältesten Leute" sagen nur auS, daß eS „schon da war", als sie zur Welt kamen. Wie viele junge Störche M dem Neste das Licht der Welt erblickten, wie viele Frösche und sonstiges Gethier dann denselben von Storchmama und Storchpapa zur Stillung ihres Hungers zugebracht wurden, wie oft von den alten Störchen in und vor dtm Neste um das HauSrecht gekämpft wurde, wie oft daS Rest von den Kindern „Storch, Storch, Steine, mit de lange Beine' besungen wurde, über all' das lassen sich Ziffern nicht aufstellen. Mancher Sturm und manches Unwetter ist über das Storchnest hinweggegangen, Generationen von Menschen haben sich, zu ihm aufblickend, unter ihm bewegt und das Eintreffen de» Storches in jedem Frühjahr begrüßt. Ob angesichts der veränderten Umgebung, welche durch den Umbau des Schlosses der frühere Stand des Storchnestes erhält, sich baß jetzige Storchenpaar entschließt, hier ein neues Nest zu bauen, ober ob dasselbe sich in anderer Gegend niedecläßt, — wer weiß eß? • • Beschlagnahmt. Heute Morgen wurden mehrere Körbe unreifen Obstes (Reineclauden) auf hiesigem Wochenmarkte polizeilich beschlagnahmt. • • Znm Jahrestag der Schlacht von Kravelotte schreibt die „W. Ztg.": Vor 23 Jahren hatten wir ebensolche wie gegenwärtig. Der 16. August, der Tag der Schlacht von Marö la tour, führte die hessische Division in Gewaltmärschen (bis zu 16 Stunden an dem Tag) bei Noveant- dornt) Über die Mosel. Hier empfing Prinz Ludwig seine Leute mit dem Zuruf: „Haltet Euch tapfer, macht dem alten Namen Ehre!" und sühne daS 1. Infanterie - Regiment im Laufschritt in den Wald von Gorze, wo eS noch Antheil am Gefecht nahm. Die Division lagerte am 17. August auf der Höhe von Gorze, wo wir zum ersten Male unseren Oberfeldherrn, den König von Preußen, Moltke und BiSmarck zu sehen bekamen, welche an unseren BivouakS vorbeiritten und mit kräftigen HurrahS empfangen wurden. AIS eS Abend wurde, leuchteten die Bivouakfeuer in mächtigen Bogen, so weit man sehen konnte, und man fühlte, daß der nächste Tag, der 18. August, zu einer Schlacht führe. Gegen 12 Uhr Mittags fiel der erste Kanonenschuß und die Division stand vollständig in der Schlacht. Die Granaten schlugen schon in unseren Reihen ein. Dieser ewig denkwürdige Tag kostete der Division 86 Offiziere, 137 Unteroffiziere und 1446 Mann an Tobten und Verwundeten oder 14 Mann von Hundert. Der hessische Löwe ruht nun am stillen Waldsaum bei Verne- Ville, unter ihm lieft man die Inschrift: „Ist unsere Zeit gekommen, wollen wir ritterlich sterben um unserer Brüder willen." • • Nene Militär. Uniform. Eine Probe-Unifor- mir nng hat daS 35. Jns.-Regiment in Brandenburg a. H. durchzumachen. ES sind nämlich dort für Unteroffiziere und Mannschaften blaue Blousen eingeführt, die der leichten österreichischen Militärkleidung sehr ähnlich sind. Die Abzeichen befinden sich beim preußischen Militär durch Litzen und Treffen auf den Aermeln, während sie bei den österreichischen Truppen- theilen durch Sterne am Kragen angezeigt werden. Groben Bnseck, 19. August. In vergangener Rache 2 Uhr brach Hierselbst ein heftiges Schadenfeuer aus, dem vier bis fünf Wohnhäuser, nebst Scheunen und Stallungen zum Opfer fielen. Rur dem Umstande, daß Krieger den 18. August, den Gedenktag der Schlacht bet Gra- belotte, feierten, und dadurch rasche Hülfe leisten konnten, ist eS zu verdanken, daß größere» Unglück verhütet wurde. Da» Feuer ist bei einem Dreschmaschinenbesitzer ausgebrochen. Der entstandene Schaden soll durch Versicherung gedeckt sein. □ Bom Bogettberg, 18. August. Da» hätte Niemand erwartet, daß nach dem letzten Umschwung der Wetterlage zum dritten Male die heiß-trockene Witterung einsetze und die letzte gründliche Bodendurchfeuchtung sich nicht für ausreichend biß zum Herbste erweisen werde. Trotzdem der Tageßbogen schon ganz merklich kürzer geworden ist, sendet die Sonne von einem wolkenlosen Firmament ihre Strahlen mit wirklich tropischer Wärmehöhe. Schon Morgenß gegen 9 Uhr zeigt das Thermomeeer -s- 20 Grad R. im Schatten. Die Waffenernperatur der Bäche ist auf 17—18 Grad gestiegen. äSs - i> 1“. «nW1 so das r »WU«' As *** frttK- ArnM 1 ♦ Ätulfntl1 .aXuti mH e! -Mbit taum Der na 13 M-n zu »acht«, bit Tit älteren W .'■> jäbfen M I« ö-c Ttn 12. lugn « XwntcnioH. te 15. W ... Rrasorfjmb d IM M Wem tat 12. Äugr In Amerika, M drtmlmorm» i - ■ ' ub tnbarint M frfet ju Znhtidrn. tat 13. luy Im Marie Äugu laltlbm. i ;.:jra ba 16. 3m betreffend: 3m Anstr« Atttfchreibtll bitft dentzer der -ich c&ttfi auf der Hießen, I i bell- bie Herbstübl 3m Laust b klaube bei Sies H6 Marti nnb ti wird fobar d«n bett. M 15- cqWbtt di 'Mene-Brigaden W Autzbach- hieran ^eßen-Vrtzla An thuniich' 4 tot Beginn ftse Me zu u0 >7llklerMz Ä*»£| “wn. > «fort eWngen noch I) Önmbftü SAloffe, Men ic » «uS Bi ti« Seiten । » ier e,l6e”l foi Her. August 1898. ^Schign, aus dem alten gegriffenen hn- h°lb fallen. Zy '&/ ^sern jchrjst- outtn, Niemans daß es* ne junge Störche 'vie viele Frösche Storchmama und gebracht wurden, °r dem Neste mr W Rest von den lange Beine" be- n nicht ausstrllen. »er das Storchnest eu haben sich, zu 18 Einneffen bei angesichts der ver- i des Schlosses bei 8 jetzige Storches men, oder ob das- - wer weist es? wurden mehren gemWochemnarkik u «Bf •»•iS "U'denblat.-, v ?^°chenen tzx' Ast, t J?'16* -! 9un* um M, **■«*?; m d-° ft*'*» 1 ** Mi,,, zur Kammer. 0 Erkrankungen taflM sck>M ’ tftnfoldje ,o% tox Beacht chvu in Gewaltig) bei Novem rinz Ludwig seine , macht dem alter erie-Regiment ir noch Aotheil tra 7. August auf der le unseren Ober- und Bismarck zu 8 vorbeirittrn und i. Als es Abend chtigen Bogen, s° st der nächste Tag, . Gegen 12 Uhr die Division stand i schlugen schon in rdige Tag kostete rund 1446 Mann NN von Hundert, ldsaum bei Berne- „Ist unsere Zeit m unserer Brüder -probe-Unisol' Brandenburg a. i' Unterosstzierr stp ie der leichten oster «b. Si« ®ä* t ritz!» Md t werden- ift St-»"-" “ Umi'onbe, »! S»l°« t«®1. Mt wMdk. »» ^gebrochen- . gedeckt sew- 89 hätte Rie°'°°b ia§ ber Wetterlag- "S ey,,6e undd» « Ä«iN ent der @gnll ***«*■* tAw “ g W gl* * 5 M 1** Als das letzte gründlich durchweichende Regenwetter einge- treten, war in landwirthschaftlichen Kreisen allgemein die Ansicht vorhanden: Feuchtigkeit hat nun der Erdboden bis zum Herbste genug. Diese Ansicht hat sich als nicht stich- baltig erwiesen, denn schon jetzt mangelt nach solcher Hitze ein guter Regen. Schlaff und welk hängen die । Blätter der Ackerpflanzen: Dickwurz und Kohlrüben, Kraut und Wirsing u. A. herab. Der Grummetwuchs schreitet nur auf feuchten Wiesen fort, auf trockenen ist er wieder gehemmt. Es ist ja wohl richtig, daß im tieferen Boden jetzt noch Feuchtigkeit genügend sich befindet, allein die Rinde des Bodens wurde durch das starke Regenwetter zu sehr zusammen- qeplätscht, so daß sie jetzt durch die Hitze zu einer festen Kruste oben geworden ist, die stets ein Hemmschuh der Entwickelung und des Wachsthums bildet. Die Folgen der dritten Trockenperiode zeigen sich sofort in einer Stockung des in Fluß geratenen Viehhandels, der auf dem vorwöchent- .ichen Viehmarkt zu Schotten bis hierher seinen Höhepunkt gehabt hat. Die dieswöchentlichen Viehmärkte dagegen zeigen eine starke Verminderung der Nachfrage und Herabgehen der Preise. _____________________________ Vermischtes. * Frankfurt a. M., 18. August. Im Zoologischen Garten macht eS die überaus warme Witterung schon jetzt möglich, die kaum 8 Tage alten Löwen zur Schau zu stellen. Der nährenden Hündin wurden 11 von ihren 13 Jungen geraubt, um den milchgierigen Stiefkindern Platz zu machen, die sich übrigens prächtig zu entwickeln scheinen. Die älteren Geschwister der kleinen Löwen, die seither den Jugendkäfig" inne hatten, sind ins Raubthierhaus versetzt und zählen jetzt schon zu den „Großen." Auszug aus den Kirchenbüchern -er Stavt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäus gemeinde. Den 12. August. Ludwig Köhler, Agent in Hungen, und Catharine Koch, Tochter deS verstorbenen Landwtrths Eonrad Koch II. in Nonnenroth. MarkuSgemetnde. Den 15. August. August Christian Franz Karl Noll, Bäcker zu Newyork und Marie Elise Louise Auguste Löber zu Gießen, -Tochter deS Bäckermeisters Louis Löber zu London. JohanneSgemeinde. Den 12. August. Johann Earl Leierzaps, Juwelier zu New- Havm in Amerika, und Caroline Marie Weigel zu Gießen, Tochter des Privatmanns Ludwig Weigel zu Biedenkopf. Den 18. August. Johann Heinrich Pfeffer, Taglohner zu Gießen, und Katharine Becker, Tochter des veestorbenen Taglöhners Johannes Becker zu Inheiden. Getaufte. Matthäusgemetnde. Den 13. August. Dem Rangirer Heinrich Lang eine Tochter, Anna Marte Auguste, geboren den 22. Juni. Denselben. Dem Bahnarbeiter Karl Nolte ein Sohn, Georg, g-boren den 16. Juli. Denselben. Dem Schuhmacher Wilhelm Schmidt eine Tochter, Luise Margarethe Katharine, geboren den 15. Juli. Markusgemeinde. Den 13. August. Dem Dachdeckermeister Emil Noll eine Tochter, Anna Auguste Josephine Philippine, geboren den 16. Juli. Denselben. Dem Dreher Johannes Rohrbach eine Tochter, Margarethe Johanna, geboren den 20. Juli. Denselben. Dem Maurer Wilhelm Kipper eine Tochter, Emma Marie Katharine, geboren den 21. Juli. Denselben. Dem Dimer Johann Ludwig Scharmann eine Tochter, OttUie Luise Emma Auguste Lina, geboren den 26. Juli. Lukasgemeinde. Dm 13. August. Dem Locomotioheizer ClemmS Döhler eine | Tochter, Johanna Selma Frieda, geboren den 1. Juli. Den 18. August. Dem Bleicher Eduard Engeler ein Sohn, Albert Heinrich, geboren den 6. Juli. Johannesgemeinde. Den 13. August. Dem Schriftsetzer Peter Muth ein Sohn, Heinrich Joseph, geboren dm 22. Juli. Den 14. August. Eine außereheliche Tochter», Margarethe Dorothea Elisabeth, geboren den 14. Juni. Den 16. August. Eine außereheliche Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 5. August. Beerdigte. Lukasgemeinde. Den 18. August. Konrad Keil, Schreiner, Sohn des Anatomiedieners Johannes Kell, alt 20 Jahre, starb den 16. August. Auswärtige aus den Kliniken. Den 14. August. Gustav Buchner, Maschinenschloffer zu Herdorf, alt 35 Jahre, starb den 12. August. ArrszttS aut -en »er Stadt Gieße«. Aufgebote. August: 15. Friedrich Otto Kolbe, Buchhalter dahier, mit Lotte Böhm Hierselbst. 16. Friedrich Christian Emil Nebe, Oeco- nomie-Verwalter dahier, mit Wilhelmine Alma Klara Hörich zu Kahlwinkel. 18. Heinrich Wilhelm Voß, Bäcker zu Neumrade, mit Katharine Juliane Gröntnger hierselbst. Ghefchliefltritge«. August: 15. Christian Fran; Karl sAugust Noll, Bäcker zu Newyork, mit Marie Elise Auguste Louise Löber hierselbst. 16. Ludwig Weiffenbach, Condilor hierselbst, mit Anna Elisabeth Christiane Henriette Keßler hierselbst. 18. Johann Heinrich Pfeffer, Taglöhner dahier, mit Katharine Becker von Inheiden. 19. Maximilian Moritz Jacob Julius Kurz, Bankier dahier, mit Minna Luise Caroline Johanna Georgi hierselbst. «eboreue. August: 7. Dem Flaschenbierhändler Wilhelm Förster eine Tochter. 8. Dem Bäckermeister Wilhelm Christian Stössinger eine Tochter, Julie Christine Henriette. 9. Dem Heizer KaSpar Römer ein Sohn, Friedrich Johann. 10. Dem Maurer Julius Wurm eine Tochter, Anna Marie. 10. Dem Fuhrmann Philipp Hillgärtner eine Tochter, Elisabethe. 12. Dem Taglöhncr Heinrich Janz ein oobn, Heinrich. 12. Dem Taglöhner Wilhelm Schmidt XIII. ein Sohn, Wilhelm. 14. Dem Locomotioheizer Wilhelm Rößler eine Tochter, Lina Emilie Dina. 14. Dem Liqueurfabrtkant Gerson Katz eine Tochter, Anna. 15. Dem Postassistent Curt Looß eine Tochter, Gertrud. 16. Dem Kaufmann Jacob Weinberg eine Tochter, Selma. Gestorbene. August: 14. Ludwig Karl Franz Arnold Germann, 5 Monate alt, Sohn von Bäckermeister Karl Germann dahier. 14. Elise Ude, IV. Jahr alt, Tochter von Fabrikarbeiter Wilhelm Ude dahier. 15. Herz Behr, 69 Jahre alt, Rentner dahier. 15. Elisabeth Döll, 9 Monate alt, Tochter von Schmied Ernst Döll dahier. 15. Otto Keller, 26 Jahre alt, Student von Wetzlar. 16. Konrad Keil, 20 Jahre alt, Schreiner dahier. 16. Selma Johanna Frieda Döhler, 1 Monat alt, Tochter von Locomotioheizer Clemens Döhler dahier. 16. Elsa Carl«^. 2 Jahre alt, Tochter von Dachdeckermeister Johann Heinrich Carl» dahier. 17. Marie Lehrmund, geb. Stahl, 29 Jahre alt, Cbrfrau des Lacktrers Karl Lehrmund dahier. 17. Friedrich Wilhelm Georg Balser, 58 Jahre alt, Universitäts-Stallmeister dahier. Unterhaltungen zu Bad-Nauheim von Sonntag den 20. August bis Freitag den 25. August. Sonntag den 20. jAugust, Nachmittags von 4 bis 10 Uhr: Doppelconcert der Capelle deSHusaren RegimentSLandgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg Nr. 14 aus Cassel und der Kurcapelle auf der Terrasse. Eintritt für Jedermann 1 Mk., Kinder 50 Pfg. Kurkarten frei, Tageskarten 50 Psg. Nachzahlung. Abends 8 Uhr im Saale: Zaubervorstellung deS HoskünstlerS Prof. Bellachini auS Marburg. Montag den 21. August, Nachmittaas von 5 biS 8 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Letztes Gastspiel des Herrn A. Junkermann. Hanne Nute un de lütte Pudel. DienStag den 22. August, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr : Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr bei gutem Welter Theatervorstellung auf der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale: Concert der Diolinvirtuosin Frl. Helene Polleschowslo aus Wien unter Mitwirkung der Kurcapelle. Numm. Platz 2 Mk., nicht numm. Platz 1 Mk. Mtttwocd den 23. August, Nachmittags von 5 biS 6»/i und von 8 biS 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Eine Palastrevolution. Donnerstag den 24. August, Nachmittags von 4 bis 6Vi Uhr. Concert der Kurcapelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale: Festball zur Vorfeier des Namenstage« Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Freitag den 25. August, Nachmittags von 5 bis 6 und volksmirthschaft. Siege«, 19. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Woch^N? kostete: Lutter pr. Md. X Wnernr per Stück 6— H, 2 Stück — A, Käse pr. St. 5-34, Käsematte pr. Et. 3 A. Erbsen vr. Liter 18 A. Linsen pr. Ater 28 A, Tauben pr. Paar X 0,60—0,80, Hühner pr. Stück X 0,85—1,10, Hahnnt pr. St. X 0.60-0,85, Enten pr- St. X 1,40 bi« 1,60, Ochsevfleisch pr. Psd 56-64 A' Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 36—46 A, Schweine, fleischpr. fCfb. 60—70 4, Kalbfleisch pr. Md. 46-50 4^H°mmeb fleisch pr. Pfd. 40 - 68 A. Kartoffeln vr. 100 Kilo 8,00—12/)0_X Witterungsaussichterr Wetterhäuschen, Südanlage. — 18. Auauft, MM. 12 Udr 19. August, Morg.vUvr Barometer: Thermometer: Hygrometerstand: m in. 750 mm, max. 752 mm „ + 160 R. „ + 260 R. Neigung f. Gewitter. mm. 750 mm, max. 753 mm „ 4-100 R. „ -4- 14°B. Trocken. Gcwitterbildung Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm. Temperatur der Lahn und Luft nachReaumur gemeffenam 19.August, Mittags »wischen 11 und 12Uhr: Wasser 19, Luft 24 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Bekanntmachung, betreffend: Die Herbftübungen der Großh. Heff. (25.) Division. Im Auftrage Großh. Kreisamts Gießen bringen wir das nachstehende Lnsschreiben dieser Behörde mit dem Anfügen zur Kenntniß der Grundbesitzer der hiesigen Gemarkung, daß die durch Zuschauer verursachten Schäden aus der Militärkaffe nicht ersetzt werden. Gießen, den 19. August 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung, betr. die Herbstübungen der Großh. (25.) Division; hier die Flurschäden. Im Laufe dieses Monats werden auf einem noch auszuwählenden Gelände bei Gießen die Uebungen der Infanterie-Regimenter Nr. 115 und 116 (verstärkt durch das Jäger-Bataillon 11) ihren Anfang nehmen und es wird sodann die 49. Infanterie-Brigade bis zum 10. September auf dem betr. Felde exerciren. Sodann finden in der Zeit vom 11. bis 15. September die Brigade-Manöver der verstärkten 49. und 50. Infanterie-Brigaden in dem Dreieck Lich—Wetzlar—Butzbach und in dem Bezirk Butzbach—Usingen—Friedberg—Hungen—Münzenberg und im Anschluß hieran die Divisions-Manöver in dem Landstrich Hungen— Oiesten-Wetzlar—Butzbach statt. Zur thunlichsten Vermeidung von Flurschäden m Folge der Uebungen ergeht hierdurch an die Grundbesitzer die Aufforderung, ihre Grundstücke noch vor Beginn der Exercitien bezw. Manöver, soweit dies überhaupt möglich ist, abzuernten und diejenigen Grundstücke, welche während der Uebungen noch mit Früchten bestanden sind, sowie die vorzugsweise zu schonenden Ländereien, wozu in diesem Jahre besonders die mit Futterpflanzen bestellten gehören, durch Anbringen von etwa zwei Meter hohen Stäben mit Strohwischen schon von Weitem erkenntlich iu machen. Zur rechtzeitigen Wahrung ihrer Jntereffen machen mir die Kreisangehörigen noch auf folgende gesetzliche Bestimmungen aufmerksam: 1) Grundstücke, deren Benutzung bei Truppenübungen gänzlich ausgeschlossen ist (©arten, Parkanlagen, Holzschonungen, Pflanzgärten ic.) müssen, insofern deren Eigenschaft als solche nicht ohne Weiteres erkennbar ist, an den Enden durch hochstehende Tafeln mit Aufschrift bemerklich gemacht werden. 2) Beschädigungen, welche nicht durch die Truppenübungen, sondern auf andere Weise, besonders dadurch entstanden sind, daß die Betheiligten das rechtzeitige Abernten unterlassen haben, begründen keinen Anspruch auf Vergütung. 3) Arbeiten und Aufwendungen, von welchen die Interessenten gewußt haben, daß sie durch die Truppenübungen der nächsten Tage zerstört werden mußten, begründen einen Anspruch auf Schadloshaltung gleichfalls nicht. Gießen, den 16. August 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. <7146 I. V.: Dr. Melior. Grummetgras. Versteigerung der Stadt Gießen. Montag den 28. u. Dienstag den 29. August, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen versteigert werden und zwar: Montag den 28. August von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, Wieseckthal und im Heegstrauch, sowie am Friedhof, DieuStag den 29. August von den Ochsenwiesen, den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbmnnen, Altentisch und Strang-wiese; Nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; Nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck; Nachmittags x/24 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck. Die Zusammenkunft ist Montag den 28. August am Neuftädterthor und Dienstag den 29. August in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 19. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __________Gnauth.______7111 Hannover - ObechMcher unti zrankfnrt a. M. - VderhtsMer Gnterverkehr. Die in den Tarifen für die vorbezeichneten Güteroerkebre enthaltenen Aus- nahmefrachtsätze für »all, welche auf Iber Grundlage des Staff l - Ausnahme- tarifs für Getreide beruhen, werden vom 1. October d. I ab aufgehoben. Gießen, den 16. August 1893. Großh- Directton [7150 der Oberhessischen Eisenbahnen. 7137] «i« «cker mit Met zu ver, "v" Satzenyei«, Schillerstraße 27. Verdingung. Die zur Anlage des Platzes um >ie neuerbaute Johauneskirche er* orderlichen nachbenannten Arbeiten ollen Dienstag den 29. August, Vorm. 11 Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden, nämlich: veranschl. zu rb. 1) Erd- und Planirarbeit 2040 JL 2) Pflasterarbeit 2120 „ 3) Schlosserarbeit 1477 „ Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen von heute ab auf dem Stadtbauamte offen, woselbst Angebote auf dem vorgeschriebenen Formular bis zur genannten Stunde einzureichen sind. Gießen, den 18. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.______7132 Gutsverpachtung in der Obersörsterei Gießen. Donnerstag d. 24. August, Nachmittags 3 Uhr, werden auf dem Wellershäuser Hof bei Gießen auf 9 Jahre die nachverzeichneten Grund- stücke verpachtet: a. In der Gemarkung Gießen am Wismarer Weg; Acker in der Lichtenau aus dem Fluthgraben, und Acker daselbst im Römerloch; b. In der Gemarkung Wieseck, an der Gießen - Marburgerstraße; Acker auf dem Raupenstrauch in 5 Loosen. Gießen, den 17. August 1893. Großh. Oberförsterei Gießen. _____________Block.________7149 Mittwoch den3V.August, Nachmittags 2*/t Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Frau Justus Müller Wittwe und Kinder in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 3 Nr. 51 — 1550 qm Wiese am Schwalbachischen Acker vorn am Krofdorfer Weg, Flur 3 Nr. 52 — 1656 qm Wiese das., Flur 3 Nr. 53 — 1644 qm Wiese das., Flur 3 Nr. 54 — 1812 qm Acker daselbst. Flur 3 Nr- 55 — 2006 qm Acker daselbst, Flur 4 Nr 77 - 2500 qm Acker, stößt auf den Wismarer Weg, Flur 18 Nr. 19 — 3050 qm Acker zwischen dem Mittelweg und der Chaussee, Flur 24 Nr. 258 — 5844 qm Acker vor dem Steinbrunnen auf den stumpfen Weg, Flur 25 Nr. 17 u. 18 — 6338 qm Acker amSchlangenzahl, zieht durch den SchÜtzgesbrunnerwe«, Flur 25 Nr. 19 — 6337 qm Acker daselbst. Flur 28 Nr. 198‘/i0 — 1834 qm Acker am hohen Rain, Flur 29 Nr. 120 — 2375 qm Acker im Rödern, Flur 29 Nr. 121 — 1150 qm Acker das, Flur 33 Nr. 117V,, — 325 qm Acker am Nahrungsberg, Flur 33 Nr. 117»/«, — 256 qm Acker daselbst, Flur 33 Nr. 171, 172, 173 — 850 qm Acker am Nahrungsberg auf den Steinbacher Weg, Flur 33 Nr. 174 — 575 qm Acker daselbst, Flur 33 Nr. 182 — 575 qm Acker daselbst, Flur 33 Nr. 196 — 531 qm Acker am Nahrungsberg hinter dem Drechslischm Garten, Flur 33 Nr. 198 — 1000 qm Acker das., Flur 33 Nr. 199 — 1556 qm Acker am Nahrungsberg auf das Altenfeld, Flur 33 Nr. 200 — 1394 qm Acker das., Flur 33 Nr. 201 — 1625 qm Acker das., Flur 33 Nr. 67,s — 125 qm Acker im alten Feld, stößt links auf den Weg, Flur 33 Nr. 68,, — 88 qm Acker das., Flur 36 Nr. 57 — 475 qm Acker unter den alten Eichen, zwischen der 'mittelsten und der Waldgasse, Flur 36 Nr. 57a — 475 qm Acker das., Flur 36 Nr. 58 — 963 qm Acker das., Flur 40 Nr. 299 — 325 qm Acker auf dem Sand, Flur 41 Nr. 58,, — 1744 qm Acker Über dem Rodt auf die RodtgSrten, Flur 45 Nr. 25 — 1906 qm Acker links am Badenburger Fußpfad freiwillig meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden sehr günstigen Bedingungen versteigert werden. Gießen, 19. August 1893. Großh. OrtSgericht Gießen. I. A.: »ogt. 7110 7152] Gesucht brave» »ädche« tagsüber zu T. Arb. Ludwigstr. 12, HI» Versteigerung Gcfl Offerten sub ein Familientänzchen sich anschliessen, zzzz 7140 I*iano-Magazin Geh statt. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Stähl. SlhIlllhthMS. Bibliotheken, L'L . / 7 z Werke kaust [7123 Dr. Zinsser [7129 Freibank. Buchhändler Krebs, Grünbergerstr. 12. nimmt Montag den 21. August seine Praxis wieder auf 7122 die (Kxped. d. Bl. [7144 70. 65. OJ Atelier Emil Giessow Leipzig 1879. 3410 S** Lonntags bis 6 Uhr geöffnet. 7121 W trauernden Hinterbliebenen 3m «c Vormittags. 7104 Arbeiter tfbmir,X OtomÜBe- und Obst- Conacrven 9kM Getsm. 8crgn 4Ut verlaß bn B räc l'ld» i Druckerei (Fr stbe. viel sch) bi We^en. Die heutig« Stummer umfatzt 10 CttlieJ Rindfleisch, Nicht ladenrein, per Psd. 40 Pfg. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers und Neffen Heinrich sowie für die zahlreichen Blumenspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schönhals und die Betheiligung des hiesigen Turnvereins sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen: 7147 Wittwe letzter nnd Familie. Großen-Linden, den 19. August 1893. EourSbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter VSrse vom 19. August 1893. Bürgergesellschaft. Die auf Sonntag den 2 7. August festgesetzte Partie nach dem Ludwigsbrunnen findet heute Sonntag, 20.1ugufl, im Gießener Stahtmalb erste Lchneife rechts 7118] Für angehenden CommtS, der seine Lehrzllt tu Manus-- u. Cvnf.-Sesch. beendet, wird unter bescheid- Ansprüchen Stellung gesucht. Cffert. unter X X 1000 an die Txped d. Bl. Preisgekrönt ' platten. Concerthaus Lahnstein. Dienstag den 22. August, Abends ' 9 Uhr: Benefice-Concert der Herren Gebr. Kruse, Kgl. Kammermusiker aus Cassel. Entree 50 Pfg., Familienkarten im Vorverkauf auf dem Lahnstein zu haben ä Billet 30 Pfg. ---- Die Terrasse wird illuminirt und soll an das Concert vermischte Anzeigen. Verloren 7161 «in Handkoffer auf der Fahrt von Sroßen,Linden noch Gießen bi« zur l?st» anlafle am Wall,hör Gegen gute Bt iotzWung abzugeben in der tkxped. d- BI- 7''3<' Wohnung von 3—4 .K-mmern und Zubedär, mägl chst Mitte der Ltodt, per 1. Cctober gesucht Cffeiten mtt Preis unter E Z an die Lxpcd d BI. Ausnerdem: Violinen, Kögen, Kasten, Salten, Harmonikas, Zithern. Miethanstalt von Pianinos. — Bei Verkaufen Garantie. Kleiderschränten, Kommoden, (tzlasauffatz, Tischen, 1 vollständigem Bett, Weißzeug, sowie sonstigen Haus- uud Üüchengeräthen. Gießen, den 19. August 1893. 7126 Roloff, (Berichts-Taxator. welche sich durch die Dividende noch erhöht. Ferner schließt die Anstalt aufgeschobene, sowie steigende Renken- Bersicherungen mit oder ohne Rückgewähr der Einlagen ab. Prospecte, Drucksachen, sowie jede Auskunft durch den Vertreter 785 Adolf Bieler, (Vielen, Wcstanlage 45 Rentnern und Rentnerinnen, denen daran liegt, bei dem heutigen niedrigen Zinsfuß ihr Einkommen zu vergrößern, empfiehlt fich der Abschluß einer Leib Nenten-Berficherung bei der 1838 gegründeten, auf voller Gegenseitigkeit beruhenden preußischen Renten-perScherungs-Anstalt iu Sellin, der größten Renten-Versicherung Deutschlands. (tzesammt-Bermögen <^nde 1892: 8 2 Millionen Mark. Gegen eine Einlage von Mk. 10,000 gewährt die Anstalt eine 10 Wagen guter luchmist zu verkaufen. Wo? sagt die Sxped. d. Bl. (7153 Danksagung. Für die vielen Beweise der herzlichsten Theilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Sohne», sowie für die liebevolle Pflege der barmherzigen Schwestern, die zahlreichen Blumenspenden und die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sagt den tiefgefühltesten Dank Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, welche uns aus Anlaß des Ablebens unseres unvergeßlichen Kindes Elsa Carle 1 Uhr 15 MM 85.30 4°/0 Ung. HoldR'Nte 99.70 50/e Renke 85.4t1 8»/o Portugiesen 99.80 4«/e Sriech. Monopol-LZa. von Mk. 936.— 1140.— 1426.— Plano« X In schwarz und altdeutsch Nussbaum. '7141 . v ex« cx n v» j ... —a «fa sacht für hier und Umgegend einen Montag den 21. Augull, Nachmittags 2 Uhr, tüdittgen Vertreter versteigere ick im Auftrag Neuen Bäue 5 die zum Nachlaß ber Provisto«. — ~~ I. Köhler Wwe. gehörigen Mobilien, bestehend in: E 5665 an Rnvolf »oste, Krank - - - - — ~- -- fnrt a. M., erbeten 7124 zum Ka« Sin -I'-« Nl ,1 «ut «9«*°, *»« i" ” ""V 6,lHfrdftn unb j" Kn Bitti«"»' tzaoiral und stuiea ätl«”“ rt'. ota< l'*® i,l*n HW 1110 vorhanden, triib, baB also M ttntbtntn Süubtn irerttn. «n wo' xn tun W\t wo bit 6 ligt ist. Zunächst sei vaS Capital alS klug iii, denn dc Feind, sondern t einer höheren G ausgewartei Tut zur tid|tt benachitt, tnnerbalb der mi in in poriger S ht mit temielben roden, tzvchr,' ollen tingen a Schiffe, Giftnba kam also die S behren, denn iS Wie nun aber 8 Beste, D?i5braud)t öopnalmchten d -.'ntung de- x mger Unterneh -efler Berechtigu •'■iüdjt mit den Büllt durch oft Obsteinkochbüchlein für den bürgerlichen und feineren Haushalt von R. Mertens. ■ Preis JL 1.50. ■ Vorrütbig in der Buchhandlung von E. Trenckninnn, Gießen, Sonnenstraße 5. [1788 M* «in kleines Hau» in der Nähe des Friedhofs, paffend für Dteinbauer rc., unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Offenen beliebe man unt F G II 43 an die Qxped. d. Bl. zu richten [7112 Ta wat tx tnonmlichkll Abwe hrutk gar nicht L rotLnn n nach 1q f;:!t iutn nsttr ihm ttwaö s »aaell, waS eS **« W*01 ®0n bcjanb; ^e, ohne in 68 " ihn denn rrrgangen ~ rLnC Le« ft (Taft ludivestlick auf „ i014 „7' «leibt !lne Stotze? r »To?- 7113] Eine tüchtige taubere frtan em» pfteblt sich im Wasche« unb Pntze« und fonstiaer Arbeit. Frau MLäler, Sonnenftraße 20. 7109] Für einen äußerst kräftigen, anstelligen Jungen, 16 Jahre, Lehrlingsstelle in einer guten Schlosserei, rnechan- Werk- 65tte rc. aefncht. Gest. Anerbieten unt. T 5656 an «ndolf Moste, Frankfurt a. M. Wo? sagt die Eiped. d- Bl._________ 71.381 Ein Mädchen, welche« perfect bügeln kann, empf. f. t. u. auß d Haute. Dr. Webers Nebengebäude, Wetzsteingatt -. ersten gebens- und Unfall- einen Gesellest nnd einen Lehrling. Versicherungs-Gesellschaft |7142J E- Kaier, Lchmiedemeiffer. । mit großem Jncafio , Hau-arbeit gesucht- Wolltborftraße 8. IS. Altendnrgische Bauschule Roda. I Progr. d. Dir Scheerer. 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